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Cremona (ITA) 32.8.26

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31.07.2026 Nachruf Heinrich «Heiri» Keller
Heinrich Keller Rennfahrertreffen 2023 Foto Hugentobler quer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Heinrich Keller, 1930–2026 © Hugentobler

Am Mittwoch, 22. Juli, ist mit Heinrich «Heiri» Keller ein ehemaliger Rennfahrer und Mäzen im Alter von 95 Jahren gestorben, dessen grosse Leidenschaft der Automobilrennsport war.  Der erfolgreiche Gümliger Unternehmer in der Baubranche unterstützte einerseits talentierte lokale Fahrer wie Peter Arm, Ruedi Frei oder Benjamin Studer, er ermöglichte aber auch einem wie Ruedi Eggenberger den Aufbau einer eigenen Firma. Auch zahlreiche andere Fahrer kamen in den Genuss von Kellers Unterstützung. So unter anderem auch Herbert Müller. Keller war «Stumpen-Herbie» u.a. bei der Anschaffung seines De Tomaso Pantera behilflich.

Keller, der ursprünglich aus der Ostschweiz stammte, fuhr in den Siebzigerjahren auch selber Rennen. Er hatte eine Vorliebe für hubraumstarke Autos. So steuerte Keller nach einem Gruppe-1-Camaro auch den ex-Müller-Pantera sowie später mehrmals einen Ferrari 512M aus Müllers Rennstall in der Schweizer Meisterschaft und im Ausland. Seinen grössten Triumph feierte er 1975 mit dem Gewinn des 4-Stunden-Rennens in Jarama (ESP) an der Seite von Paul Keller (nicht verwandt) auf einem BMW 3.0 CSL.

Sein nächstes Umfeld hat Keller als eine Kämpfernatur beschrieben. Besonders geprägt haben ihn sein Einsatzwille, sein unternehmerisches Denken, seine Sportlichkeit und seine gesellige Art. Auto Sport Schweiz spricht der Familie von «Heiri» Keller sein aufrichtiges Beileid aus. Gemäss einer persönlichen Verfügung findet keine Trauerfeier oder Abdankung statt.

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30.07.2026 Zwei Fahrer bei Halbzeit im Berg-Pokal vorne
Burri Stephan Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Stephan Burri im VW Scirocco und... © Eichenberger

In Anzère war nicht nur Halbzeit in der Schweizer Berg-Meisterschaft, auch der Schweizer Berg-Pokal hat vier von acht Rennen absolviert. Es führen ohne Verlustpunkte Ludovic Monnier und Stephan Burri.

Der Schweizer Berg-Pokal für hubraumschwächere Fahrzeuge gestaltet sich auch dieses Jahr sehr ausgeglichen. Beim Bergrennen in Anzère war Halbzeit. Vier der acht Rennen sind Geschichte – zwei Fahrer haben noch eine weisse Weste: Ludovic Monnier (VW Golf) und Stephan Burri (VW Scirocco). Monnier ist im Berg-Pokal zum ersten Mal in der Rolle des Tabellenführers. Burri kennt das Gefühl bereits. 2023 gewann der Berner, der vor rund sieben Jahren aufgrund seines Berufes als Garagist in den Thurgau ausgewandert ist, den Pokal für Tourenwagen bis 2 Liter. Beide Fahrer haben 80 Punkte auf dem Konto.

Monnier (im Turbo-Golf von Vorjahres-Bergpokal-Sieger Danny Krieg) hat seine Gegner in der E1 bis 2000 cm3 erwartungsgemäss gut im Griff. In Hemberg bezwang er Kurt Tschirky (Opel Kadett) deutlich mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung. Auch in La Roche lag der gebürtige Waadtländer 5,6 sec vor dem Opel des schnellen Sébastien Coquoz. In Reitnau hiess der erste Verfolger von Monnier Ruedi Fuhrer im Honda CRX (+6,2 sec). In Anzère war es wieder Coquoz, der am meisten Druck machte, bis auf 4,3 sec an Monnier herankam, aber ohne Turbo Monnier nur bezwingen kann, wenn dieser einen Fehler macht oder ein technisches Problem hat. Dieses hatte Monnier bisher nur einmal. Zum Glück für ihn bei einem Bergrennen in Frankreich, das nicht zur Meisterschaft zählt. «Dort ist mir die Befestigung am Fahrgestell gebrochen», so Ludovic.

Burri muss in der Interswiss bis 2 Liter auf mehr Gegner gleichzeitig aufpassen. Allen voran aber auf Arnaud Donzé im VW Golf. Der Jurassier ist Burri in der Regel immer dicht auf den Fersen. In Hemberg betrug der Vorsprung Burris 1,6, in La Roche waren es 1,4 und in Reitnau gar nur 0,9 Sekunden. Einzig in Anzère hatte Burri mit 6,1 Sekunden Vorsprung Luft nach hinten. 

Monnier Ludovic Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
...Ludovic Monnier im VW Golf teilen sich bei Halbzeit Platz 1 im Schweizer Berg-Pokal © Eichenberger

Monnier hat aber noch einen anderen Vorteil auf seiner Seite. Liegen die beiden VW-Piloten auch nach acht Rennen noch ohne Verlustpunkte an der Spitze, entscheiden die Positionen im SCRATCH über die Vergabe des Titels. Und dort hat Monnier die Nase leicht vorne.  

Vergleich Monnier vs. Burri im SCRATCH:
Hemberg: Monnier 12., Burri 21.
La Roche: Monnier 16., Burri 23.
Reitnau: Monnier 9., Burri 14.
Anzère: Monnier 15., Burri 19.

Rang 3 im Zwischenklassement belegt bei Halbzeit Hans-Peter Eller auf seinem giftgrünen Opel Kadett C aus der E1 bis 1,6 Liter. Vierter ist Andreas Helm im VW Polo. «Helmi» ist in der IS bis 1,4 Liter bisher auch ungeschlagen. Er erhielt zuletzt in Anzère aber nur halbe Punkte, weil in seiner Gruppe zu wenig Gegner gestartet sind. Platz 5 geht im Moment an Werner Rohr mit seinem Toyota Corolla (IS bis 1,6 Liter). Rohr hat in La Roche (hinter Martin Howald und Christophe Oulevay) Federn gelassen. Auch in Reitnau war Howald schneller, Auf Platz 6 folgen ex-aequo Arnaud Donzé und Thomas Zürcher im Renault Clio. Letzterer war bis Anzère ebenfalls noch einer der Führenden. Der Unfall im Wallis hat ihn die bisherige Top-Position gekostet. Die restlichen Fahrer der Top 10: 8. Stefan Schöpfer (Audi 50), 9. Beat Rohr (Renault Clio), 10. Beat Oertig (Peugeot 106).

Die bisherigen Meister des Schweizer Berg-Pokals
2014 Martin Bürki, VW Polo
2015 Martin Bürki, VW Polo
2016 Danny Krieg, Audi A4
2017 Giuliano Piccinato, Honda Integra Type R
2018 Martin Bürki, VW Polo
2019 Philip Krebs, Renault Clio
2020 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2021 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2022 Martin Bürki, VW Polo
2023 Stephan Burri, VW Scirocco
2024 Jean-François Chariatte, Fiat X1/9
2025 Danny Krieg, VW Golf Rally

Eller Hans Peter Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hans-Peter Eller liegt bei Halbzeit auf Rang 3 © Eichenberger

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29.07.2026 Junior-Meisterschaft: Nur einer kann Grispino noch am Titel hindern
Grispino Alessandro Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alessandro Grispino ist Leader der Junioren-Meisterschaft © Eichenberger

In der Schweizer Junioren-Meisterschaft steht noch ein Rennen aus: am 30. August in Oberhallau. Noch ist die Entscheidung, wer den Titel gewinnt, offen. Aber es gibt nur noch einen Fahrer, der Alessandro Grispino am Titelgewinn hindern kann.

Alessandro Grispino kann sich beim Finale der Schweizer Junioren-Meisterschaft in Oberhallau (29./30. August) eigentlich nur selber schlagen. Grispino, der 2025 überraschend, aber sehr souverän Schweizer Slalom-Meister wurde, hat alle Trümpfe in der Hand. Als Einziger hat er nach sieben von acht Rennen, die zur Junior-Meisterschaft zählen, das Punktemaximum auf dem Konto. Punktet er auch beim Bergrennen in Oberhallau, ist ihm der Titel sicher. Nur ein Nuller von Grispino im letzten Rennen könnte die Sache nochmals spannend machen. 

In einem solchen Fall wären es aber nicht die direkten Verfolger Steven Chiquita, der im Moment zehn Punkte hinter Grispino liegt, oder Hugo Mascaro (beide auf BMW), der 20 Punkte Rückstand auf den Renault-Clio-Fahrer hat, die Grispino noch am Titel hindern könnten. Es ist einzig und allein Formel-3-Pilot Ursanne Salomon, der Grispino noch abfangen könnte. Salomon, im Moment Gesamtvierter, käme bei einem Sieg in seiner Gruppe und einem gleichzeitigen Nuller von Grispino ebenfalls auf 150 Punkte. Da es in jeder Disziplin (Slalom und Bergrennen) je ein Streichergebnis für die Junioren gibt, hätten die beiden in diesem Moment dieselben Streichresultate. In einem solchen Fall würden dann (als nächstes Argument) die geschlagenen Gegner im SCRATCH zählen. Und dort läge Salomon gegenüber Grispino vorne.

Salomon Ursanne Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon hat noch theoretische Titel-Chancen © Eichenberger

Dass dieser Fall in Oberhallau eintritt, ist bei der Konstanz Grispinos sehr unwahrscheinlich. Der 25-Jährige aus Steinen im Kanton Schwyz hat schon im vergangenen Jahr (und auch in dieser Saison) in der Schweizer Slalom-Meisterschaft bewiesen, dass ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Ausserdem hat ihn sein Renault Clio R3 bisher nur ganz, ganz selten im Stich gelassen. Und wenn, dann hat der gelernte Mechatroniker das Problem souverän lösen können.

Für Salomon geht es also wahrscheinlich «nur» noch um Platz 2. Den kann er sich mit einem Sieg bei den Formel-Autos und dem Erreichen von 150 Punkten aber aus eigener Kraft holen. Denn Chiquita kommt im besten Fall (nach Abzug der beiden Streichresultate) auf 145, Mascaro auf 135 Punkte. Einer der beiden BMW-Piloten – und das ist das Spannende in Oberhallau, weil die beiden direkt gegeneinander fahren – könnte also noch vom Gesamtpodium purzeln.

Chiquita Steven Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kann Steven Chiquita Rang 3 im Gesamtklassement verteidigen? © Eichenberger

Zur Schweizer Junior-Meisterschaft: Seit zwei Jahren trägt Auto Sport Schweiz im Rahmen der Schweizer Slalom- respektive Berg-Meisterschaft ein Junioren-Championat aus. Das Besondere daran: Die Fahrer und Fahrerinnen können mit ihren eigenen Autos (Tourenwagen bis 2,5 Liter/Rennwagen bis 2 Liter) teilnehmen. Gewertet werden vier Slaloms und vier Bergrennen. Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt. 2024 sicherte sich Jannis Jeremias (VW Polo) den Titel, 2025 gewann Lionel Ryter (Formel Renault) die Meisterschaft. Beide erhielten im Folgejahr ihre Rennlizenz gratis.

Mascaro Hugo Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hugo Mascaro liegt nur zehn Punkte hinter Steven Chiquita © Eichenberger

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29.07.2026 Meisterfeier autobau Schweizer Kart-Meisterschaft am 14. November
Autobau Romanshorn 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Siegerehrung der autobau SKM findet 2026 in Romanshorn statt © myrally.ch

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat zwei Drittel der Saison hinter sich. Am 23. August (in Cremona) und am 10. Oktober (in Wohlen) finden die beiden letzten Läufe statt. Danach ist auch diese Saison bereits wieder Geschichte – und die grosse Meisterfeier steht an. Diese geht am 14. November 2026 über die Bühne. Schauplatz ist die grandiose autobau Erlebniswelt in Romanshorn, der Sitz des Hauptsponsors und Namensgeber der SKM.

Einladungen und genaue Informationen zur Preisverleihung werden nach dem Finale in Wohlen versendet. Bis es soweit ist, gilt der Fokus den letzten beiden Rennen. Wer sich für den fünften Lauf in Cremona noch nicht angemeldet hat, kann dies unter www.go4race.ch bis Sonntag, 16. August (24.00 Uhr) machen.

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28.07.2026 Weekend-Report 22/2026
Edo Mortara Tokio 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mortara und sein bereits vierter Pokal für den besten Startplatz © Formula E

Auf internationaler Bühne fielen die Erfolge der Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen am vergangenen Wochenende etwas spärlicher aus als sonst. 

Die Formel-E-WM 2025/2026 steuert auf ihr grosses Finale in London (GBR) am 15./16. August hin. Einer, der immer noch intakte Titelchancen hat, ist der Genfer Edoardo Mortara. Wenngleich sich seine Ausgangslage am vergangenen Wochenende beim Doubleheader in Tokio (JAP) verschlechtert hat. Nach Platz 5 im ersten Rennen, startete Mortara am Sonntag auf nasser Fahrbahn zum vierten Mal in dieser Saison von der Pole-Position (Rekord!). Trotz Führungsrunden schaffte es der Mahindra-Pilot nicht, die gute Ausgangslage in wertvolle Punkte umzusetzen. Zuerst wurde er wegen eines nicht optimalen Reifendrucks durchgereicht, am Ende blieb er gar in einer Massenkollision stecken und holte gar keine Zähler. «Ich bin mit dem Regen-Set-Up gestartet, und das war nicht die richtige Entscheidung», meinte Mortara. «Dass man an einem solchen Tag, der mit der Pole-Position beginnt, leer ausgeht, ist enttäuschend.» In der Meisterschaft liegt «Edo» 30 Punkte hinter Leader Jake Dennis auf Rang 5. Für Nico Müller endeten die Rennen in Japan auf den Rängen 18 und 7. Sébastien Buemi wurde 14. respektive 15. Die Siege in Tokio gingen an Dan Ticktum (GBR) und Mortaras Teamkollege Nyck de Vries (NED).  

Auch in der DTM in Oschersleben (GER) backten die Schweizer Vertreter am Wochenende eher kleine Brötchen. Ricardo Feller (Porsche) belegte die Plätze 10 und 8 und büsste in der Meisterschaft die eine oder andere Position ein (neu 14.). Und auch die beiden Emil-Frey-Piloten Thierry Vermeulen (9./15.) sowie Mateo Cairoli (11./10.) kamen nie so richtig auf Touren. Die Gewinner von Oschersleben hiessen Thomas Preining (AUT) und Mirko Bortolotti (ITA). 

Punkte gab es für die Schweizer Formel-4-Piloten in Italien. Beim vierten Lauf zur italienischen Meisterschaft in Mugello fuhr Florentin Hattemer (Trident) im ersten Rennlauf auf Platz 6. Im zweiten Vorlauf wurde er Zehnter, im Finale 19. Levi Arn (Jenzer Motorsport) belegte die Plätze 22, 9 und 14. Andreas Lo Bue (Maffi Racing) verpasste nach den Rängen 23 und 25 das Finale. Bester Jenzer-Pilot war Bader Al-Sulaiti. Der junge Katari wurde im dritten Vorlauf Zweiter, im Finale Siebter. Der Deutsche Elia Weiss (ebenfalls bei Jenzer unter Vertrag) stand zwei Mal auf Pole-Position, konnte diese gute Ausgangslage aber nicht nützen und schied in beiden Rennen aus.

Auch Red-Bull-Juniorin Chiara Bättig stand am Wochenende in der britischen Formel 4 im Einsatz. Beim sechsten Aufeinandertreffen in Thruxton (GBR) erzielte sie die Ränge 13, 8 und 9.

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28.07.2026 Nachruf Roland Salomon
Roland Salomon Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roland Salomon, 1935–2026

Insgesamt feierte Roland Salomon 15 Meistertitel mit schnellen Fahrzeugen. Elf davon allerdings in jungen Jahren als begeisterter Lenker von Speed Model Cars. Drei Mal schaffte es Salomon in seiner Klasse zum Europameister, zwei Mal zum Weltmeister. Erst 1963 sattelte der Berner Unternehmer dann auf vier grosse Räder um, angefangen mit einem bei den Rennwagen eingeteilten, weil abartig gestrippten Citroën 2CV. Danach folgten ein «frisierter» (wie man damals sagte) Ford Anglia und bald schon der erste Rennwagen. Schon in der Formel 3 (mit 1000 cm3) war Salomon für manchen Profi ein harter Brocken. Mit Clay Regazzoni und Jürg Dubler gewann er 1968 den in Hockenheim ausgetragenen Nationen-Europacup für die Schweiz.

Seine grössten Erfolge erzielte Salomon zum Ende der 1960er- und Beginn der 1970er-Jahre in der Schweizer Meisterschaft. 1969 sicherte er sich mit dem Tecno F3 den ersten SM-Titel bei den Rennwagen. 1970 gewann Salomon mit dem Tecno F2 1600 die Coupe der Schweizer Berge, den Vorläufer der heutigen Bergmeisterschaft. Der Wechsel in die Formel-2-Klasse zahlte sich allerdings erst 1973 mit dem zweiten SM-Titel aus, nun am Steuer eines neuen March-BMW 732 und mit bereits graumelierten Haaren. Im Jahr darauf feierte er in der damals aus Rundstrecken- und Bergrennen bestehenden Meisterschaft mit demselben Auto die erfolgreiche Titelverteidigung, auch gelangen ihm einige Achtungsergebnisse in der umkämpften Formel-2-EM, worauf sich Salomon eine einjährige Auszeit vom Rennsport nahm.

1976 kehrte der langjährige Präsident des legendären SAR (Schweizer Autorennsportclub) unter dem Pseudonym «Ruby» mit einem Modus Formula Atlantic auf die Rennstrecken zurück. Mit der Konstruktion des Schweizers Jo Marquard fuhr Salomon wundersame Zeiten, sodass die Identität von «Ruby» rasch bekannt war. Das legendäre Motorsportmagazin «powerslide» fand damals, dass er wohl noch nie so gut gefahren sei wie in jenem Jahr als bereits 41-Jähriger. Obwohl Salomon nach dem vierten SM-Titel eigentlich wieder zurücktrat, liess er sich 1978 zur Teilnahme am neuen Schweizer Renault-5-Pokal überreden – ein Intermezzo, das ein unrühmliches Ende seiner ansonsten erfolgreichen Karriere nahm und ihm die Erkenntnis brachte, dass ihm solche Strassenautos wirklich nicht als Rennfahrzeug taugten.

Sportlich verschob Salomon seine Interessen auf den Cresta Run von St. Moritz, wo er sich bis zum Erreichen des 80. Lebensjahres waghalsig im Skeleton den Eiskanal hinabstürzte. Viel Spass machte ihm hier vor allem die Geselligkeit am Rande der Piste, sprich im Dracula Club. Gesellig, nur nicht mehr so oft und ruhiger, mochte es der flotte Senior auch danach. Und so feierte der Genussmensch im Februar 2025 an seinem 90. Geburtstag im Kreise seiner Familie und vieler Freunde in einem Berner Gastrokeller die erfolgreiche Zielankunft im letzten Jahrzehnt seines abwechslungsreichen und oftmals abenteuerlichen Lebens. Am vergangenen Samstag stürzte er zu Hause im Heim in Frauenkappelen im Badezimmer und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, denen er wenig später erlag. Roland Salomon hinterlässt Gattin Denise, die er schon sehr lange kannte und 2017 ehelichte, Stieftochter Alannah und seine Tochter Eliane aus der ersten Ehe.

Text: Peter Wyss

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27.07.2026 Bergrennen Ayent-Anzère: Faustini und Bollhalder die grossen Sieger
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Im Trockenen unschlagbar: Tagessieger Robin Faustini © Eichenberger

Nach dem ersten Lauf im Nassen roch es beim Bergrennen Ayent-Anzère nach einer Sensation. Doch mit zwei blitzsauberen Läufen im Trockenen stellte Robin Faustini die Heckordnung wieder her. Den Sieg bei den Tourenwagen holte souverän Hermann Bollhalder. 

Der eine oder andere Fahrer hätte gestern nichts dagegen gehabt, wenn es auch am Nachmittag geregnet hätte. Allen voran Lokalmatador Victor Darbellay in seinem 2-Liter-Nova-Proto. Der kommende Woche 31 Jahre alt werdende Walliser hatte im ersten Rennlauf beim Bergrennen Ayent-Anzère die Konkurrenz mit einer Zeit von 1:38,691 min sprichwörtlich nass gemacht. Selbst der zweimalige Schweizer Berg-Meister Robin Faustini musste sich mit 2,6 Sekunden Rückstand auf Darbellay klar geschlagen geben. Aber nicht nur Darbellay hatte nach dem ersten Durchgang ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Auch Kantonskollege Lionel Ryter wuchs im Regen (und Nebel) über sich hinaus, fuhr in seinem «kleinen» Formel Renault die fünfschnellste Zeit und liess sogar einen wie Marcel Steiner im Nova NP01 hinter sich.

Den Walliser Heimsieg gab es bei der 48. Ausgabe des Bergrennens von Ayent nach Anzère am Ende aber doch nicht. Petrus setzte sich zur Freude der Zuschauer gegen 14 Uhr durch und sorgte für den Rest des Rennens für trockene Bedingungen. Dadurch war der Weg an der Spitze frei für Seriensieger Faustini. Doch der hatte gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. Erstens durfte er sich nach dem Ergebnis vom ersten Durchgang keinen Fehler leisten. Zweitens sass ihm mit Rückkehrer Joël Volluz im Norma M20FC ein ganz schneller Fahrer im Nacken. Und drittens haderte der junge Aargauer in den Läufen 2 und 3 mit seinem Emap-Triebwerk. «Ich habe mir Sorgen um den Motor gemacht», sagt Faustini. «Ich hatte ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr die volle Leistung und musste, um zu gewinnen, absolut am Limit fahren.» Mit einer 1:23,9 und einer 1:23,4 min sicherte sich Faustini seinen 19. Gesamtsieg in Serie. Volluz konnte ihm im letzten Lauf mit einer Zeit von 1:24,9 min nicht mehr ganz Paroli bieten, war mit Platz 2 aber dennoch zufrieden. «Die letzten paar Tage waren sehr streng. Ich habe den Motor auf den letzten Drücker bekommen. Im dritten Lauf habe ich leider zwei kleine Fehler eingebaut. Aber ich bin sehr glücklich mit diesem zweiten Platz.» Und Darbellay? Der Mann des ersten Laufes konnte trotz einem neuen 2-Liter-Klassenrekord nichts gegen die stärkeren 3-Liter-Autos ausrichten, stellte mit Rang 3 aber einmal mehr seine Klasse unter Beweis. In der Addition der beiden schnellsten Zeiten fehlten Darbellay nur sechs Zehntelsekunden auf Volluz.

