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07.09.2026 Zehnter Sieg für Thomas Amweg bei der Arosa ClassicCar
Amweg Faustini ACC 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thomas Amweg feierte den zehnten Gesamtsieg in Arosa mit dem Schweizer Berg-Meister Robin Faustini © Zache

Die 22. Arosa ClassicCar vom vergangenen Wochenende war laut dem Veranstalter «ein voller Erfolg». Bei herrlichem Sommerwetter sicherte sich Thomas Amweg seinen zehnten Gesamtsieg.

Am Wochenende fand im Bündnerland die 22. Ausgabe der Arosa ClassicCar statt. Laut dem Veranstalter war die diesjährige Ausgabe bei schönstem Wetter «ein voller Erfolg». Den «Grossen Preis von Arosa» sicherte sich (zum zehnten Mal!) Thomas Amweg in Papas Eigenbau, dem Amweg F2 AW76 mit einer Bestzeit von 4:10,46 min (= 104,92 km/h). Damit war der 41-jährige Familienvater rund zwei Sekunden schneller als im Vorjahr. Auch damals fuhr Amweg den AW76. Den Streckenrekord von 2019 (im Martini-BMW Mk50 F2) verpasste Amweg um etwas mehr als vier Sekunden. 

Alle Sieger im Überblick:
Arosa Classic Trophy: Rolf Senti, Fiat Abarth Rally, 5:48,30 min
Arosa Sport Trophy: Heinz Vogt, Sylva Fisher Fury, 5:42,59 min
Competition Formula: Thomas Amweg, Amweg F2 AW76, 4:10,46 min
Competition: Markus Jörg, Lotus 23B, 4:29,75 min
Schnellste Fahrerin: Bea Gabathuler, Mini Cooper S 1275, 5:25,52 min

Lancia Stratos Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein Hingucker: der Lancia Stratos von Dario Pergolini © Eichenberger

Das Starterfeld bot auch dieses Jahr eine eindrucksvolle Reise durch fast ein Jahrhundert Motorsportgeschichte. Zu den besonderen Fahrzeug-Highlights zählten der Sauber C3, der Lancia Stratos von Dario Pergolini sowie der Ferrari 512 M von Walter Lais. Ein besonderer Blickfang war der La France Typ 12 von Ruedi Schawalder. Das Fahrzeug mit Baujahr 1917 war das älteste Auto der diesjährigen Arosa ClassicCar und bildete einen eindrucksvollen Kontrast zu den Rennwagen späterer Generationen. Die Beliebtheit der ACC zeigt sich aber nicht nur bei den Teilnehmenden (schon jetzt gibt es eine Warteliste für 2027). Auch an Zuschauern mangelte es nicht. Über die vier Veranstaltungstage hinweg verfolgten gemäss Schätzungen bis zu 25'000 Besucher das Geschehen in Arosa, am Start in Langwies und entlang der 7,3 Kilometer langen Rennstrecke. Die beliebten Renntaxi-Fahrten von Porsche waren ebenfalls restlos ausverkauft. 

Neben der automobilen Geschichte erhielt auch die Zukunft des historischen Motorsports eine sichtbare Plattform. Gemeinsam mit HIF Global und Porsche Schweiz wurde den rund 180 Fahrer und Fahrerinnen angeboten, ihre Rennfahrzeuge kostenlos mit synthetischen eFuels zu betanken. Eine mobile eFuel Tankstelle im Fahrerlager ermöglichte den Einsatz direkt am Anlass.

Mehr Infos zur ACC finden Sie auf www.arosaclassiccar.ch

Sauber C3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schweizer Renngeschichte in Arosa: der Sauber C3 © Eichenberger

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02.09.2026 Auf zur Arosa ClassicCar!
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Ab Donnerstag verwandelt sich Arosa in ein Motorsport-Eldorado © Eichenberger

Ab Donnerstagabend ist in Arosa wieder Rennaction angesagt. Rund 180 historische Renn- und Sportfahrzeuge aus fast einem Jahrhundert Motorsportgeschichte treffen bei der 22. Arosa ClassicCar auf eine der spektakulärsten Bergrennstrecken der Schweiz.

