Latest News

06.07.2026 Starke Schweizer im grenznahen Vuillafans
Rolans Bossy Frankreich 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der schnellste Schweizer: Roland Bossy im Formel-3-Tatuus © J.-B. Cornevaux

Roland Bossy, Sébastien Coquoz, Fabien Houlmann, Michaël Ducommun, Manuel Santonastaso – zahlreiche Schweizer Bergrennfahrer sind am vergangenen Wochenende in Frankreich beim Bergrennen Vuillafans–Echevannes am Start gestanden.

Rund zwanzig Schweizer, mehrheitlich alle aus der Romandie, gingen beim 62. Bergrennen Vuillafans–Echevannes im französischen Departement Doubs nahe unserer Landesgrenze an den Start. Der Bestplatzierte war Roland Bossy auf Gesamtrang 13, der damit seine Klasse vor zwei weiteren Tatuus F3 T-318 knapp für sich entschied. Auch Jean-Jacques Maître siegte mit seinem Nova NP01 TFT in seiner Sportwagenklasse bis zwei Liter. 

Wie bei grenznahen Bergrennen üblich, schrieben die Organisatoren für die in Frankreich nicht homologierte Gruppe E1 eine separate Wertung namens Master of Hillclimbing aus. Hinter dem oft auch in der Schweiz startenden Belgier Stéphane Emond auf Audi R8 GT3 holte Sébastien Coquoz im Opel Kadett 16V den zweiten Rang knapp vor Fabien Houlmann im Peugeot 205, Patrick Vallat im VW Golf und Manuel Santonastaso im BMW WTCC, der Sechster wurde – alle in der Klasse bis zwei Liter. Michaël Ducommun gewann im Peugeot 308 Racing Cup die nächsthöhere Hubraumklasse vor den beiden BMW E30 von Florent Mariaux und Hugo Mascaro, Yves Bracelli siegte im Peugeot 206 GTI solo bei den 1600ern. 

Für Ludovic Monnier endete das Rennen leider frühzeitig. Nach guten Zeiten im Training musste er seinen VW Golf Rally im ersten Rennlauf abstellen. «Die Befestigung am Fahrgestell ist gebrochen», meinte Monnier. «Nichts Ernstes, es hätte schlimmer kommen können. Doch nach Dreivierteln der Strecke spürte ich eine unpräzise Lenkung. Bis zum Bergrennen in Anzère ist alles wieder repariert.»

In der VHC-Meisterschaft errang Guillaume Mathez im Peugeot 309 GTI als drittschnellster Tourenwagenpilot einen weiteren Klassensieg. Sylvain Chariatte klassierte sich mit seinem VW Golf 1 in der Gruppe Classic an zweiter Stelle, Valentin Nicolet gewann im Citroën Saxo VTS solo seine Klasse. In Wertung kamen in allen Gruppen die zwei schnellsten Laufzeiten aus drei Rennläufen.

Als Tagessieger, zum ersten Mal in dieser Saison, ging Fabien Bourgeon auf Revolt 3P0 vor dem bisherigen Dominator Marc Pernot im Nova NP01 Hartley Turbo hervor.

Text: Peter Wyss

Sebastien Coquoz Frankreich 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zweiter der französischen E1-Kategorie: Sébastien Coquoz © J.-B. Cornevaux

Permalink

06.07.2026 Weekend-Report 19/2026
Alex Fontana 2026 Hungaroring Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana (r.) mit seinem italienischen Partner Pietro Armanni © GT Open

Auch dieses Wochenende gab es für Schweizer Piloten, die international im Einsatz standen, Grund zum Jubeln. Sei es bei der ELMS in Imola, bei der GT Open am Hungaroring oder der F1 Academy in Silverstone.

Bei der European Le Mans Series in Imola (ITA) gab es aus Schweizer Sicht dank Grégoire Saucy Grund zum Jubeln. Der Jurassier im Dienste von United Autosports stand auch im dritten Rennen auf dem Podium – diesmal als Zweiter und hat damit die Führung im Gesamtklassement (bei Halbzeit der Meisterschaft) erfolgreich verteidigen können. «Wir haben alles versucht, um auch dieses Rennen zu gewinnen», meint Saucy. «Aber es hat nicht ganz gereicht. Mit drei Podestplätzen in drei Rennen können wir als Team aber sehr zufrieden sein. Ich hoffe, es geht so weiter!» Platz 3 ging in Imola an den Liechtensteiner Matthias Kaiser. In der LMP3 sicherte sich das Schweizer Team CLX den Klassensieg und verbesserte sich dadurch auf Rang 3 in der Meisterschaft. 

