Cremona (ITA) 32.8.26

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13.08.2026 Bergrennen Gurnigel abgesagt!
Gurnigel 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Bergrennen Gurnigel findet 2026 nicht statt © Eichenberger

Die Schweizer Berg-Meisterschaft 2026 besteht nur aus sieben Rennen. Das Bergrennen am Gurnigel (12./13. September) hat der Veranstalter heute morgen mit einer Medienmitteilung abgesagt!

Während wir uns alle auf das Bergrennen in Les Rangiers am kommenden Wochenende freuen, hat uns heute morgen eine wenig erfreulichere Nachricht erreicht: Das Bergrennen Gurnigel am 12./13. September findet nicht statt! In einer Medienmitteilung wurde die Absage vom Veranstalter wie folgt begründet:

«Aufgrund der extrem aussergewöhnlichen momentanen Trockenheit, dem fehlenden Wasser und der damit verbundenen aktuell sehr hohen Brandgefahr haben wir uns in Absprache mit der Gemeinde und der Polizei schweren Herzens dazu entschieden das Bergrennen am Gurnigel 2026 abzusagen. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher, der beteiligten Personen sowie der Schutz von Land, Wald und Natur haben für uns jedoch oberste Priorität. Unter den derzeitigen Bedingungen können wir die notwendige Sicherheit leider nicht gewährleisten. Wir bedauern die Absage sehr und bitten um Ihr Verständnis für diesen verantwortungsvollen Entscheid.»

Stand heute wird die Schweizer Berg-Meisterschaft also nur aus sieben Rennen bestehen. Vier davon wurden bereits ausgetragen. Nach Les Rangiers finden noch Oberhallau (29./30. August) und Les Paccots (19./20. September) statt.

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13.08.2026 Vorschau Les Rangiers: Ein neuer Streckenrekord zum 100. Geburtstag?
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Faustini jagt in Les Rangiers den Streckenrekord von Merli © Eichenberger

Es ist der Klassiker im Schweizer Rennkalender: Am Wochenende findet das zur Europa-Meisterschaft zählende Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers zum 81. Mal statt. Der Anlass selber hat in diesem Jahr bereits seinen 100. Geburtstag gefeiert. 

Den 100. Geburtstag hat man im Jura schon am Pfingstwochenende gefeiert. Zum Memorial auf der Orignalstrecke von Develier nach Les Rangiers erschienen damals zahlreiche Fahrer und Fans. Am kommenden Wochenende steht nun das «richtige» Rennen auf dem Programm. Es ist insgesamt die 81. Ausgabe; elf davon fanden auf der Originalstrecke statt, 1955 verlegte man den Start nach Saint-Ursanne. Seit 1957 ist der Klassiker Teil der Europa-Meisterschaft.

Spannend wird die 81. Ausgabe auf jeden Fall. Vorjahressieger Robin Faustini hat 2025 mit seinem Nova-Emap NP01 in 1:40,589 min eine Zeit vorgelegt, die eigentlich nur einer – er selber – unterbieten kann. «Zum absoluten Rekord von Merli fehlten mir im Vorjahr 1,3 Sekunden», sagt der Leader der Schweizer Berg-Meisterschaft. «Und es muss schon sehr viel passen, damit diese Spitzenzeit von 2022 fällt. Wir werden es mit einem anderen Set-Up probieren. Aber ich garantiere für nichts. Und es ist auch denkbar, dass wir am Samstagabend wieder umbauen.» Die Probleme, die bei Faustini in Anzère im Bereich Ansaugtrakt aufgetreten sind, hat man übrigens auf dem Prüfstand aussortiert. «Ich hoffe, dass wir wieder volle Leistung haben.» Der grösste Herausforderer Faustinis, wenn es um die Bestzeit geht, kommt vermutlich aus dem EM-Lager. Der Franzose Kevin Petit (ebenfalls auf Nova Proto unterwegs) hat im Vorjahr mit einer tiefen 1:42er-Zeit geglänzt. Ein Auge sollte man aber auch auf den schnellen Franzosen Maxime Dojat im Nova NP01 werfen. Er gibt im SM-Feld sein Les-Rangiers-Debüt.

