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28.05.2026 Vorschau autobau SKM Levier: Saisonhalbzeit in Frankreich
KZ2 Castagnetti Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Führt bei den Schaltkarts: Paolo Castagnetti © Eichenberger

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft geht am Wochenende in die dritte Runde. Austragungsort des dritten Laufs ist der Circuit de l’Enclos bei Levier in Frankreich, der nach einem Jahr Pause wieder in den Kalender aufgenommen wurde. 

Nach einem Jahr Pause kehrt die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft nach Levier (FRA) zurück. Und eines dürfte jetzt schon feststehen: Das Wetter wird diesmal ganz bestimmt besser sein. 2024 regnete es nämlich nur einmal – von früh morgens bis spät abends. 

Um von einem vorentscheidenden Rennen zu sprechen, ist es noch zu früh. Trotzdem markiert der dritte Lauf auf dem Circuit de l’Enclos bereits die Halbzeit der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Nach dem Gaststspiel in Frankreich stehen noch die Rennen in Lonato (12. Juli), Cremona (23. August) und Wohlen (10. Oktober) auf dem Programm.

Bei den Super Minis ist die Favoritenrolle ziemlich klar verteilt. Ben Iten (11) hat an den ersten beiden Rennwochenenden fünf der sechs möglichen Siege eingefahren. Der junge Zuger liegt deshalb vor Levier 23 Punkte vor der teaminternen Spirit-Konkurrenz mit Joy Allemann und Kimi Prost. Letzterer hat bereits 38 Punkte Rückstand auf Iten, konnte dafür im zweiten Vorlauf in Franciacorta (ITA) aber schon einmal gewinnen. Erster Verfolger dieses Trios ist Lorik Shahinaj, der nur knapp hinter Prost auf Rang 4 liegt. Zu ihren Debüts in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft kommen gleich drei Fahrer: Diego Stifani, Ilias Oskanian und Liam Allemann, der Sohn der ehemaligen Kart-Europameisterin Cyndie Allemann.

Super Mini Allemann Shahinaj Iten Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Super Minis Joy Allemann, Lorik Shahinaj und Ben Iten © Eichenberger

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen haben wir bei den OK Junioren. Dort haben die Spirit-Fahrer Alejandro Campos und Aurelio Longhitano beide 120 Punkte. Schaffen es die beiden, auch in Levier auf diesem Niveau zu performen, werden sie sich aller Voraussicht nach vom Rest des Feldes absetzen können. Denn der Drittplatzierte, Zoltan Coigny, Finalsieger in 7 Laghi und eben erst Academy-Trophy-Gewinner in Genk (BEL), wird am Wochenende in Levier aufgrund eines internationalen Engagements fehlen. Damit wird Dilan Roman Fricker (Swiss Hutless) mit grosser Wahrscheinlichkeit mindestens eine Position nach vorne rücken. Denn auch der zurzeit Fünftplatzierte, Tyron Jaquet, wird in Levier nicht bei den OK Junioren antreten. Der Fahrer aus dem Team Spirit Racing ist per sofort in die X30 Challenge Switzerland gewechselt. 

Dort stehen am Wochenende 26 Fahrer und Fahrerinnen im Einsatz. Zwei davon heben im Verlauf der bisherigen Saison bereits 100 und mehr Punkte geholt: der Führende Dan Allemann (Spirit Racing, 144 Punkte) und Michael Müller (Virtus Motorsport, 116). Der 26-jährige Routinier Müller wird alles daran setzen, Allemann Punkte im Kampf um die X30-Meisterschaft wegzunehmen. Ein einfaches Unternehmen wird das nicht werden. Allemann verfügt nicht nur über viel Erfahrung im Allgemeinen und in Levier im Besonderen, er hat von den bisher möglichen 150 Punkten bis jetzt gerade mal sechs Zähler verschenkt! Im Kampf um die vorderen Plätze wird man in Levier sicher auch ein Auge auf Allemanns Teamkollegen Elias Lehmann (95 Punkte) und LKM-Fahrer Alexis Genolet (80) werfen müssen. Einziger Wermutstropfen in einem sonst sehr starken Feld: Mit Neil Russell fehlt in Levier das UBIQ-Aushängeschild aus der Top 10.

