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10.06.2026 Schweizer Histo-Erfolge in Dijon
Maxime und Dominique Guenat Yves Scemama Peter Wyss Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Maxime und Dominique Guenat mit Yves Scemama (v.l.) © Wyss

Auch bei der dritten Runde zur Le Mans Classic Series, dem Grand Prix de l’Âge d’Or in Dijon-Prenois, gab es einige Schweizer Erfolge. Der grosse Wurf gelang diesmal aber keinem der bekannten Namen.

Bei manchen Rennen der historischen Rennserie von Peter Auto aus Frankreich feierte Maxime Guenat schon zwei bis drei Siege an einem Wochenende. Diesmal musste sich der schnelle Jurassier mit zweiten Plätzen zufriedengeben, die er sich allerdings hart erkämpfte. Im spektakulären Heritage Touring Cup 1 für Tourenwagen der 1970er-Jahre hatte Guenat Ende März beim Saisonauftakt in Barcelona noch einen klaren Sieg gefeiert. Bei der Spa Classic wurde sein Ford Capri RS3100 mit Vierventil-Cosworth-Motor allerdings unschuldiges Opfer einer Startkollision, worauf er für das «Heimrennen» in Dijon auf den BMW 3.5 CSL umstieg, den er sich mit seinem Vater Dominique teilte.

Weil im Training ein Motordefekt auftrat und keine Qualifikationszeit möglich war, startete der Papa aus der hintersten Reihe ins einstündige Rennen – an dessen Ende lag der schnelle Filius nach einer beeindruckenden Aufholjagd nur noch 10,3 Sekunden hinter dem Capri des von der Pole- Position gestarteten Franzosen Armand Mille. Spa-Sieger Yves Scemama nahm das Rennen mit seinem Capri als Zweiter in Angriff, konnte das Tempo an der Spitze über die Distanz aber nicht ganz mitgehen und wurde Vierter. Michael Kammermann lag mit dem Capri von Maurizio Bianco bald nach dem Start an dritter Position, welche der im Tessin lebende Italiener nach der Übernahme aber nicht halten konnte. Ein Unfall kurz vor Rennende aufgrund von nachlassenden Bremsen sorgte für das jähe Ende. Auch Nicolas Traber musste seinen schnellen neuen BMW 635 CSi Gruppe 2 vorzeitig abstellen. Thomas Studer und Toni Seiler belegten mit ihren schwächeren Ford Capri RS2600 mit Weslake-Motoren die Ränge 13 und 15.

CLASSIC ENDURANCE RACING 1 6e Henrique GEMPERLE Marc de SIEBENTHAL Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gemperle/De Siebenthal und ihr Porsche 903/3 © Cornevaux

Atemberaubend war das gigantische Feld der Classic Endurance Racing 1 der Sportprototypen und GT von 1966 bis 1974, in der dreizehn Lola T70 und ein McLaren mit ihren V8-Motoren den Circuit zum Beben brachten. Uhrensprössling Armand Mille feierte hier seinen zweiten Tagessieg, profitierte jedoch vom Boxenstopp-Zeithandikap des baugleichen T70 MK.3B von Jan Magnussen/Chris Ward für ihren Sieg in Spa. Der Monegasse Claudio Roddaro brachte den mehr oder weniger originalen Porsche 917K von Jo Siffert/Brian Redman (drei Rennen 1970) nach schnellster Rennrunde als Fünfter ins Ziel. Knapp dahinter folgte der ebenfalls mit Schweizer Historie behaftete Martini-Porsche 903/3 von Henrique Gemperle und Marc de Siebenthal.

Mit wirkungsvoller Unterstützung des britischen Profis Nigel Greensall feierte Rolf Sigrist mit seinem Chevron B19 bereits den dritten Saisonsieg in der Klasse bis zwei Liter, allerdings erst nach dem Rückfall des zeitweise sogar im Gesamtklassement vor Magnussen führenden Chevron von Frank Stippler. Mit dem Genfer Geschäftsmann Steve Kriknoff als Dritter in einem Lola T212 stellte sich ein zweiter Schweizer aufs Klassenpodium. Kriknoff sorgte in den beiden 45-Minuten-Rennen der Gentlemen Challenge am Steuer seines Lotus 15 von 1960 für die einzigen Schweizer Gesamtsiege in einem der acht verschiedenen Rennfelder.

