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01.03.2024 Zwei Schweizer im Dienste von Porsche
Fontana Alex Porsche 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana fährt für Car Collection im GT Open © Porsche

Zwei gestandene Schweizer Rennprofis gehen 2024 für Porsche an den Start: Patric Niederhauser (32) in der GT Challenge, Alex Fontana (31) in der GT Open.

Patric Niederhauser und Alex Fontana haben einige Gemeinsamkeiten. Abgesehen davon, dass sie fast gleich alt und beide sauschnell sind, haben sie es im Formelsport bis zur GP3 (heute Formel 3) gebracht. Beide sind damals u.a. für Jenzer Motorsport gefahren. Nach ihrer Formelkarriere haben die beiden Young-Driver-Coaches Niederhauser und Fontana zu den Sportwagen gewechselt. 2024 kommt eine weitere Gemeinsamkeit dazu: Beide fahren für Porsche – Niederhauser im Team Rutronik in der GT World Challenge, Fontana für Car Collection in der GT Open.

Für Niederhauser ist es eine Rückkehr in ein Team, mit dem er bereits sehr erfolgreich war. 2019 gewann der Berner zusammen mit seinem südafrikanischen Teamkollegen Kelvin van der Linde als erster Schweizer den Titel im ADAC GT Masters (damals noch auf einem Audi R8 LMS GT3). Für die Saison 2024 hat er sich nach einem durchwachsenen DTM-Jahr mit Audi viel vorgenommen. «Meine Erwartungen sind gross», sagt Nidi. «Ich kenne das Team, das Team kennt mich und ich habe mit Sven Müller und Julien Andlauer zwei schnelle Kollegen. Ich bin auf jeden Fall motiviert und möchte in diesem Jahr das eine oder andere Ausrufzeichen setzen!»

Auch Fontana kann den Saisonstart kaum abwarten. «Ich freue mich sehr auf die neue Saison», meint der Tessiner. «Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich zwei Jahre hintereinander mit demselben Auto und demselben Team fahren kann, und Car Collection ist eine Gruppe von Leuten, die ich sehr mag. Ausserdem macht es mich sehr stolz, mit Hash, der aus meiner Rennakademie kommt, die komplette Serie zu fahren.»

Während für Niederhauser die Saison am 6./7. April in Le Castellet losgeht, hat Fontana noch ein wenig Zeit. Seine erstes Rennen in der GT Open findet am 27./28. April in Portugal statt.

Nieder Huaser Patric Porsche 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Patric Niederhauser für Rutronik in der GTWC © Porsche

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29.02.2024 Slalom Bière um drei Wochen verschoben
Biere Ambiance Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Slalom von Bière findet 2024 erst Anfang Mai statt © Cornevaux

Der Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024 findet nicht wie geplant in Bière statt. Das Rennen wurde um drei Wochen nach hinten verschoben. Somit fällt der Startschuss am 27./28. April in Frauenfeld.

Lange wurde gemunkelt. Nun ist es fix: Der Slalom von Bière, der ursprünglich den Auftakt zur diesjährigen Schweizer Slalom-Meisterschaft hätte bilden sollen, wird um drei Wochen nach hinten verschoben. Neu findet der Slalom am Genfersee am 4./5. Mai statt.

Damit geht die Slalom-SM erst Ende April (27./28.) im Rahmen der Autorenntage in Frauenfeld los. Ohne den Slalom von Romont, den das zuständige OK diese Woche schweren Herzens absagen musste, sieht die Schweizer Slalom-Saison 2024 wie folgt aus:

27./28. April, Frauenfeld
4./5. Mai, Bière
18./19. Mai, Bure
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon

Durch den neuen Termin von Bière fällt auch die Terminkollision mit den Slalom-Testtagen in Ambri (13./14. April) weg.

Die Anfang dieser Woche kommunizierte Absage des Slaloms von Romont hat auch Auswirkungen auf die Junior-Meisterschaft. Da der Slalom Romont gestrichen wurde, hat das Komitee Meisterschaften beim Büro der NSK beantragt, dass neu der Slalom de Bière in den Kalender der Schweizermeisterschaft Junior aufgenommen wird. Das Büro der NSK hat diesen Antrag auf Kalenderanpassung einstimmig genehmigt. Damit zählen folgende Slaloms zum Junior-Championat 2024: Frauenfeld, Bière, Bure und Chamblon.

