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25.11.2019 Meisterfeier 2019: Ehre, wem Ehre gebührt
Alle meister3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alle Schweizer Meister 2019: Eric Berguerand, Stéphane Fellay, Jonathan Michellod, Andy Feigenwinter, Guisva Pagani, Ivan Ballinari, Martin Bürki und Rico Thomann

Auto Sport Schweiz hat am vergangenen Wochenende im ehrwürdigen Hotel Bellevue Palace in Bern die Schweizer Automobil-Meister und Pokalsieger ausgezeichnet.

Rund 150 geladene Gäste nahmen am vergangenen Freitagabend im ehrwürdigen Hotel Bellevue Palace in Bern an der Meisterfeier von Auto Sport Schweiz teil. In neun Kategorien wurden die Sieger der diesjährigen Automobil-Meisterschaften geehrt. Durch das abendfüllende Programm führte SRF-Sportmoderator Lukas Studer gemeinsam mit Brice Zufferey, Promotor der Junior-Rallye-SM und der Clio RT3 Alps Trophy.

Bis auf zwei Fahrer aus der Rallye-Fraktion waren alle Piloten aus den verschiedenen Meisterschaften (Rallye, Slalom, Berg) und auch aus den Pokalen (Berg-Pokal, Rallye-Pokal) zugegen. Sie durften vom Präsidenten der Nationalen Sportkommission (NSK), Andreas Michel, sowie von Miss Yokohama, Kylie Raymund, ihre Preise in Empfang nehmen.

Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Martin Bürki. Der Uetendorfer gewann zum siebten Mal (zum sechsten Mal in Serie!) die Schweizer Slalom-Meisterschaft. Ausserdem sicherte sich der bald 52-jährige Bürki im Schweizer Berg-Pokal Platz 2 hinter Philipp Krebs. Dieser freute sich riesig über seine Auszeichnung: «Noch nie zuvor hat ein Fahrer mit einem Cup-Fahrzeug diese Wertung gewinnen können», sagte Krebs. «Deshalb bedeutet mir dieser Titel besonders viel.» Auch Hanspeter Thöni (Zweiter im Slalom) und Christian Darani (Dritter) haben ihre Pokale mit Stolz entgegengenommen. Beide waren in der Schweizer Slalom-Meisterschaft noch nie so gut klassiert. Und Thöni meinte: «Es freut mich, dass ich beweisen konnte, dass man mit einem Kleinwagen noch gute Chancen hat.»

Bei der Rallye-Fraktion stach der Auftritt von Ivan Ballinari heraus. Der Rallye-Champion, der seinen Titel von 2018 erfolgreich verteidigte, wedelte stolz mit einer Flagge aus seinem Heimatkanton Tessin. Sein zweiter Titelgewinn stand schon lange vor dem Saisonende fest. Nichtsdestotrotz feierte «Bally» diesen ausgelassen. «Das Gefühl ist nicht dasselbe wie 2018. Der erste Titel war mit mehr Emotionen verbunden. Dieses Jahr sind wir mit weniger Druck in die Saison gestartet. Dennoch freut es mich natürlich, dass wir den Titel erneut ins Tessin geholt haben.»

Zum ersten Mal auf dem Podium in der Schweizer Rallye-Meisterschaft standen auch Jean-Marc Salomon und sein Co-Pilot David Comment. Die beiden hatten sich Platz 2 mit einer äusserst konstanten Saisonleistung verdient. Platz 3 ging an Michael Burri, dem Sohn von Valais-Sieger Olivier Burri. Ebenfalls zum ersten Mal auf dem Podest standen Christophe Parriaux/Bryan Villat. Die Jurassier belegten hinter Jonathan Michellod/Stéphane Fellay und Sacha Althaus/Lisiane Zbinden Platz 3 bei den Junioren. Die weiteren Sieger: Marc Valliccioni/Marie-Josée Cardi (Rallye Historiques) und Cédric Betschen/Mirjam Betschen (Schweizer Rallye-Pokal).

In der Schweizer Berg-Meisterschaft ging der Titel zum sechsten Mal an Eric Berguerand. Der Dominator der abgelaufenen Saison hat seinen ersten Titel 2005 geholt. Danach war er von 2013-2016 unantastbar. In seiner derzeitigen Verfassung wird es für die Konkurrenz 2020 schwierig werden, den Walliser vom Thron zu stossen. Bei der Siegerehrung in Bern warnte Berguerand aber: «Im Moment stehe ich ganz oben – das stimmt. Aber im Motorsport kann sich das Blatt schnell wenden. Deshalb geniesse ich den Moment und freue mich auf die nächste Saison.»

