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01.06.2026 Rallye du Chablais: Hattrick für Coppens/Roux
Coppens Christophe Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux auf dem Sprung zum SM-Sieg bei der «Chablais» © Cornevaux

Mike Coppens/Christophe Roux feierten bei der Rallye du Chablais (hinter Gesamtsieger Grégoire Munster aus Belgien) ihren dritten SM-Sieg in Folge. Mit Florian Gonon als erster Verfolger hat sich bei der «Chablais» wieder einmal gezeigt: Erfahrung ist in dieser Disziplin Gold wert! 

An ihm führte bei der diesjährigen Rallye du Chablais kein Weg vorbei: Grégoire Munster feierte bei der 22. Ausgabe einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Der Belgier mit luxemburgischer Lizenz führte bei der «Chablais» von der ersten bis zur letzten Prüfung. 13 von 15 Bestzeiten gingen auf das Konto des WRC-erprobten Hyundai-Piloten. Nur in WP2 (Panex) und WP12 (Portes du Soleil) musste sich Munster mit Rang 2 begnügen. Am Ende hatte er mit seinem Co-Piloten Maxime Andernack ein Polster von 38 Sekunden herausgefahren. Und sorgte damit für den ersten Hyundai-Sieg bei der «Chablais».

Das beste Schweizer Team war einmal mehr Mike Coppens und Christophe Roux auf ihrem Skoda Fabia RS Rally2 vom Team Balbosca. Die amtierenden Schweizer Meister hielten erstaunlich gut mit Rallye-Profi Munster mit, obschon sie ihre letzte Rallye im Oktober 2025 bestritten haben. Zum Vergleich: Munster hat dieses Jahr schon vier Rallyes bestritten – darunter die Rallye Monte Carlo. Nur auf der 18 Kilometer langen Prüfung von Collombey nach Muraz hatten Coppens/Roux mehr als fünf Sekunden auf Munster verloren. In allen anderen Prüfungen liessen sich die Walliser nie mehr als 4,6 Sekunden abschütteln. Der 47-jährige Coppens feierte damit seinen dritten SM-Sieg bei der «Chablais» in Folge. Dass ihm hintereinander die ausser Konkurrenz fahrenden Sébastien Loeb (2025) und Grégoire Munster (in diesem Jahr) vor der Sonne standen, stört ihn wenig bis gar nicht. «Wenn man so lange wie ich nicht mehr im Rallye-Auto sass, dann ist es am Ende einer solch anspruchsvollen Rallye wie die Chablais schon eine Befriedigung, wenn man pro Kilometer nur 0,2 Sekunden auf einen Fahrer wie Grégoire Munster verliert», sagt Coppens. «Gleichzeitig ist es natürlich auch schön, die Rallye – was die Schweizer Wertung betrifft – zum dritten Mal hintereinander gewonnen zu haben.» Wie es für Coppens weitergeht, ist noch offen. Eine Teilnahme bei der nächsten SM-Rallye, der Rallye de Bourgogne, hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab. 

Gonon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Florian Gonon stand erstmals seit Langem wieder auf dem Podest © Eichenberger

Hinter dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister kämpften Florian Gonon (mit Beifahrer Frédéric Hugon) sowie Nicolas Lathion (mit Co-Pilotin Morgane Apothéloz) verbissen um Rang 3. Am Freitagabend – nach neun von 15 Prüfungen – lag Gonon im Duell der beiden Walliser Skoda-Piloten knappe 3,1 Sekunden vor Lathion. Im Ziel waren es dann 7,7 Sekunden. Für den im März 50 Jahre alt gewordenen Gonon war es der erste SM-Podestplatz seit der Rallye du Valais 2015. Und das 17 Jahre nach seinem ersten Sieg bei der Rallye du Chablais 2009! Auch hier hat sich gezeigt: Erfahrung ist im Rallyesport ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg. «Man hat sicher in gewissen Situation etwas die Ruhe weg», sagt Gonon. «Aber die Jungen rücken nach und geben ordentlich Gas. Man muss also auf der Hut sein. Aber es freut mich natürlich, dass es diesmal für ein Podium geklappt hat – ganz speziell auch für meinen Co-Piloten Frédéric!»