Für einen Schweizer Triumph sorgte am Wochenende Alex Fontana in der International GT Open. Der Tessiner sicherte sich am Hungaroring (HUN) schon seinen zweiten Saisonsieg (nach Portimão) und liegt in der Gesamtwertung auf einem ausgezeichneten vierten Rang. Ein erfolgreiches Wochenende erlebten auch Yannick Mettler und Dexter Müller. Das Mercedes-Duo stand beim vierten Lauf zwei Mal auf dem Podium. Im ersten Durchgang belegten Mettler/Müller Rang 3 in der ProAM, im zweiten Rennen landete das Paar, das einst die erste Medaille für die Schweiz bei den FIA Motorsport Games holte, auf Platz 2. «Das war genau das, was wir nach zwei schwierigen Wochenenden gebraucht haben», meinte Mettler. «In der Gesamtwertung liegt das Duo auf Rang 6. Es führt (in der ProAM-Wertung) weiterhin Alexander Fach, der es in Ungarn für einmal nicht aufs Podium schaffte. 

Gregoire Saucy ELMS 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy bleibt auch nach Imola ELMS-Gesamtleader © GT Open

Keinen Podestplatz gab es für die Schweizer Vertreter bei der DTM am Norisring (GER). Ricardo Feller beendete beide Rennen auf Rang 12. Das Team Emil Frey Racing  holte dank Thierry Vermeulen in mit einem fünften respektive sechsten Rang in beiden Rennen Punkte. Für Matteo Cairoli verlief das Wochenende schwierig: Nach Platz 11 am Samstag schied der Italiener am Sonntag nach einem Unfall früh aus und fiel in der Fahrerwertung auf den vierten Platz zurück.

Für einen Podestplatz sorgte auch Chiara Bättig bei ihrem ersten Einsatz in der F1 Academy. Die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin bestritt das Rennen in Silverstone (GBR) mit einer «Wild Card» und sicherte sich bei ihrer Premiere auf Anhieb die Pole-Position. Hinter Alisha Palmowski beendete die Red-Bull-Juniorin ihr erstes Rennen in der reinen Frauenserie auf Platz 2.

Auch die Formel E war am Wochenende wieder im Einsatz. Beim Doubleheader in Shanghai war Sébastien Buemi mit einem fünften Platz der beste Schweizer. Auch Nico Müller sammelte mit den Rängen 10 und 7 weitere Punkte. Nur Edoardo Mortara blieb diesmal punktelos. In der Meisterschaft liegen die drei Schweizer Mortara, Müller und Buemi geschlossen auf den Rängen 6 bis 8. Die Siege in China gingen an Pascal Wehrlein und Lucas di Grassi.

Punktelos blieb leider auch Zoltan Coigny beim zweiten Aufeinandertreffen der FIA Academy Trophy in Sarno (ITA). Der Auftaktsieger von Genk (BEL) hatte am Wochenende nicht ausreichend Speed und schied nach zwei Dritteln des Finales nach einer unverschuldeten Kollision aus – wodurch er leer ausging und seine Meisterschaftschancen einen herben Rückschlag erlitten. Nach der Niederlage in Sarno muss Coigny nun in Viterbo (ITA) einen Rückstand von 67 Punkten aufholen, wenn er sich den Titel in der Academy Junior noch sichern will. Im Moment liegt der junge Waadtländer noch auf Rang 3.

Chiara Baettig F1 Academy Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig wurde in Silverstone Zweite © F1 Academy

Permalink

03.07.2026 «Ältere» Formelfahrzeuge weiterhin zugelassen
Egli NSK Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ältere Formelfahrzeuge wie beispielsweise der 1993er Dallara F3 von Philip Egli sind weiterhin zugelassen © Eichenberger

Aufgrund eines technischen Fehlers sind die NSK-Mitteilungen im kürzlich erschienen ASS-Magazin (Ausgabe Juni 2026) «verloren» gegangen. Wir entschuldigen uns für diesen «Fauxpas» und werden die Mitteilungen in Heft 03/2026, das Mitte September erscheint, nachliefern. Der Vollständigkeit halber haben wir Ihnen die NSK-Mitteilungen als PDF an diese Nachricht angeheftet (siehe unten).

Die wichtigste Meldung aus den aktuellen NSK-Mitteilungen betrifft Fahrer/Besitzer von Autos der Gruppe E2-SS. Dort sind Fahrzeuge, die vor dem 1.1.2016 gebaut wurden, gemäss Artikel 277 des Anhang J 2025 weiterhin zugelassen.