Ryter Darbellay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Im Nassen eine Klasse für sich: Lionel Ryter und Victor Darbellay © Eichenberger

Wenngleich noch nicht zufrieden gelang auch dem Viertplatzierten Steiner in den Läufen 2 und 3 eine Steigerung. Zwar fehlten 2,6 Sekunden aufs Podest. Aber nach Kopfschütteln im Regen hellte sich die Miene Steiners am Nachmittag etwas auf. «Im Nassen war ich zu wenig aggressiv. Ich wollte aber auch auf keinen Fall etwas kaputt machen. Dass wir trotz Regen und Verzögerungen drei Rennläufe fahren konnten, hat mich gerettet. Die Läufe 2 und 3 waren einigermassen okay, aber noch fehlt mir das Vertrauen.» Platz 5 im SCRATCH ging an Michel Zemp. Der Luzerner war mit seinen Zeiten zufrieden, «ich war schneller als im Vorjahr. Aber der Abstand auf Victor war etwas zu gross.»

Für Ryter endete sein Heimrennen auf Rang 6. Damit war der junge Walliser einmal mehr der schnellste Formelpilot. Im zweiten Lauf verbesserte er in 1:31,2 min den Klassenrekord von Joël Burgermeister aus dem Jahr 2022 um fast eine Sekunde. Auch die restlichen Top-10-Plätze gingen an Sportwagen- respektive Formelfahrer. Platz 7: Ursanne Salomon (Formel 3), Platz 8: Jean-Jacques Maitre (Nova NP01), Platz 9 : Roland Bossy (Formel 3), Platz 10: Fabrice Jolidon (Osella PA20S). Bemerkenswert ist auch einmal mehr das Ergebnis von Samuel Métroz. Im 998 cm3 kleinen Formel Arcobaleno fuhr auch dieser Walliser einen neuen Klassenrekord. Der alte stammte von keinem Geringeren als Victor Darbellay…

Volluz Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rückkehrer Joël Volluz wurde in Anzère Zweiter © Eichenberger

Bei den Tourenwagen stellt sich nach turbulenten Rennen in Anzère die Frage: Wo anfangen? Favorit auf den Tagessieg im Wallis war eigentlich Roger Schnellmann. Doch dessen Mitsubishi Evo 8 bereitete ihm zum dritten Mal (nach La Roche und Reitnau) Kopfzerbrechen. Schon am Samstagabend musste der Schwyzer eine improvisierte Antriebswelle einbauen. Diese hielt den Strapazen jedoch nicht stand – nach dem ersten Rennlauf war für Schnellmann abermals Feierabend. Auch der Leader im Gesamtklassement, Bruno Sawatzki, verliess Anzère mit null Punkten. Der Rheintaler kam im schnellen Bergaufstück beim «Bus-Stop» vom rechten Weg ab und musste seinen Porsche schwer angeschlagen einpacken. Der Tourenwagenmeister von 2023 und 2024 ist damit die Führung in der Meisterschaft los. «Es war mein Fehler», meinte Sawatzki ohne Umschweife. «Ich war an der Stelle im Nassen einen Tick zu schnell.»

In die Bresche sprang, wie schon in der Vorschau angekündigt, Hermann Bollhalder. Der Wattwiler wuchs in Anzère (wie schon 2025) über sich hinaus und fuhr als einziger Fahrer mit Dach überm Kopf zwei Mal unter 1:40 min. Damit sicherte sich der Opel-Speedster-Pilot seinen ersten nationalen Tourenwagen-Tagessieg. Obendrauf liess er sich in 1:38,944 min noch einen neuen Klassenrekord notieren – Respekt! Zweitschnellster in der E1 war Remo Fischer. Der Feuer spuckende Gabat-Escort belegte im SCRATCH (zwei Positionen hinter Bollhalder) Rang 13. Fischer verpasste die 1:40er-Marke um knapp eine Zehntelsekunde. Auch Ludovic Monnier glänzte mit seinem VW Golf. Wie Bollhalder fuhr auch er einen neuen Klassenrekord und sicherte sich in der E1 bis 2 Liter den Sieg vor Sébastien Coquoz (Opel Kadett) und Fabien Houlmann (Peugeot 205). 

Neuer Leader in der TW-Meisterschaft ist Stephan Burri, der im VW Scirocco die Gruppe Interswiss mit einem souveränen Vorsprung auf Arnaud Donzé (VW Golf) gewann. Auch hier sah die Reihenfolge nach dem ersten Lauf im Regen noch anders aus. Schnellster auf nassem Geläuf war Dominic von Rotz in seinem vierradangetriebenen Audi A4. Bei trockenen Bedingungen drehte Burri den Spiess dann aber zu seinen Gunsten um. Den eigenen Klassenrekord verpasste er in 1:42,895 min um acht Zehntelsekunden. Mit einem weiteren Gruppensieg in der TCR hat auch der schnelle Sergio Kuhn mit seinem Peugeot 308 seine Meisterschaftsambitionen weiter aufrecht erhalten. Nur drei Punkte trennen den 32-Jährigen aus Pfäffikon (ZH) von Burri.

Bollhalder Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hermann Bollhalder – schnellster Tourenwagenfahrer © Eichenberger

Auch im Schweizer Berg-Pokal (für Tourenwagen bis 2 Liter) hat Anzère aus vier Anwärtern zwei gemacht. Weiter ohne Verlustpunkte in Führung liegen Monnier und Burri. Dritter ist neu Hans-Peter Eller (Opel Kadett). Auf Platz 4 abgerutscht ist Andreas Helm im VW Polo. Zwar siegte er in der IS bis 1,4 Liter abermals, hatte aber nur drei Gegner, wodurch er nur halbe Punkte bekam. Einen bitteren Nuller gab es für Thomas Zürcher. Nach dem ersten Lauf lag der neunmalige Renault-Classic-Cup-Gewinner noch vorne. Im zweiten Rennlauf verunfallte auch er, wodurch er im Berg-Pokal auf Rang 6 abrutschte. Den Sieg im RCC sicherte sich Beat Rohr.

Bei den Junioren liegt Alessandro Grispino nach einem weiteren Klassensieg in Führung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen ihm die BMW-Piloten Steven Chiquita und Hugo Mascaro.

Alle Klassensieger in Anzère entnehmen Sie der Übersicht: Patric Kuster (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 3500 cm3), Frédéric Fleury (Martini MK52, Gr. H Monoplace), Valentin Nicolet (Citroën Saxo VTS, Gr. H bis 1600 cm3), Luca Moinat (Opel Kadett, Gr. H bis 2000 cm3), Alain Pfefferlé (Porsche 911 RSR, Gr. H bis 3000 cm3), Joël Pitteloud (Opel Astra, Gr. H Classic bis 2000 cm3), Vincent Gabbud (Honda Integra, N/ISN/R1), Jonathan Droz (Peugeot 208, A/ISA/R2/R3 bis 1600 cm3), Alessandro Grispino (Renault Clio, A/ISA/R2/R3 bis 2000 cm3), Xavier Craviolini (Renault Clio, RC3), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Gr. N), Ramon Hänggi (Citroën Saxo VTS, PSA Gr. A), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC), Beat Rohr (Renault Clio 3, RCC), Vincent Regard (Suzuki Swift GTI, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Julien Lonfat (Mitsubishi Colt Evo, E1 bis 3500 cm3), Remo Fischer (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Xavier Vermeille (Norma M20F, CN bis 2000 cm3), Vincent Caro (TracKing RC01B, E2 Silhouette), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3-T318, E2-SS bis 3000 cm3),Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1000 cm3), Victor Darbellay (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

In der REGionalen Klasse entschied in Anzère ein Wimpernschlag über die absolute Tagesbestzeit. Diese ging an Mattia Stacci auf BMW M3 E30. In der Addition der beiden Rennläufe war er vier Tausendstelsekunden schneller als Patrick Jakober im VW Golf. Die drittschnellste Zeit fuhr Michael Meneghel, ebenfalls auf VW Golf.

Und so geht es weiter:
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Burri Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Stephan Burri führt bei den Tourenwagen und im Berg-Pokal © Cornevaux

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24.07.2026 ASS erhält das FIA 1-Star-Umweltzertifikat
FIA DEFLOGO Environmental Accreditation RGB NEG 1 Star Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Das Zertifikat ist die Einstiegsstufe des FIA Environmental Accreditation Programme. Es wird vergeben, wenn ein Verband eine offizielle Umweltpolitik vorlegt, seine ökologischen Auswirkungen misst und erste Massnahmen zur Emissions- und Abfallreduktion plant. Das Zertifikat hilft bei der Erfüllung der zunehmend strengeren FIA-Richtlinien für den Motorsport. Es dient ebenfalls als offizieller Nachweis nachhaltigen Handelns gegenüber Behörden und Sponsoren.

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24.07.2026 «Petit Susten» beim Bergrennen Les Rangiers geöffnet
Petit Susten Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wieder zugänglich: Der «Petit Susten» beim Bergrennen Les Rangiers © Wyss

Der «Petit Susten» wird für die Öffentlichkeit anlässlich des 81. Internationalen Bergrennens St-Ursanne – Les Rangiers geöffnet.

Gute Nachrichten aus St. Ursanne: Der beliebte Zuschauerbereich «Petit Susten» ist dieses Jahr bei 81. Ausgabe des Bergrennens von Saint Ursanne nach Les Rangiers (15./16. August) wieder für Zuschauer geöffnet.

Um diesen aussergewöhnlichen Zuschauerbereich auch in Zukunft nutzen zu können, bitten wir alle Besucher, die folgenden Regeln einzuhalten:

Der Zugang erfolgt ausschliesslich über die ausgeschilderte Wegführung. Bitte bleiben Sie innerhalb des gekennzeichneten Zuschauerbereichs und respektieren Sie die Natur sowie das Grundstück. Offenes Feuer und Rauchen sind untersagt. Erdarbeiten, Grabungen sowie das Beschneiden von Bäumen oder Sträuchern sind nicht erlaubt. Bitte hinterlassen Sie das Gelände sauber und entsorgen Sie Ihren Abfall an den dafür vorgesehenen Stellen.

Auf dem Gelände des Petit Susten befindet sich kein Verpflegungsstand. Verpflegungsmöglichkeiten stehen jederzeit in der Fahrerlager-Kantine bei Les Malettes sowie in der Ziel-Kantine zur Verfügung.

Die ASA St-Ursanne – Les Rangiers bedankt sich herzlich beim Grundstückseigentümer für sein Entgegenkommen und freut sich darauf, zahlreiche Besucher an diesem aussergewöhnlichen Aussichtspunkt begrüssen zu dürfen.

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23.07.2026 OK-Junior Fricker: Sprintsieg in Polen
Dilan Roman Fricker Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roman Dilan Fricker fuhr sein erstes internationales Rennen © Eichenberger

In der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat Roman Dilan Fricker unlängst mit einem «Grand Slam» geglänzt. International hat er bei der Arrive&Drive-Worlcup-Ausscheidung in Polen wertvolle Erfahrungen gesammelt.

In der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat Roman Dilan Fricker (11) zuletzt in 7 Laghi einen «Grand Slam» (Pole-Position, drei Laufsiege und schnellste Rennrunde) eingefahren. Damit hat der Berner bis auf einen Punkt an den Führenden bei den Junioren, Alejandro Campos, aufgeschlossen. Bei noch zwei ausstehenden Rennen (Cremona und Wohlen) hat er also alle Trümpfe in der Hand, mit seinem Team Swiss Hutless Racing Schweizer OK-Junior-Meister 2026 zu werden.

Parallel zur Schweizer Meisterschaft und zur VEGA Trofeo, in der Fricker zurzeit auf Rang 3 liegt, hat der Nachwuchsfahrer aus Büren zum Hof an der Arrive&Drive-Worldcup-Ausscheidung in Slomczyn (POL) südlich von Warschau teilgenommen. Für Fricker, der 2025 bei den Super Minis in der Kart-SM debütierte, war es das erste internationale Kartrennen. Seine Bilanz: «Wir hatten beides – gute und schlechte Sessions. Aber unterm Strich darf ich zufrieden sein. Vor allem habe ich viel dazugelernt.»

Eine ihm unbekannte Strecke, wechselhafte Wetterbedingungen und ein neues Chassis (OTK statt Birel) machten die Aufgabe für Fricker nicht leicht. Trotzdem gewann er am Samstag von Startplatz 9 das Sprintrennen. Im Finale lief es Roman dann nicht nach Plan. Von Startplatz 13 aus wurde er 15. und verpasste somit die Qualifikation für das WM-Finale in Malaysia. «Der Motor ist nicht sauber gelaufen», sagt Fricker. «Ich habe noch versucht mit der Hand den Luftfilter zu beeinflussen, aber auch das nichts gebracht.» 

Neben Fricker war mit Lorenzo Zucchetto ein weiterer Schweizer Nachwuchsfahrer am Start. Der junge Zürcher belegte im Finale Platz 8. Der Sieg ging an den Polen Maksymilian Piatek.

Zum Arrive&Drive-Konzept: Technische Gleichheit ist ein Eckpfeiler des FIA-Arrive&Drive-Konzepts. Zusätzlich zu der für jeden Fahrer bereitgestellten einheitlichen Ausrüstung wurde beim Rennen in Polen bei jedem Teilnehmenden der Motor im Laufe des Wochenendes mindestens einmal ausgetauscht, um Fairness und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Das Weltfinale findet (wie im Vorjahr) in Malaysia statt. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Neben der europäischen Ausscheidung gibt es auch Quali-Rennen in Südamerika und Asien.   

Dilan Roman Fricker 7 Laghi 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fricker bei seinem souveränen Finalsieg zuletzt in 7 Laghi im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft © Eichenberger

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23.07.2026 PSCS: Lokalmatador gewinnt beide Rennen des GT3 Cup
PSCS Spielberg Start Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Start am Red Bull Ring mit Felix Neuhofer (#28) als Leader © Porsche

Der Porsche Sports Cup Suisse ist auf dem Red Bull Ring mit spannenden Rennen in die zweite Saisonhälfte gestartet. Im GT3 Cup freute sich Lokalmatador Felix Neuhofer über zwei Siege mit dem 911 GT3 Cup. 

Tabellenführer Jack Sherwood erwischte auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring ein gebrauchtes Wochenende: Der Brite hatte in der Steiermark gegen Felix Neuhofer klar das Nachsehen. Der Österreicher strich am Steuer des 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup mit zwei Pole-Positions, jeweils der schnellste Rennrunde und zwei Siegen die Maximalpunktzahl ein. Im ersten Lauf kam Sherwood zwar als Zweiter ins Ziel, kassierte aber zehn Strafsekunden, weil er zu oft die Streckenbegrenzung überschritten hatte. Dies warf ihn auf Rang 3 zurück. Das zweite Rennen musste er von der fünften statt von der zweiten Position aufnehmen, da er neue Reifen benötigte. Der 20-Jährige kämpfte sich zwar auf Platz 3 vor, haderte aber erneut mit den Track Limits. Er wurde als Vierter gewertet. Die Führung in der GT3 Cup-Meisterschaft konnte Sherwood dennoch verteidigen, während Neuhofer an Gregor Burkard vorbei auf Rang 2 vorrückte.

Burkard musste im ersten Lauf eine Nullnummer hinnehmen: Das Rennen des Schweizers war in Runde 7 nach einer Kollision beendet. Bei seinem zweiten Start des Tages katapultierte er sich von der vierten auf die zweite Position und brachte diesen Platz auch sicher über die Ziellinie. Rang 3 fiel am Ende an Peter Hegglin, obwohl der Seegräbener wegen des Kontakts mit Burkard für Lauf 2 auf den zehnten Startplatz versetzt worden war. Rang 5 ging an Simon Mathys vor Jan Klingelnberg und Andreas Marti. Christian Caramuscia hatte den zweiten Lauf von der dritten Startposition aufgenommen, fiel aber in Runde 4 ans Ende des Feldes zurück. Im ersten Rennen hatte sich der Italiener noch als Zweiter feiern lassen. 

Zwei Starts von der Pole-Position, zwei Mal die schnellste Rennrunde und zwei ungefährdete Siege: Kevin Lattion kehrt – wie schon beim Saisonauftakt in Portimão – im GT4 Clubsport mit maximaler Punktzahl aus der Steiermark in die Schweiz zurück. Direkt hinter ihm reihte sich jeweils David Dias ein. Anders als Lattion hat er alle bisherigen Wochenenden der Porsche Sprint Challenge Suisse mit dem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport bestritten und führt damit weiterhin in der Tabelle. In der Gruppe Open GT fuhr Dragos Buriu von der Pole-Position zum Gesamtsieg im ersten Durchgang. Den zweiten Lauf gewann Patrick Dinkeldein.

Gregor Burkard Red Bull Ring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Burkard (l.) und Hegglin (r.) bei der Champagnerdusche © Porsche

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22.07.2026 Vorschau Anzère: Auch ohne Berguerand ein Rennen der Superlative
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jubelt er auch in Anzère? Gesamtleader Robin Faustini © Eichenberger

Am kommenden Wochenende steht mit dem Bergrennen Ayent-Anzère ein Klassiker auf dem Programm. Leider ohne den angemeldeten Eric Berguerand. Der Lokalmatador muss sein Comeback ein weiteres Mal verschieben. 

Die grosse Frage vor der 48. Ausgabe des Bergrennens von Ayent nach Anzère war: Gibt Eric Berguerand (47) sein Comeback oder muss er es ein weiteres Mal verschieben? Die Antwort lautet: Das Rennen findet leider ohne Eric statt. «Der Motor läuft – das ist nicht das Problem. Aber ich konnte das geplante Roll-Out in Frankreich nicht absolvieren. Und ohne diesen Test macht es keinen Sinn. Ich bin seit dem Gurnigel 2023 nicht mehr gefahren. Das wäre zu riskant gewesen. Anzère ist keine Strecke, die man auf die leichte Schulter nehmen kann.» Auf die Frage, ob die Fans Berguerand noch dieses Jahr in Action sehen, meint der siebenmalige Schweizer Berg-Meister: «Ich denke eher nächstes Jahr!» 

Einer, der die Absage von Berguerand bedauert, ist Robin Faustini. Der Leader im Gesamtklassement kann seine Entscheidung aber vollumfänglich nachvollziehen: «Ohne zu testen, ist das zu gefährlich. Der Entscheid, nicht zu fahren, ist vernünftig.» Der 28-jährige Aargauer und sein Nova-Empa NP01 sind in der Schweizer Berg-Meisterschaft zu einer schier unschlagbaren Kombination geworden. Faustini hat (saisonübergreifend) die letzten 18 Rennen gewonnen. Beim Auftakt in Hemberg hatte er in der Addition der beiden schnellsten Läufe 1,34 Sekunden Vorsprung auf Marcel Steiner. In La Roche waren es 4,285 sec auf Victor Darbellay. Und in Reitnau 1,605 sec auf Michel Zemp. Warum sollte seine Serie also ausgerechnet in Anzère reissen? Dort, wo er im Vorjahr den bestehenden Streckenrekord von Berguerand aus dem Jahr 2022 um sagenhafte 1,624 sec unterboten hatte und ihm keiner auch nur annähernd das Wasser reichen konnte. 

Zemp Darbellay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die 2-Liter-Piloten Michel Zemp und Victor Darbellay © Eichenberger

Thomas Amweg, der dieses Jahr eine Pause einlegt, kam Faustini im Vorjahr mit einem Rückstand von 2,9 Sekunden (in der Addition der beiden schnellsten Läufe) am nächsten. Joël Volluz, der in Anzère mit seinem Norma M20 FC ein Comeback feiert, verlor bereits 3,2 sec. Und dem Vierplatzierten Steiner brummte Faustini bereits mehr als vier Sekunden auf. Von den Zwei-Liter-Piloten Darbellay und Zemp ganz zu schweigen. Die waren bei der letzten Ausgabe in Anzère chancenlos, sollten aber dieses Jahr deutlich näher an der Drei-Liter-Konkurrenz sein. «Damit rechne ich auch», sagt Faustini. «Michel und Victor haben in den vergangenen Rennen immer wieder gezeigt, dass man auch mit einem 2-Liter-Motor vorne mitfahren kann. Das sollte eigentlich auch in Anzère möglich sein.» 

Die Ausgangslage bei den Tourenwagen ist auf dem Papier eindeutiger. Ohne «Speedmaster», der am Wochenende beim Bergrennen Hauenstein in Deutschland im Einsatz steht, ist Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo 8 mit Helftec-Power klarer Favorit auf den Tourenwagen-Tagessieg. Wenn ihn sein «Bergmonster» nicht wie zuletzt in Reitnau respektive La Roche im Stich lässt. Denn dann werden die Karten neu gemischt und ein anderer Fahrer mit Dach überm Kopf kommt zum Zug. Einer von ihnen könnte Bruno Sawatzki sein. Der Porsche-Pilot aus dem Rheintal führt die Tourenwagen-Wertung nach drei von acht Rennen an und ist 2023 bei seiner letzten Teilnahme (2024 gab es in Anzère kein Rennen) eine 1:40er-Zeit gefahren. Auch Hermann Bollhalder und sein Opel Speedster gehören zu den Kandidaten auf ein Spitzenergebnis. Der Wattwiler war im Vorjahr zweitschnellster Tourenwagenfahrer hinter dem nach wie vor abwesenden Simon Wüthrich: auch er liess sich eine 1:40er-Zeit notieren.

Und dann ist da noch Ludovic Monnier. Der gebürtige Waadtländer, der in Monthey (VS) lebt, kommt mit seinem von Danny Krieg übernommenen VW Golf Rally immer besser in Fahrt. Krieg fuhr im Vorjahr eine persönliche Bestzeit von 1:41,2 min. Diese Zeit würde Monnier gerne unterbieten. Gelingt ihm das, ist auch er ein heisser Anwärter auf einen Spitzenplatz. Ob’s ganz nach vorne reicht, wird sich zeigen. Vieles hängt von der Zuverlässigkeit des Mitsubishis von Schnellmann ab.

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wenn er hält, ist er Favorit: Roger Schnellmanns Mitsubishi © Eichenberger

Spannend ist auch die Ausgangslage im Schweizer Berg-Pokal. Auch dort liegt Monnier vorne – allerdings punktgleich mit Stephan Burri (VW Scirocco), Andreas Helm (VW Polo) und Thomas Zürcher (Renault Clio). Auch bei den Junioren ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Beim vorletzten Lauf (nach Anzère zählt nur noch Oberhallau zur Junioren-Meisterschaft) führt Alessandro Grispino (Renault Clio) fünf respektive 20 Punkte vor den beiden BMW-E30-Piloten Steven Chiquita und Hugo Mascaro. Bester Formelpilot ist zurzeit Anthony Gurba – dicht gefolgt von Ursanne Salomon, der in Anzère (unabhängig vom Junioren-Championat) nicht nur Lokalmatador Lionel Ryter im Formel Renault, sondern auch seinen Mentor Roland Bossy im Formel-3-Tatuus herausfordern möchte. 

