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16.12.2020 autobau weiter Partner der Schweizer Kart Meisterschaft
Autobau 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die autobau Erlebniswelt ist auch 2021 Hauptsponsor der Kart-SM

Erfreuliche Nachrichten kurz vor Weihnachten: Die autobau Erlebniswelt in Romanshorn verlängert die Partnerschaft mit Auto Sport Schweiz (ASS) und wird somit auch 2021 Namensgeber der autobau Schweizer Kart Meisterschaft sein.

Seit 2012 ist Fredy Lienhard zuerst mit dem Brand LO (Lista Office) und seit 2016 mit seiner imposanten «autobau Erlebniswelt» in Romanshorn, gemeinsam mit Sohn Fredy Alexander Hauptsponsor der Schweizer KartMeisterschaft. Diese Partnerschaft geht nun 2021 in die zehnte Saison.

«Wir sind sehr stolz auf diese Partnerschaft», sagt Paul Gutjahr, Präsident von Auto Sport Schweiz. «In Zeiten wie diesen ist es auch ein klares Signal, dass wir auch 2021 bestrebt sind, eine hochkarätige autobau Schweizer Kart Meisterschaft auszutragen. Auto Sport Schweiz möchte sich an dieser Stelle herzlich bei Vater und Sohn Lienhard bedanken.»

Auch Lienhard, der erst kürzlich von ASS mit dem Auto Sport Award ausgezeichnet wurde, freut sich ebenfalls über die Fortsetzung der Zusammenarbeit. «Die Nachwuchsförderung war mir schon immer sehr wichtig. Dass wir mit der autobau Schweizer KartMeisterschaft bereits ins zehnte Jahr gehen, freut mich natürlich ganz besonders.»

Teil der Zusammenarbeit mit der autobau Erlebniswelt ist auch das Visiersponsoring. Zu welchen Konditionen eingeschriebene Fahrer davon profitieren können, wird Auto Sport Schweiz zu gegebener Zeit kommunizieren.

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26.11.2020 Letzte Chance für Delétraz
Deletraz Louis 07 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Louis Delétraz will es in Bahrain nochmals wissen

Am Wochenende finden im Rahmen der Formel 1 auch die Läufe 21 und 22 der Formel 2 statt. Mittendrin: Louis Delétraz. Der Genfer hat, wenn auch nur theoretisch, immer noch Titelchancen.

Die Ausgangslage für Louis Delétraz für das vorletzte Formel-2-Wochenende ist klar: Wenn er im Kampf um den Titel noch ein Wörtchen mitreden will, muss er am Samstag/Sonntag in Bahrain nicht nur fett punkten, seine Widersacher, allen voran Mick Schumacher und Callum Ilott, sollten im Idealfall leer ausgehen. Andernfalls ist der Traum schon vor dem grossen Finale am 5./6. Dezember (ebenfalls in Bahrain) geplatzt.

Delétraz’ Rückstand auf Leader Schumacher beträgt 69 Punkte (bei noch maximal 92 zu vergebenen Zählern). Auf Rang 2 fehlen ihm 47 Punkte. Um noch aufs Podest zu kommen 25. Möglich ist also noch (fast) alles. Aber Delétraz muss in der Wüste den Turbo zünden, sonst kommt er nicht vom siebten Zwischenrang weg, was zwar sein bestes Ergebnis in der Formel 2 wäre, aber nicht das, was der Genfer angepeilt hatte.

In 90 Rennen stand Delétraz bisher neun Mal auf dem Podium. Sein bestes Wochenende war Monza 2020 mit einem dritten und einem zweiten Platz. «Ich werde mein Bestes geben und ich habe nichts zu verlieren», sagt Delétraz vor dem ersten der beiden Bahrain-Wochenenden. «Ich träume aber nicht vom Titel. Ich habe zwar noch mathematische Chancen, aber der Rückstand ist gross.»

Vielmehr visiert der inzwischen 23-Jährige den lang ersehnten Sieg an. Der fehlt ihm noch in der Formel 2. «Ein Sieg zum Abschluss der diesjährigen Saison wäre grossartig», sagt Delétraz. Abwegig ist es nicht. In Bahrain war der Romand stets schnell. «Bei den Wintertests mischten wir hier ganz vorne mit. Die Strecke liegt uns.»

Wie es 2021 weitergeht, ist noch unklar. Die Wahrscheinlichkeit, dass Delétraz eine fünfte Saison in der Formel 2 fährt, ist gering. «Es sei denn, ein Team will mich unbedingt haben.» Viel eher liegt die Zukunft von Delétraz bei den Sportwagen. Dort hat er dieses Jahr mit Rebellion (24h Le Mans) und Porsche (24h Spa) Erfahrungen gesammelt. Auch das Hypercar-Projekt von Peugeot würde ihn interessieren, aber das kommt erst 2022.

Deletraz Louis 04 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Delétraz bestreitet 2020 seine vierte Saison in der Formel 2

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12.11.2020 autobau SKM 2020: Information Saisonende 2020
Saisonende 2 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Trotz dem schwierigen Start in die Saison aufgrund der Corona Pandemie und auch mit den neuen Regelungen der 2. Welle der Pandemie, konnten wir nun letztes Wochenende die autobau Schweizer Kart Meisterschaft doch noch mit packenden Rennläufen abschliessen. Vielen Dank hierfür!

Wir freuen uns sehr über eure Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen in diesem speziellen „Corona-Jahr“, nur dank euch können diese spannenden Wettkämpfe und Rennläufe ausgetragen werden.

Wie Anfang Jahr bekannt gegeben wurde, hattet ihr die Möglichkeit vom autobau Visiersponsoring zu profitieren. Piloten welche an allen vier Veranstaltungen mit dem Visierkleber von autobau gefahren sind, werden in den nächsten Tagen bezüglich des weiteren Vorgehens schriftlich kontaktiert.

Trotz der verkürzten Meisterschaft mit vier anstelle der geplanten sechs Rennläufen, werden wir die wohlverdienten Titel der Schweizer Kart Meister im Jahr 2020 vergeben. Zu diesem Anlass möchten wir natürlich auch in dieser Saison die Schweizermeister und Titelgewinner für ihre Leistungen ehren und die ihnen zustehenden Preise überreichen. Aufgrund der verkürzten Saison, werden alle Piloten, welche an mindestens einer der vier Veranstaltungen der autobau SKM 2020 teilgenommen haben, für die Meisterschaft gewertet.

Die Meisterfeier ist aktuell für Februar/März 2021 vorgesehen, da wir hoffen, dass zu diesem Zeitpunkt wieder Veranstaltungen in diesem Rahmen durchgeführt werden können. Genauere Details dazu werden wir euch zu gegebener Zeit mitteilen. Sollten sich die Corona-Massnahmen weiter hinziehen resp. noch verstärkt werden und im März 2021 eine solche Feier nicht möglich sein, so werden wir uns andere Überlegungen machen müssen wie die Teilnehmer 2020 an ihre Auszeichnungen kommen. Im allerschlimmsten Fall (was wir nicht hoffen) müssten wir die Preise per Post versenden. Auf jeden Fall erhalten die Piloten die Preise, die ihnen aufgrund der absolvieren Rennen auch zustehen.

Für die kommenden Wochen und Monate wünschen wir Euch und Euren Familien alles Gute und vorallem bleibt gesund. Haltet Euch wenn immer möglich an die Vorgaben der Behörden damit wir möglichst bald wieder „ganz normal“ unseren Kartsport betreiben können. Als Sportler sind wir Vorbilder und gehen mit gutem Beispiel voran!

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12.08.2020 Sébastien Carron: «Ich habe heute noch Hühnerhaut»
Carron revaz ticino 19 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Carron (rechts) und Co-Pilot Lucien Revaz 2020 bei der Ticino

Der Schweizer Rallye-Meister von 2014, 2016 und 2017 hat offiziell seinen Rücktritt erklärt. Doch den Walliser juckt es immer wieder im Gasfuss. Auto Sport Schweiz hat mit Carron über seine Pläne 2020 und den Zweikampf mit Superstar Sébastien Loeb bei der Chablais 2017 gesprochen.

