• Achtung, fertig, los!

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19.04.2021 Weekend-Report 04/2021
Deletraz Louis Barcelona 2021 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
ELMS-Auftaktsieger Delétraz mit seinen Teamkollegen Kubica und Ye

Was für ein grossartiges Wochenende für die international im Einsatz stehenden Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen! Es gab Siege am Nürburgring, in Imola, in Monza und in Barcelona!!!

Sie kamen, sie sahen und sie siegten: Louis Delétraz und seine beiden Teamkollegen Robert Kubica und der Chinese Yifei Ye haben beim Auftakt der European Le Mans Series in Barcelona bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt nichts anbrennen lassen. Nach vier Stunden hatte der Oreca des Genfers und seiner beiden Teamgefährten etwas mehr 22 Sekunden Vorsprung auf das zweitschnellste LMP2-Auto von Panis Racing. «Es ist unglaublich», sagt Delétraz. «Wir haben nicht davon zu träumen gewagt, dass wir auf Anhieb gewinnen können.» Den Grundstein dazu legte Delétraz & Co. mit Platz 2 im Qualifying. Im Rennen war es dann der ehemalige Formel-2-Pilot, der die Mannschaft von WRT mit einem beherzten Überholmanöver in Führung brachte. «Danach lief eigentlich alles sehr ruhig. Wir spulten unsere Runden ab und machten keine Fehler. Weder bei Gelbphasen, noch bei den Boxenstopps.»

Grund zum Jubeln hatte in Barcelona auch das Schweizer Team Cool Racing. Allerdings nicht in der Top-Klasse, der LMP2. Da belegte man «nur» Platz 10. Dafür eroberte man in der LMP3 den ersten Saisonsieg mit dem Schweizer Nicolas Maulini, der sich das Cockpit mit dem Briten Matt Bell und dem Deutschen Niklas Kruetten teilte.

Preisig Yerly 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Klassensieg am Nürburgring: Yerly und Preisig © Archiv Yerly

Gejubelt wurde aus Schweizer Sicht auch am Nürburgring. Beim nachgeholten Saisonauftakt der NLS (ehemals VLN) sicherten sich das TCR-Duo Jasmin Preisig und Frédéric Yerly auf dem VW Golf GTI TCR von Max Kurse Racing den Klassensieg in der SP3T zusammen mit ihrem niederländischen Routinier Tom Coronel. Einen weiteren Klassensieg feierte Simona De Silvestro bei ihrem Nordschleifen-Debüt. Die Thunerin gewann am Steuer eines leistungsgedrosselten Porsche Cayman GT4 die Kategorie AT (für Alternative Treibstoffe) und hat damit ihr Hauptziel, die Erlangung der Nürburgring-Lizenz, erreicht. Gleiches gilt für Fabienne Wohlwend. Die Liechtensteinerin beendete das vierstündige Rennen auf einem BMW 330i in der Klasse V2T auf Rang 4. Nicht am Start war Simon Trummer und Jonathan Hirschi. Der Ferrari 488 GTE Evo der beiden Anwärter auf den Gesamtsieg, nahm in Training nach einer Kollision einen so grossen Schaden, dass der Zürcher Rennstall Octane126 nicht am Rennen teilnehmen konnte. Pech hatte auch Patric Niederhauser. In seiner Klasse in Führung liegend schied der Audi von Car Collection Motorsport einen Kilometer vor dem Ziel aus.

Emil Frey 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Platz 3 und Sieg im Silversup in Monza: Ineichen, Feller und Fontana

Einen grossartigen Einstand feierte auch das reine Schweizer Team bei Emil Frey Racing beim Saisonauftakt der GT World Challenge in Monza. Alex Fontana, Rolf Ineichen und Ricardo Feller belegten in der Gesamtwertung Rang 3 (direkt hinter Raffaele Marciello) und sicherten sich damit den Sieg im Silver Cup. «Das war ein Mega-Wochenende», sagte Schluss-Stint-Fahrer Feller stellvertretend für seine beiden anderen Kollegen. «Die Strategie war spitze. Der Reifenschaden, der uns widerfahren ist, passierte in einem guten Moment. Wir hatten das Glück heute auf unserer Seite.»