Hinter Gonon und Lathion sicherte sich Yoan Loeffler (mit Beifahrer Aurélien Chiapello) den fünften Rang. Der Rückstand des Gesamtzeiten der letztjährigen Meisterschaft betrug im Ziel bereits 3:18 min. Abgerundet wurde die Top 10 durch Pascal Perroud/Charlène Greppin (6., Skoda Fabia), Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny (7., Citroën C3), Joël Rappaz/Gaëtan Aubry (8., Alpine A110 RGT+), Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso (9., Skoda Fabia) und Ismaël Vuistiner/Florine Kummer (10., Skoda Fabia). Von diesen Teams hätte vor allem jenes von Toedtli weiter vorne stehen können. Bei einer Reifenpanne in der fünften WP verlor der Neuenburger allerdings mehr als vier Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war einer Podiumsanwärter bereits weit zurückgebunden: Thibault Maret erwischte auf der vierten Prüfung einen Bordstein und konnte am zweiten Tag nur dank dem Super-Rallye-Reglement nochmals starten. Dieses erlaubt einem Team nach einem Unfall oder technischen Ausfall am nächsten Tag wieder ins Rennen einzusteigen.

Toedtli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jérémie Toedtli auf langsamer Fahrt nach einem Reifenschaden © Eichenberger

Bestes Team bei den «Kleinen» war Yohan Surroca/Pierre Blot. Der 24-jährige Walliser war bei seinem zweiten Einsatz im Lancia Ypsilon klar der schnellste Rally4-Pilot und stand am Ende auch in der Schweizer Rallye-Pokal-Wertung ganz oben – gefolgt von Cédric Moulin (Renault Clio Rally4) und Michaël Esteves (Opel Corsa Rally4).

In der historischen Klasse, der VHC, setzten sich mit dem französischen Duo François Delecour/Fabrice Gordon erwartungsgemäss die Routiniers durch. Der in der FIA-Europameisterschaft für historische Fahrzeuge gemeldete Delecour war nur in einer Prüfung nicht der Klassenprimus, verzückte das Publikum aber mit den Klängen seines Peugeot 308 Maxi. Mit einem Rückstand von etwas mehr als drei Minuten sicherten sich Julien Camandona/Mélanie Crettaz (auf BMW M3 E30) den zweiten Gesamtrang und den Sieg in der Schweizer Wertung. Dahinter kamen die Markenkollegen Eddy Bérard/Florence Bérard und Nicolas Jolidon/Eric von Känel ins Ziel. Erwin Keller, Auftaktsieger beim Critérium Jurassien, schied nach einem mechanischen Defekt an seinem Mitsubishi Galant in der zehnten WP aus. 

In der Gleichmässigkeitswertung VHRS ging der Gesamtsieg an Viglino/Dupraz (Citroën Saxo 16V). In der Kategorie VMRS für moderne Fahrzeuge stand der Alpine A 110 mit Reymond/Venturelli ganz oben auf dem Podium.

Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.

Und so geht es weiter:
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Camandona Jean Baptiste Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die CH-Sieger der VHC: Julien Camandoan/Mélanie Crettaz © Cornevaux

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27.05.2026 Vorschau Rallye du Chablais: Wieder Coppens? Oder gibt’s eine Überraschung?
Maret myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gelingt Thibault Maret bei der Chablais die Überraschung? © myrally.ch

Nach zwei Monaten Pause geht die Schweizer Rallye-Meisterschaft in die zweite Runde. Ab Freitag steht mit der Rallye du Chablais ein Klassiker auf dem Programm – mit dabei auch die amtierenden Schweizer Rallye-Meister Mike Coppens/Christophe Roux.   