Steiner Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt © Eichenberger

Mit 1:43,225 min war auch Marcel Steiner im Vorjahr schnell unterwegs. Leider hat der von Helftec-Power befeuerte Nova-Proto-Pilot gestern Mittwoch seine Teilnahme am Bergrennen in Les Rangiers kurzfristig zurückgezogen. «Aufgrund der technischen Probleme und deren Auswirkungen beim Osnabrücker Bergrennen am vergangenen Wochenende ist es mir leider nicht möglich, in Saint-Ursanne an den Start zu gehen. Trotz aller Bemühungen bekommen wir das Fahrzeug in der Kürze der Zeit nicht rechtzeitig wieder einsatzbereit. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht, da ich mich sehr auf das Rennen gefreut habe.» 

Die weiteren Hoffnungen aus Schweizer Sicht ruhen damit auf Joël Volluz (im Norma-Judd) und den beiden 2-Liter-Piloten Victor Darbellay (Nova-Hartley/Emap) und Michel Zemp (Norma-Helftec). Letzterer liess im Vorjahr mit seinem schwächer motorisierten Prototypen schon einmal aufhorchen. Seine Les-Rangiers-Bestzeit von 1:45,480 min war definitiv nicht von schlechten Eltern…

Und dann sind da auch noch die schnellen «Europäer» Petr Trnka aus Tschechien und Joseba Iraola Lanzagorta aus Spanien am Start. Auch sie sitzen in einem Nova Proto – und auch sie wissen, wie man in Les Rangiers möglichst schnell von A nach B kommt. 

Meisel Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel hofft auf genug Gegner in Les Rangiers © Eichenberger

Bleiben wir bei der EM, wechseln aber zu den Autos mit Dach. Für alle Fans von Reto Meisel ist Les Rangiers ein Pflichttermin. Nicht nur, weil der Aargauer mit seinem Mercedes SLK 340 in der EM-Gesamtwertung vorne liegt – nein, es ist auch Meisels einziger Auftritt in der Schweiz. Ob er die Führung in der EM im Jura verteidigen kann, hängt vom Abschneiden des Kroaten Matija Jurišić ab. Der Pilot eines Peugeot-TCR liegt drei Rennen vor Saisonende nur vier Punkte hinter Meisel in der Gesamtwertung. Und Letzterer könnte in Les Rangiers zu wenig Gegner haben. Zwar hat sich Roger Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo VIII eingeschrieben. Die Teilnahme von Ronnie Bratschi (fährt unter tschechischer Lizenz) ist nach seinem Turboladerschaden beim EM-Lauf in Polen aber nicht garantiert.

Schnellster Tourenwagenfahrer der Schweizer Meisterschaft war vor einem Jahr Christoph Zwahlen auf seinem Porsche 911 GT3. Der Ostschweizer fuhr in 2:07,640 min Bestzeit und war in der Addition der beiden Rennläufe zwei Sekunden schneller als der spätere Tourenwagenmeister Danny Krieg. Der hat seinen VW Golf Rally inzwischen ja an Ludovic Monnier verkauft. Und dieser ist im Begriff, die Zeiten von Krieg erfolgreich zu attackieren. In Reitnau war er in der Addition der beiden Läufe etwas mehr als eine Sekunde schneller als der Vorbesitzer, in Anzère waren es zwei Sekunden. Auf dem Tourenwagen-Radar sollte man am Wochenende aber auch Sébastien Coquoz (Opel Kadett) und «Speedmaster» haben. Letzterer hat sich für Les Rangiers in der IS über 3,5 Liter mit einem Porsche 911 GT3 eingeschrieben. Beide, Coquoz und «Speedmaster» sind 2025 unter 2:10 min gefahren. Diese Schallmauer hat auch Ruedi Fuhrer auf dem Schirm. Der Honda-CRX-Pilot war im vergangenen Jahr in 2:10,704 min sehr zügig unterwegs.