Wenn am Donnerstagabend die historischen Fahrzeuge beim traditionellen Dorfcorso durch Arosa rollen, beginnt ein Wochenende, das Motorsportgeschichte mitten ins Bündner Bergdorf bringt. Von Freitag bis Sonntag stehen Trainings- und Rennläufe auf der 7,3 Kilometer langen Strecke von Langwies nach Arosa auf dem Programm. Die beiden Fahrerlager beim Ochsenbühl und Obersee sind frei zugänglich und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern, Fahrzeuge und Fahrer aus nächster Nähe zu erleben.

Zu den besonderen Leckerbissen gehören dieses Jahr Urs Furters seltene Shelby Cobra Daytona Coupé von 1965 (mit der #114). Serge Endress tritt mit einem Nissan Skyline GT-R Group A von 1990 an (#502), während Albert Dobler nach längerer Pause mit seinem Jägermeister-BMW M3 E30 DTM (#302) auf die Aroser Bergstrecke zurückkehrt.

Ein besonderes Stück Schweizer Motorsportgeschichte steuert Erich Schellinger bei: Sein Sauber C3 von 1973 war der letzte von insgesamt drei C3, die bei Sauber in Hinwil gebaut wurden. Nach Stationen in der Schweiz, Deutschland und Kanada kehrte der Rennwagen 2021 in die Schweiz zurück und wird 2026 erstmals von Schellinger mit der #116 an der Arosa ClassicCar pilotiert.

CT0 A9567 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
So nah kommen Fans den Autos nur selten © Eichenberger

Eine besondere Bühne erhalten in diesem Jahr die ältesten Fahrzeuge des Starterfeldes. Erstmals werden die Vorkriegsfahrzeuge in einem eigenen Feld zusammengefasst. Unabhängig von ihrer gemeldeten Wertungskategorie starten sie gemeinsam am Ende des dritten Rennfeldes. Damit werden automobile Zeitzeugen aus den frühen Jahrzehnten des Motorsports noch stärker sichtbar. Dazu gehört beispielsweise der Bugatti 37/35B von Daniel Sonderegger aus dem Jahr 1927. Zugelassen sind bei der Arosa ClassicCar Fahrzeuge, deren Geschichte bis in die Anfangsjahre des Automobilsports zurückreicht.

Neben historischen Rennfahrzeugen richtet die Arosa ClassicCar 2026 den Blick auch auf die Zukunft der Mobilität. Gemeinsam mit HIF Global und Porsche Schweiz wird das Thema synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels, am Rennwochenende aufgegriffen. Gemeinsam biete sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an, ihre Rennfahrzeuge kostenlos mit eFuels zu betanken. Damit schlägt die Arosa ClassicCar bewusst die Brücke zwischen automobiler Geschichte und neuen Technologien. Denn gerade für den historischen Fahrzeugbestand können synthetische Kraftstoffe eine interessante Perspektive bieten. Die bestehenden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor lassen sich damit weiter nutzen, während die CO₂-Bilanz zukünftig deutlich verbessert werden kann.

Weitere Infos zur ACC finden Sie unter diesem Link.

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Einer von mehreren Porsches bei der Arosa ClassicCar © Eichenberger

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01.09.2026 Weekend-Report 25/2026
Fabio Scherer Nuerburgring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der beste Schweizer am Nürburgring: Fabio Scherer © HRT

Wie (fast) immer schauen wir auch diesmal auf das vergangene Renn-Wochenende zurück. Diesmal mit dem Schwerpunkt GT World Challenge am Nürburgring.  

