Zum zweiten Mal hat Reto Meisel (55) am vergangenen Samstag zu einer «Rennwagenshow» in seiner Garage Meisel im aargauischen Leuggern geladen. Mit dabei waren u.a. auch Roger Schnellmann und «Speedmaster».
Am Samstag veranstaltete Reto Meisel zum zweiten Mal einen «Open Garage Day» in Leuggern. Neben dem Gastgeber nahmen auch zwei weitere Schwergewichte der Schweizer Bergszene den Weg ins Aargauische mitsamt ihren Autos auf sich. Einen davon, Roger Schnellmann, haben wir erst kürzlich mit seinen Plänen für 2026 auf motorsport.ch vorgestellt. Hier nochmals der Link.
Der andere, «Speedmaster», hat seine Pläne noch nicht ganz aufgedeckt. «Ich werde dort fahren, wo es mir Spass macht», sagt der Berner, der einst Slalom-Titel gesammelt hatte wie andere Panini-Bildchen. Soll heissen: Beim Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft in Frauenfeld wird «Speedmaster» mit seinem berühmt-berüchtigten VW Polo starten. Danach, am Bière-Wochenende, wird er beim 21. Bergpreis Schottenring im Rahmen des KW Berg-Cup seine Zelte aufschlagen. Ausserdem werde er auch noch das eine oder (Rund-)Strecken-Rennen mit einem Ferrari 296 absolvieren. Und dann ist da ja auch noch der wunderschöne BMW M3 GT3, den «Speedmaster» auch in Leuggern ausstellte. Und wer weiss: Im Vorjahr überraschte er alle, als er mit einem Ianniello-Lancia den Tagessieg bei den Tourenwagen am Gurnigel feiern durfte. Man darf also gespannt sein: Für Überraschungen ist der 58-Jährige immer gut…
Auch Gastgeber Reto Meisel hat Einblick in sein Programm 2026 gegeben. Los geht es für den zweimaligen Tourenwagen-Meister und Gewinner der Coupe der Schweizer Berge 2002 bereits diese Woche. Und zwar in Alicante. Im 1500 Kilometer entfernten spanischen Badeort wird Meisel am Wochenende die Saison mit einem Lauf zur spanischen Berg-Meisterschaft beginnen. «Die 6,3 Kilometer lange Strecke hat es in sich», sagt Meisel. «Ich freue mich sehr auf dieses Rennen.» Weiter geht’s für den Mercedes-Piloten dann am 25./26. April mit dem EM-Saisonauftakt im österreichischen Rechberg. In der Schweiz wird Meisel nur beim EM-Rennen in Les Rangiers zu sehen sein. Und auch im «Osten» macht er sich dieses Jahr rarer. «Viele Strecken dort sind für Allradler besser geeignet – da habe ich mit meinem Hecktriebler keine grossen Chancen.»
Für den Höhepunkt am «Open Garage Day» sorgte einmal mehr Urs Erbacher und sein Dragster-Team. Das «Fire-Up» wird wohl noch so manchem Fan in Erinnerung bleiben. Erbacher selber meinte zur bevorstehenden Saison: «Wenn alles klappt, wollen wir diesmal mit Jndia die komplette Saison bestreiten. Schliesslich will sie den Europameistertitel zurückholen.» Noch haben die Erbachers etwas Zeit. Die Saison beginnt erst am 24./25. Mai in Santa Pod (GB). «Wir brauchen aber noch einige Teile aus den USA», sagt Erbacher. «Und das ist zurzeit aufgrund des Krieges im Nahen Osten etwas mühsam.»
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Heute in einer Woche beginnt mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026. Wir werden nächste Woche rechtzeitig auf den ersten Lauf eingehen und Ihnen auf motorsport.ch wie üblich eine Vorschau bieten. Vorab schon einmal die Startliste für die 47. Ausgabe. Gemeldet sind 44 moderne Teams (darunter 17 Rallye2-Autos) sowie 20 historische Teams (VHC) und sieben Equipen in der VHRS.
Weitere Infos auf www.criterium-jurassien.ch
Es ist eines der beliebtesten historischen Bergrennen. Und das weit über die Landesgrenzen hinaus: die Arosa ClassicCar. Die 22. Ausgabe findet vom 3. bis 6. September statt. Für Interessierte, die gerne daran teilnehmen möchten, ist ab sofort (bis 31. Mai) das Nenntool unter diesem Link geöffnet.
Für die diesjährige Ausgabe sind historische Renn- und Sportfahrzeuge der Baujahre 1905 bis 1990 bzw. 1994 (gem. Ausschreibung) zugelassen. Diese müssen den Vorschriften gemäss FIA Anhang K und den Bestimmungen der NSK entsprechen.
Weitere Infos zum Programm finden Sie auf der Website der Arosa ClassicCar. Ein besuch lohnt sich!
In der Schweizer Berg-Meisterschaft kommt in diesem Jahr ein geschichtsträchtiges Auto zum Einsatz, das einst vom ehemaligen GP-Haudegen Jean Alesi (61) gefahren wurde. Am Steuer: Frédéric Fleury.
Die Story klingt witzig. Und sie hat sich auch tatsächlich so zugetragen. Der Martini MK52-BMW war schon einmal im Besitz von Frédéric Fleury. Der 37-jährige Jurassier hatte das Auto Anfang 2024 an den französischen Bergrennfahrer Sébastien Brisard verkauft. Als die Tinte unterm Vertrag trocken war, hat ihm dieser gesagt, dass der Wagen einst von seinem Landsmann Jean Alesi gefahren wurde. Nicht dass das den Wagen um ein Vielfaches teurer gemacht hätte, «aber im ersten Moment habe ich mich schon etwas geärgert», sagt Fleury augenzwinkernd.
Der ehemalige französische Formel-1-Rennfahrer Jean Alesi (1989-2001) fuhr den Martini 1987 in der französischen Formel 3 für das Team Oreca. Der leicht explosive Franzose mit sizilianischen Wurzeln war mit dem französischen Chassis aber nicht zufrieden und verlangte nach nur drei Rennen einen Dallara. Mit diesem wurde er am Ende des Jahres französischer F3-Meister. Der Martini wurde danach zur Seite gestellt und ging 1989 in den Besitz von Nani Nerguti († 2016) über. Der französische Bergrennfahrer verpasste ihm nicht nur das Design in den legendären Farben des Mineralölherstellers Yacco, er baute ihn auch zu einem Formel-2-Auto mit BMW-Motor um.
Danach ging das Fahrzeug durch diverse Hände – u.a. war es auch einmal im Besitz des Walliser Rennfahrers Yann Pillonel. Bis es über Fleury eben bei Brisard landete, der mit diesem Auto 2024 die französische VHC-Berg-Meisterschaft gewann. Heute steht der Wagen, der von einem frisch revidierten BMW M12-7 angetrieben wird, wieder bei Fleury in der Werkstatt – und dieser kann es kaum abwarten, ihn endlich selber zu bewegen. Wenn alles klappt, dürfte Fleury seine neue Errungenschaft erstmals in La Roche in der historischen Klasse den Berg hochjagen. Beim Bergrennen in Reitnau soll er – im Rahmen einer «BMW-Show» – dann Demofahrten absolvieren. Auch am Gurnigel will Fleury starten. Und natürlich beim Heimrennen in Les Rangiers. Dort würde der Filius gerne seinen Vater ans Steuer lassen. «Mein Dad hat 1976, also vor 50 Jahren, seine Rennlizenz erworben», sagt Frédéric. «Deshalb würde ich ihn gerne sein Lieblingsrennen in meinem Auto fahren lassen.»
Seinen Dallara F302, mit dem Fleury im Vorjahr in Les Rangiers und am Gurnigel aufs Podium der 2-Liter-Formelautos fuhr, wird übrigens auch 2026 am Start stehen. Der Fribourger Hervé Villoz (47) hat das Formel-3-Auto von Fleury übernommen. «Für mich wird das ein Lernjahr werden», sagt der ehemalige Renault-Clio-Pilot. «Mein Plan sieht vor, bei rund zehn Bergrennen in der Schweiz und in Frankreich zu fahren.» Wie Fleury soll auch er sein Debüt in La Roche geben.
Anm.: Mehr zu Jubilar Jean-Louis Fleury, dem Vater von Frédéric, zu einem späteren Zeitpunkt.
Im Vorjahr stand mit Pascal Perroud ein Schweizer beim Auftakt zum FIA European Historic Rallye Championship als Dritter auf dem Gesamtpodium. Der Waadtländer musste sich auf seinem BMW M3 E30 als bester Amateur lediglich den Hochkarätern Jari-Matti Latvala und Romain Dumas geschlagen geben.
Auch dieses Jahr gab es bei der Rallye Costa Brava aus Schweizer Sicht wieder Grund zum Feiern. Bei schwierigen Bedingungen belegten Guy Trolliet und Sébastien Moulin mit ihrem Porsche 911 SC den 21. Platz in der Gesamtwertung; damit landete das Duo auf Platz 2 in der Europameisterschaft der Fahrzeuge vor 1992. Der Gesamtsieg ging übrigens wie im Vorjahr an Latvala. 136 Teams standen am Start, darunter Modelle vom Ford Escort RS 2000 bis hin zu einem Ford Escort WRC – das entspricht rund dreissig Jahre Rallyegeschichte auf spanischen Strassen.
Auto Sport Schweiz richtet auch dieses Jahr wieder einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal aus. Wer sich (kostenlos) anmelden möchte, kann dies noch bis nächsten Mittwoch, 25. März, machen.
Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird es auch dieses Jahr einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal im Automobilrennsport geben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Wer sich noch einschreiben möchte, kann die noch bis nächsten Mittwoch, 25. März, machen. Die Einschreibung ist kostenlos.
Damen, die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) teilnehmen, müssen ihre erzielten Resultate bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) einreichen, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Wer an einer Schweizermeisterschaft (Slalom, Berg, Rallye) teilnimmt, wird automatisch gerechnet. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.
Das Formular für die Einschreibung ist angehängt. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und stehen Ihnen bei Fragen oder Unklarheiten gerne zur Verfügung.
Die bisherigen Siegerinnen des Damenpokals:
2024, Vanessa Zenklusen
2025, Franziska Maissen
Jannis Jeremias, Schweizer Junioren-Meister von 2024 am Berg und im Slalom, fährt 2026 zweigleisig – in der Schweiz und Deutschland respektive mit einem Honda Civic TCR und einem Porsche GT3 Cup.
2025 musste Jannis Jeremias kürzer treten. Das Geburtstagskind (Jannis wird heute 26 – Happy Birthday!) machte im Vorjahr den Bachelor in Banking & Finance. Büffeln statt Gas geben war angesagt. Nur in La Roche, Anzère und am Gurnigel startete Jeremias auf dem VW Polo, mit dem er 2024 noch Schweizer Junioren-Meister geworden war. Bei den Slaloms tauchte er nur auf, wenn Kollege Yves Hängärtner Hilfe brauchte.
In diesem Jahr könnten es ein paar Rennen mehr werden. Der Slalom von Bière sowie die Bergrennen in Hemberg, Anzère und am Gurnigel stehen jedenfalls auf der Agenda von Jeremias. Allerdings nicht mehr mit dem Polo von Stephan Burri. Jeremias hat sich im vergangenen Jahr gleich zwei neue Autos angelacht: einen Honda Civic TCR und einen Porsche GT3 Cup. Letzterer ist das ehemalige IS-Auto von Paul Büetiger, der 2022 nach dem Slalom von Chamblon den Helm an den Nagel hängte. Der Honda gehörte 2020 noch dem Deutschen Mike Halder, einem ehemaligen Top-Piloten aus der TCR Germany.
Zu den Ambri-Testtagen wird Jeremias beide Autos mitnehmen. Der Plan sieht vor, mit dem TCR-Honda die Rennen in der Schweiz zu absolvieren. Den Porsche wird er zusammen mit Ecurie-Biennoise-Kollege Sandro Morros im «Golden Ära Classic Cup» einsetzen. Die beiden haben schon zusammen trainiert. «Sandro hat 30 Jahre Porsche-Erfahrung», sagt Jeremias. «Ich kann von ihm sehr viel lernen.» Fünf Rennen stehen in der historischen Rennserie in Deutschland auf dem Programm. «Auf den Auftakt beim Jim Clark Revival freue ich mich ganz besonders», meint Jeremias, der einst Schweizer Junioren-Meister im Curling war.
Die Einsätze in der «Golden Ära» plant Jeremias mit Heuri Rennwagen und deren Teamchef Peter Heuri. Ob er den Porsche auch mal in der Schweiz von der Leine lässt? «Um das herauszufinden, ist der Test in Ambri da.» Ebenfalls nicht ausgeschlossen sind Einsätze in der EBM mit dem TCR-Honda. «Ganz cool fände ich es natürlich, wenn wir in der Schweiz bei jedem Bergrennen so viele TCRler hätten wie jeweils in Oberhallau. Dann gäbe es immer volle Punkte – und man hätte sogar Chancen auf ein Top-Ergebnis in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft.»
Apropos Kollege Hängärtner: Der Zweitplatzierte der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 hat sich von seinem GP3-Dallara getrennt. Er wird dieses Jahr mit einem Ex-Toyota-GT86 von Samuel Weibel, dem Drittplatzierten der Slalom-SM 2025, bei einigen Slaloms im Feld der LOCalen antreten.
Grosses Lob an Samuel Ifrid. Der ehemalige Schweizer Kart-Pilot sicherte sich in der Formel-4-Winterserie Platz 2 bei den Rookies hinter dem überlegenen McLaren-Junior Dries van Langendonck. Was sonst noch am Wochenende aus Schweizer Sicht erwähnenswert war, erfahren Sie im Weekend-Report.
Am Wochenende ging in Barcelona die diesjährige Formel-4-Winterserie zu Ende. Und nochmals – und das ist wirklich bemerkenswert – gab es aus Schweizer Sicht Grund zur Freude. Vor allem Levi Arn (Jenzer Motorsport) und Samuel Ifrid (Cram Motorsport) haben als Rookie eine beeindruckende Leistung gezeigt. Arn, im Vorjahr noch KZ2-Schweizermeister, sicherte sich im zweiten von drei Rennen mit Rang 3 bei den Rookies (direkt vor Ifrid) nochmals einen Podestplatz. In der Gesamtwertung belegte er beim Finale auf dem Circuit de Catalunya die Plätze 12, 6 und 9. Ifrid beendete die Saison drei Mal in den Top 10: 10., 9., und nochmals 10. Bei den Rookies wurde er Gesamtzweiter – nur der alles überragende McLaren-Junior Dries van Langendonck, der auch die Meisterschaft gewann, war besser. In der Gesamtwertung belegte Arn als bester Jenzer-Pilot Rang 12, Ifrid (als bester Cram-Pilot) wurde 14. Chiara Bättig, Zweite beim Auftakt in Estoril, beendete die Saison in Barcelona ausserhalb der Punkte und wurde in der Gesamtwertung 17. Die beiden anderen Schweizer Max Kammerlander und Georgiy Zasov (nur drei von fünf Rennen gefahren) verpassten die Punkteränge in allen fünf Rennen.
Wir bleiben in Spanien, wechseln aber zum Kart. Bester Schweizer beim Auftakt der IAME Euroseries in Zuera war Dan Allemann. Der 14-jährige Sohn von Spirit-Teamchef Ken Allemann startete bei den Senioren im Finale aus der ersten Reihe, fiel dann aber kurzfristig auf Rang 7, kämpfte sich aber wieder aufs Podium zurück und wurde Dritter. Weil er in den Heats zuvor zwei Mal gewann und zwei Mal Zweiter wurde, verliess er Zuera dennoch als Meisterschaftsführender. Bei den Minis hielt Ben Iten als Neunter die Schweizer Flagge hoch. Bei den Junioren hatte Aurelio Longhitano (Startplatz 6) die beste Ausgangslage und gute Chancen auf einen Podestplatz, fiel aber leider wegen einer unverschuldeten Kollision zurück. Die besten Schweizer waren daher Alejandro Campos (als 12.) und Zoltan Coigny (13.).
Seinen zweiten Saisonsieg im Deutschen Rallye Cup liess sich auch Mathias Schläppi notieren. Allerdings kam über den Triumph bei der Rallye Hessisches Bergland keinerlei Freude auf und der sportliche Erfolg geriet in den Hintergrund: Eine Teilnehmerin verunglückte während der Rallye so schwer, dass sie ihren Verletzungen erlag. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. «Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen», sagt Schläppi.