Zur Strecke: Die Strecke von Ayent nach Anzère misst 3,5 Kilometer und ist damit gleich lang wie die von La Roche nach La Berra. Nur die Strecken am Gurnigel und in Les Rangiers sind im aktuellen Kalender länger. Insgesamt müssen 319 Höhenmeter zurückgelegt werden, die durchschnittliche Steigung beträgt 9,1 Prozent. Die Bestmarke in Anzère stammt aus dem Vorjahr und wurde von Robin Faustini in 1:22,61 min (= 152,524 km/h) mit seinem Nova-Emap NP01 aufgestellt. Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit geht auf das Konto von Reto Meisel mit seinem Mercedes SLK 340 in 1:34,86 min.

Der Auftakt in Anzère erfolgt am Samstag, 25. Juli, ab 7.15 Uhr mit den ersten Trainings. Insgesamt stehen drei Trainingsläufe auf der Agenda; der letzte startet um 17 Uhr. Auch am Sonntag stehen drei Läufe (ab 7.15 Uhr) auf dem Programm. Die beiden besten Laufzeiten werden am Ende addiert.

Mehr über das Bergrennen in Anzère, das auch Teil zur Schweizer Junior-Meisterschaft ist, erfahren Sie unter https://www.ayent-anzere.ch/

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.

Helm Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einer von vier Führenden im Berg-Pokal: Andreas Helm © Eichenberger

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21.07.2026 Kein Ersatz für die abgesagte Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise
Rallye du Chablais JB Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die zurzeit Führenden in der Rallye-SM: Lathion/Apothéloz © J.-B. Cornevaux

Die Schweizer Rallye-Meisterschaft wird 2026 aus nur vier Veranstaltungen bestehen. Die abgesagte Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise wird nicht ersetzt.

Nach der Absage der Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise (ursprünglich für den 10./11. Juli 2026 geplant, siehe Link) hat sich das Komitee Rallye umgehend daran gemacht, einen Ersatzlauf zu finden. Es wurden mehrere Optionen geprüft, die jedoch alle aus Gründen des Termins, der Entfernungen und/oder der Art der Rallye verworfen werden mussten.

Das Komitee schlug der Nationalen Sport-Kommission (NSK) deshalb vor, den folgenden Kalender 2026 für die Schweizer Rallye-Meisterschaft, den Schweizer Rallye-Pokal und den Coupe Suisse des Rallyes Historiques VHC (ohne Streichergebnis) zu genehmigen:

27./28. März, Critérium Jurassien
28.–30. Mai, Rallye du Chablais
18./19. September, Rally del Ticino (ohne VHRS)
29.–31. Oktober, Rallye du Valais

Was den Schweizer Cup für historische Rallyes mit sportlicher Gleichmäßigkeitsprüfung (VHRS) betrifft, werden derzeit mehrere Optionen geprüft, und das Komitee Rallye wird der NSK zu gegebener Zeit einen Vorschlag unterbreiten.

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20.07.2026 Meisel verteidigt Führung mit geliehenem Mitsubishi
Reto Meisel Polen 2026 Mitsubishi Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel (l.) mit seinem geliehenen Mitsubishi Evo © Archiv Meisel

Beim siebten Lauf zur Berg-EM in Polen konnte Reto Meisel seine Tabellenführung erfolgreich verteidigen, obwohl seine langanhaltende Siegesserie abriss. Um seine Chancen zu wahren, lieh er sich einen Mitsubishi Evo aus.

Die 5493 Meter lange Strecke von Limanowa ist für seinen rutschigen Belag bekannt. Aus diesem Grund wechselte Reto Meisel vom gewohnten Mercedes SLK 340 auf einen von einem polnischen Team geliehenen Mitsubishi Lancer Evo mit Allradantrieb und um die 1000 Turbo-PS unter der Haube. Keine Frage, dass auch ein erfahrener schneller Mann wie Meisel gewisse Zeit benötigte, um sich an dieses Flügelmonster zu gewöhnen. Zudem war die Strecke an beiden Renntagen feucht und erst im zweiten Rennlauf wirklich trocken. Mit der zweitbesten Zeit aller Tourenwagen verbesserte sich der Aargauer so noch auf den dritten Gesamtrang hinter zwei Polen und den zweiten Platz in der Gruppe 1. 

«Das war schon komplett etwas anderes», gab Meisel zu. «Nach 21 Jahren mit V8-Motoren und Heckantrieb war diese Umstellung alles andere als einfach. Schon geil, vor allem der Start mit Launch Control. Ich denke nicht, dass ich unter diesen Bedingungen mit dem SLK den zweiten Platz erreicht hätte. Diese Erfahrung war es wert, und ich sehe schon 1000 Dinge, die man an dem Monster noch verbessern kann.» Für das Heimrennen im Jura wird Meisel in seinen bewährten Eigenbau zurückkehren, danach schaue er weiter. In der Gruppe 1, der Königsklasse der Kategorie 1, führt Meisel das Zwischenklassement praktisch uneinholbar an, auch in der Performancewertung nach SCRATCH liegt der Schweizer klar voraus. Nur in der EM-Gesamtwertung über alle Gruppen ist ihm der Kroate Matija Jurisic nach dessen vierten Saisonsieg auf einem Peugeot 308 TCR bis auf vier Punkte nahegekommen. 

Den Gesamtsieg holte der Spanier Joseba Iraola Lanzacortavor dem Tschechen Petr Trnka und dem Franzosen Kevin Petit (alle Nova Proto NP01 Emap Turbo). Der zunächst überraschend führende Deutsche Alexander Hin (Nova ProtoNP01 Mader-Cosworth V8) schied im zweiten Rennlauf nach Leitplankenkontakt aus. Sein Teamchef und EM-Leader Christian Merli blieb dem Rennen aus privaten Gründen fern.

Eine Schweizer Erfolgsmeldung gibt es auch aus Frankreich. Beim französischen Bergmeisterschaftslauf in Dunières feierte Guillaume Mathez einen weiteren Klassensieg in der Gruppe VHC. Mit seinem Peugeot 309 GTI liess er vier Klassengegner in der Gruppe A klar hinter sich und war dabei sechstbester VHC-Tourenwagenpilot überhaupt. 

Text: Peter Wyss  

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20.07.2026 Weekend-Report 21/2026
Ricardo Feller Misano 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein weiterer Podestplatz gab es für Ricardo Feller (r.) in Misano © GTWC

Podestplätze und Siege von Schweizer Piloten im GT3-Rennsport sind an der Tagesordnung. Am Wochenende feierten Ricardo Feller in Misano und Alex Fontana in Le Castellet weitere Erfolge. 

Ricardo Feller bleibt im Rennen um die GT-World-Challenge-Krone 2026. Beim zweiten Sprint-Wochenende in Misano (ITA) sicherte sich der gebürtige Aargauer, der inzwischen am Bodensee lebt, mit Rang 2 im ersten Rennen einen weiteren Podestplatz. Im zweiten Durchgang belegte der Porsche-Pilot mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus Rang 20. In der Meisterschaft liegt Feller auf Rang 3. Die neuen Spitzenreiter heissen Kelvin van der Linde/Charles Weerts, die in Misano gleich beide Rennen gewannen. Für Patric Niederhauser (Lamborghini) endeten die Rennen in Italien auf den Plätzen 11 und 26. Das Duo Ben Green/Thierry Vermeulen landete als bestes Emil-Frey-Duo auf den Rängen 4 und 5. Felix Hirsiger (Ferrari) belegte im Silber-Cup die Plätze 8 und 6.

Grund zum Jubeln gab es auch für Alex Fontana. Der Tessiner sicherte sich beim fünften Lauf zur GT Open in Le Castellet (FRA) bereits seinen dritten Saisonsieg. Auch im zweiten Lauf stand Fontana als Dritter auf dem Podium. Mit einem Rennen weniger liegt der Porsche-Pilot aus dem Team ZRS Motorsport auf dem dritten Zwischenrang. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 22 Punkte – Fontanas Chancen auf den Titel sind also absolut intakt. Auch das Mercedes-Duo Yannick Mettler/Dexter Müller stand einmal mehr auf dem Podium – diesmal auf Platz 3 im zweiten Rennen der ProAM-Wertung. In derselben Klasse belegte Alexander Fach jr. beim Rennen in Südfrankreich die Plätze 4 und 6.

Das aus drei Rennwochenenden bestehende Euro-4-Championship hat am Wochenende sein zweites Rennen in Le Castellet absolviert. Mit dabei auch die beiden Schweizer Florentin Hattemer (Trident) und Georgiy Zasov (Prema). Hattemer belegte die Plätze 18, 10 und 15 und sicherte sich so seine ersten Punkte. Zasov blieb auf seinen zwei Punkten, die er beim ersten Rennen in Vallelunga holte sitzen und musste sich mit den Rängen 24, 26 und 22 zufrieden geben.

Alex Fontana Le Castellet 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana feierte bereits seinen dritten Saisonsieg © GT Open

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16.07.2026 LKM Racing: Auf Anhieb erfolgreich
Michael Hyvernaud LKM Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
LKM-Chef Michaël Hyvernaud (links) mit seinem Mechaniker Romain in der Werkstatt in Saint-Auby © Eichenberger

LKM zählt in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft zu den Teams, die ganz vorne mitfahren. An Erfahrung mangelt es Teamchef Michaël Hyvernaud nicht. Seit 40 Jahren ist er im Kartsport daheim. 

Wer sein eigenes Kart-Team gründet und im zweiten Jahr schon die französische Kart-Meisterschaft gewinnt, der hat definitiv etwas auf dem Kasten. Michaël Hyvernaud (48) ist das mit seiner Mannschaft LKM Racing 2018 gelungen. Der gebürtige Franzose, der seit 16 Jahren in der Schweiz lebt, hatte 2017 bei Null angefangen. Erfahrung hatte er zuvor schon reichlich gesammelt – sei es als Fahrer (Hyvernaud schaffte es in Frankreich sogar zum Werksfahrer), Mechaniker oder Coach. «Ursprünglich wollte ich Motocross-Fahrer werden», sagt der LKM-Chef. «Aber meine Eltern machten sich Sorgen um meine Gesundheit – vor allem um Verletzungen an der Wirbelsäule. Also haben sie mir ein Kart gekauft.»

Nicht nur in Frankreich, auch in der Schweiz war Hyvernaud auf Anhieb erfolgreich. Mit Kilian Streit, der 2022 Schweizer Kart-Meister wurde, gewann LKM im ersten Jahr die VEGA Trofeo in der X30. Einen Erfolg, den man 2022 mit Valentin Senes, 2024 mit Nathan Jolliet und 2025 mit Alexis Genolet wiederholen konnte. Genolet fährt auch dieses Jahr für LKM. Neben der Schweizer Meisterschaft bestreitet der Genfer zahlreiche internationale Rennen als LKM-Pilot. Mitunter vertritt er die Schweiz auch in der FIA Academy Trophy. Hyvernaud hält grosse Stücke auf ihn. «Alexis ist nicht nur einer der besten Nachwuchsfahrer der Schweiz, er ist auch Teil der Familie.»

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Einer der LKM-Piloten: der Fribourger Bastien Nobs © Eichenberger

Bis vor Kurzem hat Hyvernaud neben seinem Kart-Team noch 80 Prozent gearbeitet, um den Rennstall überhaupt finanzieren zu können. Inzwischen ist er vollzeit-beschäftigt. Der Zwei-Mann-Betrieb (mit Mechaniker Romain) operiert aus dem Fribourgischen Saint-Auby. Dort werden nicht nur die Chassis vorbereitet, «ich kümmre mich auch selber um die Motoren», so Hyvernaud. Wobei er betont, dass er sich alles selber beigebracht hat. «Der Kartsport ist ein Self-Made-Business. Du testest etwas, es geht kaputt, du machst es nochmal, beim zweiten Mal etwas anders – und dabei lernst du, warum Dinge funktionieren oder eben nicht.»

Dem Zufall überlässt Hyvernaud nichts. Der drahtige Franzose, der von seiner Figur her problemlos auch Marathonläufer sein könnte, gilt als akribischer Arbeiter. Nur einmal, als er den Firmennamen ins Handelsregister eintragen liess, kam er ins Grübeln. «Ich hatte keine Ahnung, wie meine Firma heissen sollte», lacht Hyvernaud. «Ganz spontan fiel mir die Abkürzung LKM ein – für Li Karting Motors, dem Vorname meines Sohnes…» 

Zur Info: Dieser Text wurde bereits im Programmheft der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi veröffentlicht.  

Alexis Genolet 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Teil der LKM-Familie ist auch der Genfer Alexis Genolet © Eichenberger

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15.07.2026 Berguerand plant Start in Anzère
Berguerand Anzere 2026 Vorschau Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Darf sich Anzère auf Eric Berguerand freuen? © Eichenberger

Es könnte das Comeback des Jahres werden! Wenn alles klappt, wird Eric Berguerand (47) am 25./26. Juli beim Bergrennen von Ayent nach Anzère mit seinem schwarzen Lola FA99 endlich wieder am Start stehen.

Eric Berguerand kommt wie angekündigt zurück. Bei seinem Heimrennen von Ayent nach Anzère will der 47-jährige Walliser am letzten Juli-Wochenende sein Comeback in der Schweizer Berg-Meisterschaft geben. Nach 1049 Tagen kehrt damit der schwarze Lola FA99 zurück – sehr zur Freude der Fans. Berguerand hat schon mehr als einen Anlauf genommen, um nochmals am Berg Gas geben zu können. Doch sein Cosworth-Motor hat ihn immer wieder im Stich gelassen. «Ich habe ihn eingebaut, wieder ausgebaut, zum Tuner gebracht – immer dasselbe Spiel. Beim letzten Versuch hat er endlich funktioniert.» Noch ist Berguerands Start nicht zu 100% in Stein gemeisselt. «Ich werde Anfang nächster Woche noch ein Roll-Out machen», sagt Berguerand. «Dann wird sich zeigen, ob ich in Anzère tatsächlich am Start stehe oder nicht.»

Berguerands letzter Einsatz in der Schweizer Berg-Meisterschaft geht auf das Bergrennen am Gurnigel von 2023 zurück. Damals hatte ihn der erst gerade frisch revidierte V8 nach den beiden ersten Läufen im Stich gelassen. «Der Motor hatte damals schon im Training komische Geräusche von sich gegeben», erzählt Berguerand. Bei einer genaueren Analyse stellte sich heraus, dass es ein Problem an den Kolben gab. «Ich verlor Öl und hatte kaum mehr Leistung.»

Berguerand Anzere Vorschau 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Berguerand bei seinem vorerst letzten Einsatz am Gurnigel 2023 © Eichenberger

Nachdem er Marcel Steiner zu dessen sechstem Berg-Titel gratuliert hatte, packte Berguerand damals seine sieben Sachen zusammen. Seither ist die «Black Mamba» nicht mehr zum Einsatz gekommen. Am 25./26. Juli soll das mit zahlreichen Formel-1-Teilen aufgemotzte Formel-3000-Auto endlich wieder am Start stehen. «Ich bin da, um Spass zu haben», betont der siebenmalige Schweizer Berg-Meister Berguerand. «Wenn ich sehe, was die Konkurrenz mit den Turbo-Motoren für Zeiten fährt, will ich mir gar keinen Druck machen.»

Dass Berguerand niemandem mehr etwas beweisen muss, ist klar. Trotzdem (und immer vorausgesetzt das Roll-Out verläuft positiv) sind wir wohl alle gespannt wie ein Flitzebogen, welche Zeiten der Routinier fahren kann. 2023 hat er bei seinem letzten Anzère-Ritt eine 1:24,876 min in den Asphalt gestanzt. Im Vorjahr fuhr Robin Faustini mit seinem Nova Proto in 1:22,616 min einen neuen Streckenrekord bei der Walliser Traditionsveranstaltung. Diese freut sich jetzt schon über den prominenten Rückkehrer. Aber eben: Noch ist nicht aller Tage Abend.

Mehr zum Bergrennen von Ayent nach Anzère erfahren Sie nächste Woche auf motorsport.ch.

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Eric Berguerand: «Ich bin da, um Spass zu haben!» © Eichenberger

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14.07.2026 autobau SKM: Video aus 7 Laghi ist online!

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat am Wochenende auf der Kartpiste in 7 Laghi ihren vierten Lauf der Saison 2026 ausgetragen. Die Zusammenfassung ist ab sofort online! Klicken Sie aufs Bild – und los geht's!

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14.07.2026 Darbellay nur von Petit geschlagen
Kevin Petit Victor Darbellay 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay (rechts) mit La-Broque-Sieger Kevin Petit © zVg

Victor Darbellay hat beim Bergrennen La Broque (FRA) erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Nur Lokalmatador Kevin Petit war schneller als der Walliser.

Die kurze Sommerpause bis zum nächsten SM-Lauf am 25./26. Juli in Anzère nutzten ein paar Schweizer mit der Teilnahme am Bergrennen La Broque westlich zwischen Colmar und Strassburg im grenznahen Elsass. Das zum Championnat de France de la Montagne 2ème Division zählende Rennen dominierte Lokalmatador Kevin Petit mit seinem Nova Proto NP01 Emap Turbo, mit dem er ansonsten in der Berg-EM an den Start geht.

Zweitschnellster Mann an den beiden Renntagen, an denen die beste Zeit aus drei Läufen zählte, war Victor Darbellay mit seinem Nova Proto NP01 mit Hartley-Turbomotor. Mit Bestzeiten von knapp unter einer Minute verlor der Walliser in seinem besten Lauf am Samstag nur 1,34 und am Sonntag 1,69 Sekunden auf Petit. Gesamtdritter wurde der oft beim Schweizer EM-Lauf in Saint-Ursanne startende Samy Guth im Nova Proto NP01 Mugen V8. Der Jurassier Roland Bossy startete mit seinem Tatuus F318 T nur am Samstag und belegte als Klassenzweiter den zehnten Gesamtrang unter 74 Teilnehmern.

In der separaten Trophée des Nations (17 Fahrer) holte Hervé Villoz im Dallara F302 hinter drei Sportwagen den vierten Platz, Alain Mathey war als Zehnter im Opel Kadett der Viertschnellste in der Gruppe E1.

Text: Peter Wyss

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14.07.2026 Weekend-Report 20/2026
Raffaele Marciello Sao Paulo 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Raffaele Marciello (links) gewann sein erstes WEC-Rennen © BMW

Ein Wochenende – drei Sieger. Aus Schweizer Sicht war das vergangene Weekend ein voller Erfolg. Für Raffaele Marciello hat sich der Einsatz beim WEC-Rennen in São Paulo besonders gelohnt. Im 20. Rennen für BMW gewann der gebürtige Zürcher zum ersten Mal! 

Seit 2024 ist Raffaele Marciello mit BMW in der Langstrecken-WM unterwegs. Sein bisher bestes Ergebnis waren die zweiten Plätze in Fuji (2024) und Spa-Francorchamps (2026). Nun, im 20. Anlauf, hat es für den Tessiner endlich zum ersten Sieg gereicht. Beim 6-Stunden-Rennen von Sâo Paulo (BRA) gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen mit Kevin Magnussen und Dries Vanthoor sein erstes WEC-Rennen auf dem BMW M Hybrid V8 mit der #15. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», meint Marciello. «Vor drei Jahren haben wir ganz unten angefangen, und nun läuft es in diesem Jahr für uns mit der Startnummer 15, für die Startnummer 20, die bei Halbzeit der WM in Führung liegt, und für BMW M Motorsport sehr gut. Deshalb können wir sehr zufrieden sein.»

Weniger zufrieden war Sébastien Buemi. Der Waadtländer im Dienste von Toyota Gazoo Racing wurde beim vierten von acht Rennen 17. «Das ist ganz klar nicht das Ergebnis, auf das wir gehofft hatten», sagt Buemi. «Wir wussten schon nach dem Qualifying, dass es nicht einfach werden würde, aber wir hatten die Hoffnung, ordentliche Punkte zu holen, und es lief zunächst auch recht gut. Doch eine Berührung hat unser Rennen im Grunde genommen beendet. Danach konnten wir nichts mehr ausrichten.» In der Meisterschaft ist Buemi bei Halbzeit auf Rang 5 abgerutscht. Marciello liegt sechs Punkte dahinter auf Position 6.

Felix Hirsiger Nuerburgring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felix Hirsiger ist wieder Gesamtleader im ADAC GT Masters © ADAC

Ebenfalls ganz oben stand am vergangenen Wochenende Philip Ellis. Der Zuger gewann in Mosport (CDN) sein zweites Rennen in diesem Jahr. Zusammen mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Russell Ward sicherte sich Mercedes-Pilot Ellis den Triumph in der GTD-Klasse. In der Meisterschaft liegt der ehemalige DTM-Pilot nach sechs von zehn Rennen auf dem vierten Platz.

Mit seinem dritten Saisonsieg hat Felix Hirsiger im ADAC GT Masters wieder die Leaderposition übernommen. Der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner hat am Nürburgring (GER) zusammen mit seinem deutschen Teamkollegen Finn Zulauf im ersten Durchgang von der Pole-Position aus gewonnen. Im zweiten Rennen kam das Lamborghini-Duo nicht richtig in die Gänge und landete auf Rang 9.

Auch Chiara Bättig stand am Wochenende wieder in ihrer angestammten Meisterschaft im Einsatz. Beim fünften Lauf zur Britischen Formel 4 in Zandvoort (NED) musste sie sich mit den Plätzen 16, 15 und 14 zufrieden geben. Bei Halbzeit liegt die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin mit 41 Punkten auf Rang 13. Es führt der Belgier Dries van Langendonck mit 179 Zählern.

Zum Kartsport: Auch dort gab es aus Schweizer Sicht eine Erfolgsmeldung. Zoltan Coigny stand beim dritten Lauf zur Champions of the Future Academy in Viterbo (ITA) in der Kat. OK-N in beiden Finalläufen auf dem Podium – einmal als Zweiter, einmal als Dritter. Bei den Senioren verpasste Elias Lehmann einen Podestplatz als Fünfter knapp.

Zoltan Coigny Cot F 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny (links) stand am Wochenende bei der Champions of the Future Academy in Viterbo zwei Mal auf dem Podium © Archiv Coigny

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13.07.2026 autobau SKM 7 Laghi: «Grand Slam» für Fricker
Team Swiss Hutless Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dilan Roman Fricker (Mitte) mit seinem Swiss-Hutless-Team © Eichenberger

Die grossen Gewinner des vierten Laufs zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen 7 Laghi heissen Dilan Roman Fricker, Kilian Boss sowie Joy und Dan Allemann.

