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05.10.2026 Mickhausen: Tourenwagen-Gesamtsieg für «Speedmaster»
Speedmaster Mickhausen 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» in Mickhausen: Auto verkauft, Bestzeit aufgestellt © Wyss

Mehrere Schweizer starteten am vergangenen Wochenende beim Internationalen Bergrennen Mickhausen in Südbayern. Unter allen ragte «Speedmaster» als Gesamtsieger der Tourenwagenwertung heraus. 

Das traditionelle Rennen südlich von Augsburg bildete den Finallauf zur Deutschen Bergmeisterschaft 2026. Von 1966 bis 1985 war es als Augusta-Bergrennen bekannt geworden, seit der Neuauflage anno 2001 heisst es Bergrennen Mickausen.

Wegen der Nähe zur Ostschweizer Landesgrenze ist dies für etliche Schweizer Spezialisten stets ein beliebter Saisonschluss. So gewann dort Roland Bossy im Reynard F3000 das Rennen von 2003, als Tagessieger aus dem Nachbarland folgten ihm Marcel Steiner 2010, 2012 (im Osella FA30) und 2017 (im LobArt-Mugen), Romeo Nüssli (Ford Escort Cosworth) im Regenrennen von 2016 sowie Eric Berguerand 2019 im Lola FA99 als bisher letzter Schweizer. 

Im rund 140-köpfigen Teilnehmerfeld mit Fahrern aus sechs Nationen waren diesmal nur Tourenwagen aus der Schweiz am Start. Bei schönstem Herbstwetter setzten sie sich vor einer gewaltigen Zuschauerkulisse entlang der 2,2 Kilometer langen Strecke im Naturschutzgebiet Stauden prächtig in Szene – allen voran «Speedmaster». Mit dem bereits 2016 und 2019 (1. Tourenwagen) siegreichen Allrad-Turbo entschied der diesjährige Schweizer-Vize-Bergmeister die gesamte Kategorie 1 für sich und belegte den siebten Gesamtrang hinter sechs Rennsportwagen. 

Sein Duell mit dem mehrfachen deutschen Meister Holger Hovemann im Lamborghini Huracán ST Evo bildete einen der Höhepunkte des Wochenendes. Mit der TW-Tagesbestzeit im vierten Rennlauf setzte sich der Berner in der Addition der drei schnellsten Zeiten schliesslich um acht Zehntelsekunden durch. «Ich musste sämtliche Register ziehen und die Zeit in den Kurven gutmachen, weil der Escort im Topspeed deutlich langsamer war als die schnellsten Tourenwagen und GT», freute sich «Speedmaster» über den Erfolg im letzten Rennen mit dem Ford Escort Cosworth, den er bereits an einen anderen Schweizer verkauft hat.

Ochsenr Mickhausen 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jürg Ochsner war der zweitschnellste Schweizer in Mickhausen © Wyss

Herausragend war auch die Leistung von Jürg Ochsner, der als Gesamt-15. der zweitschnellste Schweizer war. Mit seinem bewährten Opel Kadett eroberte der Oberhallauer den zweiten Rang in der E1 bis zwei Liter hinter einem entfesselten deutschen Markenkollegen. Nicht seinen besten Tag erlebte dafür Stephan Burri: Nach einem Ausrutscher im ersten Rennlauf kam der Wahl-Thurgauer nicht mehr an seine drittbeste Trainingszeit im Bereich von Ochsner heran. Mit getaptem Frontspoiler am VW Scirocco musste sich der Interswiss-Sieger mit Klassenrang 5 begnügen.

Wie im Schweizer Bergcup (3.) trat der Süddeutsche Hansi Eller mit seinem giftgrünen Opel Kadett als Schweizer Landesvertreter an und überzeugte als Gesamt-16. bei seinem Heimrennen mit Bombenzeiten in der E1-1600er-Klasse.

In der E1 über zwei Liter kam Rolf Burri im Opel Kadett 8V nach dem Ausfall eines schnelleren BMW M3 zum zweiten Platz. Gerne wären die Kadett-Urgesteine Armin Banz und Seppi Koch ebenfalls in dieser Klasse gestartet, mussten jedoch aus reglementarischen Gründen solo in der E2 antreten. Das Duell entschied Banz für sich. 

