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14.07.2026 Darbellay nur von Petit geschlagen
Kevin Petit Victor Darbellay 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay (rechts) mit La-Broque-Sieger Kevin Petit © zVg

Victor Darbellay hat beim Bergrennen La Broque (FRA) erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Nur Lokalmatador Kevin Petit war schneller als der Walliser.

Die kurze Sommerpause bis zum nächsten SM-Lauf am 25./26. Juli in Anzère nutzten ein paar Schweizer mit der Teilnahme am Bergrennen La Broque westlich zwischen Colmar und Strassburg im grenznahen Elsass. Das zum Championnat de France de la Montagne 2ème Division zählende Rennen dominierte Lokalmatador Kevin Petit mit seinem Nova Proto NP01 Emap Turbo, mit dem er ansonsten in der Berg-EM an den Start geht.

Zweitschnellster Mann an den beiden Renntagen, an denen die beste Zeit aus drei Läufen zählte, war Victor Darbellay mit seinem Nova Proto NP01 mit Hartley-Turbomotor. Mit Bestzeiten von knapp unter einer Minute verlor der Walliser in seinem besten Lauf am Samstag nur 1,34 und am Sonntag 1,69 Sekunden auf Petit. Gesamtdritter wurde der oft beim Schweizer EM-Lauf in Saint-Ursanne startende Samy Guth im Nova Proto NP01 Mugen V8. Der Jurassier Roland Bossy startete mit seinem Tatuus F318 T nur am Samstag und belegte als Klassenzweiter den zehnten Gesamtrang unter 74 Teilnehmern.

In der separaten Trophée des Nations (17 Fahrer) holte Hervé Villoz im Dallara F302 hinter drei Sportwagen den vierten Platz, Alain Mathey war als Zehnter im Opel Kadett der Viertschnellste in der Gruppe E1.

Text: Peter Wyss

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14.07.2026 Weekend-Report 20/2026
Raffaele Marciello Sao Paulo 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Raffaele Marciello (links) gewann sein erstes WEC-Rennen © BMW

Ein Wochenende – drei Sieger. Aus Schweizer Sicht war das vergangene Weekend ein voller Erfolg. Für Raffaele Marciello hat sich der Einsatz beim WEC-Rennen in São Paulo besonders gelohnt. Im 20. Rennen für BMW gewann der gebürtige Zürcher zum ersten Mal! 

Seit 2024 ist Raffaele Marciello mit BMW in der Langstrecken-WM unterwegs. Sein bisher bestes Ergebnis waren die zweiten Plätze in Fuji (2024) und Spa-Francorchamps (2026). Nun, im 20. Anlauf, hat es für den Tessiner endlich zum ersten Sieg gereicht. Beim 6-Stunden-Rennen von Sâo Paulo (BRA) gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen mit Kevin Magnussen und Dries Vanthoor sein erstes WEC-Rennen auf dem BMW M Hybrid V8 mit der #15. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», meint Marciello. «Vor drei Jahren haben wir ganz unten angefangen, und nun läuft es in diesem Jahr für uns mit der Startnummer 15, für die Startnummer 20, die bei Halbzeit der WM in Führung liegt, und für BMW M Motorsport sehr gut. Deshalb können wir sehr zufrieden sein.»

Weniger zufrieden war Sébastien Buemi. Der Waadtländer im Dienste von Toyota Gazoo Racing wurde beim vierten von acht Rennen 17. «Das ist ganz klar nicht das Ergebnis, auf das wir gehofft hatten», sagt Buemi. «Wir wussten schon nach dem Qualifying, dass es nicht einfach werden würde, aber wir hatten die Hoffnung, ordentliche Punkte zu holen, und es lief zunächst auch recht gut. Doch eine Berührung hat unser Rennen im Grunde genommen beendet. Danach konnten wir nichts mehr ausrichten.» In der Meisterschaft ist Buemi bei Halbzeit auf Rang 5 abgerutscht. Marciello liegt sechs Punkte dahinter auf Position 6.

Felix Hirsiger Nuerburgring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felix Hirsiger ist wieder Gesamtleader im ADAC GT Masters © ADAC

Ebenfalls ganz oben stand am vergangenen Wochenende Philip Ellis. Der Zuger gewann in Mosport (CDN) sein zweites Rennen in diesem Jahr. Zusammen mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Russell Ward sicherte sich Mercedes-Pilot Ellis den Triumph in der GTD-Klasse. In der Meisterschaft liegt der ehemalige DTM-Pilot nach sechs von zehn Rennen auf dem vierten Platz.

