• Achtung, fertig, los!

Cremona (ITA) 32.8.26

Latest News

12.08.2026 Nachruf Xavier Vermeille
Xavier Vermeille Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Xavier Vermeille, 1961–2026 © CFM Challenge

Beim Bergrennen Ayent-Anzère stand er noch am Start. Und auch für den Klassiker in Les Rangiers am kommenden Wochenende war Xavier Vermeille mit seinem Norma M20F in der Kategorie CN eingeschrieben. Gestern Dienstag, 11. August, ist der Sportwagen-Pilot aus Saignelégier (JU) 65-jährig unerwartet verstorben.

Vermeille, der viele Jahre als Moderator bei den Rennen der französischen Bergmeisterschaft tätig war, hat nach Lust und Laune an Rennen in Frankreich und der Schweiz teilgenommen, heisst es auf der Homepage der CFM Challenge, die er in der Kategorie Open CN/3 am Steuer seines Norma-BMW 2023 und 2024 gewonnen hatte.

Seine motorsportliche Karriere in dessen Vordergrund stets der Spassfaktor an erster Stelle stand, begann mit einer Alpine A110 bei Slaloms. Die ersten Erfahrungen am Berg sammelte der gelernte Bauzeichner mit einem Renault 5 Turbo. Mit diesem Auto bestritt er als Fahrer der Ecurie des Ordons im Jahr 2000 zum ersten Mal das legendäre Bergrennen in Les Rangiers. Kurz darauf wechselte er auf einen Formel 3, ehe er seine «Berufung» bei den Sportwagen fand – zuerst mit einem Ligier JS49, danach mit dem eingangs erwähnten Norma M20F, den er ein letztes Mal am letzten Juli-Wochenende in Anzère fuhr. 

Auto Sport Schweiz spricht Familienangehörigen und Freunden von Xavier Vermeille sein tief empfundenes Beileid aus. 

Xavier Vermeille Anzere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Xavier Vermeille bei seinem letzten Rennen in Anzère 2026 © Eichenberger

Permalink

10.08.2026 Bergrennen international: Wieder Schweizer auf dem Podium
Marcel Steiner Osnabrueck 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner wurde in Osnabrück Gesamtvierter © Lp Rallye13

Bevor es am Wochenende zum Klassiker nach Les Rangiers geht, haben einige Schweizer bei den Bergrennen in Osnabrück (GER) respektive am Mont Dore (FRA) teilgenommen. 

Nur vier Schweizer – deutlich weniger als in den vergangenen paar Jahren – nahmen am vergangenen Wochenende am 58. Int. ADAC Bergrennen Osnabrück teil, dem nördlichsten Lauf zur deutschen Bergmeisterschaft. Als Stammgast und früherer Gesamtsieger zählte Marcel Steiner mit seinem Nova Proto Helftec-Honda-Turbo zum engeren Favoritenkreis, musste sich jedoch am Ende mit dem vierten Rang begnügen. Immerhin durfte er somit auf das von den fünf schnellsten Fahrern des Tages gebildete Gesamtpodium steigen. Als Tagessieger in der Addition der zwei schnellsten Zeiten aus drei Läufen auf der zwei Kilometer langen Strecke in der Borgloher Schweiz ging der Franzose Sébastien Petit vor dem Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik (beide Nova Proto Emap Turbo) und dem Deutschen Alexander Hin (Osella PA30) hervor. 

Weniger stark als üblich waren die vielen Gruppen der Tourenwagen besetzt. Auch hier zeigten die drei gestarteten Schweizer mit den Gesamträngen 19, 29 und 30 ihre fahrerische Klasse. «Speedmaster» belegte mit seinem Ford Escort Cosworth hinter dem Tschechen Dan Michl auf Lotus Elise Hartley den zweiten Gesamtrang aller geschlossenen Fahrzeuge und gewann die Gruppe Klassik (Einteilung nach Hubraumklassen). Auch Sergio Kuhn (Peugeot 308 TCR) gewann als drittschnellster Tourenwagenpilot wie schon bei manchem SM-Lauf in diesem Jahr seine Gruppe (Pf4), ebenfalls der gleich dahinter als Viertschnellster folgende Manuel Santonastaso im BMW 320 WTCC (Pf3).

