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06.11.2026 ADAC-GT-Masters-Meister Felix Hirsiger im Interview
Felix Hirsiger GT Masters Meister 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felix Hirsiger mit Teamkollege Finn Zulauf © ADAC

Vor rund einem Monat krönten sich Felix Hirsiger und Teamkollege Finn Zulauf (GER) zu den neuen Champions des ADAC GT Masters. Das offizielle Interview vom ADAC (respektive die Antworten von Felix) wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

War seit dem Titelgewinn mittlerweile Zeit, alles etwas sacken zu lassen?
Felix Hirsiger: Tatsächlich bin ich sehr schnell wieder im normalen Alltag und meiner Arbeit angekommen. Es ist wunderschön, gewonnen zu haben und ich geniesse es sehr – zumal ich jetzt drei Jahre in Folge in verschiedenen Serien Meister geworden bin. Gleichzeitig bedeutet das Ende einer Saison den Beginn der nächsten und die Menschen vergessen schnell. Deshalb heisst es jetzt: Die Form nochmal verbessern und nächstes Jahr wieder angreifen – die Konkurrenz schläft nie.

Gab es Glückwünsche, die besonders schön waren?
Ein paar waren dabei, vor allem von anderen Fahrern – zum Beispiel von Kiano Blum. Er hat es wirklich ehrlich gemeint und das hat mich gefreut. Ansonsten natürlich DTM-Piloten wie Jules Gounon oder Marco Wittmann. Das ist nicht selbstverständlich, denn sie sind selbst so erfolgreich. Dass sie unsere Leistung sehen und würdigen, bedeutet mir viel.

Wart ihr von Anfang an überzeugt von euren Meisterschaftschancen?
Meine Erwartungshaltung war gemischt. Ich bin zuvor nur einmal ein GT3-Rennen gefahren und konnte mich im Verhältnis zur Konkurrenz schwer einschätzen. Ich wusste aber, dass Finn wirklich fahren kann – vor allem in diesem Auto. Das hat auch Druck aufgebaut. Ich wollte performen, wenn es der Teamkollege macht. Deshalb war die Kombination so spannend.

Was hat euch als Teamkollegen so stark gemacht? 
Ego hatte zwischen uns nie einen Platz. Wenn das Team meinte, komm früher rein, habe ich das nicht hinterfragt oder kritisiert. Es gab weder von Finn noch von mir böse Worte, dass er oder ich aber länger im Auto waren. Keiner von uns beiden hatte die Sorge, schlechter als der andere zu sein. Wir waren ausgeglichen und das hat uns so viele Freiheiten ermöglicht. 

Die Harmonie war auch nach aussen hin sichtbar. Wie wichtig war sie für den Erfolg?
Ich hätte sie früher für nicht so wichtig gehalten. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass sie extrem wichtig war. Es war essentiell in Diskussionen über die Strategie, das Auto und generell. In einer positiven Umgebung sind die Schritte zum Erfolg deutlich grösser.

Macht ein so gutes Verhältnis Kritik aneinander nicht schwieriger?
Die Kritik zwischen uns fand immer auf eine lustige Art und nie vorwurfsvoll statt. Er ist beispielsweise ein super Qualifying gefahren, aber der letzte Sektor war nicht optimal. Darauf habe ich ihm gesagt, schau mal meine Onboard an, da kannst du noch was lernen. Genauso hat er es gemacht, weil er in einem anderen Sektor stärker war. Auf diesem Level macht die Zusammenarbeit Spass und keiner ist dem anderen wegen irgendetwas böse. 

Was war rückwirkend betrachtet das Saisonhighlight?
Das zweite Rennen am Salzburgring steht bei mir sehr hoch im Kurs. Wir hatten dort ein rabenschwarzes Wochenende und wurden aus verschiedenen Gründen nicht für unsere starken Leistungen belohnt – bis zum Sonntag. Wir haben beide Leistungen abgerufen wie nie zuvor, obwohl wir schon gewonnen hatten. Es war nicht einfach ein weiterer Sieg, sondern stand auf einem Level mit dem Erfolg am Red Bull Ring in der letzten Kurve.

