Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring und dem zweiten Platz von Patric Niederhauser. Daneben gab es aber auch noch andere Schweizer Erfolge auf der internationalen Bühne.
Patric Niederhauser hat am Wochenende zu seiner eh schon umfangreichen Trophäen-Sammlung im GT-Sport einen weiteren Pokal dazugewonnen. Der 34-jährige Berner wurde beim 24h-Rennen am Nürburgring zusammen mit Luca Engstler und Mirko Bortolotti Gesamtzweiter. Und das trotz einer frühen Panne. Startfahrer Bortolotti wurde bereits in der zweiten Kurve von einem Mercedes leicht gerammt und musste wegen eines beschädigten Hinterreifens sofort an die Box zurückkehren. Der Lamborghini, der nur als 49. seiner Startgruppe ins Rennen gegangen war, legte im Laufe des Rennens eine bemerkenswerte Aufholjagd hin und belegte trotz einer Zeitstrafe wegen eines Verstosses gegen eine 60er-Regel den zweiten Schlussrang hinter dem siegreichen Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 80, der von Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin pilotiert wurde. Ebenfalls in den Top 10: Porsche-Pilot Ricardo Feller. Der gebürtige Aargauer wurde mit seinem Team Lionspeed Gesamtsechster. Markenkollege Alex Fontana landete auf Rang 14. Vorjahressieger Raffaele Marciello (BMW) und Ex-DTM-Pilot Fabio Scherer (Ford Mustang) zählten zu den prominentesten Ausfallopfern. Zu den weiteren Schweizern, die es in ihren Klassen aufs Podium schafften, zählen: Marc Schöni (Zweiter SP7) und Marco Grilli (Dritter BMW 325i).
Anders als in Berlin haben die Schweizer Formel-E-Piloten beim Doubleheader in Monaco etwas kleinere Brötchen backen müssen. Edoardo Mortara büsste seinen zweiten Tabellenrang ein und musste sich im Fürstentum mit den Plätzen 17 und 5 (trotz Unfall und Zehn-Sekunden-Strafe) zufrieden geben. Mit 25 Punkten Rückstand auf den neuen Gesamtführenden Mitch Evans hat der Genfer bei noch sieben ausstehenden Rennen aber immer noch sehr gute Titelchancen. Auch für Nico Müller war Monte Carlo nicht das beste Pflaster. Der Sieger von Berlin kollidierte im ersten Rennen am Samstag ausgerechnet mit seinem Teamkollegen Pascal Wehrlein und schlitzte diesem einen Reifen auf. Im zweiten Rennen, dem 100. von Porsche in der Formel E, wurde der Berner Sechster. Auch Sébastien Buemi punktete nur in einem der beiden Rennen – als Fünfter. Der Monaco-Rekordsieger (drei Mal hat Buemi schon gewonnen) machte in diesem Rennen insgesamt 13 Positionen gut.
Einen Sieg durfte am Wochenende Alexander Fach jr. feiern. Der Schwyzer belegte am zweiten Rennweekend der GT Open in Spa-Francorchamps den vierten Gesamtrang und gewann damit die ProAm-Wertung zusammen mit seinem Teamkollegen Alexander Schwarzer für das Team Fach Auto Tech. Auch der zweite Porsche aus dem Hause Fach stand ganz oben: Das Duo Joel Monegro Reyes/Lucas Wolf gewannen die AM-Klasse. Yannick Mettler/Dexter Müller standen in der ProAM auf der Pole-Position, schieden nach einem Dreher von Müller aufgrund der Folgeschäden aber aus.
Zwei Podestplätze gab es auch beim ersten Rennen zum Renault Twingo Cup in Grobnik/Kroatien für Thomas Schmid. Der ehemalige Schweizer Junioren-Meister am Berg und bei der Rallye wurde am Auftakt-Wochenende zwei Mal Dritter. Zweitbester Schweizer war Dylan Stebler mit den Plätzen 5 und 8.
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