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26.07.2021 Weekend-Report 18/2021
Ellis Philip Lausitz 2021 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grandios! Philip Ellis gewann in der Lausitz sein erstes DTM-Rennen

Die Schweizer feiern international weiter Erfolge: Allen voran mit Philip Ellis (erster DTM-Sieg) und Grégoire Saucy (7. Formel-3-Sieg). Doch damit nicht genug: In Spa gab es sogar einen vorzeitigen Titelgewinn für einen Schweizer Fahrer und ein Schweizer Team.

Der Zuger Philip Ellis hat in der Lausitz beim zweiten Rennwochenenden der neuen DTM seinen ersten Sieg errungen. Der Mercedes-Werkspilot startete von P9 und arbeitete sich nach einem sensationellen Restart ganz nach vorne. «Ich bin total sprachlos. Als ich die Zielflagge sah, konnte ich es einfach nicht glauben, dass ich dieses Rennen gewonnen habe», sprudelte es aus dem überglücklichen Ellis heraus. «Startplatz 9 war nicht die Ausgangssituation, bei der man mit einem Sieg rechnet. Nach dem Safety-Car bin ich sehr gut nach vorne gekommen. Ich bin einfach nur glücklich.»

Ellis bot auch im zweiten Rennen eine starke Leistung. Trotz 25 Kilogramm Zusatzgewicht stellte er seinen AMG-Boliden in die erste Startreihe und schaffte es am Ende Vierter zu werden. Ellis holte damit von allen Fahrern am meisten Punkte in der Lausitz und liegt nun auf Platz 3 in der Gesamtwertung (hinter Kelvin van der Linde und Liam Lawson).

Für den zweiten Schweizer Nico Müller war es ein Wochenende zum Vergessen. «Irgendwie war der Wurm drin», sagte Müller nach den Plätzen 13 und 10. In der Meisterschaft rutschte Müller durch das schwierige Wochenende in der Lausitz auf Platz 10 ab.

Saucy Gregoire Spa 2021 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Weiter auf Titelkurs: Grégoire Saucy in der Formel 3 Regional

Weiter auf Erfolgskurs liegt auch Grégoire Saucy. Der Jurassier gewann in Spa zum siebten Mal in der laufenden Saison in der Formula 3 Regional. Dass Saucy nicht nur von vorne wegfahren kann, bewies er im ersten Durchgang. Im Nassen fuhr er von Startplatz 24 auf Rang 8 vor. In der Meisterschaft liegt er mit 60 Punkten Vorsprung weiter souverän in Führung.

Auch in der italienischen Formel 4 gab es aus Schweizer Sicht mehr als eine Erfolgsmeldung. Joshua Dufek fuhr in allen drei Rennen in die Top 6 (im ersten Durchgang war er Dritter). Toll auch die Leistung von Samir Ben, der für Jenzer Motorsport mit einem sechsten und einem neunten Platz seine ersten Punkte holte und in Lauf 1 als drittbester Rookie gar auf dem Podium stand.

Nicht mehr so richtig rund läuft es den Schweizern in der Formel E. Sébastien Buemi wurde beim Doubleheader in London nach Platz 4 im ersten Lauf disqualifiziert, weil er im Rennen mehr als die maximal erlaubten 47 kWh Energie verbrauchte. In Durchgang 2 erhielt er eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, da er eine Kollision mit René Rast verursacht hatte. Ausserdem wurden ihm drei Strafpunkte auf seine E-Lizenz gutgeschrieben… Edoardo Mortara belegte nach technischen Problemen die Ränge 9 und 11. Mit 21 Punkten Rückstand sind seine Meisterschaftschancen vor dem Finale in Berlin (14./15. August) noch immer intakt. Allerdings liegen acht Fahrer vor ihm. So eng war es in der Formel E noch nie.

Und zum Schluss noch dies: Christoph Ulrich sicherte sich in Spa bei der Fanatec GT2 European Series den Titel. Dem 49-jährigen aus Merlischachen (Kanton Schwyz) aus dem Team Sportec Motorsport reichten ein dritter und ein zweiter Platz zum vorzeitigen Titelgewinn.

