Beim Bergrennen Eschdorf in Luxemburg waren am vergangenen Wochenenden auch einige Schweizer im Einsatz. Nach einem tragischen Unfall am Sonntagmorgen wurde die Veranstaltung aber vorzeitig abgebrochen.
Mit Trauer statt Trophäen kehrten die Teilnehmer vom 34. European Hill Race in Eschdorf (LUX) nach Hause, darunter ein gutes Dutzend Schweizer. Im Verlauf des ersten Rennlaufs am Sonntagmorgen kam der bekannte belgische Porsche-Pilot Loic Cordier von der Strecke ab und erfasste dabei auch Streckenposten. Leider kam dabei eine 48-jährige Frau ums Leben, der Fahrer selbst und ein weiterer Marschall erlitten Verletzungen. Bis zum Abbruch der Veranstaltung waren 70 der 132 im Training klassierten Fahrer aus sieben Nationen im Ziel. Fabien Houlmann (Peugeot 205) und Andreas Helm (VW Polo) führten ihre Pf-Gruppen zu diesem Zeitpunkt an.
Gesamtschnellster im Training war der zweifache Schweizer Bergmeister Robin Faustini vor dem Franzosen Sébastien Petit (beide Nova NP01 Emap Turbo) und den zwei weiteren Eidgenossen Michel Zemp im Norma-Helftec-Turbo (1. E2-SC-2000) und Marcel Steiner im Nova NP01-Helftec-Turbo). Für die Schweizer war das beliebte Rennen in Luxemburg ein willkommenes Training unter Wettbewerbsbedingungen vor dem Start zur Nationalen Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg. Auto Sport Schweiz entbietet den Hinterbliebenen ihre aufrichtige Anteilnahme und wünscht allen weiteren Betroffenen viel Kraft bei der Bewältigung der Folgen dieses Unglücks.
Text: Peter Wyss
Im Kampf um die Schweizer Slalom-Meisterschaft sind nach dem Doppelrennen in Ambri noch zwei Fahrer verlustpunktefrei. Die Tagessiege im Tessin gingen an Lionel Ryter – allerdings knapper als erwartet.
Kurz vor dem ersten Rennlauf am Samstag meinte Christophe Oulevay: «In einer halben Stunde ist das mit der weissen Weste für mich gelaufen. Werner Rohr ist hier stärker als ich. Die Chancen auf den Slalom-Titel sind für mich dahin.» Oulevay sollte recht behalten. In der IS bis 1,6 Liter war der VW-Scirocco-Pilot an beiden Renntagen langsamer als Rohr auf seinem Toyota Corolla AE 86. Am Samstag fehlten 0,58, am Sonntag 0,32 Sekunden. Natürlich hat Oulevay noch immer theoretische Chancen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt: Am Ende der Saison gewinnt in der Regel der Fahrer die Meisterschaft, der verlustpunktefrei geblieben ist. Der letzte Schweizer Slalom-Meister, der nicht auf das Punktemaximum gekommen ist, war Martin Bürki. Das ist aber schon ein Weilchen her. 2016 fehlten ihm, um am Ende eine weisse Weste zu haben, fünf Zähler – zum Titel reichte es ihm trotzdem.
2026 sind nach fünf von sieben Rennen noch zwei Fahrer auf Kurs: Christian Bralla auf seinem Fiat X1/9 und Vorjahresmeister Alessandro Grispino auf seinem Renault Clio R3. Beide haben in Ambri ihre Klassen souverän gewonnen, wobei Bralla am Samstag in 1:32,84 min als Gesamtvierter obendrauf der schnellste Tourenwagenfahrer war. Am Sonntag – auf der schneller gesteckten Strecke – musste sich der Lokalmatador den beiden Porsche-Piloten Dino Wintsch und Mathias Bischofberger geschlagen geben. Für Wintsch war es nach Frauenfeld der zweite Gesamtsieg bei den Tourenwagen. Auch er wurde (wie Bralla am Vortag) Gesamtvierter.
