Der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi steht bevor. Wer noch nicht eingeschrieben ist, kann das bis Sonntag, 23. Juni, noch nachholen. Wie immer gilt: Je mehr Fahrer desto spannendere Rennen!
Am 30. Juni findet im italienischen 7 Laghi/Castelletto di Branduzzo der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies über www.go4race.ch noch bis am Sonntag, 23. Juni (24.00 Uhr) machen. Dabei sein, lohnt sich. Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft bietet nicht nur attraktive Rennfelder, das hohe Niveau und die spannenden Positionskämpfe zeichnen die Meisterschaft seit Jahren aus.
Gefahren wird – wie üblich – in fünf Kategorien:
Super Mini: für Fahrer von 8-12 Jahren
OK Junior: für Fahrer von 12-15 Jahren
X30 Challenge Switzerland: für Fahrer von mind. 14 Jahren
OK Senior: für Fahrer von mind. 14 Jahren
KZ2: für Fahrer von mind. 15 Jahren
Wir freuen uns auf deine Einschreibung! Für allfällige Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter 031 979 11 11 oder per E-Mail an info@motorsport.ch
Weitere Informationen zur Ausschreibung sind angehängt!
Am Wochenende fällt beim sechsten und letzten Lauf der Schweizer Slalom-Meisterschaft die Entscheidung im Titelkampf. Die besten Karten hält Tagesrekordsieger Philip Egli in den Händen.
Zum 40. Mal findet am Wochenende der Slalom von Chamblon (VD) statt. Fest steht vor dem sechsten und letzten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024 eines: Es wird definitiv einen neuen Schweizer Meister geben. Dieser heisst – voraussichtlich – Philip Egli, Lukas Eugster oder Christian Bralla. Diese drei Fahrer teilen sich nach fünf von sechs Veranstaltungen mit je 100 Punkten die Spitzenposition. Die besten Karten für seinen ersten Titel hat Tagesrekordsieger Egli. Weil in diesem Jahr nach Abzug eines Streichresultates die Anzahl geschlagener Gegner im SCRATCH als erstes Kriterium zählt, hält der gebürtige Glarner alle Trümpfe in der Hand. Gewinnt er seine Klasse in Chamblon (E2 Singleseater bis 2000 cm3), ist ihm der Titel nicht mehr zu entreissen. Ganz egal, ob er auch den Tagessieg (seinen 54. insgesamt) einfährt oder nicht.
«Ich weiss, dass ich für den Titel ‹nur› meine Klasse gewinnen muss», sagt Formel-3-Pilot Egli. «Aber ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass ich dieses Jahr auch gerne alle Tagessiege holen möchte. Das ist zuvor noch nie jemandem gelungen. Und fünf der sechs bisherigen Rennen habe ich schon gewonnen. Trotzdem steht der Titelgewinn natürlich an erster Stelle. Wenn beides klappt, ist es umso schöner.»
Am Tagessieg in seiner Klasse kann ihn eigentlich nur ein Fahrer hindern: der in der Junior-Meisterschaft mit Jannis Jeremias ex-aequo führende Lionel Ryter. Der junge Mann aus Martigny fährt seine zweite Saison und gilt im Fahrerlager als die grosse Nachwuchshoffnung. Ob er Egli auf dessen 4,3 Kilometer langen Paradestrecke in Chamblon Paroli bieten kann, steht in den Sternen. Ryter hat im Vorjahr auf das Finale auf dem selektiven Parcours in der Nähe von Yverdon verzichtet und steht dieses Jahr also zum ersten in Chamblon am Start mit seinem Formel Renault 2.0. Bei den bisherigen Rennen zeigte er sich zwar gewohnt angriffslustig, auf Egli fehlten aber immer ein paar Sekunden. In Frauenfeld lag Ryter 4,59 Sekunden hinter Egli, in Bière waren es (mit Strafe) 9,67 sec, in Bure 4,6 sec und in Ambri 4,16. Nur Ambri 2 war knapp: Da lagen zwischen Egli und Ryter lediglich 0,52 Sekunden.
Für Titelanwärter Lukas Eugster im Ligier-Honda geht es in Chamblon in erster Linie darum, zwei saubere Läufe zu fahren und sich einen weiteren Zwanziger notieren zu lassen. Aus eigener Kraft, also ohne Schützenhilfe von Ryter oder einem technischen Problem bei Egli, kann Eugster den Titel nicht mehr holen. «Die Hoffnung, dass ich noch einen Tagessieg verbuchen kann, ist gering», meint Eugster. «Chamblon ist das Wohnzimmer von Egli. Hier hat er schon acht Mal gewonnen.»
Für Christian Bralla in seinem Fiat X1/9 sieht die Situation ähnlich aus wie für Eugster. Auch er ist auf Schützenhilfe angewiesen, wenn er noch vom Titel träumen will. Der dritte Platz in der Gesamtwertung wäre für den Tessiner aber auch schon ein grossartiger Erfolg. Ausserdem geht es noch ums Prestige. Drei Mal war Bralla in diesem Jahr der schnellste Tourenwagenfahrer. In Chamblon kommt es erneut zum Duell mit dem jungen Matthias Bischofberger auf dessen Porsche 997 GT3 Cup. Im Moment steht es 3:2 für Bralla.
Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Martin Oliver Bürki sein. Der Vorjahresmeister gibt in Chamblon sein Comeback. «Ich habe meinen BMW noch nicht verkauft», sagt Bürki. «Deshalb passt es jetzt ganz gut für mich. An Chamblon 2023 habe ich gute Erinnerungen. Ich werde ausserdem noch das eine oder andere Bergrennen bestreiten.» Wem Bürki am Ende des Tages zur Nachfolge gratulieren wird, wird sich zeigen. «Philip hat so viele Tagessiege errungen. Aber aufgrund des Reglements konnte er nie Meister werden. Dass er dieses Jahr nun diese Chance hat, weil das Reglement angepasst wurde, finde ich absolut in Ordnung. Wenn einer den Titel verdient hat, dann Philip!»
Der Auftakt zur Jubiläumsausgabe in Chamblon werden am Samstag die LOC-Klassen machen (ab 7.00 Uhr). Im Rahmen der LOC-Serien wird auch der Suzuki Swiss Racing Cup seinen letzten Saisonlauf austragen. Die Meisterschaft ist bereits entschieden. Sandro Fehr hat den Titel mit fünf Siegen aus sechs Rennen souverän gewonnen. Auch der Zweitplatzierte Rico Thomann kann nicht mehr eingeholt werden.
Der Sonntag (mit den NAT-Klassen) beginnt ebenfalls um 7.00 Uhr. Das erste Rennen startet um 13.15 Uhr. Gewertet wird der schnellere der beiden Läufe. Wie in den Vorjahren ist der Eintritt für das Publikum kostenlos. Organisator ist die Ecurie du Nord.
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.
Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024
27./28. April, Frauenfeld
4./5. Mai, Bière
18./19. Mai, Bure
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon
Anlässlich des Bergrennens Hemberg vom 09. Juni 2024 wurden durch die Technischen Kommissare von Auto Sport Schweiz verschiedene Benzinproben gezogen und beim hierfür zertifizierten FIA-Labor, Intertek (Schweiz) AG, zur Prüfung eingereicht.
Die Prüfung hat ergeben, dass die gezogenen Proben in allen Punkten den gültigen Reglementen entsprochen haben.
Bei einer Probe ergab sich bei der Siedeanalyse "bis 70 °C verdampft" eine Abweichung, welche allerdings im Rahmen der ISO-4259-3 Norm der entsprechenden Toleranz entsprochen hat.
Ansonsten lagen alle Werte innerhalb der gültigen Normen.
Die Ranglisten des Bergrennens Hemberg 2024 können somit für definitiv erklärt werden.
Le Mans hat es für einmal nicht so gut gemeint mit den Schweizern. Aus dem fünften Sieg für Sébastien Buemi wurde nichts, obwohl der Toyota mit der #8 lange Zeit in Führung lag.
Mit Ausnahme von 2017 ist bei den 24 Stunden von Le Mans seit 2009 jedes Jahr mindestens ein Schweizer auf dem Podium gestanden. Oft in der Topklasse (heute Hypercars genannt), manchmal aber auch in der LMP2 so wie etwa Fabio Scherer 2023 oder Benjamin Leuenberger 2009. Diese beeindruckende Serie ging bei der 92. Ausgabe am vergangenen Wochenende nun zu Ende. Der beste Schweizer Sébastien Buemi landete nach einer turbulenten Nacht mit viel Regen und einer langen Safety-Car-Phase mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf das erneut siegreiche Ferrari-Team auf dem fünften Schlussrang.
Der Waadtländer führte das Rennen mit seinen beiden Teamkollegen Brendon Hartley und Ryo Hirakawa von der neunten bis zur 18. Stunde an, hatte aber keine Chance mehr auf den fünften Gesamtsieg, als ihr GR010 mit der Startnummer 8 zwei Stunden vor Schluss vom Ferrari mit der #51 in einen Dreher gedrängt wurde. «Um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig enttäuscht über den fünften Platz», sagte Buemi hinterher. «Wir haben das Rennen lange Zeit angeführt, und ohne den Zwischenfall am Ende des Rennens hätten wir gewinnen können. Wir hatten eine starke Pace und haben keine Fehler gemacht, deshalb ist es frustrierend, wie es ausgegangen ist.»
Zweitbester Schweizer war Edoardo Mortara. Der Genfer und seine Teamkollegen Mirko Bortolotti und Daniil Kvyat brachten den Lamborghini Hypercar mit der #63 ohne grössere Probleme über die Runden und wurde Zehnter. «Ich bin sehr stolz, auf das, was wir erreicht haben – das war erst der Anfang», sagt Mortara. «Wir sind mit dieser noch so jungen Mannschaft in die Top 10 gefahren. Das ist eine sehr beeindruckende Leistung!»
Wie Mortara hatte auch Nico Müller am Ende der 24 Stunden zwei Runden Rückstand auf die Spitze. Der Peugeot-Werksfahrer belegte im neuen 9X8 den zwölften Schlussrang. «Wir hatten ein paar kleinere Probleme mit mehr oder weniger grossen Folgen. Unser Rennen wurde zweifelsohne durch die Regenreifenstrategie am Start erschwert. Wir hatten an diesem Wochenende auch nicht wirklich die Pace und müssen uns jetzt auf die Zukunft konzentrieren.»
Für Raffaele Marciello endete das Rennen nach rund einem Drittel der Distanz. Der Tessiner (von Startplatz 7 gestartet) musste mitansehen, wie Teamkollege Dries Vanthoor nach einer Berührung mit dem privaten Ferrari von Robert Kubica mit dem BMW M Hybrid V8 in den Leitschienen landete. Auch Neel Jani hatte kein Glück. Der Le-Mans-Sieger von 2016 beendete das Rennen mit dem Kunden-Porsche von Proton nach mehreren Defekten auf Position 16.
In der LMP2 sorgte Louis Delétraz aus Schweizer Sicht mit Rang 6 für das beste Ergebnis. Der Genfer stellte den Oreca 07 im Qualifying auf die LMP2-Pole-Position und wurde dafür gebührend gefeiert. Im Rennen hatte der Auto-Sport-Schweiz-Award-Gewinner von 2023 zwei Runden Rückstand auf den siegreichen LMP2 von United Autosports. Für Vorjahressieger Fabio Scherer endete das Rennen auf dem elften Klassenrang. Der Liechtensteiner LMP2-Fahrer Matthias Kaiser wurde Achter.
In der LMGT3 hielt Rahel Frey mit ihrer reinen Damenmannschaft die Schweizer Flagge hoch. Der Lamborghini von Iron Dames lag am Sonntagmittag sogar noch auf Podestkurs, fiel dann aber auf Platz 5 zurück. Grégoire Saucy (McLaren, Getriebe) und Thomas Flohr (Ferrari, Unfall) mussten die Segel streichen. Saucy hatte bei seiner Premiere in der Nacht sogar geführt. «Der Ausfall ist ärgerlich, aber die Tatsache, dass ich an diesem Rennen teilnehmen durfte, entschädigt mich dafür», meinte Saucy.
Robin Faustini hat auch den zweiten Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft 2024 von La Roche nach La Berra gewonnen. Diesmal sogar in neuer Rekordzeit!
Robin Faustini macht Nägel mit Köpfen. Der 26-jährige Suhrer hat auch beim zweiten Lauf zur diesjährigen Schweizer Berg-Meisterschaft nichts anbrennen lassen. Ganz im Gegenteil: Faustini fuhr auf der 3,5 Kilometer langen Strecke von La Roche nach La Berra in allen drei Läufen Bestzeit und verbesserte in seinem Nova-Turbo NP01 im ersten von drei Läufen sogar den Streckenrekord. Dieser hatte Eric Berguerand im Vorjahr in 1:39,128 min aufgestellt. Faustini unterbot ihn am Wochenende um elf Tausendstelsekunden. Der neue Streckenrekord liegt neu bei 1:39,117 min.
«Ich wollte diesen Streckenrekord unbedingt verbessern», sagt Faustini. «Ich habe zwar immer noch viel zu lernen in meinem neuen Auto, aber ich wollte zeigen, was möglich ist und habe das im ersten Lauf geschafft, obwohl der Start nicht perfekt war. Dass ich mich im zweiten Durchgang nicht mehr verbessern konnte, lag an den Gripverhältnissen. Die Strecke war im zweiten Lauf sehr schmierig. Der dritte Durchgang war dann auf Sicherheit bedacht. Und dennoch war ich auch dort der Schnellste.»
Wirklich in Gefahr war Faustinis zweiter Saisonsieg, sein vierter im Rahmen von Bergrennen in der Schweiz insgesamt, tatsächlich nie. Der Walliser Joël Volluz kam ihm in seinem Osella FA30 noch am nächsten. Doch auch Volluz fehlten im ersten Lauf 2,5 Sekunden, im zweiten Heat etwas mehr als zwei Sekunden und im dritten Durchgang sechs Zehntelsekunden. In der Addition der beiden schnellsten Läufe fehlten dem Tagessieger von 2015 so 3,288 Sekunden. «Ich verliere auf der Geraden gegen die Turbos zu viel Zeit», meinte Volluz, der in dieser Saison nicht alle Rennen zur Berg-SM absolviert. «Hemberg habe ich ausgelassen. Und auch in Reitnau werde ich nicht am Start stehen.»
Platz 3 im SCRATCH ging diesmal an Thomas Amweg. Der Markenkollege von Faustini hatte in der Addition der beiden besten Läufe einen Rückstand von 6,6 Sekunden. Einen Teil davon hat sich Amweg mit einem nicht optimalen Trainingstag am Samstag eingehandelt. «Im ersten Lauf habe ich mich im Nassen gedreht, im zweiten konnte ich nicht richtig schalten und im dritten habe ich angehängt. Das ist natürlich keine Vorbereitung auf den Renntag, auf der du aufbauen kannst.»
Immerhin reichte es Amweg diesmal deutlich fürs Podium. Der Vierplatzierte Joël Burgermeister lag 3,5 Sekunden hinter ihm, fuhr aber mit seinem Tatuus F4 erneut wie entfesselt. Wie schon in Hemberg verbesserte er auch in La Roche den Streckenrekord bei den 2-Liter-Rennwagen – und das um 2,6 Sekunden. «Es hätte nicht besser laufen können», meinte der Thurgauer. «Im zweiten und dritten Lauf hatte ich etwas Gripprobleme. Aber das hat damit zu tun, dass ich keine neuen Reifen habe.»
Die Top 5 rundete Michel Zemp auf seinem Norma-Turbo M20FC ab. In Hemberg noch Zweiter, musste der Zweiliter-Pilot Zemp diesmal gegen die 3-Liter-Konkurrenz kleinere Brötchen backen. Vor ein Rätsel stellte ihn vor allem der erste Lauf. «Da hatten wir frische Reifen aufgezogen und es passte überhaupt nicht», meinte Zemp. Wie Faustini und Amweg ist auch Zemp noch dabei, sich an den neuen Turbo zu gewöhnen. «Die Schwierigkeit mit diesem Motor besteht darin, dass du nur wirklich schnell bist, wenn du ganz sauber fährst.» Auch Zemp hat einen neuen Rekord aufgestellt: In der E2-SC bis 2000 cm3 war er fast drei Sekunden schneller als 2023.
Hinter den Top 5 reihten sich Lionel Ryter (Renault 2.0), Jérémy Noirat (Norma M20F), Roland Bossy (Tatuus F2), Victor Darbellay (Renault 2.0) und Frédéric Fleury (Dallara F302) ein. Bester Tourenwagenfahrer war wie schon in Hemberg Roger Schnellmann auf Platz 11 im Gesamtklassement. Der Schwyzer musste mit seinem Mitsubishi Evo 8 allerdings im dritten Lauf nochmals richtig angasen, nachdem er im ersten Durchgang einen technischen Defekt hatte. «Der Notschalter hatte sich aktiviert», meinte Schnellmann. «Dadurch ist die Elektronik ausgefallen, alles wurde schwarz und ich rollte aus.» Mit einem zweiten 1:54er-Lauf sicherte sich der schnellste Fahrlehrer der Schweiz dann aber souverän den Tourenwagensieg – vor Simon Wüthrich (VW Golf, Sieger E1 bis 3500 cm3) und Bruno Ianniello (Lancia Delta S4). Bester Interswiss-Pilot war einmal mehr Bruno Sawatzki auf seinem Porsche 991.1 Cup (Sieger IS plus 3000 cm3) – gefolgt von Stephan Burri (VW Scirocco) und Jürg Ochsner, der in seinem Opel Kadett Platz 2 in der Klasse bis 2000 cm3 Arnaud Donzé (VW Golf) in Schach halten konnte. Burri fuhr (in 2:00,740 min) wie schon in Hemberg einen neuen IS-Rekord in seiner Klasse.
Zu den weiteren Klassensieger gehörten in La Roche: Sylvain Chariatte (Honda Integra, Superserie), Alexandre Comby (Porsche Cayman GT4, Superserie Compétition bis 4000 cm3), in neuer Rekordzeit «Speedmaster» (McLaren 765 LT, Superserie Compétition über 4000 cm3), Stefan Schöpfer (Audi 50, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Christian Knaus (Opel Kadett C, IS bis 3000 cm3), Julien Piccina (VW Scirocco, Historic bis 1600 cm3), Willy Waeber (Porsche SC, Historic bis 3000 cm3), Maurice Girard (BMW M1, Historic plus 3000 cm3), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Jean-François Chariatte (Fiat X1/9, E1 bis 1600 cm3), in neuer Rekordzeit Sébastien Coquoz (Opel Kadett GTE, E1 bis 2000 cm3), Benoit Farine (Honda CRX, E1 bis 2500 cm3), Jérôme Nicolet (Peugeot 308, E1 bis 3000 cm3), Anthony Gurba (Formel Arcobaleno, E2 Single Seater bis 1600 cm3).
Im Renault Classic Cup sicherte sich Thomas Zürcher Platz 1 – deutlich vor Maverick Gerber und Marc Beyeler. In der TCR setzte sich Peter Steck (Opel Astra) gegen Lokalmatador Christian Yerly auf Seat Cupra durch.
Im Schweizer Berg-Pokal hat sich die Führungsgruppe nach dem zweiten Rennwochenende massiv dezimiert. Nach zwei Läufen sind nur noch Stephan Burri und Jean-François Chariatte verlustpunktefrei (sprich 40 Zähler). Bei den Junioren führen weiter Lionel Rater und Jannis Jeremias mit dem bisher möglichen Punktetotal von 125 Zählern.
Mehr über das Bergrennen von La Roche nach La Berra erfahren Sie unter https://www.courselaberra.ch/
Und so geht es weiter:
30. Juni, Reitnau
17./18. August, St-Ursanne – Les Rangiers
24./25. August Oberhallau
7./8. September, Gurnigel
14./15. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Vom 23. bis 27. Oktober 2024 finden in Valencia die FIA Motorsport Games statt. Wie schon bei den vergangenen Ausgaben ist Auto Sport Schweiz bestrebt, eine Schweizer Delegation an den Start zu bringen.
2019 fanden die FIA Motorsport Games in Rom statt. 2022 war Marseille mit dem Austragungsort Le Castellet an der Reihe. In diesem Jahr werden die «Olympischen Spiele» des Motorsports nun in Valencia ausgetragen. Und zwar vom 23. bis 27. Oktober. In sechs Kategorien werden Medaillen vergeben. Insgesamt gibt es 27 Disziplinen. Im Detail schaut das wie folgt aus:
Rundstrecke:
GT
GT Sprint
GT (Ferrari Challenge)
Formel 4
Tourenwagen
Truck Racing
Drifting
Rallye:
Rallye All Stars
Rally4 Asphalt
Rally4 Schotter
Rally4
Rally2 Asphalt
Rally2 Schotter
Rally2
Historische Rallye
Historische Rallye Asphalt
Historische Rallye Schotter
Offroad:
Cross Car Junior
Cross Car Senior
Karting:
Karting Endurance
Karting Sprint Senior
Karting Sprint Junior
Karting Mini
Electric Street:
Auto Slalom
Karting Slalom
Esports:
Esports GT
Esports Formel 4
Auch Auto Sport Schweiz ist bestrebt, eine Delegation zu stellen. Schweizer Fahrer resp. Fahrerinnen, die Interesse haben, können sich bis spätestens 14. Juli 2024 direkt beim Verband melden (Tel. 031 979 11 11 oder e-Mail: info@motorsport.ch). Der Platz in der Disziplin Esports GT ist bereits vergeben. Die Schweiz wird dort von Leonard Heidegger vertreten, der 2022 die offizielle Schweizer Sim-Racing-Meisterschaft gewann. Auch in der Disziplin Auto Slalom können keine Bewerbungen abgegeben werden. Hier wird der Gewinner der Junioren-Meisterschaft 2024 für die Schweiz an den Start gehen. In anderen Kategorien haben sich bereits weitere Interessenten gemeldet. Deren Bewerbungen hat Auto Sport Schweiz gesammelt. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wird Auto Sport Schweiz (zeitnah) bekanntgeben, wer 2024 die Schweiz in Valencia vertritt.