Mit Philip Ellis stand als Dritter ein weiterer Schweizer auf dem Silber-Podium. Auch Adrian Amstutz bekam einen Pokal – als Dritter im Pro-AM Cup. Noch Luft nach oben haben Miklas Born und Yannick Mettler. Das Duo belegte bei ihrem ersten gemeinsamen GT3-Rennen Rang 18 (resp. Platz 8 im Silver Cup). Einen weiteren Sieg für die Schweiz feierte Sportec Motorsport mit ihrem neuen Sportchef Marcel Fässler in der neuen GT2 European Series. Dort eroberten Christoph Ulrich und Adrian Spescha im KTM X-Bow GTX den Am-Klassensieg.

Saucy Gregoire Imola 2021 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy feierte seinen ersten Sieg in der F3 Regional

Etwas weiter südlich in Italien, in Imola, gab es für die Schweiz noch mehr Grund zum Feiern. Dort stand nämlich Grégoire Saucy beim Auftakt der Formel 3 Regional (im Rahmen der Formel 1) zum ersten Mal in seiner Karriere ganz oben auf dem Podest. Der Jurassier hatte sich diesen Sieg mit einer feine Pole-Position tags zuvor redlich verdient. Dank Rang 5 im ersten Rennen liegt der ART-Pilot nach dem ersten Rennwochenende sogar in Führung! Noch keine Punkte gab es für die beiden anderen Schweizer. Axel Gnos belegte die Ränge 17 und 15. Jasin Ferati wurde im ersten Rennen 22., schied im zweiten aus. Nicht am Start war Léna Bühler. Die Westschweizerin fehlte, weil sie sich bei Testfahrten in Imola die Hand gebrochen hatte.

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19.04.2021 Bergrennen Hemberg abgesagt
Hemberg Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Bergrennen von Hemberg findet 2021 leider nicht statt

Nach Reitnau hat nun auch Hemberg sein Bergrennen abgesagt. Damit reduziert sich die Zahl der verbliebenen Bergrennen 2021 auf momentan sieben Veranstaltungen.

Das Bergrennen von Hemberg hätte am Wochenende vom 19./20. Juni stattfinden sollen. Das Organisationskomitee rund um Christian Schmid hat die Veranstaltung aus hinlänglich bekannten Gründen nun aber abgesagt. In einer Pressemitteilung heisst es:

«Wir haben auf ein Wunder gehofft... Das OK versuchte, den endgültigen Entscheid so lange wie möglich hinauszuzögern. Leider ist aufgrund der aktuellen politischen Situation aber nicht absehbar, dass im Juni Veranstaltungen über 5000 Personen durchgeführt werden können. Daher bleibt auch dem OK des Bergrennens Hemberg keine andere Wahl, als das Bergrennen Hemberg 2021 abzusagen. Das Team bedauert diesen Entscheid sehr und bedankt sich bei allen Freunden des Bergrennen Hemberg, die das Team unterstützt und mitgehofft haben. Jetzt heisst es, nach vorne schauen und sich auf das nächste Bergrennen Hemberg am Wochenende vom 11. und 12.Juni 2022 freuen.»

Das OK um Präsident Christian Schmid ist enttäuscht, aber schaut zuversichtlich in die Zukunft; «Wir hoffen für 2022 weiterhin auf grosse Unterstützung aller Helfer, Rennfahrer, Sponsoren und Besucher zählen zu dürfen. Die Vorfreude auf das nächste Bergrennen Hemberg wird umso grösser sein!»

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15.04.2021 Sacha Althaus: «Es war schwierig anzugreifen!»
Althaus Sacha 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lisiane Zbinden und Sacha Althaus bei der Rallye Sanremo © Archiv Althaus

Sacha Althaus und seine Co-Pilotin Lisiane Zbinden haben nach der Rallye Monte Carlo am Wochenende auch die «Sanremo» bestritten. Zum ersten Mal auf dem neuen Renault Clio Rallye V.

Die Rallye Sanremo war bis 2003 ein Klassiker im WM-Kalender. Inzwischen zählt sie zur italienischen Meisterschaft. Sacha Althaus (24) und seine Co-Pilotin Lisiane Zbinden (32) haben an der 69. Ausgabe teilgenommen. Mit Platz 62 und Rang 7 in der Trophée Clio blieben die beiden Jurassier auf dem neuen Renault Clio Rallye V etwas hinter ihren Erwartungen zurück. Doch wie heisst es so schön: Aller Anfang ist schwer.

