Cremona (ITA) 32.8.26

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05.08.2026 In sechs Schritten zum Simracing-Champion
Ambiance Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Swiss Simracing Series ist auch 2026 wieder am Start © SSRS

Wer wird Schweizer Simracing-Champion 2026? Bis zum 3. Oktober laufen in diversen Sim-Centern die Qualifikationen. Das Finale findet dann am 15. November in der Motorworld in Kemptthal statt.

Zugegeben: Es ist nicht gerade die Jahreszeit für Indoor-Aktivitäten. Trotzdem kann es auch Vorteile haben. Warum nicht in ein klimatisiertes Sim-Center gehen und sich für das Finale der Swiss Simracing Series qualifizieren? Wir erklären dir, wie du in sechs Schritten zum Sim-Champion wirst:

Schritt 1: Auf www.simracingseries.ch kannst du dein eigenes Fahrerkonto erstellen. Gleichzeitig kannst du dort das Reglement herunterladen.

Schritt 2: Bevor es ernst wird, heisst es üben! Finde dein passendes Race-Center und steig ein –die Simulatoren stehen mit Qualifikationsstrecke & -auto für dich bereit. Für die Swiss Simracing Series trainierst du in allen teilnehmenden Centern zum Sonderpreis von CHF 59.- / Stunde. Gefahren wird auf Assetto Corsa. Das Fahrzeug ist ein Eigenbau vom Typ SSRS TC351.

Schritt 3: Die Qualifikation findet ausschliesslich in den teilnehmenden Race-Centern statt. Du hast insgesamt vier Versuche à 30 Minuten (CHF 40.– pro Versuch), aus denen du alles herausholen musst. Deine schnellste Zeit zählt. Bringe deine ID zum Abgleich mit ins Race-Center. Die momentane Bestzeit in der Kat. Pro steht bei 1:35,519 min.

Schritt 4: Wenn du dich qualifiziert hast, benötigst du eine offizielle SIM-Lizenz von Auto Sport Schweiz (CHF 25.–). Auch diesen Link findest du direkt auf simracingseries.ch

Schritt 5: Die 28 besten Fahrer und Fahrerinnen jeder Kategorie ziehen in die Halbfinals ein. Die Rennen 1 + 2 finden am 25. Oktober in deinem gewählten Race-Center statt. Am ersten Renntag fällt eine einmalige Teilnahmegebühr von CHF 50.– an (Bar/Karte im Center). Die zwei schnellsten Drittel der Teilnehmenden qualifizieren sich anschliessend für das Finale. Gefahren wird auf der virtuellen Strecke von Silverstone.

Schritt 6: Die 16 besten Fahrer resp. Fahrerinnen aller fünf Kategorien (Pro, ü50, Ladies, Junioren und Open) treffen sich am 15. November zum grossen Finale in Kemptthal – ohne weitere Kosten. Das Finale wird auf der GP-Strecke des Nürburgrings ausgetragen. 

Eau Rouge Spa Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gefahren wird auf Assetto Corsa mit einem Auto vom Typ SSRS TC351 © SSRS

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05.08.2026 Auto Sport Schweiz Young Driver Programm: Nächste Phase

Nach einem eher lockeren Vor-Sommerprogramm biegen die Teilnehmenden des Young Driver Programms von Auto Sport Schweiz in den ereignisreichen Monat August ein. Neben Weiterbildungen in den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung wartet auf die Nachwuchstalente das absolute Highlight: der obligatorische Formel-4-Test auf dem Circuit du Laquais.

Vor den Sommerferien absolvierten die Teilnehmenden auf der Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz einen Social-Media-Workshop. Anschliessend lernten sie im Kampfsportzentrum Bümpliz unter fachkundiger Anleitung die Kampfkunst des Jiu-Jitsu kennen und powerten sich körperlich aus. Nach einem Online-Webinar Anfang Juli zu den Grundlagen der Ernährung und Energieversorgung steht im August nun ein dicht gedrängtes Programm an.

