Nach einem soliden Saisonstart 2025 wurde Pascal Perrouds Saison bei der Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise vorzeitig beendet. Beim dritten Lauf der Schweizer Meisterschaft kamen Pascal Perroud und Loïc Dumont von der Strecke ab. Nach langen Monaten voller Schmerz, Emotionen und Zweifel hat sich der Waadtländer wieder aufgerappelt und feierte beim ersten Lauf 2026, dem Critérium Jurassien, sein Comeback. Sport-Auto.ch sprach mit ihm über dieses einschneidende Ereignis und seine Rückkehr.
Du hast 2025 mit Mike Coppens um die Meisterschaft gekämpft. Kannst du uns etwas über diesen Zwischenfall in Burgund erzählen?
Pascal Perroud: Wir lieferten uns ein Duell mit Mike. Ich wollte in dieser Wertungsprüfung ein sehr hohes Tempo vorlegen, um das Blatt zu wenden. Von Beginn an fuhren wir ständig am Limit. Dann geriet das Auto vorne ins Schleudern und wir prallten mit 120 km/h gegen einen Baum. Ich spürte sofort Schmerzen im Rücken. Mein erster Reflex war, zu prüfen, ob ich meine Füsse noch spüren konnte – glücklicherweise war das der Fall. Es gelang mir auch, mich aus dem Fahrzeug zu befreien. Die Rettungskräfte liessen auf sich warten, dann wurden wir nach Chalon-sur-Saône gebracht.
Wie lautete die Diagnose?
Ich verbrachte 24 Stunden in einem Flur der Notaufnahme in Chalon, da das Spital voll belegt war. Zunächst wurde eine Wirbelfraktur diagnostiziert, bevor ich von der REGA nach Genf geflogen wurde. Später wurde eine zweite Fraktur im Bereich D2 festgestellt, bei der aufgrund der Instabilität des Wirbels die Gefahr einer Verschiebung bestand. Schliesslich war ein umfangreicher chirurgischer Eingriff notwendig, um das Ganze zu stabilisieren.
Wie verlief die Rehabilitation?
Während des ersten Monats waren die Fortschritte vielversprechend. Denn in den ersten Tagen konnte ich nicht einmal mein Fleisch schneiden, aber die Situation verbesserte sich nach und nach. Dann trat eine Stagnationsphase ein, begleitet von starken Rückenschmerzen. Das hat mich sehr mitgenommen, und ich begann zu zweifeln, ob ich jemals wieder in einen Rennwagen oder gar auf ein Fahrrad steigen könnte. Dabei brauche ich diese Art von Sport wirklich, um mich auszutoben. Nach drei Monaten holte ich mir eine zweite Meinung in einer anderen Klinik ein. Das Urteil stand schnell fest: Eine erneute Operation war notwendig, da sich zu viel «Material» in meinem Rücken befand. Anfang Oktober wurde ich also erneut operiert. Dieser Eingriff war heikel, da bei einer solchen Operation an den Wirbeln die Muskeln durchtrennt und anschliessend wieder vernäht werden müssen. Drei Wochen nach dieser zweiten Operation stellte ich deutliche Fortschritte fest. Ich nahm das Training wieder auf, mit intensivem Muskelaufbau unter Anleitung eines Trainers, während ich gleichzeitig meine beruflichen Verpflichtungen unter einen Hut bringen musste.
Wie hast du dich am Start zur längsten Wertungsprüfung der Rallye gefühlt? Und wie fällt deine Bilanz letztendlich aus?
Die Wertungsprüfung fand nachts statt, was die Sache besonders schwierig machte. Trotzdem war ich ziemlich zuversichtlich, da ich mich im Vorfeld gründlich vorbereitet hatte. Ich liess keinen Raum für Zweifel: Ich wusste, mit welcher Geschwindigkeit ich fahren konnte und musste. Das Ziel war es, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen, dabei Spass zu haben, die Kontrolle über mein Fahrzeug zu behalten und mich nicht auf die Wertung zu konzentrieren. Die Bilanz ist grossartig, denn wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns gesetzt hatten. Wir sind eine saubere und kontrollierte Rallye gefahren, ohne uns trotz der schwierigen Bedingungen einschüchtern zu lassen. Ich für meinen Teil wollte vor allem bestätigen, dass ich immer noch meinen Platz am Steuer eines Rallye-Autos habe.