Ihr habt Mitte März die ersten Tests mit dem neuen Renault Clio Rallye V absolviert. Welchen Eindruck hattest du davon?
Sacha Althaus:
Das Auto ist eigentlich sehr einfach zu fahren. Und man lernt schnell. Aber um sehr schnell zu fahren, muss man hart arbeiten.

Du bist die letzten Jahre mit dem Peugeot 208 R2 gefahren. Wie unterscheidet sich der Clio V von deinem bisherigen Arbeitsgerät?
Es gibt viele Unterschiede. Der Clio hat viel Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen – das Gegenteil vom 208. Beim Clio gibt es dafür nur sehr wenig Einstellmöglichkeiten. Aber dafür ist das Auto von Anfang an sehr effizient.

Viele Schweizer Rallyepiloten warten immer noch auf ihren Ernstkampf seit eineinhalb Jahren. Du hast nach der Monte nun auch die Sanremo bestritten. Welche Erfahrungen hast du bei diesen legendären Rallyes gemacht?
Ich hatte das Glück, dass ich beide Rallye bestreiten und zu Ende fahren konnte. Die Rallye Monte Carlo war klasse mit dem 208. Und wir hatten durchgehend Spass, trotz vieler kleiner Ausritte, bei denen wir fast acht Minuten und vor allem den zweiten Platz in unsere Klasse, der Rc4, verloren haben. Die Sanremo war etwas komplizierter. Alles war neu: das Auto, die einzelnen Etappen und das sehr unbeständige Wetter. Es war sehr schwierig, anzugreifen.

Denkt man bei solchen Rallyes auch mal daran, welch grosse Superstars da schon gefahren sind? Oder welche mit einem am Start sind?
Während der Rallye – nein. Aber beim Shakedown waren wir direkt hinter Thierry Neuville, dem fünfmaligen Vize-Weltmeister, und es war lustig, ihn zu beobachten, während wir selber den Helm auf hatten.

Was ist dein Plan bezüglich der Schweizer Meisterschaft?
Ich werde an der Clio Trophy in der Schweiz und in Frankreich teilnehmen. Zu Beginn der Saison sah es so aus, als ob alle Rallyes stattfinden würden. Aber Covid ändert sich das laufend. Wenn wir jetzt nicht in Frankreich fahren können, gehen wir halt nach Italien.

Althaus Sacha 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Den Renault Clio Rallye V setzt Altaus auch in der SM ein © Archiv Althaus

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13.04.2021 Neuauflage des Duells Fach gegen Fischli
Fach Fischli Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wer holt den Titel? Alexander Fach oder Dominik Fischli?

Kommende Woche steigt am Red Bull Ring der Saisonauftakt des Porsche Sports Cup Suisse. Dabei kommt es wie schon im Vorjahr zu einer Neuauflage des Titelduells Fach gegen Fischli.

Der Porsche Sports Cup Suisse ist bereit für die Saison 2021: Am 24. April nimmt die markeninterne Serie auf dem Red Bull Ring in der Steiermark das erste von insgesamt sechs Rennwochenenden in Angriff. Organisiert wird das Championat erstmals unter dem Banner des neu gegründeten Porsche Motorsport Club Suisse (PMCS). Das bewährte Konzept der Kundensport-Veranstaltungen bleibt weitgehend unverändert. Es basiert weiterhin auf zwei Säulen: der Porsche Sprint Challenge Suisse mit den Wertungsgruppen GT3 Cup, GT4 Clubsport und GT Open sowie dem Gleichmässigkeitswettbewerb der Porsche Drivers Competition Suisse (PDC) und der Introduction to Racetrack (ItoR), einem nicht kompetitiven Kursangebot für Rennstrecken-Neulinge unter dem Dach der Porsche Track Experience.