Wichtig zu wissen, ist, dass die Teilnahme auf eigene Kosten geht! Um Transparenz zu schaffen, haben wir eine Liste mit den Kosten, so wie sie der Veranstalter zum heutigen Zeitpunkt berechnet, angehängt. Dort findet man auch Angaben in Bezug auf Alter, erforderliche Lizenzen etc.
Für weitere Informationen verweisen wir auf die offizielle Homepage: https://www.fiamotorsportgames.com/ Für detaillierte Auskünfte hilft auch dieser Link.
Mit Sicherheit mehr Sicherheit!
Im Bereich Sicherheit und Rettung darf nichts dem Zufall überlassen werden – deshalb sind bei einem Rennen nicht nur Piloten, sondern auch Funktionäre am Start. Dank ihrer fundierten Ausbildung sind sie besonders in brenzligen Situationen unsere Retter in der Not.
Wir suchen dich!
Willst du als Funktionärin oder Funktionär mit dabei sein und rund 3’000 Piloten aktiv unterstützen?
Lerne, wie man Feuer löscht, Verunfallte birgt, erste Hilfe leistet, Flaggensignale gibt und vieles mehr. Der Kurs ist kostenlos und für alle (ab 16 Jahren) offen!
Datum: Samstag, 22. März 2025, ab 07.45 Uhr (ganzer Tag)
Ort: Sicherheitszentrum Büren an der Aare, 3294 Büren a.A.
Melde dich noch heute für den nächsten Kurs an!
Der dritte Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft 2024, die Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise, wird wegen Wahlen in Frankreich um einen Tag verkürzt.
Ursprünglich war der dritte Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft, die Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise, vom 5. bis 7. Juli geplant. Nun ist der Sonntag gestrichen worden. Der Grund: Nach der Auflösung der Nationalversammlung in Frankreich finden am 30. Juni und 7. Juli landesweit Wahlen statt. Dafür, so hat es der französische Staat vorgesehen, müssen für die Wähler sämtliche Strassen und Zugänge (zu den Wahlbüros) frei sein.
Im Klartext heisst das: Der Freitag, 5. Juli, bleibt unverändert mit den technischen und administrativen Kontrollen sowie einem Shakedown. Am Samstag, 6. Juli, wird der Parcours von 158,52 Kilometer (wie 2023) auf 104 gewertete Kilometer verkürzt. Die Teamvorstellung für die Zuschauer fällt weg. Ebenso die beiden Prüfungen von Burnand/Culles les Roches sowie Sainte Hélène/Moroges. Insgesamt stehen neu acht Prüfungen auf dem Programm.
Die offizielle Mitteilung des Veranstalters ist angehängt.
Beim grössten Autorennen der Welt, den 24 Stunden von Le Mans, stehen am kommenden Wochenende auch wieder zehn Schweizer Fahrer resp. Fahrerinnen am Start. Drei von ihnen haben den Klassiker bereits gewonnen: Sébastien Buemi 2018-2021 und 2022, Neel Jani 2016 und Fabio Scherer (in der LMP2) 2023.
Am kommenden Wochenende findet die 92. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans statt. Fünf der 23 Hypercars, die um den Gesamtsieg fahren, sind mit je einem Schweizer Fahrer bestückt. Hoffnungen auf einen Sieg an der Sarthe dürfen sich von diesem Quintett selbstverständlich alle machen. Le Mans hat schliesslich seine eigenen Gesetze. Und bei der unsicheren Wetterlage, die gegenwärtig herrscht, ist der Ausgang des Rennens ziemlich offen.
Die grössten Chancen aus Schweizer Sicht muss man aber dennoch Sébastien Buemi einräumen. Der Waadtländer nimmt zum 13. Mal für Toyota beim bekanntesten Langstreckenrennen der Welt teil. Vier Mal hat er bereits gewonnen. Zuletzt 2022. Acht Mal ist er insgesamt auf dem Podium gestanden. Seit 2018 war er nie schlechter als Gesamtzweiter. Beim Testtag am vergangenen Wochenende war der Toyota mit der #8 Drittschnellster.
Auf bisher 13 Teilnahmen kommt Neel Jani. Der Seeländer gewann 2016 mit Porsche und kehrt dieses Jahr mit den Stuttgartern (im Proton-Porsche) zurück. «Unsere Generalprobe für Le Mans ist uns gut gelungen», sagt Jani im Vorfeld. «In Spa haben wir das Rennen über weite Strecken dominiert und sind auch die schnellste Rennrunde gefahren. Spa ist eigentlich immer ein guter Gradmesser für Le Mans, deshalb sind wir hochmotiviert. Dort kommt es immer auf sehr viele kleine Details an. Sie entscheiden, wo man am Ende steht. Natürlich braucht man auch das nötige Glück, das wir mit der roten Flagge in Spa leider nicht hatten. Unser Ziel ist, im Rennen nichts zu überhasten und bereit zu sein, wenn es zum Schluss um den Sieg geht.»
Von einem solchen träumt auch Nico Müller. Ob ihm das im dritten Anlauf mit dem neuen Peugeot 9X8 gelingt, wird sich zeigen. Im Vorjahr hat der Berner das Rennen sogar angeführt. Gemessen an den bisherigen Leistungen in der WEC werden die beiden anderen Schweizer ziemlich viel Rennglück in Anspruch nehmen müssen, wenn sie ganz vorne landen wollen. Der BMW M Hybrid V8 mit Le-Mans-Neuling Raffaele Marciello und der Lamborghini SC63 mit Rookie Edoardo Mortara zählen in Sachen Performance nicht zu den Favoriten.
In der LMP2 (16 Autos am Start) ruhen die Schweizer Hoffnungen auf WEC-Klassensieger Louis Delétraz sowie Fabio Scherer, dem Le-Mans-Klassensieger von 2023. Scherer hat im Vorjahr einen heroischen Sieg in der zweiten Liga errungen. Der Engelberger fuhr das gesamte Rennen mit einem gebrochenen Fuss, nachdem ihm in der Boxengasse eine Corvette über selbigen gefahren war! Ebenfalls am Start in der LMP2: der Liechtensteiner Matthias Kaiser.
Auch in der LMGT3 (23 Teams) sind Schweizer am Start. Neben der routinierten Rahel Frey (Iron Dames, sechs Le-Mans-Teilnahmen) und dem St. Moritzer Thomas Flohr, der schon zum achten Mal am Start steht, gibt Grégoire Saucy auf dem McLaren 720S GT3 von United Autosports sein Le-Mans-Debüt.
Im Michelin Le Mans Cup, der im Rahmenprogramm der 24 Stunden unterm Motto «Road to Le Mans» stattfindet, stehen ebenfalls Schweizer respektive Schweizerinnen am Start. Allen voran in der LMP3 Miklas Born (Reiter Engineering), Pieder Decurtins/Samir Ben (Haegeli by T2 Racing) sowie David Droux (Cool Racing). In der GT3 sind am Start: Gino Forgione (AF Corse) und Karen Gaillard (Iron Dames). Zwei Rennen stehen für den MLMC auf dem Programm: eines am Donnerstag, ein zweites am Samstag vor dem eigentlichen Warm-Up. Der Start zur 92. Ausgabe erfolgt am Samstag um 16 Uhr. Das Rennen wir vom ehemaligen französischen Spitzenfussballer Zinedine Zidane eröffnet.
Das vergangene Wochenende stand ganz im Fokus der Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg. Doch es gab auch noch das eine oder andere internationale Rennen mit CH-Beteiligung. So unter anderem der DTM-Lauf in Zandvoort mit Emil Frey Racing als Sieger.
Das Team Emil Frey Racing aus Safenwil hat am Wochenende beim DTM-Rennen in Zandvoort (NL) seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Verantwortlich dafür war wie schon beim Auftakt in Oschersleben der Engländer Jack Aitken. Aitken sicherte sich am Samstag überlegen die Pole-Position und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Im zweiten Rennen konnte Aitken seine super Leistung vom Vortag nicht mehr wiederholen und wurde enttäuschter 16. Bei Thierry Vermeulen, dem zweiten EFR-Fahrer, verhielt es sich beinahe umgekehrt. Am Samstag nur auf Rang 15 verbesserte er sich am Sonntag und verpasste das Podium als Vierter um lediglich 0,2 Sekunden. Für Ricardo Feller lief das Wochenende nicht nach Plan. Nach Platz 8 im ersten Lauf musste sich der Audi-ABT-Pilot im zweiten Durchgang mit Rang 11 begnügen. In der Meisterschaft liegt Feller weiter auf Rang 3, Emil Frey ist Fünfter in der Teamwertung. Rennen 2 in Zandvoort gewann der Deutsche Marco Wittmann.
Parallel zur DTM wurde in Zandvoort auch das zweite Rennwochenende zum ADAC GT Masters ausgetragen. Bester Schweizer war Alexander Fach. Der am Freitag 22 Jahre alt gewordene Schwyzer beschenkte sich zum Geburtstag nach Platz 9 im ersten Rennen mit Platz 2 im zweiten Durchgang. Für Fach und sein Team Fach Auto Tech war es der erste Podestplatz in der laufenden Saison. Die weiteren Schweizer belegten die Ränge 10 und 7 (Alain Valente/Jean-Luc d’Auria) sowie 12 und 9 (Grégory de Sybourg).
Knapp an einem Podestrang vorbei schrammte Thomas Toffel beim dritten Rennen zur EuroNASCAR in Brands Hatch. In der Kategorie 2 belegte der Mann aus Givisiez Rang 4 im Finale.
Gleich drei Siege an einem Wochenende feierte Jenzer Motorsport beim dritten Lauf der Formel 4 CEZ auf dem Slovakiaring. Oscar Wurz gewann die Rennen 1 und 2, der Tscheche Max Karhan den dritten Lauf. In der Meisterschaft führt Wurz mit 170 Punkten bei Halbzeit. Auf Platz 2 folgt Kirill Kutskov von Maffi Racing.
Anlässlich des ersten Bergrennens der Saison 2024 in Hemberg fanden am 09. Juni 2024 drei (3) Benzinkontrollen statt. Die gezogenen Proben à 1 Liter wurden nach der Veranstaltung an das zuständige und von der FIA genehmigte Prüflabor geschickt. Bis zur Bekanntgabe der Treibstoffwerte verbleiben je 1 Liter der Proben plombiert bei den Piloten sowie bei Auto Sport Schweiz. Die Resultate der Gruppe E1 1600 bis 2000ccm (da wurden die Proben gezogen) sowie das SCRATCH Klassement sind demnach provisorisch. Sollten sich Unstimmigkeiten bei den Proben ergeben, werden diese Fallweise zur Beurteilung an die juristischen Instanzen weitergeleitet.
Die «Jungen» Robin Faustini, Michel Zemp und Joël Burgermeister standen beim Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft in Hemberg im Mittelpunkt. Routiniers wie Marcel Steiner und Reto Meisel mussten schon am Samstagabend zusammenpacken.
Der vierte Trainingslauf am Samstag war noch im Gange, als Marcel Steiner und sein Team Hemberg verliess. Der amtierende Schweizer Meister bei den Rennwagen hatte nach zwei Trainingsläufen zusammengepackt. «Der Motor hat nicht die Leistung entfaltet wie üblich», sagte Steiner. «Wir wissen nicht genau, was nicht funktioniert. Aber so macht es keinen Sinn.» Ob und wann Steiner dieses Jahr zurückkehrt, ist noch offen. Der Frust über das Aero-Update von LobArt, das nicht funktionierte, und der am Ende nicht belohnte Einsatz für das Zurückbauen auf die 2023er-Konfiguration sitzt bei Steiner tief. «Ich muss jetzt zuerst einmal alles verarbeiten, danach schauen wir weiter.» In Reitnau Ende Juni hätte Steiner eh gefehlt, weil es eine Terminkollision mit LobArt gibt.
Steiner war nicht der einzige Routinier, dem Enttäuschung anzusehen war. Auch Rückkehrer Reto Meisel traf es knüppelhart. Der Tourenwagen-Meister von 2022 schlug im dritten Trainingslauf am Samstagnachmittag vorne rechts ein, beschädigte die Aufhängung, den Radkasten und den Unterboden an seinem Mercedes 340 SLK. «Wir hatten schon am Rechberg technische Probleme. In Hemberg streikte dann erneut der Anlasser. Und jetzt noch das. Ich glaube, es war in den vergangenen Monaten einfach zu viel. Ich muss jetzt bei mir den Reset-Button drücken und dann schauen, wie es weitergeht.»
Ohne Steiner und Meisel war der Weg für die «Jungen» in Hemberg frei – der Generationenwechsel eingeläutet. Kronprinz Robin Faustini wurde seiner Favoritenrolle auf seinem neuen Nova-Emap-Turbo gerecht. Der 26-jährige Suhrer war in allen fünf Sessions Trainingsschnellster. Und als es am Sonntag um die Wurst ging, liess er ebenfalls nichts anbrennen. Mit zwei fast identischen 52er-Zeiten machte er den Sack schon nach zwei Rennläufen zu. Schneller ist auf dieser Strecke bisher nur einer gefahren: Marcel Steiner 2023. «Natürlich ist es schade, dass Marcel nicht angetreten ist und Eric (Berguerand) dieses Jahr fehlt», sagt Faustini. «Aber so ist halt der Rennsport. Jetzt ist die nächste Generation an der Reihe. Und ich glaube, es war ein spannendes Auftaktrennen mit einem schönen Podium. Was Michel Zemp und Joël Burgermeister mit ihren 2-Liter-Autos abgeliefert haben, verdient Respekt!»
Zemp legte die 1,758 Kilometer kurze Strecke mit seinem Norma-Helftec-Turbo im ersten Durchgang in einer neuen Klassenrekordzeit von 53,19 sec zurück. Damit war der Langnauer 87 Hundertstelsekunden langsamer als Faustini. Im zweiten Heat fuhr Zemp erneut eine 53er-Zeit. Damit war der zweite Platz, die beste Platzierung für ihn bisher, in trockenen Tüchern. Auch Burgermeister fuhr in seiner Klasse einen neuen Streckenrekord: 54,34 sec. Nach dem zweiten Durchgang und einem Fahrfehler fiel der Thurgauer zwischenzeitlich auf den vierten Rang hinter Thomas Amweg zurück. Doch Burgermeister drehte den Spiess nochmals um. «Ich wusste, wenn es für den dritten Lauf trocken bleibt und ich nochmals so fahre, wie im ersten Durchgang, es durchaus eine Chance gibt, Rang 3 nach Hause zu fahren.»
Der undankbare vierte Platz ging an Amweg. 28 Hundertstelsekunden fehlten dem Aargauer in seinem neuen Nova-Helftec-Turbo auf Rang 3. «In schnellen Kurven ist das Auto sehr viel stabiler, als alles, was ich sonst gefahren bin. An die Verzögerung durch den Turbo muss ich mich aber erst noch gewöhnen. Aber ich bin zuversichtlich. Wir sind ja erst am Anfang unserer Entwicklung.»
Platz 5 im SCRATCH ging an Simon Hugentobler, der im Ex-Osella von Faustini etwa mehr als 3,5 Sekunden auf Amweg verlor. Mit drei sehr konstanten Läufen fuhr Lionel Ryter auf Platz 6. Der junge Walliser sicherte sich auf seinem Formel-Renault bei den 2-Liter-Rennwagen hinter Burgermeister, aber vor Roland Bossy, der erstmals im Rahmen der Schweizer Berg-Meisterschaft mit dem neu erworbenen Ex-Formel-Master-Auto von Florian Lachat antrat, den zweiten Klassenrang. Hinter Bossy landete mit Roger Schnellmann der schnellste Tourenwagenfahrer (E1 bis 4000 cm3). Der Schwyzer kam mit seinem Mitsubishi Evo 8 in 57,87 sec nicht ganz an seine Zeit aus dem Vorjahr heran (57,49), verwies die Konkurrenz, allen voran Thomas Kessler (ebenfalls Mitsubishi) und Danny Krieg (VW Golf 3), aber souverän auf die Plätze 2 und 3. Schnellster IS-Fahrer und insgesamt fünfschnellster Fahrer mit einem Dach überm Kopf (hinter Simon Wüthrich in seiner Golf-Turbiene) war der amtierende Tourenwagenmeister Bruno Sawatzki auf seinem Porsche 991.1 Cup.
Zu den weiteren Klassensieger gehörten in Hemberg: Thomas Ruesch (Honda Civic, REG A/ISA etc. bis 2000 cm3), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, REG IS bis 2000 cm3), Michel Cerini (VW Polo, REG E1 bis 1400 cm3), Claudio Crespini (Renault Clio Williams, REG E1 bis 1600 cm3), Urs Kuratli (Subaru Impreza, REG L4 bis 6000 cm3), Nicole Benjamin (BMW 2002, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Simon Wüthrich (VW Golf, E1 bis 3500 cm3), Frédéric Neff (Porsche 997 GT 2R, E1 über 4000 cm3), Armin Buschor (BMW, Gr. H bis 2000 cm3), Roland Graf (Toyota GR Yaris, Superserie bis 3000 cm3), «Speedmaster» (McLaren 765 LT, Superserie über 3000 cm3), Sylvain Chariatte (Honda Integra, Produktionswagen bis 4000 cm3), Stephan Moser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Jannis Jeremias (VW Polo, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Christian Müller (Formel BMW, E2-SS bis 1600 cm3).
Der Sieg im Renault Classic Cup ging mit zwei Laufbestzeiten an Michael Schläpfer. Das Podest wurde mit Vorjahresmeister Thomas Zürcher (2.) und René Schnidrig (3.) komplettiert. In der TCR setzte sich Geburtstagskind Patrick Flammer deutlich gegen Peter Steck (beide Opel Astra) durch.
Mehr über das Bergrennen in Hemberg erfahren Sie unter https://bergrennen-hemberg.ch/
Zeit zum Ausruhen gibt es für die Schweizer Bergrennfahrer und -fahrerinnen nicht viel. Schon am kommenden Wochenende geht es mit dem Rennen von La Roche nach La Berra weiter. Die Startliste sowie der Zeit- und Lageplan sind dieser News angehängt. Weitere Infos zum Rennen oberhalb des Lac de Gruyère finden Sie im Netz unter https://www.courselaberra.ch/
Und so geht es weiter:
15./16. Juni, La Roche – La Berra
30. Juni, Reitnau
17./18. August, St-Ursanne – Les Rangiers
24./25. August Oberhallau
7./8. September, Gurnigel
14./15. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Vor 50 Jahren fuhr der Altstätter Armin Buschor im BMW 1602 erstmals das Bergrennen St. Peterzell – Hemberg. 2024 ist er im Heidegger-BMW 320 immer noch dabei.
Dass Armin Buschor vor 50 Jahren schon das Bergrennen im Toggenburg bestritt, war nicht vorgezeichnet. Als Jugendlicher wollte der Altstätter nämlich Motocross-Profi werden. Dafür trainierte er wöchentlich auf seiner 250er-Maico auf der Wiese seiner Eltern. Diese betrieben damals das Restaurant Fleuben, wo auch der Balgacher Autorennfahrer Adolf Pöltinger verkehrte. Auf dem Parkplatz stand dann jeweils die «flache Flunder», Pöltingers Renault Alpine A 110. Der Balgacher zählte zu dieser Zeit zu den schnellsten Schweizer Tourenwagenfahrern – und Buschor begann plötzlich, von einer Karriere als Autorennfahrer zu träumen. Er lernte deshalb Automechaniker, seine Idole waren die Rheintaler Pius Zünd, Adolf Pöltinger, Hansueli Götschmann, Georges Kolb, Jànos Kiss, Rino Büchel, Gino Fumagalli und Alois Viertl.
Nach der Lehre erstand er vom Altstätter Rennfahrer Gino Fumagalli einen schon eingelösten BMW 1602, ein «bebauchtes» Modell mit Kotflügelverbreiterung. Mit diesem absolvierte Armin Buschor im Herbst 1973 in Hockenheim die Lizenzprüfung. Im darauffolgenden Winter wurde dem Wagen ein schnelleres Herz eingebaut, das Fahrwerk wurde verbessert und richtige Rennreifen aufgezogen. Der Beifahrersitz und die hintere Sitzbank mussten zum Umbau zum Gruppe-2-BMW 1602 weichen, weiter wurde ein Überrollbügel eingebaut.