Jiu Jitsu Felicitas Heidegger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Felicitas Heidegger beim Jiu-Jitsu

Spannende Inputs zu Vermarktung und Mentalbereich

Am kommenden Samstag, 8. August 2026, wird am Morgen der zweite Teil des Social-Media-Workshops durchgeführt. Am Nachmittag erhält Felicitas Heidegger, die einzige Amazone im Teilnehmerfeld, gemeinsam mit ihren Kollegen wertvolle Inputs zum Thema Marketing, Eigenvermarktung und Sponsorendossiers. Schlag auf Schlag geht es am 18. August 2026 mit einem Webinar zum Thema «Mentale Stärke» weiter.

Formel 4 Test Bresse 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Formel 4-Test 2025 in Bresse - Pilot mit Ingenieur im Austausch

Das Highlight: Formel-4-Test mit Jenzer Motorsport

Das sportliche Highlight folgt am Dienstag, 25. August 2026: Auf dem Circuit du Laquais (FRA) findet der obligatorische Formel-4-Test in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Team Jenzer Motorsport aus Lyss statt. Auf der 2,4 Kilometer langen Rennstrecke werden die zehn Young-Driver-Piloten – Paul Andriotis, Gianluca Bogo, Jah Bühler, Orlando Eisenreich, Lenyo Gafner, Alexis Genolet, Felicitas Heidegger, Raul Martinez, Neil Russell und Alexander Zafiraidis – rund 150 Testkilometer absolvieren. Dabei stehen sie unter der genauen Beobachtung von Teamchef Andreas Jenzer und seinen Ingenieuren. Die Runden werden akribisch analysiert. Die Piloten erhalten das Feedback direkt vor Ort, um sich im Verlauf des Trainingstages kontinuierlich zu steigern.

Abgerundet wird der intensive Trainingsmonat am 27. August 2026 mit einem weiteren Webinar zum Thema Ernährung, bei dem der Fokus auf Hydration und Elektrolyten liegt.

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05.08.2026 Vom Le-Mans-Sieger zum Bierbrauer
Marcel Faessler was macht Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Fässler heute und bei seinem ersten Le-Mans-Sieg 2011 © Sportec/Audi

Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Hier kommt: Was macht eigentlich Marcel Fässler?

Am 27. Mai wurde Marcel Fässler 50 Jahre alt. Dem Rennsport ist der gebürtige Schwyzer bis heute verbunden geblieben. Nach seinem Rücktritt 2021 hat Fässler neben seiner Tätigkeit als Fahrinstruktor beim TCS die Rolle als Head of Racing bei der Sportec AG in Höri (ZH) übernommen. Als solcher nahm der dreimalige Le-Mans-Sieger verschiedene Aufgaben wahr – so u.a. die Leitung der Motorsportabteilung im Porsche Sports Cup Suisse, die Nachwuchsförderung und das Fahrercoaching. «Den administrativen Teil habe ich Ende 2025 abgegeben», stellt Fässler klar. «Ums Coaching im PSCS und um die Sportec Academy kümmre ich mich nach wie vor.» 

Dass der Jubilar vor mehr als vier Jahrzehnten im Motorsport Fuss fasste, ist «genetisch» bedingt. Vater Fridolin, einst zweifacher IKSM-Meister, entfachte bei Marcel noch bevor er zehn Jahre alt ist die Begeisterung für den Rennsport. Nach Jahren im Kartsport (1985-1993) sicherte sich Fässler an der Ecole Winfield als einziger Nicht-Franzose mit hervorragenden Leistungen ein Cockpit für die Formel Campus. In dieser wurde er 1995 Dritter. Mit 19 – kurz vor der Abschlussprüfung als Innendekorateur – stand der Einsiedler schon mit einem Fuss im professionellen Motorsport. Auch in der Formel Renault vermochte er zu überzeugen und erhielt so einen Zweijahresvertrag für die französische Formel 3. Auch dort wusste er zu glänzen und landete schliesslich in der deutschen Formel 3, wo er 1999 mit vier Siegen für das Bemani-Team sensationell Gesamtzweiter wurde. Fässlers Erfolge blieben auch dem damaligen Mercedes-Sportchef Norbert Haug nicht verborgen. Für 2000 holte er Fässler in die DTM. Seinen ersten Sieg feierte er dort 2001 in Oschersleben. 2003 wurde er Gesamtdritter.

