Beim Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg war es im Kampf um den Tagessieg noch ultraknapp. Beim zweiten Rennen von La Roche nach La Berra erteilte der amtierende Champion Robin Faustini der Konkurrenz eine Lehrstunde.
Beim Saisonauftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg ging es im Kampf um den Tagessieg noch um Zehntelsekunden, phasenweise sogar um Hundertstelsekunden. Beim zweiten Lauf von La Roche nach La Berra im Kanton Fribourg fiel die Sache gestern Sonntag sehr viel deutlicher aus. Der Auftaktsieger und Meister der vergangenen zwei Jahre, Robin Faustini, brennte schon im ersten Durchgang ein Feuerwerk ab und verbesserte den 2024 eigens aufgestellten Streckenrekord um sagenhafte 0,63 Sekunden auf 1:38,487 min (= 127,9 km/h). Mit 2,3 Sekunden Rückstand vermochte einzig Victor Darbellay auf seinem 2-Liter-Nova einigermassen mithalten. «Bei solchen Bedingungen hast du am Morgen die Chance, eine Top-Zeit aufzustellen», sagt Faustini, der damit seinem Nova NP01 Emap den 17. Tagessieg in Folge feierte. «Ich wusste schon nach den Trainingsläufen am Samstag, was möglich ist. Da haben zwar noch knapp neun Zehntelsekunden gefehlt, aber mir war klar, dass ich es schaffen kann.»
Im zweiten Lauf, bei deutlich höheren Temperaturen, war Faustini nicht mehr ganz so schnell. Die 1:39,5, aber auch die 1:40,0 im dritten Durchgang, blieben für die Konkurrenz unerreichbar. «Ich bin zufrieden mit meinen Läufen, vor allem mit dem ersten», meinte der am Ende Zweitplatzierte Darbellay. «Ich habe auf diese Saison neue Avon-Reifen. Von denen weiss ich jetzt genau, wie viele Kilometer sie auf dem Tacho haben. Und so kann ich mir meine Rennen gut einteilen.» Platz 3 im SCRATCH ging an Marcel Steiner. Der Honda-Garagist aus Oberdiessbach (BE) erlebte ein frustrierendes Wochenende. Schon in den Trainings lief es nicht nach Plan. Im ersten Rennlauf verlor er 4,6 Sekunden auf Faustini. Nach zwei von drei Läufen lag er nur 0,7 Sekunden vor Michel Zemp im 2-Liter-Norma. Immerhin: Den dritten Platz liess er sich im letzten Lauf nicht mehr stibitzen. Der Rückstand in der Addition der beiden besten Läufen von 8,8 sec auf Faustini und 4,5 sec auf Darbellay werden Steiner aber noch eine Zeit lang beschäftigen.
Hinter dem Prototypen-Quartett lieferten sich einmal mehr Philip Egli im Formel-3-Dallara und Lionel Ryter im Formel-Renault 2.0 einen sehenswerten Zweikampf. Nach zwei Durchgängen führte der junge Walliser 0,4 sec vor Egli. Doch schon im zweiten Lauf hatte Ryter ein ungutes Gefühl. «Der Motor machte komische Klopfgeräusche, worauf wir dann aus Sicherheitsgründen auf den dritten Lauf verzichtet haben.» Der kaltschnäuzige Egli nutzte diese Situation aus, fuhr einen sauberen Lauf hinauf nach La Berra und sicherte sich Rang 5 im Gesamtklassement – vor Ryter, Ursanne Salomon im Formel-3-Dallara und Roland Bossy im Formel-3-Tatuus.
