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20.01.2022 Motorsport-Vereine in der Schweiz: Teil 1, die Equipe Bernoise
Logo Equipe Bernoise Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Logo der EB: ein 74er-Shadow Formel 1

In der Schweiz gibt es zahlreiche Vereine, die sich dem Motorsport verschrieben haben. Auto Sport Schweiz stellt sie in loser Folge vor. Wir fangen an mit der Equipe Bernoise.

Wer Fussballspielen will, geht bei uns zum Dorfverein. Wenn es keinen gibt, weicht man ins Nachbardorf aus. Mehr als 1400 Fussball-Vereine zählt die Schweiz. Davon träumen wir Motorsportler nur. Und dennoch: Wir haben in der Schweiz mehr Vereine, die sich dem Rennsport verschrieben haben, als man denkt.

So zum Beispiel die Equipe Bernoise, die 1964, also vor 58 Jahren, gegründet wurde. Um bei der EB Mitglied zu werden, muss man nicht zwangsläufig aus dem Kanton Bern stammen. Der Club von motorsportlich Begeisterten hat Zulauf aus der ganzen Schweiz. Zu den bekannten Grössen bei der EB zählen u.a. Marcel Fässler, Neel Jani, Nico Müller, Rahel Frey, Jo Zeller, Marcel Steiner, Fredy Amweg sowie die ASS-Vorsitzenden Paul Gutjahr und Andreas Michel. Zurzeit zählt der Verein rund 400 Mitglieder, 2019, im vorerst letzten Corona-freien Jahr, haben davon 70 eine Rennlizenz bei Auto Sport Schweiz gelöst.

Nebst der Ausübung des aktiven Automobilrennsportes mit gegenseitiger Unterstützung in technischen, fahrerischen oder motivatorischen Belangen, bietet der Verein seinen Fahrern die Gelegenheit, unter dem Namen Equipe Bernoise mit der ASS-Bewerberlizenz an motorsportlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Ausserdem profitieren Club-Mitglieder der EB von zahlreichen Aktivitäten. In einer vereinsinternen Meisterschaft wird jährlich die beste EB-Fahrerin respektive der beste EB-Fahrer erkoren. Ausserdem gibt es inzwischen jeden Dienstagabend eine Simracing-Veranstaltung. «Weiter organisieren wir eine Reihe geselliger Anlässe wie Schneeweekend, Brätliabend, Chlousehöck, Sonderstämme sowie gemeinsame Besuche von Rennen», sagt Evelyne Woodtli, die Präsidentin der EB. Am Wichtigsten sei ihr aber «die gegenseitige Beratung, der Austausch von Erfahrungen und die Pflege der Kameradschaft».

Bekannt ist die EB auch für die Austragung des Automobilslaloms in Ambri sowie die Testtage am selben Ort. 2021 hat die EB trotz anhaltender Corona-Krise den Slalom zum elften Mal insgesamt und zum ersten Mal als Doppelveranstaltung ausgetragen. Zuvor hat man mindestens einmal pro Jahr ein Rundstreckenrennen organisiert – sei es in Eigenregie oder als Co-Veranstalter.

Eine einfache Mitgliedschaft bei der EB kostet 90.- CHF. Plus eine einmalige Gebühr von 20 Franken. Will man unter EB-Banner Rennen fahren kostet die Mitgliedschaft 110.- plus die 20 Franken. Junior-Mitglieder bezahlen 30.- Franken (ohne zusätzliche Gebühr). Um immer auf dem Laufenden zu sein, erhält jedes Mitglied fünf Mal im Jahr das Club-Organ «EB-News».

Weitere Infos zur EB gibt es im Internet unter www.equipebernoise.ch

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19.01.2022 Feller fährt DTM
Feller Ricardo DTM 2022 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller fährt 2022 für ABT Sportsline in der DTM

Ricardo Feller wechselt vom ADAC GT Masters in die DTM. Der junge Aargauer fährt dort für ABT Sportsline.

Ricardo Fellers Bemühungen haben sich ausbezahlt. Der junge Aargauer hat nach seinem Titel im ADAC GT Masters einen Vertrag in DTM an Land gezogen. Feller wird 2022 für Abt Sportsline einen dritten Audi pilotieren. Dabei trifft er auf zwei routinierte Fahrer: Kelvin van der Linde, DTM-Dritter 2021, und René Rast, dreimaliger DTM-Champion.

