Die Ärztliche Kommission von Auto Sport Schweiz hat im Rahmen einer medizinischen Neubeurteilung entschieden, einem aktiven Piloten aus dem Kanton Jura die bestehende REGionale Lizenz mit sofortiger Wirkung abzuerkennen. Gleichzeitig wurde ein Antrag des betroffenen Fahrers auf den Umstieg auf eine NATionale Lizenz abgewiesen.
Dieser einschneidende Entscheid basiert auf den strengen medizinischen Richtlinien von Auto Sport Schweiz und den internationalen Vorgaben der FIA (Fédération Internationale de l'Automobile). Bei der Überprüfung der Fahrtauglichkeit wurde eine neurologische Indikation (Epilepsie) festgestellt, welche den Erhalt oder die Neuausstellung einer Lizenz zwingend ausschliesst.
Wir sind uns bewusst, dass ein solcher Entzug für den betroffenen Piloten einen schweren sportlichen Rückschlag bedeutet. Im Motorsport steht die Sicherheit jedoch an allererster Stelle. Die Richtlinien dienen dem Schutz des Fahrers selbst sowie der Sicherheit aller anderen Lizenznehmer, Streckenposten und Zuschauer an den Rennstrecken.
Der Pilot kann mittels zusätzlichen neurologischen Gutachten eine Neubeurteilung der Situation durch die Ärztliche Kommission von Auto Sport Schweiz beantragen.
Auto Sport Schweiz bittet, die Privatsphäre des betroffenen Piloten zu respektieren. Aus Gründen des Datenschutzes und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte werden im vorliegenden Fall keine weiteren Details zu den medizinischen Hintergründen oder zur Identität des Fahrers öffentlich bekannt gegeben.
Wir danken für das Verständnis.
Nationale Sportkommission (NSK) /
Ärztliche Kommission
Auto Sport Schweiz
Wer kennt ihn nicht? Der gelb-schwarze Honda CRX ist in der Schweizer Berg-Meisterschaft ein absoluter Hingucker. Und der Mann hinterm Lenkrad ist richtig schnell. In Les Rangiers war Ruedi Fuhrer (70) zuletzt vielleicht einen Tick zu schnell…
«Chapeau», wer mit 70 noch so ein Tempo drauf hat. Ruedi Fuhrer zählt in der E1 bis 2 Liter mit seinem gelb-schwarzen Honda CRX regelmässig zu den schnellsten Fahrern. Zwei Mal fuhr er in seiner Klasse in diesem Jahr schon aufs Podest: In Hemberg war er Dritter hinter Ludovic Monnier und Kurt Tschirky, in La Roche Zweiter hinter Monnier. In Les Rangiers peilte der Brienzer einen weiteren Podestplatz an. Nach dem ersten Lauf war er in 2:10,6 min Zweitschnellster. Nur Monnier mit seiner Turbo-Power war klar schneller. Auf Fabien Houlmann hatte Fuhrer 1,2 sec Vorsprung. Und wir alle wissen: Houlmann fährt nicht nur eine extrem saubere Linie, Houlmann zählt schlichtweg zu den schnellsten Bergrennfahrern der Schweiz.
Im zweiten Durchgang war für Fuhrer nach der Tankstelle, also beim Dorfausgang, leider Schluss. In der Kompression «versetzte» der über 300 PS starke Honda, traf rechts die Leitschienen und kreiselte dann an dieser weiter. «Der Unfall war eigenartig», sagt Fuhrer. «Die Hinterachse ist in der Kompression in die Luft gesprungen.» Die Schadensbilanz hält sich einigermassen in Grenzen: «Das Chassis ist ganz geblieben, der Radschenkel vorne ist kaputt und Unterboden und Radläufe müssen natürlich auch ersetzt werden.» Für Oberhallau muss Fuhrer leider «Forfait» geben. «Dafür reicht die Zeit nicht. Gurnigel hätte gepasst – aber dieses Rennen findet ja nicht statt. Vielleicht komme ich noch nach Les Paccots. Obwohl dieses Rennen genau in meinen Ferien liegt…»
Fuhrer selbst hat nach einer kurzen medizinischen Abklärung vor Ort sofort wieder grünes Licht bekommen, auch wenn er sagt: «Die Rippen spüre ich schon ein wenig…» Der verpasste Rennlauf schmerzte den unverwüstlichen Berner aber vielmehr. «Die Zeit wäre richtig gut geworden», meint er. «Der erste Lauf war schon super, aber nicht ganz sauber.» Nur zu gerne hätte Fuhrer die Schallmauer von 2:10 min geknackt. «Weiter nach vorne muss ich nicht schauen. Monnier fährt in einer eigenen Klasse. Ihn habe ich mit seinen Zeiten schon gar nicht mehr auf dem Radar…»
Fuhrer ist schon früher Rennen gefahren. Als er sich selbstständig machte, rückte der Rennsport aus Zeitgründen in den Hintergrund. 2006 kehrte er bei REGionalen Rennen zurück und baute danach über Jahre hinweg seinen Honda CRX auf. 2014 verunfallte er in Oberhallau vor der Tarzankurve. «Das Auto war ein Totalschaden», erinnert sich Fuhrer. Aber er kam zurück. Seit 2016 gibt Fuhrer wieder regelmässig Gas. Und als gelernter Automechaniker mit einer eigenen Garage in Brienz hat er den «kleinen Japaner» seither immer weiter verbessert. Lachend meint Fuhrer: «Jetzt, wo das Auto top ist, ist der Fahrer in die Jahre gekommen…»
Ans Aufhören denkt der «Automechaniker im Ruhestand», so seine offizielle Bezeichnung auf der Homepage, aber noch nicht. Wenn es nach Ehefrau Vreni gegangen wäre, hätte er schon vor zwei Jahren aufhören sollen. «Aber solange ich Spass habe und noch immer aufs Podest fahren kann, mache ich weiter.»
Die Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport des Piloten Karel Staut wurden mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben. Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz bleibt hingegen unverändert bis zum 31. Dezember 2026 bestehen.
Im Nachgang zu den Verhandlungen der Disziplinarkommission (DK) von Auto Sport Schweiz vom 8. Oktober 2025 sowie des Nationalen Berufungsgerichts (NBG) vom 19. November 2025 wurden seinerzeit verschiedene Sanktionen gegen den Piloten Karel Staut verhängt. Der damals 14-jährige Fahrer hatte ohne die erforderliche, gültige Lizenz an Rundstreckenrennen im Automobilsport teilgenommen.
Die Disziplinarkommission sprach daraufhin eine Sperre für die Automobilsport-Lizenz bis zum 31. Dezember 2026 aus. Aufgrund von damals noch ausstehenden Bussen und Verfahrensgebühren im Gesamtkontext von CHF 12'121.50 suspendierte die Nationale Sportkommission (NSK) in der Folge auch seine Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport.
Nachdem die offenen Forderungen per 5. August 2026 vollständig beglichen wurden, hebt Auto Sport Schweiz die verhängten Sperren im Bereich Karting und E-Sport per sofort auf.
Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz ist von dieser Teilaufhebung nicht betroffen und bleibt bis zum reglementarischen Ablauf am 31. Dezember 2026 vollumfänglich in Kraft.
Mit Spannung wird am kommenden Sonntag, 23. August, der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Cremona (ITA) erwartet. Entscheidungen werden wahrscheinlich noch keine fallen, es sei denn…
Zum zweiten Mal nach 2025 gastiert die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft auf dem Kartodromo von Cremona in Italien. Der fünfte Lauf der diesjährigen Saison verspricht besonders viel Spannung. Denn in keiner der vier Kategorien hat sich bisher ein Fahrer so richtig absetzen können.
Den grössten Vorsprung hat Dan Allemann in der Kategorie X30 Challenge Switzerland. Der Sohn von Spirit-Teambesitzer Ken Allemann liegt vor dem Rennen in Cremona 43 Punkte vor Michael Müller vom Team Virtus Motorsport. Kann er diesen Vorsprung am Wochenende auf 75 Punkte ausbauen, wäre ihm der Titel schon vor dem Finale in Wohlen am 10. Oktober sicher. Dass Allemann jr. in der Lage ist, den Sack zuzumachen, ist unbestritten. Der 14-Jährige aus Birrhard (AG) verfügt über sehr viel Erfahrung. Und sein Speed ist unbestritten. Allerdings hat sich Verfolger Müller in dieser Saison als harter Brocken erwiesen. Der Routinier aus dem Glarnerland ist in bisher allen zwölf Rennläufen aufs Podium gefahren. Mehr als 24 Punkte hat er an einem Wochenende noch nie auf Allemann eingebüsst. Gut möglich also, dass der 26-Jährige die Meisterschaftsentscheidung vertagen kann. Vielleicht auch mit Hilfe von Alexis Genolet. Der Fahrer aus dem Team LKM liegt in der Meisterschaft auf Rang 3 (43 Punkte hinter Müller) und könnte in Cremona dem führenden Allemann durchaus noch Punkte wegnehmen. Und dann ist da auch noch der Viertplatzierte Nicola Mateo Frigg aus dem Team MH Racing. Im Vorjahr fuhr er bei den Junioren in Cremona einen «Grand Slam» heraus.
Den zweitgrössten Vorsprung hat Spirit-Pilot Ben Iten bei den Super Minis. Der Zuger liegt 37 Punkte vor seiner Teamkollegin Joy Allemann. Die hat zuletzt in 7 Laghi mit drei Rennsiegen Boden gut gemacht und könnte mit einer ähnlichen Leistung in Cremona das Rennen um den Titel nochmals frisch lancieren. Fest steht jetzt schon, dass der Titel (unter normalen Umständen) an Spirit Racing geht. Denn auch der Drittplatzierte Kimi Prost fährt für das Team aus Bremgarten (AG), liegt aber bereits 66 Punkte hinter Iten. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Teilnehmenden bei den Super Minis sich gegenüber dem letzten Rennen wieder verdoppelt hat. So ist beispielsweise auch Liam Allemann wieder am Start. Der Sohn der ehemaligen Kart-Europameisterin Cyndie Allemann fuhr im dritten Rennen in Levier (FRA) auf Anhieb aufs Podest.
Nur 25 Punkte trennen die beiden schnellsten Piloten der KZ2. Wobei Kilian Boss aus dem Team Swizz Evenzz gegenüber Paolo Castagnetti (Gerber Team Corse) das Momentum in den beiden letzten Rennen auf seiner Seite hatte. Auch in Sachen Siegen hat Boss die Nase mit 5:4 vorne. Ein Leichtes wird es für den ehemaligen Gewinner des Young Drivers Projekts aber nicht werden. Castagnetti wird in Cremona alles daran setzen, den Rückstand zu verringern. Die beiden werden den Titel aber bestimmt nicht in Ruhe unter sich ausmachen können. Mit Florian Esteve (3., DEL motorsports) und den beiden Privatbewerbern Bastien Liénard (4.) und Kai Perner (5.) mischen noch weitere schnelle Schaltkart-Piloten mit. Und auch Emilien Koestner (ebenfalls DEL motorsports) und Remo Largo (Swiss Hutless) haben zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt.
Völlig offen ist der Kampf um den Titel bei den OK Junioren. Dort konnte Dilan Roman Fricker (Swiss Hutless) mit einem perfekten Wochenende in 7 Laghi zum Führenden Alejandro Campos (Spirit Racing) aufschliessen. Die beiden sind zwei Rennen vor Schluss nur gerade durch einen Punkt voneinander getrennt. Viel Druck von hinten werden die beiden in Cremona beim vorletzten Rennen nicht spüren. Zumindest, was die Meisterschaft betrifft. Der gegenwärtig Drittplatzierte Aurelio Longhitano verzichtet auf das Rennen in Italien. Und der Viertplatzierte Cyrill Sarkar (MH Racing) liegt doch schon 79 Punkte hinter der Spitze zurück. Zu weit weg, um Einfluss auf die Meisterschaft zu nehmen, ist auch Zoltan Coigny (Spirit Racing). Der junge Waadtländer hat aufgrund seiner internationalen Einsätze bisher die Hälfte der Saison der Schweizer Meisterschaft verpasst, ist zurzeit aber in bestechender Form und könnte in Cremona durchaus die Meisterschaftsentscheidung indirekt beeinflussen.
Zur Strecke: Das topmoderne Kartodromo von Cremona liegt auf halbem Weg zwischen Mailand und Bologna und ist in diesem Jahr zum zweiten Mal Schauplatz für einen Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Die 1224 Meter lange Piste mit ihren 16 Kurven zählt zu den Topstrecken Italiens und ist Austragungsort vieler internationaler Rennen. So wurde 2025 beispielsweise die Kart-Weltmeisterschaft in der Kategorie OK-N in Cremona ausgetragen oder das IAME World Final (ebenfalls in der OK-N). Die Strecke besteht aus einem kurvigen Infield und einer langen, leicht gekrümmten Start- und Zielgeraden. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet sich am Ende der Gegengerade.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Cremona www.savoiechrono.com
Zeitplan
Samstag, 22. August
09.00-17.30 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber
Sonntag, 23. August
09.00-09.52 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
10.00-10.36 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.45-12.05 Uhr, Rennen 1
12.05-13.15 Uhr, Mittagspause
13.25-14.45 Uhr, Rennen 2
14.45-16.25 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)
Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, 7 Laghi 2 (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Ein Schweizer Sieg bei der DTM am Nürburgring und ein Abschied in der Formel E. Das vergangene Wochenende war aus Schweizer Sicht wieder sehr emotional.
Am vergangenen Wochenende ging in London die Formel-E-Saison 2025/2026 mit einem Doubleheader zu Ende. Aus Schweizer Sicht hatte vor dem Finale nur noch Edoardo Mortara Chancen auf den Titel. Die waren aber im Falle des Genfers von theoretischer Natur und lösten sich nach Platz 7 im ersten Lauf auch in Luft auf. Besser lief es Mortara im zweiten Durchgang. Dort diktierte der Mahindra-Pilot nicht nur lange das Tempo, er sorgte mit Platz 3, dem ersten Podestplatz seit Februar, auch für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Punktgleich mit dem Briten Oliver Rowland beendete Mortara sein drittes Jahr mit dem Team aus Indien auf Platz 5. Auch die beiden anderen Schweizer schlossen die Saison 25/26 in den Top 10 ab. Nico Müller holte in London mit den Rängen 11 und 12 zwar keine Punkte, war seinem Teamkollegen Pascal Wehrlein auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung aber eine grosse Hilfe und beendete die Saison als Gesamtneunter. Sébastien Buemi stellte bei seinen beiden letzten Rennen nochmals seine ganze Klasse unter Beweis und sicherte sich dank den Rängen 4 und 5 den zehnten Schlussrang. Buemi hatte vor dem Rennen in London seinen Rücktritt als Fahrer aus der Formel E bekanntgegeben. Der Waadtländer wird seinem Team Envision Racing als Berater erhalten bleiben. Die Siege in London gingen an Ex-Sauber-Pilot Pascal Wehrlein und den Briten Taylor Barnard, der sich als 22-Jähriger zum jüngsten Sieger eines Formel-E-Rennens machte.
Für einen Schweizer Sieg sorgte am Wochenende das Team Emil Frey Racing in der DTM dank Matteo Cairoli. Dieser setzte sich im ersten Durchgang von der Pole-Position gestartet ab und sicherte sich mit knapp zehn Sekunden Vorsprung souverän seinen dritten Saisonsieg. Im zweiten Rennen am Sonntag musste sich der schnelle Italiener mit Platz 13 – direkt hinter Teamkollege Thierry Vermeulen, der im ersten Lauf in der letzten Runde «abgeschossen» wurde, zufrieden geben. Für Manthey-Porsche-Pilot Ricardo Feller endete das Wochenende am Nürburgring mit den Plätzen 9 und 11. In der Meisterschaft liegt Feller auf Rang 12. Emil Frey Racing ist in der Teamwertung Vierter. Den Sieg im zweiten Rennen sicherte sich der Deutsche Marco Wittmann. In Führung liegt Landsmann Maro Engel.
Noch ein Nachtrag aus der Ferienzeit: Bei den Rennen in Most (CZE) Anfang dieses Monats sicherte sich Thomas Schmid seine ersten beiden Siege im Renault Twingo Cup. Dank diesen Erfolgen liegt der Allrounder aus der Ostschweiz vor dem Finale auf dem Slovakia Ring am kommenden Wochenende mit neun Punkten Vorsprung in Führung. «Ich werde alles daran setzen, den Titel in die Schweiz zu holen», meint Schmid. Kart-Umsteiger Dylan Stebler belegte die Plätze 8 und 14.
Beim Bergrennen in Les Rangiers gab es eine Premiere. Victor Darbellay sicherte sich in seinem zehnten Rennen zur Schweizer Berg-Meisterschaft als Prototypen-Pilot seinen ersten Tagessieg. Der Triumph in der parallel ausgetragenen Europa-Meisterschaft ging an den Franzosen Kevin Petit.
Irgendwie hat es sich angekündigt. Dass es ausgerechnet beim Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers passieren könnte, das war dann doch eine Überraschung. Der erste Tagessieg von Victor Darbellay im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft ist Tatsache. Der 31-jährige Walliser wurde bei der 81. Ausgabe des Klassikers im Jura nur von einem Fahrer geschlagen: Kevin Petit. Dieser fuhr aber um EM- und nicht um SM-Punkte. Und dieser war gegenüber Darbellay gar nicht einmal so viel schneller. In der Addition der beiden Rennläufe hatte der Franzose mit seinem 3-Liter Nova NP01 1,166 Sekunden Vorsprung auf Darbellay, der nach La Roche und Anzère nun auch im Jura einen neuen 2-Liter-Rekord aufstellte.
Darbellay liess es im Jura richtig fliegen – und freute sich im Ziel zusammen mit seinem Team natürlich über seinen ersten Sieg im SCRATCH: «Ich bin sehr zufrieden», meinte der Garagist aus Martigny. «Das schönste Rennen von Europa im Rahmen der Schweizer Meisterschaft zu gewinnen, ist einfach fantastisch. Noch dazu in einem 2-Liter-Prototypen. Ich habe in 1:42,820 min die siebtschnellste Zeit, die je gefahren wurde, realisiert. Das ist einfach nur herausragend. Ein grosses Dankeschön an mein Team und alle, die dabei mitgeholfen haben.»
Anders die Gemütslage bei Robin Faustini. Der Aargauer kam durch die Absage des Bergrennens am Gurnigel beim Rennen in Les Rangiers ohne damit gerechnet zu haben zu seinem ersten Matchball. Doch nach 19 Tagessiegen hintereinander (eine unglaubliche Serie!) wollte es ausgerechnet dort, wo Faustini so gerne einen neuen Streckenrekord aufgestellt hätte, mit Sieg Nr. 20 nicht klappen. Im ersten Lauf unterbrach der Emap-Turbomotor im Heck von Faustinis Nova NP01 auf halber Strecke plötzlich seinen Dienst. Was auf den ersten Blick wie ein Motorschaden aussah, entpuppte sich als ein Defekt am Kühler. «Deshalb ist auch überall Wasser herausgespritzt», sagt Faustini. «Und deshalb wurde auch die Elektronik in Mitleidenschaft gezogen.» Zwar konnte das Team den Wagen nochmals parat machen und Faustini konnte im zweiten Lauf eine 1:45,0 min fahren, was noch zu Gesamtplatz 10 und Rang 4 in der SM-Wertung reichte. Die Meisterparty musste aber auf das nächste Rennen in Oberhallau am 30. August verschoben werden.
