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Levier (FRA) 31.5.26

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11.05.2026 Reto Meisel siegt in Spanien
Meisel myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel (hier ein Archivbild) siegte beim EM-Lauf in Spanien © myrally.ch

Wie immer informieren wir Sie an dieser Stelle auch über die Schweizer Bergrennfahrer, die international im Einsatz standen: So zum Beispiel dieses Wochenende mit einem weitern Sieg von Reto Meisel in Spanien.

Reto Meisel errang mit seinem Mercedes SLK340 Judd beim zweiten Lauf zur Berg-EM in Spanien, der Subida al Fito, den Sieg in der Gruppe 1. EM-Auftaktsieger Ronnie Bratschi (er startet mit tschechischer Lizenz) schied im ersten Rennlauf auf stellenweise feuchter Bahn durch einen Unfall mit seinem Mitsubishi aus. Somit führt Meisel nach zwei EM-Läufen das Klassement in der EM-Gruppe 1 an, er ist auch am nächsten Sonntag auf seiner Lieblingsstrecke in Falperra in Portugal der Favorit auf den Sieg.

Schnellster Tourenwagenpilot in Spanien war der Einheimische Javier Villa auf einem BRC 110T, einer spanischen Konstruktion mit Alpine-Silhouette und Honda-Turbomotor, mit der er in der Gruppe 2 eingeteilt ist. Der Tagessieg ging wie in Österreich an Titelverteidiger Christian Merli auf einem Nova Proto NP01 mit Cosworth-V8-Saugmotor von Heini Mader aus Gland (VD). Der gleich motorisierte Deutsche Alexander Hin sorgte mit beherzter Fahrt im ersten Rennlauf für einen Doppelsieg des Südtiroler Teams. Wegen eines Unwetters am späteren Nachmittag wurde kein dritter Rennlauf mehr ausgetragen.

Text: Peter Wyss

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11.05.2026 Weekend-Report 13/2026
Alexis Genolet Valencia 2026 Podium Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gratulation! Alexis Genolet (Mitte) gewann in Valencia das Auftaktrennen zur FIA Academy Trophy bei den Senioren © Instagram Genolet

Das vergangene Weekend stand ganz im Zeichen vom zweiten Podestplatz Raffaele Marciellos in der WEC. Aber es gab noch einen anderen grossen Schweizer Triumph zu feiern: im Kartsport – dank Alexis Genolet.

Für einmal fangen wir beim Weekend-Report mit dem Kartsport an. Und das hat seinen guten Grund. Der Genfer Alexis Genolet hat beim Saisonauftakt der FIA Academy Trophy in Valencia (ESP) bei den Senioren nicht nur sensationell die Pole-Position geholt und zwei der drei Vorläufe gewonnen, der Zweitplatzierte des Young Drivers Projekts von 2025 hat auch im Finale souverän mit einem Start-Ziel-Sieg triumphiert. Und das mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung! «Ein fantastisches Wochenende, an dem einfach alles perfekt gepasst hat», meinte Genolet. «Ein riesiges Dankeschön an meine Familie, mein Team und alle, die mich unterstützen.» Um die Chancengleichheit zu wahren werden bei der FIA Academy Trophy die Motoren an einem Wochenende immer wieder unter den Fahrern getauscht. Vier Mal hat Genolet einen anderen Motor bekommen – am Speed und der Konstanz des jungen Genfers, der auch dieses Jahr Teil des YDP von Auto Sport Schweiz ist, hat das aber nichts geändert.

Parallel zur Academy wurde in Valencia auch ein Lauf zur FIA-Europameisterschaft ausgetragen. Bester Schweizer war in der Kat. OK Dan Allemann als Fünfter im Finale. Leider erhielt er nachträglich eine Strafe wegen Nichtbeachten der Tracklimits, was ihn auf Rang 15 zurückwarf. Bei den Junioren hielt Albert Tamm die Schweizer Flagge hoch. Leider bekam auch er eine Fünf-Sekunden-Strafe und wurde 18.