Wie sehen die Pläne für die kommende Saison aus?
Ich sitze auf jeden Fall wieder im Auto, viel mehr kann und darf ich aktuell noch nicht verraten. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass wir bald etwas verkünden können. Es wird auf jeden Fall ein cooles und intensives Jahr werden. Jeder Kilometer ist Gold wert und bringt mich weiter in Richtung Profi und hoffentlich auch in Richtung DTM.

Felix Hirsiger GT Masters Meister 2026 Action Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hirsiger/Zulauf gewannen insgesamt fünf Rennen © ADAC

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05.11.2026 Saucy bei McLaren befördert
Saucy neuer Mc Laren Hypercar Test Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy und der neue Hypercar von McLaren

Gute Nachrichten aus England! Grégoire Saucy wurde bei McLaren befördert. Der Jurassier darf 2027 mit dem neuen McLaren Hypercar in der WEC fahren. 

Mit Sébastien Buemi (Toyota) und Raffaele Marciello (BMW) hat die Schweiz zwei heisse Eisen in der Langstrecken-WM. Für 2027 stösst ein dritter Fahrer dazu: Grégoire Saucy. Der Jurassier, seit diesem Jahr im McLaren Driver Development Programme, wird teamintern befördert und darf im nächsten Jahr den erstmals eingesetzten McLaren Hypercar fahren. Damit sind fünf der sechs Mclaren-Sitze für die Premierensaison 2027 vergeben. Neben Saucy stehen Mikkel Jensen, Laurens Vanthoor, Alex Lynn und Leonardo Fornaroli als Piloten im Aufgebot des britischen Herstellers.

Saucy ist mit dem McLaren Hypercar schon recht gut vertraut. Der ehemalige Jenzer-Pilot hat bereits Anfang Mai beim Rollout des Fahrzeuges in Varano am Steuer des McLaren MCL-HY gesessen. «Ich bin so glücklich, diese Chance zu erhalten», sagt Saucy. «Als ich zum McLaren Hypercar-Team für dessen Entwicklungsphase stiess, hoffte ich, dass sich daraus ein festes Renncockpit ergeben könnte. Doch ich wusste auch, dass es auf dem Fahrermarkt eine Vielzahl an erfahrenen Talenten gibt. Ich bin fokussiert geblieben, habe hart gearbeitet und mich schnell an den MCL-HY angepasst.»

Die FIA WEC ist für Saucy keine Unbekannte. 2024 und 2025 bestritt er die Saison im McLaren 720 LMGT3 Evo. 2026 trat der Schweizer in der European Le Mans Series (ELMS) an und konnte sogar den Titel in der LMP2-Klasse mit United Autosports holen. «Er hat uns während des gesamten MCL-HY-Testprogramms durch seine Schnelligkeit, seine methodische Arbeitsweise im Team sowie seine Fortschritte im Verlauf des intensiven Testplans beeindruckt», meint McLaren-Hypercar-Teamchef James Barclay. «Er hat sich diese Chance verdient, und wir freuen uns darauf zu sehen, wie er bei McLaren den nächsten Schritt in seiner Karriere macht.»

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04.11.2026 Starke Schweizer in der italienischen Formel 4
F4 Italia Arn Imola Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Levi Arn: Einer von zwei F4-Rookies aus der Schweiz © F4 Italia

Am Wochenende ging in Mugello die italienische Formel-4-Meisterschaft zu Ende. Unter anderem mit einem Sieg für Jenzer Motorsport. Zwei Schweizer Rookies haben ebenfalls überzeugt.

