DTM, GT Masters, Rallye, Formel 4 – auch am Pfingst-Wochenende gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Vor allem das erste DTM-Rennen in Zandvoort war ein Highlight.
Als Schweizer Motorsport-Fan hatte man auch am Pfingst-Wochenende Grund zum Jubeln. Beim zweiten Lauf zur diesjährigen DTM in Zandvoort war vor allem das erste Rennen fest in Schweizer Hand. Schon im Qualifying vermochte Emil Frey Racing mit den Positionen 1 (Matteo Cairoli) und 2 (Thierry Vermeulen) zu überzeugen. Im Rennen liess der Italiener dann nichts anbrennen und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Ausserdem wurde er als «Fahrer des Tages» ausgezeichnet. Kollege Vermeulen verlor am Start eine Position, verteidigte Rang 3 aber ebenfalls souverän. Im zweiten Durchgang schaffte es die Safenwiler Truppe ebenfalls mit beiden Ferraris in die Punkte: Vermeulen wurde Fünfter, Cairoli Elfter. «Der Samstag war natürlich sensationell mit dem Sieg für Cairoli, der erste mit uns und in der DTM überhaupt – und dann noch mit Vermeulen auf dem Podium. Noch dazu hatten wir erneut den schnellsten Boxenstopp – den Dritten hintereinander», freute sich Teamchef Lorenz Frey-Hilti. Für Porsche-Manthey-Fahrer Ricardo Feller endete das Zandvoort-Wochenende mit zwei zehnten Plätzen und der schnellsten Rennrunde im ersten Lauf. Der Sieg im zweiten Rennen ging übrigens an Kelvin van der Linde aus Südafrika.
Einen Schweizer Erfolg gab es (wie schon beim Auftakt) auch im ADAC GT Masters. Dort sicherte sich Felix Hirsiger (nach Platz 4 im ersten Lauf) den Sieg im zweiten Durchgang. Damit hat sich der Mann aus Küssnacht am Rigi gleich sein eigenes Geburtstagsgeschenk gemacht. In der Woche vor dem Rennen in Zandvoort feierte der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner seinen 28. Geburtstag. In der Meisterschaft liegt Hirsiger nach zwei Rennen mit 85 Punkten in Führung.
Weiter auf der Erfolgswelle fährt auch Matthias Schläppi im Deutschen Rallye Cup. Fünf Wochen nach dem Last-Minute-Klassensieg bei der Ostalbrallye fuhr Schläppi in der Klasse NC3 für Fahrzeuge mit einem Hubraum zwischen 1600 und 2000 cm3 einen souveränen Klassensieg mit mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus. Bei der 27. Hunsrück-Junior-Rallye hatte der Meiringer lange sogar das allererste Gesamtpodium seiner noch jungen Rallyekarriere vor Augen. Am Ende stand ein starker fünfter Platz im Gesamtklassement zu Buche. Eine besondere Geschichte gibt es noch vom Beifahrersitz des Peugeot 208 zu berichten: Die Schweizerin Iris Thurnherr feierte dort nach einer langen Pause ihr Comeback im Rallyewagen. Fast 15 Jahre war es her, dass die Alpnacherin zuletzt an einer Rallye teilnahm – damals griff sie selbst erfolgreich ins Lenkrad.
Einen weiteren Rookie-Podestplatz gab es auch für Florentin Hattemer in der italienischen Formel 4. Im ersten Rennen wurde der Trident-Pilot Dritter bei den Neulingen. Mit den Gesamträngen 7, 8 und 14 überzeugte er erneut. Auch Levi Arn war wieder stark unterwegs. Im zweiten Rennen kämpfte der Jenzer-Motorsport-Pilot um die Positionen 4/5, als er wegen einem Plattfuss zurückgeworfen wurde. Im ersten Rennen verpasste er als Vierter knapp das Rookie-Podium. Auch das Team Maffi Racing belohnte sich für eine gute Leistung. Wieder war es der Däne David Walther, der den Genfern in Rennen 3 einen Podestplatz (P3) sicherte.
Nicht ganz so erfolgreich war Chiara Bättig beim dritten Lauf in der englischen Formel-4-Meisterschaft. Mit den Rängen 17, 14 und nochmals 14 hat sie aber auch an diesem Wochenende wieder fünf Punkte dazugewonnen. In der Gesamtwertung liegt sie auf Rang 13.
Seinen ersten Podestplatz der Saison sicherte sich auch Jasin Ferati in der italienischen GT-Meisterschaft. Im zweiten Rennen zum Sprint-Cup wurde der Winterthurer Zweiter. In beiden AM-Klassen führt das Schweizer Team Spirit of Race.
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