Es war heiss, sehr heiss. Der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 in 7 Laghi verlangte von allen Akteuren das Maximum ab. Einer, der in der Hitze einen kühlen Kopf bewahrte, war Dilan Roman Fricker in der Kategorie OK Junior. Der Elfjährige aus Büren zum Hof bei Fraubrunnen im Kanton Bern hatte schon beim vorletzten Rennen in Levier einen starken Eindruck hinterlassen. In 7 Laghi konnte ihm am Wochenende keiner das Wasser reichen. Fricker sicherte sich nicht nur die Pole-Position (zwei Zusatzpunkte), der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless Racing gewann beide Vorläufe souverän vor MH-Pilot Cyrill Sarkar. Und auch im Finale setzte sich Fricker vom Start weg in Führung und liess nichts anbrennen. Dank der schnellsten Rennrunde (drei Extrapunkte) holte Fricker als einziger Fahrer am Wochenende das Punktemaximum. Eine Erklärung für seine zuletzt sehr starken Auftritte hat der junge Berner nicht. «Ich mache eigentlich nichts anders als bisher. Aber es passt einfach alles zusammen und ich bin im Kopf völlig frei. Das hilft sicher.» Hinter Fricker und Sarkar sicherte sich Spirit-Pilot Aaron Buhofer in allen drei Rennen Rang 3. Der bisher führende Alejandro Campos kam in 7 Laghi nicht auf Touren. Mit zwei vierten Plätzen und einem fünften Rang im Finale war er unter Wert geschlagen. «Wir hatten ein Problem mit den Reifen», meinte «Le petit rebelle». In der Gesamtwertung hat Fricker bis auf einen Punkt zu Campos aufgeschlossen. Das verspricht für die restlichen zwei Rennen in Cremona (23. August) und Wohlen (6. Oktober) Hochspannung.

X30 Allemann vor Genolet Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dan Allemann setzte sich in der X30 gegen Alexis Genolet durch © Eichenberger

Knapp am Punktemaximum vorbeigeschrammt ist Dan Allemann. Der 14-jährige Spirit-Fahrer musste den Versuch, in der X30 Challenge Switzerland einen «Grand Slam» herauszufahren, aber schon nach dem Qualifying abschreiben. 27 Tausendstelsekunden fehlten Allemann auf die Bestzeit von LKM-Pilot Alexis Genolet. Der Genfer war auch danach in allen drei Läufen Allemanns erster Verfolger, liess sich nie richtig abschütteln, konnte den Gesamtleader der X30 aber dennoch nicht richtig in Bedrängnis bringen. «Meine Starts waren nicht die Besten», meinte Genolet selbstkritisch. Auch Michael Müller (Virtus Motorsport), der in allen Läufen hinter Genolet Dritter wurde, konnte das Tempo von Allemann diesmal nicht mitgehen. Müllers Rückstand in der Meisterschaft wuchs daher von 21 auf 43 Punkte an. «Ich weiss nicht genau, woran es gelegen hat», meinte Routinier Müller, «aber ich habe immer im dritten Sektor Zeit verloren.» Hinter Müller sicherte sich Allemanns Teamkollege Gauthier Sanjuan drei Mal den undankbaren vierten Platz – im Finale vor MH-Pilot Nicola Mateo Frigg, der mit seiner Leistung nicht wirklich zufrieden war.

Super Mini Allemann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ziel erreicht: Joy Allemann gewann ihren ersten Final © Eichenberger

Auch Dan Allemanns Schwester Joy schnupperte in 7 Laghi bei den Super Minis an einem «Grand Slam». Die elfjährige Tochter von Teambesitzer Ken Allemann musste sich aber wie ihr Bruder im Qualifying hinter Teamkollege Ben Iten einreihen. Im Unterschied zu Dan verpasste sie die Pole-Position um 51 Tausendstelsekunden. In den beiden Vorläufen und im Finale setzte sich Joy dann aber mit einem imposanten Speed durch. Der Sieg im Finale bedeutete der jungen Nachwuchspilotin besonders viel. «Ich habe immer gesagt, dass ich dieses Jahr noch ein Finalrennen gewinnen will. Als die Saison in Franciacorta startete, war ich noch nicht bereit dafür. Aber inzwischen habe ich sehr viel dazugelernt.» In der Meisterschaft hat Allemann ihren Rückstand auf Iten von 39 auf 27 Zähler verkürzt. Auch hier bahnt sich also ein spannendes Finish an. Den dritten Platz sicherte sich in den Vorläufen Kimi Prost (ebenfalls Spirit), im Finale war es Swiss-Hutless-Fahrer David Lewis, der dem Enkel des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Alain Prost den Podestplatz auf den letzten Metern stibitzte. 

KZ2 Boss Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Finalsieger und Leader in der KZ2: Kilian Boss © Eichenberger

Spannend wird es auch in den zwei verbleibenden Rennen der Kategorie KZ2. Dort hat sich in 7 Laghi Kilian Boss vom Team Swizz Evenzz einen kleinen Vorteil gegenüber Paolo Castagnetti (Team Gerber Corse) verschafft. Den bisherigen Vorsprung von elf Zählern konnte Boss am gestrigen Sonntag auf 25 Punkte ausbauen. Und das trotz Ärger nach dem ersten Vorlauf. In diesem wurde Boss, der am Start die Führung an Castagnetti verloren hatte, nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Statt Platz 2 (hinter Castagnetti) wurde der ehemalige Young Driver Boss auf Platz 4 (hinter Swiss-Hutless-Pilot Remo Largo und Privatbewerber Kai Perner) zurückversetzt. Nach dem zweiten Vorlauf hellte sich die Miene von Boss auf. Mit einem souveränen Sieg (vor Bastien Liénard und Perner) sicherte er sich den besten Startplatz fürs Finale. Und auch in diesem fuhr Boss unwiderstehlich. Zwar musste er nach einer Kollision in der ersten Kurve zuerst zwei Positionen gut machen, aber einmal in Führung liess der Berner nichts mehr anbrennen. Für Castagnetti verlief das Wochenende nicht nach Plan. Im zweiten Vorlauf wurde er in der ersten Kurve umgedreht. Die anschliessende Aufholjagd versandete auf Platz 7. «Ich lag ganz klar vorne und einer hat mich einfach abgeschossen», ärgerte sich Castagnetti. «Er hat dafür nicht einmal eine Strafe gekriegt. Das Kart hat nichts abgekriegt. Aber ich war danach nicht in der Lage, mich weiter nach vorne zu arbeiten.» Im Finale musste sich der im Tessin wohnhafte Familienvater dann mit Rang 2 (hinter Boss) begnügen. Dritter wurde Perner. Der Berner lag nach dem Start sogar in Führung, musste aber Boss und Castagnetti ziehen lassen. «Die Halterung des Luftkühlers war gebrochen», meinte Perner. Für das Überholmanöver des Tages sorgte der Viertplatzierte Emilien Köstner aus dem Team D.E.L. Motorsport. Der Waadtländer kassierte in der Kurve nach Start und Ziel – ziemlich kaltschnäuzig – gleich zwei Konkurrenten. Gut möglich, dass Papa Koestner noch jetzt mit offenem Mund am Zaun steht… 

Und so geht es weiter:
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen

OK Junior Fricker Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dilan Roman Fricker auf dem Weg zu seinem ersten «Grand Slam» © Eichenberger

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13.07.2026 Aufhebung des Rundstreckenverbots: Auto Sport Schweiz prüft Machbarkeitsstudie

Das seit 1955 geltende Rundstreckenverbot in der Schweiz ist per 1. Juli 2026 offiziell Geschichte. Die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz hat an ihrer Sitzung vom 9. Juli 2026 eine erste Machbarkeitsstudie für eine Schweizer Rennstrecke geprüft und blickt der Thematik positiv, aber realistisch entgegen.

Die gesetzliche Grundlage für diesen historischen Schritt geht auf einen Parlamentsentscheid aus dem Jahr 2022 zurück, der nun per Anfang Juli 2026 formell im Strassenverkehrsgesetz verankert wurde. Vor diesem Hintergrund hatte die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz im Vorfeld eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese untersucht den Bau einer permanenten Rundstrecke sowie die Durchführung eines Formel-1-Rennens in der Schweiz mit einem Zeithorizont ab dem Jahr 2036+.

 

Herausforderungen für ein Formel-1-Projekt

An ihrer jüngsten Sitzung vom 9. Juli 2026 hat die Geschäftsführung die Ergebnisse dieser Studie analysiert. Der Verband steht einem solchen Grossprojekt grundsätzlich sehr positiv gegenüber. Gleichzeitig betont die Geschäftsführung jedoch die enormen politischen und wirtschaftlichen Hürden. Die Realisierung eines derart kostenintensiven Formel-1-Projekts durch einen privaten Promotor gilt als äusserst anspruchsvoll.

Zudem müssten hierfür das Formula One Management (FOM) und die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) entsprechendes Interesse signalisieren. Dies erweist sich in einer Zeit, in der europäische Austragungsorte im Formel-1-Kalender keine Priorität geniessen, als zusätzliche Herausforderung.

 

Fokus auf vielseitige Nutzung und Verkehrssicherheit

Gänzlich unabhängig von der Formel 1 beurteilt die Geschäftsführung den Bau einer Schweizer Rundstrecke unter einem anderen Aspekt als äusserst sinnvoll: Eine solche Anlage soll neben dem Rennsport zu grossen Teilen für die nationale Verkehrssicherheit genutzt werden. Geplant sind Einsatzmöglichkeiten für Fahrkurse, Weiterbildungen sowie Schulungen aller Verkehrsteilnehmer.

 

Auto Sport Schweiz wird die Entwicklung rund um das Thema Rundstrecke weiterhin eng und aktiv verfolgen. Potenzielle Initianten und Investoren werden im Rahmen der verbandsrechtlichen Möglichkeiten vollumfänglich bei ihren Bestrebungen unterstützt.

Machbarkeitsstudie Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

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09.07.2026 Damenpokal 2026: Jessica Roth bei Halbzeit vorne
Schoepfer Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sie liegen bei Halbzeit vorne: Schöpfer (links, 2.) und Roth (1.) © Eichenberger

Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird in diesem Jahr ein Damenpokal ausgerichtet. Bei Halbzeit führt Jessica Roth vor Tamara Schöpfer und Vorjahresgewinnerin Franziska Maissen.

Der Verband Auto Sport Schweiz hat auch dieses Jahr einen Damenpokal ausgeschrieben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Noch ist die Saison nicht zu Ende, aber eine Tendenz lässt sich schon bei Halbzeit erkennen: Je mehr frau fährt, desto weiter vorne liegt sie im Ranking. Die führende Jessica Roth aus Bigentahl im Kanton Bern hat 2026 bereits acht Rennen bestritten. Die Fahrerin eines Toyota GT86 hat bisher nur auf den Slalom in Bure und das Bergrennen in Hemberg verzichten müssen und führt den Damenpokal mit 162 Punkten daher souverän an. Wenn die 27-jährige Roth bei den verbleibenden Bergrennen weiter so punktet, hat die Vorjahreszweite gute Chancen, den Damenpokal 2026 zum ersten Mal zu gewinnen. 

Jessica Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jessica Roth in ihrem Toyota GT86 beim Slalom in Ambri © Eichenberger

Auf Platz 2 liegt zurzeit Tamara Schöpfer. Die 27-jährige Luzernerin hat ein Rennen weniger als Roth und kommt Stand heute auf 126 Punkte. Schöpfer hat es bei den bisherigen Ausgaben des Damenpokals als Dritte zwei Mal aufs Gesamtpodium geschafft. Auch Vorjahressiegerin Franziska Maissen liegt mit 72 Punkten bei Halbzeit auf Podestkurs. Allerdings beträgt ihr Vorsprung auf die Viertplatzierte Zeljka Wintsch nur vier Punkte. Maissen ist in diesem Jahr erst bei vier Rennen zum Einsatz gekommen. Von den Schweizer Slaloms hat sie nur den Finallauf in Chamblon absolviert. Da sie aber unter normalen Umständen die restlichen Bergrennen bestreiten wird, hat auch Maissen intakte Chancen, 2026 wieder auf dem Gesamtpodium zu stehen.

Hinter Wintsch (68 Punkte) rangiert auf Platz 5 Stéphanie Le Coultre (58 Punkte). Auf Platz 6 lauert Sabrina Fankhauser (39 Punkte), die aber erst mit der Bergsaison ins Geschehen eingegriffen hat und deshalb ziemlich sicher auch noch weiter nach vorne aufrücken wird. Als beste Co-Pilotin liegt Marion Tapparel bei Halbzeit auf Rang 7 mit ebenfalls 39 Punkten. 

Zur Erinnerung: Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.

Franziska Maissen Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahressiegerin Maissen beim Bergrennen in Reitnau © Eichenberger

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09.07.2026 Vorschau autobau SKM 7 Laghi: Auf zu Runde 4 nach Italien
7 Laghi Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die SKM autobau gastiert am Wochenende nochmals in 7 Laghi © Eichenberger

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert am Wochenende wie schon im April nochmals in 7 Laghi. Der vierte Lauf verspricht erneut Hochspannung. Von den Top-Piloten ist (fast) alles da, was Rang und Namen hat. 

Ursprünglich hätte am Sonntag, 12. Juli, der vierte Lauf der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Lonato (ITA) über die Bühne gehen sollen. Aufgrund von unerwartet kurzfristig gestiegenen Verwaltungskosten sowie organisatorischen Dissonanzen sah sich das Komitee Karting von Auto Sport Schweiz jedoch zu einer Änderung des Austragungsortes gezwungen. So kommt es, dass die Teilnehmenden der autobau SKM am Wochenende (mit viel Vorwissen im Gepäck) ein zweites Mal in diesem Jahr in Castelletto di Branduzzo antreten werden.

Besonders spannend wird es bei den Schaltkarts werden. In der Kategorie KZ2 sind die Top-4-Piloten gerade mal durch 27 Punkte getrennt. Die beste Ausgangslage hat selbstverständlich der Führende im Gesamtklassement, Kilian Boss vom Team Swizz Evenzz. Doch der ehemalige Gewinner des Young Drivers Projekt von Auto Sport Schweiz hat nicht unbedingt die allerbesten Erinnerungen an 7 Laghi. Im April beim ersten Aufeinandertreffen musste er sich mit den Plätzen 4, 3 und 2 zufrieden geben. Anders Paolo Castagnetti vom Team Gerber Corse: Der direkte Verfolger liegt nur elf Punkte hinter Boss und hatte im April die Konkurrenz mit drei Laufsiegen im Griff. «Ich liebe es, wenn es heiss ist und es viel Grip hat», meint der im Tessin wohnhafte Familienpapa. Hinter Castagnetti lauern mit Bastien Liénard, Florian Esteve und Kai Perner drei weitere Piloten, die wissen, wie man ganz vorne mitmischen kann. Für Spannung ist in der KZ2 also garantiert gesorgt.

KZ2 Start Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
In der Kat. KZ2 ist die Ausgangslage besonders spannend © Eichenberger

Auch in der X30 Challenge Switzerland darf man sich auf ein erneutes Duell zwischen Leader Dan Allemann (Spirit Racing) und Verfolger Michael Müller (Virtus Motorsport) freuen. Das Duell der Generationen (Allemann ist 14, Müller 26) hat schon im April für Begeisterung gesorgt, wobei Müller damals beide Vorläufe, Allemann das Finale gewann. 21 Punkte trennen die beiden in der Meisterschaft. Müller hat beim letzten in Levier (FRA) sieben Punkte auf Allemann gutgemacht. «Aber da muss noch mehr kommen», macht sich der Routinier Druck. «Bis jetzt hat Dan in allen drei Finalläufen die Nase vorne gehabt. Daran möchte ich in der zweiten Saisonhälfte etwas ändern.» Hinter den beiden Führenden klafft eine 50-Punkte-Lücke zu Alexis Genolet. Der LKM-Pilot ist eine sichere Bank, hat sich aber an den ersten drei Wochenenden der Saison immer wieder über mangelnden Speed in den Rennen gewundert. Schon 96 Punkte hinter Allemann liegt Nicola Mateo Frigg (MH Racing) auf Platz 4. Auch ihm wäre endlich mal ein von A bis Z perfektes Wochenende zu gönnen. 

Gute Chancen, seinen Vorsprung auszubauen, hat Alejandro Campos in der Kategorie OK Junior. Der Spirit-Fahrer führt die Meisterschaft mit 26 Punkten Vorsprung auf Aurelio Longhitano an. Dieser wird aber in 7 Laghi nicht am Start stehen, sich dafür auf einen DKM-Lauf in Ampfing (GER) vorbereiten. Für Campos bietet sich damit auch die grosse Chance, endlich einen Finallauf zu gewinnen. Bisher stand er bei allen drei Rennen auf dem Podium – für ganz nach oben hat es noch nicht gereicht. Durch die Abwesenheit Longhitanos rückt Dilan Roman Fricker in die Verfolgerrolle. Der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless Racing hat 33 Punkte Rückstand auf Campos und holte zuletzt in Levier die meisten Punkte bei den Junioren. Für Liam Flossbach (Spirit Racing) wird es als Vierter schon schwieriger. Sein Rückstand auf Campos beträgt bereits 81 Punkte.

OK Junior Campos Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alejandro Campos wartet 2026 noch auf den ersten Finalsieg © Eichenberger

Ein kleines Feld geht bei den Super Minis an den Start. Wobei der Führende Ben Iten mit 39 Punkten Vorsprung die komfortabelste Führung von allen Teilnehmenden besitzt. Der Zuger hat wie sein Spirit-Teamkollege Allemann in der X30 bisher alle Finalläufe für sich entschieden. Daran könnte sich in 7 Laghi durchaus etwas ändern. Joy Allemann, die bei den Jüngsten auf Platz 2 rangiert, hat angekündigt, dass sie dieses Jahr noch unbedingt einen Finallauf gewinnen will. Viel hat bisher nicht gefehlt. Das gilt auch für Kimi Prost, der als Gesamtdritter mit 54 Punkten Rückstand auf Iten immer noch in Schlagdistanz liegt. 

Zur Strecke: Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert ein zweites Mal in dieser Saison auf der Kartpiste in Castelletto di Branduzzo bei Pavia (besser bekannt als 7 Laghi). Die Strecke und deren Geheimnisse sind daher bekannt; die Daten vom letzten Rennen noch frisch. 1256 Meter misst der Rundkurs, der an einem künstlich angelegten See liegt. Die besten Überholmöglichkeiten bieten sich im Infield in den engen Haarnadelkurven 9 und 10. Eine besondere Herausforderung sind die schnellen Rechtskurven im Anschluss an die Zielgerade. Dort kommt es vor allem nach dem Start oft zu harten Positionskämpfen.

Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in 7 Laghi www.savoiechrono.com

Zeitplan
Samstag, 11. Juli
09.00-17.30 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber

Sonntag, 12. Juli
09.00-09.52 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
10.00-10.36 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.45-12.05 Uhr, Rennen 1
12.05-13.15 Uhr, Mittagspause
13.25-14.45 Uhr, Rennen 2
14.45-16.25 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)

Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, 7 Laghi 2 (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen

X30 Allemann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dan Allemann führt die Kategorie X30 an © Eichenberger

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08.07.2026 Le Mans Classic: Gesamtsieg für Maxime Guenat
Maxime Guenat Le Mans Classic 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Maxime Guenat (links) sicherte sich den Gesamtsieg im Feld 6 © Cornevaux

Wenn es um historischen Motorsport geht, dann ist der Jurassier Maxime Guenat stets ganz vorne anzutreffen. So auch bei der von Peter Auto organisierten Le Mans Classic Legend vom vergangenen Wochenende.

Am vergangenen Wochenende hat auf dem 24 Heures du Mans die neunte Ausgabe der Le Mans Classic Legend stattgefunden. Nahezu 160’000 Zuschauer und Zuschauerinnen hat der Anlass angelockt – eine unvorstellbare Masse an Fans. Ihnen wurde aber auch Einiges geboten. So war u.a. der ehemalige Brabham- und McLaren-Starkonstrukteur Gordon Murray vor Ort. Zahlreiche seiner Fahrzeuge (vom Piquet-Brabham bis zum Senna-McLaren) fuhren im Rahmenprogramm mit.

Wie bei jeder Ausgabe der Le Mans Classic Legend waren auch dieses Mal wieder zahlreiche Schweizer am Start. Und das teilweise sehr erfolgreich. Im Feld 6 beispielsweise war es Maxime Guenat, der auf seinem Lola T286 von 1976 die Gesamtwertung gewann. Guenat gewann zwei von drei Rennen und liess sich im zweiten Durchgang nur von Ex-Formel-1-Pilot Jan Magnussen bezwingen. Auch Yves Scemama fuhr mit seinem TOJ SC304 und Partner Richard Mille ganz vorne mit und durfte sich über Platz 4 freuen. Damit lag Scemama zwei Positionen vor Jürg Aeberhard, der mit seinem Porsche 911 Carrera RSR von 1975 Sechster wurde. Auf Platz 8 landete Dominique Guenat, der Vater von Maxime, mit einem Porsche 935 von 1977.

Auch im Feld 10 gab es mit Michel Frey einen Anwärter auf Spitzenplätze. Mit zwei zweiten und einem vierten Platz schaffte es der Aargauer mit seinem Lola B07/18 schliesslich auf Gesamtrang 2 der Fahrzeugkategorie 2006-2015.

Michel Frey Le Mans Classic 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch Michel Frey vermochte im Feld 10 zu überzeugen © Cornevaux

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07.07.2026 Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise abgesagt
Rallye Bourgogne annule Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Am kommenden Wochenende hätte die Rallye Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA) stattfinden sollen. Doch die 35. Ausgabe, die auch zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gezählt hätte, musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Schweren Herzens hat der Veranstalter der Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise bekanntgegeben, dass die für das kommende Wochenende geplante 35. Ausgabe nicht stattfinden wird. In einer Stellungnahme liess der Organisator wissen:

«Ab heute, 6. Juli 2026, 12 Uhr, gilt für das Departement Saône-et-Loire die gelbe Hitzewarnstufe sowie die höchste Warnstufe für Wald- und Naturraumbrände. Da es in unserem Departement Saône-et-Loire bereits an diesem Wochenende zu etwa zwanzig Brandausbrüchen kam und sich die Situation durch die Hitzewelle in dieser Woche noch weiter verschärfen wird, hat der Unterpräfekt von Chalon-sur-Saône eine Verordnung erlassen, die uns die Durchführung der Veranstaltung unter den derzeitigen Bedingungen untersagt. Wir bedauern die Absage unserer Veranstaltung. (…) Aber jeder Brand oder Unfall könnte verheerende und schwerwiegende Folgen für alle haben.»

Des weiteren liess der Veranstalter verlauten: «Angesichts des sehr vollen Terminkalenders unserer regionalen Motorsportliga kommt eine Verschiebung nicht in Frage.»

Die Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise zählt seit 2023 zur Schweizer Rallye-Meisterschaft. In diesem Jahr hätten 17 Schweizer Teams in der modernen und fünf in der historischen Klasse am Start gestanden. 

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06.07.2026 Starke Schweizer im grenznahen Vuillafans
Rolans Bossy Frankreich 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der schnellste Schweizer: Roland Bossy im Formel-3-Tatuus © J.-B. Cornevaux

Roland Bossy, Sébastien Coquoz, Fabien Houlmann, Michaël Ducommun, Manuel Santonastaso – zahlreiche Schweizer Bergrennfahrer sind am vergangenen Wochenende in Frankreich beim Bergrennen Vuillafans–Echevannes am Start gestanden.

