Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft geht in die dritte Runde. Im italienischen Franciacorta werden in den fünf üblichen Kategorien die Sieger ausgemacht.
Franciacorta liegt auf halbem Weg zwischen Mailand und dem Gardasee und ist zum ersten Mal Schauplatz für einen Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Die Spannung ist auf der 1,3 Kilometer langen Strecke also allein schon deswegen garantiert, weil für viele Piloten der Rundkurs bei Brescia Neuland ist.
78 Fahrer und Fahrerinnen haben sich für den dritten Lauf eingeschrieben. Für sie alle geht es so langsam ans Eingemachte. Nach Franciacorta stehen nur noch zwei Läufe auf dem Programm: am 22. August im französischen Levier und am 25. September das grosse Finale in Wohlen.
Das grösste Teilnehmerfeld in Franciacorta stellt die X30 Challenge Switzerland. 23 Piloten sind dort am Start. Und alle jagen Savio Moccia. Der Volvo-Mechaniker ist als Einziger in der bisherigen Saison ungeschlagen geblieben. Bei jedem Rennen landete der Berner einen Start-Ziel-Sieg. Logisch, dass die Konkurrenz diese Serie brechen will. Erster Verfolger ist Moccias «Nachbar» Kilian Streit. 34 Punkte liegt der Mann aus dem Spirit Racing Team zurück. Doch Streit ist bei weitem nicht der Einzige, der Moccia in Bedrängnis bringen möchte. Die Geschwister Tanja und Michael Müller sind in Franciacorta ebenfalls am Start. Und sie sind die Letzten, die Moccia bezwungen haben. Tanja Müller gewann beim Saisonabschluss 2020 in 7 Laghi den Finallauf. Bruder Michael siegte im zweiten Vorlauf. «Ich bin noch nie in Franciacorta gefahren», sagt Moccia. «Und es hat ein paar Fahrer dabei, die nicht um den Titel fahren. Deshalb muss ich genau schauen, was Kilian macht und schauen, dass ich möglichst viele Punkte hole.»
Mit dem knappsten Vorsprung von allen Kategorien reist OK Senior Patrick Näscher in die Lombardei. Nur elf Punkte trennen ihn und seinen Teamkollegen im Kartteam Meier, Alain Baeriswyl. «Ich gehe davon aus, dass Alain wieder schnell sein wird», sagt der Liechtensteiner. «Und ich hoffe, dass wir als Team wieder ein gutes Resultat einfahren können. Aber auch viele anderen hatten in Pavia einen guten Speed. Und weil es eine sehr schnelle Strecke ist, werden die Abstände vermutlich sehr gering sein. Ich bin gespannt wie sich die Piste übers Wochenende entwickelt.» Hinter Näscher und Baeriswyl lauert Alessio Fagone auf dem dritten Zwischenrang. Seine Saison ist bisher noch nicht nach Wunsch gelaufen. Von ihm darf man in Franciacorta also Einiges erwarten.
Auch in der Kategorie OK Junior wird es nicht an Spannung mangeln. Elia Pappacena führt dort mit 113 Punkten. Auf Platz 2 folgt Gaspard Le Gallais (96), Dritter ist Ethan Ischer (89) und Vierter Jérôme Huber (82). Ischer hat zuletzt in 7-Laghi ein fast perfektes Wochenende gehabt. Mit drei Siegen hat der Waadtländer mächtig aufgeholt. Pappacena ist also gewarnt. «Ich war schon zwei Mal in Franciacorta und ich weiss, worauf es im Qualifying ankommt», sagt der 14-Jährige aus Rudolfstetten. «Es wird auf jeden Fall enge Rennen mit viel Windschatten-Duellen geben.»
Solche kennen wir bereits bestens aus der Kategorie Super Mini. Mit 19 Fahrern und Fahrerinnen am Start wird es bei den 8- bis 12-Jährigen auch in Franciacorta spannende Positionskämpfe geben. Als Führender kommt Tiziano Kuzhnini nach Italien. Auch er kennt die Strecke bereits von Rennen aus der italienischen IAME Series. «Ich hoffe, dass es in Franciacorta so weitergeht wie bisher», sagt Kuzhnini, der mit einem Vorsprung von 59 Punkten ins Wochenende geht und mit einer ähnlichen Performance wie zuletzt bereits einen grossen Schritt Richtung Meistertitel machen könnte. Hinter Kuzhnini tobt ein wahrer Sechskampf. Matt Corbi, Elia Epifanio, Janik Brechbühl, Dan Allemann, Ben Ziegler und Chiara Bättig liegen nur sechs Punkte auseinander.
Mit nur acht Piloten bildet die Klasse KZ2 das kleinste Feld. Leader bei den Schaltkarts ist Vorjahresmeister Nicolas Rohrbasser. Auch er hat sich mit 47 Punkten Vorsprung schon ein komfortables Polster an den ersten beiden Rennwochenenden herausgefahren. Den Kurs von Franciacorta kennt der Routinier bereits von einer Testfahrt im Februar. «Die Strecke macht richtig Laune. Sie ist sehr schnell, es geht auf und ab – eine richtige Kartstrecke auf der die Schaltkarts bestimmt die Schnellsten sein werden.» Hinter Rohrbasser lauert sein Teamkollege Tobias Widmer. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Nathan Neuhaus und Sebastian Kraft sein. Die beiden KZ2-Neulinge kommen immer besser in Fahrt.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Franciacorta www.savoiechrono.com
WICHTIGER HINWEIS: Wegen Corona findet der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Jeder Pilot darf vier Begleitpersonen mitbringen, welche mittels beiliegendem Formular bei der Strecke im Voraus angemeldet werden müssen. Alle Anwesenden müssen ausserdem eine Selbstdeklaration ausfüllen und bei ihrer Ankunft an der Strecke abgeben. Auf dem Gelände gilt für alle Anwesenden eine Maskenpflicht. Bei der Einreise nach Italien ist ein Anti-Gen-Test, der nicht älter als 48 Stunden alt sein darf, erforderlich.
Zeitplan
Sonntag, 27. Juni
08.00-08.58 Uhr, Offizielles Training
09.05-09.43 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
09.50-11.30 Uhr, Rennen 1
11.30-12.20 Uhr, Mittagspause
12.20-14.00 Uhr, Rennen 2
14.00-16.05 Uhr, Finalläufe (Siegerehrungen jeweils im Anschluss an die Finalläufe)
Und noch was: Am Samstag wird es nach den Trainingsläufen ab 18 Uhr eine Infoveranstaltung (inkl. Apéro) geben. Den Meistern in den Kategorien KZ2, OK Senior, OK Junior und X30 Challenge Switzerland winkt am Ende der Saison nämlich eine Testfahrt in einem VW Golf GTI TCR von Autorama Motorsport. Fahrzeug und Team (inklusive den Fahrern Yannick Mettler und Miklas Born) werden in Franciacorta vor Ort sein und Fragen rund um den Test und den Einstieg in den Automobilrennsport beantworten. Eingeladen sind alle Fahrer (inkl. Eltern). Natürlich auch die, die sich in der Meisterschaft nicht auf Titelkurs befinden. Die Initianten und der vor Ort ausgestellte VW Golf GTi TCR freuen sich auf zahlreiches Erscheinen.
WEC-Pilot Fabio Scherer und Fach Auto Tech aus Sattel (SZ) spannen zusammen. Der gebürtige Luzerner fährt schon an diesem Wochenende am Red Bull Ring sein erstes Rennen im Porsche Supercup.
Die Kombination aus Schweizer Fahrer und Schweizer Team gibt es im internationalen Profi-Rennsport nicht sehr oft. Das Team von Emil Frey Racing war bis vor Kurzem eine Ausnahme. Dort fahren mit Ricardo Feller und Alex Fontana zwei Eidgenossen auf einem Auto. Im Endurance Cup werden sie sogar noch von einem dritten Schweizer unterstützt: Rolf Ineichen.
Nun kommt eine weitere Schweizer Fahrer-Team-Paarung an den Start. Im Porsche Mobil 1 Supercup, der im Rahmen der Formel 1 ausgetragen wird, fährt Fabio Scherer ab diesem Wochenende für das Team Fach Auto Tech von Alexander Fach.
«Mein Hauptaugenmerk gilt natürlich weiter der WEC und dem Team United Autosports», sagt Scherer, der gerade eben aus seiner Corona-Quarantäne aus Portugal nach Hause kam. «Aber die Gelegenheit für Fach im Porsche Supercup zu fahren, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Es ist immer gut, Fahr- respektive Rennpraxis zu sammeln. Und ich freue mich auf diese Zusammenarbeit.»
Los geht es für Scherer und Fach bereits an diesem Wochenende auf dem Red Bull Ring mit dem zweiten Lauf zur diesjährigen Supercup-Meisterschaft. Sechs weitere Läufe stehen im weiteren verlauf der Saison auf dem Programm.
Beim Auftakt zur Schweizer Rallye-Meisterschaft musste sich Mike Coppens noch hinter Sébastien Carron anstellen. Diesmal, beim zweiten Lauf in Frankreich, gewann Coppens souverän.
An die beiden favorisierten Franzosen Ludovic Gal und Kévin Bochatay kam Mike Coppens nicht heran. Die Erfahrung der beiden ortskundigen Routiniers konnte der 42-jährige Walliser bei seiner ersten Teilnahme an der Rallye des Bornes zwischen Genf und Chamonix wie vorausgesagt nicht wettmachen. Aber das war auch nicht das Ziel von Coppens. Der Mann aus Verbier peilte beim zweiten Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft seinen ersten SM-Sieg an. Und der gelang ihm souverän.
«Das war eine gute Rallye für uns», sagt Coppens, der die Meisterschaft nun anführt. «Und es macht mich besonders stolz, dass Ludovic und Kévin uns zu den Zeiten, die wir gefahren sind, gratuliert haben. Ich habe wieder viel dazugelernt. Das ist sehr wichtig, um sich in Zukunft noch zu verbessern.»
Coppens ärgster Rivale war der amtierende Schweizer Meister Ivan Ballinari. Der Tessiner, der bei der «Chablais» Rang 3 belegte, war diesmal wieder mit seinem vertrauten Co-Piloten Marco Menchini unterwegs und setzte Coppens bis zur achten Wertungsprüfung mächtig zu. Drei Mal war Ballinari sogar schneller als sein Skoda-Markenkollege. Doch dann unterlief dem langen Luganesi ein Fehler. «Ich war wohl etwas zu aggressiv und habe mich im vierten Gang gedreht», sagt Ballinari. «Nach dieser Schrecksekunde war der Rückstand auf Mike zu gross, sodass ich auf den verbleibenden Prüfungen kein Risiko mehr eingegangen bin.»
Nach hinten war der Vorsprung Ballinaris gross genug, um Platz 2 zu verteidigen. Jonathan Michellod war erst ab WP9 schneller als sein Teamkollege bei Lugano Racing. Trotzdem war auch der junge Walliser zufrieden mit seinem Abschneiden. «Ich bin happy mit Platz 3», sagt Michellod. «Wir haben konstant Fortschritte gemacht und diesmal ist mir auch kein Fehler unterlaufen. Um noch weiter nach vorne zu kommen, brauche ich mehr Kilometer.»
Hinter den Top 3 der Schweizer Meisterschaft klassierte sich Joël Rappaz mit einer starken Leistung als Vierter. Fünfter und damit bester Alpine-RGT-Pilot wurde Sérgio Pinto.
Bester Junior und Sieger in der Clio Trophy Swiss war Jérémie Toedtli. Der Neuenburger, der 2019 noch im Skoda Fabia R5 sass und dieses Jahr altershalber die letzte Gelegenheit wahrnehmen möchte, um Junior-Champion zu werden, verwies Ismaël Vuistiner auf Rang 2. «Ich bin natürlich sehr glücklich über dieses Ergebnis», sagt Toedtli, der sich bei der Rallye du Chablais noch mit Platz 3 begnügen musste. «Beim Auftakt war alles neu für mich. Das Auto, die Co-Pilotin – jetzt hat sich alles schon viel vertrauter angefühlt.»
Auch Vuistiner war mit seiner Leistung zufrieden. Obwohl er am ersten Tag zu viele Fehler gemacht habe. «Der Rückstand war dadurch zu gross, um noch um den Sieg zu fahren. Aber es ist schön zu sehen, dass die Spitze so eng zusammenliegt. Es gibt mindestens fünf Teams, die gewinnen können», meint Vuistiner.
In der Trophée Michelin Suisse (für Frontantriebler) machten die Franzosen diesmal die Plätze 1 bis 5 unter sich aus. Walter Mathieu setzte sich wie schon bei der «Chablais» erfolgreich durch. Platz 2 ging an Thomas Battaglia, Dritter wurde Emeric Rey. Bester Schweizer war wie schon bei der «Chablais» Didier Postizzi auf seinem Renault Clio RS R3T.
In der historischen Klasse, der VHC, ging der Sieg an Pascal Perroud. Der Waadländer distanzierte in seinem BMW M3 E30 die Konkurrenz um mehr als zwei Minuten. Zweitbester Schweizer, auf Rang 7 im Gesamtklassement, wurde Claude-Alain Cornuz auf einem Ford Escort RS2000.
Weitere Informationen zur Rallye des Bornes finden Sie im Internet unter www.rallyedesbornes.sitew.fr
Die weiteren Termine der Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021
2.-4. September 2021, Rallye du Mont-Blanc Morzine (F)
24./25. September 2021, Rally del Ticino
21.-23. Oktober 2021, Rallye International du Valais
Edoardo Mortara, Grégoire Saucy, Alex Fontana, Ricardo Feller und um ein Haar auch Nico Müller: Das vergangene Wochenende war für die international im Einsatz stehenden Schweizer von Siegen geprägt!
Der Auftakt zur neuen DTM-GT3 in Monza verlief für die Schweizer Nico Müller und Philip Ellis erst im zweiten Rennen am Sonntag nach Plan. Der Zuger Ellis rollte im ersten Lauf schon am Ende der ersten Runde mit einem technischen Defekt aus. In Durchgang 2 wurde der Mercedes-Pilot Guter Sechster. Müller war im Audi R8 gegenüber der Konkurrenz von Mercedes und Ferrari am Samstag auch noch nicht ganz auf Augenhöhe und musste sich mit Platz 8 begnügen, nachdem ihn Daniel Juncadella im Kampf um einen Platz in den Top 5 umgedreht hatte. Am Sonntag revanchierte sich der Berner und fuhr dank einer perfekt getimten Strategie von Startplatz 4 auf Rang 2 vor. Die Siege beim Auftakt in Monza gingen an Liam Lawson (Ferrari) und Kelvin van der Linde (Audi).
In der DTM Trophy fuhr Yann Zimmer zwei Mal mit seinem BMW auf Platz 6. Der zweite Schweizer, Lucas Mauron, belegte die Plätze 18 und 13.
Den totalen Triumph feierte das Team Emil Frey Racing in der GT World Challenge beim Rennen in Zandvoort. Ricardo Feller und Alex Fontana sicherten sich im Samstagrennen den ersten Saisonsieg. Im zweiten Rennen sicherte sich die Mannschaft aus Safenwil gar einen Doppelsieg. Diesmal standen Norbert Siedler und Albert Costa ganz oben. Fontana/Feller belegten Rang 2. Der dritte Lambo von Emil Frey Racing verpasste das Podest als Vierter knapp.
Im Rahmenprogramm überzeugte ein anderer Schweizer: Grégoire Saucy sicherte sich in der Formula 3 Regional nach zwei herausragenden Qualifyings die Siege Nummer 5 und 6 in dieser Saison. Der Jurassier führt die Meisterschaft bei Halbzeit mit 64 Punkten Vorsprung an!
Auch in der FIA Formel-3-Meisterschaft gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Der Australier Calan Williams sicherte Jenzer Motorsport beim Rennen in Le Castellet mit Platz 3 den ersten Podestplatz seit Monza 2019. Bei den Teams hat Jenzer damit einen grossen Sprung vom letzten auf den siebten Platz gemacht.
Ein absolutes Traumwochenende erlebte auch Edoardo Mortara. Der Genfer sicherte sich beim Doubleheader der Formel E in Puebla (MEX) seinen zweiten Karrieresieg. Mit Rang 3 im ersten Rennen katapultierte sich Mortara an die Spitze des Klassements. Ausruhen kann sich «Edo» dort allerdings nicht. Noch stehen drei Doubleheaders auf dem Programm. Und die besten zwölf Fahrer sind lediglich durch 23 Punkte getrennt!
