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21.01.2020 Noch ein Kartfahrer, der ins Auto wechselt
Mike Mueller 01 Kopie Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mike Müller: Der KZ2-Meister fährt 2020 den neuen VW-Cup

Nicht nur Jasin Ferati und Miklas Born wechseln in diesem Jahr in den Automobilrennsport. Auch KZ2-Champion Mike Müller wagt den Schritt und fährt 2020 im neuen VW Tourenwagen Junior-Cup.

2019 war ein aussergewöhnlich guter Wein-Jahrgang. Und offenbar auch ein guter Jahrgang unter den Schweizer Kartfahrern. Denn nach Miklas Born und Jasin Ferati (und eventuell auch Léna Bühler) hat nun auch Mike Müller den Sprung in den Automobilsport geschafft. Der KZ2-Meister der vergangenen Saison fährt 2020 im neuen VW Tourenwagen Junior-Cup in Deutschland.

Für die Premierensaison sind acht Rennveranstaltungen geplant. Sechs davon finden in Deutschland statt (2x Oschersleben, 2x Lausitzring, Nürburgring und Hockenheim), zwei im benachbarten Tschechien (Most) und der Niederlande (Zandvoort). Gefahren wird mit einem auf Basis des VW up! GTI aufgebauten Cup-Fahrzeug, dessen Leistung bei rund 140 PS und der Preis bei unter 25'000 Euro liegt.

Müller wird für das Team von Fabian Danz fahren, dessen Vater Robert den Rennstall führt. «Ich freue mich auf diese neue Herausforderung», sagt Müller. «Mein Ziel ist es, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Aber ich will natürlich auch Topplatzierungen erzielen.» Der grosse Vorteil für Müller: Weil die Serie von Grund auf neu ist, hat kein Team und kein Fahrer einen Wissensvorsprung.

Los geht die Saison vom 19. bis 21. Juni in Most. Mindestens zwei offizielle Testtage sind vorher noch geplant. «Wir sollten das Auto im März bekommen», freut sich der 17-jährige Müller. «Dann geht’s hoffentlich ziemlich zügig auf die Teststrecke.»

Neben dem VW-Markenpokal wird Müller 2020 auch noch am einen oder anderen Kartrennen teilnehmen. Ganz oben auf der Liste steht der ADAC-Lauf in Wackersdorf am 25./26. April. «Dort», so Müller, «habe ich noch eine Rechnung offen. Dieses Rennen will ich unbedingt noch gewinnen.»

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21.01.2020 2020 keine Young Driver Challenge mehr
Apotheloz Gaillard Holdener Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die YDC-Gewinner: Julien Apothéloz, Karen Gaillard und Oliver Holdener

Nach drei erfolgreichen Jahren zieht sich die «AutoScout24 und CUPRA Young Driver Challenge» für das Jahr 2020 von der Rennstrecke zurück.

«Wir sind stolz in der Challenge erfolgreiche und motivierte Jungtalente gefunden zu haben», so Pierre-Alain Regali, Director AutoScout24. «Deshalb freuen wir uns sehr, die Gewinner Karen Gaillard und Julien Apothéloz auch im kommenden Jahr weiterhin zu unterstützen.»

Nicolas Hobi, Head of Marketing von Seat und Cupra meint: «Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt drei hochmotivierten Rennfahrtalenten einen ersten Schritt in Richtung Rennfahrkarriere ermöglichen konnten. Mit Topcar Sport, wo mit Julien Apothéloz und Karen Gaillard zwei der Gewinner der Young Driver Challenge unter Vertrag stehen, werden wir auch in diesem Jahr mit Cupra der Rennstrecke treu bleiben.»

Das Projekt «AutoScout24 und Cupra Young Driver Challenge» wurde 2017 von AutoScout24, SEAT und Fredy Barth erstmals ins Leben gerufen. Das Nachwuchsförderungsprogramm wurde seit diesem Jahr durch das Tochterunternehmen von SEAT – der neuen Marke Cupra – unterstützt. In einer vierteiligen Wettkampfserie konnten sich Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren als Rennfahrerinnen und Rennfahrer beweisen. Wer die Jury über alle Phasen hinweg überzeugte und nebst dem fahrerischen Können auch die unbedingte Passion und Bereitschaft für den Rennsport mitbrachte, dem winkte als Hauptgewinn finanzielle und beratende Unterstützung von AutoScout24 und Cupra für ein weiteres Rennfahr-Engagement. Zu den Gewinnern der YDC gehörten: Oliver Holdener (2017), Julien Apothéloz (2018) und Karen Gaillard (2019).

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20.01.2020 Kurz notiert 02/2020
Pesci Alexandre Dakar 2020 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alexandre Pesci: P3 bei den Dakar-Rookies

Rebellion-Chef drittbester Rookie bei der Dakar
Die Rallye Dakar gilt als die härteste Rallye der Welt. Und auch an ihrem neuen Austragungsort in Saudi-Arabien wurde sie diesem Ruf gerecht. Zwei Schweizer haben in diesem Jahr das Abenteuer unter die Räder genommen: Rebellion-Chef Alexandre Pesci (mit Beifahrer Stephan Kühni) sowie der Genfer Rémy Vauthier, der im Vorjahr 19. wurde. In diesem Jahr hatte Vauthier weniger Glück. Sein Wüstenritt endete schon nach der ersten Etappe mit einem Benzinleck. Pesci kam durch. Und beendete seine erste Dakar als drittbester Rookie auf dem 41. Schlussrang. Der Sieg ging nach 2010 und 2018 zum dritten Mal an Carlos Sainz (Mini x-Raid).

Jani Neel Chile 2020 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Neel Jani: Frühes Aus in Chile

Schweizer punktelos in Chile
Die Schweizer Fraktion ging beim dritten Lauf der Formel E in Chile leer aus. Sébastien Buemi schaffte es zwar als Siebter in die Punkte, bekam aber hinterher eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil sein Auto zuviel Energie regeneriert hatte. Auch Edoardo Mortara war lange Zeit gut unterwegs, fiel dann aber zurück und musste das Rennen an der Box aufgeben, weil er Reifenproblem hatte. Noch schlimmer erwischte es Neel Jani. Der Porsche-Werksfahrer war schon in der ersten Runde unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Bester Schweizer blieb am Ende Nico Müller auf dem undankbaren elften Rang. Der Sieg in Chile ging an Maxi Günther (BMW). Das nächste Rennen findet am 15. Februar in Mexiko-City statt.

Saucy Gregoire 2020 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy: Bester Rookie in Neuseeland

Saucy bester Neuling in Neuseeland
Für Grégoire Saucy endete das erste Wochenende der Toyota Racing Series in Neuseeland mit drei Top-5-Platzierungen. Der Jurassier liegt damit nach dem ersten von fünf Wochenenden auf dem vierten Zwischenrang und ist damit bester Rookie. Für Axel Gnos, den zweiten Schweizer im Feld lief es noch nicht ganz so flott. Der mit 16 Jahren jüngste Fahrer im Feld belegte die Ränge 16, 15 und 11.

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17.01.2020 Auch NAT-Lizenzierte dürfen sich anmelden
Rico Thomann c Eichenberger ASS Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahresmeister Rico Thoman in Reitnau

Bisher durfte an der Schweizer Berg-Junioren-Meisterschaft nur teilnehmen, wer noch nie im Besitz einer nationalen Lizenz von Auto Sport Schweiz war. Für die vierte Ausgabe haben die Organisatoren um Yves Meyer vom Drivingcenter Event Seelisberg nun eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Noch bis zum 25. Januar dürfen sich auch bisherige Finalisten oder NAT-Lizenzierte, die bisher in anderen Kategorien fuhren, anmelden – vorausgesetzt sie sind maximal 28 Jahre alt.

Wer sich also noch anmelden möchte, kann das unter dem folgenden Link machen: https://www.drivingevent.ch/race-academy-schweizer-bergmeisterschaft-junior/

Gefahren wird in der Schweizer Berg-Junioren-Meisterschaft mit einheitlichen Toyota GT86 (ca. 200 PS) nach Superserie-Reglement. Auf dem Programm stehen vier Rennen: Reitnau, Anzère, Oberhallau und Les Paccots. Die Teilnahme an der Sichtung kostet 185 Franken (inkl. Mittagessen). Für die komplette Saison (samt Fahrzeugmiete) werden 8865 Franken in Rechnung gestellt. Die bisherigen Meister heissen Rolf Reding (2017), Thomas Schmid (2018) und Rico Thomann (2019).

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17.01.2020 Olivier Burri: «Bei der Monte wird es dir nie langweilig»
Olvier Burri Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Olivier Burri absolvierte mit seinem VW Polo R5 die Rallye Hivernal du Dévoluy

Vom 23. bis 26. Januar wird Olivier Burri zum 22. Mal (!) an der Rallye Monte Carlo teilnehmen. Weitere Einsätze, vor allem in der Schweiz, hat der Bernjurassier derzeit nicht geplant.

Olivier Burri, Sacha Althaus und Ismaël Vuistiner werden bei der Rallye Monte Carlo die Farben der Schweiz vertreten. Während es für Burri die 22. Teilnahme ist, werden Vize-Junior-Champion Althaus zum ersten Mal und Clio-Alps-Sieger Vuistiner zum zweiten Mal (nach 2018) beim Klassiker antreten. Auto Sport Schweiz hat mit Burri über die Vorbereitung und seine Ziele bei der «Monte» gesprochen.

Du stehst vor deinem 22. Start bei der Rallye Monte Carlo. Was macht diese Rallye so speziell, dass du immer wieder daran teilnimmst?
Olivier Burri: Bei der Rallye Monte Carlo ist alles speziell. Diese Rallye ist sehr komplex. Der ganze Ablauf hält dich auf Trab. Und du triffst immer wieder auf Situationen, die dich von Neuem herausfordern. Kurzum: Bei der «Monte» wird es dir nie langweilig.

Bereitest du dich deshalb auch anders auf diese Rallye vor?
Ich bin im Dezember schon eine Rallye in Frankreich auf Schnee gefahren. Ich bin physisch gesehen also schon recht gut vorbereitet. Ich habe aber zehn Tage sehr intensiv trainiert. Vor allem mit dem Fahrrad. 1000 bis 1300 Höhenmeter habe ich da locker zurückgelegt. Ich habe auch Lauftraining gemacht. Und so vier Kilogramm seit Weihnachten abgenommen. Vor ein paar Tagen bin ich dann wieder runtergefahren, sodass ich mich jetzt eigentlich bereit fühle.

Bei der von dir angesprochenen Rallye Hivernal du Dévoluy bist du zum ersten Mal mit dem VW Polo R5 gefahren und auf Anhieb Zweiter geworden. Wie war’s?
Es ist sehr gut gelaufen. Wir haben eine gute Basis gefunden und ein Set-Up ausgetüftelt, mit dem ich zufrieden bin.

Wie unterscheidet sich der Polo zum Skoda Fabia R5, den du zuletzt bei der Rallye du Valais zum Sieg gefahren hast?
Der grösste Unterschied ist das Chassis. Da hat der Polo gegenüber dem Skoda ganz klar Vorteile. Motor und Getriebe sind ähnlich.

Was ist dein Ziel bei der 88. Ausgabe der «Monte»?
Ich würde gerne die Amateurklasse gewinnen. Wobei der Begriff Amateur mit Vorsicht verwendet werden sollte. 2019 hat mich Stéphane Sarrazin geschlagen, ein ehemaliger F1- und WRC-Pilot. 2018 war Kalle Rovenperä schneller. Auch er ein ausgezeichneter Rallye-Pilot. Und 2017 war es Jan Kopecky, der mir vor der Sonne stand. Und dieses Jahr wird Oliver Solberg wohl meine Messlatte sein.

Du hast nach deinem neunten Sieg bei der Rallye du Valais einen Schlussstrich gezogen. Zumindest für die «Valais». Sieht man dich dieses Jahr dafür beim Critérium Jurassien oder bei der Rallye du Chablais?
Im Moment habe ich noch keine Pläne. Aber – stand heute – glaube ich nicht, dass ich dort fahren werde.

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16.01.2020 Kurz notiert 01/2020
Jasin Ferati Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jasin Ferati bestreitet 2020 für Jenzer die italienische Formel 4

Elektro-Kart-Champion fährt Formel 4
Die Schweiz hat wieder einen neuen Formelsport-Fahrer. Der Winterthurer Jasin Ferati wechselt vom Kart in die Formel 4. Dort bestreitet er für Jenzer Motorsport die italienische Meisterschaft. Ferati, der im vergangenen Jahr Elektro-Kart-Champion wurde, gilt als hoffnungsvolles Talent. Im Dezember hat der 16-Jährige bereits für Jenzer in Imola, Misano und Barcelona getestet und dort einen soliden Eindruck hinterlassen. Für Ferati geht die Meisterschaft in Italien am 16./17. Mai in Monza los.

Axel Gnos c free Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Axel Gnos: Einer von zwei Schweizern in Neuseeland

Zwei Schweizer in Neuseeland
Alljährlich findet in Neuseeland die Toyota Racing Series statt; eine Formelsportnachwuchsserie mit identischen Autos. Zum ersten Mal seit 2014 (Levin Amweg) sind mit Axel Gnos (16) und Grégoire Saucy (20) wieder zwei Schweizer am Start. Die beiden Romands sind 2019 Formel 4 gefahren. Gnos in Spanien (zwei Podestplätze, drei schnellste Runden), Saucy in Deutschland (ebenfalls zwei Podestplätze). Los geht es an diesem Wochenende im Highlands Motorsport Park in Cromwell.

Simon Trummer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Simon Trummer: LMP2 statt LMP1

Trummer macht Schritt zurück
Simon Trummer hat in den USA eine zweite Heimat gefunden. Dem Berner Oberländer gefällt der «American way of life». Seit zwei Jahren fährt der ehemalige GP2-Pilot in der IMSA. Leider verlief die vergangene Saison so enttäuschend, dass er auf dieses Jahr von der Top-Prototypenklasse LMP1 zurück in die LMP2 wechselt. Trummer setzt dabei auf das Team PR1 Mathiasen Motorsport. Parallel bestreitet der 30-Jährige die European Le Mans Series (ELMS) mit Pro Algarve. Dazu kommen Einsätze bei der VLN im Team Octane126 aus Wallisellen im Kanton Zürich.

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13.01.2020 Dubai: Schweizer auf dem Podest
24 Dubai 07 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
P3 in der GT3-AM: Mauro Calamia, Ivan Jacoma, Stefano Monaco und Roberto Pampani

Aus den 24h von Dubai wurde ein Rennen über sieben Stunden. Starker Regen zwang die Organisatoren zum Abbruch. Fünf Schweizer schafften es dennoch aufs Podest.

Die 24 Stunden von Dubai, so etwas wie der Auftakt zur Rundstreckensaison, ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Gefahren waren gerade mal sieben Stunden, als die Rennleitung entschied, das Rennen aufgrund von starkem Regen und Überschwemmungen abzubrechen.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag das Team Black Falcon (Mercedes-AMG GT3) mit dem Wahlschweizer Manuel Metzger am Steuer in Führung. Platz 2 ging an das Team MS7 by WRT (Audi R8). Auf Rang 3 folgte ein weiterer Mercedes (SPS Automotive Performance). Die besten Schweizer landeten auf Platz 5: Rolf und Mark Ineichen führten das Rennen für kurze Zeit an und lagen bei Rennabbruch eine Runde zurück. Direkt dahinter klassierte sich der Lamborghini von Barwell Motorsport mit dem Luzerner Adrian Amstutz. Dessen Team führte fast 60 Runden lang und hätte unter normalen Verhältnissen sicher ein Wort um den Sieg mitreden können.

Doch der Abbruch kam nicht für alle Schweizer im ungünstigsten Moment. In der GT3-AM sicherten sich die Schweizer Ivan Jacoma, Maurizio Calamia und Stefano Monaco mit dem Italo-Schweizer Roberto Pampanini und dem Dänen Mikkel Overgaard Pedersen Rang 3.

24h Dubai 03 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
P3 bei den Tourenwagen: Yannick Mettler und Miklas Born

Auch im Feld der Tourenwagen durften Schweizer jubeln. Der VW Golf GTI TCR von Autorama Motorsport mit Vorjahressieger Yannick Mettler und Rookie Miklas Born belegte ebenfalls den dritten Rang. Der zweite Golf der Wetziker Mannschaft lag beim Abbruch auf Platz 7 – eine Position hinter dem Cupra von Topcar Sport mit Fabian Danz und Ronny Jost.

In der GT4-Klasse, in der mit Rahel Frey und den Gebrüdern Kroll ebenfalls Schweizer am Start standen, ging man leer aus. Frey lag mit ihrem Audi R8 auf Platz 8, als das Rennen abgerochen wurde; Michael und Martin Kroll im BMW von Hofor Racing auf Platz 10.

Nicht am Start war Julien Apothéloz. Der junge Zürcher, der im Vorjahr bei den Tourenwagen Zweiter wurde, musste aus Budgetgründen auf den Start in der Wüste verzichten.

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07.01.2020 Neue Dopingliste online
Doping 2020 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Doping ist im Motorsport zum Glück nur selten ein Thema

Wie jedes Jahr veröffentlicht die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) die neue Dopingliste, die jeweils ab dem 1. Januar in Kraft tritt. Den Link dazu finden Sie bei uns.

Doping ist im Motorsport zum Glück nur sehr selten ein Thema. Die Fälle, die Schlagzeilen machen, stammen in der Regel aus anderen Sportarten. Dennoch sollte jeder Rennfahrer auf der Hut sein. Schon manch ein Athlet ist über eine vermeintlich «harmlose» Substanz gestolpert. Ein Blick auf die aktualisierte Liste schadet deshalb nie.

Für die Dopingliste 2020 hat die WADA mehrheitlich formale Anpassungen vorgenommen und Beispiele verbotener Substanzen oder deren Synonyme ergänzt. Alle diese neu aufgeführten Substanzen, waren im Sinne von «ähnlicher chemischer Struktur» bzw. «ähnlicher biologischer Wirkung» bereits zuvor verboten. Für die Praxis heisst das: Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf den Doping-Status von in der Schweiz erhältlichen Medikamenten. Neu verordnete bzw. empfohlene Medikamente sollen aber unbedingt weiterhin vor deren Anwendung jeweils mit der Medikamentenabfrage Global DRO auf www.antidoping.ch oder via Mobile App geprüft werden.

Zur Dopingliste 2020 geht es hier: www.antidoping.ch/de/gesetze-und-richtlinien/privatrecht/dopingliste

Übrigens: Die 2019 bei der Schweizer Bergmeisterschaft durchgeführten Dopingkontrollen in Massongex und Les Rangiers sind alle negativ ausgefallen. Die kontrollierten Fahrer (Eric Berguerand, Ronnie Bratschi, Thomas Kessler, Roger Schnellmann und Marcel Steiner) waren alle «sauber».