Platz 2 im SCRATCH ging an Joël Volluz auf seinem Norma-Judd M20 FC. Der Routinier sorgte damit für einen Walliser Doppelsieg und entschädigte sich in Les Rangiers für viel Ärger im Vorjahr. Damals beendete nämlich ein Motorschaden seine Saison vorzeitig. «Ja, ich bin wirklich zufrieden mit meinem zweiten Platz und vor allem mit der erzielten Zeit. Les Rangiers ist nie einfach, und ich weiss genau, wo meine Schwächen bei diesem Rennen liegen, und jedes Jahr verbessere ich mich mehr und mehr. Ich freue mich riesig, dass Victor dieses Rennen gewonnen hat – er hat es verdient, er ist eine unglaubliche Zeit gefahren.»
Zwei Sekunden hinter Darbellay und knapp eine Sekunde hinter Volluz belegte mit Michel Zemp ein weiterer Fahrer mit einem kleinen 1170er-Turbosportwagen den dritten Rang in der SM-Wertung. Zemp war mit seiner Leistung ebenfalls zufrieden, wenngleich er natürlich versuchte herauszufinden, wo er gegenüber Darbellay Zeit liegen gelassen hatte. «Bis zu ‹Les Grippons› waren wir auf Augenhöhe», meinte Zemp. «Danach war er etwas schneller. Aber auf einer Strecke von mehr als fünf Kilometern reden wir da von zwei Zehntelsekunden pro Kilometer.» Zemp hat mit seinem dritten Podestplatz im fünften Rennen den zweiten Rang in der Gesamtwertung übernommen. Nur er könnte Faustini (theoretisch) noch am dritten Titel in Serie hindern. Die Rückstande von Darbellay und dem in Les Rangiers nicht am Start gestandenen Marcel Steiner sind zu gross. Ausserdem wird Darbellay bei den beiden verbleidenden Rennen nicht am Start stehen.
Schnellster Formel-Pilot war im Jura Routinier Roland Bossy auf seinem Tatuus Formel 3. Der Lokalmatador hielt die beiden Franzosen Nicolas Dumond und Ludovic Cholley in baugleichen Tatuus T-318 erfolgreich in Schach. Sein «Schützling» Ursanne Salomon verpasste die Gelegenheit, Bossy zu bezwingen. Dem Jurassier unterlief im ersten Rennlauf bei der Anfahrt zum «Petit Susten» ein Fahrfehler, der ihn reichlich Zeit gekostet hatte. Im zweiten Lauf war er fast gleich schnell wie Bossy.
Bei den Tourenwagen ging der Gesamtsieg erwartungsgemäss an den in der Europa-Meisterschaft führenden Reto Meisel in seinem Mercedes SLK340. Nachdem er im Training noch technische Probleme hatte, fuhr der Aargauer zuerst eine 1:56,5, danach eine 1:54,7 min. Die 25 EM-Punkte holte er sich also verdient ab, wenngleich sie nur unter Mithilfe vom ungeteilten Nicolas Werver im Porsche GT3 R zustande kamen. Für Landsmann Roger Schnellmann, der sich in Les Rangiers nur für die EM eingeschrieben hatte, endete das Rennen auf dem zehnten Schlussrang. Für den Schwyzer war es nach drei Pannen-Rennen hintereinander eine Genugtuung, endlich wieder einmal gewertet zu werden.
25 Punkte gab es auch für Ludovic Monnier. Der 34-Jährige aus Monthey war hinter dem Franzosen Werver, der keine SM-Punkte bekommt, bestplatzierter Tourenwagenfahrer in der Schweizer Wertung. Mit seinem VW Golf Turbo fuhr Monnier zwei Mal 2:05er-Zeiten. Damit war er in der Addition der beiden Rennläufe 2,6 sec schneller als Christoph Zwahlen im Porsche 911, der ebenfalls sensationell eine 2:05er-Zeit erzielte, und 5,8 sec schneller als «Speedmaster», der auf dem spektakulären Porsche 997 GT3 R des 2023 verstorbenen Tourenwagenchampions Andy Feigenwinter schnellster Interswiss-Pilot war. Apropos Interswiss: Besonders spannend war der Ausgang in der Klasse bis 2 Liter. Dort lag (Noch)-Tourenwagen-Gesamtleader Stephan Burri (VW Scirocco) nach dem ersten Lauf nur fünf Hundertstelsekunden vor Manuel Santonastaso (BMW 320). Im zweiten Lauf entschied Burri das Duell für sich, «Santi» belegte Platz 2. Keine Punkte gab es für Arnaud Donzé. Der IS-Trophy-Sieger von 2025 hatte nur einen gezeiteten Lauf. Im ersten Durchgang musste er ohne Bremse am Start Forfait geben. Zu den Tourenwagenfahrern, die in Les Rangiers die 2:10er-Schallmauer durchbrachen, gehörten auch Jean-Paul Chiquita (Porsche 911 GT3) und Hermann Bollhalder (Opel Speedster). Einer, der diese Marke bestimmt auch unterboten hätte, wäre Sébastien Coquoz gewesen. Der schnelle Opel-Kadett-Pilot aus der E1 bis 2 Liter musste am Sonntag nach einem technischen Defekt im Training allerdings zuschauen.
Keine Positionsveränderungen gab es im Berg-Pokal auf den Plätzen 1 bis 4. Ludovic Monnier, Stephan Burri, Hans-Peter Eller und Werner Rohr sicherten sich allesamt souverän einen «Zwanziger».
Alle Klassensieger in Les Rangiers entnehmen Sie der Übersicht:
Sylvain Chariatte (Honda Integra Type R, SuperSérie bis 3000 cm3), Patric Kuster (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Amir Selimovic (Porsche 911 GT3 RS, Super Série Comp. über 3000 cm3), Markus Brander (March 742, Gr. H bis 1600 cm3), Arnaud Biaggi (Opel Kadett C GT/E, Gr. Hbis 2000 cm3), Angelo Grasso (ITA, Osella PA10, Gr. H bis 3000 cm3), Robin Terrier (Opel Astra, Gr. H Classic bis 2000 cm3), Jean-Louis Fleury (Opel Ascona B, Gr. H Classic bis 3000 cm3), Ruedi Stoop (Chevrolet Corvette, Gr. H Classic über 3000 cm3), Frédéric Fleury (Martini Mk52, Gr. H Classic Monoplace), Alphonse Kilchenmann (Suzuki Swift, ISA bis 1600 cm3), Alain Terrier (Skoda Fabia, R2), Michaël Burri (Toyota Yaris GR, R5), Evann Mallet (FRA, Hyundai Elantra, TCR), Mario Schöpfer (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Hugo Mascaro (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), Nicolas Werver (FRA, Porsche 997 GT3 R, E1 bis 4000 cm3), Manuel Gadeschi (ITA; Subaru Impreza sti, E1 über 4000 cm3), Sabrina Fankhauser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Roman Marty (Opel Kadett C GT/E, IS bis 2500 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), «Speedmaster» (Porsche 997 GT3 R, IS über 3500 cm3), Yohan Bardin (FRA, Norma M20 FC, CN bis 3000 cm3), Laurent Brossard (TracKing RC01B, E2 Silhouette), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1150 cm3), Patrick Cholley (FRA, Dallara F311, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3-T318, E2-SS bis 3000 cm3),Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1600 cm3), Victor Darbellay (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Joël Volluz (Norma M20 FC, E2-SC bis 3000 cm3).
Und so geht es weiter:
29./30. August, Oberhallau*
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
* zählt zur Schweizer Junior-Meisterschaft
Die Schweizer Berg-Meisterschaft 2026 besteht nur aus sieben Rennen. Das Bergrennen am Gurnigel (12./13. September) hat der Veranstalter heute morgen mit einer Medienmitteilung abgesagt!
Während wir uns alle auf das Bergrennen in Les Rangiers am kommenden Wochenende freuen, hat uns heute morgen eine wenig erfreulichere Nachricht erreicht: Das Bergrennen Gurnigel am 12./13. September findet nicht statt! In einer Medienmitteilung wurde die Absage vom Veranstalter wie folgt begründet:
«Aufgrund der extrem aussergewöhnlichen momentanen Trockenheit, dem fehlenden Wasser und der damit verbundenen aktuell sehr hohen Brandgefahr haben wir uns in Absprache mit der Gemeinde und der Polizei schweren Herzens dazu entschieden das Bergrennen am Gurnigel 2026 abzusagen. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher, der beteiligten Personen sowie der Schutz von Land, Wald und Natur haben für uns jedoch oberste Priorität. Unter den derzeitigen Bedingungen können wir die notwendige Sicherheit leider nicht gewährleisten. Wir bedauern die Absage sehr und bitten um Ihr Verständnis für diesen verantwortungsvollen Entscheid.»
Stand heute wird die Schweizer Berg-Meisterschaft also nur aus sieben Rennen bestehen. Vier davon wurden bereits ausgetragen. Nach Les Rangiers finden noch Oberhallau (29./30. August) und Les Paccots (19./20. September) statt.
Es ist der Klassiker im Schweizer Rennkalender: Am Wochenende findet das zur Europa-Meisterschaft zählende Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers zum 81. Mal statt. Der Anlass selber hat in diesem Jahr bereits seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Den 100. Geburtstag hat man im Jura schon am Pfingstwochenende gefeiert. Zum Memorial auf der Orignalstrecke von Develier nach Les Rangiers erschienen damals zahlreiche Fahrer und Fans. Am kommenden Wochenende steht nun das «richtige» Rennen auf dem Programm. Es ist insgesamt die 81. Ausgabe; elf davon fanden auf der Originalstrecke statt, 1955 verlegte man den Start nach Saint-Ursanne. Seit 1957 ist der Klassiker Teil der Europa-Meisterschaft.
Spannend wird die 81. Ausgabe auf jeden Fall. Vorjahressieger Robin Faustini hat 2025 mit seinem Nova-Emap NP01 in 1:40,589 min eine Zeit vorgelegt, die eigentlich nur einer – er selber – unterbieten kann. «Zum absoluten Rekord von Merli fehlten mir im Vorjahr 1,3 Sekunden», sagt der Leader der Schweizer Berg-Meisterschaft. «Und es muss schon sehr viel passen, damit diese Spitzenzeit von 2022 fällt. Wir werden es mit einem anderen Set-Up probieren. Aber ich garantiere für nichts. Und es ist auch denkbar, dass wir am Samstagabend wieder umbauen.» Die Probleme, die bei Faustini in Anzère im Bereich Ansaugtrakt aufgetreten sind, hat man übrigens auf dem Prüfstand aussortiert. «Ich hoffe, dass wir wieder volle Leistung haben.» Der grösste Herausforderer Faustinis, wenn es um die Bestzeit geht, kommt vermutlich aus dem EM-Lager. Der Franzose Kevin Petit (ebenfalls auf Nova Proto unterwegs) hat im Vorjahr mit einer tiefen 1:42er-Zeit geglänzt. Ein Auge sollte man aber auch auf den schnellen Franzosen Maxime Dojat im Nova NP01 werfen. Er gibt im SM-Feld sein Les-Rangiers-Debüt.
Mit 1:43,225 min war auch Marcel Steiner im Vorjahr schnell unterwegs. Leider hat der von Helftec-Power befeuerte Nova-Proto-Pilot gestern Mittwoch seine Teilnahme am Bergrennen in Les Rangiers kurzfristig zurückgezogen. «Aufgrund der technischen Probleme und deren Auswirkungen beim Osnabrücker Bergrennen am vergangenen Wochenende ist es mir leider nicht möglich, in Saint-Ursanne an den Start zu gehen. Trotz aller Bemühungen bekommen wir das Fahrzeug in der Kürze der Zeit nicht rechtzeitig wieder einsatzbereit. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht, da ich mich sehr auf das Rennen gefreut habe.»
Die weiteren Hoffnungen aus Schweizer Sicht ruhen damit auf Joël Volluz (im Norma-Judd) und den beiden 2-Liter-Piloten Victor Darbellay (Nova-Hartley/Emap) und Michel Zemp (Norma-Helftec). Letzterer liess im Vorjahr mit seinem schwächer motorisierten Prototypen schon einmal aufhorchen. Seine Les-Rangiers-Bestzeit von 1:45,480 min war definitiv nicht von schlechten Eltern…
Und dann sind da auch noch die schnellen «Europäer» Petr Trnka aus Tschechien und Joseba Iraola Lanzagorta aus Spanien am Start. Auch sie sitzen in einem Nova Proto – und auch sie wissen, wie man in Les Rangiers möglichst schnell von A nach B kommt.
Bleiben wir bei der EM, wechseln aber zu den Autos mit Dach. Für alle Fans von Reto Meisel ist Les Rangiers ein Pflichttermin. Nicht nur, weil der Aargauer mit seinem Mercedes SLK 340 in der EM-Gesamtwertung vorne liegt – nein, es ist auch Meisels einziger Auftritt in der Schweiz. Ob er die Führung in der EM im Jura verteidigen kann, hängt vom Abschneiden des Kroaten Matija Jurišić ab. Der Pilot eines Peugeot-TCR liegt drei Rennen vor Saisonende nur vier Punkte hinter Meisel in der Gesamtwertung. Und Letzterer könnte in Les Rangiers zu wenig Gegner haben. Zwar hat sich Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo VIII eingeschrieben. Die Teilnahme von Ronnie Bratschi (fährt unter tschechischer Lizenz) ist nach seinem Turboladerschaden beim EM-Lauf in Polen aber nicht garantiert.
Schnellster Tourenwagenfahrer der Schweizer Meisterschaft war vor einem Jahr Christoph Zwahlen auf seinem Porsche 911 GT3. Der Ostschweizer fuhr in 2:07,640 min Bestzeit und war in der Addition der beiden Rennläufe zwei Sekunden schneller als der spätere Tourenwagenmeister Danny Krieg. Der hat seinen VW Golf Rally inzwischen ja an Ludovic Monnier verkauft. Und dieser ist im Begriff, die Zeiten von Krieg erfolgreich zu attackieren. In Reitnau war er in der Addition der beiden Läufe etwas mehr als eine Sekunde schneller als der Vorbesitzer, in Anzère waren es zwei Sekunden. Auf dem Tourenwagen-Radar sollte man am Wochenende aber auch Sébastien Coquoz (Opel Kadett) und «Speedmaster» haben. Letzterer hat sich für Les Rangiers in der IS über 3,5 Liter mit einem Porsche 911 GT3 eingeschrieben. Beide, Coquoz und «Speedmaster» sind 2025 unter 2:10 min gefahren. Diese Schallmauer hat auch Ruedi Fuhrer auf dem Schirm. Der Honda-CRX-Pilot war im vergangenen Jahr in 2:10,704 min sehr zügig unterwegs.
Zur Strecke: Die Strecke von St-Ursanne nach Les Rangiers ist mit 5,180 Kilometern die längste im Schweizer Rennkalender. Die Fahrer müssen eine Höhendifferenz von 350 Metern zurücklegen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 6,8 Prozent. Der absolute Streckenrekord hält der Südtiroler Christian Merli in 1:39,201 min (= 187,983 km/h) aus dem Jahr 2022. Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit erzielte Ronnie Bratschi im Vorjahr in 1:53,522 min. Den E1-Rekord hält Reto Meisel in 1:55,03 min aus dem Jahr 2022. Rekordsieger beim Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers ist Simone Faggioli mit neun Gesamtsiegen – vor Fredy Amweg (7), Marcel Tarres (6), Lionel Régal (5) und Jo Siffert (4). Von den aktuell am Start stehenden Schweizer Piloten sind Roland Bossy und Marcel Steiner mit je zwei Siegen die erfolgreichsten Teilnehmer.
Los geht es in St-Ursanne am Samstag, 15. August, ab 7.00 Uhr mit den ersten Trainings. Insgesamt sind drei Trainingsläufe geplant; der letzte startet um 15.30 Uhr. Am Sonntag stehen zwei Läufe (ab 7.00 Uhr) auf dem Programm. Die beiden Laufzeiten werden am Ende addiert. Das Ticket kostet am Samstag 20.- Franken, am Sonntag 25.- Franken. Eine Weekend-Eintrittskarte gibt es für 30.- Franken. Unter 16 Jahren ist der Eintritt frei. TCS-Mitglieder haben bei Vorlage ihrer Mitgliedskarte Anspruch auf Wochenendeintritt für 10.- Franken.
Mehr über das Bergrennen von Saint-Ursanne nach Les Rangiers erfahren Sie unter https://rangiers.ch
Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, Saint-Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
*zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft
Beim Bergrennen Ayent-Anzère stand er noch am Start. Und auch für den Klassiker in Les Rangiers am kommenden Wochenende war Xavier Vermeille mit seinem Norma M20F in der Kategorie CN eingeschrieben. Gestern Dienstag, 11. August, ist der Sportwagen-Pilot aus Saignelégier (JU) 65-jährig unerwartet verstorben.
Vermeille, der viele Jahre als Moderator bei den Rennen der französischen Bergmeisterschaft tätig war, hat nach Lust und Laune an Rennen in Frankreich und der Schweiz teilgenommen, heisst es auf der Homepage der CFM Challenge, die er in der Kategorie Open CN/3 am Steuer seines Norma-BMW 2023 und 2024 gewonnen hatte.
Seine motorsportliche Karriere in dessen Vordergrund stets der Spassfaktor an erster Stelle stand, begann mit einer Alpine A110 bei Slaloms. Die ersten Erfahrungen am Berg sammelte der gelernte Bauzeichner mit einem Renault 5 Turbo. Mit diesem Auto bestritt er als Fahrer der Ecurie des Ordons im Jahr 2000 zum ersten Mal das legendäre Bergrennen in Les Rangiers. Kurz darauf wechselte er auf einen Formel 3, ehe er seine «Berufung» bei den Sportwagen fand – zuerst mit einem Ligier JS49, danach mit dem eingangs erwähnten Norma M20F, den er ein letztes Mal am letzten Juli-Wochenende in Anzère fuhr.
Auto Sport Schweiz spricht Familienangehörigen und Freunden von Xavier Vermeille sein tief empfundenes Beileid aus.
Am Sonntag, 23. August, findet in Cremona (ITA) der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 16. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.
Bevor es am Wochenende zum Klassiker nach Les Rangiers geht, haben einige Schweizer bei den Bergrennen in Osnabrück (GER) respektive am Mont Dore (FRA) teilgenommen.
Nur vier Schweizer – deutlich weniger als in den vergangenen paar Jahren – nahmen am vergangenen Wochenende am 58. Int. ADAC Bergrennen Osnabrück teil, dem nördlichsten Lauf zur deutschen Bergmeisterschaft. Als Stammgast und früherer Gesamtsieger zählte Marcel Steiner mit seinem Nova Proto Helftec-Honda-Turbo zum engeren Favoritenkreis, musste sich jedoch am Ende mit dem vierten Rang begnügen. Immerhin durfte er somit auf das von den fünf schnellsten Fahrern des Tages gebildete Gesamtpodium steigen. Als Tagessieger in der Addition der zwei schnellsten Zeiten aus drei Läufen auf der zwei Kilometer langen Strecke in der Borgloher Schweiz ging der Franzose Sébastien Petit vor dem Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik (beide Nova Proto Emap Turbo) und dem Deutschen Alexander Hin (Osella PA30) hervor.
Weniger stark als üblich waren die vielen Gruppen der Tourenwagen besetzt. Auch hier zeigten die drei gestarteten Schweizer mit den Gesamträngen 19, 29 und 30 ihre fahrerische Klasse. «Speedmaster» belegte mit seinem Ford Escort Cosworth hinter dem Tschechen Dan Michl auf Lotus Elise Hartley den zweiten Gesamtrang aller geschlossenen Fahrzeuge und gewann die Gruppe Klassik (Einteilung nach Hubraumklassen). Auch Sergio Kuhn (Peugeot 308 TCR) gewann als drittschnellster Tourenwagenpilot wie schon bei manchem SM-Lauf in diesem Jahr seine Gruppe (Pf4), ebenfalls der gleich dahinter als Viertschnellster folgende Manuel Santonastaso im BMW 320 WTCC (Pf3).
