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21.01.2021 Wer hat Lust auf Autocross?
Autocross 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die FIA veranstaltet 2021 eine offizielle Autocross-Meisterschaft

Die FIA hat eine neue, internationale Autocross-Serie ausgeschrieben. Auch ein/e Schweizer PilotIn (Alter 13 bis 16 Jahre) kann/soll daran teilnehmen. Wer Interesse hat muss sich bis spätestens am 29. Januar 2021 bei Auto Sport Schweiz melden.

Autocross erfreut sich grosser Beliebtheit. Nun hat die FIA eine neue, internationale Serie ausgeschrieben. An der FIA Cross Car Academy Trophy kann auch ein/e Schweizer PilotIn teilnehmen. Die Anmeldung läuft über den Verband. Wer Interesse hat, sollte sich bis spätestens 29. Januar 2021 mit Auto Sport Schweiz in Verbindung setzen. 20 Cockpits sind vorgesehen. Wer zum Zug kommt, entscheidet die FIA in einem Auswahlverfahren Anfang März.

Geplant sind im Premierenjahr fünf Rennveranstaltungen. Los geht es am 16. Mai in Seelow/Deutschland. Die weiteren Austragungsorte: 18. Juli, St. Georges (F); 22. August, Prerov (CZ); 26. September, Maggiora (I); 10. Oktober, Mollerussa (E). Die Serie wird nach dem Motto «Arrive and Drive» ausgetragen. Weitere Informationen zur Technik, den Autos und zum Veranstalter finden Sie auf www.life-live.be/team/ oder in den angehängten Dateien.

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20.01.2021 De Silvestro zurück in Indianapolis
Simona de Silvestro Januar 2021 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Simona De Silvestro kehrt nach Indianapolis zurück

Simona De Silvestro kehrt sechs Jahre nach ihrer letzten Teilnahme beim Indy 500 in Amerikas bekanntesten Nudeltopf zurück. Die Thunerin fährt für ein Team, das auf Frauen setzt.

2015 absolvierte Simona De Silvestro ihr vorerst letztes Rennen in Indianapolis (Platz 19). Nun kehrt die 32-Jährige zurück. Zum sechsten Mal will De Silvestro beim bekanntesten Ovalrennen teilnehmen, das am 30. Mai stattfinden soll. Die Vorfreude darauf ist gross: «Ich danke Porsche für die Freigabe für dieses Rennen. Ich kann es kaum erwarten, nach Indianapolis zurückzukehren.»

De Silvestro fährt mit der #16 im Team Paretta Autosport. Der Rennstall wird von Penske unterstützt und setzt auf Frauenpower. Das von der IndyCar-Organisation und Penske gehörenden Indianapolis Motor Speedway getragene Projekt «Race for Equality & Change» hat sich die Förderung und Chancengleichheit von Frauen im Rennsport zum Ziel gesetzt.

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18.01.2021 Weekend-Report 01/2021
24 H Dubai Topcar c free Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der siegreiche Cupra von Topcar in der TCR beim 24h-Rennen in Dubai

Mit den 24h von Dubai und der zu Ende gegangenen Rallye Dakar ist die Rennsaison 2021 offiziell eröffnet. Grund zum Jubeln gab es für die Schweizer Motorsportfraktion vor allem in Dubai.

Für den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Dubai hat es nicht gereicht. Die besten Schweizer waren Rolf Ineichen und Adrian Amstutz, die im Grasser-Lamborghini mit zwei Runden Rückstand auf den siegreichen Porsche 911 Gt3 R Platz 4 belegten.

Ganz anders der Zieleinlauf bei den Tourenwagen: Dort gab es einen Schweizer Dreifachsieg! Zuoberst stand nach 24 Stunden (respektive 543 Runden) die Cupra-Mannschaft von Topcar aus Uetendorf (BE). Fabian Danz, Ronny Jost, Adrian Spescha sowie die Deutschen Benjamin Leuchter und Patrick Sing hatten im Ziel eine Runde Vorsprung auf die #112 von Autorama Motorsport aus Wetzikon (ZH) mit den Schweizern Jasmin Preisig, Gustavo Xavier und Polesetter Miklas Born sowie den Finnen Antti Buri und Kari-Pekka Laaksonen. Nur 45 Sekunden dahinter kreuzte der zweite VW Golf GTi TCR mit u.a. Yannick Mettler und Jérôme Ogay die Ziellinie als Dritter. Der dritte Autorama-Golf, der schon im Training heftig crashte, kam nicht ins Ziel.

«Unser Auto war perfekt, hat keinen Kratzer und fuhr sehr gut», meinte Fabian Danz. «Es ist allerdings nie einfach. Während der Nacht fragt man sich schon mal, warum man das eigentlich macht, aber es war es wirklich wert! Ich bin sehr glücklich.» Für Danz und seine Mannschaft war es übrigens der zweite Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen. 2019 gewannen die Berner die 24h von Barcelona.

