Am vergangenen Samstag fand in Büren a.A. der von Auto Sport Schweiz organisierte Funktionärsausbildungskurs der Deutschschweiz statt. Nebst 40 Neulingen absolvierten auch 44 bestehende Streckenkommissare den Ausbildungskurs und konnten sich intensiv auf die neue Saison vorbereiten.
René Lang (NSK-Mitglied), als Kursleiter a.i., konnte mit seinem Team von 22 Instruktoren gesamthaft 84 angehende und bestehende Streckenkommissare im Ausbildungszentrum für Sicherheit der Feuerwehr in Büren a.d. Aare begrüssen. Der langjährige Kursleiter René Aeberhart musste seine Tätigkeit aufgrund gesundheitlicher Schwierigkeiten im Nachgang zum letztjährigen Kurs leider einstellen. Sein bestehendes und bewährtes Instruktorenteam sorgte aber auch unter neuer Führung für einen qualitativ hochstehenden Kurs.
Die Teilnehmenden wurden in 6 verschiedenen Themenbereichen ausgebildet resp. geschult und nebst einigen Theorieteilen gab es in erster Linie viel Praxisarbeit zu erledigen. Das Zusammenspiel bei der Postenarbeit im Bereich der Bergung wurde auf 3 verschiedenen Fahrzeugtypen trainiert. Nebst einem modernen Formelfahrzeug mit Halo (zur Verfügung gestellt von Jenzer Motorsport) wurden die Figuranten aus einem TCR-Fahrzeug (zur Verfügung gestellt von Andreas Michel/Matthias Schläppi) wie auch aus einem seriennahen Superserie-Wagen (zur Verfügung gestellt von Yves Hängärtner) geborgen und erstversorgt. Im selben Rahmen muss die Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung mittels Feuerlöscher funktionieren und die Kommunikation und Befehlsketten wurden entsprechend bei Einsätzen am offenen Feuer trainiert. Bei der Flaggenkunde muss nicht nur der Einsatz mit der richtigen Flagge bei einem herannahenden Fahrzeug trainiert werden, sondern auch das klare Melden via Funkgeräten und die Einsatzorganisation auf dem Posten. Das Melden via Funkgeräte wurde am hierfür speziell eingerichteten Posten «Funk» geprobt und konnte dann aktiv bei weiteren Schulungselementen angewandt werden. Auch wenn nicht zwingend die Erstversorung von Piloten bei den Streckenkommissaren im Vordergrund steht, wurde bei der Sanitätsausbildung die richtigen Vorgehensweise trainiert und auch da auf den Aspekt der aktiven Zusammenarbeit der Helfenden hingewiesen.
Im Spezialbereich «Care» erfuhren die Neulinge spannende Hintergrundinformationen zu Verhaltenmustern und möglichen Ängsten bei Einsätzen. Der Fachspezialist Markus Saxer wurde hier vom Piloten Simon Schenk bestens ergänzt, welcher aus praxisnahen Erfahrungen direkte Einblicke gewähren konnte. Beim äusserst erfahrenen Streckenchef Fritz Stern konnten die bestehenden Streckenkommissare diverse Fallbeispiele diskutieren und auch ihre Inputs und Eindrücke der Vergangenheit deponieren. Ein wichtiges Thema hierbei war der Einsatz von Drohnen und wie dieser von der nationalen Gesetzgebung noch besser geregelt werden müsste sowie das Einrichten von Zuschauerverbotszonen bei Bergrennen und Slaloms. Wie alle Jahre haben auch verschieden Veranstalter (u.a. Bergrennen Oberhallau, Bergrennen Gurnigel, Slalom Ambri, Arosa Classic Car) die Möglichkeit genutzt und die Ausbildung ihrer Streckenkommissare vor Ort besucht. Die traditionellerweise vom Bergrennen Oberhallau offerierten Crémeschnitten fanden auch dieses Jahr wieder reges Interesse und sind eine äusserst gern gesehene Stärkung. Ein grosser Dank geht auch dieses Jahr wieder an das sehr professionelle Team des Ausbildungszentrums für Sicherheit (www.brandausbildung.ch) um Thomas Stauffer und Thomas Jucker sowie den 6 Zentrums-Instruktoren, welche das Ausbildungsteam von René Lang sehr gut unterstützt haben.
Zur Info für Interessierte: Am Funktionärskurs teilnehmen kann grundsätzlich jeder und jede ab 16 Jahren, obwohl die Streckenkommissars-Lizenz offiziell erst ab 18 Jahren ausgestellt wird. Für die Teilnehmenden sind die Funktionärskurse in Büren a.A. und in Cugy (für Teilnehmende aus der Romandie) kostenlos. Nicht so für den Verband. Für die Infrastrukturen, die Instruktoren, das Material wie Feuerlöscher, Funk und Theorieunterlagen sowie die Verpflegung der Teilnehmenden gibt Auto Sport Schweiz pro Kurs rund 12'000 bis 15'000 Franken aus.
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