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Wohlen (SUI) 10.10.26

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29.09.2026 Bergrennen international: Meisel mit neuem Tourenwagenrekord
Reto Meisel Onil 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel startete in Spanien beim Subida Internacional de Onil teil © Meisel

Die Bergsaison 2026 neigt sich dem Ende entgegen. International stehen immer noch ein paar Rennen auf dem Programm. Zuletzt in Spanien mit Reto Meisel, der als Gastfahrer gleich einmal einen neuen Tourenwagenrekord fuhr.

In der Schweiz mag die Bergmeisterschaft am vorletzten Wochenende in Les Paccots zu Ende gegangen sein, in anderen europäischen Ländern finden im Herbst aber noch einige Bergrennen statt – auch mit Schweizer Beteiligung. So nahm Reto Meisel eine Woche nach dem EM-Finale in Kroatien auf Einladung des Veranstalters bereits wieder am Endlauf zum Campeonato de España de Montaña teil, der Subida Internacional de Onil nahe seinem Feriendomizil im Hinterland von Alicante.

Am Steuer seines bewährten Mercedes SLK340 Judd begeisterte der Gruppe-1-Europameister aus Leuggern die enthusiastischen Fans (mehrere Zehntausend!) und belegte hinter drei Rennsportwagen – angeführt vom spanischen Proto-1-Gesamtsieger Joseba Iraola – den vierten Gesamtrang. Zudem erzielte der Aargauer einen neuen Streckenrekord für Tourenwagen. Gegen den Gast aus der Schweiz hatte der spanische Meister José Antonio López Fombona mit seinem Ex-DTM-Audi RS5 nicht den Hauch einer Chance.

«Die 4,7 Kilometer lange Strecke war breit und nicht sehr schnell, aber sehr anspruchsvoll. Die Begeisterung der Leute entlang der Strecke und in der Stadt war unglaublich. Ich habe noch nie so viele Autogramme verteilt. Diese Veranstaltung war ein Kontrastprogramm und verdient Bestnoten in allen Bereichen», schwärmte Meisel.

Noch ist die Saison für ihn und andere Schweizer nicht zu Ende. Am kommenden Wochenende findet in Mickhausen in Südbayern der letzte Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft unweit der Nordostschweizer Grenze statt. So werden «Speedmaster» im Ford Escort Cosworth, Stephan Burri im VW Scirocco sowie die Kadett-Urgesteine Armin Banz und «Seppi» Koch nebst sechs weiteren Schweizern am Start erwartet.

Den Schlusspunkt hinter die Bergrennsaison 2026 bildet dann am 17./18. Oktober das 5. Bongo Hill Climb Monsters Skradinin Kroatien, wo Meisel als Titelverteidiger bei den Tourenwagen antreten wird. «Speedmaster» nimmt dafür den legendären VW Polo MB hervor, um in einer eigenen Gruppe für Fronttriebler um den Sieg zu fahren. Der mittlerweile dreifache Rennsportwagen-Bergmeister Robin Faustini nimmt mit seinem schnellen Nova Proto NP01 Emap Turbo den Gesamtsieg ins Visier.

Text: Peter Wyss

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28.09.2026 Weekend-Report 29/2026
Sebastien Buemi Fuji 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Buemi (r.) siegte in Fuji für Toyota in der WEC © Toyota

Gibt es dieses Jahr doch noch einen Schweizer WM-Titel? Dank dem Sieg von Toyota-Werksfahrer Sébastien Buemi in der Langstrecken-WM in Fuji sind die Chancen massiv gestiegen. 

Vier Mal hat Sébastien Buemi schon den Titel in der prestigeträchtigen Langstrecken-WM (WEC) gewonnen. In diesem Jahr ist er drauf und dran, seine fünfte WEC-Krone zu holen. Beim Heimrennen seines Arbeitgebers Toyota in Fuji hat der Waadtländer seinen zweiten Saisonsieg feiern dürfen. Ein Sieg, der umso symbolträchtiger ist, als er auf heimischem Boden errungen wurde, wo Toyota seit 2023 nicht mehr gewonnen hatte. Buemis Equipe mit den beiden Teamkollegen Brendon Hartley und Rio Hirakawa starteten mit ihrem Toyota GR010 Hybrid zwar nur von Startplatz 8. Einmal in Führung bauten Buemi & Co. ihren Vorsprung aber aus und gewannen vor der Alpine mit der #36 und dem BMW mit u.a. Raffaele Marciello. Buemi und seine beiden Teamkollegen liegen nun bei noch zwei ausstehenden Rennen (Barcelona am 18. Oktober und Monza am 8. November) mit 89 Punkten in Führung. Auf Platz 2 mit zehn Punkten Rückstand liegt das Schwesterauto mit der #7. Marciello ist mit seinen BMW-Teamkollegen mit 20 Punkten Rückstand auf Buemi Vierter. Für Buemi war es der 28. Sieg in der WEC. Sein bestes Saisonergebnis erzielte Thomas Flohr in der LMGT3. Der Ferrari-Pilot belegte in Fuji Rang 4.

