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20.05.2026 Junioren-Meisterschaft: Vier Fahrer zur Halbzeit ohne Verlustpunkte
Salomon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon: Er wäre – Stand heute – Junioren-Meister © Eichenberger

Die Schweizer Junioren-Meisterschaft hat Halbzeit. Nach den vier Slaloms liegt ein Quartett mit Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer noch ohne Verlustpunkte in Führung.

Es ist an der Zeit, Halbzeitbilanz zu ziehen. In der Schweizer Junioren-Meisterschaft sind die ersten vier Rennen absolviert – allesamt Slaloms. Die zweite Saisonhälfte wird dann am Berg ausgetragen. Mit den Rennen in Hemberg (7. Juni), La Roche (14. Juni), Anzère (26. Juli) und Oberhallau (30. August). Die drei besten Rennen pro Disziplin fliessen jeweils in die Endabrechnung ein. Stand heute liegen Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer gemeinsam mit je 75 Punkten auf Rang 1, wobei der 24-jährige Schöpfer aus diesem Quartett das schlechteste Streichresultat hat. Der VW-Golf-Pilot kassierte in Bure «nur» einen Zwanziger. In Frauenfeld sowie Ambri 1 und 2 hatte er sich zuvor die volle Punktzahl (25) gesichert.

Abgerechnet wird aber bekanntlich erst am Schluss. Deshalb sind Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas verfrüht. Ein technischer Defekt bei einem der bevorstehenden Bergrennen – und schon kann der Traum vom Junioren-Titel platzen. Einer, der diese Erfahrung machen musste, ist Lionel Ryter. 2024 lag er bis zum letzten Rennen am Gurnigel Kopf an Kopf mit Jannis Jeremias in Führung. Weil er als Formelpilot die besseren Karte hatte (bei Punktegleichheit zählen die besseren Platzierungen im SCRATCH), hatte er den Titel vor Augen. Doch dann streikte ausgerechnet beim Finale die Technik an seinem Formel Renault. Bitter enttäuscht musste er mitansehen, wie Jeremias den Titel holte. Im Vorjahr revanchierte sich Ryter und holte nach, was ihm 2024 durch die Lappen ging. «Man könnte meinen, es gehe nur um einen Junioren-Titel», sagt Ryter. «Aber ich habe in den vergangenen zwei Jahren gespürt, welcher Druck es auslösen kann, diesen gewinnen zu wollen.» 2026 ist Ryter für eine neuerliche Teilnahme an der Schweizer Junioren-Meisterschaft zu alt. Nur Fahrer bis 25 dürfen sich einschreiben. Damit ist jetzt schon klar: Nach Jeremias (2024) und Ryter (2025) wird es in diesem Jahr aufgrund der Altersregel einen neuen Meister geben.

Wer dies sein könnte? Salomon hat auf dem Papier die besten Karten. Wäre die Meisterschaft nach vier Slaloms bereits beendet, ginge der Titel aufgrund der SCRATCH-Regel an den 20-Jährigen aus Fregiécourt. In Frauenfeld war Salomon Dritter, in Ambri jeweils Zweiter und zuletzt in Bure sogar Erster. Herausforderer Steven Chiquita (23) kann da mit seinem BMW E30 naturgemäss nicht mithalten. Ihm stehen die SCRATCH-Platzierungen 39, 26, 24 und 14 zu Buche. Das würde (Stand heute) für Platz 2 reichen. Dritter wäre Renault-Clio-Pilot Alessandro Grispino (25). Der amtierende Slalom-Champion belegte die Positionen 60, 41, 37 und 24 in den jeweiligen Tageswertungen.

Aber wie gesagt: Entschieden ist noch gar nichts. Ein Patzer am Berg – und schon könnte sich das Blatt wenden. Spannung ist jedenfalls garantiert. 

Schoepfer Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mario Schöpfer hat vom Führungsquartett das schlechteste Streichergebnis. An der guten Laune ändert das aber nichts... © Eichenberger

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19.05.2026 Weekend-Report 14/2026
Patric Niederhauser 24h Nuerburgring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Patric Niederhauser: Gesamtplatz 2 bei den 24h Nürburgring © Zumstein

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring und dem zweiten Platz von Patric Niederhauser. Daneben gab es aber auch noch andere Schweizer Erfolge auf der internationalen Bühne.