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06.01.2020 24h Dubai: Schweizer mit guten Siegchancen
Rolf Ineichen Dubai 2019 Vorschau Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rolf Ineichen peilt seinen zweiten Gesamtsieg in Dubai an

Es ist wieder soweit: Mit den 24 Stunden von Dubai vom 9. bis 11. Januar wird die internationale Rundstreckensaison 2020 eingeläutet. Mit am Start sind auch diverse Schweizer.

Besonders gespannt darf man auf das Abschneiden von Rolf Ineichen sein. Der erfolgreiche Gentleman-Driver hat nach vier Jahren auf Lamborghini im österreichischen Team von Gottfried Grasser zum belgischen Team WRT gewechselt. Dort nimmt der Luzerner mit seinem Bruder Mark in einem Audi R8 LMS mit der Startnummer 31 Platz. Zu seinen weiteren Teamkollegen in Dubai gehören ADAC GT-Masters-Champion Kelvin van der Linde (ZA) und Mirko Bortolotti (I). Ein schlagfertiges Quartett also, das – vorausgesetzt die Technik hält – ein gewichtiges Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden wird.

Ebenfalls in der GT3-Pro am Start: Adrian Amstutz. Der Lamborghini-Pilot fährt für das britische Team Barwell Motorsport an der Seite von Patrick Kujala (FIN), Jordan Witt (GB) und Dennis Lind (DK). 2014 hat Amstutz mit den Gebrüder Ineichen das Rennen in Dubai auf einem Porsche 997 GT3 R gewonnen.

Gleich drei Schweizer in einem Team findet man in der GT3-AM-Klasse. Dort geht das Team Dinamic Motorsport mit Ivan Jacoma, Mauro Calamia und Stefano Monaco an den Start.

Auch in der GT4 sind Schweizer Fahrer vertreten. Dort ruhen die Hoffnungen in erster Linie auf das Team Hofor Racing mit den Gebrüdern Martin und Michael Kroll. Doch nicht nur die BMW-Mannschaft aus Eggenwil im Kanton Aargau macht sich Hoffnungen auf einen Podestplatz. Auch Audi-Pilotin Rahel Frey (im Team Heide Motorsport) möchte in Dubai glänzen.

Tanner Born Mettler Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Wollen den TCR-Sieg: Stefan Tanner, Miklas Born und Yannick Mettler

Gute Schweizer Siegchancen gibt es aber auch aus der TCR zu vermelden. Als amtierender Titelträger will das Team Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing rund um Stefan Tanner mit ihren beiden Volkswagen GTI TCR mit den Startnummern 112 und 114 den Vorjahressieg verteidigen. Neun Fahrer werden sich die beiden Autos teilen – darunter Routinier Yannick Mettler. Der Luzerner ist aber nicht der einzige Schweizer, der bei Truppe aus Wetzikon ins Lenkrad greift. Mit Miklas Born kommt ein junger Nachwuchsfahrer aus dem Kart zu seiner Rennpremiere. Der erst 17-jährige Basler hat bei Trackdays auf sich aufmerksam gemacht und hofft, im internationalen Automobilrennsport Fuss zu fassen.

Zu den grossen Gegnern von Autorama gehört das Team Topcar mit seinem Cupra TCR. Auf diesem werden sich u.a. Vorjahressieger Fabian Danz und Julien Apothéloz abwechseln.

Der Start zu den diesjährigen 24h von Dubai erfolgt am Freitag um 15 Uhr. Das Rennen kann komplett im Livestream des Veranstalters auf Facebook verfolgt werden. Siehe www.24hseries.com

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27.12.2019 Cédric Betschen: «Ich war völlig ahnungslos!»
Bild1 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Cédric Betschen: Schweizer Rallyepokal-Sieger 2019

Teil 8 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Cédric Betschen gewann 2019 mit Ehefrau und Co-Pilotin Mirjam in der ersten kompletten Saison den Schweizer Rallyepokal. Ein Erfolg, den er sich vor zehn Jahren nicht hätte vorstellen können.

Wenn sich Cédric Betschen (31) an seine Anfänge im Automobilsport erinnert, muss er selber lachen. Leidenschaft und Improvisationskunst haben ihn über Wasser gehalten. Von einer professionellen Einstellung war der gebürtige Lausanner so weit entfernt wie Greta Thunberg vom Kauf eines Ferrari. «Bei meinem ersten Slalom 2007 in Carouge bin ich mit dem Auto angetreten, mit dem ich auch zur Arbeit fuhr», erzählt Betschen. «Mit dabei hatte ich meinen Moped-Helm. Ich war völlig ahnungslos. Ich war zuvor noch nie auf einer Rundstrecke – nicht mal als Zuschauer.»

Betschens Leidenschaft galt seit jeher dem Rallyesport. Sein Vater schleppte ihn und seinen älteren Bruder in jungen Jahren zu Rallyes mit. Anfangs konnte Klein-Cédric nicht viel damit anfangen. Die Wartepausen nervten; «insbesondere, wenn es kalt war». Trotzdem war er vom Virus befallen. «Ich schwor mir, dass ich eines Tages auch Rallye fahren werde», sagt Betschen, der sich vor Jahren vom Schreiner zum Lokführer bei der SBB umschulen liess.

Nach ersten Erfahrungen im Slalom und 2008 am Berg war es 2009 dann soweit: Betschen bestritt seine erste Rallye. Dass die Wahl auf die «Chablais» fiel, überrascht nicht sonderlich. Betschen hat entlang einer Wertungsprüfung hoch nach Les Diablerets für eine gewisse Zeit gewohnt. Er kannte das Terrain. Und doch war alles neu für ihn. «Ich habe über den Winter alle Reglemente gelesen», sagt Betschen, «um wenigstens in der Theorie zu wissen, wo es langgeht.» Das Fahren an sich war eine andere Geschichte. Mit gebrauchten Reifen und dem Cousin auf dem Beifahrersitz endete die Rallye irgendwann im Graben. «Danach haben wir ein Jahr gebraucht, um das Auto wieder aufzubauen.»

2010 gab Betschen bei der «Chablais» sein Comeback. Diesmal mit seinem Vater als Beifahrer. Und mit einer imaginären Bremse im Kopf. «Ich wusste, dass ich nicht wieder abfliegen durfte. Einen weiteren Schaden konnte ich mir nicht leisten. Deshalb nahm ich es etwas gelassener.»

Bei jeder Rallye lernte Betschen dazu. An kleinen Erfolgen hielt er sich fest. Zu Beginn der Saison 2014 wechselte er erneut den Beifahrer: Ab sofort nahm seine Frau Mirjam den Platz an seiner Seite ein. Von da an ging es steil bergauf. «Bei der Rallye du Chablais 2015 hatten wir zum ersten Mal neue Reifen», grinst Betschen. «Das hat einen enormen Unterschied gemacht. Anfangs dachte ich, dass sich das Auto auf den neuen Sohlen gar nicht bewegt. Doch dann begriff ich, dass ich anders fahren musste, weil ich viel mehr Grip hatte. Plötzlich waren wir sehr viel schneller.»

Mit seiner Frau an Bord klappt die Zusammenarbeit bestens. Unstimmigkeiten gäbe es keine. Doch wie überzeugt man seine Frau, sich als Co-Pilotin auf den Beifahrersitz zu setzen? «Mirjam war schon vor ihrer aktiven Zeit dabei – als Zuschauerin. Und ich habe daheim wohl so viel über das Rallyefahren geredet, dass sie eines Tages gesagt hat, ich setze mich daneben.» Seither wird im Hause Betschen fast nur noch über Rallye gesprochen. «Ich empfinde es im Rallyesport als Vorteil, wenn man sich gut kennt», sagt Cédric. «Rallyefahren hat viel mit Vertrauen zu tun. Deshalb habe ich immer auf Co-Piloten aus meiner Verwandtschaft gesetzt. Mit Mirjam ist vieles noch einfacher geworden. Wir können immer und überall die nächste Prüfung oder einen Aufschrieb besprechen.»

Einen grossen Schritt in Richtung ambitioniertem Rallyefahrer gelang Betschen 2016, als er die Schweizer Junioren-Meisterschaft in Angriff nahm. «Ich war erstmals in einem Team. Und das hat mir in vielen Belangen geholfen.» Unter anderem auch: einen Unfall wegzustecken. «Es war wieder bei der Chablais», sagt Betschen. «Wir waren gut unterwegs, als ich in eine Fahrrinne kam. Ich konnte nicht mehr korrigieren und wir wurden an einem Baum ausgehebelt und landeten kopfüber.»

2017 konnte Betschen aufgrund seines Alters nicht mehr bei den Junioren fahren. Dafür leistete er sich einen hubraumstärkeren Renault Clio R3 Maxi. «Mit dem konnte ich ohne Druck fahren.» Zur selben Zeit machte er sich Gedanken, was mit seinem ursprünglich erworbenen Clio passieren sollte. «Ich hatte zwei Optionen: ihn verkaufen oder ihn nochmals flott machen. Ich entschied mich für Letzteres.»

Die Entscheidung war richtig. Obwohl Betschen 2018 auf Druck von Ehefrau Mirjam auch einmal mit dem R3 Maxi ausrückte (P8 bei der Chablais), setzte Cédric für 2019 alle Jetons auf seinen Ur-Clio – und gewann damit den Schweizer Rallyepokal. «Wir haben in diesem Jahr zum ersten Mal eine komplette Saison absolviert», sagt Betschen. «Da ist ein solcher Titelgewinn natürlich eine besondere Genugtuung.» Wie es weitergeht, ist noch offen. Bei einem Test mit einem Citroën DS3 hat Betschen R5-Luft geschnuppert. Doch die Mittel, um Rallyes damit zu bestreiten, hat er nicht. «Wir werden wohl für die eine oder andere Rallye etwas mieten», sagt Betschen. Auf seinen Clio kann er nicht mehr zurückgreifen. Wie viele berühmte Meisterautos wurde auch dieses kurz nach seinem letzten Einsatz verkauft.

Cédric Betschen
Titel: Schweizer Rallyepokal-Sieger
Alter: 31
Herkunft: Reconvilier (BE)
Fahrzeug: Renault Clio N3

2007 Erste Slaloms
2008 Erste Bergrennen
2009 1. Rallye (Chablais) mit Renault Clio N3
2010-2015 Diverse Rallyes mit Renault Clio N3
2016 Schweizer Junior-Rallyemeisterschaft mit Peugeot 208 R2
2017 Schweizer Rallye-Meisterschaft mit Renault Clio R3 Maxi
2018 Schweizer Rallye-Meisterschaft mit Renault Clio R3 Maxi und N3
2019 Schweizer Rallyepokal-Sieger auf Renault Clio N3

https://www.facebook.com/AutoS...

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24.12.2019 Bergrennen: Die besten Bilder des Jahres
Berg Facebook Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die besten Bilder des Jahres, Teil 5

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 5 zeigen wir die besten Bilder der Bergsaison.

Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!

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20.12.2019 Kurz notiert – 12/2019
Deletraz Louis Abu Dhabi Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Louis Delétraz fährt auch 2020 Formel 2

Delétraz zurück zu Charouz
Der Genfer Louis Delétraz wird 2020 seine vierte Saison in der Formel 2 absolvieren. Der Meisterschaftachte in diesem Jahr setzt dabei auf das Team Charouz, für welches er bereits 2018 gefahren ist. «Wir haben noch eine offene Rechnung», sagt Delétraz, der zuletzt bei Tests in Abu Dhabi mit Charouz Topzeiten fuhr. Das grosse Ziel ist und bleibt der Gewinn des Meistertitels. Ausserdem wartet Delétraz nach 62 Rennen immer noch auf seinen ersten F2-Sieg.

Emil Frey mit «Ricky» Feller
Emil Frey Racing hat in diesem Jahr in der GT Open nicht nur den Teamtitel geholt, die Mannschaft aus Safenwil hat auch bei den Fahrern die Plätze 1 und 2 belegt. Der Wechsel in eine andere Kategorie ist deshalb mehr als nur logisch. 2020 wird die Emil-Frey-Truppe deshalb in der GT World Challenge Europe – ehemals Blancpain GT Series – an den Start gehen. Das Line-Up wird durch zwei Fahrer aus dem GT Masters verstärkt: Der Aargauer Ricardo Feller wird mit den bisherigen Piloten Mikaël Grenier und Norbert Siedler eine Equipe bilden. Der Franzose Franck Perera wird sich mit Albert Costa und Giacomo Altoè den zweiten Lamborghini Huracan GT3 Evo teilen.

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20.12.2019 Vier Buchtipps zu Weihnachten

Ihnen fehlt noch das richtige Weihnachtsgeschenk? Kein Problem. Wir haben Ihnen vier Buchtipps, mit denen Sie bestimmt ins Schwarze treffen.

Rennsport 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Jahrbuch Rennsport Schweiz
Das seit 1984 erscheinende Jahrbuch «Rennsport Schweiz» ist für Fans des Schweizer Motorsports ein «must have». Auf rund 400 Seiten lassen Peter Wyss und zahlreiche Gastautoren die Saison 2019 Revue passieren. Dabei kommt keiner zu kurz. Ob nationale oder internationale Meisterschaft, ob zwei oder vier Räder – in «Rennsport Schweiz» werden alle Schweizer Erfolge abgefeiert. Abgerundet wird das Buch mit einem ausführlichen Statistikteil.

356 Seiten, mehr als 550 Fotos, Preis: 65 Franken. Erhältlich im Buchhandel oder unter www.aktivverlag.ch, ISBN 978-3-909191-75-4

Ticinese 1 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Tessiner Grand-Prix-Fahrer
Die Sonnenstube der Schweiz hat schon zahlreiche Rennfahrer hervorgebracht. Der Bekannteste von ihnen ist zweifellos Clay Regazzoni. Doch es gibt noch eine Vielzahl anderer Grand-Prix-Piloten aus dem Tessin. Den Beweis liefert das in italienischer Sprache gehaltene und reichhaltig bebilderte Werk «Piloti ticinesi da Grand Prix» von Giorgio Keller. Insgesamt sind mehr als 40 Fahrer in diesem Buch porträtiert – ein tolle Retrospektive, die im letzten Teil des Buches auch auf Tessiner Rennfahrer eingeht, die in Le Mans gestartet sind.

385 Seiten, mehr als 1200 Fotos, Preis: 58 Franken. Erhältlich bei der Edizioni Fontana (www.fontanaedizioni.ch, Mail: piloti.ticinesi@bluewin.ch), ISBN 978-88-8191-538-5

Siffert 1 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Jo Siffert
Mögen Sie Comics? Und sind Sie ein Fan von Jo «Seppi» Siffert? Dann wird Ihnen dieser im Michel-Vaillant-Stil gezeichnete Bildband gefallen. Olivier Marin und Michel Janvier erzählen die Geschichte des Freiburger Ausnahmekönners von seinen Anfängen bis zum tragischen Unfalltod in Brands Hatch. Dass es sich nicht ausschliesslich um einen Comic handelt, beweisen originale Bilder und Zitate berühmter Weggefährten, die in die einzelnen Kapitel eingeschoben wurden.

64 Seiten, Preis: 22 Franken. Erhältlich im Buchhandel oder unter www.editionspaquet.com/catalogue-bd/jo-siffert, ISBN 978-28- 8890-741-1

Wyss 01 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Der Schweizer «Zauberer»
«The Swiss Wiz» war der Spitzname von Edi Wyss. Einem Schweizer Rennmechaniker, der in England bei McLaren um 1970 an den Autos von Denny Hulme, Peter Gethin oder anderen Grössen schraubte. In seiner Autobiographie erzählt Wyss, wie ihn seine Leidenschaft für Renn- und Sportwagen in jungen Jahren zuerst in die Schweizer Rennszene, dann in den internationalen Renn-Zirkus rund um den Globus geführt hat.

304 Seiten, Preis: 79,90 Euro, Erhältlich im Buchhandel oder unter www.rallyandracing.com, ISBN 978-3-9471-5622-1

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19.12.2019 Rallye: Die besten Bilder des Jahres
Rallye Facebook Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die besten Bilder des Jahres, Teil 4

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 4 zeigen wir die besten Rallye-Bilder.

Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!

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18.12.2019 Schweizer Motorsport jetzt auch auf Wikipedia
Wikipedia Bild Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Schweizer Rennsport jetzt auch auf Wikipedia

Wer das Internet zur Historie des Schweizer Motorsports nach handfesten Informationen durchforstet, wird seine Suche rasch einstellen. Viele Informationen findet man nicht. Ein paar Veranstalter bieten auf ihren Seiten die Ergebnisse der letzten Jahre an. Manche führen gar Siegerlisten. Doch vollständige Übersichten sind Mangelware. Der Rallyesport bietet in der Beziehung eine Ausnahme. Die Seite ewrc-results.com ist sehr vorbildlich. Dort findet man nicht nur alle Ergebnisse, man kann auch nach Schweizer Fahrern (und sogar Beifahrern) suchen.

Eine verlässliche Quelle ist auch das jeweils im März erscheinende Jahrbuch von Auto Sport Schweiz. Dort findet man neben sämtlichen Regeln unter der Rubrik «Das goldene Buch» auch eine Liste der Schweizer Meister der vergangenen zehn Jahre.

Ein gutes Nachschlagewerk ist selbstverständlich auch «Rennsport Schweiz». Die seit 1984 erscheinende «Bibel des Schweizer Rennsports» bietet nebst zahlreichen Stories zum abgelaufenen Jahr auch einen umfassenden Statistikteil. Die aktuelle Ausgabe wird – nebenbei bemerkt – am 19. Dezember in Seelisberg vorgestellt.

Doch wer hat all die guten Nachschlagewerke zur Hand, wenn er im Pressezentrum der Rallye du Valais sitzt? Oder mit Kollegen am Stammtisch darüber uneins ist, wer 1978 den «Coupe der Schweizer Berge» gewonnen hat? Um die Historie des Schweizer Rennsports zu stärken und die Suche zu vereinfachen, hat Auto Sport Schweiz deshalb bei Wikipedia, der weltweit grössten freien Enzyklopädie, drei Seiten eröffnet. Unter folgenden Links können dort nicht nur die wichtigsten Einzelheiten zu den jeweiligen Meisterschaften abgerufen werden, es gibt auch komplette Meisterlisten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Rallyemeisterschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Bergmeisterschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Slalommeisterschaft

Weil bei Wikipedia jeder User zu einer möglichst kompletten Enzyklopädie beitragen kann, dürfen, ja sollen die Beiträge ergänzt werden. Auch wir von Auto Sport Schweiz werden weiter daran arbeiten. Falls Fehler oder Unklarheiten auftauchen, bitte melden. Wir gehen der Sache nach!

Die Aufbereitung der französischen Seiten nimmt noch etwas Zeit in Anspruch, folgt aber so rasch wie möglich.

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17.12.2019 Slalom: Die besten Bilder des Jahres
Slalom Facebook Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die besten Bilder des Jahres, Teil 3

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. In Teil 3 zeigen wir die besten Slalom-Bilder.

Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!

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16.12.2019 Buemi Zweiter in Bahrain
Buemi Sebastien Bahrain 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Buemi: «Es war ein hartes Rennen für unser Auto»

Toyota hatte beim 8h-Rennen in Bahrain im Rahmen der Langstrecken-WM leichtes Spiel. Weil sich am Start der Rebellion mit der #1 und die Ginetta mit der #5 in die Quere kamen, übernahm der Toyota mit der Startnummer 7 die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab.