Coquoz Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einer, der weiss, wo's langgeht: Sébastien Coquoz © Eichenberger

Zur Strecke: Die Strecke von St-Ursanne nach Les Rangiers ist mit 5,180 Kilometern die längste im Schweizer Rennkalender. Die Fahrer müssen eine Höhendifferenz von 350 Metern zurücklegen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 6,8 Prozent. Der absolute Streckenrekord hält der Südtiroler Christian Merli in 1:39,201 min (= 187,983 km/h) aus dem Jahr 2022. Die schnellste je gefahrene Tourenwagenzeit erzielte Ronnie Bratschi im Vorjahr in 1:53,522 min. Den E1-Rekord hält Reto Meisel in 1:55,03 min aus dem Jahr 2022. Rekordsieger beim Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers ist Simone Faggioli mit neun Gesamtsiegen – vor Fredy Amweg (7), Marcel Tarres (6), Lionel Régal (5) und Jo Siffert (4). Von den aktuell am Start stehenden Schweizer Piloten sind Roland Bossy und Marcel Steiner mit je zwei Siegen die erfolgreichsten Teilnehmer.

Los geht es in St-Ursanne am Samstag, 15. August, ab 7.00 Uhr mit den ersten Trainings. Insgesamt sind drei Trainingsläufe geplant; der letzte startet um 15.30 Uhr. Am Sonntag stehen zwei Läufe (ab 7.00 Uhr) auf dem Programm. Die beiden Laufzeiten werden am Ende addiert. Das Ticket kostet am Samstag 20.- Franken, am Sonntag 25.- Franken. Eine Weekend-Eintrittskarte gibt es für 30.- Franken. Unter 16 Jahren ist der Eintritt frei. TCS-Mitglieder haben bei Vorlage ihrer Mitgliedskarte Anspruch auf Wochenendeintritt für 10.- Franken.

Mehr über das Bergrennen von Saint-Ursanne nach Les Rangiers erfahren Sie unter https://rangiers.ch

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, Saint-Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

*zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Fuhrer Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gibt mit 70 Jahren richtig Vollgas: Ruedi Fuhrer © Eichenberger

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12.08.2026 Nachruf Xavier Vermeille
Xavier Vermeille Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Xavier Vermeille, 1961–2026 © CFM Challenge

Beim Bergrennen Ayent-Anzère stand er noch am Start. Und auch für den Klassiker in Les Rangiers am kommenden Wochenende war Xavier Vermeille mit seinem Norma M20F in der Kategorie CN eingeschrieben. Gestern Dienstag, 11. August, ist der Sportwagen-Pilot aus Saignelégier (JU) 65-jährig unerwartet verstorben.

Vermeille, der viele Jahre als Moderator bei den Rennen der französischen Bergmeisterschaft tätig war, hat nach Lust und Laune an Rennen in Frankreich und der Schweiz teilgenommen, heisst es auf der Homepage der CFM Challenge, die er in der Kategorie Open CN/3 am Steuer seines Norma-BMW 2023 und 2024 gewonnen hatte.

Seine motorsportliche Karriere in dessen Vordergrund stets der Spassfaktor an erster Stelle stand, begann mit einer Alpine A110 bei Slaloms. Die ersten Erfahrungen am Berg sammelte der gelernte Bauzeichner mit einem Renault 5 Turbo. Mit diesem Auto bestritt er als Fahrer der Ecurie des Ordons im Jahr 2000 zum ersten Mal das legendäre Bergrennen in Les Rangiers. Kurz darauf wechselte er auf einen Formel 3, ehe er seine «Berufung» bei den Sportwagen fand – zuerst mit einem Ligier JS49, danach mit dem eingangs erwähnten Norma M20F, den er ein letztes Mal am letzten Juli-Wochenende in Anzère fuhr. 