In der CER2 für Sportwagen und GT von Mitte 1970 bis Anfang 1980 errang Maxime Guenat im bewährten Lola T286 mit Ford-Dreilitermotor den zweiten Platz hinter dem überlegenen Franzosen Stéphane Nguyen im ähnlich motorisierten Lola T282. Im grossen Feld der Sixties’ Endurance belegte Guenat mit Partner Guillaume Mahé aus Frankreich im Shelby Cobra Daytona Coupé nach zwei Stunden den vierten Rang hinter einem britischen Jaguar E-Type und zwei Cobra 289 und den dritten Platz in der Klasse GT5. 

Sämtliche Resultatlisten sind unter diesem Link ersichtlich, weitere Informationen zu den einzelnen Rennserien unter www.peterauto.fr

Text: Peter Wyss 

L AGE D OR Serge KRIKNOFF 2 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Genfer Serge Kriknoff mit seinem Lola T212 © Cornevaux

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09.06.2026 Weekend-Report 17/2026
Alex Fach Misano 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fach (Dritter von links) führt die ProAM-Wertung an © GT Open

Der Weekend-Report des vergangenen Wochenendes fällt diesmal etwas kürzer aus. Schweizer Erfolge gab es aber alleweil: in Misano bei der GT Open und in Ecce Homo bei der Berg-Europameisterschaft.

Am Wochenende fand in Misano (ITA) der dritte Lauf zum International GT Open statt. Und wie schon bei den beiden vorangegangenen Rennen gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Alexander Fach jr. und sein deutscher Teamkollege Lucas Wolf sicherten sich in beiden Läufen den Sieg in der Kategorie ProAM. Der Schwyzer machte sich damit sein eigenes Geburtstagsgeschenk. Fach wurde am Sonntag 24 Jahre jung und führt die Meisterschaft in der ProAM-Wertung souverän alleine an. Auch der zweite Fach-Porsche war erneut erfolgreich. Mit Joel Monegro Reyes (aus der Dominikanischen Republik) gewann man die AM-Wertung. Auch für Alex Fontana endete das dritte Aufeinandertreffen mit einem Erfolgserlebnis. Der Tessiner schaffte es nach Platz 4 im ersten Heat als Dritter im zweiten Rennen aufs Gesamtpodium. Das Duo Yannick Mettler/Dexter Müller war im ersten Rennen nach einer unverschuldeten Kollision ausgeschieden. Dabei ging die Servolenkung kaputt. Weil kein Ersatz vorhanden war, startete man mit derselben Servopumpe und schied im zweiten Lauf in Führung liegend aus.

Weiter auf Erfolgskurs ist Reto Meisel in der Berg-Europameisterschaft. Beim Rennen in Ecce Homo (CZE) sicherte sich der Aargauer den dritten Sieg in der Gruppe 1 und den zweiten Gesamtsieg in der Division 1 (nach dem Erfolg in Falperra). Der Mercedes-Pilot führt  (gemeinsam mit dem Tschechen Marek Rybnicek) nach vier von zehn Rennen die Kategorie 1 mit 90 (von maximal 100 Punkten) an. Der Gesamtsieg in Ecce Homo ging an den Südtiroler Christian Merli.

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08.06.2026 Bergrennen Hemberg: Die Favoriten setzten sich durch, aber…
Steiner Faustini Zemp myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Siegertrio: Marcel Steiner, Robin Faustini und Michel Zemp © myrally.ch

Das erste Bergrennen der Saison hat gehalten, was man sich davon versprochen hat: Hemberg 2026 war spannend, auch wenn sich am Schluss mit Robin Faustini (bei den Rennwagen) und Roger Schnellmann (bei den Tourenwagen) die Favoriten durchgesetzt haben.

Die beiden Nova-Piloten fuhren direkt hintereinander die 1,758 Kilometer kurze Strecke in Hemberg hoch. Und deshalb konnte keiner Taktieren. Trotzdem meinte Marcel Steiner nach dem zweiten Lauf: «Ich kann machen, was ich will, Robin (Faustini) ist immer einen Tick schneller.» Im Klartext hiess das: Im ersten Lauf hatte Steiner eine 53,00 sec hingelegt. Faustini konterte in 52,85 sec. Im zweiten Durchgang verbesserte sich der sechsmalige Schweizer Berg-Meister auf 52,75. Und wieder war der amtierende Champion in 52,61 ein paar Hundertstelsekunden schneller. Der dritte Lauf musste die Entscheidung bringen. Doch in diesem konnte sich Steiner nicht mehr steigern. Während Robin noch unterwegs war, war nach Steiner Zieldurchfahrt in 53,36 sec der Kittel geflickt. «Ich hatte keinen groben Schnitzer gemacht», meinte Steiner, «aber viele kleine Fehler, die sich summieren. Trotzdem können wir nach dem ersten Rennen ein positives Fazit ziehen. Wir sind deutlich näher dran als im vergangenen Jahr.»