Ulrich Christoph Spa 2021 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christoph Ulrich sicherte sich in Spa den GT2 European-Titel

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23.07.2021 Spieglein, Spieglein an der Wand…
Zeitmessung Frauenfeld 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Gerade, die nach 224 Metern zur Zeitmessung führt © Eichenberger

…wer ist der Schnellste im Land? Bei den Auto-Renntagen in Frauenfeld wird nach 224 Metern eine Beschleunigungs-Messung vorgenommen. Wir haben die Ergebnisse genauer unter die Lupe genommen.

Philip Egli war bei der 21. Ausgabe der Auto-Renntage in Frauenfeld zum sechsten Mal hintereinander (!) als Gesamtsieger vom Platz gegangen. Seit 2015 ist der in Zürich wohnhafte Glarner mit seinem Formel 3 auf der Grossen Allmend ungeschlagen. Doch ist Egli auch auf den ersten Metern der Schnellste?

Nein! Eine Beschleunigungs-Zeitmessung nach 224 Metern verrät: Der 37-Jährige und sein gelber Flitzer liegen auf den ersten Metern, bei denen es geradeaus geht, «nur» auf Platz 4. Im ersten Lauf benötigte Egli 7,55 Sekunden, ehe er geblitzt wurde. Im zweiten Durchgang waren es 7,49 Sekunden.

Schnellster bis zur 224-Meter-Marke war in Frauenfeld der Gesamtzweite Joël Burgermeister. Der Thurgauer und sein Tatuus Formel 4 benötigten für den Sprint 7,24 respektive 7,15 Sekunden. Damit kommt der Lokalmatador auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 112,78 km/h (Spitzengeschwindigkeiten wurden nicht gemessen). Langsamer als Burgermeister, aber schneller als Egli waren auf P2 Simon Wüthrich (7,23 sec) und auf P3 Bruno Ianniello (7,28 sec). Der Golf von Wüthrich hat im Vergleich zu Burgermeister (1989 cm3) 3373 cm3 unter der Haube. Ianniellos Lancia Delta S4 3349 cm3.

Hinter den Top 4 kommen zwei Porsche 991 Cup: Patrick Drack und Daniel Koch verlieren auf Burgermeisters Topwert 0,63 respektive 0,76 Sekunden. Nur die achtschnellste Zeit fuhr Marcel Maurer. Der Gesamtdritte verlor im ersten Lauf auf Burgermeister auf den ersten 224 Metern aufgrund seiner Getriebeprobleme satte zwei Sekunden. Im zweiten Heat waren es immer noch fast neun Zehntel. Vergleicht man die Endzeit (Burgermeister 2:02,49 min gegenüber Maurers 2:03,55 min) wird deutlich, dass Maurer den zweiten Gesamtplatz auf den ersten rund 250 Metern verloren hat!

Spannend ist auch ein Blick auf die Tourenwagenklasse. Dort hiess der Sieger Christian Darani. Der Tessiner war im Scratch Gesamtsechster. Bei der Beschleunigungs-Messung aber nur 26.! 1,59 Sekunden liess der Mann mit seinem umgebauten Fiat X1/9 auf den ersten 224 Metern gegenüber Burgermeister liegen. Zahlreiche «Hüsli-Autos» waren schneller. Im technischen Teil liess Darani dann aber nichts anbrennen.

Übrigens: Laut muss nicht unbedingt P1 beim Beschleunigen bedeuten. Der von blossem Ohr lauteste Teilnehmer, Andreas Helm in seinem von einem Motorrad-Motor angetriebenen 1000cm3-TracKing, absolvierte den Sprint in 8,3 Sekunden. Das ist Rang 15 in der Radar-Tabelle.

Und noch was: Der Allerschnellste in Frauenfeld wurde schon am Samstag bei den LOC-Rennen geblitzt: Claudio Kunz benötigte in seinem 4156 cm3 starken Subaru Impreza 6,46 Sekunden für die ersten 224 Meter.Der schnellste Suzuki war Sandro Fehr in 10,28 Sekunden.