Zwei Erfolgsmeldungen gibt es auch vom französischen Bergmeisterschaftslauf am Mont Dore, der früher zur Europa-Bergmeisterschaft zählte. Lionel Ryter kam mit seinem Tatuus-Renault in seiner Klasse auf den zweiten Rang hinter einem Tatuus-Honda Masters und belegte dabei den 19. Gesamtrang. Allerdings bestritt er nur zwei der drei ausgetragenen Rennläufe. Tagessieger wurde Marc Pernot im neuen Nova Proto NP01 Hartley Turbo aus der Sportwagenklasse bis zwei Liter, der sich damit vorzeitig den dritten französischen Bergmeistertitel in Folge sicherte. Im Championnat de France de la Montagne VHC entschied Guillaume Mathez im Gruppe-A-Peugeot 309 GTI 16V einmal mehr seine aus fünf Fahrzeugen bestehende Gruppe AJ2 für sich und war damit fünftschnellster VHC-Tourenwagenpilot.

Text: Peter Wyss

Speedmaster Osnabrueck 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» war zweitschnellster Tourenwagenfahrer © Lp Rallye13

Permalink

06.08.2026 Siffert/Müller-Ausstellung wurde erweitert
Siffert Mueller Ausstellung 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Noch bis 31.10.: Die Austtellung über Jo Siffert und Herbert Müller

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Jo Siffert zum 90. Mal, sein Todestag zum 55. Mal und der tragische Tod des nicht minder berühmten Herbert Müller («Stumpen Herbie») zum 45. Mal. Eine Ausstellung in Murten (noch bis 31. Oktober) ist den beiden Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet.

In der Schweiz gibt es ein paar Museen, die die Herzen von Motorsport-Fans höher schlagen lassen. Man denke da an die autobau Erlebniswelt in Romanshorn (TG), die F1-Ausstellung im Hotel Meilenstein in Langenthal (BE) oder das Verkehrshaus in Luzern. Hin und wieder gibt es auch nicht-permanente Ausstellungen, die es sich lohnt zu besuchen. Eine davon hat noch bis zum 31. Oktober geöffnet. Sie ist zwei Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet: Jo Siffert und Herbert Müller. Siffert, der im Juli 90 Jahre alt geworden wäre, ist vor 55 Jahren in Brands Hatch tödlich verunglückt, Müller (wäre heuer 86 geworden) starb vor 45 Jahren am Nürburgring.

Die Ausstellung bietet einen fabelhaften Rückblick auf die beiden Schweizer Ausgängeschilder. Und – wie versprochen – wird sie auch laufend erweitert. Seit Kurzem sind fünf neue Fahrzeuge, die einst von Siffert und/oder Müller bewegt wurden, eingetroffen. Dazu gehören: Cobra Shelby 427 1964, Porsche Carrera 904 GTS 1964, Abarth 1000 Sport 1966, Sauber C5 und Ferrari 512 M Sunoco 1971. 

Die Ausstellung in der Halle Murtenbox, Au Tombex 40, 3280 Murten, ist noch bis zum 31. Oktober 2026 jedes Wochenende freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf Anfrage können Interessengruppen, Vereine und Freundeskreise einen exklusiven Besuch reservieren, unter: reservations@jo-siffert.ch

Siffert Mueller Ausstellung 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Neu zu bewundern: der Ferrari 512 M Sunoco 1971 und der Sauber C5

Permalink

05.08.2026 Vom Le-Mans-Sieger zum Bierbrauer
Marcel Faessler was macht Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Fässler heute und bei seinem ersten Le-Mans-Sieg 2011 © Sportec/Audi

Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Hier kommt: Was macht eigentlich Marcel Fässler?

