Jannis Jeremias, Schweizer Junioren-Meister von 2024 am Berg und im Slalom, fährt 2026 zweigleisig – in der Schweiz und Deutschland respektive mit einem Honda Civic TCR und einem Porsche GT3 Cup.
2025 musste Jannis Jeremias kürzer treten. Das Geburtstagskind (Jannis wird heute 26 – Happy Birthday!) machte im Vorjahr den Bachelor in Banking & Finance. Büffeln statt Gas geben war angesagt. Nur in La Roche, Anzère und am Gurnigel startete Jeremias auf dem VW Polo, mit dem er 2024 noch Schweizer Junioren-Meister geworden war. Bei den Slaloms tauchte er nur auf, wenn Kollege Yves Hängärtner Hilfe brauchte.
In diesem Jahr könnten es ein paar Rennen mehr werden. Der Slalom von Bière sowie die Bergrennen in Hemberg, Anzère und am Gurnigel stehen jedenfalls auf der Agenda von Jeremias. Allerdings nicht mehr mit dem Polo von Stephan Burri. Jeremias hat sich im vergangenen Jahr gleich zwei neue Autos angelacht: einen Honda Civic TCR und einen Porsche GT3 Cup. Letzterer ist das ehemalige IS-Auto von Paul Büetiger, der 2022 nach dem Slalom von Chamblon den Helm an den Nagel hängte. Der Honda gehörte 2020 noch dem Deutschen Mike Halder, einem ehemaligen Top-Piloten aus der TCR Germany.
Zu den Ambri-Testtagen wird Jeremias beide Autos mitnehmen. Der Plan sieht vor, mit dem TCR-Honda die Rennen in der Schweiz zu absolvieren. Den Porsche wird er zusammen mit Ecurie-Biennoise-Kollege Sandro Morros im «Golden Ära Classic Cup» einsetzen. Die beiden haben schon zusammen trainiert. «Sandro hat 30 Jahre Porsche-Erfahrung», sagt Jeremias. «Ich kann von ihm sehr viel lernen.» Fünf Rennen stehen in der historischen Rennserie in Deutschland auf dem Programm. «Auf den Auftakt beim Jim Clark Revival freue ich mich ganz besonders», meint Jeremias, der einst Schweizer Junioren-Meister im Curling war.
Die Einsätze in der «Golden Ära» plant Jeremias mit Heuri Rennwagen und deren Teamchef Peter Heuri. Ob er den Porsche auch mal in der Schweiz von der Leine lässt? «Um das herauszufinden, ist der Test in Ambri da.» Ebenfalls nicht ausgeschlossen sind Einsätze in der EBM mit dem TCR-Honda. «Ganz cool fände ich es natürlich, wenn wir in der Schweiz bei jedem Bergrennen so viele TCRler hätten wie jeweils in Oberhallau. Dann gäbe es immer volle Punkte – und man hätte sogar Chancen auf ein Top-Ergebnis in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft.»
Apropos Kollege Hängärtner: Der Zweitplatzierte der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 hat sich von seinem GP3-Dallara getrennt. Er wird dieses Jahr mit einem Ex-Toyota-GT86 von Samuel Weibel, dem Drittplatzierten der Slalom-SM 2025, bei einigen Slaloms im Feld der LOCalen antreten.
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