Der Porsche Sports Cup Suisse machte am Wochenende in Imola Halt. Bester Schweizer war Gregor Burkard, der zwei Mal auf dem Podium stand. Die Siege gingen an den Briten Jack Sherwood.
Für Jack Sherwood hätte es in Imola kaum besser laufen können. Dies begann bereits im Qualifying: Der 20-Jährige sicherte sich neben der schnellsten auch die zweitbeste Rundenzeit. Damit startete er von der Pole-Position. Diesen Vorteil verwandelte der Brite konsequent und fuhr seine Saisonsiege vier und fünf ein, schnellste Rennrunde und maximale Punktzahl inklusive. Einziger Schönheitsfehler: Im ersten Lauf musste Sherwood die Führung in der vorletzten Runde kurz an Felix Neuhofer abtreten. Bis zur Zielflagge hatte das Nachwuchstalent aus Lancashire diesen Makel aber wieder korrigiert.
Neuhofer begnügte sich im ersten Rennen des GT3 Cup mit dem zweiten Platz, konnte nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aber den Kontakt zu Sherwood halten. Mehr hatte der im deutschen Gröbenzell lebende Österreicher aber mit seinen Jägern zu tun: Gregor Burkard folgte ihm mit 0,5 Sekunden Rückstand, der wiederum Ilario Introna nur um 0,119 Sekunden auf Rang 4 verweisen konnte, während Christian Caramuscia kaum eine Sekunde dahinter als Fünfter einlief.
Der zweite Lauf stand im Zeichen des Kampfes um Rang zwei. Während Sherwood mit neun Sekunden Vorsprung gewann, setzte sich am Ende Burkard durch – obwohl der Schweizer, ebenso wie Neuhofer, in der Startaufstellung jeweils um drei Positionen nach hinten gerückt war. Grund: Beide hatten nach dem ersten Rennen neue Reifen aufziehen müssen. Den Vorteil frischer Pneus münzten sie direkt beim Start in einen Vorteil um: Neuhofer katapultierte sich auf Platz 2, Burkard kehrte als Dritter aus der ersten Runde zurück. Im neunten von 18 Umläufen tauschten die beiden die Positionen, bevor Neuhofer auf den letzten Metern die vorherige Reihenfolge wieder herstellte. Anschliessend musste er aber eine Fünfsekunden-Zeitstrafe hinnehmen. Burkard liess sich als Zweiter feiern, Rang 3 ging an Caramuscia vor Neuhofer.
In der Gruppe GT4 Clubsport gingen beide Läufe an Ivan Rostovskiy. In der Open GT sicherte sich der Rumäne Dragos Buriu (wie schon bei den bisherigen Rennen) die beiden Laufsiege. In der Kategorie «Classic» siegte Emanuele Kamata im ersten Lauf. Er verwies eine echte schweizerische Motorsportlegende auf den zweiten Rang: Enzo Calderari. Der heute 74-Jährige hatte 2004 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen. Im zweiten Lauf behielt Cornelius Dornier die Oberhand vor Maximilian von der Leyen und Matteo Kamata.
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