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03.07.2020 Der Hardcore-Elfer
Feigenwinter Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Andy Feigenwinter und sein neuer Porsche 997 GT3 R

Die AUTOMOBIL REVUE hat in den vergangenen Wochen mit ihrer Serie «Rennwagen-Porträt» für Aufsehen gesorgt. Wir von Auto Sport Schweiz sind stolz, dass wir die Werke der beiden Autoren Werner Haller und Olivier Derard auch bei uns veröffentlichen dürfen. Teil 8: Der Porsche 997 GT3 R von Andy Feigenwinter.

Leuchtende Kinderaugen sind nichts dagegen. Auch ein «Judihui!» oder ein begeisterter Juchzer können da nicht mithalten. Als der Porsche 997 GT3 R an einem sonnigen Montagnachmittag aus der Garage der ANT Performance in Tafers FR geschoben wird, gibt es für Andy Feigenwinter kein Halten mehr. «Das ist Porno!», schiesst es laut aus dem Schweizer Bergmeister der Tourenwagen heraus. Und der Baselbieter schreit seine Begeisterung gleich noch einmal hinaus, und dann noch einmal. Wir stimmen mit Feigenwinter ein, denn was da vor uns steht, ist tatsächlich sehr viel schärfer als eine gewöhnliche Filmromanze.

In nackten Zahlen sieht das so aus: 4.6 Meter lang, etwas über 2.0 Meter breit auf der Hinterachse und dem Heckflügel, keine 1.3 Meter hoch, Sechszylinder-Boxermotor, Bohrung × Hub 102.7 × 81.5 Millimeter, 3996 Kubikzentimeter Hubraum, Verdichtung zirka 14.5:1, maximale Drehzahl 9400. Gerade einmal elf Stück hat Porsche von dieser Rennmaschine bauen lassen – eines davon ist seit vergangenem Herbst in Feigenwinters Besitz. «Ich bin ein Ästhet. Ich liebe schöne Autos. Aber eigentlich bin ich ja ein Ferraristi.» Hoppla, das ist allerdings eine Wendung, die niemand hat kommen sehen. Abgezeichnet hat sich hingegen, dass er den Lotus Exige weitergibt. Mit diesem Auto hat er vergangenes Jahr die Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen gewonnen, und mit ihm hat er bei sechs von acht Läufen einen neuen Streckenrekord in seiner Klasse aufstellt – ausser bei den Rennen in Anzère VS und am Gurnigel BE, wo die Strecken wegen Regens jeweils nass waren. «Ich habe mit diesem Auto alles erreicht, was möglich ist. Ich habe den Lotus in- und auswendig gekannt. Mehr ging nicht mehr.»

DSC 0247 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der neue «Arbeitsplatz» von Feigenwinter

Auf den Porsche-Geschmack sei er trotzdem schon länger gekommen. 2012, erinnert er sich, als Nick Tandy, Sean Edwards (beide GB) und Christian Engelhart (D) im Porsche 997 GT3 R von Schütz Motorsport nur wegen einer schwarzen Flagge beziehungsweise Disqualifikation um den Gesamtsieg beim ADAC GT Masters gebracht worden seien. Sechs Jahre später stand Feigenwinter als Gast bei einem Lauf derselben Serie hinter dem 997 GT3 R von Enzo Calderari: «Da habe ich zu meinem Sohn gesagt: ‹Raphael, so ein Auto ist am Berg mein Endziel!›»

Der Anschaffungskosten wegen wollte Feigenwinter aber nur einen 997 Cup. «Als ich ein solches Auto gefunden hatte, hiess es bei meinem Anruf, der sei schon weg. Ich war untröstlich! Sieben Tage später kam vom Schweizer Slalommeister Martin Bürki der Tip für den 997 GT3 R. Das muss Schicksal sein – ich bin Martin sehr dankbar!», sagt Andy Feigenwinter und lacht. «Ich bin wirklich sehr stolz, dass ich nun Besitzer eines reinen Werkswagen aus dem Hause Porsche bin.» Und – tata! – es ist jener Porsche, in welchem vor acht Jahren das Trio Tandy-Edwards-Engelhart um den Titel im GT Masters gefahren ist.

