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08.06.2026 Bergrennen Hemberg: Die Favoriten setzten sich durch, aber…
Steiner Faustini Zemp myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Siegertrio: Marcel Steiner, Robin Faustini und Michel Zemp © myrally.ch

Das erste Bergrennen der Saison hat gehalten, was man sich davon versprochen hat: Hemberg 2026 war spannend, auch wenn sich am Schluss mit Robin Faustini (bei den Rennwagen) und Roger Schnellmann (bei den Tourenwagen) die Favoriten durchgesetzt haben.

Die beiden Nova-Piloten fuhren direkt hintereinander die 1,758 Kilometer kurze Strecke in Hemberg hoch. Und deshalb konnte keiner Taktieren. Trotzdem meinte Marcel Steiner nach dem zweiten Lauf: «Ich kann machen, was ich will, Robin (Faustini) ist immer einen Tick schneller.» Im Klartext hiess das: Im ersten Lauf hatte Steiner eine 53,00 sec hingelegt. Faustini konterte in 52,85 sec. Im zweiten Durchgang verbesserte sich der sechsmalige Schweizer Berg-Meister auf 52,75. Und wieder war der amtierende Champion in 52,61 ein paar Hundertstelsekunden schneller. Der dritte Lauf musste die Entscheidung bringen. Doch in diesem konnte sich Steiner nicht mehr steigern. Während Robin noch unterwegs war, war nach Steiner Zieldurchfahrt in 53,36 sec der Kittel geflickt. «Ich hatte keinen groben Schnitzer gemacht», meinte Steiner, «aber viele kleine Fehler, die sich summieren. Trotzdem können wir nach dem ersten Rennen ein positives Fazit ziehen. Wir sind deutlich näher dran als im vergangenen Jahr.»

In der Addition der beiden schnellsten Läufe fehlten Steiner 1,34 Sekunden auf Faustini. Der fuhr im letzten Lauf nochmals wie entfesselt und verpasste in 51,80 sec den Streckenrekord um eine Zehntelsekunde. «Ich war bis zum dritten Lauf auf einer falschen Fährte», meinte Faustini. «Ich hatte für Hemberg eine neue Avon-Mischung aufgezogen. Aber irgendwie baute sich damit nicht das richtige Feeling fürs Auto auf – vor allem nicht beim Anbremsen. Für den dritten Lauf wechselte ich zurück auf die Mischung, die ich schon 2024 und 2025 in Hemberg verwendet hatte – und plötzlich passte es. Dass ich den Streckenrekord so knapp verpasst habe, ärgert mich natürlich. Aber gleichzeitig freue ich mich über den Sieg und die Konkurrenz.» Für Faustini war es saisonübergreifend der 16. Tagessieg hintereinander. Seit Les Paccots 2023 ist er ungeschlagen, sieht man vom Bergrennen in La Roche 2025 ab. Damals war der Auftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft ja zweigeteilt.

Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Faustini feierte in Hemberg seinen 16. Tagessieg hintereinander © Eichenberger

Etwas überraschend war am Ende der Abstand von Steiner auf Faustini grösser, als der von Steiner auf den Drittplatzierten Michel Zemp. Der Luzerner im 2-Liter-Norma haute im dritten Lauf in 52,78 sec eine Fabelzeit heraus und verlor auf 3-Liter-Pilot Steiner in der Tageswertung nur 51 Hundertstelsekunden. Seine persönliche Bestzeit von 2024 (53,18 sec) verbesserte er um vier Zehntelsekunden. Damit untermauerte Zemp nicht nur seine Ambitionen («ich will dieses Jahr wieder aufs Gesamtpodium kommen»), er bewies auch, dass der zweite Platz in der Schweizer Berg-Meisterschaft 2025 alles andere als gestohlen war. Schon am kommenden Wochenende könnte Zemp erneut zuschlagen, wenn der zweite Lauf in La Roche auf dem Programm steht. Spätestens in Reitnau auf einer noch kürzeren Strecke als Hemberg ist der 39-Jährige ein absoluter Top-Favorit.

Platz 4 im SCRATCH ging an Philip Egli in seinem gelben Dallara F393. Der Slalom-Rekordtagessieger konnte nach vorne (logischerweise) nicht mehr ausrichten, hatte aber seine direkte Konkurrenz souverän im Griff. Der Fünftplatzierte Lionel Ryter (Formel Renault 2.0) war Egli im zweiten Lauf einigermassen ebenbürtig, kämpfte mit seinem Set-Up (allen voran mit den Stossdämpfern) und war auch dort eine Sekunde langsamer. Platz 3 bei den 2-Liter-Formelwagen ging an Christian Balmer. Sein Rückstand auf Egli betrug in der Addition der beiden schnellsten Läufe acht Sekunden.

