Er zählt definitiv zu den Leuten, die die Rallye du Valais zu dem gemacht haben, was sie heute ist: Pierre-Antoine Gschwend. Am Sonntag, 26. April, ist der ehemalige Präsident und Rennleiter der legendärsten Rallye in der Schweiz im Alter von 81 Jahren verstorben.
Gschwend trat 1976 erstmals als Rennleiter der Rallye du Valais in Erscheinung. Genauer gesagt der Rallye du Vin. Denn so hiess die Rallye bis 1985. Das weinlastige Image der Veranstaltung passte Anfang der Achtzigerjahre nicht mehr ins Bild. Vor allem passte es nicht zu den europäischen Ambitionen ihres neuen Chefs, der einst als Beifahrer erste Rallye-Luft schnupperte. Gschwend war aber auch sonst dem Automobil- und insbesondere dem Rallyesport verbunden – so unter anderem als FIA-Beobachter. Als mehrfacher Teilnehmer der Rallye du Condroz pflegte Gschwend ausserdem gute Beziehungen nach Belgien. Dieser intensive Austausch machte sich auch bei der Rallye du Valais bemerkbar, die er bis 1992 leitete.
Mit Gschwend trat der gesellige Aspekt der Rallye du Vin immer mehr in den Hintergrund und machte Platz für eine rein sportliche Rallye, die schnell in internationale Meisterschaften aufgenommen wurde. So schaffte es Gschwend und sein Team, die Rallye du Vin 1979 in den Kalender der Rallye-Europameisterschaft aufzunehmen. Immer wieder zog die Rallye du Vin/Valais – auch wegen Gschwend – berühmte Namen wie Per Eklund, Jean Ragnotti oder Sepp Haider an.
Einer, der ihm nahe stand, war der ehemalige Rallye-Pilot Philippe Roux. «Ich hatte das Glück, Pierre-Antoine kennenzulernen, als ich noch in der Schweizer Ski-Nationalmannschaft war. Bei meinen beiden Siegen im Wallis 1978 und 1988 war er Präsident der Veranstaltung. Pierre-Antoine war eine wahrhaft einzigartige Persönlichkeit und ein echter Chef der Rallye. Ich schulde ihm grossen Respekt und natürlich eine tiefe Freundschaft.»
Auto Sport Schweiz spricht Familienangehörigen und Freunden von Pierre-Antoine Gschwend sein tief empfundenes Beileid aus.
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