In der Addition der beiden schnellsten Läufe fehlten Steiner 1,34 Sekunden auf Faustini. Der fuhr im letzten Lauf nochmals wie entfesselt und verpasste in 51,80 sec den Streckenrekord um eine Zehntelsekunde. «Ich war bis zum dritten Lauf auf einer falschen Fährte», meinte Faustini. «Ich hatte für Hemberg eine neue Avon-Mischung aufgezogen. Aber irgendwie baute sich damit nicht das richtige Feeling fürs Auto auf – vor allem nicht beim Anbremsen. Für den dritten Lauf wechselte ich zurück auf die Mischung, die ich schon 2024 und 2025 in Hemberg verwendet hatte – und plötzlich passte es. Dass ich den Streckenrekord so knapp verpasst habe, ärgert mich natürlich. Aber gleichzeitig freue ich mich über den Sieg und die Konkurrenz.» Für Faustini war es saisonübergreifend der 16. Tagessieg hintereinander. Seit Les Paccots 2023 ist er ungeschlagen, sieht man vom Bergrennen in La Roche 2025 ab. Damals war der Auftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft ja zweigeteilt.

Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Faustini feierte in Hemberg seinen 16. Tagessieg hintereinander © Eichenberger

Etwas überraschend war am Ende der Abstand von Steiner auf Faustini grösser, als der von Steiner auf den Drittplatzierten Michel Zemp. Der Luzerner im 2-Liter-Norma haute im dritten Lauf in 52,78 sec eine Fabelzeit heraus und verlor auf 3-Liter-Pilot Steiner in der Tageswertung nur 51 Hundertstelsekunden. Seine persönliche Bestzeit von 2024 (53,18 sec) verbesserte er um vier Zehntelsekunden. Damit untermauerte Zemp nicht nur seine Ambitionen («ich will dieses Jahr wieder aufs Gesamtpodium kommen»), er bewies auch, dass der zweite Platz in der Schweizer Berg-Meisterschaft 2025 alles andere als gestohlen war. Schon am kommenden Wochenende könnte Zemp erneut zuschlagen, wenn der zweite Lauf in La Roche auf dem Programm steht. Spätestens in Reitnau auf einer noch kürzeren Strecke als Hemberg ist der 39-Jährige ein absoluter Top-Favorit.

Platz 4 im SCRATCH ging an Philip Egli in seinem gelben Dallara F393. Der Slalom-Rekordtagessieger konnte nach vorne (logischerweise) nicht mehr ausrichten, hatte aber seine direkte Konkurrenz souverän im Griff. Der Fünftplatzierte Lionel Ryter (Formel Renault 2.0) war Egli im zweiten Lauf einigermassen ebenbürtig, kämpfte mit seinem Set-Up (allen voran mit den Stossdämpfern) und war auch dort eine Sekunde langsamer. Platz 3 bei den 2-Liter-Formelwagen ging an Christian Balmer. Sein Rückstand auf Egli betrug in der Addition der beiden schnellsten Läufe acht Sekunden.

Egli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Best of the Rest: Philip Egli hinterliess einen starken Eindruck © Eichenberger

Hinter den Top 5 rangierten mit Rückkehrer Roger Schnellmann im Mitsubishi Lancer Evo VIII und «Speedmaster» auf seinem Ford Escort Cosworth bereits die beiden schnellsten Tourenwagenfahrer. Und auch diese beiden schenkten sich in Hemberg nichts. Nach dem ersten Lauf hatte «Lokalmatador» Schnellmann in 58,69 gegenüber 59,62 sec von «Speedmaster» die Nase vorn. Auch nach zwei Läufen machte Roger seinem Nachnamen alle Ehre und lag weiter in Führung. Allerdings nur noch 0,62 Sekunden. Auch hier musste also der dritte Lauf entscheiden. Und in diesem setzte sich der Schwyzer mit 59,20 gegen 59,35 sec durch. Nach dem Rennen meinte Schnellmann: «Ganz ehrlich: Am Sonntagmorgen war ich etwas nervös. Vor allem am Start mit der neuen Kupplung. Aber es hat gut funktioniert und auch die Angst, es könnte wieder etwas kaputt gehen, ist grösstenteils gewichen.» 