Patric Niederhauser hat am Wochenende zu seiner eh schon umfangreichen Trophäen-Sammlung im GT-Sport einen weiteren Pokal dazugewonnen. Der 34-jährige Berner wurde beim 24h-Rennen am Nürburgring zusammen mit Luca Engstler und Mirko Bortolotti Gesamtzweiter. Und das trotz einer frühen Panne. Startfahrer Bortolotti wurde bereits in der zweiten Kurve von einem Mercedes leicht gerammt und musste wegen eines beschädigten Hinterreifens sofort an die Box zurückkehren. Der Lamborghini, der nur als 49. seiner Startgruppe ins Rennen gegangen war, legte im Laufe des Rennens eine bemerkenswerte Aufholjagd hin und belegte trotz einer Zeitstrafe wegen eines Verstosses gegen eine 60er-Regel den zweiten Schlussrang hinter dem siegreichen Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 80, der von Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin pilotiert wurde. Ebenfalls in den Top 10: Porsche-Pilot Ricardo Feller. Der gebürtige Aargauer wurde mit seinem Team Lionspeed Gesamtsechster. Markenkollege Alex Fontana landete auf Rang 14. Vorjahressieger Raffaele Marciello (BMW) und Ex-DTM-Pilot Fabio Scherer (Ford Mustang) zählten zu den prominentesten Ausfallopfern. Zu den weiteren Schweizern, die es in ihren Klassen aufs Podium schafften, zählen: Marc Schöni (Zweiter SP7) und Marco Grilli (Dritter BMW 325i). 

Alexander Fach Spa GT Open 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fach jr. gewann die ProAM-Wertung in Spa © GT Open

Anders als in Berlin haben die Schweizer Formel-E-Piloten beim Doubleheader in Monaco etwas kleinere Brötchen backen müssen. Edoardo Mortara büsste seinen zweiten Tabellenrang ein und musste sich im Fürstentum mit den Plätzen 17 und 5 (trotz Unfall und Zehn-Sekunden-Strafe) zufrieden geben. Mit 25 Punkten Rückstand auf den neuen Gesamtführenden Mitch Evans hat der Genfer bei noch sieben ausstehenden Rennen aber immer noch sehr gute Titelchancen. Auch für Nico Müller war Monte Carlo nicht das beste Pflaster. Der Sieger von Berlin kollidierte im ersten Rennen am Samstag ausgerechnet mit seinem Teamkollegen Pascal Wehrlein und schlitzte diesem einen Reifen auf. Im zweiten Rennen, dem 100. von Porsche in der Formel E, wurde der Berner Sechster. Auch Sébastien Buemi punktete nur in einem der beiden Rennen – als Fünfter. Der Monaco-Rekordsieger (drei Mal hat Buemi schon gewonnen) machte in diesem Rennen insgesamt 13 Positionen gut.

Einen Sieg durfte am Wochenende Alexander Fach jr. feiern. Der Schwyzer belegte am zweiten Rennweekend der GT Open in Spa-Francorchamps den vierten Gesamtrang und gewann damit die ProAm-Wertung zusammen mit seinem Teamkollegen Alexander Schwarzer für das Team Fach Auto Tech. Auch der zweite Porsche aus dem Hause Fach stand ganz oben: Das Duo Joel Monegro Reyes/Lucas Wolf gewannen die AM-Klasse. Yannick Mettler/Dexter Müller standen in der ProAM auf der Pole-Position, schieden nach einem Dreher von Müller aufgrund der Folgeschäden aber aus.     

Zwei Podestplätze gab es auch beim ersten Rennen zum Renault Twingo Cup in Grobnik/Kroatien für Thomas Schmid. Der ehemalige Schweizer Junioren-Meister am Berg und bei der Rallye wurde am Auftakt-Wochenende zwei Mal Dritter. Zweitbester Schweizer war Dylan Stebler mit den Plätzen 5 und 8.