2025 war ein hartes Jahr für Roger Schnellmann: technische Probleme, Zwangspause und trotzdem hohe Kosten. Umso mehr freut sich der Schwyzer auf die bevorstehende Berg-Saison.
Es war kein einfaches Jahr. Schon vor dem Saisonstart 2025 musste Roger Schnellmann «Forfait» geben. Technische Probleme an seinem Mitsubishi Evo 8 zwangen ihn zu einer Pause und zu zahlreichen Umbauarbeiten an seinem «Berg-Monster». Inzwischen ist Schnellmann wieder guter Dinge. Als ihn ASS in seiner Werkstatt in Reichenburg (SZ) besucht, präsentiert er nicht nur stolz sein überarbeitetes Auto, er spricht sogar vom Titel. «Ja, dieses Jahr will ich bei den Tourenwagen gewinnen», sagt Schnellmann, der schon fünf Mal Gesamtzweiter wurde.
Ob Schnellmanns Plan aufgeht, hängt in erster Linie an seinem Gefährt. Und daran, ob die Updates das bringen, was er sich erwünscht. Mit Helftec Engineering hat sich Schnellmann einen neuen technischen Partner angelacht. Wobei man motorenseitig eher einen Schritt zurück, als einen nach vorne gemacht hat. «In Sachen Leistung liegen wir immer noch bei 830 PS», meint Schnellmann. «Aber wir haben das Drehmoment ca. 100 Newtonmeter heruntergefahren.» Damit sollen Kolben, Pleuel und Kurbelwellen «geschont» werden.
Neu verfügt der Mitsubishi auch über eine bei Helftec überarbeitete Schaltung. Diese ist deutlich schneller als die bisherige. «Der Schaltvorgang dauert nur noch einen Drittel der Zeit, den er vorher beansprucht hatte», erklärt Schnellmann. Und auch die Probleme mit der Thermik sollten aussortiert sein. Dort setzt das Team rund um den Wangner neu auf eine elektrische Wasserpumpe.
Die grösste Veränderung ist optisch sichtbar. Der Mitsubishi, der schon vorher ganz schön breit war, ist noch breiter geworden. Zumindest vorne. Zwölf Zentimeter ist er auf der Vorderachse in die Breite gewachsen – sechs auf jeder Seite. Verkleidet wird die Front mit einem neuen, runderen Bodykit. «Wir wollten mehr Grip auf die Vorderachse kriegen, weil wir tendenziell hinten immer zu viel hatten», sagt Schnellmann. Ob das Experiment gelungen ist, wird sich zeigen. Um vorne mehr Grip zu haben, musste nicht nur die Achse neu geschweisst werden, es brauchte auch eine neue Antriebswelle. «Nur der Stabi ist noch original – hoffen wir, dass es funktioniert.»
Ob Schnellmann zum ersten Mal den Schweizer Meistertitel bei den Tourenwagen holen wird, hängt aber nicht nur von der Technik ab. Die Konkurrenz schläft nicht. «Mit Danny Krieg und Thomas Kessler habe ich schon mal zwei sehr starke Konkurrenten. Und dann werden wir sehen, was aus der Interswiss und der SuperSérie am Start steht. Ich hoffe sehr, dass wir ein paar spannende Kämpfe um die vorderen Positionen erleben werden.»
Ein besonderes Dankeschön richtet Schnellmann an sein Team. Ohne «seine Mannschaft» sei der Aufwand, den man betreibe, gar nicht erst möglich. «Es ist nicht selbstverständlich, was dieses Team alles leistet. Und es war nicht einfach die Motivation 2025 aufrecht zu halten. Aber wir haben es geschafft. Und wir freuen uns auf die neue Saison.» Wir auch, lieber Roger…
Mit Samuel Ifrid, Max Kammerlander, Levi Arn und Georgiy Zasov haben vier Fahrer aus der letztjährigen autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in den Automobilrennsport gewechselt. Mit Diego Gama (17) kommt ein weiterer dazu.
Im Vorjahr fuhr Diego Gama noch bei UBIQ Racing mit Samuel Ifrid und Max Kammerlander in der X30 Challenge Switzerland. Dieses Jahr haben nicht nur seine ehemaligen Teamkollegen in den Automobilrennsport gewechselt, genauer gesagt in die Formel 4, auch Gama hat sein Kart gegen ein Auto «eingetauscht». Der 17-Jährige aus Meyrin bestreitet dieses Jahr in Deutschland den BMW 318ti Cup. Sechs Rennen wird Gama im Rahmen dieser Serie bestreiten – los geht es Ende März auf dem Hockenheimring. Dort hat Gama erst kürzlich seine ersten Testfahrten absolviert.
«Meine ersten Tests mit dem Team Cerny Motorsport sind sehr gut verlaufen. Mein Ziel für diese Saison ist es, mich stetig zu verbessern und mich an das Auto zu gewöhnen, dessen Fahrverhalten sich stark vom Kartfahren unterscheidet. Wir haben uns bewusst für diese Kategorie entschieden, weil sie einen «Grassroot»-Charakter hat, erschwinglich ist und der Fahrer den Unterschied ausmachen kann.»
Das Kartfahren (wettbewerbsmässig) aufzugeben, ist Gama nicht leicht gefallen. «Ich werde die Atmosphäre der Schweizer Meisterschaft sehr vermissen», sagt Diego. «Ich hatte aber das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt war, um einen neuen Schritt in meiner Karriere zu machen.»
Gamas Teamchef Florian Sternkopf, der gleichzeitig auch Serienbetreiber ist, hat auf Anfrage von Auto Sport Schweiz die Eckpfeiler der Serie wie folgt umrissen: «Bei uns darf man ab 15 Jahren fahren. Wir veranstalten pro Rennwochenende zwei 2 Rennen – jeweils mit einem Pflichtboxenstopp. Bei diesem kann man einen Fahrerwechsel machen. So sah es zumindest das ursprüngliche Konzept vor. Dadurch können sich zwei Fahrer ein Auto teilen, was Kosten spart, aber auch die Fahrzeit halbiert. Die Kosten für eine Saison variieren. Es gibt günstige Lösungen mit einfachen Verhältnissen, wo man für 40‘000.- Euro ein komplettes Auto für eine Saison mieten kann. Dann gibt es aber auch die Topteams, die mit grossen Trucks, Hospitalities, Coaches, Datenanalyse usw. arbeiten. Da kostet so eine Saison dann sicherlich 60‘000 bis 70‘000 Euro.»
Wer mehr über den BMW 318ti Cup erfahren will, klickt auf www.dmv-bmw318ticup.de
Am vergangenen Wochenende hat nicht nur der Schweizer Nachwuchs im spanischen Aragón Pokale gesammelt, auch Routinier Mathias Schläppi liess es beim Auftakt im Deutschen Rallye Cup krachen.
Die Formel-4-Winterserie hat im Spanischen Aragón ihren vierten Lauf ausgetragen. Mittendrin vier Schweizer Nachwuchsfahrer respektive -fahrerinnen. Bester Schweizer war – über die drei Rennen gesehen – Levi Arn. Der Solothurner, im Vorjahr Schweizer KZ2-Meister, belegte die Plätze 11, 6 und 6. In der Rookie-Wertung durfte der Fahrer aus dem Team Jenzer Motorsport zwei Mal als Dritter aufs Podium steigen. Wiederum stark auch die Leistung von Samuel Ifrid. Der ehemalige Kartpilot wurde im zweiten Rennen Gesamtfünfter und Zweiter bei den Rookies. Nach vier der fünf Veranstaltungen auf der iberischen Halbinsel liegt Ifrid mit 121 Punkten sensationell auf Gesamtrang 2 bei den Neulingen. Auch Arn ist in der Rooke-Wertung als Sechster gut dabei. Einen Punkt gab es auch für Chiara Bättig. Die Red-Bull-Juniorin aus dem Team Campos wurde im dritten Lauf Zehnte – und war am Wochenende zwei Mal «best female driver». Für Max Kammerlander, Teamkollege von Ifrid bei Cram Motorsport, endeten die Rennen in Aragón auf den Plätzen 25, 25 und 23.
Knapp am Podest vorbei schrammte Kart-Pilot Alexis Genolet im Championnat de Ligue Rhône-Alpes bei den X30-Senioren. Der Genfer musste sich nach der Pole-Position mit Rang 4 begnügen, hatte im Rennen allerdings auch keine leichte Aufgabe. Die am Ende vor ihm liegenden Fahrer fuhren alle für dasselbe Team… «Trotzdem war es eine gute Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaft und die FIA Academy», meinte Genolet.
Den Einstand nach Mass feierte am Wochenende Mathias Schläppi beim Deutschen Rallye Cup. Beim ersten Aufeinandertreffen in Kempenich wiederholte der Berner Oberländer seinen Vorjahressieg. Wie bei seiner DRC-Premiere 2025 fuhr er auch diesmal mit seinem Co-Piloten Markus Kubiak im Peugeot 208 R2 zum Sieg in der Klasse NC2 und übernahm damit die Führung im Ravenol DRC. Voraussetzung dafür war nicht allein der Klassensieg, sondern auch, dass er dabei die meisten Klassengegner und somit die höchste Punktzahl erreicht hatte. «Kempenich war für mich bekanntes Terrain, dadurch konnte ich eine gute Pace gehen. Zudem haben wir mit verschiedenen Reifenmischungen experimentiert», erläutert Schläppi. «Es stärkt das Selbstbewusstsein, vorne zu liegen, aber abgerechnet wird erst ganz am Schluss.»
Mathias Schläppi (49) wird auch dieses Jahr im Deutschen Rallye Cup an den Start gehen. Los geht die Saison am kommenden Sonntag – mit der Rallye Kempenich.
Der kleine Löwe brüllt wieder: Auch in diesem Jahr vertraut Mathias Schläppi auf den bewährten Peugeot 208 R2. Der schnelle Franzose in der Klasse NC3 – traditionell eine der am stärksten besetzten Kategorien – wurde über den Winter in den heimischen Hallen in Meiringen akribisch revidiert. «Wir wissen den Erfolg aus dem letzten Jahr richtig einzuordnen. Das war eine steile Lernkurve, die am Ende mit Gesamtrang 3 belohnt wurde», blickt Schläppi zurück. «Jetzt müssen wir dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben: einen Top-Job abliefern – im Cockpit und im Service-Park.»
Der Startschuss für den Deutschen Rallye Cup fällt am kommenden Sonntag, 8. März, bei der Rallye Kempenich. Die schlammig-staubigen Eifel-Pisten unweit des Nürburgrings wecken beste Erinnerungen, übernahm Schläppi dort doch im vergangenen Jahr mit einem Klassensieg direkt die Meisterschaftsführung. «Die Rallye bietet schöne, abwechslungsreiche Prüfungen – genau das richtige Terrain für unseren Peugeot», so der Pilot aus dem Berner Oberland. «Dass dort so viele Teilnehmer und Fans vor Ort sind, macht das Event zum idealen Saisonauftakt. Wir freuen uns darauf, den Peugeot wieder um die Ecken fliegen zu lassen, aber wir gehen die Sache mit dem gewohnt nötigen Respekt an.»
Der Ravenol Deutsche Rallye Cup gilt als die «zweite Liga» im deutschen Rallyesport und besticht durch ein kompaktes wie spannendes Format. Insgesamt 13 Läufe stehen im Kalender, von denen die besten sieben Ergebnisse sowie der entscheidende Endlauf mit doppelter Punktewertung in die Wertung einfliessen. Schläppi findet für die Meisterschaft erneut lobende Worte: «Der Deutsche Rallye Cup ist von Grund auf gut organisiert: Kurzweilige Ein-Tages-Events mit hohem Fahranteil – unternehmerfreundlich und echter Graswurzel-Charme. Das macht riesigen Spass.»
Um die unterschiedlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland zu bewältigen, setzt Schläppi auf ein bewährtes Team auf dem Beifahrersitz. Mit Dominique Juplé aus Bauma (ZH) und dem Deutschen Markus Kubiak kehren zwei bekannte Co-Piloten ins Cockpit zurück. Ein dritter Beifahrer neben Schläppi ist derzeit noch vakant – die Entscheidung hierüber wird in Kürze fallen.
Neben dem eigenen Engagement mit dem R2 plant das Schläppi Rallye Team erneut strategische Doppeleinsätze. Bei ausgewählten Läufen wird zusätzlich ein topaktueller Peugeot 208 Rally4 an den Start gebracht. Dieses Fahrzeug bietet ambitionierten Nachwuchspiloten wie Gentlemen-Fahrern die perfekte Plattform. Für einige Events stehen noch Kapazitäten zur Verfügung. «Wir bieten hier ein Full-Service-Paket an. Interessenten, die in einem professionellen Umfeld im DRC angreifen wollen, können sich gerne bei uns melden», ergänzt Schläppi.
In drei Wochen beginnt mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft. Noch ist die Einschreibefrist nicht abgelaufen. Aber es ist gut denkbar, dass ein alter Bekannter 2026 den Ton beim Saisonauftakt angeben wird.
In exakt drei Wochen beginnt die 47. Ausgabe des Critérium Jurassien. Wer sich noch einschreiben will, kann das bis am kommenden Mittwoch, 11. März, machen – unter diesem Link. Man darf jedenfalls gespannt sein, wer im Jura (mit dem neuen Servicepark in Moutier) alles am Start steht. Als Favorit geht ein alter Bekannter ins Rennen: Jonathan Hirschi. Der Neuenburger hat gegenüber ASS bestätigt, dass er im Jura fahren wird. Auch bei der Rallye du Chablais wird der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 versuchen, seinen Sieg von 2023 zu wiederholen. Im Vorjahr musste Hirschi nach einem Unfall die Segel streichen. Ob der Citroën-Pilot danach auch die restlichen drei Läufe zur Rallye-SM bestreiten wird, ist noch offen. «Ich werde von Rallye zu Rallye entscheiden», sagt Hirschi. «Ausserdem möchte ich auch noch zwei, drei Rallyes in Frankreich absolvieren.»
Falls Hirschi die komplette Meisterschaft bestreitet, wird es für die Konkurrenz schwierig werden, ihn am dritten Titel zu hindern. Allen voran für das amtierende Champions-Duo Mike Coppens/Christophe Roux, das sich nicht für den Saisonauftakt im Jura eingeschrieben hat. Aus budgetären Gründen liegt der Fokus bei Coppens auf den beiden Klassikern, der Rallye du Chablais und der Rallye du Valais.
Damit rückt, was den ersten Verfolger betrifft, ein anderer in den Fokus: der 25-jährige Thibault Maret. Der Walliser hat andeuten lassen, dass er – vorausgesetzt die finanziellen Möglichkeiten lassen es zu – die komplette Schweizer Meisterschaft bestreiten will. Maret, der 2026 neu auf einem Citroën C3 Rally2 fahren wird, wurde 2023 Fünfter der Schweizer Rallye-Meisterschaft, 2024 Dritter und 2025 Vierter. Noch wartet Maret auf seinen ersten Sieg. 2025 ist er bei der Rallye du Chablais Zweiter und bei der RIV Dritter geworden.
Einer, der ebenfalls weiss, wie man es fliegen lässt, ist Nicolas Lathion. Der 35-Jähriges aus Charrat (VS) hat durchblicken lassen, dass er die ersten drei Rallyes absolvieren wird – und danach Bestandesaufnahme in Bezug auf die finanziellen Mittel und die Meisterschaftsposition macht. Auch der Vorjahreszweite Yoan Loeffler (28) würde gerne eine weitere komplette CH-Meisterschaft bestreiten, muss aber wie die Konkurrenz schauen, was das Budget zulässt.
Zu den weiteren Kandidaten, die eine ganze Saison planen, zählen Joël Rappaz in seiner Alpine, Gwen Lagrue (im Citroën C3), Jérémie Toedtli (Skoda Fabia) und Stefano Mella, der im Januar bei der Rallye Monte Carlo mit seinem Skoda Fabia Rally2 zum ersten Mal WRC-Luft schnupperte. Und natürlich auch Mathieu Zurkinden. Der Fribourger, der im Vorjahr mit unterlegenem Material sensationell Meisterschaftsdritter wurde, wird sicher auch bei den ersten drei Läufen dabei sein. Danach wird auch er Bestandesaufnahme machen.
