Ricardo Feller und das Team Emil Frey Racing haben am Wochenende trotz grosser Hitze beim DTM-Weekend am Lausitzring einen kühlen Kopf bewahrt.
Ricardo Feller hat am Wochenende beim dritten Lauf zur DTM am Lausitzring seinen ersten Podestplatz in dieser Saison an Land gezogen. Der gebürtige Aargauer bekam zwar (wie der vermeintliche Sieger Marco Mapelli) nach dem Rennen eine 15-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil er unter Full-Course-Yellow zu schnell war. Doch weil er nach hinten genug Abstand hatte, konnte Feller seinen dritten Platz im Samstagrennen behalten. Auch am Sonntag gab es aus Schweizer Sicht Positives zu vermelden. Der Italiener Matteo Cairoli im Dienste von Emil Frey Racing sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg und übernahm damit auch die Führung im Gesamtklassement. Viel Luft nach hinten hat der Ferrari-Pilot allerdings nicht. Nur ein Punkt hinter Cairoli lauern Maro Engel und Lucas Auer. Feller liegt nach drei von acht Rennen auf Rang 11. Im Sonntagsrennen wurde der Porsche-Pilot aus dem Team Manthey Racing 13.
Nach drei von sechs Rennen hat Felix Hirsiger die Führung im ADAC GT Masters abgeben müssen. Der ehemalige Sieger des Porsche Sports Cup Suisse musste sich am Lausitzring mit den Plätzen 4 und 5 zufrieden geben. Der Lamborghini-Pilot aus dem Team Engstler liegt aber immer noch gut im Rennen. Bei Saisonhalbzeit beträgt sein Rückstand auf das führende Duo lediglich fünf Punkte.
Eine magere Punkteausbeute gab es aus Schweizer Sicht beim elften Rennen zur Formel E im chinesischen Sanya. Porsche-Werksfahrer Nico Müller startete von Position 14 und holte als Siebter immerhin noch sechs Zähler. Ein Rennunterbrechung nach einer Massenkollision stoppte jedoch Müllers Aufholjagd. «Ein Platz auf dem Podium wäre ohne diesen Unterbruch sonst möglich gewesen», meinte der Berner. Gar keine Punkte gab es für Sébastien Buemi (13.) und Edoardo Mortara, der das Rennen trotz eines komplett malträtierten Frontspoilers phasenweise sogar noch anführte. «Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir konkurrenzfähig sind», sagte Mortara. «Leider gab es nach dem Restart an meinem Auto ein technisches Problem mit dem Feuerlöscher, der sich von selbst auslöste, und ich musste das Rennen aufgeben.» Weil das in der Meisterschaft vor Mortara liegende Duo Mitch Evans und Oliver Rowland ebenfalls ausfiel, hielt sich der Schaden für den Genfer in Grenzen. Mortara ist vor den drei letzten Doubleheaders in Shanghai, Tokio und London mit 25 Punkten Rückstand auf die Spitze immer noch Meisterschaftsdritter.
Einen sensationellen vierten Platz erzielte Nachwuchstalent Levi Arn beim dritten Lauf zur italienischen Formel-4-Meisterschaft in Monza. Der Jenzer-Pilot startete von Position 18, fuhr die schnellste Rennrunde und überquerte die Ziellinie als Siebter. Nach dem Rennen gab es mehrere Zeitstrafen. Levi rückte auf den vierten Gesamtrang und auf den Platz 1 in der Rookie-Wertung vor. Mehr Zählbares schaute in den verbleibenden Rennen leider nicht heraus. Im zweiten Lauf wurde Arn durch einen Reifenschaden eingebremst, im Finale drehte ihn ein Mitkonkurrent um. Auch Florentin Hattemer durfte in Monza aufs Podium klettern. Der Trident-Pilot landete im dritten Pre-Heat auf Rang 3 und liegt in der Rookie-Wertung zwei Plätze vor Arn auf Rang 5.
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