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Marcel Fässler (Mitte) gewann drei Mal in Le Mans © Audi

2004 wechselte Fässler zu Opel. Dort geriet die Karriere ins Stocken – «und meine Karriere wäre beinahe zu Ende gewesen». Mit einem ersten Start in Le Mans (2006) und einem Sieg bei den 24h von Spa 2007 mit Corvette kämpfte er sich zurück. Der Rest ist Geschichte: mit Audi siegte Fässler bei den 24 Stunden an der Sarthe drei Mal: 2011, 2012 und 2014, obendrauf gewann er die Langstrecken-WM 2012, die 12h von Sebring 2013 und die 24h von Daytona in der GT-Klasse – wieder mit Corvette.

Fässler lebt seit Jahren in Gross am Sihlsee – zusammen mit seiner Gattin Isabel und seinen vier Töchtern, die langsam flügge werden. Bodenständigkeit zeichnet ihn aus – «vermutlich, weil mir meine Eltern eine gute Erziehung mit auf den Weg gaben». Sein grösster Erfolg ist für ihn neben Le Mans die Tatsache, dass er mehr als 20 Jahre im Profirennsport dabei sein durfte. Wenn’s der Zeitplan zulässt, schwingt er sich aufs Rennrad, fährt Motorrad oder geht Langlaufen, «wenn der Rücken nicht zwickt». Oder er kümmert sich um sein selbst gebrautes Bier, dessen Name Programm ist: Flat out, Vollgas.

Marcel Faessler F3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
1999 wurde Fässler in der deutschen Formel 3 Zweiter © Froidevaux

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04.08.2026 Schweizer Kart-Fahrer auch im Ausland erfolgreich
Zoltan Coigny IAME Italy 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zoltan Coigny gewann in Lonato das «Nightrace» in der IAME Italy © Coigny

Der Schweizer Nachwuchs muss sich international längst nicht mehr verstecken. Am vergangenen Wochenende waren gleich mehrere Kartfahrer erfolgreich im Einsatz.

Zoltan Coigny zählt zu den Nachwuchsrennfahrern, die international schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Am vergangenen Wochenende hat der junge Waadtländer beim «Nightrace» der IAME Italy in Lonato (ITA) einen weiteren Triumph eingefahren. Im Finale behielt der Spirit-Pilot die Oberhand gegen Landsmann Orlando Rovelli in der Kat. S125-Junior. Dank Elia Nützi (6.) und Lorenzo Zucchetto (10.) schafften es insgesamt vier Schweizer in die Top 10. «Im Qualifying waren wir auf eine Runde nicht ganz so schnell wie erhofft», meinte Coigny. «Aber unser Rennspeed war ausgezeichnet. Ein grosses Dankeschön an das Team für den unermüdlichen Einsatz.» In der Meisterschaft liegt Coigny auf Rang 2. Bei noch einem ausstehenden Rennen (13. September in Viterbo) hat er noch alle Chancen auf den Titel! Apropos: Top-10-Ergebnisse gab es auch für Lorik Shahinaj (6.) bei den Minis (unter 10) und Kimi Prost (9.) bei den Minis (über 10).

Für Ausrufezeichen auf internationalem Niveau sorgt auch regelmässig Dan Allemann. Beim vierten Europameisterschafts-Lauf in Kristianstad (SWE) hatte der 14-jährige Spirit-Fahrer die Pole-Position erobert. Leider ist ihm danach in den Vorläufen der Motor kaputt gegangen, was seine Chancen auf ein Top-Ergebnis zunichte machte. Im Finale kämpfte er sich dennoch auf Platz 16 nach vorne.

Den dritten und letzten Lauf absolvierte in Kristianstad (SWE) auch Alexis Genolet im Rahmen der FIA Academy Trophy Senior. Der junge Genfer war fest entschlossen, nach dem durchzogenen Wochenende in Mülsen (GER) nochmals anzugreifen und eventuell doch noch den Titel zu holen. Wie schon beim Auftakt in Valencia (ESP) fuhr der Fahrer aus dem Team LKM Racing ein grandioses Finale. Seinen Gegner im Kampf um den Titel, der Brite Albert Lapper, hatte er bis zur Zielflagge im Griff. Leider – aus Sicht von Genolet – reichte es Letzterem dennoch zum Gewinn des Senior-Titels, da dessen Punktevorsprung in der Meisterschaft gross genug war. Und es kam noch «schlimmer» für Genolet. Bei der technischen Abnahme nach dem Rennen wurde er wegen Untergewichts vom Finale disqualifiziert. Kleiner Trost: Weil die direkte Konkurrenz zu wenig oder gar keine Punkte machte, konnte Genolet seinen zweiten Schlussrang in der Gesamtwertung verteidigen. Gratulation!