«Es ist einfach cool, dass dieser Traum nun wahr wird», meint Feller. «Ich will mich in der DTM mit den Besten messen, und bei ABT Sportsline bin ich da genau richtig. Mir ist bewusst, dass 2022 eine Herausforderung wird. Unabhängig von meinen Teamkollegen wird der Wettbewerb in der DTM wahrscheinlich noch einmal stärker sein als im vergangenen Jahr. Ich will mich mit den Besten messen – und die fahren aktuell in der DTM.»

Für Feller geht es Anfang April mit den offiziellen DTM-Testfahrten in Hockenheim los. Die Saison mit insgesamt acht Rennwochenenden startet dann vom 30. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão.

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17.01.2022 Weekend-Report 01/2022
Zacchia Dubai Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steve und Patrick Zacchia gewannen in Dubai die TCX-Klasse

Der Weekend-Report ist wieder zurück. Diesmal mit Paris-Dakar und den 24h von Dubai, bei denen es einen Schweizer Klassensieg gab.

Bei den 24 Stunden von Dubai gibt es für die Schweizer gewöhnlich immer etwas zu bejubeln. Auch diesmal – bei der 17. Ausgabe. Für den Schweizer Klassensieg waren 2022 Patrick und Steve Zacchia verantwortlich. Das Vater-Sohn-Gespann aus Yverdon-les-Bains dominierte das Geschehen auf ihrem Ligier JS2 R in der Klasse TCX fast nach Belieben und sicherte sich nach 24 Stunden souverän den Sieg.

Auch in der TCE standen mit Yannick Mettler und Miklas Born (Team AC Motorsport, Platz 2) sowie Gustavo Xavier (Autorama Motorsport, Platz 3) drei Schweizer auf dem Podium. Ohne das kaputte Differenzial und einem gebrochenen Dämpfer wäre wahrscheinlich sogar der Klassensieg bei den TCR-Autos für Mettler/Born möglich gewesen. Zum Zeitpunkt des Schadens lagen die beiden auf jeden Fall in Führung. Für das Team Autorama Motorsport aus Wetzikon endeten die 24 Stunden von Dubai auf den Rängen 3 (#112), 4 (#111) und 6 (#116). «Mit diesen Plätzen sind wir zufrieden», sagt Teamchef Stefan Tanner. «Dubai ist immer unglaublich hart. Das Team und die Fahrer (darunter der Drittplatzierte Xavier sowie die Viertplatzierten Jasmin Preisig und Fabian Danz) haben aber einen tollen Job gemacht.»

Keinen Podestplatz gab es für die Schweizer in der GT-Klasse. Während der Gesamtsieg an das Team MS7 by WRT ging, schieden diverse Schweizer schon früh aus. So zum Beispiel der Lamborghini Rolf Ineichen und Adrian Amstutz. Oder die beiden Fach-Porsche, auf denen unter anderen Alexander Fach und Dominik Fischli eingeteilt waren. Gar nicht erst am Start stand der Gesamtsieger von 2017, Daniel Allemann, nach einem Trainingsunfall.

So wurde Raffaele Marciello einmal mehr bester Schweizer. Der seit Jahren mit Schweizer Lizenz fahrende Tessiner, der seit diesem Jahr nun auch mit Schweizer Flagge auf Auto und Overall fährt, wurde Gesamtvierter. Im Ziel fehlten nach 24 Stunden 7,7 Sekunden auf Platz 3…

Marciello Raffaele Dubai 2022 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Raffaele Marciello fuhr knapp am GT-Podest vorbei

Stolz dürfen auch die Schweizer sein, die bei der Dakar Sieger: Nasser al-Attiyah) teilgenommen haben. Denn alle kamen ins Ziel. Das Rebellion-Duo Alexandre Pesci/Stephan Kuhni belegte im Hauptfeld Platz 51. Die Fribourger Paolo und Matteo Sottile sahen bei den leichten Prototypen die Zielflagge als 26. Jérôme de Sadeleer und sein französischer Navigator Michael Metge lagen lange unter den Top 10 in der Klasse SSV. Mechanische Probleme warfen sie auf Rang 25 zurück.

Auch die vier Teams, die in der historischen Kategorie an den Start gingen, kamen allesamt ins Ziel. Das beste Duo war Cédric Zolliker/Benoit Burnier (Toyota) auf Rang 28. Die weiteren Platzierungen: Antonio Garzon/Guillermo Baeza (Toyota) auf Platz 57, Philippe Maréchal/Jean-François Baud (Range Rover) auf Platz 107 und Mario Jacober/Sladan Miljic (Lada) auf Platz 122.