Neunter im SCRATCH und damit bester Tourenwagenfahrer war «Speedmaster». Der Chef des MB-Motorsport-Teams liess sich im zweiten Durchgang mit einer Bestzeit von 1:53,9 min stoppen und sicherte sich mit einer Gesamtzeit von 3:48,2 min souverän den Tagessieg unter den Tourenwagenfahrern mit sechs Sekunden Vorsprung auf Markenkollege Remo Fischer, dessen Bestzeit 1:56,7 min betrug. Nicht gewertet wurde Roger Schnellmann auf seinem Mitsubishi Lancer Evo VIII. Der Schwyzer, in Hemberg noch der schnellste Fahrer mit einem Dach überm Kopf, liess sich im ersten Lauf eine 1:52,475 min notieren. Damit lag der schnellste Fahrlehrer der Schweiz nur knapp zwei Sekunden über der absoluten Bestmarke von Reto Meisel. Doch als die Fahrer sich zum zweiten Lauf parat machten, packte Schnellmann seine sieben Sachen zusammen. «Der Wasserdruck war viel zu hoch», meinte Schnellmann. «Vor zwei Jahren wäre ich wieder eingestiegen und weitergefahren. Aber nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr mit den vielen Schäden sind wir vorsichtig geworden.» Bis Reitnau (28. Juni), so Schnellmann, sollte der sich angekündigte Schaden behoben sein.
Eine Fabelzeit stanzte auch Porsche-Pilot Bruno Sawatzki in den Asphalt. «Als ich die 1:55,7 min auf der Anzeigetafel sah, war ich mir gar nicht sicher, ob das meine Zeit ist», meinte der schnellste Fahrer aus der Interswiss und der drittbeste Tourenwagenpilot im SCRATCH. Einen kleinen Wermutstropfen gab es für Sawatzki aber trotzdem: Nach dem zweiten Lauf fuhr er über ein Stromkabel. Dieses verhedderte sich so unglücklich, dass hinten rechts die Stossstange abgerissen wurde und er auf den dritten Lauf verzichten musste. Dennoch führt Sawatzki nun als alleiniger Leader die Tourenwagenwertung fünf Punkte vor «Speedmaster» und 10,5 Zähler vor TCR-Pilot Sergio Kuhn an.
Zu den weiteren Tourenwagenfahrern, die in La Roche die Zwei-Minuten-Marke knackten, gehörten Bruno Ianniello in seinem Lancia Delta (Gesamt-14. und Sieger E1 bis 3,5 Liter), Ludovic Monnier auf seinem VW Golf Rally (16. und Sieger E1 bis 2 Liter) sowie Christoph Zwahlen, der es im dritten Anlauf mit einer 1:59er-Zeit schaffte.
Alle Klassensieger in La Roche entnehmen Sie der Übersicht: Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2/R3), Nicolas Pasche (Renault Clio RS, N/ISN), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. Über 3000 cm3), Maurice Girard (BMW 320, Historic), Frédéric Fleury (Martini MK52, Historic Classic), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Ramon Hänggi (Citroën Saxo, PSA Gr. A), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Mike Bürki (VW Polo, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Tom Huwiler (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), «Speedmaster» (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Martin Howald (VW Golf, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Urs Banz (Opel Ascona B, IS bis 3000 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 3000 cm3), Vincent Caro (TracKing, E2 Silhouette), Samuel Métroz (Formel Arcobaleno, E2-SS bis 1600 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3 T-318, E2-SS über 2000 cm3), Victor Darbellay (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).
Eine Vorentscheidung ist in der Schweizer Junioren-Meisterschaft gefallen. In der Disziplinen übergreifenden Meisterschaft (vier Slaloms, vier Bergrennen) gibt es nach La Roche nur noch einen Fahrer, der eine reine Weste hat: Alessandro Grispino. Der Slalom-Meister von 2025 hat sich auch im sechsten Rennen 25 Punkte gutschreiben lassen. Nicht so Steven Chiqutia. Der junge Waadtländer hatte für einmal das Nachsehen gegen BMW-Markenkollege Hugo Mascaro. «Ich hatte keine frischen Reifen mehr und konnte im dritten Lauf nicht mehr angreifen», meinte Chiquita, der bei noch zwei ausstehenden Bergrennen (Anzère und Oberhallau) nun fünf Punkte hinter Grispino und 15 Punkte vor Mascaro liegt.
In der REGionalen Klasse war Filipe Santiago mit einer Gesamtzeit von 4:12,079 min (bei den Formelfahrzeugen) der Schnellste. Emanuele Tognacca fuhr in seinem VW Golf in 4:13,299 min die Bestzeit (in der Addition der beiden schnellsten Läufe) bei den Tourenwagen.