Chiara Baettig Silverstone 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig mit ihrer Trophäe aus Silverstone © Red Bull

Auch in der GT Open waren die Schweizer wieder erfolgreich. Beim vorletzten Rennen in Monza (ITA) fuhr Porsche-Pilot Alex Fontana als Dritter der Kategorie Pro aufs Gesamtpodium. Das Mercedes-Duo Yannick Mettler und Dexter Müller schaffte es in der ProAM gar auf Platz 2. Alexander Fach jr. wurde in derselbigen Klasse Fünfter. 

Ein erfolgreiches Wochenende erlebte auch Chiara Bättig. Die Red-Bull-Juniorin stand im Rahmen der Britischen Formel 4 in Silverstone (GBR) als Dritte zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podium. Die Zürcherin liegt vor dem Finale in Brands Hatch auf dem 13. Gesamtrang.

Zum Kartsport: In Wohlen wurde das Finale der Rotax Max Switzerland ausgetragen. Die folgenden Fahrer stehen als Sieger ihrer Kategorien fest und dürfen an die Rotax Grand Finals in Portimão (POR): Nilas Winter (Micro), Leonardo Gubello (Mini), Leo Gonzalez (Junior), Liam Flükiger (Senior), Leo Gubser (DD2) und Mirco Gervasoni (DD2 Masters).

Rotax Sieger 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Rotax-Sieger 2026 liessen sich in Wohlen feiern © Rotax

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25.09.2026 Mehr Gegner und Kuhn wäre sogar Meister geworden
Sergio Kuhn Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sergio Kuhn beendete die Schweizer Berg-Meisterschaft bei den Tourenwagen als Gesamtdritter © Eichenberger

Perfekter könnte das Timing nicht gewesen sein. Im kürzlich erschienenen ASS-Magazin haben wir TCR-Pilot Sergio Kuhn porträtiert. Am Sonntag hat er sich beim Saisonfinale der Schweizer Berg-Meisterschaft in Les Paccots den dritten Schlussrang gesichert. 

Sergio Kuhn gehört definitiv der jungen Garde an. Und dass er irgendwann im Motorsport landen würde, kam nicht überraschend. Sein Grossvater war Rennmechaniker von Heinz Schiller. Der 2007 verstorbene Frauenfelder war 1961 Berg-Europameister in der Kategorie GT. 1962 nahm er für die Scuderia Filipinetti am GP von Deutschland teil. Und darüberhinaus war Schiller Patenonkel von Vater Marco Kuhn. In dessen Peugeot-Garage arbeitet Sergio auch – als Werkstatt-Chef. «Das erklärt meine Nähe zu Peugeot», sagt Kuhn jr. «Ausserdem hatte ich in meiner Lehre lauter Motorsportfreaks um mich. Der eine driftete, der andere fuhr Autocross und ein Dritter hat eine Abschlussarbeit darüber geschrieben, was man an einem Auto verändern muss, um Slalom fahren zu können. Irgendwann musste der Funke ja auf mich überspringen…»

Mit dem Motorsport hat Sergio angefangen, als er die Fahrprüfung in der Tasche hatte. Mit einem Peugeot 206 fuhr er zuerst LOC2, dann LOC4 und dann wechselte er in die Interswiss. Seit 2023 ist er stolzer Besitzer eines TCR-Peugeot. Bevor er damit an den Berg ging, absolvierte Kuhn auf der Rundstrecke die ersten Kilometer. Sei es bei Trackdays oder bei Time-Attack. Sein erstes Bergrennen mit dem TCR bestritt er 2025 in Oberhallau. Ein Rennen, das er auf Anhieb gewann.