Beim im Vorjahr verunglückten Pascal Perroud schwebt ein grosses Fragezeichen über eine mögliche Rückkehr. Perroud würde zu gerne wieder fahren und sagt, er sei zu 95 Prozent wieder in der Form, in der er vor dem Unfall war. «Sich einer zweiten Operation zu unterziehen, war definitiv die richtige Entscheidung», sagt der Waadtländer. «Stand heute weiss ich noch nicht, wann ich zurückkomme, ich hoffe aber, dass ich bald wieder fahren kann.»
2025 Meister im Porsche Sports Cup Suisse – nun wechselt Ethan Ischer in die GT World Challenge zum Team Walkenhorst Motorsport. Dort fährt er einen Aston Martin Vantage GT3.
Mit Philip Ellis (Mercedes), Rolf Ineichen (Ferrari), Alex Fontana (Porsche), Patric Niederhauser (Lamborghini) und Raffaele Marciello (BMW) ist die Schweiz in der diesjährigen GT World Challenge Endurance bereits sehr namhaft vertreten. Nun ist zu diesem Quintett noch ein weiterer Fahrer (und eine sechste Marke) dazugestossen: Neuling Ethan Ischer.
Im Vorjahr überzeugte Ischer im Dienste der Sportec AG von Gregor Burkhard und Marcel Fässler und gewann auf Anhieb den Porsche Sports Cup Suisse. 2026 steigt der junge Mann aus Bavois (VD) nun in die GT World Challenge auf und bestreitet dort für das Team Walkenhorst Motorsport die Endurance-Meisterschaft auf einem Aston Martin Vantage GT3 Evo. Fünf Rennen stehen für den Neuling an. Los geht die Saison am 11./12. April in Le Castellet (FRA).
«Das ist ein grosser Schritt vorwärts in meiner Karriere und eine unglaubliche Chance, auf einer der grössten Bühnen des GT-Rennsports anzutreten», meint Ischer. «Ich bin dem Team sehr dankbar für sein Vertrauen und seinen Glauben an mich. Ich bin bereit, alles zu geben.»
Für den Sprint-Cup, der am 2./3. Mai in Brands Hatch (GBR) beginnt, sind aus Schweizer Sicht bisher gemeldet: Niederhauser, Fontana und Felix Hirsiger (Ferrari).
2025 richtete Auto Sport Schweiz wettbewerbsübergreifend zum zweiten Mal einen Damenpokal aus. Auch dieses Jahr können sich Fahrerinnen oder Navigatorinnen einschreiben. Und zwar bis zum 25. März!
Auto Sport Schweiz richtet dieses Jahr zum dritten Mal nach 2024 und 2025 einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal im Automobilrennsport aus. Dabei spielt es keine Rolle ob gefahren oder navigiert wird – für den Damenpokal von ASS dürfen sich alle Ladies (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen, kostenlos einschreiben. Die Auswertung erfolgt über ein eigens entworfenes Punktesystem. Wie im Vorjahr wird ASS auch 2026 bei «Halbzeit» einen Zwischenstand veröffentlichen.
Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.
Die Einschreibung erfolgt bis 25. März mit dem angehängten Formular. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und stehen Ihnen bei Fragen oder Unklarheiten gerne zur Verfügung.
Die bisherigen Siegerinnen des Damenpokals:
2024, Vanessa Zenklusen
2025, Franziska Maissen
Daran muss man sich zuerst gewöhnen: Emil Frey Racing geht 2026 mit zwei Ferrari 296 GT3 Evo in der DTM und der GTWC Sprint an den Start – einer davon ganz in Pink!
Mit Beginn der neuen Saison prägen das weltweit bekannte BWT-Pink und das markante Windhager-Rot im Zeichen der gemeinsamen Mission «For You and Planet Blue» das Erscheinungsbild des neuen Emil-Frey-Ferrari mit der #14. Sportlich schlägt Emil Frey Racing ebenfalls ein neues Kapitel auf: Nachdem Jack Aitken nach fünf gemeinsamen Jahren das Team Ende 2025 verlassen hatte, konnte mit dem Italiener Matteo Cairoli ein Fahrer mit grossem Leistungsnachweis als Nachfolger gewonnen werden. Zudem geht das Team mit der neuen Evo-Variante an den Start und tritt mit jeweils zwei Ferrari 296 GT3 Evo sowohl in der DTM als auch in der GT World Challenge Sprint Cup Serie an.
Auf der anderen Seite der Garage von Emil Frey Racing steht der zweite Ferrari mit der Startnummer 69. Am Steuer des Fahrzeugs im Red-Bull-Verstappen-Design sitzt der Niederländer Thierry Vermeulen, der im Rahmen der langjährigen Kooperation mit Verstappen.com Racing antritt, die auch 2026 fortgeführt wird. Nach einer soliden vergangenen Saison mit mehreren Podestplätzen und Pole-Positions geht Vermeulen nun in seine vierte gemeinsame Saison mit dem Team. Ziel ist es, die kontinuierliche Entwicklung und Lernkurve der letzten Jahre fortzusetzen.
Während die DTM-Saison am 25./26. April auf dem Red Bull Ring (AUT) startet, beginnt die neue Saison im GT World Challenge Sprint Cup am 2./3. Mai in Brands Hatch (GBR).
Der Jurassier Grégoire Saucy ist neu Teil des McLaren Driver Development Programme und darf sich für 2027 berechtigte Hoffnungen auf einen Sitz im McLaren-Hypercar machen.
Gute Nachrichten für Grégoire Saucy. Der 26-jähriges aus Bassecourt im Kanton Jura, der bereits eng mit McLaren verbunden ist und in dieser Saison für United Autosports fährt, tritt dem Entwicklungsprogramm des britischen Traditionsrennstalls bei. Und das – man spitze die Ohren – ein Jahr vor dem Start des Hypercar-Programms von McLaren! Für Saucy ist die «Beförderung» eine Bestätigung seiner bisherigen Leistung – und gleichzeitig ein verfrühtes Ostergeschenk. «Ich freue mich sehr, am McLaren Driver Development Programme teilnehmen zu dürfen. Das Programm bietet mir wichtige Unterstützung und vielfältige Möglichkeiten, mich in allen Bereichen als Rennfahrer weiterzuentwickeln. Es ist ein großartiges Umfeld, und ich freue mich darauf, mit dem fantastischen Team von McLaren zusammenzuarbeiten.»
Saucy war 2021 FRECA-Champion und setzte sich u.a. gegen Fahrer wie Isack Hadjar, Franco Colapinto und Gabriel Bortoleto durch. 2025 fuhr Saucy in der WEC am Steuer des McLaren 720S GT3 EVO und wurde zuletzt bei den 24 Stunden von Daytona Vierter in der LMP2. Vor seinem Einstieg in den Langstreckensport sammelte der Jurassier bereits Erfahrungen in der Formel Renault 2.0 und danach in der Formel 4 in Italien (bei Jenzer Motorsport). Anschliessend fuhr er 2019 für das Team R-ace GP in der ADAC Formel-4-Meisterschaft, wobei er in diesem Jahr noch in Italien aktiv war. Bis 2023 fuhr Grégoire Saucy in der Formel 3 bei ART Grand Prix, bevor er sich dem Langstreckensport zuwandte. Anfang 2025 schloss er sich dem Papaya-Team für die Langstrecken-Weltmeisterschaft an.
In dieser Saison wird Grégoire mit United Autosports an der European Le Mans Series teilnehmen. Parallel absolviert er Rennen zur IMSA. Ausserdem wird er im Rahmen des McLaren-Racing-Portfolios Testfahrten absolvieren.
Simona De Silvestro (37) nahm für die italienische Bob-Mannschaft an den Olympischen Winterspielen in Cortina teil. Mit zwei 23. Plätzen war die ehemalige Rennfahrerin nicht ganz zufrieden.
Es gibt nicht viele Beispiele von Profisportlern resp. -sportlerinnen, die erfolgreich ihre Disziplin gewechselt haben. Der Mut, sich in einer anderen Sportart mit den Besten zu messen, ist allein schon bewundernswert. Die Schweizer Rennfahrerin Simona De Silvestro gehört zu den Sportlerinnen, die in einer komplett anderen Disziplin eine zweite Karriere begonnen haben. Vorläufiger Höhepunkt für die gebürtige Thunerin war die Teilnahme an den kürzlich zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen in Cortina (ITA) im Mono- und Zweierbob (siehe auch Link).
«Ich habe immer davon geträumt, bei den Olympischen Spielen mitzumachen. Und ich hatte den Mut, es zu versuchen», sagt De Silvestro, die in Cortina für ihre zweite Heimat Italien gestartet war. Dass der Wechsel von vier Rädern auf vier Kufen kein Spaziergang werden würde, wusste die ehemalige Indy-500-Teilnehmerin. «Sich in einer komplett anderen Sportart zu beweisen, ist nicht einfach. Ich musste lernen ‹richtig› zu laufen. Und ich weiss, dass es diesbezüglich noch viel Raum für Verbesserungen gibt.»
Mit den Resultaten war De Silvestro trotz allen Bemühungen nicht ganz zufrieden. In beiden Disziplinen erreichte sie den 23. Schlussrang. Im Monobob fehlten ihr nach drei Durchgängen 4,1 sec auf die Olympiasiegerin, im Zweierbob betrug der Rückstand auf die Siegerinnen (nach ebenfalls drei Durchgängen) 3,69 sec. «Mal schauen, was die Zukunft bringt», lässt sich De Silvestro für die Zukunft die Türen offen. «Eines ist sicher: Mit etwas Hartnäckigkeit und viel Selbstvertrauen kann man Grosses erreichen.»
Und wer weiss: Vielleicht nimmt sich Simona ja auch an Aleksander Shalamanov ein Beispiel und sucht sich noch eine weitere Herausforderung. Der Bulgare nahm 1960 als 19-Jähriger in Slalom, Riesenslalom und Abfahrt an den Olympischen Winterspielen teil. Vier Jahre später war er an den Sommerspielen Mitglied des olympischen Volleyballteams. Und 1966 und 1970 stand er im Aufgebot der Bulgaren für die Fussball-WM…
Jérémy Siffert, der Enkel der Schweizer Motorsportlegende Jo Siffert, startet in diesem Jahr mit Gebhardt Motorsport in der US-Amerikanischen IMSA VP Racing SportsCar Championship.
Beim Saisonauftakt im Januar in Daytona beendete der Jérémy Siffert (22) beide Rennen auf dem siebten Platz in der LMP3-Klasse. An diesem Wochenende steht der Fribourger zum zweiten Mal im Einsatz – und das im selben Gulf-Design wie einst sein berühmter Grossvater.
Dein Vater war Rennfahrer und dein Grossvater ist die Motorsportlegende Jo Siffert – war dein Weg in den Rennsport bereits vorgezeichnet? Und wie hast du schliesslich den Sprung in den Sport geschafft?
Jérémy Siffert: Ja, ich wurde sicherlich davon beeinflusst, was meine Familie bereits im Motorsport erreicht hatte, und das hat mich natürlich schon in jungen Jahren dazu gebracht, denselben Weg einzuschlagen. Wie viele andere Fahrer haben mein Vater und ich mit dem Kartfahren angefangen, was eine fantastische Schule war, um die Grundlagen des Fahrens zu erlernen.
Nachdem du im letzten Jahr mehrere Rennen für Gebhardt Motorsport absolviert hast, startest du nun mit dem Team in deiner ersten kompletten Saison im LMP3-Auto – wie fühlt sich das an?
Es ist mir eine grosse Ehre, in der Saison 2026 mit Gebhardt Motorsport im LMP3 anzutreten. Das Team hat grosse Ambitionen, was ich sehr schätze, und ich freue mich sehr, es in diesem Jahr zu vertreten und mein Bestes zu geben, um das Team zu unterstützen.
Du wirst an allen Sprint-Wochenenden der IMSA VP Racing SportsCar Challenge in den USA teilnehmen – wie kam es dazu, da ursprünglich ein anderes Programm geplant war?
Wir hatten ursprünglich geplant, am Endurance Cup teilzunehmen, aber aufgrund einer Programmänderung werde ich letztendlich an den Sprintrennen teilnehmen. Ich freue mich auch sehr darauf, im Sprintformat zu fahren, da ich glaube, dass ich dadurch lernen werde, in Rennsituationen etwas aggressiver zu sein.
Dein Großvater Jo Siffert hat in den USA die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring gewonnen – spürst du dort ein besonderes Interesse an deiner Person und macht das die Teilnahme an Rennen in den USA für dich noch besonderer?
Natürlich sind diese Rennstrecken für mich etwas Besonderes, weil mein Grossvater dort Siege errungen hat. Ich freue mich, auf denselben Strecken zu fahren, aber ich versuche mich dennoch hauptsächlich darauf zu konzentrieren, das Auto kennenzulernen und meine Leistung zu verbessern.
Zu Ehren von Jo Siffert wird dein Duqueine D08 auch in den Farben von Gulf Racing an den Start gehen – wie gefällt dir das Design?
Ich finde das Design grossartig und es ist eine schöne Hommage an meinen Grossvater, der einen bedeutenden Teil seiner Karriere in diesen Farben verbracht hat.
Auch dieses Jahr wird im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft ein Junioren-Championat ausgetragen. Wer daran teilnehmen will, kann sich bis 20. März einschreiben.
Was haben Kim Daldini, Aurélien Devanthéry, Nicolas Lathion und Jonathan Michellod gemeinsam? Sie sind nicht nur schnelle Rallye-Piloten, sie haben allesamt die Schweizer Rallye-Meisterschaft bei den Junioren gewonnen. Bereits 13 Mal wurde im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft auch ein Junior-Titel vergeben (siehe unten). Diese Tradition wird auch 2026 fortgesetzt.
Alle Fahrer, die im Besitze einer NAT- oder INTLizenz von Auto Sport Schweiz sind und sich mittels offiziellem Einschreibeformular angemeldet haben, werden automatisch für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden nicht älter als 25 Jahre sein dürfen (Jahr in dem Sie das 25. Altersjahr erreichen). Fahrer respektive Fahrerinnen, die in der Disziplin Rallye über eine Nationale und/oder Internationale Priorität verfügen, sind für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior nicht zugelassen.
Für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior werden Fahrzeuge der Klassen RC3 bis RC8, sowie die Fahrzeuge der Klassen RC9 und RC10 bis 2000 cm3 zugelassen, die Letztgenannten ausschliesslich mit Zweiradantrieb.
Das Schlussklassement der Meisterschaft wird aufgrund des höchsten Punktetotals erstellt (alle Klassen zusammengefasst). Um im Schlussklassement berücksichtigt zu werden, muss ein Fahrer respektive eine Fahrerin an mindestens drei für die Meisterschaft zählenden Veranstaltungen teilgenommen haben. Die Anzahl der gewerteten Resultate beträgt das Total weniger zwei (es werden also nur die vier besten Ergebnisse gewertet).
Im Sinne der Nachwuchsförderung wird dem Sieger für das darauffolgende Jahr die Lizenz von ASS offeriert. Die Top 3 der Schweizer Meisterschaft Rallye Junior werden am Ende des Jahres beim «Dîner des Champions» offiziell ausgezeichnet.
