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21.04.2026 Weekend-Report 10/2026
Sebastien Buemi Imola 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Endlich wieder ganz oben: Sébastien Buemi (l.) siegte in Imola © Toyota

Das vergangene Wochenende stand aus Schweizer Sicht ganz im Zeichen des WEC-Sieges von Sébastien Buemi in Imola. Erfolgreiche Schweizer gab es aber auch noch in Portimão beim Auftakt der GT Open.

So darf es für Sébastien Buemi ruhig weitergehen. Beim Auftakt zur Langstrecken-WM in Imola (ITA) gewann der Waadtländer nach einer sieglosen Saison 2025 endlich wieder einmal für Toyota. Und das beim Debüt des TR010 Hybrid. Ausschlaggebend für den Erfolg waren die Boxenstopps. Ferrari ging beim Heimspiel zwar in Führung – und das gleich doppelt. Doch Toyota war bei den Boxenstopps jeweils schneller und sicherte sich so die Plätze 1 (mit Buemi) und 3 (mit der #7). Für Buemi war es der 27. Triumph in der WEC mit Toyota. Anders die Gefühlslage bei Raffaele Marciello. Der BMW verlor gegen Rennende noch eine Position und musste sich beim Saisonauftakt in der Emilia Romagna mit Platz 7 zufrieden geben.

Louis Delétraz muss mit Cadillac in den USA weiter auf den ersten grossen Erfolg warten. Beim IMSA-Grand-Prix in Long Beach wurde der Genfer Achter. Auf dieser Position liegt er auch in der Gesamtwertung. Auch der amtierende GTD-Champion Philip Ellis backt seit zwei Rennen etwas kleinere Brötchen. Nach dem Auftaktsieg in Daytona folgte ein 18. Platz in Sebring und nun ein neunter Rang in Long Beach.

Alex Fontana GT Open Portimao Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alex Fontana (l.) gewann bei der GT Open in Portimão © GT Open

Erfolgreicher waren die Schweizer beim Auftakt der GT Open in Portimão (POR). Alex Fontana gewann mit ZRS Motorsport auf Anhieb das erste Rennen. Im zweiten Durchgang verpasste der Tessiner auf Porsche 911 GT3 R das Podium als Vierter knapp. Auch Alexander Fach jr. durfte jubeln. Der Schwyzer gewann mit Fach Auto Tech Rennen 1 in der ProAM-Wertung. Im zweiten Lauf wurde Fach Achter. Keinen Sieg, dafür zwei Mal auf dem Podest standen Yannick Mettler und Dexter Müller. Das Mercedes-Duo belegte im ersten Rennen Rang 2 (hinter Fach), im zweiten Heat hätte gar ein Sieg herausschauen können, wenn sich Müller nicht gedreht hätte. So reichte es am Ende «nur» zu Platz 3. 

Mit den Plätzen 14, 18 und 13 startete Chiara Bättig in die neue Saison der Britischen Formel 4 in Donington (GBR). Die Red-Bull-Juniorin holte damit ihre ersten vier Punkte. Weiter geht’s für Bättig am 9./10. Mai in Brands Hatch.

Zum Karting: Bei der WSK in Lonato (ITA) war Iven Ammann (Innovate Competition) in der OK-N der beste Schweizer als Zehnter. Und auch bei der IAME Euroseries in Franciacorta (ITA) gab es zwei Top-10-Ergebnisse. Ben Iten wurde Neunter bei den Super Minis, Aurelio Longhitano (beide Spirit Racing) Neunter in der X30 Junior. 

Baettig Chiara Donington 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Chiara Bättig bestritt ihr erstes Rennen in der Britischen F4 © Red Bull

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20.04.2026 Slalom Frauenfeld: Egli feiert elften Sieg, Überraschung bei den Tourenwagen
Egli myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für Philip Egli war es der elfte Sieg in Serie in Frauenfeld © myrally.ch

Er hat es schon wieder getan: Philip Egli gewann am Sonntag zum elften Mal (in Serie!) den Slalom in Frauenfeld. Eine Überraschung gab es bei den Tourenwagen mit dem ersten Sieg für den Zürcher Dino Wintsch.

Er bleibt der Chef im Ring. Beim Auftakt der Schweizer Slalom-Meisterschaft im Frauenfeld hat Philip Egli vor rund 9000 Zuschauern seinen elften Tagessieg auf der Allmend gefeiert. Seit 2015 ist der gebürtige Glarner im Thurgau ungeschlagen. 2015 – das ist schon ein Weilchen her. Damals reagierte noch ein gewisser Barack Obama die USA, der Euro war noch stärker als der Schweizer Franken und Stan Wawrinka gewann die French Open…

Ganz so locker wie auch schon cruiste Formel-3-Pilot Egli diesmal aber nicht zum Gesamtsieg. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Lionel Ryter betrug 0,73 Sekunden. Im Vorjahr war der junge Walliser in seinem Formel Renault 2.0 mit einem Rückstand von 0,62 Sekunden sogar noch näher an Egli dran. Trotzdem war der elfte Sieg in Serie für Egli eine Genugtuung. Vor allem, weil der Schweizer Slalom-Meister von 2024 nach dem ersten von Trainingsläufen plötzlich im Stress war. Egli musste für die Rennläufe das Getriebe an seinem Dallara F393 wechseln. Dank Mithilfe seiner ehemaligen Konkurrenten Marcel Maurer und Yves Hängärtner schaffte es der Rekord-Tagessieger aber gerade noch so. «Ich bin ihnen und meinem Vater sehr dankbar, dass sie mich so tatkräftig unterstützt haben», meinte Egli. «Wir hatten den Schaden innerhalb von zwei Stunden repariert. Und es reichte gerade noch zur Teilnahme am zweiten Trainingslauf. Aber ganz ehrlich: Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich nur herumgerannt. Dass es am Ende gereicht hat und ich meinen elften Sieg in Frauenfeld feiern durfte, macht mich unter diesen Umständen natürlich erst recht glücklich.»  

Die Siegeszeit von 1:59,51 Minuten lässt sich sehen. Schneller war Egli über den 3,2 Kilometer langen Kurs nur 2024 (1:58,87 Minuten). Hauptkonkurrent Ryter hatte nach dem ersten Durchgang 0,83 Sekunden Rückstand. Der junge Walliser war mit seinen Reifen nicht zufrieden, hoffte aber, dass er im zweiten Lauf Egli doch noch abfangen könnte. Doch dieses Unterfangen scheiterte – wie im Vorjahr. «Ich habe zu viel riskiert», meinte Ryter leicht enttäuscht. Der linke Frontflügel seines Formelfahrzeugs hatte etwas gar viel Gras geladen, «ich habe die letzte Kurve zu stark geschnitten und bin leicht von der Strecke abgekommen».

Salomon myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auf Anhieb Dritter: Ursanne Salomon mit seinem neuen Formel 3 © myrally.ch

Hinter Egli und Ryter sicherte sich mit Ursanne Salomon ein «Neuling» den dritten Podestplatz. Der Jurassier hat auf diese Saison von einem in die Jahre gekommenen Formel Renault auf einen ehemaligen Formel 3 von Roland Bossy gewechselt – und scheint mit diesem Auto gleich auf Anhieb ganz gut zurechtzukommen. Zwar fehlten Salomon, der auch für die Junior-Meisterschaft gemeldet ist, 6,35 sec auf die Bestzeit von Egli, im Kampf um den ersten Podestplatz im SCRATCH setzte er sich aber erfolgreich gegen den Vorjahresdritten Antonino Scolaro im Nova Proto durch.

Auf Platz 5 im Gesamtklassement landete der schnellste Tourenwagenfahrer Dino Wintsch. Der Zürcher, mehrmaliger Gesamtsieger des Lotus-Cups und auch schnellster LOC-Pilot am Samstag, gewann überraschend die Tourenwagenwertung. Wintsch nahm auf diese Saison einen Fahrzeugwechsel vor, er fährt nun einen Porsche 911 aus dem Hause von Christoph Zwahlen aus Pfyn. «Mit dem Sieg, meinem ersten Tourenwagensieg bei einem Slalom zur Schweizer Slalom-Meisterschaft überhaupt, hatte ich nie gerechnet. Das Auto war aber auch top vorbereitet», meinte Wintsch. Sein «Chef» Zwahlen, 2010, 2012 und 2013 selbst Tourenwagensieger in Frauenfeld und dieses Wochenende Gesamtzehnter mit einem Porsche 997 Cup-R, freute sich sehr über den Exploit seines Piloten: «Für mich ist das doch allerbeste Werbung, wenn ich einem Kunden ein Auto hinstelle, das siegfähig ist.» Hinter Dino Wintsch (Laufbestzeit 2:11,37 Minuten) klassierten sich Frauenfeld-Rückkehrer Christian Bralla (Fiat X1/9, 2:11,64 min) und dem Sieger der beiden Vorjahre Matthias Bischofberger (Porsche 997 GT3 Cup, 2:12,98 min). Zwahlen selber musste sich in der E1 über 3000 cm3 hinter Wintsch und Bischofberger mit Rang 3 zufrieden geben.

Wintsch myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dino Wintsch: Überraschungssieger bei den Tourenwagen © myrally.ch

Schnellster Fahrer der Interswiss war in Frauenfeld Lokalmatador Manuel Santonastaso auf seinem BMW E21 in 2:13,70 min. Damit war der Mülheimer 36 Hundertstelsekunden schneller als VW-Scirocco-Pilot Stephan Burri, der zum ersten Mal mit Synfuel am Start gestanden hatte. Platz 3 ging (in derselben Hubraumklasse bis 2 Liter) an den Jurassier Arnaud Donzé (VW Golf, 2:15,06 min). Auch Slalom-Vorjahresmeister Alessandro Grispino machte mit seinem Renault Clio R3 in der Grupppe A/ISA/R2 dort weiter, wo im Vorjahr aufgehört hatte. Auf den zweitplatzierten Sven Sattler (Honda Civic) hatte er am Ende aber nur eine halbe Sekunde Vorsprung.

Die beiden Auftaktrennen zum Suzuki Swiss Racing Cup gingen an Vorjahresmeister Rico Thomann. Im ersten Lauf war er 0,05 Sekunden schneller als Serienorganisator Christian Zimmermann. Im zweiten Rennen bezwang er Reto Steiner wieder knapp – diesmal um 0,16 Sekunden. 

Alle Klassensieger von Frauenfeld im Überblick: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), André Grandjean (Porsche 911 GT3, SuperSérie Compétition über 2000 cm3), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Transition Trophy Gr. N), Max Langenegger (Peugeot 208, PSA Transition Trophy Gr. Rally4), Alessandro Grispino (Renault Clio R3, A/ISA/R2 bis 2000 cm3), Markus Brander (March 742, Gr. K), Hans Wüthrich (Mini Cooper S, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C Coupé, E1 bis 1600 cm3), Christian Bralla (Fiat X1/9, E1 bis 2000 cm3), Walter Terler (AUT, Opel Kadett C, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Dino Wintsch (Porsche 911, E1 über 3000 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Manuel Santonastaso (BMW E21, IS bis 2000 cm3), Roman Marty (Opel Kadett C GT/E, IS bis 2500 cm3), Marco Marte (BMW M3, IS bis 3000 cm3), Jannis Jeremias (Porsche 911 GT3 Cup, IS über 3000 cm3), Antonino Scolaro (Nova Proto NP03, E2-SC bis 1600 cm3), Dominik Fröhle (AUT, Tracking RC01, E2-SH bis 1600 cm3), Philip Egli (Dallara F393, E2-SS bis 2000 cm3).

Und so geht es weiter:
25. April, Bière 1
26. April, Bière 2
2. Mai, Ambri 1
3. Mai, Ambri 2
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon

Santonastaso myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schnellster IS-Pilot: Lokalmatador Manuel Santonastaso © myrally.ch

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17.04.2026 Pascal Perroud: «Ich musste mir beweisen, dass mein Platz nach wie vor hinterm Steuer ist»
Pascal Perroud Crit 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Pascal Perroud bei seinem Comeback im Jura © myrally.ch

Nach einem soliden Saisonstart 2025 wurde Pascal Perrouds Saison bei der Rallye Bourgogne Côte Chalonnaise vorzeitig beendet. Beim dritten Lauf der Schweizer Meisterschaft kamen Pascal Perroud und Loïc Dumont von der Strecke ab. Nach langen Monaten voller Schmerz, Emotionen und Zweifel hat sich der Waadtländer wieder aufgerappelt und feierte beim ersten Lauf 2026, dem Critérium Jurassien, sein Comeback. Sport-Auto.ch sprach mit ihm über dieses einschneidende Ereignis und seine Rückkehr.

Du hast 2025 mit Mike Coppens um die Meisterschaft gekämpft. Kannst du uns etwas über diesen Zwischenfall in Burgund erzählen?
Pascal Perroud: Wir lieferten uns ein Duell mit Mike. Ich wollte in dieser Wertungsprüfung ein sehr hohes Tempo vorlegen, um das Blatt zu wenden. Von Beginn an fuhren wir ständig am Limit. Dann geriet das Auto vorne ins Schleudern und wir prallten mit 120 km/h gegen einen Baum. Ich spürte sofort Schmerzen im Rücken. Mein erster Reflex war, zu prüfen, ob ich meine Füsse noch spüren konnte – glücklicherweise war das der Fall. Es gelang mir auch, mich aus dem Fahrzeug zu befreien. Die Rettungskräfte liessen auf sich warten, dann wurden wir nach Chalon-sur-Saône gebracht.

Wie lautete die Diagnose?
Ich verbrachte 24 Stunden in einem Flur der Notaufnahme in Chalon, da das Spital voll belegt war. Zunächst wurde eine Wirbelfraktur diagnostiziert, bevor ich von der REGA nach Genf geflogen wurde. Später wurde eine zweite Fraktur im Bereich D2 festgestellt, bei der aufgrund der Instabilität des Wirbels die Gefahr einer Verschiebung bestand. Schliesslich war ein umfangreicher chirurgischer Eingriff notwendig, um das Ganze zu stabilisieren.

Pascal Perroud Chablais 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Kann wieder lachen: Pascal Perroud © Eichenberger

Wie verlief die Rehabilitation?
Während des ersten Monats waren die Fortschritte vielversprechend. Denn in den ersten Tagen konnte ich nicht einmal mein Fleisch schneiden, aber die Situation verbesserte sich nach und nach. Dann trat eine Stagnationsphase ein, begleitet von starken Rückenschmerzen. Das hat mich sehr mitgenommen, und ich begann zu zweifeln, ob ich jemals wieder in einen Rennwagen oder gar auf ein Fahrrad steigen könnte. Dabei brauche ich diese Art von Sport wirklich, um mich auszutoben. Nach drei Monaten holte ich mir eine zweite Meinung in einer anderen Klinik ein. Das Urteil stand schnell fest: Eine erneute Operation war notwendig, da sich zu viel «Material» in meinem Rücken befand. Anfang Oktober wurde ich also erneut operiert. Dieser Eingriff war heikel, da bei einer solchen Operation an den Wirbeln die Muskeln durchtrennt und anschliessend wieder vernäht werden müssen. Drei Wochen nach dieser zweiten Operation stellte ich deutliche Fortschritte fest. Ich nahm das Training wieder auf, mit intensivem Muskelaufbau unter Anleitung eines Trainers, während ich gleichzeitig meine beruflichen Verpflichtungen unter einen Hut bringen musste.

Wie hast du dich am Start zur längsten Wertungsprüfung der Rallye gefühlt? Und wie fällt deine Bilanz letztendlich aus?
Die Wertungsprüfung fand nachts statt, was die Sache besonders schwierig machte. Trotzdem war ich ziemlich zuversichtlich, da ich mich im Vorfeld gründlich vorbereitet hatte. Ich liess keinen Raum für Zweifel: Ich wusste, mit welcher Geschwindigkeit ich fahren konnte und musste. Das Ziel war es, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen, dabei Spass zu haben, die Kontrolle über mein Fahrzeug zu behalten und mich nicht auf die Wertung zu konzentrieren. Die Bilanz ist grossartig, denn wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns gesetzt hatten. Wir sind eine saubere und kontrollierte Rallye gefahren, ohne uns trotz der schwierigen Bedingungen einschüchtern zu lassen. Ich für meinen Teil wollte vor allem bestätigen, dass ich immer noch meinen Platz am Steuer eines Rallye-Autos habe.

Abschliessend: Wann sehen wir dich wieder bei einer Rallye?
Ich nehme mir die Zeit, die Emotionen nach dem Critérium sacken zu lassen. Ich möchte wieder ans Steuer, sei es mit einem Rally2 oder mit dem M3, wahrscheinlich in Chablais. Ich möchte auch allen Anwesenden ein Dankeschön aussprechen. Ich konnte auf viel Unterstützung zählen, auf Menschen, die mir während dieser ganzen Zeit Mut gemacht und mich begleitet haben.

Das Interview ist bei sport-auto.ch erschienen. Auto Sport Schweiz darf es dank ausdrücklicher Genehmigung des Autors Baptiste Aebi in der Originallänge veröffentlichen. Herzlichen Dank an die Kollegen von sport-auto.ch!

Pascal Perroud Bourgogne 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Perroud 2025 kurz vor seinem Unfall im Burgund © Cornevaux

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17.04.2026 Marcel Steiner: «Das Verhältnis zwischen Fahrer und Auto hat sich massiv verbessert»
Steiner Bresse 2026 Test 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner bei seinem Roll-Out in Bresse (FRA) © Niedermann

Noch dauert es ein Weilchen, bis die Schweizer Berg-Meisterschaft am 6./7. Juni in Hemberg beginnt. Wir haben bei Herausforderer Marcel Steiner aber schon mal nach dem Stand der Dinge nachgefragt.

In sieben Wochen beginnt die Schweizer Berg-Meisterschaft im St. Gallischen Hemberg. Mit dabei ist – nach einer sehr frustrierenden Saison 2025 – natürlich auch Marcel Steiner. Der 50-Jährige hat kürzlich in Bresse (FRA) ein Roll-Out mit seinem Nova Proto absolviert. Wir haben ihn nach seinen Plänen und Zielen für 2026 befragt.

Zuallererst: Wie ist der Test in Bresse verlaufen?
Marcel Steiner: (Lacht.) Besser als ich mir vorgestellt habe. Es gab keine technischen Probleme und die Zeiten waren ansprechend. Wir werden sehen, wie es sich am Berg verhält. Das sind zweierlei Paar Schuhe.

Wann bist du zum ersten Mal im Einsatz?
Wir werden das Bergrennen in Eschdorf (LUX) am ersten Mai-Wochenende bestreiten. Am EM-Rennen in Rechberg können wir aus reglementarischen Gründen nicht teilnehmen. 

Wie hast du die frustrierende Saison 2025 verdaut?
Der zweitägige Test in Bresse hat gut getan. Das Verhältnis zwischen Fahrer und Auto hat sich massiv verbessert.

Trotzdem ist für dich die Saison 2026 ein «Restart»… Du hattest 2025 aufgrund von technischen Problemen etwa die Hälfte der Tracktime gegenüber dem amtierenden Meister Robin Faustini.
Das ist so. Viele Erfahrungswerte haben wir im vergangenen Jahr nicht sammeln können. Vor allem nicht besonders schlaue… Deshalb haben wir über den Winter in fast allen Bereichen über die Bücher gehen müssen.

Steiner Bresse 2026 Test 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Marcel Steiner hat über den Winter auch noch Verbesserungen an seinem Honda-Helftec-Turbo vorgenommen © Archiv Steiner

Kannst du da konkreter werden?
Wir waren auf dem Fahrwerksprüfstand und haben am Motor noch das eine oder andere verbessert. Ein besonderes Augenmerk haben wir meiner Komfortzone im Auto gelegt. Ich habe mich im Cockpit eingeengt gefühlt. Als ich im Herbst mal ohne Sitzschale ins Auto gesessen bin, habe ich festgestellt: Das ist ja viel besser. Deshalb haben wir da intensiv an einer neuen Lösung gearbeitet. Die hat sich jetzt in Bresse bewährt.

Dein primäres Ziel für 2026 muss sein, dass es besser läuft als im Vorjahr. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage: Wie willst du Faustini bezwingen?
(Überlegt lange.) Ich hoffe, dass die Änderungen, die wir vorgenommen haben, reichen, um Robin das Leben schwerer zu machen. Einen ersten Anhaltspunkt werden wir aber erst in Hemberg haben. An Motivation fehlt es nicht. Wir haben auch das Team umstrukturiert – sind da plusminus auf den Stand von 2023 zurückgekehrt. Der Rest wird sich zeigen.

Dein Anspruch ist aber klar, oder?
Ja, ich fahre nicht mit, um einfach mitzufahren. Ich will Meister werden.

Wie schätzt du die Chancen von Rückkehrer Eric Berguerand ein?
Zuallererst muss ich sagen: Es freut mich sehr, dass er wieder dabei ist. Eric ist ein super Typ. Und eine grosse Bereicherung für unseren Sport. In Sachen Performance kann ich ihn aber überhaupt nicht einschätzen. Er ist 2026 die grosse Unbekannte – eine Art Wundertüte. Ich habe keine Ahnung, ob er zwei Sekunden langsamer ist oder ob er uns mit seinem in die Jahre gekommenen Lola nochmals den Zahn fühlt. Ich lasse mich überraschen.