Kuhn liebt seinen TCR. Und es gefällt ihm auch, sich mit anderen im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft zu messen. Wenn gleich er sagt: «Eigentlich bin ich im Nachteil. Mein Peugeot dürfte leichter sein, weil es ein 1600er ist. Die anderen sind 2-Liter-Autos. Ich habe also ein Handicap von fast 30 Kilogramm – verglichen mit einem Opel beispielsweise.» Auch die Anzahl der Gegner schwankt von Rennen zu Rennen. Wären es 2026 immer acht Fahrzeuge gewesen, hätte einer wie Kuhn, der regelmässig vorne mitfährt, gute Titel-Chancen bei den Tourenwagen gehabt. «Leider sind wir oft weniger. So kriegen wir nur halbe Punkte.» So auch beim Saisonfinale in Les Paccots. Trotzdem hat Kuhn in extremis mit einer Superzeit im dritten Lauf das Blatt noch wenden können und sicherte sich den dritten Schlussrang – hinter Meister Ludovic Monnier und dem Zweitplatzierten «Speedmaster».

Dass Kuhn zur jungen Garde gehört, zeigt sich auch bei der Vorbereitung. Im eigenen Simulator fährt er die Strecken ab. «Als ich dieses Jahr nach Osnabrück zum Bergrennen ging, habe ich Zuhause fleissig geübt.» Auch auf der Nordschleife hat Kuhn schon Runden abgespult – real und virtuell. «Dort einmal zu fahren – das wäre ein Traum.» Und das Talent: Woher stammt dieses? Möglicherweise wurde es ihm in die Wiege gelegt. Sicher ist, dass man ihm als ehemaliger Skirennfahrer nicht viel über die perfekte Linienwahl erzählen muss. 

Kuhn Anzere Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kuhn im TCR-Peugeot: Nur drei Mal gab's volle Punkte © Cornevaux

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22.09.2026 Weekend-Report 28/2026
Feller Ricardo Zandvoort 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Feller (l.) führt im Sprint Cup der GT World Challenge © GTWC

Ricardo Feller (GT World Challenge) und Philip Ellis (IMSA) liegen für die Schweiz auf Titelkurs. Grosser Gewinner des GTWC-Wochenendes in Zandvoort war aber ganz klar das Team Emil Frey Racing.

GT3-Spezialist Ricardo Feller steht vor einem weiteren internationalen Titel. Der gebürtige Aargauer liegt vor dem Finale des Sprint Cups in der GT World Challenge in Barcelona (ESP) zusammen mit Teamkollege Bastian Buus aus Dänemark in Führung. Der Vorsprung Fellers beträgt zwar nur sechs Punkte. Doch der Porsche-Pilot aus dem Team Lionspeed GP ist bisher an jedem Rennwochenende mindestens einmal Zweiter geworden. So auch am vergangenen Wochenende beim Sonntagsrennen in Zandvoort (NED). Dieses war überhaupt fest in Schweizer Händen. Die Plätze 1 und 3 gingen an das Team Emil Frey Racing, das in Zandvoort sein bisher bestes Weekend im Rahmen des Sprint Cups erleben durfte. «Am Samstag haben wir im Qualifying nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft, besonders mit dem #14 Ferrari», sagt Teamchef Lorenz Frey-Hilti. «Aber im Rennen selbst waren wir solide mit guten Boxenstopps und starken Überholmanövern. Am Sonntag haben wir dann alles richtig gemacht. Schade, dass wir beim Boxenstopp den zweiten Platz verloren haben, aber das ist das Problem, wenn man nur Platz für ein Fahrzeug hat – aber Platz 1 und 3 sind natürlich trotzdem ein hervorragendes Resultat.» Das starke Schweizer Ergebnis wurde mit Rang 7 durch Patric Niederhauser abgerundet. Das Finale in Barcelona findet am 3./4. Oktober statt.

Emil Frey Zandvoort 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die beiden Ferrari von Emil Frey Racing im Sonntagsrennen © EFR

Auch Philip Ellis ist weiter auf Titelkurs. Der Zuger hat beim vorletzten Lauf zur IMSA in Indianapolis den zweiten Rang in der GTD an Land gezogen. Weil das direkte Verfolger-Duo das Rennen gewann, ist Ellis’ Vorsprung vor dem Finale in Road Atlanta (3. Oktober) jedoch auf sechs Punkte geschmolzen. Behält Ellis auch im letzten Rennen die Oberhand, wäre das sein dritter GTD-Titel in der IMSA in Serie. Für Cadillac-Werksfahrer Louis Delétraz, der bei den Prototypen fährt, endete das Rennen in Indianapolis auf dem undankbaren vierten Rang.