Auto Sport Schweiz spricht Familienangehörigen und Freunden von Xavier Vermeille sein tief empfundenes Beileid aus. 

Xavier Vermeille Anzere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Xavier Vermeille bei seinem letzten Rennen in Anzère 2026 © Eichenberger

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11.08.2026 autobau SKM: Bis Sonntag kann man sich noch einschreiben!

Am Sonntag, 23. August, findet in Cremona (ITA) der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 16. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.

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10.08.2026 Bergrennen international: Wieder Schweizer auf dem Podium
Marcel Steiner Osnabrueck 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner wurde in Osnabrück Gesamtvierter © Lp Rallye13

Bevor es am Wochenende zum Klassiker nach Les Rangiers geht, haben einige Schweizer bei den Bergrennen in Osnabrück (GER) respektive am Mont Dore (FRA) teilgenommen. 

Nur vier Schweizer – deutlich weniger als in den vergangenen paar Jahren – nahmen am vergangenen Wochenende am 58. Int. ADAC Bergrennen Osnabrück teil, dem nördlichsten Lauf zur deutschen Bergmeisterschaft. Als Stammgast und früherer Gesamtsieger zählte Marcel Steiner mit seinem Nova Proto Helftec-Honda-Turbo zum engeren Favoritenkreis, musste sich jedoch am Ende mit dem vierten Rang begnügen. Immerhin durfte er somit auf das von den fünf schnellsten Fahrern des Tages gebildete Gesamtpodium steigen. Als Tagessieger in der Addition der zwei schnellsten Zeiten aus drei Läufen auf der zwei Kilometer langen Strecke in der Borgloher Schweiz ging der Franzose Sébastien Petit vor dem Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik (beide Nova Proto Emap Turbo) und dem Deutschen Alexander Hin (Osella PA30) hervor. 

Weniger stark als üblich waren die vielen Gruppen der Tourenwagen besetzt. Auch hier zeigten die drei gestarteten Schweizer mit den Gesamträngen 19, 29 und 30 ihre fahrerische Klasse. «Speedmaster» belegte mit seinem Ford Escort Cosworth hinter dem Tschechen Dan Michl auf Lotus Elise Hartley den zweiten Gesamtrang aller geschlossenen Fahrzeuge und gewann die Gruppe Klassik (Einteilung nach Hubraumklassen). Auch Sergio Kuhn (Peugeot 308 TCR) gewann als drittschnellster Tourenwagenpilot wie schon bei manchem SM-Lauf in diesem Jahr seine Gruppe (Pf4), ebenfalls der gleich dahinter als Viertschnellster folgende Manuel Santonastaso im BMW 320 WTCC (Pf3).

Zwei Erfolgsmeldungen gibt es auch vom französischen Bergmeisterschaftslauf am Mont Dore, der früher zur Europa-Bergmeisterschaft zählte. Lionel Ryter kam mit seinem Tatuus-Renault in seiner Klasse auf den zweiten Rang hinter einem Tatuus-Honda Masters und belegte dabei den 19. Gesamtrang. Allerdings bestritt er nur zwei der drei ausgetragenen Rennläufe. Tagessieger wurde Marc Pernot im neuen Nova Proto NP01 Hartley Turbo aus der Sportwagenklasse bis zwei Liter, der sich damit vorzeitig den dritten französischen Bergmeistertitel in Folge sicherte. Im Championnat de France de la Montagne VHC entschied Guillaume Mathez im Gruppe-A-Peugeot 309 GTI 16V einmal mehr seine aus fünf Fahrzeugen bestehende Gruppe AJ2 für sich und war damit fünftschnellster VHC-Tourenwagenpilot.