Die bisherigen Junioren-Meister:
2025, Josué Galeuchet/Lea Crelier, Peugeot 206
2024, Gauthier Hotz/Romain Gauch, Peugeot 208 Rally4
2023, Jérémy Michellod/Grégory Maître, Citroën C2 R2
2022, Guillaume Girolamo/Benjamin Bétrisey, Renault Clio RSR Rally5
2021, Jérémie Toedtli/Julie Faure, Renault Clio RSR Rally5
2020, keine Meisterschaft wegen der Pandemie
2019, Jonathan Michellod/Stéphane Fellay, Peugeot 208 R2
2018, Thomas Schmid/Quentin Marchand & Cornel Frigoli, Peugeot 208 R2
2017, Nicolas Lathion/Gaëtan Lathion, Peugeot 208 R2
2016, Aurélien Devanthéry/Michael Volluz, Peugeot 208 R2
2015, Cédric Althaus/Jessica Bayard, Peugeot 208 R2
2014, Simon Rossel/Thibaud Rossel, Renault Twingo R1
2013, Kim Daldini/Giorgia Gaspari, Renault Twingo R1
2012, Thomas Joris/Stéphane Fellay, Renault Twingo R1
Die Veranstaltersitzungen Automobil finden im Vorfeld der Saison 2026 wie folgt statt:
Veranstalter-Treffen Romandie: Dienstag, 10. März 2026, 19.00 Uhr, Region Fribourg
Veranstalter-Treffen Deutschschweiz: Mittwoch, 25. März 2026, 19.00 Uhr, Region Egerkingen
Die detaillierten Informationen mit den Angaben zur definitiven Örtlichkeit sowie den entsprechenden Anmeldemodalitäten werden in den kommenden Tagen an die Veranstalter verschickt. Pro Veranstalter sind 2 Vertreter für die Teilnahme an diesen Sitzungen vorgesehen.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Robin Faustini (28) hat seinen Traum von der Berg-EM nach hinten verschoben. Der amtierende Schweizer Berg-Champion wird auch dieses Jahr um den Titel in der Schweizer Meisterschaft fahren.
Robins Faustinis Siegesserie ist fast schon unheimlich. Nimmt man das Saisonfinale von anno dazumal dazu, hat der Aargauer seit Les Paccots 2023 jedes Rennen gewonnen, an dem er in der Berg-SM teilgenommen hat. Oder anders formuliert: Seit 15 Rennen ist Faustini ungeschlagen. Ob diese Serie weitergeht, hängt in erster Linie an der Konkurrenz. Beweisen muss der Mann mit seinem hellblau-pinken Nova NP01 Emap niemandem mehr etwas. Trotzdem will er natürlich weitere Siege und Rekorde erringen. Der dritte Titel in Serie winkt.
Du hast dein Meister-Auto nach Saisonschluss 2025 zum Verkauf angeboten. Mit dem Ziel, ein Neues zu kaufen, mit dem du in der Berg-Europameisterschaft angreifen kannst. Diesen Plan hast du ad acta gelegt, richtig?
Robin Faustini: Ja, das stimmt so. Es gab Interessenten, aber deren Preisvorstellungen haben nicht mit unseren übereingestimmt. Deshalb haben wir uns letztendlich dafür entschlossen, das Auto zu behalten.
Das heisst, du fährst auch 2026 in der Schweizer Berg-Meisterschaft?
Exakt. Das ist der Plan. Und ich freue mich sehr darauf. Natürlich hätten wir im Hinblick auf 2027 ein paar Franken sparen können. Aber ich möchte lieber fahren statt pausieren.
Das heisst, der Plan, europäisch zu fahren, ist aufgeschoben, nicht aufgehoben?
Ja, richtig. Ich bin eins mit diesem Auto. Also gibt es für uns auch die Möglichkeit, das Auto für 2027 EM-tauglich zu machen.
Das würde bedeuten?
Wir müssten das Gewicht erhöhen (auf 590 kg, d. Red.), den Motor mit einem Restriktor versehen und den von der FIA auf diese Saison geforderten Überrollbügel einbauen. Das allein kostet rund 40'000 Franken.
Du hast die vergangenen zwei Jahre in der Schweiz alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Wie motivierst du dich für eine weitere Saison?
Ich rechne damit, dass die Konkurrenz näher kommt. Das ist schon mal ein Ansporn. Dann will ich natürlich den Titel wieder gewinnen. Und noch viel mehr würde ich zu gerne den Rekord in Les Rangiers schlagen. Das geht aber nur unter perfekten Bedingungen. Aber dafür brenne ich.
Was sagst du zur Rückkehr von Eric Berguerand?
Ich kenne Eric seit 2010/2011. Damals bin ich noch gar nicht selber gefahren. Er ist ein absoluter Sympathieträger und ein Riesen-Talent. Ich hatte immer einen guten Austausch mit ihm und habe immer zu ihm hochgeschaut. Dass er zurückkommt, war eine der schönsten Nachrichten in der jüngsten Vergangenheit.
Was traust du ihm zu?
Wer ihn kennt, der weiss, dass er immer ans Limit geht. Ich behaupte, dass er bei allen Rennen das Zeug dazu hat, in die Top 3 zu fahren.
Und wieder ein Rennwochenende mit Schweizer Podestplätzen: Diesmal überragten Edo Mortara und Sébastien Buemi in der Formel E, Raffaele Marciello in Bathurst und Samuel Ifrid bei der Formel 4 in Valencia.
Das Schweizer Formel-E-Trio reitet weiter auf einer Erfolgswelle. Beim ersten Doppellauf des Jahres in Jeddah/Saudi-Arabien gab es wieder zwei Podestplätze zu feiern. Diesmal standen Edoardo Mortara im ersten Rennen und Sébastien Buemi im zweiten Rennen jeweils als Zweiter auf dem Podium. Dank Rang 4 im zweiten Durchgang ist Mortara in der Gesamtwertung auf den zweiten Zwischenrang vorgestossen. Der Genfer liegt nach fünf Läufen nur sechs Punkte hinter Leader und Jeddah-Sieger Pascal Wehrlein und unterstrich mit zwei Pole-Positions seine zurzeit ausgezeichnete Form. Buemi holte als Siebter im ersten Rennen bereits Punkte und liegt in der Meisterschaft auf dem neunten Zwischenrang.
Bei Nico Müller hinterliess das Rennen in der Wüste gemischte Gefühle. Im ersten Rennen verpasste er als Vierter nur knapp das Podium. Von Platz 7 gestartet nutzte der Schweizer Werksfahrer in der Schlussphase seinen Attack-Mode, um Boden gutzumachen. Im Ziel betrug sein Rückstand auf den Drittplatzierten 1,6 Sekunden. Im zweiten Rennen wurde er aufgrund einiger Probleme, die schon im Qualifying begannen, leider nur 16. In der Gesamtwertung liegt Müller auf Rang 6. In Jeddah wurde erstmals in dieser Saison nebenbei bemerkt der «Pit Boost» verwendet. Beim ersten Doppelrennen der Saison war das Nachladen für alle Fahrer verpflichtend – ein zusätzliches rennstrategisches Element.
Wie schon zuletzt in Portimão war auch in Valencia Samuel Ifrid (Cram Motorsport) der erfolgreichste Schweizer Formel-4-Pilot im Rahmen der Winterserie. Ifrid, 2025 noch Vize-Champion in der X30 mit dem Team UBIQ Racing, überzeugte mit zwei elften und einem achten Rang. Im dritten Rennen gewann Ifrid sogar die Rookie-Wertung – vor dem Gesamtführenden McLaren-Schützling Dries van Langendonck. «Hätte ich im zweiten Rennen nicht beim Start meinen Startplatz schräg eingenommen, wäre auch in diesem Rennen noch mehr möglich gewesen», meinte Ifrid. Die Top-Platzierungen der restlichen Schweizer: Levi Arn (Jenzer Motorsport, 13.), Chiara Bättig (16.), Maximilian Kammerlander (18.) und Georgiy Zasov (Jenzer Motorsport, 25.).
Einen Schweizer Podestplatz gab es auch bei den 12h von Bathurst. BMW-Werkspilot Raffaele Marciello sicherte sich mit seinen beiden Teamkollegen Valentino Rossi und Augusto Farfus Platz 3. Zweitbester Schweizer war Ricardo Feller im EBM-Porsche. Der gebürtige Aargauer musste nach einer Disqualifikation im Quali von ganz hinten starten. Nicht im Ziel war Philip Ellis (Mercedes) und Alex Fontana (Porsche). In beiden Fällen crashte einer der Teamkollegen.
Auch in der GT Series in Valencia gab es einen Schweizer Podestplatz: Alain Valente fuhr für das Haupt Racing Team in Rennen 1 auf Platz 3. Und in Indien gewann Fabienne Wohlwend den vierten Lauf zum Indian Racing Festival in Goa.
Der Suzuki Swiss Racing Cup wird auch in diesem Jahr im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft an den Start gehen. Acht Autos sind bereits fix. Dank Doppelstartern ist ein Feld von mindestens zwölf Fahrern garantiert.
Im vergangenen Jahr ist der Suzuki Swiss Racing Cup zum ersten Mal ohne Werksunterstützung angetreten. Unter privater Leitung von Christian Zimmermann hat man die Premierensaison sehr solide über die Runden gebracht. Und auch in diesem Jahr wird der Suzuki Swiss Racing Cup an den Start gehen. «Wir haben Stand heute die Zusage von acht Autos», sagt Zimmermann. «Dank den Doppelstartern kommen wir auf zwölf Fahrer. Vielleicht kommt noch der eine oder andere dazu. Aber ich habe immer gesagt. Wenn wir zu zehnt sind, dann führen die Meisterschaft durch.»
Anmelden kann man sich über die Suzuki-Webseite. Freie Autos gäbe es (aus dem bisherigen Cup-Fundus) keine mehr. Wer also neu einsteigen will, muss sich auf dem Occasions-Markt nach einem Suzuki Swift Sport umschauen. Oder nach einem älteren Swift Sport. Denn seit letzter Saison dürfen auch Modelle mit Turbolader und ohne Mildhybrid-Antrieb an den Start gehen.
Die 160 PS starken Fahrzeuge im SSRC sind nahezu im Serienzustand. Erlaubt sind der Einbau eines Sportfahrwerks (Kostenpunkt ca. 1200 Franken) sowie Anpassungen an Sturz und Spur der Vorderachse. Der Clou dieses Markenpokals: Am Wochenende kann sich mit dem «Swifter» auf der Rennstrecke austoben, am Montagmorgen fährt man mit demselben Auto zur Arbeit…
Auf dem Programm des SSRC stehen auch dieses Jahr neun Rennen. Gefahren wird im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft; das heisst in Frauenfeld, Bière, Ambri, Bure und Chamblon. Wobei zu den Doppelläufen in Bière und Ambri der SSRC auch in Frauenfeld und Chamblon je zwei Läufe austragen.
Auch der Titelverteidiger Rico Thomann wird 2026 wieder am Start stehen. Für Spannung ist also garantiert. Wer also auch gerne am Suzuki-Cup 2026 teilnehmen möchte, kann sich bei Serienbetreiber Christian Zimmermann erkundigen: chrigi@waerchstatt77.ch
Am Wochenende findet das 12-Stunden-Rennen in Bathurst (AUS) statt. Das Rennen am «Mount Panorama» bildet auch 2026 den Auftakt der IGTC – mit dabei auch potenzielle Schweizer Siegkandidaten.
Es ist eine der spektakulärsten Rennstrecken der Welt – wer schon einmal dort gewesen ist, kann das bestätigen. Wer schon einmal selber die 6,2 Kilometer lange Strecke abfahren durfte, der wird das erst recht nicht anzweifeln. Am kommenden Wochenende findet eine nächste Ausgabe der 12h am Mount Panorama statt. Und auch dieses Jahr sind einige Schweizer am Start. Weil es noch nie einem Schweizer gelang, Down Under zu gewinnen, sind die Erwartungen umso grösser. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr.
Zu den drei Schweizer Pro-Fahrern, die um den Sieg fahren, gehören:
#6, Philip Ellis/Jayden Ojeda/Fabian Schiller, Mercedes-AMG GT3
#46, Raffaele Marciello/Valentino Rossi/Augusto Farfus, BMW M4 GT3 Evo
#61, Ricardo Feller/Klaus Bachler/Laurin Heinrich, Porsche 911 GT3 R (992)
In der Kat. Pro fährt ausserdem mit Schweizer Lizenz:
#95, Marvin Kirchhöfer/Ben Barnicoat/Garnet Patterson, McLaren 720S GT3 Evo
Und auch in der Kategorie Bronze ist die Schweiz vertreten – mit:
#79, Alex Fontana/Fabio Babini/Daniel Gaunt/Johannes Zelger - Porsche 911 GT3 R
Los geht das Rennen am Samstag, 14.2., Ortszeit um 19:45 Uhr (MEZ 9:45 Uhr). Wir drücken unseren Fahrern die Daumen!
Sie testete für Sauber, absolvierte mehrmals das Indy 500 und schrieb in der Formel E Geschichte. Nun startet Simona De Silvestro für Italien bei den Olympischen Winterspielen in Cortina. Ihr erster Einsatz: am Sonntag, 15. Februar.
Olympische Spiele und Motorsport haben für gewöhnlich nicht viel gemeinsam. Bei den Winterspielen in Cortina/Mailand ist das für einmal ein klein wenig anders. Mit Simona De Silvestro steht eine ehemalige Schweizer Autorennfahrerin am Start. Ab Sonntag, 15. Februar, im Monobob und ab Freitag, 20. Februar, im Zweierbob.
Wie wir bereits im ASS-Magazin 01/2024 angekündigt haben, hat De Silvestro vor rund drei Jahren die Seiten gewechselt und von vier Rädern auf vier Kufen umgestellt. «Ich habe immer von Olympia geträumt – schon als Kind», sagt die heute 37-Jährige. 2023 wurden ihre Pläne dann konkret(er). Die ersten Bob-Versuche machte de Silvestro noch im Umfeld des Schweizer Nachwuchs’, ehe sie als Doppelbürgerin zum italienischen Verband wechselte. Für De Silvestro war es einerseits eine emotionale Wahl. Die Familie ihres Vaters Pierre Luigi stammt aus der Nähe von Cortina. Anderseits hatte Italien im Frauen-Bob noch einen Startplatz offen.
Der Wechsel vom Rennwagen in den Bob war für De Silvestro eine neue Herausforderung. Obwohl es zahlreiche Parallelen zwischen Motorsport und Bob gibt. Hohe g-Kräfte, Präzision, Mut und Technikgefühl sind in beiden Disziplinen elementar. Die grösste Umstellung stellen für Simona nach wie vor die Starts dar. «Ich bin in meinem Leben zuvor noch nie gesprintet», sagt die ehemalige IndyCar-Pilotin. «Schnellkrafttraining stand nie auf meiner Agenda.»
Im Rennsport blickt De Silvestro auf eine aus Schweizer Sicht einzigartige Karriere zurück. Die inzwischen in Seelisberg wohnhafte und in Thun geborene Rennfahrerin nahm mehrfach am legendären Indy 500 teil, schrieb Geschichte als erste Frau mit WM-Punkten in der Formel E und absolvierte für das Team Sauber Testfahrten in der Formel 1.
Medaillenchancen rechnet sich De Silvestro in ihrer zweiten Heimat nicht aus. Im diesjährigen Weltcup war ihre beste Platzierung ein 15. Rang im Monobob und ein 17. im Zweierbob. Doch De Silvestro hat sich einen Traum erfüllt. Und auch wenn die Floskel «Dabeisein ist alles» abgedroschen ist und es schon im alten Athen nur ums Siegen ging, geht es für De Silvestro in Cortina in erster Linie ums «Dabeisein».
Schweizer Fahrer und Schweizer Teams haben beim Finale der Asian Le Mans Series in Abu Dhabi ihre Top-Ausgangspositionen genutzt und gleich mehrere Titel geholt!
Bei den Teams waren Kessel Racing und CLX Motorsport erfolgreich. Bei den Fahrern durften Louis Delétraz und Kevin Rabin jubeln. So erfolgreich wie dieses Jahr waren die Schweizer in der Asian Le Mans Series noch nie. «Mister LMP2» Louis Delétraz hat beim Finale in Abu Dhabi schon im ersten Rennen (fast) alles klar gemacht. Mit dem dritten Saisonsieg hintereinander lag der Genfer mit seinen beiden Teamkollegen Malthe Jakobsen aus Dänemark und George Kurtz aus den USA vor dem letzten Rennen mit 25 Punkten in Führung. Nur ein Sieg des direkten Verfolgers Cetilar Racing (mit u.a. Ferrari-Werksfahrer Antonio Fuoco) und ein gleichzeitiger Nuller von Delétraz hätte die Meisterschaft noch einmal auf den Kopf gestellt. Doch dazu kam es nicht. Mit einem achten Rang sicherte sich der Schweizer Cadillac-Werksfahrer einen weiteren LMP2-Titel. Der Sieg im zweiten Rennen ging an den mit französischer Lizenz fahrenden Mathias Beche.