In deinem Logo ist das «O» von Carron als tickende Bombe dargestellt. Heisst das, du bist immer noch heiss aufs Rallye fahren und wirst dieses Jahr wieder am Start stehen?
Sébastien Carron:
Ja, das hoffe ich. Ich bin schon etwas ungeduldig und hoffe, dass wir in diesem Jahr noch Rallyes erleben werden. Aber in diesen Zeiten ist die Unsicherheit natürlich gross. Doch wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir sicher auch dabei sein. Was ich jetzt schon sagen kann: Bei der Rallye Mt Blanc, dem Auftakt zur Schweizer Meisterschaft, sind wir sicher am Start.

Du warst drei Mal Schweizer Meister. Und im Vorjahr bist du bei zwei Rallyes angetreten und hast beide gewonnen. Deine Chancen auf einen weiteren Titel stünden bei einer Meisterschaft, wie sie 2020 mit drei Rallyes stattfindet, so gesehen sehr gut…
Wir tappen da alle etwas im Dunkeln. Im Moment sind drei Rallyes vorgesehen. Mal schauen, was daraus wird. Die Teilnahme an allen Rallyes hat für mich nicht Priorität. Ich will einfach noch Spass haben. So langsam fehlt mir der Kick.

Du bist einer der erfolgreichsten Schweizer Rallye-Piloten der vergangenen zehn Jahre. Hattest du nie die Absicht, eine internationale Karriere zu starten?
Ich hatte nie die Zeit dazu. Und auch nicht die Lust, es auf die Spitze zu treiben. Ich habe eine tolle Familie und ich verbringe lieber Zeit mit ihr, als in der Weltgeschichte herumzujetten, nur um Rallyes zu fahren. Wir in der Schweiz haben das Privileg, dass wir hierzulande ein paar grossartige Rallyes vor der Haustüre haben. Darüber bin ich sehr glücklich. Mehr brauchte ich nie.

Wie bist du eigentlich zum Rallyesport gekommen?
Ich bin schon als Kind mit dem Rennsport in Berührung gekommen. Und ich habe ein paar tolle Erinnerungen an früher – wie ich in den Serviceparks herumgestiefelt bin, wie ich das Ambiente, den Lärm der Autos und den Geruch von Benzin genossen habe. Das alles ist tief in mir drin.

Rennen auf der Rundstrecke scheinen dich nie gereizt zu haben, oder?
Das ist so. Rundstreckenrennen haben mich nie fasziniert. Ich fahre nicht gerne im Kreis. Bei einer Rallye ist alles abwechslungsreicher. Und auch weniger vorhersehbar. Ich mag es, wenn ich im Cockpit improvisieren muss. Selbst wenn eine Prüfung zwei Mal gefahren wird. Am Morgen verhält sie sich nicht gleich wie am Nachmittag, wenn schon 100 Konkurrenten durchgefahren sind. Da sind plötzlich tiefere Furchen im Boden. Das liebe ich an Rallyes!

Woran erinnerst du dich am liebsten, wenn du einen Blick zurückwirfst?
Da muss ich nicht lange überlegen: An meinen Zweikampf mit Sébastien Loeb bei der Rallye du Chablais 2017. Das bleibt mein grösster Moment in meiner Karriere. Das Gefühl, gegen dein Idol zu fahren, mit demselben Material, auf einer Strecke, die ich wirklich mag, vor der eigenen Familie und deinen Freunden – das alles war einfach gigantisch. Ich kriege heute noch eine Hühnerhaut, wenn ich daran denke, dass ich auf einigen Prüfungen schneller war als er. Oder dass er mich und meine Art zu Fahren gelobt hat. Irgendwie bin ich sehr stolz darauf. Und gleichzeitig ist es mir fast etwas unangenehm, dies zu erzählen. Aber es war wirklich ein 1A-Erlebnis!

Carron ticino 19 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Carron auf seinem VW Polo R5 © Kaufmann

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09.07.2020 autobau SKM 2020: Visier Sponsoring

Wähle jetzt bei deiner Einschreibung für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft die Option Visier Sponsoring und fahre ein Rennen gratis.

Die Piloten können wie folgt profitieren:

  • Einschreibung pro Rennen, Teilnahme an 4 Rennen = 1 Rennen gratis
  • Einschreibung für die ganze Saison, Teilnahme an 4 Rennen = 2 Rennen gratis (1 Rennen für Visier Sponsoring, 1 Rennen für Einschreibung für die ganze Saison)

Wenn alle 4 Veranstaltungen mit Helmvisier Kleber gefahren wurden, wird den entsprechenden Piloten Ende Saison das Nenngeld von CHF 300.00 für ein Rennen zurückerstattet. Die angemeldeten Piloten werden während der Saison betreffend Visierkleber kontrolliert.

Wir freuen uns auf deine Einschreibung über www.go4race.ch für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung.

Visiersponsoring Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

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13.12.2019 autobau unterstützt Schweizer Kartmeisterschaft auch 2020
Autobau 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die autobau Erlebniswelt ist seit 2012 Partner der SKM

Die autobau Erlebniswelt in Romanshorn ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel am Bodensee (siehe unten). Dank den Inhabern Fredy Lienhard sr. und Fredy Lienhard jr. ist die autobau auch Hauptsponsor der Schweizer Kartmeisterschaft. Diese seit 2012 bestehende Partnerschaft geht 2020 in ihr neuntes Jahr.

Neben dem Naming-Sponsoring wird die autobau Erlebniswelt im kommenden Jahr auch das beliebte Visiersponsoring fortsetzen. Das heisst: Wer die komplette Saison mit dem Schriftzug der autobau auf seinem Helmvisier bestreitet und sich für die gesamte Saison einschreibt, der muss nur für vier statt für sechs Rennen Einschreibegebühr bezahlen. In der abgelaufenen Saison haben nicht weniger als 40 Fahrer von diesem Angebot profitiert. Darüberhinaus erhält jeder Fahrer, der an dieser Aktion teilnimmt, eine Jahreskarte für die autobau Erlebniswelt.

Los geht die Saison der Schweizer Kartmeisterschaft am 5. April im italienischen 7-Laghi. Die weiteren Termine: 10. Mai, Mirecourt (F); 7. Juni, Levier (F); 28. Juni, Château Gaillard (F); 23. August, 7-Laghi (I) und 12. September, Wohlen. Der ursprünglich geplante Saisonauftakt in Franciacorta (I) findet nicht statt. Die Strecke inkl. Infrastruktur befindet sich noch im Bau und würde für einen Lauf zur Schweizer Kartmeisterschaft anfangs April nicht rechtzeitig fertig gestellt werden.

Auto Sport Schweiz möchte sich an dieser Stelle bei der autobau Erlebniswelt, insbesondere bei Fredy Lienhard sr. und jr., für die grosszügige Unterstützung bedanken. Wir freuen uns auf ein spannendes und actiongeladenes 2020 mit einem möglichst grossen Teilnehmerfeld.

Mehr zur autobau Erlebniswelt:
Die autobau AG in Romanshorn ist ein Unternehmen, in dem sich alles um die Begeisterung fürs Automobil und den Rennsport dreht und dass diese Faszination für Besucher erlebbar macht. In ihrer Art und Lebendigkeit ist sie einmalig. In der autobau AG steht die Faszination Auto im Mittelpunkt allen Geschehens. Auf dem stillgelegten Industrieareal vereint sie ein atmosphärisches Automuseum, das zugleich Teil einer einzigartigen Eventlocation in der Schweiz am Bodensee ist – die autobau Erlebniswelt. Hinzu kommen die autobau Factory, ein modernes Gewerbezentrum für Automobilfachbetriebe, und die autobau Carlounge mit ihren professionellen alarmgesicherten Einstellplätzen. Die hochwertig sanierte Anlage – das alte Tanklager in Romanshorn – bietet dafür eine spannende Kulisse in einer verkehrsgeschichtlich wichtigen Schweizer Stadt.

Kernstück der autobau AG ist die unglaubliche Autosammlung von Fredy Lienhard, ein Schweizer Unternehmer und Rennfahrer sowie Gründer des Unternehmens. Die Rennwagen, Sportwagen, Klassiker und Oldtimer werden in den fünf Ausstellungshallen der autobau Erlebniswelt mit insgesamt acht Ausstellungsflächen ausgesprochen stilvoll und mit viel Motorsport-Flair präsentiert. Die Autoausstellung ist einzigartig und liegt im direkten Einzugsgebiet von St. Gallen, Winterthur, Zürich und Kreuzlingen sowie Konstanz aber auch Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg.

