Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Robin Faustini (28) hat seinen Traum von der Berg-EM nach hinten verschoben. Der amtierende Schweizer Berg-Champion wird auch dieses Jahr um den Titel in der Schweizer Meisterschaft fahren.
Robins Faustinis Siegesserie ist fast schon unheimlich. Nimmt man das Saisonfinale von anno dazumal dazu, hat der Aargauer seit Les Paccots 2023 jedes Rennen gewonnen, an dem er in der Berg-SM teilgenommen hat. Oder anders formuliert: Seit 15 Rennen ist Faustini ungeschlagen. Ob diese Serie weitergeht, hängt in erster Linie an der Konkurrenz. Beweisen muss der Mann mit seinem hellblau-pinken Nova NP01 Emap niemandem mehr etwas. Trotzdem will er natürlich weitere Siege und Rekorde erringen. Der dritte Titel in Serie winkt.
Du hast dein Meister-Auto nach Saisonschluss 2025 zum Verkauf angeboten. Mit dem Ziel, ein Neues zu kaufen, mit dem du in der Berg-Europameisterschaft angreifen kannst. Diesen Plan hast du ad acta gelegt, richtig?
Robin Faustini: Ja, das stimmt so. Es gab Interessenten, aber deren Preisvorstellungen haben nicht mit unseren übereingestimmt. Deshalb haben wir uns letztendlich dafür entschlossen, das Auto zu behalten.
Das heisst, du fährst auch 2026 in der Schweizer Berg-Meisterschaft?
Exakt. Das ist der Plan. Und ich freue mich sehr darauf. Natürlich hätten wir im Hinblick auf 2027 ein paar Franken sparen können. Aber ich möchte lieber fahren statt pausieren.
Das heisst, der Plan, europäisch zu fahren, ist aufgeschoben, nicht aufgehoben?
Ja, richtig. Ich bin eins mit diesem Auto. Also gibt es für uns auch die Möglichkeit, das Auto für 2027 EM-tauglich zu machen.
Das würde bedeuten?
Wir müssten das Gewicht erhöhen (auf 590 kg, d. Red.), den Motor mit einem Restriktor versehen und den von der FIA auf diese Saison geforderten Überrollbügel einbauen. Das allein kostet rund 40'000 Franken.
Du hast die vergangenen zwei Jahre in der Schweiz alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Wie motivierst du dich für eine weitere Saison?
Ich rechne damit, dass die Konkurrenz näher kommt. Das ist schon mal ein Ansporn. Dann will ich natürlich den Titel wieder gewinnen. Und noch viel mehr würde ich zu gerne den Rekord in Les Rangiers schlagen. Das geht aber nur unter perfekten Bedingungen. Aber dafür brenne ich.
Was sagst du zur Rückkehr von Eric Berguerand?
Ich kenne Eric seit 2010/2011. Damals bin ich noch gar nicht selber gefahren. Er ist ein absoluter Sympathieträger und ein Riesen-Talent. Ich hatte immer einen guten Austausch mit ihm und habe immer zu ihm hochgeschaut. Dass er zurückkommt, war eine der schönsten Nachrichten in der jüngsten Vergangenheit.
Was traust du ihm zu?
Wer ihn kennt, der weiss, dass er immer ans Limit geht. Ich behaupte, dass er bei allen Rennen das Zeug dazu hat, in die Top 3 zu fahren.
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