Das vergangene Weekend stand ganz im Zeichen vom zweiten Podestplatz Raffaele Marciellos in der WEC. Aber es gab noch einen anderen grossen Schweizer Triumph zu feiern: im Kartsport – dank Alexis Genolet.
Für einmal fangen wir beim Weekend-Report mit dem Kartsport an. Und das hat seinen guten Grund. Der Genfer Alexis Genolet hat beim Saisonauftakt der FIA Academy Trophy in Valencia (ESP) bei den Senioren nicht nur sensationell die Pole-Position geholt und zwei der drei Vorläufe gewonnen, der Zweitplatzierte des Young Drivers Projekts von 2025 hat auch im Finale souverän mit einem Start-Ziel-Sieg triumphiert. Und das mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung! «Ein fantastisches Wochenende, an dem einfach alles perfekt gepasst hat», meinte Genolet. «Ein riesiges Dankeschön an meine Familie, mein Team und alle, die mich unterstützen.» Um die Chancengleichheit zu wahren werden bei der FIA Academy Trophy die Motoren an einem Wochenende immer wieder unter den Fahrern getauscht. Vier Mal hat Genolet einen anderen Motor bekommen – am Speed und der Konstanz des jungen Genfers, der auch dieses Jahr Teil des YDP von Auto Sport Schweiz ist, hat das aber nichts geändert.
Parallel zur Academy wurde in Valencia auch ein Lauf zur FIA-Europameisterschaft ausgetragen. Bester Schweizer war in der Kat. OK Dan Allemann als Fünfter im Finale. Leider erhielt er nachträglich eine Strafe wegen Nichtbeachten der Tracklimits, was ihn auf Rang 15 zurückwarf. Bei den Junioren hielt Albert Tamm die Schweizer Flagge hoch. Leider bekam auch er eine Fünf-Sekunden-Strafe und wurde 18.
Kommen wir zu den Profis: Beim 6-Stunden-Klassiker der WEC in Spa-Francorchamps (BEL) haben nicht die starken Alpine und auch nicht Polesetter Peugeot gewonnen. Bei der Generalprobe zu den 24 Stunden von Le Mans sicherte sich BMW beim Heimspiel für das Einsatzteam WRT einen Doppelsieg – mit Raffaele Marciello auf Rang 2. Für Sébastien Buemi endete das Rennen nach dem Sieg in Imola auf einem enttäuschenden zehnten Rang, nachdem der Toyota mit der #8 eine Stunde vor Schluss zurückgefallen, weil sie kurz zuvor gestoppt hatte und alle anderen unter VSC reinkamen. Auch Louis Delétraz kämpfte im Cadillac gegen Rennende mit stumpfen Waffen und wurde Neunter. In der LMGT3 ging der Sieg an den mit Schweizer Lizenz fahrenden Marvin Kirchhöfer aus Luzern. Thomas Flohr wurde in derselben Klasse 15.
Auch beim Auftakt der italienischen Formel-4-Meisterschaft in Misano (ITA) gab es Schweizer Podestplätze. Zumindest bei den Rookies. Florentin Hattemer (Trident Racing) wurde in den Vorläufen zwei Mal Zweiter. Levi Arn (Jenzer Motorsport) war im zweiten Pre-Heat Dritter und im Finale Vierter. Der dritte Schweizer im Bunde, Georgiy Zasov, verpasste die Finalqualifikation. Einen super Job machte auch der Däne David Walther. Er fuhr im Finale für Maffi Racing auf Platz 3 im Gesamtklassement.
In der britischen Formel 4 gab es für Chiara Bättig beim zweiten Rennen in Brands Hatch (GBR) die Plätze 17, 20 und 6. Das erste Rennen musste Bättig nach einem technischen Defekt im Qualifying von ganz hinten in Angriff nehmen.
Zwei Podestplätze gab es auch für Kevin Gilardoni. Der vielen von der Rally del Ticino bekannte Bünder erzielte bei der Super Trofeo Lamborghini in Imola (ITA) die Plätze 2 und 3.
Sie erhalten monatliche News und Events der Auto Sport Schweiz Seite