Rechtzeitig zum nächsten Lauf der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft erscheint das neue Magazin von Auto Sport Schweiz – diesmal mit Kart als Hauptthema.
Es ist wieder soweit: Das nächste Magazin von Auto Sport Schweiz ist da! Wieder haben wir – hoffentlich zu Ihrer Freude – einen Mix aus bunten Themen zusammengestellt.
Thema Nummer 1 ist in unserer zweiten Ausgabe ein Schweizer Kartfahrer, der in diesem Jahr noch ungeschlagen ist. Seine spezielle Vater-Sohn-Beziehung steht stellvertretend für all die, die seit Jahren ihre Söhne respektive Töchter in diesem Sport begleiten und mit Freude an deren Karts schrauben. Ohne sie wäre der Motorsport um ein Kapitel ärmer.
Doch nicht nur die Jungen haben in der neusten Ausgabe ihren Platz. Aus historischer Sicht setzen wir zwei weitere Schwerpunkte. Dabei dreht es sich um einen Rekordsieger und vier Herren, die bei einer Racing-Sonderedition von «Wer wird Millionär?» definitiv abräumen würden. Aber lassen Sie sich überraschen. Heft Nummer 2 ist demnächst in Ihrem Briefkasten.
Zusammen mit dem Team Autorama und dem Förderprogramm Mission:Pro offeriert Auto Sport Schweiz den Schweizer Kart-Meistern 2021 aus den Kategorien KZ2, OK Senior, OK Junior und X30 einen besonderen Preis.
Der Auf- respektive Umstieg vom Kart- in den Automobilrennsport gestaltet sich oft sehr schwierig. Und ist in der Regel mit deutlich höheren Kosten verbunden. Wer den klassischen Weg über den Formelsport wählt, muss schon auf der untersten Stufe, der Formel 4, richtig tief in die Tasche greifen.
Dass es auch günstiger geht, beweisen die Beispiele der ehemaligen Schweizer Kartfahrer Julien Apothéloz und Miklas Born. Die beiden haben über die TCR den Weg in den internationalen GT-Sport gefunden. Beide fahren in diesem Jahr in der GT World Challenge und sind ihrem Ziel, Profirennfahrer zu werden, einen grossen Schritt näher gekommen.
Gemeinsam mit dem Team Autorama und dem Förderprogramm Mission:Pro offeriert Auto Sport Schweiz den Schweizer Kart-Meistern 2021 aus den Kategorien KZ2, OK Senior, OK Junior und X30 Challenge Switzerland deshalb eine Testfahrt im VW Golf GTi TCR von Autorama Motorsport.
Damit die Schweizer Kart-Gemeinde einen Eindruck von diesem Projekt bekommt, findet am Vorabend des dritten Laufs zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen Franciacorta am Samstag, 26. Juni, ab 18 Uhr eine Infoveranstaltung inkl. einem kleinen Apéro statt. Vor Ort werden Autorama-Teamchef Stefan Tanner sowie die beiden Piloten Yannick Mettler und Miklas Born informieren und allfällige Fragen beantworten.
Der Test für die vier Meister in den Kategorien KZ2, OK Senior, OK Junior und X30 Challenge Switzerland wird voraussichtlich im März 2022 stattfinden. Die Gewinner werden frühzeitig informiert.
Eingeladen sind alle Fahrer (inkl. Eltern). Natürlich auch die, die sich in der Meisterschaft nicht auf Titelkurs befinden. Die Initianten und der vor Ort ausgestellte VW Golf GTi TCR freuen sich auf zahlreiches Erscheinen.
Bei all den schlechten Nachrichten! Hier kommt die Gute! Für das Bergrennen Oberhallau können sich Fahrer und Fahrerinnen bis 30. Juni 2021 einschreiben.
Mit der Absage der beiden Bergrennen am Gurnigel und in Massongex ist klar: Es wird 2021 (wie schon 2020) keine Schweizer Berg-Meisterschaft geben. Dennoch gibt es für alle Piloten und Pilotinnen einen Lichtblick: Das Rennen in Oberhallau am 28./29. August soll stattfinden. Der Veranstalter hat auf seiner Homepage www.bergrennen-oberhallau.ch die Einschreibung (bis 30. Juni) eröffnet.
«Wir wollen unser Rennen unbedingt durchführen», sagt Vereinspräsident Sascha Schlatter. «Erstens für die Fahrer und zweitens, damit es in unserer Gegend wieder eine Veranstaltung gibt.» Der Aufruf an die «Berg-Gemeinde» auf der Facebook-Seite des Veranstalters ist deshalb auch unmissverständlich: Liebe Fahrer, jetzt seid ihr gefragt, denn wir brauchen euch!
Auto Sport Schweiz drückt dem Veranstalter die Daumen. Und auch der Autor dieser Zeilen würde sich wünschen, wenn wenigstens ein Bergrennen in der Schweiz 2021 stattfinden würde!
Kurz nachdem das Bergrennen am Gurnigel abgesagt wurde, steht auch fest, dass das Bergrennen in Massongex erst wieder 2022 stattfinden wird.
Lange Zeit hat es so ausgesehen, als ob das Bergrennen in Massongex am 21./22. August stattfinden würde. Doch nach der Absage vom Gurnigel findet nun auch das Rennen im Unterwallis erst wieder 2022 statt.
«Aufgrund der Gesundheitskrise haben es viele Bergrennen vorgezogen, ihre Veranstaltungen auf 2022 zu verschieben. Stand heute sind nur noch zwei Rennen im Kalender 2021 übrig. Trotz unserer Motivation und vor allem unseres Wunsches (das Rennen durchzuführen), sind wir gezwungen, unsere Veranstaltung auf das Jahr 2022 zu verschieben. Wir danken Ihnen sehr für Ihre Unterstützung und hoffen, Sie im nächsten Jahr wiederzusehen.»
Die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021 geht am kommenden Freitag/Samstag in die zweite Runde – mit der Rallye des Bornes auf halbem Weg zwischen Genf und Chamonix.
Ende April hat die Nationale Sport-Kommission (NSK) entschieden, die in Frankreich ausgetragene Rallye des Bornes definitiv in den Kalender der Rallye-SM 2021 aufzunehmen. Die Rallye mit dem Servicepark in La Roche-sur-Foron, knapp eine halbe Stunde südöstlich von Genf, ist damit nach der Rallye du Chablais der zweite Lauf zur diesjährigen Schweizer Meisterschaft.
Zahlreiche Schweizer haben sich für die 30. Ausgabe der Rallye des Bornes eingeschrieben. Insgesamt stehen bei den modernen Fahrzeugen 116 Autos am Start. Zu den Favoriten auf den Gesamtsieg zählen die beiden Franzosen Kevin Bochatay (Skoda Fabia R5) und Ludovic Gal (VW Polo R5), die bei der vorerst letzten Ausgabe der Rallye des Bornes 2019 auf den Plätzen 1 und 2 landeten.
Favorit auf den Sieg in der Schweizer Meisterschaft ist Mike Coppens. Der 42-jährige Walliser hat zuletzt bei der Rallye du Chablais als einziger Fahrer dem dortigen Sieger Sébastien Carron die Stirn bieten können. Ob Coppens auch in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen kann, wird sich zeigen. Für den Skoda-Fahrer aus Verbier ist es die erste Teilnahme bei der Rallye des Bornes. Und die sechste Rallye 2021 insgesamt. «Ich werde mich auf meinen Job und meine Ziele konzentrieren; so wie immer», sagt Coppens. Die Resultate sind dann die logische Konsequenz – oder halt eben nicht. Aber ich denke gar nicht an einen möglichen Sieg. Schon gar nicht an einen Gesamtsieg. Die Franzosen sind auf ihrem Terrain unschlagbar.»
Neben Coppens dürften unter normalen Umständen Ivan Ballinari und Jonathan Michellod die beiden verbleibenden Plätze auf dem SM-Podest unter sich ausmachen. Wobei Michellod nach seinem Ausritt bei der «Chablais» noch etwas gut zu machen hat.
«Es wäre überzogen zu glauben, dass wir, ohne einen Test gemacht zu haben, eine Chance gegen Mike haben», sagt der amtierende Schweizer Meister Ballinari, der bei der Rallye des Bornes wieder auf Marco Menchini als Beifahrer zurückgreift. «Das Schlussklassement der Chablais widerspiegelt das aktuelle Kräfteverhältnisse in der Schweizer Meisterschaft exakt. Und mein Teamkollege Jonathan Michellod hat ebenfalls gezeigt, was er kann. Es wird also sehr eng werden. Aber wir werden Spass haben, da bin ich mir sicher.»
Zu den weiteren Schweizern in der Top-Klasse zählen auch Joël Rappaz und Alain Blaser, die bei der «Chablais» die Plätze 5 respektive 6 belegten.
Spannung ist auch bei den Junioren respektive der Clio Swiss Trophy angesagt. Die Top 3 der «Chablais», sprich David Erard, Sacha Althaus und Jérémie Toedtli, werden sich auf ihren Renault Clio RSR Rally5 auch in Frankreich nichts schenken. Beim ersten Aufeinandertreffen Ende Mai lag das Trio im Ziel nur 7,1 Sekunden auseinander. Ebenfalls am Start ist Ismaël Vuistiner. Der Walliser ist vom Alter her nicht mehr bei den Junioren startberechtigt, hat aber im Rahmen der Clio Swiss Trophy bei der «Chablais» bis zu seinem Unfall in WP5 mit 25 Sekunden souverän geführt.
Auch in der Trophée Michelin Suisse wird es am Wochenende wieder spannend. Dort kommt es nämlich zur Neuauflage des Duells Walter Mathieu aus Frankreich gegen Didier Postizzi aus La Chaux bei Morges.
Und wie schon bei der «Chablais» kommen auch die Fans der historischen Rallye-Autos auf ihre Rechnung. 34 Teams haben sich in der Kategorie VHC eingeschrieben. Zu den Favoriten zählt Pascal Perroud. Der 40-jährige Waadtländer hat bei der «Chablais» bis zur vierten WP auf Platz 2 gelegen – und schied dann aus.
Los geht die Rallye am Freitagmorgen (18. Juni 2021) mit der WP1 von Monnetier nach Cruseilles. Insgesamt stehen elf Wertungsprüfungen an zwei Tagen auf dem Programm. Weitere Informationen zur Rallye des Bornes finden Sie im Internet unter www.rallyedesbornes.sitew.fr
Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021
27.-29. Mai 2021, Rallye du Chablais
18./19. Juni 2021, Rallye des Bornes (F)
2.-4. September 2021, Rallye du Mont-Blanc Morzine (F)
24./25. September 2021, Rally del Ticino
21.-23. Oktober 2021, Rallye International du Valais
Das Bergrennen am Gurnigel vom 11./12. September findet nun doch nicht statt. Das hat der Vorstand in einer Sitzung von gestern Dienstag entschieden.
An der Sitzung vom 15. Juni 2021 hat der Vorstand vom Verein Bergrennen Gurnigel entschieden, das Bergrennen am Gurnigel vom 11./12. September 2021 abzusagen.
«Die Unsicherheiten bezüglich der COVID-19-Situation sind zu gross», heisst es auf der Homepgae des Veranstalters. «Dazu sind die signifikanten Mehrkosten, sowie der grosse personelle Aufwand und die Möglichkeiten betreffend der bestehenden Infrastruktur zur Umsetzung eines Schutzkonzeptes für den Verein nicht tragbar. Wir freuen uns das 51. Gurnigelrennen am 10./11. September 2022 durchzuführen.»
Wie am 26.04.2021 informiert, werden in diesem Jahr, aufgrund der epidemiologischen Lage und um den Piloten und Veranstaltern entgegen zu kommen, die Lizenzgebühren Automobil bereits ab dem 01. Juli 2021 um die Hälfte reduziert.
Die Reduktion von 50% bezieht sich auf folgende Gebühren für die Jahreslizenz: REGionale Fahrer-/Bewerberlizenz, NATionale (inkl. Junior) Fahrerlizenz, INTernationale Fahrerlizenz, NAVigator Lizenz, Private Bewerberlizenz (Stufe NAT/INT) und Unfallversicherung
Die Lizenzanträge können bereits jetzt mit dem Vermerk des Datums, 01.07.2021, eingesendet und auch die Gebühren bezahlt werden. Somit können die Gesuche im Voraus bearbeitet werden und die Lizenz wird anschliessend per 01.07.2021 zugestellt.
Für allfällige Fragen steht Ihnen Auto Sport Schweiz gerne zur Verfügung.
Und wieder gab es am Wochenende Schweizer Siege auf internationalen Rennstrecken. Herausragend waren dabei vor allem die Leistungen von Jeffrey Schmidt (GT Masters) und Sébastien Buemi (WEC).
Jeffrey Schmidt war beim zweiten Lauf des ADAC GT Masters in Spielberg (A) zusammen mit seinem deutschen Teamkollegen Marvin Kirchhöfer das Duo des Wochenendes. Der Baselbieter, der beim Auftakt in Oschersleben noch mit den Wetterkapriolen haderte, sicherte sich im zweiten Rennen am Sonntag seinen ersten Saisonsieg. Tags zuvor landete das Corvette-Duo auf dem dritten Rang. «Hier zu gewinnen ist sehr schwer, wir konnten uns keine Fehler erlauben», sagt Schmidt. «Wir haben alles gegeben und sind sehr froh über den Sieg. Am Start konnten wir uns gut aus dem Chaos raushalten und nach den Restarts sind wir gut weggekommen. Ich freue mich schon auf Zandvoort.»
Schmidt war bei weitem nicht der einzige Schweizer, der Punkte am Red Bull Ring holte. Raffaele Marciello verpasste das Podium im ersten Durchgang als Vierter knapp. Im Sonntagsrennen wurde der Mercedes-Werksfahrer Zehnter. Rolf Ineichen sicherte sich die Plätze 7 und 5. Und Ricardo Feller zog als zweitbester Junior am Sonntag Rang 7 an Land. In Führung bleibt das am Samstag erfolgreiche Duo Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller. Bester Schweizer im Zwischenklassement ist Marciello als Vierter (48 Punkte) knapp vor Schmidt (46).
Seinen zweiten Saisonsieg feierte Sébastien Buemi beim 8-Stunden-Rennen in Portimão im Rahmen der WEC. Allerdings war der Zweikampf mit dem Toyota-Schwesterauto diesmal deutlich knapper als noch beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps. Der Waadtländer kreuzte die Ziellinie nach 300 Runden mit gerade mal 1,8 Sekunden Vorsprung auf den Toyota mit der #7. «Wir waren auf einer etwas anderen Strategie als der zweite Toyota. Vom ersten Stint an waren wir in der Lage, eine Runde länger draussen zu bleiben», sagt Buemi, der in der Meisterschaft nun mit 22 Punkten in Führung liegt.
Podestplätze gab es in Portugal auch für Neel Jani (Dritter in der GTE Pro) und Thomas Flohr (Dritter GTE Am). Esteban Garcia und Mathias Beche feierten ihren ersten Sieg in der Amateurklasse der LMP2. Für Louis Delétraz endete das erste WEC-Rennen der Saison auf Rang 5. Nicht am Start war Fabio Scherer. Der Auftaktsieger von Spa musste nach einem positiven COVID-19-Test ausgerechnet an seinem 22. Geburtstag zuschauen… Sein Team United Autosports wurde mit Ersatzfahrer Wayne Boyd Dritter.
Einen Achtungserfolg erzielte Joshua Dufek. Beim Gaststart zur ADAC Formel 4 am Red Bull Ring belegte er in Lauf 2 den vierten Platz. Samir Ben hat mit zwei zwölften Plätzen ebenfalls wertvolle Erfahrung gesammelt.
Nennschluss (Einschreibung unter: www.go4race.ch) für den dritten Lauf vom 26./27.06.2021 in Franciacorta (ITA) ist am 20.06.2021 um 24.00 Uhr.
Wir freuen uns auf deine Einschreibung für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft 2021 und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung.
Mitte Juli soll in Frauenfeld der erste Slalom zur Schweizer Meisterschaft stattfinden. Wer sich noch nicht eingeschrieben hat, kann das noch bis zum 21. Juni nachholen. Auch Helfer sind herzlich willkommen.
