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03.09.2019 Vorschau Rally del Ticino – 5. Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft
Ballinari ivan ossolane 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Will den Sieg, auch wenn er schon als Meister feststeht: Ivan Ballinari (Bild: Jürg Kaufmann)

Die Schweizer Rallye-Meisterschaft meldet sich nach einer langen Sommerpause zurück – zum fünften und vorletzten Lauf, der Rally del Ticino. Diese gab im Vorfeld schon viel zu reden und führt in diesem Jahr nur noch über 48,72 km statt wie im Vorjahr über 52,48 km. Das hat Folgen in der Einstufung der Rallye. Zwar gilt die «Ticino» nach wie vor als eine Rallye der Kategorie 3, weil sie über zwei Tage abgehalten wird, doch weil weniger als 50 km Prüfungen auf dem Programm stehen, wird sie bei der Vergabe der Meisterschaftspunkte als Rallye Typ 4 eingestuft. Das hat das Büro der Nationalen Sportkommission am 22. Juli beschlossen.

Durch diese Abstufung ist die Entscheidung in der Schweizer Meisterschaft am grünen Tisch gefallen. Der alte Meister ist zugleich auch der neue: Ivan Ballinari. Gerne hätte der Tessiner seinen Titel aus dem Vorjahr auf der Strecke verteidigt. «Dennoch freue ich mich natürlich auf meine Heimrallye», so Ballinari, «und hoffe, dass mich an diesem Wochenende viele Fans unterstützen.»

Unterstützung wird «Bally» gebrauchen. Mit Sébastien Carron hat sich für die «Ticino» ausgerechnet jener Fahrer eingeschrieben, der in diesem Jahr als Einziger den nun zweifachen Schweizer Meister bezwingen konnte. «Ich freue mich auf das Duell mit Sébastien», sagt Ballinari. «Wir hatten in der Vergangenheit schon tolle Zweikämpfe ausgetragen. Und es wird sicher auch im Tessin wieder spannend werden. Leider fahren wir nicht auf identischem Material. Und wenn man den Rückstand nimmt, den ich bei der Rallye du Chablais auf Sébastien hatte, dann ist klar, wem die Favoritenrolle im Tessin gebührt.»

Auch Carron freut sich auf das neuerliche Duell mit Ballinari, betont aber, dass der Spass für ihn im Vordergrund steht. «Das Feuer brennt immer noch in mir», sagt der Walliser. «Und ich freue mich auf die Rally del Ticino. Ich habe immer gerne an dieser Rallye teilgenommen. Aber meine Einstellung hat sich geändert. Bei mir steht der Spass im Vordergrund und nicht der Gedanke an die Punkte oder an die Meisterschaft.» Weil diese bereits entschieden ist, dürfen sich die Fans auf einen offenen Schlagabtausch freuen. Denn auch Ballinari kann im Tessin nach Herzenslust angreifen. Unabhängig vom Ausgang des mit Spannung erwarteten Zweikampfes werden im Ziel in Chiasso beide ihren Spass haben. «Bally» hat nämlich schon im Vorfeld für alle Teilnehmer und Fans Freibier organisiert…

Auch Jean-Marc Salomon wird bei der «Ticino» mit seinem Ford Fiesta R5 am Start stehen. Der Jurassier, Zweiter im Gesamtklassement, hatte zwar in Les Rangiers einen Crash, «den schwersten in 30 Jahren Motorsport», so Salomon, aber gesundheitliche Folgen hatte der Unfall nicht.

Los geht es im Tessin am Freitagabend mit der Eröffnungszeremonie in Chiasso ab 19 Uhr am Corso San Gottardo. Zu absolvieren sind drei Prüfungen: Valcolla, Isone und Penz. Die erste Prüfung findet am Samstagmorgen um 10 Uhr nördlich von Lugano statt («Valcolla»). Diese führt über 12,7 km. Danach folgt die SP «Isone» ab 11 respektive 13.20 Uhr über jeweils 6,74 km. Ehe ab 14.20 Uhr zum zweiten Mal die «Valcolla» auf dem Programm steht. Die zwei finalen Etappen finden in Isone und schliesslich in Chiasso («Penz») statt. Die Podiumszeremonie ist für ca. 18 Uhr vorgesehen.

52 Teams haben sich für den fünften Meisterschaftslauf eingeschrieben; darunter vier WRC’s und zehn Autos der Kategorie R5. In der historischen Klasse VHC sind fünf Fahrzeuge gemeldet.

Spannend wird es auch in der Junior-Klasse. Gesamtleader Jonathan Michellod aus Verbier würde ein zweiter Platz hinter Sacha Althaus (Moutier) zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. Gewinnt Althaus und Michellod wird «nur» Dritter, fällt die Entscheidung bei den Junioren erst beim Finale im Wallis (16.-19. Oktober). «Wir werden die Ronde del Ticino wie alle anderen Rallyes in Angriff nehmen und uns vor allem nicht zu viele Gedanken machen», sagt Michellod. «Für mich ist es keine gute Lösung, die Rallye auf den Gegner auszurichten. Wir werden unseren üblichen Rhythmus beibehalten und, sollte alles passen, einen weiteren Saisonsieg anvisieren.»

Mehr über die Rally del Ticino erfahren Sie im Internet unter www.rallyticino.com

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