Alle Werte auf einen Blick sind am Ende dieses Textes angehängt.

Zeitmessung Frauenfeld 07 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Tagessieger Philip Egli gibt Gas am Start © Eichenberger

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21.07.2021 Marcel Muzzarelli: «Wir hatten noch nie so viel positives Feedback!»
Marcel Muzzarelli Frauenfeld Juli 2021 Peter Wyss Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sportkommissionspräsident Marcel Muzzarelli © Wyss/AutosprintCH

Marcel Muzzarelli zieht als Präsident der Sportkommission ein positives Fazit. Die 21. Ausgabe der Auto-Renntage Frauenfeld war für ihn ein Erfolg, auch wenn keine Zuschauer zugelassen waren.

Die 21. Auflage der Auto-Renntage Frauenfeld wurde aus hinlänglich bekannten Gründen ohne Zuschauer ausgetragen. Waren sie trotzdem ein Erfolg?
Marcel Muzzarelli:
Absolut! Noch nie hatten wir so viel positives und zahlreiches Feedback. Die Fahrer und Fahrerinnen waren froh, dass wir das Rennen durchgeführt haben. Ich selber bin auch froh, dass wir diese Entscheidung gefällt haben und das Rennen für den Schweizer Motorsport und deren Protagonisten ausgetragen haben.

Wie sieht es aus wirtschaftlicher Sicht aus?
Die endgültige Abrechnung liegt noch nicht vor. Aber ich rechne mit einer leicht roten Zahl. Vielleicht gibt es auch eine Null am Schluss. Wir werden sehen. Aber wir haben mit einem Minus budgetiert.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Sponsoren gemacht?
Eigentlich sehr positive. Es gab Sponsoren/Gönner, die uns spontan mit Sachleistungen unterstützt haben. Ich denke da zum Beispiel an eine Reinigungsmaschine, die man uns zur Verfügung gestellt hat. Es gab auch Partner, die bei den Mieten für Gegenstände, die wir fürs Rennen brauchen, einen Preisnachlass gewährt haben.

Du hast als Fahrer im Suzuki Swiss Racing Cup am Samstag und am Sonntag als Funktionär die Stimmung am Rennen aus zwei verschiedenen Perspektiven erlebt. Wie sehr haben dir die Zuschauer gefehlt?
Weil ich in dieser Doppelfunktion bin, habe ich mich natürlich sehr darauf geachtet. Und ich muss sagen, dass ich beim Besichtigungslauf schon einen etwas trostlosen Eindruck hatte – so ganz ohne Zuschauer und ohne Speaker etc. Dafür konnte man sich aber voll und ganz auf den Motorsport konzentrieren.

Die Rennen verliefen ohne grosse Zwischenfälle. Das ist nach einer so langen Pause nicht selbstverständlich.
Es gab ein paar technische Defekte und deshalb ein paar Unterbrechungen. Aber wir haben am Ende voll im Zeitplan gelegen. Ich persönlich war froh, dass ich vor dem Rennen in Frauenfeld am Slalom Hoch-Ybrig und den Testtagen in Ambri teilgenommen habe. Etwas Routine geht nach eineinhalb Jahren ohne Rennen halt schon verloren.

Es heisst ja immer: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Habt ihr am Montag danach schon mit der Planung für 2022 begonnen?
Am Montag mussten wir noch aufräumen. Und den Waffenplatz wieder so zurückgeben, wie wir ihn angetroffen haben. Wir werden aber schon bald eine Manöverkritik haben. Dort werden wir dann genauer untersuchen: Was war gut, was war weniger gut. Danach geht es an die Planung für die 22. Ausgabe 2022.

Ist es ein Problem für euch, dass die Vorbereitungszeit auf die nächste Ausgabe wegen des verschobenen Termins 2021 kürzer ausfällt als sonst?
Nein. Das kriegen wir problemlos hin. Und natürlich hoffen wir, dass wir die Ausgabe 2022 wieder unter normalen Umständen durchführen können.