Schnellmann und «Speedmaster» waren in Hemberg die einzigen Fahrer mit Dach überm Kopf, die die Eine-Minute-Marke knackten. Nahe dran (und damit Dritter bei den Tourenwagen) war Ludovic Monnier im Ex-VW-Golf des amtierenden Tourenwagen-Champions Danny Krieg. Der 34-Jährige aus Monthey (VS) lag in allen drei Läufen nur knapp über einer Minute, gewann seine Konkurrenz souverän vor Kurt Tschirky und Ruedi Fuhrer und stellte einen neuen Klassenrekord. Hätte es in Hemberg einen Gleichmässigkeits-Wettbewerb gegeben, Monnier hätte ihn haushoch gewonnen: 1:00,56, 1:00,57 und 1:00,60 min – konstanter kann man nicht fahren! Hinter dem Gesamtzwölften Monnier war Bruno Sawatzki in seinem Porsche 991.1 Cup der schnellste Interswiss-Fahrer. Während sich der Tourenwagen-Meister von 2023 und 2024 im Vorjahr noch vom jungen Matthias Bischofberger entzaubern liess, hatte er diesen, auch wenn er im dritten Lauf zwei Zehntelsekunden langsamer war, diesmal im Griff.

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann war der schnellste Tourenwagenfahrer © Eichenberger

Den knappsten Zieleinlauf gab es in der TCR. Neun Fahrzeuge standen in dieser Klasse am Start. Der Schnellste war Sergio Kuhn in seinem Peugeot 208. Der Vorsprung auf Patrick Flammer im Opel Astra betrug schlappe 0,02 Sekunden! Im Renault Classic Cup setzte sich Thomas Zürcher mit 0,48 respektive 0,68 sec Vorsprung erfolgreich gegen Beat Rohr und René Schnidrig durch. Alle weiteren Klassensieger in Hemberg entnehmen Sie der Übersicht: Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2/R3), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 4000 cm3), Markus Barnder (March 742, Gr. H/Formelwagen bis 2000 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H/Tourenwagen bis 2000 cm3), Sylvain Chariatte (VW Golf, Histor. Classic), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Adrian Gerber (Citroën Saxo, PSA Gr. N bis 1600 cm3), Ramon Hänggi (Citroën Saxo, PSA Gr. A bis 1600 cm3), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC 2), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC 3), Hans-Ulrich Seifert (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), Roger Schnellmann (Mitsubishi Lancer Evo VIII, E1 bis 4000 cm3), Frédéric Neff (Porsche 997 GT2R, E1 über 4000 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 2500 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3 T-318, E2-SS über 2000 cm3), Antonino Scolaro (Nova NP03, E2-SC bis 1600 cm3), Michel Zemp (Norma M20FC, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

In der REGionalen Klasse war Patrick Jakober in seinem VW Golf der Schnellste. Sein Vorsprung auf Michael Kuratli im Renault Clio betrug am Ende nur 0,05 Sekunden…

Einen längeren Unterbruch gab es nach einem Unfall von Manuel Lenherr. Der Fahrer des BMW E46 M3 aus der E1 bis 4000 cm3 war im zweiten Lauf wenige Meter vor dem Ziel vor der Naturtribüne verunglückt und musste mit der Rega abtransportiert werden. Lenherr hat sich beim Unfall einen Rückenwirbel gebrochen. «Es geht mir den Umständen entsprechend gut», meinte er auf Nachfrage von ASS. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!

Und so geht es weiter:
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Monnier Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ludovic Monnier war nicht nur schnell, sondern auch konstant © Eichenberger

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04.06.2026 Vorschau Hemberg: Ein vielversprechender Saisonauftakt
Steiner Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Geht es für Marcel Steiner 2026 wieder aufwärts? © Eichenberger

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude: Und beim Anblick der Teilnehmerliste zum ersten Bergrennen des Jahres in Hemberg kommt man tatsächlich ins Schwärmen. Nicht nur, was der Kampf um den Tagessieg (bei den Rennwagen) betrifft, sondern auch was die Vielfalt bei den Tourenwagen angeht. 

