Am Wochenende ging in Mugello die italienische Formel-4-Meisterschaft zu Ende. Unter anderem mit einem Sieg für Jenzer Motorsport. Zwei Schweizer Rookies haben ebenfalls überzeugt.
Sie gilt seit Jahren als die am härtesten umkämpfte Formel-4-Meisterschaft. Und einer der ehemaligen Meister hat am Wochenende in der Formel 1 Geschichte geschrieben: Kimi Antonelli, italienischer Formel-4-Champion von 2022, wurde in Mexiko zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Auch andere bekannte Nachwuchsfahrer wurden in Italien «gross». Haas-Pilot Oliver Bearman beispielsweise sicherte sich 2021 den Titel. Und beim Meister von 2024, Freddie Slater, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis er in der Königsklasse fährt. In Mexiko absolvierte er das erste freie Training für das F1-Team von Audi. 2027 wird der Brite in der Formel 2 fahren.
Von einer solchen Karriere träumen auch die beiden Schweizer Florentin Hattemer und Levi Arn (beide 16). Sie haben in diesem Jahr an allen sieben Rennen zur italienischen Meisterschaft teilgenommen. Und sie haben sich wacker geschlagen. Hattemer (ursprünglich aus Basel) wurde mit 116 Punkten 21. im Gesamtklassement, Arn (aus Solothurn) sammelte 78 Zähler und belegte Rang 23. Hattemer, der für das italienische Team Trident fährt, schaffte es fünf Mal in die Top 10. Sein bestes Ergebnis war ein sechster Platz am ersten Mugello-Wochenende. Arn fuhr vier Mal unter die besten Zehn und wurde in Monza sensationell Vierter. Am vergangenen Wochenende, beim Finale in Mugello, sicherte er sich nochmals einen sechsten Platz.
Das alles mag aus der Sicht eines Laien «mittelprächtig» erscheinen. In einer Meisterschaft, die aber von zwei Teams, die im Schnitt je sieben Autos stellen (US Racing und Prema), dominiert wird, sind solche Ergebnisse absolute Top-Resultate. Auch in der Rookie-Wertung haben die beiden Schweizer überzeugende Arbeit geleistet. Arn beendete die Saison als Siebter mit einem Sieg in Monza und insgesamt vier Podestplätzen. Hattemer wurde Fünfter. Fünf Mal schaffte er es aufs Podium. Beim Auftakt-Wochenende in Misano stand er zwei Mal als Zweiter auf dem «Stockerl». In Imola qualifizierte er sich als Dritter. Der Plan von beiden Piloten ist, 2027 ein zweites Jahr in der Formel 4 anzuhängen.
Einen besonderen Erfolg feierte auch Jenzer Motorsport beim Saisonabschluss. Der Deutsche Elia Weiss, eben erst Meister in der F4 CEZ geworden, feierte in Mugello seinen ersten Laufsieg in der italienischen Formel 4. Um ein Haar (wegen zwei Punkten) hätte sich das Team aus Lyss in der Teamwertung noch an Van Amersfoort Racing vorbeigeschoben. Am Ende blieb der fünfte Schlussrang.
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