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17.04.2026 Marcel Steiner: «Das Verhältnis zwischen Fahrer und Auto hat sich massiv verbessert»
Steiner Bresse 2026 Test 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner bei seinem Roll-Out in Bresse (FRA) © Niedermann

Noch dauert es ein Weilchen, bis die Schweizer Berg-Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg beginnt. Wir haben bei Herausforderer Marcel Steiner aber schon mal nach dem Stand der Dinge nachgefragt.

In sieben Wochen beginnt die Schweizer Berg-Meisterschaft im St. Gallischen Hemberg. Mit dabei ist – nach einer sehr frustrierenden Saison 2025 – natürlich auch Marcel Steiner. Der 50-Jährige hat kürzlich in Bresse (FRA) ein Roll-Out mit seinem Nova Proto absolviert. Wir haben ihn nach seinen Plänen und Zielen für 2026 befragt.

Zuallererst: Wie ist der Test in Bresse verlaufen?
Marcel Steiner: (Lacht.) Besser als ich mir vorgestellt habe. Es gab keine technischen Probleme und die Zeiten waren ansprechend. Wir werden sehen, wie es sich am Berg verhält. Das sind zweierlei Paar Schuhe.

Wann bist du zum ersten Mal im Einsatz?
Wir werden das Bergrennen in Eschdorf (LUX) am ersten Mai-Wochenende bestreiten. Am EM-Rennen in Rechberg können wir aus reglementarischen Gründen nicht teilnehmen. 

Wie hast du die frustrierende Saison 2025 verdaut?
Der zweitägige Test in Bresse hat gut getan. Das Verhältnis zwischen Fahrer und Auto hat sich massiv verbessert.

Trotzdem ist für dich die Saison 2026 ein «Restart»… Du hattest 2025 aufgrund von technischen Problemen etwa die Hälfte der Tracktime gegenüber dem amtierenden Meister Robin Faustini.
Das ist so. Viele Erfahrungswerte haben wir im vergangenen Jahr nicht sammeln können. Vor allem nicht besonders schlaue… Deshalb haben wir über den Winter in fast allen Bereichen über die Bücher gehen müssen.

Steiner Bresse 2026 Test 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner hat über den Winter auch noch Verbesserungen an seinem Honda-Helftec-Turbo vorgenommen © Archiv Steiner

Kannst du da konkreter werden?
Wir waren auf dem Fahrwerksprüfstand und haben am Motor noch das eine oder andere verbessert. Ein besonderes Augenmerk haben wir meiner Komfortzone im Auto gelegt. Ich habe mich im Cockpit eingeengt gefühlt. Als ich im Herbst mal ohne Sitzschale ins Auto gesessen bin, habe ich festgestellt: Das ist ja viel besser. Deshalb haben wir da intensiv an einer neuen Lösung gearbeitet. Die hat sich jetzt in Bresse bewährt.

Dein primäres Ziel für 2026 muss sein, dass es besser läuft als im Vorjahr. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage: Wie willst du Faustini bezwingen?
(Überlegt lange.) Ich hoffe, dass die Änderungen, die wir vorgenommen haben, reichen, um Robin das Leben schwerer zu machen. Einen ersten Anhaltspunkt werden wir aber erst in Hemberg haben. An Motivation fehlt es nicht. Wir haben auch das Team umstrukturiert – sind da plusminus auf den Stand von 2023 zurückgekehrt. Der Rest wird sich zeigen.

Dein Anspruch ist aber klar, oder?
Ja, ich fahre nicht mit, um einfach mitzufahren. Ich will Meister werden.

Wie schätzt du die Chancen von Rückkehrer Eric Berguerand ein?
Zuallererst muss ich sagen: Es freut mich sehr, dass er wieder dabei ist. Eric ist ein super Typ. Und eine grosse Bereicherung für unseren Sport. In Sachen Performance kann ich ihn aber überhaupt nicht einschätzen. Er ist 2026 die grosse Unbekannte – eine Art Wundertüte. Ich habe keine Ahnung, ob er zwei Sekunden langsamer ist oder ob er uns mit seinem in die Jahre gekommenen Lola nochmals den Zahn fühlt. Ich lasse mich überraschen.

Berguerand Steiner Faustini 2023 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steiner (Mitte) freut sich auf die Rückkehr von Eric Berguerand (links) – rechts im Bild: der Mann, den es zu schlagen gilt: Robin Faustini © Eichenberger

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