In den nach Performancefaktor eingeteilten Gruppen durfte sich Martin Bächler im VW Lupo als Zweiter in der Klasse PF5b feiern lassen, ebenso Corsin Rietiker im bulligen BMW M3 GTR V10 in der von Hovemann dominierten Klasse Pf2a. Solo siegte Michael Widmer im Hyundai i30 N in der Gruppe TCR, in der er wie in der Schweiz ein paar Gegner gewünscht hätte. Den Tagessieg mit neuem Streckenrekord eroberte der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik auf einem Nova ProtoNP01 Emap Turbo. Als Deutscher Bergmeister der Rennsportwagen ging der in Oberhallau als Gesamtzweiter neben Robin Faustini auf dem Podium gestandene Benjamin Noll auf Osella hervor. 

Text: Peter Wyss    

Rietiker Mickhausen 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Immer ein Augen- und Ohrenschmaus: Corsin Rietikers BMW © Wyss

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05.10.2026 Weekend-Report 30/2026
Philip Ellis IMSA Meister 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Philip Ellis (links) mit Russell ward und Indy Dontje © Winward Racing

Zwei internationale Titel für Schweizer Rennfahrer an einem Wochenende! Philip Ellis hat in den USA Historisches erreicht: Noch nie hat ein Fahrer drei Mal hintereinander den GTD-Titel gewonnen. Im Sprint-Cup der GTWC sicherte sich Ricardo Feller den Meisterpokal. 

Eine Zeit lang sah es nicht danach aus, als ob Philip Ellis seinen IMSA-Titel in der GTD verteidigen könnte. Doch ein fulminanter Endspurt hat dem Zuger am Wochenende den dritten Titel hintereinander beschert. Von den letzten fünf Rennen hat Ellis mit seinem Teamkollegen, dem US-Amerikaner Russell Ward, vier gewonnen. So auch das «Petit Le Mans» in Road Atlanta, bei dem Ellis zusätzlich Unterstützung vom Niederländer Indy Dontje hatte. Mit insgesamt fünf Siegen (darunter auch in Daytona) siegte Ellis bei der Hälfte aller Rennen mit seinem Mercedes AMG GT3 von Winward Racing. «Es war sehr knapp», meinte Ellis nach der Zieldurchfahrt. «Ich hatte in den letzten fünf oder sechs Runden nach dem Neustart Kraftstoff gespart, und das, obwohl die Nummern 9 und 12 hinter uns lagen und etwas mehr Energie hatten als wir, sodass sie etwas mehr Druck machen und auf diese zusätzliche Runde setzen konnten, während wir das nicht konnten. Ich habe meinem Ingenieur über Funk gesagt, dass ich einfach draussen bleiben und hoffen werde, dass es entweder eine Gelbphase gibt oder dass der Sprit bis zum Ende reicht.» Neben Ellis hatte auch Louis Delétraz Grund zum Jubeln. Der Genfer Im Dienste von Cadillac wurde beim letzten Rennen der Saison nochmals Dritter. Für Porsche-Gastfahrer Nico Müller endete das «Petit Le Mans» auf dem neunten Rang.

Ricardo Feller Meister mit Team 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch Ricardo Feller (Mitte) hatte allen Grund zum Jubeln © Lionspeed