Schneller als die beiden schnellsten Tourenwagen waren im auf 1000 Meter hoch gelegenen Ambri nur die drei Formel-Piloten Lionel Ryter (Formel Renault), Ursanne Salomon (Formel 3) und Tiziano Riva (Formel 3000). Dass Ryter, der bereits in Bière einen Tagessieg 2026 verbuchen konnte, die Nummer 1 sein würde, war abzusehen. Ohne Dauerrivale Philip Egli fehlte ganz an der Spitze die Referenz. Doch die beiden Siege im Tessin sind dem jungen Walliser nicht in den Schoss gefallen. Ryter hatte schon vor der Saison darauf hingewiesen, dass er punkto Reifen ziemlich ausgeschossen sei. «Ich bin in Sachen Gummi am Limit», meinte Ryter, der inzwischen auch schon bei sieben Slalom-Tagessiegen liegt. «Meine Vorderreifen von Ambri hatten 220 Kilometer drauf…» Dazu kam ein kleiner Blechschaden am Sonntagmorgen. «Im ersten Trainingslauf habe ich mir den Frontflügel an einer Pylone abgefahren. Aber das konnten wir zum Glück in zwei Minuten reparieren, sodass ich sogar zum zweiten Durchgang starten konnte.»
Am Samstag betrug der Vorsprung von Ryter 1,53 Sekunden auf Salomon. Am Sonntag war er 1,6 Sekunden schneller. Der Jurassier kommt mit dem ehemaligen Formel 3 von Roland Bossy immer besser zurecht. «Es geht sicher noch schneller», meinte er nach dem ersten Renntag, «aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung.» Auf Platz 3 im SCRATCH landete Ambri-Spezialist Riva auf seinem Reynard 92D. Am Sonntag fehlten dem 58-jährigen Tessiner 0,16 Sekunden auf Salomon. Mit Nolan Vuilleumier und Anthony Gurba (beide auf Formel Renault) landeten noch zwei weitere junge Nachwuchspiloten in Ambri in den Top 10.
Apropos Top 10: In der tauchte am Samstag auch Bruno Sawatzki auf. Der Schweizer Tourenwagen-Meister von 2023 und 2024 hat den Slalom in Ambri als Trainingsfahrt im Hinblick auf die Berg-Meisterschaft genutzt und war am Samstag mit seinem Porsche 991.1 schnellster Interswiss-Pilot. Dass er sich im zweiten Lauf nicht steigern konnte, lag an den Reifen. «Die Yokohamas haben hier deutlich besser funktioniert als die Michelins.» Hinter Sawatzki, der in der IS über 3 Liter startete, gewann Stephan Burri am Samstag in seinem VW Scirocco die 2-Liter-Konkurrenz. Am Sonntag war Marco Geering im Opel Kadett der schnellste IS-ler. Sawatzki hatte seinen Porsche schon am Samstagnachmittag nach zwei Läufen wieder aufgeladen – «Ich habe genug Erkenntnisse gesammelt». Burri hatte schon am ersten Renntag merkwürdige Geräusche aus dem Motorenumfeld wahrgenommen. «Irgendetwas läuft nicht rund», meinte der gebürtige Berner und verzichtete auf weitere Experimente am Sonntag.
Schlimmer traf es Ex-Slalom-Champion Martin Oliver Bürki im zweiten Trainingslauf am Sonntagmorgen. Nach einem kleinen Fahrfehler ausgangs der Zielschikane landete MOB in der Leitplanke. «Ich habe die Lenkung etwas zu früh aufgemacht und dann kam schon der Gegenschwenker.» Ob wir den wunderschön aufgebauten BMW 320iS in dieser Saison nochmals sehen werden? Im Moment sieht es nicht danach aus. Immerhin: Der Fahrer ist abgesehen von einem «Ziehen im Nacken» wohlauf.
Einen starken Eindruck hinterliess in Ambri Jannis Jeremias. Der Seeländer hat im Tessin zum zweiten Mal nach Bière seinem frisch erstandenen Honda-TCR von der Leine gelassen. Samstag wie Sonntag schaffte er es jeweils in die Top 15. Auf einen Routinier wie Christoph Zwahlen im Porsche 911, der ohne Zweifel weiss, wo sich das Gaspedal befindet, hat Jannis an beiden Tagen nur jeweils zwei Sekunden verloren.