Zwei Erfolgsmeldungen gibt es auch vom französischen Bergmeisterschaftslauf am Mont Dore, der früher zur Europa-Bergmeisterschaft zählte. Lionel Ryter kam mit seinem Tatuus-Renault in seiner Klasse auf den zweiten Rang hinter einem Tatuus-Honda Masters und belegte dabei den 19. Gesamtrang. Allerdings bestritt er nur zwei der drei ausgetragenen Rennläufe. Tagessieger wurde Marc Pernot im neuen Nova Proto NP01 Hartley Turbo aus der Sportwagenklasse bis zwei Liter, der sich damit vorzeitig den dritten französischen Bergmeistertitel in Folge sicherte. Im Championnat de France de la Montagne VHC entschied Guillaume Mathez im Gruppe-A-Peugeot 309 GTI 16V einmal mehr seine aus fünf Fahrzeugen bestehende Gruppe AJ2 für sich und war damit fünftschnellster VHC-Tourenwagenpilot.
Text: Peter Wyss
In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Jo Siffert zum 90. Mal, sein Todestag zum 55. Mal und der tragische Tod des nicht minder berühmten Herbert Müller («Stumpen Herbie») zum 45. Mal. Eine Ausstellung in Murten (noch bis 31. Oktober) ist den beiden Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet.
In der Schweiz gibt es ein paar Museen, die die Herzen von Motorsport-Fans höher schlagen lassen. Man denke da an die autobau Erlebniswelt in Romanshorn (TG), die F1-Ausstellung im Hotel Meilenstein in Langenthal (BE) oder das Verkehrshaus in Luzern. Hin und wieder gibt es auch nicht-permanente Ausstellungen, die es sich lohnt zu besuchen. Eine davon hat noch bis zum 31. Oktober geöffnet. Sie ist zwei Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet: Jo Siffert und Herbert Müller. Siffert, der im Juli 90 Jahre alt geworden wäre, ist vor 55 Jahren in Brands Hatch tödlich verunglückt, Müller (wäre heuer 86 geworden) starb vor 45 Jahren am Nürburgring.
Die Ausstellung bietet einen fabelhaften Rückblick auf die beiden Schweizer Ausgängeschilder. Und – wie versprochen – wird sie auch laufend erweitert. Seit Kurzem sind fünf neue Fahrzeuge, die einst von Siffert und/oder Müller bewegt wurden, eingetroffen. Dazu gehören: Cobra Shelby 427 1964, Porsche Carrera 904 GTS 1964, Abarth 1000 Sport 1966, Sauber C5 und Ferrari 512 M Sunoco 1971.
Die Ausstellung in der Halle Murtenbox, Au Tombex 40, 3280 Murten, ist noch bis zum 31. Oktober 2026 jedes Wochenende freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf Anfrage können Interessengruppen, Vereine und Freundeskreise einen exklusiven Besuch reservieren, unter: reservations@jo-siffert.ch
Wer wird Schweizer Simracing-Champion 2026? Bis zum 3. Oktober laufen in diversen Sim-Centern die Qualifikationen. Das Finale findet dann am 15. November in der Motorworld in Kemptthal statt.
Zugegeben: Es ist nicht gerade die Jahreszeit für Indoor-Aktivitäten. Trotzdem kann es auch Vorteile haben. Warum nicht in ein klimatisiertes Sim-Center gehen und sich für das Finale der Swiss Simracing Series qualifizieren? Wir erklären dir, wie du in sechs Schritten zum Sim-Champion wirst:
Schritt 1: Auf www.simracingseries.ch kannst du dein eigenes Fahrerkonto erstellen. Gleichzeitig kannst du dort das Reglement herunterladen.
Schritt 2: Bevor es ernst wird, heisst es üben! Finde dein passendes Race-Center und steig ein –die Simulatoren stehen mit Qualifikationsstrecke & -auto für dich bereit. Für die Swiss Simracing Series trainierst du in allen teilnehmenden Centern zum Sonderpreis von CHF 59.- / Stunde. Gefahren wird auf Assetto Corsa. Das Fahrzeug ist ein Eigenbau vom Typ SSRS TC351.
Schritt 3: Die Qualifikation findet ausschliesslich in den teilnehmenden Race-Centern statt. Du hast insgesamt vier Versuche à 30 Minuten (CHF 40.– pro Versuch), aus denen du alles herausholen musst. Deine schnellste Zeit zählt. Bringe deine ID zum Abgleich mit ins Race-Center. Die momentane Bestzeit in der Kat. Pro steht bei 1:35,519 min.
Schritt 4: Wenn du dich qualifiziert hast, benötigst du eine offizielle SIM-Lizenz von Auto Sport Schweiz (CHF 25.–). Auch diesen Link findest du direkt auf simracingseries.ch
Schritt 5: Die 28 besten Fahrer und Fahrerinnen jeder Kategorie ziehen in die Halbfinals ein. Die Rennen 1 + 2 finden am 25. Oktober in deinem gewählten Race-Center statt. Am ersten Renntag fällt eine einmalige Teilnahmegebühr von CHF 50.– an (Bar/Karte im Center). Die zwei schnellsten Drittel der Teilnehmenden qualifizieren sich anschliessend für das Finale. Gefahren wird auf der virtuellen Strecke von Silverstone.
Schritt 6: Die 16 besten Fahrer resp. Fahrerinnen aller fünf Kategorien (Pro, ü50, Ladies, Junioren und Open) treffen sich am 15. November zum grossen Finale in Kemptthal – ohne weitere Kosten. Das Finale wird auf der GP-Strecke des Nürburgrings ausgetragen.
Nach einem eher lockeren Vor-Sommerprogramm biegen die Teilnehmenden des Young Driver Programms von Auto Sport Schweiz in den ereignisreichen Monat August ein. Neben Weiterbildungen in den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung wartet auf die Nachwuchstalente das absolute Highlight: der obligatorische Formel-4-Test auf dem Circuit du Laquais.
Vor den Sommerferien absolvierten die Teilnehmenden auf der Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz einen Social-Media-Workshop. Anschliessend lernten sie im Kampfsportzentrum Bümpliz unter fachkundiger Anleitung die Kampfkunst des Jiu-Jitsu kennen und powerten sich körperlich aus. Nach einem Online-Webinar Anfang Juli zu den Grundlagen der Ernährung und Energieversorgung steht im August nun ein dicht gedrängtes Programm an.
Spannende Inputs zu Vermarktung und Mentalbereich
Am kommenden Samstag, 8. August 2026, wird am Morgen der zweite Teil des Social-Media-Workshops durchgeführt. Am Nachmittag erhält Felicitas Heidegger, die einzige Amazone im Teilnehmerfeld, gemeinsam mit ihren Kollegen wertvolle Inputs zum Thema Marketing, Eigenvermarktung und Sponsorendossiers. Schlag auf Schlag geht es am 18. August 2026 mit einem Webinar zum Thema «Mentale Stärke» weiter.
Das Highlight: Formel-4-Test mit Jenzer Motorsport
Das sportliche Highlight folgt am Dienstag, 25. August 2026: Auf dem Circuit du Laquais (FRA) findet der obligatorische Formel-4-Test in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Team Jenzer Motorsport aus Lyss statt. Auf der 2,4 Kilometer langen Rennstrecke werden die zehn Young-Driver-Piloten – Paul Andriotis, Gianluca Bogo, Jah Bühler, Orlando Eisenreich, Lenyo Gafner, Alexis Genolet, Felicitas Heidegger, Raul Martinez, Neil Russell und Alexander Zafiraidis – rund 150 Testkilometer absolvieren. Dabei stehen sie unter der genauen Beobachtung von Teamchef Andreas Jenzer und seinen Ingenieuren. Die Runden werden akribisch analysiert. Die Piloten erhalten das Feedback direkt vor Ort, um sich im Verlauf des Trainingstages kontinuierlich zu steigern.
Abgerundet wird der intensive Trainingsmonat am 27. August 2026 mit einem weiteren Webinar zum Thema Ernährung, bei dem der Fokus auf Hydration und Elektrolyten liegt.
Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Hier kommt: Was macht eigentlich Marcel Fässler?
Am 27. Mai wurde Marcel Fässler 50 Jahre alt. Dem Rennsport ist der gebürtige Schwyzer bis heute verbunden geblieben. Nach seinem Rücktritt 2021 hat Fässler neben seiner Tätigkeit als Fahrinstruktor beim TCS die Rolle als Head of Racing bei der Sportec AG in Höri (ZH) übernommen. Als solcher nahm der dreimalige Le-Mans-Sieger verschiedene Aufgaben wahr – so u.a. die Leitung der Motorsportabteilung im Porsche Sports Cup Suisse, die Nachwuchsförderung und das Fahrercoaching. «Den administrativen Teil habe ich Ende 2025 abgegeben», stellt Fässler klar. «Ums Coaching im PSCS und um die Sportec Academy kümmre ich mich nach wie vor.»
Dass der Jubilar vor mehr als vier Jahrzehnten im Motorsport Fuss fasste, ist «genetisch» bedingt. Vater Fridolin, einst zweifacher IKSM-Meister, entfachte bei Marcel noch bevor er zehn Jahre alt ist die Begeisterung für den Rennsport. Nach Jahren im Kartsport (1985-1993) sicherte sich Fässler an der Ecole Winfield als einziger Nicht-Franzose mit hervorragenden Leistungen ein Cockpit für die Formel Campus. In dieser wurde er 1995 Dritter. Mit 19 – kurz vor der Abschlussprüfung als Innendekorateur – stand der Einsiedler schon mit einem Fuss im professionellen Motorsport. Auch in der Formel Renault vermochte er zu überzeugen und erhielt so einen Zweijahresvertrag für die französische Formel 3. Auch dort wusste er zu glänzen und landete schliesslich in der deutschen Formel 3, wo er 1999 mit vier Siegen für das Bemani-Team sensationell Gesamtzweiter wurde. Fässlers Erfolge blieben auch dem damaligen Mercedes-Sportchef Norbert Haug nicht verborgen. Für 2000 holte er Fässler in die DTM. Seinen ersten Sieg feierte er dort 2001 in Oschersleben. 2003 wurde er Gesamtdritter.
2004 wechselte Fässler zu Opel. Dort geriet die Karriere ins Stocken – «und meine Karriere wäre beinahe zu Ende gewesen». Mit einem ersten Start in Le Mans (2006) und einem Sieg bei den 24h von Spa 2007 mit Corvette kämpfte er sich zurück. Der Rest ist Geschichte: mit Audi siegte Fässler bei den 24 Stunden an der Sarthe drei Mal: 2011, 2012 und 2014, obendrauf gewann er die Langstrecken-WM 2012, die 12h von Sebring 2013 und die 24h von Daytona in der GT-Klasse – wieder mit Corvette.
Fässler lebt seit Jahren in Gross am Sihlsee – zusammen mit seiner Gattin Isabel und seinen vier Töchtern, die langsam flügge werden. Bodenständigkeit zeichnet ihn aus – «vermutlich, weil mir meine Eltern eine gute Erziehung mit auf den Weg gaben». Sein grösster Erfolg ist für ihn neben Le Mans die Tatsache, dass er mehr als 20 Jahre im Profirennsport dabei sein durfte. Wenn’s der Zeitplan zulässt, schwingt er sich aufs Rennrad, fährt Motorrad oder geht Langlaufen, «wenn der Rücken nicht zwickt». Oder er kümmert sich um sein selbst gebrautes Bier, dessen Name Programm ist: Flat out, Vollgas.
Der Schweizer Nachwuchs muss sich international längst nicht mehr verstecken. Am vergangenen Wochenende waren gleich mehrere Kartfahrer erfolgreich im Einsatz.
Zoltan Coigny zählt zu den Nachwuchsrennfahrern, die international schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Am vergangenen Wochenende hat der junge Waadtländer beim «Nightrace» der IAME Italy in Lonato (ITA) einen weiteren Triumph eingefahren. Im Finale behielt der Spirit-Pilot die Oberhand gegen Landsmann Orlando Rovelli in der Kat. S125-Junior. Dank Elia Nützi (6.) und Lorenzo Zucchetto (10.) schafften es insgesamt vier Schweizer in die Top 10. «Im Qualifying waren wir auf eine Runde nicht ganz so schnell wie erhofft», meinte Coigny. «Aber unser Rennspeed war ausgezeichnet. Ein grosses Dankeschön an das Team für den unermüdlichen Einsatz.» In der Meisterschaft liegt Coigny auf Rang 2. Bei noch einem ausstehenden Rennen (13. September in Viterbo) hat er noch alle Chancen auf den Titel! Apropos: Top-10-Ergebnisse gab es auch für Lorik Shahinaj (6.) bei den Minis (unter 10) und Kimi Prost (9.) bei den Minis (über 10).
Für Ausrufezeichen auf internationalem Niveau sorgt auch regelmässig Dan Allemann. Beim vierten Europameisterschafts-Lauf in Kristianstad (SWE) hatte der 14-jährige Spirit-Fahrer die Pole-Position erobert. Leider ist ihm danach in den Vorläufen der Motor kaputt gegangen, was seine Chancen auf ein Top-Ergebnis zunichte machte. Im Finale kämpfte er sich dennoch auf Platz 16 nach vorne.
Den dritten und letzten Lauf absolvierte in Kristianstad (SWE) auch Alexis Genolet im Rahmen der FIA Academy Trophy Senior. Der junge Genfer war fest entschlossen, nach dem durchzogenen Wochenende in Mülsen (GER) nochmals anzugreifen und eventuell doch noch den Titel zu holen. Wie schon beim Auftakt in Valencia (ESP) fuhr der Fahrer aus dem Team LKM Racing ein grandioses Finale. Seinen Gegner im Kampf um den Titel, der Brite Albert Lapper, hatte er bis zur Zielflagge im Griff. Leider – aus Sicht von Genolet – reichte es Letzterem dennoch zum Gewinn des Senior-Titels, da dessen Punktevorsprung in der Meisterschaft gross genug war. Und es kam noch «schlimmer» für Genolet. Bei der technischen Abnahme nach dem Rennen wurde er wegen Untergewichts vom Finale disqualifiziert. Kleiner Trost: Weil die direkte Konkurrenz zu wenig oder gar keine Punkte machte, konnte Genolet seinen zweiten Schlussrang in der Gesamtwertung verteidigen. Gratulation!
Das letzte Juli-Wochenende war aus Schweizer Sicht etwas «mau». Ganz anders präsentierten sich die international tätigen Schweizer Rennfahrer am ersten August-Wochenende, was möglicherweise am Nationalfeiertag gelegen hatte…
Noch fehlen 2,5 Punkte. Doch Ricardo Feller ist auf dem besten Weg in der Sprintwertung der GT World Challenge die Gesamtführung zu übernehmen. Beim dritten von fünf Rennwochenenden in Magny-Course (FRA) sicherte sich der gebürtige Aargauer seinen zweiten Saisonsieg. Für den 26-jährigen Porsche-Piloten war es insgesamt der dritte Podestplatz in dieser Meisterschaft. Zusammen mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus liegt er nun auf Platz 2. Ausschlaggebend für den dritten Saisonsieg war ein perfekt getimter und ausgeführter Boxenstopp von Fellers Team Lionspeed GP. Den Schweizer Erfolg rundete Patric Niederhauser am Sonntag mit Rang 3 ab. Für den Berner war es nach einem bisher schwierigen Saisonverlauf das beste Ergebnis im Sprint Cup.
Auch am Nürburgring (GER) stand ein Schweizer in einem Porsche 911 GT3 auf dem Podest. Zwar verpasste Alex Fontana das Gesamtpodium als Vierter beim zur NLS zählenden Ruhr-Pokal knapp, in der ProAm-Wertung reichte es aber locker zu Platz 2. Auch Christoph Lenz durfte auf einem Audi R8 LMS GT3 einen Klassensieg feiern. Genauso wie Manuel Metzger auf einem Porsche 911 GT3 Cup und Ranko Mijatovic auf einem BMW M2 von Hofor Racing.
Lange hat er warten müssen. Im siebten Anlauf hat es endlich geklappt. Louis Delétraz hat sich als Cadillac-Werksfahrer seinen ersten Podestplatz in der hart umkämpften IMSA geholt. Der Genfer wurde beim 6h-Rennen in Elkhart Lake mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Jordan Taylor Dritter. Dank dem Sieg des Schwesterautos mit Filipe Albuquerque und Ricky Taylor war das Rennen in Wisconsin das erfolgreichste für Cadillac in den vergangenen zwei Jahren. Delétraz liegt bei noch zwei ausstehenden Rennen auf Rang 9 im Gesamtklassement. «Vielen Dank an Cadillac, vielen Dank an Wayne Taylor Racing», meinte Delétraz nach dem Rennen. «Natürlich ist es ein bisschen enttäuschend. Wir hatten ein so gutes und starkes Rennen. Ich entschuldige mich für meinen Fehler während der Gelbphase. Ich war der Erste, der an der Unfallstelle ankam, und habe einfach ein Ausweichmanöver gemacht, um nicht mit dem Safety Car zusammenzustossen, das mitten auf der Strecke stand. Ich nehme an, dass ich dafür die Strafe bekam.»
Auch in der GTD-Klasse gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Der amtierende Meister Philip Ellis sicherte sich seinen dritten Sieg in dieser Saison. Weil das im Gesamtklassement führende Duo nur auf Platz 11 landete, hat der Zuger seine Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung massiv gesteigert.
In der FIA Formel 4 CEZ gingen sämtliche Siege beim Rennen in Most (CZE) an das Schweizer Team Jenzer Motorsport. Im ersten Vorlauf siegte der Tscheche Max Karhan. Die restlichen Siege sowie auch der Triumph im Finale gingen an den Deutschen Elia Weiss. Bester Pilot aus dem Team Maffi Racing war der Däne David Walther als Dritter. Bester Schweizer Fahrer war Georgiy Zasov (ebenfalls Jenzer). Der letztjährige Schweizer Kart-Meister in der Kat. OK Senior wurde im Finale Zehnter.
Am Mittwoch, 22. Juli, ist mit Heinrich «Heiri» Keller ein ehemaliger Rennfahrer und Mäzen im Alter von 95 Jahren gestorben, dessen grosse Leidenschaft der Automobilrennsport war. Der erfolgreiche Gümliger Unternehmer in der Baubranche unterstützte einerseits talentierte lokale Fahrer wie Peter Arm, Ruedi Frei oder Benjamin Studer, er ermöglichte aber auch einem wie Ruedi Eggenberger den Aufbau einer eigenen Firma. Auch zahlreiche andere Fahrer kamen in den Genuss von Kellers Unterstützung. So unter anderem auch Herbert Müller. Keller war «Stumpen-Herbie» u.a. bei der Anschaffung seines De Tomaso Pantera behilflich.
Keller, der ursprünglich aus der Ostschweiz stammte, fuhr in den Siebzigerjahren auch selber Rennen. Er hatte eine Vorliebe für hubraumstarke Autos. So steuerte Keller nach einem Gruppe-1-Camaro auch den ex-Müller-Pantera sowie später mehrmals einen Ferrari 512M aus Müllers Rennstall in der Schweizer Meisterschaft und im Ausland. Seinen grössten Triumph feierte er 1975 mit dem Gewinn des 4-Stunden-Rennens in Jarama (ESP) an der Seite von Paul Keller (nicht verwandt) auf einem BMW 3.0 CSL.