Ellis war am Wochenende aber nicht der einzige Schweizer, der einen Titel holte: Ricardo Feller sicherte sich beim verregneten Finale der GT World Challenge in Barcelona (ESP) den Titel im Sprint-Cup. Mit einem zweiten Platz im ersten Rennen hat der Aargauer zusammen mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus schon am Samstag alles klar gemacht. Der zweite Platz reichte aus, weil sich Chris Lulham im Verstappen-Mercedes #3 drei Minuten vor Schluss im Kampf mit dem Bronze-Sieger rausdrehte. «Wir hatten das Glück auf unserer Seite», meinte Feller nach dem Rennen. «Ich weiss gar nicht, wie wir beim Restart wieder so weit vorne sein konnten. Mit dem Ergebnis können wir uns glücklich schätzen, aber nehmen es natürlich gerne mit.» Am Sonntag – bei deutlich besseren Witterungsverhältnissen – gab es abermals aus Schweizer Sicht Grund zur Freude: Das Duo Vermeulen/Green gewann für Emil Frey Racing das zweite Rennen. Auch für Patric Niederhauser endete die Sprint-Saison mit einem Podestplatz. Der Berner wurde am Samstag hinter Feller Dritter. 

Einen Einstand nach Mass feierte der 16-jährige Marlon Bayer bei der Formel-4-Meisterschaft in Saudi-Arabien. Bayer, der vor zwei Jahren noch in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft fuhr, sicherte sich in beiden Rennen zum F4 Saudi Arabian Championship auf dem Jeddah Corniche Circuit die Pole-Position. Den ersten Lauf beendete er danach auf Rang 3, das zweite Rennen entschied er für sich. Damit stand der Rookie an seinem allerersten Formel-4-Wochenende in beiden Rennen auf dem Podium und führt nach dem Auftaktwochenende sowohl die Meisterschaft als auch die Rookie-Wertung an.

Erneut auf dem Podium stand auch Rally-Ticino-Sieger Kevin Gilardoni. Der 34-Jährige aus dem Misox wurde bei der Super Trofeo Lamborghini in Barcelona Dritter. Lauf 1 musste wegen eines Unwetters gestrichen werden. In der Gesamtwertung liegt Gilardoni vor dem grossen Finale in Monza (22.-25. Oktober) vorne. Allerdings nur mit einem Punkt Vorsprung.

Marlon Bayer Saudi 2026 Sieger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Souveräner Einstand: Marlon Bayer siegte in der Formel 4 © Archiv Bayer

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02.10.2026 Nicolas Lathion: «Zu vorsichtig dürfen wir bei der RIV nicht sein!»
Lathion Christophe Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auf Titelkurs: Nicolas Lathion und Morgane Apothéloz © Cornevaux

Nicolas Lathion und seine Beifahrerin Morgane Apothéloz peilen bei der Rallye du Valais den Schweizer Meister-Titel an. Für den Walliser wäre es nach dem Junior-Titel von 2017 der zweite Titel. 2024 und 2025 war er jeweils Gesamtfünfter. 

Nicolas Lathion hat vor der Rallye du Valais (29.-31. Oktober) alle Trümpfe in der Hand. Der 36-jährige Walliser nimmt mit 22 Punkten Vorsprung als Gesamtführender seine Heimrallye unter die Räder. Ein neunter Platz bei der RIV würde ihm und seiner Co-Pilotin Morgane Apothéloz zum Titelgewinn reichen. Wenn man Lathions Ergebnisse aus den vergangenen Jahren herbeizieht, sollte diese Aufgabe lösbar sein. 2023 wurde der Skoda-Pilot aus Charrat Vierter, 2024 Zweiter und im Vorjahr Fünfter. Doch genau darin liegt die Krux. Lathion sagt selber: «Volles Risiko müssen wir nicht nehmen, aber zu vorsichtig dürfen wir bei der RIV auch nicht sein!»

Du hast 22 Punkte Vorsprung vor dem Finale im Wallis. 32 Zähler kann man noch maximal machen. Reicht das, um den Titel nach Hause zu fahren?
Nicolas Lathion: Auf der einen Seite müssen wir nicht volles Risiko gehen. Das ist gut. Anderseits dürfen wir auch nicht zu vorsichtig fahren. Und letzten Endes müssen wir ins Ziel kommen. Wichtig wird sein, dass wir in einen guten Rhythmus kommen.

Ein neunter Platz (dafür gäbe es insgesamt zehn Punkte) würde zum Titelgewinn reichen. Das ist eine lösbare Aufgabe, oder?
Ja, aber eben immer vorausgesetzt, man kommt ins Ziel. Und Stand heute weiss ich auch noch nicht, wer meine Gegner sind. 