Egli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Best of the Rest: Philip Egli hinterliess einen starken Eindruck © Eichenberger

Hinter den Top 5 rangierten mit Rückkehrer Roger Schnellmann im Mitsubishi Lancer Evo VIII und «Speedmaster» auf seinem Ford Escort Cosworth bereits die beiden schnellsten Tourenwagenfahrer. Und auch diese beiden schenkten sich in Hemberg nichts. Nach dem ersten Lauf hatte «Lokalmatador» Schnellmann in 58,69 gegenüber 59,62 sec von «Speedmaster» die Nase vorn. Auch nach zwei Läufen machte Roger seinem Nachnamen alle Ehre und lag weiter in Führung. Allerdings nur noch 0,62 Sekunden. Auch hier musste also der dritte Lauf entscheiden. Und in diesem setzte sich der Schwyzer mit 59,20 gegen 59,35 sec durch. Nach dem Rennen meinte Schnellmann: «Ganz ehrlich: Am Sonntagmorgen war ich etwas nervös. Vor allem am Start mit der neuen Kupplung. Aber es hat gut funktioniert und auch die Angst, es könnte wieder etwas kaputt gehen, ist grösstenteils gewichen.» 

Schnellmann und «Speedmaster» waren in Hemberg die einzigen Fahrer mit Dach überm Kopf, die die Eine-Minute-Marke knackten. Nahe dran (und damit Dritter bei den Tourenwagen) war Ludovic Monnier im Ex-VW-Golf des amtierenden Tourenwagen-Champions Danny Krieg. Der 34-Jährige aus Monthey (VS) lag in allen drei Läufen nur knapp über einer Minute, gewann seine Konkurrenz souverän vor Kurt Tschirky und Ruedi Fuhrer und stellte einen neuen Klassenrekord. Hätte es in Hemberg einen Gleichmässigkeits-Wettbewerb gegeben, Monnier hätte ihn haushoch gewonnen: 1:00,56, 1:00,57 und 1:00,60 min – konstanter kann man nicht fahren! Hinter dem Gesamtzwölften Monnier war Bruno Sawatzki in seinem Porsche 991.1 Cup der schnellste Interswiss-Fahrer. Während sich der Tourenwagen-Meister von 2023 und 2024 im Vorjahr noch vom jungen Matthias Bischofberger entzaubern liess, hatte er diesen, auch wenn er im dritten Lauf zwei Zehntelsekunden langsamer war, diesmal im Griff.

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann war der schnellste Tourenwagenfahrer © Eichenberger

Den knappsten Zieleinlauf gab es in der TCR. Neun Fahrzeuge standen in dieser Klasse am Start. Der Schnellste war Sergio Kuhn in seinem Peugeot 208. Der Vorsprung auf Patrick Flammer im Opel Astra betrug schlappe 0,02 Sekunden! Im Renault Classic Cup setzte sich Thomas Zürcher mit 0,48 respektive 0,68 sec Vorsprung erfolgreich gegen Beat Rohr und René Schnidrig durch. Alle weiteren Klassensieger in Hemberg entnehmen Sie der Übersicht: Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2/R3), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 4000 cm3), Markus Barnder (March 742, Gr. H/Formelwagen bis 2000 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H/Tourenwagen bis 2000 cm3), Sylvain Chariatte (VW Golf, Histor. Classic), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Adrian Gerber (Citroën Saxo, PSA Gr. N bis 1600 cm3), Ramon Hänggi (Citroën Saxo, PSA Gr. A bis 1600 cm3), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC 2), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC 3), Hans-Ulrich Seifert (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), Roger Schnellmann (Mitsubishi Lancer Evo VIII, E1 bis 4000 cm3), Frédéric Neff (Porsche 997 GT2R, E1 über 4000 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 2500 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3 T-318, E2-SS über 2000 cm3), Antonino Scolaro (Nova NP03, E2-SC bis 1600 cm3), Michel Zemp (Norma M20FC, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

In der REGionalen Klasse war Patrick Jakober in seinem VW Golf der Schnellste. Sein Vorsprung auf Michael Kuratli im Renault Clio betrug am Ende nur 0,05 Sekunden…

Einen längeren Unterbruch gab es nach einem Unfall von Manuel Lenherr. Der Fahrer des BMW E46 M3 aus der E1 bis 4000 cm3 war im zweiten Lauf wenige Meter vor dem Ziel vor der Naturtribüne verunglückt und musste mit der Rega abtransportiert werden. Lenherr hat sich beim Unfall einen Rückenwirbel gebrochen. «Es geht mir den Umständen entsprechend gut», meinte er auf Nachfrage von ASS. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!

