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15.09.2026 Vorschau Rally del Ticino: Leader Lathion kann seinen Vorsprung ausbauen
Lathion Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kommen als Leader zum Rally del Ticino: Lathion/Apothéloz © Eichenberger

Die Pause in der Schweizer Rallye-Meisterschaft war aufgrund der Absage der Rallye de Bourgogne lang, aber nun geht es weiter: Freitag/Samstag findet die 28. Ausgabe der Rally del Ticino statt. Am Start: 46 moderne und sieben Teams mit historischen Fahrzeugen. Darunter auch der Führende Nicolas Lathion. 

Am Freitag/Samstag, 18./19. September, findet im Tessin nach einer langen Pause aufgrund der Absage der Rallye de Bourgogne Côte Chalonnaise der dritte Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026 statt. Mit 46 modernen Autos und sieben historischen Fahrzeugen. Eine Entscheidung um den Meister-Titel wird es noch nicht geben. Das führende Duo in der Rallye-SM, Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz, kann aber seinen Vorsprung weiter ausbauen. Denn Lathions Gegner legen (fast) alle eine (noch längere) Pause ein: Von Platz 2 im aktuellen Gesamtklassement bis Rang 10 ist keiner der direkten Konkurrenten Lathions am Start! 

Bei einem Sieg im Tessin kämen Lation/Apothéloz auf 65 Punkte. Damit hätte das Skoda-Duo 30 Punkte Vorsprung auf Pascal Perroud und 33 auf Mike Coppens, die im Tessin zu den Abwesenden zählen. Coppens könnte diesen Rückstand bei maximal 32 zu vergebenen Zählern beim Finale im Wallis nicht mehr aufholen. Perroud bräuchte einen Sieg bei der Rallye du Valais – bei gleichzeitig viel Pech auf der Seite von Lathion. Auch Thibault Maret hätte bei einem Sieg von Lathion im Tessin noch eine klitzekleine Chance, beim Heimspiel mit seinem Walliser Kantonskollegen gleichzuziehen. Aber Fakt ist: Lathion kann mit einem guten Ergebnis bei der 28. Ausgabe der Rally del Ticino einen grossen Schritt in Richtung ersten Schweizer Rallye-Meister-Titel machen. «Unser Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu machen, damit wir bei der Rallye du Valais eine möglichst gute Ausgangslage vorfinden», sagt Lathion, der dank zwei dritten Plätzen beim Critérium Jurassien respektive der Rallye du Chablais in der Meisterschaft vorne liegt.   

Gilardoni 2024 Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kevin Gilardoni bei seinem letzten Sieg im Tessin 2024 © Eichenberger

Ob Lathion/Apothéloz im Tessin ein Wörtchen um den Sieg mitreden können, ist eine andere Frage. Der Mann, den es zu schlagen gilt, ist Kevin Gilardoni. Der 34-Jährige aus Soazza im italienisch sprechenden Teil des Graubündens hat die Rally del Ticino schon sechs Mal (in der Gesamtwertung) gewonnen – zuletzt 2024. Ihn auf einem Toyota Yaris GR Rally2 im Tessin zu bezwingen, wird schwierig werden. Und dann ist da auch noch besagter Thibault Maret. Der 26-Jährige ist schon fünf Mal im Rahmen einer Rallye, die zur Schweizer Meisterschaft zählt, aufs Podium gefahren. Nur zu gerne würde der Fahrer des Citroën C3 Rally2 einmal ganz oben stehen.

Gespannt darf man auf das Abschneiden von Gauthier Hotz sein. Der Sohn des achtmaligen Schweizer Rallye-Meisters Grégoire Hotz kehrt nach einer längeren Pause zurück. Viel Erfahrung im Rally2-Skoda bringt er allerdings nicht mit. Seine letzte und bisher einzige Rallye mit einem Rally2-Auto bestritt er 2024 in Italien. Schon damals (wie heute) sass der erfahrene Walliser Michaël Volluz auf dem Beifahrersitz. Zu den weiteren Podiumskandidaten bei der «Ticino» zählen auch die beiden Skoda-Fabia-Kutscher Stefano Mella und Kim Daldini. Insgesamt stehen 17 Rally2-Autos am Start. Dazu gesellt sich der Citroën WRC C3 von Mirko Puricelli und die Alpine A110 GT+ von Joël Rappaz.

Maret Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thibault Maret gilt als heisser Anwärter auf einen Podestplatz © Eichenberger

In der historischen Klasse, der VHC, sind Vorjahressieger Clovis Brosy/Frédéric Erismann sowie das führende Duo in der Meisterschaft, Edy und Florence Bérard, am Start. Zu diesen beiden BMW gesellt sich ein weiterer M3; der von Julien Camandona/Melanie Crettaz. Für Spannung ist also auch hier gesorgt. 

Die Servicezone und das Hauptquartier der Rallye befinden sich in Mendrisio. Die Rallye beginnt am Freitag, 18. September, mit den administrativen Abnahmen, den technischen Kontrollen und einer Super-Sonderprüfung in Chiasso ab 21 Uhr. Der Start zur zweiten Etappe bestehend aus fünf weiteren Prüfungen erfolgt am Freitag, 19. September. Wobei die Prüfung «Valcolla» drei Mal (zwei Mal verkürzt), die Prüfung «Malcantone» zwei Mal absolviert wird. Insgesamt werden bei der «Ticino» 59,57 Kilometer zurückgelegt. Damit gilt die Rallye als eine Veranstaltung vom Typ 3. 

Mehr Infos zur Rally del Ticino finden sie unter diesem Link.

Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026
27./28. März, Critérium Jurassien
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, ABGESAGT, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Berard Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Führenden in der VHC: Edy und Florence Bérard © Cornevaux

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