Sechs Slaloms standen 2021 ursprünglich auf dem Programm zur Schweizer Meisterschaft. Zwei (Bure und Romont) haben wegen der Corona-Pandemie ihre Veranstaltung abgesagt. Vier Organisatoren, darunter der ACS Thurgau mit den Auto-Renntagen in Frauenfeld, glauben weiter fest daran, ihr Rennen austragen zu können. Für den Slalom von Frauenfeld vom 17./18. Juli laufen die Vorbereitungen zurzeit auf Hochtouren.
Seit dem 1. Juni ist die Einschreibung für den ersten SM-Slalom des Jahres in Frauenfeld eröffnet. Für all die, die sich bisher noch nicht eingeschrieben haben, bietet sich noch bis 21. Juni die Gelegenheit, dies unter dem folgenden Link nachzuholen:
http://go4race.ch/go4race/inscription/event.asp?mcaID=1&navid=3
Im Anhang (unten) finden Interessierte auch die Ausschreibung mit den zugelassenen Kategorien und allen wichtigen Bestimmungen.
Für Fahrer und Fahrerinnen hat der ACS Thurgau auf seiner Homepage ausserdem eine Extraseite mit Fahrerinfos eingerichtet. Siehe:
https://www.acs.ch/de/sektionen/thurgau/motorsport/auto-renntage-frauenfeld/fahrer.php
Um den Anlass durchzuführen, braucht es aber nicht nur ein möglichst grosses Starterfeld, auch ist der ACS Thurgau als Veranstalter auf ausgebildete Funktionäre/Streckenposten angewiesen. Wer in Frauenfeld als «Helfer» vor Ort sein möchte, kann sich mit dem Antworttalon (siehe unten) anmelden.
Dass reges Interesse an einer Rückkehr zu gewohnten Motorsport-Aktivitäten herrscht, zeigt auch ein Blick auf die Slalom-Testtage in Ambri. Diese finden dieses Jahr eine Woche vor den Auto-Renntagen in Frauenfeld statt und sind bereits ausgebucht. Auf der Webpage des Veranstalters, der Equipe Bernoise, können sich Interessierte auf eine Warteliste setzen.
https://www.equipebernoise.ch/anm-wlstt-ambri2020
Der Kalender der Schweizer Slalom-Meisterschaft sieht (Stand heute) wie folgt aus:
17./18. Juli, Frauenfeld
25./26. September, Drognens
2./3. Oktober, Ambri
30./31. Oktober, Bière
Alexander Fach hat am zweiten Rennwochenende des Porsche Sports Cup Suisse das Punktemaximum geholt. Ein schöneres Geschenk zu seinem 19. Geburtstag hätte er sich selber nicht machen können.
Zwei Tage vor seinem 19. Geburtstag durfte Alexander Fach zufrieden mit sich sein – das zweite Rennwochenende der neuen Saison lief für den amtierenden Champion des GT3 Cup nach Plan: Auf dem Lausitzring fuhr er im Qualifying auf die Pole-Position, gewann nach dem ersten auch den zweiten Lauf und setzte jeweils die schnellste Rennrunde. Maximale Punkteausbeute, mehr geht nicht. Sein Projekt Titelverteidigung befindet sich auf einem guten Weg.
Erster Leidtragender dieser Dominanz ist der amtierende Vizemeister Dominik Fischli. Ebenso wie Fach wird er vom Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG im zweiten Jahr als Förderpilot unterstützt. Dieses Vertrauen rechtfertigte er in Sachsen mit zwei unbedrängten zweiten Plätzen. Spannender fiel der Kampf um die dritten Positionen aus. In Rennen eins sicherte sich Gregor Burkard diesen Platz vor dem Schweden Mike Knutzon. Dieses Ergebnis deutete sich auch in Lauf zwei an – bis zur siebten Runde: Zu diesem Zeitpunkt fiel Gregor Burkard weit zurück und wurde schlussendlich nur als Elfter gewertet, während Knutzon erstmals der Sprung aufs Podest gelang. Für den Absolventen der Porsche Racing Experience ein tolles Resultat.
Eine starke Vorstellung lieferte in der Lausitz auch Peter Hegglin ab. Im ersten Lauf musste er bereits in der Startrunde aufgeben – nur um sich im zweiten zu revanchieren: Von Startplatz elf kämpfte er sich auf furiose Weise bis auf Rang fünf nach vorn.
«Das war natürlich ein geniales Wochenende für mich. Wir haben den ganzen Renntag dominiert und alle Punkte mit nach Hause genommen, die es zu gewinnen gab», freut sich Alexander Fach. «Die Strecke am Lausitzring ist sehr technisch und anspruchsvoll, das kam mir sicher entgegen. Das Team hat einen grandiosen Job gemacht und mir ein super Auto zur Verfügung gestellt.»
Im Feld der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR durfte sich Laurent Misbach über seine beiden ersten Saisonerfolge freuen. Die Klasse für den Mittelmotor-Rennwagen ohne MR-Paket entschied zweimal Philip Hagnauer für sich. Die Gruppe Open GT sah jeweils den Porsche 911 GT3 Cup von Ray Calvin als Sieger. Den Gleichmässigkeits-Wettbewerb der Porsche Drivers Competition gewann wie bereits im österreichischen Spielberg Nicolas Garski.
Am 22. Mai 2021 ist im Alter von 84 Jahren der ehemalige Schweizer Rennfahrer Bruno Wernli aus Au im St.Galler Rheintal gestorben.
Wernli gehörte nicht zu den ganz «Grossen» in der Schweizer Motorsportszene, erreichte aber 1970 Bekanntheitsgrad, als er an der Seite von Peter Sauber massgeblich beim Bau des Saubers C1 beteiligt war. Wernli, der zuvor mit bescheidenem Budget einige Jahre ohne herausragende Resultate auf kleinen Rennwagen gefahren war, steuerte unter anderem seinen F3-Brabham BT15 zum Bau des ersten Saubers bei.
Peter Sauber besass damals als gelernter Elektromonteur nur geringe Kenntnisse im Bereich Motorsport, war aber weitsichtig genug, sich für die Verwirklichung seiner Ambitionen die Unterstützung von Fachleuten wie Konstrukteur Rudolf Siegfried, Kunststoff-Spezialist Max Sammet oder eben Bruno Wernli zu sichern.
Über den Winter gehörte Wernli so zu den Hauptakteuren beim Bau des Sauber C1. Quasi als Belohnung durfte er dafür im Sauber-Team während der Saison 1970 das zweite Auto steuern. Obwohl dieses Exemplar über den schwächeren Motor verfügte, war er zuweilen nicht langsamer als sein Chef, beugte sich aber zugunsten von Saubers Titelambitionen der Stallregie.
Wernli hinterlässt seine Ehefrau Denise Wernli-Jeanbourquin und seine beiden Kinder Lilian und Jens. Auto Sport Schweiz spricht der Familie, den Verwandten und Freunden des Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus.
Der ganz grosse Schweizer Erfolg wollte an diesem Wochenende nicht gelingen. Doch auch Klassensiege am Nürburgring müssen zuerst herausgefahren werden – vor allem bei solch widrigen Bedingungen.
Mit nur 9 ½ Stunden effektiver Fahrzeit war die 49. Auflage der 24 Stunden am Nürburgring das bislang kürzeste Rennen in der Geschichte. Nur 59 Runden wurden abgespult. Dichter Nebel verhinderte einen normalen Rennbetrieb bis in die späten Morgenstunden. Der Sieg ging zum siebten Mal insgesamt an die Manthey-Truppe. Bester Schweizer war Mercedes-Werksfahrer Raffaele Marciello auf Platz 3. Nico Müller schaffte es im besten Audi auf Rang 5 und meinte hinterher: «Was für ein verrücktes Rennen! Mit Regenreifen im Trockenen gestartet, danach auf Slicks im Nassen, eine Stunde lang Aquaplaning auf full-wets, dicker Nebel – und dann von Platz 17 beim Restart noch auf Platz 5 vorgefahren – und das alles in elf Stunden!»
Eine starke Leistung bot auch das Mercedes-Team von DTM-Neuling Philip Ellis. Der Zuger gewann als Gesamt-16. Die Klasse SP-X. Auch 24H-Series-Champion Miklas Born und Ranko Mijatovic siegten mit ihrem BMW-Team in der stark besetzten Serienwagenklasse V2T. Platz 2 gab es für Jasmin Preisig, Frédéric Yerly und Gustavo Xavier in der Klasse SP3T auf VW Golf GTI TCR.
Nach zwei Saisonsiegen in Folge gab es für Louis Delétraz bei der ELMS in Le Castellet diesmal nur Platz 5 in der LMP2. «Wir hatten gegen Rennende mit einer Full Course Yellow etwas Pech. Aber wie sagt man so schön: Man gewinnt als Team, man verliert als Team. Und wir liegen in der Gesamtwertung immer noch in Fürhung.» Auch Nicolas Maulini stand nach zwei Siegen diesmal nicht ganz oben. Mit Rang 2 baute der Genfer und sein Cool Racing Team den Vorsprung in der LMP3 aber weiter aus. Zweiter wurde auch die Schweizer Truppe von Spirit of Race in der LMGTE.
An seine guten Leistungen zuletzt in Monaco knüpfte auch Formel-2-Pilot Ralph Boschung an. Dank einem sechsten und einem fünften Platz in Baku liegt der Walliser nun in den Top 10 der Gesamtwertung. Der Rückstand auf den Gesamtführenden Guanyu Zhou beträgt nach drei von acht Rennwochenenden 42 Punkte.
Einen Aufwärtstrend gab es in Misano für die CH-Delegation bei der Formel 4 in Italien. Samir Ben setzte im ersten Durchgang als Zwölfter eine Duftmarke. Joshua Dufek punktete als Neunter respektive Sechster in den Läufen 2 und 3. Und auch Eron Rexhepi aus Richterswil erzielte als 16. sein bisher bestes Saisonergebnis.
Ende Oktober finden in Südfrankreich die FIA Motorsport Games statt. Auto Sport Schweiz will auch dieses Mal eine Delegation stellen. Wer Interesse hat, kann sich beim Verband melden.
Vom 29. bis 31. Oktober finden in und rund um Le Castellet die FIA Motorsport Games statt. Es ist die dritte Ausgabe, bei welcher Rennfahrer einen Hauch von «olympischer» Luft schnuppern dürfen. Wobei die erste Ausgabe 2018 in Bahrain lediglich aus einem GT3-Rennen bestand. 2019 wurde das Programm mit Kart, Formel 4, Tourenwagen, GT, Drifting und Sim-Racing auf sechs Disziplinen erweitert.
In diesem Jahr sind 18 verschiedene Kategorien am Start. Dazu gehören:
Auto Slalom (2 Fahrer, mixed)
Cross Car Jr.
Cross Car Sr.
Simracing
Drifting
Endurance (2 Fahrer, 1x Silber, 1x Bronze)
Formula 4
GT (2 Fahrer, 1x Silber, 1x Bronze)
GT Sprint
Historic Rallye (Fahrer und Beifahrer)
Historic Regularity Rallye (Fahrer und Beifahrer)
Karting Endurance (4 Fahrer, mixed)
Karting Slalom (2 Fahrer, mixed)
Karting Sprint Jr.
Karting Sprint Sr.
Rallye 2 (Fahrer und Beifahrer)
Rallye 4 (Fahrer und Beifahrer)
Tourenwagen
Eine genaue Auflistung und Teilnahmeanforderungen findet man im Internet unter www.fiamotorsportgames.com. Schweizer Rennfahrer/Innen, die Interesse haben, in der einen oder anderen Disziplin anzutreten, sollen sich bei Auto Sport Schweiz bis Ende Juni melden (Tel. 031 979 11 11 oder e-Mail: eichenberger@motorsport.ch). Der Platz in der Disziplin Sim-Racing ist bereits vergeben. Die Schweiz wird dort von Thomas Schmid vertreten, der 2020 die offizielle Schweizer Sim-Racing-Meisterschaft gewann.
Mit der Rallye du Chablais kehrte nach fast 600 Tagen Pause wieder Normalität in den Schweizer Motorsport. Leider gab es auch mehrere Unfälle. Wir haben in drei Fällen nachgefragt, wie es um die Verletzten steht.
Vincent Blanc und Co-Pilot Sébastien Derivaz dürfen noch diese Woche das Spital verlassen. Das hat uns der 28-jährige Blanc aus Ayent am Telefon bestätigt. Blanc hat sich beim Unfall eine Verletzung an der Wirbelsäule zugezogen. Auch Beifahrer Derivaz wurde mit der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht. Er hat sich laut Blanc vor allem am Brustkorb verletzt.
Der Unfall ereignete sich nach der Zieldurchfahrt der WP9. «Es gibt da fünf bis zehn Meter nach dem Zielstrich eine Unebenheit auf der Strasse», sagt Blanc. «Diese habe ich beim Bremsen erwischt. Und bei 130 km/h wurde aus diesem kleinen Buckel plötzlich ein grosser und wir sind abgeflogen.»
Für Blanc war es erst die dritte Rallye nach der Valais 2019 und der Chablais 2018. Co-Pilot Derivaz sass gar zum ersten Mal auf dem Beifahrersitz des Peugeot 106 GTI. Glücklich darüber, dass der Unfall den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen sei, meint Blanc: «Die Saison ist für uns gelaufen. Wir haben die nächsten drei bis sechs Monate von den Ärzten aus ein Startverbot.»
Auf die Frage, ob der Unfall im Zusammenhang mit der langen Corona-Pause stehe, winkt Blanc ab. «Das glaube ich nicht. Wir haben uns seriös vorbereitet – zum einen auf der Rundstrecke, zum anderen bei Testfahrten von Michelin.»
Ein weiteres Rallye-Duo, das die Chablais wegen eines schweren Unfalls nicht beenden konnte, war Patrick Bagnoud und seine Beifahrerin Yvelise Renna. Der Genfer und die Walliserin verunfallten in ihrem Citroën C2 R2 Max auf der dritten WP. Bagnoud ist im Krankenhaus CHUV in Lausanne, Renna befindet sich im Spital in Sion. Der erfahrene Rallyepilot Bagnoud (mehr als 90 Rallyes seit 1995) liess auf Anfrage ausrichten, dass er sich im Moment noch nicht in der Lage fühle, Auskunft über den Gesundheitszustand zu geben.
Auch die Beifahrerin von Alain Röthlisberger, Chloé Chaignat, ist nach wie vor im Spital. Sie hat bei einem Unfall in auf der ersten Wertungsprüfung eine doppelte Beckenfraktur und einen gebrochenen Wirbel zugezogen und wurde ebenfalls mit dem Hubschrauber abtransportiert. «Das Letzte, was ich gehört habe», sagt Röthlisberger, «war, dass sie für beide Frakturen keine Operation benötigt. Aber sie kann noch nicht entlassen werden.»
Auto Sport Schweiz wünscht allen an der «Chablais» verunglückten Rallye-Fahrern respektive -Beifahrern gute Besserung und eine rasche Genesung.
Grégoire Saucy hat die Schweizer Flagge auch am vergangenen Wochenende hochgehalten. Mit seinem vierten Sieg in der Formel 3 Regional. Nicht so rund lief es Simona De Silvestro bei ihrer sechsten Teilnahme am Indy 500.
Simona De Silvestro hat bei ihrer sechsten Indy-500-Teilnahme die Zielflagge nicht gesehen. Die 32-jährige Thunerin war nach 169 von 200 Runden an die Box gefahren und kam von dort nicht mehr weg. Der Grund: Die Hinterradbremsen blockierten. Ein Defekt, der im Oval immer wieder auftreten kann, weil die Bremsen kaum benötigt werden, da eh immer Vollgas gefahren wird. De Silvestros bestes Ergebnis beim Indy 500 bleibt damit der 14. Platz von 2010, dem Jahr ihrer ersten Teilnahme. Der Sieg im Nudeltopf ging zum vierten Mal an den inzwischen 46-jährigen Hélio Castroneves!
Besser lief es am Wochenende dem Jurassier Grégoire Saucy. Der Führende in der Formel 3 Regional sicherte sich in Le Castellet seinen vierten Saisonsieg und baute damit die Führung im Gesamtklassement aus. Saucy hätte gar das Punktemaximum holen können, wäre er nach dem ersten Lauf (souveräner Start-Ziel-Sieg) nicht bei der Nachkontrolle hängengeblieben. Weil sein Auto nicht regelkonform war, wurde er disqualifiziert. Die restlichen Schweizer sind auch nach dem vierten von zehn Läufen punktelos.