Und so geht es weiter:
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Monnier Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ludovic Monnier war nicht nur schnell, sondern auch konstant © Eichenberger

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04.06.2026 Vorschau Hemberg: Ein vielversprechender Saisonauftakt
Steiner Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Geht es für Marcel Steiner 2026 wieder aufwärts? © Eichenberger

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude: Und beim Anblick der Teilnehmerliste zum ersten Bergrennen des Jahres in Hemberg kommt man tatsächlich ins Schwärmen. Nicht nur, was der Kampf um den Tagessieg (bei den Rennwagen) betrifft, sondern auch was die Vielfalt bei den Tourenwagen angeht. 

Das Warten hat ein Ende! Am kommenden Wochenende (6./7. Juni) findet in Hemberg der erste Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft 2026 statt. Knapp 220 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben sich für das erste Rennen im Toggenburgischen eingeschrieben. Darunter auch 22 Piloten und Pilotinnen aus Deutschland, die wie schon im Vorjahr im Rahmen des KW Bergcup an den Start gehen. Das Wetter sollte sich an beiden Tagen temperaturmässig mit 20 bis 22 Grad von der angenehmen Seite zeigen. Der eine oder andere Regenguss ist aber leider nicht auszuschliessen – vor allem am Samstag… 

In sportlicher Hinsicht wird (unter normalen Umständen) alles auf ein Zweikampf zwischen dem amtierenden Rennwagen-Meister Robin Faustini und Herausforderer Marcel Steiner hinauslaufen. Obwohl Steiner seit über einem Jahr auch über einen Nova Proto verfügt, sind sich die beiden bisher noch nicht sehr oft mit «identischem» Material gegenübergestanden. Beim gleichzeitig stattfindenden Saisonauftakt 2025 gingen sich die beiden Kontrahenten aus dem Weg. Faustini fuhr in Hemberg, Steiner zog es vor, in La Roche anzutreten. In Reitnau, Oberhallau und am Gurnigel packte Steiner frühzeitig ein. Auf Les Paccots verzichtete er. Nur in Anzère und Les Rangiers kam es zu einem direkten Duell – mit jeweils dem klar besseren Ende für Faustini. Das letzte Aufeinandertreffen fand vor einem Monat im luxemburgischen Eschdorf statt. Da stand man sich allerdings nur im Training gegenüber, weil die Veranstaltung vor den Renneinsätzen von Faustini und Steiner nach einem tragischen Unfall abgebrochen wurde.

Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Oder jubelt am Ende wieder Robin Faustini? © Eichenberger

Die Gemütslage bei den beiden schnellen 3-Liter-Piloten ist vor dem ersten Rennen ziemlich unterschiedlich. «Das Roll-Out, das wir vor Eschdorf in Bresse absolviert haben, hat mich zuversichtlich gestimmt», meint Steiner, der in Sachen Power auf Helftec Engineering vertraut. «Aber das war halt auf der Rundstrecke. Von Eschdorf habe ich nicht unbedingt gute Eindrücke nach Hause genommen. Also, werden wir mal schauen, wie es in Hemberg läuft und was wir am Samstag vielleicht noch testen können.» Faustini, der mit einem Emap-Motor antritt, war in Eschdorf Trainingsschnellster. «Mehr Erfahrungen habe ich in diesem Jahr bisher nicht sammeln können. Ich hoffe, wir können dort weitermachen, wo wir 2025 aufgehört haben. Ich bin jedenfalls sehr entspannt und freue mich, dass es endlich losgeht. Am Sonntagabend werden wir mehr wissen.» 

Ob es in Hemberg zu einem reinen Zweikampf kommt, ist offen. Vielleicht ist auch 2-Liter-Pilot Michel Zemp in seinem Norma-Helftec der lachende Dritte. Der gebürtige Luzerner, 2025 Zweiter der Schweizer Berg-Meisterschaft, wurde in den vergangenen zwei Jahren in Hemberg jeweils Zweiter hinter Faustini. 2024 fehlten ihm auf seinem besten Run (53,19 sec) nur 87 Hundertstelsekunden auf Faustini, dessen Bestzeit bei 52,24 sec steht. Im Vorjahr waren es 2,75 Sekunden Rückstand. «Der Belag hat im letzten Jahr keine Zeitenverbesserung ermöglicht», sagt Zemp. Das könnte dieses Jahr anders aussehen. Der Veranstalter hat gegenüber ASS bestätigt, dass die welligen Streckenpassagen abgefräst und neu asphaltiert wurden.