Alexis Genolet Academy 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alexis Genolet durfte sich trotz einer Disqualifikation im Finale über den zweiten Schlussrang in der FIA Academy Trophy Senior freuen © Archiv FIA

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03.08.2026 Weekend-Report 23/2026
Feller Ricardo Magny Cours 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller gewann in Magny-Cours sein zweites Sprint-Rennen © GTWC

Das letzte Juli-Wochenende war aus Schweizer Sicht etwas «mau». Ganz anders präsentierten sich die international tätigen Schweizer Rennfahrer am ersten August-Wochenende, was möglicherweise am Nationalfeiertag gelegen hatte…

Noch fehlen 2,5 Punkte. Doch Ricardo Feller ist auf dem besten Weg in der Sprintwertung der GT World Challenge die Gesamtführung zu übernehmen. Beim dritten von fünf Rennwochenenden in Magny-Course (FRA) sicherte sich der gebürtige Aargauer seinen zweiten Saisonsieg. Für den 26-jährigen Porsche-Piloten war es insgesamt der dritte Podestplatz in dieser Meisterschaft. Zusammen mit seinem dänischen Teamkollegen Bastian Buus liegt er nun auf Platz 2. Ausschlaggebend für den dritten Saisonsieg war ein perfekt getimter und ausgeführter Boxenstopp von Fellers Team Lionspeed GP. Den Schweizer Erfolg rundete Patric Niederhauser am Sonntag mit Rang 3 ab. Für den Berner war es nach einem bisher schwierigen Saisonverlauf das beste Ergebnis im Sprint Cup.

Auch am Nürburgring (GER) stand ein Schweizer in einem Porsche 911 GT3 auf dem Podest. Zwar verpasste Alex Fontana das Gesamtpodium als Vierter beim zur NLS zählenden Ruhr-Pokal knapp, in der ProAm-Wertung reichte es aber locker zu Platz 2. Auch Christoph Lenz durfte auf einem Audi R8 LMS GT3 einen Klassensieg feiern. Genauso wie Manuel Metzger auf einem Porsche 911 GT3 Cup und Ranko Mijatovic auf einem BMW M2 von Hofor Racing

Louis Deletraz IMSA 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Endlich auf dem IMSA-Podium: Louis Delétraz © Wayne Taylor Racing

Lange hat er warten müssen. Im siebten Anlauf hat es endlich geklappt. Louis Delétraz hat sich als Cadillac-Werksfahrer seinen ersten Podestplatz in der hart umkämpften IMSA geholt. Der Genfer wurde beim 6h-Rennen in Elkhart Lake mit seinem US-amerikanischen Teamkollegen Jordan Taylor Dritter. Dank dem Sieg des Schwesterautos mit Filipe Albuquerque und Ricky Taylor war das Rennen in Wisconsin das erfolgreichste für Cadillac in den vergangenen zwei Jahren. Delétraz liegt bei noch zwei ausstehenden Rennen auf Rang 9 im Gesamtklassement. «Vielen Dank an Cadillac, vielen Dank an Wayne Taylor Racing», meinte Delétraz nach dem Rennen. «Natürlich ist es ein bisschen enttäuschend. Wir hatten ein so gutes und starkes Rennen. Ich entschuldige mich für meinen Fehler während der Gelbphase. Ich war der Erste, der an der Unfallstelle ankam, und habe einfach ein Ausweichmanöver gemacht, um nicht mit dem Safety Car zusammenzustossen, das mitten auf der Strecke stand. Ich nehme an, dass ich dafür die Strafe bekam.»

Auch in der GTD-Klasse gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Der amtierende Meister Philip Ellis sicherte sich seinen dritten Sieg in dieser Saison. Weil das im Gesamtklassement führende Duo nur auf Platz 11 landete, hat der Zuger seine Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung massiv gesteigert.