Raffaele Marciello Spa 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hat gut lachen: Marciello wurde in Spa Zweiter mit BMW © Cornevaux

Kommen wir zu den Profis: Beim 6-Stunden-Klassiker der WEC in Spa-Francorchamps (BEL) haben nicht die starken Alpine und auch nicht Polesetter Peugeot gewonnen. Bei der Generalprobe zu den 24 Stunden von Le Mans sicherte sich BMW beim Heimspiel für das Einsatzteam WRT einen Doppelsieg – mit Raffaele Marciello auf Rang 2. Für Sébastien Buemi endete das Rennen nach dem Sieg in Imola auf einem enttäuschenden zehnten Rang, nachdem der Toyota mit der #8 eine Stunde vor Schluss zurückgefallen, weil sie kurz zuvor gestoppt hatte und alle anderen unter VSC reinkamen. Auch Louis Delétraz kämpfte im Cadillac gegen Rennende mit stumpfen Waffen und wurde Neunter. In der LMGT3 ging der Sieg an den mit Schweizer Lizenz fahrenden Marvin Kirchhöfer aus Luzern. Thomas Flohr wurde in derselben Klasse 15.

Auch beim Auftakt der italienischen Formel-4-Meisterschaft in Misano (ITA) gab es Schweizer Podestplätze. Zumindest bei den Rookies. Florentin Hattemer (Trident Racing) wurde in den Vorläufen zwei Mal Zweiter. Levi Arn (Jenzer Motorsport) war im zweiten Pre-Heat Dritter und im Finale Vierter. Der dritte Schweizer im Bunde, Georgiy Zasov, verpasste die Finalqualifikation. Einen super Job machte auch der Däne David Walther. Er fuhr im Finale für Maffi Racing auf Platz 3 im Gesamtklassement.

In der britischen Formel 4 gab es für Chiara Bättig beim zweiten Rennen in Brands Hatch (GBR) die Plätze 17, 20 und 6. Das erste Rennen musste Bättig nach einem technischen Defekt im Qualifying von ganz hinten in Angriff nehmen.  

Zwei Podestplätze gab es auch für Kevin Gilardoni. Der vielen von der Rally del Ticino bekannte Bünder erzielte bei der Super Trofeo Lamborghini in Imola (ITA) die Plätze 2 und 3.

Hattemer Arn Misano 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hattemer (l.) und Arn (r.) auf dem Rookie-Podium in Misano © F4 Italia

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07.05.2026 PSCS: Burkard zwei Mal auf dem Podium
PSCS Monza 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Start zum GT3-Rennen des PSCS in Monza © Porsche

Zwei verschiedene Sieger im GT3 Cup, ein weiterhin ungeschlagener Dragos Buriu in der Open GT und ein unerwarteter Ausgang des Langstrecken-Wettbewerbs: Das zweite Rennwochenende des Porsche Sports Cup Suisse in Monza bot einmal mehr spannenden Motorsport. 

Nach seinen beiden souveränen Siegen in Portimão im Rahmen des ersten Rennwochenendes des Porsche Sports Cup Suisse traf Jack Sherwood in Monza auf harte Konkurrenz: Felix Neuhofer wollte einen weiteren Durchmarsch des Briten verhindern. Gleich im ersten Rennen mit den 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992.1, konnte der Österreicher die Führung in der Startrunde an sich reissen. Dies wollte Pole-Position-Mann Sherwood so nicht gelten lassen und kämpfte sich in der zwölften Runde wieder an die Spitze. Sechs weitere Umläufe später überquerte er die Ziellinie mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,9 Sekunden. Auch im zweiten Lauf sah es für den aus Lancashire stammenden Engländer gut aus: Neuhofer musste von der fünften statt der zweiten Position starten, da er Reifen getauscht hatte. Dies schien den Porsche-Routinier jedoch besonders zu beflügeln. Aus der ersten Runde kehrte er als Dritter zurück, in Umlauf zwei tauchte er bereits in Sherwoods Rückspiegel auf und in der vierten Runde lag er vorn. Am Ende betrug sein Abstand mehr als drei Sekunden.

Über Platz 3 durfte sich in beiden Rennen Gregor Burkard freuen – obwohl der Schweizer jeweils von der siebten Position gestartet war. Im ersten Lauf musste der Sportec-Chef zunächst Christian Caramuscia und Moritz Weber überholen, bevor auch Peter Hegglin an der Reihe war. Das zweite Rennen beendete Burkard mit einem satten Vorsprung von über 18 Sekunden vor Caramuscia. 

