Das vergangene Wochenende stand aus Schweizer Sicht ganz im Zeichen des Auftaktsieges von Felix Hirsiger im ADAC GT Masters. Es gab aber noch weitere Schweizer Podestplätze.
Das ADAC GT Masters war für Schweizer Rennfahrer schon immer ein gutes Pflaster. Man denke da zurück an Patric Niederhauser, der 2019 die Gesamtwertung gewann. Ricardo Feller, der 2021 den Titel holte. Oder Alexander Fach jr., der in den vergangenen zwei Jahren in der ProAm-Wertung reüssierte. Am vergangenen Wochenende kam dank Felix Hirsiger ein weiterer solcher Meilenstein dazu. Der GT-Masters-Neuling gewann beim Auftaktrennen am Red Bull Ring (AUT) nicht nur auf Anhieb in einem Herzschlagfinale sein erstes Rennen, mit Platz 3 im zweiten Lauf hat der Lamborghini-Pilot auch gleich die Meisterschaftsführung übernommen. Aus Schweizer Sicht lief es im ersten Rennen sogar noch besser: Alain Valente sicherte sich auf einem Ford Mustang Rang 3. Im zweiten Lauf wurde er Neunter. «Die Leistungsunterschiede zwischen den Autos machen das Überholen nicht einfacher. Im Mittelsektor ist der Lamborghini etwas stärker, in den anderen beiden der Ford», erklärte Hirsiger. «Mir war klar, ich muss mein Auto richtig managen, um am Ende nochmal Druck aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert.» Am Sonntag nach dem zweiten Rennen meinte der ehemalige Trofeo-Pirelli-Europe-Sieger: «Jetzt, wo wir vorne sind, wollen wir die Tabellenführung natürlich nicht mehr abgeben…»
Nicht ganz so erfolgreich lief es den Schweizer Vertretern am selben Ort in der DTM. Ricardo Feller holte mit den Plätzen 9 und 12 einige Punkte. Dasselbe gilt für Emil Frey Racing: Beim Heimspiel der Partner BWT, Windhager und Red Bull gelang es dem Schweizer Team, mit beiden Ferrari 296 GT3 Evo an beiden Renntagen Punkte zu sammeln. Während es auf der Strecke phasenweise an Pace fehlte, überzeugte die Mannschaft insbesondere bei den Boxenstopps mit den schnellsten Zeiten im gesamten Feld.
Ein neues Abenteuer hat auch für Mike Müller begonnen. Der Fahrer aus dem Team Topcar hat in Oschersleben (GER) am ersten Rennwochenende des neuen VW Polo Cup die Plätze 3 und 5 an Land gezogen. Müller lag auch im zweiten Rennen lange auf Podestkurs. «Doch in der letzten Runde hat mein Auto angefangen zu hüpfen und ich musste noch zwei Positionen hergeben.»
Einen Schweizer Sieg gab es auch in der italienischen GT-Meisterschaft. BMW-Werksfahrer Raffaele Marciello gewann in Imola (ITA) zusammen mit Teamkollege Jens Klingmann den zweiten Lauf und führt die Meisterschaft an. Serien-Neuling Jasin Ferati holte bei seinem Debüt (ebenfalls auf BMW) als Fünfter des zweiten Rennens seine ersten acht Punkte.
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