Text: Peter Wyss

Speedmaster Osnabrueck 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» war zweitschnellster Tourenwagenfahrer © Lp Rallye13

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06.08.2026 Siffert/Müller-Ausstellung wurde erweitert
Siffert Mueller Ausstellung 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Noch bis 31.10.: Die Austtellung über Jo Siffert und Herbert Müller

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Jo Siffert zum 90. Mal, sein Todestag zum 55. Mal und der tragische Tod des nicht minder berühmten Herbert Müller («Stumpen Herbie») zum 45. Mal. Eine Ausstellung in Murten (noch bis 31. Oktober) ist den beiden Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet.

In der Schweiz gibt es ein paar Museen, die die Herzen von Motorsport-Fans höher schlagen lassen. Man denke da an die autobau Erlebniswelt in Romanshorn (TG), die F1-Ausstellung im Hotel Meilenstein in Langenthal (BE) oder das Verkehrshaus in Luzern. Hin und wieder gibt es auch nicht-permanente Ausstellungen, die es sich lohnt zu besuchen. Eine davon hat noch bis zum 31. Oktober geöffnet. Sie ist zwei Schweizer Rennfahrer-Grössen gewidmet: Jo Siffert und Herbert Müller. Siffert, der im Juli 90 Jahre alt geworden wäre, ist vor 55 Jahren in Brands Hatch tödlich verunglückt, Müller (wäre heuer 86 geworden) starb vor 45 Jahren am Nürburgring.

Die Ausstellung bietet einen fabelhaften Rückblick auf die beiden Schweizer Ausgängeschilder. Und – wie versprochen – wird sie auch laufend erweitert. Seit Kurzem sind fünf neue Fahrzeuge, die einst von Siffert und/oder Müller bewegt wurden, eingetroffen. Dazu gehören: Cobra Shelby 427 1964, Porsche Carrera 904 GTS 1964, Abarth 1000 Sport 1966, Sauber C5 und Ferrari 512 M Sunoco 1971. 

Die Ausstellung in der Halle Murtenbox, Au Tombex 40, 3280 Murten, ist noch bis zum 31. Oktober 2026 jedes Wochenende freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf Anfrage können Interessengruppen, Vereine und Freundeskreise einen exklusiven Besuch reservieren, unter: reservations@jo-siffert.ch

Siffert Mueller Ausstellung 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Neu zu bewundern: der Ferrari 512 M Sunoco 1971 und der Sauber C5

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05.08.2026 In sechs Schritten zum Simracing-Champion
Ambiance Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Swiss Simracing Series ist auch 2026 wieder am Start © SSRS

Wer wird Schweizer Simracing-Champion 2026? Bis zum 3. Oktober laufen in diversen Sim-Centern die Qualifikationen. Das Finale findet dann am 15. November in der Motorworld in Kemptthal statt.

Zugegeben: Es ist nicht gerade die Jahreszeit für Indoor-Aktivitäten. Trotzdem kann es auch Vorteile haben. Warum nicht in ein klimatisiertes Sim-Center gehen und sich für das Finale der Swiss Simracing Series qualifizieren? Wir erklären dir, wie du in sechs Schritten zum Sim-Champion wirst:

Schritt 1: Auf www.simracingseries.ch kannst du dein eigenes Fahrerkonto erstellen. Gleichzeitig kannst du dort das Reglement herunterladen.

Schritt 2: Bevor es ernst wird, heisst es üben! Finde dein passendes Race-Center und steig ein –die Simulatoren stehen mit Qualifikationsstrecke & -auto für dich bereit. Für die Swiss Simracing Series trainierst du in allen teilnehmenden Centern zum Sonderpreis von CHF 59.- / Stunde. Gefahren wird auf Assetto Corsa. Das Fahrzeug ist ein Eigenbau vom Typ SSRS TC351.

