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30.04.2026 Remo Fischer: «Mein Arzt meinte, ich müsse das Hobby wechseln!»
Fischer Lehmann Biere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Remo Fischer (l.) und sein Mechaniker Matthias Lehmann © Eichenberger

Der Slalom von Bière war erst sein drittes Autorennen. Dennoch hat Remo Fischer mit seinem frisch aufgebauten Ford Escort Cosworth schon einmal eine Duftmarke gesetzt. Sein Ziel für dieses Jahr: die komplette Schweizer Berg-Meisterschaft bestreiten.

Fast aus dem Nichts war am vergangenen Samstag Remo Fischer (41) der schnellste Tourenwagenfahrer beim Slalom von Bière. Selbst er staunte über seine Fabelzeit im zweiten Lauf.

Du bist nach Dino Wintsch der zweite Tourenwagenfahrer, der dieses Jahr bei einem Slalom mit der Tagesbestzeit überrascht. Hast du das erwartet?
Remo Fischer: Nein, ganz und gar nicht. Erst recht, weil ich am Morgen noch gar nicht auf Touren kam. 

Du bist noch nicht lange dabei, oder?
Nein, ich habe letztes Jahr in Oberhallau mein erstes Rennen bestritten. Danach wollte ich eigentlich am Gurnigel starten, aber weil in Oberhallau die Radnabe kaputt ging, konnte ich erst wieder in Les Paccots fahren. In Frauenfeld hatte ich wiederum technische Probleme und musste aufladen. Der Slalom in Bière war also erst mein drittes Autorennnen.

Du bist zuvor gar nie gefahren?
Doch, ich bin bis 30 Kart gefahren. Dann musste ich aufhören, weil ich mir eine Rippe fünf Mal gebrochen habe. Der Arzt hatte mir gesagt, ich müsse mein Hobby wechseln. Also meinte ich: «Dann fahre ich halt Bergrennen!»

Warum ausgerechnet Bergrennen?
Ich muss zugeben: Bis 18 wusste ich gar nicht, dass wir in der Schweiz Bergrennen haben. Aber dann sah ich ein Video von Autos, die flammenspeiend den Berg hoch gefahren sind. Da wollte ich das auch. 

Seit wann bist du dieses Auto am Aufbauen?
Das ist der zweite «Cossie», den ich aufgebaut habe. Den ersten habe ich nach den Regeln des Performance factors konstruiert. Aber dann wurden die Regeln angepasst und viel Arbeit war umsonst. Dann habe ich einen zweiten Cossie gekauft, das Auto von Werner Hofer – und für dieses konnte ich viele Teile, die ich bereits fürs erste Auto gemacht habe, verwenden.

Front- und Heckspoiler fallen durch ihre Grösse ins Auge.
Ja, ich konnte lange nicht fahren, habe aber immer weitergebaut… Ich bin auch noch nicht fertig. Der Unterboden ist noch original. Da kommt auch was Eigenes. Die ganze Technik stammt aus Österreich – von Gabat Tuning.

Der Slalom in Bière war für dich nur ein Training.
Ja, das stimmt. Mein Fokus liegt ganz klar auf den Bergrennen. Und da will ich dieses Jahr die komplette Saison bestreiten.

Mit welchem Ziel?
Auto und Strecken kennenlernen. Ich kenne bisher ja nur Oberhallau und Les Paccots. 

Remo Fischer Biere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fischer war am Samstag in Bière schnellster Tourenwagenfahrer © Eichenberger

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