Rund zwanzig Schweizer, mehrheitlich alle aus der Romandie, gingen beim 62. Bergrennen Vuillafans–Echevannes im französischen Departement Doubs nahe unserer Landesgrenze an den Start. Der Bestplatzierte war Roland Bossy auf Gesamtrang 13, der damit seine Klasse vor zwei weiteren Tatuus F3 T-318 knapp für sich entschied. Auch Jean-Jacques Maître siegte mit seinem Nova NP01 TFT in seiner Sportwagenklasse bis zwei Liter. 

Wie bei grenznahen Bergrennen üblich, schrieben die Organisatoren für die in Frankreich nicht homologierte Gruppe E1 eine separate Wertung namens Master of Hillclimbing aus. Hinter dem oft auch in der Schweiz startenden Belgier Stéphane Emond auf Audi R8 GT3 holte Sébastien Coquoz im Opel Kadett 16V den zweiten Rang knapp vor Fabien Houlmann im Peugeot 205, Patrick Vallat im VW Golf und Manuel Santonastaso im BMW WTCC, der Sechster wurde – alle in der Klasse bis zwei Liter. Michaël Ducommun gewann im Peugeot 308 Racing Cup die nächsthöhere Hubraumklasse vor den beiden BMW E30 von Florent Mariaux und Hugo Mascaro, Yves Bracelli siegte im Peugeot 206 GTI solo bei den 1600ern. 

Für Ludovic Monnier endete das Rennen leider frühzeitig. Nach guten Zeiten im Training musste er seinen VW Golf Rally im ersten Rennlauf abstellen. «Die Befestigung am Fahrgestell ist gebrochen», meinte Monnier. «Nichts Ernstes, es hätte schlimmer kommen können. Doch nach Dreivierteln der Strecke spürte ich eine unpräzise Lenkung. Bis zum Bergrennen in Anzère ist alles wieder repariert.»

In der VHC-Meisterschaft errang Guillaume Mathez im Peugeot 309 GTI als drittschnellster Tourenwagenpilot einen weiteren Klassensieg. Sylvain Chariatte klassierte sich mit seinem VW Golf 1 in der Gruppe Classic an zweiter Stelle, Valentin Nicolet gewann im Citroën Saxo VTS solo seine Klasse. In Wertung kamen in allen Gruppen die zwei schnellsten Laufzeiten aus drei Rennläufen.

Als Tagessieger, zum ersten Mal in dieser Saison, ging Fabien Bourgeon auf Revolt 3P0 vor dem bisherigen Dominator Marc Pernot im Nova NP01 Hartley Turbo hervor.

Text: Peter Wyss

Sebastien Coquoz Frankreich 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zweiter der französischen E1-Kategorie: Sébastien Coquoz © J.-B. Cornevaux

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06.07.2026 Weekend-Report 19/2026
Alex Fontana 2026 Hungaroring Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana (r.) mit seinem italienischen Partner Pietro Armanni © GT Open

Auch dieses Wochenende gab es für Schweizer Piloten, die international im Einsatz standen, Grund zum Jubeln. Sei es bei der ELMS in Imola, bei der GT Open am Hungaroring oder der F1 Academy in Silverstone.

Bei der European Le Mans Series in Imola (ITA) gab es aus Schweizer Sicht dank Grégoire Saucy Grund zum Jubeln. Der Jurassier im Dienste von United Autosports stand auch im dritten Rennen auf dem Podium – diesmal als Zweiter und hat damit die Führung im Gesamtklassement (bei Halbzeit der Meisterschaft) erfolgreich verteidigen können. «Wir haben alles versucht, um auch dieses Rennen zu gewinnen», meint Saucy. «Aber es hat nicht ganz gereicht. Mit drei Podestplätzen in drei Rennen können wir als Team aber sehr zufrieden sein. Ich hoffe, es geht so weiter!» Platz 3 ging in Imola an den Liechtensteiner Matthias Kaiser. In der LMP3 sicherte sich das Schweizer Team CLX den Klassensieg und verbesserte sich dadurch auf Rang 3 in der Meisterschaft. 

Für einen Schweizer Triumph sorgte am Wochenende Alex Fontana in der International GT Open. Der Tessiner sicherte sich am Hungaroring (HUN) schon seinen zweiten Saisonsieg (nach Portimão) und liegt in der Gesamtwertung auf einem ausgezeichneten vierten Rang. Ein erfolgreiches Wochenende erlebten auch Yannick Mettler und Dexter Müller. Das Mercedes-Duo stand beim vierten Lauf zwei Mal auf dem Podium. Im ersten Durchgang belegten Mettler/Müller Rang 3 in der ProAM, im zweiten Rennen landete das Paar, das einst die erste Medaille für die Schweiz bei den FIA Motorsport Games holte, auf Platz 2. «Das war genau das, was wir nach zwei schwierigen Wochenenden gebraucht haben», meinte Mettler. «In der Gesamtwertung liegt das Duo auf Rang 6. Es führt (in der ProAM-Wertung) weiterhin Alexander Fach, der es in Ungarn für einmal nicht aufs Podium schaffte. 

Gregoire Saucy ELMS 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy bleibt auch nach Imola ELMS-Gesamtleader © GT Open

Keinen Podestplatz gab es für die Schweizer Vertreter bei der DTM am Norisring (GER). Ricardo Feller beendete beide Rennen auf Rang 12. Das Team Emil Frey Racing  holte dank Thierry Vermeulen in mit einem fünften respektive sechsten Rang in beiden Rennen Punkte. Für Matteo Cairoli verlief das Wochenende schwierig: Nach Platz 11 am Samstag schied der Italiener am Sonntag nach einem Unfall früh aus und fiel in der Fahrerwertung auf den vierten Platz zurück.

Für einen Podestplatz sorgte auch Chiara Bättig bei ihrem ersten Einsatz in der F1 Academy. Die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin bestritt das Rennen in Silverstone (GBR) mit einer «Wild Card» und sicherte sich bei ihrer Premiere auf Anhieb die Pole-Position. Hinter Alisha Palmowski beendete die Red-Bull-Juniorin ihr erstes Rennen in der reinen Frauenserie auf Platz 2.

Auch die Formel E war am Wochenende wieder im Einsatz. Beim Doubleheader in Shanghai war Sébastien Buemi mit einem fünften Platz der beste Schweizer. Auch Nico Müller sammelte mit den Rängen 10 und 7 weitere Punkte. Nur Edoardo Mortara blieb diesmal punktelos. In der Meisterschaft liegen die drei Schweizer Mortara, Müller und Buemi geschlossen auf den Rängen 6 bis 8. Die Siege in China gingen an Pascal Wehrlein und Lucas di Grassi.

Punktelos blieb leider auch Zoltan Coigny beim zweiten Aufeinandertreffen der FIA Academy Trophy in Sarno (ITA). Der Auftaktsieger von Genk (BEL) hatte am Wochenende nicht ausreichend Speed und schied nach zwei Dritteln des Finales nach einer unverschuldeten Kollision aus – wodurch er leer ausging und seine Meisterschaftschancen einen herben Rückschlag erlitten. Nach der Niederlage in Sarno muss Coigny nun in Viterbo (ITA) einen Rückstand von 67 Punkten aufholen, wenn er sich den Titel in der Academy Junior noch sichern will. Im Moment liegt der junge Waadtländer noch auf Rang 3.

Chiara Baettig F1 Academy Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig wurde in Silverstone Zweite © F1 Academy

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03.07.2026 «Ältere» Formelfahrzeuge weiterhin zugelassen
Egli NSK Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ältere Formelfahrzeuge wie beispielsweise der 1993er Dallara F3 von Philip Egli sind weiterhin zugelassen © Eichenberger

Aufgrund eines technischen Fehlers sind die NSK-Mitteilungen im kürzlich erschienen ASS-Magazin (Ausgabe Juni 2026) «verloren» gegangen. Wir entschuldigen uns für diesen «Fauxpas» und werden die Mitteilungen in Heft 03/2026, das Mitte September erscheint, nachliefern. Der Vollständigkeit halber haben wir Ihnen die NSK-Mitteilungen als PDF an diese Nachricht angeheftet (siehe unten).

Die wichtigste Meldung aus den aktuellen NSK-Mitteilungen betrifft Fahrer/Besitzer von Autos der Gruppe E2-SS. Dort sind Fahrzeuge, die vor dem 1.1.2016 gebaut wurden, gemäss Artikel 277 des Anhang J 2025 weiterhin zugelassen.

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02.07.2026 PSCS: Burkard auch in Imola zwei Mal auf dem Podium
PSCS Imola 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der PSCS gastierte am Wochenende in Imola © Porsche

Der Porsche Sports Cup Suisse machte am Wochenende in Imola Halt. Bester Schweizer war Gregor Burkard, der zwei Mal auf dem Podium stand. Die Siege gingen an den Briten Jack Sherwood.

Für Jack Sherwood hätte es in Imola kaum besser laufen können. Dies begann bereits im Qualifying: Der 20-Jährige sicherte sich neben der schnellsten auch die zweitbeste Rundenzeit. Damit startete er von der Pole-Position. Diesen Vorteil verwandelte der Brite konsequent und fuhr seine Saisonsiege vier und fünf ein, schnellste Rennrunde und maximale Punktzahl inklusive. Einziger Schönheitsfehler: Im ersten Lauf musste Sherwood die Führung in der vorletzten Runde kurz an Felix Neuhofer abtreten. Bis zur Zielflagge hatte das Nachwuchstalent aus Lancashire diesen Makel aber wieder korrigiert. 

Neuhofer begnügte sich im ersten Rennen des GT3 Cup mit dem zweiten Platz, konnte nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aber den Kontakt zu Sherwood halten. Mehr hatte der im deutschen Gröbenzell lebende Österreicher aber mit seinen Jägern zu tun: Gregor Burkard folgte ihm mit 0,5 Sekunden Rückstand, der wiederum Ilario Introna nur um 0,119 Sekunden auf Rang 4 verweisen konnte, während Christian Caramuscia kaum eine Sekunde dahinter als Fünfter einlief. 

Der zweite Lauf stand im Zeichen des Kampfes um Rang zwei. Während Sherwood mit neun Sekunden Vorsprung gewann, setzte sich am Ende Burkard durch – obwohl der Schweizer, ebenso wie Neuhofer, in der Startaufstellung jeweils um drei Positionen nach hinten gerückt war. Grund: Beide hatten nach dem ersten Rennen neue Reifen aufziehen müssen. Den Vorteil frischer Pneus münzten sie direkt beim Start in einen Vorteil um: Neuhofer katapultierte sich auf Platz 2, Burkard kehrte als Dritter aus der ersten Runde zurück. Im neunten von 18 Umläufen tauschten die beiden die Positionen, bevor Neuhofer auf den letzten Metern die vorherige Reihenfolge wieder herstellte. Anschliessend musste er aber eine Fünfsekunden-Zeitstrafe hinnehmen. Burkard liess sich als Zweiter feiern, Rang 3 ging an Caramuscia vor Neuhofer. 

In der Gruppe GT4 Clubsport gingen beide Läufe an Ivan Rostovskiy. In der Open GT sicherte sich der Rumäne Dragos Buriu (wie schon bei den bisherigen Rennen) die beiden Laufsiege. In der Kategorie «Classic» siegte Emanuele Kamata im ersten Lauf. Er verwies eine echte schweizerische Motorsportlegende auf den zweiten Rang: Enzo Calderari. Der heute 74-Jährige hatte 2004 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen. Im zweiten Lauf behielt Cornelius Dornier die Oberhand vor Maximilian von der Leyen und Matteo Kamata.

PSCS Imola 2026 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gregor Burkard (rechts) schaffte es zwei Mal aufs Podest © Porsche

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02.07.2026 Joy Allemann – ihr Name ist Programm
Familie Allemann 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Joy Allemann mit Papa Ken (links) und Mama Magali (daneben) © Eichenberger

Ihr Name ist Programm: Joy Allemann (11) hat wahrhaftig Freude am Kartfahren. Am Sonntag in einer Woche bestreitet sie ein weiteres Rennen im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Ihr Ziel ist klar: «Ich will noch dieses Jahr ein Finalrennen gewinnen!»  

Sie hat meistens ein Lächeln im Gesicht. Ausser es läuft ihr – wie zum Beispiel in Levier (FRA) beim dritten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft – nicht rund. Joy Allemann macht ihrem Namen alle Ehre. Und obendrauf ist die Elfjährige auch noch richtig schnell. Dass sie eines Tages im Kart landen würde, war absehbar. Vater Ken Allemann ist selber jahrelang erfolgreich Kart gefahren, hat sein eigenes Team und lebt Kartsport – wie man Neudeutsch sagen würde: 24/7.

Mit vier Jahren ist Joy zum ersten Mal im Puffo-Kart gesessen. «Danach habe ich darauf gedrängt, Mini zu fahren», sagt Joy. «Mein Papi hatte am Anfang etwas Angst um mich. Aber er hat mich dann doch fahren lassen.» Ihr erstes Rennen hat Allemann im Alter von neun Jahren 2024 in Levier im Rahmen der VEGA Trofeo bestritten. Damals wurde sie in einem Feld von 21 Piloten 15. Im Jahr darauf sicherte sie sich in Vesoul (FRA) ihren ersten Podestplatz in einem Finale. Und wieder in Levier, zum Saisonschluss, verpasste sie ihren ersten Finalsieg knapp. Parallel fuhr sie das Trofeo Epifanio und zum Saisonende auch ihr erstes Rennen in der Kart-SM. 

In dieser Saison fährt Allemann bei den Super Minis zweigleisig: Neben der VEGA Trofeo, die sie nach zwei Läufen anführt, nimmt die junge Spirit-Pilotin auch an der kompletten autobau Schweizer Kart-Meisterschaft teil. Dort liegt sie bei Halbzeit auf dem zweiten Zwischenrang. «Mein Ziel ist es, noch dieses Jahr ein Finale zu gewinnen. Das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft.»

In Sachen Vorbild muss sie nicht lange überlegen. Nicht Lando Norris, nicht Kimi Antonelli – nein, Joy eifert ihrem Bruder Dan nach. Er ist es auch, der sich nach jedem Rennen bei ihr erkundigt und ihr Tipps gibt. Druck – und das macht das Umfeld sympathisch – verspürt sie keinen. Und wenn, dann macht sie ihn sich selber. Ein klares Ziel hat die junge Dame noch keines. Natürlich verfolgt auch sie die Formel 1, wobei ihr in jüngster Vergangenheit vor allem die Leistungen von Mercedes-Star Antonelli positiv aufgefallen sind. «Aber ich glaube, es ist noch viel zu früh, mir Gedanken zu machen, was aus mir später mal werden könnte. Im Moment habe ich einfach Spass am Kartfahren.»

Eine Zeit lang ist Joy neben dem Karting auch noch ins Karate gegangen. Aber nun liegt der Fokus auf dem Kartsport. Und auf der Schule. Dort zählt Mathematik zu ihren Lieblingsfächern. Und neben Französisch, spricht Joy auch ausgezeichnet Deutsch und Englisch. Ihre aufgestellte Art und ihr frohes Naturell spiegeln sich übrigens auch im Regebogen farbigen Design ihres Karts. «Das durfte ich selber designen», sagt Joy stolz und lacht schon wieder.

Dieser Artikel wurde parallel im Magazin 02/2026 von Auto Sport Schweiz unter der Rubrik «One to watch» veröffentlicht.

Joy Allemann 7 Laghi 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Joy in ihrem farblich selbst entworfenen Super-Mini-Kart © Eichenberger

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01.07.2026 autobau SKM: Bis Sonntag kann man sich noch einschreiben!

Am Sonntag, 12. Juli, findet in 7 Laghi/Pavia (ITA) der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 5. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.

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30.06.2026 24h Spa: Feller triumphiert aus der Boxengasse
Ricardo Feller Spa 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Erster Sieg bei den 24h von Spa: Ricardo Feller zusammen mit seinen Teamkollegen Thomas Preining und Bastian Buus © Porsche

Ricardo Feller hat am Wochenende einen weiteren grossen Sieg errungen. Der gebürtige Aargauer gewann (aus der Box gestartet!) das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Manche Geschichten liefert nur der Rennsport. Am Donnerstag vor den 24h von Spa-Francorchamps hätten wohl nur wenige auf einen Triumph von Ricardo Fellers Team Lionspeed GP gesetzt. Statt um einen guten Startplatz zu kämpfen, musste am Porsche von Feller der Motor gewechselt werden. Das bedeutete, dass der Porsche 911 GT3 R mit der #80 aus der Box, also von ganz hinten, starten musste. Schlechte Vorzeichen für Feller: Denn noch nie gewann ein Team von einem so schlechten Startplatz den Langstreckenklassiker oder überhaupt ein Rennen in der GT World Challenge Europe.

Doch Feller und seine beiden Teamkollegen, Ex-DTM-Champion Thomas Preining, sowie Bastian Buus rollten das Feld erfolgreich von hinten auf. Insgesamt machte der türkis-weisse Porsche 65 Plätze gut. Fünfeinhalb Stunden vor Rennende fiel die Entscheidung. Dank einem perfekt getimten Boxenstopp lagen Feller & Co. plötzlich in Führung und konnten den Vorsprung danach souverän bis ins Ziel verwalten. 

«Ich bin sehr erleichtert und unglaublich stolz auf das gesamte Team», meinte Feller nach seinem ersten Sieg in Spa. «Unsere Mannschaft hat diesen Sieg verdient. Der Start aus der Boxengasse war natürlich ein Rückschlag. Aber wir haben weiter an unsere Chancen geglaubt. Genau das macht die Stärke eines Teams aus. In unserer Sportart gibt es mehr Niederlagen als Siege; deshalb werden wir diesen Erfolg gebührend feiern.»

Auch Alex Fontana schaffte es in Spa aufs Podium. Der Tessiner, ebenfalls für Lionspeed GP mit einem Porsche unterwegs, wurde Dritter im Bronze Cup. Für den ehemaligen Spa-Sieger Raffaele Marciello (BMW) endete das Rennen auf Rang 9. Patric Niederhauser (Lamborghini) wurde 19. Fabio Scherer (Ford Mustang) schied aus.

Alex Fontana Spa 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für Alex Fontana endete das Rennen auf P3 im Bronze Cup © Porsche

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30.06.2026 Meisel gewinnt auch in Italien
Reto Meisel Ascoli 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel liess sich auch in Italien als Sieger feiern © Archiv Meisel

Reto Meisel hat sich mit seinem Mercedes SLK340 auch beim Europa-Meisterschaftslauf in Ascoli (ITA) den Sieg gesichert. Der Aargauer liegt in der Gesamtwertung weiter in Führung. 

Beim sechsten Lauf zur Berg-Europameisterschaft in Ascoli Piceno feierte Reto Meisel am Steuer seines Mercedes SLK340 bereits den vierten Tourenwagen-Gesamtsieg in der laufenden Saison und den fünften Triumph in der Top-Gruppe 1. Nachdem der BRC 110 Turbo des Trainingsschnellsten Xavier Villa und der Mitsubishi des Kroaten Domagoj Pereković in ihren ersten Rennläufen in Brand gerieten und spektakulär ausschieden, musste Meisel bei brütender Hitze gleich zweimal zu Laufwiederholungen antreten.

Nach dem Ausfall des favorisierten Spaniers hielt Meisel seinen einzigen verbliebenen Gruppengegner Lucio Peruggini auf einem Ferrari 296 GT mit zwei klaren Laufbestzeiten sicher in Schach. In der EM-Gesamtwertung führt Meisel nun mit 140 Punkten vor dem Kroaten Matija Jurišić auf Peugeot 308 TCR (129), dem Österreicher Kevin Raith auf Porsche 992 GT3 Cup (120) und dem Tschechen Marek Rybnićek auf Skoda Fabia RS (115), die alle auch ihre Gruppenwertungen in Italien gewannen und in ihren Klassen die einzelnen Tabellen anführen. In der reinen Performancewertung, in der Punkte nach dem Scratch verteilt werden, liegt Meisel wie auch in der Gruppe 1 weit voraus.

Den Tagessieg bei diesem seit 1962 ausgetragenen Bergrennen auf der 5031 km langen Strecke von Colle San Marco nach San Giacomo sicherte sich Italiens Multichampion Simone Faggioli auf Nova Proto NP01 V8. Landsmann Christian Merli entschied als Gesamtdritter im NP01 mit Cosworth-V8-Motor von Mader die EM-Wertung mit nur 43 Tausendstel Vorsprung auf den Spanier JosebaIraola Lanzacorta aus Spanien im NP01 mit Emap-Turbomotor zum fünften Mal in dieser Saison für sich. 

Text: Peter Wyss

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29.06.2026 Bergrennen Reitnau: Dritter Heimsieg für Faustini
Zemp Faustini Steiner myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 3 von Reitnau: Zemp, Faustini und Steiner (v.l.) © myrally.ch

Robin Faustini fährt in der Schweizer Berg-Meisterschaft weiter von Sieg zu Sieg. In Reitnau beim dritten Lauf sicherte er sich saisonübergreifend seinen inzwischen 18. Triumph in Folge! Bei den Tourenwagen setzte sich «Speedmaster» mit seinem Ford Escort Cosworth souverän durch. 

So langsam gehen einem die Superlative aus. Robin Faustini war auch beim dritten Rennen zur diesjährigen Schweizer Berg-Meisterschaft eine Klasse für sich. Der Lokalmatador aus Suhr (AG) verbesserte im ersten Lauf seinen im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord um 0,289 sec auf 46,911 sec. Dabei war die Fahrt des zweimaligen Berg-Meisters gar nicht einmal perfekt. «Ich habe schon nach wenigen Metern den linken Bordstein erwischt», meinte Faustini. Dabei hat der Nova NP01 Emap einen ziemlich «Gump» gemacht. «Ich bin aber auf dem Gas geblieben und hatte einfach gehofft, dass nichts kaputt gegangen ist.»

Im zweiten Lauf vermochte Faustini seine Bestzeit nicht mehr zu unterbieten. Die 47,241 sec waren aber ebenfalls nicht von schlechten Eltern. In der Addition der beiden Läufe kam der Führende im Gesamtklassement auf eine Zeit von 1:34,152 min. Damit war er im Vergleich zum Vorjahr knapp vier Zehntelsekunden schneller – und das bei richtig hochsommerlichen Temperaturen. «Mir war schon nach dem ersten Durchgang klar, dass ich im zweiten Lauf meine Zeit nicht mehr verbessern werde», meinte Faustini, der saisonübergreifend seinen 18. Tagessieg in Folge feierte. «Trotzdem bin ich auch mit meinem zweiten Heat zufrieden. Ein Heimsieg in Reitnau, mein dritter in Folge, ist immer etwas ganz Spezielles.»