Thomas Schmid Grobnik 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thomas Schmid (r.) wurde in Grobnik zwei Mal Dritter © Twingo Cup

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18.05.2026 Darbellay verblüfft, Meisel bestätigt
Darbellay Victor Vallecamonica Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zweiter hinter Faggioli: Victor Darbellay (ganz links) © Wyss

Dass Reto Meisel auf der internationale Bühne Berg-Erfolge feiert, kennen wir. Was aber Victor Darbellay am Wochenende in Vallecamonica schaffte, ist wahrlich eine Sensation!

Was für grossartige Auslanderfolge für Schweizer Bergrennfahrer! In Portugal errang Reto Meisel bei der Rampa da Falperra in Braga sieben Tage nach Spanien seinen zweiten Saisonsieg. In beiden Rennläufen verbesserte der Aargauer im Mercedes SLK340 seinen eigenen Tourenwagenrekord von 2019 deutlich von 2:04,715 auf nun 2:01,919 min. 

Schneller als Meisel waren nur die fünf Sportwagenpiloten aus der Klasse P1. Der Tagessieg ging an den Spanier Joseba Iraola 0,26 sec vor Petr Trinka (im eiligst reparierten Nova nach dem unverschuldeten Unfall in Fito) und 0,32 sec vor Christian Merli. Alexander Hin musste sich mit Respektabstand von über sechs Sekunden nur knapp dem mit Problemen hadernden Kevin Petit geschlagen geben. 

Den Vogel schoss jedoch ein anderer Schweizer in Italien ab. Beim Auftakt zur Super Salita in Vallecamonica auf der 8,5 km Strecke von Malegno nach Borno war nur Multichampion Simone Faggioli im Nova Proto V8 schneller als Victor Darbellay – und dies mit einem 1170er-Turbomotor inmitten einer Horde der stärksten Italiener. Man darf ruhig von einer Sensation sprechen. Den Grundstein legte er im ersten Lauf mit der zweitbesten Zeit. Obwohl im allgemein etwas langsameren zweiten Rennlauf vier Leute schneller waren als Darbellay, reichte es bei seinem vierten Start hier zum überraschenden zweiten Gesamtrang. 

Keine Frage, dass ihm dies Bewunderung von allen Seiten eintrug. «Ich kann es kaum glauben», strahlte Darbellay. «In Italien Zweiter zu werden hinter Faggioli ist wie ein Sieg. Ja, dies ist mein bisher grösster Erfolg.» Kleine Randnotiz: 1989 war Papa Philippe Darbellay mit einem Lucchini-BMW der erste Nicht-Italiener überhaupt, der es in die Top 5 des seit 1964 zum 55. Mal ausgetragenen und mehrmals zur EM zählenden Rennens (zuletzt 2024) in die Top 5 geschafft hatte. Bravo! Die Jurassier Jean-Jacques Maitre (2. Klasse-2000 hinter Darbellay) und Fabien Bouduban belegten bei den Rennsportwagen die Ränge 23 und 24.

Text: Peter Wyss

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18.05.2026 Slalom Bure: Erster Tagessieg für Salomon, Bralla auf Titelkurs
Ursanne Salomon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zum ersten Mal Tagessieger: Ursanne Salomon © Eichenberger

In der Schweizer Slalom-Meisterschaft hat Christian Bralla in Bure mit seinem sechsten Klassensieg im sechsten Rennen einen grossen Schritt in Richtung Titelgewinn gemacht. Der Tagessieg ging zum ersten Mal überhaupt an Ursanne Salomon im Formel-3-Dallara.

Roland Bossy darf stolz sein. Vor den Augen des ehemaligen Besitzers hat Ursanne Salomon mit seinem frisch erworbenen Formel-3-Dallara bei seinem Heimrennen in Bure (JU) am gestrigen Sonntag seinen ersten Tagessieg erzielt. Und das in seinem erst achten Slalom. Salomon hat 2025 in Bière sein Debüt gegeben. Dieses Jahr hat er sich auf die Slaloms konzentriert, die auch zur Schweizer Junioren-Meisterschaft zählen. Soll heissen: Frauenfeld, Ambri 1 und 2 sowie eben Bure. Nach dem ersten Durchgang lag der Jurassier mit einer Zeit von 2:34,528 min in Führung. Im zweiten Lauf steigerte er sich um fast fünf Sekunden und stanzte mit 2:29,741 min die Tagesbestzeit in den holprigen Belag auf dem Armeegelände in Bure. «Ich wende seit Beginn dieses Jahres eine bestimmte Technik an: Im ersten Lauf fahre ich ruhig, um mir die Punkte in der Junioren-Meisterschaft zu sichern, und im zweiten Lauf lasse ich dann die Zügel schleifen, wenn ich nichts mehr zu verlieren habe.»