Eine weitere Schweizer GT3-Podestplatzierung gab es in der 24h Series in Barcelona. Dort belegte das Team Hofor Racing auf ihrem Mercedes AMG GT3 nach 740 gefahrenen Runden Rang 3 im Gesamtklassement und P2 in der Kategorie AM.

Auch in der italienischen Formel 4 wurde am Wochenende der vorletzte Lauf ausgetragen. Zwei vierte Plätze waren aus Schweizer Sicht die beste Ausbeute. Verantwortlich dafür waren für Jenzer Motorsport der Deutsche Elia Weiss und für Maffi Racing der Däne David Walther. Die besten Ergebnisse der Schweizer Fahrer waren ein siebter Platz von Florentin Hattemer (Trident), ein achter Platz von Levi Arn (Jenzer, P3 bei den Rookies) und ein 17. Rang von Georgiy Zasov (Prema). Das Finale in Mugello findet am 30. Oktober/1. November statt.

Levi Arn Misano 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Formel 4 Italien: Rookie-Podium für Levi Arn © Instagram

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22.09.2026 Noch ein Sieg für Meisel
Meisel Reto Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel (r.) beim Saisonfinale in Kroatien © Archiv Meisel

Reto Meisel hat beim letzten Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft in Kroatien nochmals einen Sieg und einen Rekord feiern dürfen. Zum Gewinn des EM-Titels über alle fünf Gruppen reichte es knapp nicht. 

Beim zehnten und letzten Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft in Kroatien feierte Reto Meisel seinen sechsten Gesamtsieg in der FIA-Kategorie 1. Mit seinem bewährten Mercedes SLK340 Judd stellte der Aargauer auf der 5001 Meter langen Strecke von Buzet auch einen neuen Rekord für geschlossene Fahrzeuge auf. 

Trotzdem reichte es am Ende nicht mehr ganz zum Gewinn des EM-Titels über alle fünf Gruppen. Dieser geht an den Kroaten Matija Jurisic, der mit seinem optimalen Peugeot 308 TCR sieben Siege und drei zweite Plätze in der Gruppe 4 feierte und so auf 211 Punkte kommt. Meisel gewann zwar ebenso oft die Gruppe 1 der leistungsstärksten Tourenwagen/GT, verzeichnete zuvor aber einen Nuller in Slowenien (Unfall mit dem Mitsubishi) und hat daneben noch je einen zweiten und dritten Platz vorzuweisen, womit er auf 208 Zähler kommt. 

Für den zweifachen Schweizer Tourenwagen-Bergmeister (2016 und 2022) war es dennoch eine erfolgreiche Saison. Meisel hatte gar nicht geplant, wie 2025 eine komplette EM-Saison zu bestreiten. Als er sich plötzlich in einer sehr guten Ausgangsposition befand, entschied er sich um. So holte er – bedingt auch durch das Ausscheiden einiger direkten Gegner durch Unfälle oder technische Defekte – überlegen den Titel in der Königsklasse und in der Performancewertung. Daher zieht Meisel eine positive Bilanz mit leichtem Augenzwinkern: «Für mich ist alles okay: Winner Group 1, Best Performer und Vize-Europameister. Es war eine geile Saison, in der ich dazu gelernt habe. Ich habe ja erst angefangen…»

Den letzten Tagessieg in der Saison 2026 errang wie beim Schweizer EM-Lauf im August der Franzose Kevin Petit auf Nova NP01 Emap Turbo. Als Europameister über alle vier Proto-Gruppen stand schon zuvor der unter Pseudonym «O’Play» startende Italiener Antonino Migliuolo auf einem Nova NP03 Aprilia fest. Der Titel in der Gruppe P1 geht an den Spanier Joseba Iraolo Lanzacorta, jener in der Performancewertung an den Tschechen Petr Trnka (beide Nova NP01 Emap Turbo). Schweizer waren in der EM-Kategorie 2 keine am Start.

Text: Peter Wyss

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