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16.06.2026 24h Le Mans: Podestplätze für Buemi und Müller
Buemi Le Mans 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Als Dritter auf dem Podium: Sébastien Buemi (2.v.r.) © Toyota

Sébastien Buemi und Nico Müller standen bei der 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans auf dem Podium. Der Sieg ging an den Toyota mit der #7 mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck Vries.

Zu einem Schweizer Sieg hat es bei den 24 Stunden von Le Mans nicht gereicht. Weder für Sébastien Buemi bei den Prototypen, noch für Nico Müller in der LMP2. Beide standen am Sonntagnachmittag aber dennoch auf dem Podium: Buemi als Dritter im Toyota, Müller als Klassenzweiter für das polnische Team Inter-Europol.

Die Chancen auf einen Schweizer Triumph waren lange intakt. Obwohl der Toyota von Buemi mit der #8 nur von der 15. Position ins Rennen geht. Doch die Japaner sind mit ihrem brandneuen TR010 schon nach wenigen Stunden dort, wo sie hingehören: an der Spitze. Das auch, weil das Team in Sachen Strategie perfekt harmoniert und die beiden Autos früher als die Konkurrenz an die Boxen holt und so unnötigen Zweikämpfen auf der Strecke aus dem Weg geht. In der Nacht kommt es dann zu einem sehenswerten Zweikampf mit dem Cadillac #12 von Louis Delétraz. Rundenlang duellieren sich die beiden.

Marciello Le Mans Pole Position 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Da war noch alles gut: Marciello (rechts) feiert die Pole-Position © BMW

In den Morgenstunden fällt dann eine Vorentscheidung. Der Cadillac von Delétraz wird während einer Full-Course-Yellow wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Slow Zone bestraft; zudem muss er einen Notstopp zum Tanken einlegen (unter Full Course Yellow sind nur Tankstopps mit der minimal erforderlichen Kraftstoffmenge erlaubt, was das Auto zwingt, erneut anzuhalten, sobald die grüne Flagge geschwenkt wird). Auch der Toyota von Buemi kommt nicht ungeschoren über die Distanz. Eine Reparatur an den Bremsen kostet mehr als eine Minute. Das bis dato eher unscheinbare Schwesterauto mit der #7 mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck Vries übernimmt das Kommando – und lässt sich auch in der Schlussphase nicht mehr bezwingen. Obwohl der Niederländer Robin Frijns im BMW Druck auf die #7 (Kobayashi) ausübt, bleibt dieser cool und beschert Toyota den ersten Sieg seit vier Jahren. Für Delétraz, der mit Cadillac eine grossartige Show bot, endete das Rennen knapp geschlagen auf dem vierten Platz – hinter Buemi.

Der zweite BMW, der von der Pole- Position gestartete M Hybrid V8 #15 mit Raffele Marciello, verlor die Führung schon vor der ersten Kurve und hatte anschliessend nie die Pace, um vorne mitmischen zu können. Eine Kollision und (später) Elektronikprobleme zwangen BMW nach 272 Runden, das Auto aus dem Rennen zu nehmen.

Auch in der LMP2 waren die Schweizer stark vertreten: Müller im Inter-Europol-Wagen mit der #343 landet auf dem zweiten Platz hinter dem Schwesterauto, nachdem er sich fast das gesamte Rennen über an der Spitze behauptet hatte. Auch das Schweizer Team CLX Motorsport fährt ein hervorragendes Rennen und belegt den fünften Klassenrang – und das mit der jüngsten Fahrerpaarung (alle drei Piloten waren erst 19!) in der Geschichte von Le Mans. Grégoire Saucy landet bei seiner Le-Mans-Premiere auf dem achten Platz in der LMP2. In der LMGT3 reicht es den Schweizern nicht aufs Podium. Das Team Kessel Racing belegt die Plätze 9 und 10.

Mueller Le Mans 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller beendete das Rennen der LMP2 als Zweiter © Inter Europol

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