Die schlechte Nachricht vorweg: Jonathan Hirschi wird nicht am Start der 22. Ausgabe der Rallye du Chablais sein. Der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 und Führende des Gesamtklassements muss aufgrund eines Unfalls bei der Rallye d’Antibes-Côte d’Azur auf den zweiten Schweizer Meisterschaftslauf verzichten. 

Damit steht also bereits vor dem zweiten Lauf fest, dass Hirschi a) seine Ambitionen auf den dritten SM-Titel, wenn er welche hatte, hinten anstellen muss und b) es beim zweiten Lauf einen neuen Sieger gibt. Dieser könnte durchaus Mike Coppens heissen. Der amtierende Schweizer Rallye-Meister gibt am Wochenende seinen Einstand in der diesjährigen Meisterschaft. Zusammen mit seinem Co-Piloten Christophe Roux peilt er bei einer seiner Lieblingsrallyes den dritten SM-Sieg in Folge an. Im Vorjahr wurde der 47-jährige Walliser nur von Rallye-Legende Sébastien Loeb bezwungen. Dieser fuhr jedoch «ausser Konkurrenz». Ähnliches könnte auch dieses Jahr passieren. Denn Coppens geht nicht mit der #1 ins Rennen. Diese ist für den Belgier Grégoire Munster, der mit luxemburgischer Lizenz fährt, reserviert. Der ehemalige offizielle M-Sport-Ford-Pilot zählte in den vergangenen zwei Jahren zu den Top-10-Piloten in der WRC und wird bei seiner Premiere in der Schweiz ganz bestimmt nicht nur auf «Ankommen» fahren…

Skoda-Pilot Coppens, der seine letzte Rallye im Oktober 2025 absolvierte, hat bei der zur FIA-Rallye-Europameisterschaft (FIA ERT) zählenden Rallye du Chablais aber auch «intern» namhafte Konkurrenz. Yoan Loeffler/Aurélien Chiapello, Gesamtzweite im Vorjahr, Thibault Maret/Louis Louka, Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz, Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny, Pascal Perroud/Charlène Greppin, Ismaël Vuistiner/Florine Kummer, Florian Gonon/Frédéric Hugon sowie Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso werden es dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister sicher nicht leicht machen. Vor allem Maret, der auf diese Saison von einem Skoda Fabia auf einen Citroën C3 Rally2 gewechselt hat, brennt darauf, endlich ganz oben zu stehen. 

Coppens Roux Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux: Schaffen sie den Chablais-Hattrick? © Eichenberger

Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Jérémy Michellod und Grégory Maître. Der jüngere Bruder von Jonathan Michellod wird zum ersten Mal mit einem Rally2-Auto ausrücken. Insgesamt sind 15 Fahrzeuge der «Königsklasse» (Rally2) gemeldet. Dazu gesellen sich zwei RGT+ (Joël Rappaz mit seiner Alpine und Olivier Bourgnon auf Porsche 997) sowie vier Rally3-Teams. Alles in allem haben sich 43 «moderne» Teams eingeschrieben.

Dazu gesellen sich 25 historische Fahrzeuge, wobei zwei davon zur Rallye-Europameisterschaft zählen. Ein Teilnehmer dürfte vielen Rallye-Fans bekannt sein: François Delecour. Der WRC-Gesamtzweite von 1993 wird zusammen mit Fabrice Gordon an Bord eines Peugeot 306 Maxi sein Comeback in der Schweiz feiern. Aus Schweizer Sicht werden wir erneut die meisten Teams sehen, die schon beim Critérium Jurassien um die Spitzenplätze gekämpft haben, insbesondere die Sieger Keller/Juple (Mitsubishi Galant) und ihre Verfolger Bérard/Bérard sowie Brosy/Erisman (beide auf BMW M3).

