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03.06.2020 Was passiert mit den Lizenzgebühren?
Lizenzen Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Von Auto Sport Schweiz ausgestellte Lizenzen

Vereinzelte Piloten haben sich aufgrund der Tatsache, dass sie 2020 keine oder nur eingeschränkt Rennen bestreiten können, nach der Rückerstattung ihrer Lizenzgebühren erkundigt.

Für die verschiedenen Gebührenregelungen ist bei Auto Sport Schweiz die Geschäftsführung zuständig und diese wird sich in diesen Tagen zu einem ersten physischen Meeting seit dem Ausbruch der Krise treffen. Anlässlich dieses Meetings werden der erstellte Liquiditätsplan 2020 besprochen und die verschiedenen Optionen in Bezug auf mögliche Rückerstattungen diskutiert. Ob sich allerdings bereits eine definitive Entscheidung fällen lässt, steht aktuell noch in den Sternen, da die möglichen Konsequenzen für das Betriebsjahr 2020 sich per Stand Juni noch nicht abschliessend beurteilen lassen.

Andreas Michel, Präsident der Nationalen Sportkommission (NSK) und Mitglied der Geschäftsführung von Auto Sport Schweiz äussert sich wie folgt zur nicht ganz einfachen Situation: «Es ist kein Novum, dass Rennsport ein aufwändiges Hobby ist. Lizenzgebühren sind Teil dieses Sports und dienen auch dazu den Verband Auto Sport Schweiz am Leben zu erhalten, somit ein Grundinteresse aller Lizenzierten. Die Rechtslage in diesem Bereich haben wir bereits umfassend klären lassen und es besteht grundsätzlich kein reglementarisches oder gesetzliches Recht, welches eine Rückzahlung von Lizenzgebühren vorsieht. Natürlich haben wir ein Interesse daran, den Piloten hier nach Möglichkeit entgegenzukommen, aber wenn wir dabei das Weiterbestehen von Auto Sport Schweiz gefährden, werden wir zum Wohle des Verbandes entscheiden und die Liquidität 2020 mit Einbehalt der Gebühren gewährleisten müssen. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Beispiele erlebt, in denen der Pilot im ersten Saisonrennen einen kapitalen Motorschaden (Fahrzeugschäden gab es auch zu genüge) erlitten hat und die Saison nach 30 Sekunden beendet war. Dieser Fahrer hat auch keine Rückzahlung erhalten obwohl er faktisch gesehen ‹nicht fahren› konnte.»

Die monatlichen Ausgaben von Auto Sport Schweiz bewegen sich in einem tiefen sechsstelligen Bereich (Versicherungen, Mieten, Löhne, FIA-Abgaben, Homologationen, Infrastrukturen, etc.) und der Grossteil dieser Ausgaben steht auch oder trotz Corona-Krise weiterhin an und muss monatlich beglichen werden. Will Auto Sport Schweiz zahlungsfähig bleiben, ist die Notwendigkeit gegeben, dass auch 2020 eingegangene Gelder für die Tilgung der Ausgaben verwendet werden.

Sicher liegt es im Interesse aller Beteiligten, dass Auto Sport Schweiz sein weiteres Bestehen sichern kann, denn, und das scheinen verschiedene Exponenten manchmal zu vergessen, ohne Auto Sport Schweiz gibt es keine Rennveranstaltungen in der Schweiz. Es braucht «den Verband» genauso wie die Streckenkommissare, Piloten, Teams, Bewerber, Veranstalter, Sponsoren, Partner und viele weitere Komponenten, um den Rennsport auch in Zukunft erfolgreich in der Schweiz betreiben zu können.

Die Geschäftsführung wird sicher nichts unversucht lassen, den Piloten, welche 2020 die Lizenz gelöst und erhalten haben aber kein Rennen bestreiten können in irgendeiner Form entgegenzukommen. Sobald ein entsprechender Entscheid gefällt ist, wird dieser allen Piloten auf den üblichen Wegen kommuniziert und bis dahin gilt es Ruhe zu bewahren und geduldig zu bleiben – genauso wie dies bereits in den letzten Wochen und Monaten im Rahmen der COVID-19 Krise 2020 notwendig gewesen ist.

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