Lathion Ticino Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bei der Rally del Ticino wurde Lathion zuletzt Fünfter © Eichenberger

Hast du die neue Saison mit dem bewussten Ziel angefangen, Schweizer Rallye-Meister zu werden?
Ja, das kann man so sagen. Unser Ziel war von Anfang an, möglichst alle Läufe zu bestreiten. Das ist uns gelungen. Und das ist, weil längst nicht alle Fahrer alle Rallyes bestreiten, das Rezept, um den Titel zu holen. 

Du bist schon einmal Schweizer Rallye-Meister geworden. Bei den Junioren 2017. Was würde dir dieser Titel bedeuten?
2026 ist mein drittes Jahr mit einem Rally2-Fahrzeug. So gesehen wäre der Titel eine Belohnung für all die harte Arbeit im Hintergrund.   

Würde es dir etwas ausmachen, wenn du den Titel gewinnst, ohne eine Rallye gewonnen zu haben?
Nein. Die bevorstehende Rallye du Valais ist erst meine zehnte Rallye auf Top-Niveau – ich habe also erst neun Rallyes mit einem Rally2-Auto absolviert. Im Vergleich mit Top-Piloten wie Coppens oder Hirschi habe ich sehr viel weniger Erfahrung. So gesehen ist es nicht besonders erstaunlich, dass ich in der Gesamtwertung noch nie ganz vorne lag. 

Wie bereitest du dich auf deine Heimrallye Ende Oktober vor?
Die nächsten zwei Wochen geht es darum, noch Partner und Sponsoren zu finden. Schliesslich hat man im Falle eines Unfalls auch immer noch einen Selbstbehalt von rund 25'000 Franken im Hinterkopf. Den gilt es abzusichern. Eine Vorbereitung in Form einer kleinen Vorbereitungsrallye wird es nicht geben. Dafür fehlen die Mittel.   

Bist du nervös?
(Lacht.) Noch nicht. Zwei Wochen vor der Rallye fängt es dann aber an zu kribbeln.

Lathion Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Beim Auftakt im Jura fuhr Lathion als Dritter aufs Podium © Cornevaux

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01.10.2026 Ein neues Bergrennen ab 2028?
Start Sattelegg Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hier wäre der Start des Bergrennens Sattelegg © Eichenberger

Seit 2023 ist man im Wägital (Kanton Schwyz) daran, ein neues Bergrennen auf die Beine zu stellen. Noch sind (bis zur Erstaustragung 2028) einige Hürden zu nehmen. Auto Sport Schweiz hat vor Ort einen Augenschein genommen.

Das Bergrennen Sattelegg im Kanton Schwyz nimmt konkrete Formen an. Wenn alles reibungslos klappt, könnte im Sommer 2028 die Erstaustragung stattfinden. Diese hätte noch keinen offiziellen SM-Status. Den bekäme das Bergrennen Sattelegg erst nach dem Probelauf. Damit hätte die Schweiz 2029 ein neues Bergrennen. Lange ist’s her, dass ein neuer Veranstalter die Schweizer Bergszene bereichert hat. Hemberg hat 2012 ein Comeback genommen. Mit einer verkürzten Strecke und einem neuen Ausgangsort. Als «neu» kann man die Veranstaltung aber nicht bezeichnen. Hemberg war (mit Start in St. Peterzell) schon von 1968 bis 1990 fixer Bestandteil der Schweizer Berg-Meisterschaft. Der wirklich letzte Neuling (ohne Vorgeschichte) war das Bergrennen Massongex – Vérossaz, das 1984 Premiere feierte und 2023 leider zum letzten Mal ausgetragen wurde. Mehr als 40 Jahre hat es also keinen neuen Veranstalter mehr gegeben! Dass die Schweizer Berg-Meisterschaft in dieser Zeit nicht zugrunde gegangen ist, spricht für die heutigen Veranstalter und ihr Durchhaltevermögen.

