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20.07.2026 Weekend-Report 21/2026
Ricardo Feller Misano 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein weiterer Podestplatz gab es für Ricardo Feller (r.) in Misano © GTWC

Podestplätze und Siege von Schweizer Piloten im GT3-Rennsport sind an der Tagesordnung. Am Wochenende feierten Ricardo Feller in Misano und Alex Fontana in Le Castellet weitere Erfolge. 

Ricardo Feller bleibt im Rennen um die GT-World-Challenge-Krone 2026. Beim zweiten Sprint-Wochenende in Misano (ITA) sicherte sich der gebürtige Aargauer, der inzwischen am Bodensee lebt, mit Rang 2 im ersten Rennen einen weiteren Podestplatz. Im zweiten Durchgang belegte der Porsche-Pilot mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus Rang 20. In der Meisterschaft liegt Feller auf Rang 3. Die neuen Spitzenreiter heissen Kelvin van der Linde/Charles Weerts, die in Misano gleich beide Rennen gewannen. Für Patric Niederhauser (Lamborghini) endeten die Rennen in Italien auf den Plätzen 11 und 26. Das Duo Ben Green/Thierry Vermeulen landete als bestes Emil-Frey-Duo auf den Rängen 4 und 5. Felix Hirsiger (Ferrari) belegte im Silber-Cup die Plätze 8 und 6.

Grund zum Jubeln gab es auch für Alex Fontana. Der Tessiner sicherte sich beim fünften Lauf zur GT Open in Le Castellet (FRA) bereits seinen dritten Saisonsieg. Auch im zweiten Lauf stand Fontana als Dritter auf dem Podium. Mit einem Rennen weniger liegt der Porsche-Pilot aus dem Team ZRS Motorsport auf dem dritten Zwischenrang. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 22 Punkte – Fontanas Chancen auf den Titel sind also absolut intakt. Auch das Mercedes-Duo Yannick Mettler/Dexter Müller stand einmal mehr auf dem Podium – diesmal auf Platz 3 im zweiten Rennen der ProAM-Wertung. In derselben Klasse belegte Alexander Fach jr. beim Rennen in Südfrankreich die Plätze 4 und 6.

Das aus drei Rennwochenenden bestehende Euro-4-Championship hat am Wochenende sein zweites Rennen in Le Castellet absolviert. Mit dabei auch die beiden Schweizer Florentin Hattemer (Trident) und Georgiy Zasov (Prema). Hattemer belegte die Plätze 18, 10 und 15 und sicherte sich so seine ersten Punkte. Zasov blieb auf seinen zwei Punkten, die er beim ersten Rennen in Vallelunga holte sitzen und musste sich mit den Rängen 24, 26 und 22 zufrieden geben.

Alex Fontana Le Castellet 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana feierte bereits seinen dritten Saisonsieg © GT Open

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15.07.2026 Berguerand plant Start in Anzère
Berguerand Anzere 2026 Vorschau Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Darf sich Anzère auf Eric Berguerand freuen? © Eichenberger

Es könnte das Comeback des Jahres werden! Wenn alles klappt, wird Eric Berguerand (47) am 25./26. Juli beim Bergrennen von Ayent nach Anzère mit seinem schwarzen Lola FA99 endlich wieder am Start stehen.

Eric Berguerand kommt wie angekündigt zurück. Bei seinem Heimrennen von Ayent nach Anzère will der 47-jährige Walliser am letzten Juli-Wochenende sein Comeback in der Schweizer Berg-Meisterschaft geben. Nach 1049 Tagen kehrt damit der schwarze Lola FA99 zurück – sehr zur Freude der Fans. Berguerand hat schon mehr als einen Anlauf genommen, um nochmals am Berg Gas geben zu können. Doch sein Cosworth-Motor hat ihn immer wieder im Stich gelassen. «Ich habe ihn eingebaut, wieder ausgebaut, zum Tuner gebracht – immer dasselbe Spiel. Beim letzten Versuch hat er endlich funktioniert.» Noch ist Berguerands Start nicht zu 100% in Stein gemeisselt. «Ich werde Anfang nächster Woche noch ein Roll-Out machen», sagt Berguerand. «Dann wird sich zeigen, ob ich in Anzère tatsächlich am Start stehe oder nicht.»

