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27.04.2026 «Speedmaster» gewinnt mit Ex-Nüssli-Ford
Speedmaster Ford Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster»: Erster Tagessieg unter Pseudonym © Archiv «Speedmaster»

Am Wochenende standen einige Schweizer Bergrennfahrer im Ausland im Einsatz. Darunter Reto Meisel, «Speedmaster», Victor darbellay und Roland Bossy.

Gleich bei drei internationalen Bergrennen im Ausland waren Schweizer am vergangenen Wochenende erfolgreich mit von der Partie. Beim Grossen Bergpreis von Österreich, dem ersten Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft 2026 am Rechberg in der Steiermark, gewann der mit tschechischer Lizenz startende Urner Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi Evo 7 RS überlegen die FIA-Kategorie 1 vor dem Bulgaren Niki Zlatkov im Audi Quattro S1 (8,68 zur.) und Reto Meisel im Mercedes SLK340-Judd (+9,69).

Vorjahressieger Reto Meisel haderte auf der 4,44 km langen Strecke mit seinen gebrauchten Reifen («die neuen Reifen kamen nicht rechtzeitig»), hatte in manchen Passagen nicht das volle Vertrauen ins Auto und riskierte daher nicht sein letztes Hemd. Gegen die zwei stärksten Allrad-Turbomonster hätte der Vorjahressieger am Rechberg wohl auch mit neuen Gummis einen schweren Stand gehabt, kam aber wenigstens noch als Dritter aufs Podium.

Der Tagessieg ging an Titelverteidiger Christian Merli vor dem nach zwei Läufen nur um 34 Hundertstel zurückliegenden Vorjahressieger Kevin Petit aus Frankreich und den Tschechen Petr Trnka (alle Nova NP01). Der Jurassier Jean-Jacques Maître (17.) kam mit seinem Nova NP01-2 Honda 2.0 auf den vierten Rang in der Klasse Proto 2, war mit 5,6 Sekunden Rückstand aber weit weg vom Podium.

Einen Schweizer Gesamtsieg gab es beim Auftakt zur Deutschen Bergmeisterschaft auf dem Bergaufstück des legendären Schottenrings. Weil die Strecke nicht für Rennsportwagen zugelassen ist, waren nur geschlossene Fahrzeuge am Start. «Speedmaster» nutzte die vielen Trainings- und Rennläufe für erste Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen mit dem von Romeo Nüssli erstandenen und zu Hause in Kirchdorf überarbeiteten Ford Escort Cosworth. Der mehrfache Slalommeister und Bergpokalsieger wurde seiner Favoritenrolle gerecht und entschied das Gesamtklassement vor zwei Deutschen auf Porsche 911 GT3 für sich. Für «Speedmaster» war dies der erste Tagessieg unter Pseudonym und der erste seit dem Slalom Frauenfeld 2014 mit dem bekannt schnellen VW Polo.

Beim Bergrennen Abreschviller-Saint Quirin im Departement Moselle war Victor Darbellay als Siebter der schnellste Schweizer, war damit aber nur bedingt zufrieden. Der Gesamtsieg ging nämlich an seinen neuen Klassenkonkurrenten Marc Pernot, der den französischen Bergmeistertitel nun mit einem kleineren Nova Proto NP01 verteidigt, der wie Darbellay über einen 1175er-Turbomotor von Hartley verfügt. Damit liess Pernot erstmals sämtliche grossen Sportwagen hinter sich.

Beim ersten Start mit einem Tatuus T-318 mit Alpine-Turbomotor musste sich auch Roland Bossy mit dem 22. Gesamtrang und dem zweiten Platz in seiner Klasse begnügen. Zweifellos ist damit noch viel Luft nach oben. In der separaten Trophée des Nations für Fahrzeuge ausser FFSA-Konkurrenz holte Fabien Houlmann als Vierter von acht den Sieg bei den Tourenwagen. In der VHC-Bergmeisterschaft war Guillaume Mathez wie bereits in den drei Läufen zuvor mit seinem Peugeot 309 GTI 16V als Solo-Klassensieger und Vierter hinter zwei historischen Rennwagen und einem Porsche 996 GT3 Cup erfolgreich.

Text: Peter Wyss

Meisel Rechberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Meisels Mercedes: bei den Fans am Rechberg beliebt © Wyss

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