Am Wochenende hat der vierte Lauf zum Endurance Cup der GT World Challenge auf dem Nürburgring stattgefunden. Einen Schweizer Sieg gab es diesmal leider nicht zu bejubeln. Ricardo Feller landete mit seinen Lionspeed-Teamkollegen Bastian Buus und Thomas Preining nur auf dem 15. Schlussrang. Schuld war ein unglücklich getimter Boxenstopp.  Das Siegerteam der 24 Stunden von Spa versuchte einen «undercut» gegen den führenden Aston Martin, doch kaum war der Porsche aus der Boxengasse raus, gab es eine Full-Course-Yellow-Phase und alle anderen konnten unter Gelb stoppen. Bester Schweizer war so Fabio Scherer. Der Ford-Mustang-Pilot aus Engelberg belegte den sechsten Schlussrang und egalisierte so sein bisher bestes Saisonergebnis. Für Raffaele Marciello (BMW) und Patric Niederhauser (Lamborghini) endete das Rennen auf den Rängen 17 resp. 19. Bester Schweizer in der Gesamtwertung (ein Rennen vor Schluss) bleibt Feller als Fünfter.

Einen Schweizer Sieg gab es am Nürburgring aber dennoch. In der Super Trofeo Lamborghini, die im Rahmenprogramm stattfand, stand Kevin Gilardoni mit Teamkollege Simone Iaquinta in beiden Rennen ganz oben auf dem Podium. Für den sechsmaligen Sieger der Rally del Ticino war es bereits der dritte Saisonsieg nach dem Triumph beim Auftaktrennen in Le Castellet.

Zum Kartsport: Beim WSK Final Cup in Franciacorta (ITA) hat es ebenfalls noch einen Podestplatz gegeben. Iven Ammann vom Team Innovate Competition hat sich im Finale der OK-N den dritten Platz gesichert. Der WSK Final Cup geht über drei Runden. Neben Franciacorta stehen auch Lonato und Viterbo auf dem Programm.

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01.09.2026 Erster Nuller für Reto Meisel in der Europameisterschaft
Meisel neben Mitsubishi vor Unfall in Slowenien Peter Wyss Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Meisel und sein Mitsubishi vor dem Unfall in Slowenien © Wyss

Nicht nur in Oberhallau wurde am Wochenende am Berg gefahren. Auch international standen verschiedene Bergrennen auf dem Programm – selbstverständlich mit Schweizer (vor allem Westschweizer) Beteiligung.

Statt in Oberhallau nahmen mehrere Schweizer, alle aus der Romandie, am vergangenen Wochenende am traditionellen Bergrennen Turckheim-Trois Epis im Elsass teil. Aus Zeitgründen kamen auch beim vorletzten Lauf zur französischen Bergmeisterschaft nur zwei Rennläufe zur Austragung, von denen jedoch die bessere Zeit in die Wertung kam.

Im Feld der 46 Rennsportwagen setzten sich Victor Darbellay in Nova Proto Hartley als Gesamtvierter und Joël Volluz als Sechster im Norma M20 V8 Mader wie gewohnt gut in Szene. Gegen den französischen Meister und Tagessieger Marc Pernot in dessen topmodernen Nova Proto NP01 Hartley hatte Darbellay allerdings keine Chance – obwohl ihre beiden Modelle die gleichen Typenbezeichnung haben, handelt es sich bei Pernot um ein von der ganzen Konzeption her komplett anderes Auto. Volluz gewann seinerseits die separate Klasse 3B der Sportwagen mit Dreiliter-V8-Saugmotoren. Pech hatte Lionel Ryter, der im zweiten Rennlauf mit seinem Tatuus-Renault verunglückte, dabei aber unverletzt blieb. Besser oder schlechter als Dritter hätte Ryter in seiner Klasse nicht werden können. Jimmy Froidevaux gewann im Norma M20 F solo die Sportwagenklasse 2A.

