Die Schweizer Rennfans dürfen weiter jubeln. Nach den Titeln von Ricardo Feller (GTWC) und Philip Ellis (IMSA) wurden am vergangenen Wochenende zwei weitere internationale Meisterschaften durch Schweizer Rennfahrer gewonnen: das ADAC GT Masters durch Felix Hirsiger und die ELMS durch Grégoire Saucy.
Felix Hirsiger und sein Teamkollege Finn Zulauf hatten vor dem Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim fünf Punkte Rückstand auf das führende Duo. Nach dem ersten Rennen und Platz 2 hinter dem siegreichen Mustang lagen Hirsiger/Zulauf vor dem letzten Rennen plötzlich mit fünf Punkten Vorsprung in Führung. Und weil das Lamborghini-Duo am Sonntag nichts mehr anbrennen liess und zum fünften Mal in dieser Saison den Sieg davontrug, war der Titel im letzten Rennen gar nie in Gefahr. «Mit diesem Titel ist ein Traum wahrgeworden», meinte Hirsiger. «Der Druck hat sich über den ganzen Tag aufgebaut und vor dem Rennen war ich echt nervös. Unsere Konkurrenten waren so schnell zu Beginn und dann auch noch direkt hinter uns. Mein eigener Stint war dann einer der schönsten, den ich je hatte. Ich war so ruhig und gelassen und konnte es wirklich geniessen. Im ersten Anlauf direkt Meister zu werden, ist mehr, als wir uns erträumt hatten.»
Nicht nur Hirsiger hatte am Wochenende allen Grund zum Jubeln. Auch Grégoire Saucy durfte sich über den Gewinn einer Meisterschaft freuen. Der 25-jährige Jurassier gewann das Saisonfinale der ELMS in Portimão (POR) und sicherte sich so nach dem Gewinn der Formula 3 Regional 2021 seinen zweiten internationalen Titel. Auch Saucys Triumph war nie wirklich in Gefahr. Von der Pole-Position gestartet behielt das Trio mit Saucy, dem Briten Ben Hanley und dem Australier Griffin Peebles stets die Kontrolle und gewann am Ende mit zwölf Sekunden Vorsprung zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem Triumph in Le Castellet (FRA). «Was war das für eine unglaubliche Saison – fünf Podestplätze in sechs Rennen», meinte Saucy bei der Siegerehrung am späteren Abend. «Die Freude über den Titel ist riesig. Vielen Dank an meine Teamkollegen und United Autosports.» In der LMP3-Klasse hat CLX Motorsport die Saison ebenfalls souverän abgeschlossen. Das Schweizer Team sicherte sich dank des überzeugenden Sieges seines Ligier mit der Startnummer 17, der ebenfalls von der Pole-Position gestartet war, den zweiten ELMS-Titel in Folge.
Keinen zweiten Titel, dafür einen zweiten Platz beim Finale in Hockenheim gab es für Ricardo Feller bei der DTM. Der Aargauer schaffte es im zweiten Rennen am Sonntag aufs Podium und sorgte mit seinen Leistungen und seinem Teamgeist dafür, dass das Team Manthey neben dem Team-Wettbewerb auch den Fahrertitel einfahren konnte. Dieser ging nämlich zum zweiten Mal hintereinander an den Österreicher Thomas Preinig. Für Feller endete die Saison auf dem neunten Gesamtrang. Das Team Emil Frey Racing belegte nach einem durchzogenen Hockenheim-Wochenende Rang 4 in der Teamwertung.
Für Chiara Bättig endete die Saison in der Britischen Formel 4 auf dem 13. Schlussrang. Beim Finale in Brands Hatch belegte die Zürcherin am vergangenen Wochenende die Plätze 10, 8 und 6. Damit war Bättig 13 Mal unter den Top 10. Zwei Mal davon stand sie als Dritte auf dem Podium.
Zum Kartsport: Pech für Zoltan Coigny beim Finale der FIA Karting Academy Trophy in Viterbo (ITA). Zwar gewann der Waadtländer den ersten Vorlauf. Doch im Finale (Coigny startete von P6) fuhr ihm in der dritten Kurve ein Konkurrent von hinten drauf, wodurch der Kühler kaputt ging. Coigny beendete die Saison als Gesamt-Fünfter. Die beiden Schweizer Vertreter bei der OK-N-WM am selbigen Ort schafften es knapp nicht in die Top 10. Iven Ammann wurde Zwölfter, Alexis Genolet 14. Bei den Junioren wurde Orlando Rovelli als bester und einziger Schweizer 17.
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