Der Suzuki Swiss Racing Cup wird auch in diesem Jahr im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft an den Start gehen. Acht Autos sind bereits fix. Dank Doppelstartern ist ein Feld von mindestens zwölf Fahrern garantiert.
Im vergangenen Jahr ist der Suzuki Swiss Racing Cup zum ersten Mal ohne Werksunterstützung angetreten. Unter privater Leitung von Christian Zimmermann hat man die Premierensaison sehr solide über die Runden gebracht. Und auch in diesem Jahr wird der Suzuki Swiss Racing Cup an den Start gehen. «Wir haben Stand heute die Zusage von acht Autos», sagt Zimmermann. «Dank den Doppelstartern kommen wir auf zwölf Fahrer. Vielleicht kommt noch der eine oder andere dazu. Aber ich habe immer gesagt. Wenn wir zu zehnt sind, dann führen die Meisterschaft durch.»
Anmelden kann man sich über die Suzuki-Webseite. Freie Autos gäbe es (aus dem bisherigen Cup-Fundus) keine mehr. Wer also neu einsteigen will, muss sich auf dem Occasions-Markt nach einem Suzuki Swift Sport umschauen. Oder nach einem älteren Swift Sport. Denn seit letzter Saison dürfen auch Modelle mit Turbolader und ohne Mildhybrid-Antrieb an den Start gehen.
Die 160 PS starken Fahrzeuge im SSRC sind nahezu im Serienzustand. Erlaubt sind der Einbau eines Sportfahrwerks (Kostenpunkt ca. 1200 Franken) sowie Anpassungen an Sturz und Spur der Vorderachse. Der Clou dieses Markenpokals: Am Wochenende kann sich mit dem «Swifter» auf der Rennstrecke austoben, am Montagmorgen fährt man mit demselben Auto zur Arbeit…
Auf dem Programm des SSRC stehen auch dieses Jahr neun Rennen. Gefahren wird im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft; das heisst in Frauenfeld, Bière, Ambri, Bure und Chamblon. Wobei zu den Doppelläufen in Bière und Ambri der SSRC auch in Frauenfeld und Chamblon je zwei Läufe austragen.
Auch der Titelverteidiger Rico Thomann wird 2026 wieder am Start stehen. Für Spannung ist also garantiert. Wer also auch gerne am Suzuki-Cup 2026 teilnehmen möchte, kann sich bei Serienbetreiber Christian Zimmermann erkundigen: chrigi@waerchstatt77.ch
Am Wochenende findet das 12-Stunden-Rennen in Bathurst (AUS) statt. Das Rennen am «Mount Panorama» bildet auch 2026 den Auftakt der IGTC – mit dabei auch potenzielle Schweizer Siegkandidaten.
Es ist eine der spektakulärsten Rennstrecken der Welt – wer schon einmal dort gewesen ist, kann das bestätigen. Wer schon einmal selber die 6,2 Kilometer lange Strecke abfahren durfte, der wird das erst recht nicht anzweifeln. Am kommenden Wochenende findet eine nächste Ausgabe der 12h am Mount Panorama statt. Und auch dieses Jahr sind einige Schweizer am Start. Weil es noch nie einem Schweizer gelang, Down Under zu gewinnen, sind die Erwartungen umso grösser. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr.
Zu den drei Schweizer Pro-Fahrern, die um den Sieg fahren, gehören:
#6, Philip Ellis/Jayden Ojeda/Fabian Schiller, Mercedes-AMG GT3
#46, Raffaele Marciello/Valentino Rossi/Augusto Farfus, BMW M4 GT3 Evo
#61, Ricardo Feller/Klaus Bachler/Laurin Heinrich, Porsche 911 GT3 R (992)
In der Kat. Pro fährt ausserdem mit Schweizer Lizenz:
#95, Marvin Kirchhöfer/Ben Barnicoat/Garnet Patterson, McLaren 720S GT3 Evo
Und auch in der Kategorie Bronze ist die Schweiz vertreten – mit:
#79, Alex Fontana/Fabio Babini/Daniel Gaunt/Johannes Zelger - Porsche 911 GT3 R
Los geht das Rennen am Samstag, 14.2., Ortszeit um 19:45 Uhr (MEZ 9:45 Uhr). Wir drücken unseren Fahrern die Daumen!
Sie testete für Sauber, absolvierte mehrmals das Indy 500 und schrieb in der Formel E Geschichte. Nun startet Simona De Silvestro für Italien bei den Olympischen Winterspielen in Cortina. Ihr erster Einsatz: am Sonntag, 15. Februar.
Olympische Spiele und Motorsport haben für gewöhnlich nicht viel gemeinsam. Bei den Winterspielen in Cortina/Mailand ist das für einmal ein klein wenig anders. Mit Simona De Silvestro steht eine ehemalige Schweizer Autorennfahrerin am Start. Ab Sonntag, 15. Februar, im Monobob und ab Freitag, 20. Februar, im Zweierbob.
Wie wir bereits im ASS-Magazin 01/2024 angekündigt haben, hat De Silvestro vor rund drei Jahren die Seiten gewechselt und von vier Rädern auf vier Kufen umgestellt. «Ich habe immer von Olympia geträumt – schon als Kind», sagt die heute 37-Jährige. 2023 wurden ihre Pläne dann konkret(er). Die ersten Bob-Versuche machte de Silvestro noch im Umfeld des Schweizer Nachwuchs’, ehe sie als Doppelbürgerin zum italienischen Verband wechselte. Für De Silvestro war es einerseits eine emotionale Wahl. Die Familie ihres Vaters Pierre Luigi stammt aus der Nähe von Cortina. Anderseits hatte Italien im Frauen-Bob noch einen Startplatz offen.
Der Wechsel vom Rennwagen in den Bob war für De Silvestro eine neue Herausforderung. Obwohl es zahlreiche Parallelen zwischen Motorsport und Bob gibt. Hohe g-Kräfte, Präzision, Mut und Technikgefühl sind in beiden Disziplinen elementar. Die grösste Umstellung stellen für Simona nach wie vor die Starts dar. «Ich bin in meinem Leben zuvor noch nie gesprintet», sagt die ehemalige IndyCar-Pilotin. «Schnellkrafttraining stand nie auf meiner Agenda.»
Im Rennsport blickt De Silvestro auf eine aus Schweizer Sicht einzigartige Karriere zurück. Die inzwischen in Seelisberg wohnhafte und in Thun geborene Rennfahrerin nahm mehrfach am legendären Indy 500 teil, schrieb Geschichte als erste Frau mit WM-Punkten in der Formel E und absolvierte für das Team Sauber Testfahrten in der Formel 1.
Medaillenchancen rechnet sich De Silvestro in ihrer zweiten Heimat nicht aus. Im diesjährigen Weltcup war ihre beste Platzierung ein 15. Rang im Monobob und ein 17. im Zweierbob. Doch De Silvestro hat sich einen Traum erfüllt. Und auch wenn die Floskel «Dabeisein ist alles» abgedroschen ist und es schon im alten Athen nur ums Siegen ging, geht es für De Silvestro in Cortina in erster Linie ums «Dabeisein».
Am Mittwoch, 4. Februar 2026, hat uns unser langjähriges Mitglied der Nationalen Sport-Kommission (NSK), Giorgio Moretti, für immer verlassen. Giorgio, von Beruf Ingenieur mit einem eigenen Büro in Lugano, war seit seiner Jugend eng mit dem Sport verbunden. Er spielte in der obersten Schweizer Liga Eishockey für den HC Lugano und für den HC Ambri-Piotta.
Nach seiner aktiven Zeit als Spieler widmete er sich seiner anderen Passion, dem Automobilsport. Als Vertreter der ACS-Sektion Ticino wurde er 1986 in die NSK gewählt. Verschiedene Clubs organisierten im Tessin Bergrennen, Slaloms und Rallyes. Im benachbarten Italien wurden auf verschiedenen Rennstrecken (Monza, Imola, Casale-Monferrato etc.) Rennen – auch zur Schweizer Meisterschaft – durchgeführt. Giorgio galt als Ansprechpartner und Koordinator dieser Veranstaltungen.
Giorgio engagierte sich aber nicht nur in der NSK, sondern war auch Mitglied in verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen. Seine Leidenschaft galt den Rallyes. So war er nicht nur Sportkommissar in der Schweiz, sondern war auch sehr engagiert in der internationalen Rallye-Szene. Besonders die grossen Off-Road Veranstaltungen in Afrika wurden seine Spezialität. Hier stellte er sein Fachwissen auch den Organisatoren zur Verfügung und war fester Bestandteil der Rennleitung.
Auto Sport Schweiz und die NSK sprechen der Familie von Giorgio Moretti, vor allem seiner Frau Monique sowie seinen Kinder Géraldine, Manuela, Federica und Paolo ihr aufrichtiges Beileid aus. Die Beerdigung fand am vergangenen Samstag in Lugano statt.
Text: Paul Gutjahr
Am 7. März beginnt die vierte Ausgabe des Young Drivers Projekts von Auto Sport Schweiz. Piloten und Pilotinnen mit Jahrgang 2009-2011 haben noch zehn Tage Zeit, sich anzumelden.
Schon drei Mal wurde das Young Drivers Projekt von Auto Sport Schweiz durchgeführt. Nimmt man die Jahre 2013-2015, in denen das Nachwuchsprogramm ebenfalls angeboten wurde, ist die bevorstehende Ausgabe bereits die siebte «Staffel». Und auch dieses Jahr hat der Verband wieder ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Wichtig ist: Die jungen Nachwuchspiloten und -pilotinnen werden im Laufe des Jahres in diversen Workshops wieder vieles erfahren, was es heutzutage braucht, um im Motorsport erfolgreich zu sein. Denn schnell fahren allein reicht nicht. Fitness, Mediatraining, Sponsoring & Marketing usw. sind wichtige Bestandteile für heranwachsende Profirennfahrer und -rennfahrerinnen. Deshalb: Bist du motiviert, besitzt du eine Schweizer Kartlizenz und hast Jahrgang 2009, 2010 oder 2011, dann melde dich unter diesem Link an. Der Anmeldeschluss ist der 20. Februar 2026.
Dem Sieger oder der Siegerin des Programms winkt zum Saisonende ein an den Automobilrennsport gebundenes Preisgeld von 30'000.- Franken. Highlight des YDP ist auch dieses Jahr der Test im Formel 4 mit dem Team Jenzer Motorsport (am 25. August). Mehr verraten wir dir beim Season-Kickoff am 7. März 2026 im Eventcenter Seelisberg!
Die bisherigen Gewinner des YDP:
2013, Alain Valente
2014, Lucas Mauron
2015, Fabio Scherer
2023, Kilian Boss
2024, Tiziano Kuzhnini
2025, Timéo Ruppen
Die FIA veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal eine Arrive-and-Drive-EM mit drei Rennen. Gesucht sind Junioren (12-14) und Senioren (14-19). Die Anmeldung erfolgt direkt über die FIA.
Nach dem erfolgreichen Debüt des Arrive & Drive World Cup in Malaysia 2025 baut die oberste Automobilsportbehörde FIA das Angebot in diesem Jahr aus. Und zwar mit einer Europameisterschaft nach dem Arrive-and-Drive-Modus. Drei Veranstaltungen sind geplant:
24.-26. April, Circuit Anthoine Hubert Angerville (FRA)
17.-19. Juli, Autodrom Slomczyn (POL)
4.-6. September, Aspar-Circuit Valencia (ESP)
Das Format ist auf 112 Teilnehmende, aufgeteilt in 56 Junioren (12-14) und 56 Senioren (14-19), limitiert. Die jeweiligen Titelträger qualifizieren sich direkt für das Saisonfinale beim Arrive & Drive World Cup 2026. Die Teilnahmegebühr für die gesamte Saison beträgt 14’850 Euro und beinhaltet die Lieferung des rennfertigen Karts zu jedem Austragungsort, inklusive Slick-Reifen und Kraftstoff sowie die Unterbringung einem Paddock-Zelt.
Fahrer, die zuvor an einer FIA-Kart-Meisterschaft, einem Pokal oder einem Trophy-Wettbewerb teilgenommen haben, sind nicht teilnahmeberechtigt, mit Ausnahme der bisherigen Teilnehmer der FIA Karting Academy Trophy. Teilnehmer des FIA Karting Arrive and Drive World Cup 2025 in Malaysia sind teilnahmeberechtigt.
Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen den folgenden Link. Auf selbigem können sich interessierte Fahrer und Fahrerinnen auch direkt anmelden/bewerben.
Schweizer Fahrer und Schweizer Teams haben beim Finale der Asian Le Mans Series in Abu Dhabi ihre Top-Ausgangspositionen genutzt und gleich mehrere Titel geholt!
Bei den Teams waren Kessel Racing und CLX Motorsport erfolgreich. Bei den Fahrern durften Louis Delétraz und Kevin Rabin jubeln. So erfolgreich wie dieses Jahr waren die Schweizer in der Asian Le Mans Series noch nie. «Mister LMP2» Louis Delétraz hat beim Finale in Abu Dhabi schon im ersten Rennen (fast) alles klar gemacht. Mit dem dritten Saisonsieg hintereinander lag der Genfer mit seinen beiden Teamkollegen Malthe Jakobsen aus Dänemark und George Kurtz aus den USA vor dem letzten Rennen mit 25 Punkten in Führung. Nur ein Sieg des direkten Verfolgers Cetilar Racing (mit u.a. Ferrari-Werksfahrer Antonio Fuoco) und ein gleichzeitiger Nuller von Delétraz hätte die Meisterschaft noch einmal auf den Kopf gestellt. Doch dazu kam es nicht. Mit einem achten Rang sicherte sich der Schweizer Cadillac-Werksfahrer einen weiteren LMP2-Titel. Der Sieg im zweiten Rennen ging an den mit französischer Lizenz fahrenden Mathias Beche.
In der LMP3 gab es aus Schweizer Sicht gleich doppelten Grund zur Freude. Das Team CLX von Patrick Barbier and Alexandre Coigny sicherten sich in Abu Dhabi nicht nur einen weiteren Laufsieg, sondern auch gleich die Teamwertung. Und das trotz eines Ausfalls im zweiten Lauf. Mehr noch: Mit Kevin Rabin (18) stand auch ein Schweizer Fahrer ganz oben auf dem Podium. Rabin war 2022 bei den OK Junioren Dritter in der Schweizer Kart-Meisterschaft geworden. 2024 wechselte er in den Automobilrennsport und hat sich in der Ultimate Cup Series und dem Michelin Le Mans Cup einen Namen machen können.
Den totalen Schweizer Erfolg rundete Kessel Racing in der GT3 ab. Mit einem weiteren Podestplatz im Samstagsrennen und Platz 9 am Sonntag gewannen die Tessiner die Teamwertung – vor so grossen GT3-Teams wie WRT und Manthey Racing. Ein weiterer «Schweizer» hat beim Saisonfinale in der LMP2 für zwei Top-Resultate gesorgt. Der Liechtensteiner Mathias Kaiser belegte die Plätze 2 und 4. Ein grosses Lob an alle Schweizer Teilnehmer!