Berguerands letzter Einsatz in der Schweizer Berg-Meisterschaft geht auf das Bergrennen am Gurnigel von 2023 zurück. Damals hatte ihn der erst gerade frisch revidierte V8 nach den beiden ersten Läufen im Stich gelassen. «Der Motor hatte damals schon im Training komische Geräusche von sich gegeben», erzählt Berguerand. Bei einer genaueren Analyse stellte sich heraus, dass es ein Problem an den Kolben gab. «Ich verlor Öl und hatte kaum mehr Leistung.»

Berguerand Anzere Vorschau 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Berguerand bei seinem vorerst letzten Einsatz am Gurnigel 2023 © Eichenberger

Nachdem er Marcel Steiner zu dessen sechstem Berg-Titel gratuliert hatte, packte Berguerand damals seine sieben Sachen zusammen. Seither ist die «Black Mamba» nicht mehr zum Einsatz gekommen. Am 25./26. Juli soll das mit zahlreichen Formel-1-Teilen aufgemotzte Formel-3000-Auto endlich wieder am Start stehen. «Ich bin da, um Spass zu haben», betont der siebenmalige Schweizer Berg-Meister Berguerand. «Wenn ich sehe, was die Konkurrenz mit den Turbo-Motoren für Zeiten fährt, will ich mir gar keinen Druck machen.»

Dass Berguerand niemandem mehr etwas beweisen muss, ist klar. Trotzdem (und immer vorausgesetzt das Roll-Out verläuft positiv) sind wir wohl alle gespannt wie ein Flitzebogen, welche Zeiten der Routinier fahren kann. 2023 hat er bei seinem letzten Anzère-Ritt eine 1:24,876 min in den Asphalt gestanzt. Im Vorjahr fuhr Robin Faustini mit seinem Nova Proto in 1:22,616 min einen neuen Streckenrekord bei der Walliser Traditionsveranstaltung. Diese freut sich jetzt schon über den prominenten Rückkehrer. Aber eben: Noch ist nicht aller Tage Abend.

Mehr zum Bergrennen von Ayent nach Anzère erfahren Sie nächste Woche auf motorsport.ch.

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Eric Berguerand: «Ich bin da, um Spass zu haben!» © Eichenberger

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14.07.2026 Darbellay nur von Petit geschlagen
Kevin Petit Victor Darbellay 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay (rechts) mit La-Broque-Sieger Kevin Petit © zVg

Victor Darbellay hat beim Bergrennen La Broque (FRA) erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Nur Lokalmatador Kevin Petit war schneller als der Walliser.

Die kurze Sommerpause bis zum nächsten SM-Lauf am 25./26. Juli in Anzère nutzten ein paar Schweizer mit der Teilnahme am Bergrennen La Broque westlich zwischen Colmar und Strassburg im grenznahen Elsass. Das zum Championnat de France de la Montagne 2ème Division zählende Rennen dominierte Lokalmatador Kevin Petit mit seinem Nova Proto NP01 Emap Turbo, mit dem er ansonsten in der Berg-EM an den Start geht.

Zweitschnellster Mann an den beiden Renntagen, an denen die beste Zeit aus drei Läufen zählte, war Victor Darbellay mit seinem Nova Proto NP01 mit Hartley-Turbomotor. Mit Bestzeiten von knapp unter einer Minute verlor der Walliser in seinem besten Lauf am Samstag nur 1,34 und am Sonntag 1,69 Sekunden auf Petit. Gesamtdritter wurde der oft beim Schweizer EM-Lauf in Saint-Ursanne startende Samy Guth im Nova Proto NP01 Mugen V8. Der Jurassier Roland Bossy startete mit seinem Tatuus F318 T nur am Samstag und belegte als Klassenzweiter den zehnten Gesamtrang unter 74 Teilnehmern.