Berguerand Steiner Faustini 2023 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steiner (Mitte) freut sich auf die Rückkehr von Eric Berguerand (links) – rechts im Bild: der Mann, den es zu schlagen gilt: Robin Faustini © Eichenberger

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16.04.2026 Vorschau Slalom Frauenfeld: Geht Eglis Serie zu Ende?
Egli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wie würde Egli am Sonntag wohl einen elften Sieg feiern? © Eichenberger

Am kommenden Wochenende (18./19.) April startet die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026 mit den 26. ACS Auto-Renntagen in Frauenfeld auf der 3,2 Kilometer langen Strecke in die neue Saison. Die grosse Frage wird sein: Geht Philip Eglis Siegesserie zu Ende?

Seit 2015 hat beim Slalom in Frauenfeld nur noch einer gewonnen: Philip Egli (41). Im Vorjahr sicherte sich der gebürtige Glarner seinen zehnten Tagessieg auf der Allmend (2020 fanden die Auto-Renntage wegen Covid nicht statt, d. Red.). Manch einer mag sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wer vor Egli in Frauenfeld erfolgreich war. Wir helfen nach: 2013 gewann Florian Revaz auf einem Tatuus Formel Master, 2014 Martin Bürki auf VW Polo. Es war dies nicht nur der letzte Sieg, bevor die sagenhafte Egli-Dominanz begann. Es war auch das einzige Mal, dass ein Tourenwagenfahrer in der bis dato 25-jährigen Geschichte des Slaloms Frauenfeld den Tagessieg holte.

Zu fürchten hat Egli (unter normalen Umständen) eigentlich nur einen Gegner. Der hat es aber faustdick hinter den Ohren: Lionel Ryter ist dem «Unschlagbaren» im Vorjahr trotz Motorenprobleme bedrohlich nahe gekommen. 0,62 Sekunden fehlten Ryter auf den Seriensieger, der nur zu gerne auch am Sonntag gewinnen möchte. «Frauenfeld ist für mich das Heimrennen», sagt Egli. «Und mit den Erfolgen, die ich da schon gefeiert habe, ist es natürlich ein ganz besonderes Rennen. Logisch will ich gewinnen, wenn ich am Start stehe.» Ob Ryter es verhindern kann? Gegenüber Auto Sport Schweiz verriet der schnelle Walliser: «Eva», so der Spitzname seines Formel Renault 2.0, sei in Topform. «Wir haben diesen Winter an der Federung gearbeitet und sind nun auf die gleichen Stossdämpfer wie die Novas umgestiegen. Nach zwei Testtagen ist die Zuverlässigkeit gegeben, aber an den Einstellungen muss noch gefeilt werden. Das grosse Problem sind derzeit die Reifen. Es sind weder bei Nova (ehemals Avon, d. Red.) noch bei Pirelli neue Reifen verfügbar. Aber für die Slalom-Saison wird es reichen.»

Ryter Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der grosse Widersacher von Egli heisst Lionel Ryter © Eichenberger

Doch nicht nur Egli vs. Ryter wird am Sonntag für Spannung sorgen. Auch dahinter gibt es einige Anwärter auf einen Platz auf dem «Stockerl». Im Vorjahr war es Antonino Scolaro auf seinem Nova Proto NP03, der das Rennen um Platz 3 machte. Und der Pizzabäcker aus Rapperswil-Jona (SG) zählt auch dieses Jahr zu den absoluten Favoriten. Ein grosses Fragezeichen steht hinter dem Nachwuchs. Die schnellen Junioren Ursanne Salomon (auf dem Ex-Bossy-Formel-3) und Nolan Vuilleumier (auf dem Ex-Darbellay-Formel-Renault) müssen sich zwar noch an ihre neuen Fahrzeuge gewöhnen. Doch warum sollte ihnen in Frauenfeld nicht eine Überraschung gelingen?

Bei den Tourenwagen könnte Matthias Bischofberger aus Wängi (TG) mit seinem Porsche 997 GT3 Cup in Frauenfeld zum dritten Mal in Folge den Sieg an sich reissen. Kantonskollege Christoph Zwahlen aus Pfyn hat seinen Porsche 997 Cup-R auf Vordermann gebracht und darf ebenfalls zu den Favoriten gezählt werden. Um die vorderen Plätze kämpft auch Stephan Burri. Für den Exil-Berner, der seinen VW Scirocco nach einem Unfall im vergangenen Jahr in Les Rangiers wieder aufgebaut hat, ist Frauenfeld zum Heimrennen geworden. Neu setzt der Garagist aus Affeltrangen in diesem Jahr auf Synfuel, also synthetisch hergestellten Sprit. Die Konkurrenz herausfordern dürfte noch ein weiterer Thurgauer: Manuel Santonastaso aus Müllheim Dorf hat mit seinem BMW E21 am vergangenen Wochenende beim Bergrennen Salita del Costo in Italien als Klassenbester geglänzt.

Ein Blick in die Teilnehmerliste verrät aber noch weitere sportliche Attraktionen an den 26. ACS Auto-Renntagen 2026. Der mehrfache Slalom-Champion «Speedmaster» setzt sich endlich wieder in seinen giftgrünen VW Polo. Jannis Jeremias, Schweizer Junioren-Meister 2024, fährt erstmals seinen frisch erworbenen Porsche 911 GT3 Cup. Christian Bralla, 2023 schnellster Tourenwagenpilot, meldet sich mit seinem Fiat X 1/9 in Frauenfeld zurück. Oder: der schnelle Jurassier Arnaud Donzé in seinem VW Golf. Nicht fehlen darf natürlich auch Slalom-Vorjahresmeister Alessandro Grispino auf seinem Renault Clio R3. Allerdings hat der Schwyzer schon vor dem Saisonstart verlauten lassen, dass er dieses Jahr nicht um die Krone kämpfen wird.

Bischofberger Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gelingt Bischofberger Sieg Nr. 3 bei den Tourenwagen? © Eichenberger

Los geht es am Samstag, 18. April, ab 8.30 Uhr mit den ersten Besichtigungsläufen der LOCalen. Später wird dann auch im Suzuki Swiss Racing Cup um Punkte und Pokale gefahren. Der Sonntag gehört den NATionalen Teilnehmern und Teilnehmerinnen mit Trainingsläufen bis 14.20 Uhr. Danach (bis ca. 18.25 Uhr) finden pro Kategorie zwei Rennläufe statt.

Zuschauerinnen und Zuschauer der ACS Auto-Renntage Frauenfeld  können ihre Eintrittskarten online über autorenntage.ch erhältlich. Für Erwachsene kostet das Weekend-Ticket 18 Franken, am Samstag sind es 10 Franken und am Sonntag 15 Franken. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Wie in den vergangenen drei Jahren kommen die Fans dank dem Foodtruck-Festival auch kulinarisch nicht zu kurz. Und dann gibt es neben all den Autos auf der Strecke wie jedes Jahr auch noch zahlreiche Young- und Oldtimer rund um das Festzelt zu bewundern.

Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026
18./19. April, Frauenfeld
25. April, Bière 1
26. April, Bière 2
2. Mai, Ambri 1
3. Mai, Ambri 2
16./17. Mai, Bure
20./21. Juni, Chamblon

Jeremias myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Noch ein schneller Porsche: Jannis Jeremias © myrally.ch

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15.04.2026 PSCS: Burkard beim Saisonauftakt zwei Mal Zweiter
Podium PSCS Portimao 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zwei Mal Zweiter beim Auftakt: Gregor Burkard (links) © Porsche

Der Brite Jack Sherwood gewann zum Auftakt des Porsche Sports Cup Suisse in Portimão (POR) beide GT3-Rennen. Teamkollege Gregor Burkard wurde zwei Mal Zweiter.

Der Brite Jack Sherwood hat beim Auftaktrennen zum diesjährigen Porsche Sports Cup Suisse in Portimão beide Läufe für sich entschieden. Im ersten Durchgang musste sich Sherwood noch gegen seinen Sportec-Teamkollegen Gregor Burkard wehren, der nach der ersten Runde kurz die Führung an sich gerissen hatte. Dies konnte der Brite aber schnell wieder korrigieren und bis zur Zielflagge nach 18 Runden einen Vorsprung von acht Sekunden herausfahren. Platz 3 ging an Christian Caramuscia aus Italien. Im Nachmittagsrennen fuhr Sherwood einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg heraus, den er erneut mit der schnellsten Rennrunde unterstrich. Dahinter reihte sich erneut Burkard als Zweiter und Caramuscia als Dritter ein.

In der Gruppe GT4 endeten die beiden Rennen mit dem identischen Ergebnis. Mit seinem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport fuhr Kevin Lattion jeweils auf den ersten Platz. Am Steuer des 718 Cayman GT4 Clubsport MR mit 425 PS stand Alexandre Mottet zweimal auf der obersten Podiumsstufe. Die beiden Rennen in der Gruppe Open GT gingen an den Rumänen Dragos Buriu. Bei den 911 GT3 Cup-Fahrzeugen der Generation 992.1 behielt Nico Gründel im Vormittagsrennen die Oberhand. Im zweiten Rennen hiess der Klassensieger Levin Gelf. Das zweistündige Langstreckenrennen zum Abschluss des Portimão-Wochenendes gewann Stephan Heim gemeinsam mit seinem Teamchef Michael Joos.

Jack Sherwood PSCS 2026 Portimao Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Brite Jack Sherwood gewann beide GT3-Rennen © Porsche

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14.04.2026 Guter Start für die Schweizer Bergrennfahrer
Reto Meisel Alicante Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Reto Meisel (links) eröffnete die Saison in Alicante © Archiv Meisel

Schweizer Bergrennfahrer müssen sich auch 2026 international nicht verstecken. Das haben die ersten Bergrennen in Spanien, Frankreich und Italien bewiesen. 

Gut starteten die Schweizer Bergrennpiloten in die Saison 2026. Am letzten März-Wochenende nutzte das Meisel Racing Team das Bergrennen La Villa Joiosa nahe der spanischen Stadt Alicante zu einem intensiven Testeinsatz mit dem Mercedes SLK340. Auch wenn die 6,3 Kilometer lange Strecke mit ihren 58 (!) Kurven charakterlich nicht ganz auf den schnellsten Saugmotor-Bergtourenwagen Europas zugeschnitten war, brannte Meisel im dritten und letzten Rennlauf einen neuen Streckenrekord in die Bahn. In der Addition der zwei schnellsten Zeiten sicherte sich der Aargauer den dritten Gesamtrang hinter einem Sportwagen und nur 0,1 Sekunden hinter dem BRC-Alpine A110 Turbo des spanischen Top-Piloten Javier Villa. «In den ersten beiden Läufen steckte mir der Winterschlaf wohl noch etwas in den Knochen», gab Meisel zu. Anders als 2025 wird Meisel nicht mehr sämtliche Rennen zur Europa-Bergmeisterschaft bestreiten. Am 25./26. April wird er sich aber beim Rechbergrennen in Österreich der EBM-Konkurrenz stellen, zu der auch der mit tschechischer Lizenz startende Urner Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi gehören wird.

Victor Darbellay 2026 Col Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Victor Darbellay war Klassenbester am Col Saint Pierre © LP Rallye13

Am Col Saint Pierre in Saint-Jean-du-Gard trugen die Franzosen am vergangenen Wochenende bereits ihren zweiten diesjährigen Meisterschaftslauf aus. Der EBM-gestählte Kevin Petit errang beim ersten Einsatz mit einem neuen Nova Proto Turbo mit dem ab 2026 in der Division 2 vorgeschriebenen Überrollkäfig den Tagessieg. Als Gesamtsiebter entschied Victor Darbellay im Nova Proto mit Hartley-Emap-Turbomotor seine Klasse klar für sich. Der Walliser hatte insofern Glück, als der neue Streckenrekordhalter Marc Pernot am ersten Renntag Probleme mit seinem neuen Nova NP01 hatte und am Sonntag nur einen Lauf im Trockenen absolvieren konnte, den dieser in neuer Streckenrekordzeit und somit schneller als sämtliche Dreiliterpiloten zurücklegte. In der VHC-Bergmeisterschaft der Historischen feierte Guillaume Mathez im Peugeot 309 GTI 16V bereits den dritten Saisonsieg in seiner Klasse. Bei apokalyptischen Wetterbedingungen war Mathez am 8. Mai in Lodève sogar VHC-Gesamtsieger geworden und vor zwei Wochen in Bagnols-Sabran der zweitschnellste TW/GT-Pilot hinter einem Porsche 996 GT3 Cup gewesen.

Am vergangenen Wochenende begann auch die italienische Bergmeisterschaft. Bei der Salita del Costo nahe Vicenza waren die besten nationalen Rennsportwagenpiloten Italiens mit Ausnahme von Faggioli und Merli nahezu vollständig versammelt. Das Rennen auf der 9,91 km langen Strecke wurde am Sonntag in nur einem Lauf ausgetragen. Als Tagessieger ging Luigi Fazzino auf einem Osella PA30 Evo hervor. Manuel Santonastaso, ein bekannt schneller Thurgauer mit italienischen Wurzeln, entschied mit seinem BMW 320 E21 die Gruppe E1 Italia für sich. In der E2-SH war Aramis Cereghetti mit seinem BMW M5 E34 der Zweitschnellste. Schnellster Schweizer war der Jurassier Fabien Boudaban mit seinem Norma M20 FC aus der Gruppe E2-SS/SC auf Gesamtrang 22.

Text: Peter Wyss 

Santonastaso Manuel 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Manuel Santonastaso war bei der Salita del Costo Klassenbester © Eichenberger

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13.04.2026 Weekend-Report 09/2026
Gregoire Saucy Podium Barcelona 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dritter beim ELMS-Auftakt: Grégoire Saucy (links) © ELMS

Am Wochenende startete die ELMS in Barcelona, die GTWC in Le Castellet und die F4 CET am Red Bull Ring. Natürlich auch mit Schweizer Beteiligung. Wer Erfolg hatte und wer nicht, lesen Sie im Weekend-Report.  

Gleich zum Auftakt der European Le Mans Series in Barcelona gab es einen Schweizer Podestplatz zu feiern. Für einmal war es aber nicht Louis Delétraz, der die Kohlen aus dem Feuer holte. «Mister LMP2» wurde beim Auftakt in der Kat. ProAM «nur» Zehnter. Dafür fuhr Grégoire Saucy beim 4-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Catalunya als Dritter aufs Podium. Für den 26-jährigen Jurassier war es das erste Podium mit United Autosports im Rahmen der ELMS. 2024 durfte er schon vier Mal aufs Podest steigen – damals aber noch in der ProAM mit TDS Racing. Einen guten Start erwischte in Barcelona auch Léna Bühler. Die Westschweizerin fuhr im Rahmen des ersten Rennens des Michelin Le Mans Cup auf Rang 3. Ebenfalls in den Top 10 landete das CLX-Duo Cédric Oltramare/David Droux (auf P9).  

Keine Erfolgsmeldung gibt es dafür vom Auftakt der GT World Challenge in Le Castellet zu berichten. Raffaele Marciello (BMW) war als Sechster der beste Schweizer, sieht man einmal von Marvin Kirchhöfer ab, der mit Schweizer Lizenz Fünfter wurde. Fabio Scherer musste sich mit Rang 25 begnügen, Patric Niederhauser schied bei seinem Comeback für Lamborghini aus. Und auch Ricardo Feller sah die Zielflagge für einmal nicht. Trotzdem gab es in Le Castellet noch einen Schweizer Triumph zu bejubeln. Der Bündner Kevin Gilardoni siegte (nach Platz 2 im ersten Lauf) im Sonntagsrennen der Super Trofeo Lamborghini.  

Lena Buehler Podium Barcelona 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Léna Bühler wurde Dritte im Michelin Le Mans Cup © Archiv Bühler

Auch am Nürburgring wurde am Wochenende gefahren. Im dritten Lauf zur NLS war Miklas Born auf dem KTM X-Bow von Reiter Engineering als Gesamtneunter der beste Schweizer. Klassensiege gab es für Manuel Metzger (AT2) und das Team Hofor Racing mit dem amtierenden NLS-Meister Ranko Mijatovic (BMW M2). «Wir mussten uns in diesem Lauf wirklich strecken», sagte Mijatovic. «Schon am Start hatten wir ein kleines technisches Problem. Das hatte sich danach aber von selbst behoben. Gut positioniert übergab ich das Auto dann an meinen Teamkollegen, der uns mit einer starken Aufholjagd Platz 1 und damit wichtige Punkte in der BMW-M2-Klasse sicherte.»

Beim Saisonauftakt der Formel 4 CEZ auf dem Red Bull Ring (AUT) teilten sich die Schweizer Teams sämtliche Laufsiege. Jenzer Motorsport gewann alle drei Vorläufe – mit Teo Borenstein, Elia Weiss und nochmals Borenstein. Im Finale (der Top 32) stand dann David Walther aus dem Team Maffi Racing ganz oben auf dem Podium. Bester Schweizer war der Tessiner Georgiy Zasov (Jenzer Motorsport) als Fünfter. Jenzers Neuzugang Ella Häkkinen, die Tochter von Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen, wurde im Finale Zwölfte.

Ein ausführlicher Bericht zu den Einsätzen der Schweizer Bergrennfahrer im Ausland folgt morgen Dienstag.

David Walther Maffi RBR 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Maffi Racing gewann bei der F4 CEZ in Spielberg © F4 CEZ

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10.04.2026 Steven Chiquita: Schon im Kinderwagen an der Rennstrecke
Steven Chiquita 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steven Chiquita: Der grimmige Eindruck täuscht... © Eichenberger

Für Lionel Ryter ist er der Favorit auf den Titel in der diesjährigen Junioren-Meisterschaft. Grund genug, Steven Chiquita vor dem ersten Slalom in Frauenfeld etwas genauer vorzustellen.

Er schaut meistens ein wenig grimmig. Vor allem dann, wenn man ihn fotografiert. Aber der finstere Eindruck täuscht. Steven Chiquita ist, wenn man sich mit ihm unterhält, ein topanständiger junger Mann mit guten Manieren und einem sehr zuvorkommenden Auftreten.

Ach ja! Und Gas geben kann er auch. Das hat er in der Schweizer Slalom- und Berg-Meisterschaft in jüngster Vergangenheit unter Beweis gestellt. Ganz überraschend kommt das nicht. Der 22-Jährige aus Orbe im Kanton Waadt ist quasi im Fahrerlager gross geworden. «Mein Vater Jean-Paul fährt seit 26 Jahren Rennen. Ich war erst ein paar Monate alt, als man mich im Kinderwagen zum ersten Mal mitgenommen hatte», erzählt Chiquita jr.

Und «Mini-Chik» hat seither kein Rennen seines Vaters verpasst. Je älter er wurde, desto mehr kam in ihm der Wunsch auf, selber zu fahren. Schon früh war klar, dass er diesem Wunsch nur mit einem bestimmten Auto nachgehen würde: einem BMW E30. Um mit 18 Jahren parat zu sein, übte Chiquita regelmässig. Schon mit sieben Jahren setzte ihn sein Vater ins Kart – «einmal pro Woche haben wir getestet», erzählt Steven. Mit 19, so erinnert sich Chiquita jr., hat ihm der beste Freund seines Vaters seinen BMW E30 angeboten. Zeit zum Überlegen brauchte Steven nicht. «Ich habe keine Sekunde gezögert – und den Wagen gekauft.» 

Der erste Slalom, an dem Chiquita teilgenommen hatte, war Chamblon 2023. «Wir hatten das Auto eine Woche zuvor fertiggestellt. Ich hatte also keine Zeit, den Wagen zu testen.» Prompt blieb «Mini-Chik» im dritten Training stehen. Ein Getriebedefekt trübte die Freude beim ersten Einsatz. Viel Zeit für die Reparatur blieb nicht. Beim Finale in Les Paccots griff Chiquita jr. bei den REGionalen ins Lenkrad – und das bei einem Bergrennen, das – man mag uns den Ausdruck verzeihen – Eier braucht.

2024 griff Chiquita dann im NATionalen Championat an. Und zählte in seiner Kategorie, der E1 bis 3 Liter schon bald zu den Schnellsten. Bei den Junioren schloss er die Saison als Dritter ab. Und im Vorjahr war dann in Ambri beim Slalom mit seinem originell lackierten BMW erstmals Klassenbester. Am Ende wurde er erneut Dritter in der Junioren-Meisterschaft. Dieses Jahr möchte Chiquita nach dem Titel greifen. Irgendwann will er aber nicht nur bei den Junioren ganz vorne mitfahren. Ziel und Traum zugleich ist es, im Slalom und am Berg Top-Ergebnisse zu liefern. «Und vielleicht auch mal europäisch zu fahren.»

Um dorthin zu kommen, hängt sich der Heizungsinstallateur der Vivatec AG in jeder freien Minute voll ins Zeug. Bei der Garage RPM Racing in Villars-sur-Champvent in der Nähe von Yverdon arbeitet er mit seinem Vater nicht nur an den eigenen Autos, sondern auch an Kundenfahrzeugen und dazugehörigen Lastwagen. Hauptsache ist, dass sich im Leben von «Mini-Chik» vieles, wenn nicht gar alles um den Rennsport dreht.

Steven Chiquita 2025 Frauenfeld Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Steven Chiquita vor einem Jahr beim Slalom Frauenfeld © Eichenberger

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09.04.2026 Lionel Ryter: « Sieben Siege in sieben Rennen sind möglich! Aber…»
Lionel Ryter 2025 Rueckspiegel Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lionel Ryter peilt die Slalom-Meisterschaft an © Eichenberger

Am Sonntag in einer Woche (19. April) beginnt in Frauenfeld die Schweizer Slalom-Meisterschaft 2026. Als einer der Favoriten auf den Titel geht der schnelle Walliser Lionel Ryter (26) ins Rennen.