Im Renault Classic Cup meldete sich am Samstag Thomas Zürcher mit seinem ersten Saisonsieg vor Beat Rohr und René Schnidrig zurück. Am Sonntag hätte der Serienmeister abermals auf dem Podium stehen können, doch Zürcher touchierte in beiden Rennläufen eine Pylone. So sicherte sich der neue Gesamtführende Rohr seinen zweiten Sieg im RCC – vor Marc Beyeler und Schnidrig.
Im Suzuki Swiss Racing Cup setzte sich Patrick Flammer gleich zwei Mal durch. Wie üblich war es auch diesmal wieder sehr eng. Am Samstag betrug der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rico Thomann 0,23 Sekunden, am Sonntag war Reto Steiner mit 0,32 Sekunden Zweiter.
Bei den LOCalen Rennen war Mario Hedinger auf seinem Lotus Exige S am Samstag in 1:38,12 min der schnellste Pilot. Am Sonntag war die Reihe an einem Elektroauto! Noa Schmid gewann auf seinem Tesla Model 3 in 1:35,28 min.
Alle Klassensieger von Ambri im Überblick – Samstag: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition über 2000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Roland Schmid (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Ramon Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Thomas Zürcher (Renault Clio RS III, RCC), Jannis Jeremias (Honda Civic, TCR), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Hans Peter Eller (Opel Kadett C Coupé, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Christophe Maréchal (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Mario Bertocchi (BMW E36, E1 bis 3500 cm3), Dino Wintsch (Porsche 911, E1 über 3500 cm3), Stephan Moser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE 86, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 2500 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1, IS über 3000 cm3), Markus Brander (March F2, Historic bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Tiziano Riva (Reynard 92D, E2-SS über 2000 cm3).
Sonntag: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition über 2000 cm3), Adrian Gerber (Citroën Saxo VTS, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Ramon Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Beat Rohr (Renault Clio RS III, RCC), Jannis Jeremias (Honda Civic, TCR), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Peter Eggimann (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Christophe Maréchal (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Mario Bertocchi (BMW E36, E1 bis 3500 cm3), Dino Wintsch (Porsche 911, E1 über 3500 cm3), Stephan Moser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Werner Rohr (Toyota Corolla AE 86, IS bis 1600 cm3), Marco Geering (Opel Kadett C GT/E, IS bis 2000 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 2500 cm3), Vanessa Zenklusen (Subaru Impreza Type R, IS über 3000 cm3), Markus Brander (March F2, Historic bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Tiziano Riva (Reynard 92D, E2-SS über 2000 cm3).
Und so geht es weiter:
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon
Der Slalom von Bière war erst sein drittes Autorennen. Dennoch hat Remo Fischer mit seinem frisch aufgebauten Ford Escort Cosworth schon einmal eine Duftmarke gesetzt. Sein Ziel für dieses Jahr: die komplette Schweizer Berg-Meisterschaft bestreiten.
Fast aus dem Nichts war am vergangenen Samstag Remo Fischer (41) der schnellste Tourenwagenfahrer beim Slalom von Bière. Selbst er staunte über seine Fabelzeit im zweiten Lauf.
Du bist nach Dino Wintsch der zweite Tourenwagenfahrer, der dieses Jahr bei einem Slalom mit der Tagesbestzeit überrascht. Hast du das erwartet?
Remo Fischer: Nein, ganz und gar nicht. Erst recht, weil ich am Morgen noch gar nicht auf Touren kam.
Du bist noch nicht lange dabei, oder?
Nein, ich habe letztes Jahr in Oberhallau mein erstes Rennen bestritten. Danach wollte ich eigentlich am Gurnigel starten, aber weil in Oberhallau die Radnabe kaputt ging, konnte ich erst wieder in Les Paccots fahren. In Frauenfeld hatte ich wiederum technische Probleme und musste aufladen. Der Slalom in Bière war also erst mein drittes Autorennnen.