Der Altstätter merkte aber bald, dass jeder Lehrgeld bezahlen muss. An der Saisoneröffnung in Hockenheim hielt der Motor nicht, was der Tuner versprochen hatte, der Motor hatte viel zu wenig Leistung und ging nach zwölf Runden hoch. Die Pleuel verabschiedeten sich durch die Motorhaube in die Freiheit. Doch aufgeben wollte er nicht, zu sehr brannte sein Herz für den Motorsport. Sagte der Altstätter A wie Armin, meinte er auch B wie Buschor.
Die Rheintaler Autorennfahrer trafen sich damals jeweils im Restaurant Bad Balgach, wo Buschor dem Tuner Ruedi Eggenberger von seinem Malheur berichtete. Eggenberger lud ihn zu sich ein, um ihm einen Motor zu leihen, den Buschor dann einbaute. «Schon bei der ersten Testfahrt auf der Strasse spürte ich, das Ding geht ab wie die Sau», sagte Buschor. So konnte er seinen misslichen Einstieg ins Renngeschehen rasch vergessen und bei einem Regenrennen im italienischen Casale Monferrato seinen ersten Sieg feiern. Dies, obwohl er in der letzten Kurve von der Strecke abkam, zwei Fangzäune durchbrach und den Spoiler verlor. Doch der bis dahin herausgefahrene Vorsprung war so gross, dass er das Ziel über Stock und Stein doch noch als Erster erreichte.
Das Triebwerk musste er danach zurückgeben. Er sagte: «Einen Eggenberger-Motor konnte ich mir nicht leisten. Aber Ruedi Eggenberger ist für mich als Stratege und Tuner im Schweizer Motorsport der Grösste aller Zeiten.» So habe er etwa gemerkt, dass die weisse Farbe weniger Gewicht hatte als etwa grün. Von da an waren alle Eggenberger-Rennwagen weiss. «Seine Erfolge in der Tourenwagen-Europa- und Weltmeisterschaft sind einfach nur lobenswert», sagte Buschor.
Am 28. und 29. September 1974 nahm der Altstätter erstmals am Bergrennen St. Peterzell – Hemberg teil. Dieses fand danach jährlich statt, nur einmal nicht: 1984, wegen des Borkenkäfers. Das Jahr war für Armin Buschor aber ein sehr erfolgreiches, wurde er im Ford Escort doch Schweizer Meister der Spezialwagen. Das vorerst letzte Bergrennen St. Peterzell – Hemberg fand dann 1990 statt, erst 2012 kam es zu einer Wiederbelebung des beliebten Anlasses, der nun von der Schwandsbrugg zum Hemberg führt. An diesem Wochenende nimmt Armin Buschor wieder am Rennen teil – 50 Jahre nach seinem ersten Start an diesem.
Text: Elio Crestani (Quelle: «Der Rheintaler» vom 5. Juni 2024)
Das zweite Rennwochenende des Porsche Sports Cup Suisse endete im südfranzösischen Le Castellet mit einem weiteren Doppelerfolg für Felix Hirsiger.
Felix Hirsiger machte in Le Castellet dort weiter, wo er auf dem Red Bull Ring in Österreich aufgehört hatte – nur nochmals besser: Der Neueinsteiger in den GT3 Cup fuhr mit dem rund 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup zweimal zum «Grand Slam», sicherte sich jedes Mal aber auch die Pole-Position und die schnellste Rennrunde. Den ersten Lauf über 18 Runden beendete der gerade 26 Jahre alt gewordene Zuger mit gut 15,5 Sekunden Vorsprung. Beim zweiten lag er immerhin noch mit mehr als zwölf Sekunden vorne. Vier Starts, vier Siege: Damit liegt Hirsiger in der Fahrertabelle souverän Rang 1.
Platz 2 ging beide Male an William Mezzetti. Der Italiener musste sich hierfür in der Startrunde des zweiten Rennens gegen Dylan Yip durchsetzen. Der 20-Jährige aus Macao hatte im ersten Lauf für Aufsehen gesorgt, als er von der siebten Startposition sukzessive bis auf den dritten Rang vorfahren konnte. Dabei verwies er Gregor Burkhard auf Platz 4. Dieser revanchierte sich umgehend im nächsten Sprintrennen und knöpfte seinerseits Yip die dritte Position ab. Dessen vierter Rang geriet sogar noch unter Druck von Roderick Christie: Der Brite war als Zehnter gestartet und fuhr als Fünfter durchs Ziel. Direkt dahinter: Peter Hegglin, Marc Arn, Sébastien Pidoux und Jan Klingelnberg.
In der Gruppe GT4 Clubsport liess Tomas Guedes nichts anbrennen und kam auf dem Circuit Paul Ricard zweimal als Sieger ins Ziel. Ekaterina Lüscher, die Förderfahrerin der Porsche Schweiz AG und des Porsche Motorsport Club Suisse, freute sich über einen vierten Rang im ersten Lauf. Im zweiten Rennen musste sie eine Nullrunde hinnehmen. In der Gruppe Open GT hiess der Sieger der beiden Sprintläufe jeweils Philippe Menotti. Er ging mit einem 404 kW (550 PS) starken Porsche 911 GT3 R der Generation 991.2 an den Start. In der Klasse für den aktuellen 911 GT3 Cup mit Traktionskontrolle und Renn-ABS nahm zunächst Guru aus Indien, dann der Brasilianer Marcelo Tomasoni den grössten Pokal mit nach Hause. In der Porsche Drivers Competition Suisse drehten Xavier Penalba und Gabriel Piaget im kürzeren Wertungslauf mit identischem Ergebnis die gleichmässigsten Runden. Im Neun-Runden-Wettbewerb erlaubte sich Philipp Müller die geringste Abweichung zu seiner eigenen Durchschnittszeit.
Am Wochenende findet in Hemberg der Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft statt. Mehr als 200 Fahrer und Fahrerinnen haben sich eingeschrieben. Das Duell um den Tagessieg heisst voraussichtlich Marcel Steiner gegen Robin Faustini.
Eines steht schon vor der elften Ausgabe des Hemberger Bergrennens fest: Falls Marcel Steiner nicht gewinnt, wird es erstmals seit der Neuauflage 2012 einen neuen Sieger geben. Bei den bisherigen Rennen haben sich nämlich nur zwei Fahrer in die Siegerliste eingetragen: Eric Berguerand und Marcel Steiner. Berguerand hat sechs Siege errungen – 2013-2016, 2019 sowie 2022, Steiner gewann bisher vier Mal: 2012, 2017, 2018 und 2023. Weil Rekordsieger Berguerand dieses Jahr pausiert, kann nur Steiner die Serie fortsetzen. Ob ihm das gelingt? Der Honda-Garagist aus Oberdiessbach hat eine turbulente Vorbereitung hinter sich. Eigentlich sah alles vielversprechend aus, als Steiner am 3. April in Turin (I) seinen überarbeiteten LobArt-Rennwagen ganz in Schwarz zeigte. Zwei Monate später ist von der anfänglichen Euphorie nicht mehr viel übrig geblieben. Steiner hat bei seinem bisher einzigen Renneinsatz am Rechberg (A) gespürt, dass der Wagen mit der neuen Aerodynamik nicht funktioniert. «Ich hatte kein Vertrauen ins Auto», meinte der amtierende Meister.
Um an der diesjährigen Berg-Meisterschaft teilnehmen zu können, blieben Steiner nicht viele Optionen. Weil er keine Lust verspürte, dieses Jahr zu pausieren, er gleichzeitig aber kein konkurrenzfähiges Ersatzauto fand, hat sich der 48-Jährige entschieden, den LobArt wieder auf die ursprüngliche Konfiguration zurückzubauen. «Wir haben den neuen Unterboden übernommen», sagt Steiner. «Der Rest sieht wieder so aus wie 2023. Wie es in Hemberg läuft, wird sich zeigen. Eine ideale Vorbereitung für eine neue Saison sieht sicher anders aus. Aber wer mich kennt, der weiss, dass ich nicht so schnell aufgebe.»
Steiners grosser Herausforderer 2024 dürfte Robin Faustini sein. Der 26-jährige Suhrer hat auf die neue Saison von einem Osella FA30 auf einen Nova-Turbo NP01 gewechselt und hat damit schon einige Rennkilometer abgespult. Bei den Vorbereitungsrennen in Eschdorf (LUX) und Ecce Homo (CZ) wurde Faustini mit seinem neuen Arbeitsgerät Zweiter respektive Sechster. Beim Maverick Hill Climb Czech, einem «Bergrennen» auf der Rundstrecke in Brünn, holte er gar den Tagessieg. Faustini ist nicht der einzige, der sich auf die neue Saison einen Nova angelacht hat. Auch Thomas Amweg (39) ist 2024 mit einem dieser französischen Prototypen unterwegs. Beide haben einen 2-Liter-Turbo im Heck – Faustini einen vom französischen Motorentuner Emap, Amweg einen baugleichen Typ wie Steiner von Helftec Engineering aus Hildisrieden. «Ich rechne nicht damit, dass ich am Hemberg direkt ganz vorne mitmischen kann», sagt Amweg vorsichtig. «Aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich 2024 als Lernjahr betrachte. Ich will möglichst schnell Vertrauen ins neue Auto gewinnen, um dann auch ein Wörtchen um die Tagessiege mitreden zu können.»
Hinter den Top 3 dürften sich Rückkehrer Michel Zemp sowie Simon Hugentobler im Ex-Faustini-Osella einreihen. Auf die Leistung von Zemp darf man besonders gespannt sein. Der 37-Jährige kehrt nach einem Jahr Pause mit einem neuen 1170-cm3-Turbo-Motor, der ebenfalls von Helftec stammt, zurück. Der Langnauer absolvierte am Rechberg seine Feuertaufe und kam mit dem frisch motorisierten Norma M20FC im SCRATCH auf Rang 10 und innerhalb seiner Klasse auf Platz 2.
Bester 2-Liter-Fahrer bei den Rennwagen war im Vorjahr Joël Burgermeister. Der Thurgauer peilt diesen «Titel» auch 2024 an. Ob die Konkurrenz – allen voran Philip Egli, der Führende im Slalom-Gesamtklassement – den Thurgauer einbremsen kann, ist schwierig vorherzusagen. Geht es nach Egli, ist die Favoritenrolle klar verteilt. «Joël ist mit seinem Formel 4 am Berg im Vorteil. Ich glaube nicht, dass ich in Schlagdistanz komme.» Neben Egli sind mit Christian Balmer, Lionel Ryter und Roland Bossy drei weitere Fahrer dabei, die die Klasse bis 2 Liter mehr als nur bereichern.
Favorit auf den Sieg bei den Tourenwagen ist Reto Meisel. Der Champion von 2022 kehrt nach einem privat sehr strapaziösen Jahr zurück und wird die Fans mit seinem Mercedes-Benz SLK 340 bestimmt wieder entzücken. Gleiches gilt für Roger Schnellmann, der mit seinem brachialen Mitsubishi Evo 8 ebenfalls für Gänsehautstimmung sorgen wird. Die Fans am Hemberg dürfen sich aber auf noch weitere Hochkaräter freuen: So zum Beispiel Vorjahresmeister Bruno Sawatzki (auf seinem Porsche 991.1 Cup in der Interswiss über 2500 cm3), Frédéric Neff (Porsche 997 GT2R, E1 über 4000 cm3), Simon Wüthrich (VW Golf Turbo, E1 bis 3500 cm3) oder Romeo Nüssli (Ford Escort Cosworth, E1 bis 4000 cm3). Am Start ist auch ein alter Bekannter, der neu unter dem Pseudonym «Speedmaster» fährt. Sein Gefährt, ein McLaren 765 LT, wird in der Kat. Super S Competition über 3000 cm3 antreten.
Die beiden grössten Startfelder gibt’s bei den 1,6- bis 2-Liter-Tourenwagen. Favorit in der E1 ist der Tessiner Christian Bralla mit seinem Fiat X1/9. In der Interswiss dürfte der Sieg in der hubraumidentischen Klasse über Stephan Burri (VW Scirocco) gehen. An Spannung mangelt es definitiv nicht. Und wenn man den Vorhersagen Glauben schenkt, dann sollte am Wochenende (bis auf das eine oder andere Gewitter) auch das Wetter mitspielen.
Zur Strecke: Mit 1,758 km ist die Strecke in Hemberg die kürzeste im Kalender. 157 Meter Höhendifferenz müssen die Fahrer im St. Gallischen überwinden. Die durchschnittliche Steigung beträgt 8,94 Prozent. Der absolute Streckenrekord hält Steiner (aus dem Vorjahr) in 51,70 sec (= 122,41 km/h).
Für alle Bergfans geht es am Samstagmorgen mit Feld 1 und einem ersten (von vier) Trainingsläufen um 7.30 Uhr los. Am Sonntagmorgen haben alle Fahrer nochmals die Chance auf einen fünften Testdurchgang, ehe es dann ab ca. 10.10 Uhr mit den Rennläufen ums Eingemachte geht. Jede Klasse wird drei Läufe austragen (sofern möglich). Die beiden schnellsten Zeiten werden addiert.
Mehr über das Bergrennen in Hemberg erfahren Sie unter www.bergrennen-hemberg.ch
Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2024
8./9. Juni, Hemberg
15./16. Juni, La Roche – La Berra
30. Juni, Reitnau
17./18. August, St-Ursanne – Les Rangiers
24./25. August Oberhallau
7./8. September, Gurnigel
14./15. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Es ist vollbracht! Nach Nico Müller (2015) hat sich nun auch Ricardo Feller in die Siegerliste der 24 Stunden am Nürburgring eingetragen. Das Ergebnis ist vorerst aber nur provisorisch.
Die 2024er Ausgabe des 24h-Rennens auf dem Nürburgring geht als die kürzeste in der Geschichte des Rennens ein. Nach über 14 Stunden Unterbrechung wegen Nebels wurde das Rennen am Sonntag um 13:30 Uhr wieder aufgenommen. Nach fünf Runden hinter dem Safety-Car wurde die Übung aber wieder abgebrochen und das Rennen mit der schwarz-weiss-karierten Flagge beendet. Die Witterungsbedingungen in der Eifel wollten sich einfach nicht bessern. So ging der Sieg zum siebten Mal an das Team Scherer Sport PHX und das Quartett Ricardo Feller, Franck Stippler, Christopher Mies und Dennis Marschall.
«Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war», meinte Feller, der die fünf Runden hinterm Safety-Car abspulte. «Natürlich hätten wir gerne einen Neustart gehabt und auf der Strecke gekämpft. Aber ja, ich denke, es war einfach zu riskant. Irgendwann konnte man die Streckenposten nicht mehr sehen und wenn man Code 60 oder ähnliches hatte und sie verpasste, hätte es gefährlich werden können.»
Zweitbester Schweizer war BMW-Fahrer Raffaele Marciello auf Rang 7. Sein Team (Rowe Racing) protestierte nach dem Rennen gegen die Wertung des Rennens, wurde aber von den Sportkommissaren abgewiesen. Das Team kündigte daraufhin an, in Berufung gehen zu wollen.
Laut dem Onlineportal motorsport-total geht es dabei und den Wortlaut des Sportlichen Reglements, insbesondere die Beendigung des Rennens mit der schwarz-weiss karierten Flagge und nicht mit der Roten Flagge. Rowe glaubt nämlich, das Rennen mit dem BMW #98 (Marciello/Martin/Wittmann/Farfus) gewonnen zu haben. Die Mannschaft rund um Hans-Peter Naundorf hat 96 Stunden Zeit, den Antrag auf Berufung beim Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) in Frankfurt einzureichen.
Platz 9 ging an Patric Niederhauser auf einem Porsche 911 GT3 von Lionspeed. Damit hat der Berner die Kat. ProAM gewonnen. Philip Ellis im Mercedes AMG GT3 von GetSpeed schied aus.
Die weiteren Schweizer Platzierungen:
Manuel Metzger, BMW M4 GT4, Platz 2 in der Klasse SP 8T
Jasmin Preisig, Aston Martin Vantage, Platz 4 in der Klasse SP 10
Michael Kroll, Chantal & Alexander Prinz, BMW M3 CSL, Platz 1 in der Klasse SP 6
Peter Baumann, Porsche Cayman CM 12, Platz 2 in der Klasse V5
Marco Timbal, Porsche 718 Cayman GT4, Platz 4 in der Klasse AT3
Ranko Mijatovic, BMW M240i, Platz 1 in der Klasse BMW M240i
Im 13. Anlauf hat es geklappt! Mike Coppens/Christophe Roux haben am Wochenende zum ersten Mal die Rallye du Chablais gewonnen.
Im Vorjahr waren Mike Coppens und Beifahrer Christophe Roux (Skoda Fabia) bei der Rallye du Chablais in Führung liegend ausgeschieden. Diesmal hat’s geklappt. Das Meisterduo von 2021 aus Verbier (VS) hat die verregnete 20. Ausgabe der Rallye du Chablais mit einem Vorsprung von 46,1 Sekunden auf Michaël Burri/Gaetan Aubry (Hyundai i20) und 1:51,2 min auf Jonathan Michellod/Stéphane Fellay (Skoda Fabia) gewonnen. Mit dem Sieg bei der «Chablais» sind Coppens/Roux im Gesamtklassement nach zwei von sechs Rallyes nun punktgleich mit Burri/Aubry.
Coppens übernahm in der dritten Prüfung, der «Tour d’Aï», das Zepter und gab dieses bis ins Ziel nicht mehr ab. Bei acht der 14 Wertungsprüfungen war Coppens der Schnellste. «Endlich ist wohl das richtige Wort», sagt Coppens. «Denn nach der Rallye du Valais ist die Rallye du Chablais ganz klar die Rallye, die man auch gewinnen möchte. Dass es uns diesmal gelungen ist, freut mich. Die Bedingungen waren nicht einfach. Und wir hatten zwei Schrecksekunden am zweiten Tag – mit einem Dreher und einer Wassertemperatur, die stark angestiegen war. Aber zum Glück ging alles nochmals gut.»
Für Michaël Burri (vier Bestzeiten) fing die Rallye nicht ideal an. «Am Freitagvormittag fuhren wir mit einem Set-Up, das bei diesen nassen und schwierigen Bedingungen nicht funktionierte. Wir haben dann ein paar Änderungen vorgenommen. Danach war es besser. Mike und ich waren sehr ausgeglichen. Bis auf zwei Prüfungen, die zweite Tour-d’Aï-Prüfung und die erste von Collombey nach Murraz. Da habe ich 13 respektive 16 Sekunden verloren. Das war zu viel. Das konnten wir nicht mehr aufholen.»
Platz 3 ging an Jonathan Michellod. Der Chablais-Sieger von 2022 legte in der ersten Prüfung los wie die Feuerwehr, fiel aber vor allem am zweiten Tag etwas zurück. Gegen hinten drohte ihm keine Gefahr, gegen vorne konnte der ehemalige Junioren-Meister aber auch nichts ausrichten. Da Michellod dieses Jahr nicht um die Meisterschaft fährt, fällt das Ergebnis nicht ins Gewicht. «Meine letzte Rallye war die Rallye du Valais 2023. Insofern war Platz 3 kein schlechtes Ergebnis.»
Hinter Michellod kam der 23-jährige Thibault Maret (mit dem französischen Beifahrer Kévin Bronner) ins Ziel. Der Teamkollege von Coppens setzte sich erst in der vorletzten Prüfung gegen Ismaël Vuistiner durch. Der 36-Jährige aus Veyras bei Sierre verblüffte die Konkurrenz mit einer sensationellen Leistung auf seinem Renault Clio Rally3 und sicherte sich bei der «Chablais» auch den Sieg in der Michelin Trophy Alps Open. «Eigentlich bin ich kein Fan solcher Konditionen», sagt Vuistiner. «Aber solch nasse Bedingungen helfen halt, den Unterschied zu den Rally2-Autos zu kompensieren.»
Hinter Vuistiner belegten Nicolas Lathion/Ramona Formica (Skoda Fabia) Platz 6. Lathion hatte beim Angriff auf Vuistiner einen Reifenschaden erlitten und musste sich so mit Platz 2 in der Michelin Trophy Alps Open begnügen. Abgerundet wurden die Top 8 mit Jonathan Scheidegger/Thomas Jacon (Peugeot 208, P3 in der Alps Open) und Simone Tettamanti/Nicola Petraglio (Skoda Fabia).
In der Michelin Trophy Alps ging der Sieg an Cédric Moulin/Pierre-Jean Vardanega auf einem Renault Clio Rally4. Platz 2 mit mehr als zwei Minuten Rückstand sicherte sich der Franzose Alexandre Bastard. Dritte wurden Xavier Craviolini/Yannick Micheloud auf einem Peugeot 208 Rally4.
Den Sieg im Schweizer Rallye-Pokal sicherten sich überlegen Martin und Charlène Pastor auf einem Peugeot 208 Rally4. Markenkollege Gauthier Hotz (mit Co-Pilot Nicolas Blanc) wurde Zweiter und gewann gleichzeitig die Junioren-Wertung. Im Kampf um Platz 3 setzten sich Cédric Moulin/Pierre-Jean Vardanega gegen die Jura-Sieger Cédric Betschen/Charlène Bori (Renault Clio S1600) durch. Letzterer verlor in der ersten Prüfung aufgrund eines Reifenschadens mehr als sieben Minuten. In der Meisterschaft liegt der Klassensieger Betschen dennoch immer ohne Verlustpunkte gemeinsam mit Philippe Broussoux (Sieger ISN) an der Spitze.