Noch nicht am Start ist Eric Berguerand. Der Walliser, siebenmaliger Schweizer Meister, hat zwar sein Comeback für 2026 angekündigt, wird aber im St. Gallischen (und auch in La Roche) fehlen. Der Motor bereitet ihm Kopfzerbrechen. «Ich habe ihn schon mehrmals ein- und wieder ausgebaut. Beim letzten Mal gab es ein Wasserleck. Im Moment ist der Motor wieder bei Motorentuner Mader.» Statt Berguerand könnte in Hemberg Roland Bossy aus Sicht der Formelfahrzeuge eine Sensation schaffen. Der Routinier aus dem Jura wird mit seinem Formel-3-Tatuus nichts unversucht lassen, in die Nähe der Prototypen zu kommen. Auch die beiden Slalom-Asse Philip Egli (Formel 3) und Lionel Ryter (Formel Renault) werden sicher sehr weit vorne anzutreffen sein. Egli war im Vorjahr Dritter in Hemberg – mit (im schnellsten Lauf) nur 1,36 Sekunden Rückstand auf Zemp. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Ursanne Salomon sein. Der Sieger des Slaloms von Bure greift zum ersten Mal (nach dem nicht ganz geglückten Debüt am Gurnigel 2025) mit seinem von Bossy erworbenen F3-Dallara an.

Bossy Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch er weiss, wo's langgeht: Roland Bossy im Formel-3-Tatuus © Eichenberger

Spannend wird es auch bei den Tourenwagen. Wobei das Hauptaugenmerk auf Roger Schnellmann und seinem Mitsubishi Evo 8 Helftec liegt. Der Wangner gibt nach einem Jahr Pause sein Comeback – und das ausgerechnet bei seinem Heimrennen. «Grundsätzlich fühle ich mich bereit», meint Schnellmann, der vor zwei Jahren eine 57er-Zeit fuhr. «Wir waren auch noch für einen Test in Anneau du Rhin. Wenn ich Vollgas gebe, habe ich im Kopf noch eine leichte Blockade. Die Angst, dass wieder etwas kaputt gehen könnte, ist noch da. Aber ich bin zuversichtlich.»

Ein anderer heisser Kandidat bei den Autos mit Dach ist der amtierende Tourenwagenmeister Danny Krieg. Der Schwyzer wird aber nicht wie erhofft mit seinem neuen Audi RS3 LMS an den Start gehen, sondern mit einem BMW E30 in der E1 über 3000 cm3. «Der Audi ist noch im Umbau», meint Krieg. «Ich hoffe, dass wir bis Reitnau fertig werden.»  

Ob noch ein anderer Tourenwagenfahrer die Minuten-Marke knacken wird? «Speedmaster» ist mit seinem kürzlich in Bure frisch eingefahrenen Ford Escort Cosworth sicher ein heisser Kandidat auf einen Spitzenplatz. Und auch das Porsche-Trio Matthias Bischofberger, Frédéric Neff sowie Bruno Sawatzki muss man immer auf der Rechnung haben. Dazu gesellen sich noch zwei grosse Unbekannte: Da ist zum einen Ludovic Monnier auf dem ehemaligen VW Golf von Danny Krieg. Dessen Gesamtzeit von 2:03,00 min reichte im Vorjahr für den Gesamtsieg bei den Tourenwagen. Ob Monnier diese Zeit schlagen kann? Und dann ist da neben Routinier Reto Steiner, auf den man auch immer ein Auge werfen muss, noch Neuling Remo Fischer (ebenfalls auf einem Ford Escort). Der in Küssnacht am Rigi wohnhafte Fischer hat beim Slalom in Bière überraschend die Tourenwagen-Bestzeit gefahren.   

Schnellmann Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann und sein Mitsubishi sind bereit für Hemberg © Eichenberger

Los geht es in Hemberg am Samstag ab 7.30 Uhr mit dem ersten Trainingslauf und am Sonntag (zur selben Zeit) mit dem ersten Rennlauf. Jede Klasse wird drei Renn- und vier Trainingsläufe austragen (sofern möglich). Die beiden schnellsten Zeiten am Sonntag werden addiert. Um ca. 17 Uhr sollte am Sonntag das letzte Feld im Ziel eintreffen. 