Sein nächstes Umfeld hat Keller als eine Kämpfernatur beschrieben. Besonders geprägt haben ihn sein Einsatzwille, sein unternehmerisches Denken, seine Sportlichkeit und seine gesellige Art. Auto Sport Schweiz spricht der Familie von «Heiri» Keller sein aufrichtiges Beileid aus. Gemäss einer persönlichen Verfügung findet keine Trauerfeier oder Abdankung statt.
In Anzère war nicht nur Halbzeit in der Schweizer Berg-Meisterschaft, auch der Schweizer Berg-Pokal hat vier von acht Rennen absolviert. Es führen ohne Verlustpunkte Ludovic Monnier und Stephan Burri.
Der Schweizer Berg-Pokal für hubraumschwächere Fahrzeuge gestaltet sich auch dieses Jahr sehr ausgeglichen. Beim Bergrennen in Anzère war Halbzeit. Vier der acht Rennen sind Geschichte – zwei Fahrer haben noch eine weisse Weste: Ludovic Monnier (VW Golf) und Stephan Burri (VW Scirocco). Monnier ist im Berg-Pokal zum ersten Mal in der Rolle des Tabellenführers. Burri kennt das Gefühl bereits. 2023 gewann der Berner, der vor rund sieben Jahren aufgrund seines Berufes als Garagist in den Thurgau ausgewandert ist, den Pokal für Tourenwagen bis 2 Liter. Beide Fahrer haben 80 Punkte auf dem Konto.
Monnier (im Turbo-Golf von Vorjahres-Bergpokal-Sieger Danny Krieg) hat seine Gegner in der E1 bis 2000 cm3 erwartungsgemäss gut im Griff. In Hemberg bezwang er Kurt Tschirky (Opel Kadett) deutlich mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung. Auch in La Roche lag der gebürtige Waadtländer 5,6 sec vor dem Opel des schnellen Sébastien Coquoz. In Reitnau hiess der erste Verfolger von Monnier Ruedi Fuhrer im Honda CRX (+6,2 sec). In Anzère war es wieder Coquoz, der am meisten Druck machte, bis auf 4,3 sec an Monnier herankam, aber ohne Turbo Monnier nur bezwingen kann, wenn dieser einen Fehler macht oder ein technisches Problem hat. Dieses hatte Monnier bisher nur einmal. Zum Glück für ihn bei einem Bergrennen in Frankreich, das nicht zur Meisterschaft zählt. «Dort ist mir die Befestigung am Fahrgestell gebrochen», so Ludovic.
Burri muss in der Interswiss bis 2 Liter auf mehr Gegner gleichzeitig aufpassen. Allen voran aber auf Arnaud Donzé im VW Golf. Der Jurassier ist Burri in der Regel immer dicht auf den Fersen. In Hemberg betrug der Vorsprung Burris 1,6, in La Roche waren es 1,4 und in Reitnau gar nur 0,9 Sekunden. Einzig in Anzère hatte Burri mit 6,1 Sekunden Vorsprung Luft nach hinten.
Monnier hat aber noch einen anderen Vorteil auf seiner Seite. Liegen die beiden VW-Piloten auch nach acht Rennen noch ohne Verlustpunkte an der Spitze, entscheiden die Positionen im SCRATCH über die Vergabe des Titels. Und dort hat Monnier die Nase leicht vorne.
Vergleich Monnier vs. Burri im SCRATCH:
Hemberg: Monnier 12., Burri 21.
La Roche: Monnier 16., Burri 23.
Reitnau: Monnier 9., Burri 14.
Anzère: Monnier 15., Burri 19.
Rang 3 im Zwischenklassement belegt bei Halbzeit Hans-Peter Eller auf seinem giftgrünen Opel Kadett C aus der E1 bis 1,6 Liter. Vierter ist Andreas Helm im VW Polo. «Helmi» ist in der IS bis 1,4 Liter bisher auch ungeschlagen. Er erhielt zuletzt in Anzère aber nur halbe Punkte, weil in seiner Gruppe zu wenig Gegner gestartet sind. Platz 5 geht im Moment an Werner Rohr mit seinem Toyota Corolla (IS bis 1,6 Liter). Rohr hat in La Roche (hinter Martin Howald und Christophe Oulevay) Federn gelassen. Auch in Reitnau war Howald schneller, Auf Platz 6 folgen ex-aequo Arnaud Donzé und Thomas Zürcher im Renault Clio. Letzterer war bis Anzère ebenfalls noch einer der Führenden. Der Unfall im Wallis hat ihn die bisherige Top-Position gekostet. Die restlichen Fahrer der Top 10: 8. Stefan Schöpfer (Audi 50), 9. Beat Rohr (Renault Clio), 10. Beat Oertig (Peugeot 106).
Die bisherigen Meister des Schweizer Berg-Pokals
2014 Martin Bürki, VW Polo
2015 Martin Bürki, VW Polo
2016 Danny Krieg, Audi A4
2017 Giuliano Piccinato, Honda Integra Type R
2018 Martin Bürki, VW Polo
2019 Philip Krebs, Renault Clio
2020 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2021 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2022 Martin Bürki, VW Polo
2023 Stephan Burri, VW Scirocco
2024 Jean-François Chariatte, Fiat X1/9
2025 Danny Krieg, VW Golf Rally
In der Schweizer Junioren-Meisterschaft steht noch ein Rennen aus: am 30. August in Oberhallau. Noch ist die Entscheidung, wer den Titel gewinnt, offen. Aber es gibt nur noch einen Fahrer, der Alessandro Grispino am Titelgewinn hindern kann.
Alessandro Grispino kann sich beim Finale der Schweizer Junioren-Meisterschaft in Oberhallau (29./30. August) eigentlich nur selber schlagen. Grispino, der 2025 überraschend, aber sehr souverän Schweizer Slalom-Meister wurde, hat alle Trümpfe in der Hand. Als Einziger hat er nach sieben von acht Rennen, die zur Junior-Meisterschaft zählen, das Punktemaximum auf dem Konto. Punktet er auch beim Bergrennen in Oberhallau, ist ihm der Titel sicher. Nur ein Nuller von Grispino im letzten Rennen könnte die Sache nochmals spannend machen.
In einem solchen Fall wären es aber nicht die direkten Verfolger Steven Chiquita, der im Moment zehn Punkte hinter Grispino liegt, oder Hugo Mascaro (beide auf BMW), der 20 Punkte Rückstand auf den Renault-Clio-Fahrer hat, die Grispino noch am Titel hindern könnten. Es ist einzig und allein Formel-3-Pilot Ursanne Salomon, der Grispino noch abfangen könnte. Salomon, im Moment Gesamtvierter, käme bei einem Sieg in seiner Gruppe und einem gleichzeitigen Nuller von Grispino ebenfalls auf 150 Punkte. Da es in jeder Disziplin (Slalom und Bergrennen) je ein Streichergebnis für die Junioren gibt, hätten die beiden in diesem Moment dieselben Streichresultate. In einem solchen Fall würden dann (als nächstes Argument) die geschlagenen Gegner im SCRATCH zählen. Und dort läge Salomon gegenüber Grispino vorne.
Dass dieser Fall in Oberhallau eintritt, ist bei der Konstanz Grispinos sehr unwahrscheinlich. Der 25-Jährige aus Steinen im Kanton Schwyz hat schon im vergangenen Jahr (und auch in dieser Saison) in der Schweizer Slalom-Meisterschaft bewiesen, dass ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Ausserdem hat ihn sein Renault Clio R3 bisher nur ganz, ganz selten im Stich gelassen. Und wenn, dann hat der gelernte Mechatroniker das Problem souverän lösen können.
Für Salomon geht es also wahrscheinlich «nur» noch um Platz 2. Den kann er sich mit einem Sieg bei den Formel-Autos und dem Erreichen von 150 Punkten aber aus eigener Kraft holen. Denn Chiquita kommt im besten Fall (nach Abzug der beiden Streichresultate) auf 145, Mascaro auf 135 Punkte. Einer der beiden BMW-Piloten – und das ist das Spannende in Oberhallau, weil die beiden direkt gegeneinander fahren – könnte also noch vom Gesamtpodium purzeln.
Zur Schweizer Junior-Meisterschaft: Seit zwei Jahren trägt Auto Sport Schweiz im Rahmen der Schweizer Slalom- respektive Berg-Meisterschaft ein Junioren-Championat aus. Das Besondere daran: Die Fahrer und Fahrerinnen können mit ihren eigenen Autos (Tourenwagen bis 2,5 Liter/Rennwagen bis 2 Liter) teilnehmen. Gewertet werden vier Slaloms und vier Bergrennen. Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt. 2024 sicherte sich Jannis Jeremias (VW Polo) den Titel, 2025 gewann Lionel Ryter (Formel Renault) die Meisterschaft. Beide erhielten im Folgejahr ihre Rennlizenz gratis.
Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat zwei Drittel der Saison hinter sich. Am 23. August (in Cremona) und am 10. Oktober (in Wohlen) finden die beiden letzten Läufe statt. Danach ist auch diese Saison bereits wieder Geschichte – und die grosse Meisterfeier steht an. Diese geht am 14. November 2026 über die Bühne. Schauplatz ist die grandiose autobau Erlebniswelt in Romanshorn, der Sitz des Hauptsponsors und Namensgeber der SKM.
Einladungen und genaue Informationen zur Preisverleihung werden nach dem Finale in Wohlen versendet. Bis es soweit ist, gilt der Fokus den letzten beiden Rennen. Wer sich für den fünften Lauf in Cremona noch nicht angemeldet hat, kann dies unter www.go4race.ch bis Sonntag, 16. August (24.00 Uhr) machen.
Auf internationaler Bühne fielen die Erfolge der Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen am vergangenen Wochenende etwas spärlicher aus als sonst.
Die Formel-E-WM 2025/2026 steuert auf ihr grosses Finale in London (GBR) am 15./16. August hin. Einer, der immer noch intakte Titelchancen hat, ist der Genfer Edoardo Mortara. Wenngleich sich seine Ausgangslage am vergangenen Wochenende beim Doubleheader in Tokio (JAP) verschlechtert hat. Nach Platz 5 im ersten Rennen, startete Mortara am Sonntag auf nasser Fahrbahn zum vierten Mal in dieser Saison von der Pole-Position (Rekord!). Trotz Führungsrunden schaffte es der Mahindra-Pilot nicht, die gute Ausgangslage in wertvolle Punkte umzusetzen. Zuerst wurde er wegen eines nicht optimalen Reifendrucks durchgereicht, am Ende blieb er gar in einer Massenkollision stecken und holte gar keine Zähler. «Ich bin mit dem Regen-Set-Up gestartet, und das war nicht die richtige Entscheidung», meinte Mortara. «Dass man an einem solchen Tag, der mit der Pole-Position beginnt, leer ausgeht, ist enttäuschend.» In der Meisterschaft liegt «Edo» 30 Punkte hinter Leader Jake Dennis auf Rang 5. Für Nico Müller endeten die Rennen in Japan auf den Rängen 18 und 7. Sébastien Buemi wurde 14. respektive 15. Die Siege in Tokio gingen an Dan Ticktum (GBR) und Mortaras Teamkollege Nyck de Vries (NED).
Auch in der DTM in Oschersleben (GER) backten die Schweizer Vertreter am Wochenende eher kleine Brötchen. Ricardo Feller (Porsche) belegte die Plätze 10 und 8 und büsste in der Meisterschaft die eine oder andere Position ein (neu 14.). Und auch die beiden Emil-Frey-Piloten Thierry Vermeulen (9./15.) sowie Mateo Cairoli (11./10.) kamen nie so richtig auf Touren. Die Gewinner von Oschersleben hiessen Thomas Preining (AUT) und Mirko Bortolotti (ITA).
Punkte gab es für die Schweizer Formel-4-Piloten in Italien. Beim vierten Lauf zur italienischen Meisterschaft in Mugello fuhr Florentin Hattemer (Trident) im ersten Rennlauf auf Platz 6. Im zweiten Vorlauf wurde er Zehnter, im Finale 19. Levi Arn (Jenzer Motorsport) belegte die Plätze 22, 9 und 14. Andreas Lo Bue (Maffi Racing) verpasste nach den Rängen 23 und 25 das Finale. Bester Jenzer-Pilot war Bader Al-Sulaiti. Der junge Katari wurde im dritten Vorlauf Zweiter, im Finale Siebter. Der Deutsche Elia Weiss (ebenfalls bei Jenzer unter Vertrag) stand zwei Mal auf Pole-Position, konnte diese gute Ausgangslage aber nicht nützen und schied in beiden Rennen aus.
Auch Red-Bull-Juniorin Chiara Bättig stand am Wochenende in der britischen Formel 4 im Einsatz. Beim sechsten Aufeinandertreffen in Thruxton (GBR) erzielte sie die Ränge 13, 8 und 9.
Insgesamt feierte Roland Salomon 15 Meistertitel mit schnellen Fahrzeugen. Elf davon allerdings in jungen Jahren als begeisterter Lenker von Speed Model Cars. Drei Mal schaffte es Salomon in seiner Klasse zum Europameister, zwei Mal zum Weltmeister. Erst 1963 sattelte der Berner Unternehmer dann auf vier grosse Räder um, angefangen mit einem bei den Rennwagen eingeteilten, weil abartig gestrippten Citroën 2CV. Danach folgten ein «frisierter» (wie man damals sagte) Ford Anglia und bald schon der erste Rennwagen. Schon in der Formel 3 (mit 1000 cm3) war Salomon für manchen Profi ein harter Brocken. Mit Clay Regazzoni und Jürg Dubler gewann er 1968 den in Hockenheim ausgetragenen Nationen-Europacup für die Schweiz.
Seine grössten Erfolge erzielte Salomon zum Ende der 1960er- und Beginn der 1970er-Jahre in der Schweizer Meisterschaft. 1969 sicherte er sich mit dem Tecno F3 den ersten SM-Titel bei den Rennwagen. 1970 gewann Salomon mit dem Tecno F2 1600 die Coupe der Schweizer Berge, den Vorläufer der heutigen Bergmeisterschaft. Der Wechsel in die Formel-2-Klasse zahlte sich allerdings erst 1973 mit dem zweiten SM-Titel aus, nun am Steuer eines neuen March-BMW 732 und mit bereits graumelierten Haaren. Im Jahr darauf feierte er in der damals aus Rundstrecken- und Bergrennen bestehenden Meisterschaft mit demselben Auto die erfolgreiche Titelverteidigung, auch gelangen ihm einige Achtungsergebnisse in der umkämpften Formel-2-EM, worauf sich Salomon eine einjährige Auszeit vom Rennsport nahm.
1976 kehrte der langjährige Präsident des legendären SAR (Schweizer Autorennsportclub) unter dem Pseudonym «Ruby» mit einem Modus Formula Atlantic auf die Rennstrecken zurück. Mit der Konstruktion des Schweizers Jo Marquard fuhr Salomon wundersame Zeiten, sodass die Identität von «Ruby» rasch bekannt war. Das legendäre Motorsportmagazin «powerslide» fand damals, dass er wohl noch nie so gut gefahren sei wie in jenem Jahr als bereits 41-Jähriger. Obwohl Salomon nach dem vierten SM-Titel eigentlich wieder zurücktrat, liess er sich 1978 zur Teilnahme am neuen Schweizer Renault-5-Pokal überreden – ein Intermezzo, das ein unrühmliches Ende seiner ansonsten erfolgreichen Karriere nahm und ihm die Erkenntnis brachte, dass ihm solche Strassenautos wirklich nicht als Rennfahrzeug taugten.
Sportlich verschob Salomon seine Interessen auf den Cresta Run von St. Moritz, wo er sich bis zum Erreichen des 80. Lebensjahres waghalsig im Skeleton den Eiskanal hinabstürzte. Viel Spass machte ihm hier vor allem die Geselligkeit am Rande der Piste, sprich im Dracula Club. Gesellig, nur nicht mehr so oft und ruhiger, mochte es der flotte Senior auch danach. Und so feierte der Genussmensch im Februar 2025 an seinem 90. Geburtstag im Kreise seiner Familie und vieler Freunde in einem Berner Gastrokeller die erfolgreiche Zielankunft im letzten Jahrzehnt seines abwechslungsreichen und oftmals abenteuerlichen Lebens. Am vergangenen Samstag stürzte er zu Hause im Heim in Frauenkappelen im Badezimmer und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, denen er wenig später erlag. Roland Salomon hinterlässt Gattin Denise, die er schon sehr lange kannte und 2017 ehelichte, Stieftochter Alannah und seine Tochter Eliane aus der ersten Ehe.
Text: Peter Wyss
Nach dem ersten Lauf im Nassen roch es beim Bergrennen Ayent-Anzère nach einer Sensation. Doch mit zwei blitzsauberen Läufen im Trockenen stellte Robin Faustini die Heckordnung wieder her. Den Sieg bei den Tourenwagen holte souverän Hermann Bollhalder.
Der eine oder andere Fahrer hätte gestern nichts dagegen gehabt, wenn es auch am Nachmittag geregnet hätte. Allen voran Lokalmatador Victor Darbellay in seinem 2-Liter-Nova-Proto. Der kommende Woche 31 Jahre alt werdende Walliser hatte im ersten Rennlauf beim Bergrennen Ayent-Anzère die Konkurrenz mit einer Zeit von 1:38,691 min sprichwörtlich nass gemacht. Selbst der zweimalige Schweizer Berg-Meister Robin Faustini musste sich mit 2,6 Sekunden Rückstand auf Darbellay klar geschlagen geben. Aber nicht nur Darbellay hatte nach dem ersten Durchgang ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Auch Kantonskollege Lionel Ryter wuchs im Regen (und Nebel) über sich hinaus, fuhr in seinem «kleinen» Formel Renault die fünfschnellste Zeit und liess sogar einen wie Marcel Steiner im Nova NP01 hinter sich.
Den Walliser Heimsieg gab es bei der 48. Ausgabe des Bergrennens von Ayent nach Anzère am Ende aber doch nicht. Petrus setzte sich zur Freude der Zuschauer gegen 14 Uhr durch und sorgte für den Rest des Rennens für trockene Bedingungen. Dadurch war der Weg an der Spitze frei für Seriensieger Faustini. Doch der hatte gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. Erstens durfte er sich nach dem Ergebnis vom ersten Durchgang keinen Fehler leisten. Zweitens sass ihm mit Rückkehrer Joël Volluz im Norma M20FC ein ganz schneller Fahrer im Nacken. Und drittens haderte der junge Aargauer in den Läufen 2 und 3 mit seinem Emap-Triebwerk. «Ich habe mir Sorgen um den Motor gemacht», sagt Faustini. «Ich hatte ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr die volle Leistung und musste, um zu gewinnen, absolut am Limit fahren.» Mit einer 1:23,9 und einer 1:23,4 min sicherte sich Faustini seinen 19. Gesamtsieg in Serie. Volluz konnte ihm im letzten Lauf mit einer Zeit von 1:24,9 min nicht mehr ganz Paroli bieten, war mit Platz 2 aber dennoch zufrieden. «Die letzten paar Tage waren sehr streng. Ich habe den Motor auf den letzten Drücker bekommen. Im dritten Lauf habe ich leider zwei kleine Fehler eingebaut. Aber ich bin sehr glücklich mit diesem zweiten Platz.» Und Darbellay? Der Mann des ersten Laufes konnte trotz einem neuen 2-Liter-Klassenrekord nichts gegen die stärkeren 3-Liter-Autos ausrichten, stellte mit Rang 3 aber einmal mehr seine Klasse unter Beweis. In der Addition der beiden schnellsten Zeiten fehlten Darbellay nur sechs Zehntelsekunden auf Volluz.