Abschliessend: Wann sehen wir dich wieder bei einer Rallye?
Ich nehme mir die Zeit, die Emotionen nach dem Critérium sacken zu lassen. Ich möchte wieder ans Steuer, sei es mit einem Rally2 oder mit dem M3, wahrscheinlich in Chablais. Ich möchte auch allen Anwesenden ein Dankeschön aussprechen. Ich konnte auf viel Unterstützung zählen, auf Menschen, die mir während dieser ganzen Zeit Mut gemacht und mich begleitet haben.
Das Interview ist bei sport-auto.ch erschienen. Auto Sport Schweiz darf es dank ausdrücklicher Genehmigung des Autors Baptiste Aebi in der Originallänge veröffentlichen. Herzlichen Dank an die Kollegen von sport-auto.ch!
Noch dauert es ein Weilchen, bis die Schweizer Berg-Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg beginnt. Wir haben bei Herausforderer Marcel Steiner aber schon mal nach dem Stand der Dinge nachgefragt.
In sieben Wochen beginnt die Schweizer Berg-Meisterschaft im St. Gallischen Hemberg. Mit dabei ist – nach einer sehr frustrierenden Saison 2025 – natürlich auch Marcel Steiner. Der 50-Jährige hat kürzlich in Bresse (FRA) ein Roll-Out mit seinem Nova Proto absolviert. Wir haben ihn nach seinen Plänen und Zielen für 2026 befragt.
Zuallererst: Wie ist der Test in Bresse verlaufen?
Marcel Steiner: (Lacht.) Besser als ich mir vorgestellt habe. Es gab keine technischen Probleme und die Zeiten waren ansprechend. Wir werden sehen, wie es sich am Berg verhält. Das sind zweierlei Paar Schuhe.
Wann bist du zum ersten Mal im Einsatz?
Wir werden das Bergrennen in Eschdorf (LUX) am ersten Mai-Wochenende bestreiten. Am EM-Rennen in Rechberg können wir aus reglementarischen Gründen nicht teilnehmen.
Wie hast du die frustrierende Saison 2025 verdaut?
Der zweitägige Test in Bresse hat gut getan. Das Verhältnis zwischen Fahrer und Auto hat sich massiv verbessert.
Trotzdem ist für dich die Saison 2026 ein «Restart»… Du hattest 2025 aufgrund von technischen Problemen etwa die Hälfte der Tracktime gegenüber dem amtierenden Meister Robin Faustini.
Das ist so. Viele Erfahrungswerte haben wir im vergangenen Jahr nicht sammeln können. Vor allem nicht besonders schlaue… Deshalb haben wir über den Winter in fast allen Bereichen über die Bücher gehen müssen.
Kannst du da konkreter werden?
Wir waren auf dem Fahrwerksprüfstand und haben am Motor noch das eine oder andere verbessert. Ein besonderes Augenmerk haben wir meiner Komfortzone im Auto gelegt. Ich habe mich im Cockpit eingeengt gefühlt. Als ich im Herbst mal ohne Sitzschale ins Auto gesessen bin, habe ich festgestellt: Das ist ja viel besser. Deshalb haben wir da intensiv an einer neuen Lösung gearbeitet. Die hat sich jetzt in Bresse bewährt.
Dein primäres Ziel für 2026 muss sein, dass es besser läuft als im Vorjahr. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage: Wie willst du Faustini bezwingen?
(Überlegt lange.) Ich hoffe, dass die Änderungen, die wir vorgenommen haben, reichen, um Robin das Leben schwerer zu machen. Einen ersten Anhaltspunkt werden wir aber erst in Hemberg haben. An Motivation fehlt es nicht. Wir haben auch das Team umstrukturiert – sind da plusminus auf den Stand von 2023 zurückgekehrt. Der Rest wird sich zeigen.
Dein Anspruch ist aber klar, oder?
Ja, ich fahre nicht mit, um einfach mitzufahren. Ich will Meister werden.
Wie schätzt du die Chancen von Rückkehrer Eric Berguerand ein?
