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21.11.2019 Porsche und Jani am Anfang nur mit Aussenseiterchancen?
Jani neel 2019 valencia Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mit Porsche in der Formel E: Neel Jani

Neel Jani ist der vierte Schweizer, der in der Formel E an den Start geht. Streng genommen ist er kein Neuling. 2017 hat der Seeländer für Dragon Racing den Doubleheader in Hong Kong bestritten. Doch die Zusammenarbeit hielt nicht lange. Jani und die Dragon-Führung hatten unterschiedliche Ansichten. Der damals schon im Dienste von Porsche stehende Jani verliess das Team nach nur einem Rennen.

Nun kehrt der Le-Mans-Sieger von 2016 in die Formel E zurück. Als Werksfahrer von Porsche. Ein leichtes Unterfangen wird das nicht. Die Ansprüche sind hoch. Auch wenn man teamintern versucht, den Ball flach zu halten. Doch Porsche fährt nicht mit, um Zweiter zu werden.

Dass man anfangs kleinere Brötchen backen muss, das haben die Testfahrten gezeigt. Porsche mit Jani und dem Formel-E-erfahrenen André Lotterer waren durchs Band im hinteren Mittelfeld anzutreffen. «Vom Resultat her haben wir das so nicht geplant», sagt Jani. «Aber Porsche ist neu dabei. Und die anderen Teams haben viel mehr Erfahrung. So gesehen ist das, was beim Test herausgekommen ist, nicht verwunderlich.»

Nicht im Plan waren die beiden Unfälle der Neulinge. Jani deformierte am ersten Tag den Gen2-Wagen der Zuffenhausener, Lotterer crashte am zweiten Testtag. Dennoch, so Jani, habe man viele Daten sammeln können. «Wir haben viele Fragen beantworten können. Am meisten Potenzial steckt vermutlich noch in der Software.»

Jani und Lotterer kennen sich bestens. Die beiden sind die vergangenen drei Jahre gemeinsam in Le Mans an den Start gegangen. Und auch sonst ist man sich schon des Öfteren über den Weg gelaufen. «Die Chemie passt», meinen beide unisono, wobei Jani womöglich mehr von Lotterer profitieren könnte als umgekehrt. «Es ist natürlich ein Vorteil von uns, dass wir einen wie André im Team haben. Er ist die letzten zwei Jahre an der Seite von Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne gefahren. Da hat er natürlich viel Erfahrung gesammelt.»

Ein konkretes Saisonziel hat Jani nicht. Ankommen, lernen und regelmässig punkten wird am Anfang die Devise lauten. Doch der olympische Gedanke allein wird nicht ausreichen. Dafür steht für Porsche zu viel auf dem Spiel. Mit Mercedes, BMW und Audi sind alle anderen deutschen Premiummarken in der Elektroserie vertreten. Porsche hat von allen am wenigsten Erfahrung. «Wir hatten 15 Testtage. Wo wir stehen, werden wir am Freitag nach dem ersten Rennen in Riad sehen», sagt Jani.

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