Das Warten hat ein Ende! Am kommenden Wochenende (6./7. Juni) findet in Hemberg der erste Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft 2026 statt. Knapp 220 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben sich für das erste Rennen im Toggenburgischen eingeschrieben. Darunter auch 22 Piloten und Pilotinnen aus Deutschland, die wie schon im Vorjahr im Rahmen des KW Bergcup an den Start gehen. Das Wetter sollte sich an beiden Tagen temperaturmässig mit 20 bis 22 Grad von der angenehmen Seite zeigen. Der eine oder andere Regenguss ist aber leider nicht auszuschliessen – vor allem am Samstag… 

In sportlicher Hinsicht wird (unter normalen Umständen) alles auf ein Zweikampf zwischen dem amtierenden Rennwagen-Meister Robin Faustini und Herausforderer Marcel Steiner hinauslaufen. Obwohl Steiner seit über einem Jahr auch über einen Nova Proto verfügt, sind sich die beiden bisher noch nicht sehr oft mit «identischem» Material gegenübergestanden. Beim gleichzeitig stattfindenden Saisonauftakt 2025 gingen sich die beiden Kontrahenten aus dem Weg. Faustini fuhr in Hemberg, Steiner zog es vor, in La Roche anzutreten. In Reitnau, Oberhallau und am Gurnigel packte Steiner frühzeitig ein. Auf Les Paccots verzichtete er. Nur in Anzère und Les Rangiers kam es zu einem direkten Duell – mit jeweils dem klar besseren Ende für Faustini. Das letzte Aufeinandertreffen fand vor einem Monat im luxemburgischen Eschdorf statt. Da stand man sich allerdings nur im Training gegenüber, weil die Veranstaltung vor den Renneinsätzen von Faustini und Steiner nach einem tragischen Unfall abgebrochen wurde.

Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Oder jubelt am Ende wieder Robin Faustini? © Eichenberger

Die Gemütslage bei den beiden schnellen 3-Liter-Piloten ist vor dem ersten Rennen ziemlich unterschiedlich. «Das Roll-Out, das wir vor Eschdorf in Bresse absolviert haben, hat mich zuversichtlich gestimmt», meint Steiner, der in Sachen Power auf Helftec Engineering vertraut. «Aber das war halt auf der Rundstrecke. Von Eschdorf habe ich nicht unbedingt gute Eindrücke nach Hause genommen. Also, werden wir mal schauen, wie es in Hemberg läuft und was wir am Samstag vielleicht noch testen können.» Faustini, der mit einem Emap-Motor antritt, war in Eschdorf Trainingsschnellster. «Mehr Erfahrungen habe ich in diesem Jahr bisher nicht sammeln können. Ich hoffe, wir können dort weitermachen, wo wir 2025 aufgehört haben. Ich bin jedenfalls sehr entspannt und freue mich, dass es endlich losgeht. Am Sonntagabend werden wir mehr wissen.» 

Ob es in Hemberg zu einem reinen Zweikampf kommt, ist offen. Vielleicht ist auch 2-Liter-Pilot Michel Zemp in seinem Norma-Helftec der lachende Dritte. Der gebürtige Luzerner, 2025 Zweiter der Schweizer Berg-Meisterschaft, wurde in den vergangenen zwei Jahren in Hemberg jeweils Zweiter hinter Faustini. 2024 fehlten ihm auf seinem besten Run (53,19 sec) nur 87 Hundertstelsekunden auf Faustini, dessen Bestzeit bei 52,24 sec steht. Im Vorjahr waren es 2,75 Sekunden Rückstand. «Der Belag hat im letzten Jahr keine Zeitenverbesserung ermöglicht», sagt Zemp. Das könnte dieses Jahr anders aussehen. Der Veranstalter hat gegenüber ASS bestätigt, dass die welligen Streckenpassagen abgefräst und neu asphaltiert wurden.

