Die Disziplinarkommission (DK) von Auto Sport Schweiz hat ein faktenbasiertes Urteil bezüglich einer schwerwiegenden Reglementsverletzung im Kartsport gefällt. Betroffen ist die Fahrerin Emily Hunkeler (12.11.2020), Inhaberin der Puffo-Trainingslizenz Nr. 504008.
Qualifikation als Rennen
Aufgrund der vorliegenden Akten und der nachweislich durchgeführten Siegerehrung hat die DK die Veranstaltung «T4 Tillotson Euro Cup, Kategorie Bambino» vom 16./17. Mai 2026 auf dem South Garda Karting Circuit (ITA) gemäss der Definition des Internationalen Sportgesetzes (ISG) der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) rechtlich als Wettbewerb bzw. Rennen qualifiziert. Emily Hunkeler hat folglich mit einer dafür nicht zulässigen Puffo-Trainingslizenz an einem Kart-Wettbewerb teilgenommen. Gemäss den Bestimmungen des Lizenz-Reglements der Nationalen Sportkommission (NSK) für den Kartsport (Jahrbuch Karting 2026, Kapitel III) sowie dem dazugehörigen «Merkblatt Puffo» berechtigt die Puffo-Trainingslizenz ausschliesslich zur Teilnahme an Demonstrations- und Trainingsfahrten mit Material der Kategorie Puffo. Die Teilnahme an Rennen ist explizit ausgeschlossen.
Einsatz unzulässigen Materials und Gefahrenpotenzial
Neben der unerlaubten Rennteilnahme wurde bei diesem Wettbewerb ein Kart eingesetzt, das wesentlich leistungsstärker war als im Rahmen der Puffo-Trainingslizenz vorgesehen. Das Abweichen von den technischen Vorgaben der Puffo-Kategorie stellte ein entsprechend hohes Gefahrenpotenzial für das Kind dar. Emily Hunkeler hat damit gegen mehrere gültige Bestimmungen der ASS verstossen.
Rechtliche Verantwortlichkeit und Sanktionierung
Die DK hält fest, dass Emily Hunkeler im Alter von fünf Jahren nicht in der Lage ist, die aktuellen Reglemente zu lesen und zu verstehen. Die Hauptverantwortung für die Widerhandlungen gegen die gültigen Bestimmungen trägt der Erziehungsberechtigte, Markus Brun.
Da der Erziehungsberechtigte jedoch selbst keine Lizenz von Auto Sport Schweiz besitzt, kann gegen ihn keine sportrechtliche Sanktion durch die DK verhängt werden. Gleichzeitig sieht das ISG keine Strafminderungen für Minderjährige vor. Aus diesen rechtlichen Gründen wird in diesem Fall die lizenzierte Pilotin Emily Hunkeler sanktioniert.
Urteil der DK
Zum Schutz der Minderjährigen und in Anwendung der gültigen Reglemente wird durch die DK folgendes Urteil gegen Emily Hunkeler ausgesprochen:
Der Entscheid wurde der verurteilten Partei schriftlich mit Abgabe der Rechtsmittelbelehrung zugestellt. Auf eine Berufung innerhalb der 96-stündigen Frist wurde verzichtet.
Bei keinem Rennen kommen so viele Zuschauer wie in Wohlen! Und bald ist es wieder soweit: Das Heimrennen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft, das Finale zum diesjährigen Championat, findet am Samstag, 10. Oktober 2026, statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies über www.go4race.ch noch bis eine Woche davor (Samstag, 03. Oktober 24.00 Uhr) machen. Dabei sein, lohnt sich. Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft bietet nicht nur attraktive Rennfelder, das hohe Niveau und die spannenden Positionskämpfe zeichnen die Meisterschaft seit Jahren aus.
Wir freuen uns auf deine Einschreibung! Für allfällige Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter 031 979 11 11 oder per E-Mail an info@motorsport.ch
Für alle Kart-Freunde, Tanten, Göttis und sonstige Bekannten: Der Eintritt zum Finale der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft ist frei!!!
In einer von vier Kategorien ist beim fünften Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen Cremona eine Entscheidung gefallen. Dank eines «Grand Slams» steht Dan Allemann in der X30 Challenge Switzerland bereits als Meister fest.