In der VHC, der historischen Klasse, gab es einen Premierensieger. Joël Rappaz, für gewöhnlich bei den modernen Fahrzeugen am Start, war mit seinem BMW M3 E30 der Schnellste im Feld der insgesamt 20 Teilnehmenden. Rappaz übernahm die Führung ab der siebten Prüfung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Dass er bei seinem ersten (und wahrscheinlich nicht letzten VHC-Einsatz) auf Anhieb siegte, hat seine Gründe. «Ich habe die ersten Jahre auf exakt einem solchen BMW M3 gelernt», sagt der Lokalmatador aus Evionnaz. Platz 2 ging mit 44,9 Sekunden Rückstand an die Markenkollegen Pascal Bachmann/Xavier Machet. Dritte wurden die Jura-Sieger Eddy und Florence Bérard auf Ford Escort RS 1600, die im Gesamtklassement weiter vorne liegen.
In der VHRS, dem Gleichmässigkeitswettbewerb der historischen Fahrzeuge, sicherten sich die Vorjahresmeister Laurent und Florence Pernet den Sieg. In der modernen Klasse, der VMRS, zeichneten sich Michel Randin und François Allenbach als Meister der Gleichmässigkeit aus.
Weitere Informationen zur Rallye du Chablais gibt es auf der Internetseite https://rdchablais.ch/
Und so geht es weiter:
5.–7. Juli, Rallye de Bourgogne – Côte Chalonnaise (F)
5.–7. September, Rallye Mont-Blanc Morzine (F)
27./28. September, Rally del Ticino
24.–26. Oktober, Rallye International du Valais
Der 3. Lauf der autobau SKM 2024 findet in rund 4 Wochen im italienischen 7 Laghi/Castelletto di Branduzzo statt. Die Einschreibungen sind per sofort offen über www.go4race.ch.
Der Nennschluss ist am Sonntag, 23.06.2024 / 24h00!
Sei auch Du mit dabei und fahre mit vielen anderen Piloten um Siege und Punkte!
Wir freuen uns auf deine Einschreibung für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft 2024 und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung unter 031 979 11 11 oder per E-Mail an info@motorsport.ch
Am Wochenende findet auf dem Nürburgring die 52. Ausgabe des 24-Stunden-Klassikers statt. Natürlich auch mit Schweizer Beteiligung – allen voran Philip Ellis, Ricardo Feller, Raffaele Marciello und Patric Niderhauser.
Am Wochenende findet die 52. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring statt. Bis heute liess sich erst ein Schweizer in die Liste der Gesamtsieger eintragen: Nico Müller 2015 auf einem Audi vom Team WRT. Am Wochenende könnte sich das ändern. In der Kategorie Pro sind aus Schweizer Sicht drei heisse Eisen im Feuer. Mit der #8 geht Philip Ellis ins Rennen. Der Zuger hat einen extrem guten Lauf. In der IMSA fährt er auf Mercedes von Sieg zu Sieg. Ein Triumph auf der Nordschleife wäre die Krönung für Ellis. Gute Chancen auf ein Topergebnis hat auch Ricardo Feller. Der DTM-Pilot ist gleich auf zwei Autos im Team Scherer gemeldet: zum einen auf der #15 mit Vervisch/Haase/Winkelhock, zum anderen auf der #16 mit Stippler/Mies/Marschall. Der dritte Schweizer Pro-Fahrer ist Raffaele Marciello (#98). Der Tessiner fährt für das BMW-Team Rowe Racing, das sich vor vier Jahren den Gesamtsieg sicherte. Auch in der Kategorie ProAM gibt es einen Schweizer Piloten: Patric Niederhauser. Der Porsche-Werksfahrer pilotiert einen Porsche 911 GT3 R (#24) für das Team Lionspeed.
Zu den weiteren Schweizer Fahrern und Fahrerinnen in der Eifel gehören:
Manuel Metzger (BMW M4 GT4, SP 8T, #150)
Ivan Jacoma (Porsche 718 Cayman GT4, SP 10, #165)
Jasmin Preisig (Aston Martin Vantage AMR GT4, SP 10, #175)
Michael Kroll (BMW M3 E46, SP 6, #207)
Chantal Prinz (BMW M3 E46, SP 6, #207)
Alexander Prinz (BMW M3 E46, SP 6, #207)
Marc Schöni (Porsche 718 Cayman GT4, AT3, #420)
Peter Baumann (Porsche Cayman CM12, V5, #443)
Marco Timbal (Porsche 718 Cayman GT4, AT3, #633)
Ranko Mijatovic (BMW M240i, BMW M240i, #650)
Mathias Schläppi (Audi RSR LMS, TCR, #816)
Frédéric Yerly (Audi RSR LMS, TCR, #816)
Philipp Hagnauer (Porsche 718 Cayman GT4, Cup 3 AM, #949)
Der Start zum Rennen erfolgt am Samstag, 1. Juni, um 16 Uhr. Livetiming gibt es unter diesem Link.
Die Rallye du Chablais, der zweite Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft 2024, feiert dieses Wochenende Jubiläum. Bereits zum 20. Mal findet die allseits beliebte Rallye rund um den Servicepark in Aigle (VD) statt.
2004 fand die Rallye du Chablais zum ersten Mal statt. Der Sieger, Jean-Philippe Radoux aus Belgien, siegte auf einem Ford Escort WRC. Die maximale Punktzahl für die Schweizer Rallye-Meisterschaft ging an Ivan Cominelli/Paolo Pianca auf einem Renault Clio Williams. Die späteren Meister Patrick Heintz/Roland Scherrer belegten auf ihrem Subaru Impreza Platz 2 in der SM-Wertung.
Am Wochenende feiert die Rallye rund um den Servicepark in Aigle (VD) nun ihren 20. Geburtstag. Weil 2020 wegen Covid-19 keine Rallye stattgefunden hat, ist die diesjährige Rallye gleichzeitig die 20. Ausgabe. In die Siegerliste der «Chablais» hat sich das «Who is who» der Schweizer Rallyeszene eingetragen. Allen voran Sébastien Carron mit fünf Siegen. Auch Rallye-Superstar Sébastien Loeb hat viel zur Popularität der Rallye du Chablais beigetragen. Drei Mal hat er im Hauptfeld teilgenommen, drei Mal hat der Franzose die Rallye gewonnen – zuletzt 2017. «Wenn ich daran zurückdenke, kommt es mir surreal vor», sagt Carron. «Wir haben uns damals einen tollen Zweikampf geliefert. Ich lag lange in Führung. Am Ende hat er sich dann doch noch durchgesetzt. Aber das war ein unvergessliches Erlebnis – mitunter eine meiner schönsten Erinnerungen im Rallyesport.»
Die Ausgabe 2024 könnte einen neuen Sieger hervorbringen. Von den bisherigen Chablais-Gewinnern sind nämlich nur Jonathan Michellod/Stéphane Fellay (Sieger 2022) am Start. Und dieses Duo hat seit der Rallye du Valais keinen Ernstkampf mehr bestritten. «Wir haben keinen konkreten Plan», Sagt Michellod. «Vielleicht fahren wir nach der Rallye du Chablais noch die Rallye du Valais. Aber im Moment wissen wir es noch nicht.»
Zu den Favoriten zählt neben Michellod natürlich Mike Coppens mit Beifahrer Christophe Roux. Der Skoda-Markenkollege verbindet eine Art Hassliebe zur «Chablais». Zwölf Mal ist er bereits am Start gestanden, 2021 musste er sich Sébastien Carron geschlagen geben. Im Vorjahr schied er nach einem Reifen- sprich Bremsanlageschaden in Führung liegend aus. Ein Sieg bei der «Chablais» fehlt dem Schweizer Rallye-Meister von 2021 noch.
Auch Michaël Burri (mit Co-Pilot Gaëtan Aubry) ist bei der «Chablais» noch sieglos. Beim Saisonauftakt im Jura wurde der Lokalmatador Zweiter. Um mehr Erfahrung mit seinem Hyundai i20 zu sammeln, hat Burri am vergangenen Wochenende an der Rally Il Grappolo in Italien teilgenommen. Ein zweiter Platz unter mehr als hundert «Einheimischen» zeigt, dass es Burri nicht nur mit dem Sieg bei der «Chablais» ernst meint, der Jurassier schielt dieses Jahr (wie Coppens) auch ganz klar auf den Schweizer Meistertitel.
Nicht um den Sieg fahren wird Critérium-Gewinner Sacha Althaus. Der 27-jährige aus Moutier ist bei der Rallye du Chablais mit Beifahrerin Lisiane Zbinden lediglich als Vorausfahrer der historischen Klasse VHC in einem Ford Puma dabei. «Die Saison 2023 hat mich viel Geld gekostet», sagt Althaus. «Deshalb war von Anfang klar, dass ich dieses Jahr nicht die ganze Meisterschaft fahren kann.»
Zum erweiterten Kreis möglicher Sieg- respektive Podiumskandidaten gehört auch Nicolas Lathion mit Beifahrerin Ramona Formica. Lathion war beim Saisonauftakt im Jura Vierter geworden und setzte sich damit erfolgreich gegen Markenkollege Thibault Maret sowie VW-Polo-Pilot David Erard durch. Der Skoda-Fahrer aus Charrat peilt aber nicht nur den Titel «Best oft he Rest» an, Lathion gilt auch als Favorit in der Michelin Trophy Alps Open.
Bei den Junioren sind diesmal drei Teams am Start. Neben Auftaktsieger Gauthier Hotz (Peugeot 208) und Jérôme Nanchen (Opel Corsa) darf man auf das Abschneiden des 22-jährigen Wallisers Yohan Surroca (ebenfalls auf einem Peugeot 208) gespannt sein.
Wie schon im Jura ist auch im Schweizer Rallye-Pokal mit 28 Teams wieder ein richtig grosses Feld am Start. Vier davon sind nach dem Saisonauftakt im Jura noch verlustpunktfrei – darunter Cédric Betschen (Renault Clio, R3C), Philippe Broussoux (Renault Clio/ISN), Cédric Moulin (Renault Clio/Rally4) sowie Philippe Noirat (Peugeot 206 XS/ISA).
Während in der modernen Klasse 56 Fahrzeuge am Start stehen, sind es in der historischen Klasse VHC 20 Teams, die den Sieg untereinander ausmachen. Favorit auf den Gesamtsieg ist Auftaktsieger Eddy Bérard, der diesmal mit einem Ford Escort RS MK1 ins Rennen geht. Auf der Rechnung sollte man aber auch Joël Rappaz haben. Der bald 40-Jährige aus Evionnaz zählt seit 2005 zu den regelmässigen Teilnehmern bei Läufen zur Schweizer Rallye-Meisterschaft. Allerdings (bis jetzt) auf modernen Fahrzeugen. Wie schnell Rappaz auf einem BMW M3 E30 sein wird, wird sich zeigen.
In der Kategorie VHRS, in der es um gleichmässiges Fahren geht, stehen sieben Teams mit historischen und zwei Teams mit modernen Fahrzeugen am Start. Neben Vorjahres-Champion Laurent Pernet (BMW 225) muss man hier der Sieger der Auftaktrallye Dominique Udriot (Toyota Celica) sowie René Winz (MG B GT) aufmerksam beobachten.
Los geht die Rallye am Freitagmorgen um ca. 8 Uhr mit einer happigen ersten Prüfung hinauf zum Col de la Croix. Sieben weitere Prüfungen stehen am Freitag auf dem Programm. Sechs werden am Samstag ausgetragen. Insgesamt werden 165,46 gewertete Kilometer zurückgelegt. Weitere Informationen zur Jubiläumsausgabe der Rallye du Chablais gibt es unter diesem Link.
Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2024
19./20. April, Critérium Jurassien
30. Mai – 1. Juni, Rallye du Chablais
5.–7. Juli, Rallye de Bourgogne – Côte Chalonnaise (F)
5.–7. September, Rallye Mont-Blanc Morzine (F)
27./28. September, Rally del Ticino
24.–26. Oktober, Rallye International du Valais
DTM-Pilot Ricardo Feller war am Wochenende nicht der einzige Schweizer, der sich über einen Podestplatz freuen durfte. Auch Julien Apothéloz und Axel Gnos hielten die Schweizer Flagge hoch.
Ricardo Feller hat beim zweiten Aufeinandertreffen der DTM am Lausitzring die Plätze 5 und 3 erzielt. Der Audi-Pilot sah im zweiten Lauf am Sonntag lange Zeit wie der sichere Sieger aus, nachdem er in der vierten Runde Leader Thomas Preining überholt hatte. Feller lag auch nach einer Safety-Car-Phase und dem anschliessenden Re-Start in Führung und konnte seinen Vorsprung auf knapp eine Sekunde ausbauen. Nach den Pflicht-Boxenstopps schlug die Stunde von Preining. Der Österreicher holte sich als erster Fahrer im Feld neue Reifen und brachte sie schnell ins optimale Temperaturfenster. Dadurch überholte Preining zunächst Feller und kurz darauf auch dessen Teamkollege Kelvin van der Linde, die durch spätere Stopps auf kälteren Reifen den Porsche-Werksfahrer nicht aufhalten konnten. Auch Feller drückte sich anschliessend mit Fahrzeugkontakt an van der Linde vorbei, die Rennleitung ordnete jedoch aufgrund des Kontaktes einen Platztausch an. «Zwischenzeitlich habe ich mich schon ganz oben auf dem Podium gesehen, am Ende muss ich mit dem dritten Platz zufrieden sein», sagt Feller. «Die Berührung im Duell mit meinem Teamkollegen war keine Absicht. Ich hatte in der Situation einfach nicht erwartet, dass er so weit auf die Innenbahn zieht.» In der Gesamtwertung liegt Feller nach vier Läufen mit zehn Punkten Rückstand auf die Spitze auf Rang 3.
Nach dem Erfolg von Oschersleben, erlebte Emil Frey Racing ein enttäuschendes Wochenende auf dem Lausitzring. Eine äusserst schlechte Einstufung der Balance-of-Performance (BoP) machte es den beiden Ferrari-Piloten Jack Aitken und Thierry Vermeulen unmöglich, in dem konkurrenzstarken Feld um die vordersten Positionen zu kämpfen und das Team konnte lediglich fünf Meisterschaftspunkte aus zwei Rennen mit nach Safenwil nehmen.
Zwei Podestplätze gab es am Lausitzring auch für Julien Apothéloz. Der junge Zürcher sicherte sich im ADAC Prototype Cup Germany die Plätze 2 und 3. Auch er liegt nach zwei Rennwochenenden auf dem dritten Zwischenrang.
Beim dritten Lauf zur GT Open in Spa-Francorchamps sicherte sich Alex Fontana seine ersten Punkte. Der Tessiner, der sein Porsche-Cockpit mit dem unter Pseudonym fahrenden US-Amerikaner «Hash» teilt, beendete das Rennen als Siebter in der Klasse ProAM. Auf Platz 11 landete das Duo Yannick Mettler/Dexter Müller (Mercedes AMG GT3). Die beiden Ferrari von Spirit of Race kamen auf die Plätze 5 (ProAM) und 9 (Pro).
Einen Schweizer Erfolg gab es beim 6-Stunden-Rennen der Ultimate Cup Series in Portimão. Axel Gnos gewann für das Team Virage die LMP3-Kategorie souverän mit einer Runde Vorsprung. Samir Ben (Graff Racing) beendete das Rennen auf Rang 7, nachdem er aufgrund eines technischen Defekts im Quali von ganz hinten starten musste. David Droux (ebenfalls Graff Racing) wurde in der NP02 Fünfter. Ebenfalls unter die Top 10 der NP02 fuhren Danny Buntschu (7.), Loris Kyburz/Sébastien Page (9.) und Karen Gaillard (10.).
Es war knapp, aber am Ende hat sich auch beim Doppellauf in Ambri wieder Philip Egli durchgesetzt. Beim Saisonfinale in Chamblon am 23. Juni kann der Rekordtagessieger endlich auch Schweizer Slalom-Meister werden.
Philip Egli ist seinem Ziel, endlich einmal Schweizer Slalom-Meister zu werden, ein grosses Stück näher gekommen. Beim Doppellauf auf dem Militärflugplatz in Ambri hat der gebürtige Glarner mit dem vierten, respektive fünften Tagessieg in diesem Jahr den Grundstein zu seinem ersten Schweizer Meistertitel gelegt. Falls beim Saisonfinale in Chamblon am 23. Juni nicht irgendetwas Unvorhergesehenes passiert, ist ihm die Slalom-Krone 2024 nicht mehr zu nehmen. «Es stimmt, dass ich mit den zwei Siegen in Ambri einen grossen Schritt gemacht habe. Jetzt heisst es aber, weiter konzentriert zu bleiben. In Chamblon kann immer noch etwas schief gehen. Aber eigentlich muss ich einfach ‹nur› meine Klasse gewinnen.»
Selbstverständlich waren die Siege auf der 2,73 Kilometer langen Piste in der Leventina nicht. Schon im Vorfeld hatte Egli betont, dass ihm auf dieser Strecke die Konkurrenz vermutlich am meisten auf die Pelle rücken würde. Und so war es dann auch. Allen voran Dauerrivale Lukas Eugster. Dem Ligier-Fahrer aus Gais im Appenzell fehlten am Samstag 0,26 und am Sonntag 0,07 Sekunden auf die Bestzeit von Egli. In Metern ausgedrückt heisst das: Am Sonntag, als die Strecke auf der Hauptpiste offener gesteckt war und es weniger mittelschnelle Kurven gab, verpasste Eugster den Tagessieg um 2,34 Meter…
Dass Eugster seinen Vorjahressieg nicht wiederholen konnte, lag u.a. an den klimatischen Verhältnissen. «Wir hatten diesmal Wind, der aus dem Süden bliess», sagt Eugster. «Dieser Rückenwind hat bei mir zu einem extremen Untersteuern geführt. Das haben wir bis am Sonntag nicht weggekriegt.» Eugster hatte am Samstag sogar Glück. Beinahe hätte er seinen zweiten Platz im SCRATCH noch verloren. Marcel Maurer fuhr in 1:23,48 die schnellere Zeit, doch der Berner Formel-Renault-Pilot touchierte ausgerechnet in diesem Lauf eine Pylone und bekam dafür zehn Strafsekunden aufgebrummt. Am Tagessieg von Egli hätte Maurers vermeintliche Bestzeit nichts geändert.
Am Sonntag war es dann noch knapper. Neben Eugster kamen auch Formel-Renault-Kutscher Lionel Ryter (ihm fehlten 0,52 Sekunden auf Egli) und Tiziano Riva in seinem Formel 3000 (+0,79 sec) bedrohlich nahe. Maurer war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Rennen. Nachdem er im Training nach eigenen Aussagen endlich wieder vorne mitmischen konnte, gab es ein Motorenproblem und Maurer packte zusammen.
Bester Fahrer mit einem Dach überm Kopf war am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison der junge Matthias Bischofberger. Der Thurgauer gewann auf seinem Porsche 997 GT3 Cup die Kat. E1 plus 3500 cm3 vor Christoph Zwahlen. Auch am Sonntag war Bischofberger schneller als Zwahlen, für den Tagessieg bei den «Tourenwagen» reichte es aber nicht ganz. Den schnappte sich Lokalmatador Christian Bralla in seinem Fiat X1/9 mit einem Vorsprung von sieben Zehntelsekunden. Der Tessiner leistete sich am Vortag im zweiten Durchgang einen Fehler und erhielt dafür zehn Strafsekunden. Die Zeit aus dem ersten Lauf reichte knapp, um Danny Krieg bei den Tourenwagen auf Rang 3 zu verweisen. Wäre Krieg sechs Hundertstel schneller gefahren, hätte er die E1 bis 2000 cm3 gewonnen. So ist Bralla (neben Egli und Eugster) der dritte Fahrer, der vor dem Finale noch eine weisse Weste hat.
Nicht mehr ungeschlagen sind dafür Stephan Burri (VW Scirocco) und Jean-François Chariatte (Fiat X1/9). Burri unterlag an beiden Tagen (am Samstag nach einem Torfehler) dem schnellen Opel-Fahrer Marco Geering in der Interswiss bis zwei Liter. Chariatte musste sich am Samstag in der E1 bis 1600 cm3 hinter Roberto Luigi und Peter Eggimann (beide Peugeot 106) anstellen. Am Sonntag war Eggimann abermals schneller.
Zu den weiteren Klassensieger in Ambri gehörten (am Samstag): Samuel Weibel (Subaru BRZ, Super Serie bis 2000 cm3), Daniel Kammer (Toyota Yaris, Super Serie über 3000 cm3), Thomas Walther (Citroën Saxo VTS, PSA Trophy), Iwan Brantschen (Renault Clio, Gr. A, ISA etc.), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Jannis Jeremias (VW Polo, IS bis 1600 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 3000 cm3), Jean-Paul Chiquita (Porsche GT3, IS über 3000 cm3), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Luigi Roberto (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Reto Steiner (Ford Escort, E1 bis 3000 cm3) und Michael Schläpfer (Renault Clio RS III, RCC).