Permalink

02.07.2026 PSCS: Burkard auch in Imola zwei Mal auf dem Podium
PSCS Imola 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der PSCS gastierte am Wochenende in Imola © Porsche

Der Porsche Sports Cup Suisse machte am Wochenende in Imola Halt. Bester Schweizer war Gregor Burkard, der zwei Mal auf dem Podium stand. Die Siege gingen an den Briten Jack Sherwood.

Für Jack Sherwood hätte es in Imola kaum besser laufen können. Dies begann bereits im Qualifying: Der 20-Jährige sicherte sich neben der schnellsten auch die zweitbeste Rundenzeit. Damit startete er von der Pole-Position. Diesen Vorteil verwandelte der Brite konsequent und fuhr seine Saisonsiege vier und fünf ein, schnellste Rennrunde und maximale Punktzahl inklusive. Einziger Schönheitsfehler: Im ersten Lauf musste Sherwood die Führung in der vorletzten Runde kurz an Felix Neuhofer abtreten. Bis zur Zielflagge hatte das Nachwuchstalent aus Lancashire diesen Makel aber wieder korrigiert. 

Neuhofer begnügte sich im ersten Rennen des GT3 Cup mit dem zweiten Platz, konnte nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aber den Kontakt zu Sherwood halten. Mehr hatte der im deutschen Gröbenzell lebende Österreicher aber mit seinen Jägern zu tun: Gregor Burkard folgte ihm mit 0,5 Sekunden Rückstand, der wiederum Ilario Introna nur um 0,119 Sekunden auf Rang 4 verweisen konnte, während Christian Caramuscia kaum eine Sekunde dahinter als Fünfter einlief. 

Der zweite Lauf stand im Zeichen des Kampfes um Rang zwei. Während Sherwood mit neun Sekunden Vorsprung gewann, setzte sich am Ende Burkard durch – obwohl der Schweizer, ebenso wie Neuhofer, in der Startaufstellung jeweils um drei Positionen nach hinten gerückt war. Grund: Beide hatten nach dem ersten Rennen neue Reifen aufziehen müssen. Den Vorteil frischer Pneus münzten sie direkt beim Start in einen Vorteil um: Neuhofer katapultierte sich auf Platz 2, Burkard kehrte als Dritter aus der ersten Runde zurück. Im neunten von 18 Umläufen tauschten die beiden die Positionen, bevor Neuhofer auf den letzten Metern die vorherige Reihenfolge wieder herstellte. Anschliessend musste er aber eine Fünfsekunden-Zeitstrafe hinnehmen. Burkard liess sich als Zweiter feiern, Rang 3 ging an Caramuscia vor Neuhofer. 

In der Gruppe GT4 Clubsport gingen beide Läufe an Ivan Rostovskiy. In der Open GT sicherte sich der Rumäne Dragos Buriu (wie schon bei den bisherigen Rennen) die beiden Laufsiege. In der Kategorie «Classic» siegte Emanuele Kamata im ersten Lauf. Er verwies eine echte schweizerische Motorsportlegende auf den zweiten Rang: Enzo Calderari. Der heute 74-Jährige hatte 2004 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen. Im zweiten Lauf behielt Cornelius Dornier die Oberhand vor Maximilian von der Leyen und Matteo Kamata.

PSCS Imola 2026 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gregor Burkard (rechts) schaffte es zwei Mal aufs Podest © Porsche

Permalink

02.07.2026 Joy Allemann – ihr Name ist Programm
Familie Allemann 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Joy Allemann mit Papa Ken (links) und Mama Magali (daneben) © Eichenberger

Ihr Name ist Programm: Joy Allemann (11) hat wahrhaftig Freude am Kartfahren. Am Sonntag in einer Woche bestreitet sie ein weiteres Rennen im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Ihr Ziel ist klar: «Ich will noch dieses Jahr ein Finalrennen gewinnen!»  

Sie hat meistens ein Lächeln im Gesicht. Ausser es läuft ihr – wie zum Beispiel in Levier (FRA) beim dritten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft – nicht rund. Joy Allemann macht ihrem Namen alle Ehre. Und obendrauf ist die Elfjährige auch noch richtig schnell. Dass sie eines Tages im Kart landen würde, war absehbar. Vater Ken Allemann ist selber jahrelang erfolgreich Kart gefahren, hat sein eigenes Team und lebt Kartsport – wie man Neudeutsch sagen würde: 24/7.