Sechs Westschweizer fuhren im 27 Wagen umfassenden Feld der Luxemburger Bergmeisterschaft, dessen Klassement der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik auf einem Nova Proto NP01 Emap Turbo (gleiches Modell wie von Faustini) für sich entschied. Hinter zwei weiteren Sportwagen von Luxemburgern kam Hervé Villoz im Dallara F302, dem einzigen Single Seater im Feld, auf den vierten Gesamtrang. Mit seiner schnelleren ersten Laufzeit reichte es Sébastien Coquoz im Opel Kadett als Sechster überraschenderweise nur zum zweiten Rang in der Gruppe E1 bis zwei Liter, nachdem der Österreicher Tobias Santer im VW Golf 16V in seinem zweiten Versuch bei einer Fahrzeit von über drei Minuten noch um 143 Tausendstel schneller war. Sébastien Joray im BMW M3 E36 schlug hingegen seine beiden Konkurrenten in der Klasse 24, ebenso Yves Bracelli im Peugeot 206 eine deutlich langsamere Luxemburgerin.

Für einmal keine Erfolgsmeldung gibt es von Reto Meisel in der Berg-EM. Beim vorletzten Lauf in Ilirska Bistrica in Slowenien verunfallte der Aargauer wie in Polen mit seinem neu erworbenen Mitsubishi Lancer Evo V. Nach einem verpassten Bremspunkt prallte Meisel im zweiten Trainingslauf heftig in die Leitplanken. Zwar versuchte das Team mit polnischer Hilfe, das Auto in der Nacht zu reparieren, doch musste dieses Unterfangen wegen des zu grossen Schadens am Chassis abgebrochen werden. Durch seinen ersten Nuller in der Berg-EM 2026 büsste Meisel zwar die Tabellenführung in der Kategorie 1 der Tourenwagen ein, hat jedoch noch eine theoretische Chance auf den Titel. In der Gruppe 1 und Performancewertung (Scratch über alle Klassen) steht der Schweizer hingegen schon als Gesamtsieger fest.

Den Tagessieg in Slowenien errang der Franzose Sébastien Petit vor seinem jüngeren Bruder Kevin, der damit wie in Les Rangiers die EM-Wertung für sich entschied. Seb Petit Racing kümmert sich technisch auch um das Schweizer Meisterauto von Robin Faustini, sodass das Team gleich zwei grosse Siege am gleichen Wochenende feierte. 

Text: Peter Wyss

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31.08.2026 Bergrennen Oberhallau: Aller guten Dinge sind drei
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Oberhallau ist ein gutes Pflaster für den alten und neuen Meister © Eichenberger

Robin Faustini sicherte sich beim Bergrennen in Oberhallau seinen dritten Schweizer Meister-Titel in Serie. Bei den Tourenwagen wurde die Entscheidung vertagt und fällt nun am 20. September beim Finale der Schweizer Berg-Meisterschaft in Les Paccots. 

Aller guten Dinge sind drei! Selten hat ein Sprichwort so gut gepasst. Gestern Sonntag, 30. August, fiel beim Bergrennen in Oberhallau die Entscheidung über den Schweizer Meister-Titel. Dieser ging nicht nur zum dritten Mal nacheinander an Robin Faustini auf seinem Nova-Emap NP01. Es war auch das dritte Mal, dass der junge Aargauer seinen Titel in Oberhallau vorzeitig sicher stellte. «Oberhallau scheint ein gutes Pflaster für mich zu sein», grinste Faustini, der 2021 dort seinen ersten Sieg bei einem Bergrennen feierte. Inzwischen sind einige mehr dazugekommen – genau genommen 20 an der Zahl. Oder anders formuliert: Seit Ende 2023 haben nur zwei Fahrer Faustini bei einem Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft bezwingen können: Victor Darbellay zuletzt in Les Rangiers (nach einem technischen K.o. von Faustini) und Joël Volluz 2024 in La Roche. Dieses Rennen kollidierte jedoch mit dem Bergrennen Hemberg. So gesehen hatte Faustini, der damals im Toggenburg startete, gar keine Chance, sich diesen Rennsieg zu sichern.