Die Gewinner am Sonntag hiessen: Samuel Weibel (Subaru BRZ, Super Serie bis 2000 cm3), Daniel Kammer (Toyota Yaris, Super Serie über 3000 cm3), Thomas Walther (Citroën Saxo VTS, PSA Trophy), Iwan Brantschen (Renault Clio, Gr. A, ISA etc.), Stephan Moser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Jannis Jeremias (VW Polo, IS bis 1600 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 3000 cm3), Jean-Paul Chiquita (Porsche GT3, IS über 3000 cm3), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Patrick Eggimann (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Reto Steiner (Ford Escort, E1 bis 3000 cm3) und Michael Schläpfer (Renault Clio RS III, RCC).
Bei den Junioren hielten die Siegesserien von Lionel Ryter (Rennwagen) und Jannis Jeremias (Tourenwagen) an.
Im Suzuki Swiss Racing Cup hiess der Sieger am Samstag zum fünften Mal Sandro Fehr. Rico Thomann und Oliver Holdener belegten die Plätze 2 und 3. Im zweiten Rennen beendete Thomann den Triumphzug von Fehr. Allerdings nur, weil Letzterer zwei Pylonen umgestossen hatte und deshalb mit der Zeit aus dem ersten Lauf nur auf Platz 3 (hinter Stefan Glanzmann) landete. Fehr liegt vor dem Finale in Chamblon 16 Punkte vor Thomann. Dieser könnte ihn mit einem Sieg zwar noch überholen, doch weil es im Suzuki Cup ein Streichresultat gibt, steht Fehr schon jetzt als Meister 2024 fest.
Und so geht es weiter:
22./23. Juni, Chamblon
Für gewöhnlich sind die Walliser in der Schweizer Rallye-Meisterschaft besonders erfolgreich. Am Wochenende zählten sie beim zweiten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Franciacorta zu den Abräumern.
Am Wochenende wurde im italienischen Franciacorta der zweite Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft ausgetragen. Mit 100 Piloten am Start war in allen fünf Kategorien Action angesagt. Allein in der X30 Challenge Switzerland, der Kategorie mit IAME-Einheitsmotoren, fuhren 35 Piloten um den Sieg. Einer fiel dabei besonders auf: Gabriel Volpe. Der 15-jährige Walliser mit italienischen Wurzeln, der schon beim Saisonauftakt in Lonato eine starke Figur abgegeben hatte, fuhr wie entfesselt und sicherte sich nebst der Pole-Position auch alle drei Rennsiege. Der Fahrer mit dem Lando-Norris-Chassis hatte im Qualifying mit 0,174 Sekunden einen für X30-Verhältnisse grossen Vorsprung herausgefahren. Und Volpe liess es auch in den Rennen «fliegen». Wie er im zweiten Lauf in einer Kurve gleich zwei Konkurrenten überholte, wäre das Eintrittsgeld, hätte es dieses gegeben, wert gewesen. Auch der bis Franciacorta führende Tiziano Kuznini (Innovate Competition) musste neidlos anerkennen, dass Volpe diesmal einfach schneller war. Trotz zwei zweiten Plätzen hat der Luzerner die Führung im Gesamtklassement an den schnellen Walliser abgeben müssen. Im zweiten Vorlauf wurde Kuznini nur als 19. gewertet. «Die 3-Sekunden-Strafe für Verlassen des Korridors nehme ich auf meine Kappe», sagt Kuznini. «Bei der Zehn-Sekunden-Strafe für eine angebliche Kollision bin ich nicht derselben Meinung wie die Jury.» Sein bisher bestes Wochenende erlebte Diego Gama (UBIQ Racing). Der Westschweizer mit den auffallend langen Haaren stand in allen drei Rennen auf dem Podium (3., 2. und nochmals 3.) und freute sich zurecht diebisch über diese Platzierungen. Stark auch die Leistung von Julian Brupbacher. Der Spirit-Fahrer sicherte sich die Plätze 5, 3 und 4.
Auch in der Königsklasse bei den Schaltkarts (KZ2) ging der Sieg ins Wallis. Samuel Luyet, der jüngere der beiden Luyet-Brüder, schaffte es schon im ersten Lauf, Pole-Setter Ethan Frigomosca (Team Gerber Corse) zu bezwingen. Im zweiten Durchgang war die Reihe dann am Tessiner. Samuel Luyet musste sich mit einer halben Sekunde Rückstand mit Platz 2 begnügen. Immer im Windschatten: Bruder Jean Luyet, der die Motoren selber präpariert. Im Finale schossen die Luyets am Start erneut an Frigomosca vorbei. Als dieser kontern wollte, verabschiedete sich nach nur zwei Runden die Kupplung. So war der Weg zum ersten Doppelsieg für die Luyets frei. Dieser wurde vom Team am Ende des Tages auch gebührend gefeiert. Platz 3 ging an Tony-Kart-Pilot Cédric Elias Malk. Kevin Wälti (Swiss Hutless), der in den beiden ersten Vorläufen das Tempo des Spitzentrios souverän mitgehen konnte, überquerte die Ziellinie als Vierter, rutschte aufgrund einer Spoiler-Strafe aber noch hinter Paolo Castagnetti (DPR) auf Rang 5 ab.
Bei den OK Junioren könnte man anhand der Ergebnislisten von «business as usual» reden. Doch ganz so einfach war das Wochenende für die amtierende Meisterin Chiara Bättig dann doch nicht. Im Qualifying stand die Wettswilerin nur auf Rang 5 und wunderte sich: «Mir fehlen auf der Geraden 6 km/h.» Doch bei ihrem Team KartBox.ch wusste man sich zu helfen. «Wir haben alle möglichen Komponenten ausgetauscht, bis wir den Fehler gefunden haben», sagt Teamchef Kurt Wenger. Mit Erfolg! Bättig fuhr danach drei Laufsiege hintereinander ein und baute so ihren Vorsprung in der Meisterschaft aus. Als zweite Kraft hat sich Dan Allemann etabliert. Der Spirit-Fahrer belegte in den beiden Vorläufen jeweils Rang 2. Im Finale wurde er Dritter. Weil der Zweitplatzierte Aloïs Girardet mit französischer Lizenz fährt, hat Allemann auch im Finale die volle Punktzahl für P2 erhalten. Zu den weiteren «Podestfahrern» zählte Georgiy Zasov (MH Racing), der mit etwas mehr Rennglück durchaus auch mehr Punkte in Franciacorta hätte holen können, sowie Iven Ammann (Innovate Competition), der im zweiten Vorlauf auf Platz 3 ins Ziel kam. Ammann war auch im Finale stark unterwegs und lieferte sich mit Teamkollege Dario Palazzolo rundenlang ein Duell auf Augenhöhe. Zwei Strafen warfen den Thurgauer schliesslich auf Rang 10 zurück.
In der Kategorie OK Senior hat einer, der vom Alter her noch locker bei den Junioren mitfahren könnte, für Schlagzeilen gesorgt: Levi Arn. Der 13-jährige Solothurner aus dem Team von Samuel Gafner (mit Unterstützung von Max Busslinger) düpierte im Qualifying seinen erfahrenen Teamkollegen Pascal von Allmen. Seiner ersten Pole-Position liess er dann auch gleich den ersten Laufsieg folgen. Und auch im zweiten Vorlauf hätte Arn ziemlich sicher gewonnen, hätte sich an der Stossstange nicht eine Schraube gelöst. So musste er das Rennen in Führung liegend aufgeben und suchte im Schosse seines Teams Trost. «Rennsport kann manchmal gnadenlos sein», sagt Busslinger. «Aber da muss er durch. Was er an diesem Wochenende gezeigt hat, war aber definitiv stark.» Dass der Sieg im zweiten Vorlauf bei Busslinger Motorsport blieb, dafür sorgte von Allmen. Dieser galt auch fürs Finale als Favorit. Doch da war plötzliche Jérôme Huber (Innovate Competition) schneller. Beide hatten für den Ausgang des dritten Rennens ihre eigene Erklärung: «Wir hatten die Achse gewechselt – das hat geholfen», sagt Huber stolz. «Ich hatte nie richtig Vollgas geben können, weil eine Feder lose war», meinte von Allmen. Platz 3 im Finale ging an Hubers Teamkollege Lyon Mathur. Vierter wurde Neill Russell – knapp vor Arn, der den «Schaden» aus dem zweiten Vorlauf damit noch eingrenzen konnte.
Kommen wir noch zu den Jüngsten, den Super Minis. Dort sah es nach dem Qualifying und dem ersten Vorlauf nach einer neuerlichen Albert-Tamm-Show aus. Doch diesmal verpasste der junge Tessiner den Grand Slam. Bereits im zweiten Vorlauf musste er sich Diar Islami (WIREI) und Aurelio Longhitano (Spirit) geschlagen geben. Weil im Finale Islami und Longhitano je eine Zehn-Sekunden-Strafe erhielten, konnte Tamm den Spiess wieder umdrehen, verwies den italienischen Gastpiloten Luca Muzzolon auf Platz 2 und baute so seine Führung im Gesamtklassement aus. «Die Punkte habe ich bitter nötig», meinte Tamm nach dem Rennen. «Schliesslich werde ich – Stand heute – das nächste Rennen in 7 Laghi verpassen.» Ob er nach dem dritten Rennen immer noch in Führung liegt, hängt nicht alleine von den Leistungen von Islami und Longhitano ab. Mit Nicola Mateo Frigg (UBIQ Racing) sitzt Tamm einer im Nacken, von dem man in Zukunft noch des Öfteren hören wird. Mit den Plätzen 2, 4 und 3 (vor dem ebenfalls starken Spirit-Fahrer Zoltan Coigny) war der Zürcher auch in Franciacorta die Überraschung schlechthin. In der Meisterschaft liegt Frigg 44 Punkte hinter Tamm. Kann er beim nächsten Rennen in 7 Laghi am 30. Juni seine bisherigen Saisonleistungen wiederholen, könnte er Tamm von der Leaderposition verdrängen.
Glück im Unglück hatte Super Mini Kaya Tuna. Der Fahrer aus dem Team KartBox.ch hat im zweiten Vorlauf kurz nach dem Start eine Kollision ausgelöst, in die unglücklicherweise auch die beiden Innovate-Fahrer Romeo Epifanio und Levin Wüthrich verwickelt waren. Nach einem medizinischen Check gab es für den 12-Jährigen aus Oensingen grünes Licht. Im Finale war er wieder dabei. «Es schmerzt noch oberhalb der Hüften», meinte der tapfere Tuna. «Aber sonst ist alles okay.»
Und so geht es weiter:
30. Juni, 7 Laghi (I)
18. August, Levier (F)
21. September, Wohlen
Das Bergrennen Massongex, das am ersten Juli-Wochenende hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Der Veranstalter hofft, dass man 2025 wieder dabei sein kann.
Es wurde schon mehrfach darüber gemunkelt. Jetzt ist es definitiv: Das Bergrennen Massongex, das am ersten Juli-Wochenende hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. In einer Medienmitteilung hat der Veranstalter die Absage wie folgt begründet:
«Wir teilen Ihnen mit, dass wir aufgrund der zunehmenden Betriebskosten sowie aus Mangel an Betriebspersonal gezwungen sind, das für den 6. und 7. Juli 2024 geplante Rennen abzusagen. Wir hoffen, dass wir die Veranstaltung 2025 mit der Hilfe aller guten Geister organisieren können. Vielen Dank an alle für Ihre Unterstützung!»
Die Schweizer Berg-Meisterschaft besteht damit aus den folgenden Rennen:
8./9. Juni, Hemberg
15./16. Juni, La Roche – La Berra
30. Juni, Reitnau
17./18. August, St-Ursanne – Les Rangiers
24./25. August Oberhallau
7./8. September, Gurnigel
14./15. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Auf geht’s in die zweite Runde! Am Wochenende (25./26. Mai) findet im italienischen Franciacorta der zweite Lauf zur diesjährigen autobau Schweizer Kart-Meisterschaft statt. Am Start: 108 Fahrer und Fahrerinnen!
Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert am Wochenende in Franciacorta. 108 Fahrer und Fahrerinnen haben sich für den zweiten Lauf angemeldet – an Spannung mangelt es also definitiv nicht. Schon die Rennen beim Saisonauftakt im italienischen Lonato haben gezeigt, dass es 2024 in allen fünf Kategorien sehr eng werden wird.
Einen exemplarischen Fight lieferten sich bei den Super Minis die beiden Nachwuchsrennfahrer Albert Tamm und Aurelio Longhitano, wobei sich Tamm mit seiner Erfahrung durchsetzen konnte. Dass der Tessiner in Franciacorta erneut die Maximalpunktzahl von 75 Zählern abräumt, ist alles andere als selbstverständlich. Spirit-Fahrer Longhitano hat gezeigt, dass er ein ebenbürtiger Gegner sein kann. Gleiches gilt für Orlando Rovelli; auch er wird Tamm beim zweiten Lauf ordentlich auf die Pelle rücken. Aufmerksam sollte man auch die Leistung von SM-Neuling Nicola Mateo Frigg beobachten. Der UBIQ-Fahrer überzeugte beim Saisonauftakt mit zwei starken Darbietungen in den Vorläufen und stand so plötzlich in der ersten Startreihe beim Finale. Insgesamt stehen 29 Super Minis in Italien beim zweiten Durchgang am Start.
Bei den OK Junioren mit 16 Teilnehmenden wird es zu einer Neuauflage des Duells Chiara Bättig (KartBox.ch) gegen Dan Allemann (Spirit Racing) kommen. Letzterer hatte in Lonato noch ein Problem mit dem Chassis. Als Neuling bei den Junioren hat er aber sein Potenzial aufgezeigt und dürfte der Vorjahresmeisterin in Franciacorta das Leben schwer machen. Dahinter lauern Georgiy Zasov (MH Racing) und Allemanns Teamkollege Arnaud Voutat, der im Vorjahr Zweiter bei den Junioren wurde. Nicht vergessen darf man natürlich auch Alexis Genolet. Der Fahrer aus dem Team LKM Racing hat in Lonato eine beeindruckende Leistung aufgrund eines technischen Defekts leider nicht wie gewollt krönen können und schied im Finale aus. Mit 22 Punkten Rückstand auf Leaderin Bättig ist für Genolet aber noch lange nichts verloren.
In der X30 Challenge Switzerland, dort, wo einheitliche IAME-Motoren verwendet werden, stehen 36 Fahrer und Fahrerinnen am Start. Im grössten Teilnehmerfeld hat es schon in Lonato spannende Positionskämpfe gegeben. Das Duell der beiden Führenden Tiziano Kuznini (65 Punkte, Innovate Competition) gegen Samuel Ifrid (64 Punkte, UBIQ Racing) wird definitiv wieder für Abwechslung sorgen. Die beiden haben sich schon in Lonato wenig bis gar nichts geschenkt. Dem schnellen Führungsduo sind mit Gabriel Volpe (Team Saeba), Marlon Bayer (beide 47 Punkte, Spirit Racing) und Young-Driver-Gewinner Kilian Boss (41 Punkte, Spirit Racing) drei ganz schnelle Piloten auf den Fersen. Und dann ist da ja auch noch Alessio Strollo. Der Vorjahresmeister hatte in Lonato zuerst ein Motorenproblem, im zweiten Rennen wurde er disqualifiziert. Doch wenn einer in einem Lauf 23 Konkurrenten überholen kann, sollte man ihn nicht zu früh abschreiben…
Gleiches gilt bei den OK Senioren für Pascal von Allmen. Der Vorjahresmeister aus dem Team Busslinger Motorsport war in Lonato gesundheitlich nicht auf der Höhe und betrieb deshalb nach eigenen Angaben «Schadensbegrenzung». 24 Punkte hat der zweimalige Schweizer Meister auf den aktuell Führenden Jérôme Huber (Innovate Competition) eingebüsst. Für Franciacorta hat er «Revanche» angekündigt. Auch der Drittplatzierte Samuel Schär (UBIQ Racing) war beim Auftakt angeschlagen, hat sich in der Zwischenzeit aber wieder vollständig erholt. Sein Rückstand auf Huber beträgt 17 Punkte. Nur deren sieben sind es für Hubers Teamkollege Lyon Mathur, der auf dem zweiten Zwischenrang liegt. Dass sich die vier in Franciacorta im Vollbesitz ihrer Kräfte einen spannenden Vierkampf liefern werden (mit Patrick Näscher dazu vielleicht auch einen Fünfkampf), freut den neutralen Beobachter. Kleiner Wermutstropfen: Mit nur zehn Fahrern ist die Kategorie «Senior» die teilnehmerschwächste Klasse.
Bei den Schaltkarts in der Kategorie KZ2 stehen 17 Fahrer am Start. Darunter auch Vorjahresmeister Ethan Frigomosca (Gerber Corse) sowie die Gebrüder Jean und Samuel Luyet. Das Trio hat in Lonato Kartsport auf höchstem Niveau geboten. Und es wird auch in Franciacorta für abwechslungsreiche Rennen sorgen. Jean, der ältere der beiden Luyet-Brüder sagt vor dem Rennen in Franciacorta: «Für uns wird das ein sehr spannendes Wochenende werden. Wir stecken noch am Anfang der Entwicklung unseres eigenen Motors, konnten aber in Lonato schon recht gut mithalten. Die Strecke in Franciacorta sollte uns liegen. Aber wir müssen uns aufpassen. ‹Frigo› ist verdammt schnell. Ihn zu schlagen, wird eine grosse Herausforderung werden.» Hinter dem Trio, das in Lonato den Ton angegeben hat, folgen mit Paolo Castagnetti (DPR), Merlin Wyman (Gerber Corse) und Kevin Wälti drei weitere starke Fahrer. Gespannt darf man auf das Abschneiden von Sebastian Kraft sein. Der Meister von 2022 wurde in Lonato nach dem einen oder anderen Scharmützel unter Wert geschlagen.
Zur Strecke: Die Kartstrecke von Franciacorta liegt nur 30 Minuten entfernt von Lonato. Mit einer Länge von 1300 Metern ist der Rundkurs zum vierten Mal nach 2021, 2022 und 2023 Teil der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Die Strecke gilt in Fahrerkreisen als eine der schnellsten überhaupt.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Franciacorta www.savoiechrono.com
Zeitplan
Samstag, 25. Mai 2024
09.00-17.45 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber
Sonntag, 26. Mai 2024
08.00-08.58 Uhr, Offizielles Training
09.05-09.43 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
09.50-11.30 Uhr, Rennen 1
11.30-12.20 Uhr, Mittagspause
12.20-14.00 Uhr, Rennen 2
14.00-16.05 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)
Das Team Emil Frey Racing ist am Wochenende bei der GT World Challenge in Misano erneut auf dem Podium gestanden. Jubeln durfte aber auch ein anderer: Lucas Légeret.
Der zweite Lauf zum GT World Challenge Sprint Cup im italienischen Misano stand ganz im Zeichen des Team WRT und dessen Lokalmatador Valentino Rossi. Der ehemalige Motorrad-Superstar gewann vor heimischer Kulisse sein erstes Rennen in der GTWC. Auch im zweiten Rennen lag das belgische Team vorne – diesmal mit dem Duo Vanthoor/Weerts. Das Team Emil Frey Racing belegte im ersten Durchgang die Ränge 3 und 4, wobei vor allem das Drittplatzierte Duo Vermeulen/Altoé von Startplatz 11 aus eine beeindruckende Aufholjagd zeigte. Im zweiten Rennen landeten die Ferrari von Emil Frey Racing auf den Rängen 4 und 7. Bester Schweizer Fahrer war Patric Niederhauser. Der Porsche-Werksfahrer beendete die Rennen auf den Rängen 7 und 5. Für Ricardo Feller war es ein Wochenende zum Vergessen: «Im ersten Quali hatten wir es versäumt, zwei Reifensätze zu fahren», sagt der Audi-Werksfahrer vom Team Attempto Racing. «Deshalb sind wir von weit hinten gestartet und prompt durch eine Berührung ausgefallen. Im zweiten Quali wurde die Bestzeit meines Teamkollegen wegen Track-Limits gestrichen. Am Start kam es erneut zu einer Berührung. Diesmal bekamen wir dafür eine Durchfahrstrafe. Damit war auch das zweite Rennen gelaufen.» Ein anderer Audi-Fahrer hatte mehr Grund zum Jubeln – zumindest im zweiten Durchgang: Lucas Légeret gewann mit Teamkollege Simon Gachet auf Gesamtrang 11 den Gold Cup.
Der Schweizer Nachwuchs stand am Wochenende auf dem Red Bull Ring im Einsatz. Das beste Ergebnis für Jenzer Motorsport beim zweiten Aufeinandertreffen der CEZ F4 erzielte aber kein Schweizer, sondern der Österreicher Oscar Wurz mit Rang 2 im dritten Rennen. Ethan Ischer belegte die Plätze 8 und 4. Im dritten lauf schied er mit einem technischen Problem aus. Enea Frey wurde zwei Mal Vierter und einmal Fünfter. Auch der Eurocup-3 gastierte am Wochenende auf dem Red Bull Ring. Dario Cabanelas, der einzige Schweizer, der in dieser Serie fährt, haderte mit Strafen, holte aber dennoch als Zehnter einen weiteren Meisterschaftspunkt.