Für das Schwesterauto mit Sébastien Buemi endete das letzte Rennen des Jahres 2019 auf dem zweiten Platz, nachdem Buemi am Start unverschuldet in die Kollision geraten war und dem kreiselnden Rebellion ausweichen musste. Weil der Waadtländer beim Zurücksetzen auf die Strecke von einem Konkurrenten erwischt wurde, musste er sich an der Box eine neue Fahrzeugfront abholen. Den Rückstand, den man sich dadurch eingehandelt hatte, vermochten Buemi & Co. nicht mehr wett zu machen.

«Es war ein hartes Rennen für unser Auto», meinte Buemi, der in Bahrain mit dem grössten Erfolgshandicap ausrücken musste (+2,72 Sekunden pro Runde). «Der Kollision am Start konnte ich gerade noch ausweichen, doch als ich wieder auf die Strecke kam, gab es eine Berührung. Es gab nichts, was ich dagegen hätte tun können. Von da an war es schwierig, dem Schwesterauto zu folgen. Aber es ist ein Doppelsieg für das Team, das war unser Ziel.»

In der Gesamtwertung liegt Buemi nach Bahrain nun auf dem zweiten Rang – hinter den in Bahrain siegreichen Toyota-Teamkollegen Conway/Kobayashi/Lopez. Das nächste Rennen findet am 23. Februar in Austin/Texas statt.

Nur rund 700 Kilometer südöstlich von Bahrain fand am Wochenende in Abu Dhabi das alljährliche 12-Stunden-Rennen statt. Der Sieg dort ging an die deutsche Attempto-Truppe. Platz 3 sicherte sich Motorrad-Superstar Valentino Rossi auf einem von Kessel Racing eingesetzten Ferrari 488 GT3.

Kein Glück hatte das Damenteam mit Rahel Frey, Michelle Gatting und Manuela Gostner. Zu Beginn der zweiten Rennhälfte lagen die schnellen Ladys in ihrem pinken Ferrari von Iron Lynx noch auf P4 im Gesamtklassement. Doch der Traum von einem Podestplatz platzte, als Gatting beim Überrunden mit einem Aston Martin aus der GT4-Klasse kollidierte und die linke Hinterradaufhängung kollabierte.

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13.12.2019 International: Die besten Bilder des Jahres
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Die besten Bilder des Jahres, Teil 1

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es wird Zeit, zurückzuschauen. Um die Zeit bis Weihnachten zu überbücken, haben wir eine Auswahl der besten Bilder 2019 zusammengestellt. Teil 2 befasst sich mit den Schweizer Fahrern international.

Viel Spass beim Durchklicken der Galerie https://motorsport.ch/de/autosport/galerie und ein grosses Dankeschön an all die Fotografen!!!

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11.12.2019 Fabio Scherer wechselt in die DTM
Scherer DTM 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fabio Scherer setzt auf das belgische Kundenteam WRT

Nico Müller wird die Farben der Schweiz in der DTM 2020 nicht mehr alleine vertreten. Mit Fabio Scherer (20) wird ein zweiter Schweizer in der beliebtesten Tourenwagenserie Europas an den Start gehen. Wie Müller wird auch Scherer einen Audi RS5 pilotieren – und zwar beim belgischen Kundenteam WRT; an der Seite des US-Amerikaners Ed Jones, der ebenfalls neu DTM fährt.

«Ich bin froh, dass ich dieses Jahr nun hinter mich lassen und nach vorne schauen kann», sagt Scherer. «Ich freue mich, bei WRT einen Platz in der DTM gefunden zu haben. Für mich wird ein Traum wahr. Ich danke allen, die an mich glauben und mir dies ermöglichen.»

Scherer ist 2019 in der FIA Formel 3 gefahren, hat dort im Sauber-Junior-Team von Charouz aber nur selten sein Talent unter Beweis stellen können. Ein siebter und achter Platz in Monza waren seine besten Ergebnisse. Im Jahr davor absolvierte der in Engelberg wohnhafte Luzerner die europäische F3-Meisterschaft. Dort errang er mit Platz 2 in Spa-Francorchamps sein bestes Ergebnis. Insgesamt blickt Scherer auf vier Jahre Formelsport-Erfahrung zurück.

Vor seiner Karriere im Automobilrennsport bestritt Scherer die Schweizer Kartmeisterschaft. Diese gewann er zwei Mal.

Für Scherer geht die Saison am 24. April in Zolder los. Zurzeit testet er gerade in Jerez (E).

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09.12.2019 De Silvestro kehrt nach Europa zurück
De Silvestro Porsche Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fährt neu GT Masters: Simona De Silvestro

Die wohl schnellste Schweizer Rennfahrerin der letzten Jahre, Simona De Silvestro, kehrt nach Europa zurück. Neben ihrem Job als Test- und Entwicklungsfahrerin in der Formel E bei Porsche wird die gebürtige Thunerin im ADAC GT Masters an den Start gehen. De Silvestro teilt sich in der Serie, die ihr Landsmann Patric Niederhauser dieses Jahr gewann, einen Porsche 911 RSR mit dem Österreicher Klaus Bachler im Team von Ex-Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard.

Für De Silvestro wird ein Grossteil der Strecken neu sein. Die 31-Jährige hat bisher nämlich nur ein Jahr in Europa verbracht (2005 in der italienischen Formel Renault), ehe sie als 17-Jährige nach Amerika auswanderte. Dort wurde sie im Premierenjahr in der Formel BMW Gesamtvierte. Drei Jahre verbrachte sie danach in der Formula Atlantic (Platz 3 2009), ehe sie als erste Schweizerin in der IndyCar-Serie Fuss fasste. Ihr bestes Ergebnis dort: Platz 2 in Houston 2013.

Danach geriet die Karriere ins Stocken. 2014 machte sich die «Swiss Miss» Hoffnungen auf einen Platz in der Formel 1. Doch die Zusammenarbeit mit Sauber als «Affilated Driver» endete schon nach wenigen Monaten. Nach einem erneuten Abstecher zum Indy 500 mit Andretti Autosport 2015 (P19) bestritt De Silvestro für dasselbe Team eine Saison in der Formel E. Aber dieses Abenteuer war nicht von Erfolg gekrönt. In zehn Rennen schauten lediglich zwei neunte Plätze heraus. De Silvestro wanderte danach nach Australien aus und fuhr dort drei Jahre einen Nissan in der V8 Supercars Series. Bestes Ergebnis: ein siebter Platz in Auckland 2019.

2020 wartet nun also eine weitere Herausforderung auf De Silvestro. Viel Erfahrung kann Simona im GT-Sport nicht ausweisen. Immerhin: 2019 wechselte sie sich in einem reinen Frauenteam bei den 24h von Daytona auf einem Honda NXS GT3 ab.

Los geht die Saison für die Schweizerin am 24.-26. April in Oschersleben.

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05.12.2019 Ho, ho, ho – unsere neue Webpage ist da!
Header Santa News Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die neue Webpage von Auto Sport Schweiz

«Tief us em Wald chunt dr Samichlaus z ritte,
Was het er unterm Arm? Unsri neui Websitte.
Statt Nüssli, Mandarinli, Läbkuche und Bire,
chömme mir vo Auto Sport Schwiiz mit me neue Look hinte füre.»

Um ehrlich zu sein: Es war nicht der Samichlaus, der uns unsere neue Webpage gebracht hat. Aber das Datum, an dem wir unsere neue Seite scharf gestellt haben, ist nun mal der 6. Dezember. Mehr als ein Jahr haben wir am neuen Look getüftelt. Jetzt ist die Katze aus dem Sack, womit wir wieder beim Thema Chlaus wären…

Der Look unserer neuen Website: klar und aufgeräumt. Wir haben uns hier an den Trends modernster Weboptik orientiert. Neben dem Facelift, ist die neue Website auf dem neuesten Technikstand. Wir haben Wert auf intelligente Benutzerführung, hohe Qualität hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit, Browserkompatibilität und Ladegeschwindigkeit gelegt.

Wichtig war uns ausserdem die Gestaltung der Website im so genannten «Responsive Webdesign». Das bedeutet, dass sich die neue Website den Bildschirmdarstellungen und -auflösungen automatisch anpasst – egal ob man am PC sitzt, das Smartphone oder das Tablet unterwegs benutzt.

Auch nach dem relaunch geht die Arbeit für uns weiter. In den kommenden Monaten werden wir die Inhalte laufend optimieren, neue Features und Funktionen hinzufügen und Feedback einarbeiten.

Wir wünschen Ihnen viel Spass auf unserer Website und freuen uns auf Ihr Feedback!

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05.12.2019 Ballinari bei der Rallye-Show in Monza
Ivan Ballinari 1 c RK Photography Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ivan Ballinari: Am Wochenende steht der Schweizer Meister in Monza im Einsatz

Der Motorsport hat sich in die Winterpause verabschiedet. Abgesehen vom dritten Lauf zur Langstrecken-WM in Bahrain (mit Buemi, Rebellion und Cool Racing) ist kurz vor Weihnachten tote Hose. Doch einen Leckerbissen gibt es noch – mit Schweizer Beteiligung. Vom Freitag bis Sonntag findet in Monza die alljährliche Rallye-Show statt. Mit dabei: Schweizer Meister Ivan Ballinari.

Der Tessiner tritt mit Beifahrer Andrea Togni auf seinem Skoda Fabia gegen nicht weniger als 58 andere R5-Fahrzeuge an. Nicht am Start ist dieses Jahr Superstar Valentino Rossi. Zumindest ist er nicht auf der Startliste aufgeführt. Doch Ballinari darf sich auch sonst auf einige internationale Grössen freuen. So sind u.a. Andreas Mikkelsen (WM-4.), Dani Sordo (WM-8.), Craig Breen (WM-14.) und Niclas Grönholm (Sohn von Marcus Grönholm) am Start.

Neben Ballinari gehen mit Aron und Mirko Puricelli noch zwei weitere Tessiner an den Start. Mehr Informationen zur Monza Rally Show gibt es unter www.monzarallyshow.it

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03.12.2019 Niederhauser wird Audi-Werksfahrer
Niederhauser patric audi Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fährt einer rosigen Audi-Zukunft entgegen: Patric Niederhauser

Ja, ist denn schon Weihnachten? Für Patric Niederhauser offenbar schon. Nach dem Titelgewinn im ADAC GT Masters ist der Berner von Audi-Sport-customer-racing zum Werksfahrer ernannt worden. «Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung», sagt der 27-jährige «Nidi», dessen Karriere in diesem Jahr mit dem Titel in der «Liga der Supersportwagen» einen vorläufigen Höhepunkt nahm.

Niederhauser zählt also ab sofort zu einem Pool von Audi-Fahrern, die weltweit in das Kundenprogramm eingebunden werden. Im Klartext heisst das: Niederhauser steht Audi für Einsätze bei bedeutenden Rennen wie 24h Daytona, 24h Bathurst, 24h Nürburgring oder 24 Spa zur Verfügung. «Wo und wann ich zum Einsatz komme, steht noch nicht fest. Aber ich freue mich riesig über diese Chance. Darauf habe ich jahrelang hingearbeitet.»

Neben den Werkseinsätzen will Niederhauser natürlich auch 2020 wenn möglich eine komplette Meisterschaft absolvieren. «Gerne würde ich mit meinem Team HCB Rutronik Racing den Titel im ADAC GT Masters verteidigen», sagt Niederhauser. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

Nebst dem Status als Werksfahrer hat Niederhauser noch ein weiteres Plus. Während seine Kollegen wie Mattia Drudi, Christopher Haase, Pierre Kaffer, Christopher Mies, Frank Stippler, Dries Vanthoor, Frederic Vervisch, Markus Winkelhock und Mirko Bortolotti alle Platin- oder Gold-Status haben, bleibt Niederhauser auch 2020 ein Silber-Fahrer. Das macht ihn in der Zusammenstellung der Audi-Kundenteams besonders interessant.

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02.12.2019 Delétraz: Ziel verfehlt, Zukunft offen
Deletraz louis 2019 monaco Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
So knapp war es in Monaco zwischen Delétraz (links) und Hubert

Louis Delétraz gilt als die Schweizer Hoffnung im internationalen Rennsport. Der 22 Jahre junge Genfer hat vor einem Jahr bei Testfahrten für HaasF1 bereits Formel-1-Luft geschnuppert. Und im Dienst von Ferrari und Dallara absolvierte er in der vergangenen Saison rund 30 Tage im Simulator. Sein Vorsatz für dieses Jahr (im Meisterteam Carlin) war der Gewinn der Formel-2-Meisterschaft. Doch dieses Ziel hat Delétraz verpasst. Beim Finale in Abu Dhabi stiess er dank zwei Top-6-Ergebnissen noch auf den achten Schlussrang vor. Zu mehr reichte es nicht. F2-Meister Nyck de Vries sammelte 174 Punkte mehr. «Ich hatte in diesem Jahr zehn Nuller», erklärt Delétraz. «So kannst du unmöglich um den Titel kämpfen.»

Viele dieser Nuller gehen auf die Kappe des Teams oder des Veranstalters. Allein drei Mal fing die Elektronik Feuer – ein Defekt, für den der Hersteller und nicht das Team verantwortlich ist. Einmal streikte das DRS. Und einmal versagten die Bremsen. Unterm Strich hat Delétraz so rund 80 Punkte liegen gelassen. Ein Platz unter den Top 5 wäre möglich gewesen.

Für Delétraz war es die dritte Saison in der Formel 2. Rechnet man das Jahr in der Renault 3.5 (2016) dazu, lauert Louis bereits vier Jahre im Vorzimmer der Formel 1 auf seine Chance. Drei Mal schaffte er es dieses Jahr aufs Podest. Ganz oben ist er in der Formel 2 noch nie gestanden. Dem Sieg am nächsten kam Delétraz in Monaco. Im Sprintrennen fehlten ihm 0,059 Sekunden auf Sieger Anthoine Hubert, der wenige Monate später in Spa ums Leben kam. Auch in Silverstone sah Louis lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Doch dann musste er dem Briten Jack Aitken den Vortritt lassen. «Wenn alles gepasst hat, sind wir auf dem Podest oder zumindest in der Nähe des Podiums gestanden», sagt Delétraz. «Leider gab es zu viele Wochenenden, an denen etwas schief gelaufen ist.»

Wie es 2020 mit Delétraz weitergeht, ist noch unklar. Bei HaasF1 hat er noch immer einen Fuss in der Türe. Auch die Formel E und die Langstrecken-WM verfolgt Louis intensiv. Und ein viertes Jahr in der Formel 2 ist auch nicht ausgeschlossen. Weil die Formel 2 nächstes Jahr auf 18-Zoll-Reifen wechselt und der Formel 1 damit ein Jahr voraus ist, könnte Delétraz Erfahrungen sammeln, die für 2021 wertvoll sind.

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02.12.2019 Kalender der Rallye-Junior-Meisterschaft steht fest
Michellod jonathan gier 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jonathan Michellod: Junior-Rallye-Meister 2019

Der Kalender der Schweizer Junior-Rallye-Meisterschaft steht fest. Auf dem Programm stehen fünf Rallyes – dieselben wie in der Schweizer Rallye-Meisterschaft. Los geht es am 17./18. April mit dem Critérium Jurassien. Danach folgt die Rallye du Chablais (28.-30. Mai), ehe der Schweizer Rallye-Tross vom 19.-20. Juni bei der «Ticino» seine Zelte aufschlägt.

Neu im Kalender ist die Rallye du Mont-Blanc, die vom 3.-5. September stattfindet. Das Finale geht wie gewohnt Mitte Oktober mit der Rallye du Valais über die Bühne.

Zur Schweizer Rallye-Junior-Meisterschaft 2020 sind Fahrer zugelassen, die nach dem 1. Januar 1992 geboren wurden.

Auch in dieser Saison wurden fünf Läufe ausgetragen. Mit vier Siegen und einem zweiten Platz sicherte sich der Walliser Jonathan Michellod und sein Co-Pilot Stéphane Fellay den Titel.

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29.11.2019 Lizenzgesuch 2020

In den kommenden Tagen werden die Lizenzgesuche 2020 an Piloten verschickt, welche im Jahr 2019 im Besitz einer Lizenz waren. Dieser Versand erfolgt anhand der Angaben aus dem laufenden Jahr.

Für sämtliche Fragen zu den Neuerungen 2020 stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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25.11.2019 Meisterfeier 2019: Ehre, wem Ehre gebührt
Alle meister3 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alle Schweizer Meister 2019: Eric Berguerand, Stéphane Fellay, Jonathan Michellod, Andy Feigenwinter, Guisva Pagani, Ivan Ballinari, Martin Bürki und Rico Thomann

Auto Sport Schweiz hat am vergangenen Wochenende im ehrwürdigen Hotel Bellevue Palace in Bern die Schweizer Automobil-Meister und Pokalsieger ausgezeichnet.

Rund 150 geladene Gäste nahmen am vergangenen Freitagabend im ehrwürdigen Hotel Bellevue Palace in Bern an der Meisterfeier von Auto Sport Schweiz teil. In neun Kategorien wurden die Sieger der diesjährigen Automobil-Meisterschaften geehrt. Durch das abendfüllende Programm führte SRF-Sportmoderator Lukas Studer gemeinsam mit Brice Zufferey, Promotor der Junior-Rallye-SM und der Clio RT3 Alps Trophy.

Bis auf zwei Fahrer aus der Rallye-Fraktion waren alle Piloten aus den verschiedenen Meisterschaften (Rallye, Slalom, Berg) und auch aus den Pokalen (Berg-Pokal, Rallye-Pokal) zugegen. Sie durften vom Präsidenten der Nationalen Sportkommission (NSK), Andreas Michel, sowie von Miss Yokohama, Kylie Raymund, ihre Preise in Empfang nehmen.

Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Martin Bürki. Der Uetendorfer gewann zum siebten Mal (zum sechsten Mal in Serie!) die Schweizer Slalom-Meisterschaft. Ausserdem sicherte sich der bald 52-jährige Bürki im Schweizer Berg-Pokal Platz 2 hinter Philipp Krebs. Dieser freute sich riesig über seine Auszeichnung: «Noch nie zuvor hat ein Fahrer mit einem Cup-Fahrzeug diese Wertung gewinnen können», sagte Krebs. «Deshalb bedeutet mir dieser Titel besonders viel.» Auch Hanspeter Thöni (Zweiter im Slalom) und Christian Darani (Dritter) haben ihre Pokale mit Stolz entgegengenommen. Beide waren in der Schweizer Slalom-Meisterschaft noch nie so gut klassiert. Und Thöni meinte: «Es freut mich, dass ich beweisen konnte, dass man mit einem Kleinwagen noch gute Chancen hat.»