Mit vier Jahren ist Joy zum ersten Mal im Puffo-Kart gesessen. «Danach habe ich darauf gedrängt, Mini zu fahren», sagt Joy. «Mein Papi hatte am Anfang etwas Angst um mich. Aber er hat mich dann doch fahren lassen.» Ihr erstes Rennen hat Allemann im Alter von neun Jahren 2024 in Levier im Rahmen der VEGA Trofeo bestritten. Damals wurde sie in einem Feld von 21 Piloten 15. Im Jahr darauf sicherte sie sich in Vesoul (FRA) ihren ersten Podestplatz in einem Finale. Und wieder in Levier, zum Saisonschluss, verpasste sie ihren ersten Finalsieg knapp. Parallel fuhr sie das Trofeo Epifanio und zum Saisonende auch ihr erstes Rennen in der Kart-SM. 

In dieser Saison fährt Allemann bei den Super Minis zweigleisig: Neben der VEGA Trofeo, die sie nach zwei Läufen anführt, nimmt die junge Spirit-Pilotin auch an der kompletten autobau Schweizer Kart-Meisterschaft teil. Dort liegt sie bei Halbzeit auf dem zweiten Zwischenrang. «Mein Ziel ist es, noch dieses Jahr ein Finale zu gewinnen. Das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft.»

In Sachen Vorbild muss sie nicht lange überlegen. Nicht Lando Norris, nicht Kimi Antonelli – nein, Joy eifert ihrem Bruder Dan nach. Er ist es auch, der sich nach jedem Rennen bei ihr erkundigt und ihr Tipps gibt. Druck – und das macht das Umfeld sympathisch – verspürt sie keinen. Und wenn, dann macht sie ihn sich selber. Ein klares Ziel hat die junge Dame noch keines. Natürlich verfolgt auch sie die Formel 1, wobei ihr in jüngster Vergangenheit vor allem die Leistungen von Mercedes-Star Antonelli positiv aufgefallen sind. «Aber ich glaube, es ist noch viel zu früh, mir Gedanken zu machen, was aus mir später mal werden könnte. Im Moment habe ich einfach Spass am Kartfahren.»

Eine Zeit lang ist Joy neben dem Karting auch noch ins Karate gegangen. Aber nun liegt der Fokus auf dem Kartsport. Und auf der Schule. Dort zählt Mathematik zu ihren Lieblingsfächern. Und neben Französisch, spricht Joy auch ausgezeichnet Deutsch und Englisch. Ihre aufgestellte Art und ihr frohes Naturell spiegeln sich übrigens auch im Regebogen farbigen Design ihres Karts. «Das durfte ich selber designen», sagt Joy stolz und lacht schon wieder.

Dieser Artikel wurde parallel im Magazin 02/2026 von Auto Sport Schweiz unter der Rubrik «One to watch» veröffentlicht.

Joy Allemann 7 Laghi 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Joy in ihrem farblich selbst entworfenen Super-Mini-Kart © Eichenberger

Permalink

01.07.2026 autobau SKM: Bis Sonntag kann man sich noch einschreiben!

Am Sonntag, 12. Juli, findet in 7 Laghi/Pavia (ITA) der vierte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 5. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.

Permalink

30.06.2026 24h Spa: Feller triumphiert aus der Boxengasse
Ricardo Feller Spa 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Erster Sieg bei den 24h von Spa: Ricardo Feller zusammen mit seinen Teamkollegen Thomas Preining und Bastian Buus © Porsche

Ricardo Feller hat am Wochenende einen weiteren grossen Sieg errungen. Der gebürtige Aargauer gewann (aus der Box gestartet!) das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Manche Geschichten liefert nur der Rennsport. Am Donnerstag vor den 24h von Spa-Francorchamps hätten wohl nur wenige auf einen Triumph von Ricardo Fellers Team Lionspeed GP gesetzt. Statt um einen guten Startplatz zu kämpfen, musste am Porsche von Feller der Motor gewechselt werden. Das bedeutete, dass der Porsche 911 GT3 R mit der #80 aus der Box, also von ganz hinten, starten musste. Schlechte Vorzeichen für Feller: Denn noch nie gewann ein Team von einem so schlechten Startplatz den Langstreckenklassiker oder überhaupt ein Rennen in der GT World Challenge Europe.

Doch Feller und seine beiden Teamkollegen, Ex-DTM-Champion Thomas Preining, sowie Bastian Buus rollten das Feld erfolgreich von hinten auf. Insgesamt machte der türkis-weisse Porsche 65 Plätze gut. Fünfeinhalb Stunden vor Rennende fiel die Entscheidung. Dank einem perfekt getimten Boxenstopp lagen Feller & Co. plötzlich in Führung und konnten den Vorsprung danach souverän bis ins Ziel verwalten. 