X30 Mueller Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jubeln sie auch in Levier? Michael Müller (mit Pokal) und Team © Eichenberger

Ziemlich offen gestaltet sich bisher die Saison in der Kategorie KZ2. Nach zwei Rennen führt – zum ersten Mal in seiner SM-Karriere – Paolo Castagnetti aus dem Team Gerber Corse. Der Vorsprung auf den zweitschnellsten Schaltkart-Fahrer Kilian Boss (Swizz Evenzz) beträgt aber lediglich 15 Punkte. Platz 3 okkupiert nach zwei von sechs Rennen Florian Estève (DEL motorsports). Auch er liegt mit nur drei Punkten Rückstand auf Boss nach wie vor sehr gut im Rennen. Auch die auf den Plätzen 4 (Bastien Liénard) und 5 (Kai Perner) folgenden Fahrer sind nicht weit weg von der Spitze. Konkurrenz kriegen Castagnetti & Co. am Wochenende von zwei Rückkehrern: Karen Gaillard, für gewöhnlich im italienischen Porsche Carrera Cup unterwegs, und «Evergreen» Kevin Wälti werden nichts unversucht lassen, die Top-Piloten zu ärgern. Erstmals in dieser Saison hat sich mit Martin Nyffenegger auch ein Fahrer für die KZ2 Master (ü30) eingeschrieben. Er ist mit seinen 32 Jahren der älteste Fahrer am kommenden Wochenende.

Zumindest im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Denn in Levier werden am Wochenende noch ein paar ältere Semester am Start stehen. Und zwar im Swiss Historic Kart Cup, der in Levier sein erstes von drei Rennen austrägt. Wobei auch Rennen nicht der richtige Ausdruck ist. Im SHKC geht es um gleichmässige Rundenzeiten. Es gewinnt also nicht zwangsläufig das schnellste Kart. «Mit 17 Teilnehmern haben wir eine neue Rekordkulisse für Levier», sagt Vizepräsident Beat Rämy stolz. «Es freut uns sehr, dass auch junge Teilnehmer Interesse an diesen Fahrzeugen mit den luftgekühlten 100er-Motoren haben. Es ist zwar nicht immer einfach entsprechende Ersatzteile zu finden, aber die Piloten helfen sich gegenseitig, was sich auf die gute Stimmung und den Zusammenhalt in dieser sympathischen Gruppe auswirkt.»

Zur Strecke: Der Circuit de l’Enclos misst 1176 Meter. Zahl­reiche Rechtskurven und ein leich­tes Gefälle wechseln sich mit kur­zen Geraden ab. Gute Überholmöglichkeiten bieten sich am Ende der Start- und Zielgera­den, im Infield (Kurve 3) und in der Haarnadel kurz vor dem Einbiegen auf die langgezogene Rechtskurve vor dem Start. Für Zuschauer ist die Strecke von der Tri­büne fast komplett einsehbar – ein idealer Ort also für den dritten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026. 

Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Levier www.savoiechrono.com

Zeitplan
Samstag, 30. Mai
08.30-18.00 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber

Sonntag, 31. Mai
08.25-09.15 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
09.20-10.06 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.15-11.50 Uhr, Rennen 1
11.50-12.50 Uhr, Mittagspause
13.00-14.35 Uhr, Rennen 2
14.35-16.30 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)

Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, Lonato (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen

OK Junior Campos Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alejandro Campos: Kopf an Kopf mit Longhitano © Eichenberger

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26.05.2026 Auch in der FIA Academy Junior gewinnt ein Schweizer
Coigny Zoltan Genk 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny: Sieger beim Academy-Rennen in Genk © Archiv Coigny

Zoltan Coigny (13) wird sich gesagt haben: «Was Alexis Genolet bei den Senioren kann, das kann ich bei den Junioren!» Und in der Tat: Der junge Waadtländer siegte beim Auftakt zur FIA Academy Trophy in Genk (BEL). Herzliche Gratulation!

Zwei Nachwuchstalente darf Auto Sport Schweiz jährlich bei der FIA Karting Academy Trophy ins Rennen schicken: eines bei den Junioren, eines bei den Senioren. Beide Trümpfe haben beim Auftaktrennen gestochen. Alexis Genolet (16) gewann in Valencia das Auftaktrennen bei den Senioren souverän, Zoltan Coigny jenes bei den Junioren am vergangenen Wochenenden im belgischen Genk. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gratuliert! Dass gleich beide junge Fahrer, die sonst in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft fahren, ganz oben stehen, macht auch uns als Verband stolz!

Coigny hatte schon im finalen Quali-Heat den Tarif durchgegeben und sicherte sich souverän die Pole-Position. Beim Start zum Finale kam er gut weg und hatte sich bis zur Mitte der ersten Runde einen Vorsprung erarbeitet – genau wie sein Schweizer Landsmann Genolet vor zwei Wochen in der Academy Senior. Bis ins Ziel baute der junge Waadtländer seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Die Ziellinie überquerte er mit 2,7 Sekunden auf den Chinesen John Han.