Bei der Rallye-Fraktion stach der Auftritt von Ivan Ballinari heraus. Der Rallye-Champion, der seinen Titel von 2018 erfolgreich verteidigte, wedelte stolz mit einer Flagge aus seinem Heimatkanton Tessin. Sein zweiter Titelgewinn stand schon lange vor dem Saisonende fest. Nichtsdestotrotz feierte «Bally» diesen ausgelassen. «Das Gefühl ist nicht dasselbe wie 2018. Der erste Titel war mit mehr Emotionen verbunden. Dieses Jahr sind wir mit weniger Druck in die Saison gestartet. Dennoch freut es mich natürlich, dass wir den Titel erneut ins Tessin geholt haben.»

Zum ersten Mal auf dem Podium in der Schweizer Rallye-Meisterschaft standen auch Jean-Marc Salomon und sein Co-Pilot David Comment. Die beiden hatten sich Platz 2 mit einer äusserst konstanten Saisonleistung verdient. Platz 3 ging an Michael Burri, dem Sohn von Valais-Sieger Olivier Burri. Ebenfalls zum ersten Mal auf dem Podest standen Christophe Parriaux/Bryan Villat. Die Jurassier belegten hinter Jonathan Michellod/Stéphane Fellay und Sacha Althaus/Lisiane Zbinden Platz 3 bei den Junioren. Die weiteren Sieger: Marc Valliccioni/Marie-Josée Cardi (Rallye Historiques) und Cédric Betschen/Mirjam Betschen (Schweizer Rallye-Pokal).

In der Schweizer Berg-Meisterschaft ging der Titel zum sechsten Mal an Eric Berguerand. Der Dominator der abgelaufenen Saison hat seinen ersten Titel 2005 geholt. Danach war er von 2013-2016 unantastbar. In seiner derzeitigen Verfassung wird es für die Konkurrenz 2020 schwierig werden, den Walliser vom Thron zu stossen. Bei der Siegerehrung in Bern warnte Berguerand aber: «Im Moment stehe ich ganz oben – das stimmt. Aber im Motorsport kann sich das Blatt schnell wenden. Deshalb geniesse ich den Moment und freue mich auf die nächste Saison.»

Hinter Berguerand holten sich Marcel Steiner und Robin Faustini ihre silbernen Kannen für die Plätze 2 und 3 ab. Während Steiner als mehrfacher Schweizer Meister das Gefühl bestens kennt, war es für den jungen Faustini eine Premiere. «Platz 3 war mein Saisonziel», meinte der Aargauer bescheiden. «Das habe ich erreicht.» Für die Fans des Schweizer Automobilsports ist der dritte Platz Faustini ein Versprechen für die Zukunft. Selbst Beguerand freute sich für den Podiumsneuling. «Es ist schön zu sehen, dass der Nachwuchs nicht ausstirbt», so der Champion.

Für eine Premiere sorgte auch die Familie Feigenwinter. Zum ersten Mal standen in der Berg-Meisterschaft Vater und Sohn gemeinsam auf dem Podium. Das hat es bisher nur in der Schweizer Rallye-Meisterschaft gegeben. «Mit meinem Sohn Raphi auf dem Podium zu stehen, macht mich stolz», sagte Andy Feigenwinter, dessen siegreicher Lotus Exige am Eingang zum Hotel Bellevue stand. Und Sohn Raphael ergänzte: «Für mich gibt es zwei Gründe, sich zu freuen: Zum einen, weil ich mit meinem Vater hier stehe; zum anderen, weil es vor mir noch kein Fahrer eines Zweiliter-Autos geschafft hat unter die Top 3 zu kommen.»

Freude herrschte auch bei den Berg-Junioren. Sieger Rico Thomann wurde von gleich drei Fahrern flankiert: Pascal Siegrist (2.) und die ex-aequo drittplatzierten Gianluca Forcella und Michael Müller.

Die Auszeichnung für den besten Fahrer international ging an Sébastien Buemi. Der Langstrecken-Weltmeister mit Toyota und Formel-E-Vizechampion (Nissan e-dams) hat den Auto Sport Schweiz Award nach 2007 und 2014 zum dritten Mal gewonnen.

Schweizer Berg-Pokal
1. Philipp Krebs, RCC/Renault Clio
2. Martin Bürki, IS/VW Polo
3. Stefan Schöpfer, IS/Audi 50

Schweizer Slalom-Meisterschaft
1. Martin Bürki, E1/VW Polo
2. Hanspeter Thöni, ISN/Peugeot 106
3. Christian Darani, E1/Fiat X1-9

Coupe Suisse des Rallyes Historiques VHC
1. Marc Valliccioni/Marie-Josée Cardi, J2/BMW M3
2. Alain Röthlisberger/Sarah Junod, I/Ford Escort
3. Eddy Bérard/Frédéric Rausis, J2/BMW M3

Schweizer Rallye-Pokal
1. Cédric Betschen/Mirjam Betschen, N/Renault Clio Ragnotti
2. Laurent Bérard/Charlène Greppin, A/Honda Civic Type R
3. Patrick Aubort/Bruno Dos Santos, N/Renault Clio

Schweizer Meisterschaft Rallye Junior
1. Jonathan Michellod/Stéphane Fellay, R2/Peugeot 208
2. Sacha Althaus/Lisiane Zbinden, R2/Peugeot 208
3. Christophe Parriaux/Bryan Villat, R2/Citroën C2

Schweizer Rallyemeisterschaft
1. Ivan Ballinari/Giusva Pagani, R5/Skoda Fabia
2. Jean-Marc Salomon/David Comment, R5/Ford Fiesta
3. Michael Burri/Anderson Levratti, R5/Skoda Fabia

Schweizermeisterschaft Berg Junior
1. Rico Thomann, SS/Toyota GT86 Race
2. Pascal Siegrist, SS/Toyota GT86 Race
3. Gianluca Forcella, SS/Toyota GT86 Race
3. Michael Müller, SS/Toyota GT86 Race

Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen
1. Andy Feigenwinter, SSC/Lotus Exige
2. Roger Schnellmann, E1/Mitsubishi Lancer
3. Raphael Feigenwinter, SS/Honda Integra

Schweizer Bergmeisterschaft der Rennsportwagen
1. Eric Berguerand, E2-SS/Lola FA99
2. Marcel Steiner, E2-SC/LobArt LA01
3. Robin Faustini, E2-SS/Reynard K01

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22.11.2019 Auto Sport Award 2019 geht an Sébastien Buemi
Buemi sebastien 2019 award Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Buemi hat zum dritten Mal den ASS-Award gewonnen

Grosse Ehre für Sébastien Buemi. Der 31-jährige Westschweizer hat zum dritten Mal (nach 2007 und 2014) im Rahmen des «Dinner des Champions», der offiziellen Meisterfeier, den begehrten Auto Sport Award erhalten.

Die Automobilsportbehörde ASS und ihre Nationale Sportkommission NSK würdigen mit dem Auto Sport Award jedes Jahr besondere Verdienste um den Schweizer Motorsport. Buemi hat mit dem erneuten Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft und seinem Sieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans die Jury überzeugt.

«Es ist mir eine Ehre, dass ich diese Auszeichnung bereits zum dritten Mal kriege», sagt Buemi. «Sie bedeutet mir sehr viel, weil es der wichtigste Preis ist, den es in der Schweiz gibt. Ich hätte die Auszeichnung gerne persönlich in Bern entgegengenommen. Aber leider bin ich durch den Saisonauftakt der Formel E verhindert.»

Buemi hat mit seinen Teamkollegen Fernando Alonso und Kazuki Nakajima 2018/2019 fünf von acht Rennen zur Langstrecken-Weltmeisterschaft auf seinem Toyota TS050 Hybrid gewonnen – darunter eben auch die 24h von Le Mans. Mit zwei weiteren zweiten Plätzen sicherte sich das Trio souverän den Titel. Für Buemi war das nach 2014 bereits der zweite Titel im World Endurance Championship (WEC).

Buemi fuhr bereits 1994 im Alter von sechs Jahren erste Kartrennen. Sein grösster Erfolg im Kartsport war 2002 die europäische Vizemeisterschaft der Kartjunioren in der ICA-Klasse. 2004 wechselte er in den Formelsport und trat zunächst in der deutschen Formel BMW an. 2006 wechselte Sébastien in die Formel-3-Euroserie; im Jahr darauf dann in die GP2. 2008 wurde er dort Meisterschaftssechster mit zwei Siegen. Der Lohn für die gute Arbeit war ein Testfahrervertrag bei Red Bull in der Formel 1.

2009 erhielt Buemi ein Formel-1-Cockpit bei der Scuderia Toro Rosso, dem Schwesterteam von Red Bull. Er wurde damit zum ersten Schweizer seit Jean-Denis Délétraz 1995, der einen Formel-1-Grand-Prix bestritt. Bereits bei seinem ersten Grand Prix in Australien gelang es Buemi, als Siebter zwei Punkte zu holen.

Drei Jahre fuhr Buemi für Toro Rosso, dann wechselte er zu Toyota in die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Sieben Jahre hat er dort bereits verbracht, 16 Siege eingefahren. 2018 und 2019 gewann er jeweils die 24 Stunden von Le Mans. Parallel setzt Buemi seit der Geburtsstunde der Formel E auf die Elektroserie. 13 Siege, ein Titel (2015/2016) und drei Vize-Meisterschaften sind dort eine beeindruckende Bilanz.

Die Award-Gewinner im Überblick

2007 Sébastien Buemi und Ulrich Giezendanner
2008 A1 Team Switzerland
2009 Fabio Leimer
2010 Peter Sauber
2011 Marcel Fässler
2012 (Keine Vergabe)
2013 Fabio Leimer
2014 Sébastien Buemi
2015 Stefano Comini
2016 Neel Jani
2017 Paul Gutjahr und Daniel Fausel
2018 Mario Illien
2019 Sébastien Buemi

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21.11.2019 Porsche und Jani am Anfang nur mit Aussenseiterchancen?
Jani neel 2019 valencia Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Mit Porsche in der Formel E: Neel Jani

Neel Jani ist der vierte Schweizer, der in der Formel E an den Start geht. Streng genommen ist er kein Neuling. 2017 hat der Seeländer für Dragon Racing den Doubleheader in Hong Kong bestritten. Doch die Zusammenarbeit hielt nicht lange. Jani und die Dragon-Führung hatten unterschiedliche Ansichten. Der damals schon im Dienste von Porsche stehende Jani verliess das Team nach nur einem Rennen.

Nun kehrt der Le-Mans-Sieger von 2016 in die Formel E zurück. Als Werksfahrer von Porsche. Ein leichtes Unterfangen wird das nicht. Die Ansprüche sind hoch. Auch wenn man teamintern versucht, den Ball flach zu halten. Doch Porsche fährt nicht mit, um Zweiter zu werden.

Dass man anfangs kleinere Brötchen backen muss, das haben die Testfahrten gezeigt. Porsche mit Jani und dem Formel-E-erfahrenen André Lotterer waren durchs Band im hinteren Mittelfeld anzutreffen. «Vom Resultat her haben wir das so nicht geplant», sagt Jani. «Aber Porsche ist neu dabei. Und die anderen Teams haben viel mehr Erfahrung. So gesehen ist das, was beim Test herausgekommen ist, nicht verwunderlich.»

Nicht im Plan waren die beiden Unfälle der Neulinge. Jani deformierte am ersten Tag den Gen2-Wagen der Zuffenhausener, Lotterer crashte am zweiten Testtag. Dennoch, so Jani, habe man viele Daten sammeln können. «Wir haben viele Fragen beantworten können. Am meisten Potenzial steckt vermutlich noch in der Software.»

Jani und Lotterer kennen sich bestens. Die beiden sind die vergangenen drei Jahre gemeinsam in Le Mans an den Start gegangen. Und auch sonst ist man sich schon des Öfteren über den Weg gelaufen. «Die Chemie passt», meinen beide unisono, wobei Jani womöglich mehr von Lotterer profitieren könnte als umgekehrt. «Es ist natürlich ein Vorteil von uns, dass wir einen wie André im Team haben. Er ist die letzten zwei Jahre an der Seite von Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne gefahren. Da hat er natürlich viel Erfahrung gesammelt.»

Ein konkretes Saisonziel hat Jani nicht. Ankommen, lernen und regelmässig punkten wird am Anfang die Devise lauten. Doch der olympische Gedanke allein wird nicht ausreichen. Dafür steht für Porsche zu viel auf dem Spiel. Mit Mercedes, BMW und Audi sind alle anderen deutschen Premiummarken in der Elektroserie vertreten. Porsche hat von allen am wenigsten Erfahrung. «Wir hatten 15 Testtage. Wo wir stehen, werden wir am Freitag nach dem ersten Rennen in Riad sehen», sagt Jani.

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21.11.2019 Gaillard gewinnt Young Driver Challenge
Gaillard karen 2019 ydc Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Siegerin der Young Driver Challenge 2019: Karen Gaillard

Karen Gaillard heisst die Siegerin der diesjährigen Ausgabe des Nachwuchsförderprogramms «AutoScout24 und CUPRA Young Driver Challenge». Die 18-jährige Freiburgerin überzeugt die Jury mit den Coaches Fredy Barth und Nico Müller und kommt dadurch ihrem Traum einer Rennfahrkarriere näher. «Ich bin überwältigt», so Gaillard, die in diesem Jahr in der Schweizer Kartmeisterschaft (Kategorie X30) gefahren ist. «Seit Jahren träume ich von einer Profikarriere im Autorennsport. Dieser Sieg und die Unterstützung der Sponsoren bringen mich diesem Ziel einiges näher.»

«Mein grosses Ziel ist es, irgendwann vom Sport leben zu können», sagte Gaillard bereits in einem Interview in den nationalen Ausscheidungen der Challenge im Mai. Ein hochgestecktes Ziel, das Mut, Willensstärke und Durchhaltewillen fordert. Drei Charaktereigenschaften, die die junge Frau gemäss dem Juror und ehemaligen Rennfahrer, Fredy Barth, mit sich bringt: «Karen ist sehr zielstrebig und hat in den letzten Monaten eine starke Entwicklung durchgemacht. Einerseits hat sie dies in ihrer fahrerischen Leistung bewiesen, in dem sie sich konstant gesteigert und die Tipps des Teams sowie der Coaches stets umsetzen konnte. Andererseits hat Karen sich auch persönlich stark weiterentwickelt und ist reifer geworden.»

Die Juroren der «AutoScout24 und CUPRA Young Driver Challenge» hatten den direkten Vergleich zum Vorjahr. Denn für Gaillard war es nicht die erste Teilnahme an der Challenge. Bereits im letzten Jahr stelle sie sich der Konkurrenz. Damals endete ihre Reise in der Top 10. Ein Rückschlag für Karen: «Ich war enttäuscht, aber in solchen Momenten muss man die Motivation aufrechterhalten, um stärker zurück zu kommen. Heute bin ich mir bewusst, dass ich stärker geworden bin und dass sich diese neue Teilnahme wirklich gelohnt hat.»

Gaillard setzte sich im Finale gegen Mario Anderegg aus Wald ZH und James Bischof aus Staad SG durch. Barth fand auch für die beiden lobende Worte: «Auch wenn Mario und James nicht mit dem Sieg nach Hause fahren, so haben sie gezeigt, dass sie gute Motorsportler sind, indem sie sich gegen über 1000 Teilnehmer durchgesetzt haben.»

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19.11.2019 Mortara: Durchbruch dank Mercedes-Power?
Mortara edoardo 2019 valencia Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Edoardo Mortara: Dank Mercedes-Power regelmässig in den Punkten?

Edoardo Mortara ist nach Sébastien Buemi der Schweizer Formel-E-Fahrer mit der grössten Erfahrung. Der Genfer ist seit 2017 fester Bestandteil im Team Venturi und hat in der abgelaufenen Saison in Hong Kong den ersten Sieg für die Monegassen geholt. Mit 52 Punkten belegte «Edo» Platz 14 in der Gesamtwertung. «Das ist verbesserungsfähig», weiss Mortara. Immerhin: Seinen hoch gelobten Teamkollegen, den ehemaligen Formel-1-Piloten Felipe Massa, hatte er über weite Strecken im Griff.

Für die bevorstehende Saison plant Venturi grössere Brötchen zu backen. Eine Partnerschaft mit dem Team Mercedes-Benz EQ soll dabei helfen. Das Ausmass des technischen Austausches ist enorm. Venturi hat sowohl den Antriebsstrang des deutschen Automobilriesen als auch das Kühlsystem, den hinteren Rahmen, die Hinterradaufhängung, die Dämpfer, die Software, die Bordelektronik und die Kabelbäume übernommen.

Doch damit nicht genug. Mortara war bei der Entwicklung des Silver Arrow 01 von Mercedes aktiv eingebunden. Die dort gewonnen Erkenntnisse werden Mortara auch bei Venturi helfen, seine Leistungen zu optimieren. Mit der Erfahrung von Venturi, das seit der Geburtsstunde der Formel E an Bord ist, würde es nicht wundern, wenn die Mannschaft um Teamchefin Susie Wolff zumindest am Anfang besser abschneidet als das Werksteam von Mercedes.

Die offiziellen Tests in Valencia haben diesen Eindruck jedenfalls bestätigt. Mortara und Massa hielten sich von den Zeiten her stets im Mittelfeld auf, während die Mercedes-Werkscrew (ähnlich wie Porsche) zu den Nachzüglern zählte. «Wir haben in Valencia vieles ausprobiert», sagt Mortara. «Und wir haben immer noch sehr viel Arbeit vor uns. Aber ich war mit dem Erreichten zufrieden. Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert.»

Ein grosses Plus ist Mortaras Erfahrung als Strassenkurs-Spezialist. Sechs Mal hat er schon in Macau triumphiert. Und auch am Norisring war Mortara in der DTM und der Formel 3 siegreich. Höchste Zeit also für den Durchbruch in der Formel E.

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18.11.2019 Wer fährt wo und wann 2020?
Rallye mont blanc Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nach 2016 wieder im Kalender: Die Rallye Mont-Blanc

Die Kalender für die Schweizer Meisterschaften 2020 stehen fest. Hier die Termine im Überblick.

Kalender Bergrennen
21. Juni, Hemberg (SG)
28. Juni, Reitnau (AG)
12. Juli, Massongex (VS)
26. Juli, Ayent-Anzère (VS)
16. August, Les Rangiers (JU)
30. August, Oberhallau (SH)
13. September, Gurnigel (BE)
20. September, Les Paccots (FR)

Kalender Slalom
5. April, Interlaken (BE)
26. April, Frauenfeld (TG)
17. Mai, Bière (VD)
24. Mai, Bure (JU)
21. Juni, Romont (FR)
28. Juni, Chamblon (VD)
27. September, Drognens (FR)
11. Oktober, Ambri (TI)

Kalender Rallye
17./18. April, Critérium Jurassien (JU)
28.-30. Mai, Rallye du Chablais (VD/VS)
19./20. Juni, Rallye Ronde del Ticino (TI)
3.-5. September, Rallye Mont-Blanc (Frankreich)
15.-17. Oktober, Rallye International du Valais (VS)

Kalender Karting
05. April, 7-Laghi (Italien)
10. Mai, Mirecourt (Frankreich)
7. Juni, Levier (Frankreich)
28. Juni, Château Gaillard (Frankreich)
23. August, 7-Laghi (Italien)
12. September, Wohlen (AG)

Bei den beiden Läufen in Italien ist die Genehmigung durch ACI/CSAI (italienischer Automobilclub) noch ausstehend. Auf einen Lauf in Lignières wird im kommenden Jahr aus Kostengründen verzichtet.