Die Schweizer Slalom-Meisterschaft war lange Zeit eine One-Man-Show. Philip Egli holte mit seinem Formel-3-Dallara seit Ambri 2013 sagenhafte 57 Tagessiege. Oder anders formuliert: Bis zu seinem Titelgewinn 2024 gewann der gebürtige Glarner mehr als 70 Prozent aller Rennen. Im Vorjahr bröckelte die Dominanz des 41-Jährigen. Im Walliser Lionel Ryter, der das Duell 4:3 gewann, fand Egli seinen «neuen Meister». 2026 wird Egli nicht die komplette Meisterschaft bestreiten. «Ich fahre nur in Frauenfeld, beim Doppellauf in Bière und in Bure.» Gibt das Ryter die Chance, sich den Titel in dieser Saison zu greifen? Wir haben beim Formel-Renault-Kutscher aus dem Rhonetal nachgefragt.

Wie sieht dein Programm für 2026 aus?
Lionel Ryter: 2026 möchte ich mich im Slalom und am Berg auf Rennen in der Schweiz konzentrieren und schauen, ob ich im Bergrenn-Gesamtklassement besser als Platz 5 abschneiden kann.

Im vergangenen Jahr hast du das Duell gegen Philip Egli in der Slalom-Meisterschaft mit 4:3 gewonnen. Aufgrund des Reglements hat das jedoch nicht für einen Podestplatz in der Gesamtwertung gereicht. Was ist dein Plan für 2026? Sind sieben Siege möglich?
Was das Slalom-Duell mit Egli angeht, kann ich es kaum erwarten, dass es wieder losgeht. Das sind Kämpfe, die mir Gänsehaut bereiten und die ich liebe – schöne Kämpfe voller Respekt! Egli ist aufgrund seiner Erfahrung, seiner Beständigkeit und seines Rennmanagements ein gefürchteter Gegner. Natürlich würde ich gerne sagen, dass sieben von sieben Siegen möglich sind, aber das wird sehr schwierig.

2025 musstest du dich noch auf die Junioren-Meisterschaft konzentrieren. Dieser Aspekt spielt dieses Jahr keine Rolle mehr. Bedeutet das, dass du noch mehr attackieren kannst?
Natürlich bin ich erleichtert, dass der Druck der Junioren-Meisterschaft weg ist. Das bedeutet, dass ich dieses Jahr 110 Prozent geben kann, ohne ständig daran denken zu müssen, die Junior-Meisterschaft gewinnen zu müssen.

Lionel Ryter Chamblon 2925 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Immer am Limit: Lionel Ryter 2025 in Chamblon © Eichenberger

Zur Juniorenmeisterschaft: Wen siehst du 2026 an der Spitze? Wer wird dein Nachfolger sein?
Was die Juniorenmeisterschaft angeht, stehe ich voll und ganz hinter Steven Chiquita. Er arbeitet seit mehreren Saisons hart und hat es verdient, endlich belohnt zu werden. Ich hoffe, dass für ihn alles gut läuft, aber Vorsicht vor Alessandro Grispino und seiner Beständigkeit sowie vor Nolan Vuilleumier in der E2, den man nach meinen Informationen sehr genau im Auge behalten sollte. Für mich sind das die drei Favoriten, und ich wünsche ihnen alles Gute und dass sie keine Probleme haben.

Welche Verbesserungen hast du an deinem Formel-Renault-Rennwagen für 2026 vorgenommen?
«Eva» ist in Topform! Wir haben diesen Winter gemeinsam mit Lozzia Amortisseurs in Sierre – meinem Sponsor, dem ich an dieser Stelle danken möchte – an der Federung gearbeitet und sind nun auf die gleichen Stossdämpfer wie die Novas umgestiegen. Eine weitere Verbesserung werde ich vorerst noch als Überraschung für mich behalten. Nach zwei Testtagen ist die Zuverlässigkeit gegeben, aber an den Einstellungen muss noch gefeilt werden. Das grosse Problem sind derzeit die Reifen. Es sind weder bei Nova (ehemals Avon, d. Red.) noch bei Pirelli neue Reifen verfügbar.

Wie lange wird man dich noch am Steuer eines 2-Liter-Monoposto sehen? Wenn du die Chance hättest, ein leistungsstärkeres Auto zu fahren, würdest du diese Gelegenheit wahrscheinlich sofort ergreifen, oder?
Ich würde sehr gerne in die nächsthöhere Klasse aufsteigen, nämlich in die der Nova Proto Turbo. Leider reicht das Budget, das wir derzeit aufbringen können, bei weitem nicht aus… Wir müssten zahlungskräftige Partner finden, damit das eines Tages möglich wird. Wir geben die Hoffnung nicht auf und versuchen in der Zwischenzeit, das Beste aus «Eva» zu machen, die mittlerweile einen enormen sentimentalen Wert für uns hat.

Lionel Ryter 2025 reitnau Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lionel Ryter: Lacht er auch am Ende der Saison? © Eichenberger

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08.04.2026 DTM 2026 mit Ricardo Feller und Emil Frey Racing
Ricardo Feller 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller: Das Schweizer Aushängeschild in der DTM 2026 © DTM

Die Schweiz ist auch 2026 bei der DTM vertreten. Und zwar mit Emil Frey Racing bei den Teams und Porsche-Pilot Ricardo Feller bei den Fahrern. Los geht die Saison am 25./26. April.

Acht Hersteller, elf Teams, 21 Fahrer und acht (resp. 16) Rennen: Das sind die Eckdaten der diesjährigen DTM. Mittendrin auch wieder ein Schweizer Fahrer und ein Schweizer Team. 2026 ist die Schweiz durch Ricardo Feller (#90) und Emil Frey Racing vertreten.

Der gebürtige Aargauer hat bei Manthey das Meisterauto der vergangenen Saison übernommen. Den ersten Erfolg durfte Feller mit Manthey Racing bereits feiern. Bei den 12 Stunden in Sebring stand «Ricky» vor zwei Wochen zusammen mit den beiden Österreichern Thomas Preining und Klaus Bachler ganz oben auf dem Podium. Ob ihm das auch in der DTM gelingt? Feller weiss, wie man Rennen gewinnt. Drei Mal hat er in der DTM schon triumphiert. Zuletzt am Red Bull Ring 2025; also dort, wo die Saison in etwas mehr als drei Wochen beginnt.

Feller wird aber nicht nur in der DTM starten. Ein anderes Porsche-Team, Lionspeed GP, strebt den Gesamtsieg bei den 24h Nürburgring an – mit Ricardo Feller, Laurin Heinrich und Laurens Vanthoor. Apropos Nürburgring: Dort (und in der GT World Challenge) ist Fabio Scherer gelandet. Im Vorjahr hielt er noch zusammen mit Feller die Schweizer Flagge als Ford-Mustang-Pilot in der DTM hoch. Dieses Jahr lasten die Hoffnung allein auf Fellers Schultern.

Wobei das so nicht ganz stimmt: Mit Emil Frey Racing ist auch dieses Jahr wieder ein Schweizer Team am Start. Die Safenwiler sind mit zwei GT3-Ferraris dabei; die #14 trägt Neuzugang Matteo Cairoli (ITA), mit der #69 geht der Niederländer Thierry Vermeulen ins Rennen. Im Vorjahr hat EFR zwei Rennen gewonnen (Lausitzring und Nürburgring).

Die Saison startet erstmals in der über 40‑jährigen Geschichte der Serie in Österreich. Am 25./26. April geht es auf dem Red Bull Ring los. Alle Rennen werden von ProSieben live im Fernsehen übertragen.

Emil Frey Racing 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Bei den Teams ruhen die Hoffnungen auf Emil Frey Racing © EFR

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02.04.2026 Händlerschilder bei Rallyes nicht erlaubt

Nach Rücksprache mit den zuständigen Strassenverkehrsämtern können wir festhalten, dass laut Verkehrsversicherungsverordnung (VVV) Händlerschilder nur an geprüften und nichtgeprüften, betriebssicheren und den Vorschriften entsprechenden Fahrzeugen angebracht werden dürfen. Da Rallye-Fahrzeuge jedoch in keiner Weise den Vorschriften entsprechen dürfen diese in Zukunft nicht verwendet werden.

Auto Sport Schweiz hat deshalb die zwei Standardreglemente (wie im Anhang ersichtlich) angepasst.

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02.04.2026 Mike Müller statt mit 150 neu mit 300 PS unterwegs
Ronny Jost Mike Mueller 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ronny Jost von Topcar mit Mike Müller und dem neuen VW Polo © Eichenberger

Die vergangenen drei Jahre war Mike Müller (23) im ADAC Junior Cup unterwegs. Zwei Mal wurde er dort Gesamtzweiter, einmal -vierter. Auf diese Saison wechselt er in den neu geschaffenen Polo Cup – also von 150 zu 300 PS. 

Mike Müller hat 2023 den Wechsel vom Kart- in den Automobilrennsport vollzogen. Nach drei Jahren und zwei zweiten Plätzen im ADAC Junior Cup (auf einem VW up!) sattelt der Berner von 150 auf 300 PS um und absolviert in diesem Jahr den neu geschaffenen VW Polo Cup. Seinem Team wird der ehemalige Schweizer Kart-Champion treu bleiben. Auch 2026 ist Topcar aus Uetendorf (BE) für die Einsätze des 23-Jährigen verantwortlich. 

Getestet hat Müller sein neues «Spielzeug» noch nicht. Der erste Test wird erst nach Ostern Mitte April in Hockenheim stattfinden. Immerhin: Müllers neuer 300 PS starker Polo wurde gerade eben frisch foliert. Und der Fahrer kann es kaum abwarten, ehe er erstmals ins Auto steigen darf. «Ich weiss noch nicht genau, was auf mich zukommt», sagt Müller. «Laut dem Organisator (DMV, d. Red.) wurden bisher mehr als 25 Fahrzeuge verkauft. Wie gross das Feld letztendlich sein wird, werden wir am letzten April-Wochenende in Oschersleben beim Saisonauftakt sehen.»

Für Vollgastier Müller ist aber jetzt schon klar: «Ich fahre diesen Cup nicht aus Spass. Ich will regelmässig unter die Top 3 kommen und natürlich auch ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden.» Der Polo Cup Deutschland startet im Rahmen der DMV Goodyear Racing Days. Es werden insgesamt zwölf Rennen ausgetragen. 

Mehr Infos gibt es unter diesem Link.

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01.04.2026 Ambri-Testtage: Auf der Suche nach einer Antwort
27 Hostettler Marco Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Was für eine Kulisse bei den Testtagen in Ambri! © myrally.ch

Am vergangenen Wochenende testeten Rennfahrer in Ambri ihre Boliden. Mit dabei auch der amtierende Schweizer Slalom-Meister Alessandro Grispino, der vormalige Titelgewinner Philip Egli und Herausforderer Lionel Ryter. Stellt sich die Frage: Wer hat das Zeug zum Titelgewinn 2026?

Es war bitterkalt während der von der Equipe Bernoise, dem grössten Motorsportklub der Schweiz, organisierten Testtage auf dem Flugplatz Ambri. Das Rumrennen im Fahrerlager zwecks Stimmenfangs wärmte jedoch. Grund zum Rumrennen gab es in Ambri genug, schliesslich war die Spitze der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 fast lückenlos vor Ort. Die Anwärter gaben sich alles andere als verdeckt auf die Frage, ob es dieses Jahr zum Meistertitel reiche.

Titelverteidiger Alessandro Grispino winkte auf die Frage gleich ab. «Nein, ich werde meinen Titel nicht verteidigen. Ich besuche dieses Jahr die Höhere Fachschule, die Ausbildung hat Priorität», meinte der 25-jährige Schwyzer, der vergangene Saison mit einem Renault Clio triumphiert hatte. Er hatte mit seinem Papa Claudio Grispino in Ambri ein paar Autos im Einsatz, «die werden primär gefahren, nicht getestet», meinte der Junior schmunzelnd. Für Abwechslung will er auch in der Slalom-SM sorgen. «Vielleicht fahre ich alle Slaloms, aber wenn ich das tue, dann einmal mit diesem Auto, dann mit einem anderen.» 

Fest steht, dass Grispino alle Rennen zur Schweizer Juniormeisterschaft fahren will. Das sind die Slaloms in Frauenfeld (19. April), Ambri (2./3. Mai) und Bure (17. Mai) sowie die Bergrennen Hemberg (7. Juni), La Roche (14. Juni), Anzère (26. Juli) und Oberhallau (30. August). Titelverteidiger bei den Junioren, aber vom Alter her nicht mehr startberechtigt, ist Lionel Ryter. Der 26-jährige Walliser mit seinem Formel-Renault – mit Kosenamen «Eva» – hat nur ein Problem: «Ich habe wohl zu wenig Reifen.» Den vorhandenen Gummi werde er sicher für die Slaloms einsetzen. Vier der letzten fünf SM-Läufe des vergangenen Jahres gewann Ryter. «Zu Saisonbeginn machte der Motor zu viele Probleme», erinnerte er sich. Bei den Testtagen in Ambri am letzten Märzwochenende blieb Ryter sorgenfrei. «Ich bin gut vorbereitet, vor den Testtagen in Ambri fuhr ich zweimal auf der Rundstrecke.»

Philip Egli Testtage Ambri 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Philip Egli wird 2026 nicht die komplette Saison bestreiten © Haller

Mit Blick auf die bevorstehende Slalom-Meisterschaft rechnet Ryter mit einer Hürde: Philip Egli. Der 41-jährige Glarner holte mit seinem Formel-3-Dallara seit Herbst 2013 sagenhafte 57 Tagessiege bei Läufen zur Schweizer Slalom-Meisterschaft. Diese Tagessiege bekamen erst 2024 wegen einer Änderung des sportlichen Reglements mehr Gewicht, womit Egli im selben Jahr auch erstmals der längst verdiente Titelgewinn möglich war. Vergangenes Jahr blieb seine Titelverteidigung aber aus, weil Jungspund Ryter plötzlich den Slalomkönig Egli zu bezwingen begann. Das Resultat dieses Formel-Zweikampfs: Egli und Ryter nahmen sich gegenseitig Punkte weg, womit Grispino als Sieger der vergleichsweise kleinen Kategorie A/ISA/R2 bis 2000 Kubikzentimeter Hubraum den Titel holte.

Egli fährt dieses Jahr aber ausser Konkurrenz. «Ich werde neben ein paar Bergrennen nur vier der sieben Slaloms zur Schweizer Meisterschaft fahren. Ich bin nur in Frauenfeld, beim Doppellauf in Bière und in Bure am Start.» Nur zum Plausch fahre er aber nicht mit, betonte der Glarner. «Wenn ich fahre, will ich gewinnen.» Beim Auftakt zur Slalom-SM 2026 am 19. April in Frauenfeld steht er sehr hoch im Kurs, gewann er doch die letzten zehn Slaloms im Thurgau in Serie. Ryter war vergangenes Jahr sehr nahe am Dominator von Frauenfeld dran, bloss 0,62 Sekunden fehlten ihm auf Tagessieger Egli. «Wenn ich ihn dieses Jahr nicht schlage, ist das vermeintlich bereits ein Sieg zu wenig für die Titeljagd», vermutete Ryter bei den Testtagen in Ambri.

Punkte verloren hat in den vergangenen Jahren auch immer wieder Stephan Burri. Der 46-jährige Exilberner, 2023 mit seinem VW Scirocco Bergpokalsieger und Vizemeister der Slalom-SM, hatte aber noch nie so viel Pech wie im vergangenen Jahr. Der Höhepunkt, wenn man so sagen will, war der Unfall beim Bergrennen in Les Rangiers. Tempi passati, in Ambri stand sein Auto öfter aufgebockt und unaufgeregt da. «Er läuft gut», meinte Burri, der über den Winter «ein halbes Auto» wieder aufgebaut habe. «Ich teste hier in Ambri vor allem Pneus.» Eine Unklarheit bleibe aber, gibt Burri auf die Frage nach seinen Ambitionen in diesem Jahr zu. «Ich werde sicher ein paar PS weniger zur Verfügung haben, weil ich den Scirocco dieses Jahr mit Synfuel-Treibstoff fahren werde.»

Mit Blick auf den Schlussstand der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 gibt es noch andere Fahrer, die durchaus für einen Exploit «a là Grispino» fähig sind. Yves Hängärtner, Vizechampion 2025, ist es nicht. Er hat seinen GP3-Dallara gegen einen Toyota GT86 getauscht und fährt vor allem LOC-Rennen. Aber da wären ja auch noch Samuel Weibel, Dritter der Slalom-SM 2025 (sechs Klassensiege) oder Christian Bartlome (5. Endrang 2025, vier Klassensiege), nur um ein paar Namen zu nennen. Die Frage bleibt also vorerst unbeantwortet: Wer hat das Zeug zum Titelgewinn 2026?

Text: Werner J. Haller

Weitere Fotos gibt es auf den Facebook-Seiten von Haller Tschei und Hartmann Peter

Lionel Ryter Testtage Ambri 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lionel Ryter fühlt sich nach Ambri gut vorbereitet © Haller

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01.04.2026 Eric Jordan: «Es ist ein allgemeiner Rückgang der Teilnehmerzahlen zu beobachten!»
Rallye Eric Jordan Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rallye-Experte Eric Jordan gibt Auskunft © Cornevaux/Eichenberger

Eric Jordan (55) ist Präsident der AOR, der Schweizerischen Vereinigung der Rallye-Veranstalter und Mitglied im Komitee Rallye. Als solcher nimmt er zu den wichtigsten aktuellen Fragen rund um die Schweizer Rallye-Meisterschaft Stellung. 

Du bist Mitglied des Komitee Rallye, Präsident der AOR sowie Veranstalter der Rallye du Chablais. Erklär unseren Lesern doch mal, was du in diesen Positionen zu tun hast?
Eric Jordan: Die Funktion des Präsidenten der AOR ist symbolisch; es handelt sich um einen «Freundeskreis», der die Rallye-Veranstalter zusammenbringt. Die AOR hat keine Entscheidungsbefugnis. Bei unseren Sitzungen tauschen wir Ideen und Erfahrungen aus und versuchen, uns abzustimmen, um dem Komitee Rallye Vorschläge zu unterbreiten. Als Veranstalter der Rallye du Chablais kümmre ich mich um die Organisation. Das ist bei einer Rallye sehr komplex. Wir haben das Glück, in der Region gut verankert zu sein. Und wir haben über die Jahre ein Vertrauensverhältnis zu unseren Partnern aufbauen können. Die Rolle des Organisationspräsidenten der Rallye du Chablais ist vielfältig. Sie erstreckt sich über das ganze Jahr und nimmt einen Grossteil meiner Freizeit in Anspruch, da wir alle diese Aufgaben neben unseren beruflichen Tätigkeiten ehrenamtlich wahrnehmen. Meine Hauptaufgaben bestehen darin, eine Strecke festzulegen, Finanzierungen und Sponsoren zu finden und regelmässige Kontakte zu den kommunalen, kantonalen, militärischen und polizeilichen Behörden zu pflegen. Im Weiteren geht es darum, die Mitglieder der Komitees und die Verantwortlichen der 45 Ressorts zu motivieren und zu unterstützen. Man muss alles im Blick behalten und versuchen, so viel wie möglich zu delegieren. Die Mitglieder des Exekutivkomitees unterstützen mich bei all diesen Aufgaben sehr.

Die letzten Jahre haben einen Trend aufgezeigt: Die Rallye du Chablais und die Rallye du Valais sind in Sachen Teilnehmende die beiden klar führenden Rallyes in der Schweiz. Im Jura und im Tessin ist die Zahl der Teilnehmenden eher rückläufig. Woran liegt das?
Im Vergleich zu den 2000er-Jahren ist ein allgemeiner Rückgang der Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. Das gleiche Phänomen ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auch in den Nachbarländern zu beobachten. Dies ist auf einen Mentalitäts- und Wahrnehmungswandel bei jungen Menschen zurückzuführen: Mit 18 Jahren hat Autofahren für sie nicht unbedingt Priorität. Ausserdem gibt es heute viel mehr Freizeitaktivitäten, und der Motorsport ist finanziell und zeitlich sehr aufwändig. Die Fahrer sind zu Dienstleistern geworden und immer weniger zu Mechanikbegeisterten. 

Es gibt kaum noch Teams, die die komplette Schweizer Rallye-Meisterschaft bestreiten (2025 waren es drei Rally2-Teams), obwohl man seit 2025 nur noch fünf Rallyes austrägt, um so die Kosten in Grenzen zu halten. Warum ist das so?
Proportional gesehen ist es in der französischen und italienischen Meisterschaft genauso. Von allen Teams nimmt nur eine Minderheit an der Meisterschaft teil. Das ist natürlich in erster Linie eine Frage der Finanzen. Die Mehrheit wählt unter Berücksichtigung des Budgets und der verfügbaren Zeit ein, zwei oder drei Rallyes aus. Die Teams wollen in erster Linie Spass haben, bevor sie einen Titel anstreben.

Wie siehst du die Zukunft des Schweizer Rallyesports?
Wir haben das Glück, dass es Veranstaltungen gibt, die schon seit langem bestehen und in ihrer Region fest verankert sind. Solche Veranstaltungen sind aus sportlicher, touristischer und wirtschaftlicher Sicht interessant. Und solange es engagierte und leidenschaftliche Leute gibt, die sie organisieren, Freiwillige, die sich einbringen, und Teams, die verstehen, wie wichtig es ist, daran teilzunehmen, bin ich ziemlich zuversichtlich für die Zukunft. Heute wäre es sehr schwierig, eine neue Rallye zu starten oder wiederzubeleben. Und noch schwieriger ist es, neue Organisatoren zu finden, die sie auf die Beine stellen!

