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20.06.2022 La Roche: Berguerand lässt nichts anbrennen
Eric Berguerand Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eric Berguerand war auch in La Roche der Schnellste © Cornevaux

Eric Berguerand hat sich auch beim zweiten Bergrennen zur Schweizer Meisterschaft 2022 von La Roche nach La Berra den Tagessieg bei den Rennwagen gesichert. Bei den Tourenwagen bleibt Reto Meisel das Mass der Dinge.

Wie schon beim Saisonauftakt in Hemberg hat Eric Berguerand auch beim zweiten Wochenende zur Schweizer Bergmeisterschaft 2022 schon im ersten Lauf alles klar gemacht. Der Walliser fuhr die 3,5 Kilometer lange Strecke von La Roche nach La Berra in sagenhaften 1:39,721 min hoch. Damit war er nicht nur fast vier Sekunden schneller als bei seiner persönlichen Rekordfahrt 2015 (1:43,553 min), er distanzierte seine beiden grössten Konkurrenten Robin Faustini und Marcel Steiner um zweieinhalb respektive mehr als drei Sekunden.

Auch im zweiten Durchgang war der Garagist aus Martigny (VS) der Schnellste. In 1:42,698 min nahm es der sechsmalige Schweizer Bergmeister für seine Verhältnisse aber schon sehr gelassen. Trotzdem reichte auch diese Fahrt, um eine halbe Sekunde vor Steiner und Faustini im Ziel zu sein. Auf sein Geheimnis angesprochen lacht der Lola-Pilot Berguerand. «Das ist das Ergebnis von Arbeit und Disziplin. Das Auto fährt sich wirklich sehr gut. Ich bin sehr zufrieden. Und kann, wie jetzt in La Roche, in einem zweiten Durchgang auch mal ganz ohne Stress fahren.»

Marcel Steiner Haenggi Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner haderte mit einem kaputten Radlager © Hänggi

Dass der dritte Rennlauf aus Zeitgründen (u.a. wegen einer Ölspur kurz vor Veranstaltungsende) für mehr als die Hälfte des Feldes nicht mehr durchgeführt werden konnte, ist bedauernswert. Hatte aber keinen Einfluss auf den Tagessieg. Den sicherte sich Berguerand in der Addition der beiden ersten Läufe souverän vor Robin Faustini und Marcel Steiner. Damit standen also wieder dieselben drei Fahrer ganz oben wie zuletzt in Hemberg. «Ich habe alles gegeben – und trotzdem siehst du dann im Ziel die Zeit von Eric», sagt Faustini. «Dennoch bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Was wir aber unbedingt verbessern müssen, ist die Performance bei wärmer werden Temperaturen. Da tappen wir mit dem Osella noch im Dunkeln. Vielleicht müssen wir da andere Set-Ups probieren.»

Auch der Drittplatzierte Steiner auf LobArt-Honda hat noch kein Rezept gegen Berguerand. Bleibt aber optimistisch. «Wir haben noch viel Potenzial. Ich glaube, wenn ich im zweiten Lauf kurz vor dem Ziel kein Problem mit dem Kugellager gehabt hätte, hätte ich die Zeit von Eric im zweiten Durchgang schlagen können.» Auch der erste Lauf lief für Steiner nicht optimal. «Da hatten wir ein falsches Motormapping», so der fünfmalige Schweizer Berg-Meister.

Hinter den Top 3 sicherte sich Joël Grand den vierten Gesamtrang. Der Walliser hatte schon am Hemberg eine starke Leistung geboten und fuhr mit seinem von einem 999 cm3 Motorradmotor angetriebenen Osella PA21 in 1:48,548 respektive 1:49,916 min den Berg hoch. Für Grand war es das bisher beste Ergebnis im Gesamtklassement. Wie schon eine Woche zuvor im Toggenburg war er einen Hauch schneller als Michel Zemp auf seinem 2-Liter-Norma.

Ein Comeback gab auch Joël Volluz. Der Sieger des vorerst letzten Bergrennens von La Roche nach La Berra 2015 musste nach einem Lauf jedoch schon einpacken, weil ein Kupplungsproblem an seinem Osella FA30 auftauchte. «Und dieses», so Volluz, «konnte ich nicht vor lösen!»

Joel Grand Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
So gut wie noch nie: Joël Grand wurde Gesamtvierter © Cornevaux

Bei den Formelautos bis 2000 cm3 ging der Sieg an Christian Balmer. Der Berner hatte den Grundstein dazu mit zwei sehr soliden Läufen gelegt und nistete sich in der Endabrechnung zwischen den schnellsten Tourenwagenfahrern Reto Meisel (Mercedes SLK 340) und Roger Schnellmann (Mitsubishi Evo 8) ein. Keine Chance hatte diesmal Joël Burgermeister. Der Ostschweizer musste zwei Mal zu einer Laufwiederholung antreten, was bei der Hitze auf die Reifen geht. «Schon in der ersten Kurve fuhr sich das Auto nicht mehr so, wie es sein sollte. Die Reifen waren viel zu heiss», so Burgermeister. Die Plätze 2 und 3 gingen so an den Wädenswiler Fabian Gysin (Dallara 399) und den Jurassier Henri Schmidt (Formel Renault).

Hinter den beiden schnellsten Tourenwagenfahrern Meisel und Schnellmann belegte Romeo Nüssli auf seinem Ford Escort Cosworth Platz 3.

Romeo Nuessli Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dritter bei den Tourenwagen: Romeo Nüssli © Cornevaux

In der Interswiss bis 1600 cm3 gewann Christoph Mattmüller auf VW Scirocco. In der Klasse bis 2000 cm3 sicherte sich Jürg Ochsner (Opel Kadett C) den grössten Pokal. In der 2,5-Liter-Klasse war es Armin Banz (ebenfalls Opel Kadett C), der die Nase vorne hatte. Und bei den hubraumstärksten IS-Fahrzeugen setzte sich Christoph Zwahlen (Porsche GT3 Cup) durch. Frédéric Neff war aus demselben Grund wie in Hemberg nicht am Start.

Die E1 bis 1600 cm3 wurde einmal mehr von Martin Bürki dominiert. Der Sieg im teilnehmerstärksten Feld, der E1 bis 2000 cm3, ging an Sébastien Coquoz (Opel Kadett C) vor Reto Steiner (Ford Escort) und Daniel Kammer (Honda Civic).

Im Renault Classic Cup triumphierte wie schon in Hemberg Denis Wolf (Renault Clio 3). Jürg Brunner setzte sich bei den älteren 2er-Modellen durch. Apropos Wolf und Bürki: Die beiden haben nach zwei Läufen als einzige Fahrer das Punktemaximum im Bergpokal.

Mehr über das Bergrennen von La Roche – La Berra erfahren Sie unter www.xxxx

Und so geht es weiter:
23./24. Juli, Ayent – Anzère
19.-21. August, St.Ursanne – Les Rangiers
27./28. August, Oberhallau
10./11. September, Gurnigel

Christoph Mattmueller Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christoph Mattmüller gewann die Interswiss bis 1600 cm3 © Cornevaux

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