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18.11.2019 Lust und Frust in Übersee
Autorama austin 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jubel in Texas: Noch ein Titel für die Mannschaft von Autorama Wetzikon

Fernab von der Schweiz haben am Wochenende einige Schweizer Teams und Rennfahrer im Einsatz gestanden. Grund zum Jubeln hatten dabei nicht alle. Einer von ihnen war Edoardo Mortara. Der Genfer peilte in Macau einen weiteren Sieg an, musste seine Chancen aber bereits im Quali-Rennen begraben. Völlig unverschuldet wurde Mortara vom Deutschen Maro Engel aus dem Rennen gerissen. Im Hauptrennen startete Mortara von Position 14 und arbeitete sich trotz einer Safety-Car-Phase noch auf Rang 6 vor. «Natürlich bin ich sehr enttäuscht», sagte Mortara, der in der ehemaligen portugiesischen Kronkolonie schon sechs Siege (vier bei den Tourenwagen, zwei in der Formel 3) feiern durfte. «Dass es überhaupt noch zu Rang 6 reichte, grenzt an ein kleines Wunder.»

Der Sieg beim FIA GT World Cup ging an Raffaele Marciello. Der gebürtige Zürcher, der im Tessin lebt, aber unter italienischer Flagge fährt, gewann nach dem Quali- auch das Hauptrennen.

Kein Glück in der Spielerstadt hatte auch Alexandre Imperatori. Der in Shanghai wohnhafte Fribourger hatte sich mit Platz 6 im Quali-Rennen eine gute Ausgangslage geschaffen. Doch als es dann um alles oder nichts ging, wurde auch er von einem Kontrahenten abgeschossen.

Dasselbe Schicksal ereilte auch Jenzer-Pilot Arjun Maini in der Formel 3. Der Inder im Team von Andreas Jenzer war von Startplatz 8 gestartete und hatte sich schon auf Position 6 eingenistet, als er in der ersten Kurve umgedreht wurde. Für die beiden anderen Jenzer-Fahrer endete das Debüt des Schweizer Rennstalls in Macau auf den Rängen 19 (Hon Chio Leong) und 20 (Andreas Estner). Der Sieg ging überraschend an den Niederländer Richard Verschoor.

Mehr Grund zum Jubeln hatte die Autorama-Mannschaft beim 24h von Austin/Texas. Jérôme Ogay, Yannick Mettler, Constantin Kletzer, Roberto Ferri und Alberto Vescovi fuhren dank Rang 3 auf dem Circuit of the Americas nach dem Gewinn des europäischen Titels auch den Teamtitel in der TCE-Gesamtwertung der 24H SERIES Continents ein.

Gejubelt wurde auch in Brasilien. Der ehemaligen Sauber-Mannschaft gelang mit den Plätzen 4 (Kimi Räikkönen) und 5 (Antonio Giovinazzi) das beste Saisonergebnis. Die Alfa-Truppe um Teamchef Fred Vasseur hat damit ein Rennen vor Saisonende den achten WM-Rang gefestigt. Gelingt den Hinwilern beim Finale in Abu Dhabi nochmals ein solcher Exploit, ist sogar noch WM-Position 7 (zurzeit 10 Punkte Rückstand) machbar.

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17.11.2019 Müller: Mehr als ein Geheimtipp
Mueller nico 2019 valencia Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Nico Müller fährt in der Formel E für Dragon Racing

Nico Müller hat schon seit geraumer Zeit mit der Formel E spekuliert. Als Test- und Ersatzfahrer der Ingolstädter stand er die letzten zwei Jahre Gewehr bei Fuss. Zu einem Einsatz ist er nicht gekommen. Auch nicht dieses Jahr in Bern – bei seinem Heimrennen. Die Aussichten, bei Audi zu unterkommen haben auch für die sechste Saison, die am kommenden Freitag in Saudi-Arabien beginnt, nicht besser ausgesehen. Der Brasilianer Lucas di Grassi sitzt fest im Sattel. Dasselbe gilt für Daniel Abt, Sohn von Teamchef Hans-Jürgen Abt. Aus diesem Grund hat sich Müller anderweitig umgeschaut. Und hat bei Dragon Racing ein freies Cockpit ergattert. Audi hat ihm dafür die Freigabe gegeben.

Rennerfahrung hat Müller in der Formel E noch keine. Deshalb gibt er auch offen zu, dass er schon ein wenig nervös ist im Hinblick auf das erste Rennen in Riad. «Ich fahre seit sechs Jahren DTM», erzählt Müller. «Da weisst du inzwischen, worauf es ankommt. In der Formel E bin ich ein Rookie, der noch viel lernen muss.»

Dennoch stehen die Chancen für Müller ganz gut. Obwohl Dragon keinen eigentlichen Hersteller im Rücken hat, ist Leidenschaft in Hülle und Fülle vorhanden. Das Team gehört Jay Penske, dem Sohn der US-Rennsportlegende Roger Penske. Und der hat bisher in jeder Serie, in der er angetreten ist, gewonnen. Bei den offiziellen Tests in Valencia hat Müller schon einmal eine Duftmarke gesetzt. Nach drei Tagen war der Berner Oberländer Drittschnellster. Nur Pascal Wehrlein und Müllers Vorgänger bei Dragon, Maximilian Günther, waren schneller. «Die Tests liefen besser als erwartet», sagt der DTM-Vizemeister. «Unsere Basis scheint sehr gut zu sein. Das grösste Potenzial sehe ich in der Software. Und im Feintuning. Weil das Feld so eng beisammen liegt, sind es die Details, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden.»

Was Müller und Dragon besonders zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass man bei den Tests den Schwerpunkt nicht aufs Qualifying gelegt hat. Dazu kommt, dass Müller in «Elektro-Kreisen» hoch gehandelt wird. Der Audianer soll ein besonderes Gespür für die nicht einfach zu fahrenden Boliden haben. Seine Saisonprognose klingt jedenfalls vielversprechend: «Wir hatten vor dem Test in Valencia viele Fragen. Und wir haben auf all diese Fragen Antworten gefunden.»

Im internen Berner Duell mit Neel Jani, der für Porsche antritt, scheint Müller zum Saisonstart besser gerüstet. Ob das so bleibt, wird man sehen. Witzig ist: Jani hat bei Dragon vor zwei Jahren sein Formel-E-Debüt gegeben – und nach nur einem Rennen den Bettel hingeschmissen…

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15.11.2019 Buemi ist heiss auf den Titel
Buemi sebastien 2019 nissan Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sébastien Buemi: Einer von vier Schweizern in der Formel E

Heute in einer Woche beginnt in Saudi-Arabien die sechste Saison der Formel E. Ein Rennen in der Schweiz ist nicht im Kalender. Dafür stehen mit Sébastien Buemi, Edoardo Mortara, Neel Jani und Nico Müller gleich vier Eidgenossen am Start. Auto Sport Schweiz stellt Ihnen das Quartett jeweils einzeln vor. Den Anfang macht Formel-E-König Buemi.

Der 31-jährige Romand ist der erfolgreichste Formel-E-Pilot. 2016 sicherte er sich den Titel. 2015, 2017 und 2019 wurde er jeweils Vize-Meister. Auch bei den Siegen (13) und den Pole-Positions (14) liegt der zweifache Familienvater aus Aigle ganz vorne. Auch in diesem Jahr zählt Buemi zum Kreis der Favoriten. Sein Team Nissan e.dams hat eine schwere Saison hinter sich. Der Tod von Firmenchef Jean-Paul Driot ist nicht spurlos vorbeigegangen, auch wenn Driot in der vergangenen Saison nicht mehr so aktiv ins Tagesgeschäft eingebunden war wie zu Beginn der Formel E.

Auch hat Buemis Team im vergangenen Jahr immer wieder mit Anfeindungen leben müssen. Nissan verwendete zuletzt einen so genannten Twin-Motor. Dieser war den anderen Teams ein Dorn im Auge. Auf dem Papier war Buemis Team regelkonform unterwegs. Sein Auto wurde wie alle anderen im August 2018 homologiert. Stein des Anstosses bildete die unklare Nutzung der beiden MGU-Einheiten. Per Technischem Reglement darf die MGU nur zur Umwandlung, nicht aber zur Speicherung der Energie genutzt werden. Bei Nissan jedoch soll genau das passiert sein.

Am Ende sprach sich die FIA gegen den Twin-Motor aus. Nissan musste auf diese Saison also wieder umrüsten. Wie gross dieser Nachteil ist, wird sich zeigen. Aber mit Buemis Erfahrung und dessen Ehrgeiz wird sich Nissan sehr rasch wieder vorne etablieren. Als Zeichen eines «Neuanfangs» hat Nissan kurz nach den offiziellen Tests in Valencia Gen2-Wagen in einem neuen rot-schwarz-weissen Kleid präsentiert, das von oben betrachtet wie ein Kimono ausschaut.

Buemi, der im letzten Rennen der Saison (in New York) noch auf Platz 2 in der Meisterschaft vorgefahren war, freut sich auf jeden Fall nicht nur auf die neue Saison. Der Mann, der gleichzeitig für Toyota in der Sportwagen-WM fährt und für Red Bull in den vergangenen Jahren stets eine grosse Hilfe im Simulator war, ist heiss auf den Auftakt in der Wüste. «Es war grossartig, im vergangenen Jahr noch in letzter Sekunde den Platz als zweitbestes Team einzunehmen», sagt Buemi. «In diesem Jahr geht es uns aber ganz klar darum, um die Meisterschaft zu kämpfen.»

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13.11.2019 Olivier Burri zum 22. Mal bei der «Monte»
Burri Olivier 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fährt zum 22. Mal die Rallye Monte Carlo: Olivier Burri

Mit der Rallye International du Valais hat er abgeschlossen. Doch das hindert Olivier Burri nicht daran, seinen Fokus auf andere Rallyes zu legen. Eine davon ist die Rallye Monte Carlo. Diese wird Burri vom 20. Bis 26. Januar 2020 zum 22. Mal absolvieren. Das hat er gegenüber swissrally.ch verraten.

Doch was reizt Burri an der wohl legendärsten Rallye aller Zeiten? «Die Komplexität der Prüfungen», so der Jurassier gegenüber swissrally.ch. «Es ist immer noch die Rallye, die einem von der Herangehensweise am meisten abverlangt. Oft kommt man in Situationen, die man nicht vorhersieht. Es erfordert strategisches und analytisches Denken. Das macht den Reiz aus.»

Burri wird bei seiner 22. «Monte» nicht wie zuletzt auf einen Skoda Fabia setzen. Der Sieger der «Valais» fährt einen VW Polo R5. «Unter bestimmten Bedingungen ist der Polo das beste Auto. Es hat das beste Chassis, vorausgesetzt, es ist richtig eingestellt, aber nicht unbedingt den besten Motor, auch wenn dieser sehr leistungsstark ist. Der Unterschied liegt im Fahrwerk. Und dieses ist ideal für die Rallye Monte Carlo.»

Burri hat bei seinen bisher 20 Einsätzen bei der Rallye Monte Carlo 16 Mal die Zielflagge gesehen. Seine besten Ergebnisse waren zwei siebte Gesamtplätze 1993 und 1997. Auch 2009 war er Siebter; da hatte die Rallye Monte Carlo aber nur IRC- und nicht WM-Status. Insgesamt klassierte sich der viermalige Schweizer Rallye-Meister schon sechs Mal in den Top Ten der «Monte». Zur Vorbereitung wird der 56-Jährige aus Belprahon vom 13.-15. Dezember die Rallye du Devoluy (in der Nähe von Gap/F) bestreiten.

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11.11.2019 Thomann: «Ich habe mich nicht als Favorit gesehen»
Thomann Rico 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rico Thomann: Schweizer Junioren-Berg-Meister 2019

Teil 7 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Er war einst Zürcher Kantonalmeister im Armbrust schiessen. In diesem Jahr hat er wieder ins Schwarze getroffen: Rico Thomann wurde Schweizer Junioren-Bergmeister.

Seine zwei Vorgänger haben die Berg-Junioren-Meisterschaft ohne Verlustpunkte absolviert. Das ist Rico Thomann in dieser Saison nicht gelungen. Beim Finale in Les Paccots musste sich der Winterthurer mit Rang 3 begnügen. Trotzdem hat auch Thomann wie seine Vorgänger Thomas Schmid (2018) und Rolf Reding (2017) der Junioren-Meisterschaft den Stempel aufgedrückt. Drei von vier Rennen hat er gewonnen. Besonders beeindruckend war seine Leistung in Oberhallau. Dort fiel er nach einem Verbremser im zweiten Lauf auf den fünften Zwischenrang zurück und hatte nur noch einen Durchgang, um die Hackordnung wiederherzustellen. Doch der dritte Schuss des ehemaligen Armbrust-Champions sass. Thomann gewann und reiste mit dem Punktemaximum zum Finale nach Châtel-St.Denis.

Dort liess es Thomann nicht wie gewohnt fliegen. Zum einen war es die Strecke, die er am schlechtesten kannte. Zum anderen baute der gelernte Zimmermann eine Sicherheitsmarge ein. «Ich brauchte im letzten Rennen noch ein zählendes Ergebnis. Hätte ich im Training einen Unfall gebaut, und ich hätte danach nicht starten können, hätte ich zu wenig Punkte gehabt. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Deshalb habe ich schon in den Trainings langsamer gemacht und bin nicht ans Limit gegangen.»

Platz 3 reichte dennoch locker, um die Junioren-Meisterschaft mit zehn Punkten Vorsprung auf Pascal Siegrist zu gewinnen. Für Thomann ein Erfolg, mit dem er nicht unbedingt gerechnet hatte. «Die Leistungsdichte war dieses Jahr sehr hoch. Ich habe mich am Anfang der Saison nicht als Favorit gesehen. Erst nach dem Sieg in Oberhallau wurde mir klar, dass ich den Titel holen kann.»

Thomann war bei der Sichtung der «Swiss Race Academy» im Januar zum ersten Mal dabei. Die letzten zwei Jahre habe er die Entwicklung der Junioren-Bergmeisterschaft verfolgt. «Und weil ich von diesem Projekt überzogen war, habe ich mich dieses Jahr auch angemeldet.» Sechs weitere Bewerber haben sich ebenfalls beim Drivingcenter Seelisberg für die Saison 2019 qualifiziert. Doch keiner konnte Thomann das Wasser reichen.

Die Begeisterung für den Rennsport, insbesondere für Bergrennen, hat der Mittzwanziger, der die Nordschleife als seine Lieblingsstrecke bezeichnet, von klein auf mitbekommen. «Früher bin ich mit meinen Eltern auch noch zu Rundstreckenrennen nach Hockenheim oder Dijon gefahren.» Mit der Zeit konzentrierte er sich auf Bergrennen. Vor allem der zur Europameisterschaft zählende Lauf in Les Rangiers hatte es Thomann angetan.

Zum Automobilrennsport kam der am 11. November 26 Jahre alt werdende Zürcher wie die meisten über den Kartsport. Allerdings stand der «Plausch» im Vordergrund. «Mein Vater hatte einen Go-Kart. Und irgendwann stand auch unterm Christbaum auch einer für mich. Wir sind danach drei, vier Mal pro Jahr trainieren gegangen. Mit dem selber verdienten Geld aus der Lehre habe ich dann einen Schaltkart gekauft. Und mit dem wollte ich irgendwann wissen, wie es ist, wenn man Rennen fährt.»

Thomann trat in der Vega Trofeo an – und sicherte sich an seinem ersten Rennwochenende auf Anhieb den ersten Sieg. Im Vorjahr entschied er sich dann, eine komplette Saison zu fahren. Rang 5 war das erklärte Ziel. Platz 6 kam am Ende heraus. «Zwei Punkte haben gefehlt», sagt Rico. «Aber ich war mit dem Erreichten zufrieden.»

Dennoch fing er an zu rechnen. Dabei wurde ihm rasch klar, dass er mit dem Geld, das er in den Kartsport investiert, auch Bergrennen fahren kann. Doch es waren am Ende nicht nur die finanziellen Beweggründe, die Thomann veranlassten von der Rundstrecke an den Berg zu wechseln, es war die langjährige Faszination, die ihn zu diesem Schritt bewogen hat. «Auf der Rundstrecke kommst du zig Mal an derselben Stelle vorbei. Wenn du einen Fehler machst, kannst du ihn in der Runde danach wieder ausbügeln. Am Berg muss alles passen. Du musst dich konzentrieren wie vor einem Skirennen. Das fasziniert mich.»

Ob er die Faszination 2020 weiter ausleben kann, steht noch in den Sternen. Beschränkte Mittel und eine in Aussicht stehende Weiterbildung werden sein Programm im nächsten Jahr mit grosser Wahrscheinlichkeit einschränken. Doch Thomann gibt nicht auf. «Diese Saison hat so viel Spass gemacht. Es wäre schade, wenn es nicht irgendwie weitergehen könnte.»

Rico Thomann
Titel: Schweizer Junioren-Bergmeister
Alter: 25
Herkunft: Rikon im Tösstal (ZH)
Fahrzeug: Toyota GT86


2014 1. Rennen (Slalom Frauenfeld auf Suzuki Swift)
2015 Kart (Vega Trophy)
2016 Kart (KZ2, Meister Kartclub Seeland)
2017 Kart (KZ2, 12. Gesamtrang Vega Trophy)
2018 Kart (KZ2, 6. Gesamtrang Vega Trophy)
2019 Junioren-Bergmeister auf Toyota GT86

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11.11.2019 Rebellion schlägt Buemi & Co.
Rebellion shanghai 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rebellion feierte in China den ersten «echten» Sieg in der WEC

Beim dritten Lauf zur Langstrecken-WM in Shanghai jubelte ausnahmsweise nicht Toyota. Der Sieg beim 4-Stunden-Rennen ging an Rebellion Racing. Nach einem geerbten Sieg in Silverstone im vergangenen Jahr sicherte sich die Schweizer Mannschaft rund um Alexandre Pesci und Bart Hayden ersten WEC-Erfolg aus eigener Kraft. Die durch das Handicap-System geschwächten Toyota mussten sich mit den Plätzen 2 (Sébastien Buemi) und 3 begnügen und kassierten damit die erste Niederlage auf der Strecke seit Austin 2017.

Das Rebellion-Trio bestehend aus Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato war schon im Qualifying der Klassenprimus. Im Rennen fiel der Polesetter zuerst zurück. Doch ab Rennhälfte übernahm Rebellion das Zepter und feierte den ersten «echten» Sieg überschwänglich.

«Das ist ein historischer Triumph für Rebellion Racing», sagt Teamchef Pesci. «Ein grosses Dankeschön an Toyota, das uns dazu gedrängt hat, uns ständig zu übertreffen, um mithalten zu können. Trotz eines nicht optimalen Starts aufgrund eines Reifenproblems ist das Rennen danach für uns perfekt verlaufen. Ein grosses Kompliment an das ganze Team!»