Noch nicht am Start ist Eric Berguerand. Der Walliser, siebenmaliger Schweizer Meister, hat zwar sein Comeback für 2026 angekündigt, wird aber im St. Gallischen (und auch in La Roche) fehlen. Der Motor bereitet ihm Kopfzerbrechen. «Ich habe ihn schon mehrmals ein- und wieder ausgebaut. Beim letzten Mal gab es ein Wasserleck. Im Moment ist der Motor wieder bei Motorentuner Mader.» Statt Berguerand könnte in Hemberg Roland Bossy aus Sicht der Formelfahrzeuge eine Sensation schaffen. Der Routinier aus dem Jura wird mit seinem Formel-3-Tatuus nichts unversucht lassen, in die Nähe der Prototypen zu kommen. Auch die beiden Slalom-Asse Philip Egli (Formel 3) und Lionel Ryter (Formel Renault) werden sicher sehr weit vorne anzutreffen sein. Egli war im Vorjahr Dritter in Hemberg – mit (im schnellsten Lauf) nur 1,36 Sekunden Rückstand auf Zemp. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Ursanne Salomon sein. Der Sieger des Slaloms von Bure greift zum ersten Mal (nach dem nicht ganz geglückten Debüt am Gurnigel 2025) mit seinem von Bossy erworbenen F3-Dallara an.

Bossy Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch er weiss, wo's langgeht: Roland Bossy im Formel-3-Tatuus © Eichenberger

Spannend wird es auch bei den Tourenwagen. Wobei das Hauptaugenmerk auf Roger Schnellmann und seinem Mitsubishi Evo 8 Helftec liegt. Der Wangner gibt nach einem Jahr Pause sein Comeback – und das ausgerechnet bei seinem Heimrennen. «Grundsätzlich fühle ich mich bereit», meint Schnellmann, der vor zwei Jahren eine 57er-Zeit fuhr. «Wir waren auch noch für einen Test in Anneau du Rhin. Wenn ich Vollgas gebe, habe ich im Kopf noch eine leichte Blockade. Die Angst, dass wieder etwas kaputt gehen könnte, ist noch da. Aber ich bin zuversichtlich.»

Ein anderer heisser Kandidat bei den Autos mit Dach ist der amtierende Tourenwagenmeister Danny Krieg. Der Schwyzer wird aber nicht wie erhofft mit seinem neuen Audi RS3 LMS an den Start gehen, sondern mit einem BMW E30 in der E1 über 3000 cm3. «Der Audi ist noch im Umbau», meint Krieg. «Ich hoffe, dass wir bis Reitnau fertig werden.»  

Ob noch ein anderer Tourenwagenfahrer die Minuten-Marke knacken wird? «Speedmaster» ist mit seinem kürzlich in Bure frisch eingefahrenen Ford Escort Cosworth sicher ein heisser Kandidat auf einen Spitzenplatz. Und auch das Porsche-Trio Matthias Bischofberger, Frédéric Neff sowie Bruno Sawatzki muss man immer auf der Rechnung haben. Dazu gesellen sich noch zwei grosse Unbekannte: Da ist zum einen Ludovic Monnier auf dem ehemaligen VW Golf von Danny Krieg. Dessen Gesamtzeit von 2:03,00 min reichte im Vorjahr für den Gesamtsieg bei den Tourenwagen. Ob Monnier diese Zeit schlagen kann? Und dann ist da neben Routinier Reto Steiner, auf den man auch immer ein Auge werfen muss, noch Neuling Remo Fischer (ebenfalls auf einem Ford Escort). Der in Küssnacht am Rigi wohnhafte Fischer hat beim Slalom in Bière überraschend die Tourenwagen-Bestzeit gefahren.   

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann und sein Mitsubishi sind bereit für Hemberg © Eichenberger

Los geht es in Hemberg am Samstag ab 7.30 Uhr mit dem ersten Trainingslauf und am Sonntag (zur selben Zeit) mit dem ersten Rennlauf. Jede Klasse wird drei Renn- und vier Trainingsläufe austragen (sofern möglich). Die beiden schnellsten Zeiten am Sonntag werden addiert. Um ca. 17 Uhr sollte am Sonntag das letzte Feld im Ziel eintreffen. 

Zur Strecke: Mit 1,758 km ist die Strecke in Hemberg die zweitkürzeste im Kalender. Nur Reitnau ist mit 1570 Meter noch einen Tick kürzer. 157 Meter Höhendifferenz müssen die Fahrer im St. Gallischen überwinden. Der absolute Streckenrekord hält Steiner (aus dem Jahr 2023) in 51,70 sec (= 122,41 km/h). Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit beträgt 57,22 sec und wurde von Reto  Meisel (Mercedes-Benz SLK340) 2022 aufgestellt.

Mehr über das Bergrennen in Hemberg erfahren Sie unter www.bergrennen-hemberg.ch

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.