In der FIA Formel 4 CEZ gingen sämtliche Siege beim Rennen in Most (CZE) an das Schweizer Team Jenzer Motorsport. Im ersten Vorlauf siegte der Tscheche Max Karhan. Die restlichen Siege sowie auch der Triumph im Finale gingen an den Deutschen Elia Weiss. Bester Pilot aus dem Team Maffi Racing war der Däne David Walther als Dritter. Bester Schweizer Fahrer war Georgiy Zasov (ebenfalls Jenzer). Der letztjährige Schweizer Kart-Meister in der Kat. OK Senior wurde im Finale Zehnter.

Jenzer Motorsport Podium Most 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Final-Podest in Most: Zwei Mal Jenzer, einmal Maffi © F4 CEZ

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31.07.2026 Nachruf Heinrich «Heiri» Keller
Heinrich Keller Rennfahrertreffen 2023 Foto Hugentobler quer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Heinrich Keller, 1930–2026 © Hugentobler

Am Mittwoch, 22. Juli, ist mit Heinrich «Heiri» Keller ein ehemaliger Rennfahrer und Mäzen im Alter von 95 Jahren gestorben, dessen grosse Leidenschaft der Automobilrennsport war.  Der erfolgreiche Gümliger Unternehmer in der Baubranche unterstützte einerseits talentierte lokale Fahrer wie Peter Arm, Ruedi Frei oder Benjamin Studer, er ermöglichte aber auch einem wie Ruedi Eggenberger den Aufbau einer eigenen Firma. Auch zahlreiche andere Fahrer kamen in den Genuss von Kellers Unterstützung. So unter anderem auch Herbert Müller. Keller war «Stumpen-Herbie» u.a. bei der Anschaffung seines De Tomaso Pantera behilflich.

Keller, der ursprünglich aus der Ostschweiz stammte, fuhr in den Siebzigerjahren auch selber Rennen. Er hatte eine Vorliebe für hubraumstarke Autos. So steuerte Keller nach einem Gruppe-1-Camaro auch den ex-Müller-Pantera sowie später mehrmals einen Ferrari 512M aus Müllers Rennstall in der Schweizer Meisterschaft und im Ausland. Seinen grössten Triumph feierte er 1975 mit dem Gewinn des 4-Stunden-Rennens in Jarama (ESP) an der Seite von Paul Keller (nicht verwandt) auf einem BMW 3.0 CSL.

Sein nächstes Umfeld hat Keller als eine Kämpfernatur beschrieben. Besonders geprägt haben ihn sein Einsatzwille, sein unternehmerisches Denken, seine Sportlichkeit und seine gesellige Art. Auto Sport Schweiz spricht der Familie von «Heiri» Keller sein aufrichtiges Beileid aus. Gemäss einer persönlichen Verfügung findet keine Trauerfeier oder Abdankung statt.

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30.07.2026 Zwei Fahrer bei Halbzeit im Berg-Pokal vorne
Burri Stephan Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Stephan Burri im VW Scirocco und... © Eichenberger

In Anzère war nicht nur Halbzeit in der Schweizer Berg-Meisterschaft, auch der Schweizer Berg-Pokal hat vier von acht Rennen absolviert. Es führen ohne Verlustpunkte Ludovic Monnier und Stephan Burri.

Der Schweizer Berg-Pokal für hubraumschwächere Fahrzeuge gestaltet sich auch dieses Jahr sehr ausgeglichen. Beim Bergrennen in Anzère war Halbzeit. Vier der acht Rennen sind Geschichte – zwei Fahrer haben noch eine weisse Weste: Ludovic Monnier (VW Golf) und Stephan Burri (VW Scirocco). Monnier ist im Berg-Pokal zum ersten Mal in der Rolle des Tabellenführers. Burri kennt das Gefühl bereits. 2023 gewann der Berner, der vor rund sieben Jahren aufgrund seines Berufes als Garagist in den Thurgau ausgewandert ist, den Pokal für Tourenwagen bis 2 Liter. Beide Fahrer haben 80 Punkte auf dem Konto.