Bis man in Sattelegg soweit ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Dessen ist sich auch Marcel Schubiger (53) bewusst. Der seit 2025 als OK-Präsident amtierende Schwyzer mit einer Vergangenheit als Composite-Abteilungsleiter beim Sauber-Formel-1-Team sagt: «Wir wollen einen jährlich wiederkehrenden Event veranstalten. Das geht nur, wenn wir Kanton, Gemeinde und Anwohner für das Projekt begeistern können. Bis jetzt ist uns das recht gut gelungen. Wir haben nur eine Anwohnerin, deren Begeisterung sich in Grenzen hält. Sie hat aber schon angedeutet, dass sie in dieser Zeit dann halt in die Ferien geht.»

Die Strecke würde von der Satteleggstrasse im Wägital bis zum Restaurant Sattelegg führen und wäre mit 5,5 Kilometern sogar 320 Meter länger als Saint-Ursanne – Les Rangiers. Der untere Teil des Parcours würde sich über sieben Haarnadelkurven erstrecken. Der zweite Abschnitt wäre eine Aneinanderreihung von Rechts-Links-Kombinationen. Die beiden aktiven Piloten Philip Egli und Christian Müller nahmen Anfang August einen Augenschein vor Ort. «Die Strecke ist sehr lang», sagt Egli, der zusammen mit Müller im Komitee «Strecke & Sicherheit» einsitzt. «Der untere Teil ist technisch anspruchsvoll, der obere Teil sehr schnell. Da bräuchte es die eine oder andere Schikane, um das Tempo zu drosseln.»

Ziel Sattelegg Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Ziel des Bergrennens läge beim Restaurant Sattelegg © Eichenberger

Die Haarnadelkurven seien laut Egli und Müller übrigens kein Risikofaktor. «Man bewältigt diese auch mit einem Sport- oder Formelwagen mühelos», sagt Müller. «Die Steigung in diesen Kurven ist nicht mit denen in Massongex zu vergleichen. Dort waren die Kurven teilweise deutlich steiler und hatten in der Vergangenheit immer wieder mal die eine andere Antriebswelle gekostet.»

Egli und Müller haben bei ihrem Besuch engagierte und motivierte Leute aus dem OK angetroffen. «Das ist eine Grundvoraussetzung für ein solches Projekt», sagt Müller, der aus eigener Erfahrung in Hemberg (Streckenlänge knapp 1,8 km) bestens über die Herausforderung einer solchen Veranstaltung Bescheid weiss. «5,5 Kilometer mit Leitschienen, Miniguards, Baumstämmen und Heuballen abzusichern, ist eine sportliche Herausforderung. Aber vielleicht schaffen es die Veranstalter ja, mit dem hiesigen Tiefbauamt Lösungen zu finden, die dann nicht auf ihre Kostenstelle laufen. Die Erweiterung der Leitschienen würde ja auch die Sicherheit der Allgemeinheit verbessern. Ich denke da vor allem an die vielen Motorradfahrer, die diese Strecke unterm Jahr befahren und von solchen Massnahmen auch profitieren würden.»

Ein Problem sind laut Egli und Müller auch die vielen Weidezäune entlang der geplanten Piste. «Die müsste man für die Veranstaltung entfernen», sagt Egli. «Und von denen gibt es einige.» Für die Rückführungen und den Parc fermé bietet sich der Parkplatz beim Restaurant Sattelegg an. Das Fahrerlager wäre im Dorf Vorderthal untergebracht. Das habe den Vorteil, dass die örtlichen Vereine ebenfalls vom Anlass profitieren könnten. Für die Zuschauer soll es einen Shuttleservice geben – zum einen von der Wägitaler-Seite her, zum anderen von Willerzell (am Sihlsee).

Offene Fragen gibt es noch in Bezug auf die Anzahl der Fahrer, die am Bergrennen Sattelegg teilnehmen könnten, sowie über das benötigte Budget. Diese Punkte will der von Berufswegen erfahrene Projektleiter als nächstes klären. «Wenn wir wissen, in welchem Umfang sich der Kanton beteiligt, können wir abschätzen, wie sehr wir als Veranstalter in Vorleistung gehen müssen.»