Zur Strecke: Mit 1,758 km ist die Strecke in Hemberg die zweitkürzeste im Kalender. Nur Reitnau ist mit 1570 Meter noch einen Tick kürzer. 157 Meter Höhendifferenz müssen die Fahrer im St. Gallischen überwinden. Der absolute Streckenrekord hält Steiner (aus dem Jahr 2023) in 51,70 sec (= 122,41 km/h). Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit beträgt 57,22 sec und wurde von Reto  Meisel (Mercedes-Benz SLK340) 2022 aufgestellt.

Mehr über das Bergrennen in Hemberg erfahren Sie unter www.bergrennen-hemberg.ch

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.

Hemberg Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Idyllische Hemberg ist am Wochenende Austragungsort des ersten Bergrennens der diesjährigen Meisterschaft © Eichenberger

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02.06.2026 Weekend-Report 16/2026
Fabio Scherer Pole Position Monza 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Da war die Welt für Fabio Scherer (Mitte) noch in Ordnung

Es hätte sein Rennen werden können: Fabio Scherer startete bei der GT World Challenge von der Pole-Position – kam aber nur wenige hundert Meter weit. Wie es dem Rest der Schweizer am Wochenende ergangen ist, erfahren Sie im Weekend-Report. 

Am Samstag freute er sich noch über die erste Pole-Position in der GT World Challenge. Tags darauf war für Fabio Scherer beim zweiten Lauf zum Endurance Cup in Monza (ITA) schon nach wenigen hundert Metern Feierabend. Eine Berührung im Feld löste eine Massenkarambolage in der ersten Schikane aus, bei der die ersten fünf der Startaufstellung sowie mehrere Favoriten ausschieden. Zu den «Opfern» gehörte neben dem Ford Mustang GT3 von Scherer auch der Lionspeed-Porsche von Ricardo Feller. «Es tut weh», meinte Scherer, «aber es gibt viel Positives aus Monza mitzunehmen: Das Tempo war da, die Teamarbeit war perfekt, und wir haben erneut bewiesen, dass wir ganz vorne mithalten können. Und genau das werden wir beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps tun.» Bester Schweizer in Monza war so BMW-Werksfahrer Raffaele Marciello als Fünfter. Auch Patric Niederhauser entkam dem Chaos in der ersten Schikane und überquerte die Ziellinie in seinem Lamborghini als Siebter. Der Sieg ging überraschend an das Team Tresor Attempto Racing, das mit einer Silber-Mannschaft die Pro-Teams ärgern konnte. Im Bronze-Cup setzte sich der Ferrari Nr. 74 von Kessel Racing dank Dustin Blattner, Dennis Marschall und Lorenzo Patrese durch. Die weiteren Schweizer: Alex Fontana (21., P6 Bronze), Rolf Ineichen (22., P7 Bronze), Ethan Ischer (24., P8 Silber).

Auch der Genfer Louis Delétraz stand am Wochenende im Einsatz. Beim fünften Lauf zur IMSA in Detroit wurde der Cadillac-Pilot Sechster. Viel mehr wird sich Delétraz über das Aufgebot für die 24h von Le Mans (13./14. Juni) gefreut haben. Dort springt der ehemalige Formel-1-Testfahrer für Cadillac-Stammfahrer Alex Lynn ein und wird wie schon zuletzt in Spa-Francorchamps (BEL) an der Seite von Norman Nato und Will Stevens fahren. 

Baettig Chiara S Ilverstone 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig stand in Silverstone erstmals auf dem Podium © Red Bull

Ihr bisher bestes Wochenende erwischte Chiara Bättig in der britischen Formel 4. Auf der GP-Strecke von Silverstone sicherte sich die ehemalige Schweizer Kart-Meisterin als Dritte im ersten Sonntagsrennen ihren ersten Podestplatz. Bättig profitierte dabei von der Reversed-Grid-Regel, die besagt, dass der Fahrer, der im Quali die zwölftschnellste Zeit fährt, im zweiten Durchgang von der Pole-Position losfahren darf. In der Meisterschaft liegt Bättig nach vier von zehn Rennen auf dem 13. Zwischenrang.

