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16.06.2022 Wird er eines Tages ein «Big Ben»?
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Samir Ben bestreitet in diesem Jahr die deutsche Formel 4 © Archiv Ben

Der Worber Samir Ben hat vor etwas mehr als einem Jahr den Wechsel vom Kart- in den Automobilsport gewagt und absolviert in dieser Saison die ADAC Formel 4 in Deutschland.

Vor zwei Jahren hat Samir Ben (18) die Sportschule Feusi in Bern in Angriff genommen. Fast gleichzeitig hat er die Weichen vom Kart- in Richtung Automobilsport gestellt. Stand heute hat er fast die Hälfte seiner kaufmännischen Ausbildung absolviert. Was jetzt noch ansteht, ist ein zweijähriges Praktikum. Im Rennsport ist er noch längst nicht bei Halbzeit angelangt. Im Gegenteil: Der Weg nach oben im internationalen Formelsport ist lang und steinig. Nach einem Jahr in der italienischen Meisterschaft 2021 hat der junge Jenzer-Pilot aus Worb im Kanton Bern auf diese Saison in das deutsche Formel-4-Championat gewechselt.

Das erste Rennwochenende im belgischen Spa musste Ben noch auslassen, weil das neue Auto noch nicht einsatzbereit war. Deshalb folgte das Debüt erst in Hockenheim. Dort erzielte Ben die Ränge 13, 14 und nochmals 13. Darauf lässt sich aufbauen. Was Ben aber auf jeden Fall verbessern muss, ist das Qualifying. «Es gezielt in den zwei bis drei Runden, die man zur Verfügung hat, auf den Punkt zu bringen, fällt mir noch schwer. Ich bin da manchmal noch zu nervös.»

Sein bestes Rennwochenende in der Formel 4 hatte Ben 2021 in Imola. Dort wurde er im Gesamtklassement Sechster respektive Achter. Bei den Rookies schaffte er als Dritter sogar den Sprung aufs Podium.

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Der Berner fährt für das Team Jenzer Motorsport © Archiv Ben

Die Saison 2022 geht für ihn in rund einer Woche mit dem dritten Saisonrennen in Zandvoort (NL) weiter. Danach kommt eine längere Pause bis zu den Tests am Red Bull Ring Ende Juli, ehe es dann Anfang August zum Nürburgring geht. Bis dann muss Samir auch noch Sponsorengelder auftreiben. Zwar kostet eine Saison in der deutschen Formel 4 nicht ganz so viel wie ein Jahr in Italien. «Aber verglichen mit den Kosten, die wir zu Kart-Zeiten hatten, ist das schon eine andere Hausnummer.» Vater Ibrahim und Sohn Samir lassen deshalb nichts unversucht. Teamchef Andreas Jenzer sagt über das Duo: «Die beiden sind nicht nur fleissig und umtriebig, sie sind auch hochanständig. Ich hoffe sehr, dass sie es schaffen, die Karriere voranzutreiben.»

Einfach wird es nicht. Denn die Konkurrenz ist a) gross und b) schöpft diese teilweise aus den Vollen. «Ein Spitzenpilot in der Formel 4 sitzt bis zu 100 Tagen pro Jahr im Cockpit», weiss Jenzer. Auch bei den zur Verfügung stehenden Reifensätze gibt es grosse Unterschiede. «Top-Fahrer lassen in einer Sitzung drei Reifensätze durch, ich habe an einem ganzen Tag so viele zur Verfügung», sagt Samir.

Um den Traum eines Rennfahrers weiterleben zu können, bietet Samir einen Gönner-/Sponsoring-Club mit verschiedenen Abstufungen und Leistungen an. Neu organisiert der Nachwuchsfahrer, der Ende Juni seinen 19. Geburtstag feiert, auch Track Days im Formel-4-Auto. Zwei Daten stehen dafür bereits fest: der 1. August und der 19. September 2022. Austragungsort ist der Circuit de Bresse in Frankreich. Weitere Informationen bietet die Internetseite www.samirben.ch

Samir Ben Klettern Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ben hält sich unter anderem mit Klettern fit © Archiv Ben

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