Wie schon in La Roche kam einer der Zwei-Liter-Piloten Faustinis Zeit am nächsten. Diesmal war es aber nicht Victor Darbellay. Der musste nach dem zweiten Trainingslauf zusammenpacken. Der Walliser hatte im Rechtsknick nach dem Start zwei massive Pflastersteine, die sich aus der Streckenbegrenzung gelöst haben, weil schon zahlreiche Autos darüber gefahren waren, getroffen. «Die beiden Steine haben meine Kühler zerstört», meinte Darbellay angesäuert. Besser erging es Michel Zemp. Der Luzerner, dessen Team Tomac Racing vor Reitnau eine Zusammenarbeit mit Darbellay verkündete, fuhr im ersten Lauf mit 47,533 sec eine neue, um zwei Zehntelsekunden schnellere 2-Liter-Bestzeit. Im zweiten Lauf konnte auch er sich in 48,2 sec nicht mehr steigern, sicherte sich aber souverän den zweiten Platz hinter Faustini. In der Gesamtwertung liegt Zemp nach drei von acht Rennen weiterhin auf Rang 3 – nur drei Punkte hinter Marcel Steiner.

Darbellay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay nahm leider nur an den Trainings teil © Eichenberger

Dieser kam in beiden Läufen nicht an seine Trainingszeit von 49,13 sec heran und musste sich im Aargauischen mit dem dritten Gesamtplatz abfinden. «Beim Bergrennen in La Roche hatte ich zu wenig Traktion», meinte Steiner. «Ich kam dort nicht aus den Kurven heraus. Hier in Reitnau war es ähnlich. Aber das allein ist nicht das Problem. Ich verliere schon am Start wertvolle Zeit gegenüber Robin, der mit einer herkömmlichen Kupplung losfährt.» Unterm Strich fehlt Steiner nach eigenen Aussagen das am Ende entscheidende Vertrauen ins Auto. Aufgeben ist für das Vollgastier aus Oberdiessbach (BE) aber keine Option. «Wir arbeiten weiter daran», verspricht Steiner seinen Fans. «Ich brauche aber dringend mehr Kilometer.»

Im obligaten Niemandsland – zwischen den Prototypen und dem Rest des Feldes – landete einmal mehr Lionel Ryter auf seinem Formel Renault 2.0 auf Rang 4 im SCRATCH. Vier Sekunden fehlten dem Spektakel-Fahrer aus dem Wallis auf Faustini & Co., sechs Sekunden Vorsprung hatte er in Reitnau auf Platz 5. Diesen krallte sich wie schon in La Roche mit «Speedmaster» der schnellste Tourenwagenfahrer. Was der Teamchef der Equipe MB Motorsport aus dem ehemaligen Ford Escort Cosworth von Romeo Nüssli herausholt, verdient Respekt. In 54,809 sec war «Speedmaster» nur 0,9 Sekunden Langsamer als die Rekordzeit von Roger Schnellmann aus dem Jahr 2024, als erstmals nach fünfjähriger Pause in Reitnau wieder gefahren wurde. Apropos Schnellmann: Der Mitsubishi-Pilot hatte sich im Training wie üblich zurückgehalten und packte danach wie schon in La Roche frühzeitig zusammen. «Im zweiten Trainingslauf hatte das Getriebe an meinem Auto selbstständig zwei Gänge heruntergeschaltet, ohne dass wir den Fehler dafür finden konnten. Zwar hat der Motor dabei keinen Schaden genommen, aber aus einer Vorsichtsmassnahme heraus haben wir beschlossen, auf die Rennläufe zu verzichten.»

Speedmaster Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» hat jeden Zentimeter der Strecke ausgenutzt © Eichenberger

Mit einer Gesamtzeit von 1:52,9 min war Ludovic Monnier mit seinem VW Golf Rally als Gesamtneunter der zweitschnellste Fahrer mit einem Dach überm Kopf. Der schnelle Mann aus Monthey (VS) war im direkten Vergleich mit seinem Vorbesitzer Danny Krieg um 0,7 Sekunden schneller unterwegs als der Schwyzer beim Rennen in Reitnau 2025. «Ich habe schon einige Anpassungen gemacht», meint Monnier. «Vor allem bei der Elektronik. Für mich ist 2026 ein Lern- und Testjahr. Dass es von Rennen zu Rennen immer besser läuft, freut mich natürlich.»

Hinter Monnier landete Christoph Zwahlen mit seinem Porsche 911 auf Platz 10 des Gesamtklassements. Direkt dahinter sicherte sich Markenkollege Bruno Sawatzki zum dritten Mal in Folge volle Punktzahl für die Meisterschaft. Noch dazu gab es zwei Extrapunkte für einen neuen Interswiss-Rekord. Dieser liegt nun bei 56,205 sec. Der Rheintaler führt nach drei Rennen die Meisterschaft bei den Tourenwagen souverän an. Wie einst Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost ist auch Sawatzki ein kalkulierender Pilot. «Mit Blick auf die Meisterschaft muss ich bei den nächsten Rennen in erster Linie meinen Vorsprung verwalten, sauber fahren und immer ein Auge auf den schnellen Stephan Burri werfen. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann angreifen und einen neuen Rekord fahren, dann werde ich das aber auch tun – so wie jetzt am Wochenende in Reitnau.»

Apropos Rekord: Neue Streckenbestzeiten haben in Reitnau auch der Sergio Kuhn in seinem Peugeot 308 TCR (Div. VII), Pierre Mürner auf Porsche 992 GT3 (SuperSérie, Div. I) und Thomas Ruesch auf Honda Civic (Gruppe A) aufgestellt. 

Sawatzki Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bruno Sawatzki fuhr Rekord und führt bei den Tourenwagen © Eichenberger

Alle Klassensieger in Reitnau entnehmen Sie der Übersicht: Thomas Ruesch (Honda Civic Type R, A/ISA/R2/R3), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 3500 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H Tourenwagen bis 2000 cm3), Alain Pfefferlé (Porsche 911 RSR, Gr. H Tourenwagen über 2000 cm3), Markus Brander (Gr. H Rennwagen bis 1600 cm3, March Formel 2), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Gr. N), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC), Hans-Ulrich Seifert (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), «Speedmaster» (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Martin Howald (VW Golf, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Roman Marty (Opel Kadett C GT/E, IS bis 2500 cm3), Marco Marte (BMW M3, IS bis 3000 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 3500 cm3), Christian Müller (Formel BMW, E2-SS bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Markus Bosshard (Dallara GP3, E2-SS bis 3000 cm3), Antonino Scolaro (E2-SC bis 1600 cm3), Michel Zemp (Norma M20, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

In der REGionalen Klasse war Patrick Jakober (VW Golf) mit einer Gesamtzeit von 1:59,052 min der Schnellste. Knapp dahinter folgten Roger Hürzeler (Opel Kadett) und Claudio Grispino (Renault 5 Williams).

Und so geht es weiter:
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

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Ludovic Monnier war schneller als Danny Krieg 2025 © Eichenberger

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26.06.2026 Slalom-Meister Christian Bralla: «Der Titel ist eine grosse Genugtuung!»
Christian Bralla Chamblon 2026 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla (2. oben rechts) mit seinem Team in Chamblon © Eichenberger

Christian Bralla hat sich am vergangenen Sonntag beim Saisonfinale in Chamblon den Titel in der Schweizer Slalom-Meisterschaft gesichert. Wir haben mit dem Tessiner gesprochen.

Auf dem Papier scheint Christian Bralla (48) die Slalom-Saison 2026 dominiert zu haben. Doch mehr als einmal musste der Mann aus Vaglio (TI) seinem Fiat X1/9 im zweiten Lauf alles abverlangen. Seine härtesten Gegner Martin Oliver Bürki und Ludovic Monnier haben ihm das Leben oft nicht einfach gemacht. Umso grösser die Freude über den Titelgewinn. 

Gratulation zu deinem Titel. Das ist der erste Titel für dich, oder? Nach wie vielen Jahren?
Christian Bralla: Ja, das ist mein erster Titel – nach 30 Jahren im Rennsport. Und gerade deshalb hat er für mich einen besonderen Stellenwert. In all diesen Jahren habe ich den Rennsport immer mit grosser Leidenschaft gelebt und mehrere hervorragende Ergebnisse erzielt. Dass ich dieses Ziel nun endlich erreicht habe, ist für mich eine riesige Genugtuung.

Einen Titel zu holen, ist nie einfach. Ab wann wusstest du, dass es klappen könnte?
Mir wurde nach dem zweiten Rennen klar, dass der Titel in Reichweite liegen könnte, als Lionel Ryter in Bière Philip Egli besiegte. In diesem Moment verloren beide wichtige Punkte im Kampf um den Titel, und das ermöglichte es mir, in der Gesamtwertung die Führung zu behalten. Von da an begann ich konkret daran zu glauben, dass es möglich ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Meiner Meinung nach wäre es jedoch korrekter, zwei getrennte Wertungen zu haben: eine für Einsitzer/Formelwagen und eine für Fahrzeuge mit Dach überm Kopf, da zwischen diesen Kategorien grosse Unterschiede bestehen. Schon 2024 hätte ich den Titel gewinnen können, aber mit der Änderung des Reglements hing das Kriterium nicht mehr nur davon ab, wie viele Teilnehmer in der eigenen Gruppe gegeneinander antraten. Abgerechnet wurde bei Gleichstand stattdessen anhand der Gesamtwertung. Trotz dieser bedeutenden Änderung gelang es mir damals, die Meisterschaft auf dem dritten Platz abzuschliessen – ein Ergebnis, das für mich eine grosse Genugtuung war.

Christian Bralla Chamblon 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bralla liess in Chamblon nichts mehr anbrennen © Eichenberger

Du warst bei mehreren Rennen nach dem ersten Lauf «nur» Zweiter – hinter Bürki oder Monnier. Du hast dann aber im zweiten Durchgang das Blatt jeweils immer noch wenden können. Brauchst du diesen Druck? Fährst du dann noch besser?
Grundsätzlich würde ich sagen, dass der Druck keinen besonderen Einfluss auf meine Fahrweise hat. Wenn ich mir die Ergebnisse der letzten Jahre anschaue, ist es mir immer gelungen, hervorragende Leistungen zu erzielen. Natürlich kann der Druck auch dazu führen, dass man Fehler macht, vor allem in einer hart umkämpften Meisterschaft. In diesem Fall ist es mir jedoch gelungen, bis zum Schluss einen klaren Kopf zu behalten und konzentriert zu bleiben. Auch dank der schrittweisen Leistungssteigerung des Autos konnte ich mich von Rennen zu Rennen immer besser entfalten. Die Grundlage für alles bleibt jedoch die grosse Leidenschaft für diesen Sport, die mich antreibt, weiterzumachen und stets zu versuchen, mich zu verbessern.

Und wie gross war die Hilfe von Chico Darani?
Ich habe Chico in den ersten Jahren kennengelernt, als ich mit dem Motorsport angefangen habe, und von da an hat sich sofort eine hervorragende Beziehung entwickelt, aus der später eine grosse Freundschaft geworden ist. Selbst als wir gemeinsam an Rennen teilnahmen und somit in Konkurrenz zueinander standen, sind wir immer sehr eng verbunden geblieben und hatten ein ausgezeichnetes Verhältnis zueinander. Für mich ist das etwas sehr Schönes und Besonderes, denn es zeigt, dass in diesem Sport neben dem Wettkampf auch echte Beziehungen entstehen und bestehen bleiben können. Es hat mich ausserdem sehr gefreut, dass am vergangenen Wochenende neben meiner Familie, die mich immer unterstützt, auch mehrere Freunde aus dem Tessin gekommen sind, um mich anzufeuern. Ihre Anwesenheit und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl in einem so wichtigen Moment zu spüren, hat mir sehr viel bedeutet.

Wirst du 2027 deinen Slalom-Titel verteidigen?
Ja, ich werde nächstes Jahr wieder an den Start gehen und versuchen, meinen Titel zu verteidigen.

Christian Bralla Chamblon 2026 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einer der ersten Gratulanten war Chico Darani (rechts) © Eichenberger

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26.06.2026 Nachruf Beat Wetzel
Beat Wetzel SW ohne logos Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Beat Wetzel, 1956–2026

Am Samstag, 20. Juni, ist Beat Wetzel, ehemaliger Präsident und Unterhaltungschef der Ecurie Basilisk, im Alter von 70 Jahren verstorben. Seine Begeisterung für den Automobilrennsport entwickelte sich bereits in jungen Jahren, nicht zuletzt durch den in Aesch (BL) beheimateten erfolgreichen Automobilsportler Heini Walter. Wetzel trat 1984 der Ecurie Basilisk bei. Ein bedeutendes Projekt jener Zeit war der Aufbau des Rally-Mitsubishi im Auftrag von Werner Schmid, der anschliessend von Ruedi Schmidlin in der Schweizer Rally-Meisterschaft eingesetzt wurde. Beruflich war Beat Wetzel mehrere Jahre als technischer Leiter einer Motorenrevisionsfirma tätig 

Nach bestandener Meisterprüfung stieg er auf einem VW Golf GTI 16V in der Gruppe N in die Schweizer Automobilmeisterschaft ein und wechselte nach einigen Rennen in den VW Golf Cup. 1991 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Esthi die Garage Beat Wetzel; der Slogan «Ein Seat von Beat» ist bis heute auf manchem Nummernschildrahmen zu finden. In seiner Garage betreute er zahlreiche Rennfahrzeuge Basler Rennsportfreunde.

Nach dem Ende des Golf Cups erwarb er einen Gruppe-A-Golf, der sich als listig reparierter Totalschaden erwies. Kurzentschlossen baute er auf Basis einer guten Karosserie ein neues Fahrzeug auf und verwendete dabei viele der intakten Komponenten weiter. Zunächst an Bergrennen und Slaloms eingesetzt, startete er von 1996 bis 2006 gemeinsam mit Gilbert Denzer regelmässig in der VLN.

Im historischen Rally Sport fand Wetzel gemeinsam mit seinem Freund Edi Lindenmaier eine neue Herausforderung. Mit einem Porsche 924 nahmen die beiden an Gleichmässigkeitsveranstaltungen in der Schweiz teil. Von 2016 bis März 2026 war Wetzel Präsident der Ecurie Basilisk.

Der Vorstand der Ecurie Basilisk sowie Auto Sport Schweiz sprechen seiner Ehefrau Esthi, den Angehörigen und Freunden von Beat Wetzel sein tief empfundenes Beileid aus.

Text: Sven Friesecke

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24.06.2026 Vorschau Reitnau: Die Chance für die 2-Liter-Piloten?
Zemp Darbellay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schlägt in Reitnau die Stunde der 2-Liter-Fahrer Zemp/Darbellay? © Eichenberger

Am kommenden Sonntag (28. Juni) findet in Reitnau der dritte Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft 2026 statt. Mehr als 170 Autos stehen am Start. Glaubt man den Prognosen, könnte es, was den Tagessieg angeht, das spannendste Rennen des Jahres werden.

Zwei Mal hat er dieses Jahr schon gewonnen – in Hemberg und in La Roche. Am Sonntag peilt er den Hattrick an. Aber ganz so sicher ist sich Lokalmatador Robin Faustini nicht: «Wenn es ein Rennen gibt, bei dem der Ausgang ziemlich offen ist, dann ist es Reitnau!»

Eine Meinung, die auch andere teilen. Und die in erster Linie auf die Kürze und Charakteristik der Strecke zurückzuführen ist. Mit einer Länge von 1,57 km ist die Strecke in Reitnau 188 Meter kürzer als der Parcours in Hemberg. Und dort war es zum Saisonauftakt im Kampf um den Tagessieg schon ziemlich knapp. 1,34 Sekunden verlor Marcel Steiner in der Addition der beiden schnellsten Läufe auf Sieger Faustini. In den ersten beiden Läufen betrug der Rückstand 0,15 respektive 0,14 sec. Das sind (pro Lauf) knapp 80 Zentimeter, die Steiner auf Faustini fehlten.

Und Steiner ist ja nicht der einzige Verfolger des zweimaligen Schweizer Berg-Meisters. Mit Victor Darbellay und Michel Zemp stehen zwei weitere Fahrer in Reitnau am Start, die dem seit Les Paccots 2023 ungeschlagenen Faustini das Leben schwer machen wollen. «Wenn wir Zwei-Liter-Piloten eine grosse Chance haben, dann am Wochenende in Reitnau», meint Zemp. Ähnlich klingt es aus dem Mund von Darbellay. «Letztes Jahr war Reitnau für mich Neuland. Mit der Erfahrung von 2025 und den zusätzlichen Erkenntnissen, die ich seither gewonnen habe, sehe ich dem Rennen am kommenden Sonntag zuversichtlich entgegen.»

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schnellmann: Verbessert er in Reitnau seinen eigenen Rekord? © Eichenberger

Platzhirsch Faustini meint dazu: «Ich habe mehr Leistung, das stimmt. Aber mein Nova ist auch schwerer als die Autos von Michel oder Victor. Vieles wird also davon abhängen, wie gut man aus den Ecken herauskommt. Da haben wir uns für Reitnau natürlich schon einen Plan zurecht gelegt. Ob dieser aber aufgeht, wissen wir erst am Sonntagnachmittag.» Selbiges gilt für Faustinis Streckenrekord vom Vorjahr (47,20 sec). Ob dieser den Angriffen am Wochenende standhalten wird, hängt auch vom Wetter ab. Je höher die Temperaturen, desto schwieriger wird es werden, die Zeiten von 2025, als es ebenfalls drückend warm war, zu toppen. Stand heute sind für Sonntag jedenfalls 34 Grad und steigendes Gewitterrisiko angesagt…     

Auch bei den Tourenwagen wird es wieder spannend. Roger Schnellmann hat angekündigt, dass er in Reitnau wieder voll angasen wird, nachdem er in La Roche nach dem ersten Lauf aufgrund eines Problems mit dem Wasserdruck zusammen gepackt hatte. Gegner Nummer 1 wird aller Voraussicht wieder «Speedmaster» sein. Der Teamchef von MB Motorsport kommt mit seinem frisch erworbenen Ford Escort Cosworth immer besser in Fahrt. In Hemberg musste sich Schnellmann strecken, um ihn hinter sich zu halten.

Auch der Gesamtführende bei den Tourenwagen, Bruno Sawatzki, freut sich auf das Rennen im Aargauischen. Nicht nur wegen der Atmosphäre, der Porsche-Pilot aus dem Rheintal macht sich berechtigte Hoffnungen, auf einen neuen Klassenrekord in der Interswiss. Den hält seit dem Vorjahr Stephan Burri auf seinem VW Scirocco in 56,94 sec. «Diese Zeit ist machbar», sagt Sawatzki. «Und sie würde zwei Extrapunkte geben, was im Verlauf der Meisterschaft noch von entscheidendem Vorteil sein könnte.»  

Sawatzki Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bruno Sawatzki peilt die Interswiss-Bestzeit an © Eichenberger

Zur Strecke: Mit 1,570 km ist Reitnau die kürzeste Strecke im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft 2026. Insgesamt müssen 111 Höhenmeter zurückgelegt werden. Die durchschnittliche Steigung beträgt 6,9 Prozent. Die Schlüsselstellen des Parcours sind die Start- und Zielkurven. Aber auch in der Schikane kann man entscheidende Zeit gewinnen oder verlieren. Die Bestmarke in Reitnau stammt von Robin Faustini – aufgestellt bei der letzten Austragung 2025 in 47,20 sec (= 119,746 km/h). Den Rekord bei den Tourenwagen hält Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Lancer Evo VIII in 53,90 sec.

Reitnau ist das einzige Bergrennen im Schweizer Kalender, bei welchem nur am Sonntag gefahren wird. Der Zeitplan ist dementsprechend scharf getaktet. Los geht es ab 6.30 Uhr mit dem ersten von zwei Trainingsläufen. Ab 12.10 Uhr  sind dann pro Kategorie je zwei Rennläufe geplant. Die beiden Laufzeiten werden am Ende addiert. Eine Mittagspause gibt es nicht. Dafür einen Gottesdienst von 10.30 bis 11.15 Uhr.

Mehr über das Bergrennen in Reitnau erfahren Sie unter diesem Link

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.

Reitnau Ambiance 01 Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bergrennen Reitnau: Ein Rennen mit viel Tradition © Eichenberger

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23.06.2026 Weekend-Report 18/2026
Matteo Cairoli Lausitz 2026 EFR Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Emil Frey Racing feierte in der Lausitz den zweiten Saisonsieg © DTM

Ricardo Feller und das Team Emil Frey Racing haben am Wochenende trotz grosser Hitze beim DTM-Weekend am Lausitzring einen kühlen Kopf bewahrt.

Ricardo Feller hat am Wochenende beim dritten Lauf zur DTM am Lausitzring seinen ersten Podestplatz in dieser Saison an Land gezogen. Der gebürtige Aargauer bekam zwar (wie der vermeintliche Sieger Marco Mapelli) nach dem Rennen eine 15-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil er unter Full-Course-Yellow zu schnell war. Doch weil er nach hinten genug Abstand hatte, konnte Feller seinen dritten Platz im Samstagrennen behalten. Auch am Sonntag gab es aus Schweizer Sicht Positives zu vermelden. Der Italiener Matteo Cairoli im Dienste von Emil Frey Racing sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg und übernahm damit auch die Führung im Gesamtklassement. Viel Luft nach hinten hat der Ferrari-Pilot allerdings nicht. Nur ein Punkt hinter Cairoli lauern Maro Engel und Lucas Auer. Feller liegt nach drei von acht Rennen auf Rang 11. Im Sonntagsrennen wurde der Porsche-Pilot aus dem Team Manthey Racing 13.

Nach drei von sechs Rennen hat Felix Hirsiger die Führung im ADAC GT Masters abgeben müssen. Der ehemalige Sieger des Porsche Sports Cup Suisse musste sich am Lausitzring mit den Plätzen 4 und 5 zufrieden geben. Der Lamborghini-Pilot aus dem Team Engstler liegt aber immer noch gut im Rennen. Bei Saisonhalbzeit beträgt sein Rückstand auf das führende Duo lediglich fünf Punkte.

Ricardo Feller Lausitz 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller wurde im Samstagsrennen Dritter © DTM

Eine magere Punkteausbeute gab es aus Schweizer Sicht beim elften Rennen zur Formel E im chinesischen Sanya. Porsche-Werksfahrer Nico Müller startete von Position 14 und holte als Siebter immerhin noch sechs Zähler. Ein Rennunterbrechung nach einer Massenkollision stoppte jedoch Müllers Aufholjagd. «Ein Platz auf dem Podium wäre ohne diesen Unterbruch sonst möglich gewesen», meinte der Berner. Gar keine Punkte gab es für Sébastien Buemi (13.) und Edoardo Mortara, der das Rennen trotz eines komplett malträtierten Frontspoilers phasenweise sogar noch anführte. «Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir konkurrenzfähig sind», sagte Mortara. «Leider gab es nach dem Restart an meinem Auto ein technisches Problem mit dem Feuerlöscher, der sich von selbst auslöste, und ich musste das Rennen aufgeben.» Weil das in der Meisterschaft vor Mortara liegende Duo Mitch Evans und Oliver Rowland ebenfalls ausfiel, hielt sich der Schaden für den Genfer in Grenzen. Mortara ist vor den drei letzten Doubleheaders in Shanghai, Tokio und London mit 25 Punkten Rückstand auf die Spitze immer noch Meisterschaftsdritter.