Mit dieser Taktik bezwang er in Bure auch Lionel Ryter, der in dieser Saison schon drei Slaloms gewonnen hat. Dem Junioren-Meister von 2025 lief es nicht nach Plan. Schon vor dem Wochenende hatte er Ärger mit seinem Motor. Genauer gesagt mit den Einspritzdüsen seines Triebwerks. «Zum Glück hat das mein Motorentuner RPM unter der Woche lösen können», sagt Ryter. Im ersten Lauf erwischte der Walliser dann auf der langen Waldgeraden eine Pylone. «Ich hatte mitten auf dem Visier ein totes Insekt. Als ich es versuchte von Hand weg zu machen, wurde die Sicht noch schlimmer und ich erwischte ein Hütchen. Im zweiten Lauf hat man dann, gerade als ich angebraust kam, eine Pylone, die von jemandem vor mir umgefahren wurde, wieder aufgestellt. Logisch, dass ich in dem Moment verlangsamen musste.» Weil Ryter seinen Formel Renault danach nicht in den Parc fermé stellte, wurde er disqualifiziert.

Froidevaux Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jimmy Froidevaux sicherte sich Platz 2 im SCRATCH © Eichenberger

Hinter Salomon sicherten sich gleich drei weitere Piloten aus der Ecurie des Ordons, dem Veranstalter des Slaloms in Bure, die Plätze 2 bis 4 – angefangen mit Jimmy Froidevaux auf seinem Norma M20. Platz 3 ging an Joffrey Salomon, den älteren Bruder von Ursanne. Vierter wurde mit nur zwei Zehntelsekunden Rückstand aufs Podium Anthony Gurba (beide auf einem Formel Renault 2.0). Auch die Plätze 5 und 6 gingen an zwei junge Formel-Piloten: Samuel Métroz liess es als Fünfter mit seinem kleinen Formel Arcobaleno wieder einmal gehörig fliegen. Sechster wurde Nolan Vuilleumier auf seinem ebenfalls frisch erworbenen Formel Renault. 

Bester Tourenwagenpilot – und damit kommen wir zur Meisterschafts-Vorentscheidung – war in Bure Christian Bralla auf seinem Fiat X1/9. Der Tessiner lag nach dem ersten Durchgang in 2:50,541 min mehr als zwei Sekunden hinter Ludovic Monnier, seinem direkten Klassengegner in der E1 bis 2 Liter, zurück. Dass der 48-Jährige aus Vaglio aber ein verdienter Slalom-Meister wäre, bewies er im zweiten Lauf. In 2:46,660 min fuhr er nicht nur die schnellste Tourenwagenzeit am gestrigen Sonntag, Bralla war im Vergleich zu seinem ersten Durchgang auch fast vier (!) Sekunden schneller. «Ich hatte für den zweiten Lauf die Stossdämpfer verstellt und neue Reifen aufgezogen», meint Bralla. «Trotzdem war es ein hartes Stück Arbeit. Ludovic ist sehr gut gefahren und ich musste mein Bestes geben.» Für Bralla, der nach sechs Siegen mit dem Punktemaximum vom Leaderthron grüsst, steht nun auch definitiv fest: «Ja, ich werde nach Chamblon kommen – und auch dort versuchen, zu gewinnen.» Monnier unterstrich in seinem schneeweissen VW Golf mit Platz 2 insgesamt und in seiner Klasse seinen Aufwärtstrend. «Ich komme mit dem Ex-Auto von Danny Krieg immer besser zurecht. Leider habe ich im zweiten Lauf ein Tor ausgelassen.» Ohne dieses Malheur wäre es sicher sehr spannend geworden. Monniers Zeit, die wegen des Torfehlers gestrichen wurde, betrug 2:45,5 min…