Dass sich Andy Feigenwinter mit dem Porsche 997 GT3 R auch eine Menge Arbeit beziehungsweise entsprechende Spezialisten aufgehalst hat, ist ihm klar. «Bei den Bergrennen 2021 wird mir MB Motorsport, das Team von Martin Bürki, zur Seite stehen. Bei Rundstreckenrennen kommt ANT Performance zum Zug. Nach jedem zweiten Bergrennen kommt der Porsche auch nach Tafers, wo er von ANT Performance auf Herz und Nieren geprüft und überholt wird», erklärt Feigenwinter.

Geführt wird ANT Performance von Alain Thossy und Alain Neuhaus. Sie sind Porsche-Liebhaber. «Wir haben zusammen die Mechanikerlehre abgeschlossen. Schon damals haben wir gewusst, dass wir gemeinsam ein Unternehmen aufbauen wollen, eines, bei dem sich alles um Porsche dreht», sagt Thossy mit einem breiten Grinsen. Und was wissen die beiden über den Porsche von Feigenwinter? «Ein ausgezeichnetes Stück!», schiesst es aus Thossy heraus. «Der 997 GT3 R wurde für Sprint- und Langstreckenrennen gebaut. Derjenige von Andy hat vor allem Langstrecken-Kilometer hinter sich, was zeigt, dass dieses Auto über eine sehr lange Zeit eine gute und stabile Performance hat.» Allerdings könne auch rasch etwas kaputt gehen, mahnt Thossy. «Das Problem dieses Autos ist, dass es sehr teuer im Unterhalt ist. Macht man ein-, zweimal etwas falsch, hat man vermutlich den Schaden. Viele dieser wenigen Porsche 997 GT3 R müssen nach dem Erwerb generalüberholt werden, schlicht, weil der Besitzer zuvor aus Kostengründen auf die eine oder andere Revision verzichtet hat», erklärt Thossy. Wer Feigenwinter kennt und dessen Begeisterungsschreie gehört hat, der weiss, dass er den Porsche auf Händen tragen wird.

Als der Porsche 997 GT3 R in die Garage zurückgeschoben wird, sitzt Feigenwinter hinter dem nigelnagelneuen Lenkrad – und ahmt den Motorensound des Sechszylinder-Boxers nach. Wir können das nachvollziehen und stimmen mit ein.

PORSCHE 997 GT3 R
Baujahr: 2012
Karosserie: Sportwagen/Coupé, 2-türig
L x B x H mm: 4604 x 2002 x 1246
Radstand mm: 2463
Gewicht kg: 1220
Motor: 6-Zylinder-Boxer, 3996 cm3
Leistung PS: 500
0–100 km/h sec: k. A.
Höchstgeschwindigkeit km/h: 335 (je nach Übersetzung)
Fahrwerk: wie 2012 von Porsche homologiert

AR #20, 14. Mai 2020, Autor: Werner Haller, www.automobilrevue.ch

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03.07.2020 Jean-Marc Salomon – einer der letzten Allrounder
Salomon Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jean-Marc Salomon 2019 beim Crit (links) und der Chablais © Kaufmann

In den Sechziger- und Siebzigerjahren waren Allrounder im Motorsport an der Tagesordnung. Heute muss man Rennfahrer, die sich auf verschiedene Terrains wagen, regelrecht suchen. Einer von ihnen ist Jean-Marc Salomon (58).

Der bekannteste Allrounder im modernen Motorsport ist wohl Fernando Alonso. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister hat in den vergangenen Jahren nichts unversucht gelassen. Der Spanier fuhr in Indy, gewann Le Mans und war zuletzt bei der Rallye Dakar am Steuer eines Toyota unterwegs. In den Sechziger- und Siebzigerjahren hätte Alonso mit solchen Einsätzen kaum für Aufsehen gesorgt. Vielmehr wäre er einer unter vielen Allroundern gewesen. Man denke da nur an Fahrer wie John Surtees, Mike Hailwood, Vic Elford, Denny Hulme, Chris Amon oder Jacky Ickx.