Eine Erfolgsmeldung gab es auch aus Vallelunga. Dort stand der zweite Lauf der EuroNASCAR auf dem Programm. Das beste Ergebnis lieferte Thomas Toffel mit einem dritten Rang in der EuroNASCAR 2. Im zweiten Rennen lag der Fahrer aus dem Team Race Art Tec ebenfalls auf Podestkurs. Wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe wegen Überholens unter FCY wurde Toffel am Ende nur Sechster.
Philip Egli ist auf dem Weg zu seinem ersten Schweizermeistertitel im Slalom nicht aufzuhalten. Der Routinier gewann auch in Bure, obwohl er nach dem ersten Lauf noch hinten lag.
Philip Egli ist ein Teufelskerl. Beim dritten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft stand er im Kampf um den Tagessieg nach dem ersten Lauf mit dem Rücken zur Wand. Für die 5,3 Kilometer lange Strecke, die längste im Schweizer Kalender, benötigte Egli 2:27,1 min. Das war gegenüber dem Vorjahr, als Egli in 2:27,8 min gewann bereits 0,7 Sekunden schneller. Doch für den zwischenzeitlichen Platz 1 reichte dies bei der diesjährigen Ausgabe nicht. Dauerrivale Lukas Eugster war in 2:26,6 min eine halbe Sekunde schneller gewesen. Und dass es noch schneller ging, hatte er bereits im Training angedeutet. Dort fuhr der 34-Jährige aus Gais mit seinem Ligier-Honda sogar 2:25,613 min. Doch Routinier Egli liess sich von den Zeiten Eugsters nicht verrückt machen. Einmal mehr packte der Fahrer des Formel-3-Dallara im zweiten Lauf in 2:25,734 min den Hammer aus und sicherte sich so seinen 51. Tagessieg. Eugster, der vor ihm gestartet war, hätte die Zeit von Egli auch ohne Torfehler nicht unterbieten können. «Ich hatte eine 2:26,5 min gefahren, Es hätte also eh nicht gereicht. Bei der Auffahrt nach der Kantine habe ich ein Tor ausgelassen. Mein Fokus liegt jetzt auf den beiden Rennen in Ambri. Da bin ich in Sachen Aerodynamik im Vorteil gegenüber Egli und peile zwei Tagessiege an.»
Egli war nach der Zieldurchfahrt erstaunt. «Ich hätte nicht erwartet, dass ich eine 25er-Zeit gefahren bin. So schnell war ich in Bure noch nie. Ich nehme mir immer vor, dass ich mich von Jahr zu Jahr steigere. Das klappt nicht immer. Aber diesmal war’s möglich, obwohl ich am Auto keine technische Weiterentwicklung vorgenommen habe.»
Hinter dem Duo Egli/Eugster landete Marcel Maurer auf seinem 2-Liter-Formel-Renault. Der Berner, der es nicht auf die Meisterschaft abgesehen hat, musste sich im zweiten Lauf strecken, konnte mit einer Zeit von 2:29,687 min seinen Klassengegner Lionel Ryter im baugleichen Fahrzeug aber um sieben Zehntelsekunden distanzieren. Letzterer hätte im zweiten Lauf mit einer persönlichen Bestzeit von 2;27,9 min Platz 3 einfahren können, touchierte in der letzten Schikane aber noch eine Pylone und bekam dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt. «Das Fahrzeug hat viel Potenzial», sagt Ryter. «Leider lief es im Training nicht nach Plan und wir mussten u.a. die Batterie wechseln. Ohne die Probleme hätte ich Philip und Lukas sicher unter Druck setzen können.»
Fünfter im SCRATCH wurde Jérémy Noirat auf seinem Norma M20 F. Auch er hatte im ersten Lauf ein Tor ausgelassen. Platz 6 ging an Stéphane Maréchal (auch er auf einem 2-Liter-Renault). Auf Platz 7 landete der beste Tourenwagenfahrer Christian Bralla auf seinem Fiat X1/9 (Sieger E1 bis 2000 cm3). Im Vorjahr hatte der Tessiner bei seinem Debüt in Bure noch leichte «Orientierungsschwierigkeiten». Von diesen war in diesem Jahr in 2:45,7 min nichts mehr zu spüren. Zweitschnellster Fahrer mit einem Dach überm Kopf war der junge Matthias Bischofberger auf seinem Porsche 997 GT3 Cup. Bischofberger hatte vor den beiden Rennläufen eine 46er- oder 47er-Zeit prophezeit. In 2:47,778 min war er 1,6 Sekunden schneller als Markenkollege Christoph Zwahlen, der Gesamtelfter wurde – einen Platz hinter Stephan Burri, der auf seinem VW Scirocco erneut die Interswiss-Klasse bis 2000 cm3 gewann und die beiden schärfsten Rivalen Arnaud Donzé (VW Golf), der nach dem ersten Lauf noch führte, sowie Jürg Ochsner (Opel Kadett) auf die Ehrenplätze verwies.
Zu den weiteren Klassensieger in Bure gehörten: Samuel Weibel (Subaru BRZ, Super Serie bis 2000 cm3), Kevin Vuilleumier (Opel Corsa E OPC, Super Serie über 2000 cm3), Alexandre Comby (Porsche Cayman GT4, Super Serie Competition), Yan Montavon (Peugeot 206, N/ISN/R1), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Trophy), Iwan Brantschen (Renault Clio, Gr. A, ISA etc.), Jean-Marc Salomon (Ford Fiesta, Gr. A, ISA etc. über 2000 cm3), Arnaud Biaggi (Opel Kadett C, Historic), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Jannis Jeremias (VW Polo, IS bis 1600 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 2500 cm3), Nicolas Cattin (Porsche 991.1. GT3 Cup, IS über 2500 cm3), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Jean-François Chariatte (Fiat X1/9, E1 bis 1600 cm3), Hugo Mascaro (BMW E30, E1 bis 2500 cm3), Jérôme Nicolet (Peugeot 308, E1 bis 3000 cm3), Michael Chamorel (BRC 02, E2-SC bis 1400 cm3), Antonio Scolaro (Nova Proto NP03, E2-SC bis 2000 cm3) sowie Joffrey Salomon (Jedi, E2 Single Seater bis 1400 cm3). Bei den Junioren siegten (wie eingangs erwähnt) Lionel Ryter (Rennwagen) und Jannis Jeremias bei den Tourenwagen. Letzterer bezwang in der IS bis 1600 cm3 den bisherigen Führenden Christophe Oulevay (VW Scirocco) zum ersten Mal in dieser Saison.
Im bereits am Samstag ausgetragenen Suzuki Swiss Racing Cup sicherte sich Sandro Fehr aus Rorschacherberg zum vierten Mal in Serie den Tagessieg. Die Ehrenplätze gingen an den Glarner Patrick Flammer und den Unteriberger Reto Steiner. Fehr liegt in der Meisterschaft mit der Maximalpunktzahl unangefochten in Führung.
Für die Protagonisten der Schweizer Slalom-Meisterschaft geht es am Wochenende gleich weiter. Auf dem Flugplatz von Ambri findet am Samstag/Sonntag (25./26. Mai) eine Doppelveranstaltung statt. Die Teilnehmerliste finden Sie unter diesem Link.
Und so geht es weiter:
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon
Rahel Frey (38) hat diese Woche für ihre bemerkenswerten Leistungen auf den grossen Bühnen des Motorsports von ihrem Heimatkanton einen Award verliehen bekommen.
Seit vielen Jahren mischt die Thalerin Rahel Frey aus Aedermannsdorf erfolgreich im von Männern dominierten Motorsport mit. Nach dem Start in Kartserien arbeitete sie sich über verschiedene Formel- und Tourenwagenkategorien bis zu den Langstreckenrennen wie die 24 Stunden von Le Mans hoch. In unterschiedlichen Teams, mit verschiedenen Automarken und auf den bekannten Rennstrecken der Welt machte sie sich mit ihrem engagierten Einsatz einen Namen. Für ihre bemerkenswerten Leistungen auf den grossen Bühnen des Motorsports erhielt Frey diese Woche von ihrem Heimatkanton Solothurn nun den mit 7000 Franken dotierten Elite Award.
«Es ist schön, dass man für seine Leistungen eine Anerkennung bekommt. Besonders, wenn es eine so heimatliche Auszeichnung ist. Ich bin nun schon seit 25 Jahren in diesem Sport. Mit viel Leidenschaft. Und in den vergangenen Jahren hat sich sehr viel getan für Frauen im Motorsport. Natürlich auch dank unserem Projekt Iron Dames. Wir sind da sehr erfolgreich unterwegs. 2023 waren wir Vize-Weltmeister. Bei den 24 Stunden von Le Mans wurden wir Vierte. Dass diese Erfolge in der Schweiz wahrgenommen werden, freut mich natürlich sehr.»
Der Kanton Solothurn vergibt die Sportpreise seit 1985. Die dafür erforderlichen Gelder werden dem Swisslos-Sportfonds entnommen.
Der Nennschluss für den 2. Lauf zur autobau SKM 2024 in Franciacorta ist am Sonntag, 19.05.2024, 24h00! Bis Stand 17.05. haben sich 96 Fahrer für den 2. Lauf zur autobau SKM 2024 vom 26.05.2024 eingeschrieben.
Sei auch Du ein Teil dieses tollen Starterfeldes auf einer der modernsten und besten Strecken Italiens – dem Franciacorta Karting Track. Mach mit bei der autobau SKM 2024 und teile Deine Leidenschaft für Tempo, Adrenalin und Action mit vielen anderen Piloten!
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Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Teil 2: Aerodynamik im Kartsport.
In der Formel 1 ist die Aerodynamik das A und O. Daran hat auch die wohl grösste Regel-Revolution der Geschichte nichts geändert, als die FIA 2022 die Aerodynamik moderner Formel-1-Autos rigoros beschnitten hat. Im Gegenteil! Seit die neuen Regeln in Kraft getreten sind, kriegt man das Gefühl nicht los, dass Stardesigner Adrian Newey der Konkurrenz in Sachen Aerodynamik um Welten voraus ist. Anders kann man sich den Vorsprung von Red Bull und Seriensieger Max Verstappen fast nicht erklären. Seit Einführung der neuen Regeln haben Neweys Konstruktionen 39 von 45 Grands Prix gewonnen – noch Fragen?
Auch im Kartsport ist Aerodynamik längst kein Fremdwort mehr, auch wenn die Möglichkeiten dort natürlich begrenzter sind. Trotzdem sind die paar Plastikteile, die ein modernes Kart umgeben, zur Spielwiese der Karthersteller und -zulieferer geworden. Nicht selten schielen diese Richtung Formel 1 und kupfern beim grossen Bruder aerodynamische Lösungen ab.
Ein gutes Beispiel dafür ist Birel. Der italienische Hersteller ist seit 1959 ein wichtiger Player im Kartrennsport und hat 2018 einen Frontflügel mit dem Codenamen «F1» auf den Markt gebracht. Der Name ist Programm und die Ähnlichkeit verblüffend. Der Spoiler könnte problemlos aus der Feder eines Formel-1-Aerodynamikers stammen.
Laut Birel sollte «F1» eine Menge an Abtrieb in Hochgeschwindigkeitskurven erzeugen, ohne dabei den Luftdurchlass zur Airbox und den Bremsen zu beeinträchtigen. Ganz so bahnbrechend war die Erfindung am Ende des Tages dann aber doch nicht. In der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft kommt der Flügel nicht zum Einsatz. Max Busslinger, der 2023 mit Birel-Chassis und Routinier Pascal von Allmen die OK-Senioren-Meisterschaft gewann, sagt: «Ich tendiere dazu, den Frontflügel eher grösser zu machen, damit er mehr Elastizität hat. Dadurch wird der Spoiler bei einer Berührung weniger schnell nach hinten gedrückt und somit gibt’s weniger Zeitstrafen für die Piloten.»
Auch Tony Kart, respektive die dahinter stehende OTK Group, zählt zu den Herstellern, die in Sachen Aerodynamik tüfteln und Gas geben. Besonders erfinderisch waren die Italiener mit dem Lenkstangenspoiler «M7». Bei diesem Aero-Teil wird die Luft durch einen zentralen Kanal über den Fahrer geleitet. Das Plastikteil, das einer geschälten Banane gleicht, soll laut OTK den Luftwiderstand verringern. Wie die Birel-Lösung war auch dieser Lenkstangenspoiler das Ergebnis umfangreicher Tests, diesmal sogar im Windkanal. Mit einem Preis von 215 Franken ist das Teil nicht günstig. Gewöhnliche Frontschilder kosten einen Bruchteil davon. «Der Preis ist relativ hoch – das stimmt», sagt Agostino Lagrotteria, offizieller Importeur der Marke Tony Kart aus dem Thurgauischen Sirnach. «Man darf aber die Entwicklung, die Tests und die vielen Formen, die dafür gebraucht werden, nicht vergessen. Das schlägt sich in den Kosten nieder.»
Eigene Aero-Tests hat Lagrotteria mit dem «M7» noch keine durchgeführt. Er vertraut auf die Aussagen von OTK und weiss aus Erfahrung: «Andere Hersteller experimentieren mit einem Luftführungsloch. Das funktioniert vom Prinzip her ähnlich. Also zielt die Lösung von Tony Kart sicher in die richtige Richtung. Denn unterm Strich verfolgen alle dasselbe aerodynamische Ziel: Sie wollen den Windwiderstand verringern, indem man die Luft gezielt über den Fahrer hinwegleitet.»
Doch nicht nur der Windkanal wird inzwischen zur Verbesserung der Aerodynamik im Kartsport herangezogen. Auch mit dem aus der Formel 1 bekannten «FloViz» wird experimentiert. Diese Flüssigkeit wird seit einigen Jahren von Formel-1-Teams dazu genutzt, um aerodynamische Strömungen am Auto sichtbar zu machen. Der jahrelang auf Lenkräder spezialisierte Hersteller KG hat sich dieser Methode angenommen und neue, aerodynamisch verbesserte Kart-Verschalungen herstellen lassen. Auch hier stellt sich die Frage: Bringen diese aerodynamischen Kunstgriffe etwas? Oder sind sie für die Hersteller bloss ein kommerzielles Mittel zum Zweck?
Einer, der für den Kartsport lebt, ist Ken Allemann. Der frühere Spitzen-Kartfahrer und heutige Teamchef von Spirit Racing kennt die Szene wie kaum ein anderer. Allemann sagt: «Unter 100 km/h spielt die Aerodynamik im Kartsport eine zu vernachlässigende Rolle. Liegt man jenseits von Tempo 100, oder sitzt man in einem vollverschalten Superkart, kann man möglicherweise feine Unterschiede feststellen. Aber wir sprechen da von ein paar Hundertstelsekunden.»
Ob und wie viel aerodynamischen Nutzen ausgeklügelte Aero-Verschalungen an modernen Karts haben, liegt auch in der Natur der Rennstrecken. Auf einer eher schnellen Piste wie im italienischen Franciacorta oder im spanischen Zuera hat die Aerodynamik eines Karts mehr Einfluss als auf einem langsamen, kurvenreichen Rundkurs. «Gemessen haben wir es noch nie», sagt Allemann. «Aber wenn wir in Wohlen fahren, müssen wir uns nicht über den aerodynamischen Nutzen von Kartverschalungen unterhalten. Dort zählen einzig und allein das Set-Up und die Einstellung des Motors.»
Einer von Allemanns Fahrern, der Waadtländer Michael Pemsing, hat 2023 bei den schnellen Schaltkarts ein gewöhnliches Frontschild verwendet – ohne Bananen-Kanal oder Luftführungsloch. War er deshalb langsamer? «Nein», winkt Allemann ab. «Und er hätte mit einer anderen Frontverschalung auch keinen Unterschied gespürt.»
Für Allemann erfüllen all die Plastikteile an einem modernen Kart einen ganz anderen Zweck: Sie sollen in erster Linie für mehr Sicherheit sorgen. Ausserdem erhöht ein Frontflügel den Grip auf der Vorderachse – allein schon durch das zusätzliche Gewicht. Der erfahrene Teamchef bringt es deshalb auf den Punkt: «Ich bleibe dabei: Alles, was ein Kart kompliziert macht, macht dich nicht schneller.»
Zu guter Letzt kann sich der Fahrer auf langen Geraden ja immer noch ducken. Ganz nach dem Motto: «Gring abe u vou seckle…»
Die Schweizer Slalom-Meisterschaft geht am Wochenende in die dritte Runde. Auf dem Programm steht das Rennen in Bure (JU), der längsten Strecke im diesjährigen Kalender.
Am Wochenende findet zum 53. Mal der Slalom von Bure im Kanton Jura statt. 110 Tore müssen auf einer Länge von 5,3 Kilometern zurückgelegt werden. Damit ist Bure die längste Strecke im Kalender. Und auch eine, die es in sich hat. Das hat einer der Favoriten im Vorjahr zu spüren gekriegt. Christian Bralla, vor Bure noch mit intakten Meisterschaftschancen, kam 2023 nicht über Platz 7 in seiner Klasse hinweg. Mit Torfehlern in beiden Läufen musste sich der damalige Bure-Neuling geschlagen geben. «In diesem Jahr werde ich es hoffentlich besser machen», sagt der Fiat-X1/9-Pilot aus dem Tessin. «Ich bin den Kurs schon paar Mal im Kopf durchgegangen. Ausserdem werde ich diesmal eine GoPro montieren und mir meine Fahrten danach anschauen.»
Im Kampf um den Tagessieg wird Bralla unter normalen Umständen nicht eingreifen können. Den werden voraussichtlich wieder Philip Egli (im Dallara-Formel-3), Lukas Eugster (Ligier-Honda) und Marcel Maurer (Renault 2.0) unter sich ausmachen. Im Vorjahr hat es das Trio jedenfalls sehr spannend gemacht. Nach dem ersten Durchgang führte Eugster – Egli und Maurer lagen nur 0,1 respektive 0,8 Sekunden zurück. Dann montierte Rekord-Tagessieger Egli frische Reifen und fuhr in 2:27,820 min Bestzeit. Eugster musste sich mit Rang 2 begnügen. Dem Ostschweizer fehlten 0,5 Sekunden auf Eglis Zeit. Maurer lag weitere 0,6 Sekunden dahinter auf Rang 3.
Damit es zu einem richtigen Schlagabtausch kommt, muss Eugster in Bure bereits im ersten Lauf abliefern. Bei den bisherigen Slaloms in Frauenfeld und Bière machte der Ostschweizer jeweils im ersten Lauf Fehler, sodass der Druck im zweiten Lauf so gross war, dass die Rechnung nicht mehr aufging. «Wenn ich es schaffe, Philip im ersten Lauf mit einer soliden Zeit unter Druck setzen kann, habe ich eine Chance. Aber bei ihm weisst du nie: Er zaubert immer noch ein paar Zehntel aus dem Hut. Deshalb muss ich wirklich alles geben, wenn ich ihn schlagen will.»
Nicht ausser Acht lassen darf man natürlich auch Lionel Ryter, der zusammen mit Jannis Jeremias (VW Polo) die Junioren-Meisterschaft anführt. Dem jungen Walliser aus Martigny lief es zuletzt beim Slalom in Bière nicht nach Plan. Im ersten Durchgang verbremste er sich, im zweiten Lauf bekam er nach einem Torfehler eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Im Vorjahr fehlten dem Renault-2.0-Piloten als Gesamtvierter knapp vier Sekunden aufs Podest. Wetten, dass es diesmal weniger sind?
Noch mit einer weissen Weste, also ohne Verlustpunkte, reisen (neben Egli, Eugster und Bralla) auch Christophe Oulevay (IS bis 1600 cm3, VW Scirocco), Stephan Burri (IS bis 2000 cm3, VW Scirocco) sowie Jean-François Chariatte (E1 bis 1600 cm3, Fiat X1/9) an. Burri hat es in seiner Klasse wieder mit den meisten Gegner (20) zu tun. «Um als Sieger vom Platz zu gehen», sagt Burri, «darf ich mir wirklich keinen Fehler erlauben.» Gespannt darf man sein, ob der junge Matthias Bischofberger in seinem Porsche 997 GT3 Cup wieder ähnlich auftrumpft wie beim Auftakt in Frauenfeld. Der 19-Jährige aus Wängi wird mit Sicherheit einer der ganz heissen Kandidaten auf den Sieg bei den Fahrern mit einem Dach überm Kopf sein.
Der Auftakt zur 53. Ausgabe in Bure werden am Samstag die LOC-Klassen machen (ab 7.15 Uhr). Im Rahmen der LOC-Serien wird auch der Suzuki Swiss Racing Cup seinen vierten Lauf austragen. Hier stellt sich die Frage: Wer kann Sandro Fehr am vierten Sieg in Folge hindern?
Der Sonntag (mit den NAT-Klassen) beginnt ebenfalls um 7.15 Uhr. Das erste Rennen startet um 13.30 Uhr. Gewertet wird der schnellere der beiden Läufe. Wie in den zwei Vorjahren ist der Eintritt für das Publikum kostenlos. Organisator ist die Ecurie des Ordons.
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.
Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024
27./28. April, Frauenfeld
4./5. Mai, Bière
18./19. Mai, Bure
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Tagen wie folgt zu erreichen sein:
Montag (Pfingstmontag), 20.05.2024, geschlossen
Ab Dienstag, 21. Mai 2024 stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten jederzeit gerne wieder zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
Albert Tamm (bei den Champions of the Future) und Lynn Neuhaus (ROK Cup) haben am Wochenende für die Schweiz internationale Top-Ergebnisse abgeliefert.