«Der Start in die Woche war schwierig, da wir nicht wirklich schnell waren», meinte Coigny, «aber dann haben wir das richtige Set-Up gefunden, sodass das Qualifying wirklich gut lief. Die Pole-Position zu holen und nun auch im Finale wieder von vorne zu starten, ist natürlich grossartig, und der Sieg im Finale ist obendrein noch ein zusätzlicher Bonus.»

In beiden Academy Trophys liegen nach dem ersten (von drei) Rennen also zwei Schweizer vorne. Für Genolet (76 Punkte) geht es vom 11. bis 14. Juni in Mülsen (GER) weiter. Für Coigny (75 Punkte) vom 2. bis 5. Juli in Sarno (ITA). Drücken wir den beiden die Daumen, dass es so weiter geht!  

Coigny Zoltan Genk 2026 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bravo Zoltan! Nach Alexis Genolet (bei den Senioren) hat die Schweiz auch einen Gesamtführenden bei den Junioren © Archiv Coigny

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20.05.2026 autobau Schweizer Kart-Meisterschaft: Jetzt noch für Levier anmelden!!!

Am 31. Mai findet in Levier (FRA) der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 24. Mai (24 Uhr), machen. Mehr Infos auf: www.motorsport.ch oder direkt unter www.go4race.ch

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08.05.2026 Gestatten – Prost, Kimi Prost!
Nicolas und Kimi Prost Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kimi Prost mit seinem Vater Nicolas Prost © Eichenberger

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft ist um einen im Motorsport sehr berühmten Namen reicher. Gestatten – Kimi Prost, Sohn von Nicolas Prost und Enkel von Formel-1-Legende Alain Prost.

Ob Fittipaldi, Schumacher, Räikkönen oder Prost – viele berühmte Namen im Motorsport leben weiter. Im letztgenannten Beispiel ist mit Kimi Prost bereits die dritte Generation am Fahren. Gerade mal zehn Jahre jung ist der Sohn von Nicolas Prost (44) respektive der Enkel des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Alain Prost (71). Im Vorjahr verdiente er sich seine ersten Sporen in der VEGA Trofeo. In diesem Jahr bestreitet er erneut die VEGA und parallel dazu absolviert er die komplette Saison der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Und das bereits sehr erfolgreich: Nach den ersten beiden Rennen liegt Prost jr. bei den Super Minis auf dem dritten Zwischenrang.

Noch erfolgreicher war Kimi eine Woche nach dem Rennen der SM beim ersten Lauf zur IAME Series Italy wieder in Franciacorta. Dort hat der Spirit-Pilot seinen ersten internationalen Sieg errungen – ganz zum Stolz seines Vaters respektive Grossvaters. «Mein Vater ist zwar immer noch ziemlich distanziert», sagt Nico Prost, «aber er verfolgt das Geschehen aufmerksam, gibt Ratschläge und hat sich sehr gefreut, dass Kimi gewonnen hat.»

Angefangen hat Kimi Prost mit ca. vier Jahren auf der Kartbahn in Vuiteboeuf (VD). Damit hat er schon jetzt um ein Vielfaches mehr Erfahrung im Kartsport als sein Vater. Der ist nämlich – abgesehen von ein paar Rennen zur SM 1994 – kaum Kart gefahren, dafür aber als Spätzünder (mit 21 Jahren) nahezu direkt in den Formelsport eingestiegen. Dort hat Nico u.a. an der Seite von Sébastien Buemi in der Formel E gewonnen, war Klassensieger in Le Mans und hat es sogar zum Formel-1-Testfahrer geschafft.

Übrigens: Der Name Kimi ist nicht ganz zufällig gewählt. «Ich mochte den Vornamen Kimi schon immer», erklärt der Vater, «aber Räikkönen fand ich halt auch schon immer sympathisch.» Nimmt man den Bruder von Kimi dazu, steht einer Karriere der beiden Brüder eigentlich nichts mehr im Weg. Der Zweitgeborene ist fünf Jahre jünger, sass auch schon im Kart und heisst Mika…   

Kimi Prost Franciacorta 2026 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kimi Im Dreikampf mit Joy Allemann und Ben Iten © Eichenberger

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22.04.2026 Video aus 7 Laghi ist online!

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat am Wochenende in 7 Laghi nahe bei Pavia ihren zweiten Lauf der Saison 2026 ausgetragen. Die Zusammenfassung ist ab sofort online! Klicken Sie aufs Bild – und los geht's!

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