Der Schweizer Nachwuchs muss sich international längst nicht mehr verstecken. Am vergangenen Wochenende waren gleich mehrere Kartfahrer erfolgreich im Einsatz.
Zoltan Coigny zählt zu den Nachwuchsrennfahrern, die international schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Am vergangenen Wochenende hat der junge Waadtländer beim «Nightrace» der IAME Italy in Lonato (ITA) einen weiteren Triumph eingefahren. Im Finale behielt der Spirit-Pilot die Oberhand gegen Landsmann Orlando Rovelli in der Kat. S125-Junior. Dank Elia Nützi (6.) und Lorenzo Zucchetto (10.) schafften es insgesamt vier Schweizer in die Top 10. «Im Qualifying waren wir auf eine Runde nicht ganz so schnell wie erhofft», meinte Coigny. «Aber unser Rennspeed war ausgezeichnet. Ein grosses Dankeschön an das Team für den unermüdlichen Einsatz.» In der Meisterschaft liegt Coigny auf Rang 2. Bei noch einem ausstehenden Rennen (13. September in Viterbo) hat er noch alle Chancen auf den Titel! Apropos: Top-10-Ergebnisse gab es auch für Lorik Shahinaj (6.) bei den Minis (unter 10) und Kimi Prost (9.) bei den Minis (über 10).
Für Ausrufezeichen auf internationalem Niveau sorgt auch regelmässig Dan Allemann. Beim vierten Europameisterschafts-Lauf in Kristianstad (SWE) hatte der 14-jährige Spirit-Fahrer die Pole-Position erobert. Leider ist ihm danach in den Vorläufen der Motor kaputt gegangen, was seine Chancen auf ein Top-Ergebnis zunichte machte. Im Finale kämpfte er sich dennoch auf Platz 16 nach vorne.
Den dritten und letzten Lauf absolvierte in Kristianstad (SWE) auch Alexis Genolet im Rahmen der FIA Academy Trophy Senior. Der junge Genfer war fest entschlossen, nach dem durchzogenen Wochenende in Mülsen (GER) nochmals anzugreifen und eventuell doch noch den Titel zu holen. Wie schon beim Auftakt in Valencia (ESP) fuhr der Fahrer aus dem Team LKM Racing ein grandioses Finale. Seinen Gegner im Kampf um den Titel, der Brite Albert Lapper, hatte er bis zur Zielflagge im Griff. Leider – aus Sicht von Genolet – reichte es Letzterem dennoch zum Gewinn des Senior-Titels, da dessen Punktevorsprung in der Meisterschaft gross genug war. Und es kam noch «schlimmer» für Genolet. Bei der technischen Abnahme nach dem Rennen wurde er wegen Untergewichts vom Finale disqualifiziert. Kleiner Trost: Weil die direkte Konkurrenz zu wenig oder gar keine Punkte machte, konnte Genolet seinen zweiten Schlussrang in der Gesamtwertung verteidigen. Gratulation!
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