Mit seinem dritten Saisonsieg hat Felix Hirsiger im ADAC GT Masters wieder die Leaderposition übernommen. Der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner hat am Nürburgring (GER) zusammen mit seinem deutschen Teamkollegen Finn Zulauf im ersten Durchgang von der Pole-Position aus gewonnen. Im zweiten Rennen kam das Lamborghini-Duo nicht richtig in die Gänge und landete auf Rang 9.

Auch Chiara Bättig stand am Wochenende wieder in ihrer angestammten Meisterschaft im Einsatz. Beim fünften Lauf zur Britischen Formel 4 in Zandvoort (NED) musste sie sich mit den Plätzen 16, 15 und 14 zufrieden geben. Bei Halbzeit liegt die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin mit 41 Punkten auf Rang 13. Es führt der Belgier Dries van Langendonck mit 179 Zählern.

Zum Kartsport: Auch dort gab es aus Schweizer Sicht eine Erfolgsmeldung. Zoltan Coigny stand beim dritten Lauf zur Champions of the Future Academy in Viterbo (ITA) in der Kat. OK-N in beiden Finalläufen auf dem Podium – einmal als Zweiter, einmal als Dritter. Bei den Senioren verpasste Elias Lehmann einen Podestplatz als Fünfter knapp.

Zoltan Coigny Cot F 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny (links) stand am Wochenende bei der Champions of the Future Academy in Viterbo zwei Mal auf dem Podium © Archiv Coigny

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09.07.2026 Damenpokal 2026: Jessica Roth bei Halbzeit vorne
Schoepfer Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sie liegen bei Halbzeit vorne: Schöpfer (links, 2.) und Roth (1.) © Eichenberger

Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird in diesem Jahr ein Damenpokal ausgerichtet. Bei Halbzeit führt Jessica Roth vor Tamara Schöpfer und Vorjahresgewinnerin Franziska Maissen.

Der Verband Auto Sport Schweiz hat auch dieses Jahr einen Damenpokal ausgeschrieben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Noch ist die Saison nicht zu Ende, aber eine Tendenz lässt sich schon bei Halbzeit erkennen: Je mehr frau fährt, desto weiter vorne liegt sie im Ranking. Die führende Jessica Roth aus Bigentahl im Kanton Bern hat 2026 bereits acht Rennen bestritten. Die Fahrerin eines Toyota GT86 hat bisher nur auf den Slalom in Bure und das Bergrennen in Hemberg verzichten müssen und führt den Damenpokal mit 162 Punkten daher souverän an. Wenn die 27-jährige Roth bei den verbleibenden Bergrennen weiter so punktet, hat die Vorjahreszweite gute Chancen, den Damenpokal 2026 zum ersten Mal zu gewinnen. 

Jessica Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jessica Roth in ihrem Toyota GT86 beim Slalom in Ambri © Eichenberger

Auf Platz 2 liegt zurzeit Tamara Schöpfer. Die 27-jährige Luzernerin hat ein Rennen weniger als Roth und kommt Stand heute auf 126 Punkte. Schöpfer hat es bei den bisherigen Ausgaben des Damenpokals als Dritte zwei Mal aufs Gesamtpodium geschafft. Auch Vorjahressiegerin Franziska Maissen liegt mit 72 Punkten bei Halbzeit auf Podestkurs. Allerdings beträgt ihr Vorsprung auf die Viertplatzierte Zeljka Wintsch nur vier Punkte. Maissen ist in diesem Jahr erst bei vier Rennen zum Einsatz gekommen. Von den Schweizer Slaloms hat sie nur den Finallauf in Chamblon absolviert. Da sie aber unter normalen Umständen die restlichen Bergrennen bestreiten wird, hat auch Maissen intakte Chancen, 2026 wieder auf dem Gesamtpodium zu stehen.

Hinter Wintsch (68 Punkte) rangiert auf Platz 5 Stéphanie Le Coultre (58 Punkte). Auf Platz 6 lauert Sabrina Fankhauser (39 Punkte), die aber erst mit der Bergsaison ins Geschehen eingegriffen hat und deshalb ziemlich sicher auch noch weiter nach vorne aufrücken wird. Als beste Co-Pilotin liegt Marion Tapparel bei Halbzeit auf Rang 7 mit ebenfalls 39 Punkten. 