In der LMP3 gab es aus Schweizer Sicht gleich doppelten Grund zur Freude. Das Team CLX von Patrick Barbier and Alexandre Coigny sicherten sich in Abu Dhabi nicht nur einen weiteren Laufsieg, sondern auch gleich die Teamwertung. Und das trotz eines Ausfalls im zweiten Lauf. Mehr noch: Mit Kevin Rabin (18) stand auch ein Schweizer Fahrer ganz oben auf dem Podium. Rabin war 2022 bei den OK Junioren Dritter in der Schweizer Kart-Meisterschaft geworden. 2024 wechselte er in den Automobilrennsport und hat sich in der Ultimate Cup Series und dem Michelin Le Mans Cup einen Namen machen können.
Den totalen Schweizer Erfolg rundete Kessel Racing in der GT3 ab. Mit einem weiteren Podestplatz im Samstagsrennen und Platz 9 am Sonntag gewannen die Tessiner die Teamwertung – vor so grossen GT3-Teams wie WRT und Manthey Racing. Ein weiterer «Schweizer» hat beim Saisonfinale in der LMP2 für zwei Top-Resultate gesorgt. Der Liechtensteiner Mathias Kaiser belegte die Plätze 2 und 4. Ein grosses Lob an alle Schweizer Teilnehmer!
Nicht aufs Podium schafften es diesmal die Schweizer Vertreter respektive Vertreterinnen in der Formel 4 Winterserie. Beim zweiten Rennwochenende in Portimão – teilweise wieder bei sehr schwierigen Bedingungen – war Samuel Ifrid mit den Plätzen 13, 12 und 10 der konstanteste Fahrer. Sein Teamkollege bei Cram Motorsport, Max Kammerlander, landete auf den Rängen 15, 18 und 23. Für den Jenzer-Pilot Levi Arn, der beim Auftakt noch sensationell Dritter wurde, endete das zweite Rennwochenende auf den Plätzen 23, 17 und 15. Den Podestplatz für das Team Jenzer Motorsport holte diesmal der Tscheche Teo Borenstein. Keine Lorbeeren gab es auch für Chiara Bättig. Die Red-Bull-Juniorin im Team von Campos musste sich mit den Plätzen 21, 26 und 21 begnügen. Schon am kommenden Wochenende geht es in der F4-Winterserie weiter – diesmal auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia.
Am Freitagabend wurde in Horgen (ZH) der neuste Band von RENNSPORT SCHWEIZ vorgestellt. Zu beziehen ist das Jahrbuch beim AKTIV VERLAG. Viel Spass bei der Lektüre.
Am vergangenen Freitagabend fand in Horgen in der RacingFuel Academy die Buchvernissage von RENNSPORT SCHWEIZ 2025 statt. Das Jahrbuch rund um den Schweizer Automobil- und Kartrennsport ist ein «Must» für jeden Schweizer Rennsport-Fan. Wer etwas über den Schweizer Rennsport erfahren will, erfährt es hier. In mehr als 20 Kapiteln werden die Leistungen der besten Schweizer Motorsportler auf vier Rädern in Wort und Bild beschrieben. Dazu gibt es wie im Vorjahr wieder zahlreiche Lesegeschichten rund um den Schweizer Rennsport – so zum Beispiel zum 50. Geburtstag von Marcel Steiner, zu 25 Jahren Auto-Renntage Frauenfeld oder ein Rückblick auf 75 Jahre Formel 1 aus Schweizer Sicht.
Im Mittelpunkt des Buches steht wie üblich der nationale Rennsport mit all seinen Meisterschaften und Cups – sei es am Berg, bei Slaloms, Rallyes oder auf der Rundstrecke. Doch nicht nur die nationale Szene wird beleuchtet, auch die internationalen Erfolge der Schweizer Racer werden thematisiert. Sei es in der Langstrecken-WM, in den diversen GT-Kategorien samt DTM, in der Formel E oder in anderen Formelsport-Serien. Auch der Abschied von Sauber aus der Formel 1 nach 617 Grands Prix ist selbstverständlich Bestandteil von RENNSPORT SCHWEIZ. Zudem erfährt man Spannendes aus der Welt der Dragster, des Drift- und des historischen Motorsports. Im Kapitel Karting stehen die Schweizer Meisterschaft, die Rotax Max Challenge und die VEGA Trofeo im Zentrum.
Für garantierten Lesespass sorgt das moderne Layout – mit zahlreichen Bildern aus dem nationalen und internationalen Rennsport. Verantwortlich für den Inhalt ist der von Gastautoren unterstützte Autor dieser Zeilen. Herausgeber ist der AKTIV VERLAG, das Tochterunternehmen der Engelberger Druck AG Stans.
RENNSPORT SCHWEIZ 2025 von Christian Eichenberger, 288 Seiten im Format 21×26 cm mit mehr als 600 Farbbildern, Hardcover. Preis Fr. 65.– plus Porto und Verpackung. Erhältlich beim Herausgeber AKTIV VERLAG, 6370 Stans (041 619 15 72), online unter www.aktivverlag.ch oder im Buchhandel (ISBN 978-3-909191-85-1).
Weitere Fotos von der Vernissage auf https://www.facebook.com/AutoS...
Das Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers zählt zu den absoluten Klassikern. Und begeistert jedes Jahr aufs Neue. Im Rahmen seiner Maturitätsarbeit hat Filmemacher Silas Furler einen Kurzfilm über «Les Rangiers» aus der Sicht der beiden Bergrennfahrer Alexander Hin und Danny Krieg gedreht, den wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten. Also, zurücklehnen und geniessen!
Wenn ihm sein in die Jahre gekommener Lola F3000 nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, gibt Eric Berguerand 2026 sein Comeback am Berg. Der siebenmalige Schweizer Berg-Meister warnt aber: «Wenn ich zurückkomme, dann nur zum Spass!»
Im Juni 2025 hat Eric Berguerand auf Instagram einen Post abgesondert. Darauf sieht und hört man vor allem seinen V8-Cosworth. Kaum war er online, ging es in der Gerüchteküche los. Sehr zur Freude von Eric. Denn der Post von 2025 war lediglich ein Jux. «Ich wollte sehen, wie die Szene reagiert», grinst Berguerand.
Etwas mehr als ein halbes Jahr später folgte nun ein weiterer Insta-Post. Diesmal steht dabei: «Black Mamba (damit ist sein schwarzer Lola F3000 gemeint), is back!» Und diesmal ist es kein Scherz. Auch wenn der Walliser auf Anfrage von Auto Sport Schweiz am Telefon wieder lacht – wie damals. Der 46-Jährige will es nochmals wissen. Allerdings betont er gleich zu Beginn des Gesprächs, dass der Spass im Vordergrund stünde. «Gegen die Turbo-Prototypen habe ich eh keine Chance mehr», meint «Bergus». «Und mein letztes Rennen war am Gurnigel 2023. Bis es wieder losgeht, bin ich mehr als zweieinhalb Jahre nicht mehr im Auto gesessen.» Soll heissen: Ball flach halten. Die Vorfreude auf das Comeback eines der populärsten Bergrennfahrers ist dennoch gross.
Berguerand hat noch nicht entschieden, wo er fahren wird. Und seine Lizenz muss er auch noch erneuern. «Aber zuerst muss ich das Auto wieder in Schuss kriegen. Dann sehen wir weiter.» Ob Hemberg, La Roche, Reitnau oder Anzère – das Bergrennen, bei dem die Rückkehr von Berguerand tatsächlich stattfinden wird, darf sich glücklich schätzen. Hoffnungen, er könne in die Meisterschaft eingreifen, will Berguerand keinem seiner Fans machen. «Ich fahre ausser Konkurrenz und will einfach schauen, ob ich noch Spass daran habe.» Dieser ist ihm in seinem letzten aktiven Jahr abhanden gekommen. «Das Wochenende ist ja eigentlich da, um sich zu vergnügen und von der Arbeit zu erholen», sagt Berguerand. «Wenn man sich vor lauter technischen Problemen und sonstigen Unannehmlichkeiten aber nur ärgern muss, ist das nicht sehr zielführend. Dann gehe ich lieber mit meinen Kindern Kart fahren oder unternehme sonst etwas mit meiner Familie oder Freunden.»
Auch die lange Pause macht Berguerand gewisse Sorgen. «Nach Covid musste ich jeweils die ersten beiden Trainings opfern, um überhaupt wieder in den Rhythmus zu kommen. Jetzt ist die Pause noch länger gewesen. Aber zum Glück muss ich ja niemandem mehr etwas beweisen.»
«Mister LMP2» Louis Déletraz hat seine eh schon stattliche Pokalsammlung am vergangenen Wochenende mit zwei weiteren Trophäen vergrössern können. Und auch der Rest der Schweizer war beim zweiten Lauf der Asian Le Mans Series erfolgreich unterwegs.
Das vergangene Wochenende war aus Schweizer schon allein aufgrund des Formel-E-Rennens in Miami ein Erfolg (siehe Extra-News). Aber das vermeintlich kleine Motorsportland Schweiz hatte noch mehr Grund zum Jubeln. Beim zweiten Lauf zur Asian Le Mans Series in Dubai gab es gleich mehrere Schweizer Erfolge zu feiern. Im ersten Rennen am Samstag sicherte sich Louis Delétraz mit seinen beiden Teamkollegen George Kurtz und Malthe Jakobsen den ersten Saisonsieg souverän mit knapp neun Sekunden Vorsprung. Im zweiten Durchgang setzte sich der Genfer abermals durch. Diesmal mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden – und das nach vier Stunden. Delétraz & Co. haben mit diesem Doppelsieg auch die Führung im Gesamtklassement übernommen, wenngleich man punktgleich mit dem Italo-französischen Trio Fuoco/Miles/Lacorte ist. Für Léna Bühler endete die LMP2-Premiere mit einem vierten Rang im zweiten Durchgang. Im ersten Renen schied sie mit einem Getriebeproblem aus.
Doch nicht nur in der Fahrerwertung der LMP2 liegt die Schweiz vorne. Auch in der LMP3 hat nach vier von sechs Läufen ein Schweizer die Nase vorne: Kevin Rabin. Der ehemalige Kart-Pilot aus Gingins im Kanton Waadt sicherte sich in Dubai die Ränge 5 und 3 mit dem Schweizer Team CLX, das obendrauf die Teamwertung anführt. Und auch in der GT3 war der Schweizer Psalm zu hören. Dort fuhr das Team Kessel Racing mit einem Ferrari 296 GT3 den Triumph am Samstag heraus. Am Sonntag verpassten die Tessiner mit Rang 4 knapp das Podium. Vor dem Finale in Abu Dhabi am kommenden Wochenende führt Kessel Racing die Teamwertung mit 21 Punkten Vorsprung an. Und das nicht etwa vor einem «Nobody». Auf Platz 2 folgt Manthey Racing – in GT3-Kreisen ein absoluter Hochkaräter. Wenn in Abu Dhabi alles rund läuft könnte die Schweiz dank Delétraz, Rabin, CLX und Kessel Racing also gleich vier Mal auf Platz 1 landen!
Nicht ganz so erfolgreich, aber auch auf dem Vormarsch waren die beiden Schweizer Formelpiloten in Dubai. Enea Frey verpasste zwar auch am dritten Rennwochenende der F3 Regional Middle East die Punkte, konnte aber mit Rang 12 im zweiten Lauf einen Achtungserfolg erzielen und in der Rookiewertung punkten. Florentin Hattemer belegte in der Formel 4 die Ränge 20, 24 und 16.
Nico Müller hat beim dritten Formel-E-Rennen der Saison 2025/2026 nicht nur die Pole-Position geholt, er hat sich auch seinen ersten Podestplatz als Porsche-Fahrer gesichert.
Miami scheint ein gutes Pflaster für Nico Müller zu sein. Im Vorjahr (damals noch bei Andretti) wurde er Vierter. Diesmal, im dritten Rennen als offizieller Porsche-Werksfahrer schaffte es der Berner zum zweiten Mal Formel-E-Karriere nach Valencia 2021 aufs Podium. Wobei das mit dem Podium so nicht ganz stimmt. Müller hat 2025 ein zusätzliches Mal auf dem Podium gestanden: in Jakarta. Dieser dritte Platz wurde ihm aber 13 Tage nach dem Rennen aberkannt, weil eine im Rennen ausgesprochene Strafe gegen Sébastien Buemi aufgehoben wurde…
Nun also hat’s mit Porsche-Power erstmals (richtig) geklappt. Und das nicht nur mit dem Podium. Müller sicherte sich in Miami auch seine erste Pole-Position. Dank Rang 3 von Teamkollege und Ex-Sauber-Pilot Pascal Wehrlein hat Porsche auch die Führung in der Team- und der Herstellerwertung übernommen. «Meine erste Pole-Position in der Formel E, mein zweiter Podestplatz und der erste mit Porsche – das fühlt sich ganz besonders an. Das Doppelpodium für das Team macht diesen Tag für uns grossartig. Ich freue mich sehr für alle und bin dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Es hat heute richtig Spass gemacht. Ob im Trockenen oder im Nassen: Das Auto hat einfach funktioniert, und wir konnten sehr wichtige Punkte mitnehmen. Natürlich möchte man immer gewinnen, aber Mitch Evans war heute einen Tick stärker. Glückwunsch an ihn – und beim nächsten Mal werden wir es ihm schwerer machen. Das motiviert mich noch zusätzlich.»
Auch die beiden anderen Schweizer holten in Florida Punkte. Edoardo Mortara wurde Sechster, Sébastien Buemi Siebter. In der Gesamtwertung liegen alle drei Eidgenossen in den Top 10: Müller ist (mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze) Fünfter, Mortara Siebter, Buemi Neunter. Es führt Nick Cassidy aus Neuseeland.
Wer hätte das gedacht? Der erst 15-jährige Levi Arn fuhr bei seinem ersten Autorennen in Estoril (POR) auf Anhieb als Dritter aufs Podest. Nach dem ersten Rennwochenende ist er Meisterschaftsfünfter und Dritter bei den Rookies!
Die Karriere des Levi Arn ist bis jetzt nicht nur beeindruckend, sondern auch im Eiltempo verlaufen. 2023 absolvierte er seine erste Saison im Kart. Damals fuhr er noch bei den Junioren (P4 in der autobau SKM). Im Jahr darauf wechselte er als noch nicht 14-Jähriger zu den Senioren und wurde dort Dritter. 2025 folgte dann der Aufstieg in die Königsklasse: Bei den Schaltkarts kannte der junge Solothurner keine Gnade und gewann den Schweizer Meistertitel mit einem neuen Punkterekord. Auf die neue Saison hin stieg Arn vom Kart- in den Automobilrennsport um. Als Vorbereitung auf seine erste Formel-4-Saison bestreitet Levi dafür die Formula 4 Winterseries by Gedlich. Gleich im ersten Rennen stand er als Dritter auf dem Podium.
Du bist in deinem ersten Formel-4-Rennen aufs Podium gefahren. Das haben vor dir nur ganz wenige geschafft. Wie fühlt sich das an?
Levi Arn: Das Gefühl, beim ersten Rennen auf dem Podium zu stehen, war überwältigend. Ich wusste, dass ich schnell sein würde. Wenn alles passt. Aber dass es gleich im ersten Anlauf klappen würde, damit habe ich nicht gerechnet.
Hand aufs Herz: Wie sehr hast du mit einem solchen Ergebnis gerechnet?
Gerechnet habe ich nicht damit. Wie gesagt: Ich hatte vor dem Wochenende ein gutes Gefühl. Aber ich war dann doch etwas überrascht, dass ich ganz vorne mitmischen würde.
Wie viele Testtage hast du vor deinem ersten Rennen mit deinem Team Jenzer Motorsport abgespult?
Ich hatte 2025 vier Testtage mit Jenzer. Und noch vier Testtage mit Maffi Racing. Also insgesamt acht Tage.
Das ist verglichen mit anderen Fahrern ein Klacks…
Ja, ich habe von anderen Fahrern gehört, dass sie im vergangenen Jahr bis zu 80 Tage getestet haben. Wenn man dann gegen solche Konkurrenz nur drei Zehntelsekunden pro Runde verliert, ist das – so glaube ich wenigstens – nicht so schlecht.
Dass nicht alles am ersten Wochenende gelingen kann, ist auch klar. Du hast zwei Mal einen neuen Frontflügel gebraucht. Wo siehst du das grösste Verbesserungspotenzial?
