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18.03.2020 Es tut sich was – trotz Corona
Mike Coppens c Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mike Coppens: Heisser Anwärter auf den Titel? © Jürg Kaufmann

Das Corona-Virus legt zurzeit (fast) alles lahm. Auch der Auftakt zur Schweizer Rallye-Meisterschaft musste abgesagt werden. Trotzdem ist in der Rallye-SM mehr Bewegung drin als man in einer solchen Zeit erwarten darf.

Am 17./18. April hätte mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft beginnen sollen. Noch bevor der Bundesrat schweizweit Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen verboten hat, haben die Organisatoren schweren Herzens den Saisonauftakt abgesagt. Die 43. Ausgabe der Traditions-Rallye rund um Saignelégier findet demnach erst 2021 statt.

Schade! Denn das «Crit» hätte eine spannende Angelegenheit werden können. Einer, der die Szene neu aufgemischt hätte, hat im Vorjahr schon bei der Rallye du Valais (RIV) für Furore gesorgt: Mike Coppens. Der Walliser belegte damals hinter Sieger Olivier Burri Platz 2. In diesem Jahr soll er im Team von Philippe Roux mit einem Skoda Fabia R5 Jagd auf die Rallye-Krone machen. Der Ex-Weltcup-Abfahrer hält grosse Stücke auf Coppens. «Das Ziel ist der Titel», sagt Roux ohne mit der Wimper zu zucken. Coppens selber gibt sich zurückhaltender, weil noch nicht alles in trockenen Tüchern sei. «Ich glaube fest an das Projekt. Aber ich will mich nicht zu früh freuen.»

Einer der Herausforderer beim Critérium wäre der junge Jérémie Toedtli gewesen. Der 25-jährige Bern-Jurassier, der bei der Rallye du Chablais 2019 Zweiter hinter Sébastien Carron wurde und bei der RIV acht Bestzeiten aufstellte, gilt als grosses Versprechen für die Zukunft. «Ja, ich wäre beim Critérium am Start gestanden», bestätigt Toedtli. Wie sein weiteres Programm ausgeschaut hätte, ist noch unklar. Mit der Absage des Critériums steigt die Hoffnung, dass Toedtli nun bei der Rallye du Chablais am Start steht – vorausgesetzt diese findet planmässig Ende Mai statt, was nicht nur die Rallye-Fraktion, sondern alle Beteiligten, Fans und auch wir von Auto Sport Schweiz hoffen.

Ebenfalls am Start bei Critérium wäre Jonathan Michellod gestanden. Der Junior-Meister aus dem Vorjahr hat für die ersten beiden Rallyes einen Skoda Fabia R5 organisieren können. Michellod verzichtet damit sogar auf seinen Preis, der ihm als Junior-Champion zugestanden hätte. «Ich hätte auf einem Renault Clio V R.S. die Chablais bestreiten können», sagt der gelernte Automechaniker. «Aber dank harter Arbeit und grosszügigen Partnern habe ich die Chance, einen R5 zu fahren, nun am Schopf gepackt.»

Burri 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Michaël Burri und sein neuer F2000 auf Basis eines Citroën Saxo © Archiv Burri

Vierter im Bunde derer, die 2020 mit einem neuen Programm am Start stehen, ist Michaël Burri. Der Sohn des Valais-Siegers und Dritter in der Meisterschaft 2019, hat einen F2000 auf Basis eines Citroën Saxo aufgebaut. Mit diesem vor allem in Frankreich beliebten «Kit Car» hätte er beim Critérium seine Premiere gefeiert. «Wir haben zwei Jahre an diesem Auto gebaut», sagt Burri jr., der in diesem Jahr mit einer französischen Lizenz fährt. Ob er bei der Chablais mit diesem Auto angasen wird, ist noch offen. Vom Veranstalter her wäre es möglich. Burri würde aber ausser Konkurrenz fahren und keine SM-Punkte kassieren. Diese kann er sich bei der RIV holen. Dort plant der Jurassier einen Einsatz mit einem R5.

Bleibt zu hoffen, dass all diese Pläne umgesetzt werden können. Spannend ist die Ausgangslage auf jeden Fall

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