Sie gilt seit Jahren als die am härtesten umkämpfte Formel-4-Meisterschaft. Und einer der ehemaligen Meister hat am Wochenende in der Formel 1 Geschichte geschrieben: Kimi Antonelli, italienischer Formel-4-Champion von 2022, wurde in Mexiko zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Auch andere bekannte Nachwuchsfahrer wurden in Italien «gross». Haas-Pilot Oliver Bearman beispielsweise sicherte sich 2021 den Titel. Und beim Meister von 2024, Freddie Slater, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis er in der Königsklasse fährt. In Mexiko absolvierte er das erste freie Training für das F1-Team von Audi. 2027 wird der Brite in der Formel 2 fahren.

Von einer solchen Karriere träumen auch die beiden Schweizer Florentin Hattemer und Levi Arn (beide 16). Sie haben in diesem Jahr an allen sieben Rennen zur italienischen Meisterschaft teilgenommen. Und sie haben sich wacker geschlagen. Hattemer (ursprünglich aus Basel) wurde mit 116 Punkten 21. im Gesamtklassement, Arn (aus Solothurn) sammelte 78 Zähler und belegte Rang 23. Hattemer, der für das italienische Team Trident fährt, schaffte es fünf Mal in die Top 10. Sein bestes Ergebnis war ein sechster Platz am ersten Mugello-Wochenende. Arn fuhr vier Mal unter die besten Zehn und wurde in Monza sensationell Vierter. Am vergangenen Wochenende, beim Finale in Mugello, sicherte er sich nochmals einen sechsten Platz.

Das alles mag aus der Sicht eines Laien «mittelprächtig» erscheinen. In einer Meisterschaft, die aber von zwei Teams, die im Schnitt je sieben Autos stellen (US Racing und Prema), dominiert wird, sind solche Ergebnisse absolute Top-Resultate. Auch in der Rookie-Wertung haben die beiden Schweizer überzeugende Arbeit geleistet. Arn beendete die Saison als Siebter mit einem Sieg in Monza und insgesamt vier Podestplätzen. Hattemer wurde Fünfter. Fünf Mal schaffte er es aufs Podium. Beim Auftakt-Wochenende in Misano stand er zwei Mal als Zweiter auf dem «Stockerl». In Imola qualifizierte er sich als Dritter. Der Plan von beiden Piloten ist, 2027 ein zweites Jahr in der Formel 4 anzuhängen.

Einen besonderen Erfolg feierte auch Jenzer Motorsport beim Saisonabschluss. Der Deutsche Elia Weiss, eben erst Meister in der F4 CEZ geworden, feierte in Mugello seinen ersten Laufsieg in der italienischen Formel 4. Um ein Haar (wegen zwei Punkten) hätte sich das Team aus Lyss in der Teamwertung noch an Van Amersfoort Racing vorbeigeschoben. Am Ende blieb der fünfte Schlussrang.

F4 Italia Hattemer Monza 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Florentin Hattemer wurde bei den Rookies Fünfter © F4 Italia

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04.11.2026 Schläppi nach dramatischem Finale Vizemeister
Schlaeppi Siegerehrung Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mathias Schläppi und Beifahrerin Iris Thurnherr (ganz rechts) auf Platz 2 bei der Siegerehrung des Deutschen Rallye Cups © Dörrenbächer

Es fing so verheissungsvoll an.  Doch am Ende verlor Mathias Schläppi beim Finale des Deutschen Rallye Cups den Titel wegen einem einzigen Pünktchen.

Mathias Schläppi hatte am Wochenende beim gemeinsamen Lauf mit der Deutschen Rallye-Meisterschaft im Saarland die grosse Chance, den Deutschen Rallye Cup (DRC) zu gewinnen. Und nach der ersten Prüfung sah alles vielversprechend aus. Mit Co-Pilotin Iris Thurnherr auf dem Beifahrersitz erwischte der Meiringer mit der Klassen-Bestzeit einen Auftakt nach Mass. Doch am Samstag nahm das Unheil seinen Lauf. Die anspruchsvolle Prüfung «Pfeffelbach» bot zwar enormen Fahrspass, forderte Mensch und Material jedoch auch mit einem ordentlichen Schotteranteil heraus. Ein unglücklicher Dreher auf einem solchen Schotterstück kostete Schläppi Zeit, sodass man fast 31 Sekunden auf die Spitze verlor.