Die Idee zur Gründung der autobau AG ist dem Autoenthusiasten und leidenschaftlichen Rennfahrer Fredy Lienhard durch ein Schlüsselerlebnis gekommen. Als er Kindern einer vierten Schulklasse auf eine Anfrage durch seine private Autosammlung führte und zu vielen der Autos eine persönliche Geschichte erzählte, staunte und erfreute ihn die Begeisterung und Freude der Kinder. Durch dieses Erlebnis ist Fredy Lienhard auf die Idee gekommen, seine Sammlung öffentlich zugänglich zu machen und die Faszination Auto und Rennsport auch für andere erlebbar zu machen. Design, Technik und Rennsport zum Anfassen war und ist seine Devise. Mehr Infos unter: https://www.autobau.ch/

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21.10.2019 Rallye du Valais: Neunter Sieg für Burri
Burri olivier 2019 valais Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Olivier Burri gewann zum neunten Mal die Rallye du Valais (Foto: Jürg Kaufmann)

Olivier Burri hat 13 Jahre nach seinem letzten Sieg im Wallis die Rallye International du Valais (RIV) zum neunten Mal gewonnen. Burri hatte nach 18 Etappen und 213,8 Wertungskilometern exakt 30 Sekunden Vorsprung auf den Einheimischen Mike Coppens. Dritter wurde Oliviers Sohn, Michaël Burri, der sich am dritten Tag erfolgreich gegen die Attacken von Cédric Althaus wehren konnte.

Olivier Burri hatte sich von der ersten Prüfung an in Führung gesetzt und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Obwohl der 56-jährige Routinier «nur» drei Bestzeiten fuhr, kontrollierte er das Geschehen an der Spitze. Sein neunter Sieg bei der «Valais» dürfte allerdings der letzte gewesen sein. Im Ziel erklärte ein emotionaler Burri: «Das war meine letzte Rallye du Valais. Ich habe es am Morgen des dritten Tages meiner Frau so versprochen.»

Burris ärgster Widersacher im Wallis war Mike Coppens. Auf seiner «Heimstrecke» von Sarreyer nach Croix de Coeur in SP3 nahm er Burri 3,4 Sekunden ab. Vier weitere Bestzeiten folgten. «Ich habe viel gelernt und freue mich bereits aufs nächste Jahr», sagt der Skoda-Fabia-Pilot aus Verbier. «Auf der Prüfung nach Anzère dachten wir, es sei nasser. Dabei war es fast schon trocken. Da haben wir Zeit verloren. Und auf der SP in der Kaserne in Sion habe ich eine Haarnadel verpasst. Das hat weitere zehn Sekunden gekostet. Ansonsten bin ich happy mit Platz 2.»

Michaël Burri machte mit Platz 3 nicht nur den Familienerfolg komplett. Er sorgte auch für einen Dreifacherfolg von Skoda respektive Roger Tuning. Und obwohl dieses Ergebnis nicht reichte, um Jean-Marc Salomon in der Meisterschaft noch von Platz 2 zu verdrängen, war Burri jr. mit dem Saisonausklang zufrieden. «Ich bin glücklich nach 2018 erneut mit meinem Papa auf dem Podium gestanden zu haben.» Zum Entscheid seines Vaters meinte er: «Ich glaube, diese Rallye hat ihn viel Energie gekostet. Um auf diesem Niveau weiterzumachen, fehlt ihm die Lust dazu.»

Für Salomon endete die RIV auf dem elften Schlussrang. «Die Bedingungen waren nicht einfach», meinte der Allrounder aus dem Jura. «Und ich wollte nicht zuviel Risiko nehmen. Dass wir so den Vize-Titel gewinnen konnten, freut mich. Es ist das erste Mal, dass wir soweit vorne gelandet sind.»

Platz 4 beim Saisonfinale ging an VW-Polo-Fahrer Cédric Althaus, dem im Ziel 20 Sekunden auf Michaël Burri fehlten. Dahinter rangierte mit Federico della Casa ein weiterer junger Schweizer. Bester Ausländer war der Belgier Joachim Wagemans als Sechster auf einem Skoda Fabia R5.

Von den Jungen zeigte Jérémie Toedtli eine starke Leistung. Zwar warf ihn ein Elektrikdefekt in der dritten Prüfung aus dem Rennen um den Sieg, aber der Neuenburger kämpfte sich mit acht Bestzeiten zurück und gilt als Versprechen für die Zukunft. Kein Glück hatte diesmal der bereits als Meister festgestandene Ivan Ballinari. Der Tessiner schied nach einem Unfall zu Beginn des dritten Tages aus. «Wir wollten den guten Rhythmus vom Freitag mitnehmen», meinte «Bally». «Aber ich habe das Auto auf einer glitschigen Stelle verloren.»

Bei den Junioren ging der Sieg abermals an Jonathan Michellod, der schon vor der «Valais» als Junioren-Meister festgestanden hatte. Der Walliser spielte seinen Heimvorteil souverän aus und sicherte sich den Titel vor Sacha Althaus (beide Peugeot 208) und den punktgleichen Christophe Parriaux (Citroën C2) und Guillaume Girolamo (ebenfalls Peugeot 208).

In der Renault R3T Alps Trophy hat sich Ismaël Vuistiner mit einer starken Vorstellung und seinem zweiten Saisonsieg den zweiten Titel nach 2017 gesichert. Der bis dato führende Franzose Styve Juif erlitt auf der Prüfung nach Anzère einen Unfall und musste die Rallye aufgeben. Platz 2 ging an Nicolas Lathion. Den anvisierten dritten Platz im Wallis holte sich Rückkehrer Thomas Schmid. In der erstmals ausgetragenen Trophée Michelin Suisse hiess der Sieger im Wallis Aurélien Devanthéry auf Peugeot 208. Den Titel sicherte sich Sébastien Berner (Citroën DS3).

Im Feld der historischen Fahrzeuge setzte sich Christian Blanchard auf einem Ford Escort RS1800 gegen Bruno Rizzi (Ford Mk1) und Guy Troillet (Porsche 911) durch. Marc Valliccioni gewann trotz eines Ausfalls bei der «Valais» den Titel vor Eddy Bérard, der auf den Start im Wallis verzichtete, und Alain Röthlisberger.

Mehr über die Rallye du Valais erfahren Sie im Internet unter www.riv.ch

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16.10.2019 Bürki: «Ich würde gerne mal die Rallye du Valais fahren»
Buerki martin 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Martin Bürki: Schweizer Slalom-Meister 2019

Teil 4 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Slalom-Champion Martin Bürki steht für Konstanz und gewissenhafte Arbeit. Sechs Titel hintereinander sagen alles über den Mann aus, für den Motorsport mehr als nur ein Hobby ist.

Wer in der Schweiz Motorsport betreiben will, der kommt – und das kann man wörtlich nehmen – nicht an Martin Bürki vorbei. Der bald 52-Jährige aus Uetendorf bei Thun ist der Schweizer Serienmeister schlechthin. Bürki hat in den vergangenen neun Jahren nicht weniger als zwölf Titel gewonnen – soviel wie kein anderer in derselben Zeitspanne. Zwei Meisterschaften fehlen ihm auf Rekordhalter Jo Zeller. Diese will er unbedingt noch holen. Doch wer ihn kennt, weiss: Wahrscheinlich wird es nicht bei diesen zwei Titeln bleiben. Seine Aussage «Wenn ich merke, dass ich es nicht mehr bringe, dann höre ich auf» ist zwar ernst gemeint. Doch die Konkurrenz sollte sich nicht zu früh freuen. An eine Umsetzung dieser Worte denkt «Dinu» noch (lange) nicht.