Nicht aufs Podium schafften es diesmal die Schweizer Vertreter respektive Vertreterinnen in der Formel 4 Winterserie. Beim zweiten Rennwochenende in Portimão – teilweise wieder bei sehr schwierigen Bedingungen – war Samuel Ifrid mit den Plätzen 13, 12 und 10 der konstanteste Fahrer. Sein Teamkollege bei Cram Motorsport, Max Kammerlander, landete auf den Rängen 15, 18 und 23. Für den Jenzer-Pilot Levi Arn, der beim Auftakt noch sensationell Dritter wurde, endete das zweite Rennwochenende auf den Plätzen 23, 17 und 15. Den Podestplatz für das Team Jenzer Motorsport holte diesmal der Tscheche Teo Borenstein. Keine Lorbeeren gab es auch für Chiara Bättig. Die Red-Bull-Juniorin im Team von Campos musste sich mit den Plätzen 21, 26 und 21 begnügen. Schon am kommenden Wochenende geht es in der F4-Winterserie weiter – diesmal auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia.
Am Freitagabend wurde in Horgen (ZH) der neuste Band von RENNSPORT SCHWEIZ vorgestellt. Zu beziehen ist das Jahrbuch beim AKTIV VERLAG. Viel Spass bei der Lektüre.
Am vergangenen Freitagabend fand in Horgen in der RacingFuel Academy die Buchvernissage von RENNSPORT SCHWEIZ 2025 statt. Das Jahrbuch rund um den Schweizer Automobil- und Kartrennsport ist ein «Must» für jeden Schweizer Rennsport-Fan. Wer etwas über den Schweizer Rennsport erfahren will, erfährt es hier. In mehr als 20 Kapiteln werden die Leistungen der besten Schweizer Motorsportler auf vier Rädern in Wort und Bild beschrieben. Dazu gibt es wie im Vorjahr wieder zahlreiche Lesegeschichten rund um den Schweizer Rennsport – so zum Beispiel zum 50. Geburtstag von Marcel Steiner, zu 25 Jahren Auto-Renntage Frauenfeld oder ein Rückblick auf 75 Jahre Formel 1 aus Schweizer Sicht.
Im Mittelpunkt des Buches steht wie üblich der nationale Rennsport mit all seinen Meisterschaften und Cups – sei es am Berg, bei Slaloms, Rallyes oder auf der Rundstrecke. Doch nicht nur die nationale Szene wird beleuchtet, auch die internationalen Erfolge der Schweizer Racer werden thematisiert. Sei es in der Langstrecken-WM, in den diversen GT-Kategorien samt DTM, in der Formel E oder in anderen Formelsport-Serien. Auch der Abschied von Sauber aus der Formel 1 nach 617 Grands Prix ist selbstverständlich Bestandteil von RENNSPORT SCHWEIZ. Zudem erfährt man Spannendes aus der Welt der Dragster, des Drift- und des historischen Motorsports. Im Kapitel Karting stehen die Schweizer Meisterschaft, die Rotax Max Challenge und die VEGA Trofeo im Zentrum.
Für garantierten Lesespass sorgt das moderne Layout – mit zahlreichen Bildern aus dem nationalen und internationalen Rennsport. Verantwortlich für den Inhalt ist der von Gastautoren unterstützte Autor dieser Zeilen. Herausgeber ist der AKTIV VERLAG, das Tochterunternehmen der Engelberger Druck AG Stans.
RENNSPORT SCHWEIZ 2025 von Christian Eichenberger, 288 Seiten im Format 21×26 cm mit mehr als 600 Farbbildern, Hardcover. Preis Fr. 65.– plus Porto und Verpackung. Erhältlich beim Herausgeber AKTIV VERLAG, 6370 Stans (041 619 15 72), online unter www.aktivverlag.ch oder im Buchhandel (ISBN 978-3-909191-85-1).
Weitere Fotos von der Vernissage auf https://www.facebook.com/AutoS...
Der Verband Auto Sport Schweiz führt auch dieses Jahr für Kartfahrer und -fahrerinnen einen Ausbildungskurs für die Qualifikation zur Rennlizenz durch. In diesem Kurs trainieren Sie auf der Kartbahn in Lyss, erhalten Tipps von Profis und perfektionieren den Umgang mit dem Rennkart.
Der Lizenzkurs Karting findet am Mittwoch, 11. März 2026, auf der Kartbahn Lyss statt. Die Kurskosten belaufen sich auf CHF 350.- pro Person. Das Kursgeld beinhaltet zusätzlich zur Instruktion durch erfahrene Instruktoren von Auto Sport Schweiz auch eine Unfall- und Haftpflichtversicherung (gegenüber Dritten). Die Registrierung kann unter folgendem Link vorgenommen werden: https://motorsport.ch/de/verband/kurse-jobs
Anmeldeschluss ist Freitag, 27. Februar 2026. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen unter info@motorsport.ch oder Tel. Tel. 031 979 11 11 gerne zur Verfügung.
Die Entscheidung ist gefallen: Der Genfer Alexis Genolet (15) wird die Schweiz bei der diesjährigen FIA Karting Academy Trophy Senior vertreten.
Anfang Januar hat Auto Sport Schweiz Kartfahrer- und -fahrerinnen der Jahrgänge 2009-2012 aufgerufen, sich für die FIA Karting Academy Trophy Senior zu bewerben. Unter den Bewerbern hat der Verband unter Berücksichtigung der bisherigen Leistungen einen Bewerber ausgewählt, der die Schweiz bei den drei Rennen in Valencia (ESP), Mülsen (GER) und Kristianstad (SWE) vertreten darf. Dabei ist die Wahl auf Alexis Genolet gefallen. Der 15-jährige Genfer hat in der vergangenen Saison in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft den zweiten Platz bei den OK Senioren belegt. Parallel dazu gewann er die VEGA Trofeo. Darüberhinaus hat Genolet auch am Young Drivers Projekt von Auto Sport Schweiz teilgenommen und dort als Zweiter hinter Sieger Timéo Ruppen einen reifen und sehr soliden Eindruck hinterlassen.
Wir drücken Alexis schon jetzt die Daumen und wünschen ihm als Schweizer Vertreter bei den drei Rennen viel Erfolg. Los geht die Academy-Saison der Senioren vom 7. bis 10. Mai in Spanien. Details zur Meisterschaft erfahren Sie unter diesem Link.
Für die FIA Academy Trophy Junior (Jahrgänge 2012-2014) läuft die Bewerbungsfrist noch bis 13. Februar. Näheres dazu erfahren Sie unter diesem Link.
Das Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers zählt zu den absoluten Klassikern. Und begeistert jedes Jahr aufs Neue. Im Rahmen seiner Maturitätsarbeit hat Filmemacher Silas Furler einen Kurzfilm über «Les Rangiers» aus der Sicht der beiden Bergrennfahrer Alexander Hin und Danny Krieg gedreht, den wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten. Also, zurücklehnen und geniessen!
Am 29. März beginnt die Saison 2026 der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Das erste Rennen steigt in Franciacorta (ITA). Wer dabei sein will, kann sich ab sofort einschreiben!
Auf die Plätze, fertig, los! Am 29. März beginnt im italienischen Franciacorta die neue Saison der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Für den ersten Lauf ist die Einschreibung unter diesem Link ab sofort offen. Dasselbe gilt für Fahrer und Fahrerinnen, die sich für die komplette Saison einschreiben wollen. Wer sich für alle sechs Rennen vor Saisonbeginn einschreibt, fährt ein Rennen gratis und wer sich dazu noch für den autobau Visierkleber entscheidet, erhält ein zweites Startgeld nach der Saison rückvergütet!
Wie im Vorjahr werden in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft fünf Kategorien am Start stehen: Super Mini, OK Junior, X30 Challenge Switzerland, OK Senior und KZ2 (inkl. KZ2 Masters). Im Gegensatz zu 2025, als die Meisterschaft aus fünf Rennen bestand, werden in der Saison 2026 sechs Rennen ausgetragen. Hier nochmals die Termine im Überblick:
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, Lonato (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Bei Unklarheiten oder Fragen stehen wir Ihnen unter info@motorsport.ch resp. Tel. +41 (0)31 979 11 11, zur Verfügung.
Wenn ihm sein in die Jahre gekommener Lola F3000 nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, gibt Eric Berguerand 2026 sein Comeback am Berg. Der siebenmalige Schweizer Berg-Meister warnt aber: «Wenn ich zurückkomme, dann nur zum Spass!»
Im Juni 2025 hat Eric Berguerand auf Instagram einen Post abgesondert. Darauf sieht und hört man vor allem seinen V8-Cosworth. Kaum war er online, ging es in der Gerüchteküche los. Sehr zur Freude von Eric. Denn der Post von 2025 war lediglich ein Jux. «Ich wollte sehen, wie die Szene reagiert», grinst Berguerand.
Etwas mehr als ein halbes Jahr später folgte nun ein weiterer Insta-Post. Diesmal steht dabei: «Black Mamba (damit ist sein schwarzer Lola F3000 gemeint), is back!» Und diesmal ist es kein Scherz. Auch wenn der Walliser auf Anfrage von Auto Sport Schweiz am Telefon wieder lacht – wie damals. Der 46-Jährige will es nochmals wissen. Allerdings betont er gleich zu Beginn des Gesprächs, dass der Spass im Vordergrund stünde. «Gegen die Turbo-Prototypen habe ich eh keine Chance mehr», meint «Bergus». «Und mein letztes Rennen war am Gurnigel 2023. Bis es wieder losgeht, bin ich mehr als zweieinhalb Jahre nicht mehr im Auto gesessen.» Soll heissen: Ball flach halten. Die Vorfreude auf das Comeback eines der populärsten Bergrennfahrers ist dennoch gross.
Berguerand hat noch nicht entschieden, wo er fahren wird. Und seine Lizenz muss er auch noch erneuern. «Aber zuerst muss ich das Auto wieder in Schuss kriegen. Dann sehen wir weiter.» Ob Hemberg, La Roche, Reitnau oder Anzère – das Bergrennen, bei dem die Rückkehr von Berguerand tatsächlich stattfinden wird, darf sich glücklich schätzen. Hoffnungen, er könne in die Meisterschaft eingreifen, will Berguerand keinem seiner Fans machen. «Ich fahre ausser Konkurrenz und will einfach schauen, ob ich noch Spass daran habe.» Dieser ist ihm in seinem letzten aktiven Jahr abhanden gekommen. «Das Wochenende ist ja eigentlich da, um sich zu vergnügen und von der Arbeit zu erholen», sagt Berguerand. «Wenn man sich vor lauter technischen Problemen und sonstigen Unannehmlichkeiten aber nur ärgern muss, ist das nicht sehr zielführend. Dann gehe ich lieber mit meinen Kindern Kart fahren oder unternehme sonst etwas mit meiner Familie oder Freunden.»
Auch die lange Pause macht Berguerand gewisse Sorgen. «Nach Covid musste ich jeweils die ersten beiden Trainings opfern, um überhaupt wieder in den Rhythmus zu kommen. Jetzt ist die Pause noch länger gewesen. Aber zum Glück muss ich ja niemandem mehr etwas beweisen.»
«Mister LMP2» Louis Déletraz hat seine eh schon stattliche Pokalsammlung am vergangenen Wochenende mit zwei weiteren Trophäen vergrössern können. Und auch der Rest der Schweizer war beim zweiten Lauf der Asian Le Mans Series erfolgreich unterwegs.
Das vergangene Wochenende war aus Schweizer schon allein aufgrund des Formel-E-Rennens in Miami ein Erfolg (siehe Extra-News). Aber das vermeintlich kleine Motorsportland Schweiz hatte noch mehr Grund zum Jubeln. Beim zweiten Lauf zur Asian Le Mans Series in Dubai gab es gleich mehrere Schweizer Erfolge zu feiern. Im ersten Rennen am Samstag sicherte sich Louis Delétraz mit seinen beiden Teamkollegen George Kurtz und Malthe Jakobsen den ersten Saisonsieg souverän mit knapp neun Sekunden Vorsprung. Im zweiten Durchgang setzte sich der Genfer abermals durch. Diesmal mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden – und das nach vier Stunden. Delétraz & Co. haben mit diesem Doppelsieg auch die Führung im Gesamtklassement übernommen, wenngleich man punktgleich mit dem Italo-französischen Trio Fuoco/Miles/Lacorte ist. Für Léna Bühler endete die LMP2-Premiere mit einem vierten Rang im zweiten Durchgang. Im ersten Renen schied sie mit einem Getriebeproblem aus.
Doch nicht nur in der Fahrerwertung der LMP2 liegt die Schweiz vorne. Auch in der LMP3 hat nach vier von sechs Läufen ein Schweizer die Nase vorne: Kevin Rabin. Der ehemalige Kart-Pilot aus Gingins im Kanton Waadt sicherte sich in Dubai die Ränge 5 und 3 mit dem Schweizer Team CLX, das obendrauf die Teamwertung anführt. Und auch in der GT3 war der Schweizer Psalm zu hören. Dort fuhr das Team Kessel Racing mit einem Ferrari 296 GT3 den Triumph am Samstag heraus. Am Sonntag verpassten die Tessiner mit Rang 4 knapp das Podium. Vor dem Finale in Abu Dhabi am kommenden Wochenende führt Kessel Racing die Teamwertung mit 21 Punkten Vorsprung an. Und das nicht etwa vor einem «Nobody». Auf Platz 2 folgt Manthey Racing – in GT3-Kreisen ein absoluter Hochkaräter. Wenn in Abu Dhabi alles rund läuft könnte die Schweiz dank Delétraz, Rabin, CLX und Kessel Racing also gleich vier Mal auf Platz 1 landen!
Nicht ganz so erfolgreich, aber auch auf dem Vormarsch waren die beiden Schweizer Formelpiloten in Dubai. Enea Frey verpasste zwar auch am dritten Rennwochenende der F3 Regional Middle East die Punkte, konnte aber mit Rang 12 im zweiten Lauf einen Achtungserfolg erzielen und in der Rookiewertung punkten. Florentin Hattemer belegte in der Formel 4 die Ränge 20, 24 und 16.
Nico Müller hat beim dritten Formel-E-Rennen der Saison 2025/2026 nicht nur die Pole-Position geholt, er hat sich auch seinen ersten Podestplatz als Porsche-Fahrer gesichert.
Miami scheint ein gutes Pflaster für Nico Müller zu sein. Im Vorjahr (damals noch bei Andretti) wurde er Vierter. Diesmal, im dritten Rennen als offizieller Porsche-Werksfahrer schaffte es der Berner zum zweiten Mal Formel-E-Karriere nach Valencia 2021 aufs Podium. Wobei das mit dem Podium so nicht ganz stimmt. Müller hat 2025 ein zusätzliches Mal auf dem Podium gestanden: in Jakarta. Dieser dritte Platz wurde ihm aber 13 Tage nach dem Rennen aberkannt, weil eine im Rennen ausgesprochene Strafe gegen Sébastien Buemi aufgehoben wurde…
Nun also hat’s mit Porsche-Power erstmals (richtig) geklappt. Und das nicht nur mit dem Podium. Müller sicherte sich in Miami auch seine erste Pole-Position. Dank Rang 3 von Teamkollege und Ex-Sauber-Pilot Pascal Wehrlein hat Porsche auch die Führung in der Team- und der Herstellerwertung übernommen. «Meine erste Pole-Position in der Formel E, mein zweiter Podestplatz und der erste mit Porsche – das fühlt sich ganz besonders an. Das Doppelpodium für das Team macht diesen Tag für uns grossartig. Ich freue mich sehr für alle und bin dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Es hat heute richtig Spass gemacht. Ob im Trockenen oder im Nassen: Das Auto hat einfach funktioniert, und wir konnten sehr wichtige Punkte mitnehmen. Natürlich möchte man immer gewinnen, aber Mitch Evans war heute einen Tick stärker. Glückwunsch an ihn – und beim nächsten Mal werden wir es ihm schwerer machen. Das motiviert mich noch zusätzlich.»