Auch in der Formel 4 CEZ am Salzburgring gab es für die Schweizer Grund zum Jubeln. Jenzer Motorsport gewann mit dem Deutschen Elia Weiss (2x erfolgreich) und dem Tschechen Max Karhan alle drei Heats. Auch Maffi Racing sicherte sich dank dem Dänen David Walther zwei Podestplätze. Das Finale musste wegen eines starken Gewitters abgesagt werden. Das beste Ergebnis der beiden Schweizer Andreas Lo Bue und Georgiy Zasov waren je ein siebter Platz.

Ebenfalls am Salzburgring wurde das zweite Rennen zum Renault Twingo Cup ausgetragen. Diesmal gab es leider keine Podestplätze. Bester Schweizer war Thomas Schmid als Siebter. Der zweite Lauf wurde wegen des schlechten Wetters ebenfalls gestrichen.

F4 CEZ Podium Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Podium der F4 CEZ: Zwei Mal Jenzer, einmal Maffi Racing © F4 CEZ

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01.06.2026 Rallye du Chablais: Hattrick für Coppens/Roux
Coppens Christophe Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux auf dem Sprung zum SM-Sieg bei der «Chablais» © Cornevaux

Mike Coppens/Christophe Roux feierten bei der Rallye du Chablais (hinter Gesamtsieger Grégoire Munster aus Belgien) ihren dritten SM-Sieg in Folge. Mit Florian Gonon als erster Verfolger hat sich bei der «Chablais» wieder einmal gezeigt: Erfahrung ist in dieser Disziplin Gold wert! 

An ihm führte bei der diesjährigen Rallye du Chablais kein Weg vorbei: Grégoire Munster feierte bei der 22. Ausgabe einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Der Belgier mit luxemburgischer Lizenz führte bei der «Chablais» von der ersten bis zur letzten Prüfung. 13 von 15 Bestzeiten gingen auf das Konto des WRC-erprobten Hyundai-Piloten. Nur in WP2 (Panex) und WP12 (Portes du Soleil) musste sich Munster mit Rang 2 begnügen. Am Ende hatte er mit seinem Co-Piloten Maxime Andernack ein Polster von 38 Sekunden herausgefahren. Und sorgte damit für den ersten Hyundai-Sieg bei der «Chablais».

Das beste Schweizer Team war einmal mehr Mike Coppens und Christophe Roux auf ihrem Skoda Fabia RS Rally2 vom Team Balbosca. Die amtierenden Schweizer Meister hielten erstaunlich gut mit Rallye-Profi Munster mit, obschon sie ihre letzte Rallye im Oktober 2025 bestritten haben. Zum Vergleich: Munster hat dieses Jahr schon vier Rallyes bestritten – darunter die Rallye Monte Carlo. Nur auf der 18 Kilometer langen Prüfung von Collombey nach Muraz hatten Coppens/Roux mehr als fünf Sekunden auf Munster verloren. In allen anderen Prüfungen liessen sich die Walliser nie mehr als 4,6 Sekunden abschütteln. Der 47-jährige Coppens feierte damit seinen dritten SM-Sieg bei der «Chablais» in Folge. Dass ihm hintereinander die ausser Konkurrenz fahrenden Sébastien Loeb (2025) und Grégoire Munster (in diesem Jahr) vor der Sonne standen, stört ihn wenig bis gar nicht. «Wenn man so lange wie ich nicht mehr im Rallye-Auto sass, dann ist es am Ende einer solch anspruchsvollen Rallye wie die Chablais schon eine Befriedigung, wenn man pro Kilometer nur 0,2 Sekunden auf einen Fahrer wie Grégoire Munster verliert», sagt Coppens. «Gleichzeitig ist es natürlich auch schön, die Rallye – was die Schweizer Wertung betrifft – zum dritten Mal hintereinander gewonnen zu haben.» Wie es für Coppens weitergeht, ist noch offen. Eine Teilnahme bei der nächsten SM-Rallye, der Rallye de Bourgogne, hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab. 

Gonon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Florian Gonon stand erstmals seit Langem wieder auf dem Podest © Eichenberger

Hinter dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister kämpften Florian Gonon (mit Beifahrer Frédéric Hugon) sowie Nicolas Lathion (mit Co-Pilotin Morgane Apothéloz) verbissen um Rang 3. Am Freitagabend – nach neun von 15 Prüfungen – lag Gonon im Duell der beiden Walliser Skoda-Piloten knappe 3,1 Sekunden vor Lathion. Im Ziel waren es dann 7,7 Sekunden. Für den im März 50 Jahre alt gewordenen Gonon war es der erste SM-Podestplatz seit der Rallye du Valais 2015. Und das 17 Jahre nach seinem ersten Sieg bei der Rallye du Chablais 2009! Auch hier hat sich gezeigt: Erfahrung ist im Rallyesport ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg. «Man hat sicher in gewissen Situation etwas die Ruhe weg», sagt Gonon. «Aber die Jungen rücken nach und geben ordentlich Gas. Man muss also auf der Hut sein. Aber es freut mich natürlich, dass es diesmal für ein Podium geklappt hat – ganz speziell auch für meinen Co-Piloten Frédéric!»

