Levier (FRA) 31.5.26

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30.04.2026 Remo Fischer: «Mein Arzt meinte, ich müsse das Hobby wechseln!»
Fischer Lehmann Biere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Remo Fischer (l.) und sein Mechaniker Matthias Lehmann © Eichenberger

Der Slalom von Bière war erst sein drittes Autorennen. Dennoch hat Remo Fischer mit seinem frisch aufgebauten Ford Escort Cosworth schon einmal eine Duftmarke gesetzt. Sein Ziel für dieses Jahr: die komplette Schweizer Berg-Meisterschaft bestreiten.

Fast aus dem Nichts war am vergangenen Samstag Remo Fischer (41) der schnellste Tourenwagenfahrer beim Slalom von Bière. Selbst er staunte über seine Fabelzeit im zweiten Lauf.

Du bist nach Dino Wintsch der zweite Tourenwagenfahrer, der dieses Jahr bei einem Slalom mit der Tagesbestzeit überrascht. Hast du das erwartet?
Remo Fischer: Nein, ganz und gar nicht. Erst recht, weil ich am Morgen noch gar nicht auf Touren kam. 

Du bist noch nicht lange dabei, oder?
Nein, ich habe letztes Jahr in Oberhallau mein erstes Rennen bestritten. Danach wollte ich eigentlich am Gurnigel starten, aber weil in Oberhallau die Radnabe kaputt ging, konnte ich erst wieder in Les Paccots fahren. In Frauenfeld hatte ich wiederum technische Probleme und musste aufladen. Der Slalom in Bière war also erst mein drittes Autorennnen.

Du bist zuvor gar nie gefahren?
Doch, ich bin bis 30 Kart gefahren. Dann musste ich aufhören, weil ich mir eine Rippe fünf Mal gebrochen habe. Der Arzt hatte mir gesagt, ich müsse mein Hobby wechseln. Also meinte ich: «Dann fahre ich halt Bergrennen!»

Warum ausgerechnet Bergrennen?
Ich muss zugeben: Bis 18 wusste ich gar nicht, dass wir in der Schweiz Bergrennen haben. Aber dann sah ich ein Video von Autos, die flammenspeiend den Berg hoch gefahren sind. Da wollte ich das auch. 

Seit wann bist du dieses Auto am Aufbauen?
Das ist der zweite «Cossie», den ich aufgebaut habe. Den ersten habe ich nach den Regeln des Performance factors konstruiert. Aber dann wurden die Regeln angepasst und viel Arbeit war umsonst. Dann habe ich einen zweiten Cossie gekauft, das Auto von Werner Hofer – und für dieses konnte ich viele Teile, die ich bereits fürs erste Auto gemacht habe, verwenden.

Front- und Heckspoiler fallen durch ihre Grösse ins Auge.
Ja, ich konnte lange nicht fahren, habe aber immer weitergebaut… Ich bin auch noch nicht fertig. Der Unterboden ist noch original. Da kommt auch was Eigenes. Die ganze Technik stammt aus Österreich – von Gabat Tuning.

Der Slalom in Bière war für dich nur ein Training.
Ja, das stimmt. Mein Fokus liegt ganz klar auf den Bergrennen. Und da will ich dieses Jahr die komplette Saison bestreiten.

Mit welchem Ziel?
Auto und Strecken kennenlernen. Ich kenne bisher ja nur Oberhallau und Les Paccots. 

Remo Fischer Biere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fischer war am Samstag in Bière schnellster Tourenwagenfahrer © Eichenberger

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30.04.2026 Vorschau Slalom Ambri: Läuft es auf einen Dreikampf hinaus?
Slalom Ambri myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Slalom in Ambri bietet eine fantastische Kulisse © myrally.ch

Am Wochenende finden in Ambri die Läufe 4 und 5 der diesjährigen Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Die besten Karten – mit Blick auf den Titel – haben Christian Bralla (Fiat X1/9), Christophe Oulevay (VW Scirocco) und Alessandro Grispino (Renault Clio R3). 