Monnier (im Turbo-Golf von Vorjahres-Bergpokal-Sieger Danny Krieg) hat seine Gegner in der E1 bis 2000 cm3 erwartungsgemäss gut im Griff. In Hemberg bezwang er Kurt Tschirky (Opel Kadett) deutlich mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung. Auch in La Roche lag der gebürtige Waadtländer 5,6 sec vor dem Opel des schnellen Sébastien Coquoz. In Reitnau hiess der erste Verfolger von Monnier Ruedi Fuhrer im Honda CRX (+6,2 sec). In Anzère war es wieder Coquoz, der am meisten Druck machte, bis auf 4,3 sec an Monnier herankam, aber ohne Turbo Monnier nur bezwingen kann, wenn dieser einen Fehler macht oder ein technisches Problem hat. Dieses hatte Monnier bisher nur einmal. Zum Glück für ihn bei einem Bergrennen in Frankreich, das nicht zur Meisterschaft zählt. «Dort ist mir die Befestigung am Fahrgestell gebrochen», so Ludovic.

Burri muss in der Interswiss bis 2 Liter auf mehr Gegner gleichzeitig aufpassen. Allen voran aber auf Arnaud Donzé im VW Golf. Der Jurassier ist Burri in der Regel immer dicht auf den Fersen. In Hemberg betrug der Vorsprung Burris 1,6, in La Roche waren es 1,4 und in Reitnau gar nur 0,9 Sekunden. Einzig in Anzère hatte Burri mit 6,1 Sekunden Vorsprung Luft nach hinten. 

Monnier Ludovic Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
...Ludovic Monnier im VW Golf teilen sich bei Halbzeit Platz 1 im Schweizer Berg-Pokal © Eichenberger

Monnier hat aber noch einen anderen Vorteil auf seiner Seite. Liegen die beiden VW-Piloten auch nach acht Rennen noch ohne Verlustpunkte an der Spitze, entscheiden die Positionen im SCRATCH über die Vergabe des Titels. Und dort hat Monnier die Nase leicht vorne.  

Vergleich Monnier vs. Burri im SCRATCH:
Hemberg: Monnier 12., Burri 21.
La Roche: Monnier 16., Burri 23.
Reitnau: Monnier 9., Burri 14.
Anzère: Monnier 15., Burri 19.

Rang 3 im Zwischenklassement belegt bei Halbzeit Hans-Peter Eller auf seinem giftgrünen Opel Kadett C aus der E1 bis 1,6 Liter. Vierter ist Andreas Helm im VW Polo. «Helmi» ist in der IS bis 1,4 Liter bisher auch ungeschlagen. Er erhielt zuletzt in Anzère aber nur halbe Punkte, weil in seiner Gruppe zu wenig Gegner gestartet sind. Platz 5 geht im Moment an Werner Rohr mit seinem Toyota Corolla (IS bis 1,6 Liter). Rohr hat in La Roche (hinter Martin Howald und Christophe Oulevay) Federn gelassen. Auch in Reitnau war Howald schneller, Auf Platz 6 folgen ex-aequo Arnaud Donzé und Thomas Zürcher im Renault Clio. Letzterer war bis Anzère ebenfalls noch einer der Führenden. Der Unfall im Wallis hat ihn die bisherige Top-Position gekostet. Die restlichen Fahrer der Top 10: 8. Stefan Schöpfer (Audi 50), 9. Beat Rohr (Renault Clio), 10. Beat Oertig (Peugeot 106).

Die bisherigen Meister des Schweizer Berg-Pokals
2014 Martin Bürki, VW Polo
2015 Martin Bürki, VW Polo
2016 Danny Krieg, Audi A4
2017 Giuliano Piccinato, Honda Integra Type R
2018 Martin Bürki, VW Polo
2019 Philip Krebs, Renault Clio
2020 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2021 (wegen Corona keine Meisterschaft)
2022 Martin Bürki, VW Polo
2023 Stephan Burri, VW Scirocco
2024 Jean-François Chariatte, Fiat X1/9
2025 Danny Krieg, VW Golf Rally

Eller Hans Peter Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hans-Peter Eller liegt bei Halbzeit auf Rang 3 © Eichenberger

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29.07.2026 Junior-Meisterschaft: Nur einer kann Grispino noch am Titel hindern
Grispino Alessandro Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alessandro Grispino ist Leader der Junioren-Meisterschaft © Eichenberger

In der Schweizer Junioren-Meisterschaft steht noch ein Rennen aus: am 30. August in Oberhallau. Noch ist die Entscheidung, wer den Titel gewinnt, offen. Aber es gibt nur noch einen Fahrer, der Alessandro Grispino am Titelgewinn hindern kann.