43 Punkte Vorsprung hatte Dan Allemann vor dem gestrigen fünften Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Cremona (ITA) in der Kategorie X30 Challenge Switzerland. Dank eines «Grand Slams» (Pole-Position, drei Laufsiege und schnellste Rennrunde im Finale) hat er sein Polster auf 82 Zähler ausbauen können. Damit steht der 14-jährige Spirit-Fahrer – unter Vorbehalt der Anerkennung der Resultate durch die NSK – bereits vor dem SKM-Finale in Wohlen am 10. Oktober als erster Schweizer Meister 2026 fest. Der Sohn von Spirit-Teamchef Ken Allemann hat in keinem der drei Rennen auch nur irgendetwas anbrennen lassen. Im ersten Vorlauf siegte er mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Teamkollege Eric Fross, im zweiten Durchgang liess er Tyron Jaquet (ebenfalls Spirit) mit 0,7 Sekunden hinter sich und im Finale verwiess er MH-Racing-Pilot Nicola Mateo Frigg mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Rang 2 und Teamkollege Gauthier Sanjuan mit 7,3 Sekunden auf Rang 3. «Ich habe gehofft, dass ich den Titel schon hier gewinnen kann», sagte Allemann, der 2022 schon bei den Super Minis Schweizer Meister war. «Mir war aber klar, dass ich mir hierfür keinen Fehler leisten darf.» Der auf Rang 2 liegende Michael Müller (Virtus Motorsport) hatte kein Rezept gegen Allemann gefunden. Die Enttäuschung darüber, dass er es am fünften Rennwochenende zum ersten Mal in dieser Saison in keinem Rennen auf dem Podest landete, stand dem Routinier ins Gesicht geschrieben. Der 26-jährige Müller sagte aber auch: «Ich habe vor der Saison nicht damit gerechnet, dass ich so gut und so lange mit Allemann mithalten kann. Deshalb darf ich ruhig auch ein wenig stolz auf meine Leistung sein.» Jetzt geht es darum, den Vorsprung auf den Drittplatzierten Alexis Genolet über die Runden zu kriegen. Dieser betrug vor Cremona 43, nun 41 Punkte. «Was mich an diesem Wochenende am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass ich nicht weiss, warum ich nicht schnell genug war», meinte Müller.
Noch nicht am Ziel ist Allemanns Teamkollege Ben Iten. Der Führende bei den Super Minis hat seinen Vorsprung in Cremona von 27 auf 43 Punkte ausbauen können. Auch dem elfjährigen Zuger gelang beim fünften Lauf ein «Grand Slam». Die Freude darüber war dementsprechend gross: «Ich war schon ein paar Mal nahe dran, aber meistens hat mir die schnellste Rennrunde gefehlt», meinte Iten, der vor Wochenfrist übrigens bei der IAME Benelux eine sensationelle Aufholjagd zeigte und dort Zweiter wurde! Bei noch 75 Punkten, die es beim Finale in Wohlen maximal zu gewinnen gibt, hat Iten eine komfortable Ausgangslage. Streitig machen kann ihm der Titel nur noch seine Teamkollegin Joy Allemann. Sie hat mit drei zweiten Plätzen einmal mehr ihr Potenzial gezeigt. Dritter wurde im Finale Lewis David. Für den Fahrer aus dem Team Swiss Hutless war dieser dritte Platz eine besondere Genugtuung. Vor einem Jahr hatte er sich in Cremona bei einem Unfall unglücklich überschlagen. Diesmal durfte er strahlend den drittgrössten Pokal mit nach Hause nehmen. Anders die Gemütslage bei Kimi Prost. Der Enkel des viermaligen F1-Weltmeisters Alain Prost wurde nach dem Finale von allen drei Rennen disqualifiziert. Prost jr. hatte sich in der letzten Runde des Finals gedreht, ist danach quer über die Strecke gefahren und hat das obligatorische Wägen im Parc fermé ausgelassen.