Der amtierende Weltmeister Sébastien Buemi äusserte sich in Shanghai kritisch zum neuen Reglement. Nach einem Rückstand von 2,74 Sekunden auf das Rebellion-Auto im Qualifying meinte der Mann aus Aigle: «Mit dem Ballast an Bord tue ich mich manchmal sogar schwer, GT-Fahrzeuge zu überholen.» Immerhin: Buemi hat mit Platz 2 in Shanghai die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Nach drei von acht Rennen liegt Séb und seine Teamkollegen Kazuki Nakajima und Brendon Hartley mit 62 Punkten vor dem Toyota mit der Startnummer 7 (59 Zähler). Auf Platz 3 folgt das Team Rebellion mit 43 Punkten.

Kein Glück hatte in China das Team Cool Racing in der LMP2. Die Polesetter mit den Fahrern Nicolas Lapierre, Antonin Borga und Alexandre Coigny schieden wegen eines defekten Kabelbaums aus.

Das nächste Rennen der WEC findet am 14. Dezember in Bahrain statt.

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08.11.2019 Suzuki gibt weiter Vollgas
Suzuki 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Top 10 von 2019 mit Meister Marcel Muzzarelli (oben Mitte)

Das Premierenjahr des Suzuki Swiss Racing Cup im Rahmen der Schweizer Slalom-Meisterschaft war ein voller Erfolg. Mit nahezu 40 Teilnehmern pro Veranstaltung wurden die Erwartungen übertroffen. «Wir haben nicht mit so vielen Startern gerechnet», sagt Jürg Näf, Marketingchef von Suzuki Schweiz. «In Ambri war es punkto Platzverhältnisse schon ziemlich knapp für ein solches Feld.»

Für 2020 rechnet Näf mit einem ähnlichen Interesse. «Wir kalkulieren mit 40-45 Teilnehmern. Viele von denen, die dieses Jahr teilgenommen haben, werden wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder fahren.» Grosse Änderungen waren nach der ersten Saison nicht notwendig. Trotzdem hat man bei Suzuki ein paar Retuschen vorgenommen.

  1. Das Punktesystem wird 2020 verfeinert. Der Sieger erhält 50 Zähler, der Zweitplatzierte 49, der Drittplatzierte 48 usw. Bisher haben die ersten 15 abgestuft Punkte gekriegt. Ab Rang 16 gab es für jeden zwei Zähler; egal ob er nun 16. oder 38. wurde.
  2. Der Kalender wird von acht auf neun Veranstaltungen aufgestockt. Das Gerüst bilden nach wie vor sämtliche Läufe zur Schweizer Slalom-Meisterschaft. Dazu kommt (am 29. August) ein zusätzlicher Lauf in Anneau du Rhin (F). Los geht es wie schon in diesem Jahr mit dem Rennen in Interlaken (am 4. April).
  3. In diesem Jahr wurden alle Rennen gezählt. 2020 wird es ein Streichresultat geben.
  4. Technisch bleibt das Auto unverändert. Beim Sound darf man nachhelfen. Wer will kann sich direkt bei Suzuki eine Komplettauspuffanlage von Inoxcar bestellen. Pflicht ist diese Anschaffung nicht. Doch wer Wert auf rennmässigen Sound legt, sollte da nicht knausrig sein…
  5. Auch bei den Siegprämien werden 2020 mehr Fahrer profitieren. In dieser Saison kamen die ersten 10 in den Genuss einer Prämie, 2020 kriegen di ersten 15 einen Batzen. Für den Sieger (bisher 5000.-) wird es im kommenden Jahr dafür «nur» 4000.- CHF geben.

Wer sich für 2020 anmelden möchte, kann dies bereits seit Anfang November auf der Homepage von Suzuki Schweiz machen (www.suzukiautomobile.ch/suzuki-swiss-racing-cup). Dort findet man auch den Kalender und das detaillierte Reglement.

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04.11.2019 Keine Medaillen für die Schweiz
Schweiz 06 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Für die Schweiz gab es in Rom keine Medaillen

Die Schweiz ist bei den ersten FIA Motorsport Games in Rom leer ausgegangen. Die vierköpfige Delegation konnte die guten Ergebnisse aus den freien Trainings nicht umsetzen und musste anderen Nationen den Vortritt lassen. Allen voran Russland, das mit dem Sieg bei den Tourenwagen und den Plätzen 3 im Kart-Cup und im Drift-Cup den Gesamtsieg vor Italien (Sieger Formel-4-Cup) und Australien (Sieger Simracing) errang.

Patric Niederhauser und Christoph Lenz vertraten die Schweiz im GT-Cup. In den beiden Vorläufen belegte das Lamborghini-Duo die Plätze 17 und 3. Im Hauptrennen am Sonntagnachmittag übernahm Lenz den ersten Turn. Leider kam er dabei von der Strecke ab und übergab das Auto an Niederhauser mit einigen Beschädigungen, sodass «Nidi» das Rennen aufgeben musste. «Schade», sagte Niederhauser. «Wir belegten in den freien Trainings die Positionen 1 und 2. Und auch im Quali 2 waren wir Dritte. Eine Medaille wäre also möglich gewesen.» Jubeln durften somit andere. Der Sieg im GT-Cup ging an das Team Japan. Zweiter wurde Polen, Dritter Australien.

Auch Yves Meyer war in Rom nicht vom Glück verfolgt. Der Drift-Spezialist qualifizierte sich als Achter zwar locker für das Finale. Doch dort zog er gegen den späteren Zweitplatzierten den Kürzeren, weil sich die Servolenkung an seinem BMW M2 verabschiedete. Statt die Schweiz stand so die Ukraine, Tschechien und Russland auf dem Podium.

Stark ins Wochenende stieg auch Fredy Eugster. Der Schweizer Sim-Meister hielt im Training mit den Spitzenfahrern mit, obwohl ihm das «Gran Turismo» fremd war. Im anschliessenden 10-minütigen Quali lief es dann nicht rund. Eugster kam «in den Verkehr» und startete deshalb nur im Mittelfeld, als es um ein Finaleinzug ging. «Es hat dann mit P13 leider nicht ganz gereicht», sagt Eugster. «Ich ärgere mich deshalb immer noch über die schlechte Qualifikation.» Sieger bei den Sim-Racern wurde Australien mit Cody Nikola Latkovski.

Alle Ergebnisse der ersten FIA Motorsport Games finden Sie auf www.fiamotorsportgames.com

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30.10.2019 Michellod: «Wären wir rausgeflogen, hätten wir aufgehört!»
Michellod jonathan 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jonathan Michellod: Schweizer Junioren-Rallye-Meister 2019

Teil 6 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Seine ersten Rennerfahrungen hat er bei Slaloms und Bergrennen gemacht. Nun hat Jonathan Michellod in seiner fünften Rallye-Saison souverän den Titel bei den Junioren geholt.

Ohne die Rallye du Valais wäre Jonathan Michellod vermutlich nicht Rallye-Fahrer geworden. Aber weil die bekannteste Schweizer Rallye vor seiner Haustüre in Verbier abgehalten wird, ist der heute 25-Jährige schon früh in Kontakt mit der Driftszene geraten. «Ich glaube, ich habe seit ich auf dieser Welt bin noch keine Rallye du Valais verpasst», grinst Michellod.

Den Virus hat er von seinem Vater Laurent geerbt. Michellod sr. hat die Schweizer Meisterschaft selber auf Mitsubushi Galant und Lancia Delta bestritten. Allerdings «nur» als Co-Pilot – an der Seite von Jean-Laurent Girolamo. Im Gegensatz zu seinem Vater wollte Michellod jr. stets selber fahren. Kaum war er 18 Jahre alt und hatte den Führerschein, sammelte er erste Erfahrungen bei lokalen Slaloms und Bergrennen. Doch Jonathans Liebe galt dem Rallyesport. Und so nahm er 2014 zum ersten Mal an der «Valais» teil. Und das auf Anhieb mit Erfolg. Michellod steuerte den geliehenen Renault Twingo auf Platz 3 bei den Junioren. Ein Achtungserfolg, der ihn zum weitermachen animierte. «Wären wir in der ersten Kurve rausgeflogen», sagt Michellod, «hätten wir vermutlich das Handtuch geworfen. Aber so war klar: Wenn wir das Geld zusammenkriegen, fahren wir weiter.»

Michellod bekam das Geld zusammen und kaufte sich den Twingo. 2015 fuhr er damit seine erste komplette Junioren-Saison. 2016 hängte er ein weiteres Jahr an. Am Ende stand er als Dritter bereits auf dem Podium. 2017 wechselte er dann seinen fahrbaren Untersatz. Der Twingo wurde durch einen Peugeot 208 R2 ersetzt. Zwei Mal wurde er damit hintereinander Vizemeister. Navigiert wird Michellod seit dem Wechsel auf Peugeot von Stéphane Fellay. Er gilt als Routinier. «Stéphane hat schon mehr als 40 Rallyes auf dem Buckel», sagt Michellod. 2012 wurde er bereits Junioren-Meister an der Seite von Thomas Joris.

Vier der fünf Rallyes, die im Kalender der Junioren verankert waren, hat Michellod 2019 gewonnen. Nur im Tessin reichte es nicht zum Sieg. Das hat aber seine Gründe. Rang 2 bei der «Ticino» reichte dem jungen Walliser, um den Titel einzufahren. «Wir sind im Tessin nicht mit vollem Risiko gefahren», sagt Michellod. «Wir wollten den Titel sicherstellen, um dafür dann beim Heimspiel im Wallis nach Herzenslust angreifen.» Dieser Plan ging in Erfüllung. Michellod/Fellay setzten bei der Valais einer erfolgreichen Saison mit einem weiteren Sieg das Sahnehäubchen auf.

Michellod ist gelernter Automechaniker und ist in einem Betrieb in Fully, bei Martigny, für den Fuhrpark verantwortlich. «Ich muss mich um Autos und um Lastwagen kümmern», sagt er. In der Freizeit schraubt er an seinem Peugeot 208. Ein kleines Team an Freunden und Kollegen hilft ihm dabei. Einer von ihnen ist Bergspezialist Joël Volluz. Michellod schwärmt von ihm. «Wenn es um die Fahrzeuggeometrie und Einstellungen an der Aufhängung geht, ist Joël echt spitze. Ich bin sehr dankbar, dass er mir hilft.»

Zeit für Hobbies hat «Jo» nicht sehr viel. Im Winter fährt er Ski. Die meiste Zeit verbringt er aber in der Mechanikerkluft. «Ich habe nicht einmal Zeit, um Fernsehen zu schauen», lacht Michellod. Die Welt der Rallyes verfolgt er dennoch. Als grosser Subaru-Fan haben ihn Colin McRae und Petter Solberg fasziniert. Vor allem die Fahrkünste des leider viel zu früh verstorbenen McRae haben ihn inspiriert. Michellod ist auch regelmässiger Besucher der Rallye Monte Carlo. «Ich war auch schon bei der Rallye Alsace und der Rallye Finnland», sagt der frischgebackene Junioren-Meister.

Logisch, dass Michellod von einem Start bei einem WM-Lauf träumt. Welcher Rallye-Pilot träumt nicht davon? Doch die Mittel sind bescheiden. Und Michellod setzt sie ganz gezielt ein. «Man muss gut kalkulieren», sagt der Mittzwanziger, der inzwischen in Lourtier, im hinteren Val de Bagnes, lebt. «Zum Glück gibt es im Wallis immer wieder grössere und kleinere Unternehmen, die einen unterstützen.»

Für 2020 hat er noch keinen definitiven Plan. Bei den Junioren kann er nicht mehr fahren. Wer einmal Meister ist, der muss der nächsten Generation Platz machen. «Aber es gibt ja noch ein paar Trophys, die interessant sind. Und ich würde auch gerne ein paar Rallyes im Ausland bestreiten.» Eines steht jetzt schon fest: Als Sieger der Junioren darf er 2020 bei der Rallye du Chablais auf einem Renault Clio antreten.

Auf die Frage, ob er bei der Rallye du Valais auch mit US-Driftkünstler Ken Block ins Gespräch kam, schüttelt Michellod den Kopf. «Ich habe ihn nur einmal flüchtig gesehen. Für die Rallye war es gut, dass er da war. Aber mir war er eigentlich egal.»


Jonathan Michellod
Titel: Schweizer Junioren-Rallye-Meister
Alter: 25
Herkunft: Verbier (VS)
Fahrzeug: Peugeot 208

2014 1. Rallye (Dritter bei der RIV)
2015 6. Gesamtrang bei den Junioren auf Renault Twingo (mit Didier Rappo)
2016 3. Gesamtrang bei den Junioren auf Renault Twingo (mit Didier Rappo)
2017 2. Gesamtrang bei den Junioren auf Peugeot 208 (mit Stéphane Fellay)
2018 2. Gesamtrang bei den Junioren auf Peugeot 208 (mit Stéphane Fellay)
2019 Junioren-Meister auf Peugeot 208 (mit Stéphane Fellay)

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29.10.2019 Porsche-Entscheidungen gefallen
Von burg porsche 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Zum neunten Mal Meister: Jean-Paul von Burg (#12)

Spiel, Satz und Sieg: Altmeister Jean-Paul von Burg hat mit einem souveränen ersten Platz im ersten von zwei Sprintrennen auf dem World Circuit Marco Simoncelli die Porsche GT3 Cup Challenge des Porsche Sports Cup Suisse (PSCS) für sich entschieden. Der Routinier setzte sich gegen seinen erst 18 Jahre alten Herausforderer Antonio Teixeira durch, der am Steuer des 911 GT3 Cup sogleich Revanche nahm und den zweiten Lauf gewann. «Der erste Lauf war mit Pole-Position, Start-Ziel-Sieg und schnellster Runde ein perfektes Rennen, das schon für den Titel gereicht hat», so der inzwischen neunfache Meister Jean-Paul von Burg. «Auch im zweiten Sprint habe ich geführt, bis ich wegen aufgesammeltem Reifenabrieb die Bremskraft zu stark an die Hinterräder geleitet und mich gedreht habe. Die Aufholjagd endete leider mit einer Berührung, das wollte ich nicht und tut mir sehr leid für Andreas Corradina.»

In der ebenfalls hart umkämpften Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport-Klasse innerhalb des PSCS heisst der neue Champion Linus Diener, obwohl sein Konkurrent Laurent Misbach in Misano mit der maximalen Punkteausbeute alles versuchte, Diener den Titel noch streitig zu machen. «Das war auf einer Strecke, die ich zuvor noch nicht kannte, eine kontrollierte Fahrt zur Meisterschaft», so Diener. «Im ersten Rennen wollte ich keinen Zwischenfall riskieren und bin auf Rang 2 vorgerückt, als die Autos vor mir kollidierten. Auch im zweiten Rennen wusste ich, dass Attacke keinen Sinn ergibt, und bin auf Nummer Sicher gegangen. Das hat sich gelohnt, jetzt ist die Freude riesengross.»

In der Porsche Driver’s Challenge Suisse (PDC) durfte Andreas Ritzi den dritten Sieg in Folge und Massimo Salamanca die Meisterschaft bejubeln.

Beim Zweistunden-Nachtrennen – Höhepunkt und Abschluss der PSCS-Saison – fuhren Paul Kasper/Martin Ragginger im 911 GT3 Cup bei spätsommerlichem Wetter auf Platz 1 vor Benno Oertig und Vincent Capillaire im 911 GT2 RS CS.

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28.10.2019 Schweizer Delegation hofft auf Medaillen bei den FIA Motorsport Games
Niederhauser lamborghini Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Lamborghini Huracan von Niederhauser/Lenz in den Schweizer Farben

Am kommenden Wochenende finden in Rom die FIA Motorsport Games statt – eine Art Olympische Spiele für den Rennsport. Sechs verschiedene Cups hat die FIA ausgeschrieben: GT Cup, Touring Car Cup, Formel 4 Cup, Drifting Cup, Karting Slalom Cup und Digital Cup.

Die Schweizer Delegation tritt mit vier Fahrern in drei Disziplinen an. Im GT Cup gehen Patric Niederhauser und Christoph Lenz an den Start. Das Duo fährt einen Lamborghini Huracan GT3, der von Raton Racing vorbereitet wird. 22 Nationen stehen am Start. Zu den bekanntesten Namen zählen neben Niederhauser die Gebrüder Roda aus Italien, Jim Pla (Frankreich), Nico Verdonck (Belgien) und Marchy Lee (Hong Kong). «Es ist schwierig abzuschätzen, wie erfolgreich wir sein werden», sagt Niederhauser. «Aber ich sehe uns im vorderen Drittel mitfahren.»

Ebenfalls am Start ist Yves Meyer. Der Schwyzer, bekannt durch sein Drivingcenter EventSeelisberg, tritt gegen 23 andere Driftkünstler aus aller Welt an. Meyer hat im Vorjahr nicht nur als Zweiter des FIA Intercontinental Drifting Cups für Schlagzeilen gesorgt, er zählt auch in der europäischen Meisterschaft und der Oman International Drift Series zu den Besten seines Fachs. Der 28-Jährige fährt einen BMW M2 in Schweizer Farben.

Vierter Eidgenosse ist Fredy Eugster. Der Sim-Meister von 2019 geht im Digital Cup auf Medaillenjagd, hat dort aber mit 30 Konkurrenten das teilnehmerstärkste Feld vor sich. «Ich freue mich auf diesen Wettbewerb, bleibe aber in Sachen Medaillenchancen auf dem Boden», sagt Eugster. «Die Konkurrenz ist stark. Vor allem der deutsche Vertreter, Mikail, Hizal. Ich werde mein bestes geben, aber ich bin kein ausgewiesener Spezialist von Gran Turismo. Aber natürlich habe ich noch fleissig geübt.»

Die Disziplinen Kart-Slalom, Formel 4 und Tourenwagen werden ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne gehen. Jürg Schori hat seine Bewerbung im Touring Car Cup zurückgezogen.

Für alle Schweizer, die nicht dabei sein können, sich aber für die FIA Motorsport Games 2021 interessieren, sind hier die Besonderheiten der einzelnen Kategorien aufgelistet:

GT3: Zwei Fahrer – einer mit Silber-, der andere mit Bronzestatus. Kosten: 10`000 Euro pro Team. Tracktime ca. 6 Stunden

Formel 4: «Arrive and Drive»-Format. Ein Fahrer pro Nation. Darf nicht mehr als zwei Jahre in einer von der FIA unterstützten F4-Meisterschaft gefahren sein. Kosten: 25’000 Euro pro Team. Tracktime ca. 3 Stunden

Tourenwagen: Ein Fahrer pro Nation. Dieser kann bestenfalls Silber-Status haben und er darf in den letzten drei Jahren keine komplette Saison in der WTCC resp. WTCR absolviert haben. Kosten: 7500 Euro pro Team. Tracktime ca. 3 Stunden

Karting: Die FIA rüstet alle Nationen mit identischen Elektrokarts aus. Die Rennen werden als «Parallelslaloms» ausgetragen. Pro Nation braucht es zwei Fahrer (männlich und weiblich) im Alter von 14 bis 18 Jahren – ohne Rennerfahrung. Kosten: 500 Euro pro Nation

Drifting: Die Autos müssen FIA-Sicherheitsnormen entsprechen. Ein Fahrer pro Nation. Keine Auflagen bezüglich Erfahrung. Kosten: 2000 Euro. Tracktime ca. 8 Stunden

Simracing: Gefahren wird «auf» Gran Tursimo. Fahrer dürfen keine echte Rennerfahrung haben. Kosten: 1000 Euro pro Nation

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23.10.2019 Ballinari: «Als Beifahrer fehlte mir das Lenkrad!»
Ballinari ivan 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ivan Ballinari: Schweizer Rallye-Meister 2019

Teil 5 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Ivan Ballinari hat zum zweiten Mal nach 2018 die Schweizer Rallye-Meisterschaft gewonnen. Das Image der ewigen Nummer 2 hat der Tessiner damit endgültig abgelegt.

