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04.11.2026 Schläppi nach dramatischem Finale Vizemeister
Schlaeppi Siegerehrung Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mathias Schläppi und Beifahrerin Iris Thurnherr (ganz rechts) auf Platz 2 bei der Siegerehrung des Deutschen Rallye Cups © Dörrenbächer

Es fing so verheissungsvoll an.  Doch am Ende verlor Mathias Schläppi beim Finale des Deutschen Rallye Cups den Titel wegen einem einzigen Pünktchen.

Mathias Schläppi hatte am Wochenende beim gemeinsamen Lauf mit der Deutschen Rallye-Meisterschaft im Saarland die grosse Chance, den Deutschen Rallye Cup (DRC) zu gewinnen. Und nach der ersten Prüfung sah alles vielversprechend aus. Mit Co-Pilotin Iris Thurnherr auf dem Beifahrersitz erwischte der Meiringer mit der Klassen-Bestzeit einen Auftakt nach Mass. Doch am Samstag nahm das Unheil seinen Lauf. Die anspruchsvolle Prüfung «Pfeffelbach» bot zwar enormen Fahrspass, forderte Mensch und Material jedoch auch mit einem ordentlichen Schotteranteil heraus. Ein unglücklicher Dreher auf einem solchen Schotterstück kostete Schläppi Zeit, sodass man fast 31 Sekunden auf die Spitze verlor.

Und es kam noch schlimmer: Auf der dritten Wertungsprüfung versuchte Schläppi, die gewohnte Balance aus kontrollierter Fahrweise und guter Rennpace zurück zu erlangen. Er sollte damit aber kein Glück haben. Rund drei Kilometer vor dem Ziel handelte sich Schläppi einen Reifenschaden ein. Insgesamt verlor er dadurch mehr als 35 Sekunden und fiel in seiner Klasse weiter zurück. «So ein Reifenschaden kann einfach passieren. Dass es so unmittelbar nach dem Dreher passiert ist, war sehr bitter», fasste Schläppi die Geschehnisse der ersten Rallye-Hälfte zusammen. 

Der doppelte Rückschlag hinterliess Spuren. Der zweite Durchgang verlief zwar ohne weitere nennenswerte Probleme. «Nach den Zwischenfällen war aber einfach der Wurm drin. Das Vertrauen war weg. Es war am Ende eine Kopfsache – wir waren schlicht zu langsam», reflektierte Schläppi die entscheidende Phase schonungslos. Am Ende reichte es zwar für den dritten Platz in der Klasse NC3. Doppelte Punkte beim Saisonfinale sowie ein starker Klassensieg der Meisterschaftskonkurrenten Pöttgen/Wölwer sorgten letztlich jedoch dafür, dass Schläppi die DRC-Krone um einen einzigen Zähler verpasste. «Die Enttäuschung ist im Moment natürlich unfassbar gross. Es tut wahnsinnig weh, den Titel so knapp zu verpassen. Aber die Entwicklung des Teams macht mich unheimlich stolz und dankbar. Die Begeisterung wächst und das Teamgefüge ist stark. Das ist der eigentliche Erfolg dieser Saison.»

Mathias Schlaeppi Pfeffelbach 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein Dreher und ein Reifenschaden kosteten den Titel © Dörrenbächer

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