Auch in der Schweiz gab es Allrounder. Jo Siffert, Clay Regazzoni oder Marc Surer – um nur ein paar Namen zu nennen – waren in diversen Kategorien erfolgreich. Heute gibt es nicht mehr viele Fahrer, die in verschiedenen Disziplinen antreten wollen (und dürfen). Nico Müller ist eine der Ausnahmen. Der Berner fuhr vor Kurzem noch viergleisig: DTM, Langstrecke, Rallycross und Formel E. International weniger bekannt, aber nicht minder aktiv ist Jean-Marc Salomon. Der 58-jährige Jurassier fährt seit 1986 Autorennen. Als Nicht-Lizenzierter startete er erstmals beim Slalom von Bure auf einem Opel Kadett GT/E.

Bis 1989 blieb Salomon dem Slalom treu. 1990 absolvierte er in Le Castellet einen Lizenzkurs. Von da an probierte er verschiedene Kategorien aus. Zu Beginn widmete er sich neben dem Slalom auch Bergrennen. 1993 bestritt er beim Critérium Jurassien seine erste Rallye. «Seither starte ich regelmässig in allen drei Disziplinen», sagt Salomon und fügt an: «Ich habe sogar ein paar Rennen auf der Rundstrecke absolviert.»

Salomon interlaken 2018 c Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jean-Marc Salomon mit dem Formel Masters beim Slalom © Kaufmann

Der Umstieg von einem Auto zum anderen ist dabei eine der Herausforderungen, der sich Salomon gerne stellt. «Die Disziplinen an sich sind nicht das Problem. Aber wenn du von einem Formel Masters auf einen Ford Fiesta R5 umsteigst, dann braucht es etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. Doch gerade das motiviert mich immer wieder.» Erschwerend kommt hinzu, dass Salomon der Umstieg von einem auf das andere Modelle bei den Rennen bewerkstelligen muss. «Ich bin ein Hobby-Rennfahrer. Ich kann es mir nicht leisten, vor einem Rennen testen zu gehen. Nur um mich wieder an das neue Gefährt und eine andere Unterlage zu gewöhnen.»

Salomons grösster Erfolg war Platz 2 in der Gesamtwertung der Schweizer Rallyemeisterschaft 2019. Ein Triumph, den er einer bewundernswerten Konstanz verdankt. «Es war das erste Mal, dass ich eine komplette Saison bestritten habe. Mein Beifahrer David (Comment, d. Red.) und ich hatten uns vorgenommen, unter die Top 5 zu kommen», meint der Mann aus Courtedoux bei Porrentruy, der in der Geschäftsleitung, des Werkzeugunternehmens «Sphinx Tools» sitzt.

Seine Vielfältigkeit im Rennsport sieht Salomon in der Tatsache begründet, dass es zwischen 1990 und 2000 zahlreiche verschiedene Rennen und Disziplinen im Jura gab. «Ich bin im Jahr sieben Rennen gefahren – alle im Jura und immer mit demselben Opel Astra. Es gab zwei Rallyes, das Critérium und die Ronde d’Ajoie, zwei Bergrennen, Les Rangiers und Roche d’Or, die Berg-Slaloms von La Croix und Develier sowie der Slalom von Bure. Wir waren zu der Zeit richtig verwöhnt.»

2020 muss Salomon wie alle anderen aus hinlänglich bekannten Gründen kürzertreten. «Der Vizemeister von 2019 hatte aber auch nicht vor, nochmals die komplette Rallye-Saison zu fahren. Eventuell ist das Duo Salomon/Comment bei der Rally del Ticino am Start. «Auf jeden Fall aber bei der Rallye du Valais», so der Tausendsassa.

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02.07.2020 Nach den Sommerferien geht’s los!
Tshirt Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das T-Shirt für die neue SKM-Saison ist bereits gedruckt

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft wird am vorletzten August-Wochenende in die neue Saison starten. Insgesamt sind im neuen, noch provisorischen Kalender vier Veranstaltungen geplant.