Bralla Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla kann in Chamblon Slalom-Meister werden © Cornevaux

Platz 3 bei den Tourenwagen und damit bester Interswiss-Pilot war Lokalmatador Arnaud Donzé. Auch für ihn war es kein leichtes Rennen. Vor dem Start zum ersten Lauf ist ihm an seinem VW Golf die Drosselklappenwelle kaputt gegangen. Donzé hatte also nur einen Lauf, um sich gegen Dauerrivale Stephan Burri im VW Scirocco zu behaupten. Doch auch dieser erwischte in Bure nicht sein bestes Wochenende. Auch er hatte nach dem ersten Lauf und dem Auslassen eines Tores einen Nuller stehen. Im zweiten Heat verpasste er Donzés Bestzeit um 1,2 Sekunden, war damit aber immer noch schneller als die beiden besten Porsches von Christoph Zwahlen (Gesamt-12.) und Pierre Mürner (13.). Für Porsche-Pilot Matthias Bischofberger war schon nach dem ersten Trainingslauf Feierabend. Der junge Thurgauer musste mit einem Schaden am Differenzial frühzeitig aufladen. Nicht gewertet wurde auch «Speedmaster». Bei seinem ersten Auftritt (in der Schweiz) mit dem von Romeo Nüssli erworbenen Ford Escort Cosworth stellte auch der Berner sein Fahrzeug am Ende nicht im Parc fermé ab. «Mir ging es darum, das Auto für die bevorstehende Bergsaison vorzubereiten», sagt «Speedmaster». «Bure war also quasi ein Funktionstest.» Die Zeit im ersten Lauf hätte sich sehen lassen können: 2:46,2 min. «Aber man hat mir eine Pylone aufgeschrieben. Wo ich diese getroffen habe, weiss ich nicht. Ist auch egal: Ich habe an der Übersetzung arbeiten können und hatte Spass mit dem neuen Auto, das sich im Vergleich mit dem Ianniello-Lancia sehr viel loyaler und agiler benimmt.» 

Einen Dämpfer im Kampf um das Gesamtpodium erlitt in Bure Christophe Maréchal. Im ersten Lauf drehte sich der BMW-Kutscher nach der Zielkurve, im zweiten Durchgang erhielt er eine Strafe wegen einer umgeworfenen Pylone. Mit Blick auf das Saisonfinale in Chamblon am 21. Juni bedeutet das: Hinter Bralla können sich noch mehrere Fahrer Hoffnungen auf einen Platz auf dem Podium machen. Stand heute liegt Christophe Oulevay nach einem neuerlichen Klassensieg auf Platz 2, Vorjahres-Champion Alessandro Grispino ist Dritter, Maréchal Vierter und Samuel Weibel, Vorjahresdritter, ist Fünfter. 

Monnier Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ludovic Monnier kommt immer besser in Fahrt © Eichenberger

Im Suzuki Swiss Racing Cup, der am Samstag ausgetragen wurde, setzte sich Reto Steiner durch. Für einmal waren es nicht Hundertstel- oder Tausendstelsekunden, die über Sieg und Niederlage entschieden. Mit 0,8 Sekunden Vorsprung fuhr Steiner den bisher grössten Vorsprung in dieser Saison hinaus. Platz 2 ging an Vorjahresmeister Rico Thomann, Dritter wurde Michaël Béring. Schnellster LOC-Pilot war mit Abstand Pierre Mürner auf seinem Porsche GT3 992.2 – vor den beiden BMW-Piloten Julien Roulet und Roger Büeler, die ebenfalls Zeiten unter drei Minuten fuhren.