Einen sensationellen vierten Platz erzielte Nachwuchstalent Levi Arn beim dritten Lauf zur italienischen Formel-4-Meisterschaft in Monza. Der Jenzer-Pilot startete von Position 18, fuhr die schnellste Rennrunde und überquerte die Ziellinie als Siebter. Nach dem Rennen gab es mehrere Zeitstrafen. Levi rückte auf den vierten Gesamtrang und auf den Platz 1 in der Rookie-Wertung vor. Mehr Zählbares schaute in den verbleibenden Rennen leider nicht heraus. Im zweiten Lauf wurde Arn durch einen Reifenschaden eingebremst, im Finale drehte ihn ein Mitkonkurrent um. Auch Florentin Hattemer durfte in Monza aufs Podium klettern. Der Trident-Pilot landete im dritten Pre-Heat auf Rang 3 und liegt in der Rookie-Wertung zwei Plätze vor Arn auf Rang 5.

21 Arn Jenzer Monza 06 26 01864 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Stark! Levi Arn gewann in Monza die Rookie-Wertung © Jenzer

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22.06.2026 Slalom Chamblon: Bralla Meister – Grispino/Oulevay auf den Ehrenplätzen
Grispino Bralla Oulevay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 3 von 2026: Grispino, Bralla und Oulevay (v.l.) © Eichenberger

In der Schweizer Slalom-Meisterschaft ist am gestrigen Sonntag die Entscheidung gefallen. Der Tessiner Christian Bralla hat sich in Chamblon zum neuen Meister gekürt – vor Alessandro Grispino und Christophe Oulevay.

Ein fünfter Platz in seiner Klasse hätte zum Titelgewinn gereicht. Aber halbe Sachen sind nicht sein Ding. Christian Bralla hat beim Finale der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 in Chamblon mit einem weiteren Sieg in der E1 bis 2 Liter alles klar gemacht. Und das schon nach dem ersten Durchgang. Mit einer 3:15,173 min kam er zwar nicht an seine Bestzeit von 2023 heran, aber der Vorsprung des Tessiners in seiner Gruppe war so gross, dass er den zweiten Lauf gar nicht hätte fahren müssen. Bralla fuhr trotzdem – und holte sich in 3:13,445 min den siebten Gruppensieg (im siebten Rennen) und den dritten Tagessieg bei den Tourenwagen in diesem Jahr!

Im Parc fermé angekommen hatte sich Bralla im Handumdrehen ein Meister-T-Shirt übergestreift. Und es dauerte auch nicht lange, bis ihm sein Team – allen voran sein ehemaliger Markenkollege Christian Darani – mit einer kleinen Bierdusche zum ersten Titel gratulierte. Diese Abkühlung hatte sich Bralla verdient. Das Rennen in Chamblon war, was die Konkurrenz betrifft, sicher nicht das härteste für den 48-Jährigen aus Vaglio. Aber die Hitze machte vor allem den Teilnehmenden mit geschlossenen Fahrzeugen zu schaffen. «Bei knapp 70 Grad im Auto ist es nicht einfach die Konzentration zu behalten», meinte Bralla, der schon einmal eine Saison mit lauter «Zwanzigern» hatte: 2023. Damals wurde er aber nur Gesamtdritter, weil Philip Egli und Lukas Eugster die besseren Ergebnisse im SCRATCH hatten als der Mann mit seinem Fiat X1/9.

Bralla Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Souverän: Bralla liess in Chamblon nichts mehr anbrennen © Eichenberger

Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Renault-Clio-Pilot Alessandro Grispino. Der Vorjahresmeister stand schon umgezogen beim Parc fermé, als Bralla dort sein Fahrzeug abstellte. «Das ist für mich Ehrensache», meinte Grispino. «Christian hat diesen Titel in diesem Jahr absolut verdient gewonnen. Ich freue mich für ihn.» Grispino war in Chamblon der Einzige, der Bralla noch am Titelgewinn hätte hindern können. Aber dafür hätte Bralla entweder massenweise Pylonen umwerfen oder einen technischen Defekt haben müssen. «Aber das wünscht man einem Fahrer wie ihm, der dieses Jahr so sauber gefahren ist, natürlich nicht», meinte Grispino, der nach Platz 1 im Vorjahr diesmal Gesamtzweiter wurde und damit seine vorzügliche Leistung aus dem Jahr 2025 bestätigte.

Auch Christophe Oulevay, der sich mit einem fünften Gruppensieg in der Interswiss bis 1,6 Liter, den dritten Gesamtrang sicherte, liess es sich nicht nehmen, Bralla zum Titelgewinn zu gratulieren. Der 42-Jährige aus Chavornay (VD) lag vor dem Finale noch auf Platz 2, hatte aber aufgrund der Streichresultat-Regel die schlechteren Karten als Grispino. «Ich freue mich dennoch über diesen dritten Platz», meinte Oulevay. «Seit 18 Jahren fahre ich nun mit meinem VW Scirocco – nun hat es endlich zu einem Platz auf dem Podium gereicht.» Verloren hat Oulevay den zweiten Gesamtrang in Ambri. «Dort habe ich zwei Mal gegen Werner Rohr den Kürzeren gezogen…»

Um noch kurz bei den Tourenwagen zu bleiben: Hinter Bralla, der im SCRATCH Fünfter wurde, sicherte sich Stephan Burri beim Saisonkehraus in Chamblon den zweiten Platz. Der Markenkollege von Oulevay fuhr im ersten Lauf mit 3:14,0 eine absolute Fabelzeit. Auf den zweiten Durchgang verzichtete der schnelle Interswiss-Pilot dann aber aus Sicherheitsgründen. «Ich hatte schon im ersten Lauf ein Problem mit den Bremsen», meinte Burri. «Ich wollte deshalb kein unnötiges Risiko eingehen.» Platz 3 bei den Tourenwagen ging an Fabrice Winiger auf seinem Porsche GT4. Dem Tourenwagen-Tagessieger in Chamblon von 2024 fehlte im Ziel eine Sekunde auf Bralla. Burris ewiger Gegner, Arnaud Donzé, konnte diesmal nicht in die Entscheidung eingreifen. «Ich hatte einen Defekt an den Bremsscheiben», meinte der Jurassier.

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Schrecksekunde im Training: Grispino mit Plattfuss vorne rechts © Eichenberger

Der Kampf um den Tagessieg beim Finale war eine einseitige Angelegenheit. Lionel Ryter fuhr als Einziger unter drei Minuten. Seine Bestzeit von 2:53,719 min war 13,4 Sekunden schneller als die von Samuel Métroz, der sich auf seinem wendigen Formel Arcobalenco den zweiten Gesamtrang sicherte. Hätte Ryter im zweiten Lauf nicht noch einen Torfehler begangen, hätte der Vorsprung sogar 15 Sekunden betragen. Ryters Teilnahme am Finale in Chamblon hing an einem seidenen Faden. In der Woche vor dem Rennen auf dem Armeegelände oberhalb von Yverdon musste der Walliser seinen Motor komplett zerlegen. «Wir hatten beim Bergrennen in La Roche ein Problem mit dem Kolbenring», so Ryter. «Das hat ein paar Überstunden in der Werkstatt verursacht…»

Platz 3 hinter Ryter und Métroz sicherte sich Joffrey Salomon, der ältere Bruder von Bure-Sieger Ursanne Salomon, auf seinem Formel Renault 2.0. Platz 4 im SCRATCH (vor eingangs erwähntem Bralla) ging an Hervé Villoz. Der ehemalige Renault-Clio-Pilot hat sich auf diese Saison mit der Anschaffung eines Formel-3-Dallara einen Traum verwirklicht, hatte aber schon bei seinem Debüt in La Roche gesagt: «Ich habe noch viel Arbeit vor mir…» 

Ryter Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lionel Ryter auf dem Weg zu einem ungefährdeten Tagessieg © Cornevaux

Zu den weiteren Klassensiegern in Chamblon, gehörten: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Stefan Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Nicolas Pasche (Renault Clio 2, N/ISN/R1), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Jean-Marc Salomon (Ford Fiesta, A/ISA/R2 über 2000 cm3), Christian Yerly (Seat Cupra Leon, TCR), Adrian Bieri (VW Golf, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Kevin Métroz (BMW M3, E1 bis 3000 cm3), Fabrice Winiger (Porsche GT4, E1 über 3000 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Christophe Martinis (Opel Ascona B, IS bis 3000 cm3), Christoph Zwahlen (Porsche 911, IS über 3000 cm3), Willy Waeber (Porsche 911 SC, Historic), Joël Jäggi (Radical SR4, E2-SC), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3).

Auch im Suzuki Swiss Racing Cup fiel in Chamblon die Entscheidung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Markenpokals sicherte sich ein Trio den Titel: das Flammer Racing Team mit Patrick Flammer, Reto Steiner und Sandro Fehr. Letzterer machte schon am Samstag im ersten Rennen mit einem Vorsprung von sechs Zehntelsekunden auf Michaël Béring den Sack zu. Auch im Sonntagsrennen hiess die Reihenfolge: Fehr, Béring, Rico Thomann. Diesmal betrug der Rückstand Bérings nur zwei Zehntelsekunden. Ohne Torfehler im zweiten Heat hätte der Mann aus Le Locle gewonnen.

Schnellster LOC-Pilot war in Chamblon Pierre Mürner auf seinem Porsche GT3 992.2 in 3:22,720 min – vor Roger Büeler (BMW M3) und Marius Pache (Caterham). Am Sonntag stellte Michael Pillet (Lotus Exige) die LOC-Bestzeit auf.

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Oulevay: Nach 18 Jahren endlich auf dem Gesamtpodium © Eichenberger

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19.06.2026 Das neue ASS-Magazin ist da!
Magazin 02 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

In diesen Tagen erscheint das neue Magazin von Auto Sport Schweiz. Wie immer mit einem bunten Mix aus Geschichten rund um den Schweizer Motorsport. Im Zentrum der Aufmacherstory steht diesmal die Frage: Was kommt nach dem Kart? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit haben haben wir versucht, die Möglichkeiten für junge Nachwuchsfahrer und -fahrerinnen aufzuzeichnen. 

Wir waren für die zweite Ausgabe des Jahres aber auch noch bei einem (im positiven Sinne) «Rennverrückten» zu Besuch, haben beim Les Rangiers Memorial vorbeigeschaut und bei Jubilar Marcel Fässler nachgefragt, was er denn seit seinem Rücktritt 2021 so macht…

Für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt. Wir wünschen viel Spass bei der Lektüre. Das nächste Magazin erscheint Mitte September. 

Für all die, die das Magazin von Auto Sport Schweiz nicht erhalten, es aber gerne abonnieren würden: Das Jahresabo (4 Ausgaben) kostet 30.- CHF (inkl. Porto). Mehr Infos unter info@motorsport.ch

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18.06.2026 Nicht vergessen: Noch bis 5. Juli für autobau SKM 7 Laghi anmelden!
7 Laghi 2 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Wie bereits kommuniziert wird der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft am 12. Juli 2026 nicht in Lonato, sondern in 7 Laghi bei Castelletto di Branduzzo (ITA) ausgetragen. Wer sich noch nicht eingeschrieben hat, kann das bis Sonntag, 5. Juli (24.00 Uhr) unter diesem Link machen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme und spannende Rennen auf einer Piste, die in diesem Jahr die Schweizer Kart-Meisterschaft bereits einmal am 19. April als Gast begrüssen durfte. 

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18.06.2026 Vorschau Slalom Chamblon: Nur einer kann Bralla noch am Titelgewinn hindern
Bralla Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla kann in Chamblon Slalom-Meister werden © Eichenberger

Am kommenden Wochenende (20./21. Juni) findet in Chamblon (VD) das Finale der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 statt. Der bisher ungeschlagene Christian Bralla hat mit seinem Fiat X1/9 die besten Chancen, erstmals Meister zu werden.

Mitten im Fussball-WM-Fieber findet am kommenden Wochenende das Finale der Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Austragungsort ist wie üblich das Armeegelände in Chamblon (VD), oberhalb von Yverdon-les-Bains. Die Ausgangslage für das Finale ist eindeutig. Der bisher ungeschlagene Christian Bralla hält vor dem letzten Rennen alle Trümpfe in der Hand. Zwar liegt er (auf dem Papier) nur zehn Punkte vor Verfolger Christophe Oulevay. Doch Bralla ist ein erfahrener Fuchs und hat in dieser Saison schon klassenintern Fahrer vom Kaliber eines Ludovic Monnier oder Martin Oliver Bürki geschlagen.

In Chamblon wird Bralla in der E1 bis 2 Liter auf keinen der beiden treffen. Bürki kehrt nach seinem Unfall in Ambri zwar wieder zurück, fährt aber in der E1 bis 3 Liter mit seinem schwarzen BMW, Monnier verzichtet auf den letzten Slalom, weil er sich voll auf die Berg-Meisterschaft konzentriert und dort mit dem VW Golf von Ex-Besitzer Danny Krieg immer besser in Fahrt kommt. Der Vorsprung Brallas lässt vieles zu – sogar einen fünften Platz beim Finale in Chamblon. Rein rechnerisch kommt neben Bralla nämlich nur noch ein anderer Fahrer für den Titel 2026 in Frage: Vorjahresmeister Alessandro Grispino. Der kann mit einem «Zwanziger» (abzüglich seinem Streichergebnis, in diesem Fall also die acht Punkte aus Bure) als Einziger noch auf die 120 Zähler kommen, die Bralla jetzt schon hat. Würde Bralla in einem solchen Fall am Wochenende Fünfter werden, hat auch er ein Streichresultat von acht Punkten. Der Vorteil läge dann aber immer noch beim Tessiner, weil bei dieser Konstellation als nächstes Kriterium die SCRATCH-Ergebnisse zum Zuge kämen – und dort lag Bralla während der ganzen Saison stets vor Grispino.

Grispino Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahresmeister Alessandro Grispino in seinem Renault Clio © Eichenberger

Die restlichen Verfolger – von Christophe Oulevay (VW Scirocco) über Christophe Maréchal (BMW E30) und Samuel Weibel (Subaru BRZ) – können Bralla, der schon vor dem Finale also mindestens Gesamtzweiter ist, nicht mehr am Titelgewinn hindern. Gleichwohl geht es für sie noch um ein Platz auf dem «Stockerl». Und da hat wiederum Oulevay die besten Chancen. 

Auch im Kampf um den Tagessieg hat ein Fahrer alle Trümpfe auf seiner Seite: Lionel Ryter. Weil Rekordtagessieger Philip Egli schon vor Wochen angekündigt hat, dass er auf das Finale verzichten wird, ist der junge Walliser auf seinem Formel Renault 2.0 klarer Favorit. Es sei denn, sein Auto lässt ihn im Stich. Nach den Motorenproblemen in La Roche war unter der Woche nicht sicher, ob Ryter seine «Eva» bis zum Wochenende wieder einsatzbereit kriegt. Ryter hat dieses Jahr bereits die Slaloms von Bière 2, Ambri 1 und Ambri 2 gewonnen. Chamblon wäre sein vierter Tagessieg – damit würde er seine Bestmarke aus dem Vorjahr (ebenfalls vier Siege) egalisieren.

Müsste Ryter aus technischen Gründen auf das Rennen in Chamblon verzichten, würde es am Wochenende einen neuen Tagessieger geben. In Frage kämen der schnelle Samuel Métroz in seinem Formel Arcobaleno oder Joffrey Salomon im Formel Renault 2.0. 

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Christophe Oulevay liebäugelt mit einem Podestplatz © Eichenberger

Offen ist auch noch die Ausgangslage im Suzuki Swiss Racing Cup. Vor dem Finale in Chamblon (der Suzuki Cup trägt am Wochenende zwei Rennen aus) führt das Flammer Speed Team. Dieses kann, obwohl mehrere Fahrer im Einsatz standen, den Titel holen. In Chamblon soll es Routinier Sandro Fehr für die Flammers richten. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rico Thomann, dem Gesamtsieger des Vorjahres, beträgt allerdings nur vier Punkte. Und auch Michaël Béring, ein ausgewiesener Chamblon-Spezialist, ist mit zehn Punkten Rückstand noch gut im Rennen.

Los geht es in Chamblon am Samstag ab 7.00 Uhr mit den Trainings und Rennen der LOCalen (inkl. Suzuki Swiss Racing Cup und PSA Trophy). Auch am Sonntag ist mit den NATionalen Wettbewerben (inkl. Suzuki Swiss Racing Cup und PSA Trophy) bereits ab 7.00 Uhr Action angesagt. Die Rennläufe finden ab 13.35 Uhr statt. Die Siegerehrung soll um ca. 17.30 über die Bühne gehen. Der Eintritt ist frei. Verpflegungsmöglichkeiten gibt es auf Platz. Achtung: Die Wettervorhersage verspricht heisse 35 Grad am Sonntag! Und Schattenplätze sind in Chamblon rar…

Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026
18./19. April, Frauenfeld
25. April, Bière 1
26. April, Bière 2
2. Mai, Ambri 1
3. Mai, Ambri 2
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon

Ryter Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Noch ist nicht ganz sicher, ob Lionel Ryter fahren kann © Eichenberger

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17.06.2026 Genolet in der Academy Trophy auf Platz 2 abgerutscht
Genolet Academy Muelsen 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Start zum Finale mit Alexis Genolet auf Position 5 © FIA

Alexis Genolet hat beim zweiten Rennen der FIA Academy Trophy in Mülsen (GER) nicht ganz an sein Super-Wochenende in Valencia anknüpfen können. Der Genfer liegt nach zwei von drei Rennen aber immer noch gut im Rennen.

Beim Saisonauftakt der FIA Academy Trophy in Valencia war Alexis Genolet (16) das Mass der Dinge. Der Genfer hatte bei den Senioren nicht nur sensationell die Pole-Position geholt und zwei der drei Vorläufe gewonnen, der Zweitplatzierte des Young Drivers Projekts von 2025 hatte auch im Finale souverän mit einem Start-Ziel-Sieg triumphiert. Beim zweiten Aufeinandertreffen in Mülsen (GER) startete der Fahrer aus dem Team LKM Racing mit einem zweiten Platz im ersten Heat erneut sehr gut ins Wochenende. Im zweiten Durchgang bekam er dann allerdings gleich mehrere Strafen und musste sich mit Rang 15 begnügen. Im dritten Heat war Genolet wieder absolut top: P1!

Im Finale startete Genolet als Fünfter, kämpfte lange um eine Spitzenposition, fiel dann aber nach einer Berührung eines Konkurrenten auf Platz 11 zurück – und erhielt obendrauf noch eine Strafe. Im Gesamtklassement liegt Genolet nach zwei von drei Rennen auf dem immer noch ausgezeichneten zweiten Platz. Sein Rückstand auf den führenden Briten Albert Lapper beträgt 30 Punkte. Das Finale findet vom 30. Juli bis 2. August in Kristianstad (SWE) statt.

«Natürlich bin ich enttäuscht», meint Alexis. «Ich glaube, ich hätte ähnlich gut abschneiden können wie in Valencia, aber es lief nicht alles nach Plan. Unsere Slick-Reifen im Rennen waren nicht wirklich konkurrenzfähig und das Fahrwerk reagierte nicht richtig. Um den Schaden zu begrenzen, mussten wir das Fahrwerk auf Regenmodus einstellen, in der Hoffnung, etwas Grip zu bekommen. Verloren ist noch nichts. Ich bin immer noch Zweiter und kann den Titel beim letzten Rennen in Schweden immer noch holen.»

Die FIA Academy Trophy ist eine Serie, die nach dem «Arrive&Drive»-Prinzip funktioniert. Jeder Verband darf aus seinem Land einen Fahrer nominieren. Für die Schweiz sind in diesem Jahr Alexis Genolet (bei den Senioren) und Zoltan Coigny (bei den Junioren) im Einsatz.

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16.06.2026 24h Le Mans: Podestplätze für Buemi und Müller
Buemi Le Mans 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Als Dritter auf dem Podium: Sébastien Buemi (2.v.r.) © Toyota

Sébastien Buemi und Nico Müller standen bei der 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans auf dem Podium. Der Sieg ging an den Toyota mit der #7 mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck Vries.

Zu einem Schweizer Sieg hat es bei den 24 Stunden von Le Mans nicht gereicht. Weder für Sébastien Buemi bei den Prototypen, noch für Nico Müller in der LMP2. Beide standen am Sonntagnachmittag aber dennoch auf dem Podium: Buemi als Dritter im Toyota, Müller als Klassenzweiter für das polnische Team Inter-Europol.

Die Chancen auf einen Schweizer Triumph waren lange intakt. Obwohl der Toyota von Buemi mit der #8 nur von der 15. Position ins Rennen geht. Doch die Japaner sind mit ihrem brandneuen TR010 schon nach wenigen Stunden dort, wo sie hingehören: an der Spitze. Das auch, weil das Team in Sachen Strategie perfekt harmoniert und die beiden Autos früher als die Konkurrenz an die Boxen holt und so unnötigen Zweikämpfen auf der Strecke aus dem Weg geht. In der Nacht kommt es dann zu einem sehenswerten Zweikampf mit dem Cadillac #12 von Louis Delétraz. Rundenlang duellieren sich die beiden.

Marciello Le Mans Pole Position 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Da war noch alles gut: Marciello (rechts) feiert die Pole-Position © BMW

In den Morgenstunden fällt dann eine Vorentscheidung. Der Cadillac von Delétraz wird während einer Full-Course-Yellow wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Slow Zone bestraft; zudem muss er einen Notstopp zum Tanken einlegen (unter Full Course Yellow sind nur Tankstopps mit der minimal erforderlichen Kraftstoffmenge erlaubt, was das Auto zwingt, erneut anzuhalten, sobald die grüne Flagge geschwenkt wird). Auch der Toyota von Buemi kommt nicht ungeschoren über die Distanz. Eine Reparatur an den Bremsen kostet mehr als eine Minute. Das bis dato eher unscheinbare Schwesterauto mit der #7 mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck Vries übernimmt das Kommando – und lässt sich auch in der Schlussphase nicht mehr bezwingen. Obwohl der Niederländer Robin Frijns im BMW Druck auf die #7 (Kobayashi) ausübt, bleibt dieser cool und beschert Toyota den ersten Sieg seit vier Jahren. Für Delétraz, der mit Cadillac eine grossartige Show bot, endete das Rennen knapp geschlagen auf dem vierten Platz – hinter Buemi.

