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13.03.2026 Schnellmann kehrt zurück – mit vielen Updates
Roger Schnellmann 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schnellmann und sein rundumerneuerter Mitsubishi © Eichenberger

2025 war ein hartes Jahr für Roger Schnellmann: technische Probleme, Zwangspause und trotzdem hohe Kosten. Umso mehr freut sich der Schwyzer auf die bevorstehende Berg-Saison.

Es war kein einfaches Jahr. Schon vor dem Saisonstart 2025 musste Roger Schnellmann «Forfait» geben. Technische Probleme an seinem Mitsubishi Evo 8 zwangen ihn zu einer Pause und zu zahlreichen Umbauarbeiten an seinem «Berg-Monster». Inzwischen ist Schnellmann wieder guter Dinge. Als ihn ASS in seiner Werkstatt in Reichenburg (SZ) besucht, präsentiert er nicht nur stolz sein überarbeitetes Auto, er spricht sogar vom Titel. «Ja, dieses Jahr will ich bei den Tourenwagen gewinnen», sagt Schnellmann, der schon fünf Mal Gesamtzweiter wurde.

Ob Schnellmanns Plan aufgeht, hängt in erster Linie an seinem Gefährt. Und daran, ob die Updates das bringen, was er sich erwünscht. Mit Helftec Engineering hat sich Schnellmann einen neuen technischen Partner angelacht. Wobei man motorenseitig eher einen Schritt zurück, als einen nach vorne gemacht hat. «In Sachen Leistung liegen wir immer noch bei 830 PS», meint Schnellmann. «Aber wir haben das Drehmoment ca. 100 Newtonmeter heruntergefahren.» Damit sollen Kolben, Pleuel und Kurbelwellen «geschont» werden.

Neu verfügt der Mitsubishi auch über eine bei Helftec überarbeitete Schaltung. Diese ist deutlich schneller als die bisherige. «Der Schaltvorgang dauert nur noch einen Drittel der Zeit, den er vorher beansprucht hatte», erklärt Schnellmann. Und auch die Probleme mit der Thermik sollten aussortiert sein. Dort setzt das Team rund um den Wangner neu auf eine elektrische Wasserpumpe.

Die grösste Veränderung ist optisch sichtbar. Der Mitsubishi, der schon vorher ganz schön breit war, ist noch breiter geworden. Zumindest vorne. Zwölf Zentimeter ist er auf der Vorderachse in die Breite gewachsen – sechs auf jeder Seite. Verkleidet wird die Front mit einem neuen, runderen Bodykit. «Wir wollten mehr Grip auf die Vorderachse kriegen, weil wir tendenziell hinten immer zu viel hatten», sagt Schnellmann. Ob das Experiment gelungen ist, wird sich zeigen. Um vorne mehr Grip zu haben, musste nicht nur die Achse neu geschweisst werden, es brauchte auch eine neue Antriebswelle. «Nur der Stabi ist noch original – hoffen wir, dass es funktioniert.»

Ob Schnellmann zum ersten Mal den Schweizer Meistertitel bei den Tourenwagen holen wird, hängt aber nicht nur von der Technik ab. Die Konkurrenz schläft nicht. «Mit Danny Krieg und Thomas Kessler habe ich schon mal zwei sehr starke Konkurrenten. Und dann werden wir sehen, was aus der Interswiss und der SuperSérie am Start steht. Ich hoffe sehr, dass wir ein paar spannende Kämpfe um die vorderen Positionen erleben werden.»

Ein besonderes Dankeschön richtet Schnellmann an sein Team. Ohne «seine Mannschaft» sei der Aufwand, den man betreibe, gar nicht erst möglich. «Es ist nicht selbstverständlich, was dieses Team alles leistet. Und es war nicht einfach die Motivation 2025 aufrecht zu halten. Aber wir haben es geschafft. Und wir freuen uns auf die neue Saison.» Wir auch, lieber Roger…

Neue Front Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hinweis auf den neuen technischen Partner an der neuen Front © Eichenberger

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