Für Bürki ist Motorsport mehr als nur Hobby. Keiner bereitet sich so gewissenhaft vor wie der Mann mit dem froschgrünen VW Polo. Und keiner kennt das Reglement so gut wie er. Bürki ist nicht nur Teil der Schweizer Meisterschaft; er lebt sie. Und das seit 1992. Damals, 24-jährig, absolvierte er sein erstes Rennen zur Schweizer Meisterschaft in Anzère. «In diesem Jahr hat mir mein Mechaniker einen Satz neue Reifen geschenkt. Zuvor bin ich immer auf gebrauchtem Material gefahren. Mehr konnte ich mir nicht leisten», erinnert sich der Mehrfach-Champion.

Seine Karriere hat er als Autoersatzteile-Verkäufer bei VW begonnen. Danach absolvierte er eine zweite Lehre: wieder bei VW, diesmal als Mechaniker. Durch den Rennsport ist Bürki an Kundschaft geraten, die sich für Motorsport interessiert. «So habe ich mir mein Business aufgebaut», meint der Schnauzträger. Nicht selten kommt es vor, dass Bürki Autos seiner Gegner vorbereitet. Doch das macht für ihn keinen Unterschied. «Ich bediene meine Kunden so, wie ich es selber gerne hätte. Ich habe kein Problem damit, einem Konkurrenten das Auto so hinzustellen, dass er mich schlagen könnte.»

Seit 15 Jahren ist Bürki auch Teamchef. Sein Rennstall MB Motorsport zählt inzwischen 25 Fahrer. Diese schätzen nicht nur den Service, sie sind laut Bürki auch Teil einer grossen Familie. «Klar ist es das Rennfahren, das mich antreibt», sagt Bürki. «Aber das Zwischenmenschliche ist mir in den Jahren immer wichtiger geworden.»

Für viele scheint Bürki auf den ersten Blick ein harter Knochen zu sein. Und wenn er das Visier runterklappt, trifft dies auch zu. Doch Bürki trägt das Herz am rechten Fleck. Einmal, als ein Konkurrent kurz vor dem Start sein Auto nicht zum Laufen brachte, schenkte er diesem spontan eine Zündkerze. Als dieser hinterher schneller war als einer aus Bürkis Team, musste er seinem MB-Motorsport-Kollegen erklären, warum er das getan hat. Bürkis Antwort war unmissverständlich: «Wenn du damit ein Problem hast, musst du beim nächsten Mal halt mehr Gas geben!»

Bürki vertraut seit Jahren auf seinen Polo. Doch der Berner ist auf allem schnell, was vier Räder hat. Dazu gehören auch Sportwagen und Formelautos. Mit einem ehemaligen GP3-Auto lässt er es gerne auf permanenten Rennstrecken fliegen. Dass er dabei so manchem jungen Fahrer auch aus physischer Sicht die Grenzen aufzeigt, verwundert nicht. Es ist auch schon vorgekommen, dass er mit einem Suzuki Kreise um ein paar Ferraris gefahren ist. «Das sind dann die Momente, in denen ich irgendwann auflade und mit einem breiten Grinsen nach Hause fahre…»

Für eine Karriere im Ausland hat das Geld nie gereicht. Bürki und seine Frau Heidi haben früh Kinder gekriegt. Die Töchter Nicole und Melanie sind 33 respektive 31. Sohn Mike ist 26 – und nimmt hin und wieder im Team vom Vater bei Slaloms teil. Angst kennt der Bürki sr. nicht – auch nicht am Berg. «Mit der Erfahrung minimierst du die Gefahr», weiss der VW-Garagist, der die Strecken im Schweizer Kalender kennt, wie kaum ein anderer. «Ich weiss, welche Linie am schnellsten abtrocknet. Und ich kenne auch die Gefahren abseits der Ideallinie.» Wenn Teile einer Strecke neu asphaltiert werden, ist Bürki einer der ersten, der diese begutachtet. Und es schadet auch nicht, sagt er, wenn man den Gurnigel mal bei Regen zwei Wochen vor dem Rennen genau unter die Lupe nimmt.

Abgesehen von Zellers Rekord hat Bürki noch ein anderes Ziel: Er will einmal an einer Rallye teilnehmen. «Ich würde gerne mal die Rallye du Valais fahren», sagt der Walter-Röhrl-Fan spontan. Wetten, dass er auch dort eine gute Figur abgeben würde!

Martin Bürki
Titel: Schweizer Slalom-Meister
Alter: 51
Herkunft: Uetendorf (BE)
Fahrzeug: VW Polo MB

86-91 Nicht-lizenzierte Slaloms/Rennen
1992 Erstes Bergrennen in Anzère
2006 Meister OPC Astra Challenge
2011 Meister Slalom
2013 Meister OPC Astra Challenge
2014 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2015 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2016 Meister Slalom
2017 Meister Slalom
2018 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2019 Meister Slalom

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27.09.2019 Berguerand: «Es geht noch besser!»
Berguerand eric 2019 meister Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eric Berguerand: Rennwagen-Meister am Berg 2019

Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Wochen in loser Folge die Schweizer Meister 2019 porträtieren. Los geht es mit dem Rennwagen-Champion am Berg: Eric Berguerand.

Eric Berguerand hat die Schweizer Berg-Meisterschaft 2019 dominiert wie zuvor kaum ein anderer. Von den sieben Rennen, bei denen er am Start gestanden hat, hat er sechs gewonnen – fünf davon in neuer Rekordzeit. Nur am Gurnigel verpasste er den Tagessieg. Aber nicht etwa, weil er patzte, sondern weil der Regen ihm einen Strich durch die Rechnung machte.

Von den 189 möglichen Punkten hat Berguerand in diesem Jahr 180 geholt. Das hat seit Einführung des neuen Punktesystem 2015 noch kein Fahrer geschafft. Selbst sein Widersacher Marcel Steiner (142 Zähler) musste neidlos anerkennen, dass der vier Jahre jüngere Berguerand in diesem Jahr den Titel verdient hat. «Eric hat super Arbeit geleistet. Egal, was ich gemacht habe, er hat entweder schon vorgelegt oder er konnte noch nachlegen.»

Berguerands Dominanz hat sich schon Ende 2018 angekündigt. Mit den Siegen bei den letzten beiden Rennen am Gurnigel und in Les Paccots. «Ich habe im Vorjahr wegen technischen Problemen nur an vier Rennen teilnehmen können. Drei davon habe ich gewonnen», sagt Berguerand. «Das hat gezeigt: Wenn alles gepasst hat, war ich schon 2018 schnell.»

Über den Winter hat Berguerand die letzten Baustellen an seinem Lola FA99 aufgeräumt. Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten und den Schaltproblemen am Gurnigel lief die Saison wie geschmiert. Auch die neuen Formel-1-Teile von Force India, die Berguerand an seinen F3000 schraubte, scheinen ihre Wirkung gezeigt zu haben, auch wenn der Tüftler aus dem Wallis sagt: «Die haben bei dem Speed, den wir fahren, nicht dieselbe Wirkung als auf einer topfebenen Rundstrecke mit 320 Sachen.»

Berguerands Erfolgsrezept ist aufgegangen. Dank akribischer Feinarbeit ist er in diesem Jahr regelmässig schneller gewesen als der Vorjahresmeister. Und dennoch hatte man nach fast jedem Rennen den Eindruck, dass der Garagist aus Charrat noch immer nicht ganz zufrieden ist. «Es geht noch besser», ist einer von Berguerands Standardsätzen. Und damit hat der inzwischen sechsfache Berg-Champion vermutlich recht. Zuletzt in Les Paccots beispielsweise fuhr er seine Bestzeit auf gebrauchten Reifen.

Angefangen hat Berguerand mit dem Rennsport 1992 im Kart. Zehn Jahre blieb er dieser Disziplin treu. Danach wechselte er in den Bergrennsport. «Durch meinen Vater Louis, der selber seit Jahren am Berg gefahren ist, war dieser Weg irgendwie vorbestimmt», sagt Eric. «Ausserdem war es auch eine Kostenfrage. Zwar kann auch der Bergrennsport ins Geld gehen, aber was wir hier machen, ist überschaubar und nichts im Vergleich zu dem, was junge Fahrer heutzutage auf dem Weg nach oben bezahlen müssen.»

Der ersten Ausfahrt mit Papas F3-Ralt RT30 folgte schon 2003 der Wechsel in den Formel 3000. Auch das ist ein Punkt, den Eric am Bergrennsport liebt. «Wir können für vergleichsweise günstiges Geld tolle Autos fahren. Das wäre auf der Rundstrecke nicht möglich.»