Wenngleich noch nicht zufrieden gelang auch dem Viertplatzierten Steiner in den Läufen 2 und 3 eine Steigerung. Zwar fehlten 2,6 Sekunden aufs Podest. Aber nach Kopfschütteln im Regen hellte sich die Miene Steiners am Nachmittag etwas auf. «Im Nassen war ich zu wenig aggressiv. Ich wollte aber auch auf keinen Fall etwas kaputt machen. Dass wir trotz Regen und Verzögerungen drei Rennläufe fahren konnten, hat mich gerettet. Die Läufe 2 und 3 waren einigermassen okay, aber noch fehlt mir das Vertrauen.» Platz 5 im SCRATCH ging an Michel Zemp. Der Luzerner war mit seinen Zeiten zufrieden, «ich war schneller als im Vorjahr. Aber der Abstand auf Victor war etwas zu gross.»
Für Ryter endete sein Heimrennen auf Rang 6. Damit war der junge Walliser einmal mehr der schnellste Formelpilot. Im zweiten Lauf verbesserte er in 1:31,2 min den Klassenrekord von Joël Burgermeister aus dem Jahr 2022 um fast eine Sekunde. Auch die restlichen Top-10-Plätze gingen an Sportwagen- respektive Formelfahrer. Platz 7: Ursanne Salomon (Formel 3), Platz 8: Jean-Jacques Maitre (Nova NP01), Platz 9 : Roland Bossy (Formel 3), Platz 10: Fabrice Jolidon (Osella PA20S). Bemerkenswert ist auch einmal mehr das Ergebnis von Samuel Métroz. Im 998 cm3 kleinen Formel Arcobaleno fuhr auch dieser Walliser einen neuen Klassenrekord. Der alte stammte von keinem Geringeren als Victor Darbellay…
Bei den Tourenwagen stellt sich nach turbulenten Rennen in Anzère die Frage: Wo anfangen? Favorit auf den Tagessieg im Wallis war eigentlich Roger Schnellmann. Doch dessen Mitsubishi Evo 8 bereitete ihm zum dritten Mal (nach La Roche und Reitnau) Kopfzerbrechen. Schon am Samstagabend musste der Schwyzer eine improvisierte Antriebswelle einbauen. Diese hielt den Strapazen jedoch nicht stand – nach dem ersten Rennlauf war für Schnellmann abermals Feierabend. Auch der Leader im Gesamtklassement, Bruno Sawatzki, verliess Anzère mit null Punkten. Der Rheintaler kam im schnellen Bergaufstück beim «Bus-Stop» vom rechten Weg ab und musste seinen Porsche schwer angeschlagen einpacken. Der Tourenwagenmeister von 2023 und 2024 ist damit die Führung in der Meisterschaft los. «Es war mein Fehler», meinte Sawatzki ohne Umschweife. «Ich war an der Stelle im Nassen einen Tick zu schnell.»
In die Bresche sprang, wie schon in der Vorschau angekündigt, Hermann Bollhalder. Der Wattwiler wuchs in Anzère (wie schon 2025) über sich hinaus und fuhr als einziger Fahrer mit Dach überm Kopf zwei Mal unter 1:40 min. Damit sicherte sich der Opel-Speedster-Pilot seinen ersten nationalen Tourenwagen-Tagessieg. Obendrauf liess er sich in 1:38,944 min noch einen neuen Klassenrekord notieren – Respekt! Zweitschnellster in der E1 war Remo Fischer. Der Feuer spuckende Gabat-Escort belegte im SCRATCH (zwei Positionen hinter Bollhalder) Rang 13. Fischer verpasste die 1:40er-Marke um knapp eine Zehntelsekunde. Auch Ludovic Monnier glänzte mit seinem VW Golf. Wie Bollhalder fuhr auch er einen neuen Klassenrekord und sicherte sich in der E1 bis 2 Liter den Sieg vor Sébastien Coquoz (Opel Kadett) und Fabien Houlmann (Peugeot 205).
Neuer Leader in der TW-Meisterschaft ist Stephan Burri, der im VW Scirocco die Gruppe Interswiss mit einem souveränen Vorsprung auf Arnaud Donzé (VW Golf) gewann. Auch hier sah die Reihenfolge nach dem ersten Lauf im Regen noch anders aus. Schnellster auf nassem Geläuf war Dominic von Rotz in seinem vierradangetriebenen Audi A4. Bei trockenen Bedingungen drehte Burri den Spiess dann aber zu seinen Gunsten um. Den eigenen Klassenrekord verpasste er in 1:42,895 min um acht Zehntelsekunden. Mit einem weiteren Gruppensieg in der TCR hat auch der schnelle Sergio Kuhn mit seinem Peugeot 308 seine Meisterschaftsambitionen weiter aufrecht erhalten. Nur drei Punkte trennen den 32-Jährigen aus Pfäffikon (ZH) von Burri.
Auch im Schweizer Berg-Pokal (für Tourenwagen bis 2 Liter) hat Anzère aus vier Anwärtern zwei gemacht. Weiter ohne Verlustpunkte in Führung liegen Monnier und Burri. Dritter ist neu Hans-Peter Eller (Opel Kadett). Auf Platz 4 abgerutscht ist Andreas Helm im VW Polo. Zwar siegte er in der IS bis 1,4 Liter abermals, hatte aber nur drei Gegner, wodurch er nur halbe Punkte bekam. Einen bitteren Nuller gab es für Thomas Zürcher. Nach dem ersten Lauf lag der neunmalige Renault-Classic-Cup-Gewinner noch vorne. Im zweiten Rennlauf verunfallte auch er, wodurch er im Berg-Pokal auf Rang 6 abrutschte. Den Sieg im RCC sicherte sich Beat Rohr.
Bei den Junioren liegt Alessandro Grispino nach einem weiteren Klassensieg in Führung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen ihm die BMW-Piloten Steven Chiquita und Hugo Mascaro.
Alle Klassensieger in Anzère entnehmen Sie der Übersicht: Patric Kuster (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 3500 cm3), Frédéric Fleury (Martini MK52, Gr. H Monoplace), Valentin Nicolet (Citroën Saxo VTS, Gr. H bis 1600 cm3), Luca Moinat (Opel Kadett, Gr. H bis 2000 cm3), Alain Pfefferlé (Porsche 911 RSR, Gr. H bis 3000 cm3), Joël Pitteloud (Opel Astra, Gr. H Classic bis 2000 cm3), Vincent Gabbud (Honda Integra, N/ISN/R1), Jonathan Droz (Peugeot 208, A/ISA/R2/R3 bis 1600 cm3), Alessandro Grispino (Renault Clio, A/ISA/R2/R3 bis 2000 cm3), Xavier Craviolini (Renault Clio, RC3), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Gr. N), Ramon Hänggi (Citroën Saxo VTS, PSA Gr. A), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC), Beat Rohr (Renault Clio 3, RCC), Vincent Regard (Suzuki Swift GTI, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Julien Lonfat (Mitsubishi Colt Evo, E1 bis 3500 cm3), Remo Fischer (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Xavier Vermeille (Norma M20F, CN bis 2000 cm3), Vincent Caro (TracKing RC01B, E2 Silhouette), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3-T318, E2-SS bis 3000 cm3),Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1000 cm3), Victor Darbellay (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).
In der REGionalen Klasse entschied in Anzère ein Wimpernschlag über die absolute Tagesbestzeit. Diese ging an Mattia Stacci auf BMW M3 E30. In der Addition der beiden Rennläufe war er vier Tausendstelsekunden schneller als Patrick Jakober im VW Golf. Die drittschnellste Zeit fuhr Michael Meneghel, ebenfalls auf VW Golf.
Und so geht es weiter:
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft
Das Zertifikat ist die Einstiegsstufe des FIA Environmental Accreditation Programme. Es wird vergeben, wenn ein Verband eine offizielle Umweltpolitik vorlegt, seine ökologischen Auswirkungen misst und erste Massnahmen zur Emissions- und Abfallreduktion plant. Das Zertifikat hilft bei der Erfüllung der zunehmend strengeren FIA-Richtlinien für den Motorsport. Es dient ebenfalls als offizieller Nachweis nachhaltigen Handelns gegenüber Behörden und Sponsoren.
Der «Petit Susten» wird für die Öffentlichkeit anlässlich des 81. Internationalen Bergrennens St-Ursanne – Les Rangiers geöffnet.
Gute Nachrichten aus St. Ursanne: Der beliebte Zuschauerbereich «Petit Susten» ist dieses Jahr bei 81. Ausgabe des Bergrennens von Saint Ursanne nach Les Rangiers (15./16. August) wieder für Zuschauer geöffnet.
Um diesen aussergewöhnlichen Zuschauerbereich auch in Zukunft nutzen zu können, bitten wir alle Besucher, die folgenden Regeln einzuhalten:
Der Zugang erfolgt ausschliesslich über die ausgeschilderte Wegführung. Bitte bleiben Sie innerhalb des gekennzeichneten Zuschauerbereichs und respektieren Sie die Natur sowie das Grundstück. Offenes Feuer und Rauchen sind untersagt. Erdarbeiten, Grabungen sowie das Beschneiden von Bäumen oder Sträuchern sind nicht erlaubt. Bitte hinterlassen Sie das Gelände sauber und entsorgen Sie Ihren Abfall an den dafür vorgesehenen Stellen.
Auf dem Gelände des Petit Susten befindet sich kein Verpflegungsstand. Verpflegungsmöglichkeiten stehen jederzeit in der Fahrerlager-Kantine bei Les Malettes sowie in der Ziel-Kantine zur Verfügung.
Die ASA St-Ursanne – Les Rangiers bedankt sich herzlich beim Grundstückseigentümer für sein Entgegenkommen und freut sich darauf, zahlreiche Besucher an diesem aussergewöhnlichen Aussichtspunkt begrüssen zu dürfen.
In der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat Roman Dilan Fricker unlängst mit einem «Grand Slam» geglänzt. International hat er bei der Arrive&Drive-Worlcup-Ausscheidung in Polen wertvolle Erfahrungen gesammelt.
In der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat Roman Dilan Fricker (11) zuletzt in 7 Laghi einen «Grand Slam» (Pole-Position, drei Laufsiege und schnellste Rennrunde) eingefahren. Damit hat der Berner bis auf einen Punkt an den Führenden bei den Junioren, Alejandro Campos, aufgeschlossen. Bei noch zwei ausstehenden Rennen (Cremona und Wohlen) hat er also alle Trümpfe in der Hand, mit seinem Team Swiss Hutless Racing Schweizer OK-Junior-Meister 2026 zu werden.
Parallel zur Schweizer Meisterschaft und zur VEGA Trofeo, in der Fricker zurzeit auf Rang 3 liegt, hat der Nachwuchsfahrer aus Büren zum Hof an der Arrive&Drive-Worldcup-Ausscheidung in Slomczyn (POL) südlich von Warschau teilgenommen. Für Fricker, der 2025 bei den Super Minis in der Kart-SM debütierte, war es das erste internationale Kartrennen. Seine Bilanz: «Wir hatten beides – gute und schlechte Sessions. Aber unterm Strich darf ich zufrieden sein. Vor allem habe ich viel dazugelernt.»
Eine ihm unbekannte Strecke, wechselhafte Wetterbedingungen und ein neues Chassis (OTK statt Birel) machten die Aufgabe für Fricker nicht leicht. Trotzdem gewann er am Samstag von Startplatz 9 das Sprintrennen. Im Finale lief es Roman dann nicht nach Plan. Von Startplatz 13 aus wurde er 15. und verpasste somit die Qualifikation für das WM-Finale in Malaysia. «Der Motor ist nicht sauber gelaufen», sagt Fricker. «Ich habe noch versucht mit der Hand den Luftfilter zu beeinflussen, aber auch das nichts gebracht.»
Neben Fricker war mit Lorenzo Zucchetto ein weiterer Schweizer Nachwuchsfahrer am Start. Der junge Zürcher belegte im Finale Platz 8. Der Sieg ging an den Polen Maksymilian Piatek.
Zum Arrive&Drive-Konzept: Technische Gleichheit ist ein Eckpfeiler des FIA-Arrive&Drive-Konzepts. Zusätzlich zu der für jeden Fahrer bereitgestellten einheitlichen Ausrüstung wurde beim Rennen in Polen bei jedem Teilnehmenden der Motor im Laufe des Wochenendes mindestens einmal ausgetauscht, um Fairness und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Das Weltfinale findet (wie im Vorjahr) in Malaysia statt. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Neben der europäischen Ausscheidung gibt es auch Quali-Rennen in Südamerika und Asien.
Der Porsche Sports Cup Suisse ist auf dem Red Bull Ring mit spannenden Rennen in die zweite Saisonhälfte gestartet. Im GT3 Cup freute sich Lokalmatador Felix Neuhofer über zwei Siege mit dem 911 GT3 Cup.
Tabellenführer Jack Sherwood erwischte auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring ein gebrauchtes Wochenende: Der Brite hatte in der Steiermark gegen Felix Neuhofer klar das Nachsehen. Der Österreicher strich am Steuer des 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup mit zwei Pole-Positions, jeweils der schnellste Rennrunde und zwei Siegen die Maximalpunktzahl ein. Im ersten Lauf kam Sherwood zwar als Zweiter ins Ziel, kassierte aber zehn Strafsekunden, weil er zu oft die Streckenbegrenzung überschritten hatte. Dies warf ihn auf Rang 3 zurück. Das zweite Rennen musste er von der fünften statt von der zweiten Position aufnehmen, da er neue Reifen benötigte. Der 20-Jährige kämpfte sich zwar auf Platz 3 vor, haderte aber erneut mit den Track Limits. Er wurde als Vierter gewertet. Die Führung in der GT3 Cup-Meisterschaft konnte Sherwood dennoch verteidigen, während Neuhofer an Gregor Burkard vorbei auf Rang 2 vorrückte.
Burkard musste im ersten Lauf eine Nullnummer hinnehmen: Das Rennen des Schweizers war in Runde 7 nach einer Kollision beendet. Bei seinem zweiten Start des Tages katapultierte er sich von der vierten auf die zweite Position und brachte diesen Platz auch sicher über die Ziellinie. Rang 3 fiel am Ende an Peter Hegglin, obwohl der Seegräbener wegen des Kontakts mit Burkard für Lauf 2 auf den zehnten Startplatz versetzt worden war. Rang 5 ging an Simon Mathys vor Jan Klingelnberg und Andreas Marti. Christian Caramuscia hatte den zweiten Lauf von der dritten Startposition aufgenommen, fiel aber in Runde 4 ans Ende des Feldes zurück. Im ersten Rennen hatte sich der Italiener noch als Zweiter feiern lassen.
Zwei Starts von der Pole-Position, zwei Mal die schnellste Rennrunde und zwei ungefährdete Siege: Kevin Lattion kehrt – wie schon beim Saisonauftakt in Portimão – im GT4 Clubsport mit maximaler Punktzahl aus der Steiermark in die Schweiz zurück. Direkt hinter ihm reihte sich jeweils David Dias ein. Anders als Lattion hat er alle bisherigen Wochenenden der Porsche Sprint Challenge Suisse mit dem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport bestritten und führt damit weiterhin in der Tabelle. In der Gruppe Open GT fuhr Dragos Buriu von der Pole-Position zum Gesamtsieg im ersten Durchgang. Den zweiten Lauf gewann Patrick Dinkeldein.
Am kommenden Wochenende steht mit dem Bergrennen Ayent-Anzère ein Klassiker auf dem Programm. Leider ohne den angemeldeten Eric Berguerand. Der Lokalmatador muss sein Comeback ein weiteres Mal verschieben.
Die grosse Frage vor der 48. Ausgabe des Bergrennens von Ayent nach Anzère war: Gibt Eric Berguerand (47) sein Comeback oder muss er es ein weiteres Mal verschieben? Die Antwort lautet: Das Rennen findet leider ohne Eric statt. «Der Motor läuft – das ist nicht das Problem. Aber ich konnte das geplante Roll-Out in Frankreich nicht absolvieren. Und ohne diesen Test macht es keinen Sinn. Ich bin seit dem Gurnigel 2023 nicht mehr gefahren. Das wäre zu riskant gewesen. Anzère ist keine Strecke, die man auf die leichte Schulter nehmen kann.» Auf die Frage, ob die Fans Berguerand noch dieses Jahr in Action sehen, meint der siebenmalige Schweizer Berg-Meister: «Ich denke eher nächstes Jahr!»
Einer, der die Absage von Berguerand bedauert, ist Robin Faustini. Der Leader im Gesamtklassement kann seine Entscheidung aber vollumfänglich nachvollziehen: «Ohne zu testen, ist das zu gefährlich. Der Entscheid, nicht zu fahren, ist vernünftig.» Der 28-jährige Aargauer und sein Nova-Empa NP01 sind in der Schweizer Berg-Meisterschaft zu einer schier unschlagbaren Kombination geworden. Faustini hat (saisonübergreifend) die letzten 18 Rennen gewonnen. Beim Auftakt in Hemberg hatte er in der Addition der beiden schnellsten Läufe 1,34 Sekunden Vorsprung auf Marcel Steiner. In La Roche waren es 4,285 sec auf Victor Darbellay. Und in Reitnau 1,605 sec auf Michel Zemp. Warum sollte seine Serie also ausgerechnet in Anzère reissen? Dort, wo er im Vorjahr den bestehenden Streckenrekord von Berguerand aus dem Jahr 2022 um sagenhafte 1,624 sec unterboten hatte und ihm keiner auch nur annähernd das Wasser reichen konnte.
Thomas Amweg, der dieses Jahr eine Pause einlegt, kam Faustini im Vorjahr mit einem Rückstand von 2,9 Sekunden (in der Addition der beiden schnellsten Läufe) am nächsten. Joël Volluz, der in Anzère mit seinem Norma M20 FC ein Comeback feiert, verlor bereits 3,2 sec. Und dem Vierplatzierten Steiner brummte Faustini bereits mehr als vier Sekunden auf. Von den Zwei-Liter-Piloten Darbellay und Zemp ganz zu schweigen. Die waren bei der letzten Ausgabe in Anzère chancenlos, sollten aber dieses Jahr deutlich näher an der Drei-Liter-Konkurrenz sein. «Damit rechne ich auch», sagt Faustini. «Michel und Victor haben in den vergangenen Rennen immer wieder gezeigt, dass man auch mit einem 2-Liter-Motor vorne mitfahren kann. Das sollte eigentlich auch in Anzère möglich sein.»
Die Ausgangslage bei den Tourenwagen ist auf dem Papier eindeutiger. Ohne «Speedmaster», der am Wochenende beim Bergrennen Hauenstein in Deutschland im Einsatz steht, ist Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo 8 mit Helftec-Power klarer Favorit auf den Tourenwagen-Tagessieg. Wenn ihn sein «Bergmonster» nicht wie zuletzt in Reitnau respektive La Roche im Stich lässt. Denn dann werden die Karten neu gemischt und ein anderer Fahrer mit Dach überm Kopf kommt zum Zug. Einer von ihnen könnte Bruno Sawatzki sein. Der Porsche-Pilot aus dem Rheintal führt die Tourenwagen-Wertung nach drei von acht Rennen an und ist 2023 bei seiner letzten Teilnahme (2024 gab es in Anzère kein Rennen) eine 1:40er-Zeit gefahren. Auch Hermann Bollhalder und sein Opel Speedster gehören zu den Kandidaten auf ein Spitzenergebnis. Der Wattwiler war im Vorjahr zweitschnellster Tourenwagenfahrer hinter dem nach wie vor abwesenden Simon Wüthrich: auch er liess sich eine 1:40er-Zeit notieren.
