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26.01.2026 Weekend-Report 02/2026
Philip Ellis Podium Daytona 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dritter Sieg für Philip Ellis (2. v.r.) bei den 24h von Daytona © Winward Racing

Rallye Monte Carlo, 24h Daytona und Formel 4 in Estoril – das Wochenende war vollgepackt mit viel Rennaction und einigen Schweizer Erfolgen. Allen voran ein weiterer Klassensieg für Philip Ellis.

Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich heissen die Sieger der 24 Stunden von Daytona 2026. Porsche wurde seiner Favoritenrolle bei der 64. Ausgabe damit gerecht, wenngleich der Sieg knapper ausgefallen ist, als man es ursprünglich erwarten durfte. Bester Schweizer bei den Prototypen wurde Louis Delétraz. Der Genfer erreichte das Ziel in derselben Runde wie der siegreiche Porsche und wurde als zweitbester Cadillac-Pilot Sechster. Ebenfalls in derselben Runde lag der BMW von Raffaele Marciello, der Achter wurde. Knapp am Podium vorbei schrammte Grégoire Saucy. Der Jurassier wurde mit seinem Team United Autosports bei seiner ersten Daytona-Teilnahme Vierter in der LMP2, der zweiten Klasse also.

Für das spektakulärste Finish in diesem Rennen sorgte die GTD-Klasse. Philip Ellis im Winward-Mercedes #57 und der Däne Nicki Thiim im Aston-Martin #44 lieferten sich ein Duell am respektive über dem Limit. Höhepunkt war eine Berührung bei 280 km/h auf der Zielgeraden, bei der Ellis beinahe abgeflogen wäre. Der Zuger wurde für den Vorfall verwarnt, rettete den Klassensieg aber dennoch ins Ziel. Für Ellis war es nach 2021 und 2024 der dritte Sieg in Daytona. Für Ricky Feller endete das Rennen im Manthey-Porsche (in der GTD Pro) auf Rang 5.

Gregoire Saucy Daytona 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Knapp am LMP2-Podium vorbei: Grégoire Saucy © United Autosports

Wild ging es auch bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo zu. Extreme winterliche Bedingungen prägten den Klassiker und sorgten auf den 17 Wertungsprüfungen für schwierige, schnee- und eisbedeckte Strassen, was zu zahlreichen Abflügen führte. Davon nicht beirren liess sich Oliver Solberg. Der Sohn von Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg wurde als 24-Jähriger zum jüngsten «Monte»-Sieger in der Geschichte der WRC. Auch aus Schweizer Sicht war es eine schwierige Rallye. Olivier Burri und Beifahrer Stéphane Fellay kamen mit ihrem Toyota Yaris auf Platz 27 ins Ziel. Gegenüber den Kollegen von sport-auto.ch meinte der Routinier: «Es war eine komplizierte Rallye, und wir sind nicht zufrieden. Wir sind dreimal gegen die Wand gefahren. Ich habe noch nie so viele Fehler gemacht.» Auch am letzten Tag lief es für Burri nicht nach Wunsch. «Wir haben am Col de Turini ein Rad beschädigt, das wir wechseln mussten, und hatten bis zum Ende eine verbogene Aufhängung.» Für den zweiten Schweizer im Feld, Stefano Mella, endete die Monte-Premiere im Skoda Fabia RS Rally2 auf Rang 37. «Wir sind froh, im Ziel angekommen zu sein. Auch wir hatten auf dem Col de Turini so unsere Probleme. Wir hatten Spikereifen, aber der Schnee war bereits geschmolzen – und dann kam der Regen...»

Olivier Burri Monte 2026 myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Olivier Burri kämpfte bei der «Monte» mit schwierigen Bedingungen © myrally.ch

Einen vorzüglichen Start erwischten die neuen Schweizer Formel-4-Piloten beim Auftakt der Winterserie in Estoril (POR). Für das erste Highlight sorgte Levi Arn. In seinem allerersten Rennen wurde der Solothurner, 2025 Schweizer KZ2-Meister, sensationell Dritter im Gesamtklassement und Dritter bei den Rookies. Auch im dritten Rennen stand Arn als drittbester Rookie nochmals auf dem Podium. Zufrieden war auch Samul Ifrid mit seinem ersten Rennwochenende. Der ehemalige UBIQ-Pilot (im Vorjahr Zweiter in der X30 Challenge) steigerte sich von Rennen zu Rennen. Nach Platz 17 im ersten Lauf, war er im zweiten Durchgang schon Zehnter. Im dritten Rennen wurde er Sechster und war damit zweitbester Rookie. Für ein weiteres Podium sorgte Chiara Bättig. Die dreifache Schweizer Kart-Meisterin fuhr im dritten Lauf (nach den Rängen 16 und 17) als Zweite aufs Podium und war damit auch die schnellste Frau im Feld. Max Kammerlander (wie Ifrid bei Cram Motorsport unterwegs) beendete sein erstes Rennwochenende auf den Rängen 14, 22 und 12. Georgiy Zasov, Teamkollege von Arn bei Jenzer Motorsport, landete bei seiner Premiere auf den Rängen 19, 30 und 26.

Noch nicht auf Touren kamen die beiden Schweizer in den Emiraten: Enea Frey (Formula 3 REG Middle East) musste sich am zweiten Rennwochenenden mit den Plätzen 23, 29 und 28 zufrieden geben. Trident-Pilot Florentin Hattemer (F4 Middle East) gelang beim zweiten Rennen in Abu Dhabi mit den Plätzen 16, 11 und 21 eine leichte Steigerung gegenüber dem ersten Rennwochenende.

Winter Series Ifrid Arn racingvisuals com Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Starke Neulinge: Ifrid (l.) und Arn (r.) auf dem Podium in Estoril © racingvisuals.ch

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