Zwei weitere Schweizer Podestplätze gab es in der Klasse GTX. Auf dem siegreichen Lamborghini Huracán Super Trofeo sass Kurt Thiel aus Prangins (VD). Platz 2 sicherte sich Karen Gaillard auf dem von einem Chevrolet-Corvette-V8-Motor angetriebenen Vortex 1.0.

Keine Erfolgsmeldung gab es aus Schweizer Sicht bei der diesjährigen Dakar. Die einzige Schweizer Paarung Alexandre Pesci

und Stephan Kühni musste nach acht Etappen wegen eines mechanischen Defekts die Segel streichen. Pesci/Kühni lagen zu diesem Zeitpunkt auf Rang 43. Den Gesamtsieg sicherte sich zum 14. Mal (!) der Franzose Stéphane Peterhansel – vor Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz sr.

Rebellion 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Aus bei der Dakar: Kühni/Pesci vom Team Rebellion Racing

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18.01.2021 50 Jahre Horag – ein Leben für den Motorsport, Teil 2
Hotz Markus 04 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Markus und Benjamin Hotz, der heute Horag Racing leitet © Eichenberger

Am Sonntag hat sich die Gründung der Horag Hotz Racing AG zum 50. Mal gejährt. Gründer Markus Hotz (im Juli wird er 80) erinnert sich an die Anfänge und die schönsten Momente in den vergangenen 50 Jahren.

Als die Formel 2 Ende 1984 eingestellt wird, hängt Hotz eine Saison in der Formel 3000 an. Ab 1987 konzentriert sich der Sohn eines einfachen Dorfschmiedes auf CanAm-Sportwagen. Auf Basis von F3000-Monocoques entstehen sehr erfolgreiche Fahrzeuge, mit denen Horag die Gesamtwertung der europäischen Meisterschaft 1995, 1996 und 1997 gewinnt.

Ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Hotz ist die IMSA. 1995 startet das Horag-Lista-Team mit Fredy Lienhard und Didier Theys auf einem Ferrari 333SP in der amerikanischen Prototypenserie. Den ersten Sieg bejubelt man 1997 in Zolder. Im Jahr darauf erringt Horag den zweiten Gesamtrang in der International Sports Racing Series, dem Vorläufer des FIA Sportscar Championship.

Hotz Markus 01 Hemberg 1975 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hotz auf March 1975 beim Bergrennen St.Peterzell-Hemberg

Die Mannschaft aus dem Thurgau gilt in der Szene inzwischen längst als Sportwagen-Spezialist und feiert auch in der LMP2 und später in der Sports Car Challenge zahlreiche Erfolge. Noch heute ist bei einem Besuch in der Horag-Halle in Sulgen das Thema Sportwagen allgegenwärtig. Nicht nur, weil der eine oder andere offene Sportwagen gerade auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt wird, Sohn Benjamin (38) fährt in der Sports Car Challenge und freut sich diebisch, wenn er dort die deutlich schnelleren LMP-Sportwagen mit seinem kleinen Ligier 1,6 Liter Peugeot-Turbo ärgern kann.

Benjamin führt die Horag AG in zweiter Generation. Die Zahl der Renneinsätze hat unter seiner Leitung abgenommen. Heute stammt das Geld von Trackdays und dem Warten von Kundenautos. Ausserdem liefert Hotz beim Porsche Sports Cup Suisse die Reifen. «Das ist unser Hauptgeschäft», betont Hotz jr. – was bei einem Blick in die Horag-Halle irgendwie selbsterklärend ist. Denn die Hälfte des schmucken Holzbaus an der Palmenstrasse 2 ist mit schwarzem Gold gefüllt.

Angesprochen auf die beste Zeit in 50 Jahren Horag sagt der Firmengründer spontan: «Die Formel Super V. Das war richtig familiär und trotzdem guter Rennsport. Ich erinnere mich gerne an die Rennen in Finnland. Am Morgen waren wir in der Sauna, am Nachmittag haben wir uns auf der Strecke bekämpft und am Abend sind wir wieder zusammengesessen!» Auch an die Zeit in der Formel 2 erinnert sich Hotz gerne zurück, «auch wenn wir dort finanziell oft am Limit waren. Es war alles noch anders. Man hat sich gegenseitig unter die Arme gegriffen. Dieses sich gegenseitig Helfen ist heute selten geworden.»