Und dann ist da noch Ludovic Monnier. Der gebürtige Waadtländer, der in Monthey (VS) lebt, kommt mit seinem von Danny Krieg übernommenen VW Golf Rally immer besser in Fahrt. Krieg fuhr im Vorjahr eine persönliche Bestzeit von 1:41,2 min. Diese Zeit würde Monnier gerne unterbieten. Gelingt ihm das, ist auch er ein heisser Anwärter auf einen Spitzenplatz. Ob’s ganz nach vorne reicht, wird sich zeigen. Vieles hängt von der Zuverlässigkeit des Mitsubishis von Schnellmann ab.
Spannend ist auch die Ausgangslage im Schweizer Berg-Pokal. Auch dort liegt Monnier vorne – allerdings punktgleich mit Stephan Burri (VW Scirocco), Andreas Helm (VW Polo) und Thomas Zürcher (Renault Clio). Auch bei den Junioren ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Beim vorletzten Lauf (nach Anzère zählt nur noch Oberhallau zur Junioren-Meisterschaft) führt Alessandro Grispino (Renault Clio) fünf respektive 20 Punkte vor den beiden BMW-E30-Piloten Steven Chiquita und Hugo Mascaro. Bester Formelpilot ist zurzeit Anthony Gurba – dicht gefolgt von Ursanne Salomon, der in Anzère (unabhängig vom Junioren-Championat) nicht nur Lokalmatador Lionel Ryter im Formel Renault, sondern auch seinen Mentor Roland Bossy im Formel-3-Tatuus herausfordern möchte.
Zur Strecke: Die Strecke von Ayent nach Anzère misst 3,5 Kilometer und ist damit gleich lang wie die von La Roche nach La Berra. Nur die Strecken am Gurnigel und in Les Rangiers sind im aktuellen Kalender länger. Insgesamt müssen 319 Höhenmeter zurückgelegt werden, die durchschnittliche Steigung beträgt 9,1 Prozent. Die Bestmarke in Anzère stammt aus dem Vorjahr und wurde von Robin Faustini in 1:22,61 min (= 152,524 km/h) mit seinem Nova-Emap NP01 aufgestellt. Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit geht auf das Konto von Reto Meisel mit seinem Mercedes SLK 340 in 1:34,86 min.
Der Auftakt in Anzère erfolgt am Samstag, 25. Juli, ab 7.15 Uhr mit den ersten Trainings. Insgesamt stehen drei Trainingsläufe auf der Agenda; der letzte startet um 17 Uhr. Auch am Sonntag stehen drei Läufe (ab 7.15 Uhr) auf dem Programm. Die beiden besten Laufzeiten werden am Ende addiert.
Mehr über das Bergrennen in Anzère, das auch Teil zur Schweizer Junior-Meisterschaft ist, erfahren Sie unter https://www.ayent-anzere.ch/
Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.
Die Schweizer Rallye-Meisterschaft wird 2026 aus nur vier Veranstaltungen bestehen. Die abgesagte Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise wird nicht ersetzt.
Nach der Absage der Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise (ursprünglich für den 10./11. Juli 2026 geplant, siehe Link) hat sich das Komitee Rallye umgehend daran gemacht, einen Ersatzlauf zu finden. Es wurden mehrere Optionen geprüft, die jedoch alle aus Gründen des Termins, der Entfernungen und/oder der Art der Rallye verworfen werden mussten.
Das Komitee schlug der Nationalen Sport-Kommission (NSK) deshalb vor, den folgenden Kalender 2026 für die Schweizer Rallye-Meisterschaft, den Schweizer Rallye-Pokal und den Coupe Suisse des Rallyes Historiques VHC (ohne Streichergebnis) zu genehmigen:
27./28. März, Critérium Jurassien
28.–30. Mai, Rallye du Chablais
18./19. September, Rally del Ticino (ohne VHRS)
29.–31. Oktober, Rallye du Valais
Was den Schweizer Cup für historische Rallyes mit sportlicher Gleichmäßigkeitsprüfung (VHRS) betrifft, werden derzeit mehrere Optionen geprüft, und das Komitee Rallye wird der NSK zu gegebener Zeit einen Vorschlag unterbreiten.
Beim siebten Lauf zur Berg-EM in Polen konnte Reto Meisel seine Tabellenführung erfolgreich verteidigen, obwohl seine langanhaltende Siegesserie abriss. Um seine Chancen zu wahren, lieh er sich einen Mitsubishi Evo aus.
Die 5493 Meter lange Strecke von Limanowa ist für seinen rutschigen Belag bekannt. Aus diesem Grund wechselte Reto Meisel vom gewohnten Mercedes SLK 340 auf einen von einem polnischen Team geliehenen Mitsubishi Lancer Evo mit Allradantrieb und um die 1000 Turbo-PS unter der Haube. Keine Frage, dass auch ein erfahrener schneller Mann wie Meisel gewisse Zeit benötigte, um sich an dieses Flügelmonster zu gewöhnen. Zudem war die Strecke an beiden Renntagen feucht und erst im zweiten Rennlauf wirklich trocken. Mit der zweitbesten Zeit aller Tourenwagen verbesserte sich der Aargauer so noch auf den dritten Gesamtrang hinter zwei Polen und den zweiten Platz in der Gruppe 1.
«Das war schon komplett etwas anderes», gab Meisel zu. «Nach 21 Jahren mit V8-Motoren und Heckantrieb war diese Umstellung alles andere als einfach. Schon geil, vor allem der Start mit Launch Control. Ich denke nicht, dass ich unter diesen Bedingungen mit dem SLK den zweiten Platz erreicht hätte. Diese Erfahrung war es wert, und ich sehe schon 1000 Dinge, die man an dem Monster noch verbessern kann.» Für das Heimrennen im Jura wird Meisel in seinen bewährten Eigenbau zurückkehren, danach schaue er weiter. In der Gruppe 1, der Königsklasse der Kategorie 1, führt Meisel das Zwischenklassement praktisch uneinholbar an, auch in der Performancewertung nach SCRATCH liegt der Schweizer klar voraus. Nur in der EM-Gesamtwertung über alle Gruppen ist ihm der Kroate Matija Jurisic nach dessen vierten Saisonsieg auf einem Peugeot 308 TCR bis auf vier Punkte nahegekommen.
Den Gesamtsieg holte der Spanier Joseba Iraola Lanzacortavor dem Tschechen Petr Trnka und dem Franzosen Kevin Petit (alle Nova Proto NP01 Emap Turbo). Der zunächst überraschend führende Deutsche Alexander Hin (Nova ProtoNP01 Mader-Cosworth V8) schied im zweiten Rennlauf nach Leitplankenkontakt aus. Sein Teamchef und EM-Leader Christian Merli blieb dem Rennen aus privaten Gründen fern.
Eine Schweizer Erfolgsmeldung gibt es auch aus Frankreich. Beim französischen Bergmeisterschaftslauf in Dunières feierte Guillaume Mathez einen weiteren Klassensieg in der Gruppe VHC. Mit seinem Peugeot 309 GTI liess er vier Klassengegner in der Gruppe A klar hinter sich und war dabei sechstbester VHC-Tourenwagenpilot überhaupt.
Text: Peter Wyss
Podestplätze und Siege von Schweizer Piloten im GT3-Rennsport sind an der Tagesordnung. Am Wochenende feierten Ricardo Feller in Misano und Alex Fontana in Le Castellet weitere Erfolge.
Ricardo Feller bleibt im Rennen um die GT-World-Challenge-Krone 2026. Beim zweiten Sprint-Wochenende in Misano (ITA) sicherte sich der gebürtige Aargauer, der inzwischen am Bodensee lebt, mit Rang 2 im ersten Rennen einen weiteren Podestplatz. Im zweiten Durchgang belegte der Porsche-Pilot mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus Rang 20. In der Meisterschaft liegt Feller auf Rang 3. Die neuen Spitzenreiter heissen Kelvin van der Linde/Charles Weerts, die in Misano gleich beide Rennen gewannen. Für Patric Niederhauser (Lamborghini) endeten die Rennen in Italien auf den Plätzen 11 und 26. Das Duo Ben Green/Thierry Vermeulen landete als bestes Emil-Frey-Duo auf den Rängen 4 und 5. Felix Hirsiger (Ferrari) belegte im Silber-Cup die Plätze 8 und 6.
Grund zum Jubeln gab es auch für Alex Fontana. Der Tessiner sicherte sich beim fünften Lauf zur GT Open in Le Castellet (FRA) bereits seinen dritten Saisonsieg. Auch im zweiten Lauf stand Fontana als Dritter auf dem Podium. Mit einem Rennen weniger liegt der Porsche-Pilot aus dem Team ZRS Motorsport auf dem dritten Zwischenrang. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 22 Punkte – Fontanas Chancen auf den Titel sind also absolut intakt. Auch das Mercedes-Duo Yannick Mettler/Dexter Müller stand einmal mehr auf dem Podium – diesmal auf Platz 3 im zweiten Rennen der ProAM-Wertung. In derselben Klasse belegte Alexander Fach jr. beim Rennen in Südfrankreich die Plätze 4 und 6.
Das aus drei Rennwochenenden bestehende Euro-4-Championship hat am Wochenende sein zweites Rennen in Le Castellet absolviert. Mit dabei auch die beiden Schweizer Florentin Hattemer (Trident) und Georgiy Zasov (Prema). Hattemer belegte die Plätze 18, 10 und 15 und sicherte sich so seine ersten Punkte. Zasov blieb auf seinen zwei Punkten, die er beim ersten Rennen in Vallelunga holte sitzen und musste sich mit den Rängen 24, 26 und 22 zufrieden geben.
LKM zählt in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft zu den Teams, die ganz vorne mitfahren. An Erfahrung mangelt es Teamchef Michaël Hyvernaud nicht. Seit 40 Jahren ist er im Kartsport daheim.
Wer sein eigenes Kart-Team gründet und im zweiten Jahr schon die französische Kart-Meisterschaft gewinnt, der hat definitiv etwas auf dem Kasten. Michaël Hyvernaud (48) ist das mit seiner Mannschaft LKM Racing 2018 gelungen. Der gebürtige Franzose, der seit 16 Jahren in der Schweiz lebt, hatte 2017 bei Null angefangen. Erfahrung hatte er zuvor schon reichlich gesammelt – sei es als Fahrer (Hyvernaud schaffte es in Frankreich sogar zum Werksfahrer), Mechaniker oder Coach. «Ursprünglich wollte ich Motocross-Fahrer werden», sagt der LKM-Chef. «Aber meine Eltern machten sich Sorgen um meine Gesundheit – vor allem um Verletzungen an der Wirbelsäule. Also haben sie mir ein Kart gekauft.»
Nicht nur in Frankreich, auch in der Schweiz war Hyvernaud auf Anhieb erfolgreich. Mit Kilian Streit, der 2022 Schweizer Kart-Meister wurde, gewann LKM im ersten Jahr die VEGA Trofeo in der X30. Einen Erfolg, den man 2022 mit Valentin Senes, 2024 mit Nathan Jolliet und 2025 mit Alexis Genolet wiederholen konnte. Genolet fährt auch dieses Jahr für LKM. Neben der Schweizer Meisterschaft bestreitet der Genfer zahlreiche internationale Rennen als LKM-Pilot. Mitunter vertritt er die Schweiz auch in der FIA Academy Trophy. Hyvernaud hält grosse Stücke auf ihn. «Alexis ist nicht nur einer der besten Nachwuchsfahrer der Schweiz, er ist auch Teil der Familie.»
Bis vor Kurzem hat Hyvernaud neben seinem Kart-Team noch 80 Prozent gearbeitet, um den Rennstall überhaupt finanzieren zu können. Inzwischen ist er vollzeit-beschäftigt. Der Zwei-Mann-Betrieb (mit Mechaniker Romain) operiert aus dem Fribourgischen Saint-Auby. Dort werden nicht nur die Chassis vorbereitet, «ich kümmre mich auch selber um die Motoren», so Hyvernaud. Wobei er betont, dass er sich alles selber beigebracht hat. «Der Kartsport ist ein Self-Made-Business. Du testest etwas, es geht kaputt, du machst es nochmal, beim zweiten Mal etwas anders – und dabei lernst du, warum Dinge funktionieren oder eben nicht.»
Dem Zufall überlässt Hyvernaud nichts. Der drahtige Franzose, der von seiner Figur her problemlos auch Marathonläufer sein könnte, gilt als akribischer Arbeiter. Nur einmal, als er den Firmennamen ins Handelsregister eintragen liess, kam er ins Grübeln. «Ich hatte keine Ahnung, wie meine Firma heissen sollte», lacht Hyvernaud. «Ganz spontan fiel mir die Abkürzung LKM ein – für Li Karting Motors, dem Vorname meines Sohnes…»
Zur Info: Dieser Text wurde bereits im Programmheft der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi veröffentlicht.
Es könnte das Comeback des Jahres werden! Wenn alles klappt, wird Eric Berguerand (47) am 25./26. Juli beim Bergrennen von Ayent nach Anzère mit seinem schwarzen Lola FA99 endlich wieder am Start stehen.
Eric Berguerand kommt wie angekündigt zurück. Bei seinem Heimrennen von Ayent nach Anzère will der 47-jährige Walliser am letzten Juli-Wochenende sein Comeback in der Schweizer Berg-Meisterschaft geben. Nach 1049 Tagen kehrt damit der schwarze Lola FA99 zurück – sehr zur Freude der Fans. Berguerand hat schon mehr als einen Anlauf genommen, um nochmals am Berg Gas geben zu können. Doch sein Cosworth-Motor hat ihn immer wieder im Stich gelassen. «Ich habe ihn eingebaut, wieder ausgebaut, zum Tuner gebracht – immer dasselbe Spiel. Beim letzten Versuch hat er endlich funktioniert.» Noch ist Berguerands Start nicht zu 100% in Stein gemeisselt. «Ich werde Anfang nächster Woche noch ein Roll-Out machen», sagt Berguerand. «Dann wird sich zeigen, ob ich in Anzère tatsächlich am Start stehe oder nicht.»
Berguerands letzter Einsatz in der Schweizer Berg-Meisterschaft geht auf das Bergrennen am Gurnigel von 2023 zurück. Damals hatte ihn der erst gerade frisch revidierte V8 nach den beiden ersten Läufen im Stich gelassen. «Der Motor hatte damals schon im Training komische Geräusche von sich gegeben», erzählt Berguerand. Bei einer genaueren Analyse stellte sich heraus, dass es ein Problem an den Kolben gab. «Ich verlor Öl und hatte kaum mehr Leistung.»
Nachdem er Marcel Steiner zu dessen sechstem Berg-Titel gratuliert hatte, packte Berguerand damals seine sieben Sachen zusammen. Seither ist die «Black Mamba» nicht mehr zum Einsatz gekommen. Am 25./26. Juli soll das mit zahlreichen Formel-1-Teilen aufgemotzte Formel-3000-Auto endlich wieder am Start stehen. «Ich bin da, um Spass zu haben», betont der siebenmalige Schweizer Berg-Meister Berguerand. «Wenn ich sehe, was die Konkurrenz mit den Turbo-Motoren für Zeiten fährt, will ich mir gar keinen Druck machen.»
Dass Berguerand niemandem mehr etwas beweisen muss, ist klar. Trotzdem (und immer vorausgesetzt das Roll-Out verläuft positiv) sind wir wohl alle gespannt wie ein Flitzebogen, welche Zeiten der Routinier fahren kann. 2023 hat er bei seinem letzten Anzère-Ritt eine 1:24,876 min in den Asphalt gestanzt. Im Vorjahr fuhr Robin Faustini mit seinem Nova Proto in 1:22,616 min einen neuen Streckenrekord bei der Walliser Traditionsveranstaltung. Diese freut sich jetzt schon über den prominenten Rückkehrer. Aber eben: Noch ist nicht aller Tage Abend.
Mehr zum Bergrennen von Ayent nach Anzère erfahren Sie nächste Woche auf motorsport.ch.
Victor Darbellay hat beim Bergrennen La Broque (FRA) erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Nur Lokalmatador Kevin Petit war schneller als der Walliser.
Die kurze Sommerpause bis zum nächsten SM-Lauf am 25./26. Juli in Anzère nutzten ein paar Schweizer mit der Teilnahme am Bergrennen La Broque westlich zwischen Colmar und Strassburg im grenznahen Elsass. Das zum Championnat de France de la Montagne 2ème Division zählende Rennen dominierte Lokalmatador Kevin Petit mit seinem Nova Proto NP01 Emap Turbo, mit dem er ansonsten in der Berg-EM an den Start geht.
Zweitschnellster Mann an den beiden Renntagen, an denen die beste Zeit aus drei Läufen zählte, war Victor Darbellay mit seinem Nova Proto NP01 mit Hartley-Turbomotor. Mit Bestzeiten von knapp unter einer Minute verlor der Walliser in seinem besten Lauf am Samstag nur 1,34 und am Sonntag 1,69 Sekunden auf Petit. Gesamtdritter wurde der oft beim Schweizer EM-Lauf in Saint-Ursanne startende Samy Guth im Nova Proto NP01 Mugen V8. Der Jurassier Roland Bossy startete mit seinem Tatuus F318 T nur am Samstag und belegte als Klassenzweiter den zehnten Gesamtrang unter 74 Teilnehmern.
In der separaten Trophée des Nations (17 Fahrer) holte Hervé Villoz im Dallara F302 hinter drei Sportwagen den vierten Platz, Alain Mathey war als Zehnter im Opel Kadett der Viertschnellste in der Gruppe E1.
Text: Peter Wyss
Ein Wochenende – drei Sieger. Aus Schweizer Sicht war das vergangene Weekend ein voller Erfolg. Für Raffaele Marciello hat sich der Einsatz beim WEC-Rennen in São Paulo besonders gelohnt. Im 20. Rennen für BMW gewann der gebürtige Zürcher zum ersten Mal!
Seit 2024 ist Raffaele Marciello mit BMW in der Langstrecken-WM unterwegs. Sein bisher bestes Ergebnis waren die zweiten Plätze in Fuji (2024) und Spa-Francorchamps (2026). Nun, im 20. Anlauf, hat es für den Tessiner endlich zum ersten Sieg gereicht. Beim 6-Stunden-Rennen von Sâo Paulo (BRA) gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen mit Kevin Magnussen und Dries Vanthoor sein erstes WEC-Rennen auf dem BMW M Hybrid V8 mit der #15. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», meint Marciello. «Vor drei Jahren haben wir ganz unten angefangen, und nun läuft es in diesem Jahr für uns mit der Startnummer 15, für die Startnummer 20, die bei Halbzeit der WM in Führung liegt, und für BMW M Motorsport sehr gut. Deshalb können wir sehr zufrieden sein.»
Weniger zufrieden war Sébastien Buemi. Der Waadtländer im Dienste von Toyota Gazoo Racing wurde beim vierten von acht Rennen 17. «Das ist ganz klar nicht das Ergebnis, auf das wir gehofft hatten», sagt Buemi. «Wir wussten schon nach dem Qualifying, dass es nicht einfach werden würde, aber wir hatten die Hoffnung, ordentliche Punkte zu holen, und es lief zunächst auch recht gut. Doch eine Berührung hat unser Rennen im Grunde genommen beendet. Danach konnten wir nichts mehr ausrichten.» In der Meisterschaft ist Buemi bei Halbzeit auf Rang 5 abgerutscht. Marciello liegt sechs Punkte dahinter auf Position 6.
Ebenfalls ganz oben stand am vergangenen Wochenende Philip Ellis. Der Zuger gewann in Mosport (CDN) sein zweites Rennen in diesem Jahr. Zusammen mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Russell Ward sicherte sich Mercedes-Pilot Ellis den Triumph in der GTD-Klasse. In der Meisterschaft liegt der ehemalige DTM-Pilot nach sechs von zehn Rennen auf dem vierten Platz.