Auch die beiden anderen Schweizer holten in Florida Punkte. Edoardo Mortara wurde Sechster, Sébastien Buemi Siebter. In der Gesamtwertung liegen alle drei Eidgenossen in den Top 10: Müller ist (mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze) Fünfter, Mortara Siebter, Buemi Neunter. Es führt Nick Cassidy aus Neuseeland.
Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Das Interview mit Jos Verstappen, dem Vater des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen, dürfte vor allem für Eltern von jungen Kartfahrern und Kartfahrerinnen von Interesse sein.
Jos Verstappen (53) hat als Formel-1-Pilot nie die ganz grossen Erfolge feiern können. Zwei dritte Plätze 1994 an der Seite von Michael Schumacher bei Benetton waren die Höhepunkte. Dazu kam ein Feuerunfall in Hockenheim, der ihn über Nacht weltberühmt machte. Als Jos 2003 seinen Formel-1-Helm an den Nagel hängte, war Max sechs Jahre alt und fuhr bereits Kart. Von diesem Zeitpunkt an kümmerte sich Verstappen sr. ausschliesslich um die Karriere seines Sohnes. Wohin diese Karriere führte, ist hinlänglich bekannt. Max Verstappen ist mit 68 GP-Siegen und vier WM-Titeln der erfolgreichste Formel-1-Fahrer der vergangenen zehn Jahre. Für Sie, liebe Leser und Leserinnen, erinnert sich sein Vater an die Anfänge, erzählt aus dem Nähkästchen und gibt Tipps, worauf Eltern von Kartbuben und -mädchen achten sollen.
Wie alt war Max, als er zum ersten Mal im Kart sass?
Jos Verstappen: Viereinhalb Jahre.
Hat er dich gedrängt oder hast du ihn zum Kartfahren mitgenommen?
Er rief mich damals an. Er war gerade vier Jahre alt geworden. Ich wollte eigentlich, dass er erst mit sechs Jahren anfängt. Aber er hat sich durchgesetzt.
Das ist sehr früh. Wann hat er sein erstes Rennen absolviert?
Da war er sieben Jahre alt. Es war ein Rennen in den Niederlanden. Da durfte er schon mit sieben fahren.
Hattest du damals schon ein klares Ziel vor Augen oder wolltest du mit deinem Sohn einfach Spass haben?
Wir konnten damals natürlich nicht wissen, wohin uns der Kartsport führen und welche Erfolge Max einfahren würde. Deshalb stand der Spass an erster Stelle. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht und diese auch genossen. Wir sind immer mit unserem Bus zu den Rennen gefahren. Das sind sehr schöne Erinnerungen.
Wie viel Druck hast du in dieser Zeit aufgebaut? Man hört immer wieder Geschichten, du seist sehr streng mit ihm gewesen.
Es gibt tatsächlich viele Leute, die sagen, ich sei mit Max nicht nur streng, sondern auch böse gewesen. Max hat das aber selber nicht so empfunden. Natürlich gab es Momente, da war ich zornig auf ihn. Da habe ich mit ihm geschimpft und hin und wieder bin ich auch übers Ziel geschossen. Aber das gehörte halt irgendwie auch dazu. Und einen gewissen Druck braucht es im Kartsport.
Die Frage ist wahrscheinlich: ab welchem Alter?
Bei uns hat sich der Druck definitiv erhöht, als Max anfing, internationale Rennen zu bestreiten. Bis elf fuhr er nur nationale Rennen.
Hast du am Anfang als Vater am Kart deines Sohnes geschraubt?
Ja, auch später noch. Ich habe auch die Motoren gemacht. Aber bis zwölf war ich «Mädchen für alles».
Danach hat Max werkseitige Unterstützung bekommen?
Ja, CRG hat ihn unter Vertrag genommen. Von da an wurde es wie gesagt professioneller. Aber ich habe auch damals noch nach den Motoren geschaut.
Wurde deine Erziehung durch das professionelle Umfeld für Max noch strenger?
Nicht unbedingt. Und man kann das auch nicht verallgemeinern. Manche Kinder brauchen in diesem Alter eine strenge Hand, andere nicht. Das ist eine Charakterfrage. Und hat viel mit Disziplin zu tun. Für Eltern ist das schwierig, hier das richtige Mass zu finden.
Was war in diesem Karriereabschnitt von Max besonders wichtig?
Die richtigen Leute um sich herum zu haben.
Das stelle ich mir in einem Sport, der viele Trittbrettfahrer und Schaumschläger anzieht, sehr schwierig vor.
Das ist es auch. Es braucht Zeit, bis man die richtigen Leute um sich geschart hat. Und bis man weiss, wem man vertrauen kann, wer erfolgreich sein will und wer eine Ahnung vom Kartsport hat. In diesem Sport lebt man ständig in einer Abhängigkeit. Du weisst nie, wie gut dein Motor im Vergleich zur Konkurrenz ist. Da Vertrauen aufzubauen, ist sehr schwierig und verlangt viel Menschenkenntnis. Hin und wieder täuscht man sich auch in einer Person. Das sind dann die Enttäuschungen, die man verarbeiten muss. Aber auch die gehören dazu. Und aus diesen Fehlern lernt man.
Max ist zum Ende seiner Kartkarriere auch Schaltkart gefahren. Viele Leute behaupten, dass du dir damit den runden Fahrstil, den es später auch im Auto braucht, kaputt machst. Wie stehst du dazu?
Wenn du das richtige Gefühl dafür hast, ist das überhaupt kein Problem. Max hat hin- und hergewechselt. Er war dadurch nicht langsamer. Er hat sich der Situation angepasst und war in beiden Karts schnell.
Wann hast du als Vater gemerkt, dass Max das gewisse Etwas hat?
Schon sehr früh. Da war er sechs Jahre alt. Da hat er einen grossen Schritt gemacht, hat die Zusammenhänge begriffen und fuhr danach noch schneller. Max hat von seinen ersten 60 Rennen 59 gewonnen. Bei dem einen, das wir nicht gewonnen haben, hatten wir ein Motorenproblem.
Max’ Werdegang hat sich also schon sehr früh abgezeichnet.
Ja, er hatte auch eine Eigenschaft, dass er in den ersten zwei Runden immer schneller war als seine Gegner. Er hat es verstanden, auch aus kalten Reifen möglichst viel Grip herauszuholen. Dadurch hat er sich immer schon zu Beginn der Rennen Vorteile verschaffen können.
Wie wichtig ist es letztendlich, im Kartsport Erfolg zu haben? Hat man Max auf seinem späteren Karriereweg darauf angesprochen?
Es wäre falsch zu sagen, dass der Erfolg nicht wichtig ist. Vor allem ist er für das Selbstvertrauen sehr entscheidend. Du kannst von dir nur glauben, dass du der Beste bist, wenn auch die Ergebnisse stimmen. Du musst Rennen oder Meisterschaften gewinnen, um weiter zu kommen. Aber es ist richtig, dass mit dem Wechsel in den Automobilrennsport die Leute nicht mehr ständig nach deinen Erfolgen im Kart fragen. Du machst da ein neues Kapitel auf und musst dich wieder neu beweisen.
Wie habt ihr das neue Kapitel aufgeschlagen?
Das hat mit dem einen oder anderen Test in einem Zweiliter-Formel-Renault begonnen. Danach hatten wir die Gelegenheit, den Formel 3 aus der damaligen Euroserie zu testen. Dieses Auto war perfekt auf Max zugeschnitten. Er hat sich sofort wohl gefühlt, hat immer wieder betont, dass dieses Auto ähnlich zu fahren sei wie ein Kart. Ausserdem hat es ihm gefallen, dass er bereits mehr Power zur Verfügung hatte als im Formel Renault oder in einem Formel 4. Deshalb haben wir dann die Formel 4 ausgelassen und sind 2014 direkt in die Formel-3-Euroserie eingestiegen.
Würdest du das wieder so machen?
Im Fall von Max – ja. Aber man darf nicht vergessen. Er war damals schon 16. Heute sitzen die Kids schon mit 14 im Rennauto. Da macht es dann vielleicht schon Sinn, wenn sie zuerst Formel 4 fahren, bevor sie in eine Formel 3 gehen.
Zu was tendierst du: Möglichst rasch in den Automobilsport wechseln oder doch noch etwas länger Kart fahren?
Es hat Max gut getan, dass er länger im Kart geblieben ist. Ich bin überzeugt, dass er dort mehr gelernt hat.
Eine Frage, die auch immer wieder auftaucht: Soll man seine Automobilsportkarriere im Formelsport beginnen oder lieber im Tourenwagen/GT-Bereich?
Ich bin definitiv für den Weg über die Formelsportklassen. Das ist immer noch der beste Ausbildungsweg, auch wenn er tendenziell kostspieliger ist.
Ihr seid im Laufe der Formel-3-Saison dann zu Red Bull gekommen.
Das ist richtig. Und danach ging alles sehr schnell. 2015 fuhr Max schon Formel 1. Das ist sicher aussergewöhnlich. Aber er hat die Chance gekriegt und er hat sie genutzt. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir drei Mal bei Red Bull vorstellig wurden. Und wir die ersten Verträge nicht sofort unterschrieben haben. Es ist also auch da wichtig, Vertrauen aufzubauen und Leute um sich zu haben, die einen unterstützen, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Hast du selber Sponsoren suchen müssen?
Im Kart mussten wir keine Sponsoren suchen. Als er zu CRG kam, genoss er Werksunterstützung. Für die Formel 3 haben wir dann auch ein paar Sponsoren gebraucht. Das war aber vor mehr als zehn Jahren. Der Rennsport ist inzwischen noch teurer geworden. Schon allein eine Kart-Saison kostet deutlich mehr als zu unserer Zeit.
Wie weit kommt man heutzutage noch ohne fremde Unterstützung?
(Überlegt lange.) Wenn einer richtig gut ist, dann kommt er auch heute noch weiter. Aber er oder sie muss schon was Spezielles haben.
So wie dein Sohn. Jos, Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Spass bei deinen Rallyes!
Auto Sport Schweiz führt auch dieses Jahr wieder das Young Drivers Projekt durch. Teilnehmen können Piloten und Pilotinnen mit Jahrgang 2009-2011.
Auto Sport Schweiz führt in diesem Jahr zum vierten Mal hintereinander sein Young Drivers Projekt durch. Der Startschuss zum diesjährigen Nachwuchsprogramm fällt am 7. März beim Season-Kick-Off im Eventcenter Seelisberg. Dort wird den Teilnehmenden u.a. auch das Jahresprogramm vorgestellt.
Bist du ambitioniert und träumst von einer Karriere im Automobilrennsport, dann melde dich jetzt für das Young Drivers Projekt 2026 mit diesem Link an. WICHTIG: In diesem Jahr dürfen sich alle in der Schweiz lizenzierten Kartfahrer und Kartfahrerinnen mit den Jahrgängen 2009, 2010 und 2011 anmelden. Anmeldeschluss ist der 20. Februar 2026. Für weitere Fragen steht Ihnen Natascia Prosperi (prosperi@motorsport.ch) zur Verfügung.
Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und wünschen den Teilnehmenden schon jetzt viel Vergnügen. Dem Sieger oder der Siegerin des Programms winkt zum Saisonende ein an den Automobilrennsport gebundenes Preisgeld von 30'000.- Franken. Highlight des YDP ist auch dieses Jahr der Test im Formel 4 mit dem Team Jenzer Motorsport (am 25. August).
Die bisherigen Gewinner des YDP:
2013, Alain Valente
2014, Lucas Mauron
2015, Fabio Scherer
2023, Kilian Boss
2024, Tiziano Kuzhnini
2025, Timéo Ruppen
Es gibt sie seit 2021. Im Vorjahr wurde die Trophy Racing unter dem Patronat von Auto Sport Schweiz als offizielle Schweizer Mietkart-Meisterschaft ausgeschrieben. Erster Schweizer Meister wurde Seriengründer Michael Eising.
Für knapp 2000 Franken eine Saison Kart fahren? Was unvorstellbar klingt, ist tatsächlich möglich. Natürlich sprechen wir hier nicht vom «professionellen» Kartsport – mit Rennkarts. Aber seit letztem Jahr gibt es eine offizielle Schweizer Mietkart-Meisterschaft. Trophy Racing nennt sie sich. Entstanden ist sie 2021. Im Vorjahr hat sie unterm Patronat von Auto Sport Schweiz erstmals den Titel «Schweizer Meister» vergeben dürfen. Dieser ging an Michael Eising, Fahrer und Gründer der Trophy Racing. Platz 2 errang Walter Sieber aus dem Team KST Vorarlberg. Dritter wurde Eisings Teamkollege David Emch.
Gefahren wurde in vier verschiedenen Kategorien (plus eine Gäste-Kategorie). Neun Rennen standen auf dem Programm. Auch dieses Jahr wird die Trophy Racing wieder an den Start gehen – wieder mit neun Veranstaltungen; allesamt auf Schweizer Boden. Interessierte können sich auf https://www.trophyracing.ch/de/ informieren. Auto Sport Schweiz wird die offizielle Schweizer Mietkart-Meisterschaft im nächsten Magazin (erscheint am 20. März) im Detail vorstellen. Das Ziel ist es, den Kartsport in der Schweiz breiter aufzustellen und neue Fahrer und Fahrerinnen (auch für «höhere» Aufgaben) zu gewinnen.
Wer hätte das gedacht? Der erst 15-jährige Levi Arn fuhr bei seinem ersten Autorennen in Estoril (POR) auf Anhieb als Dritter aufs Podest. Nach dem ersten Rennwochenende ist er Meisterschaftsfünfter und Dritter bei den Rookies!
Die Karriere des Levi Arn ist bis jetzt nicht nur beeindruckend, sondern auch im Eiltempo verlaufen. 2023 absolvierte er seine erste Saison im Kart. Damals fuhr er noch bei den Junioren (P4 in der autobau SKM). Im Jahr darauf wechselte er als noch nicht 14-Jähriger zu den Senioren und wurde dort Dritter. 2025 folgte dann der Aufstieg in die Königsklasse: Bei den Schaltkarts kannte der junge Solothurner keine Gnade und gewann den Schweizer Meistertitel mit einem neuen Punkterekord. Auf die neue Saison hin stieg Arn vom Kart- in den Automobilrennsport um. Als Vorbereitung auf seine erste Formel-4-Saison bestreitet Levi dafür die Formula 4 Winterseries by Gedlich. Gleich im ersten Rennen stand er als Dritter auf dem Podium.