Grosse Gegenwehr hatte Faustini in Oberhallau nicht. Der in der Meisterschaft Zweitplatzierte Michel Zemp musste für den Renntag «Forfait» geben, nachdem an seinem Norma-Helftec im dritten Training die Airbox gerissen war. «Ich bin losgefahren und nach 200 Metern gab es einen heftigen Knall», sagte Zemp. Auch Marcel Steiner musste leider früher zusammenpacken. Im ersten Rennlauf kam er zwar bis zur «Brotlaube», dort musste er seinen Nova-Helftec aber mit einem Schaden an der Kurbelwelle abstellen. So sicherte sich Faustini mit zwei ungefährdeten Bestzeiten und einer Gesamtzeit von 2:18,114 min den Tagessieg. Hinter ihm fuhren der Deutsche Benjamin Noll (2:26,462 min) und Robins Papa Simon Hugentobler in seinem Osella PA30 (2:30,038 min) auf die Ränge 2 und 3. 

Hugentobler Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Simon Hugentobler vervollständigte den Familientriumph © Eichenberger

Auf Gesamtrang 4 folgte mit dem deutschen Bastian Voss (Formel Master) bereits der schnellste Monoposto. Voss setzte sich aber nur hauchdünn durch. Der Fünftplatzierte Roland Bossy war mit seinem Tatuus Formel 3 richtig schnell unterwegs und verpasste den Titel «Best of the Rest» um schlappe drei Hundertstelsekunden. Nach hinten – auf Jean-Jacques Maître im Nova NP01 «Artcar» – hatte Bossy zwei Sekunden Vorsprung. Platz 3 bei den reinen Formelwägelchen sicherte sich Ursanne Salomon. Der Jurassier setzte sich mit einer feinen Darbietung und rund einer Sekunde Vorsprung auf Ex-Rennwagen-Meister Christian Balmer im Formel Master durch.

Noch vor Salomon sicherte sich Roger Schnellmann auf seinem Mitsubishi Evo VIII den Sieg bei den Tourenwagen. Der Schwyzer fuhr in 1:17,571 min im ersten Rennlauf die deutlich schnellste Tourenwagenzeit und sicherte sich so souverän einen «25er». Neue Rekorde gab es für einmal nicht. Bei den Tourenwagen fehlten knapp drei Sekunden auf die Bestmarke von Ronnie Bratschi aus dem Jahr 2019. Faustini war bei den Rennwagen knapp 1,2 Sekunden langsamer als Eric Berguerand bei seiner Rekordfahrt 2022.

Zweitschnellster Tourenwagenpilot im Klettgau war der Österreicher Thomas Strasser auf seinem ultrabreiten VW Corrado. Nur zwei Plätze dahinter liess sich Ludovic Monnier mit seinem VW Golf und einer Gesamtzeit von 2:41,732 min Platz 3 (respektive Platz 2 in einer reinen Schweizer Wertung) notieren. Dritter wurde so gesehen Hermann Bollhalder auf seinem Opel Speedster – noch vor den beiden Porsches von Christoph Zwahlen und Jean-Paul Chiquita.

Schnellmann Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann war der schnellste Tourenwagenfahrer © Kaufmann

Der angekündigte Führungswechsel im Tourenwagen-Gesamtklassement kam nicht zustande. «Speedmaster», der für Oberhallau in einen Lancia Delta S4 von Bruno Ianniello umgestiegen ist, erwischte nicht sein bestes Rennwochenende. Im zweiten Training am Samstag hatte der Lancia beim Runterschalten plötzlich abgestellt. «Wir hatten einen Schaden an der Nockenwelle», meinte «Speedmaster». Nur dank einer Nachtschicht Ianniellos konnte der rote S4 am Sonntag wieder starten. Doch nach einer 1:23,0 im ersten Durchgang und der zwischenzeitlichen Führung in der Interswiss bis 3 Liter rutschte der Berner in Lauf 2 nach einem Dreher vor der «Tarzankurve» auf Rang 3 in seiner Gruppe ab. Damit bleibt es bei den Tourenwagen bis zum Finale in Les Paccots am 20. September spannend. Neben «Speedmaster» kommen dort Stephan Burri (setzte sich in der IS bis 2 Liter gegen Manuel Santonastaso durch, blieb aber hinter dem entfesselt gefahrenen Dominic von Rotz Dritter in der IS), Ludovic Monnier und TCR-Fahrer Sergio Kuhn, der in Oberhallau in seiner Klasse voll punktete, als mögliche Nachfolger von 2025-Meister Danny Krieg in Frage.

