Ursanne Salomon (20) hat es im Vorjahr angedeutet: 2026 greift er (viel leichter) und mit dem ehemaligen Formel-3-Auto von Roland Bossy in der Schweizer Berg- und Slalom-Meisterschaft an.
Erinnern Sie sich noch an das «One to watch» im ASS-Magazin 03/2025? Dieses haben wir damals Ursanne Salomon gewidmet. Der 20-jährige Jurassier hatte uns damals im Gespräch in St. Ursanne darauf hingewiesen, dass er mit seinem Formel Renault weit über dem Gewichtslimit läge. Und dass er über den Winter hart an sich arbeiten werde. Gesagt – getan. «Seit Beginn der letzten Saison habe ich 30 Kilogramm abgenommen», sagt Salomon stolz. Noch habe er seine Gardemasse nicht erreicht, meint er. Das Ziel sei es, bis zum Ende der Saison 90 Kilogramm auf die Waage zu kriegen. Übertragen auf das Gesamtgewicht (inkl. Auto) war Salomons Handicap noch offensichtlicher. «Letzte Saison in Les Rangiers wog ich mit dem Auto etwa 660 Kilogramm, während das Mindestgewicht in meiner Kategorie bei 550 kg liegt…»
Doch Salomon hat nicht nur angekündigt, er werde sein Gewicht reduzieren, er hat damals schon angedeutet, dass er auch Ausschau nach einem neuen Auto halten werde. Und in diesem Punkt ist Salomon fündig geworden. 2026 tritt der Neffe von Rallye-Pilot Jean-Marc Salomon mit dem ehemaligen Formel-3-Auto von Roland Bossy an. «Das ist ein deutliche Leistungssteigerung», sagt Ursanne, der im Vorjahr noch einen Formel Renault von 2013 fuhr. «Bessere Aerodynamik, steiferes Fahrwerk, ein VW-Motor mit etwa 240 PS und mehr Drehmoment sowie etwa 30 kg weniger Gewicht», umschreibt Ursanne die Eckdaten seines neuen Arbeitsgeräts.
Einen ersten Eindruck von seinem neuen Auto bekam Salomon schon im Vorjahr am Gurnigel. Der erste Test verlief aber nicht nach Plan. «Ich hatte zwei Ausritte aufgrund mangelnder Erfahrung und weil ich nicht richtig eingeschätzt hatte, wie sehr sich das Fahren eines Formel 3 von einem Formel Renault unterscheidet», sagt Salomon. «Auch die Schaltwippen am Lenkrad fehlten noch, einige technische Details waren noch nicht ganz ausgereift. Aber all das ist jetzt geklärt.»
Für die ersten richtigen Tests hat Salomon die Rennstrecke von Pouilly-en-Auxois zusammen mit seinen Brüdern gemietet. Der 13 Jahre ältere Joffrey, der während der Saison als Mechaniker am Auto von Ursanne arbeitet, wird mit dem alten Formel Renault dabei sein; Quentin (31) mit einem Clio Cup. Das Ziel lautet: Viel fahren, das Auto kennenlernen, die Einstellungen finden und für den Auftakt in Frauenfeld bereit sein.
Was das Programm angeht, plant Ursanne mit der gesamten Juniorenmeisterschaft, also Slalom und Bergrennen. «Und natürlich werde ich mir das Rennen in Les Rangiers nicht entgehen lassen», lacht Salomon, der vor einem Jahr beim Slalom in Bière sein Debüt gab. «Insgesamt sind das fünf neue Rennen für mich in dieser Saison, dazu kommt noch ein neues Auto, an das ich mich erst gewöhnen muss. Deshalb werde ich bei den ersten Rennen auch noch nicht voll angreifen – die Priorität liegt auf der Konstanz. Aber wenn ich Gas geben muss, ist das Auto dazu in der Lage.»
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