Es hätte sein Rennen werden können: Fabio Scherer startete bei der GT World Challenge von der Pole-Position – kam aber nur wenige hundert Meter weit. Wie es dem Rest der Schweizer am Wochenende ergangen ist, erfahren Sie im Weekend-Report.
Am Samstag freute er sich noch über die erste Pole-Position in der GT World Challenge. Tags darauf war für Fabio Scherer beim zweiten Lauf zum Endurance Cup in Monza (ITA) schon nach wenigen hundert Metern Feierabend. Eine Berührung im Feld löste eine Massenkarambolage in der ersten Schikane aus, bei der die ersten fünf der Startaufstellung sowie mehrere Favoriten ausschieden. Zu den «Opfern» gehörte neben dem Ford Mustang GT3 von Scherer auch der Lionspeed-Porsche von Ricardo Feller. «Es tut weh», meinte Scherer, «aber es gibt viel Positives aus Monza mitzunehmen: Das Tempo war da, die Teamarbeit war perfekt, und wir haben erneut bewiesen, dass wir ganz vorne mithalten können. Und genau das werden wir beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps tun.» Bester Schweizer in Monza war so BMW-Werksfahrer Raffaele Marciello als Fünfter. Auch Patric Niederhauser entkam dem Chaos in der ersten Schikane und überquerte die Ziellinie in seinem Lamborghini als Siebter. Der Sieg ging überraschend an das Team Tresor Attempto Racing, das mit einer Silber-Mannschaft die Pro-Teams ärgern konnte. Im Bronze-Cup setzte sich der Ferrari Nr. 74 von Kessel Racing dank Dustin Blattner, Dennis Marschall und Lorenzo Patrese durch. Die weiteren Schweizer: Alex Fontana (21., P6 Bronze), Rolf Ineichen (22., P7 Bronze), Ethan Ischer (24., P8 Silber).
Auch der Genfer Louis Delétraz stand am Wochenende im Einsatz. Beim fünften Lauf zur IMSA in Detroit wurde der Cadillac-Pilot Sechster. Viel mehr wird sich Delétraz über das Aufgebot für die 24h von Le Mans (13./14. Juni) gefreut haben. Dort springt der ehemalige Formel-1-Testfahrer für Cadillac-Stammfahrer Alex Lynn ein und wird wie schon zuletzt in Spa-Francorchamps (BEL) an der Seite von Norman Nato und Will Stevens fahren.
Ihr bisher bestes Wochenende erwischte Chiara Bättig in der britischen Formel 4. Auf der GP-Strecke von Silverstone sicherte sich die ehemalige Schweizer Kart-Meisterin als Dritte im ersten Sonntagsrennen ihren ersten Podestplatz. Bättig profitierte dabei von der Reversed-Grid-Regel, die besagt, dass der Fahrer, der im Quali die zwölftschnellste Zeit fährt, im zweiten Durchgang von der Pole-Position losfahren darf. In der Meisterschaft liegt Bättig nach vier von zehn Rennen auf dem 13. Zwischenrang.
Auch in der Formel 4 CEZ am Salzburgring gab es für die Schweizer Grund zum Jubeln. Jenzer Motorsport gewann mit dem Deutschen Elia Weiss (2x erfolgreich) und dem Tschechen Max Karhan alle drei Heats. Auch Maffi Racing sicherte sich dank dem Dänen David Walther zwei Podestplätze. Das Finale musste wegen eines starken Gewitters abgesagt werden. Das beste Ergebnis der beiden Schweizer Andreas Lo Bue und Georgiy Zasov waren je ein siebter Platz.
Ebenfalls am Salzburgring wurde das zweite Rennen zum Renault Twingo Cup ausgetragen. Diesmal gab es leider keine Podestplätze. Bester Schweizer war Thomas Schmid als Siebter. Der zweite Lauf wurde wegen des schlechten Wetters ebenfalls gestrichen.
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