Bleibt zu hoffen, dass die Schwyzer einen langen Atem haben. Ein neues Rennen wäre definitiv eine Bereicherung für unseren faszinierenden Bergrennsport.  

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30.09.2026 PSCS: Neuhofer neuer Tabellenführer
Start Porsche GT3 Mugello 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Start zum GT3-Rennen mit Neuhofer (l.) und Burkard (r.) © Porsche

Der grosse Gewinner des fünften Rennwochenendes des Porsche Sports Cup Suisse heisst Felix Neuhofer. Der Österreicher sicherte sich in Mugello in beiden Rennen der Gruppe GT3 Cup die Maximalpunktzahl.

An Felix Neuhofer führte in der Gruppe GT3 Cup auch in Mugello kein Weg vorbei: Der Österreicher mit in Deutschland angesiedeltem Team startete in beide Rennen von der Pole-Position, drehte dort mit dem 510 PS starken 911 GT3 Cup jeweils die schnellste Runde und brachte zwei Mal einen ungefährdeten Sieg ins Ziel. Dies sicherte ihm, wie bereits zuvor auf dem Red Bull Ring, die maximale Ausbeute von 62 Punkten. Damit übernahm Neuhofer in der Klasse-1-Fahrerwertung die Führung, wo er Jack Sherwood von der Spitze verdrängte. Der Brite war in Italien nicht angetreten. 

Platz 2 ging auf der 5,245 Kilometer langen Formel-1-Strecke jeweils an Gregor Burkard. In Lauf 1 konnte sich der Schweizer gegen Christian Caramuscia verteidigen, der mit 0,183 Sekunden Rückstand als Dritter gewertet wurde. Auf den weiteren Positionen: Sebastien Pidoux, «Gioga», Jan Klingelnberg und Simon Mathys.

Im zweiten Rennen hiess Burkards Herausforderer Ilario Introna. Der Italiener startete als Siebter, weil er nach seinem Ausfall im ersten Lauf mit einem Satz frischer Michelin-Rennreifen in die Aufstellung rollte. Burkard wurde auf die fünfte Position zurückgestuft, da er ebenfalls zu so genannten Joker-Pneus greifen musste. Auch dank des hieraus resultierenden Traktionsvorteils konnte er sich noch in der ersten Runde auf den zweiten Rang hinter Neuhofer katapultieren. Introna tauchte im fünften Umlauf auf Platz 3 auf. Am Ende trennten ihn 0,690 Sekunden von Burkard. «Gioga» wurde Vierter vor Andreas Marti und Caramuscia.

In der Gruppe GT4 Clubsport fuhr Kevin Lattion zwei weitere Siege ein. Mit ihren bis zu 565 PS starken 911 GT3 R teilten sich Patrick Dinkeldein und Stephan Heim die ersten Plätze in der Gesamtwertung der Gruppe Open GT. In der umkämpften Klasse 21 für den 911 GT3 Cup mit ABS und Traktionskontrolle liess sich zunächst Marcus Graichen feiern, im zweiten Lauf stand Levin Gelf auf dem obersten Treppchen. Nico Gründel verteidigte mit zwei dritten Plätzen seine Tabellenführung. Bei den historischen Cup-Rennwagen wechselten sich die Gewinner ab: Sebastian Glaser und Simon Willner teilten sich die Siege bei den Porsche der 911-Generation 993, während bei der Modellgeneration 964 zunächst Enzo Calderari vorne lag. Im zweiten Lauf trat das eidgenössische Rennsport-Urgestein nicht an und überliess so Florian Schmidhuber das Feld.

Das sechste und letzte Rennwochenende der laufenden Saison trägt der Porsche Sports Cup Suisse vom 22. bis 24. Oktober auf dem World Circuit Marco Simoncelli im italienischen Misano aus. Dort steht neben einem Doppelsprint auch wieder ein zweistündiges Nachtrennen auf dem Programm.

Calderari PSCS 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Enzo Calderari lag bei der Modellgeneration 964 im ersten Lauf vorne © Porsche

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