Und es kam noch schlimmer: Auf der dritten Wertungsprüfung versuchte Schläppi, die gewohnte Balance aus kontrollierter Fahrweise und guter Rennpace zurück zu erlangen. Er sollte damit aber kein Glück haben. Rund drei Kilometer vor dem Ziel handelte sich Schläppi einen Reifenschaden ein. Insgesamt verlor er dadurch mehr als 35 Sekunden und fiel in seiner Klasse weiter zurück. «So ein Reifenschaden kann einfach passieren. Dass es so unmittelbar nach dem Dreher passiert ist, war sehr bitter», fasste Schläppi die Geschehnisse der ersten Rallye-Hälfte zusammen. 

Der doppelte Rückschlag hinterliess Spuren. Der zweite Durchgang verlief zwar ohne weitere nennenswerte Probleme. «Nach den Zwischenfällen war aber einfach der Wurm drin. Das Vertrauen war weg. Es war am Ende eine Kopfsache – wir waren schlicht zu langsam», reflektierte Schläppi die entscheidende Phase schonungslos. Am Ende reichte es zwar für den dritten Platz in der Klasse NC3. Doppelte Punkte beim Saisonfinale sowie ein starker Klassensieg der Meisterschaftskonkurrenten Pöttgen/Wölwer sorgten letztlich jedoch dafür, dass Schläppi die DRC-Krone um einen einzigen Zähler verpasste. «Die Enttäuschung ist im Moment natürlich unfassbar gross. Es tut wahnsinnig weh, den Titel so knapp zu verpassen. Aber die Entwicklung des Teams macht mich unheimlich stolz und dankbar. Die Begeisterung wächst und das Teamgefüge ist stark. Das ist der eigentliche Erfolg dieser Saison.»

Mathias Schlaeppi Pfeffelbach 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein Dreher und ein Reifenschaden kosteten den Titel © Dörrenbächer

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03.11.2026 Provisorischer Slalom-Kalender 2027
Roger Buerki 2026 Ambri Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Slalom-Saison 2027 beginnt in Ambri © myrally.ch

Dieselben Veranstalter, dieselbe Anzahl Rennen: Die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2027 unterscheidet sich nur marginal vom Kalender 2026. Bei der Reihenfolge der Rennen hat man aber Anpassungen angenommen.

Wie die Schweizer Berg-Meisterschaft bleibt auch die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2027 unverändert – zumindest, was die Anzahl Rennen und die Veranstalter betrifft. Eine Rückkehr nach Romont/FR ist also auch 2027 nicht vorgesehen.  

Neu beginnt die Slalom-Saison in Ambri und nicht in Frauenfeld! Am 24./25. April wird auf dem Flugplatz vor den Toren des Gotthards eine Doppelveranstaltung abgehalten. Die «Autorenntage Frauenfeld» finden dann eine Woche später am 1./2. Mai statt. Danach geht es im Wochentakt weiter: 8./9. Mai in Bière (wieder eine Doppelveranstaltung), 15./16. Mai in Chamblon.

Neu findet das Finale der Schweizer Slalom-Meisterschaft in Bure/JU statt. Während die ersten sechs Rennen innerhalb von drei Wochen über die Bühne gehen, gibt es auch nächstes Jahr eine kleine Verschnaufpause bis zum Finale. Dieses ist für den 19./20. Juni geplant.

Die Testtage in Ambri sollen im kommenden Jahr am 2./3. April durchgeführt werden. 

24./25. April, Ambri (Doppelveranstaltung)
1./2. Mai, Frauenfeld
8./9. Mai, Bière (Doppelveranstaltung)
15./16. Mai, Chamblon
19./20. Juni, Bure 

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