In der separaten Trophée des Nations (17 Fahrer) holte Hervé Villoz im Dallara F302 hinter drei Sportwagen den vierten Platz, Alain Mathey war als Zehnter im Opel Kadett der Viertschnellste in der Gruppe E1.

Text: Peter Wyss

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14.07.2026 Weekend-Report 20/2026
Raffaele Marciello Sao Paulo 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Raffaele Marciello (links) gewann sein erstes WEC-Rennen © BMW

Ein Wochenende – drei Sieger. Aus Schweizer Sicht war das vergangene Weekend ein voller Erfolg. Für Raffaele Marciello hat sich der Einsatz beim WEC-Rennen in São Paulo besonders gelohnt. Im 20. Rennen für BMW gewann der gebürtige Zürcher zum ersten Mal! 

Seit 2024 ist Raffaele Marciello mit BMW in der Langstrecken-WM unterwegs. Sein bisher bestes Ergebnis waren die zweiten Plätze in Fuji (2024) und Spa-Francorchamps (2026). Nun, im 20. Anlauf, hat es für den Tessiner endlich zum ersten Sieg gereicht. Beim 6-Stunden-Rennen von Sâo Paulo (BRA) gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen mit Kevin Magnussen und Dries Vanthoor sein erstes WEC-Rennen auf dem BMW M Hybrid V8 mit der #15. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», meint Marciello. «Vor drei Jahren haben wir ganz unten angefangen, und nun läuft es in diesem Jahr für uns mit der Startnummer 15, für die Startnummer 20, die bei Halbzeit der WM in Führung liegt, und für BMW M Motorsport sehr gut. Deshalb können wir sehr zufrieden sein.»

Weniger zufrieden war Sébastien Buemi. Der Waadtländer im Dienste von Toyota Gazoo Racing wurde beim vierten von acht Rennen 17. «Das ist ganz klar nicht das Ergebnis, auf das wir gehofft hatten», sagt Buemi. «Wir wussten schon nach dem Qualifying, dass es nicht einfach werden würde, aber wir hatten die Hoffnung, ordentliche Punkte zu holen, und es lief zunächst auch recht gut. Doch eine Berührung hat unser Rennen im Grunde genommen beendet. Danach konnten wir nichts mehr ausrichten.» In der Meisterschaft ist Buemi bei Halbzeit auf Rang 5 abgerutscht. Marciello liegt sechs Punkte dahinter auf Position 6.

Felix Hirsiger Nuerburgring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felix Hirsiger ist wieder Gesamtleader im ADAC GT Masters © ADAC

Ebenfalls ganz oben stand am vergangenen Wochenende Philip Ellis. Der Zuger gewann in Mosport (CDN) sein zweites Rennen in diesem Jahr. Zusammen mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Russell Ward sicherte sich Mercedes-Pilot Ellis den Triumph in der GTD-Klasse. In der Meisterschaft liegt der ehemalige DTM-Pilot nach sechs von zehn Rennen auf dem vierten Platz.

Mit seinem dritten Saisonsieg hat Felix Hirsiger im ADAC GT Masters wieder die Leaderposition übernommen. Der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner hat am Nürburgring (GER) zusammen mit seinem deutschen Teamkollegen Finn Zulauf im ersten Durchgang von der Pole-Position aus gewonnen. Im zweiten Rennen kam das Lamborghini-Duo nicht richtig in die Gänge und landete auf Rang 9.