Du bist in deinem ersten Formel-4-Rennen aufs Podium gefahren. Das haben vor dir nur ganz wenige geschafft. Wie fühlt sich das an?
Levi Arn: Das Gefühl, beim ersten Rennen auf dem Podium zu stehen, war überwältigend. Ich wusste, dass ich schnell sein würde. Wenn alles passt. Aber dass es gleich im ersten Anlauf klappen würde, damit habe ich nicht gerechnet.
Hand aufs Herz: Wie sehr hast du mit einem solchen Ergebnis gerechnet?
Gerechnet habe ich nicht damit. Wie gesagt: Ich hatte vor dem Wochenende ein gutes Gefühl. Aber ich war dann doch etwas überrascht, dass ich ganz vorne mitmischen würde.
Wie viele Testtage hast du vor deinem ersten Rennen mit deinem Team Jenzer Motorsport abgespult?
Ich hatte 2025 vier Testtage mit Jenzer. Und noch vier Testtage mit Maffi Racing. Also insgesamt acht Tage.
Das ist verglichen mit anderen Fahrern ein Klacks…
Ja, ich habe von anderen Fahrern gehört, dass sie im vergangenen Jahr bis zu 80 Tage getestet haben. Wenn man dann gegen solche Konkurrenz nur drei Zehntelsekunden pro Runde verliert, ist das – so glaube ich wenigstens – nicht so schlecht.
Dass nicht alles am ersten Wochenende gelingen kann, ist auch klar. Du hast zwei Mal einen neuen Frontflügel gebraucht. Wo siehst du das grösste Verbesserungspotenzial?
Das mit den Flügeln war so eine Sache. Der erste ist kaputt gegangen, weil mir einer reingefahren ist. Da konnte ich nichts dafür. Beim zweiten ist in der Schikane der Platz ausgegangen. Das ist beides ärgerlich. Verbesserungspotenzial? Ich muss noch lernen, geduldiger zu sein. Manchmal muss man sich wahrscheinlich einfach sagen: «Nimm dir beim Überholen zwei Runden mehr Zeit.» Aber das hat natürlich auch mit der noch fehlenden Erfahrung zu tun. Und dann muss ich noch lernen, mich durchzusetzen.
Durchzusetzen?
Ja, innerhalb des Teams. Aber auch da spielt die Erfahrung eine Rolle. Im dritten Rennen beispielsweise hätte ich auf Regenreifen und mit Regen-Set-Up losfahren sollen – statt mit Slicks. Aber eben: Das sind Dinge, die ich noch lernen und wo ich mich als Fahrer durchsetzen muss. Und wo wir uns als Team auch noch finden müssen. Bis jetzt bin ich aber superglücklich bei Jenzer Motorsport.
Und wie steht es um deine Fitness?
Die hat mir am ersten Rennwochenende keine Probleme bereitet.
Wie gross ist oder war eigentlich die Umstellung vom Kart in den Einsitzer?
Das Feeling ist schon ganz anders. Die Basis ist zwar dieselbe wie im Kart. Aber die Technik ist komplexer, das Team grösser und das Feedback umfangreicher. Im Auto braucht es viel mehr Gefühl als im Kart. Was mich überrascht hat: das Überholen ist im Formel 4 einfacher. Im Kart musst du aggressiver sein.
Weisst du schon, was nach der Winterserie auf dem Programm steht?
Der Plan ist, die italienische Meisterschaft zusammen mit Jenzer Motorsport zu bestreiten. Aber jetzt gilt der Fokus der Winter-Meisterschaft. Dort geht es am 7./8. Februar in Portimão weiter.
Rallye Monte Carlo, 24h Daytona und Formel 4 in Estoril – das Wochenende war vollgepackt mit viel Rennaction und einigen Schweizer Erfolgen. Allen voran ein weiterer Klassensieg für Philip Ellis.
Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich heissen die Sieger der 24 Stunden von Daytona 2026. Porsche wurde seiner Favoritenrolle bei der 64. Ausgabe damit gerecht, wenngleich der Sieg knapper ausgefallen ist, als man es ursprünglich erwarten durfte. Bester Schweizer bei den Prototypen wurde Louis Delétraz. Der Genfer erreichte das Ziel in derselben Runde wie der siegreiche Porsche und wurde als zweitbester Cadillac-Pilot Sechster. Ebenfalls in derselben Runde lag der BMW von Raffaele Marciello, der Achter wurde. Knapp am Podium vorbei schrammte Grégoire Saucy. Der Jurassier wurde mit seinem Team United Autosports bei seiner ersten Daytona-Teilnahme Vierter in der LMP2, der zweiten Klasse also.
Für das spektakulärste Finish in diesem Rennen sorgte die GTD-Klasse. Philip Ellis im Winward-Mercedes #57 und der Däne Nicki Thiim im Aston-Martin #44 lieferten sich ein Duell am respektive über dem Limit. Höhepunkt war eine Berührung bei 280 km/h auf der Zielgeraden, bei der Ellis beinahe abgeflogen wäre. Der Zuger wurde für den Vorfall verwarnt, rettete den Klassensieg aber dennoch ins Ziel. Für Ellis war es nach 2021 und 2024 der dritte Sieg in Daytona. Für Ricky Feller endete das Rennen im Manthey-Porsche (in der GTD Pro) auf Rang 5.
Wild ging es auch bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo zu. Extreme winterliche Bedingungen prägten den Klassiker und sorgten auf den 17 Wertungsprüfungen für schwierige, schnee- und eisbedeckte Strassen, was zu zahlreichen Abflügen führte. Davon nicht beirren liess sich Oliver Solberg. Der Sohn von Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg wurde als 24-Jähriger zum jüngsten «Monte»-Sieger in der Geschichte der WRC. Auch aus Schweizer Sicht war es eine schwierige Rallye. Olivier Burri und Beifahrer Stéphane Fellay kamen mit ihrem Toyota Yaris auf Platz 27 ins Ziel. Gegenüber den Kollegen von sport-auto.ch meinte der Routinier: «Es war eine komplizierte Rallye, und wir sind nicht zufrieden. Wir sind dreimal gegen die Wand gefahren. Ich habe noch nie so viele Fehler gemacht.» Auch am letzten Tag lief es für Burri nicht nach Wunsch. «Wir haben am Col de Turini ein Rad beschädigt, das wir wechseln mussten, und hatten bis zum Ende eine verbogene Aufhängung.» Für den zweiten Schweizer im Feld, Stefano Mella, endete die Monte-Premiere im Skoda Fabia RS Rally2 auf Rang 37. «Wir sind froh, im Ziel angekommen zu sein. Auch wir hatten auf dem Col de Turini so unsere Probleme. Wir hatten Spikereifen, aber der Schnee war bereits geschmolzen – und dann kam der Regen...»
Einen vorzüglichen Start erwischten die neuen Schweizer Formel-4-Piloten beim Auftakt der Winterserie in Estoril (POR). Für das erste Highlight sorgte Levi Arn. In seinem allerersten Rennen wurde der Solothurner, 2025 Schweizer KZ2-Meister, sensationell Dritter im Gesamtklassement und Dritter bei den Rookies. Auch im dritten Rennen stand Arn als drittbester Rookie nochmals auf dem Podium. Zufrieden war auch Samul Ifrid mit seinem ersten Rennwochenende. Der ehemalige UBIQ-Pilot (im Vorjahr Zweiter in der X30 Challenge) steigerte sich von Rennen zu Rennen. Nach Platz 17 im ersten Lauf, war er im zweiten Durchgang schon Zehnter. Im dritten Rennen wurde er Sechster und war damit zweitbester Rookie. Für ein weiteres Podium sorgte Chiara Bättig. Die dreifache Schweizer Kart-Meisterin fuhr im dritten Lauf (nach den Rängen 16 und 17) als Zweite aufs Podium und war damit auch die schnellste Frau im Feld. Max Kammerlander (wie Ifrid bei Cram Motorsport unterwegs) beendete sein erstes Rennwochenende auf den Rängen 14, 22 und 12. Georgiy Zasov, Teamkollege von Arn bei Jenzer Motorsport, landete bei seiner Premiere auf den Rängen 19, 30 und 26.
Noch nicht auf Touren kamen die beiden Schweizer in den Emiraten: Enea Frey (Formula 3 REG Middle East) musste sich am zweiten Rennwochenenden mit den Plätzen 23, 29 und 28 zufrieden geben. Trident-Pilot Florentin Hattemer (F4 Middle East) gelang beim zweiten Rennen in Abu Dhabi mit den Plätzen 16, 11 und 21 eine leichte Steigerung gegenüber dem ersten Rennwochenende.
Einen gelungenen Einstand feierte dafür Dan Allemann. Der junge Schweizer Nachwuchsfahrer wurde beim ersten Lauf zur WSK Masters Series im italienischen La Conca Fünfter in der Kategorie OK. Im Pre-Finale war Allemann sogar Zweiter.
Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Wir fangen an mit: Was macht eigentlich Stefano Comini?
Wie viele Nachwuchstalente begann Stefano Comini im Kartsport und wechselte 2006 mit 16 in den Automobilsport. Aufgrund der Nähe zu Italien entschied sich der Südtessiner zunächst für die Formel Junior Monza, in der Comini 2007 den dritten Gesamtrang eroberte. Daneben erfolgten erste Einsätze in der Formel Renault, in der er 2008 beim SM-Finale in Monza seinen ersten Sieg feierte.
Richtig Schwung nahm die Karriere im Mégane V6 Eurocup, den er 2010 als Gesamtdritter und 2011 als überlegener Meister abschloss. Ein gut verlaufener GT1-Test mit Nissan in Japan gab ihm Hoffnung für die weitere Zukunft, doch zerschlug sie sich aus politischen Gründen. Nach dieser Enttäuschung verdingte sich Stefano im Renault Clio Cup Italia, den er gewann, und mit wenigen, ebenfalls erfolgreichen Einsätzen im Mégane V6, Lamborghini Super Trofeo und Porsche Cup Italia.
Der Wechsel ins neue Team Target brachte im Clio Cup Bohemia 2013 zwar nicht den erhofften Erfolg, die Südtiroler machten ihm aber das Angebot, im Jahr darauf mit ihnen den Seat Leon Eurocup zu bestreiten. Mit drei Siegen und dem vierten Gesamtrang empfahl sich Comini, mit Target in die neu lancierte TCR International Series einzusteigen – ein Schritt mit ungeahnten Folgen. Am 28. März 2015 gewann der Schweizer im Rahmen des GP Malaysia in Sepang die Weltpremiere der neuen Tourenwagenformel und holte daraufhin auch den Meistertitel. «Ich war der Erste, der mit dem Seat Leon Cup Racer im Eurocup und dann mit demselben Auto ein TCR-Rennen und einen Titel gewann», blickt er mit Stolz auf jene Zeit zurück. Mit Leopard Racing gelang dem Tessiner 2016 auf einem VW Golf die erfolgreiche Titelverteidigung, und im dritten Jahr verpasste er den Vizemeistertitel im Audi RS3 von Comtoyou aus Belgien nur knapp.
Leider klappte es danach weder mit dem Wechsel in die neue FIA WTCR noch in den GT3-Sport. So gründete er sein eigenes Team Race Republic, das aus materiellen und finanziellen Gründen jedoch nur noch wenige Einsätze ohne Erfolge zuliess. Mit der neuen eigenen Struktur verfolgte Comini alsbald ein anderes Ziel. «Als Profi so aufhören zu müssen, war hart. Daher baute ich eine Akademie für junge Rennfahrer auf, denen ich meine Erfahrungen vermitteln konnte. Auch das, was man besser machen sollte, als ich es tat. Denn ich passte mit meiner kritischen und teils impulsiven Art offenbar nicht ins Raster eines Herstellers», gibt er heute zu. Die Pandemie durchkreuzte dann alle Pläne, bevor sie Stefano verwirklichen konnte. Seither arbeitet er primär im Familienbetrieb und bietet sich mit seinen modernen Rennsimulatoren sowie Karts für Events an. Den Helm hat er allerdings noch nicht an den Nagel gehängt. «Ich fahre noch, wenn ich dazu Lust habe oder engagiert werde. Ich bin offen für alles und habe ja bewiesen, dass ich mit jedem Auto sofort schnell sein kann.»
Text: Peter Wyss
Am Wochenende beginnt in Estoril die Formel-4-Winterserie by Gedlich. Gleich fünf Schweizer respektive Schweizerinnen stehen am Start – vier davon bestreiten ihr erstes Autorennen. Wir drücken die Daumen!
Das gab es noch nie! Wenn am Wochenende die Formel-4-Winterserie by Gedlich in Estoril (POR) beginnt, stehen fünf Fahrer respektive Fahrerinnen aus der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft am Start. Vier davon geben am Wochenende ihr Renndebüt. «Es ist toll, dass wir nach Jahren, in denen wir kaum Schweizer Nachwuchs im Formelsport hatten, dieses Jahr gleich so viele Schweizer in der Formel 4 sehen», sagt Andreas Jenzer, Teamchef von Jenzer Motorsport. «Das ist auch ein Zeichen, dass im Schweizer Kartsport erstens gute Arbeit gemacht wird und zweitens das Niveau sehr hoch ist.»
Zwei der fünf Fahrer werden am Wochenende für Jenzer Motorsport fahren: Levi Arn und Georgiy Zasov (beide 15). Der Solothurner Arn hat im vergangenen Jahr die Schweizer Schaltkart-Meisterschaft (KZ2) gewonnen. Der in Lugano wohnhafte Zasov setzte sich in einem spannenden Finale bei den OK Senioren durch. Stand heute wird Zasov nicht die komplette Winter-Meisterschaft bestreiten. Bei den Rennen in Portimão (POR) und Aragón (ESP) wird der Jenzer-Pilot, der in London zur Schule geht, fehlen. Für beide ist der Auftakt in Estoril der Sprung ins kalte Wasser.
Auch Max Kammerlander (19) und Samuel Ifrid (18) werden am Wochenende ihre ersten Autorennen bestreiten. Das Duo fuhr zuletzt im Team UBIQ Racing in der X30 Challenge Switzerland. Ifrid wurde dort Zweiter – zum dritten Mal in Serie! Kammerlander belegte den achten Schlussrang. Beide werden für das italienische Team Cram Motorsport an den Start gehen.
Die Fünfte im Bunde ist Chiara Bättig (15). Die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin (bei den OK Junioren) ist, so unglaublich das es klingt, die erfahrenste aus diesem Quintett. Bättig hat im Herbst 2025 bereits die saudi-arabische Formel-4-Meisterschaft bestritten und belegte dort den zwölften Gesamtrang respektive den vierten bei den Rookies. Bättig bestreitet als Red-Bull-Juniorin das Rennen in Estoril im spanischen Team Campos Racing.
Wir wünschen allen Neulingen oder Fast-Neulingen einen guten Start in ein neues Abenteuer!