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19.07.2021 Egli siegt zum sechsten Mal in Frauenfeld
Egli Philip Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Er bleibt der König von Frauenfeld: Philip Egli in seinem F3 © Eichenberger

93 Wochen waren seit dem letzten nationalen Slalom vergangen. Mit dem Rennen in Frauenfeld kehrte das Gros der Schweizer Slalom-Fahrer am Wochenende zurück auf die Rennstrecke.

Der Schweizer Rennsport kehrt langsam zur Normalität zurück. Als erster Schweizer Veranstalter seit Oktober 2019 trug die ACS Sektion Thurgau wieder einen zur Schweizer Meisterschaft zählenden Automobilslalom durch. Zwar mussten die 21. Auto-Renntage von Frauenfeld ohne Publikum auskommen. Dieser Entscheid war aus Sicherheitsgründen und zwecks besserer Budgetplanung aber bereits seit längerem gefällt worden.

Sportlich boten die 21. Auto-Renntage bei besten äusseren Bedingungen unterhaltsamen und spannenden Rennsport. Tagessieger Philip Egli brachte es stellvertretend für wohl alle FahrerInnen auf den Punkt: «Es ist einfach geil, dass wir wieder fahren dürfen!»

Egli hat beim Comeback der Schweizer Slalom-Meisterschaft nichts anbrennen lassen. Zwar bereitete dem Exil-Glarner Luft in der Kupplung seines Dallara F393 zusätzliche Arbeit. Doch mit zwei Laufbestzeiten unterstrich der 37-Jährige seine Vormachtstellung, wenn es um den Tagessieg geht. Auf dem bisher nur in den Jahren 2014 bis 2016 verwendeten Parcours mit 3,2 Kilometer Länge und 49 Toren verbesserte Egli mit 2:00,92 min seinen eigenen Streckenrekord um beinahe fünf Sekunden. «Im zweiten Lauf fuhr ich sogar noch etwas exakter, aber weil ich an zwei Stellen Tempo rausgenommen hatte, konnte ich mich nicht mehr verbessern.» Das angestrebte Ziel, die 2-Minuten-Marke zu knacken, hat Egli deshalb auf 2022 verschoben.

Burgermeister Joel Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Platz 2 beim Comeback: Joël Burgermeister auf Tatuus-F4 © Eichenberger

Der erwartete Zweikampf mit Marcel Maurer kam beim Saisonauftakt nicht zustande. Der Berner verbesserte sich im zweiten Lauf zwar um fast fünf Sekunden und wurde noch Gesamtdritter. Doch Getriebeprobleme hinderten den Formel-Renault-Piloten an einer Topleistung. «Ich wäre parat gewesen», meinte Maurer. «Aber die Technik war es nicht. Schade! Bei den Testtagen in Ambri eine Woche zuvor lief alles noch reibungslos.»

Schneller als Maurer war in beiden Läufen Rückkehrer Joël Burgermeister. Der Thurgauer verlor bei seinem Heimspiel nur 1,53 Sekunden auf Tagessieger Egli und war mit seiner Leistung zufrieden. «Der zweite Lauf fühlte sich schneller an», sagte Burgermeister, «aber er war es nicht. Trotzdem bin ich happy. Mein Hauptaugenmerk liegt ja nicht auf dem Slalom. Ich möchte am Berg angreifen.»

Schnellster Tourenwagenpilot war in 2:11,99 min der Tessiner Christian Darani auf seinem Fiat X1/9. Darani konnte sich im zweiten Lauf sogar den Luxus eines Torfehlers leisten. Die Zeit aus dem ersten Heat reichte, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Und die war in Frauenfeld stark. Doch weder Simon Wüthrich in seinem «Turbienen-Golf», noch Bruno Ianniello in seinem Lancia Delta S4 konnten Darani das Wasser reichen.