Offen ist auch weiterhin der Kampf um den Sieg im Berg-Pokal. Burri und Monnier liegen auch nach Oberhallau mit dem Punktemaximum in Führung. Falls auch nach Les Paccots Punktegleichstand herrscht, ginge der Titel an Monnier, weil dieser im SCRATCH die besseren Resultate vorzuweisen hat.

Entschieden dafür die Schweizer Junior-Meisterschaft. Diese ging an Alessandro Grispino auf Renault Clio. Der Schweizer Slalom-Meister liess sich auch im achten Rennen die Maximalpunktzahl gutschreiben und sicherte sich den Titel vor Salomon und Steven Chiquita (BMW E30). Die Erleichterung war Grispino nach dem zweiten Lauf ins Gesicht geschrieben. «Ich war schon ziemlich nervös», gestand der junge Schwyzer. «Ich hatte vor diesem Rennen alles doppelt gecheckt. Dass die Rechnung aufgegangen ist und ich nach dem Slalom- nun auch den Junioren-Titel gewinnen durfte, freut mich natürlich ganz besonders.»

Besonders erwähnenswert wäre dann auch noch die Vorstellung von Marc Roth. Der 62-Jährige hat 2007 seine letzte Saison bestritten. Im Vorjahr kam er mit seinem Toyota Corolla zum Gurnigel und nach Oberhallau. Gestern sicherte er sich im Schaffhausischen den Klassensieg in der Interswiss bis 1,6 Liter. Roth war dabei zwei Sekunden schneller als im Vorjahr. «Ich wollte schauen, ob ich die 30er-Marke knacken kann», meinte Roth. In 1:28,7 min hat er das locker geschafft.

Kuhn Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sergio Kuhn war einmal mehr der schnellste TCRler © Eichenberger

Die positive Bilanz von Oberhallau mit rund 15'000 Zuschauern wurde am Sonntag etwas getrübt, weil der dritte Rennlauf für alle Fahrerinnen und Fahrer gestrichen werden musste. «Wegen vieler Unterbrechungen am Sonntagvormittag konnten wir den Zeitplan und damit die behördliche Bewilligung für die Streckennutzung zeitlich nicht einhalten», erklärte OK-Präsident Sascha Schlatter.

Alle CH-Klassensieger in Oberhallau entnehmen Sie der Übersicht: 
Alessandro Grispino (Renault Clio, A/ISA/R2/R3), Claudio Grispino (Renault Mégane RS, N/ISN), Roland Graf (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3 992, SuperSérie Comp. Über 3000 cm3), Markus Brander (March 742, Gr. H Rennwagen bis 1600 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H Tourenwagen bis 2000 cm3), Jean-Louis Fleury (Opel Ascona B, Klassische Fahrzeuge über 2000 cm3), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Jürg Brunner (Renault Clio, RCC 2), Thomas Zürcher (Renault Clio, RCC 3), Andreas Helm  (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Reto Steiner (Ford Escort, E1 bis 3500 cm3), Roger Schnellmann (Mitsubishi Evo VIII, E1 bis 4000 cm3), Corsin Rietiker (BMW E36 GTR, E1 über 4000 cm3), Sabrina Fankhauser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Marc Roth (Toyota Corolla, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Marco Marte (BMWM3, E1 bis 3000 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Jean-Paul Chiquita (Porsche GT3 Cup, IS über 3500 cm3), Christian Müller (Formel BMW, E2-SS bis 1600 cm3), Ursanne Salomon (Dallara F3, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3-T318, E2-SS bis 3000 cm3), Antonino Scolari (Nova NP03, E2-SC bis 1600 cm3), Jean-Jacques Maître (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

Und so geht es weiter:
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Grispino Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der neue Junioren-Meister 2026: Alessandro Grispino © Eichenberger

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