«Ich bin sehr erleichtert und unglaublich stolz auf das gesamte Team», meinte Feller nach seinem ersten Sieg in Spa. «Unsere Mannschaft hat diesen Sieg verdient. Der Start aus der Boxengasse war natürlich ein Rückschlag. Aber wir haben weiter an unsere Chancen geglaubt. Genau das macht die Stärke eines Teams aus. In unserer Sportart gibt es mehr Niederlagen als Siege; deshalb werden wir diesen Erfolg gebührend feiern.»

Auch Alex Fontana schaffte es in Spa aufs Podium. Der Tessiner, ebenfalls für Lionspeed GP mit einem Porsche unterwegs, wurde Dritter im Bronze Cup. Für den ehemaligen Spa-Sieger Raffaele Marciello (BMW) endete das Rennen auf Rang 9. Patric Niederhauser (Lamborghini) wurde 19. Fabio Scherer (Ford Mustang) schied aus.

Alex Fontana Spa 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für Alex Fontana endete das Rennen auf P3 im Bronze Cup © Porsche

Permalink

30.06.2026 Meisel gewinnt auch in Italien
Reto Meisel Ascoli 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel liess sich auch in Italien als Sieger feiern © Archiv Meisel

Reto Meisel hat sich mit seinem Mercedes SLK340 auch beim Europa-Meisterschaftslauf in Ascoli (ITA) den Sieg gesichert. Der Aargauer liegt in der Gesamtwertung weiter in Führung. 

Beim sechsten Lauf zur Berg-Europameisterschaft in Ascoli Piceno feierte Reto Meisel am Steuer seines Mercedes SLK340 bereits den vierten Tourenwagen-Gesamtsieg in der laufenden Saison und den fünften Triumph in der Top-Gruppe 1. Nachdem der BRC 110 Turbo des Trainingsschnellsten Xavier Villa und der Mitsubishi des Kroaten Domagoj Pereković in ihren ersten Rennläufen in Brand gerieten und spektakulär ausschieden, musste Meisel bei brütender Hitze gleich zweimal zu Laufwiederholungen antreten.

Nach dem Ausfall des favorisierten Spaniers hielt Meisel seinen einzigen verbliebenen Gruppengegner Lucio Peruggini auf einem Ferrari 296 GT mit zwei klaren Laufbestzeiten sicher in Schach. In der EM-Gesamtwertung führt Meisel nun mit 140 Punkten vor dem Kroaten Matija Jurišić auf Peugeot 308 TCR (129), dem Österreicher Kevin Raith auf Porsche 992 GT3 Cup (120) und dem Tschechen Marek Rybnićek auf Skoda Fabia RS (115), die alle auch ihre Gruppenwertungen in Italien gewannen und in ihren Klassen die einzelnen Tabellen anführen. In der reinen Performancewertung, in der Punkte nach dem Scratch verteilt werden, liegt Meisel wie auch in der Gruppe 1 weit voraus.

Den Tagessieg bei diesem seit 1962 ausgetragenen Bergrennen auf der 5031 km langen Strecke von Colle San Marco nach San Giacomo sicherte sich Italiens Multichampion Simone Faggioli auf Nova Proto NP01 V8. Landsmann Christian Merli entschied als Gesamtdritter im NP01 mit Cosworth-V8-Motor von Mader die EM-Wertung mit nur 43 Tausendstel Vorsprung auf den Spanier JosebaIraola Lanzacorta aus Spanien im NP01 mit Emap-Turbomotor zum fünften Mal in dieser Saison für sich. 

Text: Peter Wyss

Permalink

29.06.2026 Bergrennen Reitnau: Dritter Heimsieg für Faustini
Zemp Faustini Steiner myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 3 von Reitnau: Zemp, Faustini und Steiner (v.l.) © myrally.ch

Robin Faustini fährt in der Schweizer Berg-Meisterschaft weiter von Sieg zu Sieg. In Reitnau beim dritten Lauf sicherte er sich saisonübergreifend seinen inzwischen 18. Triumph in Folge! Bei den Tourenwagen setzte sich «Speedmaster» mit seinem Ford Escort Cosworth souverän durch. 

So langsam gehen einem die Superlative aus. Robin Faustini war auch beim dritten Rennen zur diesjährigen Schweizer Berg-Meisterschaft eine Klasse für sich. Der Lokalmatador aus Suhr (AG) verbesserte im ersten Lauf seinen im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord um 0,289 sec auf 46,911 sec. Dabei war die Fahrt des zweimaligen Berg-Meisters gar nicht einmal perfekt. «Ich habe schon nach wenigen Metern den linken Bordstein erwischt», meinte Faustini. Dabei hat der Nova NP01 Emap einen ziemlich «Gump» gemacht. «Ich bin aber auf dem Gas geblieben und hatte einfach gehofft, dass nichts kaputt gegangen ist.»