Hinter Berguerand holten sich Marcel Steiner und Robin Faustini ihre silbernen Kannen für die Plätze 2 und 3 ab. Während Steiner als mehrfacher Schweizer Meister das Gefühl bestens kennt, war es für den jungen Faustini eine Premiere. «Platz 3 war mein Saisonziel», meinte der Aargauer bescheiden. «Das habe ich erreicht.» Für die Fans des Schweizer Automobilsports ist der dritte Platz Faustini ein Versprechen für die Zukunft. Selbst Beguerand freute sich für den Podiumsneuling. «Es ist schön zu sehen, dass der Nachwuchs nicht ausstirbt», so der Champion.

Für eine Premiere sorgte auch die Familie Feigenwinter. Zum ersten Mal standen in der Berg-Meisterschaft Vater und Sohn gemeinsam auf dem Podium. Das hat es bisher nur in der Schweizer Rallye-Meisterschaft gegeben. «Mit meinem Sohn Raphi auf dem Podium zu stehen, macht mich stolz», sagte Andy Feigenwinter, dessen siegreicher Lotus Exige am Eingang zum Hotel Bellevue stand. Und Sohn Raphael ergänzte: «Für mich gibt es zwei Gründe, sich zu freuen: Zum einen, weil ich mit meinem Vater hier stehe; zum anderen, weil es vor mir noch kein Fahrer eines Zweiliter-Autos geschafft hat unter die Top 3 zu kommen.»

Freude herrschte auch bei den Berg-Junioren. Sieger Rico Thomann wurde von gleich drei Fahrern flankiert: Pascal Siegrist (2.) und die ex-aequo drittplatzierten Gianluca Forcella und Michael Müller.

Die Auszeichnung für den besten Fahrer international ging an Sébastien Buemi. Der Langstrecken-Weltmeister mit Toyota und Formel-E-Vizechampion (Nissan e-dams) hat den Auto Sport Schweiz Award nach 2007 und 2014 zum dritten Mal gewonnen.

Schweizer Berg-Pokal
1. Philipp Krebs, RCC/Renault Clio
2. Martin Bürki, IS/VW Polo
3. Stefan Schöpfer, IS/Audi 50

Schweizer Slalom-Meisterschaft
1. Martin Bürki, E1/VW Polo
2. Hanspeter Thöni, ISN/Peugeot 106
3. Christian Darani, E1/Fiat X1-9

Coupe Suisse des Rallyes Historiques VHC
1. Marc Valliccioni/Marie-Josée Cardi, J2/BMW M3
2. Alain Röthlisberger/Sarah Junod, I/Ford Escort
3. Eddy Bérard/Frédéric Rausis, J2/BMW M3

Schweizer Rallye-Pokal
1. Cédric Betschen/Mirjam Betschen, N/Renault Clio Ragnotti
2. Laurent Bérard/Charlène Greppin, A/Honda Civic Type R
3. Patrick Aubort/Bruno Dos Santos, N/Renault Clio

Schweizer Meisterschaft Rallye Junior
1. Jonathan Michellod/Stéphane Fellay, R2/Peugeot 208
2. Sacha Althaus/Lisiane Zbinden, R2/Peugeot 208
3. Christophe Parriaux/Bryan Villat, R2/Citroën C2

Schweizer Rallyemeisterschaft
1. Ivan Ballinari/Giusva Pagani, R5/Skoda Fabia
2. Jean-Marc Salomon/David Comment, R5/Ford Fiesta
3. Michael Burri/Anderson Levratti, R5/Skoda Fabia

Schweizermeisterschaft Berg Junior
1. Rico Thomann, SS/Toyota GT86 Race
2. Pascal Siegrist, SS/Toyota GT86 Race
3. Gianluca Forcella, SS/Toyota GT86 Race
3. Michael Müller, SS/Toyota GT86 Race

Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen
1. Andy Feigenwinter, SSC/Lotus Exige
2. Roger Schnellmann, E1/Mitsubishi Lancer
3. Raphael Feigenwinter, SS/Honda Integra

Schweizer Bergmeisterschaft der Rennsportwagen
1. Eric Berguerand, E2-SS/Lola FA99
2. Marcel Steiner, E2-SC/LobArt LA01
3. Robin Faustini, E2-SS/Reynard K01

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