Am 27. Mai wurde Marcel Fässler 50 Jahre alt. Dem Rennsport ist der gebürtige Schwyzer bis heute verbunden geblieben. Nach seinem Rücktritt 2021 hat Fässler neben seiner Tätigkeit als Fahrinstruktor beim TCS die Rolle als Head of Racing bei der Sportec AG in Höri (ZH) übernommen. Als solcher nahm der dreimalige Le-Mans-Sieger verschiedene Aufgaben wahr – so u.a. die Leitung der Motorsportabteilung im Porsche Sports Cup Suisse, die Nachwuchsförderung und das Fahrercoaching. «Den administrativen Teil habe ich Ende 2025 abgegeben», stellt Fässler klar. «Ums Coaching im PSCS und um die Sportec Academy kümmre ich mich nach wie vor.» 

Dass der Jubilar vor mehr als vier Jahrzehnten im Motorsport Fuss fasste, ist «genetisch» bedingt. Vater Fridolin, einst zweifacher IKSM-Meister, entfachte bei Marcel noch bevor er zehn Jahre alt ist die Begeisterung für den Rennsport. Nach Jahren im Kartsport (1985-1993) sicherte sich Fässler an der Ecole Winfield als einziger Nicht-Franzose mit hervorragenden Leistungen ein Cockpit für die Formel Campus. In dieser wurde er 1995 Dritter. Mit 19 – kurz vor der Abschlussprüfung als Innendekorateur – stand der Einsiedler schon mit einem Fuss im professionellen Motorsport. Auch in der Formel Renault vermochte er zu überzeugen und erhielt so einen Zweijahresvertrag für die französische Formel 3. Auch dort wusste er zu glänzen und landete schliesslich in der deutschen Formel 3, wo er 1999 mit vier Siegen für das Bemani-Team sensationell Gesamtzweiter wurde. Fässlers Erfolge blieben auch dem damaligen Mercedes-Sportchef Norbert Haug nicht verborgen. Für 2000 holte er Fässler in die DTM. Seinen ersten Sieg feierte er dort 2001 in Oschersleben. 2003 wurde er Gesamtdritter.

A154399 medium Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Fässler (Mitte) gewann drei Mal in Le Mans © Audi

2004 wechselte Fässler zu Opel. Dort geriet die Karriere ins Stocken – «und meine Karriere wäre beinahe zu Ende gewesen». Mit einem ersten Start in Le Mans (2006) und einem Sieg bei den 24h von Spa 2007 mit Corvette kämpfte er sich zurück. Der Rest ist Geschichte: mit Audi siegte Fässler bei den 24 Stunden an der Sarthe drei Mal: 2011, 2012 und 2014, obendrauf gewann er die Langstrecken-WM 2012, die 12h von Sebring 2013 und die 24h von Daytona in der GT-Klasse – wieder mit Corvette.

Fässler lebt seit Jahren in Gross am Sihlsee – zusammen mit seiner Gattin Isabel und seinen vier Töchtern, die langsam flügge werden. Bodenständigkeit zeichnet ihn aus – «vermutlich, weil mir meine Eltern eine gute Erziehung mit auf den Weg gaben». Sein grösster Erfolg ist für ihn neben Le Mans die Tatsache, dass er mehr als 20 Jahre im Profirennsport dabei sein durfte. Wenn’s der Zeitplan zulässt, schwingt er sich aufs Rennrad, fährt Motorrad oder geht Langlaufen, «wenn der Rücken nicht zwickt». Oder er kümmert sich um sein selbst gebrautes Bier, dessen Name Programm ist: Flat out, Vollgas.