In den beiden Gleichmässigkeitsklassen stehen insgesamt 13 Teams am Start – neun davon in der VHRS, der historischen, vier in der VMRS, der modernen Wertung. Sieger des ersten Laufs beim Critérium Jurassien war das Ehepaar Laurent und Florence Pernet.

Die Servicezone und das Hauptquartier der Rallye befinden sich in Aigle im Kasernenareal. Die Rallye beginnt am Donnerstag, 28. Mai, mit den administrativen Abnahmen, den technischen Kontrollen und einer Super-Sonderprüfung in Leysin. Der Start zur 2. Etappe, bestehend aus acht Sonderprüfungen, erfolgt am Freitag, 29. Mai. Am Samstag, 30. Mai, findet die 3. Etappe mit sechs Sonderprüfungen statt, die mit der Siegerehrung (ab 21.30 Uhr) in Aigle endet. Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.

Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026
27./28. März, Critérium Jurassien
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Lathion Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch auf ihn sollte man ein Auge haben: Nicolas Lathion im Skoda © Cornevaux

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26.05.2026 Weekend-Report 15/2026
Vermeulen Cairoli Zandvoort 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die beiden Emil-Frey-Piloten Vermeulen (3.) und Cairoli (1.) © DTM

DTM, GT Masters, Rallye, Formel 4 – auch am Pfingst-Wochenende gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Vor allem das erste DTM-Rennen in Zandvoort war ein Highlight.

Als Schweizer Motorsport-Fan hatte man auch am Pfingst-Wochenende Grund zum Jubeln. Beim zweiten Lauf zur diesjährigen DTM in Zandvoort war vor allem das erste Rennen fest in Schweizer Hand. Schon im Qualifying vermochte Emil Frey Racing mit den Positionen 1 (Matteo Cairoli) und 2 (Thierry Vermeulen) zu überzeugen. Im Rennen liess der Italiener dann nichts anbrennen und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Ausserdem wurde er als «Fahrer des Tages» ausgezeichnet. Kollege Vermeulen verlor am Start eine Position, verteidigte Rang 3 aber ebenfalls souverän. Im zweiten Durchgang schaffte es die Safenwiler Truppe ebenfalls mit beiden Ferraris in die Punkte: Vermeulen wurde Fünfter, Cairoli Elfter. «Der Samstag war natürlich sensationell mit dem Sieg für Cairoli, der erste mit uns und in der DTM überhaupt – und dann noch mit Vermeulen auf dem Podium. Noch dazu hatten wir erneut den schnellsten Boxenstopp – den Dritten hintereinander», freute sich Teamchef Lorenz Frey-Hilti. Für Porsche-Manthey-Fahrer Ricardo Feller endete das Zandvoort-Wochenende mit zwei zehnten Plätzen und der schnellsten Rennrunde im ersten Lauf. Der Sieg im zweiten Rennen ging übrigens an Kelvin van der Linde aus Südafrika.

Einen Schweizer Erfolg gab es (wie schon beim Auftakt) auch im ADAC GT Masters. Dort sicherte sich Felix Hirsiger (nach Platz 4 im ersten Lauf) den Sieg im zweiten Durchgang. Damit hat sich der Mann aus Küssnacht am Rigi gleich sein eigenes Geburtstagsgeschenk gemacht. In der Woche vor dem Rennen in Zandvoort feierte der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner seinen 28. Geburtstag. In der Meisterschaft liegt Hirsiger nach zwei Rennen mit 85 Punkten in Führung.