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28.02.2024 «Mister Formel 2» Ralph Boschung macht Schluss
Boschung Ralph Bahrain 2023 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Boschungs grösster Triumph: der F2-Sieg in Bahrain 2023 © FIA Formula 2

Ralph Boschung (26) hat fast alles, was er im Rennsport erreicht hat, mit eigener Willenskraft geschafft. Nun hat das «Stehaufmännchen» seinen Rücktritt bekanntgegeben.

Kein Schweizer Rennfahrer hat so viele Formel-2-Rennen bestritten wie Ralph Boschung. Mit 120 Rennen liegt er in der Liste der fleissigsten Formel-2-Starter auf dem vierten Rang. Nur der Russe Artem Markelov (139), der Deutsch-Venezolaner Johnny Cecotto jr. (133) und der Italiener Luca Filippi (132) haben bei der Formel 2 (resp. deren Vorgängerserie GP2) öfters am Start gestanden. Nun hat der 26 Jahre junge Walliser einen Schlussstrich gezogen – zumindest unter seine Formel-2-Karriere.

«Es gibt verschiedene Gründe, warum ich aufgehört habe», sagt Boschung. «Der entscheidende Grund ist meine Gesundheit.» Boschung leidet seit 2022 an Nackenschmerzen. Im Jahr, als diese zum ersten Mal aufgetreten waren, musste er auf zahlreiche Rennen verzichten. Ein Spezialist in Monaco diagnostizierte damals bei Boschung ein Facettensyndrom, eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule. «Bei mir sind die obersten Wirbel, also C1 und C2, betroffen», präzisiert Boschung. Zwar fühlte er sich im vergangenen Jahr besser, «aber wirklich gut ging es mir erst in der Winterpause». In dieser Zeit ist dann auch der Entschluss gereift, den Helm an den Nagel zu hängen. Ob es ein Ende auf immer sein wird, ist noch nicht ganz in Stein gemeisselt. «Sag niemals nie», meint Boschung vielsagend, «aber im Moment sieht es nicht nach einer Rückkehr aus.» Auch nicht Richtung GT-Sport, wo die Belastungen für den Nacken geringer wären. «Ich muss an meine Gesundheit denken», sagt Boschung zähneknirschend.

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Boschung (Mitte) 2012 mit Delétraz (rechts) auf dem BMW-Podium © BMW

Dem Rennsport wird einer wie er aber definitiv nicht den Rücken zuwenden. Boschung hat wie kaum ein anderer für seine Leidenschaft gelebt. Ohne Manager hat er sich auf international höchstem Niveau jahrelang tapfer gehalten. Oft gab es Rückschläge. Nicht selten musste er nach dem Motto «von der Hand in den Mund» leben. Schon in der GP3 2016 konnte er die Saison aus Geldmangel nicht zu Ende fahren. 2017, 2018 und 2019 war das in der Formel 2 nicht anders. Vier Jahre hintereinander verpasste er so das Saisonfinale in Abu Dhabi. Jedes Mal war er bei den Tests im Anschluss an das letzte Rennen aber wieder dabei. Boschung – ein Stehaufmännchen? Irgendwie schon. Auf jeden Fall einer, der sich nicht unterkriegen liess.

Auf seine schönste Erinnerung im Rennsport angesprochen, weicht Boschung aus: «Ich schaue nicht gerne zurück.» Stolz ist er dennoch, auf das, was er erreicht hat. Und dass er im Vorjahr beim Auftakt in Bahrain im 96. Anlauf endlich sein erstes Formel-2-Rennen gewinnen konnte, «war schon der Hammer. Ich hatte zwar zuvor schon ein paar Podestplätze herausgefahren. Aber ein Rennen gewinnen, ist einfach nochmals ein um Welten besseres Gefühl.» Dass er diesen Sieg für das spanische Team Campos Racing errungen hatte, machte es noch spezieller. Teamchef Adrian Campos war 2021 völlig unerwartet verstorben. «Ihm zu Ehren ganz oben zu stehen und das Team jubeln sehen, hat mich tief berührt», sagt Ralph.