Im zweiten Lauf vermochte Faustini seine Bestzeit nicht mehr zu unterbieten. Die 47,241 sec waren aber ebenfalls nicht von schlechten Eltern. In der Addition der beiden Läufe kam der Führende im Gesamtklassement auf eine Zeit von 1:34,152 min. Damit war er im Vergleich zum Vorjahr knapp vier Zehntelsekunden schneller – und das bei richtig hochsommerlichen Temperaturen. «Mir war schon nach dem ersten Durchgang klar, dass ich im zweiten Lauf meine Zeit nicht mehr verbessern werde», meinte Faustini, der saisonübergreifend seinen 18. Tagessieg in Folge feierte. «Trotzdem bin ich auch mit meinem zweiten Heat zufrieden. Ein Heimsieg in Reitnau, mein dritter in Folge, ist immer etwas ganz Spezielles.»

Wie schon in La Roche kam einer der Zwei-Liter-Piloten Faustinis Zeit am nächsten. Diesmal war es aber nicht Victor Darbellay. Der musste nach dem zweiten Trainingslauf zusammenpacken. Der Walliser hatte im Rechtsknick nach dem Start zwei massive Pflastersteine, die sich aus der Streckenbegrenzung gelöst haben, weil schon zahlreiche Autos darüber gefahren waren, getroffen. «Die beiden Steine haben meine Kühler zerstört», meinte Darbellay angesäuert. Besser erging es Michel Zemp. Der Luzerner, dessen Team Tomac Racing vor Reitnau eine Zusammenarbeit mit Darbellay verkündete, fuhr im ersten Lauf mit 47,533 sec eine neue, um zwei Zehntelsekunden schnellere 2-Liter-Bestzeit. Im zweiten Lauf konnte auch er sich in 48,2 sec nicht mehr steigern, sicherte sich aber souverän den zweiten Platz hinter Faustini. In der Gesamtwertung liegt Zemp nach drei von acht Rennen weiterhin auf Rang 3 – nur drei Punkte hinter Marcel Steiner.

Darbellay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay nahm leider nur an den Trainings teil © Eichenberger

Dieser kam in beiden Läufen nicht an seine Trainingszeit von 49,13 sec heran und musste sich im Aargauischen mit dem dritten Gesamtplatz abfinden. «Beim Bergrennen in La Roche hatte ich zu wenig Traktion», meinte Steiner. «Ich kam dort nicht aus den Kurven heraus. Hier in Reitnau war es ähnlich. Aber das allein ist nicht das Problem. Ich verliere schon am Start wertvolle Zeit gegenüber Robin, der mit einer herkömmlichen Kupplung losfährt.» Unterm Strich fehlt Steiner nach eigenen Aussagen das am Ende entscheidende Vertrauen ins Auto. Aufgeben ist für das Vollgastier aus Oberdiessbach (BE) aber keine Option. «Wir arbeiten weiter daran», verspricht Steiner seinen Fans. «Ich brauche aber dringend mehr Kilometer.»

Im obligaten Niemandsland – zwischen den Prototypen und dem Rest des Feldes – landete einmal mehr Lionel Ryter auf seinem Formel Renault 2.0 auf Rang 4 im SCRATCH. Vier Sekunden fehlten dem Spektakel-Fahrer aus dem Wallis auf Faustini & Co., sechs Sekunden Vorsprung hatte er in Reitnau auf Platz 5. Diesen krallte sich wie schon in La Roche mit «Speedmaster» der schnellste Tourenwagenfahrer. Was der Teamchef der Equipe MB Motorsport aus dem ehemaligen Ford Escort Cosworth von Romeo Nüssli herausholt, verdient Respekt. In 54,809 sec war «Speedmaster» nur 0,9 Sekunden Langsamer als die Rekordzeit von Roger Schnellmann aus dem Jahr 2024, als erstmals nach fünfjähriger Pause in Reitnau wieder gefahren wurde. Apropos Schnellmann: Der Mitsubishi-Pilot hatte sich im Training wie üblich zurückgehalten und packte danach wie schon in La Roche frühzeitig zusammen. «Im zweiten Trainingslauf hatte das Getriebe an meinem Auto selbstständig zwei Gänge heruntergeschaltet, ohne dass wir den Fehler dafür finden konnten. Zwar hat der Motor dabei keinen Schaden genommen, aber aus einer Vorsichtsmassnahme heraus haben wir beschlossen, auf die Rennläufe zu verzichten.»