Zuallererst muss ich sagen: Es freut mich sehr, dass er wieder dabei ist. Eric ist ein super Typ. Und eine grosse Bereicherung für unseren Sport. In Sachen Performance kann ich ihn aber überhaupt nicht einschätzen. Er ist 2026 die grosse Unbekannte – eine Art Wundertüte. Ich habe keine Ahnung, ob er zwei Sekunden langsamer ist oder ob er uns mit seinem in die Jahre gekommenen Lola nochmals den Zahn fühlt. Ich lasse mich überraschen.
Am kommenden Wochenende (18./19.) April startet die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 mit den 26. ACS Auto-Renntagen in Frauenfeld auf der 3,2 Kilometer langen Strecke in die neue Saison. Die grosse Frage wird sein: Geht Philip Eglis Siegesserie zu Ende?
Seit 2015 hat beim Slalom in Frauenfeld nur noch einer gewonnen: Philip Egli (41). Im Vorjahr sicherte sich der gebürtige Glarner seinen zehnten Tagessieg auf der Allmend (2020 fanden die Auto-Renntage wegen Covid nicht statt, d. Red.). Manch einer mag sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wer vor Egli in Frauenfeld erfolgreich war. Wir helfen nach: 2013 gewann Florian Revaz auf einem Tatuus Formel Master, 2014 Martin Bürki auf VW Polo. Es war dies nicht nur der letzte Sieg, bevor die sagenhafte Egli-Dominanz begann. Es war auch das einzige Mal, dass ein Tourenwagenfahrer in der bis dato 25-jährigen Geschichte des Slaloms Frauenfeld den Tagessieg holte.
Zu fürchten hat Egli (unter normalen Umständen) eigentlich nur einen Gegner. Der hat es aber faustdick hinter den Ohren: Lionel Ryter ist dem «Unschlagbaren» im Vorjahr trotz Motorenprobleme bedrohlich nahe gekommen. 0,62 Sekunden fehlten Ryter auf den Seriensieger, der nur zu gerne auch am Sonntag gewinnen möchte. «Frauenfeld ist für mich das Heimrennen», sagt Egli. «Und mit den Erfolgen, die ich da schon gefeiert habe, ist es natürlich ein ganz besonderes Rennen. Logisch will ich gewinnen, wenn ich am Start stehe.» Ob Ryter es verhindern kann? Gegenüber Auto Sport Schweiz verriet der schnelle Walliser: «Eva», so der Spitzname seines Formel Renault 2.0, sei in Topform. «Wir haben diesen Winter an der Federung gearbeitet und sind nun auf die gleichen Stossdämpfer wie die Novas umgestiegen. Nach zwei Testtagen ist die Zuverlässigkeit gegeben, aber an den Einstellungen muss noch gefeilt werden. Das grosse Problem sind derzeit die Reifen. Es sind weder bei Nova (ehemals Avon, d. Red.) noch bei Pirelli neue Reifen verfügbar. Aber für die Slalom-Saison wird es reichen.»
Doch nicht nur Egli vs. Ryter wird am Sonntag für Spannung sorgen. Auch dahinter gibt es einige Anwärter auf einen Platz auf dem «Stockerl». Im Vorjahr war es Antonino Scolaro auf seinem Nova Proto NP03, der das Rennen um Platz 3 machte. Und der Pizzabäcker aus Rapperswil-Jona (SG) zählt auch dieses Jahr zu den absoluten Favoriten. Ein grosses Fragezeichen steht hinter dem Nachwuchs. Die schnellen Junioren Ursanne Salomon (auf dem Ex-Bossy-Formel-3) und Nolan Vuilleumier (auf dem Ex-Darbellay-Formel-Renault) müssen sich zwar noch an ihre neuen Fahrzeuge gewöhnen. Doch warum sollte ihnen in Frauenfeld nicht eine Überraschung gelingen?