Du bist zuvor gar nie gefahren?
Doch, ich bin bis 30 Kart gefahren. Dann musste ich aufhören, weil ich mir eine Rippe fünf Mal gebrochen habe. Der Arzt hatte mir gesagt, ich müsse mein Hobby wechseln. Also meinte ich: «Dann fahre ich halt Bergrennen!»
Warum ausgerechnet Bergrennen?
Ich muss zugeben: Bis 18 wusste ich gar nicht, dass wir in der Schweiz Bergrennen haben. Aber dann sah ich ein Video von Autos, die flammenspeiend den Berg hoch gefahren sind. Da wollte ich das auch.
Seit wann bist du dieses Auto am Aufbauen?
Das ist der zweite «Cossie», den ich aufgebaut habe. Den ersten habe ich nach den Regeln des Performance factors konstruiert. Aber dann wurden die Regeln angepasst und viel Arbeit war umsonst. Dann habe ich einen zweiten Cossie gekauft, das Auto von Werner Hofer – und für dieses konnte ich viele Teile, die ich bereits fürs erste Auto gemacht habe, verwenden.
Front- und Heckspoiler fallen durch ihre Grösse ins Auge.
Ja, ich konnte lange nicht fahren, habe aber immer weitergebaut… Ich bin auch noch nicht fertig. Der Unterboden ist noch original. Da kommt auch was Eigenes. Die ganze Technik stammt aus Österreich – von Gabat Tuning.
Der Slalom in Bière war für dich nur ein Training.
Ja, das stimmt. Mein Fokus liegt ganz klar auf den Bergrennen. Und da will ich dieses Jahr die komplette Saison bestreiten.
Mit welchem Ziel?
Auto und Strecken kennenlernen. Ich kenne bisher ja nur Oberhallau und Les Paccots.
Am Wochenende finden in Ambri die Läufe 4 und 5 der diesjährigen Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Die besten Karten – mit Blick auf den Titel – haben Christian Bralla (Fiat X1/9), Christophe Oulevay (VW Scirocco) und Alessandro Grispino (Renault Clio R3).
Es geht Schlag auf Schlag. Am kommenden Wochenende finden auf dem Flugplatz in Ambri bereits die Läufe 4 und 5 zur diesjährigen Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Nur noch vier Fahrer haben nach den Slaloms in Frauenfeld und Bière noch eine weisse Weste:
Christian Bralla, Vaglio, E1/Fiat X1/9
Alessandro Grispino, Steinen, ISA/Renault Clio
Andreas Helm, Otelfingen, IS/VW Polo
Christophe Oulevay, Chavornay, IS/VW Scirocco
Einer davon hat sich im Kampf um den Titel vor Ambri aus dem Rennen genommen: Andreas Helm wird bei den beiden Läufen im Tessin fehlen. Der VW-Polo-Pilot aus Otelfingen (ZH) wird am Wochenende beim Bergrennen in Eschdorf (LUX) antreten. Läuft also alles auf ein Dreikampf zwischen Lokalmatador Christian Bralla, Scirocco-Pilot Christophe Oulevay und Vorjahresmeister Alessandro Grispino hinaus? Letzterer hatte vor der Saison noch gemeint, dass er aus schulischen Gründen wohl kaum die ganze Slalom-Saison bestreiten kann. Das sieht – Stand heute – besser aus. Fakt ist: Kämen am Ende alle auf das Punktemaximum, dann hat Bralla die besten Karten, weil er jeweils am meisten Konkurrenten hat. Aber das werden wir dann beim Finale in Chamblon am 21. Juni noch früh genug sehen.
Auch bei den Junioren stehen noch vier Fahrer ohne Verlustpunkte da. Auch dort ist also Spannung angesagt.