Der Gefahr, mit einem 600-PS-Geschoss den Berg hochzufahren, ist sich Berguerand bewusst. Spätestens seit seinem schweren Unfall 2007 in Les Rangiers, von dem er aber sagt: «Zum Glück erinnere ich mich an nichts mehr. Der Körper klammert das aus. Das hilft bei der Genesung.» Diese dauerte mehr als ein Jahr. Doch Berguerand kam zurück – 2011 beim Begrennen La Roche-La Berra. Und von 2013 bis 2016 war er am Berg die klare Nummer 1 in der Schweiz. Gut möglich, dass 2019 der Anfang einer neuerlichen Titel-Serie Berguerands sein könnte. Denn ans Aufhören denkt der Mann in seinem pechschwarzen Eigenbau noch lange nicht. Zwar meint er, dass der Unfall seines Vaters in Anzère, bei dem er sich den Arm gebrochen hat, ein wenig die Freude genommen habe. Doch spätestens dann, wenn er das Visier runterklappt, ist Berguerand in seinem Element.

Und wer ihn kennt, weiss, dass er über den Winter weiter an seinem Lola schraubt. Ideen und Teile sind ihm noch längst nicht ausgegangen. Und weil er es 2019 geschafft hat, seinen Cosworth betriebenen Lola standfest zu machen, wird es schwierig werden, Berguerand 2020 die Stirn zu bieten. Erst recht, wenn er sich im nächsten Frühjahr beim einen oder anderen Rennen im Ausland vorbereiten kann. Diese Gelegenheit hatte er in dieser Saison nicht. «Ich bin in Hemberg ins kalte Wasser gesprungen», sagt Eric. Mit Erfolg, wie der Rest der Saison bewiesen hat.

Eric Berguerand
Titel: Schweizer Berg-Meister bei den Rennwagen
Alter: 40
Herkunft: Charrat (VS)
Fahrzeug: Lola FA99

1992-2001 Karting
2002 21. Gesamtrang auf Ralt RT30
2003 17. Gesamtrang auf Lola T96
2004 3. Gesamtrang auf Lola T96
2005 Meister auf Lola T96
2006 2. Gesamtrang auf Lola T96
2007 Unfall in Les Rangiers
2012 6. Gesamtrang auf Lola FA99
2013 Meister auf Lola FA99
2014 Meister auf Lola FA99
2015 Meister auf Lola FA99
2016 Meister auf Lola FA99
2017 2. Gesamtrang auf Lola FA99
2018 2. Gesamtrang auf Lola FA99
2019 Meister auf Lola FA99

Zur Galerie: www.motorsport.ch/de/automobil/galerie

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04.09.2019 Vorschau Gurnigel – 7. Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft
Berguerand eric 2019 gurnigel Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eric Berguerand: Mit einem Sieg könnte er am Gurnigel vorzeitig den Titel holen

Eric Berguerand hat am Wochenende seinen ersten Matchball. Der 40-jährige Walliser kann sich bei der 50. Ausgabe des Bergrennens am Gurnigel im Rahmen der Schweizer Meisterschaft vorzeitig den Titel sichern. Alles, was er dazu braucht, ist ein weiterer Sieg. Das ist dem Dominator der Saison 2019 locker zuzutrauen. Von den fünf Rennen, an denen er bisher teilgenommen hat, hat er fünf gewonnen. Vier davon in Rekordzeit. Nur in Anzère machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung und verhinderte eine neue Bestmarke. Berguerand selber macht sich aus solchen Gedankenspielen nicht viel. «Abgerechnet wird am Sonntagabend in Les Paccots beim letzten Lauf», sagt der Fahrer des Lola FA99. «Ich bereite mich ganz normal auf das Rennen am Gurnigel vor. Für mich ist das ein Rennen wie jedes andere. Ich versuche mein Bestes zu geben. Aber an die Meisterschaft denke ich nicht.»

Der Einzige, der Berguerand am Titel hindern könnte, ist Marcel Steiner. Während sich der Lokalmatador in den vergangenen zwei Jahren an seinem Hausberg jeweils bereits als Meister bei den Rennsportwagen feiern lassen durfte, sieht er seinem Heimrennen diesmal skeptisch entgegen. «Es wird wohl nichts aus dem zweiten Hattrick. Der Zug scheint abgefahren», meint Steiner, der seine bisherigen Titel in den Jahren 2010-2012 und 2017/2018 geholt hat. Ein Blick auf die Statistik unterstreicht das Gefühl Steiners. Berguerand hat die letzten sechs Ausgaben am Gurnigel für sich entschieden. Auch der Streckenrekord von 1:39,81 min geht auf das Konto des Lola-Fahrers.

Während Berguerand also seinen fünften Titel nach 2013, 2014, 2015 und 2016 anvisiert und damit punkto gewonnene Meisterschaften mit Steiner gleichziehen würde, peilt bei den Tourenwagen der Baselbieter Andy Feigenwinter seinen ersten grossen Coup an. Mit fünf Siegen in der Gruppe SuperSerie liegt der Lotus-Pilot klar in Führung. Zwar war Ronnie Bratschi auf seinem Monster-Mitsubishi in der Regel der schnellste Mann mit einem geschlossenen Fahrzeug, aufgrund von zwei technisch bedingten Ausfällen beträgt sein Rückstand auf Feigenwinter jedoch 32 Punkte. Der Urner könnte Feigenwinter also nur einholen, wenn beim Leader in den verbleibenden zwei Rennen sehr viel schief läuft. «Doch davon gehe ich nicht aus», sagt Bratschi. «Was soll an einem Serienauto schon grossartig kaputt gehen?» Zwischen Bratschi und Feigenwinter liegt noch Roger Schnellmann in Lauerstellung. Doch auch der zweite Mitsubishi-Pilot hat 18 Punkte Rückstand auf den Leader.

Bis zum Ende dürfte die Spannung im Bergpokal erhalten bleiben. Mit Philipp Krebs, Martin Bürki und Stephan Burri liegen hier drei Berner in Front. Falls Krebs auch bei den zwei letzten Rennen all seine Gegner aus dem Renault Classic Cup bezwingt, ist ihm der Gesamtsieg nicht zu nehmen. Bürki ist zwar in dieser Saison ungeschlagen, da aber in Oberhallau in seiner Klasse nicht genügend Konkurrenten antraten, erhielt er dort nur halbe Punkte. Selbst bei zwei weiteren Volltreffern wird ihn dieses Streichresultat den Titel kosten, sofern bei Krebs alles passt.

Das Rennen am Gurnigel geht auf 1910 zurück. Der erste Sieger, der Berner Edmond von Ernst, brauchte für die Strecke von Dürrbach zum Hotel Gurnigelbad 7,27 min. Ab 1920 wurde das Rennen in unregelmässigen Abständen durchgeführt. 1970 wurde «der Gurnigel» dann in den Kalender der Schweizer Meisterschaft aufgenommen und seither Jahr für Jahr ausgetragen.

Zum 50. Geburtstag haben die Veranstalter einen Jubiläums-Block organisiert. Bewusst beschränken sich die Verantwortlichen auf ein Dutzend Teilnehmer bzw. Fahrzeuge, die dieses Rennen in der Vergangenheit geprägt haben. «Klein, aber fein» lautet die Devise, denn auch heuer soll der Rennsport im Vordergrund stehen. Die prominenteste «Legende» bei den Demofahrten ist Gurnigel-König Fredy Amweg (20 Gesamtsiege!), der seinen Eigenbau F2 von 1976 an den Start bringt. Aber auch an Marcel Steiners Vater Heinz, der 20 Jahre nach seinem Rücktritt nochmals den Martini-CN-Boliden steuert, wird die Fans mit Sicherheit verzücken.

