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25.09.2026 Mehr Gegner und Kuhn wäre sogar Meister geworden
Sergio Kuhn Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sergio Kuhn beendete die Schweizer Berg-Meisterschaft bei den Tourenwagen als Gesamtdritter © Eichenberger

Perfekter könnte das Timing nicht gewesen sein. Im kürzlich erschienenen ASS-Magazin haben wir TCR-Pilot Sergio Kuhn porträtiert. Am Sonntag hat er sich beim Saisonfinale der Schweizer Berg-Meisterschaft in Les Paccots den dritten Schlussrang gesichert. 

Sergio Kuhn gehört definitiv der jungen Garde an. Und dass er irgendwann im Motorsport landen würde, kam nicht überraschend. Sein Grossvater war Rennmechaniker von Heinz Schiller. Der 2007 verstorbene Frauenfelder war 1961 Berg-Europameister in der Kategorie GT. 1962 nahm er für die Scuderia Filipinetti am GP von Deutschland teil. Und darüberhinaus war Schiller Patenonkel von Vater Marco Kuhn. In dessen Peugeot-Garage arbeitet Sergio auch – als Werkstatt-Chef. «Das erklärt meine Nähe zu Peugeot», sagt Kuhn jr. «Ausserdem hatte ich in meiner Lehre lauter Motorsportfreaks um mich. Der eine driftete, der andere fuhr Autocross und ein Dritter hat eine Abschlussarbeit darüber geschrieben, was man an einem Auto verändern muss, um Slalom fahren zu können. Irgendwann musste der Funke ja auf mich überspringen…»

Mit dem Motorsport hat Sergio angefangen, als er die Fahrprüfung in der Tasche hatte. Mit einem Peugeot 206 fuhr er zuerst LOC2, dann LOC4 und dann wechselte er in die Interswiss. Seit 2023 ist er stolzer Besitzer eines TCR-Peugeot. Bevor er damit an den Berg ging, absolvierte Kuhn auf der Rundstrecke die ersten Kilometer. Sei es bei Trackdays oder bei Time-Attack. Sein erstes Bergrennen mit dem TCR bestritt er 2025 in Oberhallau. Ein Rennen, das er auf Anhieb gewann.

Kuhn liebt seinen TCR. Und es gefällt ihm auch, sich mit anderen im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft zu messen. Wenn gleich er sagt: «Eigentlich bin ich im Nachteil. Mein Peugeot dürfte leichter sein, weil es ein 1600er ist. Die anderen sind 2-Liter-Autos. Ich habe also ein Handicap von fast 30 Kilogramm – verglichen mit einem Opel beispielsweise.» Auch die Anzahl der Gegner schwankt von Rennen zu Rennen. Wären es 2026 immer acht Fahrzeuge gewesen, hätte einer wie Kuhn, der regelmässig vorne mitfährt, gute Titel-Chancen bei den Tourenwagen gehabt. «Leider sind wir oft weniger. So kriegen wir nur halbe Punkte.» So auch beim Saisonfinale in Les Paccots. Trotzdem hat Kuhn in extremis mit einer Superzeit im dritten Lauf das Blatt noch wenden können und sicherte sich den dritten Schlussrang – hinter Meister Ludovic Monnier und dem Zweitplatzierten «Speedmaster».

Dass Kuhn zur jungen Garde gehört, zeigt sich auch bei der Vorbereitung. Im eigenen Simulator fährt er die Strecken ab. «Als ich dieses Jahr nach Osnabrück zum Bergrennen ging, habe ich Zuhause fleissig geübt.» Auch auf der Nordschleife hat Kuhn schon Runden abgespult – real und virtuell. «Dort einmal zu fahren – das wäre ein Traum.» Und das Talent: Woher stammt dieses? Möglicherweise wurde es ihm in die Wiege gelegt. Sicher ist, dass man ihm als ehemaliger Skirennfahrer nicht viel über die perfekte Linienwahl erzählen muss. 

Kuhn Anzere Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kuhn im TCR-Peugeot: Nur drei Mal gab's volle Punkte © Cornevaux

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