Speedmaster Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster» hat jeden Zentimeter der Strecke ausgenutzt © Eichenberger

Mit einer Gesamtzeit von 1:52,9 min war Ludovic Monnier mit seinem VW Golf Rally als Gesamtneunter der zweitschnellste Fahrer mit einem Dach überm Kopf. Der schnelle Mann aus Monthey (VS) war im direkten Vergleich mit seinem Vorbesitzer Danny Krieg um 0,7 Sekunden schneller unterwegs als der Schwyzer beim Rennen in Reitnau 2025. «Ich habe schon einige Anpassungen gemacht», meint Monnier. «Vor allem bei der Elektronik. Für mich ist 2026 ein Lern- und Testjahr. Dass es von Rennen zu Rennen immer besser läuft, freut mich natürlich.»

Hinter Monnier landete Christoph Zwahlen mit seinem Porsche 911 auf Platz 10 des Gesamtklassements. Direkt dahinter sicherte sich Markenkollege Bruno Sawatzki zum dritten Mal in Folge volle Punktzahl für die Meisterschaft. Noch dazu gab es zwei Extrapunkte für einen neuen Interswiss-Rekord. Dieser liegt nun bei 56,205 sec. Der Rheintaler führt nach drei Rennen die Meisterschaft bei den Tourenwagen souverän an. Wie einst Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost ist auch Sawatzki ein kalkulierender Pilot. «Mit Blick auf die Meisterschaft muss ich bei den nächsten Rennen in erster Linie meinen Vorsprung verwalten, sauber fahren und immer ein Auge auf den schnellen Stephan Burri werfen. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann angreifen und einen neuen Rekord fahren, dann werde ich das aber auch tun – so wie jetzt am Wochenende in Reitnau.»

Apropos Rekord: Neue Streckenbestzeiten haben in Reitnau auch der Sergio Kuhn in seinem Peugeot 308 TCR (Div. VII), Pierre Mürner auf Porsche 992 GT3 (SuperSérie, Div. I) und Thomas Ruesch auf Honda Civic (Gruppe A) aufgestellt. 

Sawatzki Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bruno Sawatzki fuhr Rekord und führt bei den Tourenwagen © Eichenberger

Alle Klassensieger in Reitnau entnehmen Sie der Übersicht: Thomas Ruesch (Honda Civic Type R, A/ISA/R2/R3), Emeric Betticher (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3, Super Série Comp. bis 3500 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H Tourenwagen bis 2000 cm3), Alain Pfefferlé (Porsche 911 RSR, Gr. H Tourenwagen über 2000 cm3), Markus Brander (Gr. H Rennwagen bis 1600 cm3, March Formel 2), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Gr. N), Jürg Brunner (Renault Clio 2, RCC), Thomas Zürcher (Renault Clio 3, RCC), Hans-Ulrich Seifert (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Bruno Ianniello (Lancia Delta S4, E1 bis 3500 cm3), «Speedmaster» (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Martin Howald (VW Golf, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Roman Marty (Opel Kadett C GT/E, IS bis 2500 cm3), Marco Marte (BMW M3, IS bis 3000 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Bruno Sawatzki (Porsche 991.1 Cup, IS über 3500 cm3), Christian Müller (Formel BMW, E2-SS bis 1600 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3), Markus Bosshard (Dallara GP3, E2-SS bis 3000 cm3), Antonino Scolaro (E2-SC bis 1600 cm3), Michel Zemp (Norma M20, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

In der REGionalen Klasse war Patrick Jakober (VW Golf) mit einer Gesamtzeit von 1:59,052 min der Schnellste. Knapp dahinter folgten Roger Hürzeler (Opel Kadett) und Claudio Grispino (Renault 5 Williams).

Und so geht es weiter:
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, St.Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
12./13. September, Gurnigel
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Monnier Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ludovic Monnier war schneller als Danny Krieg 2025 © Eichenberger

Permalink

26.06.2026 Slalom-Meister Christian Bralla: «Der Titel ist eine grosse Genugtuung!»
Christian Bralla Chamblon 2026 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla (2. oben rechts) mit seinem Team in Chamblon © Eichenberger

Christian Bralla hat sich am vergangenen Sonntag beim Saisonfinale in Chamblon den Titel in der Schweizer Slalom-Meisterschaft gesichert. Wir haben mit dem Tessiner gesprochen.

Auf dem Papier scheint Christian Bralla (48) die Slalom-Saison 2026 dominiert zu haben. Doch mehr als einmal musste der Mann aus Vaglio (TI) seinem Fiat X1/9 im zweiten Lauf alles abverlangen. Seine härtesten Gegner Martin Oliver Bürki und Ludovic Monnier haben ihm das Leben oft nicht einfach gemacht. Umso grösser die Freude über den Titelgewinn. 

