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07.01.2026 Nein zu «200 Franken sind genug!»?
SRG Initiative Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Swiss Olympic hat eine klare Meinung zur SRG-Volksinitiative

Politik und Sport sollte man nicht vermischen. Im Falle der SRG-Volksinitiative «200 Franken sind genug!» fällt das angesichts der drohenden Konsequenzen für den (Schweizer) Sport schwer.

Politik und Sport sollte man nicht mischen. Diesen Grundsatz halten auch wir beim Verband Auto Sport Schweiz als wegweisend. Aber wie so oft im Leben gibt es so genannte Grauzonen – oder Momente, wo Politik und Sport schwer zu trennen sind. Ein solcher steht der Schweiz am 8. März 2026 bevor. Dann nämlich wird über die SRG-Volksinitiative «200 Franken sind genug!» abgestimmt.

Worum geht’s? Die Volksinitiative «200 Franken sind genug!» wurde von SVP-nahen Kreisen lanciert, um die Radio- und Fernsehgebühren von heute 335 auf 200 Franken pro Jahr zu senken. Initianten und Befürworter der Initiative argumentieren wie folgt:

  • Die Schweiz hat die weltweit höchsten geräteunabhängigen Gebühren
  • Die SRG expandiere über ihren Auftrag hinaus (Online-Portale, social media) und konkurrenziere so die private Medienlandschaft
  • Die Abgabe sei eine unfaire Doppelbelastung für Firmen und junge Leute, die kaum SRG-Angebote nutzen

Gegner der Initiative, zu denen auch Bundesrat und Parlament gehören, stellen sich auf den Standpunkt:

  • Eine tiefere Abgabe würde den Service public schwächen, zu Entlassungen (ca. 2400 Stellen) führen und das vielfältige Angebot (z.B. Sport, Kultur, Regionales) gefährden
  • Die Initiative sei ein «Kahlschlag», der die Medienlandschaft beschädige
  • Parlament und Bundesrat hatten bereits eine Senkung auf 300 Franken auf Verordnungsebene beschlossen, um der Initiative entgegenzukommen

Als einer von 86 Sportverbänden von Swiss Olympic hat Auto Sport Schweiz selbstverständlich auch ein Interesse daran, dass der TV-Sport in Zukunft nicht zu kurz kommt. Auch wenn Übertragungen/Reportagen von unserem geliebten NATIONALEN Motorsport, der bei SRG ausgestrahlt wird, an einer Hand abgezählt werden kann. Fakt ist: Die SRG überträgt ca. 9’000 Stunden Live-Sport pro Jahr – rund 30 verschiedene Sportarten (darunter auch Formel 1, MotoGP) finden regelmässig live im Fernsehen, in Livestreams und im Radio statt.

Gegner der Initiative führen an, dass der Sport unser Land verbinde – über Sprachgrenzen und Regionen hinweg. Wenn die Schweiz jubeln würde, dann gemeinsam. Weiter heisst es: Diese Momente der Einheit gebe es nur, weil die SRG sie allen zugänglich mache. Mit halb so viel Budget könne sie diesen Auftrag nicht mehr erfüllen. Die Folge wäre eine Spaltung: Wer zahlen kann, schaut mit – der Rest bleibt draussen.

Swiss Olympic hat deshalb zu diesem Thema eine offizielle Webseite gegen die SRG-Halbierungsinitiative (sportkomitee.ch) gelauncht. Dort steht schwarz auf weiss: Wer den Sport liebt, sagt Nein zur Halbierungsinitiative.

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