Boschung GP3 Jenzer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Boschung 2015 in der GP3 mit Jenzer Motorsport © GP3

Angefangen hat Boschung seine Karriere im Kart. 2012 stieg er über den BMW Talent Cup in den Automobilsport ein. Über die ADAC Formel Masters gelangte er 2015 schliesslich mit Jenzer Motorsport in die GP3. Schon am dritten Rennwochenende in Silverstone stand er auf dem Podium.

Wie es mit Boschung weitergeht, steht zurzeit noch in den Sternen. Dass er mit seiner Erfahrung vor allem jungen Fahrern eine grosse Hilfe sein kann, ist offenkundig. Ein Job jenseits der Boxenmauer könnte sich der Mann aus Monthey deshalb sehr gut vorstellen. «Ich habe immer wieder Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Diese Erfahrung kann ich weitergeben.»

Auto Sport Schweiz wünscht Ralph auf seinem weiteren Lebensweg viel Glück und vor allem gute Gesundheit!

Boschung Ralph 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Boschung und der 2021 verstorbene Teamchef Adrian Campos © Archiv Boschung

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27.02.2024 Slalom Romont findet nicht statt
Schneider Denise Steinmann myphoto ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Romont war zuletzt 2019 Austragungsort eines SM-Slaloms © myphoto.ch

Das Finale der Schweizer Slalom-Meisterschaft in Romont ist abgesagt. Das Organisationskomitee hat Auto Sport Schweiz darüber informiert, dass das Rennen aufgrund der Auflagen der Armee nicht stattfinden kann.

Der Slalom von Romont fand letztmals 2019 statt. 2024 hätte er am 21./22. September das Saisonfinale der Schweizer Slalom-Meisterschaft markieren sollen. Doch dazu wird es nicht kommen. Das Organisationskomitee um Rennleiter Hans Pfäuti hat Auto Sport Schweiz informiert, dass das Rennen aufgrund der Auflagen der Armee nicht durchgeführt werden kann.

«Wir hätten dieses Jahr gerne den 50. Automobilslalom von Romont abgehalten und dieses Jubiläum gefeiert», heisst es von Seiten des Organisationskomitees. «Lange hat es gut ausgesehen, aber leider müssen wir auch die diesjährige Veranstaltung absagen. Die Auflagen der Armee sind infolge der baulichen Massnahmen nicht zu erfüllen. Der Platz stünde erst freitags um 16 Uhr zur Verfügung und grosse Teile des Fahrerlagers könnten nicht genutzt werden. Ausserdem sei die Strasse in einem schlechtem Zustand.»

Auch punkto Sicherheit gab es von Seiten des Organisationskomitees Bedenken. Die Strecke hätte der Baustelle angepasst werden müssen. Für diese Anpassungen hätte die Zeit nicht gereicht. «All diese Umstände und die daraus resultierenden Unsicherheiten haben uns leider dazu gezwungen, die diesjährige Veranstaltung schweren Herzens abzusagen. Wir bleiben mit der Armee in Kontakt und hoffen, dass wir irgendwann doch noch den 50. Automobilslalom von Romont durchführen können.»

Die Schweizer Slalom-Meisterschaft geht damit – wie schon 2023 – mit dem Rennen in Chamblon am 22./23. Juni zu Ende. Insgesamt stehen fünf Veranstaltungen auf dem Programm, wobei der Slalom in Ambri erneut als Doppelveranstaltung gewertet wird.

