Nächste Woche (vom 29.-31. Oktober) findet im Wallis die 66. Ausgabe der Rallye International du Valais statt. Das Programm dazu kann ab sofort unter diesem Link angerufen werden.
Weitere Informationen zur RIV (inkl. Startliste) werden nächste Woche auf dieser Seite veröffentlicht. So viel sei jetzt schon verraten: Der Titel in der Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026 ist noch nicht vergeben. Die besten Chancen, ihn zu holen, haben Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz. Aber auf 186,76 Kilometer kann vieles passieren…
Kartfahrer und -fahrerinnen aufgepasst! Wer 2027 mit einem Wechsel in den Formelsport spekuliert, sollte diese Meisterschaft auf dem Zettel haben: die deutsche Formel 4 kehrt nach fünf Jahren Pause zurück. Mit am Start ist auch das Team Jenzer Motorsport.
Erinnern Sie sich noch an den letzten deutschen Formel-4-Meister? Richtig – es war Kimi Antonelli 2022. Danach hat die vom ADAC organisierte Serie ihren Betrieb einstellen müssen. Jetzt kehrt die Formel-4-Meisterschaft in unserem Nachbarland zurück. Mit dabei ist auch das Team Jenzer Motorsport aus Lyss/BE.
Die Meisterschaft wird unter dem Banner der FIA von Gedlich Racing veranstaltet, das unter anderem auch die Formula Winter Series organisiert. Insgesamt treten in dieser Saison 14 verschiedene Teams an. Zu den Teams, die aus früheren Saisons der deutschen Formel-4-Meisterschaft zurückkehren, gehören neben Jenzer auch Van Amersfoort Racing und Cram. Weitere bekannte Teams sind LN4 Fusion, gegründet vom Formel-1-Weltmeister Lando Norris, sowie FS Motorsports, mitbegründet vom brasilianischen Rennfahrer Augusto Farfus. Laut der Pressemitteilung «gingen Bewerbungen für mehr als 70 potenzielle Fahrzeuge ein» – und selbst renommierte Namen erhielten eine Absage, denn das Feld ist auf maximal 36 Fahrzeuge beschränkt. Die letzten erfolgreichen Schweizer in der deutschen Formel 4 waren Grégoire Saucy (2019, zwei Podestplätze) und Fabio Scherer (2017, sechs Podestplätze, darunter ein Sieg am Sachsenring).
Der Kalender 2027 sieht wie folgt aus:
8./9. Mai, Oschersleben – DTM
19./20. Juni, Lausitzring – DTM
3./4. Juli, Norisring – DTM (TBC)
31. Juli/1. August, Red Bull Ring – ADAC Racing Weekend
21./22. August, Nürburgring – DTM
25./26. September, Sachsenring – DTM
2./3. Oktober, Hockenheim – ADAC Racing Weekend
Und wieder war es ein gutes Wochenende für die Schweizer auf internationaler Bühne. Nicht nur für Sébastien Buemi, der vor seinem fünften WEC-Titel steht. Mit Thomas Toffel hat zum ersten Mal ein Schweizer die Euro-NASCAR gewonnen!
Sébastien Buemi hat seinen fünften Titel in der Langstrecken-WM auf dem Silbertablett. Der 37-jährige Waadtländer hat nach dem Sieg in Fuji (JAP) von vor zwei Wochen auch am vergangenen Wochenende beim WEC-Rennen in Barcelona triumphiert. Dank einem Doppelsieg hat Toyota schon vor dem Finale in Monza (ITA) am 8. November den Hersteller-Titel im Sack. Buemi und seine Teamkollegen, der Neuseeländer Brendon Hartley und der Japaner Ryo Hirakawa, haben einen Vorsprung von 17 Punkten auf das Schwesterauto mit der #7. «Was für ein fantastischer Tag für das gesamte Team», meinte Buemi. «Es gab eine Menge Stress und ich bin immer noch ein bisschen sauer auf mich selbst wegen der Strafe am Start, aber meine Teamkollegen haben das wieder wettgemacht. Ich freue mich riesig, den Titel mit dem ganzen Team durch einen Doppelsieg zu feiern. Nun hoffe ich natürlich, dass Brendon, Ryo und ich auch noch den Fahrertitel in Monza holen.» Für den zweiten Schweizer bei den Hypercars, Raffaele Marciello (BMW), endete das Rennen nach einem enttäuschenden Quali (Startplatz 16) und einer Zehn-Sekunden-Strafe auf Platz 7.
Den Titel bereits in der Tasche hat Thomas Toffel. Der 35-Jährige aus Givisiez im Kanton Fribourg hat als erster Schweizer die Open-Meisterschaft in der Euro-NASCAR gewonnen. Toffel überquerte im zweiten Finale in Zolder (BEL) als Fünfter die Ziellinie. Das reichte, um seine Titelkonkurrenten Raphael Lessard und Thomas Dombrowski um zwölf respektive 22 Punkte hinter sich zu lassen. Toffel, der für das Schweizer Team THT Race Art Technology fährt (das THT steht für Thomas Toffel), hatte die Saison mit einem Doppelsieg im spanischen Valencia begonnen. Auch beim zweiten Rennen in Le Castellet gewann Toffel. Sechs Mal stand er insgesamt auf dem Podium.