Schritt 3: Die Qualifikation findet ausschliesslich in den teilnehmenden Race-Centern statt. Du hast insgesamt vier Versuche à 30 Minuten (CHF 40.– pro Versuch), aus denen du alles herausholen musst. Deine schnellste Zeit zählt. Bringe deine ID zum Abgleich mit ins Race-Center. Die momentane Bestzeit in der Kat. Pro steht bei 1:35,519 min.

Schritt 4: Wenn du dich qualifiziert hast, benötigst du eine offizielle SIM-Lizenz von Auto Sport Schweiz (CHF 25.–). Auch diesen Link findest du direkt auf simracingseries.ch

Schritt 5: Die 28 besten Fahrer und Fahrerinnen jeder Kategorie ziehen in die Halbfinals ein. Die Rennen 1 + 2 finden am 25. Oktober in deinem gewählten Race-Center statt. Am ersten Renntag fällt eine einmalige Teilnahmegebühr von CHF 50.– an (Bar/Karte im Center). Die zwei schnellsten Drittel der Teilnehmenden qualifizieren sich anschliessend für das Finale. Gefahren wird auf der virtuellen Strecke von Silverstone.

Schritt 6: Die 16 besten Fahrer resp. Fahrerinnen aller fünf Kategorien (Pro, ü50, Ladies, Junioren und Open) treffen sich am 15. November zum grossen Finale in Kemptthal – ohne weitere Kosten. Das Finale wird auf der GP-Strecke des Nürburgrings ausgetragen. 

Eau Rouge Spa Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gefahren wird auf Assetto Corsa mit einem Auto vom Typ SSRS TC351 © SSRS

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05.08.2026 Auto Sport Schweiz Young Driver Programm: Nächste Phase

Nach einem eher lockeren Vor-Sommerprogramm biegen die Teilnehmenden des Young Driver Programms von Auto Sport Schweiz in den ereignisreichen Monat August ein. Neben Weiterbildungen in den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung wartet auf die Nachwuchstalente das absolute Highlight: der obligatorische Formel-4-Test auf dem Circuit du Laquais.

Vor den Sommerferien absolvierten die Teilnehmenden auf der Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz einen Social-Media-Workshop. Anschliessend lernten sie im Kampfsportzentrum Bümpliz unter fachkundiger Anleitung die Kampfkunst des Jiu-Jitsu kennen und powerten sich körperlich aus. Nach einem Online-Webinar Anfang Juli zu den Grundlagen der Ernährung und Energieversorgung steht im August nun ein dicht gedrängtes Programm an.

Jiu Jitsu Felicitas Heidegger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felicitas Heidegger beim Jiu-Jitsu

Spannende Inputs zu Vermarktung und Mentalbereich

Am kommenden Samstag, 8. August 2026, wird am Morgen der zweite Teil des Social-Media-Workshops durchgeführt. Am Nachmittag erhält Felicitas Heidegger, die einzige Amazone im Teilnehmerfeld, gemeinsam mit ihren Kollegen wertvolle Inputs zum Thema Marketing, Eigenvermarktung und Sponsorendossiers. Schlag auf Schlag geht es am 18. August 2026 mit einem Webinar zum Thema «Mentale Stärke» weiter.

Formel 4 Test Bresse 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Formel 4-Test 2025 in Bresse - Pilot mit Ingenieur im Austausch

Das Highlight: Formel-4-Test mit Jenzer Motorsport

Das sportliche Highlight folgt am Dienstag, 25. August 2026: Auf dem Circuit du Laquais (FRA) findet der obligatorische Formel-4-Test in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Team Jenzer Motorsport aus Lyss statt. Auf der 2,4 Kilometer langen Rennstrecke werden die zehn Young-Driver-Piloten – Paul Andriotis, Gianluca Bogo, Jah Bühler, Orlando Eisenreich, Lenyo Gafner, Alexis Genolet, Felicitas Heidegger, Raul Martinez, Neil Russell und Alexander Zafiraidis – rund 150 Testkilometer absolvieren. Dabei stehen sie unter der genauen Beobachtung von Teamchef Andreas Jenzer und seinen Ingenieuren. Die Runden werden akribisch analysiert. Die Piloten erhalten das Feedback direkt vor Ort, um sich im Verlauf des Trainingstages kontinuierlich zu steigern.