Es geht Schlag auf Schlag. Am kommenden Wochenende finden auf dem Flugplatz in Ambri bereits die Läufe 4 und 5 zur diesjährigen Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Nur noch vier Fahrer haben nach den Slaloms in Frauenfeld und Bière noch eine weisse Weste:

Christian Bralla, Vaglio, E1/Fiat X1/9
Alessandro Grispino, Steinen, ISA/Renault Clio
Andreas Helm, Otelfingen, IS/VW Polo
Christophe Oulevay, Chavornay, IS/VW Scirocco

Einer davon hat sich im Kampf um den Titel vor Ambri aus dem Rennen genommen: Andreas Helm wird bei den beiden Läufen im Tessin fehlen. Der VW-Polo-Pilot aus Otelfingen (ZH) wird am Wochenende beim Bergrennen in Eschdorf (LUX) antreten. Läuft also alles auf ein Dreikampf zwischen Lokalmatador Christian Bralla, Scirocco-Pilot Christophe Oulevay und Vorjahresmeister Alessandro Grispino hinaus? Letzterer hatte vor der Saison noch gemeint, dass er aus schulischen Gründen wohl kaum die ganze Slalom-Saison bestreiten kann. Das sieht – Stand heute – besser aus. Fakt ist: Kämen am Ende alle auf das Punktemaximum, dann hat Bralla die besten Karten, weil er jeweils am meisten Konkurrenten hat. Aber das werden wir dann beim Finale in Chamblon am 21. Juni noch früh genug sehen.

Oulevay Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Liegt gut im Rennen um einen Podestplatz: Christophe Oulevay © Eichenberger

Auch bei den Junioren stehen noch vier Fahrer ohne Verlustpunkte da. Auch dort ist also Spannung angesagt.

Steven Chiquita, Orbe, E1/BMW E30
Alessandro Grispino, Steinen, ISA/Renault Clio
Ursanne Salomon, Fregiécourt, E2-SS/Dallara Formel 3
Mario Schöpfer, Escholzmatt, IS/VW Polo

Organisiert wird der Automobilslalom in Ambri von der Equipe Bernoise – und das bereits zum 16. Mal. Zum fünften Mal werden in der Leventina am Samstag und am Sonntag Punkte vergeben. Den ersten Doppellauf gab es 2021. Beide Rennen werden in dieselbe Richtung ausgetragen – mit je 55 Toren. Samstag und Sonntag sind aber auf der Geraden Richtung Gotthard nicht identisch «ausgeflaggt».  

Los geht es am Samstagmorgen ab 8.30 Uhr mit den ersten Besichtigungs- und Trainingsläufen. Ab 14.20 Uhr geht es mit dem Rennbetrieb los. Am Sonntag wird ebenfalls ab 8.30 trainiert. Der erste Rennlauf findet um 14.25 Uhr statt. Weitere Infos findet man unter diesem Link

Bralla Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla: Kann er Schweizer Slalom-Meister werden © Eichenberger

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29.04.2026 1. Mai 2026 – Geschäftsstelle geschlossen

Am kommenden Freitag, 01. Mai 2026 (Tag der Arbeit), bleibt die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz geschlossen.

Ab Montag, 04.05.2026 stehen wir Ihnen zu den gewohnten Büroöffnungszeiten gerne wieder zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Auto Sport Schweiz

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29.04.2026 Pausierender Thomas Amweg: «Ich kam mir manchmal vor wie Fernando Alonso!»
Amweg Volluz Darbellay Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Amweg (links) mit Volluz und Darbellay in La Roche 2025 © Eichenberger

Thomas Amweg wird dieses Jahr keine Schweizer Berg-Meisterschaft bestreiten. Das hat der Aargauer eineinhalb Monate vor dem Saisonstart in Hemberg bestätigt. Amweg konzentriert sich dieses Jahr auf historische Berg- und Demo-Veranstaltungen.

Schade, kann man nur sagen. Aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Thomas Amweg wird in diesem Jahr kürzer treten. Der 41-jährige Familienvater aus Ammerswil im Kanton Aargau macht eine Pause. «Ich werde dieses Jahr keine Rennen zur Schweizer Meisterschaft bestreiten», sagt der Vorjahresvierte.

Gründe dafür gibt es gleich mehrere. Der zentralteste ist der finanzielle Aufwand. Und die Tatsache, dass der Nova Proto, den Amweg 2025 bewegte, nicht ihm gehört. «Ich bin nicht gratis gefahren. Ich musste mich an der Finanzierung beteiligen; quasi als Miete – und überhaupt ist alles teurer geworden», sagt Amweg. «Weil das Auto nicht mir gehörte, kann ich das auf diesem Niveau nicht mehr verantworten. Ich möchte mich an dieser Stelle aber bedanken – vor allem bei ‹Phimmo Racing›. Ohne deren Unterstützung hätte ich vieles, was ich bisher im Motorsport erlebt habe, nicht erleben können. Es gab zahlreiche unvergessliche Momente. Ich erinnere da nur an die Möglichkeit, die mir geboten wurde, als ich den ehemaligen Formel-1-March von Jo Siffert fahren durfte.»