Apropos Strahlen: Auch Davids Teamkollege bei Swiss Hutless, Dilan Roman Fricker, hatte bei der Siegerehrung der OK Junioren ein breites Grinsen aufgesetzt – zurecht! Der Elfjährige hat zurzeit einen unglaublichen Lauf. Einen neuerlichen «Grand Slam» verpasste er zwar, weil Zoltan Coigny (Spirit) ihm die Pole-Position stibitzte und ihn auch im ersten Lauf zu bezwingen vermochte. Danach war es aber Fricker, der den Ton angab – und das wie schon zuletzt in 7 Laghi mit einer nahezu fehlerlosen Leistung. «Ich habe mich aus allem herausgehalten und bin einfach so schnell wie möglich gefahren», meinte der junge Berner, der trotz einer Fünf-Sekunden-Strafe (Fehler bei der Startprozedur) souverän gewann. Ein besonderes Geheimnis habe er nicht, meinte Fricker. «Ich fahre einfach und denke gar nicht viel nach.» Platz 2 im Finale belegte Aaron Buhofer (Spirt), der nach einer Unsportlichkeit im ersten Lauf mit einer Verwarnung davonkam. Dritter wurde nach einer erneut sehr soliden Leistung Cyrill Sarkar (MH Racing). Der in der Meisterschaft bis dato Führende Alejandro Campos (Spirit) musste sich mit den Plätzen 5, 4 und 4 begnügen. «Mein Motor war heute nicht gut genug», meinte der 14-Jährige aus Vuiteboeuf. In der Meisterschaft führt nun Fricker 26 Punkte vor Campos. In Wohlen ist noch alles möglich. Bei der gegenwärtigen Form von Fricker wird es für Campos aber eine Herkulesaufgabe werden, wenn er den Fahrer aus dem Team Swiss Hutless noch am Titelgewinn hindern möchte.
Auch in der Kategorie KZ2 (bei den Schaltkarts) ist eine Vorentscheidung gefallen. Allerdings nicht so, wie es sich das der Führende Kilian Boss (Team Swizz Evenzz) vorgestellt hat. Der ehemalige Gewinner des Young Driver Projekts kollidierte in der letzten Runde des Finals heftig mit seinem Verfolger Paolo Castagnetti vom Team Gerber Corse. Beide Fahrer blieben unverletzt. Die Rennleitung hakte den Unfall als «race incident» ab. «Ich muss 75 Prozent des Unfalls auf meine Kappe nehmen», meinte Castagnetti, der im zweiten Lauf bereits einen Motorschaden zu beklagen hatte. «Und ich entschuldige mich an dieser Stelle auch bei Kilian. Er war in der letzten Runde sehr viel langsamer. Ich kam mit deutlich mehr Tempo in diese schnelle Links-Rechts-Kombination.» Für Boss hielt sich der Schaden – zumindest mit Blick auf die Meisterschaft – in Grenzen. Vor Wohlen führt er mit 47 Punkten. Allerdings nicht mehr vor Castagnetti, sondern vor Bastien Liénard. Der Fribourger hatte nach dem Triumph von Boss im ersten Vorlauf bereits Durchgang 2 gewonnen. Im dritten Lauf übernahm er vom Start weg das Kommando und sicherte sich seinen ersten Finalsieg im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. «Ein schöner Sieg», freute sich Liénard. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich beim letzten Rennen in 7 Laghi noch in der ersten Kurve abgeschossen wurde.» Durch den Ausfall von Boss und Castagnetti erbten Florian Esteve (DEL motorsport) und Privatbewerber Kai Perner die Plätze 2 und 3.
Und so geht es weiter:
10. Oktober, Wohlen
Die Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport des Piloten Karel Staut wurden mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben. Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz bleibt hingegen unverändert bis zum 31. Dezember 2026 bestehen.
Im Nachgang zu den Verhandlungen der Disziplinarkommission (DK) von Auto Sport Schweiz vom 8. Oktober 2025 sowie des Nationalen Berufungsgerichts (NBG) vom 19. November 2025 wurden seinerzeit verschiedene Sanktionen gegen den Piloten Karel Staut verhängt. Der damals 14-jährige Fahrer hatte ohne die erforderliche, gültige Lizenz an Rundstreckenrennen im Automobilsport teilgenommen.
Die Disziplinarkommission sprach daraufhin eine Sperre für die Automobilsport-Lizenz bis zum 31. Dezember 2026 aus. Aufgrund von damals noch ausstehenden Bussen und Verfahrensgebühren im Gesamtkontext von CHF 12'121.50 suspendierte die Nationale Sportkommission (NSK) in der Folge auch seine Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport.
Nachdem die offenen Forderungen per 5. August 2026 vollständig beglichen wurden, hebt Auto Sport Schweiz die verhängten Sperren im Bereich Karting und E-Sport per sofort auf.
Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz ist von dieser Teilaufhebung nicht betroffen und bleibt bis zum reglementarischen Ablauf am 31. Dezember 2026 vollumfänglich in Kraft.
Sie erhalten monatliche News und Events der Auto Sport Schweiz Seite