Und so geht es weiter:
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft
Vier Fahrer lagen vor dem ersten Bergrennen in Hemberg in der Schweizer Junioren-Meisterschaft gleichauf in Führung. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen in La Roche an diesem Wochenende sind es noch zwei.
Zwei Fahrer sind in der Schweizer Junioren-Meisterschaft nach fünf von acht Rennen noch ohne Verlustpunkte: Steven Chiquita auf seinem BMW E30 und Alessandro Grispino auf seinem Renault Clio R3. Vier Mal waren beide bei den zur Junioren-Meisterschaft zählenden Slaloms erfolgreich. Und auch beim Berg-Auftakt in Hemberg haben sich die beiden keine Blösse gegeben. Stand heute hätte Chiquita die Nase vorne, weil er im SCRATCH jeweils immer vor Grispino lag.
Frauenfeld: Chiquita 39., Grispino 60.
Ambri 1: Chiquita 26., Grispino 41.
Ambri 2: Chiquita 24., Grispino 37.
Bure: Chiquita 14., Grispino 24.
Hemberg: Chiquita 41., Grispino 130.
Nicht mehr zur Spitzengruppe gehören Ursanne Salomon (Formel-3-Dallara) und Mario Schöpfer (VW Golf). Und das aus komplett unterschiedlichen Gründen. Salomon wurde in Hemberg nach mehrfachem Nachmessen wegen eines nicht regelkonformen Heckspoilers disqualifiziert. Schöpfer war im Toggenburg gar nicht erst am Start. Der Luzerner sollte in diesen Tagen erstmals Vater werden. Wir wünschen ihm und seiner Lebensgefährtin schon jetzt alles Gute! Schöpfer wird auch das Rennen am Wochenende in La Roche, das ebenfalls zur Junioren-Meisterschaft zählt, verpassen. «In Reitnau bin ich dann wieder zurück!»
Durch das Zurückfallen von Salomon und Schöpfer ist Anthony Gurba (Formel Renault 2.0) auf Platz 3 vorgerückt. Hugo Mascaro (BMW E30) und Yannick Stampfli (Renault Clio) sind ihm mit je nur zwei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Nach La Roche stehen für die Junioren noch zwei Bergrennen auf der Agenda: Ayent-Anzère und Oberhallau. Es bleibt also spannend.
Auf den Saisonauftakt in Hemberg folgt am Wochenende gleich der zweite Streich: das Bergrennen von La Roche nach La Berra. 170 Teilnehmende haben sich eingeschrieben. Hier das Wichtigste im Überblick.
Kaum ist das erste Bergrennen der Saison in den Geschichtsbüchern, geht es am Wochenende weiter: diesmal mit dem zweiten Lauf von La Roche nach La Berra im Kanton Fribourg. Einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, haben wir in Hemberg erhalten. In beiden Disziplinen, bei den Renn- und bei den Tourenwagen, geht es an der Spitze um Sekundenbruchteile. Und um den Tagessieg könnte es in La Roche noch enger werden als im Toggenburg. Denn mit Victor Darbellay kehrt ein weiterer Nova-Pilot zurück. Im Vorjahr belegte Darbellay in La Roche hinter Sieger Joël Volluz (der nach wie vor fehlt) und Thomas Amweg (der pausiert) Platz 3 im Gesamtklassement. Seither hat der schnelle Walliser weitere Erfahrungen gesammelt. Unter anderem erst kürzlich beim Auftakt zur Super Salita in Vallecamonica. Auf der 8,5 Kilometer langen Strecke in Italien war nur Multichampion Simone Faggioli schneller als Darbellay – und dies mit einem 1170er-Turbomotor inmitten einer Horde der stärksten Italiener. Die Herren Faustini, Steiner und Zemp dürften also gewarnt sein. «Die Strecke in La Roche ist zwar fast zwei Kilometer länger als die in Hemberg», sagt Auftaktsieger Faustini, «aber das heisst noch lange nicht, dass Victor und Michel mit ihren 2-Liter-Autos nicht mithalten können.»