Was muss/kann für den Rallye-Nachwuchs gemacht werden?
Da es in der Schweiz keine Marken-Meisterschaft mehr gibt und die Importeure nicht wirklich über eine Motorsportabteilung verfügen, ist es schwierig, Lösungen für Junioren zu finden. Auch hier geht es wieder um die Frage der Verhältnismässigkeit im Verhältnis zur Gesamtzahl der Lizenznehmer. Die ganz jungen Kartfahrer wenden sich eher dem Formelsport zu. Man müsste sie mit einer Kategorie leistungsstarker und wirtschaftlicher Autos im Rahmen einer Trophäe mit Prämien anlocken. Ohne kohärente Preisgelder wird es sehr schwierig sein, junge Menschen zu motivieren. Es finden Gespräche mit internationalen Trophäen statt, bisher jedoch ohne Erfolg.

Du bist auch verantwortlich für die E-Rallye du Chablais. Ist diese Art von Rallye die Zukunft oder wird es ein Nischenprodukt bleiben?
Unter dem Label «E-Rallye du Chablais» wollten wir alle Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zusammenfassen. Ob man dafür oder dagegen ist, spielt keine Rolle. Das Ziel ist es, alle Arten von Antrieben nebeneinander fahren zu lassen, so wie es auch auf den Strassen im Alltag der Fall ist. Ich persönlich glaube fest an synthetische Kraftstoffe. Ich hoffe, dass sich dieser Markt in Zukunft weiterentwickeln wird. 

Anm.: Das Interview ist Mitte März im Magazin von Auto Sport Schweiz erschienen.

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01.04.2026 Keine Rallye-Meisterschaft Junior 2026
Galeuchet Rallye Junior 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der vorerst letzte Junior-Meister: Josué Galeuchet © Eichenberger

Die letzte erfolgreiche Schweizer Rallye-Meisterschaft Junior fand 2021 statt. Damals gewann (etwas umstritten) Jérémie Toedtli vor David Erard und Guillaume Girolamo. Sieben Fahrer respektive Fahrerinnen kamen in die Endabrechnung. Seither ist die Zahl der Teilnehmenden massiv zurückgegangen. 2026 wird – aus Mangel an Anmeldungen – die Rallye-Meisterschaft Junior ausgesetzt.

Mehr zum Thema Schweizer Rallye-Meisterschaft und in diesem Zusammenhang auch über den Nachwuchs erfahren Sie in unserem Interview mit Eric Jordan, Präsident der AOR, der Schweizerischen Vereinigung der Rallye-Veranstalter, Mitglied im Komitee Rallye und Organisator der Rallye du Chablais.

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31.03.2026 Vergabe von iRacing-Codes ab sofort gestoppt

Aufgrund dessen, dass ein Deutscher Online-Streamer «Werbung» für die Gratis iRacing-Codes der FIA (welche u.a. bei Auto Sport Schweiz bezogen werden können) gemacht hat, wurden seit gestern Montag, 30.03.2026, mehrere hundert iRacing-Codes bei Auto Sport Schweiz bestellt.

Dies führt dazu, dass der reguläre Arbeitsbetrieb zum Erlahmen kommt und die zentrale info-Adresse massiv angeschrieben wird (mit bis 20 Mails pro Minute).

Aufgrund dessen und insbesondere auch aufgrund der Tatsache, dass diese Codes in erster Linie für Personen mit einem Wohnsitz in der Schweiz gedacht sind (jeder Landesverband kann für sein Land solche Codes in Anspruche nehmen und vertreiben), wird die Aktion seitens Auto Sport Schweiz bis auf weiteres gestoppt und ausgesetzt.

Es werden keine iRacing Codes mehr an Personen abgegeben, welche keinen Wohnsitz in der Schweiz haben. Bestellungen werden nur noch akzeptiert, wenn der Antragssteller einen festen Wohnsitz in der Schweiz hat.

Wir bitten um Kenntnisnahme.

Auto Sport Schweiz

 

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31.03.2026 Nolan Vuilleumier: «Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen!»
Nolan Vuilleumier 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Farblich hat Vuilleumier seinen neuen Formel Renault bereits dem Renault Clio Williams aus den Vorjahren (rechts im Bild) angepasst © Archiv Vuilleumier

Der ehemalige Formel-Renault 2.0 von Victor Darbellay kehrt dieses Jahr zurück. In den Händen von Nolan Vuilleumier (wird heute 24) wird er bei Slaloms und am Berg zu bestaunen sein. 

Auch ihn haben wir in unserem vierteljährlich erscheinenden Magazin bereits einmal vorgestellt: Nolan Vuilleumier. Heute Dienstag, 31. März, feiert er seinen 24. Geburtstag – alles Gute dazu. Doch das ist nicht der Grund, weshalb wir über den jungen Mann aus dem Berner Jura berichten. Vielmehr geht es um sein neues Auto. Und das kennen die meisten von uns noch bestens aus der Saison 2023/2024. Damals sass noch ein gewisser Victor Darbellay am Steuer. Jetzt ist der Formel Renault 2.0 im Besitz von Vuilleumier. «Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen», sagt das Geburtstagskind. «Ich habe immer davon geträumt, eines Tages mit einem Monoposto fahren zu können. Jetzt ist dieser Traum in Erfüllung gegangen.»

Vuilleumier, der die vergangenen zwei Jahre mit einem Renault Clio Williams Slaloms und Bergrennen bestritten hat, durfte im Oktober 2025 den Formel Renault im französischen Mirecourt unter Anleitung von Darbellay zum ersten Mal testen. «Victor hat mir damals sehr geholfen und mir wertvolle Tipps gegeben», erzählt Vuilleumier.

Nolan Vuilleumier 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vergangenen Herbst testete Vuilleumier in Mirecourt © Archiv Vuilleumier

Der schnelle Walliser, der im Vorjahr den Wechsel auf einen Nova Proto vollzogen hat, wird ihm sicher auch dieses Jahr noch Ratschläge geben – falls nötig. Doch fahren muss Vuilleumier ab sofort selber. Geplant ist die Teilnahme an sämtlichen Rennen, die zur Junior-Meisterschaft zählen. Das heisst:

19. April, Slalom Frauenfeld
2. Mai, Slalom Ambri 1
3. Mai, Slalom Ambri 2
17. Mai, Slalom Bure
7. Juni, Bergrennen Hemberg
14. Juni, Bergrennen La Roche
26. Juli, Bergrennen Anzère
30. August, Bergrennen Oberhallau  

«Ausserdem möchte ich die beiden Slaloms in Bière bestreiten», sagt Nolan, der aus einer Rennsport «verrückten» Familie stammt. «Und natürlich will ich auch in Les Rangiers und am Gurnigel fahren. Letzteres ist ein Rennen, das mir besonders gut gefällt.» In Sachen Zielsetzung hält der junge Mann aus Tramelan den Ball (bewusst) flach. «Mein Ziel für diese Saison ist es, das Auto kennenzulernen, mich bei jedem Rennen zu verbessern und vor allem möglichst viel Spass hinter dem Steuer zu haben.»

Darbellay Formule Renault Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorgänger Victor Darbellay fuhr den Formel Renault 2023/2024 © Eichenberger

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30.03.2026 Critérium Jurassien: Auftaktsieg für Hirschi
Hirschi myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hirschi übernahm schon am Freitag im Dunkeln die Führung © myrally.ch

Jonathan Hirschi/Michaël Volluz haben die 47. Ausgabe des Critérium Jurassien gewonnen. Der zweimalige Schweizer Rallye-Meister führte von der ersten Prüfung und fuhr sieben von acht Bestzeiten.   

Jonathan Hirschi mit Beifahrer Michaël Volluz hat beim Rallye-Saisonauftakt im Jura dort angeknüpft, wo er zuletzt bei der Rallye du Valais 2025 aufgehört hatte. Der schnelle Neuenburger diktierte bei der 47. Ausgabe des Critérium Jurassien trotz schwierigen Bedingungen von Anfang an das Tempo und legte sich schon in der ersten, 29 Kilometer langen WP am Freitagabend ein Polster von 15,6 Sekunden auf seinen ersten Verfolger Sacha Althaus zu. Am Samstag ging es dann im selben Stil weiter. Zwar liess sich Althaus, Crité-Sieger von 2024 und 2025, nie abschütteln, aber Hirschi baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach drei WPs hatte er schon mehr als 30 Sekunden Vorsprung, nach sechs Prüfungen betrug der Abstand nach hinten schon mehr als eine Minute. Erst in der letzten Prüfung, der SuperSpécial in Moutier, nahm Hirschi den Fuss etwas vom Gas und liess sich mit 15 Sekunden Rückstand die viertschnellste Zeit notieren. Das reichte bei Weitem, um am Ende mit 1:04,8 min Vorsprung auf Althaus zu triumphieren. 

«Ganz zum Schluss wollte ich kein Risiko mehr nehmen», sagte Hirschi, der das Critérium bereits 2023 gewonnen hatte – und danach auch Schweizer Rallye-Meister wurde. «Der Rest der Rallye verlief aber sehr gut. Die Bedingungen waren zwar recht unterschiedlich und es war nicht immer einfach, aber wir haben immer die richtige Reifenwahl getroffen und konnten schon in der ersten Prüfung im Dunkeln einen soliden Vorsprung herausfahren.» Hirschi wird, was die Zukunft betrifft, sicher auch bei der nächsten Rallye, der Rallye du Chablais, am Start stehen. «Und ich werde auch bei der Rallye du Valais fahren. Ob ich auch die restlichen Rallyes, die zur Schweizer Meisterschaft zählen, bestreite, werde ich spontan entscheiden.» 

S Althaus Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für Lokalmatador Sacha Althaus war Platz 2 «das Maximum» © Cornevaux

Für den «geschlagenen» Althaus (und Beifahrerin Lisiane Zbinden) war die Heimrallye im Skoda Fabia RS Rally2 dennoch ein Erfolg. Nach zwei aufeinanderfolgenden Siegen 2024 und 2025 war der zweite Platz nicht nur zu keiner Zeit in Gefahr, er war unter den gegebenen Umständen auch – so Althaus – «das Maximum. Ich habe am Anfang etwas Zeit verloren, weil ich den RS noch nicht so gut kenne wie das alte Modell», sagte der Lokalmatador mit der #6. «Ausserdem waren die Bedingungen nicht ganz ungefährlich. Deshalb kann ich gut mit Rang 2 leben, auch wenn ich den Hattrick, der noch nie einem Fahrer beim Critérium gelungen ist, verpasst habe. Aber Jonathan hat einfach etwas mehr riskiert und verdient gewonnen.»

Die Top 3 der 47. Ausgabe stand im Übrigen schon nach der ersten WP fest. Das drittschnellste Duo am Freitagabend, Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz (auf Skoda Fabia RS Rally2), liess sich den dritten Rang nicht mehr abjagen und sicherte sich mit 13,9 Sekunden Vorsprung auf Ex-Meister Michaël Burri (Skoda Fabia Rally2 Evo) seinen ersten Podestplatz im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft – genauer gesagt den ersten Podestplatz im SCRATCH. 2024 wurde Lathion bereits einmal Zweiter in der Schweizer Meisterschaft bei der Rallye du Valais. Wie Althaus musste sich auch Lathion im Jura an seinen Fabia RS gewöhnen. «Das Auto ist in vielen Bereichen besser, viel stabiler und verhält sich auch beim Einlenken weniger brüsk. Aber an all das muss man sich zuerst gewöhnen. Uns ist das recht gut gelungen. Und deshalb freue ich mich natürlich ganz besonders über den ersten Podestplatz im SCRATCH.» Wie Hirschi wird auch Lathion bei der Rallye du Chablais am Start stehen. «Wenn dort alles gut läuft, wollen wir auch bei der Rallye Bourgogne fahren. Der Rest hängt dann vom Budget ab. Aber klar wäre es das Ziel, die komplette Meisterschaft zu bestreiten.»

Nur 5,4 Sekunden dahinter belegten Thibault Maret und sein belgischer Co-Pilot Louis Louka in ihrem neuen Citroën C3 Rally2 Platz 5. Auf dem sechsten Schlussrang landete Rückkehrer Pascal Perroud mit Beifahrerin Charlène Greppin. Der im Vorjahr bei der Rallye de Bourgogne schwer verunfallte Waadtländer liess es am Anfang noch «gemächlich» angehen, schaffte es aber (einigermassen schmerzfrei) ins Ziel. Abgerundet wurde die Top 10 mit: 7. Nicolas Althaus/Coline Althaus (Skoda Fabia Rally2 Evo), 8. Olivier Burri/Jules Escartefigue (Toyota GR Yaris Rally2), 9. David Erard/Quentin Marchand (Skoda Fabia RS Rally2), 10. Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny (Citroën C3 Rally2).

Lathion Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Starke Vorstellung: Nicolas Lathion wurde souverän Dritter © Cornevaux

Das schnellste zweiradangetriebene Duo war Olivier Gillet und Patrick Spart. Der ehemalige Schweizer Meister belegte mit seinem Porsche 911 991 GT3 den 13. Platz. Mathieu Zurkinden und Stéphane Pury, im Vorjahr sensationell Gesamtdritte der Schweizer Rallye-Meisterschaft, setzten sich im Schweizer Rallye-Pokal durch gewannen als Gesamt-16. die RC4-Wertung.

In der historischen Klasse, der VHC, sicherte sich Erwin Keller (mit Dominique Juple) seinen ersten VHC-Sieg am Steuer seines Mitsubishi Galant VR-4. Keller knüpfte damit an seine Siege bei den modernen Autos in den Jahren 1991 und 1992 an. Schon damals war er mit dem Mitsubishi im Jura erfolgreich. 20,7 Sekunden hinter Keller sicherten sich Eddy und Florence Bérard Rang 2. Auch Platz 3 ging an einen BMW M3 E30 – und zwar jenem von Clovis Brosy und Frédéric Erismann. Vorjahresmeister Eddy Tapparel (mit Beifahrerin Marion Tapparel) war auf seinem Porsche 911 SC als Gesamtsechster Schnellster der Klasse I.

Nachdem sie 2025 beim Critérium Jurassien pausiert hatten, siegten Laurent und Florence Pernet dieses Jahr in der VHRS vor Stéphane Viglino und Anne Dupraz (Classic). Gaston und Guillaume Pujos belegten den dritten Platz im Gleichmässigkeits-Wettbewerb der historischen Fahrzeuge. In der VMRS, also bei den modernen Fahrzeugen, siegten Michel Randin und François Allenbach auf Toyota Yaris GR konkurrenzlos.

Weitere Informationen zum «Crité» 2026 gibt es unter diesem Link.

Und so geht es weiter:
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

Keller VHC Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
VHC-Sieger Erwin Keller auf seinem Mitsubishi Galant VR-4 © Cornevaux

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27.03.2026 Schweizer Meisterschaft Junior: Noch bis Dienstag anmelden!
Lionel Ryter Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Vorjahresmeister: Lionel Ryter in seinem Formel Renault © Eichenberger

Auto Sport Schweiz trägt auch dieses Jahr eine Schweizer Meisterschaft Junior (Berg und Slalom) aus. Wer sich noch anmelden möchte, kann dies noch bis am kommenden Dienstag, 31. März, machen. Teilnehmen können alle Fahrer und Fahrerinnen, die im Besitz einer NAT- oder INT-Lizenz von ASS sind und die sich mittels offiziellem Einschreibeformular (siehe Anhang) angemeldet haben. Die Teilnehmenden dürfen nicht älter als 25 Jahre sein (Jahr, in dem sie das 25. Altersjahr erreichen). Gefahren werden darf mit Tourenwagen bis 2,5 Liter und Rennwagen bis 2 Liter. Es gibt eine Wertung – mit zwei Streichresultaten: eines bei einem Slalom, eines bei einem Bergrennen. Meister oder Meisterin wird, wer disziplinenübergreifend die meisten Zähler holt.

2026 zählen folgende Rennen zur Junior-Meisterschaft:
19. April, Slalom Frauenfeld
2. Mai, Slalom Ambri 1
3. Mai, Slalom Ambri 2
17. Mai, Slalom Bure
7. Juni, Bergrennen Hemberg
14. Juni, Bergrennen La Roche
26. Juli, Bergrennen Anzère
30. August, Bergrennen Oberhallau

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26.03.2026 2026 erleben wir einen ganz neuen Ursanne Salomon
Ursanne Salomon 2026 Salomon Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ursanne Salomon ist bereit für die bevorstehende Saison © Archiv Salomon

Ursanne Salomon (20) hat es im Vorjahr angedeutet: 2026 greift er (viel leichter) und mit dem ehemaligen Formel-3-Auto von Roland Bossy in der Schweizer Berg- und Slalom-Meisterschaft an.

Erinnern Sie sich noch an das «One to watch» im ASS-Magazin 03/2025? Dieses haben wir damals Ursanne Salomon gewidmet. Der 20-jährige Jurassier hatte uns damals im Gespräch in St. Ursanne darauf hingewiesen, dass er mit seinem Formel Renault weit über dem Gewichtslimit läge. Und dass er über den Winter hart an sich arbeiten werde. Gesagt – getan. «Seit Beginn der letzten Saison habe ich 30 Kilogramm abgenommen», sagt Salomon stolz. Noch habe er seine Gardemasse nicht erreicht, meint er. Das Ziel sei es, bis zum Ende der Saison 90 Kilogramm auf die Waage zu kriegen. Übertragen auf das Gesamtgewicht (inkl. Auto) war Salomons Handicap noch offensichtlicher. «Letzte Saison in Les Rangiers wog ich mit dem Auto etwa 660 Kilogramm, während das Mindestgewicht in meiner Kategorie bei 550 kg liegt…»

Doch Salomon hat nicht nur angekündigt, er werde sein Gewicht reduzieren, er hat damals schon angedeutet, dass er auch Ausschau nach einem neuen Auto halten werde. Und in diesem Punkt ist Salomon fündig geworden. 2026 tritt der Neffe von Rallye-Pilot Jean-Marc Salomon mit dem ehemaligen Formel-3-Auto von Roland Bossy an. «Das ist ein deutliche Leistungssteigerung», sagt Ursanne, der im Vorjahr noch einen Formel Renault von 2013 fuhr. «Bessere Aerodynamik, steiferes Fahrwerk, ein VW-Motor mit etwa 240 PS und mehr Drehmoment sowie etwa 30 kg weniger Gewicht», umschreibt Ursanne die Eckdaten seines neuen Arbeitsgeräts. 

Ursanne Salomon Gurnigel 2025 Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Beim Bergrennen Gurnigel 2025 lief es noch nicht nach Plan © Eichenberger

Einen ersten Eindruck von seinem neuen Auto bekam Salomon schon im Vorjahr am Gurnigel. Der erste Test verlief aber nicht nach Plan. «Ich hatte zwei Ausritte aufgrund mangelnder Erfahrung und weil ich nicht richtig eingeschätzt hatte, wie sehr sich das Fahren eines Formel 3 von einem Formel Renault unterscheidet», sagt Salomon. «Auch die Schaltwippen am Lenkrad fehlten noch, einige technische Details waren noch nicht ganz ausgereift. Aber all das ist jetzt geklärt.»

Für die ersten richtigen Tests hat Salomon die Rennstrecke von Pouilly-en-Auxois zusammen mit seinen Brüdern gemietet. Der 13 Jahre ältere Joffrey, der während der Saison als Mechaniker am Auto von Ursanne arbeitet, wird mit dem alten Formel Renault dabei sein; Quentin (31) mit einem Clio Cup. Das Ziel lautet: Viel fahren, das Auto kennenlernen, die Einstellungen finden und für den Auftakt in Frauenfeld bereit sein.

Was das Programm angeht, plant Ursanne mit der gesamten Juniorenmeisterschaft, also Slalom und Bergrennen. «Und natürlich werde ich mir das Rennen in Les Rangiers nicht entgehen lassen», lacht Salomon, der vor einem Jahr beim Slalom in Bière sein Debüt gab. «Insgesamt sind das fünf neue Rennen für mich in dieser Saison, dazu kommt noch ein neues Auto, an das ich mich erst gewöhnen muss. Deshalb werde ich bei den ersten Rennen auch noch nicht voll angreifen – die Priorität liegt auf der Konstanz. Aber wenn ich Gas geben muss, ist das Auto dazu in der Lage.»

Ursanne Salomon Rangiers 2025 Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Salomon wird 2026 die Junior-Meisterschaft bestreiten © Eichenberger

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25.03.2026 TCR-Pilot Jérôme Nicolet peilt Top 10 an
Jerome Nicolet Les Rangiers 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jéròme Nicolet peilt die Top 10 bei den Tourenwagen an © Eichenberger

Nach einer vielversprechenden ersten Saison am Steuer seines Peugeot 308 TCR peilt der Fribourger Jérôme Nicolet dieses Jahr die Top 10 der Schweizer Berg-Meisterschaft an.

Jérôme Nicolet hat im vergangenen Jahr mit seinem neuen Peugeot 308 TCR das eine oder andere Ausrufezeichen setzen können. Im direkten Duell mit seinem TCR-Kontrahenten Peter Steck (Opel Astra) hatte er in der Endabrechnung zwar marginal das Nachsehen. Trotzdem war Nicolet (im Gesamtklassement 16.) am Ende sehr zufrieden mit seiner Premierensaison. «Zu Beginn der Saison hatte ich ein paar Anlaufschwierigkeiten», sagt der 43-Jährige aus Neyruz (FR). «Vor allem der Ausrutscher beim ersten Rennen in La Roche war unnötig. Aber ich habe mich im Laufe des Jahres gesteigert und konnte so ein solides Fundament für die bevorstehende Saison legen.»