Die Termine der F4-Wintermeisterschaft:
24./25. Januar, Estoril (POR)
7./8. Februar, Portimão (POR)
14./15. Februar, Valencia (ESP)
7./8. März, Aragón (ESP)
14./15. März, Barcelona (ESP)
Auto Sport Schweiz führt auch dieses Jahr eine Junior-Meisterschaft Berg/Slalom durch. Wer dieses Jahr 25 wird oder jünger ist, kann sich ab sofort kostenlos anmelden.
Der Modus hat sich bewährt. Seit zwei Jahren trägt Auto Sport Schweiz im Rahmen der Schweizer Slalom- respektive Berg-Meisterschaft ein Junioren-Championat aus. Das Besondere daran: Die Fahrer und Fahrerinnen können mit ihren eigenen Autos teilnehmen. Gewertet werden vier Slaloms und vier Bergrennen. 2026 zählen folgende Rennen zur Junior-Meisterschaft:
19. April, Slalom Frauenfeld
2. Mai, Slalom Ambri 1
3. Mai, Slalom Ambri 2
17. Mai, Slalom Bure
7. Juni, Bergrennen Hemberg
14. Juni, Bergrennen La Roche
26. Juli, Bergrennen Anzère
30. August, Bergrennen Oberhallau
Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind und die sich mittels offiziellem Einschreibeformular (siehe Anhang) angemeldet haben. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Gefahren werden darf mit Tourenwagen bis 2,5 Liter und Rennwagen bis 2 Liter. Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt.
Wie im Vorjahr werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Junior-Meisterschaft Berg/Slalom mittels Extra-Aufklebern auf ihren Autos erkenntlich gemacht. Der Schweizer Meister Junior 2026 (oder die Meisterin) erhält für die Saison 2027 seine Rennlizenz gratis. Die Top 3 wird zum «Dîner des Champions» nach Bern eingeladen.
Die bisherigen Sieger der kombinierten Junioren-Meisterschaft heissen Jannis Jeremias (2024, VW Polo) und Lionel Ryter (2025, Formel Renault 2.0). Beide sind aufgrund ihres Alters 2026 nicht mehr startberechtigt. Das heisst: Es wird auch im dritten Jahr einen neuen Champion geben. Gute Chancen also für Alessandro Grispino? Der Vorjahreszweite wird im März 25 und könnte, sofern er wieder am Start steht, den Junioren-Titel ins Visier nehmen…
Anmeldeschluss ist der 31. März 2026.
Vor knapp zwei Wochen haben wir auf unserem Portal einen Senior-Fahrer oder eine Senior-Fahrerin für die FIA Academy Trophy 2026 gesucht. Nun können sich auch Junioren für die FIA Academy Junior melden.
Analog zur FIA Academy Senior hat die Commission Internationale de Karting (CIK) der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) für 2026 die FIA Karting Academy Trophy Junior ausgeschrieben. Bewerben können sich Piloten mit den Jahrgängen 2012, 2013 und 2014.
Die Bewerbungen bzw. Interessensbekundungen müssen schriftlich bis spätestens 13. Februar 2026 an folgende Adresse eingereicht werden: info@motorsport.ch Idealerweise sind den Bewerbungen die Resultate der Saison 2025 (national und international) beizulegen. Folgende Punkte sind besonders zu beachten:
Kalender FIA Karting Academy Trophy Junior 2026:
21.–24. Mai, Genk (BEL)
2.–5. Juli, Sarno (ITA)
8.–11. Oktober, Viterbo (ITA)
Die sportlichen Reglemente zur FIA Karting Academy Trophy Junior 2026 finden Sie unter diesem Link.
Piloten und Pilotinnen, die 2026 mit Synfuel, also fossilfreiem Kraftstoff, fahren, werden erneut wieder von Auto Sport Schweiz unterstützt – mit einem Cashback von 500 Franken.
Auto Sport Schweiz wird auch 2026 gemeinsam mit seinem Gesellschafter «Swiss Motorsport Promotion» alle Piloten und Pilotinnen mit einem Fossil Free Fuels Cashback über 500.- Franken belohnen, welche mindestens vier Veranstaltungen der Schweizermeisterschaften Automobil (Slalom, Bergrennen, Rallye) mit fossilfreiem Treibstoff bestreiten.
Um an der Aktion von Auto Sport Schweiz teilnehmen zu können, müssen Fahrer und Fahrerinnen folgende Voraussetzungen erfüllen:
Der letztmögliche Termin für eine Einschreibung ist jeweils vier Rennen vor Schluss der entsprechenden Schweizermeisterschaft. Man kann auch vier Veranstaltungen meisterschafts-übergreifend bestreiten (z. Bsp. zwei Rallyes und zwei Slaloms oder zwei Slaloms und zwei Bergrennen). Es zählen nur Veranstaltungen, an welchen ein offizielles Resultat erzielt wird (DNP, DNF, etc. werden nicht berücksichtigt). Die Pilotin/der Pilot muss nachweislich mit fossilfreiem Kraftstoff fahren (die Technischen Kommissare können Stichproben machen). Die Eigenschaften des Treibstoffs müssen den gültigen Reglementen (u.a. RON 95 bis 102) und Vorschriften für fossilfreiem Kraftstoff entsprechen. Die Anschaffung des Kraftstoffs ist Sache der Pilotin/des Piloten. Die Original-Kaufquittung muss zwecks Überprüfung eingereicht werden (bei Sammelbestellungen sind die Namen der Piloten zu vermerken). Die Pilotin/der Pilot muss an den entsprechenden Veranstaltungen mit den grünen Startnummern gemäss den Bestimmungen der NSK fahren. Die Anschaffung dieser Startnummern ist Sache der Pilotin/des Piloten. Die Pilotin/der Pilot muss während den Veranstaltungen einen von Auto Sport Schweiz zur Verfügung gestellten Sticker (Ø20 cm) im Bereich des Tanks befestigen.
Der Fossil Free Fuels Cashback wird Ende November 2026 per Bank-/Postanweisung überwiesen. Die Kontoangaben inkl. Kopie der Original-Kaufquittung müssen unaufgefordert von der Pilotin/dem Piloten bis am 13. November 2026 eingereicht werden. Später eingehende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Es findet keine Barauszahlung statt.
Das Einschreibeformular für den Fossil Free Fuels Cashback 2026 ist angehängt.
Willkommen zum ersten Weekend-Report des Jahres mit einem kurzen Rückblick auf die 24 Stunden von Dubai sowie auf die am Samstag zu Ende gegangene Rallye Dakar.
Die Saison 2026 steckt noch in den Kinderschuhen. Mit den 24 Stunden von Dubai ist der erste grössere Klassiker aber bereits Geschichte. Die 21. Auflage der 24 Stunden von Dubai war ein klarer Fall für BMW: Das belgische Team WRT dominierte das Rennen nach Belieben und fuhr einen souveränen Doppelsieg ein. Den Gesamtsieg sicherte sich der BMW M4 GT3 Evo mit den Fahrern Anthony McIntosh, Ben Tuck, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Fran Rueda.
Aus Schweizer Sicht war das Team Hofor Racing auf dem 12. Gesamtrang am erfolgreichsten. Der Mercedes mit u.a. Chantal Prinz und Manuel Metzger stand in der AM-Wertung als Zweiter gar auf dem Podium. Auf dem 14. Gesamtrang landete Alex Fontana mit seinem Team Tsunami (das Team heisst tatsächlich so…). Als Vierter in der ProAm verpasste der Tessiner das Klassenpodium knapp. Nicht ins Ziel kamen Jean-Luc d’Auria und Mauro Calamia. Einen Schweizer Klassensieg feierte Fach Auto Tech gemeinsam mit dem Team Tierra Outdoor Racing in der Kategorie 992. In der selbigen Klasse (nur bei den Amateuren) sicherte sich der Waadtländer Silvain Pastoris Platz 3. Auch Marco Grilli aus Meisterschwanden (AG) durfte einen Pokal als Dritter in der TCX mit nach Hause nehmen.
Weniger erfolgreich verlief der Start für die beiden Formel-Piloten Enea Frey (in der F3 REG) und Florentin Hattemer (in der Formel 4). Die beiden absolvieren die Middle East Series, hatten beim ersten Rennen in Abu Dhabi aber noch Anlaufschwierigkeiten. Frey belegte die Ränge 27 und 20 – im dritten Rennen schied er nach einer Kollision aus, Hattemer kam als 26., 20. und 13. ins Ziel.
Zu Ende ging am Samstag auch die 48. Ausgabe der Rallye Dakar. Der Gesamtsieg ging zum sechsten Mal an Nasser Al-Attiyah. Für Hersteller Dacia war es der erste Triumph bei der durch Saudi-Arabien führenden legendären Wüstenrallye. Das beste (und einzige) Schweizer Team, Alexandre Pesci/Rolf Kühnis, beendete die Dakar in der Kat. Challenger T3 als 19. Für den neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb und damit auch für seinen Landsmann Sébastien Boulanger, der mit Schweizer Lizenz fährt, endete die Dakar auf dem undankbaren vierten Rang. Dass die Dakar bis heute die härteste Rallye und womöglich auch die strapaziöseste Motorveranstaltung schlechthin ist, zeigt das Beispiel von Loeb/Boulanger, bei denen im Laufe der Rallye 13 Reifenschäden gezählt wurden!
Kleiner Nachtrag: Die GT3-Meisterschaft der Winter Series by Gedlich hat am Wochenende ebenfalls schon angefangen. Bester Schweizer war Alain Valente mit einem vierten Platz. Dexter Müller wurde im Solo-Rennen Siebter.
Am Samstagabend hat die IG Interswiss beim traditionellen Saisonkehraus in Oberhallau die besten Trophy-Fahrer und -Fahrerinnen 2025 ausgezeichnet.
Am Samstagabend hat die IG Interswiss zum traditionellen Saisonabschluss nach Oberhallau geladen. Und wie jedes Jahr waren fast alle Interswiss-Fahrer respektive -Fahrerinnen anwesend. Egal ob einheimisch, aus dem Jura oder dem Wallis angereist – wenn es um die Interswiss Trophy geht, lassen sich die Teilnehmenden nicht lumpen. «Egal, ob man jetzt auf dem Podium steht oder 39. geworden ist», meint einer der Fahrer. «Für uns Interswiss-Piloten ist dieser Anlass Ehrensache. Da wird jeder gefeiert – und das ist schön so.»
Rund 150 Teilnehmende mit Anhang sowie weitere Gäste füllten die Turnhalle in Oberhallau bis auf den letzten Platz. Sehr zur Freude von Bruno Sawatzki, dem IS-Vorsitzenden, der im Rahmen der Feierlichkeiten auch ausrichten liess, dass er 2026 wieder mit seinem Cup-Porsche am Start stehen wird. Anders als den Vorjahren verbrachte Sawatzki einen eher ruhigen Abend… Das Mikrophon überliess er diesmal den beiden «Moderatoren» Porsche-Pilot Christoph Zwahlen und Formel-Renault-Kutscher Henri Schmidt. Zwahlen war für den deutschsprachigen Part verantwortlich, Schmidt übersetzte für die französisch-sprechende Fraktion. Für Lacher sorgten beide. Der gelungene Abschlussabend der Interswiss punktete aber nicht nur durch das Moderatoren-Duo, das Küchenteam rund um Heidi und Jürg «Sugi» Ochsner verköstigte die geladenen Gäste aufs Feinste.
Für Abwechslung sorgte auch das abschliessende Podium. Nachdem Stephan Burri vier Mal in Folge die IS Trophy gewann, gab es 2025 mit Arnaud Donzé einen neuen Gewinner. Der VW-Golf-Pilot aus dem Jura erhielt für seinen ersten Triumph in der IS dementsprechend auch grossen Applaus – und das nicht nur von seinen Kollegen aus der Romandie. Auf Platz 2 liess sich Dominic von Rotz (Audi A4 B5 Quattro) feiern. Besagter Burri (VW Scirocco) schaffte es trotz dem verfrühten Saisonende in Les Rangiers als Dritter aufs Podest. Die weiteren Platzierungen entnehmen Sie der angehängten Rangliste. Insgesamt wurden 49 Fahrer und Fahrerinnen gewertet und ausgezeichnet. Beste IS-Dame 2025 war Vanessa Zenklusen. Erfolgreichster «8-Ventiler» war Roman Marty (Opel Kadett) auf Rang 4.
Weitere Informationen zur IS Trophy (auch zum Reglement 2026) finden Sie unter diesem Link.
Michel Zemp (38) hat 2025 etwas vollbracht, woran zuvor niemand geglaubt hat: Der gebürtige Luzerner hat mit seinem 2-Liter-Norma die 3-Liter-Konkurrenz am Berg gehörig aufgemischt.
Sechs Mal ist Michel Zemp im vergangenen Jahr mit seinem 2-Liter-Norma auf dem Podium gestanden. Davon vier Mal auf dem zweiten Rang. Nur beim Rennen in Anzère musste sich der 38-jährige Automechaniker aus Escholzmatt (LU) als Sechster geschlagen geben.
Dein Auto hat eine Saison lang tadellos funktioniert. Was macht man da über den Winter?
Michel Zemp: Eigentlich nicht viel. Die gewöhnlichen Routinearbeiten. Und halt eine Motorrevision, obwohl sich das Triebwerk, als wir es auseinandergenommen haben, in einem Top-Zustand befand.
Gibts Änderungen für 2026?
Ja, wir haben im Bereich Getriebe ein paar Änderungen vorgenommen.
Und aerodynamisch?
Nein, da haben wir auf die vergangene Saison ein paar Updates gemacht.
Wie stufst du deine Chancen für 2026 ein?
Wenn Robin (Faustini) Schweizer Meisterschaft fährt und Marcel (Steiner) seine technischen Probleme in den Griff bekommt, dann ist der dritte Platz wohl das höchste der Gefühle. Besser als 2025 geht es nicht.
Eine solche Saison wie 2025 hast du nicht erwartet?
Nein, hätte mir jemand vor der Saison den zweiten Platz angeboten, hätte ich sofort unterschrieben. Natürlich haben wir bei dem einen oder anderen Rennen von den technischen Problemen der 3-Liter-Konkurrenz profitiert, aber unterm Strich waren wir (bis auf Anzère) immer vorne dabei.
Hattest du irgendwo eine realistische Chance, Faustini zu schlagen?
(Überlegt lange.) In Reitnau hat nicht viel gefehlt. Aber das war auch die Strecke, auf der wir im Vorfeld wussten, dass der Unterschied zwischen einem 3- und einem 2-Liter-Auto deutlich kleiner sein wird. Gleiches hatten wir eigentlich von Hemberg erwartet. Aber dort kamen wir nicht an die Zeiten von 2024 heran, was vermutlich zu einem Grossteil am Strassenbelag lag.
Wie sieht deine Saisonvorbereitung aus?
Wir planen vor Hemberg noch die Rennen in Eschdorf (LUX) und Rechberg (AUT). Aber das hängt in beiden Fällen davon ab, ob wir das Auto dem dort geltenden Reglement anpassen müssen oder nicht.
Am Wochenende findet in Dubai die 21. Auflage des 24-Stunden-Rennens statt. Mit dabei sind auch wieder zahlreiche Schweizer – allerdings keiner in der GT3 Pro.