Schlaeppi Matthias Hunsrueck 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Matthias Schläppi ist in Deutschland weiter auf Titelkurs © Dörrenbächer

Weiter auf der Erfolgswelle fährt auch Matthias Schläppi im Deutschen Rallye Cup. Fünf Wochen nach dem Last-Minute-Klassensieg bei der Ostalbrallye fuhr Schläppi in der Klasse NC3 für Fahrzeuge mit einem Hubraum zwischen 1600 und 2000 cm3 einen souveränen Klassensieg mit mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus. Bei der 27. Hunsrück-Junior-Rallye hatte der Meiringer lange sogar das allererste Gesamtpodium seiner noch jungen Rallyekarriere vor Augen. Am Ende stand ein starker fünfter Platz im Gesamtklassement zu Buche. Eine besondere Geschichte gibt es noch vom Beifahrersitz des Peugeot 208 zu berichten: Die Schweizerin Iris Thurnherr feierte dort nach einer langen Pause ihr Comeback im Rallyewagen. Fast 15 Jahre war es her, dass die Alpnacherin zuletzt an einer Rallye teilnahm – damals griff sie selbst erfolgreich ins Lenkrad.

Einen weiteren Rookie-Podestplatz gab es auch für Florentin Hattemer in der italienischen Formel 4. Im ersten Rennen wurde der Trident-Pilot Dritter bei den Neulingen. Mit den Gesamträngen 7, 8 und 14 überzeugte er erneut. Auch Levi Arn war wieder stark unterwegs. Im zweiten Rennen kämpfte der Jenzer-Motorsport-Pilot um die Positionen 4/5, als er wegen einem Plattfuss zurückgeworfen wurde. Im ersten Rennen verpasste er als Vierter knapp das Rookie-Podium. Auch das Team Maffi Racing belohnte sich für eine gute Leistung. Wieder war es der Däne David Walther, der den Genfern in Rennen 3 einen Podestplatz (P3) sicherte. 

Nicht ganz so erfolgreich war Chiara Bättig beim dritten Lauf in der englischen Formel-4-Meisterschaft. Mit den Rängen 17, 14 und nochmals 14 hat sie aber auch an diesem Wochenende wieder fünf Punkte dazugewonnen. In der Gesamtwertung liegt sie auf Rang 13.

Seinen ersten Podestplatz der Saison sicherte sich auch Jasin Ferati in der italienischen GT-Meisterschaft. Im zweiten Rennen zum Sprint-Cup wurde der Winterthurer Zweiter. In beiden AM-Klassen führt das Schweizer Team Spirit of Race.

Florentin Hattemer Vallelunga 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wieder auf dem Rookie-Podest: Florentin Hattemer (ganz rechts) © ACI

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21.05.2026 Weekend-Tipp: Auf zum Les-Rangiers-Memorial
Affiche Memorial Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Am kommenden Pfingstwochenende findet im Jura ein Anlass statt, den man als Rennfan eigentlich nicht verpassen sollte: Das Bergrennen Les Rangiers feiert seinen 100. Geburtstag.

Es ist nicht mehr dieselbe Strecke. Und dennoch sollte man die Feste feiern, wie sie fallen. Am kommenden Pfingstwochenende (Samstag/Sonntag) feiert man im Jura den 100. Geburtstag des Bergrennen Les Rangiers – und zwar auf der sieben Kilometer langen Originalstrecke von Develier hinauf nach Les Rangiers. Nahezu 200 Fahrzeuge werden erwartet – darunter aktuelle Rennfahrzeuge aus der Schweizer Meisterschaft, aber auch echte Klassiker wie der Sauber C2, der Amweg AW76 oder ein Martini-BMW F2. 

Infos zur Veranstaltung gibt es unter diesem Link. Der Zugang zum Event ist für alle Zuschauer kostenlos. In den verschiedenen Zuschauerzonen stehen Verpflegungsstationen zur Verfügung, mit warmen und kalten Getränken sowie Speisen, dazu Tische und Bänke. Bitte beachten Sie die Beschilderung vor Ort sowie die Anweisungen der Streckenposten.