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26.02.2024 Young Drivers Projekt 2024 erfolgreich gestartet
Young Drivers 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Young Drivers 2024: Maxim Harder, Kai Perner, Joaquim Van Thunye, Sergio Koch, Eric Schopfer, Diego Gama (obere Reihe), Vladimir Sauer, Christopher Holst, Lalou Zbinden, Timéo Ruppen, Henry dos Santos, Tiziano Kuznini und Neil Russell (es fehlten in Seelisberg: Florian Esteve, Noah Massa, Samuel Schär und Marlon Bayer) © Eichenberger

Gestern Sonntag ist das von Auto Sport Schweiz initiierte Young Drivers Projekt in das neue Jahr gestartet. Gastgeber des ersten Workshops 2024 war das Eventcenter Seelisberg von Yves Meyer.

Vor einem Jahr startete das Young Drivers Projekt von Auto Sport Schweiz im Hotel Meilenstein in Langenthal. Die zweite «Staffel» wurde gestern Sonntag eröffnet – im Eventcenter Seelisberg hoch über dem Vierwaldstättersee. Gastgeber des ersten Workshops war Yves Meyer. Der Geschäftsführer des Eventcenters, seit Jahren mit Abstand der erfolgreichste Driftpilot in der Schweiz, hat vier seiner Toyota GR86 für den Nachwuchs zur Verfügung gestellt. «Rennfahren besteht nicht nur aus Gas geben», sagt Meyer. «Der Rennsport verlangt vieles mehr. Dass die jungen Nachwuchsfahrer Einblicke in die verschiedenen Aspekte im Leben eines Rennfahrers bekommen, finde ich sehr wichtig. Ich selber war 2015 Teilnehmer des Young Drivers Projekts. Dass Auto Sport Schweiz dieses Programm im Vorjahr wieder aufleben liess, ist grossartig und es freut uns sehr, dass wir vom Eventcenter Seelisberg den Auftakt in die neue Saison machen durften.»

Zusammen mit den beiden erfahrenen Rennfahrer Röbi Wicki sowie Hans Schori bildete Yves Meyer die Jury. Von den 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich zum ersten Workshop im Eventcenter einfanden, durften die, die bereits 2023 am YDP teilgenommen haben, in einem der Toyotas Platz nehmen. Auch sämtliche Teilnehmer aus dem Vorjahr, die 2024 altershalber beim YDP nicht mehr an den Start gehen dürfen, durften (zum Abschluss) einige Runden unter Anleitung der Instruktoren fahren. Die eine oder andere Geschicklichkeitsübung stand ebenfalls auf dem Programm. Dabei stellte sich heraus: Einen Ball mit einem Auto in ein Tor zu befördern, ist gar nicht so einfach…

Parallel dazu fand ein erstes Medientraining statt. Dort mussten die Teilnehmenden nicht nur ein eigenes Pressecommuniqué schreiben, sie haben auch vor der Kamera ein Interview gegeben und wurden einzeln gebrieft. Da das Eventcenter Seelisberg auch über eine stattliche Anzahl von Rennsimulatoren verfügt, durften die Young Drivers auch virtuell Runden abspulen. Dass dabei einer der Neulinge die schnellste Rundenzeit fuhr, lässt aufhorchen und verspricht für 2024 ein spannendes Jahr für die jungen Nachwuchsfahrer und -fahrerinnen.

Zum weiteren Programm des YDP: Als nächstes stehen individuelle Trainingseinheiten mit Ex-Rennfahrer Adrian Zaugg auf dem Programm. Der Athletic Performance Trainer wird mit den jungen Nachwuchsfahrern gezielt an ihrer Fitness arbeiten und ihnen individuelle Programme erstellen. Am 23. April wird dann ein Simracing-Abend parallel in Horgen (ZH) und Lyss (BE) durchgeführt. Zu den weiteren Höhepunkten des YDP gehören ein Test im Formel-4-Team von Jenzer Motorsport sowie ein Besuch eines internationalen Rennens (2023 waren die Young Drivers beim Finale der DTM in Hockenheim). Der Sieger des YDP wird im Dezember bekanntgegeben. Er (oder sie) erhält ein Preisgeld von 30'000 Franken, das an ein Programm im Automobilrennsport gebunden ist.

Young Drivers Seelisberg 2024 Gruppenfoto Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Young Drivers beim Gruppenfoto mit den Instruktoren Yves Meyer und Röbi Wicki (rechts) © Eichenberger

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