Bei den Tourenwagen könnte Matthias Bischofberger aus Wängi (TG) mit seinem Porsche 997 GT3 Cup in Frauenfeld zum dritten Mal in Folge den Sieg an sich reissen. Kantonskollege Christoph Zwahlen aus Pfyn hat seinen Porsche 997 Cup-R auf Vordermann gebracht und darf ebenfalls zu den Favoriten gezählt werden. Um die vorderen Plätze kämpft auch Stephan Burri. Für den Exil-Berner, der seinen VW Scirocco nach einem Unfall im vergangenen Jahr in Les Rangiers wieder aufgebaut hat, ist Frauenfeld zum Heimrennen geworden. Neu setzt der Garagist aus Affeltrangen in diesem Jahr auf Synfuel, also synthetisch hergestellten Sprit. Die Konkurrenz herausfordern dürfte noch ein weiterer Thurgauer: Manuel Santonastaso aus Müllheim Dorf hat mit seinem BMW E21 am vergangenen Wochenende beim Bergrennen Salita del Costo in Italien als Klassenbester geglänzt.
Ein Blick in die Teilnehmerliste verrät aber noch weitere sportliche Attraktionen an den 26. ACS Auto-Renntagen 2026. Der mehrfache Slalom-Champion «Speedmaster» setzt sich endlich wieder in seinen giftgrünen VW Polo. Jannis Jeremias, Schweizer Junioren-Meister 2024, fährt erstmals seinen frisch erworbenen Porsche 911 GT3 Cup. Christian Bralla, 2023 schnellster Tourenwagenpilot, meldet sich mit seinem Fiat X 1/9 in Frauenfeld zurück. Oder: der schnelle Jurassier Arnaud Donzé in seinem VW Golf. Nicht fehlen darf natürlich auch Slalom-Vorjahresmeister Alessandro Grispino auf seinem Renault Clio R3. Allerdings hat der Schwyzer schon vor dem Saisonstart verlauten lassen, dass er dieses Jahr nicht um die Krone kämpfen wird.
Los geht es am Samstag, 18. April, ab 8.30 Uhr mit den ersten Besichtigungsläufen der LOCalen. Später wird dann auch im Suzuki Swiss Racing Cup um Punkte und Pokale gefahren. Der Sonntag gehört den NATionalen Teilnehmern und Teilnehmerinnen mit Trainingsläufen bis 14.20 Uhr. Danach (bis ca. 18.25 Uhr) finden pro Kategorie zwei Rennläufe statt.
Zuschauerinnen und Zuschauer der ACS Auto-Renntage Frauenfeld können ihre Eintrittskarten online über autorenntage.ch erhältlich. Für Erwachsene kostet das Weekend-Ticket 18 Franken, am Samstag sind es 10 Franken und am Sonntag 15 Franken. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Wie in den vergangenen drei Jahren kommen die Fans dank dem Foodtruck-Festival auch kulinarisch nicht zu kurz. Und dann gibt es neben all den Autos auf der Strecke wie jedes Jahr auch noch zahlreiche Young- und Oldtimer rund um das Festzelt zu bewundern.
Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026
18./19. April, Frauenfeld
25. April, Bière 1
26. April, Bière 2
2. Mai, Ambri 1
3. Mai, Ambri 2
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon
Der Brite Jack Sherwood gewann zum Auftakt des Porsche Sports Cup Suisse in Portimão (POR) beide GT3-Rennen. Teamkollege Gregor Burkard wurde zwei Mal Zweiter.
Der Brite Jack Sherwood hat beim Auftaktrennen zum diesjährigen Porsche Sports Cup Suisse in Portimão beide Läufe für sich entschieden. Im ersten Durchgang musste sich Sherwood noch gegen seinen Sportec-Teamkollegen Gregor Burkard wehren, der nach der ersten Runde kurz die Führung an sich gerissen hatte. Dies konnte der Brite aber schnell wieder korrigieren und bis zur Zielflagge nach 18 Runden einen Vorsprung von acht Sekunden herausfahren. Platz 3 ging an Christian Caramuscia aus Italien. Im Nachmittagsrennen fuhr Sherwood einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg heraus, den er erneut mit der schnellsten Rennrunde unterstrich. Dahinter reihte sich erneut Burkard als Zweiter und Caramuscia als Dritter ein.
In der Gruppe GT4 endeten die beiden Rennen mit dem identischen Ergebnis. Mit seinem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport fuhr Kevin Lattion jeweils auf den ersten Platz. Am Steuer des 718 Cayman GT4 Clubsport MR mit 425 PS stand Alexandre Mottet zweimal auf der obersten Podiumsstufe. Die beiden Rennen in der Gruppe Open GT gingen an den Rumänen Dragos Buriu. Bei den 911 GT3 Cup-Fahrzeugen der Generation 992.1 behielt Nico Gründel im Vormittagsrennen die Oberhand. Im zweiten Rennen hiess der Klassensieger Levin Gelf. Das zweistündige Langstreckenrennen zum Abschluss des Portimão-Wochenendes gewann Stephan Heim gemeinsam mit seinem Teamchef Michael Joos.