Ebenfalls in Le Castellet fand die dritte Runde zum Endurance-Cup im Rahmen der GT World Challenge statt. Diesmal schaffte es kein Schweizer aufs Podium im Gesamtklassement. Bester Eidgenosse war Raffaele Marciello als Sechster. Der schnellste Lamborghini vom Emil Frey Racing mit Alex Fontana, Riciardo Feller und Rolf Ineichen wurde 13. respektive Zweiter in der Silber-Wertung. Nicht gewertet wurden Miklas Born und Yannick Mettler. Ihr Teamkollege Jordan Love war in eine Kollision verwickelt. Der unplanmässige Reparaturstopp warf das Trio weit zurück.
Einen Podestplatz gab es noch für die Schweiz. Ronnie Bratschi wurde beim EM-Berglauf Ecce Homo Zweiter in seiner Klasse (hinter Dan Michl). Der Gesamtsieg in Tschechien ging an Christian Merli aus Italien.
Überschattet wurde das Wochenende aus motorsportlicher Sicht mit dem tödlichen Unfall von Jason Dupasqier (19) beim Moto3-Qualifying in Mugello. Auto Sport Schweiz spricht der Familie und den Freunden von Jason Dupasquier sein herzliches Beileid aus!
Die Veranstalter der Rallye du Chablais haben es vorgemacht. Und auch die Organisatoren der Auto-Renntage Frauenfeld sind guten Mutes. Trotzdem gibt es weiter Absagen: so etwa beim Bergrennen St.Ursanne – Les Rangiers.
Die Auto-Renntage Frauenfeld hätten ursprünglich Ende April stattfinden sollen. Die Corona-Pandemie verhinderte das. Doch statt den Event abzusagen, entschied sich der ACS Thurgau als Veranstalter den Slalom auf den 17./18. Juli zu verschieben. Die Weitsicht und der Mut für diese Entscheidung werden nun belohnt. Dank den Lockerungen des Bundesrates stehe dem Anlass, so der Veranstalter gegenüber Auto Sport Schweiz, Stand heute nichts mehr im Weg.
Das Organisationskomitee ist der Meinung, dass man trotz der massiven Auflagen und der verschiedenen Anpassungen und Schwierigkeiten den Slalom Frauenfeld 2021 durchführen kann. Es wird sicher organisatorisch die eine oder andere Anpassung geben (keine Zuschauer, Absperrungen, Anzahl Begleitpersonen, nur Getestete/Genesene/Geimpfte, etc.), so der Veranstalter, aber diese sollten den effektiven Rennablauf nicht negativ beeinträchtigen, heisst es.
Frauenfeld bildet nach den Absagen von Romont und Bure den Saisonauftakt der Schweizer Slalom-Meisterschaft. Passend zum ersten Rennen finden eine Woche zuvor (10./11. Juli) die traditionellen Testtage in Ambri statt.
Anders sieht es beim Bergrennen St.Ursanne – Les Rangiers. Der Veranstalter unter Vorsitz von Jean-Claude Salomon hat bekanntgegeben, dass das Rennen vom 14./15. August trotz der Lockerungen des Bundesrates nicht stattfinden wird. Die offizielle Pressemitteilung lautet: «Wieder einmal gibt das Komitee der ASA St-Ursanne – Les Rangiers schweren Herzens die Absage der 77. Auflage des Internationalen Bergrennens St-Ursanne – Les Rangiers am 14./15. August 2021 bekannt. Schuld daran sind die Corona-Pandemie und ihre Folgen.»
Weiter heisst es: «Die Entscheidung wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig getroffen, nach einer sehr detaillierten und gründlichen Analyse der Pandemie- und Finanzsituation, zunächst während der persönlichen Sitzung des Ausschusses am Dienstag, 11. Mai, und dann während der Videokonferenz am Donnerstag, 27. Mai, die im Anschluss an die Pressekonferenz des Bundesrates am Mittwoch, 26. Mai, stattgefunden hat.»
Stand heute verbleiben nur noch drei Bergrennen im Rahmen der Schweizer Meisterschaft:
21./22. August, Massongex
28./29. August, Oberhallau
11./12. September, Gurnigel
Es war ein Sieg für Sébastien Carron und für den Schweizer Motorsport im Allgemeinen. Mit der Rallye du Chablais ist am Wochenende ein Teil der Racing-Normalität zurückgekehrt.
Der grösste Sieg bei der 17. Ausgabe der Rallye du Chablais gebührt Eric Jordan und seiner Mannschaft. Der Organisator des grössten Events in dieser Region hat trotz der epidemiologisch unsicheren Lage an der Durchführung seiner Rallye festgehalten. Mehr als 100 Teams durften so endlich wieder einmal in der Schweiz Motorsportluft schnuppern. Und entlang der Strecke fanden sich auch ein paar Zuschauer ein, die sich mit dem nötigen Sicherheitsabstand über die Action freute.
Leider wurde der erste Tag durch drei Zwischenfälle unterbrochen, sodass nur die Hälfte der Prüfungen absolviert werden konnten. Gute Besserung und vollständige Genesung wünschen wir an dieser Stelle vor allem dem Citroën-C2-Duo Patrick Bagnoud und Yvelyse Renna, das am Col de la Croix verunfallte. Dasselbe gilt für die Trophy-Starter Vincent Blanc und Sébastien Derivaz.
Sébastien Carron und sein Beifahrer Lucien Revaz hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das Kommando an der Spitze übernommen. Und der 43-jährige Walliser, der eigentlich vom Rallyesport zurückgetreten ist und diesen nur noch zum Spass betreibt, behauptete die Führung auch bis ins Ziel. Lediglich in den letzten zwei von zehn gewerteten Prüfungen liess er dem ärgsten Verfolger, Mike Coppens, den Vortritt. Die Freude über seinen vierten Sieg bei der «Chablais» war dementsprechend gross. «Es ist super für uns gelaufen», sagt Carron. «Wir waren von Anfang an in einem recht guten Rhythmus.» Für Carron, der in der Corona-Zwangspause nur eine Rallye bestritt, die «Mt. Blanc-Morzine» 2020, war der Sieg auch noch aus einem anderen Grund speziell: Der Schweizer Meister von 2014, 2016 und 2017 fuhr erst zum zweiten Mal mit einem Skoda Fabia R5. «Wir haben 2018 eine Rallye in Italien mit einem Skoda absolviert. Aber das war nur eine 50-Kilometer-Rallye», sagt Carron.
Für Mike Coppens war Platz 2 das Maximum. Der Skoda-Pilot aus Verbier bekundete vor allem am ersten Tag auf den «autobahn-ähnlichen» Prüfungen seine Mühe. Mit 37 Sekunden Rückstand auf Carron im Ziel war Coppens aber klar schneller als der Drittplatzierte Ivan Ballinari, der als amtierender Schweizer Meister 2:42 min auf den Sieger verlor. Allerdings hat Ballinari auch nur eine Rallye im Vorfeld der «Chablais» bestritten. «Deshalb wechselte ich auch kurzfristig wieder auf den Skoda zurück, obwohl wir eigentlich mit einem VW Polo starten wollten. Aber nach einer so langen Pause, war mir der vertraute Skoda Fabia doch lieber.»
Ein weiterer Walliser hätte Ballinari diesen dritten Platz wohl bis zum Schluss streitig machen können. Doch der ehemalige Junior-Champion Jonathan Michellod, Dritter auf der ersten Wertungsprüfung, schied am Samstagmorgen nach einem Unfall zwischen Collombey und Muraz aus. «Es war ein kleiner Fehler», sagt Michellod. «Aber er hat alle unsere Hoffnungen zerstört. Beim nächsten Mal machen wir es hoffentlich besser.»
So rückte Olivier Gillet mit der schnellsten der vier Alpine A 110 RGT auf den vierten Gesamtrang vor. Gillet, Schweizer Meister 2005, liess auf zwei Prüfungen mit der drittschnellsten Zeit aufhorchen. Auch ein anderer, ehemaliger Schweizer Meister sorgte für Schlagzeilen. Cyril Henny belegte nach 20-jähriger Pause bei seinem Comeback auf einem Renault Clio S1600 hinter Joël Rappaz im Ford Fiesta R5 und Klassenneuling Alain Blaser in einem Hyundai i20 R5 den siebten Gesamtrang. Die Organisatoren der Rallye du Valais dürfen sich jedenfalls jetzt schon freuen. Denn diese Rallye wird der grossgewachsene Henny ebenfalls absolvieren. Und wer Henny bei der «Chablais» beobachtet hat, kann sich kaum vorstellen, dass er erst im Oktober wieder ins Lenkrad greift…
Der Sieg in der Junior-Wertung und der Clio Swiss Trophy sicherte sich David Erard mit seiner Co-Pilotin Sarah Junod. Der Jurassier profitierte dabei von einem Ausrutscher von Ismaël Vuistinier. Platz 2 ging in einem spannenden Finish an Sacha Althaus. Dritter wurde, mit nur 0,6 Sekunden Rückstand, Jérémie Toedtli, der 2019 auf einem Skoda Fabia R5 noch Platz 2 in der Gesamtwertung belegte.
In der Trophée Michelin Suisse (für Frontantriebler) ging der Sieg an Frankreich. Walter Mathieu setzte sich dort gegen Didier Postizzi auf einem baugleichen Renault Clio RS R3T durch. Platz 3 ging an Maurice Brera auf Peugeot 208.
In der historischen Klasse, der VHC, siegte ebenfalls ein Franzose: Stéphane Poudrel auf einem Triumph TR7. Für den amtierenden Meister, Marc Valliccioni, war in der WP8 nach einem mechanischen Defekt Feierabend. Auch der anfangs tapfer mitkämpfende Pascal Perroud, wie Valliccioni auf einem BMW M30 E30 unterwegs, schied nach einem technischen Schaden aus.
Der Sieg in der erstmals bei der Chablais ausgetragenen Gleichmässigkeits-Kategorie VHRS (Véhicule Historique de Régularité Sportive) ging an Jean-Luc George/Denis Giraudet auf einem Ford Escort RS 2000.
Weitere Informationen zur Rallye du Chablais finden Sie im Internet unter www.rdch.ch
Die weiteren Termine der Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021
18./19. Juni 2021, Rallye des Bornes (F)
2.-4. September 2021, Rallye du Mont-Blanc Morzine (F)
24./25. September 2021, Rally del Ticino
21.-23. Oktober 2021, Rallye International du Valais
Leider muss, aufgrund der anhaltenden Corona-Massnahmen und gemäss der neuesten Entscheide des Bundesrats vom 26.05.2021, der Funktionärskurs vom 12.06.2021 nun doch abgesagt werden. Insbesondere aufgrund der max. erlaubten Teilnehmerzahl (bezieht sich auf Teilnehmer, Instruktoren und Kursleiter) von 50 Personen bei Veranstaltungen ohne Zuschauer.
Damit im nächsten Jahr alle Lizenzierten, Neu-Teilnehmer und Lizenzanwärter die Möglichkeit haben am Funktionärskurs teilzunehmen, wird der Kurs an zwei Samstagen durchgeführt.
Der erste Kurstag, Samstag, 05.03.2022, ist für alle Neu-Teilnehmer und Personen welche den 1. Wiederholungskurs besuchen offen.
Der zweite Kurstag, Samstag 26.03.2022, ist für alle lizenzierten Streckenkommissare offen.
Die Anmeldeformulare werden in den kommenden Wochen vorbereitet und versendet und eine Einschreibung wird auch wieder online unter www.motorsport.ch zur Verfügung stehen.
Für die anstehenden Motorsportveranstaltungen der Saison 2021 wird den bisherigen lizenzierten Funktionären die Anerkennung für die Lizenz 2021 ohne Ausbildung erteilt. Neue Teilnehmer und Lizenzanwärter müssen ein Jahr zuwarten um die Ausbildung zu machen und dürfen wie bis anhin als Helfer bestehende Funktionäre unterstützten.
Wir danken euch für euer Verständnis und stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
Es geht wieder los! Mit der Rallye du Chablais (27.-29. Mai) beginnt die Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021. Es ist der erste von fünf geplanten Läufen und es sind mehr als 100 Teams am Start.
Wenn am Freitag, 28. Mai 2021, bei der Rallye du Chablais mit Ivan Ballinari die Startnummer 1 von der Rampe rollt, sind 586 Tage vergangen seit der letzten Rallye, der Rallye du Valais 2019. Endlich, ist man geneigt zu sagen, geht es wieder los!
Grossen Verdienst daran hat Eric Jordan. Der umtriebige Organisator und sein Staff haben es möglich gemacht, dass trotz Corona-Pandemie eine Rallye durchgeführt werden kann. Diese wird sich allerdings massiv von den Rallyes in der Vor-COVID-Zeit unterscheiden. «Es wird eine geschlossene Rallye sein, bei der wir unter uns sind», sagt Jordan.
Zuschauer sind offiziell keine zugelassen. Im Klartext heisst das: keine Super-Special in Collonges, keine Fanzone in Champéry auf dem Platz der Seilbahn und keine Zuschauerbereiche in Villars beim Start. Auch das Rallye-Hauptquartier in der Kaserne von Aigle wird abgesperrt. Zutritt hat nur, wer zur Rallye gehört: Fahrer, Offizielle, Mechaniker, Freiwillige, Medien. Und auch diese müssen sich strikt an die Vorgaben der Veranstalter respektive des Bundes halten.
Wie Auto Sport Schweiz bereits kommuniziert hat, wird die Rallye du Chablais 2021 in leicht verkürzter Form stattfinden. Aufgrund der kantonsärztlichen Bestimmungen der Kantone Waadt und Wallis wurde die Rallye von 175 km auf 156,5 km reduziert. Trotz dieser Verkürzung bleibt die «Chablais» eine Rallye vom Typ 1 und darf wie in der Vergangenheit die volle Punktzahl für die Meisterschaft vergeben.
An Spannung mangelt es im Vorfeld auf jeden Fall nicht. Zehn Rallye-Autos vom Typ Rally2 sind am Start. Darunter der amtierende Schweizer Meister Ivan Ballinari, der zusammen mit Co-Pilot Pietro d’Agostino auf einem VW Polo ausrückt. Grösster Konkurrent ist Sébastien Carron, der vorläufig letzte Sieger der Rallye du Chablais 2019. Der 43-jährige Walliser, Schweizer Meister der Jahre 2014, 2016 und 2017 und dreifacher Chablais-Gewinner, vertraut auf die Ansagen von seinem Langzeit-Co-Piloten Lucien Revaz und fährt einen Skoda Fabia R5. Genauso wie Mike Coppens, Zweiter der Rallye du Valais 2019, sowie Jonathan Michellod, der amtierende Junioren-Champion, der im «Konzert der Grossen» dank Auslandseinsätzen immer besser in Fahrt kommt. Ein Auge sollte man auch auf das Ford-Fiesta-Trio Steeves Schneeberger, Jean-Marc Salomon und Joël Rappaz werfen. Sie sind immer zur Stelle, wenn einer der Top-Favoriten patzt.
Nicht mehr in einem R5 unterwegs ist bei der 17. Ausgabe der Rallye du Chablais Jérémie Toedtli. Der Neuenburger, der 2019 mit 1:20 min Rückstand Zweiter hinter Carron wurde, bestreitet 2021 das Junioren-Championat. «Das ist kostengünstiger», sagt Toedtli. «Und vom Alter her ist es für mich die letzte Chance, bei den Junioren zu fahren.» An Konkurrenz mangelt es ihm nicht. Sacha Althaus, David Erard, Guillaume Girolamo, Yoan Loeffler und Ismaël Vuistinier, um nur einige zu nennen, werden alles daransetzen, Toedtli in den baugleichen Renault Clio RSR Rallye 5 das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Auch das Tableau der Trophée Michelin Suisse (für Frontantriebler) lässt sich sehen. 18 Fahrer, davon zwölf aus der Schweiz (der Rest aus Frankreich) kämpfen hier um den Titel. Favorit auf den Sieg bei der «Chablais» sind Aurélien Devanthéry/Michael Volluz.