Alessandro Grispino kann sich beim Finale der Schweizer Junioren-Meisterschaft in Oberhallau (29./30. August) eigentlich nur selber schlagen. Grispino, der 2025 überraschend, aber sehr souverän Schweizer Slalom-Meister wurde, hat alle Trümpfe in der Hand. Als Einziger hat er nach sieben von acht Rennen, die zur Junior-Meisterschaft zählen, das Punktemaximum auf dem Konto. Punktet er auch beim Bergrennen in Oberhallau, ist ihm der Titel sicher. Nur ein Nuller von Grispino im letzten Rennen könnte die Sache nochmals spannend machen. 

In einem solchen Fall wären es aber nicht die direkten Verfolger Steven Chiquita, der im Moment zehn Punkte hinter Grispino liegt, oder Hugo Mascaro (beide auf BMW), der 20 Punkte Rückstand auf den Renault-Clio-Fahrer hat, die Grispino noch am Titel hindern könnten. Es ist einzig und allein Formel-3-Pilot Ursanne Salomon, der Grispino noch abfangen könnte. Salomon, im Moment Gesamtvierter, käme bei einem Sieg in seiner Gruppe und einem gleichzeitigen Nuller von Grispino ebenfalls auf 150 Punkte. Da es in jeder Disziplin (Slalom und Bergrennen) je ein Streichergebnis für die Junioren gibt, hätten die beiden in diesem Moment dieselben Streichresultate. In einem solchen Fall würden dann (als nächstes Argument) die geschlagenen Gegner im SCRATCH zählen. Und dort läge Salomon gegenüber Grispino vorne.

Salomon Ursanne Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon hat noch theoretische Titel-Chancen © Eichenberger

Dass dieser Fall in Oberhallau eintritt, ist bei der Konstanz Grispinos sehr unwahrscheinlich. Der 25-Jährige aus Steinen im Kanton Schwyz hat schon im vergangenen Jahr (und auch in dieser Saison) in der Schweizer Slalom-Meisterschaft bewiesen, dass ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Ausserdem hat ihn sein Renault Clio R3 bisher nur ganz, ganz selten im Stich gelassen. Und wenn, dann hat der gelernte Mechatroniker das Problem souverän lösen können.

Für Salomon geht es also wahrscheinlich «nur» noch um Platz 2. Den kann er sich mit einem Sieg bei den Formel-Autos und dem Erreichen von 150 Punkten aber aus eigener Kraft holen. Denn Chiquita kommt im besten Fall (nach Abzug der beiden Streichresultate) auf 145, Mascaro auf 135 Punkte. Einer der beiden BMW-Piloten – und das ist das Spannende in Oberhallau, weil die beiden direkt gegeneinander fahren – könnte also noch vom Gesamtpodium purzeln.

Chiquita Steven Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kann Steven Chiquita Rang 3 im Gesamtklassement verteidigen? © Eichenberger

Zur Schweizer Junior-Meisterschaft: Seit zwei Jahren trägt Auto Sport Schweiz im Rahmen der Schweizer Slalom- respektive Berg-Meisterschaft ein Junioren-Championat aus. Das Besondere daran: Die Fahrer und Fahrerinnen können mit ihren eigenen Autos (Tourenwagen bis 2,5 Liter/Rennwagen bis 2 Liter) teilnehmen. Gewertet werden vier Slaloms und vier Bergrennen. Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt. 2024 sicherte sich Jannis Jeremias (VW Polo) den Titel, 2025 gewann Lionel Ryter (Formel Renault) die Meisterschaft. Beide erhielten im Folgejahr ihre Rennlizenz gratis.

Mascaro Hugo Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hugo Mascaro liegt nur zehn Punkte hinter Steven Chiquita © Eichenberger

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29.07.2026 Meisterfeier autobau Schweizer Kart-Meisterschaft am 14. November
Autobau Romanshorn 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Siegerehrung der autobau SKM findet 2026 in Romanshorn statt © myrally.ch

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat zwei Drittel der Saison hinter sich. Am 23. August (in Cremona) und am 10. Oktober (in Wohlen) finden die beiden letzten Läufe statt. Danach ist auch diese Saison bereits wieder Geschichte – und die grosse Meisterfeier steht an. Diese geht am 14. November 2026 über die Bühne. Schauplatz ist die grandiose autobau Erlebniswelt in Romanshorn, der Sitz des Hauptsponsors und Namensgeber der SKM.

