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05.03.2026 Rallye-SM: Hirschi Favorit im Jura – und auf den dritten Titel?
Hirschi Plakat Jura Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Geht im Jura als Favorit ins Rennen: Jonathan Hirschi © myrally.ch

In drei Wochen beginnt mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft. Noch ist die Einschreibefrist nicht abgelaufen. Aber es ist gut denkbar, dass ein alter Bekannter 2026 den Ton beim Saisonauftakt angeben wird.

In exakt drei Wochen beginnt die 47. Ausgabe des Critérium Jurassien. Wer sich noch einschreiben will, kann das bis am kommenden Mittwoch, 11. März, machen – unter diesem Link. Man darf jedenfalls gespannt sein, wer im Jura (mit dem neuen Servicepark in Moutier) alles am Start steht. Als Favorit geht ein alter Bekannter ins Rennen: Jonathan Hirschi. Der Neuenburger hat gegenüber ASS bestätigt, dass er im Jura fahren wird. Auch bei der Rallye du Chablais wird der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 versuchen, seinen Sieg von 2023 zu wiederholen. Im Vorjahr musste Hirschi nach einem Unfall die Segel streichen. Ob der Citroën-Pilot danach auch die restlichen drei Läufe zur Rallye-SM bestreiten wird, ist noch offen. «Ich werde von Rallye zu Rallye entscheiden», sagt Hirschi. «Ausserdem möchte ich auch noch zwei, drei Rallyes in Frankreich absolvieren.»

Falls Hirschi die komplette Meisterschaft bestreitet, wird es für die Konkurrenz schwierig werden, ihn am dritten Titel zu hindern. Allen voran für das amtierende Champions-Duo Mike Coppens/Christophe Roux, das sich nicht für den Saisonauftakt im Jura eingeschrieben hat. Aus budgetären Gründen liegt der Fokus bei Coppens auf den beiden Klassikern, der Rallye du Chablais und der Rallye du Valais. 

Damit rückt, was den ersten Verfolger betrifft, ein anderer in den Fokus: der 25-jährige Thibault Maret. Der Walliser hat andeuten lassen, dass er – vorausgesetzt die finanziellen Möglichkeiten lassen es zu – die komplette Schweizer Meisterschaft bestreiten will. Maret, der 2026 neu auf einem Citroën C3 Rally2 fahren wird, wurde 2023 Fünfter der Schweizer Rallye-Meisterschaft, 2024 Dritter und 2025 Vierter. Noch wartet Maret auf seinen ersten Sieg. 2025 ist er bei der Rallye du Chablais Zweiter und bei der RIV Dritter geworden.

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Thibault Maret: Fliegt er 2026 (neu im Citroën) zum ersten Sieg? © myrally.ch

Einer, der ebenfalls weiss, wie man es fliegen lässt, ist Nicolas Lathion. Der 35-Jähriges aus Charrat (VS) hat durchblicken lassen, dass er die ersten drei Rallyes absolvieren wird – und danach Bestandesaufnahme in Bezug auf die finanziellen Mittel und die Meisterschaftsposition macht. Auch der Vorjahreszweite Yoan Loeffler (28) würde gerne eine weitere komplette CH-Meisterschaft bestreiten, muss aber wie die Konkurrenz schauen, was das Budget zulässt.

Zu den weiteren Kandidaten, die eine ganze Saison planen, zählen Joël Rappaz in seiner Alpine, Gwen Lagrue (im Citroën C3), Jérémie Toedtli (Skoda Fabia) und Stefano Mella, der im Januar bei der Rallye Monte Carlo mit seinem Skoda Fabia Rally2 zum ersten Mal WRC-Luft schnupperte. Und natürlich auch Mathieu Zurkinden. Der Fribourger, der im Vorjahr mit unterlegenem Material sensationell Meisterschaftsdritter wurde, wird sicher auch bei den ersten drei Läufen dabei sein. Danach wird auch er Bestandesaufnahme machen. 

Beim im Vorjahr verunglückten Pascal Perroud schwebt ein grosses Fragezeichen über eine mögliche Rückkehr. Perroud würde zu gerne wieder fahren und sagt, er sei zu 95 Prozent wieder in der Form, in der er vor dem Unfall war. «Sich einer zweiten Operation zu unterziehen, war definitiv die richtige Entscheidung», sagt der Waadtländer. «Stand heute weiss ich noch nicht, wann ich zurückkomme, ich hoffe aber, dass ich bald wieder fahren kann.»

Coppens Roux Valais 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux werden im Jura nicht am Start stehen © Eichenberger

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