Besonders gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Cyril Henny sein. Der Schweizer Rallye-Meister von 1997 respektive 1998 gibt nach 20 Jahren sein Comeback. An seiner Seite navigiert – wie damals – Aurore Brand-Maeder. Das Duo fährt einen Renault Clio 1600S und könnte durchaus für die eine oder andere Überraschung sorgen. Obwohl Henny vor dem Start ganz klar betont: «Wir fahren nur zum Spass. Wir werden nicht auf das Ergebnis schauen.»
Ein imposantes Feld bietet auch die Kategorie VHC. 32 Teams haben sich bei den historischen Fahrzeugen eingeschrieben. Allen voran der Meister von 2019 Marc Valliccioni aus Fully (VS), ein Franzose mit Schweizer Lizenz. Ebenfalls auf einem BMW M3 E30 unterwegs ist Eddy Bérard mit der #2. Gefolgt von Florian Gonon auf einem Ford Escort RS1600.
Los geht die Rallye am Freitagmorgen (28. Mai 2021) mit der WP1 nach Col de la Croix. Nach der WP2 (Tour d’Ai) kehrt der Tross in den Servicepark zurück, ehe am Nachmittag dieselbe Route noch einmal abgefahren wird. Am Samstag, 29. Mai, folgen die Wertungsprüfungen 5 bis 12, unter anderem in Portes du Soleil und von Bex nach Lavey. Der genau Zeitplan und weitere Informationen zur 17. Ausgabe der Rallye du Chablais finden Sie im Internet unter www.rdch.ch
Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2021
27.-29. Mai 2021, Rallye du Chablais
18./19. Juni 2021, Rallye des Bornes (F)
2.-4. September 2021, Rallye du Mont-Blanc Morzine (F)
24./25. September 2021, Rally del Ticino
21.-23. Oktober 2021, Rallye International du Valais
Und wieder gab es am Wochenende Schweizer Erfolge zu feiern. Insbesondere in Hockenheim beim 12h-Rennen. Aber auch in Monaco, wobei dort nicht alle Eidgenossen reüssierten.
Wer beim zweiten Rennen in einer neuen Meisterschaft schon ganz oben steht, hat vieles richtig gemacht. Das Team Haegeli by T2 Racing gehört zu dieser Sorte Rennteams. Beim zweiten Einsatz in der 24H Series errang die Bündner Mannschaft um Teamchef und Fahrer Pieder Decurtins den Gesamtsieg in Hockenheim.
Viel Luft nach oben hatte die Porsche-Truppe aus dem bündnerischen Surselva allerdings nicht. Der Deutsche Marc Basseng hatte als Schlussfahrer nach 384 Runden auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring nur 53 Sekunden Vorsprung auf den Ferrari des Tschechen Josef Král. Der Schlüssel zum ersten Triumph war ein perfekt getimter Boxenstopp in der letzten Code-60-Phase eine Stunde vor Rennschluss.
Noch knapper war der Zieleinlauf bei den Tourenwagen. Mit einem Vorsprung von nur vier Sekunden nach zwölf Stunden Renndauer (!) setzte sich der Autorama-Golf mit der Startnummer 1 (Preisig/Kletzer/Heyerdahl) gegen den belgischen Audi von AC Motorsport durch. Damit übernimmt die #1 auch die Führung in der Gesamtwertung. Der zweite Autorama-Golf (mit u.a. Yannick Mettler) belegte nach Getriebeproblemen Rang 4 in der TCR-Klasse. Die Uetendorfer Mannschaft von Topcar musste die Segel nach Kupplungsproblemen und einem Zwischenfall mit dem Feuerlöscher vorzeitig streichen.
Zu einem Erfolgserlebnis kam Ralph Boschung im Rahmen der Formel 2 in Monaco. Mit den Plätzen 4, 5 und 6 gelang dem Walliser sein bisher bestes F2-Wochenende. In der Gesamtwertung haben ihn diese drei Punkteplatzierungen auf Platz 11 nach vorne gespült.
Knapp am Podest vorbei schrammte auch die Mannschaft von Fach Auto Tech aus Sattel (SZ) im Porsche Supercup. Der Österreicher Christopher Zoechling war mit Rang 4 in den Strassen von Monaco der Beste aus dem Fach-Trio.
Eine Nullnummer erlebten die vier Schweizer in der F3 Regional by Alpine. Tabellenführer Grégoire Saucy hatte wegen eines kleinen Unfalls vor dem Qualifying kaum Fahrpraxis. Aus den daraus resultierenden Startplätzen 10 und 9 konnte der Jurassier kein Kapital schlagen. Immerhin: Saucy verteidigte die Gesamtführung. Axel Gnos (P19 im ersten Rennen), Léna Bühler (P20) und Jasin Ferati (DNF) scheiterten an der Quali-Hürde für Lauf 2.
Heute vor 40 Jahren ist am Nürburgring mit Herbert Müller einer der bekanntesten Schweizer Rennfahrer gestorben. Auto Sport Schweiz erinnert an «Stumpen-Herbie» und verlost gleichzeitig ein aktuelles Buch über die Renn- und Lebensgeschichte Müllers.
Einer der ganz grossen Allrounder, zweifacher Targa-Florio-Sieger, zweimaliger Europa-Bergmeister, 13-maliger Le-Mans-Teilnehmer samt zwei zweiten Gesamträngen undundund – ist heute vor 40 Jahren am Nürburgring tödlich verunglückt. Die Rede ist natürlich von keinem Geringeren als Herbert Müller, oder «Stumpen-Herbie», wie er in Rennfahrerkreisen genannt wurde. Müller, der sich selbst einen «professionellen Amateur» nannte, ist in seiner über 20-jährigen Motorsport-Karriere so gut wie alles gefahren, was schnell und gut war – von Motorrädern über Monoposti der Formel 3 bis hin zu einem Einsatz in der Königsklasse Formel 1, vor allem aber Sportwagen.
1940 im aargauischen Menziken geboren, absolvierte Müller zunächst die Lehre als Galvaniseur im elterlichen Betrieb. Bereits mit 20 hatte er erste Erfolge auf ernstzunehmendem motorsportlichem Parkett, war bald Stammgast in den Cockpits der grossen Manufakturen von Ferrari über Matra bis Porsche. Auf Carrera 6 gelang 1966 der sensationelle Sieg im weltberühmten Langstreckenrennen Targa Florio auf Sizilien, was er ein paar Jahre später mit Bravour wiederholte. Unter anderem fuhr er auch den mehr als 1000 PS starken Porsche 917/30 in der spektakulären Interserie von Sieg zu Sieg. Müller war aber auch bei Bergrennen erfolgreich. In den Jahren 1963 und 1965 gewann er die Europa-Berg-Meisterschaft für GT-Fahrzeuge.
Der Mann, der auch in der Startaufstellung gerne mal einen seiner berühmten Stumpen rauchte, war weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt und beliebt. Seine Rekordrunde bei der Targa Florio 1967 auf einem Ferrari 412P ist genauso legendär wie die Aufholjagd zwei Jahre danach. Damals überholte Müller auf der ersten Runde sage und schreibe 65 Konkurrenten!
1972 verunfallte Müller bei einem Lauf zur Interserie auf dem Nürburgring schwer, zog sich Verbrennungen an Händen, Füssen und im Gesicht zu, konnte sich aber aus dem brennenden Ferrari befreien. Neun Jahre später, am 24. Mai 1981, hatte Müller das Glück nicht mehr auf seiner Seite. Beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring prallte sein Porsche 908/3 im Streckenabschnitt Kesselchen auf den neben der Piste abgestellten, noch fast vollgetankten Porsche 935 von Bobby Rahal. Müller starb 41-jährig. Es hätte sein letztes Rennen sein sollen...
Bis weit über die Grenzen der Schweiz hinaus erinnern sich die Fans noch heute an «Herbie» und an seine Erfolge. Umso schöner, dass gerade jetzt ein Buch über die Renn- und Lebensgeschichte Müllers erscheint. Verantwortlich dafür ist McKlein, Fachverlag für edle Motorsport-Bücher in Deutschland. Geschrieben wurde das Werk von Jörg-Thomas Födisch und Rainer Rossbach. Die Fotos stammen aus den renommiertesten Archiven Europas, darunter zahlreiche noch nie öffentlich gezeigte Bilder.
Auto Sport Schweiz verlost unter allen Müller-Fans eine Ausgabe von Herbert Müller – «alles zu langsam!» Alles, was Sie machen müssen, ist eine E-Mail mit dem Betreff «Herbert Müller» und Ihrer Adresse an eichenberger@motorsport.ch schicken. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Der Gegenwert des Sachpreises wird nicht in bar ausgezahlt. Es wird keine Korrespondenz geführt. Die Verlosung findet am 30. Juni statt.
Herbert Müller – «alles zu langsam!»
Verlag: McKlein Publishing/Edition Porsche Museum
Autoren: Jörg-Thomas Födisch, Rainer Rossbach
Vorwort: Marc Surer
Format: 30 x 24 cm, Hardcover
Seiten: 384
Fotos: rund 530
ISBN: 978-3-947156-33-7
Sprache: Deutsch
Verkaufspreis: 79,00 Euro
Mehr Infos zu Herbert Müller gibt es auch auf der Homepage www.herbertmueller.ch
Das dritte Rennen der autobau SKM findet am 26./27. Juni 2021 in Franciacorta (ITA) statt und die Einschreibung ist offen über www.go4race.ch.
Nennschluss ist am 20.06.2021 um 24.00 Uhr.
Sei mit dabei und fahre mit vielen anderen Piloten um Siege und Punkte!
Wir freuen uns auf deine Einschreibung für die autobau Schweizer Kart Meisterschaft 2021 und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung
Die Rallye du Chablais (27.-29. Mai) ist die die erste grosse Motorsportveranstaltung der Schweiz seit 586 Tagen. Am Start steht auch Cyril Henny, seines Zeichens Schweizer Meister 1997 und 1998 auf Peugeot 306.
Es ist schon jetzt das Comeback des Jahres. Cyril Henny, seines Zeichens Schweizer Rallye-Meister 1997 und 1998, kehrt nach 20 Jahren Pause zurück. Bei der Rallye du Chablais (27.-29. Mai) fährt der 51-Jährige aus Grandson einen Renault Clio. An seiner Seite – wie damals in der Blütezeit – sitzt Aurore Maeder-Brand. Die beiden verstanden sich damals «blind». Und auch wenn man die vergangenen Jahre kaum mehr Kontakt hatte, werden sich die beiden rasch wieder verstehen. Sie waren schliesslich zehn Jahre lang «ein Paar».
Wie ist dieses Comeback zustande gekommen?
Cyril Henny: Das ist 2020 entstanden, als wegen COVID vieles stillstand. Ich habe mir Gedanken zur Entwicklung des Automobils und des Rennsports gemacht. Und vieles geht da ja in Richtung elektrisch/ökologisch. Und deshalb habe ich mir gesagt: Wenn ich nochmals fahren will, dann jetzt.
An deiner Seite sitzt Aurore Brand-Maeder, deine ehemalige Co-Pilotin. War das für dich eine Bedingung, um wieder zurückzukehren?
So würde ich es nicht formulieren. Aber nachdem ich mit ihr wieder Kontakt aufgenommen hatte, war die Sache schnell geritzt. Klar hätte ich auch einen anderen Navigator nehmen können. Aber auf ein so ein Abenteuer lässt du dich nicht mit irgendjemanden ein.
Habt ihr schon getestet?
Ja, wir waren in Italien. Vor etwa zehn Tagen. Und haben dort ca. 40 Kilometer abgespult.
Reicht das?
Natürlich wäre es gut, wenn man noch mehr fahren könnte, bevor es losgeht. Aber das ist halt auch immer eine Kostenfrage.
Wie steht’s um die Reflexe?
Ich habe ein gutes Gefühl, was das reine Fahren betrifft. Es gibt sicher noch ein paar Punkte, an die ich mich wieder herantasten muss. So zum Beispiel das Bremsen. Ich denke, es wird auch etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis das Vertrauen ins Auto und die Kommunikation miteinander im Cockpit wieder vollumfänglich stimmt. Aber das ist beim Rallyefahren halt so. Auf der Rundstrecke ist man nach 20 Jahren Pause schneller wieder im «Flow», bei einer Rallye muss viel improvisiert werden.
Bestreitest du die komplette SM-Saison?
Nein. Aber wir haben uns entschlossen, die Chablais und die Rallye du Valais zu fahren.
Du hast in einem Interview gesagt, du machst das nur aus Vergnügen. Was, wenn du bei der Chablais plötzlich Chancen aufs Podium siehst?
(Lacht.) Das stimmt, wir machen das aus Vergnügen. Und wir werden nicht auf das Ergebnis schauen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir ein «kleines» Auto haben, keinen R5.
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat das Organisationskomitee des Slaloms von Bure beschlossen, die 51. Auflage abzusagen.
Der Slalom von Bure hätte am 15./16. Mai stattfinden sollen. Schon Anfang Februar hat der Veranstalter die 51. Ausgabe auf das erste Juli-Wochenende verschoben. Heute hat der Organisator bekanntgegeben, dass der Slalom erst wieder 2022 durchgeführt wird. Und das, obwohl der Bund weitere Lockerungen in Aussicht gestellt hat.
In einer Pressemitteilung schreibt der Veranstalter von Bure: «Nach reiflicher Überlegung und der Analyse verschiedener Lösungsmöglichkeiten (für alle Probleme) mussten wir diese Entscheidung mit grossem Bedauern treffen.»
Weiter heisst es in der Pressemitteilung: Die Gründe für die Absage liegen hauptsächlich im logistischen Bereich – sprich in der begrenzten Anzahl der Begleiter, der Unterbringung der Offiziellen, dem Komfort des Publikums sowie der allgemeinen Organisation des Rennens.
Stand heute besteht der Kalender der Schweizer Slalom-Meisterschaft noch aus folgenden Rennen:
17./18. Juli, Frauenfeld
25./26. September, Drognens
2./3. Oktober, Ambri
30./31. Oktober, Bière
Mitte Juni startet die zweite DTM Trophy-Saison im italienischen Monza. Mit dabei: Lucas Mauron (21). Der Schweiz-Brasilianer, der im Vorjahr dreimal als Erster die Ziellinie überquerte, wird mit Heide Motorsport in der seriennahen GT-Meisterschaft für Nachwuchsfahrer, welche im Rahmen der DTM stattfindet, an den Start gehen.
«Ich bin sehr dankbar für die Chance, erneut in der DTM Trophy an den Start gehen zu können», sagt Mauron. «Ich kenne den Audi R8 LMS GT bereits sehr gut und freue mich darauf, wenn es im Juni endlich wieder los geht. Die ersten Tests mit dem Team auf dem Lausitzring waren vielversprechend und ich bin optimistisch, dass wir vorne mitfahren werden.»
Teamchef Michael Heide freut sich über die Verpflichtung von Lucas Mauron. «Mit Lucas haben wir einen jungen und schnellen Piloten an Bord, der uns weiter voranbringen wird. Er hat schon im Vorjahr deutlich gemacht, dass mit ihm zu rechnen ist. Ich bin überzeugt, dass wir eine spannende Saison erleben werden.»
Die DTM Trophy startet im Rahmen der DTM vom 18.-20. Juni 2021 in Monza in die neue Saison. Weitere Stationen der Serie sind der Norisring (Termin wird später bestätigt) Lausitzring (23.-25. Juli), Nürburgring (20.-22. August), Red Bull Ring (3.-5. September), Assen (17.-19. September) und das Saisonfinale auf dem Hockenheimring (1.-3. Oktober). Pro Wochenende werden zwei Sprintrennen über eine Distanz von 30 Minuten + 1 Runde ausgetragen. Alle Rennen der DTM Trophy werden live und in voller Länge auf SPORT1 und online per Stream auf grid.dtm.com übertragen.
Die Schweizer sind in diesem Jahr besonders bei den Sportwagen sehr erfolgreich. Das hat man auch an diesem Wochenende wieder in Spielberg und in Oschersleben gesehen.
Sportwagen-Rennen sind ein gutes Pflaster für die Schweizer. Auch am Wochenende gab es diverse Erfolge zu feiern. Allen voran der zweite Saisonsieg in der ELMS durch Louis Delétraz am Red Bull Ring. Der Genfer war mit seinen beiden Teamkollegen Robert Kubica und Yifei Ye, der von Neel Janis Vater Mukesh gecoacht wird, beim 4-Stunden-Rennen in der Steiermark erneut unschlagbar. Bei schwierigen Verhältnissen setzte sich der ehemalige Formel-1-Testpilot von HaasF1 erfolgreich gegen die beiden LMP2-Fahrzeuge von G-Drive durch. Auch in der LMP3 gab es mit Nicolas Maulini einen Schweizer Sieger. Der Genfer gewann auf einem Ligier JS P320 Nissan. Dritter wurde der Waadtländer David Droux.