Den Auftakt im April macht ein Doppelsprint am Red Bull Ring in Spielberg. Anschliessend reist der Tross zum Circuit Paul Ricard ins südfranzösische Le Castellet, bevor Ende Juni das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola auf dem Programm steht. Nach der Sommerpause startet der PSCS am ersten September-Wochenende auf dem Hockenheimring in die zweite Saisonhälfte. Ende September folgt im Autodromo Internazionale von Mugello das zweite von drei Gastspielen in Italien. Das Finale auf dem World Circuit Marco Simoncelli in Misano rundet den Kalender Ende Oktober ab. Fast schon traditionell ist der Hauptrenntag des Porsche Sports Cup Suisse jeweils der Samstag – dies erleichtert den Teilnehmern die Rückreise. Ausnahmen bilden in diesem Jahr jedoch die Veranstaltungen in Imola und Hockenheim, beide gehen erst am Sonntagabend zu Ende.

Ungebrochen bleibt die charakteristische Vielseitigkeit des eidgenössischen Porsche-Markenpokals. Sie reicht von Sprint- und Langstreckenrennen für reinrassige Wettbewerbsgeräte wie 718 Cayman GT4 Clubsport, 911 GT3 Cup, 911 GT2 RS Clubsport oder sogar 911 GT3 R über ältere Modellgenerationen bis hin zu Strassensportlern, die mit Serienbereifung auf die Strecke gehen.

Grosse Spannung lässt in der neuen Saison das Titelrennen im GT3 Cup erwarten: Mit Alexander Fach und Dominik Fischli treten Meister und Vizemeister des Vorjahres erneut gegeneinander an. Die beiden Junior-Piloten werden wie 2020 vom Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG gefördert. Während Fach – noch immer 18 Jahre jung – seinen Titel verteidigen möchte, will der inzwischen 26-jährige Fischli genau dies verhindern.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter diesem Link.

Provisorischer Kalender des Porsche Sports Cup Suisse 2021
22.–24. April: Spielberg (A), Doppelsprint
3.–5. Juni: Le Castellet (F), Sprint und Endurance
25.–27. Juni.: Imola (I), Sprint und Endurance
3.–5. September: Hockenheim (D), Doppelsprint
23.–25. September: Mugello (I), Sprint und Endurance
21.–23. Oktober: Misano (I), Doppelsprint und Nachtrennen

Porsche 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Porsche Sports Cup Suisse beginnt nächste Woche am Red Bull Ring

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12.04.2021 Formel E: Alle drei Schweizer in den Punkten
Edoardo Mortara 2021 Rom Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der beste Schweizer in der Formel E: Edoardo Mortara sicherte sich in Rom P4

Es war keine Premiere, aber es war dennoch Anlass zur Freude: Beim vierten Lauf zur Formel E in Rom sicherten sich die drei Schweizer Edoardo Mortara, Sébastien Buemi und Nico Müller Punkte.

Beim vorletzten Lauf 2020 in Berlin schafften es mit Neel Jani (6.), Edoardo Mortara (8.) und Sébastien Buemi (10.) drei Schweizer in die Punkte. Beim gestrigen vierten Lauf in Rom wiederholte unser Schweizer Trio diese Leistung. Mortara wurde Vierter, Müller Neunter und Buemi Zehnter.

Wie schon beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien hatten alle drei Eidgenossen aber so ihre Problemchen. Mortara musste im Qualifying für das erste Rennen am Samstag nach einem technischen Defekt an seinem Venturi-Mercedes von ganz hinten starten und schied aus. Auch Müller hatte im ersten Durchgang kein Glück. Zuerst verlor er zahlreiche Positionen nach einem harten Zweikampf mit Gesamtleader Sam Bird. Danach gab es noch eine Durchfahrstrafe. Buemi war nach Platz 5 am Samstag eigentlich zuversichtlich. Doch mit zwei zehnten Plätzen in der Quali nicht ganz zufrieden. «Ausserdem bekam ich am Sonntag nach dem Rennen noch eine Fünf-Sekunden-Strafe», wodurch er hinter Müller auf Rang 10 fiel. «Mit der Rennpace war ich nicht glücklich», meinte Buemi.

Im Gesamtklassement (nach vier von zehn Rennen) ist Mortara als Siebter der beste Schweizer mit 13 Punkten Rückstand auf die Spitze. Müller ist 14., Buemi liegt auf Platz 16.

Weiter geht’s mit der Formel E bereits in zwei Wochen mit einem weiteren Doubleheader im spanischen Valencia – zum ersten Mal auf einer richtigen Rennstrecke…

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