Abgerundet wird der intensive Trainingsmonat am 27. August 2026 mit einem weiteren Webinar zum Thema Ernährung, bei dem der Fokus auf Hydration und Elektrolyten liegt.

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05.08.2026 Vom Le-Mans-Sieger zum Bierbrauer
Marcel Faessler was macht Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Fässler heute und bei seinem ersten Le-Mans-Sieg 2011 © Sportec/Audi

Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Hier kommt: Was macht eigentlich Marcel Fässler?

Am 27. Mai wurde Marcel Fässler 50 Jahre alt. Dem Rennsport ist der gebürtige Schwyzer bis heute verbunden geblieben. Nach seinem Rücktritt 2021 hat Fässler neben seiner Tätigkeit als Fahrinstruktor beim TCS die Rolle als Head of Racing bei der Sportec AG in Höri (ZH) übernommen. Als solcher nahm der dreimalige Le-Mans-Sieger verschiedene Aufgaben wahr – so u.a. die Leitung der Motorsportabteilung im Porsche Sports Cup Suisse, die Nachwuchsförderung und das Fahrercoaching. «Den administrativen Teil habe ich Ende 2025 abgegeben», stellt Fässler klar. «Ums Coaching im PSCS und um die Sportec Academy kümmre ich mich nach wie vor.» 

Dass der Jubilar vor mehr als vier Jahrzehnten im Motorsport Fuss fasste, ist «genetisch» bedingt. Vater Fridolin, einst zweifacher IKSM-Meister, entfachte bei Marcel noch bevor er zehn Jahre alt ist die Begeisterung für den Rennsport. Nach Jahren im Kartsport (1985-1993) sicherte sich Fässler an der Ecole Winfield als einziger Nicht-Franzose mit hervorragenden Leistungen ein Cockpit für die Formel Campus. In dieser wurde er 1995 Dritter. Mit 19 – kurz vor der Abschlussprüfung als Innendekorateur – stand der Einsiedler schon mit einem Fuss im professionellen Motorsport. Auch in der Formel Renault vermochte er zu überzeugen und erhielt so einen Zweijahresvertrag für die französische Formel 3. Auch dort wusste er zu glänzen und landete schliesslich in der deutschen Formel 3, wo er 1999 mit vier Siegen für das Bemani-Team sensationell Gesamtzweiter wurde. Fässlers Erfolge blieben auch dem damaligen Mercedes-Sportchef Norbert Haug nicht verborgen. Für 2000 holte er Fässler in die DTM. Seinen ersten Sieg feierte er dort 2001 in Oschersleben. 2003 wurde er Gesamtdritter.

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Marcel Fässler (Mitte) gewann drei Mal in Le Mans © Audi

2004 wechselte Fässler zu Opel. Dort geriet die Karriere ins Stocken – «und meine Karriere wäre beinahe zu Ende gewesen». Mit einem ersten Start in Le Mans (2006) und einem Sieg bei den 24h von Spa 2007 mit Corvette kämpfte er sich zurück. Der Rest ist Geschichte: mit Audi siegte Fässler bei den 24 Stunden an der Sarthe drei Mal: 2011, 2012 und 2014, obendrauf gewann er die Langstrecken-WM 2012, die 12h von Sebring 2013 und die 24h von Daytona in der GT-Klasse – wieder mit Corvette.