Hemberg Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Idyllische Hemberg ist am Wochenende Austragungsort des ersten Bergrennens der diesjährigen Meisterschaft © Eichenberger

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02.06.2026 Weekend-Report 16/2026
Fabio Scherer Pole Position Monza 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Da war die Welt für Fabio Scherer (Mitte) noch in Ordnung

Es hätte sein Rennen werden können: Fabio Scherer startete bei der GT World Challenge von der Pole-Position – kam aber nur wenige hundert Meter weit. Wie es dem Rest der Schweizer am Wochenende ergangen ist, erfahren Sie im Weekend-Report. 

Am Samstag freute er sich noch über die erste Pole-Position in der GT World Challenge. Tags darauf war für Fabio Scherer beim zweiten Lauf zum Endurance Cup in Monza (ITA) schon nach wenigen hundert Metern Feierabend. Eine Berührung im Feld löste eine Massenkarambolage in der ersten Schikane aus, bei der die ersten fünf der Startaufstellung sowie mehrere Favoriten ausschieden. Zu den «Opfern» gehörte neben dem Ford Mustang GT3 von Scherer auch der Lionspeed-Porsche von Ricardo Feller. «Es tut weh», meinte Scherer, «aber es gibt viel Positives aus Monza mitzunehmen: Das Tempo war da, die Teamarbeit war perfekt, und wir haben erneut bewiesen, dass wir ganz vorne mithalten können. Und genau das werden wir beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps tun.» Bester Schweizer in Monza war so BMW-Werksfahrer Raffaele Marciello als Fünfter. Auch Patric Niederhauser entkam dem Chaos in der ersten Schikane und überquerte die Ziellinie in seinem Lamborghini als Siebter. Der Sieg ging überraschend an das Team Tresor Attempto Racing, das mit einer Silber-Mannschaft die Pro-Teams ärgern konnte. Im Bronze-Cup setzte sich der Ferrari Nr. 74 von Kessel Racing dank Dustin Blattner, Dennis Marschall und Lorenzo Patrese durch. Die weiteren Schweizer: Alex Fontana (21., P6 Bronze), Rolf Ineichen (22., P7 Bronze), Ethan Ischer (24., P8 Silber).

Auch der Genfer Louis Delétraz stand am Wochenende im Einsatz. Beim fünften Lauf zur IMSA in Detroit wurde der Cadillac-Pilot Sechster. Viel mehr wird sich Delétraz über das Aufgebot für die 24h von Le Mans (13./14. Juni) gefreut haben. Dort springt der ehemalige Formel-1-Testfahrer für Cadillac-Stammfahrer Alex Lynn ein und wird wie schon zuletzt in Spa-Francorchamps (BEL) an der Seite von Norman Nato und Will Stevens fahren. 

Baettig Chiara S Ilverstone 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig stand in Silverstone erstmals auf dem Podium © Red Bull

Ihr bisher bestes Wochenende erwischte Chiara Bättig in der britischen Formel 4. Auf der GP-Strecke von Silverstone sicherte sich die ehemalige Schweizer Kart-Meisterin als Dritte im ersten Sonntagsrennen ihren ersten Podestplatz. Bättig profitierte dabei von der Reversed-Grid-Regel, die besagt, dass der Fahrer, der im Quali die zwölftschnellste Zeit fährt, im zweiten Durchgang von der Pole-Position losfahren darf. In der Meisterschaft liegt Bättig nach vier von zehn Rennen auf dem 13. Zwischenrang.

Auch in der Formel 4 CEZ am Salzburgring gab es für die Schweizer Grund zum Jubeln. Jenzer Motorsport gewann mit dem Deutschen Elia Weiss (2x erfolgreich) und dem Tschechen Max Karhan alle drei Heats. Auch Maffi Racing sicherte sich dank dem Dänen David Walther zwei Podestplätze. Das Finale musste wegen eines starken Gewitters abgesagt werden. Das beste Ergebnis der beiden Schweizer Andreas Lo Bue und Georgiy Zasov waren je ein siebter Platz.

Ebenfalls am Salzburgring wurde das zweite Rennen zum Renault Twingo Cup ausgetragen. Diesmal gab es leider keine Podestplätze. Bester Schweizer war Thomas Schmid als Siebter. Der zweite Lauf wurde wegen des schlechten Wetters ebenfalls gestrichen.

F4 CEZ Podium Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Podium der F4 CEZ: Zwei Mal Jenzer, einmal Maffi Racing © F4 CEZ

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