Das mit den Flügeln war so eine Sache. Der erste ist kaputt gegangen, weil mir einer reingefahren ist. Da konnte ich nichts dafür. Beim zweiten ist in der Schikane der Platz ausgegangen. Das ist beides ärgerlich. Verbesserungspotenzial? Ich muss noch lernen, geduldiger zu sein. Manchmal muss man sich wahrscheinlich einfach sagen: «Nimm dir beim Überholen zwei Runden mehr Zeit.» Aber das hat natürlich auch mit der noch fehlenden Erfahrung zu tun. Und dann muss ich noch lernen, mich durchzusetzen.
Durchzusetzen?
Ja, innerhalb des Teams. Aber auch da spielt die Erfahrung eine Rolle. Im dritten Rennen beispielsweise hätte ich auf Regenreifen und mit Regen-Set-Up losfahren sollen – statt mit Slicks. Aber eben: Das sind Dinge, die ich noch lernen und wo ich mich als Fahrer durchsetzen muss. Und wo wir uns als Team auch noch finden müssen. Bis jetzt bin ich aber superglücklich bei Jenzer Motorsport.
Und wie steht es um deine Fitness?
Die hat mir am ersten Rennwochenende keine Probleme bereitet.
Wie gross ist oder war eigentlich die Umstellung vom Kart in den Einsitzer?
Das Feeling ist schon ganz anders. Die Basis ist zwar dieselbe wie im Kart. Aber die Technik ist komplexer, das Team grösser und das Feedback umfangreicher. Im Auto braucht es viel mehr Gefühl als im Kart. Was mich überrascht hat: das Überholen ist im Formel 4 einfacher. Im Kart musst du aggressiver sein.
Weisst du schon, was nach der Winterserie auf dem Programm steht?
Der Plan ist, die italienische Meisterschaft zusammen mit Jenzer Motorsport zu bestreiten. Aber jetzt gilt der Fokus der Winter-Meisterschaft. Dort geht es am 7./8. Februar in Portimão weiter.
Rallye Monte Carlo, 24h Daytona und Formel 4 in Estoril – das Wochenende war vollgepackt mit viel Rennaction und einigen Schweizer Erfolgen. Allen voran ein weiterer Klassensieg für Philip Ellis.
Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich heissen die Sieger der 24 Stunden von Daytona 2026. Porsche wurde seiner Favoritenrolle bei der 64. Ausgabe damit gerecht, wenngleich der Sieg knapper ausgefallen ist, als man es ursprünglich erwarten durfte. Bester Schweizer bei den Prototypen wurde Louis Delétraz. Der Genfer erreichte das Ziel in derselben Runde wie der siegreiche Porsche und wurde als zweitbester Cadillac-Pilot Sechster. Ebenfalls in derselben Runde lag der BMW von Raffaele Marciello, der Achter wurde. Knapp am Podium vorbei schrammte Grégoire Saucy. Der Jurassier wurde mit seinem Team United Autosports bei seiner ersten Daytona-Teilnahme Vierter in der LMP2, der zweiten Klasse also.
Für das spektakulärste Finish in diesem Rennen sorgte die GTD-Klasse. Philip Ellis im Winward-Mercedes #57 und der Däne Nicki Thiim im Aston-Martin #44 lieferten sich ein Duell am respektive über dem Limit. Höhepunkt war eine Berührung bei 280 km/h auf der Zielgeraden, bei der Ellis beinahe abgeflogen wäre. Der Zuger wurde für den Vorfall verwarnt, rettete den Klassensieg aber dennoch ins Ziel. Für Ellis war es nach 2021 und 2024 der dritte Sieg in Daytona. Für Ricky Feller endete das Rennen im Manthey-Porsche (in der GTD Pro) auf Rang 5.
Wild ging es auch bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo zu. Extreme winterliche Bedingungen prägten den Klassiker und sorgten auf den 17 Wertungsprüfungen für schwierige, schnee- und eisbedeckte Strassen, was zu zahlreichen Abflügen führte. Davon nicht beirren liess sich Oliver Solberg. Der Sohn von Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg wurde als 24-Jähriger zum jüngsten «Monte»-Sieger in der Geschichte der WRC. Auch aus Schweizer Sicht war es eine schwierige Rallye. Olivier Burri und Beifahrer Stéphane Fellay kamen mit ihrem Toyota Yaris auf Platz 27 ins Ziel. Gegenüber den Kollegen von sport-auto.ch meinte der Routinier: «Es war eine komplizierte Rallye, und wir sind nicht zufrieden. Wir sind dreimal gegen die Wand gefahren. Ich habe noch nie so viele Fehler gemacht.» Auch am letzten Tag lief es für Burri nicht nach Wunsch. «Wir haben am Col de Turini ein Rad beschädigt, das wir wechseln mussten, und hatten bis zum Ende eine verbogene Aufhängung.» Für den zweiten Schweizer im Feld, Stefano Mella, endete die Monte-Premiere im Skoda Fabia RS Rally2 auf Rang 37. «Wir sind froh, im Ziel angekommen zu sein. Auch wir hatten auf dem Col de Turini so unsere Probleme. Wir hatten Spikereifen, aber der Schnee war bereits geschmolzen – und dann kam der Regen...»
Einen vorzüglichen Start erwischten die neuen Schweizer Formel-4-Piloten beim Auftakt der Winterserie in Estoril (POR). Für das erste Highlight sorgte Levi Arn. In seinem allerersten Rennen wurde der Solothurner, 2025 Schweizer KZ2-Meister, sensationell Dritter im Gesamtklassement und Dritter bei den Rookies. Auch im dritten Rennen stand Arn als drittbester Rookie nochmals auf dem Podium. Zufrieden war auch Samul Ifrid mit seinem ersten Rennwochenende. Der ehemalige UBIQ-Pilot (im Vorjahr Zweiter in der X30 Challenge) steigerte sich von Rennen zu Rennen. Nach Platz 17 im ersten Lauf, war er im zweiten Durchgang schon Zehnter. Im dritten Rennen wurde er Sechster und war damit zweitbester Rookie. Für ein weiteres Podium sorgte Chiara Bättig. Die dreifache Schweizer Kart-Meisterin fuhr im dritten Lauf (nach den Rängen 16 und 17) als Zweite aufs Podium und war damit auch die schnellste Frau im Feld. Max Kammerlander (wie Ifrid bei Cram Motorsport unterwegs) beendete sein erstes Rennwochenende auf den Rängen 14, 22 und 12. Georgiy Zasov, Teamkollege von Arn bei Jenzer Motorsport, landete bei seiner Premiere auf den Rängen 19, 30 und 26.
Noch nicht auf Touren kamen die beiden Schweizer in den Emiraten: Enea Frey (Formula 3 REG Middle East) musste sich am zweiten Rennwochenenden mit den Plätzen 23, 29 und 28 zufrieden geben. Trident-Pilot Florentin Hattemer (F4 Middle East) gelang beim zweiten Rennen in Abu Dhabi mit den Plätzen 16, 11 und 21 eine leichte Steigerung gegenüber dem ersten Rennwochenende.
Einen gelungenen Einstand feierte dafür Dan Allemann. Der junge Schweizer Nachwuchsfahrer wurde beim ersten Lauf zur WSK Masters Series im italienischen La Conca Fünfter in der Kategorie OK. Im Pre-Finale war Allemann sogar Zweiter.
Wie schon bei den letzten Ausgaben veröffentlichen wir an dieser Stelle den einen oder anderen Artikel aus dem vierteljährlich erscheinenden Magazin von ASS. Wir fangen an mit: Was macht eigentlich Stefano Comini?
Wie viele Nachwuchstalente begann Stefano Comini im Kartsport und wechselte 2006 mit 16 in den Automobilsport. Aufgrund der Nähe zu Italien entschied sich der Südtessiner zunächst für die Formel Junior Monza, in der Comini 2007 den dritten Gesamtrang eroberte. Daneben erfolgten erste Einsätze in der Formel Renault, in der er 2008 beim SM-Finale in Monza seinen ersten Sieg feierte.
Richtig Schwung nahm die Karriere im Mégane V6 Eurocup, den er 2010 als Gesamtdritter und 2011 als überlegener Meister abschloss. Ein gut verlaufener GT1-Test mit Nissan in Japan gab ihm Hoffnung für die weitere Zukunft, doch zerschlug sie sich aus politischen Gründen. Nach dieser Enttäuschung verdingte sich Stefano im Renault Clio Cup Italia, den er gewann, und mit wenigen, ebenfalls erfolgreichen Einsätzen im Mégane V6, Lamborghini Super Trofeo und Porsche Cup Italia.
Der Wechsel ins neue Team Target brachte im Clio Cup Bohemia 2013 zwar nicht den erhofften Erfolg, die Südtiroler machten ihm aber das Angebot, im Jahr darauf mit ihnen den Seat Leon Eurocup zu bestreiten. Mit drei Siegen und dem vierten Gesamtrang empfahl sich Comini, mit Target in die neu lancierte TCR International Series einzusteigen – ein Schritt mit ungeahnten Folgen. Am 28. März 2015 gewann der Schweizer im Rahmen des GP Malaysia in Sepang die Weltpremiere der neuen Tourenwagenformel und holte daraufhin auch den Meistertitel. «Ich war der Erste, der mit dem Seat Leon Cup Racer im Eurocup und dann mit demselben Auto ein TCR-Rennen und einen Titel gewann», blickt er mit Stolz auf jene Zeit zurück. Mit Leopard Racing gelang dem Tessiner 2016 auf einem VW Golf die erfolgreiche Titelverteidigung, und im dritten Jahr verpasste er den Vizemeistertitel im Audi RS3 von Comtoyou aus Belgien nur knapp.
Leider klappte es danach weder mit dem Wechsel in die neue FIA WTCR noch in den GT3-Sport. So gründete er sein eigenes Team Race Republic, das aus materiellen und finanziellen Gründen jedoch nur noch wenige Einsätze ohne Erfolge zuliess. Mit der neuen eigenen Struktur verfolgte Comini alsbald ein anderes Ziel. «Als Profi so aufhören zu müssen, war hart. Daher baute ich eine Akademie für junge Rennfahrer auf, denen ich meine Erfahrungen vermitteln konnte. Auch das, was man besser machen sollte, als ich es tat. Denn ich passte mit meiner kritischen und teils impulsiven Art offenbar nicht ins Raster eines Herstellers», gibt er heute zu. Die Pandemie durchkreuzte dann alle Pläne, bevor sie Stefano verwirklichen konnte. Seither arbeitet er primär im Familienbetrieb und bietet sich mit seinen modernen Rennsimulatoren sowie Karts für Events an. Den Helm hat er allerdings noch nicht an den Nagel gehängt. «Ich fahre noch, wenn ich dazu Lust habe oder engagiert werde. Ich bin offen für alles und habe ja bewiesen, dass ich mit jedem Auto sofort schnell sein kann.»
Text: Peter Wyss
Am Wochenende beginnt in Estoril die Formel-4-Winterserie by Gedlich. Gleich fünf Schweizer respektive Schweizerinnen stehen am Start – vier davon bestreiten ihr erstes Autorennen. Wir drücken die Daumen!
Das gab es noch nie! Wenn am Wochenende die Formel-4-Winterserie by Gedlich in Estoril (POR) beginnt, stehen fünf Fahrer respektive Fahrerinnen aus der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft am Start. Vier davon geben am Wochenende ihr Renndebüt. «Es ist toll, dass wir nach Jahren, in denen wir kaum Schweizer Nachwuchs im Formelsport hatten, dieses Jahr gleich so viele Schweizer in der Formel 4 sehen», sagt Andreas Jenzer, Teamchef von Jenzer Motorsport. «Das ist auch ein Zeichen, dass im Schweizer Kartsport erstens gute Arbeit gemacht wird und zweitens das Niveau sehr hoch ist.»
Zwei der fünf Fahrer werden am Wochenende für Jenzer Motorsport fahren: Levi Arn und Georgiy Zasov (beide 15). Der Solothurner Arn hat im vergangenen Jahr die Schweizer Schaltkart-Meisterschaft (KZ2) gewonnen. Der in Lugano wohnhafte Zasov setzte sich in einem spannenden Finale bei den OK Senioren durch. Stand heute wird Zasov nicht die komplette Winter-Meisterschaft bestreiten. Bei den Rennen in Portimão (POR) und Aragón (ESP) wird der Jenzer-Pilot, der in London zur Schule geht, fehlen. Für beide ist der Auftakt in Estoril der Sprung ins kalte Wasser.
Auch Max Kammerlander (19) und Samuel Ifrid (18) werden am Wochenende ihre ersten Autorennen bestreiten. Das Duo fuhr zuletzt im Team UBIQ Racing in der X30 Challenge Switzerland. Ifrid wurde dort Zweiter – zum dritten Mal in Serie! Kammerlander belegte den achten Schlussrang. Beide werden für das italienische Team Cram Motorsport an den Start gehen.
Die Fünfte im Bunde ist Chiara Bättig (15). Die dreimalige Schweizer Kart-Meisterin (bei den OK Junioren) ist, so unglaublich das es klingt, die erfahrenste aus diesem Quintett. Bättig hat im Herbst 2025 bereits die saudi-arabische Formel-4-Meisterschaft bestritten und belegte dort den zwölften Gesamtrang respektive den vierten bei den Rookies. Bättig bestreitet als Red-Bull-Juniorin das Rennen in Estoril im spanischen Team Campos Racing.
Wir wünschen allen Neulingen oder Fast-Neulingen einen guten Start in ein neues Abenteuer!
Die Termine der F4-Wintermeisterschaft:
24./25. Januar, Estoril (POR)
7./8. Februar, Portimão (POR)
14./15. Februar, Valencia (ESP)
7./8. März, Aragón (ESP)
14./15. März, Barcelona (ESP)
Auto Sport Schweiz führt auch dieses Jahr eine Junior-Meisterschaft Berg/Slalom durch. Wer dieses Jahr 25 wird oder jünger ist, kann sich ab sofort kostenlos anmelden.
Der Modus hat sich bewährt. Seit zwei Jahren trägt Auto Sport Schweiz im Rahmen der Schweizer Slalom- respektive Berg-Meisterschaft ein Junioren-Championat aus. Das Besondere daran: Die Fahrer und Fahrerinnen können mit ihren eigenen Autos teilnehmen. Gewertet werden vier Slaloms und vier Bergrennen. 2026 zählen folgende Rennen zur Junior-Meisterschaft:
19. April, Slalom Frauenfeld
2. Mai, Slalom Ambri 1
3. Mai, Slalom Ambri 2
17. Mai, Slalom Bure
7. Juni, Bergrennen Hemberg
14. Juni, Bergrennen La Roche
26. Juli, Bergrennen Anzère
30. August, Bergrennen Oberhallau
Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind und die sich mittels offiziellem Einschreibeformular (siehe Anhang) angemeldet haben. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Gefahren werden darf mit Tourenwagen bis 2,5 Liter und Rennwagen bis 2 Liter. Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt.
Wie im Vorjahr werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Junior-Meisterschaft Berg/Slalom mittels Extra-Aufklebern auf ihren Autos erkenntlich gemacht. Der Schweizer Meister Junior 2026 (oder die Meisterin) erhält für die Saison 2027 seine Rennlizenz gratis. Die Top 3 wird zum «Dîner des Champions» nach Bern eingeladen.
Die bisherigen Sieger der kombinierten Junioren-Meisterschaft heissen Jannis Jeremias (2024, VW Polo) und Lionel Ryter (2025, Formel Renault 2.0). Beide sind aufgrund ihres Alters 2026 nicht mehr startberechtigt. Das heisst: Es wird auch im dritten Jahr einen neuen Champion geben. Gute Chancen also für Alessandro Grispino? Der Vorjahreszweite wird im März 25 und könnte, sofern er wieder am Start steht, den Junioren-Titel ins Visier nehmen…
Anmeldeschluss ist der 31. März 2026.
Piloten und Pilotinnen, die 2026 mit Synfuel, also fossilfreiem Kraftstoff, fahren, werden erneut wieder von Auto Sport Schweiz unterstützt – mit einem Cashback von 500 Franken.
Auto Sport Schweiz wird auch 2026 gemeinsam mit seinem Gesellschafter «Swiss Motorsport Promotion» alle Piloten und Pilotinnen mit einem Fossil Free Fuels Cashback über 500.- Franken belohnen, welche mindestens vier Veranstaltungen der Schweizermeisterschaften Automobil (Slalom, Bergrennen, Rallye) mit fossilfreiem Treibstoff bestreiten.