Auch 800 Kilometer nördlich durfte sich ein Schweizer über Rang 1 freuen. Der in Zürich geborene und im Tessin wohnhafte Raffaele Marciello feierte an der Seite von Teamkollege Maximilian Bukh mit dem Team «Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR» einen Premierenerfolg. Den Grundstein legte der mit Schweizer Lizenz fahrende Mercedes-Fahrer mit der Pole-Position und einem blitzsauberen ersten Stint trotz zwischenzeitlichem Regen. Im Zweiten Rennen schieden Marciello/Bukh nach einer unverschuldeten Kollision aus. Zweitbester Schweizer (und bester Junior im ersten Durchgang) war Ricardo Feller. Der junge Aargauer schaffte es mit Teamkollege Christopher Mies als bester Audi-Pilot als Dritter aufs Podium. Im zweiten Lauf war Feller als Sechster, eine Position vor Simona De Silvestro, bester Schweizer. Marciello und Feller liegen in der Gesamtwertung nach dem ersten Rennwochenende punktgleich auf den Rängen 3 und 4.
Auch Berg-Spezialist Ronnie Bratschi war am Wochenende wieder im Einsatz. Diesmal beim Subida al Fito im spanischen Asturien. Und wieder gelang dem Urner der Klassensieg mit seinem neu aufgebauten Mitsubishi Evo 7 RS. Nach dem neunten Gesamtrang beim Auftakt in Portugal belegte Bratschi Rang 7 beim zweiten zur Europameisterschaft zählenden Lauf. Der Sieg in Spanien ging diesmal an den Italiener Christian Merli.
Tolle Neuigkeiten von Samir Ben. Der Berner Nachwuchsfahrer hat das Budget für die italienische Formel 4 zusammengetragen und fährt nun doch für Jenzer Motorsport.
Getestet hat Samir Ben (17) schon sehr viel. Und sein Debüt im Automobilrennsport hat er in der spanischen Formel 4 vor zwei Wochen in Spa-Francorchamps mit den Plätzen 15/DNF/16 bereits gegeben. Nun fährt er auch in Italien. Auch dort für Jenzer Motorsport.
«Es ist uns eine wahnsinnige Freude, euch mitteilen zu können, dass wir das Budget für die Saison 2021, beisammen haben», sagt Vater Ibrahim. «Eine enorme Last fällt von unseren Schultern. Wir sind bereits an diesem Wochenende in Le Castellet beim ersten Rennen der Saison. Uns ist bewusst, dass es enorm schwierig wird, denn das Feld mit 37 Fahrern, ist enorm stark. Es sind wirklich die besten Formel Nachwuchsfahrer der Welt, am Start. Samir wird sicherlich eine gewisse Angewöhnungszeit brauchen und dann schauen wir mal, wie weit es bis Ende Jahr reichen wird.»
Ben trifft bei Jenzer Motorsport in der italienischen Formel 4 auf einen italienischen und zwei mexikanische Teamkollegen. Die Saison besteht aus sieben Rennwochenenden.
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Tagen wie folgt zu erreichen sein:
Mittwoch, 12.05.2021, bis 15.00 Uhr
Donnerstag, 13.05.2021, geschlossen
Freitag, 14.05.2021, geschlossen
Ab Montag, 17. Mai 2021 stehen wir Ihnen zu den üblichen Corona-Büroöffnungszeiten jederzeit gerne wieder zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
Grégoire Saucy hat am Wochenende mit zwei weiteren Siegen in der Formula 3 Regional by Alpine für Aufsehen gesorgt. Stark auch die Leistung von Ronnie Bratschi beim Saisonauftakt der Berg-EM in Portugal.
Bei Grégoire Saucy ist definitiv der Knoten geplatzt. Der 21-jährige Jurassier hat am Wochenende beim zweiten Aufeinandertreffen der Formula 3 Regional by Alpine in Barcelona gleich beide Rennen von der Pole-Position aus gewonnen. Das junge Mann aus Bassecourt, der stolz das Kantonswappen von Jura auf seinem Rennanzug trägt, liegt nach vier Rennen mit 85 Zählern und einem Vorsprung von bereits 27 Zählern klar in Führung. Die restlichen Schweizer vermochten bei den Rennen im Rahmen der Formel 1 keine Punkte zu holen. Immerhin: Léna Bühler konnte nach ihrem Handbruch wieder ins Geschehen eingreifen und war in der inoffiziellen Damenwertung zwei Mal schneller als die Spanierin Belen Garcia.
Stark auch die Leistung von Ronnie Bratschi beim Auftakt der Berg-Europameisterschaft im portugiesischen Rampa da Boticas. Der Innerschweizer, der 2019 am Gurnigel verunfallte, sicherte sich bei seinem ersten Rennen mit seinem neuen Mitsubishi Evo 7 RS auf Anhieb den Klassensieg. In der Gesamtwertung belegte Bratschi Rang 9. Der Sieg ging hauchdünn an Simone Faggioli vor Christian Merli. Bereits am Wochenende geht es für Bratschi beim Subida Internacional al Fito mit dem zweiten EM-Lauf weiter.
Auch die Lamborghini-Truppe von Emil Frey Racing hat am Wochenende ein paar weitere Trophäen gewonnen. Beim ersten Nachtsprint der GT World Challenge in Magny-Cours schafften es Ricardo Feller als Zweiter und Alex Fontana als Dritter (und Sieger der Silber-Wertung) aufs Podest. In der Gesamtwertung liegt der Tessiner Raffaele Marciello auf Mercedes-AMG in Führung. Feller liegt 6,5 Punkte dahinter auf Rang 4, Fontana ist Fünfter (und Leader der Silber-Wertung) mit einem halben Pünktchen Rückstand auf Feller.
Das Saisonfinale der Schweizer Berg-Meisterschaft ist abgesagt. Das Rennen von Châtel-St-Denis nach Les Paccots hätte am 18./19. September stattfinden sollen.
Der Veranstalter des Bergrennens von Châtel-St-Denis nach Les Paccots hat heute in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass das Rennen vom 18./19. September nicht stattfinden wird.
«Das Veranstaltungskomitee bedauert Ihnen mitteilen zu müssen, dass das 40. Bergrennen Châtel-St-Denis – Les Paccots, welches am 18. und 19. September 2021 vorgesehen war, verschoben wird. Trotz bekannter Krise hätte das Komitee das Rennen gerne dieses Jahr organisiert. Leider sind Strassenarbeiten auf der Höhe von Les Paccots vorgesehen, welche uns zwingen die 40. Ausgabe nochmals zu verschieben. Wir wissen und können nachvollziehen, dass die fehlenden Rennveranstaltungen für alle Autoliebhaber schwierig sind. Wir hoffen sehr, dass die Konditionen der Strassenarbeiten aber auch betreffend dem COVID-19 für nächstes Jahr besser sind.»
Der neue Kalender sieht gegenwärtig so aus:
13./15. August, St.Ursanne – Les Rangiers
21./22. August, Massongex
28./29. August, Oberhallau
11./12. September, Gurnigel
95 Piloten nahmen beim zweiten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen 7 Laghi teil. Zu den grossen Gewinnern zählten Tiziano Kuzhnini, Ethan Ischer, Savio Moccia, Patrick Näscher und Samuel Luyet.
Obwohl der Kartsport als sichere Disziplin gilt, kam es beim zweiten Lauf zur autobau Schweizer Kart Meisterschaft zu zwei grösseren Zwischenfällen. Während es beim ersten Unfall einen Fotografen (Trümmerbruch an der Schulter) durch einen rechtwinklig ausscherenden KZ2 Kart erwischte und der Fahrer keine Blessuren davontrug, kamen sich bei den Super Mini mehrere Piloten zu Nahe und verursachten eine Massenkollision. Die Fahrer Trapletti (Rippen) und Sciortino (Bein) mussten hernach zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus konnten dieses aber am Sonntag noch verlassen und nach Hause reisen.
Die restlichen Rennen verliefen ohne Zwischenfälle und boten einmal mehr faszinierenden Rennsport. Besonders knapp fielen jeweils die Entscheidungen bei den Jüngsten, den 8- bis 12-Jährigen, in der Kategorie Super Mini aus. Im ersten Vorlauf setzte sich Tabellenführer Tiziano Kuzhnini mit einem hauchdünnen Vorsprung von 66 Tausendstelsekunden gegen seinen Teamkollegen Matt Corbi durch. Platz 3 ging an die Wettswilerin Chiara Bättig, die erstmals aus der Pole-Position startete. Im zweiten Durchgang lautete die Reihenfolge Corbi, Kuzhnini, Bättig. Diesmal betrug der Vorsprung auf den Zweitplatzierten 0,261 Sekunden. Auch im Finale wurde um Platz 1 und 2 hart gefightet. Erst in der letzten Runde übernahm Kuzhnini die Führung. Im Ziel lag er eine Zehntelsekunde vor Corbi. Diesem wurde nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen nicht korrekter Spoilerbefestigung aufgebrummt. Sodass er auf Rang 6 zurückfiel – hinter den monegassischen Gaststarter Andrea Manni (P2), der keine SM-Punkte kassiert, Janik Brechbühl (P3), Ben Ziegler (P4) und Dan Allemann (P5). Im Schweizer Klassement liess sich Ziegler so als Dritter feiern. Es war nach Wohlen 2020 seine zweite Podestplatzierung in einem Finale. Für Brechbühl war es gar der erste Podestplatz in der SM. Die Freude darüber entsprechend gross. «Mein Ziel war ein Platz unter den Top 5», sagt Brechbühl. «Dass es aufs Podium reichte, ist natürlich super. Ich habe mir im Finale gesagt, den kann ich noch überholen. Und den auch noch. So kam am Ende Platz 3 oder eben punktemässig Platz 2 heraus.»
Bei den OK Junioren setzte sich in 7 Laghi Ethan Ischer in allen drei Läufen durch. Der Fahrer aus dem Team Spirit Racing sicherte sich nach seiner ersten Pole-Position 72 der möglichen 75 Punkte und war damit ganz klar der «Junior des Tages». «Ich freue mich, dass es diesmal so gut geklappt hat», sagt Ischer. «Das war beim ersten Rennen hier vor einem Monat, als es regnete, nicht der Fall.» Platz 2 ging im Finale an Meisterschaftsleader Elia Pappacena. Der Teamkollege von Ischer hatte kein einfaches Wochenende. Aus Platz 1 im ersten Durchgang wurde wegen eines Spoiler-Vergehens Platz 4. Im zweiten Vorlauf kollidierte Pappacena schon in der ersten Runde (O-Ton Pappacena: «Das war ein typischer Rennunfall!»). Immerhin: Im Finale kämpfte er sich dann von Position 8 auf Platz 2 hervor. Eine starke Leistung bot in 7 Laghi auch Tim Ziegler mit drei dritten Plätzen. Mit gemischten Gefühlen reiste dafür Gaspard Le Gallais ab. Der Genfer, ebenfalls aus dem Spirit-Rennstall von Ken Allemann, erhielt im Finale eine Fünf-Sekunden- und im ersten Vorlauf eine Zehn-Sekunden-Strafe (Spoiler respektive Frühstart). In beiden Rennen hätte er sonst auf dem Podium gestanden.
Wieder nichts anbrennen liess Savio Moccia in der X30 Challenge Switzerland. Der Berner erwies sich auch im zweiten Rennen in 7 Laghi als unschlagbar. Pole-Position, schnellste Rennrunde im Finale und drei Laufsiege bedeuteten erneut das Punktemaximum. Nach sechs von 15 SM-Läufen liegt Moccia deshalb mit 150 Zählern klar an der Spitze. Dabei hatte er im Trockenen mit einem engeren Ausgang der Rennen gerechnet. «Ich hatte nicht erwartet, dass wir auch im Trockenen so stark sind», meint Moccia. «Aber es hat alles super funktioniert. Und ich bin natürlich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.» Moccias ärgster Widersacher bleibt Kilian Streit. Der 19-Jährige aus Moccias Nachbargemeinde Schüpfen bleibt mit den Rängen 3, 2 und 3 in Schlagdistanz. Auf Platz 3 in der Gesamtwertung liegt Nicolas Mühlebach.
Bei den OK Senioren spitzt sich nach zwei Rennwochenenden ein teaminterner Zweikampf zu. Patrick Näscher und Alain Baeriswyl vom Kartteam Meier waren in 7 Laghi die schnellsten Fahrer. Wobei Routinier Näscher seinem Teamkollegen in allen drei Läufen die Auspuffrohre zeigte. Feiern liessen sich auf dem Podium aber nicht nur die beiden 1- und 2-Fahrer, auch Teamchef Fabio Leimer hatte Grund zur Freude. «Es ist toll, dass mein Plan aufgeht und sich die beiden auf unterschiedlichen Chassis zu Höchstleistungen treiben», meint der ehemalige GP2-Champion Leimer. Näscher und Baeriswyl haben damit auch erwartungsgemäss den bis dato Führenden Fabio Scherer in der Meisterschaft überholt. Scherer hat beim ersten Lauf im April das Punktemaximum geholt, sagte aber damals schon: «Das war ein Gaststart – mehr Rennen zur SM habe ich nicht geplant.» Pech hatte Pole-Setter Alessio Fagone. Der Fahrer aus dem Team Exprit gab im ersten Vorlauf wegen defekter Lamellen das Rennen auf, kämpfte sich aber im Finale von ganz hinten wieder aufs Podest zurück.
Einen spannenden Zweikampf lieferten sich in der KZ2 auch Samuel Luyet und Nicolas Rohrbasser. Luyet, der als einziger Fahrer im Qualifying die 47er-Marke knackte, hatte in allen drei Läufen die Nase vorn, bekam aber im ersten Vorlauf eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil er am Start zu früh losbrauste. Dadurch lautete die Reihenfolge: 1. Rohrbasser, 2. Ivan Rechsteiner, 3. Luyet. Im zweiten Vorlauf war es dann Rohrbasser, der eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Frühstarts bekam und so hinter Rechsteiner Platz 3 belegte. Im Finale ging der dritte Podestplatz an Isabelle von Lerber. Die KZ2-Gesamtzweite von 2019 hatte sich bei ihrem SM-Comeback von Lauf zu Lauf gesteigert. Ob von Lerber weitere Einsätze plant, ist derzeit noch offen. Bei Sieger Luyet ist der Fall klar. «Ich habe dieses Rennen nur bestritten, weil ich die Reifen im Hinblick auf weitere, internationale Rennen kennenlernen wollte.» In der Meisterschaft hat Rohrbasser mit 132 Punkten (gegenüber 85 von Tobias Widmer) bereits einen komfortablen Vorsprung.
Und so geht es mit der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft weiter:
27. Juni, Franciacorta, Italien
22. August, Levier, Frankreich
25. September, Wohlen (AG), Schweiz
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf www.motorsport.ch/de/kartsport oder auf Facebook-Seite www.facebook.com/SchweizerKartMeisterschaft
Live-Timing der fünften Rennläufe der SKM in Wohlen gibt es hier: www.savoiechrono.com
Vom 27.-29. Mai findet mit der «Chablais» nach 586 Tagen Zwangspause ENDLICH wieder eine Rallye in der Schweiz statt. Dass sie etwas kürzer als geplant ist, dürfte Nebensache sein…
Aufgrund der epidemiologischen Lage mussten bei der Organisation der Rallye du Chablais verschiedene Abstriche gemacht werden. Unter anderem können aufgrund der kantonsärztlichen Bestimmungen der Kantone Waadt und Wallis verschiedene Spezialprüfungen nicht durchgeführt werden. Die Anzahl Kilometer musste von 175 km auf 156,5 km reduziert werden. Somit wird die offizielle Länge für eine Rallye Typ 1 (Total Spezialprüfungen min. 160 km) nicht mehr erreicht. Das Organisationskomitee der Rallye du Chablais stellte den Antrag, aufgrund der speziellen Situation, die Rallye du Chablais 2021 gleichwohl als Rallye Typ 1 für die Vergabe der Meisterschaftspunkte zu werten.