In der Klasse 10, reserviert für Teilnehmer mit dem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport, konzentrierte sich das Renngeschehen auf das Duell zwischen David Dias aus der Schweiz und dem Deutschen Marcel Clausen. Es endete in beiden Fällen mit dem ersten Platz für Dias. Den Gesamtsieg in den beiden Rennen der Gruppe Open GT sicherte sich wie zuvor beim Saisonauftakt im portugiesischen Portimão Dragos Buriu. Das zweistündige Langstreckenrennen, das auch im Königlichen Park von Monza wieder das Wochenende des Porsche Sports Cup Suisse abrundete, ging an Levin Gelf und Jannes Fittje.

Burkard Monza 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gregor Burkard (rechts) stand in Monza zwei Mal auf dem Podest © Porsche

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06.05.2026 Nachruf Pierre-Antoine Gschwend
Pierre Antoine Gschwend Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Pierre Antoine Gschwend (links im Bild), 1945–2026 © RIV

Er zählt definitiv zu den Leuten, die die Rallye du Valais zu dem gemacht haben, was sie heute ist: Pierre-Antoine Gschwend. Am Sonntag, 26. April, ist der ehemalige Präsident und Rennleiter der legendärsten Rallye in der Schweiz im Alter von 81 Jahren verstorben.

Gschwend trat 1976 erstmals als Rennleiter der Rallye du Valais in Erscheinung. Genauer gesagt der Rallye du Vin. Denn so hiess die Rallye bis 1985. Das weinlastige Image der Veranstaltung passte Anfang der Achtzigerjahre nicht mehr ins Bild. Vor allem passte es nicht zu den europäischen Ambitionen ihres neuen Chefs, der einst als Beifahrer erste Rallye-Luft schnupperte. Gschwend war aber auch sonst dem Automobil- und insbesondere dem Rallyesport verbunden – so unter anderem als FIA-Beobachter. Als mehrfacher Teilnehmer der Rallye du Condroz pflegte Gschwend ausserdem gute Beziehungen nach Belgien. Dieser intensive Austausch machte sich auch bei der Rallye du Valais bemerkbar, die er bis 1992 leitete.

Mit Gschwend trat der gesellige Aspekt der Rallye du Vin immer mehr in den Hintergrund und machte Platz für eine rein sportliche Rallye, die schnell in internationale Meisterschaften aufgenommen wurde. So schaffte es Gschwend und sein Team, die Rallye du Vin 1979 in den Kalender der Rallye-Europameisterschaft aufzunehmen. Immer wieder zog die Rallye du Vin/Valais – auch wegen Gschwend – berühmte Namen wie Per Eklund, Jean Ragnotti oder Sepp Haider an.

Einer, der ihm nahe stand, war der ehemalige Rallye-Pilot Philippe Roux. «Ich hatte das Glück, Pierre-Antoine kennenzulernen, als ich noch in der Schweizer Ski-Nationalmannschaft war. Bei meinen beiden Siegen im Wallis 1978 und 1988 war er Präsident der Veranstaltung. Pierre-Antoine war eine wahrhaft einzigartige Persönlichkeit und ein echter Chef der Rallye. Ich schulde ihm grossen Respekt und natürlich eine tiefe Freundschaft.»

Auto Sport Schweiz spricht Familienangehörigen und Freunden von Pierre-Antoine Gschwend sein tief empfundenes Beileid aus. 

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05.05.2026 Weekend-Report 12/2026
Nico Mueller Berlin 2026 erster Sieg Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller feierte seinen ersten Sieg in der Formel E © Formula E

Was für ein Weekend für die Schweizer Rennfahrer! Drei Siege in drei international hoch angesehenen Meisterschaften – Gratulation an Nico Müller, Ricardo Feller und Grégoire Saucy.

Die Schweiz ist ein kleines Land. Und in Sachen Motorsport sind wir nicht mit Frankreich, Grossbritannien oder Deutschland zu vergleichen. Was unsere Schweizer Rennfahrer Wochenende für Wochenende in internationalen Rennserien abliefern, verdient jedoch Respekt! Am vergangenen Weekend gab es gleich drei Schweizer Siege zu feiern. Einer davon durfte Nico Müller feiern. Im 69. Anlauf gewann der Berner sein erstes Formel-E-Rennen. «Ich bin unglaublich erleichtert und extrem dankbar für diesen Sieg. So richtig begriffen habe ich das Ganze noch nicht – gerade an so einem besonderen Wochenende. Hier in Berlin möchte man die Fans stolz machen und auch die Geschichte der ‹Pink-Pig-Livery› weiterschreiben. Dass uns das heute auf diese Weise gelungen ist, macht mich sehr stolz.»

Auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof startete Müller von Platz 6 in das 39 Runden lange Pit-Boost-Rennen. Nach seinem Pflichtboxenstopp nutzte er seinen Energievorteil gegenüber den Konkurrenten, aktivierte als Erster seinen Attack Mode, übernahm die Führung und setzte sich in der Folge ab. Im Ziel betrug sein Vorsprung knapp fünf Sekunden. Im zweiten Rennen landete Müller nach einer Kollision im Kampf um Platz 5 auf dem 13. Rang. Auch die beiden anderen Schweizer punkteten in Berlin. Edoardo Mortara belegte die Plätze 4 und 7 und führte das Gesamtklassement nach dem ersten Rennen sogar an. Sébastien Buemi wurde im ersten Rennen Zwölfter, im zweiten Durchgang Vierter. Alle drei Schweizer liegen in der Gesamtwertung in den Top 10. Weiter geht’s mit der Formel-E-WM am 16./17. Mai mit einem Doubleheader in Monaco. 

Gregoire Saucy Le Castellet 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy gewann in Le Castellet in der ELMS © ELMS

Für ein weiteres Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Grégoire Saucy in der ELMS. Der Jurassier hatte mit seinem Team United Autosports bereits beim Saisonauftakt in Barcelona mit Rang 3 auf sich aufmerksam gemacht. Beim zweiten Rennen in Le Castellet lief es noch besser. Saucy sicherte sich nicht nur den Gesamtsieg in der LMP2, dank dem Punktemaximum in Südfrankreich liegt der ehemalige Formel-3-Pilot nun auch in der Meisterschaft nach zwei von sechs Rennen ganz vorne. Und das trotz eines Drehers seines Teamkollegen Ben Hanley in der Schlussphase des Rennens. Ebenfalls top: das Team Kessel Racing. Die Tessiner gewannen mit der #57 das Rennen der LMGT3. 

Der dritte Schweizer Sieger am Wochenende war Ricardo Feller. Der Porsche-Pilot aus dem Team Lionspeed GP war schon im ersten Rennen der GT World Challenge in Brands Hatch flott unterwegs. Ein Lenkungsproblem nach dem Boxenstopp zwang das Team aber leider zur Aufgabe. Im zweiten Rennen liess Feller und sein Teamkollege, der Däne Bastian Buus, nichts anbrennen. Souverän gewann das Duo den zweiten Lauf zur diesjährigen Sprint-Meisterschaft. Der beste Ferrari von Emil Frey Racing landete auf Platz 5. «Wir haben das Team in zwei Jahren aufgebaut und sind dieses Jahr neu in die Pro-Klasse eingestiegen», verrät Feller. «Dass wir gleich am ersten Rennwochenende zwei Mal auf der Pole stehen und das zweite Rennen nach viel Pech im ersten Lauf gewinnen, ist natürlich grossartig.»

Nicht ganz so erfolgreich verlief es unseren Schweizer Kollegen in den USA. Beim IMSA-Rennen in Laguna Seca wurde Cadillac-Werkspilot Louis Delétraz Zehnter. Philip Ellis beendete das Rennen, das ganz im Zeichen des am Samstag verstorbenen Italieners Alex Zanardi stand, auf Rang 5.

Zum Kartsport: Auch hier gab es am Wochenende zwei Erfolgsmeldungen. Zoltan Coigny sicherte sich bei der IAME Italy in Lonato die Pole-Position und beide Siege in den Vorläufen. Weil jedoch eine Schraube an der hinteren Stossstange gebrochen war, wurde er disqualifiziert und musste im Finale von Position 10 ins Rennen gehen. Dieses beendete der Fahrer aus dem Team Spirit Racing auf Rang 2. Noch besser machte es Iven Ammann beim ROK Cup Italy in Franciacorta. Dort gewann der Thurgauer aus dem Team Innovate Competition mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,007 Sekunden das Finale.

Ricardo Feller Brands Hatch 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der dritte Sieger: Ricardo Feller im Porsche ganz links © GTWC

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