Amweg Thomas 2025 La Roche Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Amweg 2025 auf dem Nova Proto von Phimmo Racing © Eichenberger

Auf die letzten Jahre zurückblickend meint Amweg: «Manchmal kam ich mir vor wie Fernando Alonso: Oft sass ich zum falschen Zeitpunkt im richtigen Auto…» 2025 war für Amweg ein besonders ärgerliches Jahr. Technische Probleme bremsten ihn in Reitnau und am Gurnigel ein und sorgten dafür, dass er beim Finale in Les Paccots gar nicht mehr fahren konnte. «Ohne diese Probleme hatte mich eigentlich nur einer fest im Griff: Robin Faustini. Und in La Roche war Joël Volluz schneller. Hätte ich nicht so viele Schwierigkeiten gehabt, wäre ich sicher Zweiter geworden.»

Die Entscheidung, eine Pause einzulegen, bedeutet jedoch keineswegs einen Rückzug aus dem Motorsport. Im Gegenteil: Amweg wird in diesem Jahr bei ausgewählten historischen Rennen mit dem Eigenbau-Fahrzeug am Start stehen – so u.a. in der Lenzerheide, in Arosa und bei der Bernina Classic. «Und wenn wir die Ersatzteile rechtzeitig kriegen, sind wir auch beim GP Mutschellen am 3. Mai dabei.»

Und wie gesagt: Aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Amwegs Blick richtet sich bereits nach vorne: Für die Saison 2027 sind neue Ideen und möglicherweise ein spannendes Projekt in Planung. «Ziel ist es, gestärkt und mit frischer Motivation in den aktiven Bergrennsport zurückzukehren und erneut ambitionierte Ziele zu verfolgen», so der Gurnigel-Sieger von 2019 und Streckenrekordhalter in Arosa respektive Bernina.

Amweg Thomas Arosa 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
2026 wird Amweg mehr Rennen mit dem Eigenbau absolvieren © Eichenberger

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29.04.2026 Viel Action beim Sim-Racing-Abend der Young Drivers
Laneve Russell Martinez Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 3: Damiano Laneve, Neil Russell und Raul Martinez © Eichenberger

Gestern Dienstag fand im Rahmen des Young Drivers Projekts ein Sim-Racing-Abend statt. Gefahren wurde simultan im Simcenter in Lyss (BE) und im Züriring in Dietikon (ZH).

Elf Fahrer haben sich gestern Dienstag aufgeteilt auf die Simcentern in Lyss und in Dietikon sportlich gemessen. Und hätte man ihnen nach 22 Uhr nicht irgendwann den Saft abgedreht – sie wären vermutlich immer noch am Fahren… Super viel Spass habe es gemacht, meinte Gianluca Bogo, einer der Fahrer, stellvertretend für seine Kollegen.

Gefahren wurden zwei freie Trainings, ein Qualifying und ein 25-minütiges Rennen. Sinn der Übung war in erster Linie das Kennenlernen der Strecke von Bresse in Frankreich. Auf dieser wird am 25. August im Rahmen des YDP ein Formel-4-Test mit Jenzer Motorsport ausgetragen. Für einige war die Strecke und der F4-Tatuus neu, andere haben am Simulator und in Echt schon 2025 Erfahrungen gesammelt. Einer davon, Neil Russell, hat seine Erfahrung dann auch souverän ausgespielt und durfte sich – standesgemäss mit Lorbeerkranz – als Sieger feiern lassen. Ob Zufall oder nicht – Platz 2 ging an seinen UBIQ-Teamkollegen Damiano Laneve, der zum ersten Mal beim YDP dabei ist. Dritter wurde Raul Martinez, der wie Russell schon 2025 einen sehr soliden Eindruck im Formel 4 hinterlassen hat; sei es im Simulator und in Echt. Die schnellste Rennrunde ging in 1:17,424 min nach Lyss an Alexis Genolet, dem Vorjahreszweiten des Programms. Der Genfer stiess aufgrund schulischer Verpflichtungen etwas später dazu, stellte seine Qualitäten aber auch ohne Trainingseinheiten unter Beweis.

In Dietikon ging es nach dem offiziellen Teil noch weiter. Züriring-Inhaber Tom Mächler liess die Jungs noch ein zweites Rennen fahren: den Grand Prix von Zürich. Auch hier ging es ordentlich zur Sache, wobei sich Orlando Eisenreich die Pole-Position und Gianluca Bogo den Sieg sicherte. Letzterer fuhr nebenbei alle Session auf einem Full-Motion-Simulator. Wann bei ihm das Zittern am ganzen Körper aufhörte, entzieht sich unserer Kenntnis… «Ich spür’s auf jeden Fall ganz schön im Rücken», meinte Bogo.