Nach eingehender Diskussion hat das Komitee Rallye der NSK vorgeschlagen, unter Berücksichtigung der massiven COVID-19-Schwierigkeiten, dem Antrag stattzugeben und die Rallye du Chablais 2021 als Typ 1-Rallye für die Vergabe der Meisterschaftspunkte zu berücksichtigen.
Die NSK hat diesem Antrag anlässlich einer schriftlichen Konsultation vom 28. April 2021 einstimmig zugestimmt und die Rallye du Chablais 2021 wird als Typ 1-Rallye für die Vergaben der Meisterschaftspunkte gewertet.
Die Schweizer Rallye-Meisterschaft erhält zwei zusätzliche Läufe. Neben der Rallye des Bornes wurde auch die Rallye du Mont-Blanc Morzine in den Kalender 2021 aufgenommen.
Aufgrund der Annullation des Critérium Jurassiens umfasst der aktuelle Meisterschaftskalender nur drei Läufe. Aus diesem Grund beantragte das Komitee Rallye die zwei nachfolgenden Läufe zusätzlich zu den 3 Schweizer Läufen zu genehmigen:
18./19. Juni 2021, Rallye des Bornes (F)
2.-4. September 2021, Rallye du Mont-Blanc Morzine (F)
Die NSK hat diesem Antrag anlässlich einer schriftlichen Konsultation vom 28. April 2021 einstimmig zugestimmt und somit finden diese beiden Veranstaltungen Aufnahme in den Kalender. Sollte sich die Situation bezüglich der Rallye des Bornes negativ entwickeln, wird eine Ersatzveranstaltung im Spätherbst ins Auge gefasst.
Am Sonntag steht im italienischen 7 Laghi der zweite Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft auf dem Programm. Im Gegensatz zum Saisonauftakt soll es diesmal trocken bleiben.
95 Fahrer und Fahrerinnen haben sich zum zweiten Lauf der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft eingeschrieben. Allein 28 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind es bei den Jüngsten, den Super Minis. Das ist eine sehr erfreuliche Tendenz. Vor allem in Zeiten wie diesen, in denen der nationale Rennsport wegen der anhaltenden Corona-Pandemie immer noch mit Terminverschiebungen und Absagen leben muss.
Fangen wir gleich mit den 8- bis 12-Jährigen an. Die Super Minis haben schon beim Saisonauftakt vor knapp einem Monat spannenden Motorsport geboten. Allerdings waren die Bedingungen alles andere als «Italien-like». Sieger der drei ersten Rennen war Tiziano Kuzhnini, der Vizemeister aus dem Vorjahr. Zum Punktemaximum von 75 Zählern fehlten dem Spirit-Fahrer vom Sempachersee lediglich die zwei Extrapunkte für die Pole-Position. Die sicherte sich Matt Corbi, der zusammen mit Kuzhnini, Dan Allemann und Elia Epifanio auch an diesem Wochenende zu den grossen Favoriten zählt. «Ich bin gespannt darauf, wie das Kräfteverhältnis im Trockenen aussieht», sagt Super-Mini-Gesamtleader Kuzhnini. «Ich rechne fest damit, dass es zwischen meinen Teamkollegen und mir sehr eng wird.» Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Chiara Bättig sein. Die einzige Dame im Feld hat beim Auftakt mit Rang 3 im Finale auf sich aufmerksam gemacht und liegt in der Meisterschaft auf dem vierten Platz – vor Ben Ziegler, einem weiteren Fahrer aus der Spirit-Mannschaft.
Mit zwölf eingeschriebenen Fahrern ist das OK-Junior-Feld das kleinste beim zweiten SM-Event des Jahres in 7 Laghi. Nichtsdestotrotz wird es auch in diesen Rennen spannend werden. Elia Pappacena, Sechster bei den Junioren 2020, ist seiner Favoritenrolle beim Auftakt gerecht geworden und hat mit zwei Siegen und einem zweiten Platz die Gesamtführung übernommen. Erster Verfolger ist der Genfer mit dem klingenden Namen Gaspard Le Gallais. Dahinter lauert Jérôme Huber, der beim Auftaktrennen im April noch nicht das perfekte Wochenende erwischte. Auf Platz 4 folgt die schnellste Dame im Junioren-Feld: Tina Hausmann. Die Gymnasiastin aus Küsnacht im Kanton Zürich sicherte sich in ihrem ersten SM-Finale auf Anhieb Rang 2. «Nach dem ersten Rennen habe ich natürlich hohe Erwartungen und möchte unbedingt wieder aufs Podium fahren», sagt Pappacena. Auch der Aargauer geht davon aus, dass es im Trockenen enger sein wird. «Bei trockenen Bedingungen sind alle etwa gleich schnell. Der Fahrer, der die beste Konstanz hat, wird den Unterschied ausmachen.»
Mit 21 Fahrern am Start ist die X30 Challenge Switzerland für einmal nicht die Kategorie mit den meisten Teilnehmern. Eine spannende Ausgangslage bietet sich dennoch. Seriensieger Savio Moccia wird vor allem von Kilian Streit Druck spüren. Obwohl Moccia beim Auftakt mit 75 Zählern das Punktemaximum erzielte, liegt Spirit-Fahrer Streit nur 16 Punkte dahinter. Moccia muss aber nicht nur Streit im Auge behalten, auch Nicolaj Sabo, Nicolas Mühlebach und Levin Lovrenovic haben am ersten Rennwochenende gut gepunktet. Ausserdem sind da noch Michael Sauter und Yoshindo Baumgartner, die ebenfalls für eine Überraschung sorgen könnten. «Ich gehe davon aus, dass es trocken bleibt und daher sehr eng werden wird», sagt Moccia. «Das Wichtigste für mich ist, wieder möglichst viele Punkte zu holen. Wenn möglich drei Siege, um den Abstand auf Platz 2 zu vergrössern. Trotzdem will ich auch nicht zu viel Risiko eingehen. Die Saison ist noch lange.»
Mit 18 Fahrern ist das Feld der OK Senioren so gross wie schon lange nicht mehr. Und weil Gaststarter Fabio Scherer diesmal nicht dabei ist, werden die Karten dahinter neu gemischt. Den gegenwärtig Zweitplatzierten Alain Baeriswyl trennen nur 13 Punkte vom Siebtplatzierten Alessio Fagone. Das verspricht enge Positionskämpfe und macht es schwierig, einen Fahrer in die Favoritenrolle zu heben. Einer, der vom ersten Rennwochenende her noch eine offene Rechnung hat, ist Patrick Näscher. Der Liechtensteiner war im ersten Vorlauf in eine Kollision verwickelt und hatte im Finale gegenüber Scherer das Nachsehen. «Wir haben dieses Jahr andere Reifen», sagt Näscher. «Und im Moment hat noch niemand Erfahrung mit diesen. Ich glaube, es kommt sehr darauf an, wer das beste Set-Up erwischt. Ich hoffe natürlich, dass wir die Reifen verstehen und dann wieder vorne mitfahren können.» Unter Wert geschlagen war beim verregneten Auftakt auch Lukas Muth. Der Luzerner, vor dem zweiten Rennen nur Neunter im Gesamtklassement, schwört deshalb auf Wiedergutmachung. «Beim ersten Rennen lief nicht alles nach Plan. Deshalb freue ich mich jetzt auf das zweite Rennen in 7 Laghi. Ich werde voll angreifen.»
Auch bei den Schaltkarts, der Kategorie KZ2, ist die Zahl der TeilnehmerInnen gegenüber dem ersten Rennwochenende gestiegen. Und zwar von 11 auf 16! In Führung liegt dort Nicolas Rohrbasser. Der amtierende Champion aus Genf sicherte sich mit 72 Punkten beinahe das Maximum. Im Kampf um die schnellste Rennrunde (drei Zusatzpunkte) hatte Teamkollege Tobias Widmer die Nase vorn. Der Vorsprung von Rohrbasser auf Widmer ist deshalb mit zehn Punkten überschaubar. Dritter in der Gesamtwertung ist Sebastian Kraft. Der KZ2-Rookie hat in 7 Laghi trotz einer Kollision eine starke Leistung gezeigt, die auch Rohrbasser nicht entgangen ist. «Es ist in der KZ2 richtig spannend geworden. Wir haben eine tolle Mischung aus Neulingen und erfahrenen Piloten. Ich muss mich als Routinier jeweils mächtig strecken, um die schnellen Jungs in Schach zu halten.» Besonders aufmerksam sollte man in 7 Laghi die Leistung des 19-jährigen Samuel Luyet beobachten. Der Mann mit der #120 könnte Rohrbasser im Romandie-Derby gefährlich werden. Positiv ist auch die Frauenquote in der KZ2. Neben Karen Gaillard hat sich zum zweiten Lauf auch Isabelle von Lerber vom Berner Kart Racing Club eingeschrieben. Die schnelle Bernerin belegte 2019 den zweiten Gesamtrang in der KZ2.
Zur Strecke: Wegen Corona wird auch das zweite Rennen in Castelletto di Branduzzo bei Pavia ausgetragen. Deshalb ist die Strecke den meisten Teilnehmern aus dem Effeff bekannt. Die oft auch als Teststrecke genutzte Piste ist unter den Fahrern sehr beliebt. Strecke mit einer Länge von 1256 Metern ist schnell, abwechslungsreich, bietet zahlreiche Überholmöglichkeiten und ist vor allem im Infield technisch anspruchsvoll.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in 7 Laghi www.savoiechrono.com
WICHTIGER HINWEIS: Wegen Corona findet der zweite Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Jeder Pilot darf vier Begleitpersonen mitbringen, welche mittels beiliegendem Formular bei der Strecke (info@7laghikart.it) im Voraus angemeldet werden müssen. Alle Anwesenden müssen ausserdem eine Selbstdeklaration ausfüllen und bei ihrer Ankunft an der Strecke abgeben. Auf dem Gelände gilt für alle Anwesenden eine Maskenpflicht. Bei der Einreise nach Italien ist ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden alt sein darf, erforderlich.
Zeitplan
Sonntag, 9. Mai
08.00-08.58 Uhr, Offizielles Training
09.05-09.43 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
09.50-11.30 Uhr, Rennen 1
11.30-12.20 Uhr, Mittagspause
12.20-14.00 Uhr, Rennen 2
14.00-16.05 Uhr, Finalläufe (Siegerehrungen jeweils im Anschluss an die einzelnen Finalläufe)
Der Rallye-Junior-Meister von 2019, Jonathan Michellod, hat mit Beifahrer Stéphane Fellay zum ersten Mal mit einem Skoda Fabia R5 auf dem Podium gestanden. Auto Sport Schweiz hat er verraten, wie es dazu kam.
Gratulation zu deinem ersten Podestplatz mit einem R5 bei der Rally Team 971 in Italien. Wie fühlt sich das an?
Jonathan Michellod: Sehr gut. Vor allem, weil wir nicht damit gerechnet haben. Mit solchen Ergebnissen lässt es sich weitermachen. Das motiviert für die Zukunft.
Im Unterschied zu Olivier Burri hast du am Start keine weichen Reifen aufgezogen. Wie kam das? Hattest du ein besseres Bauchgefühl als Olivier?
Das war ein Glückstreffer oder sagen wir: ein Zufall. Wir waren gerade bei den Startvorbereitungen, als jemand kam und sagte: Auf der ersten Prüfung sei es feucht. Sofort machte das die Runde und viele wechselten deshalb auf die weichen Reifen. Unsere Ausgangslage war anders. Wir wollten diese Rallye fahren, um Kilometer abzuspulen. Es ging uns nicht darum, zu gewinnen. Deshalb liessen wir uns nicht verrückt machen und verzichteten auf einen Wechsel. Wenn es wirklich nass sein sollte, hätten wir unseren Fahrstil halt anpassen müssen. Doch das war dann gar nicht nötig. Wir haben also rein zufällig für die ersten Prüfungen die bessere Reifenwahl getroffen.
Wie beschreibst du die Zusammenarbeit mit Olivier Burri? Ist das ein typisches Lehrer-Schüler-Verhältnis?
Das kann man so sagen. Ich hatte ihn kontaktiert, bevor ich das erste Mal in einem R5 Platz genommen hatte. Und er hat mir viele wertvolle Tipps gegeben. Und gibt mir jetzt noch wichtige Ratschläge. Ich profitiere sehr von seiner Erfahrung. Und bin tatsächlich irgendwie sein Schüler geworden.
Ihr seid bei dieser Rallye sehr konstant gewesen – nie schlechter als P8 auf einer Prüfung. Wie erklärst du dir diese Konstanz?
Das stimmt, es hat von Anfang an sehr gut gepasst. Es ist eine Rallye, die einen gewissen Rhythmus verlangt. Wenn du den nicht triffst, kannst du viel Zeit verlieren. Doch daran haben wir hart gearbeitet. Ich hatte das Gefühl, dass wir diesmal eine gute Symbiose zwischen Auto, Fahrer, Co-Pilot und Aufschrieb hatten.
Wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Der Einsatz eines R5 ist sehr kostspielig. Natürlich würde ich so oft, wie es nur geht fahren. Aber wir müssen da natürlich aufs Budget schauen.
Wie sehr wünschst du dir, dass die Schweizer Rallye-Meisterschaft ende Mai mit der «Chablais» beginnt?
Wir warten nun alle schon seit mehr als eineinhalb Jahren und hoffen, dass es wieder losgeht. Mir fehlen die Rallyes auf heimischem Boden. Und ich hoffe natürlich sehr, dass wir demnächst wieder in der Schweiz fahren können. Also, Daumen drücken und hoffen, dass es klappt!
Ronnie Bratschi kehrt nach seinem Unfall am Gurnigel 2019 mit seinem neu aufgebautem Mitsubishi zurück. Priorität hat für den Urner die Berg-Europameisterschaft.
Mehr als eineinhalb Jahre nach seinem Unfall beim Bergrennen Gurnigel kehrt Ronnie Bratschi auf die Rennstrecken zurück. Der gelernte Polymechaniker aus Altdorf (UR) hat seinen Mitsubishi Evo 7 RS seither in Eigenregie komplett neu aufgebaut. Möglich wurde dies dank treuer Partner und Reifenlieferant Michelin, der ihn direkt ab Werk in Frankreich mit speziell entwickelten Bergrennreifen versorgt. «Auch habe ich grosse Unterstützung von meiner Familie und Kollegen erhalten», sagt Bratschi. «Ohne sie alle wäre ein Neustart in diesem Ausmass nicht möglich.»
Der Urner Rennfahrer baute seinen Mitsubishi nach den Regeln der neuen FIA-Topklasse für Tourenwagen, um damit in der Berg-EM auf Titeljagd zu gehen. Grosse internationale Erfahrung bringt Bratschi aus dem FIA-International Hillclimb Cup mit, den er dreimal für sich entschied. «Die Europameisterschaft ist das Grösste, was wir als Bergrennfahrer bestreiten können. Ich freue mich auf viele neue interessante und anspruchsvolle Bergrennstrecken.»
Den Anfang machen am zweiten und dritten Mai-Wochenende die Bergrennen Boticas in Portugal und Al Fito in Spanien. Ende Mai steht im tschechischen Sternberk der dritte EBM-Lauf auf dem Programm. Welche weiteren Bergrennen aufgrund der ständig wechselnden Gesundheitslage in den einzelnen Ländern stattfinden werden, ist noch ungewiss. Sicher ist nur das Ziel von Ronnie Bratschi: «Wie bis zur langen Zwangspause möchte ich um Siege und Streckenrekorde fahren. Dann schauen wir, was dabei herauskommt.»
Auch an diesem Wochenende gab es zahlreiche Schweizer Erfolge zu feiern. Allen voran in Spa beim Auftakt der WEC mit Siegen von Sébastien Buemi, Fabio Scherer und Neel Jani.
In der Schweiz müssen wir uns noch bis Ende Mai gedulden. Dann geht es mit der Rallye du Chablais auch bei uns endlich wieder los! Zwischenzeitlich dürfen wir uns aber Wochenende für Wochenende an grandiosen Erfolgen der international im Einsatz stehenden Schweizer erfreuen.