Vorausgesetzt COVID-19 macht uns allen nicht nochmals einen Strich durch die Rechnung, wird es 2020 neben einer Schweizer Rallye- auch eine Schweizer Kart-Meisterschaft geben. Während es in der Rallye-SM (Stand heute) drei statt fünf Läufe geben soll, besteht die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft aus vier Rennveranstaltungen.

Der Kalender der SKM gestaltet sich voraussichtlich wie folgt:
22./23. August, 7 Laghi (I)
12. September, Wohlen
3./4. Oktober, Mirecourt (F) provisorisch
7./8. November, 7 Laghi (I) provisorisch

Die Einschreibung für das erste Rennen in Norditalien läuft ab Anfang August – wie üblich finden Sie die Unterlagen auf unserer Homepage. Bei Fragen steht ihnen das Sekretariat von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr telefonisch zur Verfügung.

Als kleiner Vorgeschmack auf den ersten Lauf präsentieren wir an dieser Stelle schon einmal das neue T-Shirt für Fahrer und Staff. Das knallige Orange passt perfekt in die heutige Zeit und ist schon fast ein Warnsignal: Achtung, COVID-19! Denn bei aller Vorfreude auf das erste Rennen darf man eines nicht vergessen: Es ist weiter Vorsicht geboten – zum eigenen und zum Schutz anderer.

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30.06.2020 Porsche Sports Cup Suisse: Nachfolger gesucht
PCH20 0140 fine Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der PSCS startet vom 9.-11. Juli in Hockenheim in die neue Saison

Für den Porsche Sports Cup Suisse beginnt die Rennsaison 2020 am 11. Juli auf dem Hockenheimring. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie rechnen die Organisatoren mit einem gewohnt grossen Teilnehmerfeld.

«Wir sind froh, die Motorsportsaison endlich starten zu können und treffen selbstverständlich alle notwendigen Corona-Schutzmassnahmen», sagt Michael Glinski, CEO Porsche Schweiz AG. «Der Porsche Sports Cup Suisse bietet seit 2008 ein vielschichtiges Programm und ein professionelles Umfeld, um Sportwagen auf abgesperrten Strecken artgerecht bewegen zu können. Gemeinsam mit unserem zuverlässigen Kooperationspartner, dem Verband Schweizer Porsche Clubs, freuen wir uns auf Motorsport vom Feinsten.»

Wie im Vorjahr stehen auch 2020 vier Kategorien zur Auswahl: GT3 Cup, GT4 Clubsport, Open GT und ein Gleichmässigkeits-Wettbewerb, an dem mit serienmässigen Porsches teilgenommen werden kann. Wie im Porsche Supercup, der im Rahmen europäischer Grand-Prix-Läufe ausgetragen wird, gehen im GT3 Cup Rennwagen der aktuellen Modellreihe 991.2 an den Start. Interessant dabei: Der Schweizer GT3 Cup sucht einen neuen Meister – Jean-Paul von Burg, der amtierende Champion, tritt in der neuen Saison nicht zur Titelverteidigung an. In seine Fussstapfen möchten zwei junge Heisssporne treten, die beide vom Verband Schweizer Porsche Clubs (VSPC) und der Porsche Schweiz AG gefördert werden: Antonio Teixeira (19) aus Bilten hat bereits in seinem Debütjahr im GT3 Cup mit fünf Laufsiegen geglänzt. Sowie Dominik Fischli aus Remetschwil, der neu im Kader ist. Der 25-Jährige nimmt ebenfalls seine zweite Saison am Steuer des 911 GT3 Cup in Angriff, hat aber 2017 bereits das GT4-Klassement des damaligen Porsche Sports Cup Suisse für sich entschieden.

Besonders spannenden Motorsport und eines der grössten Teilnehmerfelder innerhalb des PSCS bietet die Gruppe GT4 Clubsport, in der Cayman GT4-Rennwagen an den Start gehen: Hier werden auch 2020 wieder 20 Konkurrenten erwartet. Grosse Modellvielfalt bietet – wie es der Name vermuten lässt – die Open GT-Wertung. In getrennten Wertungsklassen tummeln sich hier die verschiedensten zweitürigen Sportwagen aktueller und älterer Baujahre vom 944 Cup über 911 Cup-Fahrzeuge verschiedener Generationen bis hin zum modernen 911 GT2 RS.