Am Wochenende findet in Dubai zum 21. Mal das 24-Stunden-Rennen statt. Der inzwischen traditionelle Auftat zur GT3-Saison zieht jedes Jahr auch zahlreiche Schweizer an. Die Hoffnungen, auf einen Gesamtsieg mit Schweizer Beteiligung dürften dieses Jahr aber ziemlich klein sein. In der Pro-Wertung der GT3 stehen zwar 13 Autos am Start. Auf keinem davon ist aber ein Schweizer am Start. Erst in der gemischten Wertung (ProAM) trifft man auf Schweizer Piloten. So zum Beispiel auf das Duo Jean-Luc d’Auria/Mauro Calamia, das auf einem von einem österreichischen Team eingesetzten Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer 67 ins Rennen geht. Auch Alex Fontana vertritt die Schweizer Farben in der ProAM – auf einem Porsche 911 GT3 R (#79). Ebenfalls am Start (bei den Amateuren) ist das Team Hofor Racing mit u.a. Chantal Prinz und Manuel Metzger mit einem Mercedes AMG GT3 (#11).
Zu den weiteren Schweizern zählen: Fabian Danz (992), Silvain Pastoris (992 AM), Marco Grilli sowie Thomas Alpiger und Michael Neuhauser (alle TCE/TCX).
Los geht das Rennen am Samstag, 17. Januar, 13 Uhr Lokalzeit (10 Uhr bei uns).
Etwas mehr als eine Autostunde entfernt findet am Wochenende in Abu Dhabi auch der Auftakt zur Formel 3 REG resp. Formel 4 Middle East statt. In beiden Serien gibt es je einen Schweizer am Start: Enea Frey (F3) und Florentin Hattemer (F4).
Für all die, die es kaum erwarten können: Nach etwas längerem Anlauf ist «RENNSPORT SCHWEIZ» ab dem 6. Februar wie üblich nach der Buchvernissage (nur für geladene Gäste) erhältlich. Wer möchte, kann sein Exemplar unter diesem Link bereits vorbestellen.
«RENNSPORT SCHWEIZ» erscheint zum 30. Mal im AKTIV VERLAG. Insgesamt ist es die 42. Ausgabe seit 1984. Wer etwas über den Schweizer Rennsport erfahren will, erfährt es hier. In mehr als 20 Kapiteln werden die Leistungen der besten Schweizer Motorsportler auf vier Rädern in Wort und Bild beschrieben. Dazu gibt es wie im Vorjahr wieder zahlreiche Lesegeschichten rund um den Schweizer Rennsport – so zum Beispiel zum 50. Geburtstag von Marcel Steiner, zu 25 Jahren Auto-Renntage Frauenfeld oder ein Rückblick auf 75 Jahre Formel 1 aus Schweizer Sicht.
Im Mittelpunkt des Buches steht wie üblich der nationale Rennsport mit all seinen Meisterschaften und Cups – sei es am Berg, bei Slaloms, Rallyes oder auf der Rundstrecke. Doch nicht nur die nationale Szene wird beleuchtet, auch die internationalen Erfolge der Schweizer Racer werden thematisiert. Sei es in der Langstrecken-WM, in den diversen GT-Kategorien samt DTM, in der Formel E oder in anderen Formelsport-Serien. Auch der Abschied von Sauber aus der Formel 1 nach 617 Grands Prix ist selbstverständlich Bestandteil von «RENNSPORT SCHWEIZ». Zudem erfährt man Spannendes aus der Welt der Dragster, des Drift-und des historischen Motorsports. Und sogar von der Schweizer Simracing-Meisterschaft. Im Kapitel Karting stehen die Schweizer Meisterschaft, die Rotax Max Challenge und die VEGA Trofeo im Zentrum.
Für garantierten Lesespass sorgt das moderne Layout – mit mehr als 500 Bildern aus dem nationalen und internationalen Rennsport. Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor dieser Zeilen. Unterstützt wurde er bei der diesjährigen Ausgabe von den Gastautoren Werner J. Haller, Peter Wyss und Elio Crestani.
Alle drei Schweizer standen beim Start zum zweiten Formel-E-Lauf in Mexiko-City in den ersten drei Reihen. Doch nur einer (Edoardo Mortara) konnte die Früchte seiner Arbeit auch ernten.
Edoardo Mortara ist beim zweiten Lauf zur Formel-E-Saison 2025/2026 in Mexiko-City sensationell Zweiter geworden. Der Genfer hat damit einen unglaubliche Erfolgsserie fortgesetzt. Nach seinen Siegen beim 50. E-Prix in Hongkong 2019 und dem 100. E-Prix in Seoul 2022 belegte der Mahindra-Pilot nun beim dritten Formel-E-Jubiläumsrennen (dem 150.) mit 0,651 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Auch wenn es in Mexiko-Stadt erstmals nicht zum Sieg reichte, ist dies eine beeindruckende Serie. Nach seinem Ausfall in São Paulo liegt Mortara nun auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung. Schon vor der Saison war «Edo» zuversichtlich. «In der Saison 10 haben wir sozusagen beobachtet. In der abgelaufenen Saison 11 haben wir den Gen3-Evo so weiterentwickelt, dass wir gegen Ende der Saison konkurrenzfähig waren. Wenn wir diesen Lauf auch in die nächste Saison, die Saison 12, mitnehmen können, dann könnte das 2026 ein richtig gutes Jahr werden.»
Auch für Sébastien Buemi hätte das Rennen in Mexiko-City ein Höhepunkt werden können. Doch der von der Pole-Position gestartete Waadtländer verbremste sich auf dem Weg zu Kurve 1 im direkten Duell mit dem Briten Taylor Barnard und warf so sein Rennen weg (Schlussrang 17). Für Nico Müller (von Startplatz 5 gestartet) endete das Rennen auf Rang 9. Auch er konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. «Nach dem Safety Car ging gar nichts mehr. Plötzlich habe ich allen Grip verloren und bin nur noch herumgerutscht. Wenn du rutschst, bist du auch nicht mehr effizient und kannst deinen Attack-Mode nicht so nutzen, wie du es musst. Aber auch von der Strategie her hatten wir alle Spielbälle in der Hand. Ich war in Führung und hatte noch keinen Attack-Mode benutzt. Eigentlich lief alles perfekt, bis eben plötzlich alles auseinandergefallen ist. Wir müssen verstehen, was da passiert ist, denn so extrem hatten wir das noch nie.»
Kleiner Trost für die beiden Letztgenannten: Müller liegt nach zwei Rennen auf Rang 7, Buemi auf 9 – beide also in den Top 10. Es führt der Mexiko-Sieger Nick Cassidy. Das nächste Rennen findet Ende Januar in Miami statt.
Das Komitee Karting von Auto Sport Schweiz hat die Reifenvergabe für das Jahr 2026 diskutiert und einen Vorschlag (siehe Download) zu Handen der Nationalen Sportkommission (NSK) gemacht.
Der provisorische Vorschlag ist gültig unter Vorbehalt der Genehmigung durch die NSK.
Die FIA führt dieses Jahr bei den Senioren eine Karting Academy Trophy durch. Über den Verband Auto Sport Schweiz kann ein Teilnehmer resp. eine Teilnehmerinnen mitmachen. Wer Jahrgang 2009, 2010, 2011 oder 2012 ist, kann sich bei ASS bewerben.
Die Commission Internationale de Karting (CIK) der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) schreibt für 2026 eine FIA Karting Academy Trophy Senior aus. Für die Teilnahme können sich Piloten mit den Jahrgängen 2009, 2010, 2011 und 2012 bewerben.
Die Bewerbungen resp. Interessensbekundungen müssen schriftlich bis am 31. Januar 2026 an folgende Adresse eingereicht werden: David Scarnà, Sachbearbeiter Karting, Auto Sport Schweiz, scarna@motorsport.ch Idealerweise werden diese mit den erzielten Resultaten (National wie International) der Saison 2025 ergänzt. Folgende Punkte gilt es speziell zu beachten:
Der Kalender der FIA Karting Academy Trophy Senior 2026 sieht wie folgt aus:
7. bis 10. Mai, Chiva-Valencia (ESP)
11. bis 14. Juni, Mülsen (GER)
30. Juli bis 2. August, Kristianstad (SWE)
Die sportlichen Reglemente für die FIA Academy Trophy Senior 2026 finden Sie unter diesem Link. Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
«Fredy Lienhard – Rennbericht eines Unternehmers» ist ein neues Buch, das die Geschichte eines erfolgreichen Geschäftsmannes und passionierten Rennfahrers auf inspirierende Art und Weise erzählt.
Ob als Unternehmer, Rennfahrer oder Mensch – Fredy Lienhard hat nicht nur Geschichte(n) geschrieben, er hat auch Bleibendes geschaffen. Das Anfang Januar im Verlag Ars Biographica erschienene Buch «Fredy Lienhard: Rennbericht eines Unternehmers» zeichnet den Werdegang des heute 78-Jährigen nach, beleuchtet Wendepunkte seines Lebens und will damit inspirieren – ganz nach dem Motto «lessons learned».
«Rennbericht eines Unternehmers» hat nicht den Anspruch, eine klassische Erfolgsgeschichte nachzuerzählen. Vielmehr soll das Buch auf erfrischend ehrliche Weise aufzeigen, wie Lienhard als Unternehmer tickt, welche Werte ihm wichtig sind und wie sie auch seine Karriere als Rennfahrer beeinflusst haben. Neben den wichtigsten Stationen seines Lebens (mit herrlichen Bildern aus dem Familienalbum) kommen auch die motorsportlichen Highlights aus Lienhards Karriere nicht zu kurz. Wer mehr über die Karriere des ehemaligen Daytona-Siegers erfahren will, wird mit diesem Werk definitiv nicht enttäuscht.
Fredy Lienhard – Rennbericht eines Unternehmers
Verlag: Ars Biographica (www.arsbiographica.ch/home/)
Autor: Bernhard Ruetz
144 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-9526166-1-1
Preis: 35 Franken
Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage nicht sein: Während Olivier Burri zum 28. Mal bei der Rallye Monte Carlo antritt, gibt Stefano Mella vom 22.-25. Januar sein WRC-Debüt.
Der Automobilclub von Monaco hat diese Woche die offizielle Liste der 66 Teams veröffentlicht, die an der Rallye Monte Carlo 2026 teilnehmen werden. Darunter befinden sich auch zwei Schweizer Fahrer: Olivier Burri (62 Jahre) und Stefano Mella (51).
Für Burri ist es die 28. Teilnahme beim Klassiker an der Côte d’Azur. Damit bringt er – zumindest, was die «Monte» betrifft – die meiste Erfahrung mit. Kein anderer Teilnehmer, der 2026 eingeschrieben ist, stand so oft wie er beim Auftakt zur WRC am Start. Zum Vergleich: der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier kommt auf 16 Teilnahmen. Okay – dafür hat er die Rallye auch schon zehn Mal gewonnen!
Burri wird zusammen mit seinem Beifahrer Stéphane Fellay aus dem Wallis am Steuer eines Toyota GR Yaris Rally2 sitzen. Mit ihm hat er 2025 zwei Rallyes bestritten: die Rallye de Bourgogne (im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft/Unfall) und die Rally Colli del Monferrato in Italien (4. in der Gesamtwertung). Zusammen sind die beiden noch nie auf dem Toyota gefahren. Bei der Monte-Vorbereitung im Dezember 2025 in Frankreich, der Rallye Hivernal du Dévoluy, navigierte Gaëtan Aubry den Routinier aus dem Jura.
Ganz anders sieht die Ausgangslage für Stefano Mella aus. Für den Neunten der Schweizer Rallye-Meisterschaft 2025 ist die Rallye vom 22.-25. Januar eine Premiere. Der Chef des Swiss Racing Lab wird bei der «Monte» vom Italiener Francesco Pezzoli an Bord eines Skoda Fabia RS Rally2 unterstützt. Auch er ist kein ausgewiesener Monte-Carlo-Spezialist. Erst einmal stand er am Start – das ist aber schon ein paar Jahre her (2013). Mella verfügt sonst aber über reichlich Erfahrung. Der in Genf wohnhafte Tessiner hat 1997 seine erste Rallye absolviert und war neben Mike Coppens und Yoan Loeffler im Vorjahr der einzige Rally2-Pilot, der alle Läufe zur Schweizer Rallye-Meisterschaft bestritten hatte.
An Konkurrenz mangelt es den beiden Schweizern bei der «Monte» nicht. 25 andere Rally2-Bewerber werden Burri und Mella das Leben in ihrer Klasse sicher nicht einfach machen.
Politik und Sport sollte man nicht vermischen. Im Falle der SRG-Volksinitiative «200 Franken sind genug!» fällt das angesichts der drohenden Konsequenzen für den (Schweizer) Sport schwer.
Politik und Sport sollte man nicht mischen. Diesen Grundsatz halten auch wir beim Verband Auto Sport Schweiz als wegweisend. Aber wie so oft im Leben gibt es so genannte Grauzonen – oder Momente, wo Politik und Sport schwer zu trennen sind. Ein solcher steht der Schweiz am 8. März 2026 bevor. Dann nämlich wird über die SRG-Volksinitiative «200 Franken sind genug!» abgestimmt.
Worum geht’s? Die Volksinitiative «200 Franken sind genug!» wurde von SVP-nahen Kreisen lanciert, um die Radio- und Fernsehgebühren von heute 335 auf 200 Franken pro Jahr zu senken. Initianten und Befürworter der Initiative argumentieren wie folgt:
Gegner der Initiative, zu denen auch Bundesrat und Parlament gehören, stellen sich auf den Standpunkt:
Als einer von 86 Sportverbänden von Swiss Olympic hat Auto Sport Schweiz selbstverständlich auch ein Interesse daran, dass der TV-Sport in Zukunft nicht zu kurz kommt. Auch wenn Übertragungen/Reportagen von unserem geliebten NATIONALEN Motorsport, der bei SRG ausgestrahlt wird, an einer Hand abgezählt werden kann. Fakt ist: Die SRG überträgt ca. 9’000 Stunden Live-Sport pro Jahr – rund 30 verschiedene Sportarten (darunter auch Formel 1, MotoGP) finden regelmässig live im Fernsehen, in Livestreams und im Radio statt.
Gegner der Initiative führen an, dass der Sport unser Land verbinde – über Sprachgrenzen und Regionen hinweg. Wenn die Schweiz jubeln würde, dann gemeinsam. Weiter heisst es: Diese Momente der Einheit gebe es nur, weil die SRG sie allen zugänglich mache. Mit halb so viel Budget könne sie diesen Auftrag nicht mehr erfüllen. Die Folge wäre eine Spaltung: Wer zahlen kann, schaut mit – der Rest bleibt draussen.
Swiss Olympic hat deshalb zu diesem Thema eine offizielle Webseite gegen die SRG-Halbierungsinitiative (sportkomitee.ch) gelauncht. Dort steht schwarz auf weiss: Wer den Sport liebt, sagt Nein zur Halbierungsinitiative.
Am 24./25. Januar findet die 64. Auflage der 24 Stunden von Daytona/Florida statt. Am Start stehen auch sechs Schweizer – in jeder Kategorie mindestens einer.