Schweizer Bergrennfahrer müssen sich auch 2026 international nicht verstecken. Das haben die ersten Bergrennen in Spanien, Frankreich und Italien bewiesen.
Gut starteten die Schweizer Bergrennpiloten in die Saison 2026. Am letzten März-Wochenende nutzte das Meisel Racing Team das Bergrennen La Villa Joiosa nahe der spanischen Stadt Alicante zu einem intensiven Testeinsatz mit dem Mercedes SLK340. Auch wenn die 6,3 Kilometer lange Strecke mit ihren 58 (!) Kurven charakterlich nicht ganz auf den schnellsten Saugmotor-Bergtourenwagen Europas zugeschnitten war, brannte Meisel im dritten und letzten Rennlauf einen neuen Streckenrekord in die Bahn. In der Addition der zwei schnellsten Zeiten sicherte sich der Aargauer den dritten Gesamtrang hinter einem Sportwagen und nur 0,1 Sekunden hinter dem BRC-Alpine A110 Turbo des spanischen Top-Piloten Javier Villa. «In den ersten beiden Läufen steckte mir der Winterschlaf wohl noch etwas in den Knochen», gab Meisel zu. Anders als 2025 wird Meisel nicht mehr sämtliche Rennen zur Europa-Bergmeisterschaft bestreiten. Am 25./26. April wird er sich aber beim Rechbergrennen in Österreich der EBM-Konkurrenz stellen, zu der auch der mit tschechischer Lizenz startende Urner Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi gehören wird.
Am Col Saint Pierre in Saint-Jean-du-Gard trugen die Franzosen am vergangenen Wochenende bereits ihren zweiten diesjährigen Meisterschaftslauf aus. Der EBM-gestählte Kevin Petit errang beim ersten Einsatz mit einem neuen Nova Proto Turbo mit dem ab 2026 in der Division 2 vorgeschriebenen Überrollkäfig den Tagessieg. Als Gesamtsiebter entschied Victor Darbellay im Nova Proto mit Hartley-Emap-Turbomotor seine Klasse klar für sich. Der Walliser hatte insofern Glück, als der neue Streckenrekordhalter Marc Pernot am ersten Renntag Probleme mit seinem neuen Nova NP01 hatte und am Sonntag nur einen Lauf im Trockenen absolvieren konnte, den dieser in neuer Streckenrekordzeit und somit schneller als sämtliche Dreiliterpiloten zurücklegte. In der VHC-Bergmeisterschaft der Historischen feierte Guillaume Mathez im Peugeot 309 GTI 16V bereits den dritten Saisonsieg in seiner Klasse. Bei apokalyptischen Wetterbedingungen war Mathez am 8. Mai in Lodève sogar VHC-Gesamtsieger geworden und vor zwei Wochen in Bagnols-Sabran der zweitschnellste TW/GT-Pilot hinter einem Porsche 996 GT3 Cup gewesen.
Am vergangenen Wochenende begann auch die italienische Bergmeisterschaft. Bei der Salita del Costo nahe Vicenza waren die besten nationalen Rennsportwagenpiloten Italiens mit Ausnahme von Faggioli und Merli nahezu vollständig versammelt. Das Rennen auf der 9,91 km langen Strecke wurde am Sonntag in nur einem Lauf ausgetragen. Als Tagessieger ging Luigi Fazzino auf einem Osella PA30 Evo hervor. Manuel Santonastaso, ein bekannt schneller Thurgauer mit italienischen Wurzeln, entschied mit seinem BMW 320 E21 die Gruppe E1 Italia für sich. In der E2-SH war Aramis Cereghetti mit seinem BMW M5 E34 der Zweitschnellste. Schnellster Schweizer war der Jurassier Fabien Boudaban mit seinem Norma M20 FC aus der Gruppe E2-SS/SC auf Gesamtrang 22.
Text: Peter Wyss
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