Ricardo Feller gewann am Wochenende die 12h Sebring in der GTD Pro. Doch auch andere Schweizer setzten Ausrufezeichen – bei der Formel E, beim NLS-Auftakt, bei Rallyes in Frankreich und der WSK in Italien.
Bei der Formel-E-Premiere in Madrid (ESP) haben alle drei Schweizer zum dritten Mal in dieser Saison gepunktet. Einen weiteren Podestplatz, es wäre der fünfte in dieser Saison gewesen, kam es aber leider nicht. Edoardo Mortara war als Fünfter der beste des Trios – zwei Plätze vor Sébastien Buemi. Nico Müller wurde direkt dahinter (mit der schnellsten Rennrunde) Achter. Buemi war eigentlich als Sechster ins Ziel gekommen, erhielt aber nachträglich noch eine 1,9-Sekunden-Zeitstrafe. Die Rennleitung war der Ansicht, dass Buemi den Briten Jake Dennis, der im Attack-Mode war, bei einem Überholversuch zu wenig Platz gelassen hatte. In der Meisterschaft liegt Mortara weiter auf Rang 2 – elf Punkte hinter Leader Pascal Wehrlein. Müller ist Sechster (33 Punkte hinter Wehrlein), Buemi Neunter (38 Zähler hinter der Spitze). Der Sieg in Madrid ging an Jaguar-Pilot António Félix da Costa. Weiter geht’s am 2./3. Mai mit dem Doubleheader in Berlin.
Auch kein Schweizer Podestplatz gab es beim IMSA-Rennen in Sebring (USA). Der Genfer Louis Delétraz musste sich nach zwölf Stunden mit Rang 7 begnügen. «Wir können uns nichts vorwerfen», meinte der Cadillac-Pilot. «Wir haben alles versucht, lagen sogar mal in Führung, aber die letzte Gelbphase hat uns auf dem falschen Fuss erwischt. Alle, die hinter uns lagen, hatten neue Reifen.» Umso erfreulicher lief es aus Schweizer Sicht in der GTD Pro. Dort sicherte sich Ricardo Feller mit dem Manthey-Porsche seinen ersten Sebring-Triumph. Der zweimalige GTD-Champion Philip Ellis war für einmal nicht im Ziel. Der Mercedes mit der #57 kollidierte mit einem rückwärts auf die Strecke rollenden Fahrzeug. Der Gesamtsieg in Sebring ging zum 20. Mal an Porsche.
Auch beim Auftakt der NLS gab es aus Schweizer Sicht Grund zur Freude. Bester Eidgenosse im Gesamtklassement war Patric Niederhauser (Lamborghini) auf Rang 8. Fabio Scherer (Ford Mustang) belegte Rang 11, Raffaele Marciello (BMW) wurde nach einem unplanmässigen Boxenstopp Zwölfter. Der Sieg beim 58. Barbarossapreis ging an das Schwesterauto von Marciello, nachdem der eigentliche Siger Max Verstappen im Red-Bull-Mercedes disqualifiziert wurde (sieben statt sechs Reifensets). NLS-Meister Ranko Mijatovic knüpfte dort an, wo er aufgehört hat: mit einem Klassensieg in der BMW M2. Einen Klassensieg gab es auch für Manuel Metzger. Er triumphierte in der AT2. Miklas Born und Julien Apothéloz landeten bei ihrer Premiere mit dem KTM X-Bow auf dem 26. Gesamtrang.
Eine gute Vorbereitung auf den bevorstehenden Auftakt zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gelang Thibault Maret. Der Walliser belegte bei der Rallye Régional des Vignes (FRA) den fünften Gesamtrang und war damit bei seinem ersten Ausritt mit seinem neuen Citroën C3 bester Rally2-Pilot. Aufs Podium schafften es Sacha Althaus/Lisiane Zbinden bei der 44. Rallye Régional de Franche-Comté. Der Jurassier, der 2024 und 2025 das Critérium Jurassien gewann, setzte bei seiner Vorbereitungsrallye als Dritter ein starkes Ausrufezeichen. Hinter Althaus belegten Michaël Burri/Gaëtan Aubry Platz 4. Ebenfalls in den Top 10: Joël Rappaz (6.), Nicolas Althaus (7.), David Erard (8.)und Olivier Burri (9.). Der Vorjahresdritte der Rallye-SM, Mathieu Zurkinden, wurde Zweiter in der Rally4-Wertung.$
Kommen wir zum Kartsport. Dort stand in Franciacorta (ITA), wo am kommenden Sonntag die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert, das Finale der WSK Super Masters Serie auf dem Programm. In zwei Kategorien gab es aus Schweizer Sicht Positives zu vermelden. Bei den OK Junioren wurde Albert Tamm Dritter. Der Tessiner profitierte in der letzten Kurve vom Duell der beiden Führenden und schaffte so noch den Sprung aufs Podium. Auch Aurelio Longhitano war nach der Zieldurchfahrt Dritter (in der OK-N Junior), verlor seinen Podestplatz aber wegen einer Dreisekunden-Strafe (Kollision verursacht).
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