Gratulation zu deinem Titel. Das ist der erste Titel für dich, oder? Nach wie vielen Jahren?
Christian Bralla: Ja, das ist mein erster Titel – nach 30 Jahren im Rennsport. Und gerade deshalb hat er für mich einen besonderen Stellenwert. In all diesen Jahren habe ich den Rennsport immer mit grosser Leidenschaft gelebt und mehrere hervorragende Ergebnisse erzielt. Dass ich dieses Ziel nun endlich erreicht habe, ist für mich eine riesige Genugtuung.

Einen Titel zu holen, ist nie einfach. Ab wann wusstest du, dass es klappen könnte?
Mir wurde nach dem zweiten Rennen klar, dass der Titel in Reichweite liegen könnte, als Lionel Ryter in Bière Philip Egli besiegte. In diesem Moment verloren beide wichtige Punkte im Kampf um den Titel, und das ermöglichte es mir, in der Gesamtwertung die Führung zu behalten. Von da an begann ich konkret daran zu glauben, dass es möglich ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Meiner Meinung nach wäre es jedoch korrekter, zwei getrennte Wertungen zu haben: eine für Einsitzer/Formelwagen und eine für Fahrzeuge mit Dach überm Kopf, da zwischen diesen Kategorien grosse Unterschiede bestehen. Schon 2024 hätte ich den Titel gewinnen können, aber mit der Änderung des Reglements hing das Kriterium nicht mehr nur davon ab, wie viele Teilnehmer in der eigenen Gruppe gegeneinander antraten. Abgerechnet wurde bei Gleichstand stattdessen anhand der Gesamtwertung. Trotz dieser bedeutenden Änderung gelang es mir damals, die Meisterschaft auf dem dritten Platz abzuschliessen – ein Ergebnis, das für mich eine grosse Genugtuung war.

Christian Bralla Chamblon 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bralla liess in Chamblon nichts mehr anbrennen © Eichenberger

Du warst bei mehreren Rennen nach dem ersten Lauf «nur» Zweiter – hinter Bürki oder Monnier. Du hast dann aber im zweiten Durchgang das Blatt jeweils immer noch wenden können. Brauchst du diesen Druck? Fährst du dann noch besser?
Grundsätzlich würde ich sagen, dass der Druck keinen besonderen Einfluss auf meine Fahrweise hat. Wenn ich mir die Ergebnisse der letzten Jahre anschaue, ist es mir immer gelungen, hervorragende Leistungen zu erzielen. Natürlich kann der Druck auch dazu führen, dass man Fehler macht, vor allem in einer hart umkämpften Meisterschaft. In diesem Fall ist es mir jedoch gelungen, bis zum Schluss einen klaren Kopf zu behalten und konzentriert zu bleiben. Auch dank der schrittweisen Leistungssteigerung des Autos konnte ich mich von Rennen zu Rennen immer besser entfalten. Die Grundlage für alles bleibt jedoch die grosse Leidenschaft für diesen Sport, die mich antreibt, weiterzumachen und stets zu versuchen, mich zu verbessern.

Und wie gross war die Hilfe von Chico Darani?
Ich habe Chico in den ersten Jahren kennengelernt, als ich mit dem Motorsport angefangen habe, und von da an hat sich sofort eine hervorragende Beziehung entwickelt, aus der später eine grosse Freundschaft geworden ist. Selbst als wir gemeinsam an Rennen teilnahmen und somit in Konkurrenz zueinander standen, sind wir immer sehr eng verbunden geblieben und hatten ein ausgezeichnetes Verhältnis zueinander. Für mich ist das etwas sehr Schönes und Besonderes, denn es zeigt, dass in diesem Sport neben dem Wettkampf auch echte Beziehungen entstehen und bestehen bleiben können. Es hat mich ausserdem sehr gefreut, dass am vergangenen Wochenende neben meiner Familie, die mich immer unterstützt, auch mehrere Freunde aus dem Tessin gekommen sind, um mich anzufeuern. Ihre Anwesenheit und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl in einem so wichtigen Moment zu spüren, hat mir sehr viel bedeutet.

Wirst du 2027 deinen Slalom-Titel verteidigen?
Ja, ich werde nächstes Jahr wieder an den Start gehen und versuchen, meinen Titel zu verteidigen.

Christian Bralla Chamblon 2026 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einer der ersten Gratulanten war Chico Darani (rechts) © Eichenberger

Permalink

Gesellschafter

Mitglied von

Ausrüster