Ein spezielles Dankeschön geht an dieser Stelle an die Crew im Züriring, David Emch von der Kartbahn Lyss und Stefan Frank von der RacingFuel Academy in Horgen. Ohne ihre Fähigkeiten wäre es nicht machbar gewesen, das Rennen simultan an zwei Orten gleichzeitig stattfinden zu lassen.

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Alexis Genolet Sim Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fuhr die schnellste Rennrunde: Alexis Genolet © Eichenberger

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28.04.2026 Weekend-Report 11/2026
Hirsiger Valente RBR 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schweizer auf dem Podium: Hirsiger (3.v.l.) und Valente (2.v.l.) © ADAC

Das vergangene Wochenende stand aus Schweizer Sicht ganz im Zeichen des Auftaktsieges von Felix Hirsiger im ADAC GT Masters. Es gab aber noch weitere Schweizer Podestplätze.

Das ADAC GT Masters war für Schweizer Rennfahrer schon immer ein gutes Pflaster. Man denke da zurück an Patric Niederhauser, der 2019 die Gesamtwertung gewann. Ricardo Feller, der 2021 den Titel holte. Oder Alexander Fach jr., der in den vergangenen zwei Jahren in der ProAm-Wertung reüssierte. Am vergangenen Wochenende kam dank Felix Hirsiger ein weiterer solcher Meilenstein dazu. Der GT-Masters-Neuling gewann beim Auftaktrennen am Red Bull Ring (AUT) nicht  nur auf Anhieb in einem Herzschlagfinale sein erstes Rennen, mit Platz 3 im zweiten Lauf hat der Lamborghini-Pilot auch gleich die Meisterschaftsführung übernommen. Aus Schweizer Sicht lief es im ersten Rennen sogar noch besser: Alain Valente sicherte sich auf einem Ford Mustang Rang 3. Im zweiten Lauf wurde er Neunter. «Die Leistungsunterschiede zwischen den Autos machen das Überholen nicht einfacher. Im Mittelsektor ist der Lamborghini etwas stärker, in den anderen beiden der Ford», erklärte Hirsiger. «Mir war klar, ich muss mein Auto richtig managen, um am Ende nochmal Druck aufzubauen. Das hat sehr gut funktioniert.» Am Sonntag nach dem zweiten Rennen meinte der ehemalige Trofeo-Pirelli-Europe-Sieger: «Jetzt, wo wir vorne sind, wollen wir die Tabellenführung natürlich nicht mehr abgeben…»

Nicht ganz so erfolgreich lief es den Schweizer Vertretern am selben Ort in der DTM. Ricardo Feller holte mit den Plätzen 9 und 12 einige Punkte. Dasselbe gilt für Emil Frey Racing: Beim Heimspiel der Partner BWT, Windhager und Red Bull gelang es dem Schweizer Team, mit beiden Ferrari 296 GT3 Evo an beiden Renntagen Punkte zu sammeln. Während es auf der Strecke phasenweise an Pace fehlte, überzeugte die Mannschaft insbesondere bei den Boxenstopps mit den schnellsten Zeiten im gesamten Feld.

Ein neues Abenteuer hat auch für Mike Müller begonnen. Der Fahrer aus dem Team Topcar hat in Oschersleben (GER) am ersten Rennwochenende des neuen VW Polo Cup die Plätze 3 und 5 an Land gezogen. Müller lag auch im zweiten Rennen lange auf Podestkurs. «Doch in der letzten Runde hat mein Auto angefangen zu hüpfen und ich musste noch zwei Positionen hergeben.»

Einen Schweizer Sieg gab es auch in der italienischen GT-Meisterschaft. BMW-Werksfahrer Raffaele Marciello gewann in Imola (ITA) zusammen mit Teamkollege Jens Klingmann den zweiten Lauf und führt die Meisterschaft an. Serien-Neuling Jasin Ferati holte bei seinem Debüt (ebenfalls auf BMW) als Fünfter des zweiten Rennens seine ersten acht Punkte.

Mike Mueller Oschersleben 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mike Müller: Erstes Rennen, erstes Podium © VW Polo Cup

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27.04.2026 Doppel-Slalom Bière: Einmal Egli, einmal Ryter
Ryter Egli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Tagessieger: Lionel Ryter und Philip Egli © Eichenberger

Philip Egli und Lionel Ryter teilten sich beim Doppel-Slalom in Bière die Tagessiege. Bei den Tourenwagen gewann aus dem Nichts Remo Fischer am Samstag und Christian Bralla am Sonntag. Letzterer könnte ein heisser Anwärter auf den Schweizer Meistertitel im Slalom 2026 sein.