Auch bei den Tourenwagen wird es interessant bleiben. Klar gilt Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo VIII auch in La Roche als Favorit. Hemberg hat aber gezeigt, dass ihm «Speedmaster» mit seinem neu aufgebauten Ford Escort Cosworth auf die Pelle rücken kann. Während in Hemberg die Eine-Minute-Marke für Tourenwagen so etwas wie die Schallmauer bedeutete, wird in La Roche die Frage sein: Wer schafft es unter 2:00,00 min? Im Vorjahr (in Abwesenheit von Schnellmann) ist dieses Kunststück nur Tourenwagen-Tagessieger Simon Wüthrich (setzt dieses Jahr nach dem Unfall in Les Rangiers aus) und Frédéric Neff gelungen.
Los geht es in La Roche am Samstag, 13. Juni, um 7.40 Uhr mit den ersten (von insgesamt drei) Trainingsläufen. Am Sonntag starten dann die ersten Rennläufe ebenfalls um 7.40 Uhr. Die beiden schnellsten Zeiten am Sonntag werden addiert. Um ca. 17 Uhr sollte am Sonntag das letzte Feld im Ziel eintreffen.
Zur Strecke: Die Strecke in La Roche misst 3,5 Kilometer. 285 Höhenmeter und eine durchschnittliche Steigung von 8,17 Prozent müssen zurückgelegt werden. Der absolute Streckenrekord hält Faustini (aus dem Jahr 2024) in 1:39,117 min (= 127,131 km/h). Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit beträgt 1:50,325 min und wurde von Reto Meisel (Mercedes-Benz SLK340) 2022 aufgestellt.
Mehr über das Bergrennen in La Roche erfahren Sie unter diesem Link.
Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft.
Auch bei der dritten Runde zur Le Mans Classic Series, dem Grand Prix de l’Âge d’Or in Dijon-Prenois, gab es einige Schweizer Erfolge. Der grosse Wurf gelang diesmal aber keinem der bekannten Namen.
Bei manchen Rennen der historischen Rennserie von Peter Auto aus Frankreich feierte Maxime Guenat schon zwei bis drei Siege an einem Wochenende. Diesmal musste sich der schnelle Jurassier mit zweiten Plätzen zufriedengeben, die er sich allerdings hart erkämpfte. Im spektakulären Heritage Touring Cup 1 für Tourenwagen der 1970er-Jahre hatte Guenat Ende März beim Saisonauftakt in Barcelona noch einen klaren Sieg gefeiert. Bei der Spa Classic wurde sein Ford Capri RS3100 mit Vierventil-Cosworth-Motor allerdings unschuldiges Opfer einer Startkollision, worauf er für das «Heimrennen» in Dijon auf den BMW 3.5 CSL umstieg, den er sich mit seinem Vater Dominique teilte.
Weil im Training ein Motordefekt auftrat und keine Qualifikationszeit möglich war, startete der Papa aus der hintersten Reihe ins einstündige Rennen – an dessen Ende lag der schnelle Filius nach einer beeindruckenden Aufholjagd nur noch 10,3 Sekunden hinter dem Capri des von der Pole- Position gestarteten Franzosen Armand Mille. Spa-Sieger Yves Scemama nahm das Rennen mit seinem Capri als Zweiter in Angriff, konnte das Tempo an der Spitze über die Distanz aber nicht ganz mitgehen und wurde Vierter. Michael Kammermann lag mit dem Capri von Maurizio Bianco bald nach dem Start an dritter Position, welche der im Tessin lebende Italiener nach der Übernahme aber nicht halten konnte. Ein Unfall kurz vor Rennende aufgrund von nachlassenden Bremsen sorgte für das jähe Ende. Auch Nicolas Traber musste seinen schnellen neuen BMW 635 CSi Gruppe 2 vorzeitig abstellen. Thomas Studer und Toni Seiler belegten mit ihren schwächeren Ford Capri RS2600 mit Weslake-Motoren die Ränge 13 und 15.