Unterm Strich hat der Rennsport der Familie Hotz viel, wenn nicht gar alles gegeben. «Im Motorsport lernt man, schnell eine Entscheidung zu treffen», weiss Hotz sr. «Und auch wenn diese manchmal falsch ist – sie bringt einen weiter.» Wer Hotz kennt, weiss, dass er mit bald 80 Jahren noch lange nicht genug hat. «Das eine oder andere Projekt im Energiebereich ist noch in petto», schmunzelt der Jubilar. Lassen wir uns überraschen…

Hotz Markus 06 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Horag Hotz Racing AG in Sulgen (TG) © Eichenberger

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15.01.2021 50 Jahre Horag – ein Leben für den Motorsport, Teil 1
Hotz Markus 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Markus Hotz vor zahlreichen Bildern aus 50 Jahren Horag Racing © Eichenberger

Am Sonntag jährt sich die Gründung der Horag Hotz Racing AG zum 50. Mal. Gründer Markus Hotz (im Juli wird er 80) erinnert sich an die Anfänge und die schönsten Momente in den vergangenen 50 Jahren.

Markus Hotz wird im Juli 80 Jahre jung. Das Alter sieht man ihm nicht an. Hotz präsentiert sich beim Besuch von Auto Sport Schweiz in Sulgen (TG) fit wie ein Turnschuh. «Das eine oder andere Gelenk ist nicht mehr ganz original», scherzt der Jubilar. «Aber dafür gibt es ja Ersatzteile.»

Die Gründung seines eigenen Teams geht auf den 17. Januar 1971 zurück. Damals arbeitet Hotz für Reifenhersteller Dunlop in Zürich. Deshalb ist das Team anfangs auch in Baden ansässig. Angefangen hat Hotz mit dem Rennsport bereits Jahre zuvor. 1965 steht er am Start des vom ACS Thurgau organisierten Bergrennens in Oberhallau mit seiner Alfa Giulietta. Doch für Hotz zählt dieses Rennen nicht. «Am Start hat die Hinterachse blockiert – und ich bin keinen Meter weit gekommen. Deshalb ist Les Rangiers 1966 mein erstes eigentliches Rennen mit dem Formel V gewesen.»

Verzaubert von der 1965 erstmals ausgetragenen Formel V beschliesst Hotz eigene Autos nach dessen Vorbild zu bauen. Zusammen mit Fredy Lienhard, Oscar Pfister und Bruno Wettstein konstruiert er auf dem Fabrikgelände von LISTA die ersten vier dieser 1300er-Modelle. Und als Volkswagen 1971 beschliesst, die Formel Super V einzuführen, ist Hotz an vorderster Front. Die erste Skizze dazu entwirft er auf dem Weg zum Formel-V-Rennen nach Israel. «Wir waren damals mit dem Schiff unterwegs», erinnert sich Hotz. «Es war November und die See war rauh – fast alle haben sich übergeben; und ich habe meine erste Skizze vom neuen Auto auf einer Speisekarte angefertigt. Mit am Tisch sassen damals Harald Ertl, Manfred Jantke und Helmut Koinigg.»

Hotz Markus 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Horag-Teampräsentation 1973 in LIgnières mit den Formel Super V

33 solcher Super-V-Renner baut Hotz insgesamt. Viele davon sind mit international starken Fahrern besetzt, um regelmässig aufs Podium zu fahren. Beim Formel-Super-V-Lauf in Zandvoort 1973 stammen 9 der 37 Fahrzeuge von Horag. Einer der «Starfahrer» ist in dieser Zeit der Deutsche Harald Ertl. «Immer knapp bei Kasse, aber sauschnell», so Hotz.

1975 wird Horag offizieller Vertreter von March, einem Hersteller, der in der Formel 1 ein Team unterhält und in der Formel 2 mit seinen Chassis zur Weltspitze gehört. Hotz wird 1975 und 1977 auf einem March-BMW F2 Schweizer Meister. Horag betreut in dieser Zeit u.a. die Fahrzeuge von Herbert Müller, Fredy Lienhard, Eugen Strähl und Clay Regazzoni.

Zu Beginn der Achtzigerjahre ist Horag als Semi-Werksteam von March in der Formel 2 unterwegs. Zu den Fahrern zählen u.a. Johnny Cecotto, Stanley Dickens, Rolf Biland, Marc Surer und Mike Thackwell. Bei Letzterem gerät Hotz noch heute ins Schwärmen. Der Neuseeländer mischt das Establishment damals blutjung auf. Seine Fahrzeugbeherrschung, aber auch seine Persönlichkeit sind einzigartig. Hotz erinnert sich an das Rennen in Silverstone 1986: «Mike ist damals eine Fabelzeit gefahren. Zurück an den Boxen meinte er: That was a lap with closed eyes (Das war eine Runde mit geschlossenen Augen)!»

Teil 2 der Horag-Story zum 50. Geburtstag folgt am Montag

Hotz Markus 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
BP Trophy 1975: Hotz, Herbert Müller, Toulo de Graffenried und Clay Regazzoni

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