Speziell für Einsteiger in den Motorsport bietet sich der PDC an: Der kostengünstige Gleichmässigkeits-Wettbewerb innerhalb des Porsche Sports Cup Suisse kann mit serienmässigen Strassensportwagen bestritten werden. Als ideale Vorbereitung darauf bietet der PSCS einen Kurs für Neueinsteiger namens «Introduction to Racetrack» an. Hier können Rennstrecken-Novizen die Faszination Porsche Motorsport live erleben und neben viel theoretischem Wissen auch erste praktische Erfahrungen unter der Anleitung erfahrener Instruktoren sammeln.

Termine 2020
09. – 11.07.: Hockenheim (D); Doppelsprint
09. – 11.08. : Le Castellet (F); Sprint und Endurance
21. – 23.08.: Imola (I); Sprint und Endurance
24. – 26.09.: Mugello (I); Sprint und Endurance
15. – 17.10.: Misano (I); Doppelsprint und Zweistunden-Nachtrennen

PCH20 0144 fine Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dieses Jahr nicht dabei: Titelverteidiger Jean-Paul von Burg (Mitte)

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29.06.2020 Weekend-Report 01/2020
Mueller Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller: Am Einsatz mangelte es nicht © VLN

Langsam kehrt der motorsportliche Alltag wieder zurück. Am Wochenende wurde auf dem Nürburgring das erste VLN-Rennen der Saison ausgetragen. Wir sagen Ihnen, wie die Schweizer abgeschnitten haben.

Lieber spät als nie! Am Wochenende hat in Deutschland das erste Autorennen seit Ausbruch der Corona-Pandemie stattgefunden. Grund genug für uns Ihnen einen Weekend-Report aus Schweizer Sicht zu servieren. Hoffen wir, dass sich die Situation weiter stabilisiert und wir auch in Zukunft wieder Montag für Montag von Schweizer Erfolgen im Ausland berichten können.

Die 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am Nürburgring wird in die Geschichte eingehen. Es war das erste Rennen in Deutschland seit dem Lockdown. Und es war auch das erste Rennen im Rahmen der VLN ohne Zuschauer und mit einem speziellen Schutzkonzept. Dieses sah vor, dass die Boxengasse künstlich verlängert wurde und durchs Fahrerlager führte. Eine Massnahme, die sich laut Veranstalter bestens bewährte.

Bester Schweizer wurde Nico Müller. Der Audi-Pilot belegte mit seinen Teamkollegen (aus der DTM) Robin Frijns und René Rast Rang 4 hinter dem Italo-Eidgenossen Raffaele Marciello. «Es war ein gutes Gefühl, zurück im Rennmodus zu sein», sagte Müller, der zwischenzeitlich auf Platz 2 vorgefahren war, das Podest am Ende aber knapp verpasste. Ein starkes Rennen fuhr auch Audi-Teamkollege Patric Niederhauser. Bis zu Müllers erstem Routinehalt lag «Nidi» bei seinem Nordschleifen-Debüt sogar vor seinem Berner Markenkollegen. Am Ende reichte es für den zweiten Audi R8 von Car Collection Motorsport zum 10. Schlussrang. Direkt davor kreuzte der Ferrari 488 GT3 mit den Schweizern Simon Trummer und Jonathan Hirschi die Ziellinie. Klassensiege gab es für Nikolaj Rogivue in der SP9-AM (Ferrari 488 GT3) sowie Roland Schmid und Roger Vögeli als Solovertreter der TCR-Am (Opel Astra).

Schon nächstes Wochenende soll es international weitergehen. Auf dem Red Bull Ring stehen mit der Formel 1, Formel 2 (mit Louis Delétraz), Formel 3 (mit dem Jenzer-Team) und dem Porsche Supercup (mit Fach Auto Tech) die nächsten Meisterschaften in den Startlöchern. Auch die IMSA startet in Daytona in die neue Saison. Allerdings ohne Schweizer Beteiligung.

Trummer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Trummer/Hirschi in der etwas ungewohnten Boxengasse © VLN

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