Atemberaubend war das gigantische Feld der Classic Endurance Racing 1 der Sportprototypen und GT von 1966 bis 1974, in der dreizehn Lola T70 und ein McLaren mit ihren V8-Motoren den Circuit zum Beben brachten. Uhrensprössling Armand Mille feierte hier seinen zweiten Tagessieg, profitierte jedoch vom Boxenstopp-Zeithandikap des baugleichen T70 MK.3B von Jan Magnussen/Chris Ward für ihren Sieg in Spa. Der Monegasse Claudio Roddaro brachte den mehr oder weniger originalen Porsche 917K von Jo Siffert/Brian Redman (drei Rennen 1970) nach schnellster Rennrunde als Fünfter ins Ziel. Knapp dahinter folgte der ebenfalls mit Schweizer Historie behaftete Martini-Porsche 903/3 von Henrique Gemperle und Marc de Siebenthal.
Mit wirkungsvoller Unterstützung des britischen Profis Nigel Greensall feierte Rolf Sigrist mit seinem Chevron B19 bereits den dritten Saisonsieg in der Klasse bis zwei Liter, allerdings erst nach dem Rückfall des zeitweise sogar im Gesamtklassement vor Magnussen führenden Chevron von Frank Stippler. Mit dem Genfer Geschäftsmann Steve Kriknoff als Dritter in einem Lola T212 stellte sich ein zweiter Schweizer aufs Klassenpodium. Kriknoff sorgte in den beiden 45-Minuten-Rennen der Gentlemen Challenge am Steuer seines Lotus 15 von 1960 für die einzigen Schweizer Gesamtsiege in einem der acht verschiedenen Rennfelder.
In der CER2 für Sportwagen und GT von Mitte 1970 bis Anfang 1980 errang Maxime Guenat im bewährten Lola T286 mit Ford-Dreilitermotor den zweiten Platz hinter dem überlegenen Franzosen Stéphane Nguyen im ähnlich motorisierten Lola T282. Im grossen Feld der Sixties’ Endurance belegte Guenat mit Partner Guillaume Mahé aus Frankreich im Shelby Cobra Daytona Coupé nach zwei Stunden den vierten Rang hinter einem britischen Jaguar E-Type und zwei Cobra 289 und den dritten Platz in der Klasse GT5.
Sämtliche Resultatlisten sind unter diesem Link ersichtlich, weitere Informationen zu den einzelnen Rennserien unter www.peterauto.fr
Text: Peter Wyss
Der Weekend-Report des vergangenen Wochenendes fällt diesmal etwas kürzer aus. Schweizer Erfolge gab es aber alleweil: in Misano bei der GT Open und in Ecce Homo bei der Berg-Europameisterschaft.
Am Wochenende fand in Misano (ITA) der dritte Lauf zum International GT Open statt. Und wie schon bei den beiden vorangegangenen Rennen gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Alexander Fach jr. und sein deutscher Teamkollege Lucas Wolf sicherten sich in beiden Läufen den Sieg in der Kategorie ProAM. Der Schwyzer machte sich damit sein eigenes Geburtstagsgeschenk. Fach wurde am Sonntag 24 Jahre jung und führt die Meisterschaft in der ProAM-Wertung souverän alleine an. Auch der zweite Fach-Porsche war erneut erfolgreich. Mit Joel Monegro Reyes (aus der Dominikanischen Republik) gewann man die AM-Wertung. Auch für Alex Fontana endete das dritte Aufeinandertreffen mit einem Erfolgserlebnis. Der Tessiner schaffte es nach Platz 4 im ersten Heat als Dritter im zweiten Rennen aufs Gesamtpodium. Das Duo Yannick Mettler/Dexter Müller war im ersten Rennen nach einer unverschuldeten Kollision ausgeschieden. Dabei ging die Servolenkung kaputt. Weil kein Ersatz vorhanden war, startete man mit derselben Servopumpe und schied im zweiten Lauf in Führung liegend aus.
Weiter auf Erfolgskurs ist Reto Meisel in der Berg-Europameisterschaft. Beim Rennen in Ecce Homo (CZE) sicherte sich der Aargauer den dritten Sieg in der Gruppe 1 und den zweiten Gesamtsieg in der Division 1 (nach dem Erfolg in Falperra). Der Mercedes-Pilot führt (gemeinsam mit dem Tschechen Marek Rybnicek) nach vier von zehn Rennen die Kategorie 1 mit 90 (von maximal 100 Punkten) an. Der Gesamtsieg in Ecce Homo ging an den Südtiroler Christian Merli.
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