Amweg Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch am Start: Amwegs AW76 mit Thomas Amweg am Steuer © Eichenberger

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20.05.2026 Junioren-Meisterschaft: Vier Fahrer zur Halbzeit ohne Verlustpunkte
Salomon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon: Er wäre – Stand heute – Junioren-Meister © Eichenberger

Die Schweizer Junioren-Meisterschaft hat Halbzeit. Nach den vier Slaloms liegt ein Quartett mit Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer noch ohne Verlustpunkte in Führung.

Es ist an der Zeit, Halbzeitbilanz zu ziehen. In der Schweizer Junioren-Meisterschaft sind die ersten vier Rennen absolviert – allesamt Slaloms. Die zweite Saisonhälfte wird dann am Berg ausgetragen. Mit den Rennen in Hemberg (7. Juni), La Roche (14. Juni), Anzère (26. Juli) und Oberhallau (30. August). Die drei besten Rennen pro Disziplin fliessen jeweils in die Endabrechnung ein. Stand heute liegen Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer gemeinsam mit je 75 Punkten auf Rang 1, wobei der 24-jährige Schöpfer aus diesem Quartett das schlechteste Streichresultat hat. Der VW-Golf-Pilot kassierte in Bure «nur» einen Zwanziger. In Frauenfeld sowie Ambri 1 und 2 hatte er sich zuvor die volle Punktzahl (25) gesichert.

Abgerechnet wird aber bekanntlich erst am Schluss. Deshalb sind Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas verfrüht. Ein technischer Defekt bei einem der bevorstehenden Bergrennen – und schon kann der Traum vom Junioren-Titel platzen. Einer, der diese Erfahrung machen musste, ist Lionel Ryter. 2024 lag er bis zum letzten Rennen am Gurnigel Kopf an Kopf mit Jannis Jeremias in Führung. Weil er als Formelpilot die besseren Karte hatte (bei Punktegleichheit zählen die besseren Platzierungen im SCRATCH), hatte er den Titel vor Augen. Doch dann streikte ausgerechnet beim Finale die Technik an seinem Formel Renault. Bitter enttäuscht musste er mitansehen, wie Jeremias den Titel holte. Im Vorjahr revanchierte sich Ryter und holte nach, was ihm 2024 durch die Lappen ging. «Man könnte meinen, es gehe nur um einen Junioren-Titel», sagt Ryter. «Aber ich habe in den vergangenen zwei Jahren gespürt, welcher Druck es auslösen kann, diesen gewinnen zu wollen.» 2026 ist Ryter für eine neuerliche Teilnahme an der Schweizer Junioren-Meisterschaft zu alt. Nur Fahrer bis 25 dürfen sich einschreiben. Damit ist jetzt schon klar: Nach Jeremias (2024) und Ryter (2025) wird es in diesem Jahr aufgrund der Altersregel einen neuen Meister geben.

Wer dies sein könnte? Salomon hat auf dem Papier die besten Karten. Wäre die Meisterschaft nach vier Slaloms bereits beendet, ginge der Titel aufgrund der SCRATCH-Regel an den 20-Jährigen aus Fregiécourt. In Frauenfeld war Salomon Dritter, in Ambri jeweils Zweiter und zuletzt in Bure sogar Erster. Herausforderer Steven Chiquita (23) kann da mit seinem BMW E30 naturgemäss nicht mithalten. Ihm stehen die SCRATCH-Platzierungen 39, 26, 24 und 14 zu Buche. Das würde (Stand heute) für Platz 2 reichen. Dritter wäre Renault-Clio-Pilot Alessandro Grispino (25). Der amtierende Slalom-Champion belegte die Positionen 60, 41, 37 und 24 in den jeweiligen Tageswertungen.

Aber wie gesagt: Entschieden ist noch gar nichts. Ein Patzer am Berg – und schon könnte sich das Blatt wenden. Spannung ist jedenfalls garantiert. 

Schoepfer Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mario Schöpfer hat vom Führungsquartett das schlechteste Streichergebnis. An der guten Laune ändert das aber nichts... © Eichenberger

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