Der Doppel-Slalom von Bière (VD) am vergangenen Wochenende war beste Werbung für den Schweizer Motorsport. Abgesehen von ein paar Unterbrechungen, und die gehören halt einfach dazu, haben die Rennen oberhalb des Genfersees am Jurasüdfuss bei traumhaftem Frühlingswetter für viel Spektakel und haufenweise zufriedene Gesichter bei Fans und Teilnehmenden gesorgt.

Allein der Kampf um die beiden Tagessiege war das Eintrittsgeld wert. Am Samstag war es Philip Egli, der mit seinem insgesamt 59. Tagessieg die Zuschauer begeisterte. Nach dem ersten Rennlauf lag der gebürtige Glarner auf seinem Formel-3-Dallara noch mehr als eine Sekunde hinter Herausforderer Lionel Ryter zurück. Im zweiten Durchgang drehte Egli auf und fuhr in 2:21,58 min Bestzeit. Ryter, der nach ihm startete, konnte nicht mehr kontern. Im «Motodrom» ging an seinem Formel Renault 2.0 ein Bolzen der hinteren Radaufhängung kaputt. Mit 35 Hundertstelsekunden Vorsprung gewann Egli das zweite Duell dieses Jahres (nach Frauenfeld). Das dritte am Sonntag verlief genau umgekehrt. Diesmal lag Egli nach dem ersten Heat vorne; allerdings nur, weil Ryter eine Pylone touchierte und deswegen zehn Strafsekunden aufgebrummt bekam. Im zweiten Lauf musste also diesmal der Walliser liefern und die 2:18,21 min von Egli schlagen. Das gelang Ryter – in 2:17,19 min. Egli konnte seine Zeit aus dem ersten Lauf nicht mehr verbessern. Eine gebrochene Antriebswelle kurz vor dem Bahnübergang beendeten die Hoffnungen auf eine Zeitenverbesserung. «Ich hatte schon im Rechtsbogen nach dem Start keinen Vortrieb mehr», sagt Egli. «Dennoch hat dieses Wochenende und das Duell mit Lionel richtig Spass gemacht. Das war wieder einmal pure Fahrfreude.» Zu einer Neuauflage dieses Zweikampfs wird es 2026 im Slalom leider nicht mehr kommen. Familienpapi Egli hat schon vor der Saison verlauten lassen, dass er dieses Jahr kürzer treten wird. «Ich werde erst wieder beim Bergrennen in Hemberg am Start stehen. Auf die restlichen Slaloms verzichte ich.» 

Aebischer Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gesamtdritter am Sonntag: Etienne Aebischer © Eichenberger

Ein Blick auf die beiden SCRATCH-Ergebnisse von Bière zeigt, dass Ryter bei den verbleibenden Rennen sich nur selber schlagen kann. Der Drittplatzierte Antonino Scolari (Nova Proto) verlor am Samstag 14 Sekunden auf die Bestzeit, Etienne Aebischer (Ligier JS53) fehlten am Sonntag mehr als zehn Sekunden. Drittschnellster Formel-Pilot war an beiden Tagen Samuel Métroz. Was der 23-jährige Walliser aus seinem Formel Arcobaleno herauspresst, ist beeindruckend. Um ein Wörtchen um den Tagessieg mitzureden, bräuchte aber auch er ein noch schnelleres Auto.

Bei den Tourenwagen ist mehr Abwechslung im Spiel. Nach dem Überraschungssieg von Dino Wintsch in Frauenfeld war die Reihe in Bière am Samstag an Remo Fischer auf seinem Ford Escort Cosworth und am Sonntag an Christian Bralla auf seinem Fiat X1/9. Noch wichtiger als der Sieg bei den Tourenwagen war für Bralla der Triumph in seiner Klasse, der E1 bis 2 Liter. In dieser hat er in dieser Saison bisher alle Rennen gewonnen. Wie schon in Frauenfeld hatte er auch in Bière zwei Mal in Folge seinen grössten Konkurrenten Martin Oliver Bürki (BMW E30) bezwungen. Wobei dem Berner im ersten Lauf nur 0,62 sec auf Bralla fehlten. Bralla zählt damit neben Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Christope Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3) und Vorjahres-Champion Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2/R3) zu den vier Fahrern, die nach drei Rennen das Punktemaximum haben. Auf seiner Heimstrecke am kommenden Wochenende in Ambri könnte er die Saisonsiege 4 und 5 anhäufen. Damit wäre er ein heisser Kandidat auf den Titel. «Ich weiss aber noch nicht genau, ob ich beim Saisonfinale in Chamblon auch wirklich dabei bin», dämpft Bralla die Hoffnungen der Tessiner auf einen Schweizer Slalom-Meister.