Nicolet nahm insgesamt an sechs Läufen zur Schweizer Bergmeisterschaft teil und liess sich fünf Gruppensiege notieren. Ausserdem war er am deutschen Lauf der FIA-Berg-Europameisterschaft in Osnabrück dabei. Dort allerdings versagte die Servolenkung. Im Gesamtklassement wurde Nicolet – trotz nur zwei EM-Teilnahmen – 38. von 106 gewerteten Teilnehmern.

2026 peilt Nicolet die Top 10 in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft an. Da die TCRler aufgrund der Teilnehmerzahl oft nur halbe Punkte kriegen, ist dieses Unterfangen nicht ganz einfach. Nicolet hat deshalb entschieden, an allen Bergrennen teilzunehmen. Zur Vorbereitung bestreitet er auch noch den ersten Lauf der FIA-Berg-Europameisterschaft in Rechberg (AUT). «Das Ziel ist es, die Entwicklung des Peugeot 308 TCR fortzusetzen, an Konstanz zu gewinnen und regelmässig die Spitzenplätze der Gruppe anzustreben.»

Wer mehr über Nicolet und seinen Peugeot 308 erfahren will, kann dies am 11. April von 10 bis 17 Uhr machen. Dann nämlich findet ein Präsentationstag der Freiburger Rennställe (Écurie des Lions, Gruyère Racing Team und Écurie Sporting de Romont) auf dem Kasernenareal in Châtel-St-Denis statt.

Jerome Nicolet 2026 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einen Test in Dijon hat Nicolet 2026 bereits absolviert © Archiv Nicolet

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25.03.2026 Vorschau Critérium Jurassien: Schafft Althaus Historisches?
Althaus mit Logo Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schaffen sie den Hattrick? Sacha Althaus/Lisiane Zbinden © S. Cornevaux

Am Freitag beginnt im Jura mit der 47. Ausgabe des Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026. Laut Wetterbericht könnte es eine nasskalte Angelegenheit werden.   

Die Vorbereitung auf seine Heimrallye ist Sacha Althaus (29) gelungen. Zusammen mit Beifahrerin Lisiane Zbinden hat der Skoda-Pilot aus Moutier die Rallye Régional de Franche-Comté als Dritter beendet. Nur die beiden Franzosen Ludovic Godard und Denis Millet waren schneller als der Mann, der 2024 und 2025 das Critérium Jurassien gewann. Im Idealfall könnte Althaus am Wochenende also sogar einen Hattrick aufstellen. Drei Siege beim Crité – das haben schon andere geschafft. Grégoire Hotz gewann den Klassiker im Jura fünf Mal; Olivier Burri, der auch 2026 mit seinem Toyota Yaris Rally2 wieder am Start steht, hat sogar sechs Siege auf seinem Konto. Doch keiner hat bisher drei Mal hintereinander gewinnen können.

Ob Althaus, der mit der #6 ins Rennen geht, ein drittes Mal in Serie triumphieren kann, wird in erster Linie am Abschneiden von Jonathan Hirschi (mit Beifahrer Michaël Volluz) liegen. Der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 weiss, wie man im Jura gewinnt. 2023 war der Neuenburger beim Saisonauftakt nicht zu bremsen. Und auch zuletzt bei der Rallye du Valais 2025 war der Citroën-Pilot die klare Nummer 1. 

Gegenwind wird Althaus auch von einem anderen Ex-Meister zu spüren bekommen. Michaël Burri (Skoda Fabia RS) hat nach einer eher ruhigen Saison 2025, was nach seinem Horror-Unfall bei der Rallye du Valais 2024 auch verständlich war, wieder Lust zum Angreifen. Zuletzt bei der Rallye Franche-Comté fehlten Burri mit Beifahrer Gaëtan Aubry nur zwölf Sekunden auf seinen Kantonskollegen Althaus. Und auch der Schweizer Rallye-Meister von 2024 hat das Critérium Jurassien schon zwei Mal gewonnen: 2018 und 2022.

Hirschi Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jonathan Hirschi dürfte einer der Favoriten auf den Sieg sein © Eichenberger

Auf seinen ersten Sieg wartet dafür Thibault Maret. Der junge Walliser ist seit drei Jahren in der «Top-Liga» unterwegs und hat in dieser Zeit schon fünf Podestplätze im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft herausgefahren. Sein zweiter Platz bei der Rallye du Chablais 2025 war sein bisher bestes Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr hat Maret den Hersteller gewechselt. Bis 2025 fuhr er einen Skoda Fabia, nun setzt der 25-Jährige, der neu auf die Navigationskünste des Belgiers Louis Louka zählt, wie Hirschi auf einen Citroën C3 Rally2. Wie Althaus & Co. hat sich auch Maret auf das Crité vorbereitet. Allerdings nicht bei der Rallye Franche-Comté, sondern bei der Rallye des Vignes de Régnié. Dort war er als Fünfter bester Rally2-Pilot.

Zu den weiteren heissen Eisen gehören beim Crité 2026 Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz (Skoda Fabia RS), Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny (Citroën C3 Rally2) sowie Jéremie Toedtli/Alexandre Chioso (Skoda Fabia RS). Und dann ist da noch Rückkehrer Pascal Perroud, der mit Charlène Greppin sein Comeback auf einem Skoda Fabia RS gibt. Perroud war im Vorjahr bis zur Rallye Bourgogne erster Verfolger des späteren Meisters Mike Coppens. Ein Unfall, bei dem sich der Waadtländer Rückenverletzungen zugezogen hatte, beendete seine Saison jedoch frühzeitig. Apropos Coppens: Wie wir an dieser Stelle schon mitgeteilt haben, wird der Vorjahresmeister im Jura fehlen. Coppens/Roux werden erst bei der Rallye du Chablais wieder dabei sein.

Insgesamt stehen beim Critérium 17 Rally2-Autos am Start (darunter übrigens auch der dreimalige Sieger Nicolas Althaus). Der Alpine GT+ von Joël Rappaz sowie die beiden Porsche von Ex-Meister Olivier Gillet und Sébastien Biondina runden die Top 20 ab. Insgesamt nehmen 44 moderne Fahrzeuge am diesjährigen Saisonauftakt statt. Einer von ihnen ist auch der Dritte der Vorjahres-Meisterschaft: Mathieu Zurkinden. Der Fribourger setzt weiterhin auf seinen Peugeot 208 Rally4. Ob ihm 2026 ein ähnlicher Exploit gelingt?

Perroud Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Pascal Perroud gibt im Jura sein Comeback © Eichenberger

In der historischen Klasse, der VHC, stehen 20 Teams am Start. Darunter natürlich auch die Cup-Sieger von 2025 Eddy und Marion Tapparel auf ihrem Porsche 911 SC. Mit Eddy Bérard und seiner Beifahrerin Florence Bérard (BMW M3) sind auch die Jura-Vorjahressieger eingeschrieben. Überhaupt dürfte der Gesamtsieg in der historischen Klasse an ein BMW-Duo gehen. Mit Nicolas Jolidon/Eric von Kaenel, Clovis Brosy/Frédéric Erismann und Julien Camandona/Mélanie Crettaz sind drei weitere M3er-Teams am Start, die sich Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis machen dürfen. 

In den beiden Gleichmässigkeitsklassen stehen insgesamt acht Teams am Start – sieben davon in der VHRS, der historischen, eines in der VMRS, der modernen Wertung. Zu den insgesamt 81 Teams gesellen sich im Jura auch wieder die Fahrzeuge der «Slowly Sideways» mit einem Feld von 22 Teilnehmenden, wobei die Hälfte davon aus der Schweiz stammen.

Los geht die 47. Ausgabe des Critérium Jurassien am Freitagabend mit der ersten Prüfung von Courtemautruy nach Les Enfers um 18.45 Uhr. Insgesamt stehen acht Wertungsprüfungen über 133,63 Kilometer auf dem Programm – die eine am Freitag und sieben am Samstag (ab 9.52 Uhr). Die letzte Prüfung (Moutier SuperSpécial) wird von allen Teilnehmenden absolviert – bis auf VHRS und VMRS. Weitere Informationen zum «Crité» 2026 gibt es unter diesem Link.

Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026
27./28. März, Critérium Jurassien
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais

M Burri J P Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hat schon zwei Mal seine Heimrallye gewonnen: Michaël Burri © J.-P. Cornevaux

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23.03.2026 Weekend-Report 08/2026
Ricardo Feller Sebring 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sebring-Sieger in der GTD Pro: Ricardo Feller (Mitte) © Porsche

Ricardo Feller gewann am Wochenende die 12h Sebring in der GTD Pro. Doch auch andere Schweizer setzten Ausrufezeichen – bei der Formel E, beim NLS-Auftakt, bei Rallyes in Frankreich und der WSK in Italien. 

Bei der Formel-E-Premiere in Madrid (ESP) haben alle drei Schweizer zum dritten Mal in dieser Saison gepunktet. Einen weiteren Podestplatz, es wäre der fünfte in dieser Saison gewesen, kam es aber leider nicht. Edoardo Mortara war als Fünfter der beste des Trios – zwei Plätze vor Sébastien Buemi. Nico Müller wurde direkt dahinter (mit der schnellsten Rennrunde) Achter. Buemi war eigentlich als Sechster ins Ziel gekommen, erhielt aber nachträglich noch eine 1,9-Sekunden-Zeitstrafe. Die Rennleitung war der Ansicht, dass Buemi den Briten Jake Dennis, der im Attack-Mode war, bei einem Überholversuch zu wenig Platz gelassen hatte. In der Meisterschaft liegt Mortara weiter auf Rang 2 – elf Punkte hinter Leader Pascal Wehrlein. Müller ist Sechster (33 Punkte hinter Wehrlein), Buemi Neunter (38 Zähler hinter der Spitze). Der Sieg in Madrid ging an Jaguar-Pilot António Félix da Costa. Weiter geht’s am 2./3. Mai mit dem Doubleheader in Berlin.

Auch kein Schweizer Podestplatz gab es beim IMSA-Rennen in Sebring (USA). Der Genfer Louis Delétraz musste sich nach zwölf Stunden mit Rang 7 begnügen. «Wir können uns nichts vorwerfen», meinte der Cadillac-Pilot. «Wir haben alles versucht, lagen sogar mal in Führung, aber die letzte Gelbphase hat uns auf dem falschen Fuss erwischt. Alle, die hinter uns lagen, hatten neue Reifen.» Umso erfreulicher lief es aus Schweizer Sicht in der GTD Pro. Dort sicherte sich Ricardo Feller mit dem Manthey-Porsche seinen ersten Sebring-Triumph. Der zweimalige GTD-Champion Philip Ellis war für einmal nicht im Ziel. Der Mercedes mit der #57 kollidierte mit einem rückwärts auf die Strecke rollenden Fahrzeug. Der Gesamtsieg in Sebring ging zum 20. Mal an Porsche.

Ranko Mijatovic Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Macht dort weiter, wo er aufgehört hat: Ranko Mijatovic © NLS

Auch beim Auftakt der NLS gab es aus Schweizer Sicht Grund zur Freude. Bester Eidgenosse im Gesamtklassement war Patric Niederhauser (Lamborghini) auf Rang 8. Fabio Scherer (Ford Mustang) belegte Rang 11, Raffaele Marciello (BMW) wurde nach einem unplanmässigen Boxenstopp Zwölfter. Der Sieg beim 58. Barbarossapreis ging an das Schwesterauto von Marciello, nachdem der eigentliche Siger Max Verstappen im Red-Bull-Mercedes disqualifiziert wurde (sieben statt sechs Reifensets). NLS-Meister Ranko Mijatovic knüpfte dort an, wo er aufgehört hat: mit einem Klassensieg in der BMW M2. Einen Klassensieg gab es auch für Manuel Metzger. Er triumphierte in der AT2. Miklas Born und Julien Apothéloz landeten bei ihrer Premiere mit dem KTM X-Bow auf dem 26. Gesamtrang.

Eine gute Vorbereitung auf den bevorstehenden Auftakt zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gelang Thibault Maret. Der Walliser belegte bei der Rallye Régional des Vignes (FRA) den fünften Gesamtrang und war damit bei seinem ersten Ausritt mit seinem neuen Citroën C3 bester Rally2-Pilot. Aufs Podium schafften es Sacha Althaus/Lisiane Zbinden bei der 44. Rallye Régional de Franche-Comté. Der Jurassier, der 2024 und 2025 das Critérium Jurassien gewann, setzte bei seiner Vorbereitungsrallye als Dritter ein starkes Ausrufezeichen. Hinter Althaus belegten Michaël Burri/Gaëtan Aubry Platz 4. Ebenfalls in den Top 10: Joël Rappaz (6.), Nicolas Althaus (7.), David Erard (8.)und Olivier Burri (9.). Der Vorjahresdritte der Rallye-SM, Mathieu Zurkinden, wurde Zweiter in der Rally4-Wertung.$

Kommen wir zum Kartsport. Dort stand in Franciacorta (ITA), wo am kommenden Sonntag die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft gastiert, das Finale der WSK Super Masters Serie auf dem Programm. In zwei Kategorien gab es aus Schweizer Sicht Positives zu vermelden. Bei den OK Junioren wurde Albert Tamm Dritter. Der Tessiner profitierte in der letzten Kurve vom Duell der beiden Führenden und schaffte so noch den Sprung aufs Podium. Auch Aurelio Longhitano war nach der Zieldurchfahrt Dritter (in der OK-N Junior), verlor seinen Podestplatz aber wegen einer Dreisekunden-Strafe (Kollision verursacht). 

Sacha Alhaus Franche 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Althaus/Zbinden: Platz 3 bei der Rallye Franche-Comté © S. Cornevaux

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23.03.2026 Geballte Berg-Power bei Meisels «Rennwagenshow»
Schnellmann Buerki Meisel Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Geballte Berg-Power: Schnellmann, «Speedmaster» und Meisel © Eichenberger

Zum zweiten Mal hat Reto Meisel (55) am vergangenen Samstag zu einer «Rennwagenshow» in seiner Garage Meisel im aargauischen Leuggern geladen. Mit dabei waren u.a. auch Roger Schnellmann und «Speedmaster».

Am Samstag veranstaltete Reto Meisel zum zweiten Mal einen «Open Garage Day» in Leuggern. Neben dem Gastgeber nahmen auch zwei weitere Schwergewichte der Schweizer Bergszene den Weg ins Aargauische mitsamt ihren Autos auf sich. Einen davon, Roger Schnellmann, haben wir erst kürzlich mit seinen Plänen für 2026 auf motorsport.ch vorgestellt. Hier nochmals der Link.

Der andere, «Speedmaster», hat seine Pläne noch nicht ganz aufgedeckt. «Ich werde dort fahren, wo es mir Spass macht», sagt der Berner, der einst Slalom-Titel gesammelt hatte wie andere Panini-Bildchen. Soll heissen: Beim Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft in Frauenfeld wird «Speedmaster» mit seinem berühmt-berüchtigten VW Polo starten. Danach, am Bière-Wochenende, wird er beim 21. Bergpreis Schottenring im Rahmen des KW Berg-Cup seine Zelte aufschlagen. Ausserdem werde er auch noch das eine oder (Rund-)Strecken-Rennen mit einem Ferrari 296 absolvieren. Und dann ist da ja auch noch der wunderschöne BMW M3 GT3, den «Speedmaster» auch in Leuggern ausstellte. Und wer weiss: Im Vorjahr überraschte er alle, als er mit einem Ianniello-Lancia den Tagessieg bei den Tourenwagen am Gurnigel feiern durfte. Man darf also gespannt sein: Für Überraschungen ist der 58-Jährige immer gut…

Meisel Mercedes Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für Meisels Mercedes beginnt die Saison bereits diese Woche © Eichenberger

Auch Gastgeber Reto Meisel hat Einblick in sein Programm 2026 gegeben. Los geht es für den zweimaligen Tourenwagen-Meister und Gewinner der Coupe der Schweizer Berge 2002 bereits diese Woche. Und zwar in Alicante. Im 1500 Kilometer entfernten spanischen Badeort wird Meisel am Wochenende die Saison mit einem Lauf zur spanischen Berg-Meisterschaft beginnen. «Die 6,3 Kilometer lange Strecke hat es in sich», sagt Meisel. «Ich freue mich sehr auf dieses Rennen.» Weiter geht’s für den Mercedes-Piloten dann am 25./26. April mit dem EM-Saisonauftakt im österreichischen Rechberg. In der Schweiz wird Meisel nur beim EM-Rennen in Les Rangiers zu sehen sein. Und auch im «Osten» macht er sich dieses Jahr rarer. «Viele Strecken dort sind für Allradler besser geeignet – da habe ich mit meinem Hecktriebler keine grossen Chancen.»

Für den Höhepunkt am «Open Garage Day» sorgte einmal mehr Urs Erbacher und sein Dragster-Team. Das «Fire-Up» wird wohl noch so manchem Fan in Erinnerung bleiben. Erbacher selber meinte zur bevorstehenden Saison: «Wenn alles klappt, wollen wir diesmal mit Jndia die komplette Saison bestreiten. Schliesslich will sie den Europameistertitel zurückholen.» Noch haben die Erbachers etwas Zeit. Die Saison beginnt erst am 24./25. Mai in Santa Pod (GB). «Wir brauchen aber noch einige Teile aus den USA», sagt Erbacher. «Und das ist zurzeit aufgrund des Krieges im Nahen Osten etwas mühsam.»

Mehr Fotos auf https://www.facebook.com/AutoSportSchweiz/ oder https://www.instagram.com/auto_sport_schweiz_suisse/

Erbacher Dragster Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eine der Hauptattraktionen: Erbachers Top-Fuel-Dragster © Eichenberger

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20.03.2026 Startliste für das Critérium Jurassien veröffentlicht
Affiche Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Heute in einer Woche beginnt mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026. Wir werden nächste Woche rechtzeitig auf den ersten Lauf eingehen und Ihnen auf motorsport.ch wie üblich eine Vorschau bieten. Vorab schon einmal die Startliste für die 47. Ausgabe. Gemeldet sind 44 moderne Teams (darunter 17 Rallye2-Autos) sowie 20 historische Teams (VHC) und sieben Equipen in der VHRS. 

Weitere Infos auf www.criterium-jurassien.ch

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20.03.2026 Einschreibung für Arosa ClassicCar 2026 offen
Arosa Classic Car 2025 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Immer ein Happening: die Arosa ClassicCar © Eichenberger

Es ist eines der beliebtesten historischen Bergrennen. Und das weit über die Landesgrenzen hinaus: die Arosa ClassicCar. Die 22. Ausgabe findet vom 3. bis 6. September statt. Für Interessierte, die gerne daran teilnehmen möchten, ist ab sofort (bis 31. Mai) das Nenntool unter diesem Link geöffnet.

Für die diesjährige Ausgabe sind historische Renn- und Sportfahrzeuge der Baujahre 1905 bis 1990 bzw. 1994 (gem. Ausschreibung) zugelassen. Diese müssen den Vorschriften gemäss FIA Anhang K und den Bestimmungen der NSK entsprechen.

Weitere Infos zum Programm finden Sie auf der Website der Arosa ClassicCar. Ein besuch lohnt sich! 

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19.03.2026 Fleury jr. – vom Formel 3 in den Formel 2
Frederic Fleury 2026 Martini Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fleurys Martini war mal das F3-Auto von Jean Alesi © Archiv Fleury

In der Schweizer Berg-Meisterschaft kommt in diesem Jahr ein geschichtsträchtiges Auto zum Einsatz, das einst vom ehemaligen GP-Haudegen Jean Alesi (61) gefahren wurde. Am Steuer: Frédéric Fleury.

Die Story klingt witzig. Und sie hat sich auch tatsächlich so zugetragen. Der Martini MK52-BMW war schon einmal im Besitz von Frédéric Fleury. Der 37-jährige Jurassier hatte das Auto Anfang 2024 an den französischen Bergrennfahrer Sébastien Brisard verkauft. Als die Tinte unterm Vertrag trocken war, hat ihm dieser gesagt, dass der Wagen einst von seinem Landsmann Jean Alesi gefahren wurde. Nicht dass das den Wagen um ein Vielfaches teurer gemacht hätte, «aber im ersten Moment habe ich mich schon etwas geärgert», sagt Fleury augenzwinkernd.

Der ehemalige französische Formel-1-Rennfahrer Jean Alesi (1989-2001) fuhr den Martini 1987 in der französischen Formel 3 für das Team Oreca. Der leicht explosive Franzose mit sizilianischen Wurzeln war mit dem französischen Chassis aber nicht zufrieden und verlangte nach nur drei Rennen einen Dallara. Mit diesem wurde er am Ende des Jahres französischer F3-Meister. Der Martini wurde danach zur Seite gestellt und ging 1989 in den Besitz von Nani Nerguti († 2016) über. Der französische Bergrennfahrer verpasste ihm nicht nur das Design in den legendären Farben des Mineralölherstellers Yacco, er baute ihn auch zu einem Formel-2-Auto mit BMW-Motor um.

Frederic Fleury Roche 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Frédéric Fleury 2025 in seinem ehemaligen Formel-3-Dallara © Eichenberger

Danach ging das Fahrzeug durch diverse Hände – u.a. war es auch einmal im Besitz des Walliser Rennfahrers Yann Pillonel. Bis es über Fleury eben bei Brisard landete, der mit diesem Auto 2024 die französische VHC-Berg-Meisterschaft gewann. Heute steht der Wagen, der von einem frisch revidierten BMW M12-7 angetrieben wird, wieder bei Fleury in der Werkstatt – und dieser kann es kaum abwarten, ihn endlich selber zu bewegen. Wenn alles klappt, dürfte Fleury seine neue Errungenschaft erstmals in La Roche in der historischen Klasse den Berg hochjagen. Beim Bergrennen in Reitnau soll er – im Rahmen einer «BMW-Show» – dann Demofahrten absolvieren. Auch am Gurnigel will Fleury starten. Und natürlich beim Heimrennen in Les Rangiers. Dort würde der Filius gerne seinen Vater ans Steuer lassen. «Mein Dad hat 1976, also vor 50 Jahren, seine Rennlizenz erworben», sagt Frédéric. «Deshalb würde ich ihn gerne sein Lieblingsrennen in meinem Auto fahren lassen.»

