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09.11.2020 Weekend-Report 20/2020
Mueller Nico Hockenheim 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller: Trotz Sieg Nr. 6 am Samstag reichte es nicht für den Titel

Es hat nicht sollen sein! Nico Müller, Patric Niederhauser und Julien Apothéloz haben am vergangenen Wochenende das Rennen um die Meisterschaft auf der Zielgeraden verloren.

Mit Nico Müller (DTM), Patric Niederhauser (ADAC GT Masters) und Julien Apothéloz (GT4 Germany) hatten am Wochenende drei Schweizer die Gelegenheit, in ihren jeweiligen Meisterschaften den Titel zu holen. Doch daraus wurde leider nichts. Müller hielt seine Chancen mit dem sechsten Saisonsieg am Samstag in Hockenheim zwar intakt, doch der Berner konnte den Rückstand auf Gesamtleader René Rast am Sonntag nicht mehr wettmachen. Mit dem zweiten Reifensatz konnte er das Tempo seinen deutschen Markenkollegen nicht mitgehen. «Wir waren einfach nicht schnell genug, um René herauszufordern», meinte Müller, der nach 2019 nun erneut mit dem zweiten Schlussrang vorlieb nehmen muss «Wir haben gegenüber dem ersten Rennen ein paar kleinere Dinge verändert, von denen wir dachten, dass sie uns helfen würden. Das ging aber offensichtlich in die falsche Richtung. Das war natürlich frustrierend. Aber wir haben die Meisterschaft nicht hier verloren, sondern schon in Zolder.»

Auch Niederhauser musste seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung am Sonntag begraben, nachdem Teamkollege Kelvin van der Linde mit dem Audi R8 LMS schon wenige Sekunden nach dem Start in eine Kollision verwickelt war. Niederhauser und sein südafrikanischer Stallgefährte hatten die Führung im Gesamtklassement schon am Samstag verloren. Zwar qualifizierte man sich dort auf einem guten dritten Platz, doch eine Rückversetzung von fünf Plätzen (vom Rennen in der Lausitz) warfen den Audi mit der #31 auf Startposition 8 zurück. Von dort kämpfte man sich noch auf P6 zurück, mehr aber nicht möglich. «Das war nicht die Art, wie wir unser Wochenende beenden wollten», meinte ein enttäuschter Niderhauser. «Diese Niederlage tut weh.» Durch das verkorkste Wochenende fielen Niederhauser/Van der Linde in der Gesamtwertung gar auf Platz 4 zurück. Der Titel ging an Michael Ammermüller/Christian Engelhart (Porsche).

Apotheloz Julien 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dritter statt Meister: Julien Apothéloz (ganz rechts)

Die beste Ausgangslage vor diesem Wochenende hatte Julien Apothéloz. Der junge Zürcher hatte eine 15-Punkte-Polster nach Oschersleben mitgebracht. Doch Teamkollege Luca Trefz kassierte im ersten Lauf am Samstag nach einer Kollision eine Durchfahrstrafe. Statt auf dem angepeilten Podium landeten Apothéloz/Trefz auf Rang 14. Damit hatte das Duo die Meisterschaftsführung auch schon samstags verloren. Der vierte Platz am Sonntag nutzte dem Mercedes-Duo nichts mehr. Der Titel ging an Gabriele Piana/Michael Schrey (Bonk Motorsport). «Klar bin ich enttäuscht», sagt Apothéloz, der 2018 die Young Driver Challenge gewann. «Wir kamen als Führende zum letzten Rennen und ich haben alles gegeben. Aber es hat nicht gereicht. Trotzdem war 2020 eine Saison mit vielen Höhepunkten. Als Fahrer habe ich in diesem Jahr mehr gelernt als je zuvor.»

Trotz den bitteren Niederlagen gab es am Wochenende noch einige Highlights aus Schweizer Sicht. So sicherte sich das Mercedes-Duo Philip Ellis/Raffaele Marciello im ADAC GT Masters nach Platz 3 am Samstag den ersten Saisonsieg im Sonntagsrennen. Ihre besten Saisonergebnisse verbuchten auch Rolf Ineichen (P2 am Sonntag) und Ricardo Feller(P7 im ersten Durchgang).

Ein starkes Finish zeigte auch Lucas Mauron. Der Ostschweizer war schon in Zolder mit zwei Laufsiegen der Überflieger in der DTM Trophy. Am Samstag sicherte er sich in Hockenheim den dritten Triumph in Folge. Am Sonntag stand er als Dritter erneut auf dem Podium und festigte P2 in der Juniorwertung. In der Endabrechnung belegte der Audi-Pilot Platz 5. Aus Sicht von Mauron, der die letzten vier Rennen aus der Pole-Position in Angriff nahm, hätte die Saison wohl noch weitergehen können. In den vergangenen vier Läufen holte der Mann, der mit zweitem Vornamen Ayrton heisst, von den maximal möglichen 112 Punkten stolze 102 Zähler! Die restlichen Schweizer belegten im Gesamtklassement Platz 10 (Felix Hirsiger) respektive Platz 15 (Rudolf Rhyn).

Mauron Lucas 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Starkes Finish: Lucas Mauron siegte in Hockenheim erneut in der DTM Trophy

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