Um an der Aktion von Auto Sport Schweiz teilnehmen zu können, müssen Fahrer und Fahrerinnen folgende Voraussetzungen erfüllen:
Der letztmögliche Termin für eine Einschreibung ist jeweils vier Rennen vor Schluss der entsprechenden Schweizermeisterschaft. Man kann auch vier Veranstaltungen meisterschafts-übergreifend bestreiten (z. Bsp. zwei Rallyes und zwei Slaloms oder zwei Slaloms und zwei Bergrennen). Es zählen nur Veranstaltungen, an welchen ein offizielles Resultat erzielt wird (DNP, DNF, etc. werden nicht berücksichtigt). Die Pilotin/der Pilot muss nachweislich mit fossilfreiem Kraftstoff fahren (die Technischen Kommissare können Stichproben machen). Die Eigenschaften des Treibstoffs müssen den gültigen Reglementen (u.a. RON 95 bis 102) und Vorschriften für fossilfreiem Kraftstoff entsprechen. Die Anschaffung des Kraftstoffs ist Sache der Pilotin/des Piloten. Die Original-Kaufquittung muss zwecks Überprüfung eingereicht werden (bei Sammelbestellungen sind die Namen der Piloten zu vermerken). Die Pilotin/der Pilot muss an den entsprechenden Veranstaltungen mit den grünen Startnummern gemäss den Bestimmungen der NSK fahren. Die Anschaffung dieser Startnummern ist Sache der Pilotin/des Piloten. Die Pilotin/der Pilot muss während den Veranstaltungen einen von Auto Sport Schweiz zur Verfügung gestellten Sticker (Ø20 cm) im Bereich des Tanks befestigen.
Der Fossil Free Fuels Cashback wird Ende November 2026 per Bank-/Postanweisung überwiesen. Die Kontoangaben inkl. Kopie der Original-Kaufquittung müssen unaufgefordert von der Pilotin/dem Piloten bis am 13. November 2026 eingereicht werden. Später eingehende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Es findet keine Barauszahlung statt.
Das Einschreibeformular für den Fossil Free Fuels Cashback 2026 ist angehängt.
Willkommen zum ersten Weekend-Report des Jahres mit einem kurzen Rückblick auf die 24 Stunden von Dubai sowie auf die am Samstag zu Ende gegangene Rallye Dakar.
Die Saison 2026 steckt noch in den Kinderschuhen. Mit den 24 Stunden von Dubai ist der erste grössere Klassiker aber bereits Geschichte. Die 21. Auflage der 24 Stunden von Dubai war ein klarer Fall für BMW: Das belgische Team WRT dominierte das Rennen nach Belieben und fuhr einen souveränen Doppelsieg ein. Den Gesamtsieg sicherte sich der BMW M4 GT3 Evo mit den Fahrern Anthony McIntosh, Ben Tuck, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Fran Rueda.
Aus Schweizer Sicht war das Team Hofor Racing auf dem 12. Gesamtrang am erfolgreichsten. Der Mercedes mit u.a. Chantal Prinz und Manuel Metzger stand in der AM-Wertung als Zweiter gar auf dem Podium. Auf dem 14. Gesamtrang landete Alex Fontana mit seinem Team Tsunami (das Team heisst tatsächlich so…). Als Vierter in der ProAm verpasste der Tessiner das Klassenpodium knapp. Nicht ins Ziel kamen Jean-Luc d’Auria und Mauro Calamia. Einen Schweizer Klassensieg feierte Fach Auto Tech gemeinsam mit dem Team Tierra Outdoor Racing in der Kategorie 992. In der selbigen Klasse (nur bei den Amateuren) sicherte sich der Waadtländer Silvain Pastoris Platz 3. Auch Marco Grilli aus Meisterschwanden (AG) durfte einen Pokal als Dritter in der TCX mit nach Hause nehmen.
Weniger erfolgreich verlief der Start für die beiden Formel-Piloten Enea Frey (in der F3 REG) und Florentin Hattemer (in der Formel 4). Die beiden absolvieren die Middle East Series, hatten beim ersten Rennen in Abu Dhabi aber noch Anlaufschwierigkeiten. Frey belegte die Ränge 27 und 20 – im dritten Rennen schied er nach einer Kollision aus, Hattemer kam als 26., 20. und 13. ins Ziel.
Zu Ende ging am Samstag auch die 48. Ausgabe der Rallye Dakar. Der Gesamtsieg ging zum sechsten Mal an Nasser Al-Attiyah. Für Hersteller Dacia war es der erste Triumph bei der durch Saudi-Arabien führenden legendären Wüstenrallye. Das beste (und einzige) Schweizer Team, Alexandre Pesci/Rolf Kühnis, beendete die Dakar in der Kat. Challenger T3 als 19. Für den neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb und damit auch für seinen Landsmann Sébastien Boulanger, der mit Schweizer Lizenz fährt, endete die Dakar auf dem undankbaren vierten Rang. Dass die Dakar bis heute die härteste Rallye und womöglich auch die strapaziöseste Motorveranstaltung schlechthin ist, zeigt das Beispiel von Loeb/Boulanger, bei denen im Laufe der Rallye 13 Reifenschäden gezählt wurden!
Kleiner Nachtrag: Die GT3-Meisterschaft der Winter Series by Gedlich hat am Wochenende ebenfalls schon angefangen. Bester Schweizer war Alain Valente mit einem vierten Platz. Dexter Müller wurde im Solo-Rennen Siebter.
Am Samstagabend hat die IG Interswiss beim traditionellen Saisonkehraus in Oberhallau die besten Trophy-Fahrer und -Fahrerinnen 2025 ausgezeichnet.
Am Samstagabend hat die IG Interswiss zum traditionellen Saisonabschluss nach Oberhallau geladen. Und wie jedes Jahr waren fast alle Interswiss-Fahrer respektive -Fahrerinnen anwesend. Egal ob einheimisch, aus dem Jura oder dem Wallis angereist – wenn es um die Interswiss Trophy geht, lassen sich die Teilnehmenden nicht lumpen. «Egal, ob man jetzt auf dem Podium steht oder 39. geworden ist», meint einer der Fahrer. «Für uns Interswiss-Piloten ist dieser Anlass Ehrensache. Da wird jeder gefeiert – und das ist schön so.»
Rund 150 Teilnehmende mit Anhang sowie weitere Gäste füllten die Turnhalle in Oberhallau bis auf den letzten Platz. Sehr zur Freude von Bruno Sawatzki, dem IS-Vorsitzenden, der im Rahmen der Feierlichkeiten auch ausrichten liess, dass er 2026 wieder mit seinem Cup-Porsche am Start stehen wird. Anders als den Vorjahren verbrachte Sawatzki einen eher ruhigen Abend… Das Mikrophon überliess er diesmal den beiden «Moderatoren» Porsche-Pilot Christoph Zwahlen und Formel-Renault-Kutscher Henri Schmidt. Zwahlen war für den deutschsprachigen Part verantwortlich, Schmidt übersetzte für die französisch-sprechende Fraktion. Für Lacher sorgten beide. Der gelungene Abschlussabend der Interswiss punktete aber nicht nur durch das Moderatoren-Duo, das Küchenteam rund um Heidi und Jürg «Sugi» Ochsner verköstigte die geladenen Gäste aufs Feinste.
Für Abwechslung sorgte auch das abschliessende Podium. Nachdem Stephan Burri vier Mal in Folge die IS Trophy gewann, gab es 2025 mit Arnaud Donzé einen neuen Gewinner. Der VW-Golf-Pilot aus dem Jura erhielt für seinen ersten Triumph in der IS dementsprechend auch grossen Applaus – und das nicht nur von seinen Kollegen aus der Romandie. Auf Platz 2 liess sich Dominic von Rotz (Audi A4 B5 Quattro) feiern. Besagter Burri (VW Scirocco) schaffte es trotz dem verfrühten Saisonende in Les Rangiers als Dritter aufs Podest. Die weiteren Platzierungen entnehmen Sie der angehängten Rangliste. Insgesamt wurden 49 Fahrer und Fahrerinnen gewertet und ausgezeichnet. Beste IS-Dame 2025 war Vanessa Zenklusen. Erfolgreichster «8-Ventiler» war Roman Marty (Opel Kadett) auf Rang 4.
Weitere Informationen zur IS Trophy (auch zum Reglement 2026) finden Sie unter diesem Link.
Michel Zemp (38) hat 2025 etwas vollbracht, woran zuvor niemand geglaubt hat: Der gebürtige Luzerner hat mit seinem 2-Liter-Norma die 3-Liter-Konkurrenz am Berg gehörig aufgemischt.
Sechs Mal ist Michel Zemp im vergangenen Jahr mit seinem 2-Liter-Norma auf dem Podium gestanden. Davon vier Mal auf dem zweiten Rang. Nur beim Rennen in Anzère musste sich der 38-jährige Automechaniker aus Escholzmatt (LU) als Sechster geschlagen geben.
Dein Auto hat eine Saison lang tadellos funktioniert. Was macht man da über den Winter?
Michel Zemp: Eigentlich nicht viel. Die gewöhnlichen Routinearbeiten. Und halt eine Motorrevision, obwohl sich das Triebwerk, als wir es auseinandergenommen haben, in einem Top-Zustand befand.
Gibts Änderungen für 2026?
Ja, wir haben im Bereich Getriebe ein paar Änderungen vorgenommen.
Und aerodynamisch?
Nein, da haben wir auf die vergangene Saison ein paar Updates gemacht.
Wie stufst du deine Chancen für 2026 ein?
Wenn Robin (Faustini) Schweizer Meisterschaft fährt und Marcel (Steiner) seine technischen Probleme in den Griff bekommt, dann ist der dritte Platz wohl das höchste der Gefühle. Besser als 2025 geht es nicht.
Eine solche Saison wie 2025 hast du nicht erwartet?
Nein, hätte mir jemand vor der Saison den zweiten Platz angeboten, hätte ich sofort unterschrieben. Natürlich haben wir bei dem einen oder anderen Rennen von den technischen Problemen der 3-Liter-Konkurrenz profitiert, aber unterm Strich waren wir (bis auf Anzère) immer vorne dabei.
Hattest du irgendwo eine realistische Chance, Faustini zu schlagen?
(Überlegt lange.) In Reitnau hat nicht viel gefehlt. Aber das war auch die Strecke, auf der wir im Vorfeld wussten, dass der Unterschied zwischen einem 3- und einem 2-Liter-Auto deutlich kleiner sein wird. Gleiches hatten wir eigentlich von Hemberg erwartet. Aber dort kamen wir nicht an die Zeiten von 2024 heran, was vermutlich zu einem Grossteil am Strassenbelag lag.
Wie sieht deine Saisonvorbereitung aus?
Wir planen vor Hemberg noch die Rennen in Eschdorf (LUX) und Rechberg (AUT). Aber das hängt in beiden Fällen davon ab, ob wir das Auto dem dort geltenden Reglement anpassen müssen oder nicht.
Am Wochenende findet in Dubai die 21. Auflage des 24-Stunden-Rennens statt. Mit dabei sind auch wieder zahlreiche Schweizer – allerdings keiner in der GT3 Pro.
Am Wochenende findet in Dubai zum 21. Mal das 24-Stunden-Rennen statt. Der inzwischen traditionelle Auftat zur GT3-Saison zieht jedes Jahr auch zahlreiche Schweizer an. Die Hoffnungen, auf einen Gesamtsieg mit Schweizer Beteiligung dürften dieses Jahr aber ziemlich klein sein. In der Pro-Wertung der GT3 stehen zwar 13 Autos am Start. Auf keinem davon ist aber ein Schweizer am Start. Erst in der gemischten Wertung (ProAM) trifft man auf Schweizer Piloten. So zum Beispiel auf das Duo Jean-Luc d’Auria/Mauro Calamia, das auf einem von einem österreichischen Team eingesetzten Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer 67 ins Rennen geht. Auch Alex Fontana vertritt die Schweizer Farben in der ProAM – auf einem Porsche 911 GT3 R (#79). Ebenfalls am Start (bei den Amateuren) ist das Team Hofor Racing mit u.a. Chantal Prinz und Manuel Metzger mit einem Mercedes AMG GT3 (#11).
Zu den weiteren Schweizern zählen: Fabian Danz (992), Silvain Pastoris (992 AM), Marco Grilli sowie Thomas Alpiger und Michael Neuhauser (alle TCE/TCX).
Los geht das Rennen am Samstag, 17. Januar, 13 Uhr Lokalzeit (10 Uhr bei uns).
Etwas mehr als eine Autostunde entfernt findet am Wochenende in Abu Dhabi auch der Auftakt zur Formel 3 REG resp. Formel 4 Middle East statt. In beiden Serien gibt es je einen Schweizer am Start: Enea Frey (F3) und Florentin Hattemer (F4).
Für all die, die es kaum erwarten können: Nach etwas längerem Anlauf ist «RENNSPORT SCHWEIZ» ab dem 6. Februar wie üblich nach der Buchvernissage (nur für geladene Gäste) erhältlich. Wer möchte, kann sein Exemplar unter diesem Link bereits vorbestellen.
«RENNSPORT SCHWEIZ» erscheint zum 30. Mal im AKTIV VERLAG. Insgesamt ist es die 42. Ausgabe seit 1984. Wer etwas über den Schweizer Rennsport erfahren will, erfährt es hier. In mehr als 20 Kapiteln werden die Leistungen der besten Schweizer Motorsportler auf vier Rädern in Wort und Bild beschrieben. Dazu gibt es wie im Vorjahr wieder zahlreiche Lesegeschichten rund um den Schweizer Rennsport – so zum Beispiel zum 50. Geburtstag von Marcel Steiner, zu 25 Jahren Auto-Renntage Frauenfeld oder ein Rückblick auf 75 Jahre Formel 1 aus Schweizer Sicht.
Im Mittelpunkt des Buches steht wie üblich der nationale Rennsport mit all seinen Meisterschaften und Cups – sei es am Berg, bei Slaloms, Rallyes oder auf der Rundstrecke. Doch nicht nur die nationale Szene wird beleuchtet, auch die internationalen Erfolge der Schweizer Racer werden thematisiert. Sei es in der Langstrecken-WM, in den diversen GT-Kategorien samt DTM, in der Formel E oder in anderen Formelsport-Serien. Auch der Abschied von Sauber aus der Formel 1 nach 617 Grands Prix ist selbstverständlich Bestandteil von «RENNSPORT SCHWEIZ». Zudem erfährt man Spannendes aus der Welt der Dragster, des Drift-und des historischen Motorsports. Und sogar von der Schweizer Simracing-Meisterschaft. Im Kapitel Karting stehen die Schweizer Meisterschaft, die Rotax Max Challenge und die VEGA Trofeo im Zentrum.
Für garantierten Lesespass sorgt das moderne Layout – mit mehr als 500 Bildern aus dem nationalen und internationalen Rennsport. Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor dieser Zeilen. Unterstützt wurde er bei der diesjährigen Ausgabe von den Gastautoren Werner J. Haller, Peter Wyss und Elio Crestani.
Alle drei Schweizer standen beim Start zum zweiten Formel-E-Lauf in Mexiko-City in den ersten drei Reihen. Doch nur einer (Edoardo Mortara) konnte die Früchte seiner Arbeit auch ernten.
Edoardo Mortara ist beim zweiten Lauf zur Formel-E-Saison 2025/2026 in Mexiko-City sensationell Zweiter geworden. Der Genfer hat damit einen unglaubliche Erfolgsserie fortgesetzt. Nach seinen Siegen beim 50. E-Prix in Hongkong 2019 und dem 100. E-Prix in Seoul 2022 belegte der Mahindra-Pilot nun beim dritten Formel-E-Jubiläumsrennen (dem 150.) mit 0,651 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Auch wenn es in Mexiko-Stadt erstmals nicht zum Sieg reichte, ist dies eine beeindruckende Serie. Nach seinem Ausfall in São Paulo liegt Mortara nun auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung. Schon vor der Saison war «Edo» zuversichtlich. «In der Saison 10 haben wir sozusagen beobachtet. In der abgelaufenen Saison 11 haben wir den Gen3-Evo so weiterentwickelt, dass wir gegen Ende der Saison konkurrenzfähig waren. Wenn wir diesen Lauf auch in die nächste Saison, die Saison 12, mitnehmen können, dann könnte das 2026 ein richtig gutes Jahr werden.»