Seinen Dallara F302, mit dem Fleury im Vorjahr in Les Rangiers und am Gurnigel aufs Podium der 2-Liter-Formelautos fuhr, wird übrigens auch 2026 am Start stehen. Der Fribourger Hervé Villoz (47) hat das Formel-3-Auto von Fleury übernommen. «Für mich wird das ein Lernjahr werden», sagt der ehemalige Renault-Clio-Pilot. «Mein Plan sieht vor, bei rund zehn Bergrennen in der Schweiz und in Frankreich zu fahren.» Wie Fleury soll auch er sein Debüt in La Roche geben.

Anm.: Mehr zu Jubilar Jean-Louis Fleury, dem Vater von Frédéric, zu einem späteren Zeitpunkt.

Frederic Fleury BMW Motor 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Motor, ein BMW M12-7, wurde frisch revidiert © Archiv Fleury

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18.03.2026 Erfolg für Trolliet/Moulin bei der Rallye Costa Brava
Trolliet Moulin 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Moulin und Trolliet (ganz links) auf dem Podium in Spanien © Ferreira

Im Vorjahr stand mit Pascal Perroud ein Schweizer beim Auftakt zum FIA European Historic Rallye Championship als Dritter auf dem Gesamtpodium. Der Waadtländer musste sich auf seinem BMW M3 E30 als bester Amateur lediglich den Hochkarätern Jari-Matti Latvala und Romain Dumas geschlagen geben.

Auch dieses Jahr gab es bei der Rallye Costa Brava aus Schweizer Sicht wieder Grund zum Feiern. Bei schwierigen Bedingungen belegten Guy Trolliet und Sébastien Moulin mit ihrem Porsche 911 SC den 21. Platz in der Gesamtwertung; damit landete das Duo auf Platz 2 in der Europameisterschaft der Fahrzeuge vor 1992. Der Gesamtsieg ging übrigens wie im Vorjahr an Latvala. 136 Teams standen am Start, darunter Modelle vom Ford Escort RS 2000 bis hin zu einem Ford Escort WRC – das entspricht rund dreissig Jahre Rallyegeschichte auf spanischen Strassen.

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18.03.2026 Damenpokal 2026 – noch bis 25. März anmelden!
Maissen Franziska Ambri 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahressiegerin Franziska Maissen auf ihrem Citroën © Eichenberger

Auto Sport Schweiz richtet auch dieses Jahr wieder einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal aus. Wer sich (kostenlos) anmelden möchte, kann dies noch bis nächsten Mittwoch, 25. März, machen. 

Zum dritten Mal nach 2024 und 2025 wird es auch dieses Jahr einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal im Automobilrennsport geben. Und zwar für Fahrerinnen und Co-Pilotinnen (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen. Wer sich noch einschreiben möchte, kann die noch bis nächsten Mittwoch, 25. März, machen. Die Einschreibung ist kostenlos. 

Damen, die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) teilnehmen, müssen ihre erzielten Resultate bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) einreichen, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Wer an einer Schweizermeisterschaft (Slalom, Berg, Rallye) teilnimmt, wird automatisch gerechnet. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.

Das Formular für die Einschreibung ist angehängt. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und stehen Ihnen bei Fragen oder Unklarheiten gerne zur Verfügung.

Die bisherigen Siegerinnen des Damenpokals:
2024, Vanessa Zenklusen
2025, Franziska Maissen

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17.03.2026 Jannis Jeremias und die Qual der Wahl
Jannis Jeremias TCR Honda 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vielversprechende Kombination: Jeremias und sein TCR-Honda © Archiv Jeremias

Jannis Jeremias, Schweizer Junioren-Meister von 2024 am Berg und im Slalom, fährt 2026 zweigleisig – in der Schweiz und Deutschland respektive mit einem Honda Civic TCR und einem Porsche GT3 Cup.

2025 musste Jannis Jeremias kürzer treten. Das Geburtstagskind (Jannis wird heute 26 – Happy Birthday!) machte im Vorjahr den Bachelor in Banking & Finance. Büffeln statt Gas geben war angesagt. Nur in La Roche, Anzère und am Gurnigel startete Jeremias auf dem VW Polo, mit dem er 2024 noch Schweizer Junioren-Meister geworden war. Bei den Slaloms tauchte er nur auf, wenn Kollege Yves Hängärtner Hilfe brauchte.

In diesem Jahr könnten es ein paar Rennen mehr werden. Der Slalom von Bière sowie die Bergrennen in Hemberg, Anzère und am Gurnigel stehen jedenfalls auf der Agenda von Jeremias. Allerdings nicht mehr mit dem Polo von Stephan Burri. Jeremias hat sich im vergangenen Jahr gleich zwei neue Autos angelacht: einen Honda Civic TCR und einen Porsche GT3 Cup. Letzterer ist das ehemalige IS-Auto von Paul Büetiger, der 2022 nach dem Slalom von Chamblon den Helm an den Nagel hängte. Der Honda gehörte 2020 noch dem Deutschen Mike Halder, einem ehemaligen Top-Piloten aus der TCR Germany.

Zu den Ambri-Testtagen wird Jeremias beide Autos mitnehmen. Der Plan sieht vor, mit dem TCR-Honda die Rennen in der Schweiz zu absolvieren. Den Porsche wird er zusammen mit Ecurie-Biennoise-Kollege Sandro Morros im «Golden Ära Classic Cup» einsetzen. Die beiden haben schon zusammen trainiert. «Sandro hat 30 Jahre Porsche-Erfahrung», sagt Jeremias. «Ich kann von ihm sehr viel lernen.» Fünf Rennen stehen in der historischen Rennserie in Deutschland auf dem Programm. «Auf den Auftakt beim Jim Clark Revival freue ich mich ganz besonders», meint Jeremias, der einst Schweizer Junioren-Meister im Curling war.

Jannis Jeremias Porsche 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Den Ex-Büetiger-Porsche setzt Jeremias zusammen mit Sandro Morros und Heuri Rennwagen im «Golden Ära Classic Cup» in Deutschland ein © Archiv Jeremias

Die Einsätze in der «Golden Ära» plant Jeremias mit Heuri Rennwagen und deren Teamchef Peter Heuri. Ob er den Porsche auch mal in der Schweiz von der Leine lässt? «Um das herauszufinden, ist der Test in Ambri da.» Ebenfalls nicht ausgeschlossen sind Einsätze in der EBM mit dem TCR-Honda. «Ganz cool fände ich es natürlich, wenn wir in der Schweiz bei jedem Bergrennen so viele TCRler hätten wie jeweils in Oberhallau. Dann gäbe es immer volle Punkte – und man hätte sogar Chancen auf ein Top-Ergebnis in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft.»

Apropos Kollege Hängärtner: Der Zweitplatzierte der Schweizer Slalom-Meisterschaft 2025 hat sich von seinem GP3-Dallara getrennt. Er wird dieses Jahr mit einem Ex-Toyota-GT86 von Samuel Weibel, dem Drittplatzierten der Slalom-SM 2025, bei einigen Slaloms im Feld der LOCalen antreten. 

Jeremias Haengaertner Frauenfeld 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
2025 half Jeremias bei den Slaloms Kollege Yves Hängärtner © Eichenberger

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16.03.2026 Weekend-Report 07/2026
Samuel Ifrid Cram 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Samuel Ifrid und sein Team feierte Platz 2 bei den Rookies © Archiv Ifrid

Grosses Lob an Samuel Ifrid. Der ehemalige Schweizer Kart-Pilot sicherte sich in der Formel-4-Winterserie Platz 2 bei den Rookies hinter dem überlegenen McLaren-Junior Dries van Langendonck. Was sonst noch am Wochenende aus Schweizer Sicht erwähnenswert war, erfahren Sie im Weekend-Report. 

Am Wochenende ging in Barcelona die diesjährige Formel-4-Winterserie zu Ende. Und nochmals – und das ist wirklich bemerkenswert – gab es aus Schweizer Sicht Grund zur Freude. Vor allem Levi Arn (Jenzer Motorsport) und Samuel Ifrid (Cram Motorsport) haben als Rookie eine beeindruckende Leistung gezeigt. Arn, im Vorjahr noch KZ2-Schweizermeister, sicherte sich im zweiten von drei Rennen mit Rang 3 bei den Rookies (direkt vor Ifrid) nochmals einen Podestplatz. In der Gesamtwertung belegte er beim Finale auf dem Circuit de Catalunya die Plätze 12, 6 und 9. Ifrid beendete die Saison drei Mal in den Top 10: 10., 9., und nochmals 10. Bei den Rookies wurde er Gesamtzweiter – nur der alles überragende McLaren-Junior Dries van Langendonck, der auch die Meisterschaft gewann, war besser. In der Gesamtwertung belegte Arn als bester Jenzer-Pilot Rang 12, Ifrid (als bester Cram-Pilot) wurde 14. Chiara Bättig, Zweite beim Auftakt in Estoril, beendete die Saison in Barcelona ausserhalb der Punkte und wurde in der Gesamtwertung 17. Die beiden anderen Schweizer Max Kammerlander und Georgiy Zasov (nur drei von fünf Rennen gefahren) verpassten die Punkteränge in allen fünf Rennen.

Wir bleiben in Spanien, wechseln aber zum Kart. Bester Schweizer beim Auftakt der IAME Euroseries in Zuera war Dan Allemann. Der 14-jährige Sohn von Spirit-Teamchef Ken Allemann startete bei den Senioren im Finale aus der ersten Reihe, fiel dann aber kurzfristig auf Rang 7, kämpfte sich aber wieder aufs Podium zurück und wurde Dritter. Weil er in den Heats zuvor zwei Mal gewann und zwei Mal Zweiter wurde, verliess er Zuera dennoch als Meisterschaftsführender. Bei den Minis hielt Ben Iten als Neunter die Schweizer Flagge hoch. Bei den Junioren hatte Aurelio Longhitano (Startplatz 6) die beste Ausgangslage und gute Chancen auf einen Podestplatz, fiel aber leider wegen einer unverschuldeten Kollision zurück. Die besten Schweizer waren daher Alejandro Campos (als 12.) und Zoltan Coigny (13.).

Seinen zweiten Saisonsieg im Deutschen Rallye Cup liess sich auch Mathias Schläppi notieren. Allerdings kam über den Triumph bei der Rallye Hessisches Bergland keinerlei Freude auf und der sportliche Erfolg geriet in den Hintergrund: Eine Teilnehmerin verunglückte während der Rallye so schwer, dass sie ihren Verletzungen erlag. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. «Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen», sagt Schläppi.

OK Junior Allemann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dan Allemann führt nach Zuera in der IAME Euroseries © Eichenberger

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13.03.2026 Schnellmann kehrt zurück – mit vielen Updates
Roger Schnellmann 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schnellmann und sein rundumerneuerter Mitsubishi © Eichenberger

2025 war ein hartes Jahr für Roger Schnellmann: technische Probleme, Zwangspause und trotzdem hohe Kosten. Umso mehr freut sich der Schwyzer auf die bevorstehende Berg-Saison.

Es war kein einfaches Jahr. Schon vor dem Saisonstart 2025 musste Roger Schnellmann «Forfait» geben. Technische Probleme an seinem Mitsubishi Evo 8 zwangen ihn zu einer Pause und zu zahlreichen Umbauarbeiten an seinem «Berg-Monster». Inzwischen ist Schnellmann wieder guter Dinge. Als ihn ASS in seiner Werkstatt in Reichenburg (SZ) besucht, präsentiert er nicht nur stolz sein überarbeitetes Auto, er spricht sogar vom Titel. «Ja, dieses Jahr will ich bei den Tourenwagen gewinnen», sagt Schnellmann, der schon fünf Mal Gesamtzweiter wurde.

Ob Schnellmanns Plan aufgeht, hängt in erster Linie an seinem Gefährt. Und daran, ob die Updates das bringen, was er sich erwünscht. Mit Helftec Engineering hat sich Schnellmann einen neuen technischen Partner angelacht. Wobei man motorenseitig eher einen Schritt zurück, als einen nach vorne gemacht hat. «In Sachen Leistung liegen wir immer noch bei 830 PS», meint Schnellmann. «Aber wir haben das Drehmoment ca. 100 Newtonmeter heruntergefahren.» Damit sollen Kolben, Pleuel und Kurbelwellen «geschont» werden.

Neu verfügt der Mitsubishi auch über eine bei Helftec überarbeitete Schaltung. Diese ist deutlich schneller als die bisherige. «Der Schaltvorgang dauert nur noch einen Drittel der Zeit, den er vorher beansprucht hatte», erklärt Schnellmann. Und auch die Probleme mit der Thermik sollten aussortiert sein. Dort setzt das Team rund um den Wangner neu auf eine elektrische Wasserpumpe.

Die grösste Veränderung ist optisch sichtbar. Der Mitsubishi, der schon vorher ganz schön breit war, ist noch breiter geworden. Zumindest vorne. Zwölf Zentimeter ist er auf der Vorderachse in die Breite gewachsen – sechs auf jeder Seite. Verkleidet wird die Front mit einem neuen, runderen Bodykit. «Wir wollten mehr Grip auf die Vorderachse kriegen, weil wir tendenziell hinten immer zu viel hatten», sagt Schnellmann. Ob das Experiment gelungen ist, wird sich zeigen. Um vorne mehr Grip zu haben, musste nicht nur die Achse neu geschweisst werden, es brauchte auch eine neue Antriebswelle. «Nur der Stabi ist noch original – hoffen wir, dass es funktioniert.»

Ob Schnellmann zum ersten Mal den Schweizer Meistertitel bei den Tourenwagen holen wird, hängt aber nicht nur von der Technik ab. Die Konkurrenz schläft nicht. «Mit Danny Krieg und Thomas Kessler habe ich schon mal zwei sehr starke Konkurrenten. Und dann werden wir sehen, was aus der Interswiss und der SuperSérie am Start steht. Ich hoffe sehr, dass wir ein paar spannende Kämpfe um die vorderen Positionen erleben werden.»

Ein besonderes Dankeschön richtet Schnellmann an sein Team. Ohne «seine Mannschaft» sei der Aufwand, den man betreibe, gar nicht erst möglich. «Es ist nicht selbstverständlich, was dieses Team alles leistet. Und es war nicht einfach die Motivation 2025 aufrecht zu halten. Aber wir haben es geschafft. Und wir freuen uns auf die neue Saison.» Wir auch, lieber Roger…

Neue Front Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hinweis auf den neuen technischen Partner an der neuen Front © Eichenberger

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12.03.2026 Diego Gama – noch ein Kartfahrer, der in den Automobilsport wechselt
Diego Gama 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Diego Gama absolviert 2026 den BMW 318ti Cup © Archiv Gama

Mit Samuel Ifrid, Max Kammerlander, Levi Arn und Georgiy Zasov haben vier Fahrer aus der letztjährigen autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in den Automobilrennsport gewechselt. Mit Diego Gama (17) kommt ein weiterer dazu.

Im Vorjahr fuhr Diego Gama noch bei UBIQ Racing mit Samuel Ifrid und Max Kammerlander in der X30 Challenge Switzerland. Dieses Jahr haben nicht nur seine ehemaligen Teamkollegen in den Automobilrennsport gewechselt, genauer gesagt in die Formel 4, auch Gama hat sein Kart gegen ein Auto «eingetauscht». Der 17-Jährige aus Meyrin bestreitet dieses Jahr in Deutschland den BMW 318ti Cup. Sechs Rennen wird Gama im Rahmen dieser Serie bestreiten – los geht es Ende März auf dem Hockenheimring. Dort hat Gama erst kürzlich seine ersten Testfahrten absolviert. 

«Meine ersten Tests mit dem Team Cerny Motorsport sind sehr gut verlaufen. Mein Ziel für diese Saison ist es, mich stetig zu verbessern und mich an das Auto zu gewöhnen, dessen Fahrverhalten sich stark vom Kartfahren unterscheidet. Wir haben uns bewusst für diese Kategorie entschieden, weil sie einen «Grassroot»-Charakter hat, erschwinglich ist und der Fahrer den Unterschied ausmachen kann.»

Das Kartfahren (wettbewerbsmässig) aufzugeben, ist Gama nicht leicht gefallen. «Ich werde die Atmosphäre der Schweizer Meisterschaft sehr vermissen», sagt Diego. «Ich hatte aber das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt war, um einen neuen Schritt in meiner Karriere zu machen.» 

Gamas Teamchef Florian Sternkopf, der gleichzeitig auch Serienbetreiber ist, hat auf Anfrage von Auto Sport Schweiz die Eckpfeiler der Serie wie folgt umrissen: «Bei uns darf man ab 15 Jahren fahren. Wir veranstalten pro Rennwochenende zwei 2 Rennen – jeweils mit einem Pflichtboxenstopp. Bei diesem kann man einen Fahrerwechsel machen. So sah es zumindest das ursprüngliche Konzept vor. Dadurch können sich zwei Fahrer ein Auto teilen, was Kosten spart, aber auch die Fahrzeit halbiert. Die Kosten für eine Saison variieren. Es gibt günstige Lösungen mit einfachen Verhältnissen, wo man für 40‘000.- Euro ein komplettes Auto für eine Saison mieten kann. Dann gibt es aber auch die Topteams, die mit grossen Trucks, Hospitalities, Coaches, Datenanalyse usw. arbeiten. Da kostet so eine Saison dann sicherlich 60‘000 bis 70‘000 Euro.»

Wer mehr über den BMW 318ti Cup erfahren will, klickt auf www.dmv-bmw318ticup.de

Diego Gama Test 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Gama fährt für das Team Cerny Motorsport © DMV BMW Cup

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09.03.2026 Weekend-Report 06/2026
Samuel Ifrid Valencia 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Liegt vor dem Finale auf Rang 2 bei den Rookies: Samuel Ifrid © Eichenberger

Am vergangenen Wochenende hat nicht nur der Schweizer Nachwuchs im spanischen Aragón Pokale gesammelt, auch Routinier Mathias Schläppi liess es beim Auftakt im Deutschen Rallye Cup krachen.

Die Formel-4-Winterserie hat im Spanischen Aragón ihren vierten Lauf ausgetragen. Mittendrin vier Schweizer Nachwuchsfahrer respektive -fahrerinnen. Bester Schweizer war – über die drei Rennen gesehen – Levi Arn. Der Solothurner, im Vorjahr Schweizer KZ2-Meister, belegte die Plätze 11, 6 und 6. In der Rookie-Wertung durfte der Fahrer aus dem Team Jenzer Motorsport zwei Mal als Dritter aufs Podium steigen. Wiederum stark auch die Leistung von Samuel Ifrid. Der ehemalige Kartpilot wurde im zweiten Rennen Gesamtfünfter und Zweiter bei den Rookies. Nach vier der fünf Veranstaltungen auf der iberischen Halbinsel liegt Ifrid mit 121 Punkten sensationell auf Gesamtrang 2 bei den Neulingen. Auch Arn ist in der Rooke-Wertung als Sechster gut dabei. Einen Punkt gab es auch für Chiara Bättig. Die Red-Bull-Juniorin aus dem Team Campos wurde im dritten Lauf Zehnte – und war am Wochenende zwei Mal «best female driver». Für Max Kammerlander, Teamkollege von Ifrid bei Cram Motorsport, endeten die Rennen in Aragón auf den Plätzen 25, 25 und 23.

Knapp am Podest vorbei schrammte Kart-Pilot Alexis Genolet im Championnat de Ligue Rhône-Alpes bei den X30-Senioren. Der Genfer musste sich nach der Pole-Position mit Rang 4 begnügen, hatte im Rennen allerdings auch keine leichte Aufgabe. Die am Ende vor ihm liegenden Fahrer fuhren alle für dasselbe Team… «Trotzdem war es eine gute Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaft und die FIA Academy», meinte Genolet.

Den Einstand nach Mass feierte am Wochenende Mathias Schläppi beim Deutschen Rallye Cup. Beim ersten Aufeinandertreffen in Kempenich wiederholte der Berner Oberländer seinen Vorjahressieg. Wie bei seiner DRC-Premiere 2025 fuhr er auch diesmal mit seinem Co-Piloten Markus Kubiak im Peugeot 208 R2 zum Sieg in der Klasse NC2 und übernahm damit die Führung im Ravenol DRC. Voraussetzung dafür war nicht allein der Klassensieg, sondern auch, dass er dabei die meisten Klassengegner und somit die höchste Punktzahl erreicht hatte. «Kempenich war für mich bekanntes Terrain, dadurch konnte ich eine gute Pace gehen. Zudem haben wir mit verschiedenen Reifenmischungen experimentiert», erläutert Schläppi. «Es stärkt das Selbstbewusstsein, vorne zu liegen, aber abgerechnet wird erst ganz am Schluss.»

Kempenich 2026 2604 by RB Doerrenbaecher Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sieger beim Saisonauftakt: Schläppi (mit Co-Pilot Kubiak) © Dörrenbächer

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06.03.2026 Mathias Schläppi: «Anknüpfen, wo wir aufgehört haben!»
Schlaeppi Kempenich 25 6 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mathias Schläppi greift 2026 erneut im Deutschen Rallye Cup an © Dörrenbächer

Mathias Schläppi (49) wird auch dieses Jahr im Deutschen Rallye Cup an den Start gehen. Los geht die Saison am kommenden Sonntag – mit der Rallye Kempenich. 