Hinter Gonon und Lathion sicherte sich Yoan Loeffler (mit Beifahrer Aurélien Chiapello) den fünften Rang. Der Rückstand des Gesamtzeiten der letztjährigen Meisterschaft betrug im Ziel bereits 3:18 min. Abgerundet wurde die Top 10 durch Pascal Perroud/Charlène Greppin (6., Skoda Fabia), Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny (7., Citroën C3), Joël Rappaz/Gaëtan Aubry (8., Alpine A110 RGT+), Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso (9., Skoda Fabia) und Ismaël Vuistiner/Florine Kummer (10., Skoda Fabia). Von diesen Teams hätte vor allem jenes von Toedtli weiter vorne stehen können. Bei einer Reifenpanne in der fünften WP verlor der Neuenburger allerdings mehr als vier Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war einer Podiumsanwärter bereits weit zurückgebunden: Thibault Maret erwischte auf der vierten Prüfung einen Bordstein und konnte am zweiten Tag nur dank dem Super-Rallye-Reglement nochmals starten. Dieses erlaubt einem Team nach einem Unfall oder technischen Ausfall am nächsten Tag wieder ins Rennen einzusteigen.

Toedtli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jérémie Toedtli auf langsamer Fahrt nach einem Reifenschaden © Eichenberger

Bestes Team bei den «Kleinen» war Yohan Surroca/Pierre Blot. Der 24-jährige Walliser war bei seinem zweiten Einsatz im Lancia Ypsilon klar der schnellste Rally4-Pilot und stand am Ende auch in der Schweizer Rallye-Pokal-Wertung ganz oben – gefolgt von Cédric Moulin (Renault Clio Rally4) und Michaël Esteves (Opel Corsa Rally4).

In der historischen Klasse, der VHC, setzten sich mit dem französischen Duo François Delecour/Fabrice Gordon erwartungsgemäss die Routiniers durch. Der in der FIA-Europameisterschaft für historische Fahrzeuge gemeldete Delecour war nur in einer Prüfung nicht der Klassenprimus, verzückte das Publikum aber mit den Klängen seines Peugeot 308 Maxi. Mit einem Rückstand von etwas mehr als drei Minuten sicherten sich Julien Camandona/Mélanie Crettaz (auf BMW M3 E30) den zweiten Gesamtrang und den Sieg in der Schweizer Wertung. Dahinter kamen die Markenkollegen Eddy Bérard/Florence Bérard und Nicolas Jolidon/Eric von Känel ins Ziel. Erwin Keller, Auftaktsieger beim Critérium Jurassien, schied nach einem mechanischen Defekt an seinem Mitsubishi Galant in der zehnten WP aus. 

In der Gleichmässigkeitswertung VHRS ging der Gesamtsieg an Viglino/Dupraz (Citroën Saxo 16V). In der Kategorie VMRS für moderne Fahrzeuge stand der Alpine A 110 mit Reymond/Venturelli ganz oben auf dem Podium.

Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.

Und so geht es weiter:
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Camandona Jean Baptiste Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die CH-Sieger der VHC: Julien Camandoan/Mélanie Crettaz © Cornevaux

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27.05.2026 Vorschau Rallye du Chablais: Wieder Coppens? Oder gibt’s eine Überraschung?
Maret myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gelingt Thibault Maret bei der Chablais die Überraschung? © myrally.ch

Nach zwei Monaten Pause geht die Schweizer Rallye-Meisterschaft in die zweite Runde. Ab Freitag steht mit der Rallye du Chablais ein Klassiker auf dem Programm – mit dabei auch die amtierenden Schweizer Rallye-Meister Mike Coppens/Christophe Roux.   

Die schlechte Nachricht vorweg: Jonathan Hirschi wird nicht am Start der 22. Ausgabe der Rallye du Chablais sein. Der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 und Führende des Gesamtklassements muss aufgrund eines Unfalls bei der Rallye d’Antibes-Côte d’Azur auf den zweiten Schweizer Meisterschaftslauf verzichten. 