Einladungen und genaue Informationen zur Preisverleihung werden nach dem Finale in Wohlen versendet. Bis es soweit ist, gilt der Fokus den letzten beiden Rennen. Wer sich für den fünften Lauf in Cremona noch nicht angemeldet hat, kann dies unter www.go4race.ch bis Sonntag, 16. August (24.00 Uhr) machen.

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28.07.2026 Weekend-Report 22/2026
Edo Mortara Tokio 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mortara und sein bereits vierter Pokal für den besten Startplatz © Formula E

Auf internationaler Bühne fielen die Erfolge der Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen am vergangenen Wochenende etwas spärlicher aus als sonst. 

Die Formel-E-WM 2025/2026 steuert auf ihr grosses Finale in London (GBR) am 15./16. August hin. Einer, der immer noch intakte Titelchancen hat, ist der Genfer Edoardo Mortara. Wenngleich sich seine Ausgangslage am vergangenen Wochenende beim Doubleheader in Tokio (JAP) verschlechtert hat. Nach Platz 5 im ersten Rennen, startete Mortara am Sonntag auf nasser Fahrbahn zum vierten Mal in dieser Saison von der Pole-Position (Rekord!). Trotz Führungsrunden schaffte es der Mahindra-Pilot nicht, die gute Ausgangslage in wertvolle Punkte umzusetzen. Zuerst wurde er wegen eines nicht optimalen Reifendrucks durchgereicht, am Ende blieb er gar in einer Massenkollision stecken und holte gar keine Zähler. «Ich bin mit dem Regen-Set-Up gestartet, und das war nicht die richtige Entscheidung», meinte Mortara. «Dass man an einem solchen Tag, der mit der Pole-Position beginnt, leer ausgeht, ist enttäuschend.» In der Meisterschaft liegt «Edo» 30 Punkte hinter Leader Jake Dennis auf Rang 5. Für Nico Müller endeten die Rennen in Japan auf den Rängen 18 und 7. Sébastien Buemi wurde 14. respektive 15. Die Siege in Tokio gingen an Dan Ticktum (GBR) und Mortaras Teamkollege Nyck de Vries (NED).  

Auch in der DTM in Oschersleben (GER) backten die Schweizer Vertreter am Wochenende eher kleine Brötchen. Ricardo Feller (Porsche) belegte die Plätze 10 und 8 und büsste in der Meisterschaft die eine oder andere Position ein (neu 14.). Und auch die beiden Emil-Frey-Piloten Thierry Vermeulen (9./15.) sowie Mateo Cairoli (11./10.) kamen nie so richtig auf Touren. Die Gewinner von Oschersleben hiessen Thomas Preining (AUT) und Mirko Bortolotti (ITA). 

Punkte gab es für die Schweizer Formel-4-Piloten in Italien. Beim vierten Lauf zur italienischen Meisterschaft in Mugello fuhr Florentin Hattemer (Trident) im ersten Rennlauf auf Platz 6. Im zweiten Vorlauf wurde er Zehnter, im Finale 19. Levi Arn (Jenzer Motorsport) belegte die Plätze 22, 9 und 14. Andreas Lo Bue (Maffi Racing) verpasste nach den Rängen 23 und 25 das Finale. Bester Jenzer-Pilot war Bader Al-Sulaiti. Der junge Katari wurde im dritten Vorlauf Zweiter, im Finale Siebter. Der Deutsche Elia Weiss (ebenfalls bei Jenzer unter Vertrag) stand zwei Mal auf Pole-Position, konnte diese gute Ausgangslage aber nicht nützen und schied in beiden Rennen aus.

Auch Red-Bull-Juniorin Chiara Bättig stand am Wochenende in der britischen Formel 4 im Einsatz. Beim sechsten Aufeinandertreffen in Thruxton (GBR) erzielte sie die Ränge 13, 8 und 9.

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