Der kleine Löwe brüllt wieder: Auch in diesem Jahr vertraut Mathias Schläppi auf den bewährten Peugeot 208 R2. Der schnelle Franzose in der Klasse NC3 – traditionell eine der am stärksten besetzten Kategorien – wurde über den Winter in den heimischen Hallen in Meiringen akribisch revidiert. «Wir wissen den Erfolg aus dem letzten Jahr richtig einzuordnen. Das war eine steile Lernkurve, die am Ende mit Gesamtrang 3 belohnt wurde», blickt Schläppi zurück. «Jetzt müssen wir dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben: einen Top-Job abliefern – im Cockpit und im Service-Park.»

Der Startschuss für den Deutschen Rallye Cup fällt am kommenden Sonntag, 8. März, bei der Rallye Kempenich. Die schlammig-staubigen Eifel-Pisten unweit des Nürburgrings wecken beste Erinnerungen, übernahm Schläppi dort doch im vergangenen Jahr mit einem Klassensieg direkt die Meisterschaftsführung. «Die Rallye bietet schöne, abwechslungsreiche Prüfungen – genau das richtige Terrain für unseren Peugeot», so der Pilot aus dem Berner Oberland. «Dass dort so viele Teilnehmer und Fans vor Ort sind, macht das Event zum idealen Saisonauftakt. Wir freuen uns darauf, den Peugeot wieder um die Ecken fliegen zu lassen, aber wir gehen die Sache mit dem gewohnt nötigen Respekt an.»

Der Ravenol Deutsche Rallye Cup gilt als die «zweite Liga» im deutschen Rallyesport und besticht durch ein kompaktes wie spannendes Format. Insgesamt 13 Läufe stehen im Kalender, von denen die besten sieben Ergebnisse sowie der entscheidende Endlauf mit doppelter Punktewertung in die Wertung einfliessen. Schläppi findet für die Meisterschaft erneut lobende Worte: «Der Deutsche Rallye Cup ist von Grund auf gut organisiert: Kurzweilige Ein-Tages-Events mit hohem Fahranteil – unternehmerfreundlich und echter Graswurzel-Charme. Das macht riesigen Spass.»

Um die unterschiedlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland zu bewältigen, setzt Schläppi auf ein bewährtes Team auf dem Beifahrersitz. Mit Dominique Juplé aus Bauma (ZH) und dem Deutschen Markus Kubiak kehren zwei bekannte Co-Piloten ins Cockpit zurück. Ein dritter Beifahrer neben Schläppi ist derzeit noch vakant – die Entscheidung hierüber wird in Kürze fallen.

Neben dem eigenen Engagement mit dem R2 plant das Schläppi Rallye Team erneut strategische Doppeleinsätze. Bei ausgewählten Läufen wird zusätzlich ein topaktueller Peugeot 208 Rally4 an den Start gebracht. Dieses Fahrzeug bietet ambitionierten Nachwuchspiloten wie Gentlemen-Fahrern die perfekte Plattform. Für einige Events stehen noch Kapazitäten zur Verfügung. «Wir bieten hier ein Full-Service-Paket an. Interessenten, die in einem professionellen Umfeld im DRC angreifen wollen, können sich gerne bei uns melden», ergänzt Schläppi.

Schlaeppi Kempenich 25 1 kl Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schläppi setzt dabei auf den bewährten Peugeot 208 R2 © Dörrenbächer

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05.03.2026 Rallye-SM: Hirschi Favorit im Jura – und auf den dritten Titel?
Hirschi Plakat Jura Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Geht im Jura als Favorit ins Rennen: Jonathan Hirschi © myrally.ch

In drei Wochen beginnt mit dem Critérium Jurassien die Schweizer Rallye-Meisterschaft. Noch ist die Einschreibefrist nicht abgelaufen. Aber es ist gut denkbar, dass ein alter Bekannter 2026 den Ton beim Saisonauftakt angeben wird.

In exakt drei Wochen beginnt die 47. Ausgabe des Critérium Jurassien. Wer sich noch einschreiben will, kann das bis am kommenden Mittwoch, 11. März, machen – unter diesem Link. Man darf jedenfalls gespannt sein, wer im Jura (mit dem neuen Servicepark in Moutier) alles am Start steht. Als Favorit geht ein alter Bekannter ins Rennen: Jonathan Hirschi. Der Neuenburger hat gegenüber ASS bestätigt, dass er im Jura fahren wird. Auch bei der Rallye du Chablais wird der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 versuchen, seinen Sieg von 2023 zu wiederholen. Im Vorjahr musste Hirschi nach einem Unfall die Segel streichen. Ob der Citroën-Pilot danach auch die restlichen drei Läufe zur Rallye-SM bestreiten wird, ist noch offen. «Ich werde von Rallye zu Rallye entscheiden», sagt Hirschi. «Ausserdem möchte ich auch noch zwei, drei Rallyes in Frankreich absolvieren.»

Falls Hirschi die komplette Meisterschaft bestreitet, wird es für die Konkurrenz schwierig werden, ihn am dritten Titel zu hindern. Allen voran für das amtierende Champions-Duo Mike Coppens/Christophe Roux, das sich nicht für den Saisonauftakt im Jura eingeschrieben hat. Aus budgetären Gründen liegt der Fokus bei Coppens auf den beiden Klassikern, der Rallye du Chablais und der Rallye du Valais. 

Damit rückt, was den ersten Verfolger betrifft, ein anderer in den Fokus: der 25-jährige Thibault Maret. Der Walliser hat andeuten lassen, dass er – vorausgesetzt die finanziellen Möglichkeiten lassen es zu – die komplette Schweizer Meisterschaft bestreiten will. Maret, der 2026 neu auf einem Citroën C3 Rally2 fahren wird, wurde 2023 Fünfter der Schweizer Rallye-Meisterschaft, 2024 Dritter und 2025 Vierter. Noch wartet Maret auf seinen ersten Sieg. 2025 ist er bei der Rallye du Chablais Zweiter und bei der RIV Dritter geworden.

Maret Valais 2025 myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thibault Maret: Fliegt er 2026 (neu im Citroën) zum ersten Sieg? © myrally.ch

Einer, der ebenfalls weiss, wie man es fliegen lässt, ist Nicolas Lathion. Der 35-Jähriges aus Charrat (VS) hat durchblicken lassen, dass er die ersten drei Rallyes absolvieren wird – und danach Bestandesaufnahme in Bezug auf die finanziellen Mittel und die Meisterschaftsposition macht. Auch der Vorjahreszweite Yoan Loeffler (28) würde gerne eine weitere komplette CH-Meisterschaft bestreiten, muss aber wie die Konkurrenz schauen, was das Budget zulässt.

Zu den weiteren Kandidaten, die eine ganze Saison planen, zählen Joël Rappaz in seiner Alpine, Gwen Lagrue (im Citroën C3), Jérémie Toedtli (Skoda Fabia) und Stefano Mella, der im Januar bei der Rallye Monte Carlo mit seinem Skoda Fabia Rally2 zum ersten Mal WRC-Luft schnupperte. Und natürlich auch Mathieu Zurkinden. Der Fribourger, der im Vorjahr mit unterlegenem Material sensationell Meisterschaftsdritter wurde, wird sicher auch bei den ersten drei Läufen dabei sein. Danach wird auch er Bestandesaufnahme machen. 

Beim im Vorjahr verunglückten Pascal Perroud schwebt ein grosses Fragezeichen über eine mögliche Rückkehr. Perroud würde zu gerne wieder fahren und sagt, er sei zu 95 Prozent wieder in der Form, in der er vor dem Unfall war. «Sich einer zweiten Operation zu unterziehen, war definitiv die richtige Entscheidung», sagt der Waadtländer. «Stand heute weiss ich noch nicht, wann ich zurückkomme, ich hoffe aber, dass ich bald wieder fahren kann.»

Coppens Roux Valais 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Coppens/Roux werden im Jura nicht am Start stehen © Eichenberger

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04.03.2026 Ischer vom Porsche Sports Cup in die GT World Challenge
Ethan Ischer 2025 Meister Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Porsche-Cup-Gewinner Ethan Ischer fährt 2026... © Porsche

2025 Meister im Porsche Sports Cup Suisse – nun wechselt Ethan Ischer in die GT World Challenge zum Team Walkenhorst Motorsport. Dort fährt er einen Aston Martin Vantage GT3.

Mit Philip Ellis (Mercedes), Rolf Ineichen (Ferrari), Alex Fontana (Porsche), Patric Niederhauser (Lamborghini) und Raffaele Marciello (BMW) ist die Schweiz in der diesjährigen GT World Challenge Endurance bereits sehr namhaft vertreten. Nun ist zu diesem Quintett noch ein weiterer Fahrer (und eine sechste Marke) dazugestossen: Neuling Ethan Ischer.  

Im Vorjahr überzeugte Ischer im Dienste der Sportec AG von Gregor Burkhard und Marcel Fässler und gewann auf Anhieb den Porsche Sports Cup Suisse. 2026 steigt der junge Mann aus Bavois (VD) nun in die GT World Challenge auf und bestreitet dort für das Team Walkenhorst Motorsport die Endurance-Meisterschaft auf einem Aston Martin Vantage GT3 Evo. Fünf Rennen stehen für den Neuling an. Los geht die Saison am 11./12. April in Le Castellet (FRA).

«Das ist ein grosser Schritt vorwärts in meiner Karriere und eine unglaubliche Chance, auf einer der grössten Bühnen des GT-Rennsports anzutreten», meint Ischer. «Ich bin dem Team sehr dankbar für sein Vertrauen und seinen Glauben an mich. Ich bin bereit, alles zu geben.»

Für den Sprint-Cup, der am 2./3. Mai in Brands Hatch (GBR) beginnt, sind aus Schweizer Sicht bisher gemeldet: Niederhauser, Fontana und Felix Hirsiger (Ferrari).

Walkenhorst Ischer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
...einen Aston Martin Vantage GT3 in der GTWC © Walkenhorst Motorsport

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03.03.2026 Damenpokal 2026 – jetzt anmelden!
Roth Maissen Schoepfer Damenpokal 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 3 des Damenpokals von 2026: Jessica Roth, Franziska Maissen und Tamara Schöpfer (v.l.) © Eichenberger

2025 richtete Auto Sport Schweiz wettbewerbsübergreifend zum zweiten Mal einen Damenpokal aus. Auch dieses Jahr können sich Fahrerinnen oder Navigatorinnen einschreiben. Und zwar bis zum 25. März!

Auto Sport Schweiz richtet dieses Jahr zum dritten Mal nach 2024 und 2025 einen wettbewerbsübergreifenden Damenpokal im Automobilrennsport aus. Dabei spielt es keine Rolle ob gefahren oder navigiert wird – für den Damenpokal von ASS dürfen sich alle Ladies (mit Schweizer Rennlizenz), die national oder international am Automobilrennsport teilnehmen, kostenlos einschreiben. Die Auswertung erfolgt über ein eigens entworfenes Punktesystem. Wie im Vorjahr wird ASS auch 2026 bei «Halbzeit» einen Zwischenstand veröffentlichen.

Die an REGionalen oder ausländischen Veranstaltungen (INT) erzielten Resultate müssen bis zum 1. November des laufenden Jahres (mit Kopie der offiziellen Ranglisten) mitgeteilt werden, ansonsten können die betreffenden Punkte nicht gutgeschrieben werden. Resultate aus den Schweizermeisterschaften (Slalom, Berg, Rallye) werden automatisch gutgeschrieben. Der Damenpokal wird mit Resultaten ausgewertet, welche vom 1. Januar bis zum 1. November 2026 erzielt werden. Später eingereichte Ergebnisse (oder Rennen) werden nicht berücksichtigt.

Die Einschreibung erfolgt bis 25. März mit dem angehängten Formular. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und stehen Ihnen bei Fragen oder Unklarheiten gerne zur Verfügung.

Die bisherigen Siegerinnen des Damenpokals:
2024, Vanessa Zenklusen
2025, Franziska Maissen

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02.03.2026 Emil Frey Racing ganz in Pink
Emil Frey Racing 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Emil Frey Racing 2026: Einmal BWT-, einmal Red-Bull-Look © EFR

Daran muss man sich zuerst gewöhnen: Emil Frey Racing geht 2026 mit zwei Ferrari 296 GT3 Evo in der DTM und der GTWC Sprint an den Start – einer davon ganz in Pink!

Mit Beginn der neuen Saison prägen das weltweit bekannte BWT-Pink und das markante Windhager-Rot im Zeichen der gemeinsamen Mission «For You and Planet Blue» das Erscheinungsbild des neuen Emil-Frey-Ferrari mit der #14. Sportlich schlägt Emil Frey Racing ebenfalls ein neues Kapitel auf: Nachdem Jack Aitken nach fünf gemeinsamen Jahren das Team Ende 2025 verlassen hatte, konnte mit dem Italiener Matteo Cairoli ein Fahrer mit grossem Leistungsnachweis als Nachfolger gewonnen werden. Zudem geht das Team mit der neuen Evo-Variante an den Start und tritt mit jeweils zwei Ferrari 296 GT3 Evo sowohl in der DTM als auch in der GT World Challenge Sprint Cup Serie an.

Auf der anderen Seite der Garage von Emil Frey Racing steht der zweite Ferrari mit der Startnummer 69. Am Steuer des Fahrzeugs im Red-Bull-Verstappen-Design sitzt der Niederländer Thierry Vermeulen, der im Rahmen der langjährigen Kooperation mit Verstappen.com Racing antritt, die auch 2026 fortgeführt wird. Nach einer soliden vergangenen Saison mit mehreren Podestplätzen und Pole-Positions geht Vermeulen nun in seine vierte gemeinsame Saison mit dem Team. Ziel ist es, die kontinuierliche Entwicklung und Lernkurve der letzten Jahre fortzusetzen.

Während die DTM-Saison am 25./26. April auf dem Red Bull Ring (AUT) startet, beginnt die neue Saison im GT World Challenge Sprint Cup am 2./3. Mai in Brands Hatch (GBR).

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02.03.2026 Grégoire Saucy tritt dem McLaren Driver Development Programme bei
Gregoire Saucy Mclaren 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Saucy ist neu Teil des McLaren Driver Development Programms © McLaren

Der Jurassier Grégoire Saucy ist neu Teil des McLaren Driver Development Programme und darf sich für 2027 berechtigte Hoffnungen auf einen Sitz im McLaren-Hypercar machen.

Gute Nachrichten für Grégoire Saucy. Der 26-jähriges aus Bassecourt im Kanton Jura, der bereits eng mit McLaren verbunden ist und in dieser Saison für United Autosports fährt, tritt dem Entwicklungsprogramm des britischen Traditionsrennstalls bei. Und das – man spitze die Ohren – ein Jahr vor dem Start des Hypercar-Programms von McLaren! Für Saucy ist die «Beförderung» eine Bestätigung seiner bisherigen Leistung – und gleichzeitig ein verfrühtes Ostergeschenk. «Ich freue mich sehr, am McLaren Driver Development Programme teilnehmen zu dürfen. Das Programm bietet mir wichtige Unterstützung und vielfältige Möglichkeiten, mich in allen Bereichen als Rennfahrer weiterzuentwickeln. Es ist ein großartiges Umfeld, und ich freue mich darauf, mit dem fantastischen Team von McLaren zusammenzuarbeiten.»

Saucy war 2021 FRECA-Champion und setzte sich u.a. gegen Fahrer wie Isack Hadjar, Franco Colapinto und Gabriel Bortoleto durch. 2025 fuhr Saucy in der WEC am Steuer des McLaren 720S GT3 EVO und wurde zuletzt bei den 24 Stunden von Daytona Vierter in der LMP2. Vor seinem Einstieg in den Langstreckensport sammelte der Jurassier bereits Erfahrungen in der Formel Renault 2.0 und danach in der Formel 4 in Italien (bei Jenzer Motorsport). Anschliessend fuhr er 2019 für das Team R-ace GP in der ADAC Formel-4-Meisterschaft, wobei er in diesem Jahr noch in Italien aktiv war. Bis 2023 fuhr Grégoire Saucy in der Formel 3 bei ART Grand Prix, bevor er sich dem Langstreckensport zuwandte. Anfang 2025 schloss er sich dem Papaya-Team für die Langstrecken-Weltmeisterschaft an.

In dieser Saison wird Grégoire mit United Autosports an der European Le Mans Series teilnehmen. Parallel absolviert er Rennen zur IMSA. Ausserdem wird er im Rahmen des McLaren-Racing-Portfolios Testfahrten absolvieren.

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02.03.2026 Olympia-Fazit von De Silvestro
De Silvestro Cortina 2026 Action Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Simona De Silvestro hat ihr Olympia-Abenteuer hinter sich © Instagram

Simona De Silvestro (37) nahm für die italienische Bob-Mannschaft an den Olympischen Winterspielen in Cortina teil. Mit zwei 23. Plätzen war die ehemalige Rennfahrerin nicht ganz zufrieden.   

Es gibt nicht viele Beispiele von Profisportlern resp. -sportlerinnen, die erfolgreich ihre Disziplin gewechselt haben. Der Mut, sich in einer anderen Sportart mit den Besten zu messen, ist allein schon bewundernswert. Die Schweizer Rennfahrerin Simona De Silvestro gehört zu den Sportlerinnen, die in einer komplett anderen Disziplin eine zweite Karriere begonnen haben. Vorläufiger Höhepunkt für die gebürtige Thunerin war die Teilnahme an den kürzlich zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen in Cortina (ITA) im Mono- und Zweierbob (siehe auch Link).

«Ich habe immer davon geträumt, bei den Olympischen Spielen mitzumachen. Und ich hatte den Mut, es zu versuchen», sagt De Silvestro, die in Cortina für ihre zweite Heimat Italien gestartet war. Dass der Wechsel von vier Rädern auf vier Kufen kein Spaziergang werden würde, wusste die ehemalige Indy-500-Teilnehmerin. «Sich in einer komplett anderen Sportart zu beweisen, ist nicht einfach. Ich musste lernen ‹richtig› zu laufen. Und ich weiss, dass es diesbezüglich noch viel Raum für Verbesserungen gibt.»

Mit den Resultaten war De Silvestro trotz allen Bemühungen nicht ganz zufrieden. In beiden Disziplinen erreichte sie den 23. Schlussrang. Im Monobob fehlten ihr nach drei Durchgängen 4,1 sec auf die Olympiasiegerin, im Zweierbob betrug der Rückstand auf die Siegerinnen (nach ebenfalls drei Durchgängen) 3,69 sec. «Mal schauen, was die Zukunft bringt», lässt sich De Silvestro für die Zukunft die Türen offen. «Eines ist sicher: Mit etwas Hartnäckigkeit und viel Selbstvertrauen kann man Grosses erreichen.»

Und wer weiss: Vielleicht nimmt sich Simona ja auch an Aleksander Shalamanov ein Beispiel und sucht sich noch eine weitere Herausforderung. Der Bulgare nahm 1960 als 19-Jähriger in Slalom, Riesenslalom und Abfahrt an den Olympischen Winterspielen teil. Vier Jahre später war er an den Sommerspielen Mitglied des olympischen Volleyballteams. Und 1966 und 1970 stand er im Aufgebot der Bulgaren für die Fussball-WM…

De Silvestro Cortina 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
De Silvestro wechselte von vier Räder auf vier Kufen © Instagram

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27.02.2026 Jérémy Siffert auf den Spuren seines Grossvaters
Jeremy Siffert 2026 Heil Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jérémy Siffert, der Enkel von Jo Siffert, fährt in den USA... © Heil

Jérémy Siffert, der Enkel der Schweizer Motorsportlegende Jo Siffert, startet in diesem Jahr mit Gebhardt Motorsport in der US-Amerikanischen IMSA VP Racing SportsCar Championship.

Beim Saisonauftakt im Januar in Daytona beendete der Jérémy Siffert (22) beide Rennen auf dem siebten Platz in der LMP3-Klasse. An diesem Wochenende steht der Fribourger zum zweiten Mal im Einsatz – und das im selben Gulf-Design wie einst sein berühmter Grossvater. 

Dein Vater war Rennfahrer und dein Grossvater ist die Motorsportlegende Jo Siffert – war dein Weg in den Rennsport bereits vorgezeichnet? Und wie hast du schliesslich den Sprung in den Sport geschafft?
Jérémy Siffert: Ja, ich wurde sicherlich davon beeinflusst, was meine Familie bereits im Motorsport erreicht hatte, und das hat mich natürlich schon in jungen Jahren dazu gebracht, denselben Weg einzuschlagen. Wie viele andere Fahrer haben mein Vater und ich mit dem Kartfahren angefangen, was eine fantastische Schule war, um die Grundlagen des Fahrens zu erlernen.

Nachdem du im letzten Jahr mehrere Rennen für Gebhardt Motorsport absolviert hast, startest du nun mit dem Team in deiner ersten kompletten Saison im LMP3-Auto – wie fühlt sich das an?
Es ist mir eine grosse Ehre, in der Saison 2026 mit Gebhardt Motorsport im LMP3 anzutreten. Das Team hat grosse Ambitionen, was ich sehr schätze, und ich freue mich sehr, es in diesem Jahr zu vertreten und mein Bestes zu geben, um das Team zu unterstützen.

Du wirst an allen Sprint-Wochenenden der IMSA VP Racing SportsCar Challenge in den USA teilnehmen – wie kam es dazu, da ursprünglich ein anderes Programm geplant war?
Wir hatten ursprünglich geplant, am Endurance Cup teilzunehmen, aber aufgrund einer Programmänderung werde ich letztendlich an den Sprintrennen teilnehmen. Ich freue mich auch sehr darauf, im Sprintformat zu fahren, da ich glaube, dass ich dadurch lernen werde, in Rennsituationen etwas aggressiver zu sein.