Los geht es samstags und sonntags jeweils um 7 Uhr. Den genauen Zeitplan sowie weitere Details zum Bergrennen am Gurnigel finden Sie im Internet unter www.gurnigelrennen.ch

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03.09.2019 Vorschau Rally del Ticino – 5. Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft
Ballinari ivan ossolane 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Will den Sieg, auch wenn er schon als Meister feststeht: Ivan Ballinari (Bild: Jürg Kaufmann)

Die Schweizer Rallye-Meisterschaft meldet sich nach einer langen Sommerpause zurück – zum fünften und vorletzten Lauf, der Rally del Ticino. Diese gab im Vorfeld schon viel zu reden und führt in diesem Jahr nur noch über 48,72 km statt wie im Vorjahr über 52,48 km. Das hat Folgen in der Einstufung der Rallye. Zwar gilt die «Ticino» nach wie vor als eine Rallye der Kategorie 3, weil sie über zwei Tage abgehalten wird, doch weil weniger als 50 km Prüfungen auf dem Programm stehen, wird sie bei der Vergabe der Meisterschaftspunkte als Rallye Typ 4 eingestuft. Das hat das Büro der Nationalen Sportkommission am 22. Juli beschlossen.

Durch diese Abstufung ist die Entscheidung in der Schweizer Meisterschaft am grünen Tisch gefallen. Der alte Meister ist zugleich auch der neue: Ivan Ballinari. Gerne hätte der Tessiner seinen Titel aus dem Vorjahr auf der Strecke verteidigt. «Dennoch freue ich mich natürlich auf meine Heimrallye», so Ballinari, «und hoffe, dass mich an diesem Wochenende viele Fans unterstützen.»

Unterstützung wird «Bally» gebrauchen. Mit Sébastien Carron hat sich für die «Ticino» ausgerechnet jener Fahrer eingeschrieben, der in diesem Jahr als Einziger den nun zweifachen Schweizer Meister bezwingen konnte. «Ich freue mich auf das Duell mit Sébastien», sagt Ballinari. «Wir hatten in der Vergangenheit schon tolle Zweikämpfe ausgetragen. Und es wird sicher auch im Tessin wieder spannend werden. Leider fahren wir nicht auf identischem Material. Und wenn man den Rückstand nimmt, den ich bei der Rallye du Chablais auf Sébastien hatte, dann ist klar, wem die Favoritenrolle im Tessin gebührt.»

Auch Carron freut sich auf das neuerliche Duell mit Ballinari, betont aber, dass der Spass für ihn im Vordergrund steht. «Das Feuer brennt immer noch in mir», sagt der Walliser. «Und ich freue mich auf die Rally del Ticino. Ich habe immer gerne an dieser Rallye teilgenommen. Aber meine Einstellung hat sich geändert. Bei mir steht der Spass im Vordergrund und nicht der Gedanke an die Punkte oder an die Meisterschaft.» Weil diese bereits entschieden ist, dürfen sich die Fans auf einen offenen Schlagabtausch freuen. Denn auch Ballinari kann im Tessin nach Herzenslust angreifen. Unabhängig vom Ausgang des mit Spannung erwarteten Zweikampfes werden im Ziel in Chiasso beide ihren Spass haben. «Bally» hat nämlich schon im Vorfeld für alle Teilnehmer und Fans Freibier organisiert…

Auch Jean-Marc Salomon wird bei der «Ticino» mit seinem Ford Fiesta R5 am Start stehen. Der Jurassier, Zweiter im Gesamtklassement, hatte zwar in Les Rangiers einen Crash, «den schwersten in 30 Jahren Motorsport», so Salomon, aber gesundheitliche Folgen hatte der Unfall nicht.

Los geht es im Tessin am Freitagabend mit der Eröffnungszeremonie in Chiasso ab 19 Uhr am Corso San Gottardo. Zu absolvieren sind drei Prüfungen: Valcolla, Isone und Penz. Die erste Prüfung findet am Samstagmorgen um 10 Uhr nördlich von Lugano statt («Valcolla»). Diese führt über 12,7 km. Danach folgt die SP «Isone» ab 11 respektive 13.20 Uhr über jeweils 6,74 km. Ehe ab 14.20 Uhr zum zweiten Mal die «Valcolla» auf dem Programm steht. Die zwei finalen Etappen finden in Isone und schliesslich in Chiasso («Penz») statt. Die Podiumszeremonie ist für ca. 18 Uhr vorgesehen.

52 Teams haben sich für den fünften Meisterschaftslauf eingeschrieben; darunter vier WRC’s und zehn Autos der Kategorie R5. In der historischen Klasse VHC sind fünf Fahrzeuge gemeldet.

Spannend wird es auch in der Junior-Klasse. Gesamtleader Jonathan Michellod aus Verbier würde ein zweiter Platz hinter Sacha Althaus (Moutier) zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. Gewinnt Althaus und Michellod wird «nur» Dritter, fällt die Entscheidung bei den Junioren erst beim Finale im Wallis (16.-19. Oktober). «Wir werden die Ronde del Ticino wie alle anderen Rallyes in Angriff nehmen und uns vor allem nicht zu viele Gedanken machen», sagt Michellod. «Für mich ist es keine gute Lösung, die Rallye auf den Gegner auszurichten. Wir werden unseren üblichen Rhythmus beibehalten und, sollte alles passen, einen weiteren Saisonsieg anvisieren.»

Mehr über die Rally del Ticino erfahren Sie im Internet unter www.rallyticino.com

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30.07.2019 Kein Schweizer auf dem Podium bei den 24h von Spa
Frommenwiler philipp 2019 spa Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Knapp am Podest im Silver Cup vorbei: Philipp Frommenwiler auf dem Honda NSX

13 Schweizer haben am Wochenende bei den 24 Stunden von Spa auf ein Topergebnis gehofft. Die Chancen auf einen Platz auf dem Podium waren vielversprechend. Doch am Ende ging die Schweizer Delegation im Kampf um den Gesamtsieg leer aus. Bei Wetterbedingungen, wie sie nur in Spa herrschen können, wurde das Rennen am Sonntagmorgen sogar um sechs Stunden unterbrochen. Zuvor (und auch danach) lag der Audi R8 LMS von WRT Racing mit Nico Müller auf Podestkurs. Zwischenzeitlich führte Müller & Co. sogar das Rennen an. Doch Im Endspurt machten zwei Unfälle (einer von Müller, der andere von René Rast) alle Hoffnungen zunichte. Statt das anvisierte Podium landete Müller mit seinen beiden DTM-Kollegen Rast und Robin Frijns nur auf Rang 23.

Auch Ricardo Feller schaffte es nicht das Vorjahrespodium von seinem Team Land Motorsport zu wiederholen. Drei Durchfahrstrafen warfen Feller und seine Mannen auf Rang 14 zurück. Nur zwei Positionen dahinter landete Rolf Ineichen, der mit seinen Teamkollegen Mirko Bortolotti und Christian Engelhart das Rennen ebenfalls zwischenzeitlich angeführt hatte.

Weitere zwei Plätze dahinter kam Alexandre Imperatori auf dem Nissan GT-R Nismo ins Ziel. Kein glückliches Händchen hatte R-Motorsport. Das Team aus St.Gallen brachte nur einen der drei Aston Martin Vantage ins Ziel: auf Position 19. Die beiden anderen Autos schieden früh durch Unfälle aus.

Im Silver Cup gelang Philipp Frommenwiler als Klassenvierter das beste Ergebnis. Der Honda-Pilot aus dem britischen Team Rocket von Jenson Button war damit im Gesamtklassement zwei Positionen besser klassiert als Lucas Mauron, der wie Ineichen einen Lamborghini von Grasser Racing fuhr.

Wirklich Grund zum Jubeln hatten in Spa nur zwei Schweizer aus der Kategorie Am für Bronze-Fahrer: Vorjahressieger Adrian Amstutz belegte Platz 2, Christoph Lenz wurde Dritter. Beide waren mit einem Lamborghini Huracan unterwegs.

Der Sieg in Spa ging übrigens an das Porsche-Trio Richard Lietz, Kevin Estre und Michael Christensen vom Team GPX Racing.

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03.07.2019 Vorschau Massongex – 3. Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft
Maurer marcel 2018 massongex Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahressieger Marcel Maurer hegt Hoffnungen auf einen Podestplatz (Bild: Trusk Images)

Nach den beiden Auftaktrennen in Hemberg (SG) und Reitnau (AG) gastiert die Schweizer Berg-Meisterschaft am Wochenende in Massongex zum dritten Lauf 2019. 106 Teilnehmer haben sich eingeschrieben, darunter 80 in den NATionalen Kategorien. Das ist gegenüber Reitnau weniger als die Hälfte, aber immer noch deutlich mehr als im Vorjahr, als nur knapp 60 Autos die 3150 Meter lange Strecke Richtung Vérossaz, oberhalb von Saint-Maurice, in Angriff nahmen.