Fischer Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kam, sah und siegte: Remo Fischer im Monster-Cossie © Eichenberger

Während Brallas Leistungen fast schon zur Tagesordnung gehören, war der erste Tourenwagen-Gesamtsieg von Fischer eine ähnlich grosse Überraschung wie jener von Wintsch in Frauenfeld, der in Bière nebenbei bemerkt seine Top-Darbietung vom Auftaktrennen bestätigte. «Ich habe selber nicht damit gerechnet», meinte der Schwyzer mit einem breiten Grinsen. Zwar lag Fischer schon nach dem ersten Durchgang vorne, dass er seine Bestzeit im zweiten Durchgang aber um mehr als zwei Sekunden verbesserte – damit hatte niemand gerechnet, erst recht, weil er auch den zweiten Trainingslauf sausen lassen musste. Der Triumph bei den Tourenwagen ist umso erstaunlicher, wenn man die Geschichte von Fischer kennt. Sein erstes Autorennen liegt noch nicht lange zurück – in Oberhallau 2025 debütierte er mit seinem «Monster-Turbo-Cossie». Danach fuhr er noch das Bergrennen in Les Paccots. In Frauenfeld konnte er aufgrund von technischen Problemen nicht starten. So gesehen war es also erst sein drittes Rennen! «Den Rest der Saison werde ich mich auf die Bergrennen konzentrieren», sagt Fischer. Die Top 3 der schnellsten Tourenwagen am Samstag rundeten Bralla und Bürki ab. Am Sonntag schafften es Vorjahressieger Christoph Zwahlen (Porsche GT3 Cup R) und Stephan Burri (VW Scirocco) auf die Plätze 2 und 3.

Apropos Burri: Der in den Thurgau «geflüchtete» Berner war am Sonntag als Gesamtzehnter schnellster Interswiss-Pilot und revanchierte sich für die «Niederlage» vom ersten Renntag. Am Samstag war es nämlich IS-Gesamtsieger Arnaud Donzé, der auf seinem VW Golf die Bestzeit aufstellte. Eine starke Leistung zeigte auch Marco Geering. Am Samstag war der Zürcher zweitschnellster IS-Pilot, am Sonntag reichte es dem immer spektakulär fahrenden Opel-Kutscher für Platz 3.

Bralla Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla: heisser Kandidat auf den Titel © Kaufmann

Beim Auftakt zum Renault Classic Cup gingen die Siege an Beat Rohr (Samstag), der seinen ersten Sieg im RCC feierte, und Marc Beyeler (Sonntag). RCC-Serienmeister Thomas Zürcher erwischte ein schwieriges Wochenende. Zwei umgefahrene Pylonen und eine kaputte Antriebswelle bremsten ihn ein. 

Im Suzuki Swiss Racing Cup setzte sich zwei Mal Michaël Béring durch. Am Sonntag war der Vorsprung des Jurassiers auf den Zweitplatzierten Sandro Fehr mit 0,09 sec besonders knapp. Vorjahresmeister und Frauendfeld-Sieger Rico Thomann belegte die Plätze 4 und 3.

Bei den LOCalen Rennen war Roger Büeler auf seinem BMW M3 E46 am Samstag in 2:49,32 min der schnellste Pilot. Am Sonntag war die Reihe in 2:50,05 min an Jérémy Egli auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX.

Alle Klassensieger von Bière im Überblick – Samstag: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition über 2000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Ramon Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Beat Rohr (Renault Clio III, RCC), Willy Waeber (Porsche SC, Historique über 2000 cm3), Jean-Romain Cretegny (Ford Escort RS2000, Historique classique), Jannis Jeremias (Honda Civic, TCR), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Luigi Roberto (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Steven Chiquita (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Christophe Maréchal (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Tobias Meier (Opel Astra, E1 bis 3500 cm3), Remo Fischer (Ford Escort Cosworth, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Arnaud Donzé (VW Golf, IS bis 2000 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 2500 cm3), Vincent Caro (TracKing RC01b, Silhouette bis 1000 cm3), Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1400 cm3), Antonino Scolari (Nova Proto NP03, E2-SC bis 2000 cm3), Etienne Aebischer (Ligier JS53 Evo2 (E2-SC über 2000 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3).