Dein Großvater Jo Siffert hat in den USA die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring gewonnen – spürst du dort ein besonderes Interesse an deiner Person und macht das die Teilnahme an Rennen in den USA für dich noch besonderer?
Natürlich sind diese Rennstrecken für mich etwas Besonderes, weil mein Grossvater dort Siege errungen hat. Ich freue mich, auf denselben Strecken zu fahren, aber ich versuche mich dennoch hauptsächlich darauf zu konzentrieren, das Auto kennenzulernen und meine Leistung zu verbessern.

Zu Ehren von Jo Siffert wird dein Duqueine D08 auch in den Farben von Gulf Racing an den Start gehen – wie gefällt dir das Design?
Ich finde das Design grossartig und es ist eine schöne Hommage an meinen Grossvater, der einen bedeutenden Teil seiner Karriere in diesen Farben verbracht hat.

Jeremy Siffert Daytona 2026 Heil Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
...im hellblauen Gulf-Design seines Grossvaters © Heil

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24.02.2026 Schweizer Meisterschaft Rallye Junior: Jetzt anmelden!
Galeuchet Rallye Junior 2025 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die vorerst letzten Junioren-Meister: Josué Galeuchet/Lea Crelier © Eichenberger

Auch dieses Jahr wird im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft ein Junioren-Championat ausgetragen. Wer daran teilnehmen will, kann sich bis 20. März einschreiben.

Was haben Kim Daldini, Aurélien Devanthéry, Nicolas Lathion und Jonathan Michellod gemeinsam? Sie sind nicht nur schnelle Rallye-Piloten, sie haben allesamt die Schweizer Rallye-Meisterschaft bei den Junioren gewonnen. Bereits 13 Mal wurde im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft auch ein Junior-Titel vergeben (siehe unten). Diese Tradition wird auch 2026 fortgesetzt.

Alle Fahrer, die im Besitze einer NAT- oder INTLizenz von Auto Sport Schweiz sind und sich mittels offiziellem Einschreibeformular angemeldet haben, werden automatisch für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden nicht älter als 25 Jahre sein dürfen (Jahr in dem Sie das 25. Altersjahr erreichen). Fahrer respektive Fahrerinnen, die in der Disziplin Rallye über eine Nationale und/oder Internationale Priorität verfügen, sind für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior nicht zugelassen.

Für die Schweizer Meisterschaft Rallye Junior werden Fahrzeuge der Klassen RC3 bis RC8, sowie die Fahrzeuge der Klassen RC9 und RC10 bis 2000 cm3 zugelassen, die Letztgenannten ausschliesslich mit Zweiradantrieb.

Das Schlussklassement der Meisterschaft wird aufgrund des höchsten Punktetotals erstellt (alle Klassen zusammengefasst). Um im Schlussklassement berücksichtigt zu werden, muss ein Fahrer respektive eine Fahrerin an mindestens drei für die Meisterschaft zählenden Veranstaltungen teilgenommen haben. Die Anzahl der gewerteten Resultate beträgt das Total weniger zwei (es werden also nur die vier besten Ergebnisse gewertet).

Im Sinne der Nachwuchsförderung wird dem Sieger für das darauffolgende Jahr die Lizenz von ASS offeriert. Die Top 3 der Schweizer Meisterschaft Rallye Junior werden am Ende des Jahres beim «Dîner des Champions» offiziell ausgezeichnet.

Die bisherigen Junioren-Meister:
2025, Josué Galeuchet/Lea Crelier, Peugeot 206
2024, Gauthier Hotz/Romain Gauch, Peugeot 208 Rally4
2023, Jérémy Michellod/Grégory Maître, Citroën C2 R2
2022, Guillaume Girolamo/Benjamin Bétrisey, Renault Clio RSR Rally5
2021, Jérémie Toedtli/Julie Faure, Renault Clio RSR Rally5
2020, keine Meisterschaft wegen der Pandemie
2019, Jonathan Michellod/Stéphane Fellay, Peugeot 208 R2
2018, Thomas Schmid/Quentin Marchand & Cornel Frigoli, Peugeot 208 R2
2017, Nicolas Lathion/Gaëtan Lathion, Peugeot 208 R2
2016, Aurélien Devanthéry/Michael Volluz, Peugeot 208 R2
2015, Cédric Althaus/Jessica Bayard, Peugeot 208 R2
2014, Simon Rossel/Thibaud Rossel, Renault Twingo R1
2013, Kim Daldini/Giorgia Gaspari, Renault Twingo R1
2012, Thomas Joris/Stéphane Fellay, Renault Twingo R1

Jonathan Jeremy Michellod Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Auch Jonathan und Jérémy Michellod waren Junioren-Meister © Eichenberger

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20.02.2026 Information Veranstaltersitzungen Automobil

Die Veranstaltersitzungen Automobil finden im Vorfeld der Saison 2026 wie folgt statt:

Veranstalter-Treffen Romandie: Dienstag, 10. März 2026, 19.00 Uhr, Region Fribourg

Veranstalter-Treffen Deutschschweiz: Mittwoch, 25. März 2026, 19.00 Uhr, Region Egerkingen

Die detaillierten Informationen mit den Angaben zur definitiven Örtlichkeit sowie den entsprechenden Anmeldemodalitäten werden in den kommenden Tagen an die Veranstalter verschickt. Pro Veranstalter sind 2 Vertreter für die Teilnahme an diesen Sitzungen vorgesehen.

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19.02.2026 Robin Faustini: «Berguerand wird in die Top 3 fahren!»
Faustini myrally ch Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jubelt er auch 2026? Titelverteidiger Robin Faustini © Eichenberger

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Robin Faustini (28) hat seinen Traum von der Berg-EM nach hinten verschoben. Der amtierende Schweizer Berg-Champion wird auch dieses Jahr um den Titel in der Schweizer Meisterschaft fahren.

Robins Faustinis Siegesserie ist fast schon unheimlich. Nimmt man das Saisonfinale von anno dazumal dazu, hat der Aargauer seit Les Paccots 2023 jedes Rennen gewonnen, an dem er in der Berg-SM teilgenommen hat. Oder anders formuliert: Seit 15 Rennen ist Faustini ungeschlagen. Ob diese Serie weitergeht, hängt in erster Linie an der Konkurrenz. Beweisen muss der Mann mit seinem hellblau-pinken Nova NP01 Emap niemandem mehr etwas. Trotzdem will er natürlich weitere Siege und Rekorde erringen. Der dritte Titel in Serie winkt.

Du hast dein Meister-Auto nach Saisonschluss 2025 zum Verkauf angeboten. Mit dem Ziel, ein Neues zu kaufen, mit dem du in der Berg-Europameisterschaft angreifen kannst. Diesen Plan hast du ad acta gelegt, richtig?
Robin Faustini:
Ja, das stimmt so. Es gab Interessenten, aber deren Preisvorstellungen haben nicht mit unseren übereingestimmt. Deshalb haben wir uns letztendlich dafür entschlossen, das Auto zu behalten.

Das heisst, du fährst auch 2026 in der Schweizer Berg-Meisterschaft?
Exakt. Das ist der Plan. Und ich freue mich sehr darauf. Natürlich hätten wir im Hinblick auf 2027 ein paar Franken sparen können. Aber ich möchte lieber fahren statt pausieren.

Faustini Anzere Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Machen in der Berg-SM weiter: Faustini und sein Nova Proto © Eichenberger

Das heisst, der Plan, europäisch zu fahren, ist aufgeschoben, nicht aufgehoben?
Ja, richtig. Ich bin eins mit diesem Auto. Also gibt es für uns auch die Möglichkeit, das Auto für 2027 EM-tauglich zu machen.

Das würde bedeuten?
Wir müssten das Gewicht erhöhen (auf 590 kg, d. Red.), den Motor mit einem Restriktor versehen und den von der FIA auf diese Saison geforderten Überrollbügel einbauen. Das allein kostet rund 40'000 Franken.

Du hast die vergangenen zwei Jahre in der Schweiz alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Wie motivierst du dich für eine weitere Saison?
Ich rechne damit, dass die Konkurrenz näher kommt. Das ist schon mal ein Ansporn. Dann will ich natürlich den Titel wieder gewinnen. Und noch viel mehr würde ich zu gerne den Rekord in Les Rangiers schlagen. Das geht aber nur unter perfekten Bedingungen. Aber dafür brenne ich.

Was sagst du zur Rückkehr von Eric Berguerand?
Ich kenne Eric seit 2010/2011. Damals bin ich noch gar nicht selber gefahren. Er ist ein absoluter Sympathieträger und ein Riesen-Talent. Ich hatte immer einen guten Austausch mit ihm und habe immer zu ihm hochgeschaut. Dass er zurückkommt, war eine der schönsten Nachrichten in der jüngsten Vergangenheit.

Was traust du ihm zu?
Wer ihn kennt, der weiss, dass er immer ans Limit geht. Ich behaupte, dass er bei allen Rennen das Zeug dazu hat, in die Top 3 zu fahren.

Berg Rennwagen Marcel Steiner Eric Berguerand Robin Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ein illustres Trio: Steiner, Berguerand und Faustini © Eichenberger

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15.02.2026 Weekend-Report 05/2026
Edoardo Mortara Jeddah 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Edoardo Mortara: zwei Mal auf Pole, einmal Zweiter © Formula E

Und wieder ein Rennwochenende mit Schweizer Podestplätzen: Diesmal überragten Edo Mortara und Sébastien Buemi in der Formel E, Raffaele Marciello in Bathurst und Samuel Ifrid bei der Formel 4 in Valencia.

Das Schweizer Formel-E-Trio reitet weiter auf einer Erfolgswelle. Beim ersten Doppellauf des Jahres in Jeddah/Saudi-Arabien gab es wieder zwei Podestplätze zu feiern. Diesmal standen Edoardo Mortara im ersten Rennen und Sébastien Buemi im zweiten Rennen jeweils als Zweiter auf dem Podium. Dank Rang 4 im zweiten Durchgang ist Mortara in der Gesamtwertung auf den zweiten Zwischenrang vorgestossen. Der Genfer liegt nach fünf Läufen nur sechs Punkte hinter Leader und Jeddah-Sieger Pascal Wehrlein und unterstrich mit zwei Pole-Positions seine zurzeit ausgezeichnete Form. Buemi holte als Siebter im ersten Rennen bereits Punkte und liegt in der Meisterschaft auf dem neunten Zwischenrang.

Bei Nico Müller hinterliess das Rennen in der Wüste gemischte Gefühle. Im ersten Rennen verpasste er als Vierter nur knapp das Podium. Von Platz 7 gestartet nutzte der Schweizer Werksfahrer in der Schlussphase seinen Attack-Mode, um Boden gutzumachen. Im Ziel betrug sein Rückstand auf den Drittplatzierten 1,6 Sekunden. Im zweiten Rennen wurde er aufgrund einiger Probleme, die schon im Qualifying begannen, leider nur 16. In der Gesamtwertung liegt Müller auf Rang 6. In Jeddah wurde erstmals in dieser Saison nebenbei bemerkt der «Pit Boost» verwendet. Beim ersten Doppelrennen der Saison war das Nachladen für alle Fahrer verpflichtend – ein zusätzliches rennstrategisches Element.

Schwitter Ifrid Ifrid Valencia 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Freude über Platz 1 bei den Rookies: Samuel Ifrid mit Vater Christian und Fahrercoach Jan Schwitter (links) © Eichenberger

Wie schon zuletzt in Portimão war auch in Valencia Samuel Ifrid (Cram Motorsport) der erfolgreichste Schweizer Formel-4-Pilot im Rahmen der Winterserie. Ifrid, 2025 noch Vize-Champion in der X30 mit dem Team UBIQ Racing, überzeugte mit zwei elften und einem achten Rang. Im dritten Rennen gewann Ifrid sogar die Rookie-Wertung – vor dem Gesamtführenden McLaren-Schützling Dries van Langendonck. «Hätte ich im zweiten Rennen nicht beim Start meinen Startplatz schräg eingenommen, wäre auch in diesem Rennen noch mehr möglich gewesen», meinte Ifrid. Die Top-Platzierungen der restlichen Schweizer: Levi Arn (Jenzer Motorsport, 13.), Chiara Bättig (16.), Maximilian Kammerlander (18.) und Georgiy Zasov (Jenzer Motorsport, 25.).

Einen Schweizer Podestplatz gab es auch bei den 12h von Bathurst. BMW-Werkspilot Raffaele Marciello sicherte sich mit seinen beiden Teamkollegen Valentino Rossi und Augusto Farfus Platz 3. Zweitbester Schweizer war Ricardo Feller im EBM-Porsche. Der gebürtige Aargauer musste nach einer Disqualifikation im Quali von ganz hinten starten. Nicht im Ziel war Philip Ellis (Mercedes) und Alex Fontana (Porsche). In beiden Fällen crashte einer der Teamkollegen.

Auch in der GT Series in Valencia gab es einen Schweizer Podestplatz: Alain Valente fuhr für das Haupt Racing Team in Rennen 1 auf Platz 3. Und in Indien gewann Fabienne Wohlwend den vierten Lauf zum Indian Racing Festival in Goa.

Raffaele Marciello Bathurst 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Dritter in Bathurst: Raffaele Marciello (links) © WRT

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13.02.2026 Suzuki Swiss Racing Cup auch dieses Jahr am Start
01 Frauenfeld Thomann 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahresmeister Rico Thomann beim Slalom Frauenfeld © myrally.ch

Der Suzuki Swiss Racing Cup wird auch in diesem Jahr im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft an den Start gehen. Acht Autos sind bereits fix. Dank Doppelstartern ist ein Feld von mindestens zwölf Fahrern garantiert.

Im vergangenen Jahr ist der Suzuki Swiss Racing Cup zum ersten Mal ohne Werksunterstützung angetreten. Unter privater Leitung von Christian Zimmermann hat man die Premierensaison sehr solide über die Runden gebracht. Und auch in diesem Jahr wird der Suzuki Swiss Racing Cup an den Start gehen. «Wir haben Stand heute die Zusage von acht Autos», sagt Zimmermann. «Dank den Doppelstartern kommen wir auf zwölf Fahrer. Vielleicht kommt noch der eine oder andere dazu. Aber ich habe immer gesagt. Wenn wir zu zehnt sind, dann führen die Meisterschaft durch.»

Anmelden kann man sich über die Suzuki-Webseite. Freie Autos gäbe es (aus dem bisherigen Cup-Fundus) keine mehr. Wer also neu einsteigen will, muss sich auf dem Occasions-Markt nach einem Suzuki Swift Sport umschauen. Oder nach einem älteren Swift Sport. Denn seit letzter Saison dürfen auch Modelle mit Turbolader und ohne Mildhybrid-Antrieb an den Start gehen.

Die 160 PS starken Fahrzeuge im SSRC sind nahezu im Serienzustand. Erlaubt sind der Einbau eines Sportfahrwerks (Kostenpunkt ca. 1200 Franken) sowie Anpassungen an Sturz und Spur der Vorderachse. Der Clou dieses Markenpokals: Am Wochenende kann sich mit dem «Swifter» auf der Rennstrecke austoben, am Montagmorgen fährt man mit demselben Auto zur Arbeit…

Auf dem Programm des SSRC stehen auch dieses Jahr neun Rennen. Gefahren wird im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft; das heisst in Frauenfeld, Bière, Ambri, Bure und Chamblon. Wobei zu den Doppelläufen in Bière und Ambri der SSRC auch in Frauenfeld und Chamblon je zwei Läufe austragen.

Auch der Titelverteidiger Rico Thomann wird 2026 wieder am Start stehen. Für Spannung ist also garantiert. Wer also auch gerne am Suzuki-Cup 2026 teilnehmen möchte, kann sich bei Serienbetreiber Christian Zimmermann erkundigen: chrigi@waerchstatt77.ch

Zimmermann Thomann Bering Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Serienbetreiber Christian Zimmermann (l.) mit Rico Thomann (Meister) und Michaël Béring (Zweiter) © Archiv Zimmermann

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13.02.2026 12h Bathurst: Gelingt diesmal ein Schweizer Sieg?
Ellis Bathurst 2026 Tigani Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Einer der potenziellen Siegkandidaten: IMSA-GTD-Meister Philip Ellis (links neben dem blauen Mercedes) © Tigani Motorsport

Am Wochenende findet das 12-Stunden-Rennen in Bathurst (AUS) statt. Das Rennen am «Mount Panorama» bildet auch 2026 den Auftakt der IGTC – mit dabei auch potenzielle Schweizer Siegkandidaten.

Es ist eine der spektakulärsten Rennstrecken der Welt – wer schon einmal dort gewesen ist, kann das bestätigen. Wer schon einmal selber die 6,2 Kilometer lange Strecke abfahren durfte, der wird das erst recht nicht anzweifeln. Am kommenden Wochenende findet eine nächste Ausgabe der 12h am Mount Panorama statt. Und auch dieses Jahr sind einige Schweizer am Start. Weil es noch nie einem Schweizer gelang, Down Under zu gewinnen, sind die Erwartungen umso grösser. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr.

Zu den drei Schweizer Pro-Fahrern, die um den Sieg fahren, gehören:
#6, Philip Ellis/Jayden Ojeda/Fabian Schiller, Mercedes-AMG GT3
#46, Raffaele Marciello/Valentino Rossi/Augusto Farfus, BMW M4 GT3 Evo
#61, Ricardo Feller/Klaus Bachler/Laurin Heinrich, Porsche 911 GT3 R (992)

In der Kat. Pro fährt ausserdem mit Schweizer Lizenz:
#95, Marvin Kirchhöfer/Ben Barnicoat/Garnet Patterson, McLaren 720S GT3 Evo

Und auch in der Kategorie Bronze ist die Schweiz vertreten – mit:
#79, Alex Fontana/Fabio Babini/Daniel Gaunt/Johannes Zelger - Porsche 911 GT3 R

Los geht das Rennen am Samstag, 14.2., Ortszeit um 19:45 Uhr (MEZ 9:45 Uhr). Wir drücken unseren Fahrern die Daumen!

Feller Bathurst 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ricardo Feller greift mit diesem Porsche 911 GT3 R an © Porsche

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11.02.2026 Simona De Silvestro: Ab Sonntag gilt es ernst
Simona de Silvestro Action 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Achillessehne von De Silvestro: der Start im Monobob © Archiv De Silvestro

Sie testete für Sauber, absolvierte mehrmals das Indy 500 und schrieb in der Formel E Geschichte. Nun startet Simona De Silvestro für Italien bei den Olympischen Winterspielen in Cortina. Ihr erster Einsatz: am Sonntag, 15. Februar.

Olympische Spiele und Motorsport haben für gewöhnlich nicht viel gemeinsam. Bei den Winterspielen in Cortina/Mailand ist das für einmal ein klein wenig anders. Mit Simona De Silvestro steht eine ehemalige Schweizer Autorennfahrerin am Start. Ab Sonntag, 15. Februar, im Monobob und ab Freitag, 20. Februar, im Zweierbob.

Wie wir bereits im ASS-Magazin 01/2024 angekündigt haben, hat De Silvestro vor rund drei Jahren die Seiten gewechselt und von vier Rädern auf vier Kufen umgestellt. «Ich habe immer von Olympia geträumt – schon als Kind», sagt die heute 37-Jährige. 2023 wurden ihre Pläne dann konkret(er). Die ersten Bob-Versuche machte de Silvestro noch im Umfeld des Schweizer Nachwuchs’, ehe sie als Doppelbürgerin zum italienischen Verband wechselte. Für De Silvestro war es einerseits eine emotionale Wahl. Die Familie ihres Vaters Pierre Luigi stammt aus der Nähe von Cortina. Anderseits hatte Italien im Frauen-Bob noch einen Startplatz offen.

Indycar de Silvestro Indy 500 2021 02 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
So kennt man sie: De Silvestro als IndyCar-Pilotin © IndyCar Series

Der Wechsel vom Rennwagen in den Bob war für De Silvestro eine neue Herausforderung. Obwohl es zahlreiche Parallelen zwischen Motorsport und Bob gibt. Hohe g-Kräfte, Präzision, Mut und Technikgefühl sind in beiden Disziplinen elementar. Die grösste Umstellung stellen für Simona nach wie vor die Starts dar. «Ich bin in meinem Leben zuvor noch nie gesprintet», sagt die ehemalige IndyCar-Pilotin. «Schnellkrafttraining stand nie auf meiner Agenda.»

Im Rennsport blickt De Silvestro auf eine aus Schweizer Sicht einzigartige Karriere zurück. Die inzwischen in Seelisberg wohnhafte und in Thun geborene Rennfahrerin nahm mehrfach am legendären Indy 500 teil, schrieb Geschichte als erste Frau mit WM-Punkten in der Formel E und absolvierte für das Team Sauber Testfahrten in der Formel 1.

Medaillenchancen rechnet sich De Silvestro in ihrer zweiten Heimat nicht aus. Im diesjährigen Weltcup war ihre beste Platzierung ein 15. Rang im Monobob und ein 17. im Zweierbob. Doch De Silvestro hat sich einen Traum erfüllt. Und auch wenn die Floskel «Dabeisein ist alles» abgedroschen ist und es schon im alten Athen nur ums Siegen ging, geht es für De Silvestro in Cortina in erster Linie ums «Dabeisein».

Simona De Silvestro Sauber Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
2014 testete De Silvestro sogar für Sauber in der Formel 1 © Sauber

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