Der Grund für das eher bescheidene Starterfeld ist für viele die Streckencharakteristik. Diversen Vollgaspassagen folgen enge Spitzkehren. «Das geht teilweise richtig aufs Material», sagt Mitsubishi-Pilot Roger Schnellmann, der den Lauf in Massongex aus diesem Grund auslässt. Auch Marcel Steiner, der im Vorjahr in Massongex einen Motorschaden im Training erlitt, sagt: «Ein paar Kurven weisen eine grosse Höhendifferenz aus. Da muss man am Kurvenausgang warten, bis alle vier Räder wieder Kontakt zur Strasse haben. Wer da zu früh aufs Gas steht, handelt sich rasch einen Schaden ein.»

Steiner hat die ersten beiden Duelle gegen Eric Berguerand in dieser Saison verloren und möchte in Massongex den Rückstand auf den Walliser auf keinen Fall noch grösser werden lassen. Doch dieses Unterfangen wird schwierig. «Ich war in Reitnau etwas ratlos. Mein Gefühl im zweiten Lauf war besser als die Zeit auf der Anzeige. Aber ich werde in Massongex wieder alles geben und versuchen, Berguerand am dritten Sieg in Folge zu hindern.»

Berguerand indes reist mit stolz geschwellter Brust zum ersten seiner beiden Heimrennen an. Zwei Siege und zwei neue Streckenrekorde stempeln den Mann aus Charrat bei Martigny zum Favoriten. Und das obwohl Berguerand im Vorfeld dieser Saison kein einziges Rennen und keinen einzigen Test absolviert hat. «Wir haben offenbar gute Arbeit über den Winter geleistet», sagt der 40-jährige Berguerand, dessen Vater Louis mit 81 Jahren übrigens der älteste Teilnehmer am Wochenende ist.

Eric Berguerand ist in Massongex auch Rekordsieger. Von den seit 1984 24 ausgetragenen Rennen hat der furchtlose Walliser sechs gewonnen. Sein erster Sieg 2002 liegt bereits 17 Jahre zurück. Auf Platz 2 der ewigen Bestenliste rangiert Marcel Steiner mit drei nationalen Erfolgen (2010-2012). Den letzten Tagessieg im unteren Rhonetal sicherte sich Marcel Maurer. Der Formel-Renault-Pilot setzte sich im Vorjahr – nach dem Motorschaden von Steiner und den Anlasserproblemen bei Berguerand – in einem engen Duell gegen Christian Balmer durch. Beide sind auch in diesem Jahr am Start. Und beide hegen Hoffnungen auf den dritten Gesamtrang.

Platz 3 haben aber auch noch andere Fahrer im Visier. Ronnie Bratschi beispielsweise ist nicht nur in der Kategorie E1 (+3500 cm3) Favorit, der Urner kann in Abwesenheit von Schnellmann mit seinem Mitsubishi Evo VIII durchaus auch aufs Podest im Gesamtscore fahren. Ebenfalls ein Kandidat für den Titel «Best oft he Rest» ist Robin Faustini. Der junge Reynard-Pilot aus Suhr hat zuletzt in Reitnau mit Rang 4 für Aufsehen gesorgt. Weil Thomas Amweg auf das Rennen in Massongex verzichtet, könnte die Stunde von Faustini schlagen. Mit Aussenseiter-Chancen geht Michel Zemp in Rennen. Der Fahrer des Norma-Honda hat in Reitnau einen neuen Rekord für 2-Liter-Sportwagen aufgestellt.

Wie in Hemberg werden auch in Massongex drei Wertungsläufe ausgetragen. Diese finden am Sonntag ab 9.55 Uhr statt. Die Addition der beiden besten Läufe ergibt die Gesamtzeit. Trainiert wird schon am Samstag. Und zwar fleissig. Vier Einheiten stehen auf dem Programm (ab 8.05 Uhr). Ein weiterer Trainingslauf findet am Sonntagmorgen um 8.15 Uhr statt. Dazwischen streut der Organisator Taxifahrten in Rallye-Autos. Diese können auf der Internetseite gebucht werden.

Mehr über das Bergrennen in Massongex erfahren Sie im Netz: www.coursedecotedemassongex.ch

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21.06.2019 Marcel Fässler: Am Nürburgring mehr Glück?
Faessler marcel 2019 nuerburgring Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Fässlers Audi R8 LMS mit der Startnummer 14

Für Marcel Fässler sind es die zwei strengsten Wochen im Jahr. Zuerst die 24h von Le Mans, nun die 24h am Nürburgring. Ersteres hat für den dreimaligen Le-Mans-Sieger mit einem schmerzhaften Crash geendet. Doch Fässler ist wohlauf und kann am Samstag am Nürburgring den Unfall an der Sarthe vergessen machen. Zusammen mit Christopher Haase, René Rast und Markus Winkelhock, die allesamt schon einmal am Nürburgring gewonnen haben, bildet Fässler ein äusserst schlagfertiges Quartett. Und auch sein Team, Car Collection Motorsport, verfügt über reichlich Erfahrung. Der letzte grosse Sieg gelang im Januar bei den 24h von Dubai.

Fässler ist auf seinem Audi R8 LMS nicht der einzige Schweizer, der am Wochenende am Start steht. Aber er ist sicher der, mit den besten Siegchancen. Zu den übrigen Eidgenossen zählt u.a. Alexandre Imperatori. Der Romand hat 2015, als Nico Müller das Rennen gewann, als Dritter auf dem Podium gestanden. Er wird in einem BMW M6 GT3 in der Königsklasse SP9-Pro antreten. Apropos Müller: Der wäre sehr gerne am Nürburgring gefahren, steht aber als Ersatzfahrer von Audi bei der Formel E in Bern im Einsatz.

Ein weiteres Schweizer Duo, das auf sich aufmerksam machen will, ist Simon Trummer und Jonathan Hirschi. Zusammen mit dem Deutschen Björn Grossmann werden sie einen Ferrari F488 pilotieren. Hoffnungen aufs Podium macht sich auch der Tessiner Raffaele Marciello, der wie Philip Ellis in einem Mercedes-AMG GT3 antritt.

Den Hattrick im Visier hat Yannick Mettler. Der Luzerner, der bei den letzten zwei Ausgaben mit einem Klassensieg im BMW M235i Racing Cup glänzte, setzt diesmal auf einen Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon. Ebenfalls in der GT4 unterwegs: Manuel Amweg auf BMW M4 GT4 von Leutheuser Racing. Am Start sind auch zwei Schweizerinnen: Rahel Frey (Audi R8 LMS) und Jasmin Preisig (VW Golf VII GTI).

Der Start erfolgt am Samstag um 15.30 Uhr. Das Rennen wird von RTL Nitro live und rund um die Uhr übertragen.

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23.05.2019 Saisonauftakt mit 450 km/h Spitze
Erbacher jndia auftakt 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jndia Erbacher und ihr Dragster: Am Wochenende beginnt die Saison

Sie sind laut, sie sie schnell und sie verzeihen keine Fehler: Dragster sind die Monster unter den Rennwagen. Es braucht schon eine gehörige Portion Mut, wenn man in eines dieser «Autos» sitzt. Jndia Erbacher aus Arlesheim im Kanton Baselland zählt zu den – im positiven Sinne – «Verrückten», die diesen Sport ausüben. Am Wochenende beginnt für die bald 25-Jährige die neue Saison. Auf dem Dragsterstrip von Santa Pod nördlich von London geht von Samstag bis Montag der erste von sechs Läufen zur Europameisterschaft über die Bühne.

Für Jndia, die die Dragster-Gene von ihrem Vater Urs, einem ehemaligen Europameister, geerbt hat, ist es das erste Rennen seit September 2018. Logisch ist sie heiss auf dieses erste Kräftemessen. «Ich fühle mich gut vorbereitet», sagt Erbacher, «auch wenn ich seit Monaten nicht mehr im Dragster gesessen habe. Testfahrten sind bei uns mit viel Aufwand verbunden. Wir müssten nach England oder Skandinavien gehen. Das kostet viel Geld. Deshalb wird der erste Quali-Lauf am Samstag für mich auch gleichzeitig so etwas wie ein Testrun werden.»