Albert Tamm, der Führende bei den Super Minis in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft, reitet weiter auf der Erfolgswelle. Der Elfjährige aus Lugano hat am Wochenende beim zweiten Lauf zur Champions of the Future Academy in Valencia zwei dritte Plätze eingefahren. Damit liegt er nach zwei von sechs Veranstaltungen auf dem zweiten Gesamtrang. «Ich bin zufrieden», meinte Tamm. «Zwei Tage hintereinander auf dem Podium ist eine solide Leistung. Leider war mein Start nicht ideal und ich musste die Verfolgung aufnehmen, was bei identischen Karts keine leichte Aufgabe ist. Aber die Saison ist noch lang. Und ich liege nur 29 Punkte hinter dem Führenden.»
Auch aus Franciacorta, wo in zehn Tagen (25./26. Mai) die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert, gab es eine Erfolgsmeldung. Lynn Neuhaus gewann den zweiten Lauf zum ROK Cup mit einem klaren Vorsprung von 2,2 Sekunden. Im ersten Durchgang wurde die Freiburgerin noch Sechste. In der Gesamtwertung liegt Neuhaus auf Platz 11 – einen Rang hinter Sergio Koch. Allerdings haben beide ein Rennen weniger absolviert. «Wir waren schon in den Trainings sehr effektiv», sagt Neuhaus. «Dadurch hatte ich ein perfektes Set-Up und war für die Rennen sehr zuversichtlich. Nach einem guten Start und dank der optimalen Motoren- und Chassis-Einstellungen konnte ich in meiner Kategorie Super Rok mit 31 Fahrern nicht nur den Sieg feiern, ich fuhr auch noch die schnellste Rennrunde.»
Formel E in Berlin, WEC in Spa und IMSA in Laguna Seca: Wieder standen am Wochenende zahlreiche Schweizer und Schweizerinnen international im Einsatz.
Beim Doubleheader der Formel E in Berlin stand für einmal nur ein Schweizer am Start: Edoardo Mortara. Der stellte sein Auto (zum ersten Mal seit Berlin 2022) auf Pole-Position und sicherte seinem Team Mahindra damit die ersten Saisonpunkte. Im Rennen lag der Genfer bis Runde 3 in Führung, mischte lange in den Top 5 mit, fiel dann aber nach einer Berührung auf Rang 8 zurück. Im zweiten Rennen startete er von SP8. Und wieder hätte Mortara Punkte holen können, hätte ihn ein Plattfuss nicht zu einem Boxenstopp gezwungen. Der 16. Schlussrang war für «Mister Macau» enttäuschend. Dennoch nahm Mortara Positives mit: «Wir haben einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Mein Fokus liegt bereits auf den nächsten beiden Rennen in 14 Tagen in Shanghai.» Die Siege in Berlin gingen an Nick Cassidy und António Félix da Costa. Einen ersten Eindruck von der Formel E bekamen auch Ricardo Feller und Grégoire Saucy. Beide durften in Berlin an den Rookie-Tests teilnehmen.
Nicht am Start waren Sébastien Buemi und Nico Müller. Beide standen bei der WEC für ihre Teams Toyota respektive Peugeot in Spa-Francorchamps im Einsatz. Während Buemi das letzte Rennen vor den 24h von Le Mans auf Rang 6 beendete, wurde Müller Zehnter. Für Buemi waren schon die ersten Meter ereignisreich. Abgesehen von einer Berührung in Turn 1 erhielt der Mann aus Aigle (VD) obendrauf noch eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Überschreitung des erlaubten Energieverbrauchs in der Einführungsrunde. «Das Ergebnis ist nicht ideal, aber wir müssen damit leben», meint Buemi. «Immerhin sind wir mit beiden Autos ins Ziel gekommen und haben Punkte geholt, aber wir hatten uns ein Bisschen mehr erhofft.» Bester Schweizer in Spa war Neel Jani im Proton-Porsche als Fünfter. Raffaele Marciello auf BMW wurde Elfter. Vor dem Saisonhöhepunkt in Le Mans am 15./16. Juni liegt Buemi und seine Toyota-Teamkollegen Brendon Hartley und Rio Hirakawa 50 Punkte hinter dem führenden Porsche-Penske-Trio zurück… In der LMGT3 verpasste Iron-Dames-Fahrerin Rahel Frey (Lamborghini) bei ihrem ersten WEC-Einsatz in diesem Jahr das Podium als Vierte knapp. Dahinter kamen Grégoire Saucy (McLaren) und Thomas Flohr (Ferrari) auf den Rängen 5 und 6 ins Ziel.
Auch Acura-Pilot Louis Delétraz verpasste das Podium knapp. Der Genfer musste sich beim IMSA-Lauf in Laguna Seca mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben, bleibt mit diesem Ergebnis in der Gesamtwertung (ebenfalls auf P4) aber auf Tuchfühlung mit der Spitze. Einen Schweizer Sieg auf höchstem Level gab es am Wochenende aber doch noch: Philip Ellis bleibt in der GTD eine sichere Bank und sicherte sich auf dem Mercedes AMG GT3 von Winward Racing bereits seinen dritten Klassensieg in dieser Saison. Ellis behauptet damit auch die Spitzenposition in der Gesamtwertung.
Einen dritten Platz und einen Sieg (in der Kategorie ProAM) sicherte sich das Schweizer Team Spirit of Race beim zweiten Lauf zum GT Open in Hockenheim. Bester Schweizer Pilot war Rolf Ineichen. Der Luzerner belegte im ersten Lauf Rang 5 im Gesamtklassement (Vierter in der Kat. Pro), im zweiten Durchgang wurde er Siebter (P6 in der Kat. Pro).
Einen Sieg feierte auch Mike Müller beim Auftakt des Tourenwagen-Junior-Cups im Rahmen des ADAC Racing Weekends in Oschersleben. Topcar-Pilot-Müller, der seine zweite Saison in der VW-Nachwuchsserie absolviert, war im Qualifying klar der Schnellste und sicherte sich den Sieg in Lauf 1. Im zweiten Durchgang machten (in Führung liegend) ein Reifenschaden alle Hoffnungen auf ein «Doppelpack» zunichte.
Am vergangenen Wochenende sind beim Bergrennen Eschdorf wieder ein paar Schweizer am Start gestanden. Unter ihnen auch Robin Faustini und Thomas Amweg mit ihren neuen Boliden.
Das Bergrennen in Eschdorf (LUX) hat am vergangenen Wochenende auch wieder einige Schweizer angelockt. Unter ihnen auch Robin Faustini und Thomas Amweg, die auf diese Saison ihren fahrbaren Untersatz gewechselt haben. Beide sind neu mit einem Nova Proto NP01 Turbo unterwegs. Und für beide war das Rennen in Eschdorf die erste Gelegenheit, das neue Auto unter Rennbedingungen am Berg zu testen.
Bei beiden lief dieser Test mehr oder weniger reibungslos ab. Faustini hatte am Samstag im ersten Lauf zwar ein Getriebeproblem, konnte sonntags die drei Läufe aber problemlos absolvieren und fuhr in 50,996 sec die zweitschnellste Tageszeit. Besser als Faustini war lediglich der Slowene Patrik Zajelsnik, der im zweiten Lauf in 49,019 sec (135,8 km/h Schnitt) persönliche Bestzeit fuhr. «Ich bin generell sehr zufrieden, sieht man einmal von dem Problem mit dem Getriebe am Samstag ab», sagt Faustini. «Ich konnte mich von Lauf zu Lauf steigern und auch wenn die Bedingungen nicht top waren und der Grip zu wünschen übrig liess, konnte ich Vertrauen aufbauen. Noch sind gewisse Sachen wie die Traktionskontrolle oder die Sitzposition links gewöhnungsbedürftig. Aber dafür, dass dies unser erstes Bergrennen mit dem neuen Auto war, ist es gut gelaufen. Mit dem Osella FA30 wäre ich wahrscheinlich noch schneller gewesen. Aber dieses Auto kenne ich auch gut, beim Nova ist halt alles noch neu.»
Diese Erfahrung hat auch Thomas Amweg gemacht, der sich die achtschnellste Zeit (53,481 sec) notieren liess. «Ich war zum ersten Mal auf dieser Strecke. Und auch zum ersten Mal mit einem Sportwagen am Berg», sagt Amweg. «Insofern waren die Zeiten für mich zweitrangig. Wichtig war, dass alles funktionierte und das Auto ganz blieb.» Die Umstellung vom Formelfahrzeug auf den Prototypen ist Amweg gut gelungen. Der Gurnigel-Sieger von 2019 gibt aber zu, dass er sich die Sache etwas leichter vorgestellt habe. «Das Auto hat mehr Volumen. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Deshalb bin ich auch mit viel Respekt gefahren. Im letzten Lauf hatte ich noch einen Schaltfehler gemacht. Der hat Zeit gekostet. Aber wie gesagt: Auf die habe ich gar nicht besonders geschaut. Im Moment geht es darum, das Auto kennenzulernen. Erst ab Hemberg geht es dann um die Wurst.»
Neben Faustini, der noch in Ecce Homo fahren wird, und Amweg, der vor dem Saisonstart voraussichtlich noch ein Rennen in Frankreich absolviert, nahm auch Faustinis Vater Simon Hugentobler die 1,8 km kurzen Strecke unter die Räder. Der Papa war im himmelblauen Osella seines Sohnes sogar einen Hauch schneller als Amweg. Ebenfalls am Start war Roland Bossy. Der Jurassier fuhr einen F2 Formula Master von 2007 mit – so Bossy – «Formel-2-Modifikationen, deshalb der Name», und reihte sich inmitten der zahlreichen Monopostos auf Platz 15 ein. Bester Tourenwagenpilot war Thomas Kessler in seinem Mitsubishi Evo 8. Knapp über einer Minute lag die Bestzeit von Frédéric Neff auf Porsche 997 GT2R. Die weiteren Schweizer und ihre Zeiten: «Speedmaster» auf BMW M3 GT3 in 1:02,561 min, Jérôme Nicolet auf Peugeot 308 in 1:04,145 min.
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Auto Sport Schweiz
The Drift Force, das Team von Yves Meyer und Joshua Reynolds, startet am Wochenende in die neue Saison. Die Generalprobe in Italien Ende April verlief sehr zuversichtlich.
Hochbetrieb herrschte in den vergangenen Wochen in den neu bezogenen Räumlichkeiten von The Drift Force in Emmetten. Einerseits kümmerte sich die Belegschaft um die Wünsche der geschätzten Kundschaft, andererseits galt die Aufmerksamkeit der seriösen Vorbereitung auf die kommende Rennsaison. Wie schon im Vorjahr wird sich das von Yves Meyer und Joshua Reynolds im Jahr 2020 gegründete Rennteam auf das European Drift Masters konzentrieren und dort zwei in den eigenen Hallen vorbereitete Toyota GR Supra einsetzen. Meyer wird als offizieller Markenbotschafter von Toyota Schweiz an den Start gehen, Reynolds daneben als Fahrer von The Drift Force.
Nach der schwierigen Saison 2023 machte sich das Nidwaldner Team im Winter daran, sämtliche Weichen neu zu stellen und die gewonnenen Erfahrungen mit neuen Ideen im Hinblick auf 2024 umzusetzen. Diese betrafen vor allem die Technik des komplexen Driftboliden. Nachdem im Vorjahr die Benzinversorgung zweimal einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, erhielt der Toyota ein geändertes Benzin- und Tanksystem inklusive einer neuen Elektronik. Ebenfalls im eigenen Haus entwickelte das Team eine neue Vorderachsaufhängung, um das Lenkverhalten zu verbessern. Auch um den im vergangenen Jahr von Maptec Motorsport Engineering in Romanshorn entwickelten Dreiliter-Sechszylindermotor mit mehr als 1000 PS Leistung kümmert sich das Team nun inhouse in Form von Feintuning und Revisionsarbeiten.
Gewissermassen als Hauptprobe vor dem Start zur Drift Masters European Championship 2024 starteten die Innerschweizer am letzten April-Wochenende zum ersten Event der italienischen Drift-Meisterschaft in Prato nahe Florenz. Dieser letzte Test unter Wettbewerbsbedingungen bestätigte die gute Vorarbeit vollumfänglich – Yves Meyer ging als Gesamtsieger hervor, Joshua Reynolds scheiterte erst in den Battles der besten acht Fahrer am späteren Finalgegner seines Teamkollegen. «Natürlich war das Niveau nicht so hoch wie in der Europameisterschaft», beurteilt Meyer den Vergleich, «aber es waren doch einige Konkurrenten aus der EM und die Besten aus Italien am Start. Mein letzter Gegner Michele Landolfi war 2023 Meister in der Pro 2. Es war unglaublich, dass wir jedes Training bestreiten konnten und auf dem Weg zum Sieg keinerlei Probleme auftraten.»
Wirklich los geht die Saison nun am Wochenende auf dem Circuit Ricardo Tormo im spanischen Valencia. Aus über hundert Bewerbungen für einen Startplatz wurden nur 42 Fahrer selektioniert. Die Leistungsdichte wird also enorm sein, weshalb Yves Meyer den Ball bewusst flach hält: «Wir fühlen uns zwar bestens vorbereitet, wir wissen aber, dass im Ernstfall immer wieder Unvorhergesehenes passieren kann. Daher setzen wir uns einfach möglichst viele Punkte zum Ziel – wenn mehr daraus wird, ist es umso besser…»
Am Wochenende gab es für die Schweizer Rennfahrer und Rennfahrerinnen, die international im Einsatz stehen, wieder Podestplätze und Siege. Gejubelt wurde u.a. in Le Castellet, Brands Hatch und Misano.
Für Grégoire Saucy hat sich der Wechsel vom Formelsport zu den Sportwagen gelohnt. Der 24-jährige Jurassier hat beim zweiten Lauf zur ELMS seinen ersten LMP2-Sieg in der Kategorie ProAM gefeiert. Mit dem Sieg in Le Castellet hat er zusammen mit Teamkollege Matthias Beche, der auch dieses Jahr mit französischer Lizenz fährt, Platz 1 in der ProAm-Wertung übernommen. Nach dem etwas missratenen Start in die Saison hat sich auch Louis Delétraz zurückgemeldet. Der Genfer belegte mit Robert Kubica und Jonnie Edgar Rang 3 im Gesamtklassement. Auch das Team Cool Racing schaffte es aufs Podest. Nach dem Sieg beim Auftaktrennen landete die mit Schweizer Lizenz fahrende Mannschaft mit Sitz in Frankreich diesmal auf Rang 2. Für Matthias Kaiser und Fabio Scherer endete das 4-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard auf den Rängen 8 respektive 17. Auftaktsieger Cédric Oltramare (auf dem zweiten Cool-Racing-Auto) wurde mit acht Runden Rückstand auf Rang 25 gewertet. In der LMGT3 gewann das Team Spirit of Race. Rahel Frey (auf Porsche 911 GT3) verpasste mit ihren «Iron Dames» das Podium um eine Sekunde. Im Michelin Le Mans Cup siegte das Team Cool Racing mit David Droux. Miklas Born wurde bei seinem LMP3-Debüt Neunter, Axel Gnos (neu bei Graff Racing) belegte Rang 14. Das reine Schweizer Team mit Samir Ben und Pieder Decurtins (Haegeli by T2 Racing) wurde auf Platz 23 unter Wert geschlagen. Karen Gaillard fuhr in der GT3 mit ihrem Lamborghini von Iron Dames sensationell auf Platz 2 – vor dem Kessel-Ferrari mit der #74.
Das Schweizer Team der Stunde ist zurzeit Emil Frey Racing. Nach dem Auftaktsieg in der DTM haben die Safenwiler auch beim ersten Rennen zum GT World Challenge Sprint Cup in Brands Hatch mit zweimal Platz 2 einen gelungenen Einstand in die neue Saison gefeiert. Neuzugang Ben Green ebnete mit seiner Pole-Position den Weg für ein gutes Resultat für sich und seinen Fahrerpartner Konsta Lappalainen im ersten Rennen, während Thierry Vermeulen mit Startplatz 3 für das zweite Rennen die perfekte Ausgangslage schaffte, um ebenfalls das Rennen mit seinem Teamkollegen Giacomo Altoè auf dem Podium zu beenden. Für Audi-Werksfahrer Ricardo Feller endeten die beiden Rennen jeweils auf Rang 4. Wobei das Team des Aargauer im ersten Durchgang noch eine Strafe (wegen einer Kollision) aufgebrummt bekam und auf Platz 10 zurückversetzt wurde. Für Porsche-Pilot Patric Niederhauser endete der Saisonauftakt in der Grafschaft Kent auf den enttäuschenden Rängen 14 und 8. Lucas Légeret (Audi) wurde Achter respektive 13., was in der Kategorie Gold die Plätze 2 und 3 bedeutet.
Apropos Emil Frey Racing: Auch Academy-Fahrer Jasin Ferati stand an seinem ersten Rennwochenende für die Aargauer auf dem Podium. Nach einem eher enttäuschenden 13. Platz im ersten Rennen der italienischen GT-Meisterschaft in Misano, belegte Ferati im zweiten Durchgang Platz 3 auf dem Ferrari 296 GT3 von AF Corse. Für Giorgio Maggi (Ferrari 488) endete das erste Rennwochenende auf den Rängen 17 und 13. Christophe Hurni sicherte sich bei seinem Comeback in der Ferrari Challenge (er war 2018 Meister der Coppa Shell) die Plätze 7 und 14 beim Saisonstart in Mugello.
Zum Formelsport: Dort durfte Ethan Ischer beim Saisonauftakt der italienischen Formel 4 in Misano mit Rang 6 im zweiten Lauf endlich sein hart verdientes Erfolgserlebnis feiern. In den beiden anderen Rennen schaffte es der Westschweizer nicht in die Punkte. Enea Frey, der zweite Schweizer im Dienste von Jenzer Motorsport, wurde im ersten Heat 20. Im dritten Lauf schied er nach einer Kollision mit einem Teamkollegen unverschuldet aus. Ähnlich (oder noch schlimmer) erging es Tina Hausmann. Die Küsnachterin wurde bei den Rennen zur F1 Academy in Miami jeweils schon in der ersten Runde von einer Konkurrentin abgeräumt.
Philip Egli durfte beim zweiten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft in Bière seinen 50. Tagessieg feiern. Schnellster Tourenwagenfahrer war diesmal der Tessiner Christian Bralla.
Es ist vollbracht! Philip Egli hat am Wochenende beim zweiten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft auf dem Waffenplatz in Bière seinen 50. Tagessieg eingefahren. Der in Zürich lebende Glarner machte eigentlich schon im ersten Durchgang alles klar. In 2:18,64 min fuhr der Bauingenieur eine Zeit, die vier Sekunden schneller war als die Konkurrenz. Im zweiten Heat wusste sich der Formel-3-Pilot gar zu verbessern und liess sich in 2:17,29 min die absolute Tagesbestzeit notieren.
«Der erste Lauf war nicht schlecht, aber doch zweieinhalb Sekunden langsamer als gegenüber dem Vorjahr», sagt Egli. «Woran das gelegen hat, ist schwer zu sagen. Ich vermute, dass der Regen am Sonntagmorgen Gummi von der Strecke gespült hat. Deshalb wollte ich mich im zweiten Lauf nochmals verbessern, was mir schliesslich auch gelungen ist.» Auf die Frage, was ihm die 50 Tagessiege bedeuten, wird Egli fast schon philosophisch. «Am Anfang hatte ich die Siege nicht gezählt. Erst so ab Sieg Nummer 35 hat das angefangen. Natürlich ist 50 eine schöne Zahl. Und es hängen viele Erinnerungen daran. Aber in erster Linie geniesse ich es und freue mich, dass wir diesen Sport nach wie vor ausüben können. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir diese Plätze der Armee nutzen dürfen. Natürlich täte der eine oder andere Slalom mehr dieser Meisterschaft gut. Umso mehr müssen wir zu den Rennen Sorge tragen, die wir noch haben.»
Wie in Frauenfeld belegte Lukas Eugster auf seinem Ligier-Honda Platz 2 in Bière. Der Ostschweizer hatte im ersten Lauf schon wenige Meter nach dem Start einen Aussetzer. «Ich hatte aus Versehen ausgekuppelt», sagt Eugster. «Danach wollte ich den Fehler unbedingt wieder gutmachen, liess dabei aber ein Tor aus.» Ohne Zeit im ersten Lauf durfte sich Eugster im zweiten Heat nichts mehr leisten. In 2:20,58 min holte er zwar souverän Platz 2, nach vorne (auf Egli) fehlten aber 3,29 Sekunden. Rang 3 im SCRATCH ging an Marcel Maurer. Der Berner hatte bei den Slalom-Testtagen in Ambri an seinem 2-Liter-Renault-Motor einen Schaden am Zahnriemen erlitten, konnte diesen bis Bière aber erfolgreich flicken. In 2:22,60 min verwies er Jérémy Noirat im Norma M20 F um 69 Hundertstelsekunden auf Rang 4.