Sonntag: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Pierre Mürner (Porsche 992 GT3, SuperSérie Compétition über 2000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Ramon Hänggi (PSA Transition Trophy Gr. A), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Marc Beyeler (Renault Clio RS3, RCC), Jean-Romain Cretegny (Ford Escort RS2000, Historique classique), Jannis Jeremias (Honda Civic, TCR), Ludovic Ecabert (Citroën Saxo, E1 bis 1400 cm3), Patrick Eggimann (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Allan Mathey (Opel Kadett C GT/E, E1 bis 2500 cm3), Christophe Maréchal (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Vanessa Zenklusen (Subaru Impreza Type R, E1 bis 3500 cm3), Christoph Zwahlen (Porsche GT3 Cup R, E1 über 3500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Urs Banz (Opel Ascona B, IS bis 2500 cm3), Michaël Rollat (Spire GT3, E2-SC bis 1400 cm3), Jesse Handschin (Norma M20FC, E2-SC bis 2000 cm3), Etienne Aebischer (Ligier JS53 Evo2 (E2-SC über 2000 cm3), Lionel Ryter (Formel Renault, E2-SS bis 2000 cm3).

Und so geht es weiter:
2. Mai, Ambri 1
3. Mai, Ambri 2
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon

Metroz Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Was wäre wenn... Samuel Métroz überzeugt im Arcobaleno © Eichenberger

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27.04.2026 «Speedmaster» gewinnt mit Ex-Nüssli-Ford
Speedmaster Ford Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster»: Erster Tagessieg unter Pseudonym © Archiv «Speedmaster»

Am Wochenende standen einige Schweizer Bergrennfahrer im Ausland im Einsatz. Darunter Reto Meisel, «Speedmaster», Victor darbellay und Roland Bossy.

Gleich bei drei internationalen Bergrennen im Ausland waren Schweizer am vergangenen Wochenende erfolgreich mit von der Partie. Beim Grossen Bergpreis von Österreich, dem ersten Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft 2026 am Rechberg in der Steiermark, gewann der mit tschechischer Lizenz startende Urner Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi Evo 7 RS überlegen die FIA-Kategorie 1 vor dem Bulgaren Niki Zlatkov im Audi Quattro S1 (8,68 zur.) und Reto Meisel im Mercedes SLK340-Judd (+9,69).

Vorjahressieger Reto Meisel haderte auf der 4,44 km langen Strecke mit seinen gebrauchten Reifen («die neuen Reifen kamen nicht rechtzeitig»), hatte in manchen Passagen nicht das volle Vertrauen ins Auto und riskierte daher nicht sein letztes Hemd. Gegen die zwei stärksten Allrad-Turbomonster hätte der Vorjahressieger am Rechberg wohl auch mit neuen Gummis einen schweren Stand gehabt, kam aber wenigstens noch als Dritter aufs Podium.

Der Tagessieg ging an Titelverteidiger Christian Merli vor dem nach zwei Läufen nur um 34 Hundertstel zurückliegenden Vorjahressieger Kevin Petit aus Frankreich und den Tschechen Petr Trnka (alle Nova NP01). Der Jurassier Jean-Jacques Maître (17.) kam mit seinem Nova NP01-2 Honda 2.0 auf den vierten Rang in der Klasse Proto 2, war mit 5,6 Sekunden Rückstand aber weit weg vom Podium.

Einen Schweizer Gesamtsieg gab es beim Auftakt zur Deutschen Bergmeisterschaft auf dem Bergaufstück des legendären Schottenrings. Weil die Strecke nicht für Rennsportwagen zugelassen ist, waren nur geschlossene Fahrzeuge am Start. «Speedmaster» nutzte die vielen Trainings- und Rennläufe für erste Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen mit dem von Romeo Nüssli erstandenen und zu Hause in Kirchdorf überarbeiteten Ford Escort Cosworth. Der mehrfache Slalommeister und Bergpokalsieger wurde seiner Favoritenrolle gerecht und entschied das Gesamtklassement vor zwei Deutschen auf Porsche 911 GT3 für sich. Für «Speedmaster» war dies der erste Tagessieg unter Pseudonym und der erste seit dem Slalom Frauenfeld 2014 mit dem bekannt schnellen VW Polo.