Auch für Sébastien Buemi hätte das Rennen in Mexiko-City ein Höhepunkt werden können. Doch der von der Pole-Position gestartete Waadtländer verbremste sich auf dem Weg zu Kurve 1 im direkten Duell mit dem Briten Taylor Barnard und warf so sein Rennen weg (Schlussrang 17). Für Nico Müller (von Startplatz 5 gestartet) endete das Rennen auf Rang 9. Auch er konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. «Nach dem Safety Car ging gar nichts mehr. Plötzlich habe ich allen Grip verloren und bin nur noch herumgerutscht. Wenn du rutschst, bist du auch nicht mehr effizient und kannst deinen Attack-Mode nicht so nutzen, wie du es musst. Aber auch von der Strategie her hatten wir alle Spielbälle in der Hand. Ich war in Führung und hatte noch keinen Attack-Mode benutzt. Eigentlich lief alles perfekt, bis eben plötzlich alles auseinandergefallen ist. Wir müssen verstehen, was da passiert ist, denn so extrem hatten wir das noch nie.»
Kleiner Trost für die beiden Letztgenannten: Müller liegt nach zwei Rennen auf Rang 7, Buemi auf 9 – beide also in den Top 10. Es führt der Mexiko-Sieger Nick Cassidy. Das nächste Rennen findet Ende Januar in Miami statt.
«Fredy Lienhard – Rennbericht eines Unternehmers» ist ein neues Buch, das die Geschichte eines erfolgreichen Geschäftsmannes und passionierten Rennfahrers auf inspirierende Art und Weise erzählt.
Ob als Unternehmer, Rennfahrer oder Mensch – Fredy Lienhard hat nicht nur Geschichte(n) geschrieben, er hat auch Bleibendes geschaffen. Das Anfang Januar im Verlag Ars Biographica erschienene Buch «Fredy Lienhard: Rennbericht eines Unternehmers» zeichnet den Werdegang des heute 78-Jährigen nach, beleuchtet Wendepunkte seines Lebens und will damit inspirieren – ganz nach dem Motto «lessons learned».
«Rennbericht eines Unternehmers» hat nicht den Anspruch, eine klassische Erfolgsgeschichte nachzuerzählen. Vielmehr soll das Buch auf erfrischend ehrliche Weise aufzeigen, wie Lienhard als Unternehmer tickt, welche Werte ihm wichtig sind und wie sie auch seine Karriere als Rennfahrer beeinflusst haben. Neben den wichtigsten Stationen seines Lebens (mit herrlichen Bildern aus dem Familienalbum) kommen auch die motorsportlichen Highlights aus Lienhards Karriere nicht zu kurz. Wer mehr über die Karriere des ehemaligen Daytona-Siegers erfahren will, wird mit diesem Werk definitiv nicht enttäuscht.
Fredy Lienhard – Rennbericht eines Unternehmers
Verlag: Ars Biographica (www.arsbiographica.ch/home/)
Autor: Bernhard Ruetz
144 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-9526166-1-1
Preis: 35 Franken
Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage nicht sein: Während Olivier Burri zum 28. Mal bei der Rallye Monte Carlo antritt, gibt Stefano Mella vom 22.-25. Januar sein WRC-Debüt.
Der Automobilclub von Monaco hat diese Woche die offizielle Liste der 66 Teams veröffentlicht, die an der Rallye Monte Carlo 2026 teilnehmen werden. Darunter befinden sich auch zwei Schweizer Fahrer: Olivier Burri (62 Jahre) und Stefano Mella (51).
Für Burri ist es die 28. Teilnahme beim Klassiker an der Côte d’Azur. Damit bringt er – zumindest, was die «Monte» betrifft – die meiste Erfahrung mit. Kein anderer Teilnehmer, der 2026 eingeschrieben ist, stand so oft wie er beim Auftakt zur WRC am Start. Zum Vergleich: der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier kommt auf 16 Teilnahmen. Okay – dafür hat er die Rallye auch schon zehn Mal gewonnen!
Burri wird zusammen mit seinem Beifahrer Stéphane Fellay aus dem Wallis am Steuer eines Toyota GR Yaris Rally2 sitzen. Mit ihm hat er 2025 zwei Rallyes bestritten: die Rallye de Bourgogne (im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft/Unfall) und die Rally Colli del Monferrato in Italien (4. in der Gesamtwertung). Zusammen sind die beiden noch nie auf dem Toyota gefahren. Bei der Monte-Vorbereitung im Dezember 2025 in Frankreich, der Rallye Hivernal du Dévoluy, navigierte Gaëtan Aubry den Routinier aus dem Jura.
Ganz anders sieht die Ausgangslage für Stefano Mella aus. Für den Neunten der Schweizer Rallye-Meisterschaft 2025 ist die Rallye vom 22.-25. Januar eine Premiere. Der Chef des Swiss Racing Lab wird bei der «Monte» vom Italiener Francesco Pezzoli an Bord eines Skoda Fabia RS Rally2 unterstützt. Auch er ist kein ausgewiesener Monte-Carlo-Spezialist. Erst einmal stand er am Start – das ist aber schon ein paar Jahre her (2013). Mella verfügt sonst aber über reichlich Erfahrung. Der in Genf wohnhafte Tessiner hat 1997 seine erste Rallye absolviert und war neben Mike Coppens und Yoan Loeffler im Vorjahr der einzige Rally2-Pilot, der alle Läufe zur Schweizer Rallye-Meisterschaft bestritten hatte.
An Konkurrenz mangelt es den beiden Schweizern bei der «Monte» nicht. 25 andere Rally2-Bewerber werden Burri und Mella das Leben in ihrer Klasse sicher nicht einfach machen.
Am 24./25. Januar findet die 64. Auflage der 24 Stunden von Daytona/Florida statt. Am Start stehen auch sechs Schweizer – in jeder Kategorie mindestens einer.
Erst zwei Schweizer haben bei den 24 Stunden von Daytona triumphiert: Jo Siffert 1968 (bei der dritten Ausgabe) und Fredy Lienhard (2002). Ob am 24./25. Januar ein dritter Schweizer ganz oben steht, wird sich zeigen. Die besten Chancen dafür haben Raffaele Marciello und Louis Delétraz. Beide starten in der Prototypen-Klasse – der eine mit der #25 für BMW (Marciello), der andere mit der #40 für Cadillac (Delétraz).
Insgesamt stehen elf Autos aus der GTP-Klasse am Start. Als Favorit geht Porsche ins Rennen. Mit Partner Penske peilt man nach Siegen 2024 und 2025 den Hattrick an. 20 Mal hat der Hersteller aus Weissach (D) schon gewonnen. Das ist einsamer Rekord in Daytona!
In der LMP2 kämpfen 14 Teams um Ruhm und Ehre. Die Schweizer Flagge hält dort Grégoire Saucy hoch. Der Jurassier trägt bei United Autosports die #22. Auch in der GTDPro ist mit Ricardo Feller ein prominenter Schweizer vertreten. Der DTM-Pilot aus dem Aargau pilotiert den Manthey-Porsche mit der Porsche-typischen #911. Ebenfalls bei den Profis geht Marvin Kirchhöfer auf einer Corvette (#3) ins Rennen. Der Deutsche lebt seit Jahren in Luzern und fährt mit Schweizer Lizenz. Bestens bekannt ist auch einer der Favoriten auf den Klassensieg in der GTD: Philip Ellis. Der amtierende IMSA-Champion teilt sich mit Russell Ward, Indy Dontje und Lucas Auer einen Mercedes AMG GT3 von Winward Racing (#57) im am stärksten besetzten Feld mit 21 Fahrzeugen.
Los geht es in Daytona mit dem Qualifying am Donnerstag, 22. Januar. Das Rennen startet am Samstag, 24. Januar, traditionell um 13.40 Uhr.
Der Slalom von Romont hätte 2026 den Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft bilden sollen. Das Organisations-Komitee musste nun aber das Comeback absagen.
2019 fand der letzte Slalom in Romont statt. Danach war die Strecke wegen Umbauarbeiten auf dem Kasernenareal nicht mehr verfügbar. 2026 hätte der Slalom als Auftakt zur Schweizer Meisterschaft am 4./5. April zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder durchgeführt werden sollen. Der Termin wurde auch im offiziellen Kalender eingeschrieben. Nun hat das Organisations-Komitee aber schweren Herzens das Comeback absagen müssen.
In einer Stellungnahme des Romont Motor Racing Committee steht geschrieben: «Trotz der zahlreichen Bemühungen und Gespräche konnten wir die Zustimmung des Militärs nicht erhalten. Die umfangreichen, laufenden Arbeiten auf dem Truppenübungsplatz Drognens werden die Austragung des Rennens im Jahr 2026 letztendlich verhindern.»
Und weiter steht geschrieben: «Wir hoffen weiterhin, dass wir unsere 50. Auflage in naher Zukunft organisieren können, ein Ereignis, das uns sehr am Herzen liegt, und dass wir viele von Ihnen wieder in Drognens wiedersehen werden
Die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 beginnt damit zwei Wochen später am 18./19. April mit den Auto-Renntagen in Frauenfeld. Zuvor finden in Ambri (27./28. März) noch die Testtage statt.
Der amtierende Tourenwagen-Meister Danny Krieg hat sich für 2026 ein neues Auto angelacht. Der Altendorfer wird in der kommenden Saison mit einem rund 550 PS starken Audi RS3 LMS TCR antreten.
Im Moment steht er noch im Showroom der Garage Bucher in Benken (SG). Aber noch in diesen Tagen soll der neue Super-Tourenwagen des amtierenden Meisters Danny Krieg zu Wolf Power Racing nach Wangen (SZ) gebracht werden. Dort wird er in den nächsten fünf Monaten so «veredelt», dass er zum Auftakt der Schweizer Berg-Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg parat sein soll.
Vergangene Woche hat Ludovic Monnier deinen VW Golf Rallye bei dir abgeholt (motorsport.ch hat darüber berichtet). Wie sehr hat es weh getan, als du das Auto, mit dem du dieses Jahr Tourenwagen-Meister wurdest, auf seinem Transporter gesehen hast?
Danny Krieg: Es geht so. Erstens bin ich kein Sammler. Ich habe schon so manches Auto, das ich jahrelang fuhr, verkauft. Und zweitens steht ja bereits der Nachfolger da. (Lacht.) Also ist es zu verschmerzen.
Erzähl: Wo hast du deine neue Perle, den Audi RS3 LMS TCR, aufgetrieben?
Den hat Scherer Sport am Nürburgring ausgeschrieben. Ich hatte den schon länger im Auge. Und als Adrian (Wolf von Wolf Power Racing, d. Red.) am Nürburgring war, hat er ihn für mich gründlich inspiziert.
Das Auto sieht ziemlich neu aus.
Ja, es ist ein 2022er – ein Gen2-Auto. Laut den Papieren hat er zwei Renneinsätze auf dem Buckel. Einer der Fahrer war u.a. Mathias Schläppi. Er hat das NLS-Finale 2022 auf diesem Auto bestritten.
Wirst du ihn, so wie er dasteht, in der Schweizer Berg-Meisterschaft einsetzen?
Rein äusserlich wird er sich nicht grossartig unterschieden. Da kommt vielleicht noch die eine oder andere Folie dran, aber sonst bleibt er so, wie er ist. Unter der Haube werden wir allerdings schon Einiges verändern. So kriegt er u.a. einen neue Hinterachse, einen neuen Motor und ein neues Getriebe. Wir wollen diese Komponenten aber alle aus der Serientechnik übernehmen. Ausserdem werden wir ihn von 2WD auf 4WD umbauen.
Im Moment leistet er, so wie er dasteht, 340 PS bei 1145 Kilogramm. Was ist euer Ziel?
Vom Gewicht wollen wir etwa dort bleiben. In Sachen Leistung werden wir uns irgendwo bei 550 PS finden.
Es ginge aber noch mehr?
Ja, sicher, aber das will ich gar nicht. Mit allem, was darüber hinausgeht, läufst du Gefahr, dass du immer wieder technische Probleme hast. Und das kann dann richtig teuer werden.
Kannst du jetzt schon etwa abschätzen, um wieviel schneller du im neuen Audi bist? Der Klasse, E1 bleibst du ja treu – du bist aber neu in der Gruppe 3 bis 3,5 Liter eingeteilt.
Ja, das ist richtig. Um wie viel schneller? Sicher keine fünf Sekunden. Wir reden da, je nach Strecke, von einer bis zwei Sekunden.
Damit peilst du ganz klar die Titelverteidigung an?
Nein, eigentlich nicht. Ich habe auch 2025 nicht auf den Titel in der Tourenwagen-Meisterschaft geschielt. Erst nach dem Rennen in Les Rangiers und den Unfällen von Simi Wüthrich und Stephan Burri war mir klar, dass ich es schaffen könnte.
Aber den Schweizer Berg-Pokal hattest du im Visier?
Den schon eher – ja. Aber das Ziel ist es, Spass zu haben. Mit einem neuen Auto die Grenzen auszuloten. Wobei ich natürlich auch zugeben muss, dass ich mir ein solches Auto nicht gekauft habe, um hinterherzufahren.
Was erwartest du vom neuen Besitzer deines alten Golfs?
Da bin ich sehr gespannt. Natürlich braucht Ludovic seine Zeit. An ein solches Auto muss man sich zuerst gewöhnen. Das wird auch mir mit dem Audi so gehen. Aber ein Zeitenvergleich wird sicher interessant sein. Ich habe 2025 solide Zeiten mit dem Golf hingelegt. Auch wenn ich nicht überall von meiner Leistung überzeugt war. Am Gurnigel beispielsweise war ich mit dem Golf langsamer als einst mit meinem STW-Audi.
Wie sieht euer Fahrplan mit dem neuen TCR-Audi aus?
Wir werden noch dieses Jahr das neue Getriebe bestellen. Danach wird der Wagen sukzessive weiterentwickelt. Ziel ist es ganz klar, dass wir in Hemberg beim Auftakt zur Schweizer Berg-Meisterschaft am Start stehen. Der eine oder andere Slalom davor wäre natürlich eine gute Trainingsmöglichkeit. Aber das hängt alles davon ab, bis wann wir fertig werden.
2022 holte er als Spirit-Fahrer den VEGA-Titel und Platz 3 in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Am Wochenende stand Kevin Rabin bei dem Auftakt zur Asian Le Mans Series zwei Mal sensationell auf dem Podest!
2022 wurde er Dritter in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hinter Chiara Bättig und Elia Epifanio bei den OK Junioren. Parallel sicherte er sich den Titel in der VEGA Trofeo in der X30 Junior. Vor zwei Jahren nahm er dann zum ersten Mal in einem Sportwagen Platz. Inzwischen ist Kevin Rabin in der LMP3 angekommen. Und das mit Erfolg! Beim Saisonauftakt der Asian Le Mans Series in Kuala Lumpur (MAL) am vergangenen Wochenende feierte der 18-jährige Waadtländer einen Einstieg nach Mass. Im ersten Rennen wurde der Fahrer aus dem Schweizer Rennstall CLX Dritter. Im zweiten Lauf – unter monsunartigen Verhältnissen – triumphierte er gar an der Seite seiner beiden Teamkollegen Alexander Jacoby (ein Schützling von Fernando Alonso) und dem amtierenden LMP3-Champion Paul Lanchere aus Frankreich.
Auch sonst war der Auftakt zur sechs Rennen umfassenden Asian Le Mans Series für die Schweizer ein voller Erfolg. ELMS-Champion und Le-Mans-Klassensieger Louis Delétraz belegte in beiden Rennen Platz 3. Der für United Autosports fahrende Grégoire Saucy wurde einmal Fünfter und einmal Sechster. Und auch in der GT3 musste sich die Schweiz nicht verstecken. Dort übernahm Kessel Racing mit den Plätzen 5 und 1 die vorläufige Meisterschaftsführung. Die Läufe 3 und 4 zur ALMS finden am 31. Januar/1. Februar 2026 in Dubai statt. Das Finale geht dann eine Woche später in Abu Dhabi über die Bühne.
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