Zur Erinnerung: Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.

Franziska Maissen Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahressiegerin Maissen beim Bergrennen in Reitnau © Eichenberger

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08.07.2026 Le Mans Classic: Gesamtsieg für Maxime Guenat
Maxime Guenat Le Mans Classic 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Maxime Guenat (links) sicherte sich den Gesamtsieg im Feld 6 © Cornevaux

Wenn es um historischen Motorsport geht, dann ist der Jurassier Maxime Guenat stets ganz vorne anzutreffen. So auch bei der von Peter Auto organisierten Le Mans Classic Legend vom vergangenen Wochenende.

Am vergangenen Wochenende hat auf dem 24 Heures du Mans die neunte Ausgabe der Le Mans Classic Legend stattgefunden. Nahezu 160’000 Zuschauer und Zuschauerinnen hat der Anlass angelockt – eine unvorstellbare Masse an Fans. Ihnen wurde aber auch Einiges geboten. So war u.a. der ehemalige Brabham- und McLaren-Starkonstrukteur Gordon Murray vor Ort. Zahlreiche seiner Fahrzeuge (vom Piquet-Brabham bis zum Senna-McLaren) fuhren im Rahmenprogramm mit.

Wie bei jeder Ausgabe der Le Mans Classic Legend waren auch dieses Mal wieder zahlreiche Schweizer am Start. Und das teilweise sehr erfolgreich. Im Feld 6 beispielsweise war es Maxime Guenat, der auf seinem Lola T286 von 1976 die Gesamtwertung gewann. Guenat gewann zwei von drei Rennen und liess sich im zweiten Durchgang nur von Ex-Formel-1-Pilot Jan Magnussen bezwingen. Auch Yves Scemama fuhr mit seinem TOJ SC304 und Partner Richard Mille ganz vorne mit und durfte sich über Platz 4 freuen. Damit lag Scemama zwei Positionen vor Jürg Aeberhard, der mit seinem Porsche 911 Carrera RSR von 1975 Sechster wurde. Auf Platz 8 landete Dominique Guenat, der Vater von Maxime, mit einem Porsche 935 von 1977.

Auch im Feld 10 gab es mit Michel Frey einen Anwärter auf Spitzenplätze. Mit zwei zweiten und einem vierten Platz schaffte es der Aargauer mit seinem Lola B07/18 schliesslich auf Gesamtrang 2 der Fahrzeugkategorie 2006-2015.

Michel Frey Le Mans Classic 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch Michel Frey vermochte im Feld 10 zu überzeugen © Cornevaux

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07.07.2026 Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise abgesagt
Rallye Bourgogne annule Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Am kommenden Wochenende hätte die Rallye Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA) stattfinden sollen. Doch die 35. Ausgabe, die auch zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gezählt hätte, musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Schweren Herzens hat der Veranstalter der Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise bekanntgegeben, dass die für das kommende Wochenende geplante 35. Ausgabe nicht stattfinden wird. In einer Stellungnahme liess der Organisator wissen:

«Ab heute, 6. Juli 2026, 12 Uhr, gilt für das Departement Saône-et-Loire die gelbe Hitzewarnstufe sowie die höchste Warnstufe für Wald- und Naturraumbrände. Da es in unserem Departement Saône-et-Loire bereits an diesem Wochenende zu etwa zwanzig Brandausbrüchen kam und sich die Situation durch die Hitzewelle in dieser Woche noch weiter verschärfen wird, hat der Unterpräfekt von Chalon-sur-Saône eine Verordnung erlassen, die uns die Durchführung der Veranstaltung unter den derzeitigen Bedingungen untersagt. Wir bedauern die Absage unserer Veranstaltung. (…) Aber jeder Brand oder Unfall könnte verheerende und schwerwiegende Folgen für alle haben.»

Des weiteren liess der Veranstalter verlauten: «Angesichts des sehr vollen Terminkalenders unserer regionalen Motorsportliga kommt eine Verschiebung nicht in Frage.»

Die Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise zählt seit 2023 zur Schweizer Rallye-Meisterschaft. In diesem Jahr hätten 17 Schweizer Teams in der modernen und fünf in der historischen Klasse am Start gestanden. 

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