Wenn Erbacher von guter Vorbereitung spricht, dann meint sie das auch so. Klar dauert ein Dragster-Rennen nur ein paar wenige Sekunden, doch man darf die physischen und mentalen Anforderungen dieses Sports nicht unterschätzen. «Ich trainiere wie jeder andere Rennfahrer», sagt Jndia. «Wichtig ist neben der mentalen Nervenstärke auch die Kraft. Nacken, Rücken und Arme werden bei Dragster-Rennen am stärksten beansprucht.»

Erbacher fährt wie einst ihr Vater in der Top-Fuel-Klasse, der schnellsten Kategorie. Ihr Fahrzeug wird mit Nitromethan, also flüssigem Sprengstoff, angetrieben. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei ca. 450 km/h. Im eins gegen eins treten die Dragster-Fahrer und -Fahrerinnen gegeneinander an. Geschlechtliche Unterschiede gibt es keine. Frauen gegen Männer – das ist im Dragster-Rennsport an der Tagesordnung. Beim ersten Rennen in Santa Pod treten in Erbachers Klasse vier Frauen und vier Männer an. «Wenn ich das Visier runterklappe, spielt es keine Rolle mehr, ob ich blonde lange Haare habe oder eine Glatze», sagt Erbacher. «Dann zählt nur noch die Beschleunigung.» Eine Viertelmeile muss Erbacher in ihrem Dragster zurücklegen. Im Vorjahr schaffte sie das zum ersten Mal unter vier Sekunden.

Erbachers Ziel in diesem Jahr: «Ich will unter die Top 3 der Europameisterschaft.» Doch damit nicht genug. Jndia liebäugelt mit Amerika, dem Mutterland des Dragstersports. Und der Wunsch könnte schon bald in Erfüllung gehen. Wenn alles klappt, kriegt die schnelle Baselbieterin in diesem Jahr ihre eigene TV-Doku. Das würde den Weg Richtung NHRA (National Hot Road Association) beschleunigen. «Ich hoffe, es klappt», sagt Jndia. «Aber ich bleibe realistisch. Erst wenn ich einmal dort angekommen bin, glaube ich wirklich daran, dass ich es geschafft habe.» Und was würde sie in den USA erwarten? «Das Niveau ist dort höher – klar. Auch wenn nur in den Staaten gefahren wird, ist das für uns Dragster-Fahrer die eigentliche Weltmeisterschaft. Dort fahren die Besten. Dieses Jahr stehen 23 Rennen auf dem Programm. Die Top-Zeiten liegen bei rund 3,65 Sekunden. Das sind Welten verglichen mit Europa. Wenn ich es also wirklich schaffe, in Amerika Fuss zu fassen, dann beginnt für mich vieles von Neuem.»

Der Vorteil in den USA ist offensichtlich. Dragster-Rennen sind dort Kult. «Testen», so Erbacher, «kannst du überall und jederzeit. Nicht so wie bei uns.» Auch punkto Fahrzeuge ginge die Rechnung für Erbacher auf. «Wir haben zwei. Eines davon könnten wir in die USA schicken.» Bis es soweit ist, will Jndia in der Europameisterschaft mit weiteren Top-Leistungen auf sich aufmerksam machen. «Wenn ich an diesem Wochenende sieben Läufe bestreiten kann, wäre das grossartig. Das würde nämlich bedeuten, dass ich es bis ins Finale geschafft habe.»

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22.03.2019 Fünf Fragen an Isabelle von Lerber
Fontana alex 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Isabelle von Lerber

Isabelle von Lerber (25) ist die schnellste Kartfahrerin der Schweiz. 2019 möchte sie in der Schaltkart-Klasse KZ2 mehr als nur einen Tagessieg holen. Wie sie das anstellen will und was die schnelle Bernerin von der W-Series hält, verrät Sie uns in Folge 13 von «Fünf Fragen an…»!

Du bist die schnellste Schweizer Kartfahrerin. Parallel arbeitest du in einer Kindertagesstätte. Wie sind zwei solch unterschiedliche Interessen entstanden?

Als Kind wollte ich Automechanikerin werden. Doch das war mir dann zu männerlastig. Also habe ich mich irgendwann für das Gegenteil entschieden und arbeite heute als gelernte Fachfrau für Kinderbetreuung in einer 24-Stunden-Kita. Zum Karting bin ich über einen Schnupperkurs auf der Kartbahn in Lyss gekommen. Mein Vater hat mich da an einem Mittwochnachmittag mitgenommen.

Du hast beim Saisonfinale in Lignières ganz oben gestanden. Ist das auch dein Ziel für die diesjährige KZ2-Meisterschaft?

Ja, sicher. Aber ich konzentriere mich vorerst lieber auf einzelne Rennen. Wenn ich von Anfang an die Meisterschaft ins Visier nehme, baue ich mir zu viel Druck auf. Und das ist nicht gut.

Es gibt zwei Philosophien im Kart: Alles selber machen oder sich einem Team anschliessen. Welche Variante ist für dich die zielführendere?

Wenn man in den Kartsport einsteigt, ist es hilfreich, wenn man sich auf ein Team verlassen kann. Aber auch der andere Weg kann funktionieren. Vorausgesetzt man bringt das technische Wissen mit. Wichtig ist, dass man ein Ziel vor Augen hat. Auch Abwechslung tut gut. Ich habe allein aufgrund meines Jobs einen ganz anderen Alltag als der an der Rennstrecke. Ausserdem spielt natürlich auch das Geld immer eine entscheidende Rolle. Und wie man damit umgeht. Ich überlege mir immer gut, wie, wo und wann ich es einsetzen will. Das ist sicherlich auch ein Grund, weshalb ich es umso mehr schätze und geniesse, wenn ich Zeit auf dem Rennplatz verbringen kann. Vielleicht sogar mehr, als jemand, der alles finanziert bekommt.

Im Kalender der diesjährigen Kart-Meisterschaft hat es eine Änderung gegeben: Ihr fahrt in Château Gaillard statt in Vesoul. Was kannst du über diese Strecke sagen?

Ich freue mich auf diese Strecke. Ich kenne sie von der Vega Trophy. Allerdings wurde ich dort im Finale abgeschossen. Ich habe also noch eine Rechnung offen. Vesoul war als Strecke auch okay. Aber das Fahrerlager am Hang ist sicher nicht ideal.

Es wird zurzeit viel über die W-Serie diskutiert, die erste reine Frauen-Formelsport-Meisterschaft. Welche Meinung hast du dazu?

Für mich ist und war das kein Thema. Wenn man weiterkommen will, muss man die Besten bezwingen. Und das sind nun mal in der Regel Männer. Ich glaube, dass die Leute einen Sieg einer Frau in einer reinen Frauen-Meisterschaft weniger hoch einstufen. Ausserdem: Wer es bis ganz nach oben schaffen will, muss früher oder später sowieso wieder gegen Männer antreten. Also macht für mich diese Geschichte nicht besonders viel Sinn.

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02.03.2019 autobau SKM 2019: Visier Sponsoring
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Wähle jetzt bei deiner Einschreibung für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft die Option Visier Sponsoring und fahre ein Rennen gratis.

Die Piloten können wie folgt profitieren:

  • Einschreibung pro Rennen, Teilnahme an 6 Rennen = 1 Rennen gratis
  • Einschreibung für die ganze Saison, Teilnahme an 6 Rennen = 2 Rennen gratis (1 Rennen für Visier Sponsoring, 1 Rennen für Einschreibung für die ganze Saison)

Wenn alle 6 Veranstaltungen mit Helmvisier Kleber gefahren wurden, wird den entsprechenden Piloten Ende Saison das Nenngeld von CHF 300.00 für ein Rennen zurückerstattet. Die angemeldeten Piloten werden während der Saison betreffend Visierkleber kontrolliert.

Wir freuen uns auf deine Einschreibung über register.gvi-timing.net für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung.

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