Fässler lebt seit Jahren in Gross am Sihlsee – zusammen mit seiner Gattin Isabel und seinen vier Töchtern, die langsam flügge werden. Bodenständigkeit zeichnet ihn aus – «vermutlich, weil mir meine Eltern eine gute Erziehung mit auf den Weg gaben». Sein grösster Erfolg ist für ihn neben Le Mans die Tatsache, dass er mehr als 20 Jahre im Profirennsport dabei sein durfte. Wenn’s der Zeitplan zulässt, schwingt er sich aufs Rennrad, fährt Motorrad oder geht Langlaufen, «wenn der Rücken nicht zwickt». Oder er kümmert sich um sein selbst gebrautes Bier, dessen Name Programm ist: Flat out, Vollgas.

Marcel Faessler F3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
1999 wurde Fässler in der deutschen Formel 3 Zweiter © Froidevaux

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04.08.2026 Schweizer Kart-Fahrer auch im Ausland erfolgreich
Zoltan Coigny IAME Italy 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny gewann in Lonato das «Nightrace» in der IAME Italy © Coigny

Der Schweizer Nachwuchs muss sich international längst nicht mehr verstecken. Am vergangenen Wochenende waren gleich mehrere Kartfahrer erfolgreich im Einsatz.

Zoltan Coigny zählt zu den Nachwuchsrennfahrern, die international schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Am vergangenen Wochenende hat der junge Waadtländer beim «Nightrace» der IAME Italy in Lonato (ITA) einen weiteren Triumph eingefahren. Im Finale behielt der Spirit-Pilot die Oberhand gegen Landsmann Orlando Rovelli in der Kat. S125-Junior. Dank Elia Nützi (6.) und Lorenzo Zucchetto (10.) schafften es insgesamt vier Schweizer in die Top 10. «Im Qualifying waren wir auf eine Runde nicht ganz so schnell wie erhofft», meinte Coigny. «Aber unser Rennspeed war ausgezeichnet. Ein grosses Dankeschön an das Team für den unermüdlichen Einsatz.» In der Meisterschaft liegt Coigny auf Rang 2. Bei noch einem ausstehenden Rennen (13. September in Viterbo) hat er noch alle Chancen auf den Titel! Apropos: Top-10-Ergebnisse gab es auch für Lorik Shahinaj (6.) bei den Minis (unter 10) und Kimi Prost (9.) bei den Minis (über 10).

Für Ausrufezeichen auf internationalem Niveau sorgt auch regelmässig Dan Allemann. Beim vierten Europameisterschafts-Lauf in Kristianstad (SWE) hatte der 14-jährige Spirit-Fahrer die Pole-Position erobert. Leider ist ihm danach in den Vorläufen der Motor kaputt gegangen, was seine Chancen auf ein Top-Ergebnis zunichte machte. Im Finale kämpfte er sich dennoch auf Platz 16 nach vorne.

Den dritten und letzten Lauf absolvierte in Kristianstad (SWE) auch Alexis Genolet im Rahmen der FIA Academy Trophy Senior. Der junge Genfer war fest entschlossen, nach dem durchzogenen Wochenende in Mülsen (GER) nochmals anzugreifen und eventuell doch noch den Titel zu holen. Wie schon beim Auftakt in Valencia (ESP) fuhr der Fahrer aus dem Team LKM Racing ein grandioses Finale. Seinen Gegner im Kampf um den Titel, der Brite Albert Lapper, hatte er bis zur Zielflagge im Griff. Leider – aus Sicht von Genolet – reichte es Letzterem dennoch zum Gewinn des Senior-Titels, da dessen Punktevorsprung in der Meisterschaft gross genug war. Und es kam noch «schlimmer» für Genolet. Bei der technischen Abnahme nach dem Rennen wurde er wegen Untergewichts vom Finale disqualifiziert. Kleiner Trost: Weil die direkte Konkurrenz zu wenig oder gar keine Punkte machte, konnte Genolet seinen zweiten Schlussrang in der Gesamtwertung verteidigen. Gratulation!

Alexis Genolet Academy 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alexis Genolet durfte sich trotz einer Disqualifikation im Finale über den zweiten Schlussrang in der FIA Academy Trophy Senior freuen © Archiv FIA

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