Beim Bergrennen Abreschviller-Saint Quirin im Departement Moselle war Victor Darbellay als Siebter der schnellste Schweizer, war damit aber nur bedingt zufrieden. Der Gesamtsieg ging nämlich an seinen neuen Klassenkonkurrenten Marc Pernot, der den französischen Bergmeistertitel nun mit einem kleineren Nova Proto NP01 verteidigt, der wie Darbellay über einen 1175er-Turbomotor von Hartley verfügt. Damit liess Pernot erstmals sämtliche grossen Sportwagen hinter sich.

Beim ersten Start mit einem Tatuus T-318 mit Alpine-Turbomotor musste sich auch Roland Bossy mit dem 22. Gesamtrang und dem zweiten Platz in seiner Klasse begnügen. Zweifellos ist damit noch viel Luft nach oben. In der separaten Trophée des Nations für Fahrzeuge ausser FFSA-Konkurrenz holte Fabien Houlmann als Vierter von acht den Sieg bei den Tourenwagen. In der VHC-Bergmeisterschaft war Guillaume Mathez wie bereits in den drei Läufen zuvor mit seinem Peugeot 309 GTI 16V als Solo-Klassensieger und Vierter hinter zwei historischen Rennwagen und einem Porsche 996 GT3 Cup erfolgreich.

Text: Peter Wyss

Meisel Rechberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Meisels Mercedes: bei den Fans am Rechberg beliebt © Wyss

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23.04.2026 Nachruf Heinz Waeny
Heinz Waeny 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Heinz Waeny, 1937–2026

Im November 2025 publizierten wir an dieser Stelle die News, dass unser Technik-Kommissar Heinz Waeny für seine langjährigen Verdienste für den Schweizer Motorsport mit dem ASS-Award ausgezeichnet wurde. Knapp fünf Monate später müssen wir tief betroffen mitteilen, dass Heinz am 19. April im Alter von 89 Jahren von uns gegangen ist. 

Waeny ist schon in jungen Jahren mit dem Motorsport in Kontakt gekommen. Als Teenager erlebte er in den Fünfzigerjahren den Formel-1-Grand-Prix von Bern hautnah. Einer der Fahrer, der Brite Raymond Mays, hatte sich zum GP Bremgarten mit seinem ERA jeweils in der elterlichen Garage Waenys in Wabern eingemietet. «So war ich immer mittendrin», erzählte Waeny einst. «Aber noch besser: Ich musste eine Woche lang nicht zur Schule…»

In den 1960er- und 1970er-Jahren nahm Waeny selber an Rennen teil. «Wir haben einen Club gegründet, den ‹Wild Horse Club›, und haben als solcher an Rallyes, Bergrennen und Slaloms teilgenommen.» 1974 hängte er den Helm an den Nagel, wechselte die Seite und wurde Technischer Kommissar. «Die Technik hat mich immer mehr interessiert», meinte der gebürtige Berner noch im November bei der Übergabe des ASS-Awards. Beruflich hat die Aufgabe als TK auch perfekt zu Waeny gepasst. Er war gelernter Maschinen-Mechaniker und liess sich danach zum Automechaniker weiterbilden. Später hat er das Technikum in Biel als Ingenieur HTL absolviert. Englische Fabrikate haben Waeny immer besonders interessiert. Eine Zeit lang hat er deswegen auch bei MG in Grossbritannien gearbeitet.

50 Jahre lang stand Waeny als TK im Schweizer Motorsport im Einsatz – immer mit viel Leidenschaft, Präzision und einer grossen Portion Weitsicht. 2024 hatte er seinen letzten Einsatz vor Ort erledigt. Aus gesundheitlichen Gründen musste er schon im vergangenen Jahr kürzer treten und wurde deshalb auch als TK offiziell verabschiedet. Dem Komitee Historique blieb Waeny bis ganz zum Schluss erhalten.

Seine auch im hohen Alter noch regelmässigen Besuche auf der Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz in Liebefeld werden uns fehlen. Mit Waeny haben wir nicht nur einen engagierten Racer mit immens viel Erfahrung verloren. Waeny war eine Art Grossvaterfigur – gelassen, geduldig, verlässlich und weise.

Auto Sport Schweiz spricht der Familie von Waeny sein tief empfundenes Beileid aus. Die Abdankung findet im engsten Familienkreis statt. Auf Wunsch von Heinz wird auf eine offizielle Trauerfeier verzichtet. Die Familie bittet zudem darum, von Kondolenzschreiben und Beileidsbekundungen abzusehen. 

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22.04.2026 Video aus 7 Laghi ist online!

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat am Wochenende in 7 Laghi nahe bei Pavia ihren zweiten Lauf der Saison 2026 ausgetragen. Die Zusammenfassung ist ab sofort online! Klicken Sie aufs Bild – und los geht's!

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