Steven Chiquita, Orbe, E1/BMW E30
Alessandro Grispino, Steinen, ISA/Renault Clio
Ursanne Salomon, Fregiécourt, E2-SS/Dallara Formel 3
Mario Schöpfer, Escholzmatt, IS/VW Polo
Organisiert wird der Automobilslalom in Ambri von der Equipe Bernoise – und das bereits zum 16. Mal. Zum fünften Mal werden in der Leventina am Samstag und am Sonntag Punkte vergeben. Den ersten Doppellauf gab es 2021. Beide Rennen werden in dieselbe Richtung ausgetragen – mit je 55 Toren. Samstag und Sonntag sind aber auf der Geraden Richtung Gotthard nicht identisch «ausgeflaggt».
Los geht es am Samstagmorgen ab 8.30 Uhr mit den ersten Besichtigungs- und Trainingsläufen. Ab 14.20 Uhr geht es mit dem Rennbetrieb los. Am Sonntag wird ebenfalls ab 8.30 trainiert. Der erste Rennlauf findet um 14.25 Uhr statt. Weitere Infos findet man unter diesem Link.
Thomas Amweg wird dieses Jahr keine Schweizer Berg-Meisterschaft bestreiten. Das hat der Aargauer eineinhalb Monate vor dem Saisonstart in Hemberg bestätigt. Amweg konzentriert sich dieses Jahr auf historische Berg- und Demo-Veranstaltungen.
Schade, kann man nur sagen. Aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Thomas Amweg wird in diesem Jahr kürzer treten. Der 41-jährige Familienvater aus Ammerswil im Kanton Aargau macht eine Pause. «Ich werde dieses Jahr keine Rennen zur Schweizer Meisterschaft bestreiten», sagt der Vorjahresvierte.
Gründe dafür gibt es gleich mehrere. Der zentralteste ist der finanzielle Aufwand. Und die Tatsache, dass der Nova Proto, den Amweg 2025 bewegte, nicht ihm gehört. «Ich bin nicht gratis gefahren. Ich musste mich an der Finanzierung beteiligen; quasi als Miete – und überhaupt ist alles teurer geworden», sagt Amweg. «Weil das Auto nicht mir gehörte, kann ich das auf diesem Niveau nicht mehr verantworten. Ich möchte mich an dieser Stelle aber bedanken – vor allem bei ‹Phimmo Racing›. Ohne deren Unterstützung hätte ich vieles, was ich bisher im Motorsport erlebt habe, nicht erleben können. Es gab zahlreiche unvergessliche Momente. Ich erinnere da nur an die Möglichkeit, die mir geboten wurde, als ich den ehemaligen Formel-1-March von Jo Siffert fahren durfte.»
Auf die letzten Jahre zurückblickend meint Amweg: «Manchmal kam ich mir vor wie Fernando Alonso: Oft sass ich zum falschen Zeitpunkt im richtigen Auto…» 2025 war für Amweg ein besonders ärgerliches Jahr. Technische Probleme bremsten ihn in Reitnau und am Gurnigel ein und sorgten dafür, dass er beim Finale in Les Paccots gar nicht mehr fahren konnte. «Ohne diese Probleme hatte mich eigentlich nur einer fest im Griff: Robin Faustini. Und in La Roche war Joël Volluz schneller. Hätte ich nicht so viele Schwierigkeiten gehabt, wäre ich sicher Zweiter geworden.»
Die Entscheidung, eine Pause einzulegen, bedeutet jedoch keineswegs einen Rückzug aus dem Motorsport. Im Gegenteil: Amweg wird in diesem Jahr bei ausgewählten historischen Rennen mit dem Eigenbau-Fahrzeug am Start stehen – so u.a. in der Lenzerheide, in Arosa und bei der Bernina Classic. «Und wenn wir die Ersatzteile rechtzeitig kriegen, sind wir auch beim GP Mutschellen am 3. Mai dabei.»
Und wie gesagt: Aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Amwegs Blick richtet sich bereits nach vorne: Für die Saison 2027 sind neue Ideen und möglicherweise ein spannendes Projekt in Planung. «Ziel ist es, gestärkt und mit frischer Motivation in den aktiven Bergrennsport zurückzukehren und erneut ambitionierte Ziele zu verfolgen», so der Gurnigel-Sieger von 2019 und Streckenrekordhalter in Arosa respektive Bernina.
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