Diesmal – allen voran – in Spa-Francorchamps. Dort hat am Wochenende der Auftakt zur Langstrecken-WM stattgefunden. Vier Klassen waren am Start. In dreien gab es einen Schweizer Erfolg zu feiern. Der Sieg von Sébastien Buemi bei den Hypercars, der neuen Topklasse der WEC, war absehbar. Den beiden neuen Toyota stand mit einer Alpine nur ein Gegner gegenüber. Dieser musste sich mit Rang 3 begnügen. Für Buemi und seine beiden Teamkollegen Kazuki Nakajima und Brendon Hartley war der Weg in Spa spätestens dann frei, als das Schwesterauto nach einem kolossalen Verbremser aus dem Kiesbett befreit werden musste. Für den Mann aus Aigle war es bereits der 18. Sieg auf Toyota. «Der Druck auf unseren Schultern war gross. Umso mehr freut es mich, dass wir den ersten Sieg in der neuen Ära geholt haben», meint Buemi.
Seinen ersten Sieg im Rahmen der WEC feierte auch Fabio Scherer. Der in Engelberg wohnhafte Luzerner hat bei seinem Debüt die LMP2-Klasse souverän gewonnen. Scherer teilte sich das Auto mit dem Briten Phil Hanson und Routinier Filipe Albuquerque. Das Trio dominierte nach den Vor-Tests auch sämtliche Trainingssitzungen und war im Rennen ein Klasse für sich. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», sagt Scherer. «Gleich beim ersten Rennen ganz oben zu stehen, macht mich stolz. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen in Portimão.» Dort wird Scherer auf einen weiteren Schweizer treffen: Louis Delétraz bestreitet in Portugal und später in der Saison in Japan die WEC-Rennen für das Team Europol.
Der dritte Schweizer, der in Spa einen Klassensieg feiern durfte, kennt das Gefühl. Neel Jani hat mit Porsche zwischen 2014 und 2017 vier LMP1-Rennen gewonnen. Darunter auch die 24 Stunden von Le Mans 2016. In Spa sicherte sich der Seeländer seinen ersten Sieg in der LMGTE Pro auf einem Porsche 911 RSR an der Seite des Franzosen Kevin Estre trotz eines Reifenschadens. «Wir waren zunächst etwas in Sorge, weil ich Sprit sparen musste», erzählt Jani. «Aber eine Gelbphase im passenden Moment hat uns dann geholfen.»
Auch am Nürburgring jubelten Schweizer. Jasmin Preisig, Frédéric Yerly gewannen zusammen mit dem niederländischen Routinier Tom Coronel wie schon beim Auftakt die TCR-Klasse. Ihr Vorsprung im Ziel: acht Sekunden! Auch bei den Amateuren lagen zwei Schweizer vorne: Die Baselbieter Roland Schmid und Roger Vögeli siegten auf einem Opel Astra TCR in ihrer Klasse. Bester Schweizer im Gesamtklassement war Patric Niederhauser als Neunter auf einem der werksunterstützten Audi R8 LMS.
Im Rahmen der WEC in Spa war noch ein weiterer Schweizer unterwegs. Ex-Kart-Fahrer Samir Ben gab in der spanischen Formel 4 bei Jenzer Motorsport sein Debüt im Automobilrennsport. Der Berner belegte in einem Feld von 28 Fahrern die Plätze 15 und 16. Im zweiten Rennen schied er aus.
Artikel 8 (S.67) – Reifen – Sportreglement SKM 2021
Der 2. Lauf zur autobau Schweizer Kart Meisterschaft findet schon bald statt.
Die Veranstaltung wird am 08./09. Mai 2021 in 7 Laghi (Castelletto di Branduzzo/ITA) durchgeführt und die Einschreibung ist online über www.go4race.ch möglich.
Nennschluss für den zweiten Lauf ist am 02.05.2021 um 24.00 Uhr.
Anzahl Einschreibungen :
Sei mit dabei und fahre mit vielen anderen Piloten um Siege und Punkte!
Wir freuen uns auf deine Einschreibung für dieses Rennen der autobau Schweizer Kart Meisterschaft und stehen dir für allfällige Fragen gerne zur Verfügung.
Der Bundesrat hat am 28. April 2021 den Vorschlag in die Konsultation gegeben, Grossveranstaltungen ab Juli mit 3’000 und ab September mit 10’000 Personen unter restriktiven Bedingungen zuzulassen. Aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Informationen geht man unter anderem von Parametern (Stadion, nummerierte Sitzplätze, fixe Infrastrukturen, etc.) aus, welche in erster Linie für Fussball und Eishockey resp. «Stadion-Sportarten» gelten.
Der Bundesrat legt grossen Wert darauf zu betonen, dass die vorgeschlagenen Daten und Teilnehmerzahlen für Grossveranstaltungen im Sommer 2021 nicht als Öffnungsplan verstanden werden. Über den genauen Öffnungsplan für Grossveranstaltungen wird der Bundesrat erst zu einem späteren Zeitpunkt und nach Konsultation verschiedener Anspruchsgruppen entscheiden.
Weiter hat der Bundesrat festgelegt, welche Schutzmassnahmen erfüllt sein müssen, damit ein Kanton die Durchführung einer Grossveranstaltung überhaupt bewilligen kann. Im Zentrum stehen strenge Schutzkonzepte und die Vorgabe, dass nur geimpfte, negativ getestete und genesene Personen an solchen Veranstaltungen teilnehmen können, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.
Auto Sport Schweiz fordert Klarheit für seine Veranstalter und Fahrerinnen und Fahrer
In diversen Sportarten, so unter anderem auch im nationalen Automobil- und Kartrennsport werden die Veranstaltung Outdoor auf «naturbelassenem» Untergrund ohne fixe Zuschauer-Installationen durchgeführt. Hier gibt es vielfach keine fix installierten Zuschauerzonen, keine nummerierten Sitzplätze, etc., und unsere Sportart muss zwingend beim Öffnungsplan für Grossveranstaltungen durch den Bundesrat berücksichtig werden.
An der Strecke eines Automobil-Bergrennens von 3,5 bis 5 Kilometer Streckenlänge oder einer Rallye mit über 150 Km Streckenlänge befinden sich je nach Möglichkeiten bis zu 10'000 oder auch mehr Zuschauer (Outdoor, vielfach ohne fixe Zuschauerzone) und an diese und ähnliche Organisationsformen (Radrennen, Mountainbike, Laufanlässe, etc.) muss bei den Bundesrätlichen Öffnungsplänen unbedingt gedacht werden.
Auto Sport Schweiz legt grossen Wert darauf, dass nach über 50 nationalen Event-Absagen in den letzten 12 Monaten der Automobil- und Kartrennsport möglichst bald wieder zur Normalität zurückfinden kann und die Veranstalter eine reale Planungssicherheit erhalten und die zahlreichen Piloten ihren Sport wieder möglichst barrierefrei ausüben können.
Die Veranstalter von Automobil- und Kartsportrennen sind wirtschaftlich dringend darauf angewiesen, ihre Anlässe mit Zulassung von Zuschauern durchführen zu können und Klarheit zu erhalten, ob die erarbeiteten Schutzkonzepte sich bewähren. Die Ansteckungsrisiken für Piloten (alleine oder zu zweit im Auto/Kart, mit Schutzhaube, Helm und Sicherheitsbekleidung ausgestattet) und der Zuschauer im Freien sind gemäss Expertenbeurteilung sehr klein.
Und schliesslich geht Auto Sport Schweiz davon aus, dass mit dem Fortschritt bei den Impfungen keine Zugangsbeschränkungen zu Outdoor-Anlässen mehr nötig sein werden.
Auto Sport Schweiz wird sich zu all diesen Themen bis am 10. Mai 2021 in die laufende Konsultation einbringen.
Der Saisonauftakt des Porsche Sports Cup Suisse am Red Bull Ring hat mit dem Titelduell zwischen Alexander Fach und Dominik Fischli gehalten, was er versprochen hat.
Das spannende Meisterschaftsduell zwischen den beiden Förderpiloten des Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG könnte 2021 in die Verlängerung gehen: Vize-Champion Dominik Fischli und Titelverteidiger Alexander Fach drückten auf dem Red Bull Ring dem ersten Saisonlauf des GT3 Cup ihren Stempel auf. Fischli musste dabei im Qualifying noch Gregor Burkard um 0,013 Sekunden den Vortritt lassen, übernahm nach dem Start auf dem 4,319 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs aber schon im zweiten Umlauf die Führung und setzte sich ab. Fach indes hatte im Abschlusstraining nur als Siebter abgeschnitten, fast eine Sekunde fehlte ihm auf die Spitze. Für das 16-Runden-Rennen liess der 19-Jährige vier neue Reifen auf seinen 357 kW (485 PS) starken 911 GT3 Cup ziehen, musste sich dafür aber auch ganz hinten einreihen – der Beginn einer kurzweiligen Aufholjagd quer durch das gesamte Feld, die ihn noch bis auf die zweite Position nach vorne brachte. Fach fuhr dabei auch in 1:32,249 Minuten die schnellste Runde.
Dominik Fischli und Alexander Fach nebeneinander in Startreihe 1: Die Voraussetzungen für einen spannenden zweiten Saisonlauf waren gegeben. Fischli behielt zunächst die Oberhand, doch Fach setzte ihn hart unter Druck. In Runde 11 von 16 unterlief dem Führenden der vorentscheidende Fehler: Nach einem Dreher musste sich Fischli als Vierter hinter Gregor und Ricardo Burkard wieder einreihen. Ricardo konnte er anschliessend noch passieren und das dritte Podiumstreppchen zurückerobern, Gregor Burkard aber war zwei Sekunden entfernt.
In der Wertungsgruppe GT4 Clubsport hatte Thomas Herbst am Steuer eines Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR die Nase im ersten Rennen vorn, im zweiten liess sich Alexandre Mottet als Sieger feiern. In der Gruppe Open GT war Leonardo Caglioni nicht aufzuhalten: Er setzte mit seinem 911 GT3 Cup die Qualifying-Bestzeit, gewann beide Läufe und legte jeweils auch die schnellste Rennrunde vor. Im Gleichmässigkeits-Wettbewerb der Porsche Drivers Competition Suisse fuhr Nicolas Garski mit den konstantesten Rundenzeiten auf Platz 1.
Weitere Informationen zum Porsche Sports Cup Suisse gibt es unter diesem Link.
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat das Organisationskomitee des Bergrennens Ayent-Anzère beschlossen, die 45. Auflage auf Juli 2022 zu verschieben.
Heute hat der Veranstalter des Bergrennens von Ayent-Anzère bekanntgegeben, dass die Veranstaltung von Ende Juli nicht stattfinden wird. Der Organisator schreibt in einer Pressemitteilung:
«Im Juli 2020 hätte unsere Veranstaltung ihren 45-jährigen Geburtstag feiern sollen. Doch die Corona-Krise, die ein paar Monate zuvor begann, verhinderte, dass wir diesen Meilenstein im letzten Sommer erreichten. Wir waren also voller Hoffnung, dass ein Jahr später diese schlimme Zeit vorbei sein würde. Nichtsdestotrotz befinden wir uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Pressemitteilung immer noch in Zeiten der Pandemie.»
«Ein Autorennen wie das unsere finanziert sich aus drei Haupteinnahmequellen: Sponsoring, Fahreranmeldungen und Zuschauereintritte. (…) Um sicher zu sein, dass es möglich ist, eine Veranstaltung zu organisieren, haben wir eine Umfrage unter Sponsoren und Fahrern durchgeführt. Wir wollten wissen, wie es um das Interesse und vor allem um ihre Mittel steht, damit wir das Rennen 2021 durchführen können. Trotz vielen positiven Feedbacks mussten wir am Ende feststellen, dass das finanzielle Risiko zu gross war.»
«In Anbetracht dessen hat das Komitee heute beschlossen, die 45. Auflage des Bergrennens Ayent-Anzère auf den 23./24. Juli 2022 zu verschieben.»
Der gegenwärtige Kalender der Schweizer Berg-Meisterschaft sieht (Stand heute) wie folgt aus:
13.-15. August, St.Ursanne – Les Rangiers
21.-22. August, Massongex
28./19. August, Oberhallau
11./12. September, Gurnigel
18./19. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots
Und wieder gab es am Wochenende Grund zum Jubeln aus Schweizer Sicht. Diesmal in Le Castellet (24H Series), Valencia (Formel E) und in Italien (Rallye).
Die Formel E gastierte am Wochenende in Valencia zum ersten Mal für ein Rennen auf einer permanenten Rennstrecke. Dabei lief vieles allerdings nicht nach Plan. Das erste Rennen im Dauerregen war durch fünf Safety-Car-Phasen und eine Full-Course-Yellow-Unterbrechung geprägt. Ausserdem hat man sich massiv verkalkuliert. Bis zum Zieleinlauf strich die FIA insgesamt 19 kWh Energie. Das war für rund die Hälfte des Feldes zu viel! Profiteur war Nico Müller. Der Berner (im einzigen Privatteam!) sicherte sich von Startplatz 22 gestartet mit Rang 2 hinter Nyck de Vries den ersten Podestplatz und das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere. Im zweiten Rennen (ohne Energiechaos und wieder im Trockenen) blieb Müller punktelos, weil er weder im Qualifying, noch mit der Strategie das Glück gepachtet hatte.
Ein Wochenende zum Vergessen erlebten die beiden anderen Schweizer Sébastien Buemi und Edoardo Mortara. Beide wurden im ersten Rennen von André Lotterer abgeschossen. Im zweiten Durchgang am Sonntag (Sieger Jake Dennis) holte Mortara wenigstens noch zwei Punkte, während Buemi (diesmal von Stoffel Vandoorne ins Aus geschoben) erneut leer ausging. In der Meisterschaft bleibt Mortara als Neunter bester Schweizer. Müller ist auf Rang 11 vorgerückt, Buemi liegt auf Rang 22.
Mehr Pokale sicherten sich die Schweizer im Rahmen der 24H Series in Le Castellet. Wie zuletzt in Mugello feierte der Solothurner Daniel Allemann mit dem deutschen Herberth-Porsche-Team den Gesamtsieg beim 12-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard. Platz 1 und 2 gab es in der TCR-Klasse. Dort sicherte sich Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing einen Doppelsieg, obwohl bis zwei Stunden vor Rennende Titelrivale AC Motorsport in Führung lag. Doch zwei unplanmässige Boxenstopps warfen die Belgier auf Rang 3 zurück, wobei sich die Startnummer #1 von Constantin Kletzer, Emil Heyerdahl, Jérôme Ogay und Doppelstarter Yannick Mettler gegen das Schwesterauto #112 mit Mettler, Fabian Danz, Rhys Lloyd und Marlon Menden durchzusetzen vermochte.
Einen Pokal für einen Schweizer Fahrer gab es auch bei der 57. Rally Valli Ossolane. Bei der 54 Kilometer kurzen Rallye, die 2019 noch zum SM-Kalender gehörte, sicherte sich Grégoire Hotz mit Beifahrer Pietro Ravasi den dritten Gesamtrang. Wobei der Zieleinlauf nicht hätte knapper sein können. Hotz lag mit seinem Citroën C3 Rally2 nach 30 Minuten Fahrzeit nur eine Zehntelsekunde vor dem Viertplatzierten Sergio Bruni aus Italien. Auch der amtierende Schweizer Meister Ivan Ballinari gab bei der «Ossolane» sein Comeback (mit Co-Pilot Pietro d’Agostino). Der Tessiner belegte dabei auf einem VW Polo GTi R5 den siebten Schlussrang und war glücklich, endlich wieder einmal im Auto gesessen zu haben. «Wenn man bedenkt, dass ich seit eineinhalb Jahren keine Rallye mehr bestritten habe, das Auto nicht kannte und auch einen neuen Co-Piloten hatte, dann darf man mit demAbschneiden zufrieden sein.»
Ebenfalls auf dem Podium in ihren Klassen waren Aurélien Devanthery/Gaël Delasoie (Platz 2 in der R2B) sowie Vidueira Mireille/Florinne Kummer (Platz 3 R2C) und Guillaume Girolamo/Benjamin Betrisey (Platz 1 in der R1).
Auch Robin Faustini war nach Italien zum zweiten Mal mit seinem rundum modifizierten Reynard K02 im Einsatz. Diesmal in Tschechien beim Bergrennen auf der kurzen Strecke von Ecce Homo. Der Aargauer fuhr dabei die sechstschnellste Zeit. Eine Zeitverbesserung am Nachmittag war nicht mehr möglich, weil ein Konkurrent eine Ölspur legte. Der Tagessieg ging an Christian Merli.
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