De Sadeeler Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jérôme de Sadeleer lag in der Klasse SSV lange unter den Top 10

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14.01.2022 Delétraz, Müller und Beche fahren WEC
Louis Deletraz WEC 2022 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Louis Delétraz fährt die WEC mit Robert Kubica

Die Sportwagen-WM boomt. Immer mehr Hersteller bekennen sich zur WEC. Und auch die Delegation der Schweizer Rennfahrer wächst.

Die WEC (World Endurance Championship) wird auch 2022 aus Schweizer Sicht spannend bleiben. Sperrspitze Sébastien Buemi ist bei Toyota in der Hyperklasse gesetzt. Der Mann aus Aigle wird in diesem Jahr aber deutlich mehr Gegenwind spüren als bisher. Neben dem Schwesterauto wird vor allem WEC-Rückkehrer Peugeot mit zwei Autos, auf denen u.a. die ehemaligen F1-Piloten Kevin Magnussen, Jean-Eric Vergne und Paul di Resta fahren, für mehr Abwechslung sorgen.

Auch in der LMP2 sind Schweizer am Start. Louis Delétraz hat bei Neueinsteiger Prema neben Robert Kubica und dem Italiener Lorenzo Colombo einen Vertrag unterschrieben. Der Genfer freut sich auf seine neue Herausforderung. «Es ist nicht nötig, das Team vorzustellen, ich bin viele Jahre gegen Prema im Formelsport gefahren und der Erfolg, den sie hatten, spricht für sich selbst. Das Team muss im Langstreckenbereich noch viel lernen, aber wir haben grosse Ambitionen, talentierte Leute und eine Menge Motivation.» Delétraz wird neben der WEC auch die komplette Saison in der IMSA absolvieren. Dort fährt der ehemalige F1-Testfahrer für den US-Rennstall Tower Motorsport – u.a. tritt er dort gegen Fabio Scherer (High Class) an.

Neben Delétraz bestreitet auch Nico Müller die WEC. Der Berner, der parallel in der DTM auf einem Audi auf Punktejagd geht, fährt für das britische Team Vector Sport. Müller kann dabei von der Erfahrung eines sehr routinierten Piloten lernen: Sébastien Bourdais. Der Franzose stand in Le Mans schon 14. Mal am Start. Drei Mal wurde er Gesamtzweiter, 2016 gewann er die GTE Pro. Dritter Fahrer im Team von Müller der Ire Ryan Cullen. Müller hat vergangene Woche die ersten Testfahrten im spanischen Almeria hinter sich gebracht. «Die Strecke ist nicht unbedingt ideal für diese Art Autos», sagt Müller. «Aber es hat gut getan, wieder einmal in einem Auto mit viel Abtrieb zu sitzen.»

Ebenfalls zurück in der LMP2 ist Mathias Beche. Der Westschweizer fährt für ARC Bratislava. Wie Müller und Delétraz sitzt auch er in einem Oreca 07.

Mueller nico 2019 hockenheim2 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fährt Nico Müller in der WEC genauso aufs Podium wie in der DTM?

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13.01.2022 Rallye Chablais mit zwei neuen Kategorien
Chablais Programme Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das Programm der Rallye du Chablais wird 2022 erweitert © Eichenberger

Die Rallye du Chablais (2.-4. Juni) bietet dieses Jahr zwei neue Kategorien an. Eine davon betrifft Fahrzeuge mit alternativen Energien.

Die vom 2. bis 4. Juni 2022 stattfindende Rallye du Chablais entwickelt sich weiter und wird bei ihrer 18. Ausgabe zwei neue Kategorien am Start haben. Eine davon hat zuletzt bei der Rallye du Valais seine Premiere gefeiert: die FIA Europameisterschaft der historischen Rallyefahrzeuge, die im Rahmen der Tour European Rally (TER) ausgetragen wird. Sie besteht 2022 aus neun Läufen in ganz Europa. Die Rallye du Chablais wird der dritte Lauf dieses Wettbewerbs sein.

Neue Wege bestreitet die «Chablais» auch bei den alternativen Energien als Veranstalter der ersten ENRS-E-Rallye (Energies Nouvelles Régularité Sportive). Die Fahrzeuge, die an der Veranstaltung teilnehmen dürfen, müssen zu 100 % elektrisch, mit Hybridantrieb oder mit Wasserstoff oder anderen Energieträgern (Erdgas) betrieben werden. Vorgesehen sind zwei Etappen von Aigle aus, auf denen ein vorgegebener Durchschnittswert von 49,9 km/h nicht überschritten werden darf. Zur Teilnahme an der ersten ENRS-E-Rallye kann eine Tageslizenz gelöst werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Veranstalters: www.rdch.ch

2022 europemap ehrc graphic final Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Kalender des FIA Historic Rally European Championship 2022

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