Alle Klassensieger von Bure im Überblick: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Emeric Betticher (Toyota Yris GR, SuperSérie über 2000 cm3), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition bis 4000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Ramon Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Alain Terrier (Skoda Fabia, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Mathias Guélat (Citroën Saxo, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Mickaël Ducommun (Peugeot 308 Cup, E1 bis 3000 cm3), Vanessa Zenklusen (Subaru Impreza Type R, E1 bis 3500 cm3), Christoph Zwahlen (Porsche 911, E1 über 3500 cm3), Mario Schöpfer (VW Golf, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Arnaud Donzé (VW Golf, IS bis 2000 cm3), Rolf Burri (Opel Kadett C, IS über 2000 cm3), Arnaud Biaggi (Opel Kadett C GT/E, Historic bis 2000 cm3), Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1400 cm3), Jimmy Froidevaux (Norma M20, E2-SC bis 2000 cm3), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1400 cm3), Ursanne Salomon (Dallara F3, E2-SS bis 2000 cm3).

Und so geht es weiter:
20./21. Juni, Chamblon

Ein Update zur Junioren-Meisterschaft folgt im Laufe der Woche.

Rolf Burri Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rolf Burri gewann in seinem neuen Opel die IS über 2 Liter © Eichenberger

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15.05.2026 Schweizer auch bei historischen Anlässen erfolgreich
Michel Frey 2026 Spa Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Michel Frey auf seinem Lola B07/18 von 2007 in Spa © Cornevaux

Zahlreiche Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen nehmen regelmässig auch an historischen Rennen im Ausland teil. So zum Beispiel bei den Legends of Le Mans oder dem Jim Clark Revival – beide Veranstaltungen fanden am vergangenen Wochenende statt.

Die Anzahl der historischen Rennen, die international von Bedeutung sind, nimmt – gefühlt – Jahr für Jahr zu. Da wir auf motorsport.ch nicht über jede «Meisterschaft» berichten können, picken wir an dieser Stelle das vergangene Wochenende heraus. Gleich an zwei geschichtsträchtigen Orten wurde historischer Motorsport der Extraklasse geboten. In Spa waren am Rahmen der Langstrecken-WM die Legens of Le Mans unterwegs. Mit Michel Frey, dem Vater von Enea Frey, und Marcel Aebi sind dort zwei Schweizer unterwegs. Und das erfolgreich. Frey hat im ersten der beiden Rennen auf einem Lola B07/18 von 2007 den zweiten Platz belegt. Im zweiten Rennen hatte Frey gar Chancen auf den Sieg, drehte sich jedoch. Nach einer grossartigen Aufholjagd belegte er noch den sechsten Platz in der Gesamtwertung sowie den dritten Platz in der LMP1-Wertung. Teamkollege Aebi, Vierter im ersten Lauf, war beim zweiten Durchgang nicht am Start. Die Legends of Le Mans tragen insgesamt vier Rennen aus. Spa war Durchgang 2; der Saisonhöhepunkt findet dann vom 2.-5. Juli bei der Le Mans Classic statt.

Auch in Hockenheim war am vergangenen Wochenende Action angesagt. Die «ADAC Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival» hielt auch bei ihrer 21. Auflage alles, was sich Rennsportfans von einer der bedeutendsten Classic-Veranstaltungen Europas versprochen haben. Bei bestem Frühlingswetter strömten rund 46’000 Besucher an den drei Veranstaltungstagen zum Hockenheimring Baden-Württemberg, um sich dem Zauber vergangener Rennsporttage hinzugeben. Mehr als 500 Teilnehmende boten Classic-Rennsport der Extraklasse. Darunter auch einige Schweizer. So zum Beispiel Thomas Zeltner, der in einem Rennen der BossGP Zweiter wurde. Oder Michael Kammermann, der auf seinem BMW M1 Procar im DRM Revival im ersten Rennen Platz 2 hinter Peter Mücke belegte und in der «Golden Ära» Platz 5 im BMW E36 STW erzielte. Im Golden Ära Classic Cup gab es im zweiten Rennen sogar ein rein schweizerisches Podest: mit Sieger Thomas Zellweger vor Marcel Müller und Sandro Morros (alle auf Porsche). Morrros’ Teamkollege Jannis Jeremias war tags zuvor in seinem Porsche 911 GT3 Cup bereits Zweiter geworden.

Michael Kammermann BMWM1 Clark Revival 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Michael Kammermann in seinem bildschönen BMW M1 © Hänggi

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