Erst zwei Schweizer haben bei den 24 Stunden von Daytona triumphiert: Jo Siffert 1968 (bei der dritten Ausgabe) und Fredy Lienhard (2002). Ob am 24./25. Januar ein dritter Schweizer ganz oben steht, wird sich zeigen. Die besten Chancen dafür haben Raffaele Marciello und Louis Delétraz. Beide starten in der Prototypen-Klasse – der eine mit der #25 für BMW (Marciello), der andere mit der #40 für Cadillac (Delétraz).
Insgesamt stehen elf Autos aus der GTP-Klasse am Start. Als Favorit geht Porsche ins Rennen. Mit Partner Penske peilt man nach Siegen 2024 und 2025 den Hattrick an. 20 Mal hat der Hersteller aus Weissach (D) schon gewonnen. Das ist einsamer Rekord in Daytona!
In der LMP2 kämpfen 14 Teams um Ruhm und Ehre. Die Schweizer Flagge hält dort Grégoire Saucy hoch. Der Jurassier trägt bei United Autosports die #22. Auch in der GTDPro ist mit Ricardo Feller ein prominenter Schweizer vertreten. Der DTM-Pilot aus dem Aargau pilotiert den Manthey-Porsche mit der Porsche-typischen #911. Ebenfalls bei den Profis geht Marvin Kirchhöfer auf einer Corvette (#3) ins Rennen. Der Deutsche lebt seit Jahren in Luzern und fährt mit Schweizer Lizenz. Bestens bekannt ist auch einer der Favoriten auf den Klassensieg in der GTD: Philip Ellis. Der amtierende IMSA-Champion teilt sich mit Russell Ward, Indy Dontje und Lucas Auer einen Mercedes AMG GT3 von Winward Racing (#57) im am stärksten besetzten Feld mit 21 Fahrzeugen.
Los geht es in Daytona mit dem Qualifying am Donnerstag, 22. Januar. Das Rennen startet am Samstag, 24. Januar, traditionell um 13.40 Uhr.
Wie jedes Jahr um diese Zeit machen wir Sie auch dieses Jahr auf die neue Dopingliste bei Swiss Sport Integrity aufmerksam. Ein Blick darauf kann sehr wertvoll sein und erspart Ihnen unter Umständen sehr viel Ärger.
Doping ist im Motorsport eine Ausnahmeerscheinung. Trotzdem hat auch der Rennsport schon Doping-Schlagzeilen geliefert. Damit keine weiteren Fälle dazukommen, veröffentlichen wir an dieser Stelle den Hinweis auf die weltweit geltende Dopingliste 2026. Wer jetzt direkt wegklicken möchte, sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen. Es kann vorkommen, dass verbotene Substanzen in «gewöhnlichen» Medikamenten enthalten sind. Deshalb ist es wichtig, a) auf dem Laufenden zu sein und b) bei Unklarheiten nachfragen.
Die Änderungen auf 2026 betreffen insbesondere eine Anpassung der Dosierungsintervalle von Salmeterol, eine Präzisierung zur Blutentnahme und das Verbot von Kohlenmonoxid. Zudem wurden formale Anpassungen vorgenommen und Beispiele bereits verbotener Substanzen ergänzt. Bei Unklarheiten und Fragen stehen Ihnen unter med@sportintegrity.ch Fachkräfte von Swiss Sport Integrity zur Verfügung.
Aufmerksam machen wollen wir auch in Bezug auf so genannte «Wundermittel». Die Bandbreite solcher Substanzen reicht von Produkten für ein durchtrainiertes Aussehen bis zu Anti-Aging-Produkten für jugendliche Vitalität. Viele solcher SARMs und Ibutamoren werden heutzutage im Internet und auf social media angepriesen und ähneln entweder anabolen und androgenen Steroiden respektive Wachstumshormonen. Deren Bestellung oder Anwendung haben laut Swiss Sport Integrity bereits 2025 zu mehreren Sperren, auch von minderjährigen Athletinnen und Athleten, geführt. Eine ausführliche Newsmeldung zu diesem Thema gibt es unter diesem Link.
Also, Finger weg von Doping – siehe auch ASS-Magazin 02/2025!
Bei der unfassbaren Tragödie in Crans Montana ist mit Joaquim van Thuyne (18) auch ein junger Schweizer Kartfahrer gestorben. Der Verband Auto Sport Schweiz spricht Joaquims Familie sein aufrichtiges Beileid aus.
Leider müssen wir das Jahr 2026 mit einer sehr, sehr traurigen Mitteilung beginnen. Bei der Tragödie in Crans Montana (VS), die Stand heute 40 Todesopfer gefordert hat, ist mit Joaquim van Thuyne (18) auch ein junger Schweizer Kartfahrer ums Leben gekommen.
Van Thuyne bestritt zuletzt im Rahmen der Schweizer Kart-Meisterschaft das Rennen in Wohlen und wurde dort im Finale der stark besetzten X30 Challenge Switzerland Zehnter. Seine Karriere startete der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless 2021 in Lyss, wo er in den vergangenen Jahren mehrere Rennen zur Kappelen Trophy absolvierte. 2024 war Joaquim auch Teil des Young Drivers Projekts von Auto Sport Schweiz. Dort fiel der junge Mann aus Lutry (VD) durch sein stets freundliches und vorbildliches Auftreten auf.
Parallel zum Kartsport spielte van Thuyne beim FC Lutry bei den B-Junioren. Gegenüber ASS meinte er im Rahmen des YDP: «Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich nur noch Kart fahren oder Fussball spielen soll. Im Moment macht mir beides Spass. Und in beiden Fällen brauchst du ein gutes Team um dich herum. Weil der Kartsport aber nicht gerade günstig ist, muss ich dort halt von Rennen zu Rennen schauen, wie es weiter geht.»
Gemeinsam mit Mannschaftskollegen verbrachte Joaquim die Silvesternacht in der Bar «Le Constellation» in Crans Montana. Die Nachwuchs-Equipe des FC Lutry hatte über die Festtage einen Team-Ausflug in den Walliser Nobelort unternommen. Mehrere Mitglieder der Junioren-B-Mannschaft im Alter von 16 bis 18 Jahren befanden sich während des Brandes im Innern der Bar.
Der Verband Auto Sport Schweiz spricht nicht nur Joaquims Familie, sondern allen Betroffenen dieser unfassbaren Tragödie in der Silvesternacht sein Beileid aus. Unsere Gedanken sind bei Joaquims Eltern, seinen beiden älteren Schwestern, seinen Freunden und Verwandten.
Noch dauert es ein Momentchen, bis die neue Saison losgeht. Die neuen Media-Antragsformulare für 2026 sind aber unter diesem Link schon jetzt abrufbar.
Die Presseausweise sind für haupt- oder nebenberufliche Journalisten oder Bildreporter bestimmt. Die ASS behält sich das Recht vor, von den Kandidaten Nachweise ihrer journalistischen Tätigkeit zu verlangen. Wer den Ausweis beantragt, muss zudem bei seiner Anmeldung nachweisen, dass er im Besitz einer gültigen Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mind. 1 Mio. Franken ist. Für die zum Ausweis mitgelieferte Media-Weste wird ein Depot von CHF 200.– erhoben (Letzteres betrifft nur neue Antragssteller).
Weil es in den vergangenen Jahren vereinzelt zu Beanstandungen kam, möchten wir von Seiten von Auto Sport Schweiz nochmals Folgendes betonen und Medienvertreter mit Presseausweisen und Westen dringend darauf aufmerksam machen:
Den Weisungen des Veranstalters und dessen Helfern ist unbedingt und unverzüglich Folge zu leisten. Dies gilt insbesondere auch für Anordnungen von Streckenkommissaren. Bei Zuwiderhandlungen ist die Rennleitung berechtigt, den Medienvertreter aus der betreffenden Zone wegzuweisen und den Vorfall zu melden.
Die neuen Presseausweise werden frühestens ab 6. Januar 2026 ausgestellt.
Die aktuelle Ranglisten der Sportabzeichenpunkte wurden von Auto Sport Schweiz veröffentlicht.
Die Ranglisten konnten erstellt und veröffentlicht werden. Die neuen Ranglisten können hier eingesehen werden.
Die Sportabzeichen wurden ebenfalls an alle Gewinner versendet und werden in Kürze bei euch eintreffen.
Das Sportabzeichen dient dazu, die Leistungen der Schweizer Automobilsportler im Rahmen der verschiedenen Wettbewerbe im In- und Ausland auszuzeichnen. Für die Reglementierung und insbesondere die Abgabeskala ist die Nationale Sportkommission (NSK) von Auto Sport Schweiz zuständig.
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen sein. Sie können uns wie folgt vor und nach den Festtagen erreichen:
Dienstag, 23.12.2025, bis 15.00 Uhr offen
Mittwoch, 24.12.2025 bis und mit Freitag, 02.01.2026 geschlossen
Montag, 05.01.2026 ab 09.00 Uhr offen
Danach stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2026!
Auto Sport Schweiz
Der Slalom von Romont hätte 2026 den Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft bilden sollen. Das Organisations-Komitee musste nun aber das Comeback absagen.
2019 fand der letzte Slalom in Romont statt. Danach war die Strecke wegen Umbauarbeiten auf dem Kasernenareal nicht mehr verfügbar. 2026 hätte der Slalom als Auftakt zur Schweizer Meisterschaft am 4./5. April zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder durchgeführt werden sollen. Der Termin wurde auch im offiziellen Kalender eingeschrieben. Nun hat das Organisations-Komitee aber schweren Herzens das Comeback absagen müssen.
In einer Stellungnahme des Romont Motor Racing Committee steht geschrieben: «Trotz der zahlreichen Bemühungen und Gespräche konnten wir die Zustimmung des Militärs nicht erhalten. Die umfangreichen, laufenden Arbeiten auf dem Truppenübungsplatz Drognens werden die Austragung des Rennens im Jahr 2026 letztendlich verhindern.»
Und weiter steht geschrieben: «Wir hoffen weiterhin, dass wir unsere 50. Auflage in naher Zukunft organisieren können, ein Ereignis, das uns sehr am Herzen liegt, und dass wir viele von Ihnen wieder in Drognens wiedersehen werden
Die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 beginnt damit zwei Wochen später am 18./19. April mit den Auto-Renntagen in Frauenfeld. Zuvor finden in Ambri (27./28. März) noch die Testtage statt.
Der amtierende Tourenwagen-Meister Danny Krieg hat sich für 2026 ein neues Auto angelacht. Der Altendorfer wird in der kommenden Saison mit einem rund 550 PS starken Audi RS3 LMS TCR antreten.
Im Moment steht er noch im Showroom der Garage Bucher in Benken (SG). Aber noch in diesen Tagen soll der neue Super-Tourenwagen des amtierenden Meisters Danny Krieg zu Wolf Power Racing nach Wangen (SZ) gebracht werden. Dort wird er in den nächsten fünf Monaten so «veredelt», dass er zum Auftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg parat sein soll.
Vergangene Woche hat Ludovic Monnier deinen VW Golf Rallye bei dir abgeholt (motorsport.ch hat darüber berichtet). Wie sehr hat es weh getan, als du das Auto, mit dem du dieses Jahr Tourenwagen-Meister wurdest, auf seinem Transporter gesehen hast?
Danny Krieg: Es geht so. Erstens bin ich kein Sammler. Ich habe schon so manches Auto, das ich jahrelang fuhr, verkauft. Und zweitens steht ja bereits der Nachfolger da. (Lacht.) Also ist es zu verschmerzen.
Erzähl: Wo hast du deine neue Perle, den Audi RS3 LMS TCR, aufgetrieben?
Den hat Scherer Sport am Nürburgring ausgeschrieben. Ich hatte den schon länger im Auge. Und als Adrian (Wolf von Wolf Power Racing, d. Red.) am Nürburgring war, hat er ihn für mich gründlich inspiziert.
Das Auto sieht ziemlich neu aus.
Ja, es ist ein 2022er – ein Gen2-Auto. Laut den Papieren hat er zwei Renneinsätze auf dem Buckel. Einer der Fahrer war u.a. Mathias Schläppi. Er hat das NLS-Finale 2022 auf diesem Auto bestritten.
Wirst du ihn, so wie er dasteht, in der Schweizer Berg-Meisterschaft einsetzen?
Rein äusserlich wird er sich nicht grossartig unterschieden. Da kommt vielleicht noch die eine oder andere Folie dran, aber sonst bleibt er so, wie er ist. Unter der Haube werden wir allerdings schon Einiges verändern. So kriegt er u.a. einen neue Hinterachse, einen neuen Motor und ein neues Getriebe. Wir wollen diese Komponenten aber alle aus der Serientechnik übernehmen. Ausserdem werden wir ihn von 2WD auf 4WD umbauen.
Im Moment leistet er, so wie er dasteht, 340 PS bei 1145 Kilogramm. Was ist euer Ziel?
Vom Gewicht wollen wir etwa dort bleiben. In Sachen Leistung werden wir uns irgendwo bei 550 PS finden.
Es ginge aber noch mehr?
Ja, sicher, aber das will ich gar nicht. Mit allem, was darüber hinausgeht, läufst du Gefahr, dass du immer wieder technische Probleme hast. Und das kann dann richtig teuer werden.
Kannst du jetzt schon etwa abschätzen, um wieviel schneller du im neuen Audi bist? Der Klasse, E1 bleibst du ja treu – du bist aber neu in der Gruppe 3 bis 3,5 Liter eingeteilt.
Ja, das ist richtig. Um wie viel schneller? Sicher keine fünf Sekunden. Wir reden da, je nach Strecke, von einer bis zwei Sekunden.
Damit peilst du ganz klar die Titelverteidigung an?
Nein, eigentlich nicht. Ich habe auch 2025 nicht auf den Titel in der Tourenwagen-Meisterschaft geschielt. Erst nach dem Rennen in Les Rangiers und den Unfällen von Simi Wüthrich und Stephan Burri war mir klar, dass ich es schaffen könnte.
Aber den Schweizer Berg-Pokal hattest du im Visier?
Den schon eher – ja. Aber das Ziel ist es, Spass zu haben. Mit einem neuen Auto die Grenzen auszuloten. Wobei ich natürlich auch zugeben muss, dass ich mir ein solches Auto nicht gekauft habe, um hinterherzufahren.
Was erwartest du vom neuen Besitzer deines alten Golfs?
Da bin ich sehr gespannt. Natürlich braucht Ludovic seine Zeit. An ein solches Auto muss man sich zuerst gewöhnen. Das wird auch mir mit dem Audi so gehen. Aber ein Zeitenvergleich wird sicher interessant sein. Ich habe 2025 solide Zeiten mit dem Golf hingelegt. Auch wenn ich nicht überall von meiner Leistung überzeugt war. Am Gurnigel beispielsweise war ich mit dem Golf langsamer als einst mit meinem STW-Audi.
Wie sieht euer Fahrplan mit dem neuen TCR-Audi aus?
Wir werden noch dieses Jahr das neue Getriebe bestellen. Danach wird der Wagen sukzessive weiterentwickelt. Ziel ist es ganz klar, dass wir in Hemberg beim Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft am Start stehen. Der eine oder andere Slalom davor wäre natürlich eine gute Trainingsmöglichkeit. Aber das hängt alles davon ab, bis wann wir fertig werden.
Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk? Wir hätten vielleicht was für Sie. Hier kommt unser Weihnachts-Shop 2025.
Inside Formel 1 Band 2. 2022 ist der erste Band erschienen. Nun wurde mit «Inside Formel 1 – Lap 2» die beeindruckende fotografische Zeitreise von Daniel und Josef Reinhard († 2023) fortgesetzt. Vater Josef Reinhard, einst auch bekannt als «Katastrophen-Sepp», hat die Formel 1 schon 1950 begleitet. Sohn Dani übernahm Ende der 70er-Jahre das Zepter. Zusammen sind sie eines der ganz wenigen Vater-Sohn-Gespanne, die den GP-Sport von den Anfängen bis heute dokumentiert haben. Spannende Anekdoten und beeindruckende Aufnahmen lassen die Geschichte des Rennsports in diesem Buch lebendig werden.
«Inside Formel 1 – Lap 2»
Autor: Daniel Reinhard
Verlag: GeraMond
Seiten: 288, ca. 400 Fotos
Text: Deutsch
ISBN: 978-3-98702-030-8
Preis: 75.- Franken (exkl. Versand)
Bezugsquelle: im Buchhandel oder unter diesem Link.
Sauber zum selber zusammensetzen. Nach 617 Grands Prix war Schluss für Sauber. Der viertälteste Formel-1-Rennstall absolvierte in Abu Dhabi seinen letzten GP. Ab 2026 wird der Rennstall, der einst 1993 in der Formel 1 mit gleich zwei gewonnenen WM-Punkten debütierte, als «Audi Revolt F1 Team» an den Start gehen. Fans der Hinwiler werden «ihren» Rennstall vermissen. Damit es nicht ganz so schmerzhaft ist, bietet CaDA, ein chinesischer Hersteller von Klemmbausteinen (ähnlich wie Lego), einen 2553-teiligen Kick-Sauber-F1-Bausatz an. Das Modell ist im Massstab 1:8 gehalten, wurde unter der offiziellen Lizenz des Teams produziert und verkürzt die langen Abende rund um die Weihnachtszeit garantiert!
Sauber C44
Hersteller: CaDa
Teile: 2553
Grösse: 1:8 (ca. 70 cm lang)
Preis: beim Hersteller 179,90 Euro
Bezugsquelle: https://cada.toys/ oder andere Online-Anbieter
Alles über die Rallye-SM 2025. Zum vierten Mal haben die Kollegen von sport-auto.ch die Schweizer Rallye-Meisterschaft in Buchform zusammengefasst. Das Rallye-Buch 2025 lebt wie die bisherigen Werke nicht nur von den ausdrucksstarken Bildern von Nuno Ferreira, sondern auch von zahlreichen Texten und Interviews. Besonders spannend sind auch die Rückblicke: Was vor 10, 20, 30 und 40 Jahren im Schweizer Rallyesport Schlagzeilen machte. Selbstverständlich sind im Bücher-Shop auf sport-auto.ch auch ältere Ausgaben erhältlich.
Rallye 2025
Autoren: Nuno Ferreira, Sébastien Moulin & Baptiste Aebi
Verlag: sport-auto.ch
Seiten: 192, ca. 280 Fotos
Text: Französisch
Preis: 68.- Franken (exkl. Versand)
Bezugsquelle: sport-auto.ch
Marciello, Buemi und Siffert en miniature. Auch Modellauto-Sammler kommen an diesen Weihnachten nicht zu kurz. Aus Schweizer Sicht gibt es immer wieder Interessantes – sei es in 1:18 oder in 1:43. So zum Beispiel das Siegerfahrzeug der 24 Stunden Nürburgring 2025 von Raffaele Marciello. Den BMW gibt es in 1:43 von Modellspezialist Spark. Auch Sébastien Buemis Gen3-Elektro-Jaguar aus der Formel E findet man bei Spark im gängigen Sammlermassstab. Eines der wohl schönsten Modelle, wenn nicht der Inbegriff eines Rennwagens, war der Porsche 917K in Gulf-Farben. Das Modell des unvergessenen «Seppi» Siffert von 1970 gibt es in 1:18 (ebenfalls von Spark).
BMW M4 GT3 Evo, 1:43, 79,95 Euro
Gen3-Jaguar, 1:43, 79,95 Euro
Porsche 917 K, 1:18, 199,95 Euro
Bezugsquelle: im Fachhandel (wie etwa raceland.de oder ck-modelcars.de)
2022 holte er als Spirit-Fahrer den VEGA-Titel und Platz 3 in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Am Wochenende stand Kevin Rabin bei dem Auftakt zur Asian Le Mans Series zwei Mal sensationell auf dem Podest!
2022 wurde er Dritter in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hinter Chiara Bättig und Elia Epifanio bei den OK Junioren. Parallel sicherte er sich den Titel in der VEGA Trofeo in der X30 Junior. Vor zwei Jahren nahm er dann zum ersten Mal in einem Sportwagen Platz. Inzwischen ist Kevin Rabin in der LMP3 angekommen. Und das mit Erfolg! Beim Saisonauftakt der Asian Le Mans Series in Kuala Lumpur (MAL) am vergangenen Wochenende feierte der 18-jährige Waadtländer einen Einstieg nach Mass. Im ersten Rennen wurde der Fahrer aus dem Schweizer Rennstall CLX Dritter. Im zweiten Lauf – unter monsunartigen Verhältnissen – triumphierte er gar an der Seite seiner beiden Teamkollegen Alexander Jacoby (ein Schützling von Fernando Alonso) und dem amtierenden LMP3-Champion Paul Lanchere aus Frankreich.
Auch sonst war der Auftakt zur sechs Rennen umfassenden Asian Le Mans Series für die Schweizer ein voller Erfolg. ELMS-Champion und Le-Mans-Klassensieger Louis Delétraz belegte in beiden Rennen Platz 3. Der für United Autosports fahrende Grégoire Saucy wurde einmal Fünfter und einmal Sechster. Und auch in der GT3 musste sich die Schweiz nicht verstecken. Dort übernahm Kessel Racing mit den Plätzen 5 und 1 die vorläufige Meisterschaftsführung. Die Läufe 3 und 4 zur ALMS finden am 31. Januar/1. Februar 2026 in Dubai statt. Das Finale geht dann eine Woche später in Abu Dhabi über die Bühne.
Auto Sport Schweiz hat bei beiden Siegerehrungen (Automobil und Karting) zwei Tombolas veranstaltet. Der Erlös daraus wurde nun dem Kinderspital Zürich respektive der Sepsisforschung gespendet.
Im Rahmen der Siegerehrungen Automobil (im Hotel Bellevue in Bern) und Karting (Trafo Baden) hat Auto Sport Schweiz je eine Tombola veranstaltet. Zu gewinnen gab es eine Reise an ein DTM-Rennen respektive ein Schnee- und Eistraining im hohen Norden. Die Preise wurden von GAST Reisen aus Utzenstorf respektive Pure Driving aus Graz (A) zur Verfügung gestellt. Die glücklichen Gewinner hiessen Stéphane Rothen (DTM-Reise) und Ethan Ischer (Schneetraining in Schweden).
Doch es gab nicht nur zwei glückliche Gewinner. Alle Teilnehmenden haben mit ihrem Beitrag einen guten Zweck unterstützt. Der komplette Erlös aus den Gewinnspielen (2200.- Franken) wurde an das Kinderspital Zürich respektive an die Sepsisforschung gespendet. Wir möchten uns deshalb nochmals bei allen «Lösli-Käufer- und Käuferinnen» bedanken. Auch wenn der Betrag letztendlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, darf man doch sagen: Jeder Franken zählt!
Zur Info: Dass der Erlös an die Sepsisforschung ging, hat seinen speziellen Grund. 2023 ist das Schweizer Kart-Talent Elia Epifanio (14) innerhalb von wenigen Tagen an den Folgen dieser heimtückischen Krankheit gestorben. Seine Eltern veranstalten seither zu Ehren von Elia das Trofeo Epifanio (nächstes Rennen am 19. September 2026). Der Erlös aus diesem Rennen kommt ebenfalls der Sepsisforschung zu gute.
Bei der Jahreshauptversammlung der FIA in Taschkent/Usbekistan wurden mit Patrick Raedersdorf und Yves Hängärtner auch zwei Schweizer Vertreter gewählt.
Vergangene Woche fand in Taschkent/Usbekistan nicht nur die grosse Siegerehrung der FIA-Meisterschaften 2025 statt, an der Jahreshauptversammlung wurden auch zahlreiche Vertreter neu gewählt oder in ihren Ämtern bestätigt. Allen voran Mohammed Ben Sulayem, der als FIA-Präsident eine weitere vierjährige Amtszeit antritt.
Auch zwei Schweizer wurden in Taschkent gewählt. Unter anderem Patrick Raedersdorf (59). Das Mitglied der Geschäftsleitung von Auto Sport Schweiz, das 2007 zum stellvertretenden Mitglied des internationalen Berufungsgerichts ernannt wurde und von diesem Posten erst kürzlich ehrenvoll verabschiedet wurde, ist von der Generalversammlung neu zum Mitglied des Anti-Doping-Disziplinarausschusses gewählt worden.
Neu dabei ist auch Yves Hängärtner (50). Der Zweite der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 wurde von der Generalversammlung für eine Amtszeit von vier Jahren zum Mitglied des Internationalen Tribunals (IT) und des Internationalen Berufungsgerichts (ICA) gewählt.
In der Schweizer Berg-Meisterschaft hat sich ein spektakulärer Fahrzeugwechsel ergeben. 2026 tritt Ludovic Monnier (33) mit dem Meister-Golf von Danny Krieg an.
Bis zum ersten Slalom in Romont dauert es noch 113 Tage. Die Weichen für die nächste Saison werden aber jetzt schon gestellt. Besonders gespannt darf man 2026 auf einen Fahrer sein: Ludovic Monnier. Der 33-Jährige, der einen Steinwurf von der Startlinie des ehemaligen Bergrennens von Massongex entfernt wohnt, hat sich ein neues Auto geleistet. Und zwar nicht irgendeines – nein, den VW Golf Rally, mit dem Danny Krieg dieses Jahr die Schweizer Berg-Meisterschaft bei den Tourenwagen und den Schweizer Bergpokal gewann.
Monnier war schon seit längerer Zeit «scharf» auf den schneeweissen Golf. «Ich habe das Auto schon begutachtet, als es noch dem österreichischen Bergrennfahrer Franz Probst gehörte», sagt Monnier. Ende 2023 ging es dann in den Besitz von Danny Krieg über. Der ging erstmals beim Slalom in Frauenfeld 2024 damit an den Start. Der Rest ist Geschichte. In der abgelaufenen Saison waren Krieg und sein vierradgetriebener Golf-Turbo das Mass der Dinge. Seit Mittwoch steht der Wagen nun nicht mehr in der Garage von Krieg, sondern im Rhonetal bei Ludovic Monnier. «Ich hatte Danny gesagt, wenn er den Wagen mal verkaufen will, dann soll er sich bei mir melden.»
Nun also ist Monnier der stolze Besitzer des erfolgreichen VW-Turbo. Und wie es sich für einen neuen Besitzer gehört, hat er schon – kaum war der Wagen vom Transporter runter – seinen Namen auf die Windschutzscheibe geklebt. Was ihn genau erwartet, kann der in Montreux geborene und heute im Wallis wohnhafte Monnier noch nicht abschätzen. Ein erster Test auf dem Circuit de Vaison (F) ist für Anfang 2026 geplant. Danach will Ludovic mit seiner neuen Errungenschaft bei einigen Slaloms teilnehmen – u.a. beim Saisonauftakt in Romont am 4./5. April. «Ehe ich dann hoffentlich mit ein wenig Erfahrung die komplette Berg-Meisterschaft bestreiten kann.»
Wunderdinge soll man von ihm nicht gleich von Anfang an erwarten, meint Monnier. Das erste Jahr sei ein Testjahr. «Das Gute an diesem Auto ist: Man kann einsteigen und losfahren. Der Motor ist frisch revidiert. Und ich werde bis zum Saisonstart auch nichts am Auto ändern – ausser natürlich das Set-Up auf meine Bedürfnisse anpassen.» Spannend wird der Fahrzeugwechsel für neutrale Beobachter aber dennoch sein. Monnier zählt seit Jahren zu den schnellsten Schweizer Tourenwagenfahrern. Seinen VW Golf, den er bis vor Kurzem fuhr, hatte er 2015 von Benoît Farine übernommen und in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt. «Natürlich sind die Zeiten von Danny für mich die Referenz. Aber ich will einen Schritt nach dem anderen machen. Deshalb werde ich am Anfang bewusst nicht darauf schauen, sondern einfach versuchen, Spass zu haben und eins mit dem Auto zu werden.»
Zwischen seinem bisherigen und seinem neuen VW Golf lägen rund 100 PS, sagt der Sohn des ehemaligen Bergrennfahrers Gilles Monnier. «Die grössten Unterschiede zum bisherigen Auto sind aber definitiv der Turbo-Motor und der Vierradantrieb.» Auf die Frage, ob Monnier noch Tipps vom Vorgänger bekam, grinst der Mann mit dem auffallend gelben Sturzhelm. «Danny hat mir nur gesagt: Maximum Attack!»
Um vor der Weihnachtspause die Vorfreude auf die neue Saison noch mehr anzuheizen, berichten wir nächste Woche über Kriegs neue Errungenschaft. Der Altendorfer will 2026 seinen Tourenwagen-Titel mit einem bei Wolf Power Racing aufgebauten Audi RS3 LMS TCR. Bleiben Sie also dran – es wird spannend!
In diesen Tagen erscheint das neue Magazin von Auto Sport Schweiz. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre und gleichzeitig schon jetzt frohe Festtage und einen guten Rutsch!
Im Rennsport gibt es immer wieder Überraschungen. Und manchmal braucht man gar nicht das schnellste Auto und den stärksten Motor, um zu gewinnen. Zwei solche Beispiele gab es auch 2025. Mit Alessandro Grispino gewann einer die Schweizer Slalom-Meisterschaft, den wohl nur ein paar ganz Tollkühne auf der Liste hatten. Und auch in der Schweizer Rallye-Meisterschaft schaffte es mit Mathieu Zurkinden/Stéphane Pury ein Duo aufs Podium, das niemand erwartet hatte. Im neuen Magazin erzählen beide, wie es zu ihren Exploits kommen konnte.
Für Eltern von jungen Kartfahrern und Kartfahrerinnen dürfte aber vor allem ein anderer Artikel im Magazin 04/2025 von besonderem Interesse sein. Wir haben mit Jos Verstappen, dem Vater des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen, über dessen Anfänge und Erfahrungen im Motorsport geredet. Vielleicht kann der eine oder andere daraus etwas lernen.
Wie immer bietet das Magazin auch sonst viel Unterhaltung und Lesespass – vor allem mit einer zum Jahresende nicht ganz ernst gemeinten Geschichte!
Wir wünschen an dieser Stelle viel Spass bei der Lektüre und jetzt schon frohe Festtage und einen flotten Rutsch ins 2026!
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