Ivan Ballinari hat 2018 als erster Tessiner die Schweizer Rallye-Meisterschaft gewonnen. Die Freude darüber war überschwänglich. Ein Traum sei in Erfüllung gegangen, sagte er damals. Und heute? Ein Jahr später steht der 42-jährige aus Vernate bei Lugano zum zweiten Mal als Schweizer Rallye-Meister fest. Diesmal hat er schon vor Ablauf der Saison den Titel im Sack. Gefeiert wurde deshalb schon ausgiebig bei der Rally del Ticino, der Heimrallye Ballinaris. «Das Gefühl ist nicht dasselbe», sagt der grossgewachsene Ivan. «Der erste Titel war mit mehr Emotionen verbunden. Dieses Jahr sind wir mit weniger Druck in die Saison gestartet. Dennoch freut es mich natürlich, dass wir den Titel nicht nur ins Tessin geholt, sondern ihn auch erfolgreich verteidigt haben.»

Rückblickend kann «Bally» kaum fassen, dass das mit dem Titel geklappt hat. «Als ich 2004 mit einem Peugeot 206 die Cup-Wertung gewonnen habe, war das unglaublich. Nie im Leben hätte ich damals gedacht, dass ich je ganz oben auf einer Ergebnisliste stehen würde.»

Ballinari hat Jahre gebraucht, um es dorthin zu schaffen. Immer wieder gab es Jahre, in denen er nur eine Rallye bestritt. 2006 zum Beispiel. Oder 2008, 2010, 2013 oder 2015. Genauso oft war Ballinari auch Vizemeister – fünf Mal. 2009 stand ihm Florian Gonon vor der Sonne. 2011 Laurent Reuche, 2012 Nicolas Althaus. Und als es 2016 mit dem Ford Fiesta so richtig losging, wies ihn Sébastien Carron zwei Jahre lang in die Schranken. Beinahe wäre der Tessiner zur ewigen Nummer 2 abgestempelt worden, als der Weg 2018 nach Carrons Rücktritt endlich frei war.

Das Motorsport-Gen hat Ballinari schon in jungen Jahren geerbt. Vater Giorgio bestritt Bergrennen und Slaloms auf einem Simca Rallye 3. «Auch ich habe bei Slaloms und lokalen Bergrennen meine ersten Sporen abverdient», erinnert sich Ballinari, der zu Beginn seiner Rallyekarriere auch als Co-Pilot im Einsatz stand. «Das war aber nicht mein Ding. Ich navigierte meinen Vater in einem selber präparierten Peugeot 106 N2 und merkte sehr bald, dass mir was fehlte: nämlich das Lenkrad! Also haben wir unseren Vater behutsam zum Rücktritt bewogen, sodass ich ans Steuer durfte.»

Als der 106er ausgedient hatte, lachte sich Ballinari ein 206-Cup-Auto an. Schon damals sass ein gewisser Giusva Pagani an seiner Seite. Er hat ihn in diesem Jahr bei den Rallyes im Jura und im Tessin navigiert. Bei den restlichen Rallyes sassen entweder Marco Menchini oder Paolo Pianca auf dem Sozius. «Ich glaube, ich bin der erste Schweizer Meister, der in einem Jahr mit drei verschiedenen Co-Piloten gefahren ist. Das zeigt aber auch, dass wir eine eingespielte Truppe sind und der Erfolg nicht nur von einer Person abhängig ist.»

Wenn «Bally» von seiner Mannschaft redet, dann meint er aber nicht nur seine Beifahrer. «Ohne die Scuderia Lugano, Roger Tuning, meine Fans und natürlich meine Frau Laura und meinen Sohn Jules wären all diese Erfolge gar nicht möglich.» Ein Dankeschön geht auch an Signore Dellacasa, der Ballinari vor Jahren die Türen zu den «gröberen» Rallye-Autos aufstiess. Und natürlich auch an Andrea Togni, Chef des Fanclubs, Hauptsponsor und Freund.

Ballinari sonnt sich nicht im Erfolg. Er denkt auch an die Zukunft des Schweizer Rallyesports. Und um den macht er sich Sorgen. «Beim Saisonauftakt waren acht R5-Autos am Start. Beim vierten Lauf waren es noch zwei. Das war keine Werbung für den Sport und wir sollten dringend über die Bücher gehen.» Einen Vorschlag hat Ballinari schon Mitte des Jahres in einem Interview mit ASS gemacht. «Warum nicht zurück zu R2-Autos? Die sind zwar nicht ganz so spektakulär, aber wir hätten vollere Felder, weil sie günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt sind.»

Abseits der Rennstrecke führt Ballinari ein ganz gewöhnliches Familienleben. Dass sein Sohnemann schon jetzt Anzeichen eines zukünftigen Rennfahrers zeigt, nimmt «Bally» (noch) mit einem Lächeln hin. «Wenn er spielt, ist oft ein Lenkrad oder etwas, was einem Lenkrad nahe kommt, dabei», sagt der stolze Papa. «Vielleicht hat er ja die Gene von mir. Aber ich werde ihn zu nichts drängen. Er darf selber entscheiden, was er später machen will.» Ballinari ist seit seiner Lehre im Dienste der AMAG. Deshalb ist er auch besonders stolz, dass er seine beiden Titel mit Skoda geholt hat. Und wer weiss: Vielleicht schafft er 2020 ja sogar den Hattrick!

Ivan Ballinari
Titel: Schweizer Rallye-Meister
Alter: 42
Herkunft: Vernate (TI)
Fahrzeug: Skoda Fabia R5

2001 1. Rallye als Co-Pilot seines Vaters auf Peugeot 106 N2
2002 4. Im Peugeot 206 Cup mit Giusva Pagani
2003 14. Gesamtrang auf Peugeot 206 Cup (2. Im Cup mit Pagani)
2004 4. Gesamtrang auf Peugeot 206 Cup (Meister im Cup mit Pagani)
2005 7. Gesamtrang auf Renault Clio + Peugeot 306 Gr.A
2006 17. Gesamtrang auf Renault Clio S1600 (erste Rallyes mit Paolo Pianca)
2007 4. Gesamtrang auf Renault Clio S1600 (mit Pianca)
2008 20. Gesamtrang auf Renault Clio S1600 (mit Pianca)
2009 2. Gesamtrang auf Renault Clio S1600 + Peugeot 207 (mit Pianca)
2010 31. Gesamtrang auf Skoda Fabia S2000 (mit Pianca)
2011 2. Gesamtrang auf Peugeot 207 S2000 (mit Pianca)
2012 2. Gesamtrang auf Peugeot 207 S2000 (mit Pianca)
2013 26. Gesamtrang auf Skoda Fabia S2000 (mit Pianca)
2014 4. Gesamtrang auf Peugeot 207 S2000 (mit Pianca)
2015 20. Gesamtrang auf Ford Fiesta (mit Pianca)
2016 2. Gesamtrang auf Ford Fiesta (mit Pianca/Pagani)
2017 2. Gesamtrang auf Ford Fiesta (mit Pianca/Pagani)
2018 Meister auf Skoda Fabia (mit Pianca/Pagani)
2019 Meister auf Skoda Fabia (mit Pianca/Pagani/Menchini)

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22.10.2019 Neue Partnerschaft mit «I believe in you»
ASS Ibiy Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz

Motorsport elektrisiert. Wie kaum in einer anderen Sportart geht von ihr eine unglaubliche Faszination aus. Doch Motorsport ist (leider) auch teuer. Viele Rennfahrer, ob nun national oder international, sind auf jeden Batzen angewiesen, um ihren Traum leben zu können. Ohne Sponsoren und Mäzene ist Rennsport heute nahezu undenkbar.

Doch wo findet man Sponsoren? Und wie lacht man sich einen Mäzen an? Das Berner Unternehmen «I believe in you» (Ibiy) bietet eine Alternative. Die erste Crowdfunding-Plattform für den Schweizer Sport ist seit 2014 aktiv und hat schon fast 2000 Projekte erfolgreich betreut. Auf ibelieveinyou.ch kann jeder, vom Nachwuchstalent bis zum Profi-Athleten, Geld für sein Sportprojekt sammeln. Ähnlich einem Sponsorenlauf, einfach im Internet.

Eine neue Partnerschaft zwischen Auto Sport Schweiz und «I believe in you» soll nun helfen, weitere Projekte aus dem Kart- und Automobilrennsport zu generieren.

«Wir freuen uns, dass wir mit «I believe in you» zusammenarbeiten», sagt Patrick Falk, Direktor von Auto Sport Schweiz. «Dank Ibiy sind in den vergangenen Jahren mehr als 14,5 Millionen Schweizer Franken in den Schweizer Sport geflossen; ein Teil davon auch in den Rennsport. Das freut uns. Und wir hoffen, dass es auch in Zukunft zahlreiche spannende Projekte aus der Schweizer Rennsportszene gibt, die über Ibiy ermöglicht werden können.»

Weitere Infos und Details, wie man ein Projekt startet, findet man auf www.ibelieveinyou.ch oder direkt unter Tel. 031 544 35 20.

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21.10.2019 Rallye du Valais: Neunter Sieg für Burri
Burri olivier 2019 valais Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Olivier Burri gewann zum neunten Mal die Rallye du Valais (Foto: Jürg Kaufmann)

Olivier Burri hat 13 Jahre nach seinem letzten Sieg im Wallis die Rallye International du Valais (RIV) zum neunten Mal gewonnen. Burri hatte nach 18 Etappen und 213,8 Wertungskilometern exakt 30 Sekunden Vorsprung auf den Einheimischen Mike Coppens. Dritter wurde Oliviers Sohn, Michaël Burri, der sich am dritten Tag erfolgreich gegen die Attacken von Cédric Althaus wehren konnte.

Olivier Burri hatte sich von der ersten Prüfung an in Führung gesetzt und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Obwohl der 56-jährige Routinier «nur» drei Bestzeiten fuhr, kontrollierte er das Geschehen an der Spitze. Sein neunter Sieg bei der «Valais» dürfte allerdings der letzte gewesen sein. Im Ziel erklärte ein emotionaler Burri: «Das war meine letzte Rallye du Valais. Ich habe es am Morgen des dritten Tages meiner Frau so versprochen.»

Burris ärgster Widersacher im Wallis war Mike Coppens. Auf seiner «Heimstrecke» von Sarreyer nach Croix de Coeur in SP3 nahm er Burri 3,4 Sekunden ab. Vier weitere Bestzeiten folgten. «Ich habe viel gelernt und freue mich bereits aufs nächste Jahr», sagt der Skoda-Fabia-Pilot aus Verbier. «Auf der Prüfung nach Anzère dachten wir, es sei nasser. Dabei war es fast schon trocken. Da haben wir Zeit verloren. Und auf der SP in der Kaserne in Sion habe ich eine Haarnadel verpasst. Das hat weitere zehn Sekunden gekostet. Ansonsten bin ich happy mit Platz 2.»

Michaël Burri machte mit Platz 3 nicht nur den Familienerfolg komplett. Er sorgte auch für einen Dreifacherfolg von Skoda respektive Roger Tuning. Und obwohl dieses Ergebnis nicht reichte, um Jean-Marc Salomon in der Meisterschaft noch von Platz 2 zu verdrängen, war Burri jr. mit dem Saisonausklang zufrieden. «Ich bin glücklich nach 2018 erneut mit meinem Papa auf dem Podium gestanden zu haben.» Zum Entscheid seines Vaters meinte er: «Ich glaube, diese Rallye hat ihn viel Energie gekostet. Um auf diesem Niveau weiterzumachen, fehlt ihm die Lust dazu.»

Für Salomon endete die RIV auf dem elften Schlussrang. «Die Bedingungen waren nicht einfach», meinte der Allrounder aus dem Jura. «Und ich wollte nicht zuviel Risiko nehmen. Dass wir so den Vize-Titel gewinnen konnten, freut mich. Es ist das erste Mal, dass wir soweit vorne gelandet sind.»

Platz 4 beim Saisonfinale ging an VW-Polo-Fahrer Cédric Althaus, dem im Ziel 20 Sekunden auf Michaël Burri fehlten. Dahinter rangierte mit Federico della Casa ein weiterer junger Schweizer. Bester Ausländer war der Belgier Joachim Wagemans als Sechster auf einem Skoda Fabia R5.

Von den Jungen zeigte Jérémie Toedtli eine starke Leistung. Zwar warf ihn ein Elektrikdefekt in der dritten Prüfung aus dem Rennen um den Sieg, aber der Neuenburger kämpfte sich mit acht Bestzeiten zurück und gilt als Versprechen für die Zukunft. Kein Glück hatte diesmal der bereits als Meister festgestandene Ivan Ballinari. Der Tessiner schied nach einem Unfall zu Beginn des dritten Tages aus. «Wir wollten den guten Rhythmus vom Freitag mitnehmen», meinte «Bally». «Aber ich habe das Auto auf einer glitschigen Stelle verloren.»

Bei den Junioren ging der Sieg abermals an Jonathan Michellod, der schon vor der «Valais» als Junioren-Meister festgestanden hatte. Der Walliser spielte seinen Heimvorteil souverän aus und sicherte sich den Titel vor Sacha Althaus (beide Peugeot 208) und den punktgleichen Christophe Parriaux (Citroën C2) und Guillaume Girolamo (ebenfalls Peugeot 208).

In der Renault R3T Alps Trophy hat sich Ismaël Vuistiner mit einer starken Vorstellung und seinem zweiten Saisonsieg den zweiten Titel nach 2017 gesichert. Der bis dato führende Franzose Styve Juif erlitt auf der Prüfung nach Anzère einen Unfall und musste die Rallye aufgeben. Platz 2 ging an Nicolas Lathion. Den anvisierten dritten Platz im Wallis holte sich Rückkehrer Thomas Schmid. In der erstmals ausgetragenen Trophée Michelin Suisse hiess der Sieger im Wallis Aurélien Devanthéry auf Peugeot 208. Den Titel sicherte sich Sébastien Berner (Citroën DS3).

Im Feld der historischen Fahrzeuge setzte sich Christian Blanchard auf einem Ford Escort RS1800 gegen Bruno Rizzi (Ford Mk1) und Guy Troillet (Porsche 911) durch. Marc Valliccioni gewann trotz eines Ausfalls bei der «Valais» den Titel vor Eddy Bérard, der auf den Start im Wallis verzichtete, und Alain Röthlisberger.

Mehr über die Rallye du Valais erfahren Sie im Internet unter www.riv.ch

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18.10.2019 Lorenz Frey: «Als Teamchef bin ich nervöser als im Cockpit»
Emilfrey jaguar barcelona 2018 36 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lorenz Frey, Teamchef bei Emil Frey Racing

Emil Frey Racing hat beim Finale der GT Open in Monza nicht nur die Teamwertung gewonnen, die Lamborghini-Mannschaft aus Safenwil hat auch bei den Fahrern die Positionen 1 und 2 belegt. Auto Sport Schweiz hat mit Lorenz Frey über das erfolgreiche Jahr 2019 gesprochen.

Es gab für euch in Monza nur einen Podestplatz. Trotzdem hat es zur Team- und Fahrerwertung gereicht. Wie gross ist die Freude darüber?
Sehr gross. Wir konnten schon am Samstag nach dem ersten Rennen den Sack in der Teamwertung zumachen. Auch war klar, dass wir die Fahrerwertung gewonnen haben. Aber wir wollten den totalen Triumph mit den Plätzen 1 und 2 bei den Fahrern. Deshalb mussten wir noch bis nach dem zweiten Rennen warten. Aber am Ende hat alles gepasst.

Welcher Titel wiegt mehr: der von 2018 in der Blancpain Series oder der von 2019 in der GT Open?
Die beiden Serien sind sehr unterschiedlich. Die Blancpain Series setzt auf Langstrecken-, die GT Open auf Sprintrennen. Das erfordert unterschiedliche Herangehensweisen. Auch die Entwicklung der Autos verlief unterschiedlich. In der Blancpain haben wir biss zuletzt an unserem Jaguar vieles selber entwickelt. In der GT Open haben wir Werksautos von Lamborghini eingesetzt. Dann gibt es auch noch Unterschiede im Fahrzeugkonzept und bei den Reifenausrüster. Da fällt es schwer zu sagen, welcher Titel wertvoller ist.

Ihr habt auf diese Saison von Lexus auf Lamborghini gewechselt. Das scheint reibungslos geklappt zu haben.
Ja, wir haben auf Anhieb gewonnen. Das macht uns sehr stolz. Erst recht, weil der Wechsel sehr spät vollzogen wurde und wir nicht sehr viel Zeit zum Testen hatten. Den Jaguar konnten wir nicht mehr einsetzen, weil die Homologation dafür abgelaufen war.

Ohne die Zeithandikaps in der GT Open hättet ihr noch mehr Rennen gewonnen. Kannst du erklären, wie diese «Zeitstrafen» funktionieren?
Das ist in der Tat schwer nachzuvollziehen. Wenn du gewinnst, wird dir im nächsten Rennen beim Fahrerwechsel eine Standzeit von 15 Sekunden aufgebrummt. Wenn du Zweiter wirst, sind es zehn Sekunden, wenn du Dritter bist, 5 Sekunden. Das heisst: Wenn du zwei Mal hintereinander gewinnst, stehst du 30 Sekunden an der Box. Du befreist dich erst wieder von diesen Strafstandzeiten, wenn du nicht mehr aufs Podium fährst. Die Idee dahinter ist klar: Man will verhindern, dass ein Team von Sieg zu Sieg fährt.

Ihr habt auf Anhieb beide Titel gewonnen. Da gibt es für 2020 nur zwei Optionen: Den Titel verteidigen oder die Rennserie wechseln.
Wir sind gerade in der Phase, in der wir mit Lamborghini die Möglichkeiten abwägen. Unser Ziel ist es, weiter in Europa zu fahren, dem Kernmarkt der Emil Frey AG. Das heisst es stehen drei Meisterschaften zur Debatte: GT Open, Blancpain und ADAC GT Masters. Ich hoffe, wir werden in den nächsten Wochen eine Entscheidung fällen, in welche Richtung es geht.