Mit seinem dritten Saisonsieg hat Felix Hirsiger im ADAC GT Masters wieder die Leaderposition übernommen. Der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner hat am Nürburgring (GER) zusammen mit seinem deutschen Teamkollegen Finn Zulauf im ersten Durchgang von der Pole-Position aus gewonnen. Im zweiten Rennen kam das Lamborghini-Duo nicht richtig in die Gänge und landete auf Rang 9.
Auch Chiara Bättig stand am Wochenende wieder in ihrer angestammten Meisterschaft im Einsatz. Beim fünften Lauf zur Britischen Formel 4 in Zandvoort (NED) musste sie sich mit den Plätzen 16, 15 und 14 zufrieden geben. Bei Halbzeit liegt die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin mit 41 Punkten auf Rang 13. Es führt der Belgier Dries van Langendonck mit 179 Zählern.
Zum Kartsport: Auch dort gab es aus Schweizer Sicht eine Erfolgsmeldung. Zoltan Coigny stand beim dritten Lauf zur Champions of the Future Academy in Viterbo (ITA) in der Kat. OK-N in beiden Finalläufen auf dem Podium – einmal als Zweiter, einmal als Dritter. Bei den Senioren verpasste Elias Lehmann einen Podestplatz als Fünfter knapp.
Die grossen Gewinner des vierten Laufs zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen 7 Laghi heissen Dilan Roman Fricker, Kilian Boss sowie Joy und Dan Allemann.
Es war heiss, sehr heiss. Der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 in 7 Laghi verlangte von allen Akteuren das Maximum ab. Einer, der in der Hitze einen kühlen Kopf bewahrte, war Dilan Roman Fricker in der Kategorie OK Junior. Der Elfjährige aus Büren zum Hof bei Fraubrunnen im Kanton Bern hatte schon beim vorletzten Rennen in Levier einen starken Eindruck hinterlassen. In 7 Laghi konnte ihm am Wochenende keiner das Wasser reichen. Fricker sicherte sich nicht nur die Pole-Position (zwei Zusatzpunkte), der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless Racing gewann beide Vorläufe souverän vor MH-Pilot Cyrill Sarkar. Und auch im Finale setzte sich Fricker vom Start weg in Führung und liess nichts anbrennen. Dank der schnellsten Rennrunde (drei Extrapunkte) holte Fricker als einziger Fahrer am Wochenende das Punktemaximum. Eine Erklärung für seine zuletzt sehr starken Auftritte hat der junge Berner nicht. «Ich mache eigentlich nichts anders als bisher. Aber es passt einfach alles zusammen und ich bin im Kopf völlig frei. Das hilft sicher.» Hinter Fricker und Sarkar sicherte sich Spirit-Pilot Aaron Buhofer in allen drei Rennen Rang 3. Der bisher führende Alejandro Campos kam in 7 Laghi nicht auf Touren. Mit zwei vierten Plätzen und einem fünften Rang im Finale war er unter Wert geschlagen. «Wir hatten ein Problem mit den Reifen», meinte «Le petit rebelle». In der Gesamtwertung hat Fricker bis auf einen Punkt zu Campos aufgeschlossen. Das verspricht für die restlichen zwei Rennen in Cremona (23. August) und Wohlen (6. Oktober) Hochspannung.
Knapp am Punktemaximum vorbeigeschrammt ist Dan Allemann. Der 14-jährige Spirit-Fahrer musste den Versuch, in der X30 Challenge Switzerland einen «Grand Slam» herauszufahren, aber schon nach dem Qualifying abschreiben. 27 Tausendstelsekunden fehlten Allemann auf die Bestzeit von LKM-Pilot Alexis Genolet. Der Genfer war auch danach in allen drei Läufen Allemanns erster Verfolger, liess sich nie richtig abschütteln, konnte den Gesamtleader der X30 aber dennoch nicht richtig in Bedrängnis bringen. «Meine Starts waren nicht die Besten», meinte Genolet selbstkritisch. Auch Michael Müller (Virtus Motorsport), der in allen Läufen hinter Genolet Dritter wurde, konnte das Tempo von Allemann diesmal nicht mitgehen. Müllers Rückstand in der Meisterschaft wuchs daher von 21 auf 43 Punkte an. «Ich weiss nicht genau, woran es gelegen hat», meinte Routinier Müller, «aber ich habe immer im dritten Sektor Zeit verloren.» Hinter Müller sicherte sich Allemanns Teamkollege Gauthier Sanjuan drei Mal den undankbaren vierten Platz – im Finale vor MH-Pilot Nicola Mateo Frigg, der mit seiner Leistung nicht wirklich zufrieden war.
Auch Dan Allemanns Schwester Joy schnupperte in 7 Laghi bei den Super Minis an einem «Grand Slam». Die elfjährige Tochter von Teambesitzer Ken Allemann musste sich aber wie ihr Bruder im Qualifying hinter Teamkollege Ben Iten einreihen. Im Unterschied zu Dan verpasste sie die Pole-Position um 51 Tausendstelsekunden. In den beiden Vorläufen und im Finale setzte sich Joy dann aber mit einem imposanten Speed durch. Der Sieg im Finale bedeutete der jungen Nachwuchspilotin besonders viel. «Ich habe immer gesagt, dass ich dieses Jahr noch ein Finalrennen gewinnen will. Als die Saison in Franciacorta startete, war ich noch nicht bereit dafür. Aber inzwischen habe ich sehr viel dazugelernt.» In der Meisterschaft hat Allemann ihren Rückstand auf Iten von 39 auf 27 Zähler verkürzt. Auch hier bahnt sich also ein spannendes Finish an. Den dritten Platz sicherte sich in den Vorläufen Kimi Prost (ebenfalls Spirit), im Finale war es Swiss-Hutless-Fahrer David Lewis, der dem Enkel des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Alain Prost den Podestplatz auf den letzten Metern stibitzte.
Spannend wird es auch in den zwei verbleibenden Rennen der Kategorie KZ2. Dort hat sich in 7 Laghi Kilian Boss vom Team Swizz Evenzz einen kleinen Vorteil gegenüber Paolo Castagnetti (Team Gerber Corse) verschafft. Den bisherigen Vorsprung von elf Zählern konnte Boss am gestrigen Sonntag auf 25 Punkte ausbauen. Und das trotz Ärger nach dem ersten Vorlauf. In diesem wurde Boss, der am Start die Führung an Castagnetti verloren hatte, nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Statt Platz 2 (hinter Castagnetti) wurde der ehemalige Young Driver Boss auf Platz 4 (hinter Swiss-Hutless-Pilot Remo Largo und Privatbewerber Kai Perner) zurückversetzt. Nach dem zweiten Vorlauf hellte sich die Miene von Boss auf. Mit einem souveränen Sieg (vor Bastien Liénard und Perner) sicherte er sich den besten Startplatz fürs Finale. Und auch in diesem fuhr Boss unwiderstehlich. Zwar musste er nach einer Kollision in der ersten Kurve zuerst zwei Positionen gut machen, aber einmal in Führung liess der Berner nichts mehr anbrennen. Für Castagnetti verlief das Wochenende nicht nach Plan. Im zweiten Vorlauf wurde er in der ersten Kurve umgedreht. Die anschliessende Aufholjagd versandete auf Platz 7. «Ich lag ganz klar vorne und einer hat mich einfach abgeschossen», ärgerte sich Castagnetti. «Er hat dafür nicht einmal eine Strafe gekriegt. Das Kart hat nichts abgekriegt. Aber ich war danach nicht in der Lage, mich weiter nach vorne zu arbeiten.» Im Finale musste sich der im Tessin wohnhafte Familienvater dann mit Rang 2 (hinter Boss) begnügen. Dritter wurde Perner. Der Berner lag nach dem Start sogar in Führung, musste aber Boss und Castagnetti ziehen lassen. «Die Halterung des Luftkühlers war gebrochen», meinte Perner. Für das Überholmanöver des Tages sorgte der Viertplatzierte Emilien Köstner aus dem Team D.E.L. Motorsport. Der Waadtländer kassierte in der Kurve nach Start und Ziel – ziemlich kaltschnäuzig – gleich zwei Konkurrenten. Gut möglich, dass Papa Koestner noch jetzt mit offenem Mund am Zaun steht…
Und so geht es weiter:
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Das seit 1955 geltende Rundstreckenverbot in der Schweiz ist per 1. Juli 2026 offiziell Geschichte. Die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz hat an ihrer Sitzung vom 9. Juli 2026 eine erste Machbarkeitsstudie für eine Schweizer Rennstrecke geprüft und blickt der Thematik positiv, aber realistisch entgegen.
Die gesetzliche Grundlage für diesen historischen Schritt geht auf einen Parlamentsentscheid aus dem Jahr 2022 zurück, der nun per Anfang Juli 2026 formell im Strassenverkehrsgesetz verankert wurde. Vor diesem Hintergrund hatte die Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz im Vorfeld eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese untersucht den Bau einer permanenten Rundstrecke sowie die Durchführung eines Formel-1-Rennens in der Schweiz mit einem Zeithorizont ab dem Jahr 2036+.
Herausforderungen für ein Formel-1-Projekt
An ihrer jüngsten Sitzung vom 9. Juli 2026 hat die Geschäftsführung die Ergebnisse dieser Studie analysiert. Der Verband steht einem solchen Grossprojekt grundsätzlich sehr positiv gegenüber. Gleichzeitig betont die Geschäftsführung jedoch die enormen politischen und wirtschaftlichen Hürden. Die Realisierung eines derart kostenintensiven Formel-1-Projekts durch einen privaten Promotor gilt als äusserst anspruchsvoll.
Zudem müssten hierfür das Formula One Management (FOM) und die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) entsprechendes Interesse signalisieren. Dies erweist sich in einer Zeit, in der europäische Austragungsorte im Formel-1-Kalender keine Priorität geniessen, als zusätzliche Herausforderung.
Fokus auf vielseitige Nutzung und Verkehrssicherheit
Gänzlich unabhängig von der Formel 1 beurteilt die Geschäftsführung den Bau einer Schweizer Rundstrecke unter einem anderen Aspekt als äusserst sinnvoll: Eine solche Anlage soll neben dem Rennsport zu grossen Teilen für die nationale Verkehrssicherheit genutzt werden. Geplant sind Einsatzmöglichkeiten für Fahrkurse, Weiterbildungen sowie Schulungen aller Verkehrsteilnehmer.
Auto Sport Schweiz wird die Entwicklung rund um das Thema Rundstrecke weiterhin eng und aktiv verfolgen. Potenzielle Initianten und Investoren werden im Rahmen der verbandsrechtlichen Möglichkeiten vollumfänglich bei ihren Bestrebungen unterstützt.
Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird in diesem Jahr ein Damenpokal ausgerichtet. Bei Halbzeit führt Jessica Roth vor Tamara Schöpfer und Vorjahresgewinnerin Franziska Maissen.
Der Verband Auto Sport Schweiz hat auch dieses Jahr einen Damenpokal ausgeschrieben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Noch ist die Saison nicht zu Ende, aber eine Tendenz lässt sich schon bei Halbzeit erkennen: Je mehr frau fährt, desto weiter vorne liegt sie im Ranking. Die führende Jessica Roth aus Bigentahl im Kanton Bern hat 2026 bereits acht Rennen bestritten. Die Fahrerin eines Toyota GT86 hat bisher nur auf den Slalom in Bure und das Bergrennen in Hemberg verzichten müssen und führt den Damenpokal mit 162 Punkten daher souverän an. Wenn die 27-jährige Roth bei den verbleibenden Bergrennen weiter so punktet, hat die Vorjahreszweite gute Chancen, den Damenpokal 2026 zum ersten Mal zu gewinnen.
Auf Platz 2 liegt zurzeit Tamara Schöpfer. Die 27-jährige Luzernerin hat ein Rennen weniger als Roth und kommt Stand heute auf 126 Punkte. Schöpfer hat es bei den bisherigen Ausgaben des Damenpokals als Dritte zwei Mal aufs Gesamtpodium geschafft. Auch Vorjahressiegerin Franziska Maissen liegt mit 72 Punkten bei Halbzeit auf Podestkurs. Allerdings beträgt ihr Vorsprung auf die Viertplatzierte Zeljka Wintsch nur vier Punkte. Maissen ist in diesem Jahr erst bei vier Rennen zum Einsatz gekommen. Von den Schweizer Slaloms hat sie nur den Finallauf in Chamblon absolviert. Da sie aber unter normalen Umständen die restlichen Bergrennen bestreiten wird, hat auch Maissen intakte Chancen, 2026 wieder auf dem Gesamtpodium zu stehen.
Hinter Wintsch (68 Punkte) rangiert auf Platz 5 Stéphanie Le Coultre (58 Punkte). Auf Platz 6 lauert Sabrina Fankhauser (39 Punkte), die aber erst mit der Bergsaison ins Geschehen eingegriffen hat und deshalb ziemlich sicher auch noch weiter nach vorne aufrücken wird. Als beste Co-Pilotin liegt Marion Tapparel bei Halbzeit auf Rang 7 mit ebenfalls 39 Punkten.
Zur Erinnerung: Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.
Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert am Wochenende wie schon im April nochmals in 7 Laghi. Der vierte Lauf verspricht erneut Hochspannung. Von den Top-Piloten ist (fast) alles da, was Rang und Namen hat.
Ursprünglich hätte am Sonntag, 12. Juli, der vierte Lauf der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Lonato (ITA) über die Bühne gehen sollen. Aufgrund von unerwartet kurzfristig gestiegenen Verwaltungskosten sowie organisatorischen Dissonanzen sah sich das Komitee Karting von Auto Sport Schweiz jedoch zu einer Änderung des Austragungsortes gezwungen. So kommt es, dass die Teilnehmenden der autobau SKM am Wochenende (mit viel Vorwissen im Gepäck) ein zweites Mal in diesem Jahr in Castelletto di Branduzzo antreten werden.
Besonders spannend wird es bei den Schaltkarts werden. In der Kategorie KZ2 sind die Top-4-Piloten gerade mal durch 27 Punkte getrennt. Die beste Ausgangslage hat selbstverständlich der Führende im Gesamtklassement, Kilian Boss vom Team Swizz Evenzz. Doch der ehemalige Gewinner des Young Drivers Projekt von Auto Sport Schweiz hat nicht unbedingt die allerbesten Erinnerungen an 7 Laghi. Im April beim ersten Aufeinandertreffen musste er sich mit den Plätzen 4, 3 und 2 zufrieden geben. Anders Paolo Castagnetti vom Team Gerber Corse: Der direkte Verfolger liegt nur elf Punkte hinter Boss und hatte im April die Konkurrenz mit drei Laufsiegen im Griff. «Ich liebe es, wenn es heiss ist und es viel Grip hat», meint der im Tessin wohnhafte Familienpapa. Hinter Castagnetti lauern mit Bastien Liénard, Florian Esteve und Kai Perner drei weitere Piloten, die wissen, wie man ganz vorne mitmischen kann. Für Spannung ist in der KZ2 also garantiert gesorgt.
Auch in der X30 Challenge Switzerland darf man sich auf ein erneutes Duell zwischen Leader Dan Allemann (Spirit Racing) und Verfolger Michael Müller (Virtus Motorsport) freuen. Das Duell der Generationen (Allemann ist 14, Müller 26) hat schon im April für Begeisterung gesorgt, wobei Müller damals beide Vorläufe, Allemann das Finale gewann. 21 Punkte trennen die beiden in der Meisterschaft. Müller hat beim letzten in Levier (FRA) sieben Punkte auf Allemann gutgemacht. «Aber da muss noch mehr kommen», macht sich der Routinier Druck. «Bis jetzt hat Dan in allen drei Finalläufen die Nase vorne gehabt. Daran möchte ich in der zweiten Saisonhälfte etwas ändern.» Hinter den beiden Führenden klafft eine 50-Punkte-Lücke zu Alexis Genolet. Der LKM-Pilot ist eine sichere Bank, hat sich aber an den ersten drei Wochenenden der Saison immer wieder über mangelnden Speed in den Rennen gewundert. Schon 96 Punkte hinter Allemann liegt Nicola Mateo Frigg (MH Racing) auf Platz 4. Auch ihm wäre endlich mal ein von A bis Z perfektes Wochenende zu gönnen.
Gute Chancen, seinen Vorsprung auszubauen, hat Alejandro Campos in der Kategorie OK Junior. Der Spirit-Fahrer führt die Meisterschaft mit 26 Punkten Vorsprung auf Aurelio Longhitano an. Dieser wird aber in 7 Laghi nicht am Start stehen, sich dafür auf einen DKM-Lauf in Ampfing (GER) vorbereiten. Für Campos bietet sich damit auch die grosse Chance, endlich einen Finallauf zu gewinnen. Bisher stand er bei allen drei Rennen auf dem Podium – für ganz nach oben hat es noch nicht gereicht. Durch die Abwesenheit Longhitanos rückt Dilan Roman Fricker in die Verfolgerrolle. Der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless Racing hat 33 Punkte Rückstand auf Campos und holte zuletzt in Levier die meisten Punkte bei den Junioren. Für Liam Flossbach (Spirit Racing) wird es als Vierter schon schwieriger. Sein Rückstand auf Campos beträgt bereits 81 Punkte.
Ein kleines Feld geht bei den Super Minis an den Start. Wobei der Führende Ben Iten mit 39 Punkten Vorsprung die komfortabelste Führung von allen Teilnehmenden besitzt. Der Zuger hat wie sein Spirit-Teamkollege Allemann in der X30 bisher alle Finalläufe für sich entschieden. Daran könnte sich in 7 Laghi durchaus etwas ändern. Joy Allemann, die bei den Jüngsten auf Platz 2 rangiert, hat angekündigt, dass sie dieses Jahr noch unbedingt einen Finallauf gewinnen will. Viel hat bisher nicht gefehlt. Das gilt auch für Kimi Prost, der als Gesamtdritter mit 54 Punkten Rückstand auf Iten immer noch in Schlagdistanz liegt.
Zur Strecke: Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert ein zweites Mal in dieser Saison auf der Kartpiste in Castelletto di Branduzzo bei Pavia (besser bekannt als 7 Laghi). Die Strecke und deren Geheimnisse sind daher bekannt; die Daten vom letzten Rennen noch frisch. 1256 Meter misst der Rundkurs, der an einem künstlich angelegten See liegt. Die besten Überholmöglichkeiten bieten sich im Infield in den engen Haarnadelkurven 9 und 10. Eine besondere Herausforderung sind die schnellen Rechtskurven im Anschluss an die Zielgerade. Dort kommt es vor allem nach dem Start oft zu harten Positionskämpfen.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in 7 Laghi www.savoiechrono.com
Zeitplan
Samstag, 11. Juli
09.00-17.30 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber
Sonntag, 12. Juli
09.00-09.52 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
10.00-10.36 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.45-12.05 Uhr, Rennen 1
12.05-13.15 Uhr, Mittagspause
13.25-14.45 Uhr, Rennen 2
14.45-16.25 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)
Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, 7 Laghi 2 (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Wenn es um historischen Motorsport geht, dann ist der Jurassier Maxime Guenat stets ganz vorne anzutreffen. So auch bei der von Peter Auto organisierten Le Mans Classic Legend vom vergangenen Wochenende.
Am vergangenen Wochenende hat auf dem 24 Heures du Mans die neunte Ausgabe der Le Mans Classic Legend stattgefunden. Nahezu 160’000 Zuschauer und Zuschauerinnen hat der Anlass angelockt – eine unvorstellbare Masse an Fans. Ihnen wurde aber auch Einiges geboten. So war u.a. der ehemalige Brabham- und McLaren-Starkonstrukteur Gordon Murray vor Ort. Zahlreiche seiner Fahrzeuge (vom Piquet-Brabham bis zum Senna-McLaren) fuhren im Rahmenprogramm mit.