Bester Fahrer mit Dach überm Kopf war Christian Bralla in seinem Fiat X1/9. Der Tessiner sicherte sich in 2:34,32 min den Klassensieg in der E1 bis 2000 cm3 souverän vor Nicola Roberto (Peugeot 205) und Roger Hürzeler (Opel Kadett C). Bei den 2-Liter-Tourenwagen kam ihm Stephan Burri in seinem VW Scirocco am nächsten. Der Sieger der Klasse IS bis 2000 cm3 hatte eine turbulente Woche hinter sich. Nach den Schaltproblemen in Frauenfeld musste sich Burri auf Fehlersuche machen. «Ich bin dem Defekt erst am Donnerstag vor dem Rennen auf die Schliche gekommen, nachdem ich schon eine neue Pumpe montiert hatte», verrät Burri. «Das Problem war ein verstopfter Schlauch…» Der zweite Platz in der hart umkämpften IS-Klasse bis 2 Liter ging an Arnaud Donzé auf VW Golf, Dritter wurde Marco Geering im Opel Kadett C GT/E.
Spannend war auch das Duell der beiden Porsche-Kutschern Willi Jenni und Christoph Zwahlen in der E1 über 3500 cm3. Zwahlen hatte nach dem ersten Lauf die Nase mit einem Minivorsprung von 25 Hunderstelsekunden vorne. Im zweiten Lauf drehte Jenni die Reihenfolge um. Am Ende lagen 0,26 Sekunden zwischen den beiden schnellen Porsche-Piloten.
Zu den weiteren Klassensieger in Bière gehörten: Samuel Weibel (Subaru BRZ, Super Serie bis 2000 cm3), Kevin Vuilleumier (Opel Corsa, Super Serie über 2000 cm3), Philippe Golay (Caterham Seven, Super Serie, bis 3000 cm3, Alexandre Comby (Porsche Cayman, Super Serie über 3000 cm3), Mattéo Teutschmann (Seat Ibiza, N/ISN/R1 bis 2000 cm3), Matthias Schläppi (Peugeot 208, A/ISA bis 1600 cm3), Iwan Brantschen (Renault Clio, A/ISA bis 2000 cm3), Yann Héritier (Renault Clio, A/ISA über 2000 cm3), Stefan Schöpfer (Audi 50, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Christian Knaus (Opel Kadett C, IS bis 2500 cm3), Jean-Paul Chiquita (Porsche GT3 Cup, IS über 2500 cm3), Jean-Philippe Martin (Seat Leon, TCR), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Jean-François Chariatte (Fiat X1/9, E1 bis 1600 cm3), Etienne Beyeler (Opel Ascona, E1 bis 2500 cm3), Florent Mariaux (BMW E30, E1 bis 3000 cm3), Tobias Meier (Opel Astra, E1 bis 3500 cm3), Michael Chamorel (BRC 02, SportsCars bis 1400 cm3), Lukas Eugster (Ligier JS53, SportsCars bis 2000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Trophy), Thomas Zürcher (Renault Clio, RCC).
Bei den Junioren liessen sich Lionel Ryter (schnellster Formelfahrer) und Jannis Jeremias (schnellster Tourenwagenpilot) wie schon in Frauenfeld die Maximalpunktzahl gutschreiben.
Im bereits am Samstag ausgetragenen Suzuki Swiss Racing Cup setzte sich wie schon in Frauenfeld Sandro Fehr mit zwei fast identischen Laufzeiten durch. Platz 2 ging diesmal an Michaël Béring, Dritter wurde (wie schon beim Saisonauftakt) Rico Thomann.
Weitere Informationen zum zweiten Lauf in Bière finden Sie unter diesem Link.
Und so geht es weiter:
18./19. Mai, Bure
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Tagen wie folgt zu erreichen sein:
Mittwoch, 08.05.2024, bis 15.00 Uhr
Donnerstag, 09.05.2024, geschlossen
Freitag, 10.05.2024, geschlossen
Ab Montag, 13.05.2024 stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten jederzeit gerne wieder zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
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Ein Teil der Schweizer Berg-Elite hat das Bergrennen im österreichischen Rechberg zur Vorbereitung auf die SM-Saison genutzt. Reibungslos lief es nur für Michel Zemp.
Der Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft am 9. Juni im Hemberg rückt näher. Ein Teil der Schweizer Berg-Elite hat das Bergrennen im österreichischen Rechberg zu einem Probelauf genutzt. Nicht bei allen lief es dabei rund. Sorgenfalten hatte u.a. Marcel Steiner. Mit einer Zeit von 1:49,8 min im ersten Rennlauf lag Steiner nach dem ersten Durchgang auf Rang 9 – mit einem Rückstand von 6,5 Sekunden auf Spitzenreiter Geoffrey Schatz aus Frankreich. Auf den Zweitplatzierten Christian Merli fehlten mehr als fünf Sekunden. Diesen Rückstand konnte der Berner im zweiten Heat nicht wettmachen. Im Gegenteil: Steiner blieb mit seinem rundumerneuerten LobArt-Honda/Helftec stehen. «Es roch nach Benzin», sagt Steiner. Und nach meinen Erfahrungen von vor zwei Jahren in Anneau du Rhin, als der Wagen Feuer fing, wollte ich nichts riskieren und habe das Auto deshalb abgestellt.»
Ob Steiner seine Zeit aus dem ersten Durchgang verbessert hätte, kann er selber nicht beurteilen. Der amtierende Meister meinte nach dem Rennen: «Der Motor ist im oberen Drehzahlbereich nicht mehr sauber gelaufen.» Auch die komplett überarbeitete Aerodynamik bringt Steiner ins Grübeln. Das Vertrauen ins Auto fehle noch, meint er und ergänzt: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns!»
Auch Reto Meisel, Tourenwagen-Champion von 2022, war nach dem Wochenende in der Steiermark nicht besonders angetan. Beim Aargauer lief es genau umgekehrt: Am ersten Lauf konnte er nicht teilnehmen, weil sich zuerst der eine Drosselklappensensor verabschiedete, danach die Kupplung und zu guter Letzt auch noch der Anlasser. Im zweiten war er mit einer Zeit von 2:01,1 min rund 4,5 Sekunden langsamer als der für Tschechien startende Ronnie Bratschi. Auf Klassensieger Karl Schagerl fehlten dem Mercedes-SKL-Piloten sieben Sekunden. «Es war der Wurm drin», bringt es Meisel auf den Punkt. «Und es war definitiv nicht der Saisonstart, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Aber wir geben ja bekanntlich nicht auf und haben inzwischen auch alles repariert.» Das nächste Rennen steht für Meisel am 18./19. Mai in Falperra (P) auf dem Programm. Dort wird Meisel, den AMG GT3, den er sich zugelegt hat, an einen Kunden vermieten.
Zufrieden war von den Schweizer Top-Piloten eigentlich nur Michel Zemp. Der Langnauer fuhr zum ersten Mal am Rechberg und kam mit seinem frisch motorisierten Norma M20FC im SCRATCH auf Rang 10 und innerhalb seiner Klasse auf Platz 2 geführt. Zemp konnte sich nach Trainingszeiten von 2:02 und 1:58 min in den beiden Rennläufen kontinuierlich steigern und liess sich am Ende eine 1:53,0 min notieren. «Es ist eigentlich alles gut gelaufen», sagt Zemp. «Kompliment an Helftec! Wir hatten mit unserem neuen Turbomotor keine Probleme und ich bin immer schneller geworden. Dafür, dass ich seit mehr als einem Jahr kein Rennen mehr gefahren bin, bin ich sehr zufrieden.»
Zu den weiteren Schweizern, die am Rechberg starteten, gehören Werner Schlegl (auf Mitsubishi Lancer Evo 8) und Alphonse Kilchenmann (Suzuki Swift).
Joël Grand (36) kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Statt bei Bergrennen wird der Walliser in diesem Jahr wieder bei der Rallye du Valais an den Start gehen.
2022 belegte Joël Grand in der Schweizer Berg-Meisterschaft den fünften Schlussrang. Mit einem Osella PA21 JRB, der knapp 220 PS leistete und von einem 999-cm3-BMW-Motorrad-Triebwerk angetrieben wurde, verblüffte der schnelle Walliser viele und fuhr in seiner Klasse von Rekord zu Rekord. 2023 ging der Familienvater aus Chalais mit einem Wolf F1 Mistral GB08 an den Start – aus finanziellen Gründen aber nur bei den Rennen in La Roche, Anzère und Les Rangiers.
Für diese Saison hat Grand keine passende Lösung gefunden. Zumindest nicht am Berg. Deshalb hat sich Grand nach anderen Lösungen umgeschaut. Und siehe da – er wird 2024 zu seinen Wurzeln zurückkehren. «Wir haben beschlossen, dass wir dieses Jahr wieder bei der Rallye du Valais teilnehmen», sagt Grand. Dort hat 20212 seine Karriere im Rallyesport begonnen. Auf einem Citroën Saxo VTS absolvierte er seine erste Heimrallye als Fahrer. Als Beifahrer hat er schon 2007 am Start gestanden.
Stimmt die Statistik auf ewrc.com, dann hat Grand seine «Valais» schon fünf Mal als Co-Pilot und vier Mal als Fahrer bestritten. Mit der Teilnahme 2024 macht er die «Zehn» damit voll. «Ich freue mich sehr darauf», sagt Grand, der bei seiner Rückkehr ins Rallye-Cockpit auf die Navigationskünste von Gaëtan Lathion vertraut. Dieser sass bei bisher allen Rallyes von Grand auf dem Beifahrersitz.
Grands fahrbarer Untersatz wird ein Renault Clio 1600 ISA sein. Diesem ehemaligen Einsatzauto von Robert Kubica hat der Walliser bei Tests auf einer Rundstrecke in Italien bereits die Sporen gegeben. Und mit einem Renault Clio R3 hat er 2013 die Klasse R3 beim RIV gewonnen.
Auf der Kartbahn Lyss wurden am vergangenen Wochenende die Gewinner der Flanc.ch-Serien ausgezeichnet. Bester GT3-Pilot und damit Meister 2023/2024 war Tobias Schmid.
Am vergangenen Samstag, 27. April, wurden auf der Kartbahn Lyss (BE) die Gewinner der Flanc.ch-Serien 2023/2024 ausgezeichnet. Gefahren wurde in zwei Klassen – der GT3 und der Club-Serie. Insgesamt wurden zehn Rennen ausgetragen, wobei es pro Klasse ein Streichresultat gab. Mit mehr als 50 Nennungen waren beide Meisterschaften ausgebucht.
Ergebnis der GT3 Schweizer Meisterschaft:
1. Tobias Schmid, IES Simracing Schweiz, 322 Punkte
2. Adnan Grozdanic, Zero Luck Technologies, 286 Punkte
3. Thomas Schmid, Nianco Esports, 257 Punkte
Ergebnis der Club Serie:
1. Johannes Belitz, Simracing Academy, 414 Punkte
2. Claudio Costarelli, Simracer.ch by AKR Simracing, 268 Punkte
3. Thomas Eckold, Racing Team Rheintal, 251 Punkte
Die beiden Serien von Flanc.ch richteten sich primär an Simracerinnen und Simracer, die von Zuhause aus im eigenen Simulator teilgenommen haben und wurden mit der Simulation iRacing ausgetragen. Die nächste Saison startet im Oktober. Die Informationen dazu sind ab Mitte Juli 2024 auf der Website von Flanc.ch bzw. der Swiss Simracing Series zu finden.
Sämtliche Rennen wurden durch Getquu (GT3 Serie) und Focus Broadcast (Club Serie) live auf Youtube übertragen. Für einen reibungslosen Ablauf und fairen Sport sorgten die Rennleiter und die offizielle Jury von Auto Sport Schweiz mit Sportkommissaren aus dem realen und dem virtuellen Automobilsport.
1975 feierte Eugen Strähl den Klassensieg in Le Mans. Später gewann er zahlreiche Rennen und Meisterschaften für die Rennteams von Fredy Lienhard und Peter Sauber. Heute Donnerstag feiert der Thurgauer, der einst auch bei Auto Sport Schweiz in der Geschäftsleitung sass, seinen 80. Geburtstag.
Eugen Strähl, der ehemalige Thurgauer Tierfutter-Unternehmer, Familienvater, Grossvater, Autorennsport-Instruktor, Vorstandsmitglied vom ACS Thurgau, Airline-Pilot, Kunstflieger und Vollblut-Autorennfahrer feiert heute am 2. Mai 2024 seinen 80. Geburtstag.
Strähl entdeckte schon früh seine Leidenschaft zum Autorennsport. Nach der Käser-Lehre im elterlichen Betrieb absolvierte der Jubilar 1965 im Mercedes Benz 230 SL Pagode den Lizenzausbildungskurs in Monthléry (F). Instruktor war damals kein geringerer als der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Stirling Moss, der von 1955-1958 vier Mal in Folge Gesamtzweiter, aber nie Weltmeister wurde. Bereits 1951 war Moss beim Grand Prix Erlen in einem HWM am Start. Damals stand Dreikäsehoch Eugen Strähl noch hinter dem Staketenzaun und schaute zu.
Bei einem Rundstreckenrennen in Hockenheim 1971 lernte Strähl dann Fredy Lienhard kennen. Die Freundschaft, die damals entstand, hält bis heute. Und so fuhr Strähl ab 1973 für das Lista Racing Team. 1976 und 1978 gewann Strähl im Horag-March 76S die Schweizer Sportwagenmeisterschaft sowie 1976 den Coupe der Schweizer Berge. 1978 gewann er ausserdem die FRC-Meisterschaft. 1979 errang er im Formel-2-Team von Lista drei Tagessiege auf einem March 792. 1980 folgten vier Tagessiege auf einem March 802 sowie ein achter Rang an der Formel-2-EM in Hockenheim. «Damals bekamen nur die ersten sechs Punkte», erzählt Eugen Strähl.
Als bis heute erster und einziger Thurgauer feierte er seinen grössten Erfolg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1975 mit einem Klassensieg in der Klasse GTS (Grand Turismo Series) auf einem Porsche Carrera RSR zusammen mit Landsmann Gerd Maurer und dem Deutschen Christian Beez. Auch bei Sauber feierte Strähl diverse Erfolge. 1977 wurde er Vize-Meister der Sportwagen-Interserie. Dazu kam ein fünfter Rang in der Sportwagen-Europameisterschaft. Und im Langheck-Sauber C5 fuhr er 1977 und 1978 zusammen mit Peter Bernhard, Harry Blumer und dem späteren Formel-1-Fahrer Marc Surer in Le Mans und auch in der Sportwagen-WM.
Strähl war aber nicht nur ein erfolgreicher Rennfahrer, er hat auch in zahlreichen Kommissionen mitgewirkt und diese nachhaltig geprägt. Von 1971 bis 1986 war er in der Sportkommission vom ACS Thurgau aktiv. Parallel war er von 1972 bis 1991 im Vorstand tätig. Von 1980 bis 1989 war Strähl Mitglied der Nationalen Sport-Kommission (NSK). Von 1980 bis 2002 war er Instruktor an den ACS-Lizenz-Ausbildungskursen – 19 Jahre davon als Chef-Instruktor. Und von 2005 bis 2011 amtete der umtriebige Thurgauer auch als Mitglied der Geschäftsleitung von Auto Sport Schweiz.
Und was macht die Thurgauer Rennsport-Legende heute? «Ich geniesse das Leben mit meiner Frau Pia. Ab und zu fahre ich die schnellen Autos von autobau-Inhaber Fredy Lienhard an Bergrennen oder Trackdays. Dabei muss ich aber nicht gewinnen. Wir fahren aus Freude und Spass.»
Text: Elio Crestani
Am 9. Juni steigt in Hemberg der Saisonauftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft. Nicht dabei ist Eric Berguerand. Der Walliser muss für diese Saison Forfait geben.
Sieben Mal hat Eric Berguerand die Schweizer Berg-Meisterschaft bei den Rennwagen bereits gewonnen. Mit dem achten Titel wird es 2024 nichts. Berguerand wird den Rennen in diesem Jahr – zumindest als aktiver Teilnehmer – fern bleiben. Das hat der 45-jährige Walliser gegenüber Auto Sport Schweiz bestätigt.
Berguerand hat vor einem Jahr seinen Cosworth-Motor generalüberholt und ist damit bei den Rennen in La Roche, Massongex und Anzère zum Tagessieg gefahren. Am Gurnigel, als es gegen Marcel Steiner um die Meisterschaft ging, musste Berguerand nach dem zweiten Lauf die Segel aufgrund eines Motorendefekts streichen. Bei einer genaueren Analyse stellte sich heraus, dass es ein Problem an den Kolben gab. «Ich verlor Öl und hatte kaum mehr Leistung», sagt Berguerand.
Um 2024 wieder angreifen zu können, wäre eine erneute Revision des Motors nötig. «Die war so natürlich nicht eingeplant», sagt der Garagist aus Martigny. Weil die Revision eines solchen Rennmotors, wie ihn Berguerand im Heck seines Lola FA99 verwendet, nicht gerade billig ist, hat sich «Bergus» entschlossen, für diese Saison Forfait zu geben. «Natürlich wäre ich gerne gefahren. Aber ich kann mir eine neuerliche Revision einfach nicht leisten.»
Ob und wann Berguerand zurückkehrt, ist offen. «Wenn man es sich leisten kann, sollte man Spass haben. Wenn es finanziell nicht möglich ist, muss man halt auch darauf verzichten können.» Für die Schweizer Bergrennszene ist das Fernbleiben von Berguerand nicht nur akustisch ein Verlust. Bleibt zu hoffen, dass der Sympathieträger mit seinem pechschwarzen Formel-3000-Rennwagen schon bald wieder am Start steht.
Auto Sport Schweiz hat über 30 Veranstaltern von Kart- und Automobil-Rennveranstaltungen die Möglichkeit geboten, gratis mit einem individuell gestalteten «Roll-Up» Werbung für die eigene Veranstaltung betreiben zu können. Als Blickfang bei Pressekonferenzen, bei Fototerminen, anlässlich der Veranstaltung in der Administration, etc. sind die Roll-Ups mit dem Veranstalter-Logo und der Webadresse versehen. Die Möglichkeiten ein solches Roll-Up mit eigenem Logo zu positionieren sind praktisch unbegrenzt.
Rund die Hälfte der Kart- und Automobil-Veranstalter haben von dieser Aktion Gebrauch gemacht. Die Roll-Ups wurden in der Zwischenzeit grafisch aufbereitet, gedruckt und den Veranstaltern per Post zugestellt.
GT3-Pilot Felix Hirsiger ist mit einem Doppelsieg in das neue Jahr des Porsche Sports Cup Suisse gestartet. Porsche-Juniorin Ekaterina Lüscher schaffte im zweiten Rennen der GT4 aufs Podium.
Für Neueinsteiger Felix Hirsiger lief der Saisonauftakt des GT3 Cup in Österreich nahezu perfekt: Der 25-Jährige hat beide Rennen mit dem rund 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup gewonnen und im ersten Lauf auch die schnellste Runde gesetzt. Allein im Qualifying musste sich der gebürtige Zürcher dem 20 Jahre alten Dylan Yip aus Macao um drei Hundertstelsekunden geschlagen geben.
Ins erste Rennen ging Hirsiger nur aus der fünften Position, da er neue Rennreifen aufziehen musste. Beim Start büsste er zwei weitere Plätze ein. Damit begann für den Schweizer eine Aufholjagd, die ihn sukzessive wieder nach vorne brachte: Zunächst passierte er Sébastien Pidoux, dann Peter Hegglin und Marc Arn, bevor Gregor Burkhard, William Mezzetti und schliesslich auch Dylan Yip an der Reihe waren. In Runde 13 von 18 hatte Hirsiger die Spitze übernommen. Im Ziel lag er 3,281 Sekunden vor Yip, dem Mezzetti, Burkard, Arn, Hegglin und Christof Langer folgten.
Den zweiten Lauf durfte Hirsiger von der Pole-Position in Angriff nehmen, da seine zweitschnellste Qualifying-Zeit um 0,125 Sekunden besser war als jene von Yip – ein neues Prozedere in der diesjährigen Sport Sprint Challenge Suisse. Er gewann den Start und brachte seine Führung mit mehr als einer Sekunde Vorsprung über die Distanz. Auf den weiteren Plätzen: Yip, Mezzetti und Burkard, der knapp Hegglin in Schach halten konnte. Arn, Pidoux und Langer beendeten das Rennen auf den Rängen sechs bis acht.
In den beiden GT4 Clubsport-Rennen auf dem 4,318 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in der Steiermark teilten sich der Portugiese Tomas Guedes und der Schweizer Remo Stebler die Siege. Ekaterina Lüscher, die neue Nachwuchsfahrerin des Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG, kämpfte sich im zweiten Lauf mit dem Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport vom siebten Zwischenrang bis auf die dritte Position nach vorn. Im ersten Durchgang wurde Lüscher Fünfte. In der Gruppe Open GT machten 911 GT3 R-Fahrer die Topplatzierungen unter sich aus: Zunächst gewann Philippe Menotti mit einem Modell der Neunelfer-Generation 991, dann sicherte sich Jörg Dreisow mit der aktuellen Version des GT3-Rennfahrzeugs den ersten Rang. In der Porsche Drivers Competition Suisse fuhr Andreas Marti beim kürzeren Wertungslauf am gleichmässigsten, den längeren entschied Philipp Müller für sich.
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