Einen weiteren Podestplatz gab es beim Endurance-Finale der GTWC in Portimão (POR) für Ricardo Feller. Der Aargauer in Diensten von Lionspeed GP belegte beim letzten Rennen der Saison Platz 2 und schaffte es damit noch als Dritter aufs Podium im Gesamtklassement. Durch den Titelgewinn im Sprint-Wettbewerb sicherte sich Feller in beiden Wertungen disziplinenübergreifend den zweiten Rang.
Einen grossartigen Schweizer Erfolg gab es auch bei der Rallye Sanremo. Das Finale der italienischen Rallye-Meisterschaft wurde vom Italiener Fabio Andolfi und dessen Schweizer Co-Pilot Marco Menchini gewonnen. Das Duo setzte sich an die Spitze, nachdem der amtierende Champion Andrea Crugnola nach zwei Reifenschäden vorzeitig aufgeben musste und gewann mit 4,7 Sekunden Vorsprung auf den neuen italienischen Meister Roberto Daprà. Der brandneue Lancia Ypsilon HF Rally2 wurde von DMax Swiss eingesetzt.
Zum Kartsport: Auch dort gab es einen Schweizer Sieg. Iven Ammann hat das ROK Cup Superfinale 2026 in der Kategorie Junior ROK gewonnen. Bereits im Qualifying zeigte Ammann eine überragende Leistung und sicherte sich mit einer Bestzeit von 49,131 Sekunden die Pole-Position im über 300 Fahrer starken internationalen Feld. Auch im Finale liess Ammann (für das Team Innovate Competition am Start) nicht anbrennen und gewann souverän. Für den 15-Jährigen markiert dieser Triumph einen weiteren Meilenstein in seiner noch jungen Karriere, nachdem er sich bereits im Februar durch den Sieg beim ROK Wintercup direkt für das Superfinale qualifizieren konnte.
Für Reto Meisel endete die europäische Bergrennsaison mit einem weiteren grossen Sieg beim Bongo Hill Climb Monsters in Kroatien. Auch Robin Faustini und Andreas Helm setzten sich bestens in Szene.
Das zum sechsten Mal seit 2021 veranstaltete Bongo Hill Climb Monsters in Skradin richtet sich vor allem an leistungsstarke Fahrzeuge, die in acht verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Unter 250 PS geht nichts, eine FIA-Wagenpass ist nicht vorgeschrieben, weshalb auch Rennfahrzeuge nach offenen Reglementen mit bis zu 1200 PS am Start erlaubt und erwünscht sind.
Trotzdem triumphierten am Ende bestbekannte Namen aus der Europa-Bergmeisterschaft, allen voran Reto Meisel und Christian Merli. Der diesjährige Gruppe-1-Europameister aus Leuggern erzielte in beiden Rennläufen einen mit 1000 Euro extra prämierten Streckenrekord für Tourenwagen. Auch im abschliessenden Shoot Out der zehn schnellsten Monster-Tourenwagen war der zweifache Schweizermeister mit seinem Mercedes SLK340 Judd V8 nochmals der Schnellste. «Ich habe nicht einmal attackiert, aber neue Reifen montiert. Dieses Auto ist mir halt an den Hintern gewachsen», drückte sich Meisel salopp aus. Die Plätze 2 und 3 bei den Tourenwagen gingen an die Bulgaren Vasko Vajarov auf Opel Astra und Niki Zlatkov auf Audi Quattro S1 Pikes Peak, beide mit über 800 PS und Allradantrieb.
Den Tagessieg auf der 3387 Meter langen Rennstrecke Skradins am Rande des bekannten Krka-Nationalparks (zwischen Zadar und Split) machten Christian Merli im Nova Proto NP01 mit Cosworth-Motor von Heini Mader und Robin Faustini im bewährten NP01 mit Emap-Turbomotor unter sich aus. Im ersten Heat war der Schweizer noch um 18 Hundertstel schneller, im zweiten Sprint konnte er wegen eines Problems mit dem Motor-Mapping nicht mehr voll aufdrehen.
Der nach einer dreimonatigen Dopingsperre zurückkehrte Italiener fuhr hingegen Tagesbestzeit und holte sich so mit einer Sekunde Vorsprung den Gesamtsieg vor dem Schweizer. Gesamtdritter wurde der auch in der Schweiz bekannte Italiener Fausto Bormolini im Reynard-Cosworth vor den beiden Osella FA30 des neuen Deutschen Bergmeistera Benjamin Noll und des Luxemburger Meisters Tommy Rollinger. Nach Problemen an seinem OsellaPA30 verzichtete Faustinis Papa Simon Hugentobler auf den Start.
