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23.07.2021 Spieglein, Spieglein an der Wand…
Zeitmessung Frauenfeld 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Gerade, die nach 224 Metern zur Zeitmessung führt © Eichenberger

…wer ist der Schnellste im Land? Bei den Auto-Renntagen in Frauenfeld wird nach 224 Metern eine Beschleunigungs-Messung vorgenommen. Wir haben die Ergebnisse genauer unter die Lupe genommen.

Philip Egli war bei der 21. Ausgabe der Auto-Renntage in Frauenfeld zum sechsten Mal hintereinander (!) als Gesamtsieger vom Platz gegangen. Seit 2015 ist der in Zürich wohnhafte Glarner mit seinem Formel 3 auf der Grossen Allmend ungeschlagen. Doch ist Egli auch auf den ersten Metern der Schnellste?

Nein! Eine Beschleunigungs-Zeitmessung nach 224 Metern verrät: Der 37-Jährige und sein gelber Flitzer liegen auf den ersten Metern, bei denen es geradeaus geht, «nur» auf Platz 4. Im ersten Lauf benötigte Egli 7,55 Sekunden, ehe er geblitzt wurde. Im zweiten Durchgang waren es 7,49 Sekunden.

Schnellster bis zur 224-Meter-Marke war in Frauenfeld der Gesamtzweite Joël Burgermeister. Der Thurgauer und sein Tatuus Formel 4 benötigten für den Sprint 7,24 respektive 7,15 Sekunden. Damit kommt der Lokalmatador auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 112,78 km/h (Spitzengeschwindigkeiten wurden nicht gemessen). Langsamer als Burgermeister, aber schneller als Egli waren auf P2 Simon Wüthrich (7,23 sec) und auf P3 Bruno Ianniello (7,28 sec). Der Golf von Wüthrich hat im Vergleich zu Burgermeister (1989 cm3) 3373 cm3 unter der Haube. Ianniellos Lancia Delta S4 3349 cm3.

Hinter den Top 4 kommen zwei Porsche 991 Cup: Patrick Drack und Daniel Koch verlieren auf Burgermeisters Topwert 0,63 respektive 0,76 Sekunden. Nur die achtschnellste Zeit fuhr Marcel Maurer. Der Gesamtdritte verlor im ersten Lauf auf Burgermeister auf den ersten 224 Metern aufgrund seiner Getriebeprobleme satte zwei Sekunden. Im zweiten Heat waren es immer noch fast neun Zehntel. Vergleicht man die Endzeit (Burgermeister 2:02,49 min gegenüber Maurers 2:03,55 min) wird deutlich, dass Maurer den zweiten Gesamtplatz auf den ersten rund 250 Metern verloren hat!

Spannend ist auch ein Blick auf die Tourenwagenklasse. Dort hiess der Sieger Christian Darani. Der Tessiner war im Scratch Gesamtsechster. Bei der Beschleunigungs-Messung aber nur 26.! 1,59 Sekunden liess der Mann mit seinem umgebauten Fiat X1/9 auf den ersten 224 Metern gegenüber Burgermeister liegen. Zahlreiche «Hüsli-Autos» waren schneller. Im technischen Teil liess Darani dann aber nichts anbrennen.

Übrigens: Laut muss nicht unbedingt P1 beim Beschleunigen bedeuten. Der von blossem Ohr lauteste Teilnehmer, Andreas Helm in seinem von einem Motorrad-Motor angetriebenen 1000cm3-TracKing, absolvierte den Sprint in 8,3 Sekunden. Das ist Rang 15 in der Radar-Tabelle.

Und noch was: Der Allerschnellste in Frauenfeld wurde schon am Samstag bei den LOC-Rennen geblitzt: Claudio Kunz benötigte in seinem 4156 cm3 starken Subaru Impreza 6,46 Sekunden für die ersten 224 Meter.Der schnellste Suzuki war Sandro Fehr in 10,28 Sekunden.

Alle Werte auf einen Blick sind am Ende dieses Textes angehängt.

Zeitmessung Frauenfeld 07 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Tagessieger Philip Egli gibt Gas am Start © Eichenberger

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