Wie bei jeder Ausgabe der Le Mans Classic Legend waren auch dieses Mal wieder zahlreiche Schweizer am Start. Und das teilweise sehr erfolgreich. Im Feld 6 beispielsweise war es Maxime Guenat, der auf seinem Lola T286 von 1976 die Gesamtwertung gewann. Guenat gewann zwei von drei Rennen und liess sich im zweiten Durchgang nur von Ex-Formel-1-Pilot Jan Magnussen bezwingen. Auch Yves Scemama fuhr mit seinem TOJ SC304 und Partner Richard Mille ganz vorne mit und durfte sich über Platz 4 freuen. Damit lag Scemama zwei Positionen vor Jürg Aeberhard, der mit seinem Porsche 911 Carrera RSR von 1975 Sechster wurde. Auf Platz 8 landete Dominique Guenat, der Vater von Maxime, mit einem Porsche 935 von 1977.
Auch im Feld 10 gab es mit Michel Frey einen Anwärter auf Spitzenplätze. Mit zwei zweiten und einem vierten Platz schaffte es der Aargauer mit seinem Lola B07/18 schliesslich auf Gesamtrang 2 der Fahrzeugkategorie 2006-2015.
Am kommenden Wochenende hätte die Rallye Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA) stattfinden sollen. Doch die 35. Ausgabe, die auch zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gezählt hätte, musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.
Schweren Herzens hat der Veranstalter der Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise bekanntgegeben, dass die für das kommende Wochenende geplante 35. Ausgabe nicht stattfinden wird. In einer Stellungnahme liess der Organisator wissen:
«Ab heute, 6. Juli 2026, 12 Uhr, gilt für das Departement Saône-et-Loire die gelbe Hitzewarnstufe sowie die höchste Warnstufe für Wald- und Naturraumbrände. Da es in unserem Departement Saône-et-Loire bereits an diesem Wochenende zu etwa zwanzig Brandausbrüchen kam und sich die Situation durch die Hitzewelle in dieser Woche noch weiter verschärfen wird, hat der Unterpräfekt von Chalon-sur-Saône eine Verordnung erlassen, die uns die Durchführung der Veranstaltung unter den derzeitigen Bedingungen untersagt. Wir bedauern die Absage unserer Veranstaltung. (…) Aber jeder Brand oder Unfall könnte verheerende und schwerwiegende Folgen für alle haben.»
Des weiteren liess der Veranstalter verlauten: «Angesichts des sehr vollen Terminkalenders unserer regionalen Motorsportliga kommt eine Verschiebung nicht in Frage.»
Die Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise zählt seit 2023 zur Schweizer Rallye-Meisterschaft. In diesem Jahr hätten 17 Schweizer Teams in der modernen und fünf in der historischen Klasse am Start gestanden.
Roland Bossy, Sébastien Coquoz, Fabien Houlmann, Michaël Ducommun, Manuel Santonastaso – zahlreiche Schweizer Bergrennfahrer sind am vergangenen Wochenende in Frankreich beim Bergrennen Vuillafans–Echevannes am Start gestanden.
Rund zwanzig Schweizer, mehrheitlich alle aus der Romandie, gingen beim 62. Bergrennen Vuillafans–Echevannes im französischen Departement Doubs nahe unserer Landesgrenze an den Start. Der Bestplatzierte war Roland Bossy auf Gesamtrang 13, der damit seine Klasse vor zwei weiteren Tatuus F3 T-318 knapp für sich entschied. Auch Jean-Jacques Maître siegte mit seinem Nova NP01 TFT in seiner Sportwagenklasse bis zwei Liter.
Wie bei grenznahen Bergrennen üblich, schrieben die Organisatoren für die in Frankreich nicht homologierte Gruppe E1 eine separate Wertung namens Master of Hillclimbing aus. Hinter dem oft auch in der Schweiz startenden Belgier Stéphane Emond auf Audi R8 GT3 holte Sébastien Coquoz im Opel Kadett 16V den zweiten Rang knapp vor Fabien Houlmann im Peugeot 205, Patrick Vallat im VW Golf und Manuel Santonastaso im BMW WTCC, der Sechster wurde – alle in der Klasse bis zwei Liter. Michaël Ducommun gewann im Peugeot 308 Racing Cup die nächsthöhere Hubraumklasse vor den beiden BMW E30 von Florent Mariaux und Hugo Mascaro, Yves Bracelli siegte im Peugeot 206 GTI solo bei den 1600ern.
Für Ludovic Monnier endete das Rennen leider frühzeitig. Nach guten Zeiten im Training musste er seinen VW Golf Rally im ersten Rennlauf abstellen. «Die Befestigung am Fahrgestell ist gebrochen», meinte Monnier. «Nichts Ernstes, es hätte schlimmer kommen können. Doch nach Dreivierteln der Strecke spürte ich eine unpräzise Lenkung. Bis zum Bergrennen in Anzère ist alles wieder repariert.»
In der VHC-Meisterschaft errang Guillaume Mathez im Peugeot 309 GTI als drittschnellster Tourenwagenpilot einen weiteren Klassensieg. Sylvain Chariatte klassierte sich mit seinem VW Golf 1 in der Gruppe Classic an zweiter Stelle, Valentin Nicolet gewann im Citroën Saxo VTS solo seine Klasse. In Wertung kamen in allen Gruppen die zwei schnellsten Laufzeiten aus drei Rennläufen.
Als Tagessieger, zum ersten Mal in dieser Saison, ging Fabien Bourgeon auf Revolt 3P0 vor dem bisherigen Dominator Marc Pernot im Nova NP01 Hartley Turbo hervor.
Text: Peter Wyss
Auch dieses Wochenende gab es für Schweizer Piloten, die international im Einsatz standen, Grund zum Jubeln. Sei es bei der ELMS in Imola, bei der GT Open am Hungaroring oder der F1 Academy in Silverstone.
Bei der European Le Mans Series in Imola (ITA) gab es aus Schweizer Sicht dank Grégoire Saucy Grund zum Jubeln. Der Jurassier im Dienste von United Autosports stand auch im dritten Rennen auf dem Podium – diesmal als Zweiter und hat damit die Führung im Gesamtklassement (bei Halbzeit der Meisterschaft) erfolgreich verteidigen können. «Wir haben alles versucht, um auch dieses Rennen zu gewinnen», meint Saucy. «Aber es hat nicht ganz gereicht. Mit drei Podestplätzen in drei Rennen können wir als Team aber sehr zufrieden sein. Ich hoffe, es geht so weiter!» Platz 3 ging in Imola an den Liechtensteiner Matthias Kaiser. In der LMP3 sicherte sich das Schweizer Team CLX den Klassensieg und verbesserte sich dadurch auf Rang 3 in der Meisterschaft.
Für einen Schweizer Triumph sorgte am Wochenende Alex Fontana in der International GT Open. Der Tessiner sicherte sich am Hungaroring (HUN) schon seinen zweiten Saisonsieg (nach Portimão) und liegt in der Gesamtwertung auf einem ausgezeichneten vierten Rang. Ein erfolgreiches Wochenende erlebten auch Yannick Mettler und Dexter Müller. Das Mercedes-Duo stand beim vierten Lauf zwei Mal auf dem Podium. Im ersten Durchgang belegten Mettler/Müller Rang 3 in der ProAM, im zweiten Rennen landete das Paar, das einst die erste Medaille für die Schweiz bei den FIA Motorsport Games holte, auf Platz 2. «Das war genau das, was wir nach zwei schwierigen Wochenenden gebraucht haben», meinte Mettler. «In der Gesamtwertung liegt das Duo auf Rang 6. Es führt (in der ProAM-Wertung) weiterhin Alexander Fach, der es in Ungarn für einmal nicht aufs Podium schaffte.
Keinen Podestplatz gab es für die Schweizer Vertreter bei der DTM am Norisring (GER). Ricardo Feller beendete beide Rennen auf Rang 12. Das Team Emil Frey Racing holte dank Thierry Vermeulen in mit einem fünften respektive sechsten Rang in beiden Rennen Punkte. Für Matteo Cairoli verlief das Wochenende schwierig: Nach Platz 11 am Samstag schied der Italiener am Sonntag nach einem Unfall früh aus und fiel in der Fahrerwertung auf den vierten Platz zurück.
Für einen Podestplatz sorgte auch Chiara Bättig bei ihrem ersten Einsatz in der F1 Academy. Die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin bestritt das Rennen in Silverstone (GBR) mit einer «Wild Card» und sicherte sich bei ihrer Premiere auf Anhieb die Pole-Position. Hinter Alisha Palmowski beendete die Red-Bull-Juniorin ihr erstes Rennen in der reinen Frauenserie auf Platz 2.
Auch die Formel E war am Wochenende wieder im Einsatz. Beim Doubleheader in Shanghai war Sébastien Buemi mit einem fünften Platz der beste Schweizer. Auch Nico Müller sammelte mit den Rängen 10 und 7 weitere Punkte. Nur Edoardo Mortara blieb diesmal punktelos. In der Meisterschaft liegen die drei Schweizer Mortara, Müller und Buemi geschlossen auf den Rängen 6 bis 8. Die Siege in China gingen an Pascal Wehrlein und Lucas di Grassi.
Punktelos blieb leider auch Zoltan Coigny beim zweiten Aufeinandertreffen der FIA Academy Trophy in Sarno (ITA). Der Auftaktsieger von Genk (BEL) hatte am Wochenende nicht ausreichend Speed und schied nach zwei Dritteln des Finales nach einer unverschuldeten Kollision aus – wodurch er leer ausging und seine Meisterschaftschancen einen herben Rückschlag erlitten. Nach der Niederlage in Sarno muss Coigny nun in Viterbo (ITA) einen Rückstand von 67 Punkten aufholen, wenn er sich den Titel in der Academy Junior noch sichern will. Im Moment liegt der junge Waadtländer noch auf Rang 3.
Aufgrund eines technischen Fehlers sind die NSK-Mitteilungen im kürzlich erschienen ASS-Magazin (Ausgabe Juni 2026) «verloren» gegangen. Wir entschuldigen uns für diesen «Fauxpas» und werden die Mitteilungen in Heft 03/2026, das Mitte September erscheint, nachliefern. Der Vollständigkeit halber haben wir Ihnen die NSK-Mitteilungen als PDF an diese Nachricht angeheftet (siehe unten).
Die wichtigste Meldung aus den aktuellen NSK-Mitteilungen betrifft Fahrer/Besitzer von Autos der Gruppe E2-SS. Dort sind Fahrzeuge, die vor dem 1.1.2016 gebaut wurden, gemäss Artikel 277 des Anhang J 2025 weiterhin zugelassen.
Der Porsche Sports Cup Suisse machte am Wochenende in Imola Halt. Bester Schweizer war Gregor Burkard, der zwei Mal auf dem Podium stand. Die Siege gingen an den Briten Jack Sherwood.
Für Jack Sherwood hätte es in Imola kaum besser laufen können. Dies begann bereits im Qualifying: Der 20-Jährige sicherte sich neben der schnellsten auch die zweitbeste Rundenzeit. Damit startete er von der Pole-Position. Diesen Vorteil verwandelte der Brite konsequent und fuhr seine Saisonsiege vier und fünf ein, schnellste Rennrunde und maximale Punktzahl inklusive. Einziger Schönheitsfehler: Im ersten Lauf musste Sherwood die Führung in der vorletzten Runde kurz an Felix Neuhofer abtreten. Bis zur Zielflagge hatte das Nachwuchstalent aus Lancashire diesen Makel aber wieder korrigiert.
Neuhofer begnügte sich im ersten Rennen des GT3 Cup mit dem zweiten Platz, konnte nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aber den Kontakt zu Sherwood halten. Mehr hatte der im deutschen Gröbenzell lebende Österreicher aber mit seinen Jägern zu tun: Gregor Burkard folgte ihm mit 0,5 Sekunden Rückstand, der wiederum Ilario Introna nur um 0,119 Sekunden auf Rang 4 verweisen konnte, während Christian Caramuscia kaum eine Sekunde dahinter als Fünfter einlief.
Der zweite Lauf stand im Zeichen des Kampfes um Rang zwei. Während Sherwood mit neun Sekunden Vorsprung gewann, setzte sich am Ende Burkard durch – obwohl der Schweizer, ebenso wie Neuhofer, in der Startaufstellung jeweils um drei Positionen nach hinten gerückt war. Grund: Beide hatten nach dem ersten Rennen neue Reifen aufziehen müssen. Den Vorteil frischer Pneus münzten sie direkt beim Start in einen Vorteil um: Neuhofer katapultierte sich auf Platz 2, Burkard kehrte als Dritter aus der ersten Runde zurück. Im neunten von 18 Umläufen tauschten die beiden die Positionen, bevor Neuhofer auf den letzten Metern die vorherige Reihenfolge wieder herstellte. Anschliessend musste er aber eine Fünfsekunden-Zeitstrafe hinnehmen. Burkard liess sich als Zweiter feiern, Rang 3 ging an Caramuscia vor Neuhofer.
In der Gruppe GT4 Clubsport gingen beide Läufe an Ivan Rostovskiy. In der Open GT sicherte sich der Rumäne Dragos Buriu (wie schon bei den bisherigen Rennen) die beiden Laufsiege. In der Kategorie «Classic» siegte Emanuele Kamata im ersten Lauf. Er verwies eine echte schweizerische Motorsportlegende auf den zweiten Rang: Enzo Calderari. Der heute 74-Jährige hatte 2004 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen. Im zweiten Lauf behielt Cornelius Dornier die Oberhand vor Maximilian von der Leyen und Matteo Kamata.
Ihr Name ist Programm: Joy Allemann (11) hat wahrhaftig Freude am Kartfahren. Am Sonntag in einer Woche bestreitet sie ein weiteres Rennen im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Ihr Ziel ist klar: «Ich will noch dieses Jahr ein Finalrennen gewinnen!»
Sie hat meistens ein Lächeln im Gesicht. Ausser es läuft ihr – wie zum Beispiel in Levier (FRA) beim dritten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft – nicht rund. Joy Allemann macht ihrem Namen alle Ehre. Und obendrauf ist die Elfjährige auch noch richtig schnell. Dass sie eines Tages im Kart landen würde, war absehbar. Vater Ken Allemann ist selber jahrelang erfolgreich Kart gefahren, hat sein eigenes Team und lebt Kartsport – wie man Neudeutsch sagen würde: 24/7.
Mit vier Jahren ist Joy zum ersten Mal im Puffo-Kart gesessen. «Danach habe ich darauf gedrängt, Mini zu fahren», sagt Joy. «Mein Papi hatte am Anfang etwas Angst um mich. Aber er hat mich dann doch fahren lassen.» Ihr erstes Rennen hat Allemann im Alter von neun Jahren 2024 in Levier im Rahmen der VEGA Trofeo bestritten. Damals wurde sie in einem Feld von 21 Piloten 15. Im Jahr darauf sicherte sie sich in Vesoul (FRA) ihren ersten Podestplatz in einem Finale. Und wieder in Levier, zum Saisonschluss, verpasste sie ihren ersten Finalsieg knapp. Parallel fuhr sie das Trofeo Epifanio und zum Saisonende auch ihr erstes Rennen in der Kart-SM.
In dieser Saison fährt Allemann bei den Super Minis zweigleisig: Neben der VEGA Trofeo, die sie nach zwei Läufen anführt, nimmt die junge Spirit-Pilotin auch an der kompletten autobau Schweizer Kart-Meisterschaft teil. Dort liegt sie bei Halbzeit auf dem zweiten Zwischenrang. «Mein Ziel ist es, noch dieses Jahr ein Finale zu gewinnen. Das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft.»
In Sachen Vorbild muss sie nicht lange überlegen. Nicht Lando Norris, nicht Kimi Antonelli – nein, Joy eifert ihrem Bruder Dan nach. Er ist es auch, der sich nach jedem Rennen bei ihr erkundigt und ihr Tipps gibt. Druck – und das macht das Umfeld sympathisch – verspürt sie keinen. Und wenn, dann macht sie ihn sich selber. Ein klares Ziel hat die junge Dame noch keines. Natürlich verfolgt auch sie die Formel 1, wobei ihr in jüngster Vergangenheit vor allem die Leistungen von Mercedes-Star Antonelli positiv aufgefallen sind. «Aber ich glaube, es ist noch viel zu früh, mir Gedanken zu machen, was aus mir später mal werden könnte. Im Moment habe ich einfach Spass am Kartfahren.»
Eine Zeit lang ist Joy neben dem Karting auch noch ins Karate gegangen. Aber nun liegt der Fokus auf dem Kartsport. Und auf der Schule. Dort zählt Mathematik zu ihren Lieblingsfächern. Und neben Französisch, spricht Joy auch ausgezeichnet Deutsch und Englisch. Ihre aufgestellte Art und ihr frohes Naturell spiegeln sich übrigens auch im Regebogen farbigen Design ihres Karts. «Das durfte ich selber designen», sagt Joy stolz und lacht schon wieder.
Dieser Artikel wurde parallel im Magazin 02/2026 von Auto Sport Schweiz unter der Rubrik «One to watch» veröffentlicht.
Am Sonntag, 12. Juli, findet in 7 Laghi/Pavia (ITA) der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 5. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.
Ricardo Feller hat am Wochenende einen weiteren grossen Sieg errungen. Der gebürtige Aargauer gewann (aus der Box gestartet!) das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.
Manche Geschichten liefert nur der Rennsport. Am Donnerstag vor den 24h von Spa-Francorchamps hätten wohl nur wenige auf einen Triumph von Ricardo Fellers Team Lionspeed GP gesetzt. Statt um einen guten Startplatz zu kämpfen, musste am Porsche von Feller der Motor gewechselt werden. Das bedeutete, dass der Porsche 911 GT3 R mit der #80 aus der Box, also von ganz hinten, starten musste. Schlechte Vorzeichen für Feller: Denn noch nie gewann ein Team von einem so schlechten Startplatz den Langstreckenklassiker oder überhaupt ein Rennen in der GT World Challenge Europe.
Doch Feller und seine beiden Teamkollegen, Ex-DTM-Champion Thomas Preining, sowie Bastian Buus rollten das Feld erfolgreich von hinten auf. Insgesamt machte der türkis-weisse Porsche 65 Plätze gut. Fünfeinhalb Stunden vor Rennende fiel die Entscheidung. Dank einem perfekt getimten Boxenstopp lagen Feller & Co. plötzlich in Führung und konnten den Vorsprung danach souverän bis ins Ziel verwalten.
«Ich bin sehr erleichtert und unglaublich stolz auf das gesamte Team», meinte Feller nach seinem ersten Sieg in Spa. «Unsere Mannschaft hat diesen Sieg verdient. Der Start aus der Boxengasse war natürlich ein Rückschlag. Aber wir haben weiter an unsere Chancen geglaubt. Genau das macht die Stärke eines Teams aus. In unserer Sportart gibt es mehr Niederlagen als Siege; deshalb werden wir diesen Erfolg gebührend feiern.»
Auch Alex Fontana schaffte es in Spa aufs Podium. Der Tessiner, ebenfalls für Lionspeed GP mit einem Porsche unterwegs, wurde Dritter im Bronze Cup. Für den ehemaligen Spa-Sieger Raffaele Marciello (BMW) endete das Rennen auf Rang 9. Patric Niederhauser (Lamborghini) wurde 19. Fabio Scherer (Ford Mustang) schied aus.
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