Könntet ihr von den Kapazitäten auch zweigleisig fahren?
Ja, wir haben 2018 ja schon drei Autos eingesetzt. Und wir nehmen ja auch laufend Aufträge entgegen – von der F1 über die 24h von Spa bis zur LMP2.

Es war das erste Jahr für Emil Frey Racing ohne Schweizer Fahrer. Ändert sich das auf die nächste Saison wieder?
Das wäre wünschenswert. Wir fördern gerne Schweizer Rennfahrer. Aber manchmal stimmt das FIA-Ranking nicht oder wie mussten wie dieses Jahr den Fahrerkader von neun auf vier Piloten reduzieren. Wovon einer, Giacomo Altoé, von Lamborghini bestimmt wurde. Der Junge war erst 18, als er zu uns kam, hat aber einen super Job gemacht.

Bis 2017 bist du selber gefahren. Hast du den Helm an den Nagel gehängt?
Ja, schweren Herzens. Ich bin in diesem Jahr nur einmal in einem Rennwagen gesessen – für einen Bremstest… Die Sache ist die: ich bin im Geschäft immer mehr eingespannt. Da bleibt keine Zeit zum Trainieren. Aber ich finde den Rennsport auch von jenseits der Boxenmauer spannend. Das Blöde daran ist nur: Als Teamchef bin ich nervöser als im Cockpit!

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16.10.2019 Bürki: «Ich würde gerne mal die Rallye du Valais fahren»
Buerki martin 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Martin Bürki: Schweizer Slalom-Meister 2019

Teil 4 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Slalom-Champion Martin Bürki steht für Konstanz und gewissenhafte Arbeit. Sechs Titel hintereinander sagen alles über den Mann aus, für den Motorsport mehr als nur ein Hobby ist.

Wer in der Schweiz Motorsport betreiben will, der kommt – und das kann man wörtlich nehmen – nicht an Martin Bürki vorbei. Der bald 52-Jährige aus Uetendorf bei Thun ist der Schweizer Serienmeister schlechthin. Bürki hat in den vergangenen neun Jahren nicht weniger als zwölf Titel gewonnen – soviel wie kein anderer in derselben Zeitspanne. Zwei Meisterschaften fehlen ihm auf Rekordhalter Jo Zeller. Diese will er unbedingt noch holen. Doch wer ihn kennt, weiss: Wahrscheinlich wird es nicht bei diesen zwei Titeln bleiben. Seine Aussage «Wenn ich merke, dass ich es nicht mehr bringe, dann höre ich auf» ist zwar ernst gemeint. Doch die Konkurrenz sollte sich nicht zu früh freuen. An eine Umsetzung dieser Worte denkt «Dinu» noch (lange) nicht.

Für Bürki ist Motorsport mehr als nur Hobby. Keiner bereitet sich so gewissenhaft vor wie der Mann mit dem froschgrünen VW Polo. Und keiner kennt das Reglement so gut wie er. Bürki ist nicht nur Teil der Schweizer Meisterschaft; er lebt sie. Und das seit 1992. Damals, 24-jährig, absolvierte er sein erstes Rennen zur Schweizer Meisterschaft in Anzère. «In diesem Jahr hat mir mein Mechaniker einen Satz neue Reifen geschenkt. Zuvor bin ich immer auf gebrauchtem Material gefahren. Mehr konnte ich mir nicht leisten», erinnert sich der Mehrfach-Champion.

Seine Karriere hat er als Autoersatzteile-Verkäufer bei VW begonnen. Danach absolvierte er eine zweite Lehre: wieder bei VW, diesmal als Mechaniker. Durch den Rennsport ist Bürki an Kundschaft geraten, die sich für Motorsport interessiert. «So habe ich mir mein Business aufgebaut», meint der Schnauzträger. Nicht selten kommt es vor, dass Bürki Autos seiner Gegner vorbereitet. Doch das macht für ihn keinen Unterschied. «Ich bediene meine Kunden so, wie ich es selber gerne hätte. Ich habe kein Problem damit, einem Konkurrenten das Auto so hinzustellen, dass er mich schlagen könnte.»

Seit 15 Jahren ist Bürki auch Teamchef. Sein Rennstall MB Motorsport zählt inzwischen 25 Fahrer. Diese schätzen nicht nur den Service, sie sind laut Bürki auch Teil einer grossen Familie. «Klar ist es das Rennfahren, das mich antreibt», sagt Bürki. «Aber das Zwischenmenschliche ist mir in den Jahren immer wichtiger geworden.»

Für viele scheint Bürki auf den ersten Blick ein harter Knochen zu sein. Und wenn er das Visier runterklappt, trifft dies auch zu. Doch Bürki trägt das Herz am rechten Fleck. Einmal, als ein Konkurrent kurz vor dem Start sein Auto nicht zum Laufen brachte, schenkte er diesem spontan eine Zündkerze. Als dieser hinterher schneller war als einer aus Bürkis Team, musste er seinem MB-Motorsport-Kollegen erklären, warum er das getan hat. Bürkis Antwort war unmissverständlich: «Wenn du damit ein Problem hast, musst du beim nächsten Mal halt mehr Gas geben!»

Bürki vertraut seit Jahren auf seinen Polo. Doch der Berner ist auf allem schnell, was vier Räder hat. Dazu gehören auch Sportwagen und Formelautos. Mit einem ehemaligen GP3-Auto lässt er es gerne auf permanenten Rennstrecken fliegen. Dass er dabei so manchem jungen Fahrer auch aus physischer Sicht die Grenzen aufzeigt, verwundert nicht. Es ist auch schon vorgekommen, dass er mit einem Suzuki Kreise um ein paar Ferraris gefahren ist. «Das sind dann die Momente, in denen ich irgendwann auflade und mit einem breiten Grinsen nach Hause fahre…»

Für eine Karriere im Ausland hat das Geld nie gereicht. Bürki und seine Frau Heidi haben früh Kinder gekriegt. Die Töchter Nicole und Melanie sind 33 respektive 31. Sohn Mike ist 26 – und nimmt hin und wieder im Team vom Vater bei Slaloms teil. Angst kennt der Bürki sr. nicht – auch nicht am Berg. «Mit der Erfahrung minimierst du die Gefahr», weiss der VW-Garagist, der die Strecken im Schweizer Kalender kennt, wie kaum ein anderer. «Ich weiss, welche Linie am schnellsten abtrocknet. Und ich kenne auch die Gefahren abseits der Ideallinie.» Wenn Teile einer Strecke neu asphaltiert werden, ist Bürki einer der ersten, der diese begutachtet. Und es schadet auch nicht, sagt er, wenn man den Gurnigel mal bei Regen zwei Wochen vor dem Rennen genau unter die Lupe nimmt.

Abgesehen von Zellers Rekord hat Bürki noch ein anderes Ziel: Er will einmal an einer Rallye teilnehmen. «Ich würde gerne mal die Rallye du Valais fahren», sagt der Walter-Röhrl-Fan spontan. Wetten, dass er auch dort eine gute Figur abgeben würde!

Martin Bürki
Titel: Schweizer Slalom-Meister
Alter: 51
Herkunft: Uetendorf (BE)
Fahrzeug: VW Polo MB

86-91 Nicht-lizenzierte Slaloms/Rennen
1992 Erstes Bergrennen in Anzère
2006 Meister OPC Astra Challenge
2011 Meister Slalom
2013 Meister OPC Astra Challenge
2014 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2015 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2016 Meister Slalom
2017 Meister Slalom
2018 Meister Slalom und Meister Bergpokal
2019 Meister Slalom

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15.10.2019 Vorschau Rallye du Valais – 6. Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft
Burri olivier 2018 riv Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Olivier Burri (Bild von 2018) peilt seinen neunten Gesamtsieg an (Foto: J. Kaufmann)

Die Rallye International du Valais (RIV) bildet seit Jahren das Finale der Schweizer Rallye-Meisterschaft. Und auch in dieser Saison ist die Vorfreude auf eine der traditionsreichsten Rallyes hierzulande gross. 16 Autos der Topklasse R5 sind gemeldet. Dazu gesellt sich Stargast Ken Block aus den USA, der die Fans der RIV im Rahmenprogramm mit seinen Driftkünsten verzaubern wird.

Weil die Schweizer Rallye-Meisterschaft schon seit der Rally del Ticino entschieden ist, kann bei der «Valais» nach Herzenslust angegast werden. Taktisches Fahren, und das wird die Fans freuen, steht für die meisten der insgesamt 89 Teilnehmer und Teilnehmerinnen (davon 19 in der historischen Klasse) nicht zuoberst auf der Prioritätenliste. Die Frage aller Fragen wird jedoch sein: Siegt die Jugend oder gewinnt die Erfahrung?

«Die Ausgangslage ist sehr spannend», sagt Skoda-Fahrer Ivan Ballinari, der mit drei Saisonsiegen zum zweiten Mal in Serie als Meister feststeht. «Ich glaube an ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem erfahrenen Olivier Burri und dem jungen Jérémie Toedtli. Dahinter sehe ich meine Wenigkeit und Mike Coppens, der wie Burri und Toedtli über gute Streckenkenntnisse verfügt.»

Ginge es nach der Statistik ist Altmeister Olivier Burri klar zu favorisieren. Der Jurassier hat die RIV schon acht Mal gewonnen. Zuletzt 2006 – damals auf einem Subaru Impreza WRX STi. Interessant ist: Auf Burri «lastet» ein gewisser Druck. Weil von den Valais-Gewinnern zwischen 2007 und 2018 keiner am Start ist, kann nur Burri es verhindern, dass es einen neuen Sieger gibt. «Ich bin voll motiviert», sagt Burri, dessen Sohn Michael ebenfalls zu den heissen Anwärtern auf einen Podestplatz gehört. «Ein Sieg bei der Rallye du Valais ist für mich wie der Gewinn der Schweizer Meisterschaft. Diese Rallye hat einen Top-Standard. Als ich dieses Jahr bei der Rallye Monte Carlo fuhr, sass ich mit den Besten der Welt an einem Tisch. Und jeder von ihnen hat von der RIV geschwärmt.»

Während der 56-jährige Burri nur die «Valais» absolviert, hat der 25-jährige Toedtli in dieser Saison schon bei der Rallye du Chablais am Start gestanden. Der Neuenburger belegte dort Platz 2 hinter Sieger Sébastien Carron, der im Wallis fehlen wird. Allerdings fuhr Toedtli damals einen Skoda Fabia R5. Bei der «Valais» wird er erstmals in einem VW Polo GTI R5 Platz nehmen. «Es ehrt mich, dass man mich zu den Favoriten zählt», sagt Toedtli. «Aber ich kann wahrscheinlich erst am Mittwoch nach dem ersten Test im neuen Auto sagen, wie gross meine Chancen tatsächlich sind. In einem Punkt muss ich Ballinari aber Recht geben: Burri zu schlagen, wird schwierig.»

Einen Heimvorteil hat Mike Coppens. Der 40-Jährige aus dem Team des dreifachen Valais-Siegers Philippe Roux kennt die Strecken sehr gut. Vor allem auf der dritten Prüfung, eine 20 Kilometer lange Nachtsession von Sarreyer hinauf nach Croix de Coeur, dürfte der Skoda-Pilot Vorteile haben.

Noch offen ist die Frage, wer sich den Vize-Titel holt. Die besten Karten hat Jean-Marc Salomon. Der Allrounder aus dem Jura ist neben Ballinari der einzige Top-Pilot, der nicht nur alle Rallyes absolviert, sondern auch stets gepunktet hat. Sein Vorsprung auf Michael Burri beträgt 33 Punkte. Burri jr. muss also im Minimum Zweiter werden, um überhaupt noch eine Chance zu haben, Salomon einzuholen.

Hinter den Top 3 liegt zurzeit noch Jonathan Michellod auf Rang 4 – punktgleich mit Ismaël Vuistiner. Während Michellod die Junior-Wertung bereits vorzeitig gewonnen hat, kämpft Vuistiner noch mit dem Franzosen Styve Juif um den Titel in der Renaul Clio R3T Alps Trophy. In dieser wird bei der RIV zum ersten Mal in diesem Jahr auch Thomas Schmid, Junior-Champion von 2018, an den Start gehen.

Los geht es im Wallis am Donnerstag mit dem Shakedown ab 13 Uhr auf dem Kasernenareal in Sion. Insgesamt stehen 18 Etappen auf dem Programm. Mehr als 200 Kilometer müssen absolviert werden. Die letzte Prüfung geht am Samstagnachmittag um 16 Uhr in Savièse über die Bühne. Die Siegerzeremonie der 60. Ausgabe der Rallye International du Valais findet anschliessend um 20 Uhr in Sion statt.

Mehr über die Rallye du Valais erfahren Sie im Internet unter www.riv.ch

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10.10.2019 Krebs: «Mit einem TCR am Berg – das würde mich reizen!»
Krebs philipp 2019 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Philipp Krebs: Meister Renault Classic Cup und Bergpokal-Sieger

Teil 3 unserer Serie «Die Schweizer Meister im Porträt»:

Philipp Krebs hat in diesem Jahr geschafft, was vor ihm noch keinem gelungen ist: Als erster Cup-Pilot hat er den Bergpokal gewonnen. Nebenbei setzte er sich auch noch zum zweiten Mal nach 2002 die Krone im Renault Classic Cup auf.

In Sachen Podestplätzen kann es Philipp «Phippu» Krebs mit fast allen Grossen im Motorsport aufnehmen. Seit er sich 2007 seinen aktuellen Renault Clio zugelegt hat, stand der Berner 72 Mal auf dem Siegerpodium. 31 Siege, 31 zweite und zehn dritte Plätze sind ein eindrückliches Palmares. Den letzten Triumph feierte er in Les Paccots mit drei Laufbestzeiten. Der Lohn dafür: gleich zwei Titel. Krebs ist 2019 nicht nur Champion im Renault Classic Cup, er gewann auch zum ersten Mal den Bergpokal – ein Triumph, den ihn stolz macht. «Vor mir hat noch nie ein Cup-Pilot diesen Pokal gewonnen. Deshalb ist dieser Erfolg für mich etwas Besonderes.»

Im Vorjahr noch Zweiter hinter Martin Bürki hatte Krebs in dieser Saison den als nahezu unschlagbar geltenden Slalom-Serienmeister bezwungen. «Das macht den Erfolg noch süsser», sagt Krebs und weist auf die gute Beziehung zu Bürki hin. «Dinu hat mir als Erster gratuliert und sich für mich gefreut. Das hat mir viel bedeutet.» Der Zufall will es, dass beide aus Uetendorf am Thunersee stammen. Krebs scherzt: «Es scheint, als ob dort das Motorsport-Klima besonders vorteilhaft ist.»

Zum Rennsport ist «Phippu» als Siebenjähriger gekommen. Mit seinem Vater besuchte er damals das Bergrennen am Gurnigel. «Danach war es um mich geschehen», sagt Krebs. Es dauerte allerdings Jahre, bis der gelernte Automechaniker sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzte. Anfangs der Zwanziger schlug er sich mit zweitklassigem Material im Kart herum. Dann macht er seinem Kart-Kollegen Toni Brunner einen verwegenen Vorschlag: Die beiden sollten ihre Karts tauschen. Ist Krebs mit dem geliehenen Untersatz schneller als Brunner, würde ihm dieser «for free» das Kart auf Vordermann bringen. Krebs gewann – und Brunner machte aus Krebs Gurke eine Rakete. 1989 gewann «Phippu» so die Schweizer Meisterschaft bei den Schaltkarts. Die Karriere war lanciert.

Den Schritt in den Automobilrennsport machte Krebs mit dem Kauf des Toyota MR2 von Jürg Dürig. Doch die Meisterschaft hatte an Stellenwert verloren. «Nachdem ich als einziger in meiner Klasse das Rennen am Gurnigel gewann, sagte ich mir: Das passiert mir nie wieder!» Krebs wechselte in den Clio Cup und fuhr dort unter teils 50 Bewerbern regelmässig vorne mit. Nach vier Jahren Pause nahm Krebs einen neuen Anlauf – im Renault Mégane Cup. Dort wurde er 2002 im Rahmen des Renault Classic Cup erstmals Meister. 17 Jahre später wiederholte er diesen Erfolg. «Das war eine lange Durststrecke», sagt Krebs. «Obwohl ich alles andere als titelgeil bin, hat es mich in diesem Jahr gepackt. Ich wollte unbedingt Meister werden.»

Ein einfaches Unterfangen war es nicht. Krebs verzichtete auf die vier Rundstreckenläufe in Hockenheim. Und hatte Glück, dass die direkte Konkurrenz dort nicht zu überzeugen vermochte. «Irgendwie sind die alle für mich gefahren», grinst Krebs, der in seiner Paradedisziplin, den Bergrennen, dann von Sieg zu Sieg fuhr. Nur in Les Rangiers musste er sich mit Rang 2 begnügen. «Da hatte ich mich bei der Reifenwahl verzockt und bin im Wald zwei Mal quer gestanden.»

Ans Aufhören denkt «Phippu» noch lange nicht. «Solange ich Spass habe und gesund bin, mache ich weiter.» Der Grund ist aber nicht nur das Fahren an sich. Der Renault Classic Cup sei für ihn wie eine Familie. «An einem Rennwochenende sind die Rennen der Höhepunkt», meint Krebs. «Aber das Drumherum ist auch wichtig. Deshalb reise ich oft schon am Mittwoch an, vorausgesetzt der Job lässt es zu.» In diesem sitzt Krebs oft auch hinterm Lenkrad. Der 57-Jährige arbeitet seit 33 Jahren im Dienste des Bundes. «Ich bin Chauffeur des Berner Regierungsrates», erzählt Krebs, der ziemlich untypisch für einen Rennfahrer mit dem Smart zur Arbeit fährt.

In der Freizeit hält sich Krebs mit Skifahren und Kickboxen fit. Letzteres schärfe die Reflexe, sagt «Phippu». Hin und wieder lässt es der Kursälteste im Kickboxen auch im Simulator fliegen. Doch es gehe nichts über «real racing».

Tourenwagen, so Krebs, haben ihn von Kindesbeinen an fasziniert. «Ich war nie der grosse Formel-1-Fan», sagt der Mann, der Marc Surer und Walter Brun zu seinen Vorbildern zählt. «Mein Traum ist es, eines Tages mit einem TCR zu fahren. Leider fehlen die finanziellen Möglichkeiten dazu.» Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Der Motorsport hat schon viele verrückte Stories geschrieben. Das weiss auch Krebs und hofft darauf, dass sein Traum irgendwann wahr wird.

Philipp Krebs
Titel: Bergpokal-Sieger und Meister Renault Classic Cup
Alter: 57
Herkunft: Uetendorf (BE)
Fahrzeug: Renault Clio

1989 Schweizer Meister Kart in der Kategorie C85 (Schaltkarts)
2000 Erste Bergrennen auf Toyota MR2
2002 Meister Renault Classic Cup auf einem Renault Mégane
2007 1. Start mit dem Renault Clio im Renault Classic Cup
2018 Zweiter im Bergpokal
2019 Meister Renault Classic Cup und Champion Bergpokal

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