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16.07.2026 LKM Racing: Auf Anhieb erfolgreich
Michael Hyvernaud LKM Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
LKM-Chef Michaël Hyvernaud (links) mit seinem Mechaniker Romain in der Werkstatt in Saint-Auby © Eichenberger

LKM zählt in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft zu den Teams, die ganz vorne mitfahren. An Erfahrung mangelt es Teamchef Michaël Hyvernaud nicht. Seit 40 Jahren ist er im Kartsport daheim. 

Wer sein eigenes Kart-Team gründet und im zweiten Jahr schon die französische Kart-Meisterschaft gewinnt, der hat definitiv etwas auf dem Kasten. Michaël Hyvernaud (48) ist das mit seiner Mannschaft LKM Racing 2018 gelungen. Der gebürtige Franzose, der seit 16 Jahren in der Schweiz lebt, hatte 2017 bei Null angefangen. Erfahrung hatte er zuvor schon reichlich gesammelt – sei es als Fahrer (Hyvernaud schaffte es in Frankreich sogar zum Werksfahrer), Mechaniker oder Coach. «Ursprünglich wollte ich Motocross-Fahrer werden», sagt der LKM-Chef. «Aber meine Eltern machten sich Sorgen um meine Gesundheit – vor allem um Verletzungen an der Wirbelsäule. Also haben sie mir ein Kart gekauft.»

Nicht nur in Frankreich, auch in der Schweiz war Hyvernaud auf Anhieb erfolgreich. Mit Kilian Streit, der 2022 Schweizer Kart-Meister wurde, gewann LKM im ersten Jahr die VEGA Trofeo in der X30. Einen Erfolg, den man 2022 mit Valentin Senes, 2024 mit Nathan Jolliet und 2025 mit Alexis Genolet wiederholen konnte. Genolet fährt auch dieses Jahr für LKM. Neben der Schweizer Meisterschaft bestreitet der Genfer zahlreiche internationale Rennen als LKM-Pilot. Mitunter vertritt er die Schweiz auch in der FIA Academy Trophy. Hyvernaud hält grosse Stücke auf ihn. «Alexis ist nicht nur einer der besten Nachwuchsfahrer der Schweiz, er ist auch Teil der Familie.»

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Einer der LKM-Piloten: der Fribourger Bastien Nobs © Eichenberger

Bis vor Kurzem hat Hyvernaud neben seinem Kart-Team noch 80 Prozent gearbeitet, um den Rennstall überhaupt finanzieren zu können. Inzwischen ist er vollzeit-beschäftigt. Der Zwei-Mann-Betrieb (mit Mechaniker Romain) operiert aus dem Fribourgischen Saint-Auby. Dort werden nicht nur die Chassis vorbereitet, «ich kümmre mich auch selber um die Motoren», so Hyvernaud. Wobei er betont, dass er sich alles selber beigebracht hat. «Der Kartsport ist ein Self-Made-Business. Du testest etwas, es geht kaputt, du machst es nochmal, beim zweiten Mal etwas anders – und dabei lernst du, warum Dinge funktionieren oder eben nicht.»

Dem Zufall überlässt Hyvernaud nichts. Der drahtige Franzose, der von seiner Figur her problemlos auch Marathonläufer sein könnte, gilt als akribischer Arbeiter. Nur einmal, als er den Firmennamen ins Handelsregister eintragen liess, kam er ins Grübeln. «Ich hatte keine Ahnung, wie meine Firma heissen sollte», lacht Hyvernaud. «Ganz spontan fiel mir die Abkürzung LKM ein – für Li Karting Motors, dem Vorname meines Sohnes…» 

Zur Info: Dieser Text wurde bereits im Programmheft der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi veröffentlicht.  

Alexis Genolet 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Teil der LKM-Familie ist auch der Genfer Alexis Genolet © Eichenberger

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