«So nahe an Merli dran gewesen zu sein, empfinde ich nicht als Niederlage. Denn ohne das Problem im zweiten Lauf hätte ich ihn heute schlagen können. Hauptsache, alles blieb ganz», bilanzierte Faustini seinen letzten Saisonauftritt. Vielleicht war es auch der letzte mit dem Meisterauto, das zum Verkauf steht und bald einen neuen Besitzer finden könnte. Wie es mit Faustini danach weitergeht, steht noch in den Sternen. Sein Wunschziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft mit einem neuen Auto nach FIA-Standard.
Als dritter Schweizer stieg Andreas Helm aufs Podium – und dies mit dem leistungsschwächsten Auto in der Gruppe der Tourenwagen mit 250 bis 320 PS und ohne Allrad oder Turbo. Helms VW Polo erreichte die Mindestleistung offiziell zwar nicht ganz, trotzdem teilten ihn die Organisatoren im Laufe der Veranstaltung von den Vorfahrern ins Rennfeld um. Nur der Österreicher Tobias Santer im 304 PS starken VW Golf 1 und ein Bulgare in einem Honda waren schneller als Helm, der mit dem Auto auch in der Schweiz mehrere neue 1400er-Klassenrekorde setzte.
Obwohl er sich mit dem vierten Rang deutlich hinter Helm begnügen musste, war «Speedmaster» beim einzigen diesjährigen Bergeinsatz mit dem VW MB Polo durchaus zufrieden. Dies durfte auch Corsin Rietiker sein, der in Meisels Gruppe zum fünften Rang hinter zwei Porsche GT3 aus Österreich und einem infernalischen Lada-Turbo aus Kroatien fuhr. Rietikers selbstentwickelter BMW M3 mit V10-Motor war dem Veranstalter eine Einladung wertgewesen. Zu den stärksten Monstern zählten der Mitsubishi Dementor des norwegischen Time-Attack-Champions Pettersen und der Renault Clio mit 1200 PS des Slowenen Grudnik, die aber beide technische Probleme bekundeten.
Text: Peter Wyss
Seit Montag steht die Schlussrangliste der Interswiss Trophy 2026 fest: Zum sechsten Mal heisste der Sieger Stephan Burri. Die Plätze 2 und 3 gehen an Christophe Oulevay und Werner Rohr.
Er hat es schon wieder getan: Stephan Burri hat zum sechsten Mal nach 2016, 2019, 2022, 2023 und 2024 die Interswiss Trophy gewonnen. Als einziger Fahrer hat Burri das Punktemaximum von 160 Zählern erreicht. Mit dem Streckenrekord in Les Paccots (plus ein Zusatzpunkt) ergab das für den VW-Scirocco-Piloten ein total von 161 Punkten. Zwei «Zwanziger» wurden Burri sogar noch gestrichen: Der Sonntags-Slalom in Bière und der Slalom in Chamblon kamen gar nicht erst in die Endabrechnung.
Der Sieg in der IS Trophy kam Burri gelegen und entschädigte ihn für einen Platz auf dem Gesamtpodium in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft. Diese führte er bis zum letzten Rennen an. Doch in Les Paccots fiel er aufgrund der Streichergebnisse noch aus den Top 3 heraus. «Der Sieg in der IS Trophy und Platz 2 im Berg-Pokal sind zwei schöne Erfolge», meint Burri. «Vor allem der Gewinn der Interswiss Trophy bedeutet mir viel. Wie die Schweizer Junioren-Meisterschaft ist auch die IS Trophy disziplinenübergreifend. Man muss also am Berg und bei den Slaloms Resultate liefern.»
Hinter Burri sicherte sich Burris Markenkollege Christophe Oulevay, Dritter der diesjährigen Slalom-Meisterschaft, Rang 2 in der IS Trophy. Dritter wurde Werner Rohr auf Toyota Corolla AE 86. Rohr war in den Jahren 2008, 2010 sowie 2014 IS-Trophy-Sieger. Vorjahres-Sieger Arnaud Donzé (VW Golf) landete auf Rang 4. Direkt dahinter Urs Banz auf Opel Ascona. Den kompletten Endstand können Sie der Homepage der Interswiss Trophy entnehmen.
Eine knappe Entscheidung gab es bei den Interswiss-Damen. Dort setzte sich Vanessa Zenklusen (als 15.) mit der identischen Punktzahl gegen VW-Golf-Pilotin Tamara Schöpfer (16.) durch. Weil beide Damen das identische Streichergebnis hatten, musste das bessere Einzelergebnis entscheiden. Und da hatte Zenklusen auf ihrem Subaru Impreza Type R die Nase vorne. Rang 3 unter den Damen ging an Sabrina Fankhauser als 23.
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