Marcel Faessler F3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
1999 wurde Fässler in der deutschen Formel 3 Zweiter © Froidevaux

Permalink

03.08.2026 Weekend-Report 23/2026
Feller Ricardo Magny Cours 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller gewann in Magny-Cours sein zweites Sprint-Rennen © GTWC

Das letzte Juli-Wochenende war aus Schweizer Sicht etwas «mau». Ganz anders präsentierten sich die international tätigen Schweizer Rennfahrer am ersten August-Wochenende, was möglicherweise am Nationalfeiertag gelegen hatte…

Noch fehlen 2,5 Punkte. Doch Ricardo Feller ist auf dem besten Weg in der Sprintwertung der GT World Challenge die Gesamtführung zu übernehmen. Beim dritten von fünf Rennwochenenden in Magny-Course (FRA) sicherte sich der gebürtige Aargauer seinen zweiten Saisonsieg. Für den 26-jährigen Porsche-Piloten war es insgesamt der dritte Podestplatz in dieser Meisterschaft. Zusammen mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus liegt er nun auf Platz 2. Ausschlaggebend für den dritten Saisonsieg war ein perfekt getimter und ausgeführter Boxenstopp von Fellers Team Lionspeed GP. Den Schweizer Erfolg rundete Patric Niederhauser am Sonntag mit Rang 3 ab. Für den Berner war es nach einem bisher schwierigen Saisonverlauf das beste Ergebnis im Sprint Cup.

Auch am Nürburgring (GER) stand ein Schweizer in einem Porsche 911 GT3 auf dem Podest. Zwar verpasste Alex Fontana das Gesamtpodium als Vierter beim zur NLS zählenden Ruhr-Pokal knapp, in der ProAm-Wertung reichte es aber locker zu Platz 2. Auch Christoph Lenz durfte auf einem Audi R8 LMS GT3 einen Klassensieg feiern. Genauso wie Manuel Metzger auf einem Porsche 911 GT3 Cup und Ranko Mijatovic auf einem BMW M2 von Hofor Racing

Louis Deletraz IMSA 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Endlich auf dem IMSA-Podium: Louis Delétraz © Wayne Taylor Racing

Lange hat er warten müssen. Im siebten Anlauf hat es endlich geklappt. Louis Delétraz hat sich als Cadillac-Werksfahrer seinen ersten Podestplatz in der hart umkämpften IMSA geholt. Der Genfer wurde beim 6h-Rennen in Elkhart Lake mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Jordan Taylor Dritter. Dank dem Sieg des Schwesterautos mit Filipe Albuquerque und Ricky Taylor war das Rennen in Wisconsin das erfolgreichste für Cadillac in den vergangenen zwei Jahren. Delétraz liegt bei noch zwei ausstehenden Rennen auf Rang 9 im Gesamtklassement. «Vielen Dank an Cadillac, vielen Dank an Wayne Taylor Racing», meinte Delétraz nach dem Rennen. «Natürlich ist es ein bisschen enttäuschend. Wir hatten ein so gutes und starkes Rennen. Ich entschuldige mich für meinen Fehler während der Gelbphase. Ich war der Erste, der an der Unfallstelle ankam, und habe einfach ein Ausweichmanöver gemacht, um nicht mit dem Safety Car zusammenzustossen, das mitten auf der Strecke stand. Ich nehme an, dass ich dafür die Strafe bekam.»

Auch in der GTD-Klasse gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Der amtierende Meister Philip Ellis sicherte sich seinen dritten Sieg in dieser Saison. Weil das im Gesamtklassement führende Duo nur auf Platz 11 landete, hat der Zuger seine Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung massiv gesteigert.

In der FIA Formel 4 CEZ gingen sämtliche Siege beim Rennen in Most (CZE) an das Schweizer Team Jenzer Motorsport. Im ersten Vorlauf siegte der Tscheche Max Karhan. Die restlichen Siege sowie auch der Triumph im Finale gingen an den Deutschen Elia Weiss. Bester Pilot aus dem Team Maffi Racing war der Däne David Walther als Dritter. Bester Schweizer Fahrer war Georgiy Zasov (ebenfalls Jenzer). Der letztjährige Schweizer Kart-Meister in der Kat. OK Senior wurde im Finale Zehnter.

Jenzer Motorsport Podium Most 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Final-Podest in Most: Zwei Mal Jenzer, einmal Maffi © F4 CEZ

Permalink

Sponsoren

Gesellschafter

Mitglied von

Ausrüster