Darani Christian Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Starke Vorstellung: Tourenwagen-Sieger Christian Darani © Eichenberger

Schnellster Fahrer in der E1-1600-Klasse war einmal mehr Martin Bürki. Der amtierende Champion aus Uetendorf war exakt vier Sekunden schneller als Joël Werthmüller im Peugeot 106. Ob das zur erfolgreichen Titelverteidigung reicht, wird sich zeigen. Ausschlaggebend ist ja nicht nur der Klassensieg an sich. Es geht auch immer darum, wer in seiner Kategorie mehr Gegner bezwungen hat. Und da liegt der Vorteil nach Frauenfeld bei Darani.

Einen Heimsieg feierte Christoph Zwahlen, der mit seinem Porsche GT3 Cup die Gruppe Interswiss für sich entschied. In der IS-Zweiliterklasse setzte sich Jürg Ochsner im Opel Kadett gegen Lokalmatador Manuel Santonastaso im BMW um eine Zehntelsekunde durch.

Im Renault Classic Cup waren Thomas Zürcher (bei den 3er-Clios) und Denis Wolf (bei den 4er-Clios) die Schnellsten.

Im Suzuki Swiss Cup, dem am stärksten besetzten Markencup, der bereits am Samstag ausgetragen wurde, gingen die Siege an Marcel Muzzarelli und Fabian Eggenberger.

Mehr über den Slalom in Frauenfeld erfahren Sie im Internet unter diesem Link.

Und so geht es weiter:
25./26. September Drognens
2./3. Oktober Ambri
30./31. Oktober Bière

Zwahlen Christoph Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Interswiss-Sieger Christoph Zwahlen auf seinem Porsche GT3 Cup © Eichenberger

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19.07.2021 Weekend-Report 17/2021
Jani Neel Monza 2021 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zweiter Saisonsieg für Neel Jani in der LMGTE

Schweizer Rennfahrer reiten international weiter auf der Erfolgswelle. Vor allem in der Langstrecken-Weltmeisterschaft sind sie kaum oder gar nicht aufzuhalten.

Sébastien Buemi ist für gewöhnlich ein Garant für Erfolge in der WEC. Am Wochenende lief es dem Mann aus Aigle für einmal jedoch nicht. In Schlagdistanz zum zweiten Toyota musste Buemi & Co. wegen technischer Probleme an die Box. «Zuerst war es das Benzinsystem, dann der Kolben», so Buemi. «Aber in einem 6-Stunden-Rennen kannst du das nicht mehr aufholen.»

Umso besser lief es zwei anderen Schweizern: Fabio Scherer sicherte sich mit seinem Team United Autosports nicht nur den zweiten Saisonsieg in der LMP2, der «Unterklassige» stand sogar als Dritter sogar auf dem Gesamtpodium. «Ich freue mich riesig über diesen Triumph», sagt Scherer. «Vor allem deswegen, weil ich mich nach zweimonatiger Pause sofort wieder im Rhythmus befand und obendrauf die drittschnellste Zeit fuhr.»

Auch Neel Jani durfte in der LMGTE erneut jubeln. Auch für ihn war es der zweite Triumph nach Spa 2021. Ein stundenlanger Kampf mit Ferrari ging schliesslich an den Porsche-Werksfahrer aus dem Seeland. «Dass wir dieses Duell für uns entschieden haben, ist schlichtweg sensationell. Das hätten wir nie gedacht, umso grösser ist nun natürlich die Freude. Dieser Erfolg gibt uns maximales Selbstvertrauen vor dem Saisonhighlight in Le Mans», meinte Jani.

Einen weiteren Podestplatz sicherte sich auch Fabienne Wohlwend. Die Liechtensteinerin bestätigte mit Rang 2 in Silverstone ihre tolle Form. Für Wohlwend war es nach P3 beim Auftaktrennen am Red Bull Ring bereits der zweite Podestplatz in dieser Saison. In der Meisterschaft liegt sie auf Platz 4.

Einen Nachtrag haben wir noch: In der ADAC Formel 4 von voriger Woche ist der sensationelle zweite Platz von Joshua Dufek und der Rookie-Sieg von Michael Sauter in Zandvoort untergegangen.

Scherer Fabio Monza 2021 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch Fabio Scherer (links) gewann in Monza zum zweiten Mal

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