Damit steht also bereits vor dem zweiten Lauf fest, dass Hirschi a) seine Ambitionen auf den dritten SM-Titel, wenn er welche hatte, hinten anstellen muss und b) es beim zweiten Lauf einen neuen Sieger gibt. Dieser könnte durchaus Mike Coppens heissen. Der amtierende Schweizer Rallye-Meister gibt am Wochenende seinen Einstand in der diesjährigen Meisterschaft. Zusammen mit seinem Co-Piloten Christophe Roux peilt er bei einer seiner Lieblingsrallyes den dritten SM-Sieg in Folge an. Im Vorjahr wurde der 47-jährige Walliser nur von Rallye-Legende Sébastien Loeb bezwungen. Dieser fuhr jedoch «ausser Konkurrenz». Ähnliches könnte auch dieses Jahr passieren. Denn Coppens geht nicht mit der #1 ins Rennen. Diese ist für den Belgier Grégoire Munster, der mit luxemburgischer Lizenz fährt, reserviert. Der ehemalige offizielle M-Sport-Ford-Pilot zählte in den vergangenen zwei Jahren zu den Top-10-Piloten in der WRC und wird bei seiner Premiere in der Schweiz ganz bestimmt nicht nur auf «Ankommen» fahren…

Skoda-Pilot Coppens, der seine letzte Rallye im Oktober 2025 absolvierte, hat bei der zur FIA-Rallye-Europameisterschaft (FIA ERT) zählenden Rallye du Chablais aber auch «intern» namhafte Konkurrenz. Yoan Loeffler/Aurélien Chiapello, Gesamtzweite im Vorjahr, Thibault Maret/Louis Louka, Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz, Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny, Pascal Perroud/Charlène Greppin, Ismaël Vuistiner/Florine Kummer, Florian Gonon/Frédéric Hugon sowie Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso werden es dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister sicher nicht leicht machen. Vor allem Maret, der auf diese Saison von einem Skoda Fabia auf einen Citroën C3 Rally2 gewechselt hat, brennt darauf, endlich ganz oben zu stehen. 

Coppens Roux Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux: Schaffen sie den Chablais-Hattrick? © Eichenberger

Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Jérémy Michellod und Grégory Maître. Der jüngere Bruder von Jonathan Michellod wird zum ersten Mal mit einem Rally2-Auto ausrücken. Insgesamt sind 15 Fahrzeuge der «Königsklasse» (Rally2) gemeldet. Dazu gesellen sich zwei RGT+ (Joël Rappaz mit seiner Alpine und Olivier Bourgnon auf Porsche 997) sowie vier Rally3-Teams. Alles in allem haben sich 43 «moderne» Teams eingeschrieben.

Dazu gesellen sich 25 historische Fahrzeuge, wobei zwei davon zur Rallye-Europameisterschaft zählen. Ein Teilnehmer dürfte vielen Rallye-Fans bekannt sein: François Delecour. Der WRC-Gesamtzweite von 1993 wird zusammen mit Fabrice Gordon an Bord eines Peugeot 306 Maxi sein Comeback in der Schweiz feiern. Aus Schweizer Sicht werden wir erneut die meisten Teams sehen, die schon beim Critérium Jurassien um die Spitzenplätze gekämpft haben, insbesondere die Sieger Keller/Juple (Mitsubishi Galant) und ihre Verfolger Bérard/Bérard sowie Brosy/Erisman (beide auf BMW M3).

In den beiden Gleichmässigkeitsklassen stehen insgesamt 13 Teams am Start – neun davon in der VHRS, der historischen, vier in der VMRS, der modernen Wertung. Sieger des ersten Laufs beim Critérium Jurassien war das Ehepaar Laurent und Florence Pernet.

Die Servicezone und das Hauptquartier der Rallye befinden sich in Aigle im Kasernenareal. Die Rallye beginnt am Donnerstag, 28. Mai, mit den administrativen Abnahmen, den technischen Kontrollen und einer Super-Sonderprüfung in Leysin. Der Start zur 2. Etappe, bestehend aus acht Sonderprüfungen, erfolgt am Freitag, 29. Mai. Am Samstag, 30. Mai, findet die 3. Etappe mit sechs Sonderprüfungen statt, die mit der Siegerehrung (ab 21.30 Uhr) in Aigle endet. Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.

Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026
27./28. März, Critérium Jurassien
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Lathion Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch auf ihn sollte man ein Auge haben: Nicolas Lathion im Skoda © Cornevaux

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