Auch Chiara Bättig stand am Wochenende wieder in ihrer angestammten Meisterschaft im Einsatz. Beim fünften Lauf zur Britischen Formel 4 in Zandvoort (NED) musste sie sich mit den Plätzen 16, 15 und 14 zufrieden geben. Bei Halbzeit liegt die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin mit 41 Punkten auf Rang 13. Es führt der Belgier Dries van Langendonck mit 179 Zählern.

Zum Kartsport: Auch dort gab es aus Schweizer Sicht eine Erfolgsmeldung. Zoltan Coigny stand beim dritten Lauf zur Champions of the Future Academy in Viterbo (ITA) in der Kat. OK-N in beiden Finalläufen auf dem Podium – einmal als Zweiter, einmal als Dritter. Bei den Senioren verpasste Elias Lehmann einen Podestplatz als Fünfter knapp.

Zoltan Coigny Cot F 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny (links) stand am Wochenende bei der Champions of the Future Academy in Viterbo zwei Mal auf dem Podium © Archiv Coigny

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09.07.2026 Damenpokal 2026: Jessica Roth bei Halbzeit vorne
Schoepfer Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sie liegen bei Halbzeit vorne: Schöpfer (links, 2.) und Roth (1.) © Eichenberger

Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird in diesem Jahr ein Damenpokal ausgerichtet. Bei Halbzeit führt Jessica Roth vor Tamara Schöpfer und Vorjahresgewinnerin Franziska Maissen.

Der Verband Auto Sport Schweiz hat auch dieses Jahr einen Damenpokal ausgeschrieben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Noch ist die Saison nicht zu Ende, aber eine Tendenz lässt sich schon bei Halbzeit erkennen: Je mehr frau fährt, desto weiter vorne liegt sie im Ranking. Die führende Jessica Roth aus Bigentahl im Kanton Bern hat 2026 bereits acht Rennen bestritten. Die Fahrerin eines Toyota GT86 hat bisher nur auf den Slalom in Bure und das Bergrennen in Hemberg verzichten müssen und führt den Damenpokal mit 162 Punkten daher souverän an. Wenn die 27-jährige Roth bei den verbleibenden Bergrennen weiter so punktet, hat die Vorjahreszweite gute Chancen, den Damenpokal 2026 zum ersten Mal zu gewinnen. 

Jessica Roth Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jessica Roth in ihrem Toyota GT86 beim Slalom in Ambri © Eichenberger

Auf Platz 2 liegt zurzeit Tamara Schöpfer. Die 27-jährige Luzernerin hat ein Rennen weniger als Roth und kommt Stand heute auf 126 Punkte. Schöpfer hat es bei den bisherigen Ausgaben des Damenpokals als Dritte zwei Mal aufs Gesamtpodium geschafft. Auch Vorjahressiegerin Franziska Maissen liegt mit 72 Punkten bei Halbzeit auf Podestkurs. Allerdings beträgt ihr Vorsprung auf die Viertplatzierte Zeljka Wintsch nur vier Punkte. Maissen ist in diesem Jahr erst bei vier Rennen zum Einsatz gekommen. Von den Schweizer Slaloms hat sie nur den Finallauf in Chamblon absolviert. Da sie aber unter normalen Umständen die restlichen Bergrennen bestreiten wird, hat auch Maissen intakte Chancen, 2026 wieder auf dem Gesamtpodium zu stehen.

Hinter Wintsch (68 Punkte) rangiert auf Platz 5 Stéphanie Le Coultre (58 Punkte). Auf Platz 6 lauert Sabrina Fankhauser (39 Punkte), die aber erst mit der Bergsaison ins Geschehen eingegriffen hat und deshalb ziemlich sicher auch noch weiter nach vorne aufrücken wird. Als beste Co-Pilotin liegt Marion Tapparel bei Halbzeit auf Rang 7 mit ebenfalls 39 Punkten. 

Zur Erinnerung: Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.

Franziska Maissen Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahressiegerin Maissen beim Bergrennen in Reitnau © Eichenberger

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