Der zweite BMW, der von der Pole- Position gestartete M Hybrid V8 #15 mit Raffele Marciello, verlor die Führung schon vor der ersten Kurve und hatte anschliessend nie die Pace, um vorne mitmischen zu können. Eine Kollision und (später) Elektronikprobleme zwangen BMW nach 272 Runden, das Auto aus dem Rennen zu nehmen.

Auch in der LMP2 waren die Schweizer stark vertreten: Müller im Inter-Europol-Wagen mit der #343 landet auf dem zweiten Platz hinter dem Schwesterauto, nachdem er sich fast das gesamte Rennen über an der Spitze behauptet hatte. Auch das Schweizer Team CLX Motorsport fährt ein hervorragendes Rennen und belegt den fünften Klassenrang – und das mit der jüngsten Fahrerpaarung (alle drei Piloten waren erst 19!) in der Geschichte von Le Mans. Grégoire Saucy landet bei seiner Le-Mans-Premiere auf dem achten Platz in der LMP2. In der LMGT3 reicht es den Schweizern nicht aufs Podium. Das Team Kessel Racing belegt die Plätze 9 und 10.

Mueller Le Mans 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller beendete das Rennen der LMP2 als Zweiter © Inter Europol

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15.06.2026 Bergrennen La Roche – La Berra: Lehrstunde des Meisters
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Robin Faustini auf dem Weg zum 17. Tagessieg in Folge © Eichenberger

Beim Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg war es im Kampf um den Tagessieg noch ultraknapp. Beim zweiten Rennen von La Roche nach La Berra erteilte der amtierende Champion Robin Faustini der Konkurrenz eine Lehrstunde.

Beim Saisonauftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg ging es im Kampf um den Tagessieg noch um Zehntelsekunden, phasenweise sogar um Hundertstelsekunden. Beim zweiten Lauf von La Roche nach La Berra im Kanton Fribourg fiel die Sache gestern Sonntag sehr viel deutlicher aus. Der Auftaktsieger und Meister der vergangenen zwei Jahre, Robin Faustini, brennte schon im ersten Durchgang ein Feuerwerk ab und verbesserte den 2024 eigens aufgestellten Streckenrekord um sagenhafte 0,63 Sekunden auf 1:38,487 min (= 127,9 km/h). Mit 2,3 Sekunden Rückstand vermochte einzig Victor Darbellay auf seinem 2-Liter-Nova einigermassen mithalten. «Bei solchen Bedingungen hast du am Morgen die Chance, eine Top-Zeit aufzustellen», sagt Faustini, der  damit seinem Nova NP01 Emap den 17. Tagessieg in Folge feierte. «Ich wusste schon nach den Trainingsläufen am Samstag, was möglich ist. Da haben zwar noch knapp neun Zehntelsekunden gefehlt, aber mir war klar, dass ich es schaffen kann.»

Im zweiten Lauf, bei deutlich höheren Temperaturen, war Faustini nicht mehr ganz so schnell. Die 1:39,5, aber auch die 1:40,0 im dritten Durchgang, blieben für die Konkurrenz unerreichbar. «Ich bin zufrieden mit meinen Läufen, vor allem mit dem ersten», meinte der am Ende Zweitplatzierte Darbellay. «Ich habe auf diese Saison neue Avon-Reifen. Von denen weiss ich jetzt genau, wie viele Kilometer sie auf dem Tacho haben. Und so kann ich mir meine Rennen gut einteilen.» Platz 3 im SCRATCH ging an Marcel Steiner. Der Honda-Garagist aus Oberdiessbach (BE) erlebte ein frustrierendes Wochenende. Schon in den Trainings lief es nicht nach Plan. Im ersten Rennlauf verlor er 4,6 Sekunden auf Faustini. Nach zwei von drei Läufen lag er nur 0,7 Sekunden vor Michel Zemp im 2-Liter-Norma. Immerhin: Den dritten Platz liess er sich im letzten Lauf nicht mehr stibitzen. Der Rückstand in der Addition der beiden besten Läufen von 8,8 sec auf Faustini und 4,5 sec auf Darbellay werden Steiner aber noch eine Zeit lang beschäftigen.

Darbellay Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nur Victor Darbellay vermochte einigermassen mitzuhalten © Kaufmann

Hinter dem Prototypen-Quartett lieferten sich einmal mehr Philip Egli im Formel-3-Dallara und Lionel Ryter im Formel-Renault 2.0 einen sehenswerten Zweikampf. Nach zwei Durchgängen führte der junge Walliser 0,4 sec vor Egli. Doch schon im zweiten Lauf hatte Ryter ein ungutes Gefühl. «Der Motor machte komische Klopfgeräusche, worauf wir dann aus Sicherheitsgründen auf den dritten Lauf verzichtet haben.» Der kaltschnäuzige Egli nutzte diese Situation aus, fuhr einen sauberen Lauf hinauf nach La Berra und sicherte sich Rang 5 im Gesamtklassement – vor Ryter, Ursanne Salomon im Formel-3-Dallara und Roland Bossy im Formel-3-Tatuus.

Neunter im SCRATCH und damit bester Tourenwagenfahrer war «Speedmaster». Der Chef des MB-Motorsport-Teams liess sich im zweiten Durchgang mit einer Bestzeit von 1:53,9 min stoppen und sicherte sich mit einer Gesamtzeit von 3:48,2 min souverän den Tagessieg unter den Tourenwagenfahrern mit sechs Sekunden Vorsprung auf Markenkollege Remo Fischer, dessen Bestzeit 1:56,7 min betrug. Nicht gewertet wurde Roger Schnellmann auf seinem Mitsubishi Lancer Evo VIII. Der Schwyzer, in Hemberg noch der schnellste Fahrer mit einem Dach überm Kopf, liess sich im ersten Lauf eine 1:52,475 min notieren. Damit lag der schnellste Fahrlehrer der Schweiz nur knapp zwei Sekunden über der absoluten Bestmarke von Reto Meisel. Doch als die Fahrer sich zum zweiten Lauf parat machten, packte Schnellmann seine sieben Sachen zusammen. «Der Wasserdruck war viel zu hoch», meinte Schnellmann. «Vor zwei Jahren wäre ich wieder eingestiegen und weitergefahren. Aber nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr mit den vielen Schäden sind wir vorsichtig geworden.» Bis Reitnau (28. Juni), so Schnellmann, sollte der sich angekündigte Schaden behoben sein.

Speedmaster Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» war der schnellste Tourenwagenfahrer © Eichenberger

Eine Fabelzeit stanzte auch Porsche-Pilot Bruno Sawatzki in den Asphalt. «Als ich die 1:55,7 min auf der Anzeigetafel sah, war ich mir gar nicht sicher, ob das meine Zeit ist», meinte der schnellste Fahrer aus der Interswiss und der drittbeste Tourenwagenpilot im SCRATCH. Einen kleinen Wermutstropfen gab es für Sawatzki aber trotzdem: Nach dem zweiten Lauf fuhr er über ein Stromkabel. Dieses verhedderte sich so unglücklich, dass hinten rechts die Stossstange abgerissen wurde und er auf den dritten Lauf verzichten musste. Dennoch führt Sawatzki nun als alleiniger Leader die Tourenwagenwertung fünf Punkte vor «Speedmaster» und 10,5 Zähler vor TCR-Pilot Sergio Kuhn an.

Zu den weiteren Tourenwagenfahrern, die in La Roche die Zwei-Minuten-Marke knackten, gehörten Bruno Ianniello in seinem Lancia Delta (Gesamt-14. und Sieger E1 bis 3,5 Liter), Ludovic Monnier auf seinem VW Golf Rally (16. und Sieger E1 bis 2 Liter) sowie Christoph Zwahlen, der es im dritten Anlauf mit einer 1:59er-Zeit schaffte.

Alle Klassensieger in La Roche entnehmen Sie der Übersicht: Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2/R3), Nicolas Pasche (Renault Clio RS, N/ISN), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. Über 3000 cm3), Maurice Girard (BMW 320, Historic), Frédéric Fleury (Martini MK52, Historic Classic), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Ramon Hänggi (Citroën Saxo, PSA Gr. A), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Mike Bürki (VW Polo, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Tom Huwiler (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), «Speedmaster» (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Martin Howald (VW Golf, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Urs Banz (Opel Ascona B, IS bis 3000 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 3000 cm3), Vincent Caro (TracKing, E2 Silhouette), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1600 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3 T-318, E2-SS über 2000 cm3), Victor Darbellay (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

Kuhn Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sergio Kuhn: Wieder eine Top-Leistung im TCR-Peugeot © Kaufmann

Eine Vorentscheidung ist in der Schweizer Junioren-Meisterschaft gefallen. In der Disziplinen übergreifenden Meisterschaft (vier Slaloms, vier Bergrennen) gibt es nach La Roche nur noch einen Fahrer, der eine reine Weste hat: Alessandro Grispino. Der Slalom-Meister von 2025 hat sich auch im sechsten Rennen 25 Punkte gutschreiben lassen. Nicht so Steven Chiqutia. Der junge Waadtländer hatte für einmal das Nachsehen gegen BMW-Markenkollege Hugo Mascaro. «Ich hatte keine frischen Reifen mehr und konnte im dritten Lauf nicht mehr angreifen», meinte Chiquita, der bei noch zwei ausstehenden Bergrennen (Anzère und Oberhallau) nun fünf Punkte hinter Grispino und 15 Punkte vor Mascaro liegt.

In der REGionalen Klasse war Filipe Santiago mit einer Gesamtzeit von 4:12,079 min (bei den Formelfahrzeugen) der Schnellste. Emanuele Tognacca fuhr in seinem VW Golf in 4:13,299 min die Bestzeit (in der Addition der beiden schnellsten Läufe) bei den Tourenwagen. 

Und so geht es weiter:
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Huwiler Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
BMW-Pilot Tom Huwiler: Schnellster in der E1 bis 3 Liter © Eichenberger

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12.06.2026 Junioren-Meisterschaft: Zwei punktgleich an der Spitze
Chiquita Steven Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steven Chiquita führt die Junioren-Meisterschaft... © Eichenberger

Vier Fahrer lagen vor dem ersten Bergrennen in Hemberg in der Schweizer Junioren-Meisterschaft gleichauf in Führung. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen in La Roche an diesem Wochenende sind es noch zwei.

Zwei Fahrer sind in der Schweizer Junioren-Meisterschaft nach fünf von acht Rennen noch ohne Verlustpunkte: Steven Chiquita auf seinem BMW E30 und Alessandro Grispino auf seinem Renault Clio R3. Vier Mal waren beide bei den zur Junioren-Meisterschaft zählenden Slaloms erfolgreich. Und auch beim Berg-Auftakt in Hemberg haben sich die beiden keine Blösse gegeben. Stand heute hätte Chiquita die Nase vorne, weil er im SCRATCH jeweils immer vor Grispino lag.

Frauenfeld: Chiquita 39., Grispino 60.
Ambri 1: Chiquita 26., Grispino 41.
Ambri 2: Chiquita 24., Grispino 37.
Bure: Chiquita 14., Grispino 24.
Hemberg: Chiquita 41., Grispino 130.

Alessandro Grispino Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
...gemeinsam mit Alessandro Grispino an © Eichenberger

Nicht mehr zur Spitzengruppe gehören Ursanne Salomon (Formel-3-Dallara) und Mario Schöpfer (VW Golf). Und das aus komplett unterschiedlichen Gründen. Salomon wurde in Hemberg nach mehrfachem Nachmessen wegen eines nicht regelkonformen Heckspoilers disqualifiziert. Schöpfer war im Toggenburg gar nicht erst am Start. Der Luzerner sollte in diesen Tagen erstmals Vater werden. Wir wünschen ihm und seiner Lebensgefährtin schon jetzt alles Gute! Schöpfer wird auch das Rennen am Wochenende in La Roche, das ebenfalls zur Junioren-Meisterschaft zählt, verpassen. «In Reitnau bin ich dann wieder zurück!» 

Durch das Zurückfallen von Salomon und Schöpfer ist Anthony Gurba (Formel Renault 2.0) auf Platz 3 vorgerückt. Hugo Mascaro (BMW E30) und Yannick Stampfli (Renault Clio) sind ihm mit je nur zwei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Nach La Roche stehen für die Junioren noch zwei Bergrennen auf der Agenda: Ayent-Anzère und Oberhallau. Es bleibt also spannend.

Ursanne Salomon Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon wurde wegen eines nicht regelkonformen Heckflügels in Hemberg disqualifiziert und ist auf P7 zurückgefallen © Eichenberger

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11.06.2026 Werden Faustini und Schnellmann ihrer Favoritenrolle auch in La Roche gerecht?
Faustini Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch in La Roche Favorit: Hemberg-Sieger Robin Faustini © Eichenberger

Auf den Saisonauftakt in Hemberg folgt am Wochenende gleich der zweite Streich: das Bergrennen von La Roche nach La Berra. 170 Teilnehmende haben sich eingeschrieben. Hier das Wichtigste im Überblick.

Kaum ist das erste Bergrennen der Saison in den Geschichtsbüchern, geht es am Wochenende weiter: diesmal mit dem zweiten Lauf von La Roche nach La Berra im Kanton Fribourg. Einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, haben wir in Hemberg erhalten. In beiden Disziplinen, bei den Renn- und bei den Tourenwagen, geht es an der Spitze um Sekundenbruchteile. Und um den Tagessieg könnte es in La Roche noch enger werden als im Toggenburg. Denn mit Victor Darbellay kehrt ein weiterer Nova-Pilot zurück. Im Vorjahr belegte Darbellay in La Roche hinter Sieger Joël Volluz (der nach wie vor fehlt) und Thomas Amweg (der pausiert) Platz 3 im Gesamtklassement. Seither hat der schnelle Walliser weitere Erfahrungen gesammelt. Unter anderem erst kürzlich beim Auftakt zur Super Salita in Vallecamonica. Auf der 8,5 Kilometer langen Strecke in Italien war nur Multichampion Simone Faggioli schneller als Darbellay – und dies mit einem 1170er-Turbomotor inmitten einer Horde der stärksten Italiener. Die Herren Faustini, Steiner und Zemp dürften also gewarnt sein. «Die Strecke in La Roche ist zwar fast zwei Kilometer länger als die in Hemberg», sagt Auftaktsieger Faustini, «aber das heisst noch lange nicht, dass Victor und Michel mit ihren 2-Liter-Autos nicht mithalten können.»

Darbellay La Roche 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Was kann Darbellay ausrichten (Bild aus La Roche 2025)? © Eichenberger

Auch bei den Tourenwagen wird es interessant bleiben. Klar gilt Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo VIII auch in La Roche als Favorit. Hemberg hat aber gezeigt, dass ihm «Speedmaster» mit seinem neu aufgebauten Ford Escort Cosworth auf die Pelle rücken kann. Während in Hemberg die Eine-Minute-Marke für Tourenwagen so etwas wie die Schallmauer bedeutete, wird in La Roche die Frage sein: Wer schafft es unter 2:00,00 min? Im Vorjahr (in Abwesenheit von Schnellmann) ist dieses Kunststück nur Tourenwagen-Tagessieger Simon Wüthrich (setzt dieses Jahr nach dem Unfall in Les Rangiers aus) und Frédéric Neff gelungen.

Los geht es in La Roche am Samstag, 13. Juni, um 7.40 Uhr mit den ersten (von insgesamt drei) Trainingsläufen. Am Sonntag starten dann die ersten Rennläufe ebenfalls um 7.40 Uhr. Die beiden schnellsten Zeiten am Sonntag werden addiert. Um ca. 17 Uhr sollte am Sonntag das letzte Feld im Ziel eintreffen. 

Zur Strecke: Die Strecke in La Roche misst 3,5 Kilometer. 285 Höhenmeter und eine durchschnittliche Steigung von 8,17 Prozent müssen zurückgelegt werden. Der absolute Streckenrekord hält Faustini (aus dem Jahr 2024) in 1:39,117 min (= 127,131 km/h). Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit beträgt 1:50,325 min und wurde von Reto  Meisel (Mercedes-Benz SLK340) 2022 aufgestellt.

Mehr über das Bergrennen in La Roche erfahren Sie unter diesem Link

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.

Schnellmann Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schnellmann war in Hemberg der schnellste Tourenwagenfahrer © Eichenberger

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10.06.2026 Schweizer Histo-Erfolge in Dijon
Maxime und Dominique Guenat Yves Scemama Peter Wyss Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Maxime und Dominique Guenat mit Yves Scemama (v.l.) © Wyss

Auch bei der dritten Runde zur Le Mans Classic Series, dem Grand Prix de l’Âge d’Or in Dijon-Prenois, gab es einige Schweizer Erfolge. Der grosse Wurf gelang diesmal aber keinem der bekannten Namen.

Bei manchen Rennen der historischen Rennserie von Peter Auto aus Frankreich feierte Maxime Guenat schon zwei bis drei Siege an einem Wochenende. Diesmal musste sich der schnelle Jurassier mit zweiten Plätzen zufriedengeben, die er sich allerdings hart erkämpfte. Im spektakulären Heritage Touring Cup 1 für Tourenwagen der 1970er-Jahre hatte Guenat Ende März beim Saisonauftakt in Barcelona noch einen klaren Sieg gefeiert. Bei der Spa Classic wurde sein Ford Capri RS3100 mit Vierventil-Cosworth-Motor allerdings unschuldiges Opfer einer Startkollision, worauf er für das «Heimrennen» in Dijon auf den BMW 3.5 CSL umstieg, den er sich mit seinem Vater Dominique teilte.

Weil im Training ein Motordefekt auftrat und keine Qualifikationszeit möglich war, startete der Papa aus der hintersten Reihe ins einstündige Rennen – an dessen Ende lag der schnelle Filius nach einer beeindruckenden Aufholjagd nur noch 10,3 Sekunden hinter dem Capri des von der Pole- Position gestarteten Franzosen Armand Mille. Spa-Sieger Yves Scemama nahm das Rennen mit seinem Capri als Zweiter in Angriff, konnte das Tempo an der Spitze über die Distanz aber nicht ganz mitgehen und wurde Vierter. Michael Kammermann lag mit dem Capri von Maurizio Bianco bald nach dem Start an dritter Position, welche der im Tessin lebende Italiener nach der Übernahme aber nicht halten konnte. Ein Unfall kurz vor Rennende aufgrund von nachlassenden Bremsen sorgte für das jähe Ende. Auch Nicolas Traber musste seinen schnellen neuen BMW 635 CSi Gruppe 2 vorzeitig abstellen. Thomas Studer und Toni Seiler belegten mit ihren schwächeren Ford Capri RS2600 mit Weslake-Motoren die Ränge 13 und 15.

CLASSIC ENDURANCE RACING 1 6e Henrique GEMPERLE Marc de SIEBENTHAL Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gemperle/De Siebenthal und ihr Porsche 903/3 © Cornevaux

Atemberaubend war das gigantische Feld der Classic Endurance Racing 1 der Sportprototypen und GT von 1966 bis 1974, in der dreizehn Lola T70 und ein McLaren mit ihren V8-Motoren den Circuit zum Beben brachten. Uhrensprössling Armand Mille feierte hier seinen zweiten Tagessieg, profitierte jedoch vom Boxenstopp-Zeithandikap des baugleichen T70 MK.3B von Jan Magnussen/Chris Ward für ihren Sieg in Spa. Der Monegasse Claudio Roddaro brachte den mehr oder weniger originalen Porsche 917K von Jo Siffert/Brian Redman (drei Rennen 1970) nach schnellster Rennrunde als Fünfter ins Ziel. Knapp dahinter folgte der ebenfalls mit Schweizer Historie behaftete Martini-Porsche 903/3 von Henrique Gemperle und Marc de Siebenthal.

Mit wirkungsvoller Unterstützung des britischen Profis Nigel Greensall feierte Rolf Sigrist mit seinem Chevron B19 bereits den dritten Saisonsieg in der Klasse bis zwei Liter, allerdings erst nach dem Rückfall des zeitweise sogar im Gesamtklassement vor Magnussen führenden Chevron von Frank Stippler. Mit dem Genfer Geschäftsmann Steve Kriknoff als Dritter in einem Lola T212 stellte sich ein zweiter Schweizer aufs Klassenpodium. Kriknoff sorgte in den beiden 45-Minuten-Rennen der Gentlemen Challenge am Steuer seines Lotus 15 von 1960 für die einzigen Schweizer Gesamtsiege in einem der acht verschiedenen Rennfelder.

In der CER2 für Sportwagen und GT von Mitte 1970 bis Anfang 1980 errang Maxime Guenat im bewährten Lola T286 mit Ford-Dreilitermotor den zweiten Platz hinter dem überlegenen Franzosen Stéphane Nguyen im ähnlich motorisierten Lola T282. Im grossen Feld der Sixties’ Endurance belegte Guenat mit Partner Guillaume Mahé aus Frankreich im Shelby Cobra Daytona Coupé nach zwei Stunden den vierten Rang hinter einem britischen Jaguar E-Type und zwei Cobra 289 und den dritten Platz in der Klasse GT5. 

Sämtliche Resultatlisten sind unter diesem Link ersichtlich, weitere Informationen zu den einzelnen Rennserien unter www.peterauto.fr

Text: Peter Wyss 

L AGE D OR Serge KRIKNOFF 2 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Genfer Serge Kriknoff mit seinem Lola T212 © Cornevaux

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09.06.2026 Vierter Lauf zur autobau SKM in 7 Laghi statt in Lonato!
7 Laghi 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der vierte Lauf zur autobau SKM findet in 7 Laghi statt © Eichenberger

Der Kalender der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 muss kurzfristig geändert werden: Der vierte Lauf findet nicht wie geplant in Lonato, sondern in 7 Laghi statt! Das Datum bleibt unverändert der 12. Juli.

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 hätte am 12. Juli in Lonato (ITA) den vierten Meisterschaftslauf austragen sollen. Aufgrund von unerwartet kurzfristig gestiegenen Verwaltungskosten sowie organisatorischen Dissonanzen sieht sich das Komitee Karting von Auto Sport Schweiz zu einer Änderung des Austragungsortes gezwungen.

Der vierte Meisterschaftslauf findet neu (am selben Datum, also am 12. Juli 2026!) auf der Rennstrecke 7 Laghi Kart in Castelletto di Branduzzo (ITA) statt. Die Trainings werden am Samstag, 11. Juli, ausgetragen. Der ursprünglich geplante Austragungsort, der South Garda Karting Circuit in Lonato, wird für diese Veranstaltung nicht berücksichtigt. Die entsprechend angepassten Ausschreibungen werden den Teilnehmenden so rasch wie möglich zugestellt beziehungsweise direkt auf der Plattform www.go4race.ch respektive motorsport.ch publiziert.

Das Komitee Karting von Auto Sport Schweiz ist sich der Tatsache bewusst, dass diese kurzfristige Änderung für alle Teams, Piloten, Eltern und weiteren Involvierten mit erheblichen Zusatzaufwänden und organisatorischen Herausforderungen verbunden ist. Für die entstandenen Umstände entschuldigt sich das Komitee in aller Form. Aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Tage war eine Einhaltung des ursprünglich geplanten Kalenders jedoch nicht mehr zu verantworten.

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